❌

Normale Ansicht

Received yesterday — 28. Oktober 2026BASIC thinking

Elon Musk verirrt sich auf seiner KI-„Odyssee“ – und erntet viel Spott

28. Oktober 2026 um 18:00

Der Beitrag Elon Musk verirrt sich auf seiner KI-„Odyssee“ – und erntet viel Spott erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

KI Odyssee Musk Grok

Elon Musk ist kein Fan der neuesten „Odyssee“-Verfilmung. Das hat der Tech-Milliardär mehrfach zum Ausdruck gebracht – auf seine gewohnt uncharmante Art. Jetzt ist die erste Episode seiner KI-Version der „Odyssee“ erschienen. Und das Internet schwappt vor lauter Spott nur so über. Ein Kommentar.

Was Elon Musk im Sommer 2026 angekündigt hat, ist Realität: „Schaut euch Episode 1 unserer ‚Odyssey‘-Serie an, die wir mit Grok Imagine gemacht haben“, heißt es auf X (ehemals Twitter). Knapp über sieben Minuten wurden veröffentlicht. Mit dem Hinweis: „Lasst uns in den Kommentaren wissen, ob ihr einen ausführlichen Einblick in die Entstehung haben wollt!“ Doch die Kommentare gehen in eine ganz andere Richtung: Unverständnis und Häme.

Watch Episode 1 of our Odyssey series made with Grok Imagine.

Let us know in the comments if you’d like a full breakdown of how it was done!

Creative collaboration with @WonderStudiosX and director Dev Walker @glumlot_ https://t.co/xpgpkqSCpq

— Grok Imagine (@imagine) October 23, 2026

Wie sich Musk über Hollywood stellt

Christopher Nolan, einer der renommiertesten Regisseure überhaupt, hat das antike Epos „Odyssee“ von Homer adaptiert. Sein Film wurde überwiegend positiv bewertet – bei Rotten Tomatoes liegt der Kritiker- und Zuschauer-Score im Mittel bei 95 Prozent (Stand: 28. Oktober 2026) – und konnte auch an den Kassen immens überzeugen.

Und Elon Musk? Der bezeichnete den Film als „woke“ und Nolan als „Wurm“. Zudem warf er ihm Ungenauigkeit vor und versprach eine „historisch akkurate“ Version von Grok Imagine. Dabei handelt es sich um einen KI-gestützten Bild- und Videogenerator, der in den Chatbot Grok und die Plattform X integriert ist.

Die KI-generierte Folge ist in „kreativer Zusammenarbeit“ mit Wonder Studios und Regisseur Dev Walker entstanden, die sich beide auf die Filmproduktion mittels künstlicher Intelligenz spezialisiert haben. Zusammen mit kommenden Episoden soll ein Ergebnis in Spielfilmlänge entstehen.

„Das ist absoluter Müll … wie erwartet.“

Schon unmittelbar nach der Ankündigung von Musk im Juli 2026 hat sich Scott Derrickson, unter anderem Regisseur von „Doctor Strange“ und „Sinister“, deutlich zu Wort gemeldet: „Offensichtlich hat Elon Musk keine Ahnung von Kino und mit 20 aufgehört zu lesen. Seine Meinungen zur Kunst sind wertlos.“

Unzählige jetzt im Netz kursierende Kommentare führen den Gedanken von Derrickson fort. So schreibt ein Leser unter einem aktuellen Variety-Artikel: „KI ist mir eigentlich ziemlich egal, aber ich weiß, dass Musks Version dieser Geschichte so langweilig ist, als würde man einen Stein anstarren.“

Auch unter dem X-Beitrag, der die erste Episode enthält, häufen sich die negativen Meinungen. Ein User beschreibt die Folge zum Beispiel als absoluten Müll – was jedoch genau den Erwartungen entspräche. Ein anderer findet, dass sie „Elons Geschmack perfekt trifft. Völliger Mist.“

Worauf sich die Kritik beispielsweise bezieht: Das Ergebnis sei seelenlos und habe zu viele schnelle Schnitte (wie ein Trailer). Der Mimik würde die emotionale Tiefe fehlen und insgesamt sei es steril, generisch – gestohlen. Auch die von Musk anvisierte historische Genauigkeit wird belächelt: „Griechen auf Wikingerschiffen?“ Außerdem gäbe es „null griechische oder mykenische Wandmalereien“.

Musks KI-Müll offenbart ein größeres Problem

Elon Musk hat sich im hiesigen Kontext mal wieder als rassistisch und transfeindlich gezeigt und erneut bewiesen, wie grundlegend absurd seine Denkweise oft ist. Über Letzteres könnte man zufrieden lachen, denn mit seiner „Odyssee“ hat er sich selbst einen weiteren verdienten Image-Schwerthieb verpasst.

Doch die Episode offenbart auch ein übergeordnetes KI-Problem, das ein Kommentar treffend zusammenfasst: „Hartes Nein. KI wird nie das Talent von Schauspielern, Autoren, Regisseuren und Cuttern ersetzen.“ Nur stellt sich die Frage: Wird KI das wirklich nicht oder hoffen wir nur darauf?

Denn die Entwicklung hat eine klare Richtung: hin zu mehr KI-Output im künstlerischen Bereich und im Entertainment. Ein Beispiel ist „The Arc“. Die Science-Fiction-Serie wurde komplett mit KI realisiert – und zwar mit Credits im Wert von rund 38.000 US-Dollar.

Das zeigt, dass KI-generierte Unterhaltung keine reine Spielerei am heimischen Computer ist. Stattdessen wird viel Geld investiert – aber immer noch wesentlich weniger verglichen mit traditionellen Produktionen.

Und: Künstliche Intelligenz wird auch hier immer besser. Wo stehen wir also in einem Jahr … in zwei Jahren … und so weiter? Gerade denke ich an all die Videotheken, die wegen des Streamingbooms schließen mussten.

Auch interessant:

Der Beitrag Elon Musk verirrt sich auf seiner KI-„Odyssee“ – und erntet viel Spott erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

E-Ente gut, alles gut? Citroën entsagt Automobil-Größenwahn

28. Oktober 2026 um 11:00

Der Beitrag E-Ente gut, alles gut? Citroën entsagt Automobil-Größenwahn erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

E-Ente Citroën 2CV Elektroauto E-Auto

Autos werden seit Jahren immer größer, schwerer und teurer. Citroën will künftig den umgekehrten Weg einschlagen. Auf dem Pariser Autosalon 2026 zeigte das Unternehmen mit dem 2CV Concept einen Ausblick auf eine E-Ente, die 2028 als Serienmodell vorgestellt werden soll. Der Ansatz ist erfrischend. Ob daraus mehr als Automobilromantik wird, entscheiden letztlich aber nicht Designskizzen, sondern Gewicht, Reichweite und der Preis. Eine kommentierende Analyse.

2CV: Citroën will Ente als Elektroauto zurückbringen

  • Der französische Autoklassiker Citroën 2CV wird in Deutschland als Anspielung auf das Design liebevoll auch „Ente” genannt. Kaum ein anderes Fahrzeug steht so sehr für eine unkomplizierte Mobilität und Individualität. Allenfalls der VW Käfer genießt einen vergleichbaren Kultstatus. Nun will Citroën dem Geist der historischen Ente neues Leben einhauchen – und zwar als Elektroauto. Auf der Bühne des Pariser Autosalons 2026 präsentierte der Autobauer mit dem 2CV Concept einen Ausblick auf ein E-Serienmodell, das voraussichtlich 2028 vorgestellt wird.
  • Citroën zufolge ist das Ziel nicht, den historischen 2CV eins zu eins in die Gegenwart zu übertragen. Die Entwickler wollen vielmehr jene Eigenschaften neu interpretieren, die den Erfolg der Original-Ente ausgemacht haben. Will heißen: Einfachheit, Erschwinglichkeit, Vielseitigkeit und eine gewisse Leichtigkeit. Der historische 2CV wurde 1948 vorgestellt und entstand ursprünglich als pragmatisches Alltagsfahrzeug für die breite Masse. Das neue Konzeptfahrzeug soll veranschaulichen, dass (E-)Autos nicht zwangsläufig groß, schwer und teuer sein müssen.
  • Mit einer Länge von gerade einmal 3,76 Metern ist das Konzeptfahrzeug der E-Ente sogar kürzer als ihr historisches Vorbild. Damit wäre der elektrische 2CV auch kleiner als der ID.Polo von VW und der Citroën C3, die als E-Kleinstwagen gelten. Übrigens: Auch Hersteller wie Volkswagen (ID.Buzz), Renault (R4 und R5) sowie Fiat (Panda) setzen bei neuen Stromern auf einen gewissen Kultstatus. Der Unterschied: Die neue E-Ente soll nicht mal eine Tonne wiegen. Beim Konzeptfahrzeug wurden Karosserieelemente, Stoßdämpfer und andere Elemente so gestaltet, dass sie sich einfacher produzieren und reparieren lassen.

Citroën bricht mit Automobil-Größenwahn

Ein Elektroauto, das keine Tonne wiegen und 2028 für rund 15.000 Euro auf den Markt kommen soll? Mit diesem Versprechen wagt Citroën sowohl eine Kampfansage als auch einen Gegenentwurf zum aktuellen Automobil-Größenwahn. Zum Vergleich: Die kleinsten und günstigsten Stromer wie von Dacia, Renault oder VW wiegen 200 bis 500 Kilogramm mehr. Der Enten-Ansatz ist vor diesem Hintergrund erfrischend, könnte aber auch ein Marketing-Stunt sein. Denn so charmant die Idee ist, so wenig lässt sich bislang beurteilen, ob die Neuauflage tatsächlich hält, was ihre historische Namensgeberin verspricht.

Immerhin ist ein solches Leichtgewicht technisch durchaus realistisch. Weniger Masse ermöglicht eine kleinere Batterie, senkt die Kosten und reduziert den Energiebedarf. Der Haken: Auch die Reichweite dürfte darunter leiden. Je nach Akkugröße und Verbrauch könnten etwa 100 bis 200 Kilometer drin sein. Für viele Alltagsfahrten wäre das absolut ausreichend; für regelmäßige Langstrecken nicht. Die durchschnittliche Pendlerstrecke in Deutschland liegt derweil bei rund 18 Kilometern. Nicht jeder braucht also einen rollenden Batteriespeicher für die Fahrt zum Bäcker oder zur Arbeit.

Entscheidend wird aber sein, ob Citroën die E-Einfachheit nicht nur als Designidee, sondern als Konstruktionsprinzip ernst nimmt. Leicht reparierbare Bauteile und eine überschaubare Technik wären zwar ein echter Fortschritt gegenüber Autos, bei denen schon ein kleiner Schaden zum kostspieligen Werkstattbesuch wird. Die Vergangenheit darf aber auch nicht zu einem Freifahrtschein für technische Kompromisse werden. Oder: Die neue E-Ente darf durchaus schrullig sein, muss aber auch in der Praxis überzeugen.

Stimmen

  • Citroën-Chef Xavier Chardon in einem Statement zur neuen E-Ente: „Den 2CV neu zu erfinden bedeutet nicht, ein Auto der Vergangenheit zu kopieren. Es bedeutet, die Eigenschaften neu zu interpretieren, die ihn einst einzigartig gemacht haben: seine Einfachheit, seine Zugänglichkeit und die Freiheit, die er seinen Nutzern schenkte. Mit dem 2CV Concept übertragen wir diesen Geist in die Gegenwart, um Elektromobilität einfacher, menschlicher und begehrenswerter zu machen. (…) Die Idee dahinter ist jedoch dieselbe geblieben: das Leben mit Citroën schöner zu machen.”
  • Auto-Nerd, Historiker und Motor1-Chefredakteur Roland Hildebrandt lässt seiner Euphorie in einem LinkedIn-Beitrag freien Lauf: „Grenzenlose Begeisterung in unserer Redaktion für die Neo-Ente. (…) Das Zielgewicht liegt bei rund einer Tonne. Weniger Masse bedeutet eine kleinere und kostengünstigere Batterie, eine auf den Alltag zugeschnittene Reichweite und niedrige Betriebskosten. (…). Ich bin gespannt, was in der Serie übrig bleiben wird. Hoffentlich viel. Motto: Ente gut, alles gut.”
  • CarExpert-Journalist Max Davies hat gemischte Gefühle: „Meiner Meinung nach wird dem 2CV mit der Bezeichnung Konzeptfahrzeug wirklich nicht gerecht; ich halte ihn eher für ein abstraktes Kunstwerk oder vielleicht sogar für etwas, das in einer satirischen Rubrik über Fahrzeugumbauten in der alten Top Gear-Sendung hätte vorkommen können. (…) Der Innenraum des neuen Modells ist so chaotisch, dass er fast schon überreizend wirkt, und doch kann ich nicht anders, als mich auf eine irgendwie schräge Art davon angezogen zu fühlen. Gut gemacht, Citroën.”

Ist die E-Ente alltagstauglich?

Noch ist die E-Ente ein reines Konzeptfahrzeug und damit allenfalls ein watschelndes Versprechen auf vier Rädern. Denn bis zur Serienversion kann sich noch vieles ändern. Darunter: Gewicht, Design, Ausstattung und nicht zuletzt der Preis. Citroën will die elektrische Ente zwar 2028 vorstellen, in Europa produzieren lassen und rund 15.000 Euro als Einstiegspreis anpeilen. Ob die Rechnung aufgeht, hängt aber davon ab, ob und wie sich die Idee in der Realität umsetzen lässt.

Indes: Dass Citroën auf ein kleines E-Auto setzt, ist angesichts des Branchentrends zu immer größeren, schwereren und teureren Autos fast schon wohltuend. Denn die elektrische Enten-Neuinterpretation könnte eine Marktlücke schließen. Vorausgesetzt, sie bleibt auch für Menschen erschwinglich, die kein Eigenheim mit Wallbox besitzen. Aktueller Wermutstropfen: Zu Batterie, Leistung und Reichweite schweigt der Hersteller bislang. Ein Langstreckenauto darf niemand erwarten; wichtiger wäre aber ohnehin, dass die E-Ente im Alltag überzeugt.

Frühestens 2028 wird sich zeigen, ob Citroën aus seiner nostalgischen Idee ein überzeugendes Serienauto machen kann oder lediglich ein hübsches Stück Automobilromantik auf vier Räder stellt. Vor allem bei der Reichweite dürfte der Spagat zwischen einem niedrigen Gewicht, einem günstigen Preis und der Alltagstauglichkeit anspruchsvoll werden. Gelingt er, könnte die E-Ente daran erinnern, dass Fortschritt nicht zwangsläufig immer mehr von allem bedeuten muss. Manchmal wäre weniger tatsächlich mehr – sofern am Ende nicht ausgerechnet an den entscheidenden Stellen gespart wurde.

Auch interessant: 

Der Beitrag E-Ente gut, alles gut? Citroën entsagt Automobil-Größenwahn erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Was ist die beste KI-CRM für Mittelstand und Enterprise?

28. Oktober 2026 um 09:30

Der Beitrag Was ist die beste KI-CRM für Mittelstand und Enterprise? erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Beste KI-CRM für Mittelstand und Enterprise

Ein KI-CRM soll mehr leisten als Kundendaten zu speichern. Es soll Vertrieb, Marketing und Service auf einem gemeinsamen Datenmodell steuern und Aufgaben selbst erledigen. Creatio verfolgt genau diesen Ansatz mit einer agentischen CRM-Suite, in der KI in allen Tarifen enthalten ist.

Was ein KI-CRM von klassischer CRM-Software unterscheidet

Klassische CRM-Systeme erfassen Kontakte, Deals und Tickets und liefern danach Auswertungen. Ein KI-CRM setzt einen Schritt davor an: Es bewertet Chancen, erkennt Risiken und löst Folgeaktionen aus. Creatio beschreibt diesen Wandel als Übergang von einem Werkzeug zur Datenverwaltung hin zu einem System, das Entscheidungen und deren Umsetzung aktiv steuert.

Dafür greifen drei Arten von KI ineinander. Erst die Kombination entscheidet darüber, ob ein System nur Vorschläge macht oder Arbeit tatsächlich abnimmt:

  • Generative KI formuliert E-Mails, Angebotstexte und Zusammenfassungen von Gesprächen.
  • Prädiktive KI bewertet Leads, erkennt Abwanderungsrisiken und erstellt Verkaufsprognosen.
  • Agentische KI führt Aktionen aus, aktualisiert Datensätze und stößt Workflows an.

Creatio verbindet alle drei Ebenen in einer Architektur. Nach Angaben des Anbieters kennt die eingebaute KI sämtliche Datenobjekte, Beziehungen und Geschäftsprozesse im System. Das ist bei der Auswahl ein wichtiger Punkt, denn KI, die auf lückenhaften oder isolierten Daten arbeitet, liefert schwächere Ergebnisse.

ZUR KI-CRM-PLATTFORM VON CREATIO

Warum KI-Agenten den Unterschied machen

Ein CRM mit KI-Agenten geht über einen Chatbot hinaus, der nur Fragen beantwortet. Agenten nehmen Informationen aus Systemen wahr, planen Schritte, nutzen Werkzeuge und führen Aufgaben selbstständig aus. Was das konkret bedeutet, erklärt der Creatio-Glossarartikel zu KI-Agenten.

Die Marktprognosen zeigen die Richtung. Gartner erwartet, dass KI-Agenten bis 2029 autonom 80 % der gängigen Kundenserviceanfragen ohne menschliches Eingreifen lösen. Für Teams heißt das: Standardaufgaben laufen im Hintergrund, und Mitarbeitende konzentrieren sich auf Gespräche, die Urteilsvermögen verlangen.

Entscheidend ist die Rollenteilung. Creatio setzt nicht auf einen Allzweck-Bot, sondern auf vorkonfigurierte Agenten für einzelne Funktionen. Im Vertrieb gehören dazu unter anderem:

  • ein Kundenrecherche-Agent, der Accounts mit Informationen anreichert
  • ein Angebotserstellungs-Agent, der Angebote auf Anfrage erstellt
  • ein Besprechungsvorbereitungs-Agent, der den Kundenkontext vor Terminen zusammenfasst
  • ein Next-Best-Step-Agent, der den nächsten sinnvollen Schritt im Deal vorschlägt
  • ein CRM-Daten-Update-Agent, der Einträge aktuell hält

Vertrieb, Marketing und Service auf einer Plattform

Creatio bündelt die CRM-Bereiche in einer Suite. Creatio Sales übernimmt Pipeline, Opportunity Scoring und Vertragsmanagement, Creatio Marketing Segmentierung und Kampagnen, Creatio Service das Case-Management. Alle drei greifen auf dasselbe Datenmodell zu. Dadurch arbeiten die Abteilungen nicht mit unterschiedlichen Kundenständen.

