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Hollywood-Glanz in Erfurt: Diese zwei „Game of Thrones“-Stars drehen jetzt in Thüringen

10. Juli 2026 um 12:25

Erfurt wird erneut zum Schauplatz einer internationalen Filmproduktion. Für den deutsch-norwegischen Kinofilm „Uncle Egg“ stehen derzeit die Schauspieler Kristofer Hivju und Tom Wlaschiha, bekannt aus „Game of Thrones“, in Thüringen vor der Kamera.

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WM-Tipp des Tages: Spanien vs. Belgien, ein neues europäisches Top-Duell? – hier läuft das Spiel

10. Juli 2026 um 10:38

Das WM-Viertelfinale zwischen Spanien und Belgien steigt am Freitag, den 10. Juli 2026, um 21 Uhr im New York New Jersey Stadium. Beide Teams präsentierten sich in der K.-o.-Phase zwar in starker Form, lösten ihre Aufgaben im Sechzehntel- und Achtelfinale aber nicht immer souverän.

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KI-Gründungsrekord in Deutschland – ein trügerisches Bild

10. Juli 2026 um 13:00

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Gründungen Start-ups, Unternehmen, Arbeit, Job, Deutschland, Kolumne, Geld, Künstliche Intelligenz, KI

Rekordzahlen bei Gründungen von Start-ups: Das erste Halbjahr 2026 bringt einen historischen Gründungsboom, massiv angetrieben durch KI. Doch während Software-Tools Einstiegshürden senken, verschiebt sich das Scheitern oft nur nach hinten. Eine Analyse.

In Deutschland wird wieder mehr gegründet. Nach Zahlen des Startup-Verbands und der Analysefirma startupdetector gab es im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland 3.053 neue Start-ups. Das ist laut dem Verband das gründungsstärkste Halbjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2019.

Besonders auffällig dabei ist: Rund ein Drittel der Gründungen, nämlich 1038, sollen einen KI-Bezug beim Unternehmenszweck haben. Zentraler Treiber dieser verstärkten Gründungsaktivitäten sei Künstliche Intelligenz, weil sie es Gründern ermögliche, schneller, einfacher und mit weniger Kapital zu starten.

Gründungen von Start-ups: Ein Blick auf die Zahlen lohnt sich

Die Meldung über die hohe Anzahl an Neugründungen klingt erst einmal beeindruckend. Und auch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass sie auch beeindruckend ist. Denn es wird deutlich, dass in Deutschland offenbar wieder mehr Menschen bereit sind, unternehmerisch etwas zu versuchen.

In einem Land, in dem vor einer Gründung gern erst einmal gefragt wird, ob das Vorhaben überhaupt erlaubt, finanzierbar, versicherbar, steuerlich optimal und gesellschaftlich hinreichend abgesichert ist, ist diese Gründungsdynamik auf jeden Fall ein positives Signal.

Aber trotzdem lohnt sich ein zweiter Blick. Denn 3.053 Gründungen sagen vor allem eines: Es wurden 3.053 Unternehmen gegründet. Nicht mehr. Nicht weniger. Sie sagen noch nichts darüber, ob diese Unternehmen Kunden finden.

Sie sagen nichts darüber, ob sie Umsatz machen. Sie sagen nichts darüber, ob sie profitabel werden. Und sie sagen vor allem nichts darüber, ob die Gründer davon leben können.

Ein Handelsregistereintrag ist noch kein Geschäftsmodell

In Deutschland wird gerne gezählt. Wir zählen Geschäftsideen bei Veranstaltungen in Gründerzentren, Gründungen, Finanzierungsrunden, Förderprogramme, Patentanmeldungen, Innovationszentren, Inkubatoren, Acceleratoren, Netzwerkveranstaltungen und natürlich auch Panels mit Menschen, die über Innovation sprechen. Das Problem dabei ist jedoch: Viele dieser Zahlen beschreiben „Bewegung“. Aber Bewegung ist noch kein Fortschritt.

