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MWC-Highlights: Handy mit drei Display-Teilen und neue Google-Brille

05. März 2026 um 13:30

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MWC 2026 Mobilfunkmesse Highlights

Der Mobile World Congress 2026 (MWC 2026) in Barcelona zeigt deutlich, dass die Hardware-Innovationen wieder an Fahrt aufnehmen. Zwischen KI-integrierten XR-Brillen und neuen Formfaktoren bei Foldables kristallisieren sich fünf klare Highlights heraus, die den Markt im kommenden Jahr prägen könnten.

Google XR: Die Rückkehr der Datenbrille mit Gemini-Power

Google hat auf dem MWC eine XR-Brille demonstriert, die optisch kaum von einer herkömmlichen Brille zu unterscheiden ist, jedoch ein Display direkt auf das rechte Auge projiziert. Im Kern steht die tiefe Integration des KI-Assistenten Gemini. In einer Live-Demo konnte die Brille per Kamera ein Gemälde analysieren, den Künstler identifizieren und über die integrierten Lautsprecher passende Musik von YouTube Music abspielen. Auch Google Maps ist direkt im Sichtfeld nutzbar, per Nano-Banana konnten Objekte direkt in ein von der Brille aufgenommenes Foto gesetzt werden.

Die Google XR-Brille projeziert einen kleinen Bildschirm auf das rechte Auge. (Bild: BASIC thinking)

Obwohl das Produkt bereits auf der letzten Google I/O im letzten Jahr angeteasert wurde, bleibt die Markteinführung noch vage. Es ist unklar, ob Google die Brille unter eigener Flagge oder in Kooperation mit Partnern wie Samsung veröffentlicht. Preis und Verfügbarkeit wurden bisher nicht offiziell kommuniziert.

Motorola Razr Fold: Akku-Riese im faltbaren Segment

Mit dem Razr Fold liefert Motorola ein faltbares Smartphone ab, das vor allem durch seine technischen Eckdaten beeindruckt. Herzstück ist der neue Snapdragon 8 Elite der fünften Generation, flankiert von einem für Foldables ungewöhnlich großen 6.000 mAh-Akku. Dieser kann auch mit 80 Watt schnell wieder aufgeladen werden. Auf der Rückseite verbaut Motorola drei Flaggschiff-Kameras, die bis zu 100-fach zoomen können.

Das Motorola Razr Fold zusammengefaltet beim MWC 2026
Das Motorola Razr Fold bietet einen riesigen Akku, der schnell wieder aufgeladen werden kann. (Bild: BASIC thinking)

Besonders hervorzuheben ist die dedizierte „Moto AI“-Taste und das Versprechen von sieben Jahren Android-Updates, was die Langlebigkeit des Geräts unterstreichen soll. Das Razr Fold ist nach IP49-Standard gegen Staub und Wasser geschützt und soll im April 2026 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.999 Euro erscheinen.

Leica Leitz Phone: Das Kamera-Smartphone mit haptischem Zoom

In einer engen Kooperation zwischen Leica und Xiaomi entstand das neue Leitz Phone, welches auf dem Xiaomi 17 Ultra basiert. Das Gerät positioniert sich mit einem Preis von 2.000 Euro im absoluten Premium-Segment. Die technische Ausstattung umfasst 16 GB RAM, 512 GB Speicher und ein 6,9 Zoll großes Display.

Das Leica Leitzphone in der schwarzen Farbe
Das Leitz Phone nutzt einen physischen Drehring für die Zoom-Steuerung. (Bild: BASIC thinking)

Das Alleinstellungsmerkmal ist die Kamera-Hardware: Ein physischer Ring am Kameragehäuse erlaubt es, den Zoom haptisch zu steuern. Das System besteht aus einer 200-MP-Zoomkamera, einer 50-MP-Hauptkamera und einem 50-MP-Ultraweitwinkel, ergänzt durch die typischen Leica-Filter für eine spezifische Bildästhetik.

Honor MagicPad 4: Schlankes Tablet als PC-Ersatz

Honor präsentiert mit dem MagicPad 4 das nach eigenen Angaben dünnste Android-Tablet auf dem Markt. Für einen Preis von 699 Euro (UVP) bietet es ein 165-Hz-OLED-Display und einen 10.000 mAh starken Akku. Honor positioniert das Gerät explizit als „Companion“ für MacBook- oder iPhone-Nutzer, was durch Funktionen wie den einfachen Dateiaustausch und die Nutzung als Zweitbildschirm verdeutlicht wird.