Typische Stärken der Plattform im Überblick:

  • 360°-Kundenansicht mit Kontakten, Interaktionen und Aktivitäten aller Abteilungen
  • Lead- und Opportunity-Management mit Bewertung und Priorisierung
  • Case-Management mit SLA-Tracking und Eskalationsregeln
  • KI-Command-Center zur zentralen Steuerung aller Agenten und Skills
  • Eingebettete Agenten in Outlook, Teams und Kalender, ohne Systemwechsel

Ein weiterer Pluspunkt ist der No-Code-Anteil. Workflows, Oberflächen und Automatisierungen lassen sich mit visuellen Werkzeugen und natürlicher Sprache anpassen. Creatio gibt an, dass bestehende CRM-Workflows in wenigen Minuten angepasst werden können. Laut Anbieter sinkt dadurch die Last für die IT-Abteilung.

Branchen, Integrationen und Betrieb

Für Branchen wie Bankwesen, Versicherung, Fertigung oder Telekommunikation bietet Creatio nach eigenen Angaben über 20 branchenspezifische Lösungen. Dazu kommen mehr als 700 Anwendungen und vorgefertigte Konnektoren im Marketplace, mit denen sich der bestehende Technologie-Stack anbinden lässt.

Beim Betrieb nennt Creatio Cloud- und On-Premise-Varianten, eine unbegrenzte Nutzerzahl sowie regionale Datenspeicherung. Zu den Sicherheitsfunktionen gehören rollenbasierter Zugriff, Datenverschlüsselung und Prüfprotokolle. Für Unternehmen mit strengen Compliance-Vorgaben ist das ein zentrales Auswahlkriterium.

Belege liefert der Anbieter selbst. Laut einer Studie von Nucleus Research, die Creatio veröffentlicht, haben Behörden mit Creatio Projekte um 88 % schneller umgesetzt. Finanzinstitute führten neue Workflows bis zu 70 % schneller ein. Diese Zahlen stammen aus Anbieterpublikationen, sollten also im eigenen Projekt überprüft werden.

Preise: KI ist ohne Aufpreis enthalten

Creatio arbeitet mit einem modularen Preismodell. Bezahlt werden nur die Apps und Komponenten, die tatsächlich genutzt werden. Die KI-Funktionen, also prädiktive, generative und agentische KI, sind laut Anbieter in jedem Tarif ohne Zusatzkosten enthalten. Viele Wettbewerber verkaufen KI dagegen als Add-on. Wer Angebote etablierter Anbieter wie Salesforce, Oracle oder SAP vergleicht, sollte deshalb immer die Gesamtkosten inklusive KI gegenüberstellen.

Eine kostenlose Testversion gibt es bei Creatio nicht. Stattdessen lässt sich eine Live-Demo anfragen, die sich eignet, um Agenten und Workflows an konkreten Prozessen zu prüfen.

Für wen sich Creatio lohnt

Creatio passt zu mittelständischen und großen Unternehmen, die CRM, Workflow-Automatisierung und KI-Agenten auf einer Plattform betreiben wollen. Besonders dort, wo Vertrieb, Marketing und Service bisher mit getrennten Datenständen arbeiten, bringt das gemeinsame Datenmodell einen klaren Nutzen.

Wer prüfen will, ob die Agenten zu den eigenen Abläufen passen, sollte eine Live-Demo anfragen und konkrete Anwendungsfälle aus Vertrieb, Marketing oder Service mitbringen. So lässt sich der Nutzen an den eigenen Zahlen messen, statt sich auf Versprechen zu verlassen.

MEHR ZUM KI-CRM ERFAHREN

Der Beitrag Was ist die beste KI-CRM für Mittelstand und Enterprise? erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Unerschöpfliche Energie unter unseren Füßen: Diese Erfindung könnte alles verändern

28. Oktober 2026 um 05:45

Der Beitrag Unerschöpfliche Energie unter unseren Füßen: Diese Erfindung könnte alles verändern erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Tiefengeothermie, Energie, Energieversorgung, Nachhaltigkeit, Erdwärme

Kostenlose Erdwärme liegt direkt unter unseren Füßen, doch der Zugang war bislang teuer und aufwendig. Ein erfolgreicher Praxistest zeigt nun, wie ein einfaches Vakuum-Bohrloch die klassische Tiefengeothermie verändern könnte. Das neue System funktioniert wie eine große Thermoskanne im Erdreich und bringt heißes Wasser direkt an die Oberfläche.

Erneuerbare Wärme kommt nicht nur von der Sonne, sondern existiert auch tief unter unseren Füßen. Doch der Zugang zu dieser Quelle war bislang sehr aufwendig. Am Forschungsstandort Groß Schönebeck nördlich von Berlin demonstriert ein Praxistest der dänischen Green Therma A/S und des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung einen neuen Ansatz für tiefe Geothermie. Ziel der Entwickler ist es, Energie aus mehr als 3.000 Metern Tiefe zu gewinnen, ohne auf natürliche Grundwasservorkommen angewiesen zu sein.

Denn klassische Tiefengeothermie hat oft ein großes Problem. Sie benötigt sogenanntes Formationswasser. Dabei handelt es sich um tief im Gestein liegendes, natürliches Heißwasser. Fehlen diese unterirdischen Seen, bleibt die Erdwärme ungenutzt. Die geschlossene Zirkulationslösung von Green Therma soll dieses Hindernis komplett umgehen. Das Verfahren nutzt lediglich ein einziges bestehendes Bohrloch und lässt das Wasser in einem geschlossenen Ring kreisen.

Tiefengeothermie: So funktioniert die Vakuum-Bohrung

Das technische Herzstück der Anlage trägt den Namen „DualVac“. Die Funktionsweise erinnert an eine gewöhnliche Thermoskanne. Das System pumpt kaltes Wasser in der äußeren Schicht eines Doppelrohrs drei Kilometer tief in den Boden. In dieser Tiefe herrscht eine Gesteinstemperatur von rund 130 Grad Celsius, die das Wasser stark erhitzt. Anschließend fließt es durch ein innen liegendes Rohr wieder nach oben.

Damit das Wasser auf dem Rückweg keine Wärme an das umliegende Gestein verliert, ist das innere Rohr vakuumisoliert. Im ersten Versuchsaufbau konnte der Ansatz die Projektteilnehmer überzeugen. Das Wasser kam am Bohrlochkopf mit etwa 70 bis 80 Grad Celsius an. Das bedeutet, dass die Temperatur ausreicht, um Fernwärmenetze direkt zu versorgen. Der Einsatz teurer Wärmepumpen an der Oberfläche entfällt vollständig. Gleichzeitig soll der Stromverbrauch für den Betrieb der Zirkulationspumpen äußerst gering sein. Die genaue Temperatur hängt derweil von der Fließgeschwindigkeit ab.

Ein weiterer Vorteil betrifft den Gewässerschutz. Da das Wasser dauerhaft im Rohr verbleibt und keine Flüssigkeit aus dem Erdreich entnommen wird, verändert sich der unterirdische Wasserhaushalt nicht. Das erlaubt eine flexible Standortwahl. Egal, ob direkt am Rande von Großstädten oder in Industriegebieten, wo Wärme dringend gebraucht wird.

Von der Testbohrung nach Dänemark: Potenzial und offene Fragen

Für das 2023 gegründete Unternehmen Green Therma geht es mit dem neuen Ansatz nun in die Praxis. Für ein Fernwärmeprojekt im dänischen Aalborg sicherten sich die Entwickler bereits einen 30-jährigen Wärmeabnahmevertrag. Die eigentlichen Bohrarbeiten sind für Anfang 2027 geplant, um das System für eine verlässliche Grundlastenergie rund um die Uhr vorzubereiten. Jørgen Peter Rasmussen, Gründer und CEO von Green Therma, dazu:

Die Wärme ist bereits da, direkt unter unseren Füßen. Wir müssen diese enorme natürliche Ressource besser nutzen und sie dorthin bringen, wo Menschen und Industrie sie benötigen. Was wir in Groß Schönebeck demonstriert haben, zeigt, dass wir auf tiefe geothermische Wärme zugreifen und sie bei Temperaturen an die Oberfläche bringen können, die direkt und ohne Wärmepumpen genutzt werden können.

Doch noch ist Vorsicht angebracht. Denn bisher fehlen umfassende Daten zur Langzeitleistung, zur Systemstabilität und zum Wärmeentnahmepotenzial unter verschiedenen Betriebsbedingungen. Zudem war die Testbohrung in Groß Schönebeck nur leicht abgeknickt und wies keine lange horizontale Strecke im heißen Gestein auf.

Auch interessant:

Der Beitrag Unerschöpfliche Energie unter unseren Füßen: Diese Erfindung könnte alles verändern erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Digitalisierung: Diese Länder sind am besten vernetzt – Deutschland abgeschlagen

27. Oktober 2026 um 20:14

Der Beitrag Digitalisierung: Diese Länder sind am besten vernetzt – Deutschland abgeschlagen erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Smart City Digitalisierung

Ohne Internet geht im Alltag kaum noch etwas, und die Digitalisierung kann den Menschen das Leben erleichtern. Ein paar Beispiele: Arbeiten im Homeoffice, WLAN in Bus und Bahn, Termine für Ämter online vereinbaren oder Formulare sogar im Internet ausfüllen. Wie gut die Menschen weltweit vernetzt sind, unterscheidet sich je nach Region enorm.

Eine Internetverbindung und digitale Vernetzung sind schon lange kein Luxus mehr, sondern entscheiden über Bildung, Handel und Bürokratie. Die Digitalisierung ist essentiell für das Leben der Bürger eines Landes. Doch ein Anschluss alleine reicht nicht aus – er muss auch noch bezahlbar sein und überhaupt erst genutzt werden. Genau diese Aspekte werden in einem internationalen Index erfasst, in dessen Rahmen 159 Länder und Regionen verglichen werden.

Deutschland bei der Digitalisierung abgeschlagen

Der ICT Development Index 2026 wurde von der Internationalen Fernmeldeunion ITU erstellt, einer Organisation der Vereinten Nationen. Er misst zehn verschiedene Indikatoren, unter anderem die Netzabdeckung, den Internetzugang und seine Nutzung, den Datenverbrauch und die Bezahlbarkeit. Wichtig ist aber auch, dass manche Aspekte nicht mit einbezogen werden, darunter Internetgeschwindigkeiten, digitale Kompetenzen und Onlinesicherheit.

Deutschland erreicht in dem Ranking 90,4 von 100 Punkten. Das klingt erstmal nicht schlecht, reicht aber nur für Rang 54. Einige unserer Nachbarländer schneiden deutlich besser ab. Polen und Österreich landen mit jeweils 96,4 Punkten gemeinsam auf Rang 15. Auch die Niederlande (94,9 Punkte), die Schweiz (93,8 Punkte) und Frankreich (91,9 Punkte) hängen die BRD ab. Insgesamt ist Europa gut aufgestellt: 35 von 42 europäischen Ländern erreichen mindestens 90 Punkte.

Zum Vergleich: Weltweit liegt der Durchschnitt bei 79 Punkten. Das Einkommen spielt dabei eine große Rolle, denn Staaten mit niedrigem Einkommen kommen im Schnitt auf weniger als die Hälfte der Punkte. Das Schlusslicht ist übrigens Burundi mit 25,2 Punkten. Wer es hingegen ganz nach oben geschafft hat, verraten wir in der folgenden Rangliste.

Platz 9 (geteilt): Hongkong

Los geht es diesmal mit Rang neun, den sich gleich drei Vertreter teilen. Der erste ist Hongkong – streng genommen kein Staat, sondern eine Sonderverwaltungszone Chinas. China selbst schafft aber nur 94,7 Punkte, während Hongkong auf 97,9 Punkte kommt.

Der Beitrag Digitalisierung: Diese Länder sind am besten vernetzt – Deutschland abgeschlagen erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Received before yesterdayBASIC thinking

Creatio vs. Salesforce: Welches Enterprise-CRM ist die bessere Wahl?

27. Oktober 2026 um 16:00

Der Beitrag Creatio vs. Salesforce: Welches Enterprise-CRM ist die bessere Wahl? erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Creatio vs. Salesforce

Wer ein Enterprise-CRM sucht, kommt an Salesforce kaum vorbei. Doch immer mehr mittelständische und große Unternehmen prüfen mit Salesforce-Alternativen wie Creatio, weil Kosten, Einführungsdauer und die Abhängigkeit von Entwicklern zunehmend ins Gewicht fallen. Was der Vergleich wirklich hergibt, zeigen die Fakten.

Salesforce ist seit Jahrzehnten der Maßstab im Enterprise-CRM. Der Anbieter verfügt über ein großes Portfolio aus Clouds für Vertrieb, Service, Marketing und Commerce, dazu den AppExchange-Marktplatz und eine der größten Entwickler-Communities der Branche. Wer bereits tief in dieses Ökosystem investiert hat, arbeitet damit auf einer soliden Basis.

Creatio verfolgt einen anderen Ansatz. Die Plattform verbindet CRM, Workflow-Automatisierung und KI-Agenten auf einem gemeinsamen Datenmodell. Laut Anbieter richtet sie sich an mittelständische und große Unternehmen, die Vertrieb, Marketing und Service steuern wollen, ohne für jede Anpassung Programmierer zu benötigen. Was ein Enterprise-CRM dafür leisten muss, beschreibt der Überblick zu Enterprise-CRM-Software: Skalierbarkeit, tiefe Integrationen, rollenbasierte Rechte und Compliance.

Anpassung: Entwickler oder Fachabteilung?

Der größte Unterschied liegt in der Frage, wer Prozesse anpassen kann. Salesforce bietet für einfache Konfigurationen Drag-and-drop-Werkzeuge und Salesforce Flow. Bei komplexen oder spezialisierten Anforderungen kommen bei Salesforce häufig Apex, Visualforce oder Lightning Web Components zum Einsatz. Das bindet interne Technikteams oder externe Berater und verlangt, dass der Code bei jedem Plattform-Release gepflegt wird.

Creatio setzt stattdessen auf visuelle No-Code-Designer. Fachanwender können Anwendungen, Workflows und Datenmodelle selbst bauen. Der Anbieter gibt an, dass Teams Workflows damit bis zu 80 Prozent schneller anpassen als mit codelastigen Alternativen. Diese Angabe stammt vom Anbieter selbst und sollte im eigenen Projekt geprüft werden.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

  • Bereitstellung: Creatio ist sowohl in der Cloud als auch On-Premises verfügbar. Salesforce wird ausschließlich in der Cloud betrieben.
  • Branchen: Creatio bietet nach eigenen Angaben Branchen-Workflows für mehr als 20 Branchen, darunter Banken, Versicherungen und Fertigung. Salesforce hält rund 16 dedizierte Industry Clouds bereit.
  • KI: Die KI-Funktionen sind bei Creatio in jedem Produkt ohne Aufpreis enthalten. Bei Salesforce wird Agentforce als separates Paket mit eigenen, teils nutzungsbasierten Kosten verkauft.
  • Integrationen: Der Creatio Marketplace umfasst laut Anbieter mehr als 700 Apps und Vorlagen. Salesforce punktet mit der deutlich größeren Auswahl im AppExchange.

Vor allem die KI-Preisgestaltung wirkt sich im Alltag aus. Wer Agenten nicht nur testen, sondern flächendeckend betreiben will, kalkuliert bei nutzungsbasierten Modellen schwerer, weil die Kosten mit jeder Aktion steigen.

JETZT PREISE VERGLEICHEN

Implementierung: Wochen statt Jahre?

Die Einführungszeit gehört zu den stärksten Argumenten für Creatio. Der Anbieter nennt für typische Implementierungen 6 bis 16 Wochen, während komplexe Salesforce-Projekte oft sechs Monate oder länger dauern. Die Zahlen stammen aus den Angaben des Anbieters, der Praxisfall dahinter ist aber konkret.

Der Küchenspezialist Howdens hatte einen 18 Monate laufenden Salesforce-Rollout mit einem Budget in Millionenhöhe geplant. Stattdessen setzte das Unternehmen auf Creatio und brachte die Plattform in den ersten 20 Pilot-Depots in nur zwölf Wochen zum Laufen. Laut Creatio generierte Howdens innerhalb von sechs Monaten mehr als 1.200 qualifizierte Leads und steigerte die Abschlussquote von 32 auf 38 Prozent.

Eine unabhängige Auswertung von Nucleus Research, die Creatio veröffentlicht hat, kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Befragt wurden Organisationen, die von Salesforce oder Microsoft zu Creatio gewechselt sind. Sie berichten von bis zu 70 Prozent schnelleren Implementierungen und 37 Prozent geringeren Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership).

Gesamtkosten: Mehr als der Lizenzpreis

Bei Enterprise-Software zählt nicht nur der Lizenzpreis. Bei Salesforce richten sich die Kosten nach Cloud, Edition und Nutzerzahl. Hinzu kommen Implementierung, Entwickler, Administratoren, Supportpakete und Verbrauchskosten für KI. Creatio setzt auf ein modulares Modell: Die Kernplattform und jedes CRM-Produkt lassen sich einzeln buchen, die KI-Funktionen sind inklusive. Die aktuellen Tarife findest du auf der Preisseite.

Für großflächige Rollouts bietet Creatio zusätzlich das Modell Unlimited Enterprise an. Es umfasst laut Anbieter keine Begrenzung bei Nutzern, KI-Agenten, Workflows, Anwendungen oder API-Aufrufen. Damit lässt sich der Einsatz ausweiten, ohne dass die Kosten bei jeder Erweiterung neu verhandelt werden müssen.

Wo Salesforce klar vorn liegt

Ein fairer Vergleich nennt auch die Stärken von Salesforce. Das AppExchange-Ökosystem ist deutlich größer, und weltweit gibt es einen riesigen Pool an zertifizierten Entwicklern, Beratern und Partneragenturen. Wer Salesforce-Clouds, Datenmodelle und Apex-Code bereits im Einsatz hat, verliert bei einem Wechsel viel Wissen, das sich nicht einfach übertragen lässt.