Ein Handelsregistereintrag für ein neues Unternehmen ist ein Startpunkt. Er ist ein formaler Akt, und sicherlich auch ein mutiger Schritt. Aber er ist noch kein Beweis dafür, dass ein tragfähiges Unternehmen entsteht.

Das klingt banal, wird aber in der Euphorie solcher Meldungen gerne vergessen. Eine Gründung ist nicht die unternehmerische Ziellinie. Sie ist noch nicht einmal der erste Marathonkilometer. Sie ist eher das Anziehen der Laufschuhe.

Dabei ist natürlich klar: Ohne Laufschuhe läuft niemand los. Aber niemand würde nach dem Kauf neuer Laufschuhe behaupten, er habe bereits einen Marathon erfolgreich absolviert.

Genau deshalb sollte man bei Gründungsrekorden und den damit verbundenen Meldungen vorsichtig sein. Sie sind erfreulich, aber sie sind kein Qualitätsnachweis. Sie zeigen, dass mehr Menschen unternehmerisch loslaufen. Ob sie ankommen, bleibt offen.

Gründungen bei Start-ups: KI senkt die Hürden, aber nicht die Anforderungen

Dass KI das Gründen erleichtert, ist kaum zu bestreiten. Wer heute eine Idee zum Beispiel für eine App hat, kann schneller einen Prototypen programmieren, eine Website mit einem Online-Shop erstellen, Texte formulieren, Präsentationen entwickeln, Kundenfeedback auswerten, Prozesse automatisieren oder erste Marktanalysen durchführen.

Was früher Wochen und externe Dienstleister oder ein kleines Team erforderte, lässt sich heute oftmals mit wenigen Tools erledigen. Das ist eine enorme Veränderung.

Aber hier liegt auch die erste Falle: Wenn der Einstieg leichter wird, verschwinden nicht automatisch die eigentlichen Anforderungen an ein Unternehmen.

Wenn Künstliche Intelligenz die Anforderungen ausblendet

KI kann helfen, ein Produkt schneller zu bauen. KI kann helfen, die Präsentationsfolien für Pitch besser aussehen zu lassen. Und KI kann Texte professioneller formulieren. Aber KI kann nicht automatisch die Frage beantworten, ob jemand für das Produkt bezahlt.

Sie kann auch nicht helfen, Investoren den Einstieg schmackhafter zu machen, wenn das Team nicht passt. Und sie erzeugt nicht automatisch einen klaren Kundennutzen. Mit anderen Worten: KI kann vieles beschleunigen. Sie macht den Markt aber nicht gnädiger oder den Gründern wohlgesonnener.

Genau das ist aber der entscheidende Punkt. Kunden kaufen nicht, weil etwas mit KI gebaut wurde. Kunden kaufen, weil ein Problem gelöst wird, das für sie wichtig genug ist, um dafür Geld auszugeben.

Diese Unterscheidung klingt einfach. Sie ist aber zentral. Denn viele KI-Gründungen werden nicht daran scheitern, dass sie technisch nichts können. Sie werden daran scheitern, dass ihr Angebot wirtschaftlich nicht wichtig genug ist.

Wenn Gründen zu leicht wird, verschiebt sich das Scheitern nach hinten

Früher mussten Gründer bereits vor der Gründung bestimmte Hürden überwinden. Sie brauchten Kapital, technische Fähigkeiten, Kontakte, Zeit, Durchhaltevermögen oder zumindest jemanden, der eine Website bauen konnte, ohne dass sie aussah wie aus dem Jahr 2003.

Heute kann KI viele dieser ersten Hürden abmildern oder sogar ganz beseitigen. Und das ist gut, weil dadurch mehr Menschen überhaupt anfangen können. Man muss aber auch sehen, dass KI auch dazu führt, dass unreife Ideen schneller wie fertige Unternehmen wirken. Das Hürden verschwindet dadurch jedoch nicht. Sie verschieben sich nur und damit auch das Scheitern.

