Normale Ansicht
Android: Juni-Update bringt AirDrop-Unterstützung auf weitere Handys
One UI 8.5: Einige ältere Galaxy-Smartphones gehen wohl leer aus
E-Sim statt Roaming-Falle: So sparst du auf Reisen bares Geld

Apple iPhone 18 Pro: Akku-Kapazitäten des kommenden Modells geleakt
iOS 28: Erste kleine Details zum großen iPhone-Update für 2027 sind da
-
t3n.de - News
- iPhone, Android-Gerät oder Konsole für Kinder? Diese Einstellungen sollten Eltern vornehmen
iPhone, Android-Gerät oder Konsole für Kinder? Diese Einstellungen sollten Eltern vornehmen

Galaxy-User aufgepasst: Samsung kappt OneDrive-Sync bei Fotogalerie
iPhone 18 Pro: Neue Kamera treibt Kosten deutlich nach oben
Stressfaktor Smartphone: Warum Telefonieren vielen Menschen Angst macht
Der Beitrag Stressfaktor Smartphone: Warum Telefonieren vielen Menschen Angst macht erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.
![]()
Das Telefon klingelt. Doch statt abzuheben, starren viele Menschen nur auf das Display und warten, bis es aufhört. Was früher Alltag war, löst heute bei Millionen Menschen Stress aus. Eine aktuelle Studie der Uniklinik Heidelberg untersucht, ob hinter der sogenannten Telefonphobie eine eigenständige Angststörung steckt. Die Ergebnisse zeigen: Besonders Millennials sind betroffen und es gibt einen klaren Zusammenhang mit unserer Smartphone-Nutzung.
Seit der Einführung des ersten iPhones im Jahr 2007 hat das Smartphone den Alltag vieler Menschen grundlegend verändert. Was zunächst als technisches Prestigeobjekt galt, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum ständigen Begleiter für so gut wie alle Lebenslagen.
Heute tragen die meisten Menschen ihr Smartphone nahezu rund um die Uhr bei sich und nutzen es oft mehrere Stunden täglich. Allein in Deutschland besitzen inzwischen mehr als 71 Millionen Menschen ein Smartphone, im Jahr 2016 waren es noch rund 51 Millionen.
Wie das Smartphone unsere Kommunikation verändert hat
Durch Messenger-Dienste, soziale Netzwerke und die permanente Erreichbarkeit hat das Smartphone allerdings nicht nur den Zugang zu Informationen beschleunigt. Auch die Art, wie Menschen kommunizieren, hat sich dadurch grundlegend verändert.
Für immer mehr Menschen führen aber genau diese vielfältigen Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren, zu Überforderung, Stress und einem veränderten Umgang mit zwischenmenschlichem Kontakt. Besonders spontane Telefonate empfinden viele inzwischen als unangenehm oder belastend, obwohl die digitale Kommunikation gleichzeitig so selbstverständlich geworden ist wie nie zuvor.
Warum haben Menschen Angst vorm Telefonieren?
Das Telefonieren löse vor allem durch die damit einhergehende Spontanität bei vielen Menschen Stress aus, erklärt Nadine Wolf von der Uniklinik Heidelberg gegenüber n-tv.de. Wolf und ihr Team untersuchen aktuell in einer Studie, wie sich die exzessive Smartphonenutzung und der Verzicht auf das Smartphone auf Veränderungen der Gehirnaktivität auswirken.
Die schriftliche Kommunikation hat im Vergleich zum Telefonieren den Vorteil, dass sie sich besser kontrollieren und zeitlich steuern lässt. Beim Telefonat hingegen können unvorhergesehene Rückfragen auftreten, die zu Symptomen von Stress und Angst führen können.
Das bestätigt auch eine Studie aus dem Jahr 2019. Dabei wurden in Großbritannien 500 Büroangestellte zu dem Thema befragt. Insgesamt gaben 62 Prozent der Befragten an, dass sie beim Klingeln des Telefons unter anrufbedingter Angst leiden.
Ein Drittel gab dabei als Grund die Sorge an, nicht zu wissen, wie sie mit einer Anfrage umgehen sollen. Weitere 15 Prozent befürchten, am Telefon zu blockieren und nicht weiter zu wissen.