Dazu kommen klare Vorteile für Unternehmen, die stark standardisierte Prozesse im Salesforce-Umfeld betreiben:

  • Ein breites Angebot an Drittanbieter-Apps und vorgefertigten Integrationen
  • Ein großer Markt an Salesforce-Fachkräften und Implementierungspartnern
  • Tiefe Individualisierung für komplexe, gewachsene Salesforce-Umgebungen
  • Kontinuität für Teams, die ihre Prozesse bereits vollständig auf Salesforce abgestimmt haben

Migration: ersetzen, konsolidieren oder parallel betreiben

Ein Wechsel muss nicht alles oder nichts bedeuten. Creatio beschreibt drei Wege, die sich je nach Ausgangslage eignen:

  • Ersetzen: Vertrieb, Marketing und Service ziehen komplett auf Creatio um, CRM, Workflows und KI laufen auf einer Plattform.
  • Konsolidieren: Salesforce bleibt dort, wo es den größten Nutzen bringt, andere Prozesse wandern zu Creatio.
  • Koexistieren: Salesforce bleibt das führende System für Kundendaten, Creatio ergänzt es als KI-native Workflow- und Orchestrierungsschicht.

Welcher Weg passt, hängt von der bestehenden Architektur, den technischen Ressourcen und der KI-Strategie ab. Besonders sinnvoll ist ein gezielter Pilot dort, wo Prozesse heute über mehrere Tools verteilt sind und Medienbrüche den Alltag bremsen.

Fazit: Für wen sich Creatio lohnt

Creatio eignet sich für Unternehmen mit fragmentierten Kunden- und Betriebsprozessen, schnellen KI-Pilotprojekten und knappen Entwicklerkapazitäten. Salesforce bleibt die passende Wahl, wenn das größte Ökosystem und tiefe Individualisierung im Vordergrund stehen.

Ein Praxisbeispiel zeigt, wie das im Alltag aussieht. Die Avidia Bank, eine Community-Bank mit rund drei Milliarden Dollar Bilanzsumme, ersetzte ihr Legacy-CRM durch Creatio und vereinte Firmenkredit, Personalwesen und Kundenservice auf einer Plattform. Nach eigenen Angaben erreichte die Bank in sechs Monaten, was ihre vorherige CRM-Initiative in sechs Jahren nicht geschafft hatte. Heute arbeiten 86 Prozent der Belegschaft mit Creatio.

Wer Salesforce und Creatio nebeneinanderstellen will, sollte mit den eigenen Prozessen beginnen und die Kosten über die gesamte Laufzeit betrachten. Eine Live-Demo ist auf Anfrage möglich. Einen kostenlosen Tarif oder eine kostenlose Testversion gibt es bei Creatio nicht.

CREATIO CRM ENTDECKEN

Der Beitrag Creatio vs. Salesforce: Welches Enterprise-CRM ist die bessere Wahl? erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

PHP-Panne offenbart gigantischen KI-Rattenschwanz – Probleme längst nicht ausgestanden

27. Oktober 2026 um 11:00

Der Beitrag PHP-Panne offenbart gigantischen KI-Rattenschwanz – Probleme längst nicht ausgestanden erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

PHP Panne Rattenschwanz Geräte KI Künstliche Intelligenz

Über zehn Jahre schlummerte eine kritische Lücke im PHP-Code, die Blogs, Nachrichtenportale und Online-Shops hätte gefährden können. Glücklicherweise fand bis dahin niemand einen Angriffsweg zur Ausnutzung. Erst als KI bei der Suche half, kam die PHP-Panne ans Licht. Viele Betreiber konnten ihre Websites bereits fixen. Doch die PHP-Lücken ziehen einen gigantischen Rattenschwanz nach sich. Eine kommentierende Analyse.

Was ist PHP?

  • PHP ist eine Programmiersprache, die die Basis für viele Anwendungen im Internet bildet. Darunter: Blogs, große Nachrichtenportale, Content-Management-Systeme und Online-Shops. Schätzungen zufolge werden allein mit der PHP-basierten Anwendung WordPress weltweit 400 bis 500 Millionen Websites betrieben. Auch andere bekannte Content-Management-Systeme wie Joomla! oder TYPO3 und das Lernmanagementsystem Moodle setzen auf PHP. Die Abkürzung war ursprünglich auch als „Personal Home Page Tools” bekannt. Mittlerweile steht sie für „PHP: Hypertext Preprocessor”.
  • Am 21. Oktober 2026 veröffentlichte die Sicherheitsfirma Wiz Research einen Bericht über mehrere kritische PHP-Schwachstellen, die es Angreifern unter anderem ermöglichen könnten, Schadcode aus der Ferne auf betroffenen Servern auszuführen. Die Forscher hatten die Sicherheitslücken im August mithilfe von KI entdeckt und an das PHP-Team gemeldet. Betroffen sind zahlreiche Versionen, darunter auch ältere Ausgaben. Die Schwachstellen können unter anderem Websites auf Basis von WordPress, Joomla! und Drupal gefährden. Noch am Tag der Veröffentlichung stellte PHP Sicherheitsupdates bereit. Wiz empfiehlt, betroffene Systeme umgehend zu aktualisieren. Unter anderem waren auch OpenAI, Google und Microsoft an der Aufdeckung beziehungsweise an den Gegenmaßnahmen beteiligt.
  • Die als „PHP2Shell” bekannten Schwachstellen lösten auch in Deutschland Alarm aus. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stufte das Risiko mit der Warnstufe „3 / Orange” als außerordentlich hoch ein und warnte vor einem herausragenden Bedrohungspotenzial. Kriminelle könnten die Sicherheitslücken ausnutzen, um ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen und dadurch die Kontrolle über Websites zu übernehmen oder sensible Daten abzugreifen. Zahlreiche Websites wurden daraufhin vorsorglich vom Netz genommen. Inzwischen sind viele davon wieder erreichbar.

Wie KI die Cybersicherheit stärkt und gefährdet

Weltuntergang, Hacker-Hype oder Job-Apokalypse? KI kann auch anders! Der PHP-Fall zeigt etwa ihren vielleicht wertvollsten Einsatzbereich. Denn KI kann dabei helfen, Gefahren aufzuspüren, an denen Menschen bislang scheitern. Indes: Binnen weniger Stunden sollen die Zugriffsversuche auf die PHP-Schwachstellen exponentiell gestiegen sein. Inzwischen ist weltweit von Millionen Versuchen die Rede. Und die Angriffswelle läuft weiter.

KI kann das Netz einerseits zwar sicherer machen, andererseits aber auch gefährlicher. Doch: Wer das eine feiert oder verteufelt und das jeweils andere ausblendet, hat die Technologie nicht verstanden. Besonders pikant ist, dass die Schwachstellen laut Wiz seit mehr als zehn Jahren im Code schlummerten, ohne dass ein konkreter Angriffsweg gefunden wurde. Der Fall ist damit auch ein Lehrstück zu den Grenzen menschlicher Sicherheitsforschung. Oder: Was nicht gefunden wird, lässt sich nicht beheben.

Dass ausgerechnet KI bei der Suche half, ist aber keine nette Erfolgsgeschichte aus dem Silicon Valley. Es ist ein Hinweis darauf, wie grundlegend sich die Spielregeln der Cybersicherheit verändern. Allerdings sollte aus dem Fund auch kein KI-Märchen werden. Denn: Die Technologie entdeckt nicht nur Lücken, sie kann andersherum auch deren Ausnutzung beschleunigen.

Noch grundsätzlicher ist aber die Frage, wer über diese Fähigkeiten verfügt – und wer von ihnen abhängig ist. OpenAI und andere Technologiekonzerne können mit ihren leistungsfähigsten Modellen etwa Sicherheitsprobleme aufdecken, die Staaten und Entwickler übersehen haben. Das ist zweifellos ein Gewinn, offenbart aber auch eine Machtverschiebung. Denn wenn Behörden, Krankenhäuser und staatliche Infrastrukturen davon abhängen, dass US-amerikanische Unternehmen ihre Erkenntnisse rechtzeitig weitergeben, wird die Cybersicherheit zu einer Vertrauensfrage.

Wer wann informiert wurde, ist etwa genauso relevant wie die Frage, warum das PHP-Sicherheitsteam nach eigenen Angaben unter strukturellen Problemen und einem Ressourcenmangel litt. Die Lösung darf deshalb nicht lauten, KI künstlich kleinzuhalten. Sie muss darin bestehen, ihre Fähigkeiten verantwortungsvoll zu nutzen, die Abwehr zu stärken und digitale Sicherheit weniger vom Wohlwollen einzelner Konzerne abhängig zu machen.

Stimmen

  • Raluca Ada Popa, Leiterin von Gemini Security bei Google DeepMind, in einem Statement auf dem Wiz-Blog: „Mithilfe von ‚Gemini 4 Argon‘ hat das Team von Wiz gezeigt, warum bahnbrechende KI die Cyberabwehr grundlegend verändert. Über ein Jahrzehnt lang blieben diese kritischen Sicherheitslücken unberücksichtigt, da ihre Aufdeckung und Ausnutzung unglaublich komplex waren. Wir freuen uns, dass ‚Gemini 4 Argon‘ den Sicherheitsverantwortlichen dabei hilft, diese Lücke zu schließen, indem es Sicherheitslücken aufspürt und bei deren Behebung unterstützt.”
  • In einer durchaus ungewöhnlichen Erklärung räumt die PHP Foundation offiziell ein: „Im Jahr 2024 wurde ein potenzieller Exploit für das OOM-Problem theoretisch angenommen, es wurden jedoch keine konkreten Angriffsvektoren gefunden […] Diese Veröffentlichungen beheben zwei kritische Sicherheitslücken, die es einem nicht authentifizierten Angreifer unter bestimmten Bedingungen ermöglichen, Code auf Servern auszuführen, auf denen PHP läuft. […] Wir wollen nichts beschönigen: Die Verzögerung war ein strukturelles Versagen, das sowohl auf den Entscheidungsprozess des Sicherheitsteams als auch auf dessen Ressourcenmangel zurückzuführen war. […] Die Zunahme KI-gestützter Forschung bedeutet zudem, dass das PHP-Sicherheitsteam weitaus mehr Meldungen erhält als zuvor.”
  • Thomas Caspers, Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), in einem Statement zur PHP-Panne: „Wir halten eine kurzfristige, großflächige Ausnutzung innerhalb weniger Stunden nach Erscheinen der Sicherheitsupdates für wahrscheinlich: Angreifer können diese mittels KI-gestützter Werkzeuge innerhalb kurzer Zeit analysieren und entsprechende Exploits generieren. Es besteht also unverzüglicher Handlungsbedarf!”

PHP-Updates sind da, doch die Gefahr ist noch nicht vorbei

Die erste Aufregung rund um die PHP-Panne mag bereits allmählich abebben. Behördenportale, Klinik-Websites und viele andere Dienste sind bereits wieder online. Sicherheitsupdates stehen zur Verfügung und große Hoster konnten ihre Systeme relativ schnell absichern. Doch auch wenn viele Websites wieder erreichbar sind, ist das noch kein abschließender Beweis dafür, dass sämtliche Risiken beseitigt wurden.

Zudem dürfte die Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Angreifern die Arbeit erleichtern. Denn: Wer den reparierten Code mit älteren Versionen vergleicht, kann gezielt nach dem Fehler suchen. Die Warnung vor einer schnellen und großflächigen Ausnutzung war deshalb keine Panikmache, sondern leider ein durchaus realistisches Szenario. Außerdem ist das Rennen zwischen Angreifern und Verteidigern längst nicht vorbei, nur weil Startseiten wieder laden.

Besonders unangenehm könnte es zudem bei Geräten im privaten Haushalt werden. Denn Router, Netzwerkspeicher, Überwachungskameras und Smart-Home-Systeme sind kleine Computer mit einer eigenen Software und häufig einer webbasierten Bedienoberfläche. Sprich: Wo PHP eingesetzt wird, kann sich grundsätzlich ein ähnliches Problem ergeben wie bei großen Websites. Allerdings ist nicht automatisch jedes Gerät betroffen.

Entscheidend sind die tatsächlich verwendeten PHP-Versionen und Komponenten. Anders als bei einem professionell betriebenen Server hängt die Absicherung dabei oft davon ab, ob Hersteller überhaupt noch Updates bereitstellen. Oder: Während ein Hoster einen Patch einspielen kann, muss für ein Gerät häufig erst eine neue Firmware entwickelt, getestet und verteilt werden. Doch manche Hersteller lassen Nutzer älterer Produkte irgendwann schlichtweg im Stich.

Die Antwort auf solche Risiken darf trotzdem nicht sein, bei KI reflexartig auf die Bremse zu treten. Denn wir brauchen nicht weniger künstliche Intelligenz, sondern bessere KI – und vor allem mehr davon auf der Seite der Verteidiger. Denn Kriminelle, Hacker und autoritäre Regime werden KI sowieso nutzen, unabhängig davon, wie skeptisch demokratische Staaten ihnen gegenüberstehen.

Es sollte deshalb nicht darum gehen, ob KI in der Cybersicherheit eingesetzt werden soll, sondern wer sie wie schnell und mit welchen Schutzmechanismen einsetzen kann. Dafür braucht es gut ausgestattete Sicherheitsteams, verbindliche Update-Pflichten für vernetzte Geräte und einen verantwortungsvollen Umgang mit besonders leistungsfähigen Modellen. Die PHP-Lücke offenbart schließlich, wie gefährlich übersehene Fehler werden können und wie viel sicherer die digitale Welt sein könnte, wenn wir KI nicht nur als Bedrohung betrachten, sondern als Teil der Lösung.

Auch interessant: 

Der Beitrag PHP-Panne offenbart gigantischen KI-Rattenschwanz – Probleme längst nicht ausgestanden erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Der 200-Fragen-Frust: Wie du Security-Fragebögen im B2B-Sales vereinfachst

27. Oktober 2026 um 09:30

Der Beitrag Der 200-Fragen-Frust: Wie du Security-Fragebögen im B2B-Sales vereinfachst erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Wie du Security-Fragebögen im B2B-Sales vereinfachst

Der große Enterprise-Deal steht kurz vor dem Abschluss, doch dann kommt der Security-Fragebogen des Kunden: 200 Detailfragen zu Server-Standorten, Incident-Prozessen und Zertifizierungen. Während das Sales-Team schwitzt, sucht jemand tagelang Antworten aus verschiedenen Tools zusammen. Das geht besser: Wer Compliance wie ein skalierbares Tech-Produkt denkt, spart nicht nur Wochen an Arbeit, sondern schließt Deals deutlich schneller ab.

Wer im B2B-Bereich skaliert, kennt die Situation: Am Anfang reicht den ersten Kunden meist noch eine einfache Selbstauskunft oder eine Basiszertifizierung. Doch je größer die Enterprise-Kunden werden, desto strenger prüfen deren Compliance- und Security-Teams.

Auf einmal entscheiden nicht mehr nur Produktfeatures oder der Preis darüber, ob ein Vertrag unterschrieben wird. Die entscheidende Frage lautet plötzlich: Wie schnell und belastbar kannst du eure Sicherheits- und Governance-Prozesse nachweisen?

Sicherheits- und Compliance-Anforderungen werden damit von einem rein administrativen Thema zu einem echten Hebel im Vertriebsprozess.

Das Problem: Jedes neue Framework wird als Silo behandelt

Egal ob ISO 27001, SOC 2, TISAX, die DSGVO oder neue EU-Vorgaben wie NIS2 und der EU AI Act, auf den ersten Blick sieht jedes Regelwerk nach einem völlig neuen Projekt aus.

In der Praxis drehen sich 80 Prozent aller Anforderungen jedoch um dieselben Kernfragen:

  • Wer hat wie und wann Zugriff auf welche Systeme?
  • Wie reagiert das Team auf Sicherheitsvorfälle?
  • Wie werden Dienstleister und Subprozessoren überprüft?
  • Welche Daten werden wo wie lange gespeichert und gelöscht?

Das eigentliche Problem in den meisten Unternehmen ist deshalb nicht, dass die Antworten fehlen. Das Problem ist, dass sie verstreut sind: Der Datenschutz liegt in einer Datenbank, wie z.B. Notion oder beim Legal-Team, das ISMS für ISO 27001 im Wiki der IT, und Informationen zu Dienstleistern verteilen sich auf Excel-Listen und Ticketsysteme.

Wenn dann der nächste Kunde einen neuen Fragenkatalog schickt, geht das Suchen wieder von vorne los.

Wie du Security-Fragebögen im B2B-Sales vereinfachst 1
Bild: heyData

Compliance als „Technische Schuld“: Die Logik der Softwareentwicklung

Entwickler kennen das Phänomen der Technical Debt (technische Schuld): Wenn derselbe Code an fünf Stellen im Projekt kopiert und eingefügt wird, entsteht Chaos, sobald sich eine Funktion ändert.

Bei Compliance-Prozessen passiert genau dasselbe. Wenn du dein Berechtigungskonzept für die DSGVO an Stelle A beschreibst, für ein ISO-Audit an Stelle B und für den nächsten Kundenfragebogen an Stelle C, baust du organisatorische Schulden auf. Ändert sich ein interner Prozess, musst du die Dokumentation überall manuell anpassen.Tust du das nicht, widersprechen sich deine Angaben beim nächsten Audit.

Was schnell wachsende Teams stattdessen brauchen, ist eine Single Source of Truth für eure Compliance.

„Einmal testen, mehrfach nachweisen“: Wie Multi-Framework-Mapping funktioniert

Statt bei jedem neuen Standard das Rad neu zu erfinden, drehst du die Logik einfach um: Du dokumentierst nicht das Framework, sondern eure tatsächlichen Prozesse.

Dieser Ansatz nennt sich Multi-Framework-Mapping und folgt einem einfachen Dreischritt:

  1. Controls einmal festlegen: Du beschreibst deine bestehenden Maßnahmen (z. B. euer Incident-Management oder euer Zugriffskonzept) an einem zentralen Ort.
  2. Evidenzen zentral ablegen: Nachweise (wie Schulungsprotokolle oder System-Logs) werden einmalig hinterlegt.
  3. Mappen statt Neu Erfinden: Diese zentralen Maßnahmen werden den Paragrafen und Fragen der verschiedenen Standards zugeordnet.