Früher scheiterte eine Idee vielleicht schon daran, dass sie nie „aus der Schublade“ kam. Heute bekommt eine solche Idee schnell eine Landingpage, ein Logo, ein Pitchdeck, eine Demo, einen LinkedIn-Post und vielleicht sogar ein paar wohlklingende KI-generierte Marktannahmen.
Das sieht nach Unternehmertum aus. Manchmal ist es auch Unternehmertum.

Aber manchmal ist es nur sehr gut gestaltete Vorläufigkeit. Und das führt dann zu einer neuen Qualität. Denn KI kann nicht nur Produktivität erzeugen, sondern auch Professionalität simulieren. Und das meine ich gar nicht als Vorwurf (zumindest nicht alleine).

Vielmehr ist es nämlich erst einmal eine schlichte Beobachtung. Schlechte Ideen sahen früher oft auch schlecht aus. Heute jedoch können schlechte Ideen aufgrund von KI erstaunlich gut aussehen.

Gründungen bei Start-ups: Der eigentliche Wettbewerbsvorteil ist nicht KI

Und ich sehe noch ein weiteres Problem. Wenn viele Start-ups auf denselben KI-Modellen, denselben Schnittstellen, denselben No-Code-Werkzeugen und denselben Automatisierungslogiken aufbauen, entsteht keine Differenzierung, sondern im Gegenteil mehr Austauschbarkeit.

Wenn alle schneller werden, ist Schnelligkeit allein kein Vorteil mehr. Wenn alle bessere Texte schreiben können, sind bessere Texte allein kein Geschäftsmodell. Und wenn alle in wenigen Tagen einen Prototypen programmieren können, ist dieser alleine kein Vorteil mehr.

Die entscheidende Frage müsste daher nicht lauten: Nutzt ein Start-up KI?, sondern vielmehr: Was hat dieses Start-up, was andere trotz KI nicht ohne Weiteres kopieren können?

Austauschbarkeit statt Differenzierung

Das können besondere Daten sein. Es kann bestimmtes Branchenwissen oder Praxiserfahrung sein. Es kann ein ungewöhnlich guter Kundenzugang oder sonstige Vertriebskraft sein. Es kann regulatorische Kompetenz sein.

Es kann Vertrauen sein. Oder es kann schlicht die Fähigkeit, aus einer innovativen Technologie ein Produkt zu machen, das Menschen tatsächlich regelmäßig nutzen und für welches sie bereit sind zu zahlen. Genau hier wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Denn KI als Werkzeug wird zunehmend selbstverständlich.

Der bloße KI-Bezug wird damit weniger besonders. Oder anders formuliert: „Wir machen etwas mit KI“ war vielleicht 2023 noch ein Aufmerksamkeitsmagnet. 2026 ist es nur noch eine Selbstverständlichkeit ohne besonderen Nutzwert.

Die unterschätzte Kennzahl: Kann das Unternehmen seine Gründer ernähren?

Schließlich sollte noch eine einfache Frage bei der Beurteilung von Gründungen stärker in den Vordergrund gestellt werden. Diese Frage lautet: Kann dieses Unternehmen eigentlich seine Gründer:innen ernähren?

Diese Frage klingt altmodisch, vielleicht sogar ein wenig unromantisch. Auf jeden Fall klingt sie nicht gerade zukunftsgewandt. Aber es ist eine brutal relevante Kennzahl.

Denn ein Unternehmen, das dauerhaft nicht in der Lage ist, den Lebensunterhalt derjenigen Menschen zu erwirtschaften, die es aufbauen (und zwar ohne die Verwendung von Fördermitteln oder Investments für diesen Zweck), ist vielleicht ein Experiment. Vielleicht ein Projekt, ein Versuch oder eine Wette – aber kein nachhaltiges Unternehmen.

KI-Euphorie schützt nicht vor der Umsatzrealität

Gerade in der KI-Euphorie wird dieser Punkt gerne übersehen. Es wird über Skalierung gesprochen, über Automatisierung, über Effizienz, über neue Geschäftsmodelle und über die Demokratisierung des Gründens. Und bitte mich nicht falsch verstehen: Das sind alles wichtige Themen.