Das Honor MagicPad 4 ist laut Hersteller das dünnste Android-Tablet auf dem Markt. (Bild: BASIC thinking)

Die Software-Oberfläche wurde stark in Richtung einer PC-Nutzererfahrung optimiert, um produktives Arbeiten mit Stift und Tastatur zu ermöglichen. Unter der Haube arbeitet ein Snapdragon 8 Gen 5.

Samsung Galaxy Z Tri-Fold: Zehn Zoll für die Hosentasche

Nach dem Release in den USA und Korea zeigt Samsung nun auch auf dem MWC das Galaxy Z Tri-Fold. Durch die doppelte Faltung erreicht das Gerät im aufgeklappten Zustand eine Displaydiagonale von 10 Zoll. Das Format ist so optimiert, dass Videos ohne schwarze Balken dargestellt werden können und drei Apps komfortabel nebeneinander Platz finden.

Das Samsung Galaxy Z TriFold aufgefaltet beim MWC 2026
Das Samsung Galaxy Z TriFold lässt sich zweimal zusammenfalten. (Bild: BASIC thinking)

Trotz des komplexen Formfaktors integriert Samsung ein Kamerasystem mit 200-MP-Hauptsensor, Ultraweitwinkel und Telefoto. Mit einem Preis von 2.899 US-Dollar bleibt das Tri-Fold jedoch vorerst ein Luxusobjekt für Early Adopter; ein offizieller Termin für den deutschen Markt steht noch aus.

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Halb Smartphone, halb Kamera: Das Nubia Z80 Ultra im Test

05. Januar 2026 um 14:37

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Nubia Z80 Ultra Test Kamera Erfahrungen

Das Nubia Z80 Ultra ist ein Smartphone, das sich viele Hersteller nicht trauen würden: Ein Spagat aus klassischer 35-mm-Fotografie, riesigem Akku und modernster Technologie – und das zu einem Preis, der die etablierte Konkurrenz nervös machen könnte. 

Nubia Z80 Ultra: Design und Verarbeitung

Das Design ist typisch für die Z-Reihe von Nubia: eckig, kantig und kompromisslos flach. Es gibt keinen „Punch-Hole“-Ausschnitt für die Frontkamera, da diese – wie bei Nubia mittlerweile Tradition – unter dem Display sitzt. Das sorgt für eine ungestörte Optik und ist etwas, das andere Hersteller wie Samsung bisher aufgegeben haben.

Die Rückseite dominiert ein massives Kameraelement. Das Glas fühlt sich zwar hochwertig an und weist Fingerabdrücke gut ab, bietet aber leider kaum Halt; ohne Hülle rutscht das Gerät schnell aus der Hand. Dafür ist das Gehäuse robust gebaut und verfügt laut Datenblatt über eine IP68- und sogar IP69-Zertifizierung, was es gegen Staub und Wasser (auch unter Hochdruck) bestens schützt.

Das Nubia Z90 Ultra in Schwarz in einer Hand
Das Design des Nubia Z80 Ultra ist auffällig und außergewöhnlich. (Bild: BASIC thinking)

Besonders spannend sind die physischen Tasten an der Seite: Es gibt einen klassischen „Alert-Slider“ (Schiebeschalter) und – das ist das Highlight – eine dedizierte, zweistufige Kamerataste. Der Fingerabdrucksensor sitzt unsichtbar unter dem Bildschirm und verrichtete im Test zuverlässig seinen Dienst.

Der Bildschirm: Riesig, aber mit einem Haken

Mit 6,85 Zoll ist das OLED-Display wahrlich riesig. Die Auflösung von 2688 x 1216 Pixeln (1.5K) sorgt für eine knackige Schärfe, und dank der maximalen Bildwiederholrate von 144 Hz laufen Inhalte butterweich. Auch die Farbwiedergabe und Helligkeit haben mir im Alltag sehr gut gefallen – gerade beim Spielen oder Videoschauen spielt das ununterbrochene Display seine Stärken aus.

Der Bildschirm des Nubia Z80 Ultra mit BASIC thinking geöffnet.
Der Bildschirm des Nubia Z80 Ultra ist riesig. (Bild: BASIC thinking)

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: Nubia verzichtet auf die LTPO-Technologie. Das Panel kann die Bildwiederholrate also nicht variabel bis auf 1 Hz herunterregeln, was bei der Konkurrenz mittlerweile Standard ist, um Energie zu sparen.