Ein konkretes Beispiel:

Seid ihr bereits nach ISO 27001 zertifiziert und ein B2B-Kunde fordert nun einen Nachweis nach SOC 2 Type II oder bereitet sich auf NIS2 vor, überschneiden sich die Anforderungen sehr stark. Durch das Mapping siehst du sofort: Rund 70 % der geforderten Controls, von Zugriffskontrollen über Backup-Prozesse bis hin zur physischen Sicherheit, sind durch eure bestehende ISO-Dokumentation bereits abgedeckt.

Das Ergebnis: Du musst nicht bei null anfangen, sondern schließt über eine schnelle Gap-Analyse gezielt nur noch die verbleibenden 30 % der spezifischen Lücken.

Wie du Security-Fragebögen im B2B-Sales vereinfachst 1
Bild: heyData

Automatisierung ist gut, aber Verstand bleibt Pflicht

Spezielle GRC-Software und intelligente Mapping-Tools können heute enorm viel Routinearbeit abnehmen: Sie verknüpfen überschneidende Anforderungen, erinnern an ablaufende Zertifikate und geben Antworten auf typische Security-Fragen auf Knopfdruck aus.

Aus einem tagelangen Recherche-Projekt wird so eine Aufgabe von wenigen Minuten.

Trotzdem gilt: Software ist die Infrastruktur, nicht das Gehirn. Ob eine Risikoeinschätzung rechtlich hält, wie der genaue Scope für ein Audit gezogen werden sollte oder wie auf spezifische Behördenanfragen reagiert wird, erfordert nach wie vor die Expertise von Fachleuten. Daher ist das Prinzip von heyData: Die Software schafft das Fundament, die finale Bewertung treffen Expert:innen.

Fazit: Compliance wird vom Bremsklotz zum Growth-Enabler

Security-Fragebögen und Compliance-Standards müssen kein Albtraum sein, der eure Sales-Pipeline blockiert.

Wenn du Compliance als skalierbare Unternehmensinfrastruktur verstehst, wächst das System ganz einfach mit deinem Business mit. Einmal sauber aufgesetzt, kannst du neue Marktanforderungen, Audits und Enterprise-Kunden entspannt abwickeln – weil das Fundament längst steht.

Jetzt Demo anfragen

Der Beitrag Der 200-Fragen-Frust: Wie du Security-Fragebögen im B2B-Sales vereinfachst erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

KI von A bis Z: Diese 26 Begriffe sollte jetzt jeder kennen

27. Oktober 2026 um 05:45

Der Beitrag KI von A bis Z: Diese 26 Begriffe sollte jetzt jeder kennen erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Künstliche Intelligenz war vor Kurzem noch Fachleuten vorbehalten, doch inzwischen unterhalten sich Millionen Menschen täglich mit einem Chatbot. Allerdings kennen die wenigsten sich mit der Materie wirklich aus. Den ein oder anderen Namen oder Fachbegriff haben die meisten schon einmal gehört, aber mit unserem KI-ABC haben wir die wichtigsten Begriffe der Technologie von A bis Z zusammengetragen, um so viele Aspekte wie möglich abzudecken.

A wie Anthropic

Anthropic ist eines der wichtigsten KI-Unternehmen und wurde 2021 von ehemaligen Mitarbeitern des Konkurrenten OpenAI gegründet. Am bekanntesten ist die Firma für ihre Modelle rund um Claude, mit denen sie in Bereichen wie Coding momentan sogar marktführend ist. Zuletzt war Anthropic in den Schlagzeilen, weil die Flaggschiff-Modelle Fable 5 und Mythos 5 wegen US-Exportkontrollen zeitweise abgeschalten werden mussten.

B wie Bias

Bias bedeutet so viel wie Voreingenommenheit. Ja, auch Maschinen können Vorurteile haben, wenn ihre „Persönlichkeit“ auf menschlichen Daten beruht. Beispiele dafür gibt es viele: Die Benachteiligung von Frauen wegen zu vieler Lebensläufe von Männern in den Trainingsdaten. Oder eine diverse Darstellung von historischen Persönlichkeiten in einem Bildgenerator. Ein KI-Werkzeug ist also nie gänzlich objektiv.

C wie Chain of Thought

Eine KI, die Chain of Thought nutzt, zerlegt Fragen erst einmal in mehrere Zwischenschritte. Viele Modelle blenden ihre Gedankengänge sogar ein, auch wenn diese Informationen natürlich nur ein Teil der Wahrheit sind. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie ein Chatbot versucht, den Prompt des Nutzers zu interpretieren und adäquat darauf zu antworten. Auch eventuelle Recherchen im Internet gehören zur Chain of Thought.

D wie Deepfake

Das Wort Deepfake setzt sich aus „Deep Learning“ und „Fake“ zusammen. Es bezeichnet die Generierung von täuschend echten Bildern, Stimmen oder Videos real existierender Personen. Ursprung des Begriffs ist ein Reddit-Nutzer, der unter diesem Namen 2017 manipulierte Videos verbreitete. Da Deepfakes sehr oft Persönlichkeitsrechte verletzen und für Betrügereien genutzt werden, ist der Begriff negativ aufgeladen.

E wie Embedding

Embedding ist ein wichtiger Begriff für die Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz. Es beschreibt einen Vorgang, bei dem Wörter und Wortteile in Zahlenreihen, sogenannte Vektoren, übersetzt werden. Die KI „rechnet“ sozusagen Sprache. Wörter, die eine ähnliche Bedeutung haben, liegen im mathematischen Raum eng beieinander. Ein Beispiel: „König“ minus „Mann“ plus „Frau“ landet in der Nähe von „Königin“.

F wie Fine-Tuning

Zu Beginn werden KI-Modelle breitgefächert trainiert. Sie sollen sich in möglichst allen Lebensbereichen zumindest rudimentär auskennen. Für die Kenntnisse in Nischenthemen folgt später das Fine-Tuning. Hierbei werden kleine, aber spezialisierte Datensätze verfüttert, die der Maschine Fachwissen vermitteln, ohne durch unnütze Daten verwässert zu werden.

G wie Google

Auch Google ist eine Größe der KI-Branche. Mit seinen Gemini-Modellen konnte der Konzern OpenAI und ChatGPT zwischenzeitlich in einigen Bereichen den Rang ablaufen. Ein großer Vorteil war die frühe Integration der Internetsuche – das Spezialgebiet von Google. Das Unternehmen war aber von Beginn an dabei: 2017 entwickelten Forscher von Google die Transformer-Architektur (das T in ChatGPT).

H wie Halluzination

Sie sind bei den bekannten Modellen deutlich seltener geworden, aber ganz verschwinden werden sie wohl nie: Halluzinationen. Was die Fehler einer KI so gefährlich macht, ist das Unvermögen vieler Modelle, Unwissenheit zuzugeben. Stattdessen werden falsch zugeordnete oder frei erfundene Fakten mit absoluter Überzeugung als Wahrheiten präsentiert. Deshalb sollte man immer Quellen verlangen und den Chatbot auffordern, offen zu kommunizieren.

I wie Instruction Tuning

Ist das Grundtraining eines KI-Modells beendet, kann es Texte vervollständigen, aber noch keine Anweisungen befolgen. Hier setzt das Instruction Tuning ein. Immer wieder werden Prompts mit passenden Antworten serviert oder von menschlichen Testern bewertet; solange bis der Chatbot tatsächlich als nützlicher Assistent fungieren kann, der versteht, was der Nutzer von ihm will.

J wie Jailbreak

Jailbreak ist ein schon lange existierender Begriff für das Knacken von Software-Limitierungen. In Bezug auf KI geht es in erster Linie um die Umgehung von Sicherheitsvorkehrungen. Auf diese Weise sollen einem Modell verbotene Antworten entlockt werden. Die Entwickler versuchen natürlich konstant, die Lücken zu schließen, doch findige Nutzer kommen immer wieder auf neue Tricks.

K wie Kontextfenster

Das Kontextfenster legt fest, wie viel Text von einer KI auf einmal verarbeitet werden kann. Es ist also eine Art Arbeitsspeicher. Da sich Prompt und Antwort den Platz teilen, sollte man seine Eingaben immer möglichst präzise formulieren. Die Maßeinheit für diese Kapazität nennt man Token. Zu Beginn konnte ChatGPT noch rund 4.000 Token verarbeiten, heute schaffen einige Modelle bis zu einer Million.

L wie LLM

LLM ist die Abkürzung für Large Language Model, also großes Sprachmodell. Diese bilden die Grundlage für alle bekannten Chatbots. Sie basieren auf Billionen von Wörtern, mit denen sie trainiert wurden, und werden von Milliarden von Parametern gelenkt. Ein Modell zerlegt Texte in Wortbausteine (Token) und berechnet immer wieder, welcher Baustein als Nächstes folgt. Sprache ist für Chatbots also eine Wahrscheinlichkeitsrechnung.

M wie Multimodal

KIs, die neben Texten auch noch andere Medien wie Bilder, Videos oder Audio erstellen und verarbeiten können, nennt man multimodal. Das ist vor allem dann nützlich, wenn Texte an ihre Grenzen kommen. Dank der Multimodalität fast aller großen Modelle kann man sich in Echtzeit mit dem Chatbot unterhalten, ihn ein Video analysieren lassen oder anhand eines Screenshots eine Situation diskutieren, für die es hunderte Wörter gebraucht hätte.

N wie Nvidia

Neben den Betreibern der bekannten Modelle ist Nvidia vermutlich der wichtigste Name der KI-Branche. Der Chiphersteller aus den USA ist bekannt für seine Grafikkarten. Der Aufstieg der neuen Technologie war ein Glücksfall für das Unternehmen, das seine Produktion an die neue Nachfrage angepasst hat und inzwischen den Markt für KI-Chips dominiert. Die Preise für Grafikkarten sind seitdem stark angestiegen.

O wie OpenAI

OpenAI wurde 2015 tatsächlich als gemeinnützige Organisation gegründet – unter anderem von Sam Altman und Elon Musk. Mit dem Launch von ChatGPT im November 2022 löste das Unternehmen den globalen KI-Boom aus. Seit 2025 ist OpenAI ein gewinnorientiertes Unternehmen, doch laut geleakten Unterlagen sind die Ausgaben momentan deutlich höher als die Einnahmen.

P wie Prompt

Ein Prompt ist ganz simpel eine Nachricht, die man an den Chatbot sendet. In der Regel beinhaltet diese eine Anweisung. Deren Qualität hat entscheidenden Einfluss auf den Nutzen der Antwort. Das Wichtigste: Immer Kontext geben, präzise formulieren und klar darlegen, welches Ergebnis man sich wünscht. Neben dem User-Prompt gibt es auch noch den System-Prompt – das sind die Anweisungen der Entwickler, die im Hintergrund jede Unterhaltung prägen.

Q wie Quantisierung

Damit frei verfügbare Modelle wie Llama, Qwen oder Mistral auch auf schwächerer Hardware wie einem Laptop oder Smartphone laufen können, müssen sie verkleinert werden. Beim Prozess der Quantisierung wird die KI sozusagen komprimiert. Ähnlich wie bei Bild- oder Videodateien gehen dabei Details verloren. Dafür ist der Datenschutz deutlich besser kontrollierbar. Modelle wie ChatGPT, Gemini, Claude laufen hingegen komplett auf den Servern des jeweiligen Anbieters.

R wie Reasoning

Das Reasoning hängt mit der Chain of Thought zusammen. Es erlaubt Modellen, vor einer Antwort nachzudenken und Schlussfolgerungen zu ziehen. Wer öfter mit einem Chatbot kommuniziert, ist vermutlich schon auf Antworten gestoßen, in denen sich die KI selbst verbessert. Zwar bedeutet Reasoning einen höheren Rechenaufwand, aber dafür können vor allem in Bereichen wie Programmierung, Mathe und Logik starke Ergebnisse erzielt werden.

S wie Superintelligenz

Superintelligenz ist ein Begriff, der momentan in den Medien sehr präsent ist. Gemeint ist eine KI, die den Menschen in allen Bereichen überlegen ist. Einerseits streben Konzerne wie Meta genau das an, andererseits warnen viele Chefs von KI-Firmen vor den Auswirkungen. Zuletzt forderte Anthropic-Chef Dario Amodei eine gemeinsame Entwicklungspause und wurde dabei unter anderem von Sam Altman und Elon Musk unterstützt.

T wie Turing-Test

Der Turing-Test wurde 1950 vom britischen Mathematiker Alan Turing ins Leben gerufen. Dabei geht es um die Frage, ob eine Maschine einen Menschen so gut imitieren kann, dass wir den Unterschied nicht mehr feststellen können. Tatsächlich hat ein Modell den Test schon bestanden: In einer Studie wurde GPT-4.5 öfter für einen Menschen gehalten als echte Menschen. Allerdings brauchte es dafür eine spezielle Persönlichkeitsvorgabe.

U wie Urheberrecht

Eines der größten Themen seit dem Durchbruch von LLMs ist das Urheberrecht. Das Problem: KIs werden mit unzähligen geschützten Werken gefüttert, ohne dass die meisten Urheber jemals eine Entschädigung erhalten. In Deutschland wurde im November 2025 der GEMA in einer Klage gegen OpenAI recht gegeben, und in den USA musste Anthropic 1,5 Milliarden Dollar an Buchautoren zahlen.

V wie Vibe Coding

Texter wurden als Erste mit den Auswirkungen von KI konfrontiert, doch inzwischen sind auch Programmierer betroffen. Ähnlich wie Baukästen für Internetseiten erlaubt es Vibe Coding selbst Menschen ohne Programmierkenntnisse, Code zu erstellen. Man sagt dem Modell zum Beispiel, was eine App können soll, und die KI schreibt den Code. Diesen zu verstehen ist aber natürlich noch immer von Vorteil.

W wie Wasserzeichen

Das Internet könnte schon bald komplett von KI-Inhalten dominiert werden. Um das zu verhindern, sollen Texte, Videos, Bilder und Songs gekennzeichnet werden. Manche Wasserzeichen sind offensichtlich, so wie das Symbol auf von Gemini generierten Bildern. Manche sind aber auf den ersten Blick nicht erkennbar: Claude formuliert seit Kurzem Texte so, dass sie mit einer Schlüssel-Software als KI-generiert erkannt werden können.

X wie xAI

Nachdem sich Elon Musk mit Sam Altman und OpenAI überworfen hatte, gründete er 2023 mit xAI sein eigenes KI-Unternehmen. Dessen Chatbot Grok ist direkt in die Plattform X integriert. XAI hat aber eine zweite Bedeutung: die Abkürzung steht für „Explainable AI“, also erklärbare KI. Dabei handelt es sich um ein Forschungsfeld, das die Entscheidungen von Systemen nachvollziehbar machen will.

Y wie Yann LeCun

Der französische Informatiker Yann LeCun gilt als einer der Väter von Deep Learning. 2018 erhielt LeCun gemeinsam mit Geoffrey Hinton und Yoshua Bengio den Turing Award – das ist der inoffizielle Nobelpreis für Informatik. Über ein Jahrzehnt leitete er die KI-Forschung bei Meta. Inzwischen hat LeCun das Unternehmen verlassen. Er gilt als Kritiker von LLMs und setzt stattdessen auf sogenannte World Models, die auch die physische Welt verstehen sollen.

Z wie Zensur

KI könnte die Menschheit als objektive und unvoreingenommene Entität voranbringen. Doch viele Politiker haben andere Pläne. In China müssen Modelle zum Beispiel die Vorgaben der Internetbehörde Cyberspace Administration of China erfüllen. Wer einen Chatbot mit heiklen Fragen konfrontiert, merkt schnell, dass diese entweder abgelehnt oder auf eine sehr konforme Weise beantwortet werden.

Auch interessant: 

Der Beitrag KI von A bis Z: Diese 26 Begriffe sollte jetzt jeder kennen erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

LifeSaveAir im Interview: So lief der „Höhle der Löwen“-Pitch wirklich ab

26. Oktober 2026 um 20:15

Der Beitrag LifeSaveAir im Interview: So lief der „Höhle der Löwen“-Pitch wirklich ab erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Lifesaveair VOX Die Höhle der Löwen

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: den Gründern des Medizinprodukts LifeSaveAir.

Manche Produktideen entstehen aus einem persönlichen Notfall. Als Nabils Sohn Jonas einen akuten Erstickungsnotfall erlitt, wurde Nabil bewusst, wie hilflos man sich fühlen kann, wenn die ersten Maßnahmen nicht zum Erfolg führen. Rund zweieinhalb Jahre später begann er im heimischen Keller mit ersten Modellen.

Gemeinsam mit zwei Ingenieuren entwickelte Nabil daraus einen funktionsfähigen Prototyp. Später kamen seine Cousins Aiman und Jusef dazu. Gemeinsam machten sie aus der persönlichen Idee ein Familienprojekt und schließlich ein Unternehmen.

LifeSaveAir ist ein patentiertes Medizinprodukt der Klasse I und wurde als zusätzliches Hilfsmittel für Erstickungsnotfälle entwickelt. Es ist so konzipiert, dass es auch von medizinischen Laien ohne spezielle Fachausbildung angewendet werden kann. Wir haben die Gründer zu ihren Erfahrungen bei „Die Höhle der Löwen“ und zur weiteren Entwicklung von LifeSaveAir befragt.

ANGEBOT
85,00 EUR −10,00 EUR 75,00 EUR
Bei Amazon kaufen Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

LifeSaveAir: Das Hilfsmittel für Erstickungsnotfälle aus „Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo Nabil, Aiman und Jusef, ihr seid in Staffel 20 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Es fühlt sich immer noch ein bisschen surreal an. Wir haben mehrere Jahre an LifeSaveAir gearbeitet und sehr viel Zeit, Energie und auch eigenes Kapital in die Entwicklung und Zulassung investiert. Dann plötzlich mit unserem Produkt vor den Löwen zu stehen und unsere Geschichte einem Millionenpublikum erzählen zu dürfen, ist schon etwas ganz Besonderes. Für uns ist die Teilnahme eine riesige Chance und gleichzeitig eine Erfahrung, die wir sicher nie vergessen werden.

Was macht euer Produkt LifeSaveAir so besonders?