Aber am Ende muss ausreichend Geld verdient werden, nicht nur durch eine Finanzierungsrunde, sondern durch Kunden, die sagen: Das Produkt, die Dienstleistung, etc. ist mir so wichtig, dass ich dafür bezahle, gerne mehrfach.

Vielleicht sollte deshalb jeder Gründungsreport neben der Zahl der Neugründungen irgendwann auch eine zweite Zahl ausweisen: Wie viele dieser Unternehmen zahlen ihren Gründerinnen und Gründern nach zwölf, 24 oder 36 Monaten ein existenzsicherndes Einkommen? Diese Zahl wäre vermutlich weniger glamourös. Aber sie wäre deutlich aussagekräftiger.

Der Gründungsrekord muss richtig gelesen werden

Mit dem Vorgesagten möchte ich den Gründungsrekord nicht kleinreden, im Gegenteil: Deutschland braucht mehr Menschen, die unternehmerisch denken. Deutschland braucht mehr Experimente.

Deutschland braucht mehr Mut, mehr Geschwindigkeit und sicherlich auch mehr KI-Kompetenz in neuen Geschäftsmodellen. Wenn KI dazu führt, dass Menschen schneller testen, schneller bauen und schneller lernen und damit schneller Unternehmen gründen, ist das eine gute Entwicklung.

Aber wir sollten nicht den Fehler machen, Gründungsdynamik mit wirtschaftlicher Substanz zu verwechseln. Die Zahl von 3.053 neuen Start-ups ist ein Anfangssignal, mehr jedoch auch nicht. Sie ist insbesondere kein Erfolgsnachweis.

Die Existenzfrage: Nach dem Startschuss kommt die Langstrecke

Sie zeigt, dass mehr Menschen loslegen und – wenn man sich die Gründe für das Loslegen anschaut – dass KI die Schwelle zum Gründen senkt. Sie zeigt auch, dass in Deutschland mehr möglich ist, als man sich manchmal in den üblichen Klagen über Bürokratie, Risikoaversion und Kapitalmangel eingestehen möchte.

Aber die eigentlich relevanten Themen werden meiner Ansicht nach nicht diskutiert: Wie viele dieser Unternehmen schaffen es, aus einer Idee ein Angebot zu machen? Aus einem Angebot ein Produkt? Aus einem Produkt Umsatz? Aus Umsatz ein tragfähiges Unternehmen? Und aus einem tragfähigen Unternehmen vielleicht sogar einen echten Beitrag zur wirtschaftlichen Stärkung unserer Volkswirtschaft?

Erst wenn wir belastbare Aussagen zu diesen Themen haben, wird aus dem Gründungsrekord mehr als eine schöne Zahl. Bis dahin gilt: Gut, dass mehr gegründet wird. Aber feiern sollten wir nicht nur den Startschuss. Sondern vor allem diejenigen, die nach dem Start auch weiterlaufen.

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Klimaschutz egal: Bund streicht Umweltauflagen für Rechenzentren

10. Juli 2026 um 11:00

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Umwelt Klima Rechenzentren Deutschland Umweltauflagen

Deutschland soll eine KI-Nation werden. Dafür will die Bundesregierung die Umweltauflagen für Rechenzentren deutlich lockern. Ein neuer Gesetzesentwurf verschiebt die Ökostrom-Pflicht, verlängert Übergangsfristen und streicht die Pflicht zur Nutzung von Abwärme. Das ist nicht nur ein Kniefall vor Big Tech, sondern auch Ressourcenverschwendung und eine zusätzliche Klimabelastung. Eine kommentierende Analyse.