Bei den Millennials treten diese Ängste vermehrt auf. Ganze 76 Prozent der Befragten haben angstbesetzte Gedanken, wenn sie das Telefon klingeln hören, bei Kollegen aus der Baby-Boomer-Generation waren es nur 40 Prozent.
Ist Telefonphobie eine eigene Form der sozialen Angststörung?
In der Studie am Universitätsklinikum Heidelberg soll auch geklärt werden, ob Telefonphobie eine eigenständige Art der sozialen Angststörung darstellt:
Ist es wirklich eine Angst, die eigenständig zu betrachten ist, oder ist sie Bestandteil sozialer Angststörungen und tritt bei Menschen mit ausgeprägteren Persönlichkeitsmerkmalen wie Unsicherheit oder Ängstlichkeit auf?
Dabei sei beim Aufschieben eines lästigen Telefonats jedoch noch keine Angststörung zu befürchten. „Problematisch wird es, wenn ich im Alltag Beeinträchtigungen erlebe und merke, das hat wirklich eine Auswirkung auf mein Leben, sei es im persönlichen oder beruflichen Kontext“, so Wolf.
Laut ihr könne man sich das Unwohlsein beim Telefonieren allerdings abtrainieren. Denn durch das Üben sozialer Interaktionen und bewusstes Üben in alltäglichen Gesprächssituationen lasse sich die damit verbundene Stressreaktion schrittweise reduzieren.
Auch interessant:
- Brain Fry: KI-Überwachung am Arbeitsplatz steigert Burnout-Risiko deutlich
- Social Media und KI: Kinder werden erstmals dümmer
- Realitätsverlust: KI-Agenten werden an der Arbeitswelt vorbei entwickelt
- 5-Minuten-Training schärft Blick, um KI-Gesichter zu erkennen
Der Beitrag Stressfaktor Smartphone: Warum Telefonieren vielen Menschen Angst macht erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.
Smartphone-Akku bei Hitze schonen: So verlängerst du die Lebenszeit im Sommer

Mit diesem einfachen Trick schützt du dein iPhone besser vor Diebstahl

Podcast: Sind Smartphones die schlimmste Droge aller Zeiten?
Der Beitrag Podcast: Sind Smartphones die schlimmste Droge aller Zeiten? erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.
![]()
BREAK/THE WEEK ist dein wöchentlicher Tech-Talk von BASIC thinking, der dich hinter die Kulissen der Tech-Welt nimmt. In der neuen Ausgabe diskutieren wir über digitalen Dauerstress im Alltag, KI in der Literatur und Justiz sowie den E-Autoboom in Skandinavien.
zu Spotify zu Apple Podcasts
Die Themen dieser Ausgabe:
- VR und KI gegen Redeangst: Das Start-up „Schnackbar“ hilft Schülerinnen und Schülern mit Virtual Reality
- Bayerns KI-System „ALeKS“ anonymisiert Gerichtsentscheidungen automatisch – mehr Transparenz für die Justiz
- Spotify rudert zurück: Das neue 3D-Logo ist weg – doch die KI-Flut in der App bleibt
- Solarzellen im Elektroauto: Bis zu 80 Prozent mehr Reichweite – Realität oder Wunschdenken?
- Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk über KI in der Literatur: Inspiration ja, Auslagerung nein
- Skandinavien macht’s vor: Zwei von drei Neuwagen sind bereits Elektroautos
- Digitaler Dauerstress: 81 Prozent greifen stündlich zum Smartphone – was wirklich dagegen hilft
- Yes or No: Zehn Fragen zu KI, Smartphones und dem ersten Elektroauto von Ferrari
Wenn du keine neue Ausgabe von BREAK/THE WEEK verpassen willst, kannst du den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Audible, YouTube oder Deezer kostenlos abonnieren. Mit einem Abo und einer positiven Rezension auf den Podcast-Plattformen unterstützt du unsere Arbeit. Vielen Dank!
Der Beitrag Podcast: Sind Smartphones die schlimmste Droge aller Zeiten? erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.