Halb Smartphone, halb Kamera: Herzstück des Nubia Z80 Ultra

Kommen wir zum eigentlichen Fokus dieses Geräts. Nubia will nicht einfach nur gute Fotos machen, sie wollen das Gefühl einer Kamera vermitteln. Das gelingt vor allem durch das optionale „Retro Kit“.

Dieses Erweiterungskit ist weit mehr als eine Spielerei. Verbindet man es mit dem Smartphone, verwandelt sich das Z80 Ultra optisch und haptisch in eine klassische Messsucherkamera. Es verfügt über zwei zusätzliche Einstellräder, einen großen Auslöser, einen Kippschalter und sogar einen Blitzschuh.

Ein Filteradapterring liegt ebenfalls bei. Wer wirklich ernsthaft mit dem Smartphone fotografieren will, für den ist dieses Zubehör eine Anschaffung wert – es macht im Alltag einfach Spaß und verändert die Art, wie man fotografiert.

Das Nubia Z80 Ultra im "Retro Kit".
Das Nubia Z80 Ultra „Retro Kit“ verwandelt das Smartphone in eine Kamera. (Bild: BASIC thinking)

Aber auch ohne Kit merkt man den Fokus: Der zweistufige Auslöser am Gerät selbst (halb drücken zum Fokussieren, durchdrücken zum Auslösen) erinnert stark an Sony-Xperia-Modelle und ist den reinen Touch-Lösungen anderer Hersteller überlegen. Der seitliche Slider lässt sich so konfigurieren, dass er direkt den „Street-Mode“ startet, was Schnappschüsse enorm erleichtert.

Die Kameras: 35mm sind die Seele

Ganz ehrlich, die Umstellung beim Nubia Z80 Ultra ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Während fast jedes andere Smartphone da draußen standardmäßig mit einer Weitwinkel-Optik startet, setzt Nubia hier stur auf 35 mm als Hauptbrennweite.

Das heißt im Klartext: Man muss für das gleiche Motiv oft einen Schritt zurückgehen. Nubia will damit mehr auf „bewusste Fotografie“ setzen. Dazu soll auch eine physische Taste zum Auslösen helfen. Die dedizierte Kamerataste an der Seite hat zwei Druckpunkte – halb drücken zum Fokussieren, durchdrücken zum Schießen. Das kennt man sonst nur von Sony oder richtigen Kameras – und es macht im Alltag richtig Laune.

Das Kamera-Setup des Nubia Z80 Ultra
Das Nubia Z80 Ultra hat drei Kameras auf der Rückseite. (Bild: BASIC thinking)

Ein echtes Highlight für den Spieltrieb ist das optionale Retro-Kit. Klar, wenn man das dranschraubt, wird das Smartphone zum Ziegelstein und passt in keine normale Hosentasche mehr.

Aber mit den zusätzlichen Rädchen an der Belichtung zu drehen und diesen riesigen Auslöser zu drücken, gibt einem ein haptisches Feedback, das einem Touchscreen einfach fehlt. Es ist sicher nichts für jeden Tag, aber wenn ich bewusst auf Foto-Tour gegangen bin, wollte ich es nicht missen.

Kameraqualität des Nubia Z80 Ultra

Qualitativ ist die 50-MP-Hauptkamera dabei mein klarer Favorit. Die Bilder sind scharf, haben einen tollen Detailgrad und vor allem ein sehr schönes, natürliches Bokeh, das nicht so künstlich berechnet wirkt. Einen kleinen Dämpfer gibt es aber bei der Farbwiedergabe: Gerade Rottöne trifft die Software manchmal nicht ganz, das wirkt dann schnell mal etwas zu knallig oder leicht verfälscht.

Bei der Telekamera muss man ein bisschen aufpassen. Die Software neigt dazu, standardmäßig auf 85 mm zu springen, obwohl der verbaute 64-MP-Sensor eigentlich nativ bei etwa 70 mm liegt. Ich habe mir angewöhnt, das manuell auf 70 mm zu korrigieren. Der Unterschied ist sichtbar: Bei 70 mm sind die Fotos knackig und farblich oft sogar stimmiger als bei der Hauptkamera, während sie bei 85 mm schon leicht digital nachgeschärft und weicher wirken.