Bund will Umweltauflagen für Rechenzentren lockern

  • Die Bundesregierung will Deutschland zu einer KI-Nation machen. Um das zu erreichen, sollen vor allem weitere Rechenzentren gebaut werden. Der Plan: eine Vervierfachung der KI-Rechenkapazitäten bis 2030. Damit das gelingt, will die Regierung kurzerhand das Energieeffizienzgesetz ändern. Ein vom Bundeskabinett beschlossener Gesetzesentwurf sieht eine Lockerung der Umweltauflagen für Rechenzentren vor.
  • Laut Entwurf sollen Rechenzentren drei Jahre mehr Zeit haben, um ihren Stromverbrauch in der Bilanz auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen. Will heißen: Die Bundesregierung will die bisherige Frist vom 1. Januar 2027 bis zum 1. Januar 2030 verlängern. Für bereits gebaute Rechenzentren soll die aktuelle Übergangsfrist zur Einhaltung der Effizienzvorgaben (PUE) von zwei auf vier Jahre verlängert werden.
  • Betreiber von Rechenzentren sollen den Plänen zufolge künftig nicht mehr verpflichtet werden, Abwärme zu nutzen, falls vor Ort kein passendes Wärmenetz vorhanden ist. Vor allem in vielen ländlichen Regionen, in denen bereits Rechenzentren gebaut werden, gibt es keine entsprechenden Netze zur Nutzung der Abwärme. Sprich: Die entstehende Wärme durch Server soll dort einfach entweichen und die Umgebungsluft erwärmen.

Ein Geschenk an Big Tech?

Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht nicht nur eine kleine Anpassung vor. Er markiert einen politischen Kurswechsel und ist ein nett verpacktes Geschenk an Big Tech. Denn Klimaschutz und Digitalisierung sollen nicht mehr Hand in Hand gehen. Stattdessen sollen auf Teufel komm raus so schnell wie möglich Rechenzentren gebaut werden.

Klar: Umweltauflagen bremsen den Ausbau natürlich etwas. Aber sie stehen ihm nicht zwangsläufig im Weg. Statt nach Lösungen zu suchen, die Klimaschutz und mehr Tempo garantieren, will die Bundesregierung also kurzsichtig wichtige und sinnvolle Regeln lockern.

Oder kurzum: Die Politik will Deutschland zu Lasten des ohnehin schon belasteten Klimas ohne Sinn und Verstand zur KI-Nation peitschen. Besonders pikant ist dabei das Thema Abwärme. Denn wer Millionen Kilowattstunden Wärme einfach in die Luft blasen will, verschwendet schlichtweg Ressourcen und nimmt gleichzeitig einen höheren Verbrauch anderer Ressourcen durch weitere Rechenzentren unter gelockerten Auflagen in Kauf.

Ein weiterer Knackpunkt: Rechenzentren müssen ihren Strom lediglich bilanziell mit erneuerbaren Energien decken. Auf dem Papier kann also alles grün aussehen, wenn Betreiber etwa Ökostrom-Zertifikate einkaufen. Sie müssen aber nicht nachweisen, dass der vor Ort genutzte Strom auch tatsächlich aus Erneuerbaren stammt.

Das Problem: Der neue Entwurf schließt diese Lücke nicht. Er macht sie sogar größer. Das Motto der Bundesregierung: mehr Rechenzentren für was auch immer – egal zu welchem Preis und unter Inkaufnahme von Ressourcenverschwendung und zusätzlichen Belastungen für die Umwelt. Und jetzt erklär mir unter diesen Bedingungen nochmal einer den gesellschaftlichen Nutzen.