LifeSaveAir ist ein patentiertes Medizinprodukt der Klasse I und wurde als zusätzliches Hilfsmittel für Erstickungsnotfälle entwickelt. Es ist so konzipiert, dass es auch von medizinischen Laien ohne spezielle Fachausbildung angewendet werden kann.

Eine Besonderheit ist unser patentiertes Zwei-Ventilsystem mit Druckbegrenzung. Dadurch wird der erzeugte Saugdruck auf einen definierten Bereich begrenzt und die Leistung bleibt unabhängig von Masken- beziehungsweise Patientengröße konstant. LifeSaveAir wird zudem in Deutschland hergestellt.

Wie seid ihr auf die Idee und das Konzept von LifeSaveAir gekommen?

Der Auslöser war ein sehr persönlicher Moment: Nabils Sohn Jonas erlitt einen akuten Erstickungsnotfall. Wer eine solche Situation schon einmal erlebt hat und merkt, dass die ersten Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, weiß, wie hilflos man sich in diesem Moment fühlen kann.

Dieses Erlebnis ließ Nabil nicht mehr los. Rund zweieinhalb Jahre später begann Nabil im heimischen Keller mit ersten Modellen. Gemeinsam mit zwei Ingenieuren entwickelte er daraus einen funktionsfähigen Prototyp. Als klar wurde, welcher finanzielle und organisatorische Aufwand mit der Zulassung eines Medizinprodukts verbunden ist, kamen seine Cousins Aiman und Jusef dazu.

Beide waren bereits unternehmerisch tätig, waren von der Idee und dem möglichen Nutzen des LifeSaveAir überzeugt und wollten Nabil bei der Umsetzung unbedingt unterstützen. So wurde aus einer persönlichen Idee schließlich ein gemeinsames Familienprojekt und später unser Unternehmen.

ANGEBOT
85,00 EUR −10,00 EUR 75,00 EUR
Bei Amazon kaufen Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

LifeSaveAir in „Die Höhle der Löwen“

Und wie seid ihr bei DHDL gelandet?

Nachdem wir mehrere Jahre in die Entwicklung und das Zulassungsverfahren investiert hatten, war für uns klar, dass der nächste große Schritt darin bestehen muss, LifeSaveAir bekannt und möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Die VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ war für uns dafür eine einmalige Chance. Wir wollten nicht nur Reichweite, sondern vor allem einen strategischen Partner mit Erfahrung, Netzwerk und Vertriebskompetenz gewinnen, mit dem wir LifeSaveAir langfristig aufbauen und auch international etablieren können.

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Wir waren extrem aufgeregt. Wir hatten uns sehr intensiv vorbereitet, den Pitch immer wieder geübt und mögliche Fragen durchgespielt. Trotzdem ist der Moment, kurz bevor man tatsächlich vor den Löwen steht, noch einmal etwas völlig anderes.

Am Anfang hat man uns die Nervosität wahrscheinlich auch angesehen. Sie hat sich aber relativ schnell gelegt. Ein besonderer Moment war für uns, als Nabils Sohn Jonas während des Pitches auf dem Stuhl von Ralf Dümmel Platz nehmen und seine Rolle übernehmen durfte. Das hat die Situation enorm aufgelockert. Als dann nach und nach Löwen ausgestiegen sind, stieg die Spannung natürlich wieder deutlich.

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Direkt nach dem Pitch bei „Die Höhle der Löwen“ gab es zunächst einen kurzen persönlichen Austausch mit Ralf Dümmel. Wenig später folgte ein ausführlicher Termin bei DS in Stapelfeld, bei dem wir gemeinsam über die nächsten Schritte und eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen haben.

Auch die anschließenden Gespräche verliefen sehr offen und konstruktiv. Gerade bei einem Medizinprodukt müssen zahlreiche regulatorische und rechtliche Anforderungen berücksichtigt und sorgfältig geprüft werden. Ralf war bei unseren Meetings persönlich dabei und auch sein Team begleitet den Prozess mit großem Engagement.

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt LifeSaveAir passiert?

Seit dem Dreh ist bei uns einiges passiert. Wir haben uns intensiv auf die Ausstrahlung vorbereitet, unsere Produktion hochgefahren und unser Lager aufgestockt, damit wir auf eine mögliche höhere Nachfrage vorbereitet sind.

Parallel dazu haben wir den Austausch mit Ralf Dümmel und seinem Team fortgeführt. Dabei haben wir bereits wertvolle Unterstützung erhalten, insbesondere bei den Vorbereitungen auf die Ausstrahlung. Außerdem arbeiten wir weiter daran, unser Händler- und Vertriebsnetzwerk auszubauen und schaffen aktuell die Voraussetzungen dafür, LifeSaveAir künftig auch in weiteren Ländern anbieten zu können.

Hilfsmittel für Erstickungsnotfälle aus „Höhle der Löwen“: So geht es mit LifeSaveAir weiter

Wie geht es jetzt weiter?

Unser nächstes großes Ziel ist es, LifeSaveAir deutlich bekannter und breiter verfügbar zu machen. Wir möchten das Produkt langfristig nicht nur in privaten Haushalten sehen, sondern auch in Kindertagesstätten, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Gastronomiebetrieben, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.

Unsere Vision ist, dass LifeSaveAir irgendwann genauso selbstverständlich verfügbar ist wie ein Erste-Hilfe-Kasten oder ein Defibrillator. Gleichzeitig möchten wir international wachsen und LifeSaveAir in weiteren Ländern verfügbar machen. Und das Wichtigste: Wir möchten mit unserem Produkt dazu beitragen, Menschenleben zu retten.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei DHDL?

Für uns war es eine einmalige und unvergessliche Erfahrung. Natürlich gab es neben viel positivem Feedback auch kritische Momente. Gerade unsere bisherigen Verkaufszahlen wurden von den Löwen intensiv hinterfragt. Das gehört aber dazu und hat uns geholfen, bestimmte Dinge noch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Gleichzeitig gab es unglaublich schöne und emotionale Momente. Besonders die Begegnung mit Ralf Dümmel und seinem Team ist uns sehr positiv in Erinnerung geblieben. Der Austausch ist bis heute unkompliziert, herzlich und auf Augenhöhe.

Die Teilnahme war für uns sowohl persönlich als auch unternehmerisch eine unglaublich wertvolle Erfahrung, die wir nicht missen möchten. Besonders stolz sind wir darauf, LifeSaveAir und die persönliche Geschichte hinter unserer Entwicklung einem so großen Publikum präsentieren zu dürfen.

ANGEBOT
85,00 EUR −10,00 EUR 75,00 EUR
Bei Amazon kaufen Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, für die wir eine kleine Provision erhalten. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung unserer Beiträge.

Auch interessant:

Der Beitrag LifeSaveAir im Interview: So lief der „Höhle der Löwen“-Pitch wirklich ab erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Die meistverkauften Automarken im September 2026 in Deutschland

26. Oktober 2026 um 20:02

Der Beitrag Die meistverkauften Automarken im September 2026 in Deutschland erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

meistverkauften Automarken September 2026 Deutschland

Nach dem Sommerloch legt der deutsche Automarkt im September wieder ordentlich zu. Zudem setzen Stromer ihren Siegeszug weiter fort. Das sorgt im Ranking der beliebtesten Automarken für frischen Wind.

Insgesamt wurden im September 256.774 Pkw neu zugelassen. Das ist ein Plus von 9,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum August wurden über 40.000 Fahrzeuge mehr verkauft. Das liegt in erster Linie an Privatkunden, deren Zulassungen um 28,5 Prozent steigen und momentan bei 40,3 Prozent aller Neuanmeldungen ausmachen. Die offiziellen Daten stammen wie üblich vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).

Diese Automarken sind im Aufwind

Elektroautos haben ihren Platz an der Spitze zementiert und werden diesen vermutlich auch nicht mehr hergeben. Im vergangenen Monat wurden 88.599 E-Autos neu zugelassen – das sind 34,5 Prozent vom Gesamtmarkt. Und im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich die Zahl fast verdoppelt. Der Grund ist klar: Zum einen die E-Auto-Prämie, die seit Mai gewährt wird und bereits an 100.000 Antragsteller ausbezahlt wurde; zum anderen die hohen Benzinpreise, die einen Stromer immer attraktiver erscheinen lassen.

Auf Platz zwei der Antriebsarten liegen Hybride mit 71.190 Zulassungen, gefolgt von Benzinern (44.632), Dieselfahrzeugen (23.058) und Plug-in-Hybriden (9,0). Trotz des Booms ist die Gesamtzahl an Elektroautos auf den deutschen Straßen noch immer gering. Der Anteil liegt derzeit bei rund 4,1 Prozent.

An dieser Stelle geht es allerdings um die Zulassungszahlen der Automarken, die natürlich von diesen Trends beeinflusst werden. Knapp an der Top Ten vorbei schrammen im September Hyundai, Renault, Kia und Toyota. Toyota muss ein Minus von 24,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften. Nach oben gehen die Zahlen für BYD und MG Roewe. Unter den deutschen Marken legt Smart am stärksten zu.

Welche Automarken bei den Deutschen momentan am beliebtesten sind, verraten wir in der folgenden Galerie.

Platz 10: Dacia

Den Einstieg macht die Billigmarke Dacia, von der 7.168 Fahrzeuge im September neu zugelassen wurden. Das entspricht einem Marktanteil von 2,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr kann Dacia ein Plus von 25,7 Prozent verzeichnen.

Dacia Spring Electric Auto Mini-SUV
Bild: Dacia

Der Beitrag Die meistverkauften Automarken im September 2026 in Deutschland erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Anthropic-KI will dich vom Denken befreien – zu welchem Preis?

26. Oktober 2026 um 11:00

Der Beitrag Anthropic-KI will dich vom Denken befreien – zu welchem Preis? erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Anthropic Claude Duet KI Agent

Konkurrenz für Muse und Dots? Mit Claude Duet wirft Anthropic einen eigenen KI-Agenten in den Ring. Die Fähigkeiten der verschiedenen Anbieter ähneln sich. Deshalb entscheiden primär die Sicherheitsvorkehrungen, wer den KI-Kampf gewinnt. Hier könnte sich Anthropic glaubwürdig abgrenzen. Doch für Nutzer stellt sich eine andere Frage: Wie sehr verändert KI unsere Denk- und Lösungsfähigkeiten? Eine kommentierende Analyse.

Jetzt auch Anthropic: Was Claude Duet kann

  • Anthropic hat Claude Duet gelauncht. Die sogenannte Research Preview, eine Art Beta-Version, ist zunächst für Pro- und Max-Abonnenten in den USA verfügbar. Demnach fungiert Claude als proaktiver KI-Agent, der von dir gestellte Aufgaben erledigt und auch dann weiterarbeitet, wenn du nicht am Bildschirm bist. Bevor Claude Duet in deinem Namen handelt, soll der KI-Agent aber deine Einstimmung einholen. Laut Anthropic soll Duet dabei helfen, alles im Blick zu behalten und auch bei vielen Aufgaben organisiert zu bleiben.
  • Anthropic verkauft Claude Duet als vertrauensvollen Partner für Professionals und Kleinunternehmer. Entlastung ist das Stichwort, denn Duet könne bei den zahlreichen Entscheidungen unterstützen, die täglich anfallen. So würden Freiräume entstehen, um besser priorisieren und auch neue Projekte beginnen zu können, die eventuell schon lange auf dem Zettel stehen. Dabei hebt Anthropic vor allem das Urteilsvermögen von Duet hervor, das auf Claude Opus 5.5 basiert.
  • Claude Duet reiht sich in die Riege bereits vorhandener KI-gestützter Agenten oder Assistenten ein. Vor allem die Big Player haben ihre schon auf den Markt gebracht. Bei Meta gab es im Zuge interner Tests einige Probleme, sodass der für April 2026 geplante Start von Muse auf September verschoben werden musste. Und Dots fiel insbesondere durch das Verniedlichungskonzept von OpenAI auf. Letztlich sind sich alle Lösungen sehr ähnlich: Sie versprechen mehr Produktivität und Effizienz, agieren aber mit sensiblen Daten – und das teils autonom. Die Frage lautet daher: Wie sehen die Sicherheitskonzepte der Anbieter aus?

Ist Anthropics Sicherheitsversprechen glaubwürdig?

Seit der Gründung im Jahr 2021 hat sich Anthropic als Safety-first-Alternative positioniert. Logisch, dass das Unternehmen auch in der Ankündigung von Claude Duet den Fokus auf Sicherheit legt und betont, dass man sich „auf jahrelange Arbeit in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz bei Agenten“ stützt. Laut Anthropic besitzt Claude Duet einen neuen, speziellen Klassifikator und einen Security-Prompt, der jede Nachricht überprüft und vor dem Verlust sensibler Informationen schützt.

Da der KI-Agent auch E-Mails liest und Nachrichten versendet, sollen die neuen Sicherheitsvorkehrungen dafür sorgen, dass Anfragen zur Weitergabe der strengsten Informationskategorie abgelehnt werden. Dazu gehören Kreditkartennummern und amtliche Ausweisdaten. Andere sensible Informationen wie zur Gesundheit oder zu persönlichen Finanzen gehen nur dann raus, wenn du Claude Duet ausdrücklich dazu aufgefordert hast. Außerdem soll Claude Duet niemals Passwörter oder Anmeldetoken direkt einsehen können.

Im Wettbewerb hat sich Anthropic seit jeher als besonders sicherheitsorientierter Gegenpol platziert. Das ist angesichts des undurchsichtigen Datenchaos neuer Technologien und insbesondere künstlicher Intelligenz erst mal lobenswert. Hier entscheidet die Glaubwürdigkeit – und dahingehend liegt Anthropic einige Schritte vor Meta und OpenAI. Dennoch: Wie tief der Security-first-Gedanke wirklich in die Unternehmensidentität integriert ist und wie viel Differenzierungsstrategie dahintersteckt, ist eine gesonderte Frage.

Nur weil Anthropic bestimmte rote Linien anders zieht, agiert der Player nicht grundlegend restriktiver als andere. Wer die Militär-KI-Debatte nur oberflächlich verfolgt, könnte meinen, Anthropic wäre der Pazifist unter den KI-Anbietern. Tatsächlich waren sie das erste Pionierunternehmen hinsichtlich KI, das seine Modelle beispielsweise in geheimen US-Regierungsnetzwerken und im Bereich der nationalen Sicherheit einsetzte, wie es in einem Statement von Anthropic-CEO Dario Amodei heißt. Darin betont er auch, dass „der Einsatz von KI zur Verteidigung der Vereinigten Staaten und anderer Demokratien (…) von existenzieller Bedeutung ist“.

Zudem sollte man nicht vergessen, dass Privacy und Safety zwar aufs gleiche Themenkonto einzahlen, aber nicht dasselbe sind. So argumentiert Anthropic etwa, dass eine längere Speicherung bestimmter Daten dabei helfen kann, komplexen Missbrauch zu erkennen. Es ist demnach keinesfalls so, dass Anthropic keine oder weniger Daten speichert. Im Gegenteil: Die Überwachung anhand einer konsequenten Datenerhebung kann die Sicherheit laut Anthropic erhöhen. Und natürlich verarbeitet auch Anthropic manche Daten unter bestimmten Umständen zu Marketingzwecken.

Stimmen

  • Wie die Claude-Supportseite über die grundsätzliche Fähigkeit und etwaige Einschränkungen von Duet informiert: „Claude Duet ist so konzipiert, dass es Ihnen zeigt, was es tun wird, und auf Ihre Genehmigung wartet, bevor es eine Nachricht versendet, eine Zahlung leistet, ein Dokument unterzeichnet oder etwas löscht. Wenn Sie nicht sofort genehmigen können, beendet Claude Duet den Rest der Aufgabe und bringt die Genehmigung später zu Ihnen zurück. Wenn es Ihnen eine Zahl oder eine Zusammenfassung gibt, teilt es Ihnen mit, aus welcher E-Mail, Datei oder Tabelle sie stammt.“
  • Laut „CIO and Technology Executive Survey 2026“ von Gartner „haben bislang nur 17 Prozent der Organisationen KI-Agenten eingesetzt, doch mehr als 60 Prozent gehen davon aus, dies innerhalb der nächsten zwei Jahre zu tun – die steilste Einführungskurve unter allen in der Umfrage erfassten neuen Technologien“. Die Untersuchung spricht gleichzeitig vom „Gipfel überhöhter Erwartungen“ und thematisiert die Geschwindigkeit agentischer KI: „Während die Begeisterung für agentenbasierte KI zunimmt, befinden sich viele der Mechanismen, die für das Management von Risiken, Vertrauen und Kosten erforderlich sind, noch in der Reifephase.“
  • GrizzlyP33 fragt via reddit nach dem Nutzen: „So nutze ich Claude bereits, daher verstehe ich wahrscheinlich einfach nicht, was Muse und Dots und Gots und Bots eigentlich anders machen.“ Laut ThrowbackGaming handelt es sich nicht um eine neue Funktionalität: „Es ist lediglich eine abstraktere Art, mit KI zu arbeiten.“ Auch ltobo123 sieht hier keine Innovation, denn es „ist eigentlich das, was die meisten neuen Produkte sind. Die Verpackung ist praktisch, weil es für die Leute einfacher ist, es sofort zu verstehen, anstatt ihre eigenen zu bauen. Senkt die Einstiegshürde.“

Müssen wir bald nicht mehr selbst denken?

Braucht es in Zukunft noch ein Office Management oder klassisches Sekretariat? Oder „sitzen“ Arbeitskräfte im administrativen, organisatorischen Bereich dann in virtuellen Räumen? Claude Duet könnte so eine Lösung sein. Denn die agentische KI schickt dir morgens eine Übersicht zu allem, was du vermeintlich wissen solltest. Am Tag prüft Duet die verbundenen Anwendungen und Konten und informiert dich über relevante Vorgänge. Dabei kann die KI auf Dienste wie LinkedIn, Slack, Gmail, DocuSign, HubSpot und Shopify zugreifen, um Termine zu planen, Meetings vorzubereiten, Dashboards mit Finanzprognosen zu kreieren und noch nicht beglichene Rechnungen zu identifizieren.