Huawei umgeht US-Embargo: Mate 90 mit CPU der '3nm-Klasse' geplant
Analysten sehen schwarz: 'Ära ultragünstiger Smartphones ist vorbei'
POCO X8 Pro im Test: Viel Smartphone für einen recht kleinen Preis
Update-Frust bei Xiaomi-Smartphones: Warum manche Nutzer Monate warten müssen

Digitaler Dauerstress: Der große Kampf gegen das eigene Smartphone
Der Beitrag Digitaler Dauerstress: Der große Kampf gegen das eigene Smartphone erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.
![]()
Viele Menschen in Deutschland befinden sich laut einer Umfrage in digitaler Dauerbereitschaft. Die Folge: Druck, Stress und eine schwindende Konzentrationsfähigkeit. Über die Hälfte der Betroffenen will deshalb aktiv ihre Online-Zeit verkürzen. Aber zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft eine eklatante Lücke. Warum Software-Lösungen oft scheitern, physische Geräte boomen und Konzentration zum Luxusgut werden könnte. Eine kommentierende Analyse.
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: So abhängig ist Deutschland vom Handy
- Einer repräsentativen Umfrage der IU Internationalen Hochschule in Erfurt zufolge schauen 81 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Stunde auf Smartphone, Tablet oder Co. – selbst wenn sie keine Benachrichtigungen bekommen. Knapp die Hälfte davon gab an, Angst davor zu haben, etwas zu verpassen, wenn sie offline sind. Für die Umfrage wurden 2.000 Personen in Deutschland im Alter von 16 bis 65 Jahren befragt, repräsentativ nach Alter und Geschlecht.
- Eines der zentralen Ergebnisse: 56 Prozent der Befragten äußerten den Wunsch, häufiger offline sein zu wollen. Um das zu erreichen, gaben 38,4 Prozent an, ihre Push-Benachrichtigungen auszuschalten. 29,5 Prozent aktivieren regelmäßig den „Nicht stören“-Modus. Wiederum 28,7 Prozent gaben an, bei bestimmten Aktivitäten wie Sport gänzlich auf digitale Geräte zu verzichten. Das Problem: Sozialer Druck, berufliche Erreichbarkeit und die Angst, etwas zu verpassen, hindert viele daran, wirklich abzuschalten.
- Neben bestimmten Geräteeinstellungen gibt es mittlerweile auch Apps, die die Online-Zeit reduzieren sollen. Doch psychologische Mechanismen sorgen dafür, dass Nutzer Obergrenzen oder Sperren mit wenigen Klicks umgehen. Physische Lösungen wie Brick oder die Zenbox blockieren Apps und Websites deshalb über reale Handlungen. Wird ein iPhone etwa an die Zenbox gehalten, werden festgelegte Apps und Internetseiten blockiert. Um diese Sperre aufzuheben, ist ein erneuter Kontakt mit dem Gerät notwendig.
Digitale Diät-Cola: Warum Fokus-Apps das Problem nicht lösen
Das Smartphone ist für viele kein Alltagshelfer mehr, sondern eine Belastung. Es liegt nachts neben dem Bett und morgens zuerst in der Hand. Das reflexartige Hochziehen des Bildschirms ist mittlerweile fast schon so etwas wie ein ungesundes Ritual. Die aktuellen Entwicklungen rund um digitale Süchte entbehren dabei nicht einer gewissen Ironie.
Denn: Mitunter dieselbe Tech-Welt, die unsere Aufmerksamkeit zerstückelt und uns Selbstkontrolle nimmt, verkauft nun Werkzeuge zur Rettung davor. Darunter: Fokus-Apps oder Funktionen zur Bildschirmzeitanalyse, die wie eine digitale Diät-Cola das schlechte Gewissen spülen sollen, während die Abhängigkeit bleibt.
Dass nun physische Lösungen wie Zenbox oder Brick boomen, sagt viel über den Zustand unserer Selbstdisziplin, aber auch über digitale Sucht als Krankheit aus. Wir brauchen offenbar wieder Türschlösser für den eigenen Willen und das eigene Wohlergehen. Gleichzeitig wäre es zu billig, die Verantwortung allein dem Silicon Valley zuzuschieben.
Denn: Wer auf jede Nachricht sofort reagiert, tut das nicht nur wegen Algorithmen, sondern auch wegen sozialer Dressur und sozialen Drucks. Dauererreichbarkeit ist dabei zu einer modernen Höflichkeitsform geworden. Wer nicht antwortet, gilt schnell als unzuverlässig, unmotiviert oder schlicht unsichtbar. Das ist keine gute Entwicklung.