Stimmen

  • Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zum neuen Energieeffizienzgesetz: „Energieeffizienz senkt Kosten, stärkt die Versorgungssicherheit und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Deshalb setzen wir auf zielgerichtete statt auf pauschale Vorgaben und konzentrieren verbindliche Anforderungen auf besonders energieintensive Betriebe. (…) Mit praxisnahen Regeln für Rechenzentren schaffen wir die Voraussetzungen für digitale Souveränität und wirtschaftliches Wachstum. Unter anderem wird für neue Rechenzentren die Übergangsfrist zur Einhaltung der Effizienzvorgaben von zwei auf vier Jahre verlängert.“
  • Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom, in einem Statement: „Rechenzentren sind die Grundlage für KI, Cloud und Digitalisierung. Ohne sie verliert Deutschland im internationalen Wettbewerb den Anschluss. Deshalb ist es richtig, dass die heute verabschiedete Novelle des Energieeffizienzgesetzes praxisferne Vorgaben der vergangenen Jahre zumindest teilweise korrigiert und sich stärker an europäischen Regeln orientiert. Gleichwohl hätten wir uns deutlich mehr Ambition gewünscht. Die Vorgaben zur Energieeffizienz von Rechenzentren wurden im Zuge der Ressortabstimmungen verschlimmbessert und sind nun nicht mehr praxistauglich.“
  • Kilian Vieth-Ditlmann, Head of Policy bei der gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation AlgorithmWatch, kritisiert: „Der Kabinettsbeschluss zur EnEfG-Reform ist ein Kniefall vor Big Tech – und das zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Denn der prognostizierte Zubau von immer größeren Rechenzentren ist gigantisch. Genau jetzt die grundlegenden Regeln für Effizienz und Transparenz auszuhöhlen, ist nicht nur widersinnig, sondern auch politisch kurzsichtig und verantwortungslos. Denn wir zementieren Abhängigkeiten, anstatt sie endlich zu überwinden. Wird Reiches Anti-Effizienzgesetz so beschlossen, könnten Google, Microsoft und Co. zukünftig ihre Rechenzentren mit fossilen Energien betreiben, müssten ihren Kund*innen keine Energieverbrauchsdaten mehr mitteilen und dürften elementare Umweltdaten als Geschäftsgeheimnisse unter Verschluss halten. Das schadet sowohl der Umwelt als auch der Wirtschaft.“

Mehr Rechenzentren – aber wofür eigentlich?

Die geplanten Lockerungen des Energieeffizienzgesetzes senden ein fatales Signal. Denn ausgerechnet in einer Zeit, in der Hitzewellen immer häufiger werden und viele Regionen sich nach jedem Grad weniger sehnen, will die Bundesregierung es in Kauf nehmen, dass zusätzliche Wärme aus Rechenzentren die Umgebungsluft erhöht.

On top kommt, dass mit jedem neuen KI-Rechenzentrum der Strom- und Wasserbedarf steigt. Da der Verbrauch in den kommenden Jahren allein schon durch den Ausbau massiv steigen wird, wären eigentlich strengere Umweltauflagen die naheliegende Antwort gewesen – nicht schwächere!

Zudem rückt eine Grundsatzfrage in den Hintergrund. Wofür sollen Rechenzentren eigentlich gebaut werden? Klar: Eine digitale Gesellschaft braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Für die Forschung, die Medizin, Wettermodelle, die Industrie und für kritische IT-Systeme wie Cloud-Speicher, um etwa Energie, Verkehr und Verwaltung zu gewährleisten.

Doch der aktuelle Boom wird vor allem von Sprachmodellen angetrieben. Will heißen: Obwohl der gesellschaftliche Mehrwert von Chatbots im Privatbereich äußerst umstritten ist, will die Bundesregierung enorme Energiemengen bereitstellen. Doch Strom bei gelockerten Umweltauflagen vermehrt in KI zu speisen, während der Ressourcenverbrauch enorm ist und jener Strom gleichzeitig an anderer Stelle zur Dekarbonisierung fehlt, ist ein zumindest fragwürdiger Tausch.

Vielleicht liegt aber auch genau darin das Problem. Denn die Debatte kreist fast ausschließlich um die Frage, wie Deutschland beim KI-Wettlauf mithalten kann. Doch kaum jemand scheint sich zu fragen, was überhaupt sinnvoll ist. Ja: Rechenzentren sind notwendig. Ohne sie funktioniert keine moderne Volkswirtschaft. Aber zwischen digitaler Souveränität und der automatisierten Produktion von KI-Inhalten für jede noch so belanglose Alltagsanwendung liegen Welten.