Auch wenn die Beta mehr nach Business klingt, wird Anthropic die private Nutzung von Claude Duet ankoppeln. Das führt zu einer anderen Frage: Brauchen wir KI-Assistenz in unserem Alltag? Oder ist das nur Spielerei mit Ablaufdatum bei offener Datenschatztruhe? Mal ehrlich: Wer liest AGB und Datenschutzerklärungen? Laut einer aktuellen Umfrage „fast 90 Prozent der Deutschen (…) entweder gar nicht oder nur oberflächlich“.

Plus: Wie wirkt sich generative KI auf das kritische Denken aus? Zwar fehlen hier noch eindeutige Belege, doch es gibt Untersuchungen, die einen Zusammenhang zeigen. Eine davon ist die Selbstberichtsstudie von Microsoft Research, nach der „ein höheres Vertrauen in generative KI mit weniger kritischem Denken verbunden ist“. Eine Verschiebung von „selbst denken und lösen“ hin zu „an KI übergeben und maximal überprüfen“ ist ein reales Szenario, das viele schon aus ihrem Alltag kennen.

Nun haben wir es bei künstlicher Intelligenz mit einer Technologie zu tun, die sich im dauerhaften Training befindet und dadurch rasant entwickelt. Neuerungen kommen hier eher täglich bis wöchentlich oder monatlich statt jährlich. Die Fähigkeiten erweitern sich im Sekundentakt. Datensicherheit ist dabei nur eine Grundlage, auf die wir uns letztlich verlassen müssen, wenn wir KI nutzen wollen. Doch es braucht dringend mehr Studienergebnisse und Aufklärung zu Themen wie Cognitive Offloading und generell zu den Auswirkungen intensiver KI-Nutzung – ob privat oder beruflich – auf kognitiver und sozialer Ebene.

Auch interessant:

Der Beitrag Anthropic-KI will dich vom Denken befreien – zu welchem Preis? erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Klimaanlage ohne Strom? Forscher nutzen Abwärme zur Kühlung

26. Oktober 2026 um 05:45

Der Beitrag Klimaanlage ohne Strom? Forscher nutzen Abwärme zur Kühlung erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Kühlen ohne Kältemittel Klimaanlage ohne Strom Abwärme

Ein großer Teil der weltweiten Energie fließt mittlerweile in Heiz- und Kühlsysteme von Räumen oder Geräten. Ein internationales Forscherteam demonstrierte kürzlich eine Alternative zu klassischen Kompressoren und ermöglicht das Kühlen ohne herkömmliche Kältemittel – und sogar ohne Strom. Das neuartige System nutzt Metallfolien, um Abwärme zu einer Kühlung zu machen. 

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat gemeinsam mit der Universität Tsukuba in Japan ein neuartiges Kühlsystem entwickelt. Die Wissenschaftler stellte ein Konzept vor, das die derzeit gängigen Elektromotoren in Klimaanlagen oder Kühlschränken überflüssig machen könnte. Denn anstatt Strom für den Betrieb zu verwenden, nutzt das System Abwärme als Antrieb.

Möglich macht das eine feste Legierung aus Nickel und Titan. Das Team nutzte für seinen Ansatz zwei Metallfolien anstatt gängiger, klimaschädlicher Kältemittel. Eine Folie zieht sich unter Wärme (im Versuchsaufbau: 86 Grad Celsius) zusammen; es entsteht eine mechanische Kraft. Diese Kraft wird genutzt, um die zweite Folie zu dehnen. Die Kristallstruktur verändert sich durch das kontinuierliche Be- und Entlasten, wodurch dem System Energie entzogen wird.

Kühlen ohne klassische Kältemittel und Strom

Genau dieser Vorgang erzeugt am Ende die gewünschte Kälte. Das Kältemittel erreichte dabei eine Temperaturänderung von knapp 13 Grad Celsius. Auf Bauteilebene soll die Temperatur bisher verlässlich um vier Grad Celsius sinken. Doktor Jingyuan Xu, Young Investigator Group Leader des ZEco Thermal Lab am Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT) des KIT, betonte den Kern der Entwicklung:

Die entscheidende Neuerung ist, dass wir zwei komplementäre Funktionen von Formgedächtnislegierungen kombinieren, sodass eine Folie Wärme in mechanische Arbeit umwandelt, während die andere diese Arbeit in Kälte umwandelt.

Für den Ansatz gibt es einige mögliche Einsatzszenarien. Computer-Prozessoren könnten etwa ihre eigene Abwärme nutzen, um sich herunterzukühlen. Auch in Fahrzeugen könnte die Wärme aus dem Antriebsstrang genutzt werden, um die empfindliche Elektronik zu kühlen.

Der lange Weg aus dem Labor in den Alltag

Derzeit steht die Technologie noch am Anfang. Es handelt sich um eine reine Machbarkeitsstudie aus dem Labor. Die bisher erzielte Absenkung der Temperatur um vier Grad Celsius reicht bei weitem noch nicht aus, um in anspruchsvollen Alltagsanwendungen zu bestehen.

Zudem benötigt das System derzeit noch eine recht heiße Quelle von 86 bis 130 Grad Celsius, um verlässlich zu arbeiten. Gefördert von der Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen des CZS-Nexus-Projekts, der Baden-Württemberg-Stiftung sowie der Hector Fellow Academy arbeitet das Forscherteam aber bereits an der Skalierung.

Ein Mechanismus zur Optimierung soll in den verwendeten Folien liegen. Bei der Parallelschaltung mehrerer Folien könnte der Kühlungseffekt etwa deutlich ansteigen. Dann könnten Kühlgeräte eines Tages mit kostenloser Sonnen- oder Abwärme arbeiten und das Stromnetz auf diesem Weg massiv entlasten.

Auch interessant:

Der Beitrag Klimaanlage ohne Strom? Forscher nutzen Abwärme zur Kühlung erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Claude Slides Anleitung: So erstellst du Präsentationen mit Claude

25. Oktober 2026 um 14:00

Der Beitrag Claude Slides Anleitung: So erstellst du Präsentationen mit Claude erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Claude Slides Folien Anleitung Powerpoint Alternative

Mit Claude Slides baut dir Claude komplette Präsentationen, die du danach selbst bearbeiten, überarbeiten und direkt präsentieren kannst. In unserem neuen YouTube-Video zeigen wir dir das Schritt für Schritt an einem Beispiel. Hier findest du alles Wichtige zum Nachlesen: vom Start über die Bearbeitung bis zum Export. Abonniere jetzt den YouTube-Kanal von BASIC thinking, um kein weiteres Video zu verpassen.

Was ist Claude Slides?

Claude Slides ist ein Präsentations-Editor direkt in Claude. Du beschreibst, welche Präsentation du brauchst und Claude baut die Folien. Danach bearbeitest du sie entweder selbst oder lässt Claude einzelne Teile überarbeiten und präsentierst direkt aus Claude heraus.

Technisch ist Claude Slides eine Vorlage innerhalb von Claude Artefakte, also für Arbeitsergebnisse, die neben dem Chat erscheinen. Anthropic hat sie im September 2026 eingeführt, zusammen mit Claude Docs für Dokumente. Als Grundlage dienen deine Notizen, Berichte oder das, was du im Chat bereits gemeinsam mit Claude erarbeitet hast.

Sinnvoll ist Slides für alle, die regelmäßig Präsentationen bauen, ob im Beruf, in der Schule oder an der Uni. Besonders praktisch ist es, wenn der Inhalt schon existiert, etwa als Bericht oder Notizen, und nur noch in Folien übersetzt werden muss.

So startest du eine Präsentation in Claude Slides

Am einfachsten bittest du Claude in einem beliebigen Chat um eine Präsentation, zum Beispiel mit dem Befehl /Slides. Schickst du nur den Befehl ab, öffnet Claude eine leere Präsentation. Alternativ wählst du im Bereich Artefakte einfach „Slides“ aus und startest dort.

Meist ist es sinnvoller, gleich Material mitzugeben: Füge deinen Text, deine Notizen oder deinen Bericht in den Chat ein und beschreibe, was daraus werden soll. Hier ein Prompt dafür:

/Slides Mach aus diesem Text eine Präsentation für [Zielgruppe]. Ich habe [X] Minuten Zeit. Maximal [Y] Folien, pro Folie eine Kernaussage, wenig Text. Erstelle zuerst eine Gliederung hier im Chat.

Nach kurzer Zeit erscheint die Gliederung im Chat. Bist du damit zufrieden, gibst du die Freigabe und die Präsentation erscheint nach ca. drei bis fünf Minuten neben dem Chat als eigenes Dokument. Du kannst sie im Vollbild öffnen und mit den Pfeiltasten auf deiner Tastatur durch die Folien blättern.

Claude Slides Tipps: Erst die Gliederung, dann die Folien

Lass Claude zuerst eine Gliederung im Chat erstellen, bevor die Folien gebaut werden. So siehst du früh, ob die Richtung stimmt, und verschwendest keine Zeit und keine Credits mit Folien, die an deinen Vorstellungen vorbeigehen.

Fehlt dir in der Gliederung etwas, ergänzt du es im Chat, zum Beispiel mit Ergänze am Ende eine Folie zu [Thema] mit [Inhalt].

Sag Claude außerdem immer, vor wem du präsentierst und wie viel Zeit du hast. Ein Vortrag von zehn Minuten sieht anders aus als einer von einer Stunde. Brauchst du eine feste Reihenfolge der Themen, schreib sie in den Prompt, dann hält sich Claude daran.

So bearbeitest du Folien in Claude Slides

Eine erste Version ist selten perfekt. In Claude Slides hast du drei Möglichkeiten, die Folien zu ändern.

1. Selber direkt auf der Folie

Du klickst in eine Überschrift oder ein Textfeld und änderst den Text selbst, wie in PowerPoint. Über die Werkzeugleiste fügst du Text, Bilder, Tabellen und Formen hinzu. In der Folienübersicht ergänzt, sortierst oder duplizierst du Folien.

Eine Folie lässt sich außerdem überspringen: Sie bleibt erhalten, erscheint aber weder beim Präsentieren noch im Download.

2. Mit einem Kommentar

Über das Kommentieren-Symbol (Sprechblase oben rechts) wählst du ein einzelnes Element auf einer Folie aus und gibst Claude eine Anweisung, etwa Zu viel Text. Mach das kürzer. Achte darauf, dass der Kommentar mit @Claude auch tatsächlich an Claude gesendet wird.

Claude überarbeitet dann nur dieses Element. Dafür brauchst du Bearbeitungsrechte an der Präsentation. Falls es deine ist, ist das kein Problem. Falls du von einem Teammitglied dazu eingeladen wurdest, musst du das einmal prüfen. Und: Je genauer du markierst, desto weniger ändert Claude an Stellen, die eigentlich passen.

3. Im Chat

Größere Änderungen, die mehrere Folien, die Reihenfolge oder den Gesamtauftritt betreffen, beschreibst du im Chat. Nenne die Folie dabei mit Nummer oder Titel, zum Beispiel: Mach aus den Zahlen auf Folie [Nummer] ein Balkendiagramm.

Prüfe Zahlen auf den Folien immer gegen deine Quelle. Sind es Schätzungen, sollten sie auch auf der Folie als Schätzung erkennbar sein. Das kannst du Claude gleich mitgeben: Übernimm keine Zahlen, die in meinem Material als Annahme markiert sind, ohne sie auf der Folie als Annahme zu kennzeichnen.

Claude Slides: Design anpassen und Designsysteme nutzen

Das Design änderst du am einfachsten per Chat. Beschreibe Stil, Farben und Schrift möglichst konkret, zum Beispiel: Gestalte die Präsentation [moderner/schlichter], nutze für Akzente die Farbe [Hex-Code] und durchgehend eine Schriftart.

Wenn du regelmäßig Präsentationen mit Claude baust, lohnt sich aber der Aufbau eines Claude Designsystems. Das legst du in den Einstellungen unter „Designsysteme“ an und hinterlegst dort Farben, Schriften und andere Vorgaben deiner Corporate Identity. Neue Präsentationen übernehmen sie dann, wenn du das Designsystem auswählst.

Gibt es in deiner Organisation ein Standard-Designsystem, nutzt Claude es automatisch. Ein anderes wählst du im Eingabefeld über das Plus-Symbol. Hast du kein Designsystem, häng eine bestehende Präsentation, Social Media Posts, Dokumente oder die Website deiner Marke an und bitte Claude, deren Stil in ein Designsystem zu übernehmen.

Claude Slides Präsentation kritisch prüfen lassen

Bevor du präsentierst, kannst du Claude deine Folien prüfen lassen. Bitte Claude dafür, die Rolle deines Publikums einzunehmen:

Geh die Präsentation durch wie ein skeptischer [Zuhörer, z. B. Chefin, Kunde, Investor]. Welche drei Fragen würdest du mir nach dem Vortrag stellen und auf welcher Folie fehlen dir Belege?

So findest du Schwachstellen, bevor sie dir im echten Vortrag jemand vorhält. Ganz den Kopf solltest du aber auch damit natürlich nicht ausschalten (so wie immer bei KI-Nutzung).

Claude Slides direkt aus Claude präsentieren (mit Speakernotes)

Zum Präsentieren musst du Claude nicht verlassen. Über den Play-Button oben rechts startest du die Präsentation im Vollbild. Wählst du die Option mit Speakernotes, öffnet sich zusätzlich ein zweites Fenster mit deinen Notizen, einer Uhr sowie der aktuellen und der nächsten Folie.

Speakernotes sind Notizen, die nur du siehst. Claude kann sie als Sprechtext für jede Folie schreiben, du kannst sie aber auch selbst unter jeder Folie eintragen oder anpassen. Das solltest du auf jeden Fall tun, damit du in deinen eigenen Worten sprichst.

Während der Präsentation blätterst du mit Pfeil rechts oder der Leertaste weiter und mit Pfeil links zurück. Mit den Zahlen 1 bis 9 springst du zu einer Folie. F schaltet den Vollbildmodus um, Escape beendet die Präsentation.

Claude Folien teilen und exportieren

Über Teilen legst du fest, wer die Präsentation öffnen darf und ob diese Personen sie nur ansehen, kommentieren oder bearbeiten können. Eingeladene brauchen ein Claude-Konto, mit Bearbeitungsrechten könnt ihr dann auch gleichzeitig an der Präsentation arbeiten.

Über Export lädst du die Präsentation als PDF, als PowerPoint-Datei oder als Webseite (HTML) herunter, die aktuelle Folie auch als PNG-Bild. Bei PowerPoint wählst du, ob die aktuellen Schriften oder einfache Standardschriften verwendet werden. Außerdem kannst du die Präsentation als bearbeitbare Datei nach Google Slides exportieren, dafür muss aber Google Drive per MCP verbunden sein.

Beachte beim PowerPoint-Export: Diagramme, Icons und Formen werden zu Bildern, Folienübergänge und übersprungene Folien fallen weg. Diagramme passt du deshalb am besten schon in Claude an. Die HTML-Version behält diese Folienübergänge aber.

Fazit: Brauchst du mit Claude Slides noch PowerPoint?

Für viele Präsentationen wahrscheinlich eher nicht. Claude Slides bringt dich in wenigen Schritten vom Material zur fertigen Präsentation und deckt Bearbeitung, Präsentieren, Teilen und Export in einem Werkzeug ab. Entscheidend ist, dass du das Design wirklich anpasst, sonst wirkt das Ergebnis austauschbar und sieht nach dem typischen KI-Look aus.

Abonniere jetzt den YouTube-Kanal von BASIC thinking, um kein weiteres Video zu verpassen.

Der Beitrag Claude Slides Anleitung: So erstellst du Präsentationen mit Claude erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Der Lkw wird zum Computer: Wer gewinnt den Software-Kampf?

25. Oktober 2026 um 06:05

Der Beitrag Der Lkw wird zum Computer: Wer gewinnt den Software-Kampf? erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Lkw der Zukunft

Vom ölverschmierten Laster zum hochkomplexen Computer auf Rädern: Die Nutzfahrzeug-Branche befindet sich derzeit mitten im digitalen Wandel. Branchenriesen wie Bosch, ZF oder Knorr-Bremse kämpfen um die Systemhoheit beim Lkw der Zukunft. Gleichzeitig bringen autonomes Fahren und neue Software-Architekturen weiteren Schwung in die weltweite Logistik.

Schwungräder und ölverschmierte Mechanik gehörten in der Vergangenheit zum Alltag in der Truck-Branche. Doch neue Ansätze verdeutlichen inzwischen, wie stark sich die Nutzfahrzeug-Branche im Wandel befindet. Aus den klassischen Lastwagen werden künftig zunehmend hochkomplexe Computer auf Rädern. Geht es nach den derzeitigen Trends, dann übernimmt ein zentrales digitales Gehirn die Steuerung der gesamten Elektronikarchitektur. Das zwingt etablierte Branchenriesen wie Bosch, ZF, Aumovio und Knorr-Bremse zu einer grundsätzlichen Neuausrichtung.

Vor allem Bosch steckt sich hohe Ziele. Der Zulieferer erzielte im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von rund 91 Milliarden Euro. Davon entfielen etwa 56 Milliarden Euro auf den Unternehmensbereich Mobility. Doch damit nicht genug. Bis Mitte der 2030er-Jahre plant der Konzern, den Umsatz mit Technik für schwere Nutzfahrzeuge von aktuell über vier Milliarden Euro auf mehr als acht Milliarden Euro zu verdoppeln. Dahinter stehen optimistische Zahlen. Denn die weltweite Produktion schwerer Lkw soll von rund 3,3 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2026 auf etwa vier Millionen Mitte des nächsten Jahrzehnts klettern.

Software-Macht und der Wandel auf den Straßen

Der Wandel betrifft dabei längst nicht mehr nur die versteckten Steuerungselemente in den Fahrzeugen. Dieses Jahr wird in Europa bereits jeder dritte neu zugelassene batterieelektrische Lkw mit einem Elektromotor und Inverter von Bosch angetrieben. Bis 2030 könnte weltweit sogar jeder vierte und bis 2035 gar jeder zweite neue schwere Lkw mit Batterie oder Brennstoffzelle rollen. Dass der Markt international stark wächst, zeigt auch der Vorstoß von Tesla. Der hauseigene Semi-Truck bietet laut eigenen Angaben bei 40 Tonnen Gesamtgewicht bis zu 550 Kilometer Reichweite. Am Megacharger lädt dieser dann innerhalb von 30 Minuten rund 60 Prozent der Reichweite wieder auf.