Die Ultraweitwinkel-Kamera mit ihren 50 MP habe ich weniger für Panoramen genutzt, sondern überraschend oft für Nahaufnahmen. Der Makro-Modus funktioniert erstaunlich gut und liefert deutlich brauchbarere Ergebnisse als diese unsäglichen 2-MP-Makrolinsen, die andere Hersteller oft verbauen.

Wir haben einige Testfotos mit dem Nubia Z80 Ultra gemacht, die du hier anschauen kannst.

Wo Licht ist, ist beim Z80 Ultra aber auch viel Schatten – und der liegt sprichwörtlich auf der Frontkamera. Da die Linse unter dem Display verbaut ist, um den Bildschirm makellos zu halten, leidet die Qualität massiv. Selfies sehen oft aus, als hätte man einen Fettfinger auf der Linse.

Es wirkt weichgezeichnet, und sobald man Gegenlicht hat, ist die Kamera komplett überfordert. Für einen schnellen Videocall reicht es, aber wer sein Instagram-Profil mit Selfies füllen will, wird hiermit nicht glücklich. Auch im Videobereich schlägt sich das Z80 Ultra wacker mit bis zu 8K30 oder 4K120 Aufnahmeoptionen.

Hardware und Performance: Power ohne Ende

Unter der Haube arbeitet absolute Spitzenklasse. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 (3-nm-Verfahren) sorgt in Kombination mit – in meinem Testgerät – 16 GB LPDDR5X RAM und 512 GB UFS4.1 Speicher für brachiale Leistung. Im Alltag und bei Benchmarks bewegt sich das Gerät auf dem Niveau dedizierter Gaming-Smartphones.

Das Spiel "Red Dead Redemption" auf dem Nubia Z80 Ultra
Auf dem Nubia Z80 Ultra laufen alle aktuellen Mobile-Spiele wir „Red Dead Redemption“ auf höchsten Einstellungen (Bild: BASIC thinking)

Allerdings hat diese Leistung ihren Preis: Bei längerer Volllast wird das Gerät spürbar warm. Wer stundenlanges Gaming plant, sollte vielleicht eher zu einem Modell mit aktiver Kühlung (wie von RedMagic) greifen. Die Stereo-Lautsprecher und der kräftige Vibrationsmotor runden das Multimedia-Paket jedoch positiv ab.

Der Akku des Nubia Z80 Ultra ist ein echter Dauerläufer

Hier setzt Nubia neue Maßstäbe. Ein 7200 mAh Akku ist in einem Flaggschiff dieser Dicke (8,6 mm) eine Ansage. Im Test hielt das Gerät locker einen, oft sogar zwei Tage durch. Und wenn der Strom doch mal ausgeht, ist er dank 80 Watt Laden (sowohl kabelgebunden als auch kabellos!) in knapp 50 Minuten wieder voll. Das ist im Alltag ein echter Luxus und erreiche ich bei meinem iPhone 17 Pro oder Pixel 10 Pro Xl nicht.

Nubia Z80 Ultra Akku
Der 7200 mAh große Akku hält über einen Tag im Alltag. (Bild: BASIC thinking)

Software als Achillesferse

Wo viel Licht ist, ist beim Z80 Ultra leider auch viel Schatten – und der liegt auf der Software. Das Gerät kommt zwar mit dem „Nebula AIOS 2.0“ (basierend auf Android 16), doch die Erfahrung ist durchwachsen. Es gibt Übersetzungsfehler im Menü und die Update-Garantie ist im Vergleich zur Konkurrenz enttäuschend.

Nubia verspricht nur ein großes OS-Upgrade und drei Jahre Sicherheitsupdates. Im Vergleich zu Samsung oder Google, die bis zu sieben Jahre bieten, ist das schwach. Positiv hervorzuheben ist lediglich die Gaming-Oberfläche, die funktional und gut durchdacht ist.

Fazit: Nubia Z80 Ultra

Das Nubia Z80 Ultra ist ein Charakter-Smartphone. Es hat klare Ecken und Kanten – sowohl physisch als auch metaphorisch.

Wer ein Smartphone sucht, das sich durch sein Design, die physischen Kamera-Bedienelemente (besonders mit Retro Kit) und eine unglaubliche Akkulaufzeit von der Masse abhebt, der wird hier glücklich.

Die 35-mm-Optik verleiht Fotos einen einzigartigen Look. Wer jedoch Wert auf perfekte Software, lange Update-Garantien oder High-End-Selfies legt, sollte sich eher bei der Konkurrenz von Samsung oder Google umsehen.

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