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Sihoo Doro C300 Pro V2 vs. C300: Welcher ergonomische Bürostuhl lohnt sich mehr?

10. Juli 2026 um 09:30

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Sihoo C300 Pro V2 vs. C300

Der Sihoo Doro C300 zählt zu den beliebtesten ergonomischen Stühlen seiner Klasse. Mit dem C300 Pro V2 legt der Hersteller nun ein Upgrade nach, das mehr verbesserte adaptive Unterstützung verspricht. Doch wie groß sind die Unterschiede wirklich? Unser Vergleich zeigt, welches Modell besser zu welchem Nutzer passt.

Ergonomische Bürostühle unterscheiden sich oft stärker, als es auf den ersten Blick scheint. Während der klassische Sihoo Doro C300 vor allem für sein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt ist, möchte der C300 Pro V2 mit einer dynamischen Rückenstütze, hochwertigen Materialien, adaptiver Unterstützung für den gesamten Körper und einem flexibleren Design punkten.

Beide Modelle gehören zu den meistverkauften ergonomischen Stühlen im mittleren Preissegment. Doch je nach Anforderungen kann das passende Modell ein anderes sein. Dieser ausführliche Vergleich zeigt, worin sich beide Stühle unterscheiden – und welcher für welchen Einsatzbereich die bessere Wahl ist.

Design & Verarbeitung: solide vs. hochwertig

Der Standard-C300 setzt auf ein klares, minimalistisches Design. Die Mesh-Rückenlehne ist angenehm straff, und die Konstruktion wirkt stabil, auch wenn man merkt, dass hier ein Fokus auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gelegt wurde.

Der C300 Pro V2 geht einen Schritt weiter. Er wirkt moderner, robuster und hochwertiger verarbeitet. Die Rückenkonstruktion ist aufwendiger gestaltet und bietet deutlich mehr Flexibilität. Auch die Materialien sind hochwertiger, insbesondere beim Mesh-Gewebe und der Mechanik.

In puncto Design richtet sich der C300 Pro V2 an Nutzer, die einen langlebigen, professionell wirkenden Bürostuhl suchen, während der C300 eine solide und preisbewusste Alternative bleibt.

Rückenlehne & Unterstützung: statisch vs. dynamisch

Hier zeigt sich der größte Unterschied zwischen den beiden Modellen und der wohl wichtigste.

Der C300: Der Sihoo Doro C300 besitzt eine dynamische Lendenwirbelstütze. Das ist für die meisten Menschen ausreichend. Wer den ganzen Tag auf dem Stuhl sitzen möchte, für den ist eine adaptive Ganzkörperunterstützung aber besser geeignet.

Der C300 Pro V2: Die Self-Adaptive Dynamic Lumbar Support 2.0 ist das zentrale Argument für das Upgrade. Sie passt sich permanent an jede Bewegung an, folgt dem Rücken automatisch und stützt besonders beim Vorlehnen, Zurücklehnen oder beim Arbeiten in wechselnden Positionen.

Für Menschen, die zwischen aktiver und entspannter Körperhaltung wechseln oder bereits Rückenprobleme haben, ist der Unterschied deutlich spürbar. Der Pro V2 sorgt dafür, dass man weniger schnell in ungesunde Positionen rutscht.

Sitzfläche & Komfort: beide gut, aber Pro V2 komfortabler

Der Sihoo Doro C300 bietet bereits eine angenehme, straffe Sitzfläche, die für die meisten Nutzer gut geeignet ist. Das Mesh bleibt auch über längere Zeit komfortabel und sorgt für gute Luftzirkulation.

Der C300 Pro V2 bietet jedoch:

  • mehr Sitzplatz
  • einen größeren Sitz
  • eine größere Sitztiefenverstellung
  • einen besser ausbalancierten Härtegrad
  • eine insgesamt hochwertigere Sitzmechanik

Vor allem bei langen Arbeitstagen zeigt der Pro V2 seine Stärken. Er fühlt sich stabiler an und hält die Hüfte besser in Position.