Um bei der starken Konkurrenz nicht Marktanteile zu verlieren, wählen die Konzerne teils unterschiedliche Pfade. Bosch sichert sich etwa breiter ab und fokussiert sich auf Technologieoffenheit. Neben Akkus und Brennstoffzellen setzt das Unternehmen auch auf Wasserstoffverbrenner und Euro-7-Diesel. Das soll vorrangig dazu dienen, regionale Tempounterschiede abzufedern. Die Konkurrenz von ZF setzt hingegen auf eine schrittweise Modernisierung bestehender Fahrzeugstrukturen. Das verhindert teure Fehlinvestitionen bei langlebigen Nutzfahrzeugen.

Lkw der Zukunft als Antwort auf den Fahrermangel

Ein großer Treiber hinter den Softwareplänen ist der akute Mangel an Fahrpersonal in der Logistik. Autonomes Fahren nach Level 4 entwickelt sich zur Schlüsseltechnologie, um den stetig wachsenden Güterverkehr künftig überhaupt aufrechterhalten zu können. Damit fahrerlose Lkw sicher über die nationalen und internationalen Autobahnen und Landstraßen rollen können, setzen die Ingenieure auf eingebaute Sicherheitsnetze.

Gleichzeitig verlagert sich die Wertschöpfung immer weiter in den digitalen Raum. Over-the-Air-Updates erlauben es Herstellern, kritische Updates ohne Werkstattbesuche auszuliefern. Eine durch Algorithmen unterstützte, vorausschauende Wartung soll Verschleiß frühzeitig erkennen und so die Gesamtkosten senken.

Doch es gibt auch Probleme. Die globale Fahrzeugproduktion steht in diesem Jahr allgemein unter Druck. Außerdem gibt es je nach Region unterschiedliche Herangehensweisen. In China setzt der Markt etwa bereits immer mehr auf Elektro-Lkw, während in Nordamerika wahrscheinlich der klassische Diesel noch etwas in Mode bleiben wird. Speditionen benötigen also einen Lkw der Zukunft, der sich je nach Region optimal einsetzen lässt.

Auch interessant:

Der Beitrag Der Lkw wird zum Computer: Wer gewinnt den Software-Kampf? erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

So viele Milliardäre wie nie: Die 10 reichsten Menschen der Welt

23. Oktober 2026 um 20:25

Der Beitrag So viele Milliardäre wie nie: Die 10 reichsten Menschen der Welt erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Geld Milliardäre Finanzen

Es gibt mehr Milliardäre als jemals zuvor – und diese haben zusammengenommen auch noch mehr Geld. Aber auch bei den Superreichen gibt es eine Zweiklassengesellschaft, und der Spitzenreiter steckt die Verfolger locker in die Tasche. Aus Deutschland schafft es niemand in die Top Ten.

Die Wirtschaft kriselt weltweit und die Mittelschicht befindet sich in der Auflösung. Viele Menschen müssen wieder mehr aufs Geld schauen. Dieser Abwärtstrend betrifft aber nicht die Superreichen dieser Welt. Ganz im Gegenteil – für sie war 2026 bisher ein sehr gutes Jahr. Der KI-Boom treibt das Vermögen vieler Tech-Milliardäre nach oben, die Börsenkurse steigen und vielerorts wird eine günstige Steuerpolitik für Vermögende gemacht.

Es gibt immer mehr Milliardäre

Einmal im Jahr stellt das Wirtschaftsmagazin Forbes eine Liste mit den reichsten Menschen der Welt auf. Die aktuelle Ausgabe für 2026 bricht gleich mehrere Rekorde. Momentan gibt es 3.428 Milliardäre – hunderte mehr als im Vorjahr und insgesamt so viele wie noch nie. Gemeinsam besitzen sie 20,1 Billionen US-Dollar – das ist ein Plus von rund vier Billionen.

Die meisten Milliardäre leben in den USA (989), gefolgt von China (610) und Indien (229). Die USA dominieren nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze. Gleich 15 der 20 reichsten Menschen sind Amerikaner. Aus Deutschland schafft es niemand in die Top Ten.

Laut dem Ranking ist der reichste Deutsche derzeit Lidl-Gründer Dieter Schwarz mit 67,2 Milliarden Dollar (Platz 29). Dahinter folgen Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne mit 41,9 Milliarden Dollar (Platz 47) sowie BMW-Erbe Stefan Quandt und die Familie von Reinhold Würth, die sich mit jeweils 30,1 Milliarden Dollar Rang 75 teilen. Zudem schaffen es noch Susanne Klatten (Platz 79) und Andreas von Bechtolsheim (Platz 90) unter die besten 100.

Neben KI verhelfen auch Kryptowährungen vielen Milliardären zu einem Platz in der Top 100. Bestes Beispiel ist Binance-Gründer Changpeng Zhao auf Platz 17. Wer es in die Top Ten geschafft hat, erfahrt ihr in folgendem Ranking. Da sich die Summen schnell ändern, wurde der 1. März als Stichtag festgelegt.

Platz 10: Amancio Ortega

Der Spanier Amancio Ortega steht hinter der Modekette Zara, die Teil seines Konzerns Inditex ist. Sein Vermögen soll rund 148 Milliarden Dollar betragen. Ortega ist nur einer von zwei Europäern in der Top Ten.

Der Beitrag So viele Milliardäre wie nie: Die 10 reichsten Menschen der Welt erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Welche Lohnabrechnungssoftware brauchen Startups und kleine Unternehmen?

23. Oktober 2026 um 16:00

Der Beitrag Welche Lohnabrechnungssoftware brauchen Startups und kleine Unternehmen? erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Lohnabrechnung online Sage Payroll Sage Active

Wer ein Unternehmen gründet oder ein kleines Team führt, hat genug um die Ohren. Die Lohnabrechnung gehört zu den Aufgaben, die zwar unvermeidbar sind, aber kaum jemand wirklich liebt. Fehler kosten bares Geld und im schlimmsten Fall gibt es Ärger mit dem Finanzamt oder den Sozialversicherungsträgern. Die gute Nachricht: Moderne Lohnsoftware macht diesen Prozess heute so einfach, dass selbst Gründer ohne Buchhaltungskenntnisse die Abrechnung selbst in die Hand nehmen können. Wir zeigen, worauf es ankommt und warum Sage Payroll und Sage Active für Startups und kleine Unternehmen besonders interessant sind.

Warum ist Lohnabrechnung für kleine Unternehmen so aufwendig?

Die Realität in vielen Gründer-Teams sieht so aus: Eine Person kümmert sich nebenbei um Buchhaltung, Rechnungen und Personalverwaltung. Monat für Monat müssen Brutto-Netto-Berechnungen korrekt durchgeführt, Meldungen an Krankenkassen und Finanzämter verschickt und Lohnzettel erstellt werden. Wer das manuell oder mit Excel erledigt, riskiert Fehler und verliert wertvolle Zeit.

Hinzu kommen gesetzliche Pflichten, die viele unterschätzen:

  • Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft: Spätestens eine Woche nach der Unternehmensgründung muss die Anmeldung erfolgen. Unabhängig davon, ob bereits Mitarbeiter beschäftigt werden.
  • Krankenversicherungsmeldung: Neue Mitarbeiter müssen spätestens zwei Wochen nach Arbeitsaufnahme bei der Krankenkasse angemeldet sein. In bestimmten Branchen wie Gastronomie oder Bau gilt sogar eine Sofortmeldepflicht am ersten Arbeitstag.
  • Monatliche Lohnsteueranmeldung via ELSTER: Arbeitgeber sind verpflichtet, die einbehaltene Lohnsteuer monatlich elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln.
  • DEÜV-Meldungen: Meldungen zur Sozialversicherung müssen fristgerecht an die zuständigen Träger übertragen werden.

Wer all das manuell koordiniert, braucht entweder viel Erfahrung oder einen teuren Steuerberater. Eine gute Buchhaltungssoftware mit integrierter Lohnfunktion übernimmt genau diese Aufgaben automatisch.

Was muss gute Lohnsoftware für Startups können?

Nicht jede Software passt zu jedem Unternehmen. Gerade für Gründer und kleine Teams gibt es einige Kriterien, die entscheidend sind, bevor man sich für eine Lösung entscheidet.

  • Automatische Brutto-Netto-Berechnung: Die Software sollte Steuern, Sozialabgaben und Freibeträge selbstständig berechnen, ohne dass man selbst Steuerrecht studieren muss.
  • Gesetzlicher Meldungsversand: ELSTER-Anbindung, DEÜV-Meldungen und Krankenkassenmeldungen sollten direkt aus der Software heraus möglich sein.
  • Cloud-Betrieb: Gerade für kleine Teams ist eine cloudbasierte Lösung ideal. Kein Installationsaufwand, automatische Updates und Zugriff von überall.
  • Skalierbarkeit: Das Tool sollte mitwachsen, von einem Mitarbeiter bis zu einem zweistelligen Team, ohne dass man die Software wechseln muss.
  • Faire Preisstruktur: Startups haben kein Budget für teure Jahreslizenzen. Monatlich kündbare Tarife mit transparenten Kosten sind ein Muss.
  • Integrierte HR-Funktionen: Urlaubsverwaltung, Abwesenheitserfassung und Mitarbeiterdokumente sollten idealerweise direkt enthalten sein.
  • DATEV-Export: Wer mit einem Steuerberater zusammenarbeitet, braucht eine reibungslose Schnittstelle zu DATEV.

Sage Payroll: Die Lohnsoftware für Startups und wachsende Teams

Sage Payroll ist eine cloudbasierte Lohn- und Gehaltsabrechnungslösung, die speziell für kleine Unternehmen und Gründer entwickelt wurde. Die Software wurde von der Redaktion von Für-Gründer.de getestet und erhielt besonders gute Bewertungen für ihre einfache Bedienung und die integrierten HR-Funktionen. Auch im Google AI Overview zum Suchbegriff „Lohnsoftware“ wird Sage Payroll als einer der beliebtesten Anbieter in Deutschland gelistet. Ein klares Zeichen für die Bekanntheit und Verbreitung der Lösung.

Wie funktioniert Sage Payroll konkret?

Das Prinzip ist denkbar einfach: Lohndaten werden einmalig erfasst, danach läuft die monatliche Abrechnung in nur drei Schritten. Die Software berechnet automatisch alle Abzüge, erstellt die Lohnzettel und versendet die gesetzlich vorgeschriebenen Meldungen direkt an Behörden und Krankenkassen. Mitarbeiter können ihre Gehaltsabrechnungen und Steuerdokumente jederzeit über eine eigene App einsehen. Das spart Rückfragen und Papierkram. Die App dient also insbesondere für den Mitarbeiter Self Service.

Die wichtigsten Funktionen von Sage Payroll im Überblick

Die Plattform bietet je nach gewähltem Tarif unterschiedliche Funktionsumfänge. Hier sind die zentralen Features, die alle Pakete gemeinsam haben:

  • Automatisierte Lohnabrechnung: Brutto-Netto-Berechnung inklusive aller Steuern und Sozialabgaben, vollständig automatisiert und gesetzeskonform.
  • Gesetzlicher Meldungsversand: Alle Pflichtmeldungen an Finanzämter, Krankenkassen und Sozialversicherungsträger werden direkt aus der Software heraus übermitteltm inklusive Sofortmeldungen für meldepflichtige Branchen wie Gastronomie.
  • Mitarbeiterzugang per App: Jeder Mitarbeiter erhält einen eigenen Zugang, über den er Lohnzettel, Steuerdokumente und Abwesenheiten einsehen kann.
  • DATEV- und Sage-Buchhaltungsexport: Wer mit einem Steuerberater zusammenarbeitet, kann Daten direkt im DATEV-Format exportieren.
  • Multi-Business-Fähigkeit: Wer mehrere Unternehmen oder Mandanten verwaltet, kann das alles über eine einzige Oberfläche erledigen.
  • Mobile App: Sage Payroll ist auch unterwegs nutzbar, ideal für Unternehmer, die nicht immer am Schreibtisch sitzen.

Sage Payroll Preise: Was kostet die Lohnsoftware?

Das Preismodell von Sage Payroll ist transparent und fair kalkuliert. Es gibt drei Tarife, die monatlich kündbar sind, ohne versteckte Kosten oder langfristige Vertragsbindung:

Tarif Preis/Monat (zzgl. MwSt.) Inkludierte Mitarbeiter Besonderheiten
Payroll Essentials 20 € 5 Mitarbeiter Lohnabrechnung + elementare HR-Funktionen
Payroll Standard 30 € 5 Mitarbeiter Erweiterte HR-Funktionen, Arbeitszeiten, Onboarding-Portal
Payroll Premium 40 € 5 Mitarbeiter Schichtplanung, Ausgabenmanagement, umfassende HR-Suite

Jeder zusätzliche Mitarbeiter über die inkludierten fünf hinaus kostet je nach Tarif 3 Euro, 5 Euro oder 7 Euro pro Monat. Die Software lässt sich für bis zu 150 Mitarbeiter nutzen, damit ist sie auch für wachsende Unternehmen gut geeignet. Wer zuerst testen möchte, kann Sage Payroll 30 Tage kostenlos ausprobieren.

Für wen eignet sich Sage Payroll?

Die Lohnsoftware von Sage ist ideal für Unternehmen, die ihre Lohnabrechnung selbst in die Hand nehmen wollen, ohne Vorkenntnisse und ohne Steuerberater für die monatliche Abrechnung. Besonders gut passt das Tool zu:

  • Startups mit ersten Mitarbeitern: Wer gerade das erste Team aufbaut, profitiert von der einfachen Einrichtung und dem günstigen Einstiegspreis.
  • Kleinunternehmen bis 150 Mitarbeiter: Die Skalierbarkeit macht Sage Payroll zu einem langfristigen Begleiter, der mit dem Unternehmen wächst.
  • Gastronomiebetriebe und Dienstleister: Gerade in Branchen mit Sofortmeldepflicht ist die automatische Meldungsfunktion ein echter Zeitsparer.
  • Unternehmen, die einen Steuerberater entlasten wollen: Mit dem DATEV-Export bleibt die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater möglich, aber die monatliche Abrechnung läuft eigenständig.

Nicht geeignet ist die Software für Unternehmen im Baugewerbe mit Baulohnabrechnungen, für die Abrechnung von Betriebsrentnern oder für den öffentlichen Dienst. Für diese Fälle empfiehlt Sage die HR Suite.

Sage Active: Buchhaltung und Lohn aus einer Hand

Wer nicht nur die Lohnabrechnung, sondern die gesamte Buchhaltung digital abbilden möchte, ist mit Sage Active gut beraten. Die All-in-One-Cloud-Lösung vereint Auftragsbearbeitung, Finanzbuchhaltung und Lohnabrechnung in einer einzigen Plattform und das mit KI-Unterstützung.

Was kann Sage Active?

Sage Active richtet sich an kleine Unternehmen, die eine vollständige kaufmännische Lösung suchen. Die Plattform deckt alle wesentlichen Bereiche ab:

  • Finanzbuchhaltung: Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) und doppelte Buchführung, Umsatzsteuervoranmeldung und Jahresabschluss, alles in der Cloud.
  • Auftragsbearbeitung: Angebote, Rechnungen und Mahnungen lassen sich direkt in der Software erstellen und versenden, inklusive E-Rechnung-Funktion.
  • Lohnabrechnung: Sage Active enthält eine integrierte Lohnfunktion, sodass Buchhaltung und Gehaltsabrechnung nahtlos ineinandergreifen.
  • App für Unternehmer: Belege können per Foto über die mobile App erfasst werden, die KI erkennt und kategorisiert sie automatisch.
  • Kundenmanagement: Kontakte, Angebote und Aufträge lassen sich direkt in der Plattform verwalten.
  • Kennzahlen-Dashboard: Liquidität, offene Posten und Umsatzentwicklung sind jederzeit auf einen Blick sichtbar.

Sage Active mit KI: Was steckt dahinter?

Sage Active setzt auf künstliche Intelligenz, um Routineaufgaben zu automatisieren. Die KI-Funktionen helfen dabei, Belege automatisch zu erkennen, Buchungsvorschläge zu machen und Kennzahlen in Echtzeit auszuwerten. Gerade für Gründer ohne Buchhaltungshintergrund ist das ein enormer Vorteil: Die Software denkt mit und reduziert manuelle Eingaben auf ein Minimum.

Aktuell bietet Sage einen Rabatt von 50 Prozent für die ersten drei Monate an. Ein attraktiver Einstieg für Unternehmen, die die Plattform zunächst testen möchten.

Für wen ist Sage Active die richtige Wahl?

Sage Active ist die bessere Wahl, wenn ein Unternehmen nicht nur die Lohnabrechnung, sondern die gesamte kaufmännische Verwaltung digitalisieren möchte. Die Lösung eignet sich besonders für:

  • Gründer in der frühen Phase: Wer von Anfang an alle Finanzen in einer Plattform bündeln möchte, spart sich spätere Migrationen.
  • Freiberufler und Soloselbstständige mit wachsendem Team: Sage Active wächst mit. Von der einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung bis zur vollständigen Buchhaltung.
  • Dienstleistungsunternehmen: Wer viele Rechnungen schreibt und gleichzeitig Mitarbeiter abrechnet, profitiert von der nahtlosen Integration beider Bereiche.

Sage Payroll vs. Sage Active: Wann nimmt man was?

Beide Produkte kommen aus dem Hause Sage und ergänzen sich ideal, aber sie haben unterschiedliche Schwerpunkte. Die folgende Übersicht hilft bei der Entscheidung:

Kriterium Sage Payroll Sage Active
Hauptfokus Lohn- und Gehaltsabrechnung + HR Buchhaltung + Auftragsbearbeitung + Lohn
Zielgruppe Unternehmen, die gezielt Lohn automatisieren wollen Kleine Unternehmen, die alles aus einer Hand wollen
Buchhaltung enthalten? Nein (nur DATEV-Export) Ja, vollständig integriert
KI-Funktionen Begrenzt Ja, inkl. Belegerfassung per KI
HR-Funktionen Umfangreich (je nach Tarif) Grundlegend integriert
Einstiegspreis Ab 20 €/Monat Aktuell 50 % Rabatt für 3 Monate
Ideal für Startups, die gezielt Lohn automatisieren wollen Gründer, die eine vollständige Unternehmenssoftware suchen

Kurz gesagt: Wer nur die Lohnabrechnung digitalisieren möchte und die Buchhaltung bereits anderweitig gelöst hat, ist mit Sage Payroll bestens bedient. Wer hingegen eine komplette kaufmännische Lösung sucht, die Buchhaltung, Rechnungsstellung und Lohn vereint, sollte Sage Active in Betracht ziehen.