Stimmen und Reaktionen
- Timo Kortsch, Professor für Wirtschaftspsychologie an der IU Internationalen Hochschule, in einem Statement: „Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich mehr Offline-Zeit, schafft es aber nicht, diesen Wunsch umzusetzen. Das spricht nicht für fehlendes Wissen, sondern für einen starken äußeren Erwartungsdruck: soziale Normen, berufliche Erreichbarkeit und die Angst, etwas zu verpassen (FOMO – Fear of Missing Out). Dahinter stecken komplexe psychologische Mechanismen, die über das individuelle Verhalten hinausgehen.“
- Zenbox-Gründer Konstantin Singer gegenüber BASIC thinking: „Das Smartphone ist eine produktive Wunderwaffe, doch die Geschäftsmodelle der großen Tech-Konzerne haben dazu geführt, dass uns das Wichtigste immer mehr genommen wird: unsere eigene Aufmerksamkeit. Zenbox ist die smarte Antwort darauf, sich wieder auf das zu fokussieren, was im richtigen Moment wirklich zählt: Familie, echte Gespräche, fokussiertes Arbeiten. Ein kleines, physisches Device kombiniert mit einer klar designten App, das durch ein leichtes Ritual hilft, Bildschirmzeit bewusst zu reduzieren und die Kontrolle über die eigene Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.“
- Laut Dimitrij Müller vom Zentrum für Verhaltensforschung der Caritas Berlin können Apps und Einstellungen zwar helfen. Bei einer fortgeschrittenen Sucht über Jahre brauche es aber medizinische Begleitung. Müller zufolge gehört Mediensucht wie Glücksspiel- und Kaufsucht zu den sogenannten Verhaltenssüchten: „Dabei wird das Suchtmittel zur Regulation von Emotionen genutzt. Statt meine Emotionen wahrzunehmen und mit ihnen umzugehen, drücke ich sie weg und dröhne mich mit Dopamin zu. (…) Die Anbieter werden in diesen Strategien immer aggressiver.“
Digitaler Stress: Wird Konzentration bald zum Luxusgut?
Die nächste Phase der Digitalisierung könnte paradox werden. Denn je smarter Technik wird, desto größer dürfte der Markt für künstliche Reibung werden. Menschen kaufen dann nicht mehr nur Geräte, sondern Widerstände dagegen. Digital Detox bekommt damit eine fast schon religiöse Bedeutung: begleitet von kleinen Ritualen, NFC-Boxen und Offline-Zeiten.
Eine moderne Beichtpraxis gegen den digitalen Dopaminkapitalismus sozusagen. Gleichzeitig wird der Kampf um Aufmerksamkeit härter. KI-Assistenten, personalisierte Feeds und algorithmische Daueransprache werden in den kommenden Jahren noch präziser darin werden, menschliche Emotionen auszunutzen.
Die Frage lautet deshalb nicht mehr nur, ob Smartphones süchtig machen können, sondern ob Konzentration künftig zu einem Luxusgut wird – ähnlich wie Wohnraum oder Freizeit. Vielleicht liegt die eigentliche Zukunft aber auch nicht im kompletten Offline-Sein, sondern in einer neuen digitalen Etikette.
So wie Rauchen aus Restaurants verschwand, könnte auch permanente Erreichbarkeit irgendwann als rücksichtslos gelten. Wer etwa mitten im Gespräch aufs Display schaut, wirkt dann nicht mehr beschäftigt, sondern sozial verwahrlost. Um es überspitzt zu formulieren, wäre das womöglich der erste echte Fortschritt seit Einführung des „Nicht stören“-Modus.
Auch interessant:
- Spotify flutet seine App mit KI – warum Nutzer genervt sind
- Weil alles gleich klingt: LinkedIn will KI-Inhalte filtern – mit eigener KI
- Google-Suche bald komplett anders – KI wird immer aufdringlicher
- Antragsportal für E-Autoprämie: Bund lässt Bürokratiemonster frei
Der Beitrag Digitaler Dauerstress: Der große Kampf gegen das eigene Smartphone erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.