Armlehnen & Einstellungen: einfache vs. erweiterte Ergonomie

Der C300 bietet gute Basis-Einstellungen, die für die meisten Nutzer völlig ausreichen. Die Armlehnen sind 4D-verstellbar (Höhe, Tiefe, Breite sowie synchrone Neigung mit der Rückenlehne) und solide verarbeitet.

Beim C300 Pro V2 stehen hingegen deutlich mehr Anpassungen zur Verfügung:

  • 8D Bionische Armlehnen mit Höhe, Tiefe, Rotation (360°) und Neigung,
  • DynaCore-System, das Kopf, Rücken, Lendenbereich und Armlehnen in Echtzeit synchronisiert,
  • SyncroFlex-Rückenlehne, die sich beim Hinsetzen automatisch der Wirbelsäule anpasst,
  • Self-Adaptive Dynamic Lumbar Support 2.0, die sich automatisch an die Körperhaltung anpasst.

Wer einen Stuhl sucht, der sich sehr genau an die eigene Körpergröße und Arbeitsweise anpassen lässt, wird beim Pro V2 deutlich zufriedener sein.

Preis-Leistung: zwei unterschiedliche Zielgruppen

Der C300 richtet sich an preisbewusste Nutzer, die einen soliden und komfortablen ergonomischen Stuhl möchten, ohne zu viel zu investieren. Für Homeoffice, private Nutzung oder kürzere tägliche Sitzzeiten ist er eine sehr gute Wahl. Der C300 ist aktuell in schwarz für 289,99 Euro und in weiß für 299,99 Euro erhältlich.

Der C300 Pro V2 richtet sich an Menschen, die täglich viele Stunden sitzen, dynamisch arbeiten und Wert auf maximale Rückenunterstützung legen. Der Aufpreis lohnt sich vor allem dann, wenn Ergonomie einen hohen Stellenwert hat. Der Pro V2 ist aktuell in schwarz für 429,99 Euro und in weiß für 439,99 Euro erhältlich.

Fazit: Welcher Stuhl ist der richtige?

Beide Modelle bieten starke Argumente – jedoch für unterschiedliche Nutzergruppen.

Der C300 ist ideal für dich, wenn:

  • du einen günstigen, funktionalen ergonomischen Stuhl suchst,
  • du nicht täglich viele Stunden sitzt,
  • du ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis möchtest.

Der C300 Pro V2 ist ideal für dich, wenn:

  • du lange Arbeitstage am Schreibtisch hast,
  • du häufig deine Sitzposition wechselst,
  • du Wert auf dynamische Rückenunterstützung legst,
  • du bessere Materialien und mehr Komfort möchtest.

Der Pro V2 ist insgesamt das deutlich modernere und ergonomischere Modell. Wer vor allem den Rücken entlasten und auf lange Sicht gesünder sitzen möchte, bekommt hier eine sehr überzeugende Lösung. Der C300 bleibt aber weiterhin eine gute Wahl für Nutzer, die eine stabile und preisgünstigere Variante suchen.

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VW ID Polo: Elektro-Kleinwagen startet in Kürze für unter 25.000 Euro

10. Juli 2026 um 20:02
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Lidl Datenleck: Hacker erbeuten sensible Kundendaten im Netz

10. Juli 2026 um 18:54
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Disney+ plant Gratis-Tarif: Werbefinanziertes Streaming kommt

10. Juli 2026 um 18:14
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Fenster bricht im Flug, saugt Mann teilweise aus einer Ryanair-Maschine

10. Juli 2026 um 17:16
Flugzeug, Boeing, Boeing 737, Ryanair, Ryan Air, Milan Bergamo Airport Ein Passagierflug von Ryanair endete in einer dramatischen Notlandung in Griechenland. Kurz nach dem Start riss ein Fenster der Boeing 737 ab und verursachte einen massiven Druckabfall. Ein Mann wurde dabei beinahe aus der Maschine gesaugt. (Weiter lesen)
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