Wichtig zu wissen: Sage Active hat im Essentials Tarif Sage Payroll integriert. Payroll ist zudem Testsieger für Lohn-Standalone-Software. Mit Sage Active bekommst du eine mitwachsende Business Software für kleine Unternehmen, die gerade mit dem kommenden E-Rechnungs-Thema immer wichtiger wird. Zwar wird es für kleine Unternehmen erst ab 2028 relevant, jedoch sollte man sich schon jetzt vorbereiten.

Sage im Vergleich: Wie schneidet die Software gegen Wettbewerber ab?

Auf dem deutschen Markt gibt es mehrere Anbieter von Lohn- und Buchhaltungssoftware. Ein kurzer Überblick zeigt, wo Sage als Testsieger seine Stärken ausspielt:

  • Sage Payroll vs. Lexware Office Lohn & Gehalt: Lexware ist stark in der Kombination mit der allgemeinen Bürolösung und richtet sich ebenfalls an Einsteiger. Sage Payroll punktet jedoch mit einer moderneren Cloud-Architektur und umfangreicheren HR-Funktionen direkt im Paket.
  • Sage Payroll vs. DATEV: DATEV ist der Standard in Steuerberatungskanzleien und für Unternehmen, die eng mit ihrem Steuerberater zusammenarbeiten. Sage Payroll ist dagegen auf Selbstständigkeit ausgelegt und bietet trotzdem einen DATEV-Export für die Zusammenarbeit mit dem Berater.
  • Sage Payroll vs. DATALINE: DATALINE richtet sich eher an fortgeschrittene Anwender und KMU mit komplexen Abrechnungsanforderungen. Sage Payroll ist deutlich einsteigerfreundlicher und schneller eingerichtet.
  • Sage Active vs. sevDesk / lexoffice: Diese Tools sind ebenfalls beliebte All-in-One-Lösungen für Kleinunternehmen. Sage Active hebt sich durch die tiefere Integration von Lohnabrechnung und die KI-gestützte Belegerfassung ab.

So startest du mit Sage Payroll: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Der Einstieg in die Lohnsoftware von Sage ist unkompliziert und dauert nur wenige Minuten. Mit dieser Anleitung bist du schnell startklar.

  1. Kostenlosen Testzugang anlegen: Besuche die Sage-Website und starte den 30-tägigen kostenlosen Test. Du benötigst lediglich eine E-Mail-Adresse und grundlegende Unternehmensdaten, keine Kreditkarte, keine Vertragsbindung. Der Zugang ist sofort aktiv und du kannst direkt loslegen.
  2. Unternehmensdaten hinterlegen: Im ersten Schritt gibst du die Stammdaten deines Unternehmens ein: Firmenname, Steuernummer, Betriebsnummer und Bankverbindung. Diese Daten werden für alle Meldungen und Lohnzettel automatisch verwendet, sodass du sie nur einmal eingeben musst.
  3. Mitarbeiter anlegen: Für jeden Mitarbeiter legst du ein Profil an, mit persönlichen Daten, Steuerklasse, Sozialversicherungsnummer und Krankenversicherung. Sage Payroll führt dich durch den Prozess und zeigt an, welche Angaben für die korrekte Abrechnung zwingend notwendig sind.
  4. Lohnarten und Gehälter konfigurieren: Hinterlege das vereinbarte Gehalt oder den Stundenlohn sowie eventuelle Zulagen, Sachbezüge oder Minijob-Regelungen. Die Software kennt alle gängigen Lohnarten und berechnet daraus automatisch die korrekten Abzüge.
  5. Ersten Lohnabrechnungslauf starten: Sobald alle Daten erfasst sind, startest du den Abrechnungslauf mit wenigen Klicks. Sage Payroll berechnet alle Beträge, erstellt die Lohnzettel und bereitet die gesetzlichen Meldungen vor. Du prüfst das Ergebnis und gibst es frei – fertig.
  6. Meldungen automatisch versenden: Nach der Freigabe übermittelt die Software alle Pflichtmeldungen automatisch an die zuständigen Stellen: Finanzamt via ELSTER, Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Du musst dich um nichts weiter kümmern.
  7. Mitarbeiterzugänge einrichten: Im letzten Schritt lädst du deine Mitarbeiter ein, die App zu nutzen. Über ihren persönlichen Zugang können sie Lohnzettel, Steuerdokumente und Abwesenheiten jederzeit einsehen, das reduziert Rückfragen und spart dir Zeit.

Lohnabrechnung online: Die häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest

Gerade in der Anfangsphase passieren bei der Lohnabrechnung typische Fehler, die sich mit der richtigen Software leicht vermeiden lassen.

  • Falsche Steuerklasse hinterlegt: Wenn Mitarbeiter ihre Steuerklasse wechseln und das nicht rechtzeitig im System aktualisiert wird, entstehen Nachzahlungen. Sage Payroll erinnert an ausstehende Aktualisierungen und führt Änderungen korrekt nach.
  • Meldungen zu spät versendet: Wer Meldungen manuell erstellt und versendet, riskiert Fristversäumnisse. Der automatische Meldungsversand in der Lohnsoftware von Sage eliminiert dieses Risiko vollständig.
  • Lohnzettel per unverschlüsselter E-Mail versendet: Das ist aus Datenschutzgründen nicht erlaubt. Sage Payroll stellt Lohnzettel sicher über den Mitarbeiterzugang bereit, DSGVO-konform und ohne Papierkram.
  • Vergessene Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft: Viele Gründer*innen wissen nicht, dass diese Anmeldung bereits in der ersten Woche nach Gründung erfolgen muss. Wer mit Sage Payroll startet, wird durch den Einrichtungsprozess auf alle Pflichten hingewiesen.

FAQ: Lohnabrechnung online: Die wichtigsten Fragen

Was kostet Lohnsoftware für kleine Unternehmen?

Die Kosten variieren je nach Anbieter und Funktionsumfang. Sage Payroll startet bereits ab 20 Euro pro Monat für bis zu fünf Mitarbeiter, inklusive automatischer Lohnabrechnung und grundlegender HR-Funktionen. Jeder weitere Mitarbeiter kostet je nach Tarif zwischen 3 Euro und 7 Euro pro Monat. Damit ist die Lösung auch für Startups mit kleinem Budget gut erschwinglich.

Kann ich die Lohnabrechnung ohne Steuerberater selbst machen?

Ja, mit der richtigen Software ist das möglich. Sage Payroll übernimmt alle Berechnungen automatisch und versendet die gesetzlichen Meldungen direkt an die zuständigen Behörden. Du musst kein Steuerrecht kennen, um die Abrechnung korrekt durchzuführen. Wer dennoch einen Steuerberater einbinden möchte, kann Daten einfach per DATEV-Export übergeben.

Was ist der Unterschied zwischen Sage Payroll und Sage Active?

Sage Payroll ist speziell auf die Lohn- und Gehaltsabrechnung mit integrierten HR-Funktionen ausgerichtet. Sage Active ist eine umfassendere All-in-One-Lösung, die zusätzlich Buchhaltung und Auftragsbearbeitung abdeckt. Wer nur die Lohnabrechnung digitalisieren möchte, wählt Sage Payroll. Wer die gesamte kaufmännische Verwaltung in einer Plattform bündeln möchte, ist mit Sage Active besser bedient.

Wie lange dauert die Einrichtung von Sage Payroll?

Die Einrichtung ist in der Regel innerhalb weniger Stunden abgeschlossen. Sobald Unternehmensdaten und Mitarbeiterprofile angelegt sind, kann der erste Lohnabrechnungslauf gestartet werden. Viele Nutzer berichten, dass sie ohne großes Onboarding direkt starten konnten.

Ist Sage Payroll DSGVO-konform?

Ja. Sage Payroll wurde in Deutschland entwickelt und entspricht den Anforderungen der DSGVO. Lohnzettel werden nicht per unverschlüsselter E-Mail versendet, sondern sicher über den Mitarbeiterzugang bereitgestellt. Alle Daten werden auf deutschen Servern gespeichert.

Für welche Branchen ist Sage Payroll nicht geeignet?

Sage Payroll ist nicht für Unternehmen im Baugewerbe geeignet, die spezielle Baulohnabrechnungen benötigen. Auch die Abrechnung von Betriebsrentnern und Mitarbeitern im öffentlichen Dienst ist mit dieser Software nicht möglich. Für diese Fälle empfiehlt Sage die HR Suite als Alternative.

Kann ich Sage Payroll kostenlos testen?

Ja, Sage Payroll kann 30 Tage lang kostenlos getestet werden, ohne Kreditkarte und ohne automatische Vertragsverlängerung. Nach dem Testzeitraum entscheidest du dich für einen der drei Tarife oder kündigst einfach.

Was passiert, wenn ich mehr als fünf Mitarbeiter habe?

Alle Sage Payroll-Tarife inkludieren fünf Mitarbeiter. Für jeden weiteren Mitarbeiter fallen zusätzliche Kosten an: 3 Euro im Essentials-Tarif, 5 Euro im Standard-Tarif und 7 Euro im Premium-Tarif, jeweils pro Monat und zzgl. MwSt. Die Software unterstützt bis zu 150 Mitarbeiter.

Fazit: Lohnabrechnung online mit Sage einfach, sicher und skalierbar

Die Lohnabrechnung online zu erledigen ist heute kein Hexenwerk mehr, vorausgesetzt, man hat die richtige Software. Sage Payroll und Sage Active bieten Startups, Gründer und kleinen Unternehmen genau das, was sie brauchen: eine einfache Bedienung, automatische Meldungen, faire Preise und die Flexibilität, die ein wachsendes Unternehmen braucht.

Wer gezielt die Lohnabrechnung automatisieren möchte, ist mit Sage Payroll ab 20 Euro pro Monat bestens aufgestellt. Wer darüber hinaus auch Buchhaltung und Rechnungsstellung in einer Plattform bündeln möchte, findet in Sage Active eine leistungsstarke All-in-One-Lösung – aktuell sogar mit 50 Prozent Rabatt für die ersten drei Monate. Beide Lösungen lassen sich 30 Tage kostenlos testen, ohne Risiko und ohne Vertragsbindung.

Jetzt 50 Prozent Rabatt sichern

Der Beitrag Welche Lohnabrechnungssoftware brauchen Startups und kleine Unternehmen? erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Tesla und SpaceX: Mit gigantischer Fusion zum Tech-Imperium?

23. Oktober 2026 um 11:00

Der Beitrag Tesla und SpaceX: Mit gigantischer Fusion zum Tech-Imperium? erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Fusion Tesla SpaceX Hintergründe

Es wäre die größte Fusion der Wirtschaftsgeschichte. Berichten zufolge laufen derzeit Gespräche über einen Zusammenschluss von Tesla und SpaceX; beide Unternehmen werden von Elon Musk geführt. Was das bedeuten und wie der Tech-Milliardär davon profitieren würde – und welche politische Dimension das Ganze hat. Eine kommentierende Analyse.

Ja, Tesla und SpaceX könnten tatsächlich fusionieren

  • In einer Videokonferenz zu den Quartalszahlen seiner Weltraumfirma hat Elon Musk über einen möglichen Zusammenschluss der US-Konzerne Tesla und SpaceX gesprochen. Angeblich würde die Option gerade geprüft werden. Dafür seien spezielle Ausschüsse gegründet worden. Musk selbst könne aufgrund von Interessenkonflikten nicht an den Gesprächen teilnehmen. Als Großaktionär beider Firmen bilden die Anteile an Tesla und SpaceX die Basis seines enormen Vermögens, das ihn aktuell zum reichsten Menschen der Welt macht.
  • Der Gedanke über eine mögliche Fusion kursiert seit Monaten. Doch mit den jüngsten Äußerungen erhält die Idee mehr Substanz: „Sowohl SpaceX als auch Tesla haben auf Wunsch der Aktionäre Sonderausschüsse eingerichtet, um die Idee zu erörtern“, wie Musk per Video mitteilt. Zwar betont er, dass er eine Fusion befürworten würde, doch noch gäbe es keine konkreten Verhandlungen, geschweige denn einen Deal. Zudem weist er darauf hin, dass mindestens 50 Prozent aller Tesla-Aktionäre zustimmen müssten, was eine „ziemlich hohe Hürde“ sei.
  • Tesla wurde 2003 gegründet und entwickelte sich vom Elektroautopionier zu einem Technologiekonzern mit E-Autos, Batteriespeichern, Solartechnik und Software. SpaceX entstand 2002 mit dem Ziel, die Raumfahrt günstiger zu machen. Heute setzt das Unternehmen vor allem auf wiederverwendbare Raketen, Raumfahrtdienste und den Satelliten-Internetdienst Starlink. Beide Firmen bedienen nicht nur bestehende Märkte, sondern zielen mit Technologien wie autonomem Fahren, Robotik, Energiespeicherung, Satellitenkommunikation und Raumfahrt auch auf große Zukunftsmärkte.

Macht und Synergien: Was Elon Musk von einer Fusion hätte

Wer Macht hat, will sie oft ausbauen. Doch was Musk hier anpeilt, ist eine Riesenfusion, die ihresgleichen suchen würde. Dabei gab es in diesem Jahr schon einen nennenswerten Zusammenschluss in der Villa Musk, als SpaceX das KI-Unternehmen xAI geschluckt hat. Wie strategisch das alles ist, zeigen frühere Firmenverschmelzungen. 2016 hat Tesla beispielsweise den von seinen Cousins gegründeten Solaranlagenanbieter SolarCity übernommen.

Wie würde sich der Einfluss von Musk bei einer Fusion von Tesla und SpaceX verändern? Bei SpaceX hat er dank einer Dual-Class-Aktienstruktur die Kontrolle: Seine Aktien verleihen ihm rund 85 Prozent der Stimmrechte. Doch bei Tesla sieht das anders aus. Hier hält Musk nur knapp 20 Prozent des Unternehmens – und verfügt nicht über Aktien mit Sonderstimmrechten. Durch die Zusammenlegung mit SpaceX könnte Musk seine Stimmrechtsposition deutlich stärken.

Darüber hinaus würde das Imperium von Musk zu einem Tech-Giganten wachsen, dessen vereinte Geschäftsbereiche von der Erde bis ins Weltall reichen – mitsamt den derzeit prominenten Feldern wie Elektromobilität, Robotik, KI und Raumfahrt. Und das mit einer geschätzten Gesamtbewertung von 3,5 Billionen Dollar.

Zudem gibt es schon jetzt Überschneidungen von Tesla und SpaceX bei Automatisierung, KI-Chips, Energieversorgung und Satellitenkommunikation. Ein zentrales Management würde die Entscheidungsprozesse vereinfachen, auch angesichts weiterer Synergiepläne wie des Megaprojekts „Terafab“ und der Nutzung von SpaceX-Kaltgastriebwerken im neuen Tesla Roadster.

Stimmen

  • Elon Musk sieht in der „Zusammenlegung der Unternehmen viele Vorteile. (…) Es gibt viel zu gewinnen, wenn wir bei der Entwicklung von Software für Super Intelligence, beimfusion Chipdesign, beim Terafab-Projekt, natürlich bei der Robotik, beim Transport von Masse ins Weltall und bei der Konnektivität durch die Starmind-Satellitenkonstellation zusammenarbeiten.“ Letztlich würde die Entscheidung aber bei den Sonderausschüssen der Unternehmen liegen, die jetzt einen Vorschlag ausarbeiten müssten, über den die Aktionäre dann abstimmen könnten.
  • Gene Munster ist Managing Partner bei Deepwater Asset Management, einem Investor von Tesla. Laut Reuters soll er den potenziellen Deal auf X (ehemals Twitter) befürwortet haben: „Der Hauptgrund, warum das so viel Sinn ergibt: Das, was Tesla macht, braucht SpaceX, und das, was SpaceX macht, braucht Tesla.“ Außerdem würden beide Unternehmen eine gemeinsame große Vision verfolgen: „Elon will ein echtes vertikales KI-Unternehmen aufbauen.“
  • Josh Gilbert, leitender Analyst für den asiatisch-pazifischen Raum bei eToro, sieht den möglichen Zusammenschluss kritischer: „Ein Deal, bei dem ein einziger Mann beide Seiten leitet, wird harte Fragen zur Governance aufwerfen.“ Auch aus dem demokratischen Lager kommt Kritik: „Sollte Elon Musk mit der Fusion von Tesla und SpaceX vorankommen, würde der Deal echte Risiken mit sich bringen, die Kartellbehörden weltweit genau unter die Lupe nehmen würden“, sagt der US-Senator Cory Booker.

Warum Geopolitik, China und Regulierung die größten Hürden sind

Die Sorgen der Demokraten zeigen, wie aufgeladen das Thema ist. Laut Booker würde ein konkret geplanter Deal im Vorfeld der US-Zwischenwahlen, die am 3. November 2026 stattfinden, zu einem politischen Brennpunkt werden. Er sei bereit, jede Transaktion einer Kontrolle zu unterziehen: „Wenn eine einzige Person die Infrastruktur kontrolliert, auf die Regierungen und Streitkräfte angewiesen sind, werden ihre geschäftlichen Entscheidungen auch zu Entscheidungen der nationalen Sicherheit.“

Demnach sind die größten Hürden für eine Fusion wohl Geopolitik und Regulierung. Denn SpaceX ist ein wichtiger Auftragnehmer des US-Militärs, der Geheimdienste und der NASA – und damit eng in die amerikanische Sicherheitsinfrastruktur eingebunden. Brisant: Tesla ist mit seiner Gigafactory in Shanghai wiederum stark in China engagiert. Vor allem der Umgang mit vertraulichen Daten und sensibler Technologie könnte in dem Kontext heikel werden. Die Geschäftsbereiche müssten organisatorisch und technisch strikt getrennt sein.

Eine mögliche Lösung wäre, Teslas Chinageschäft vom übrigen Konzern zu trennen oder es ganz auszugliedern. Von entsprechenden Überlegungen berichtete das Wall Street Journal (€) bereits im Sommer 2026. Musk sprach damals von einer Falschmeldung. Tatsächlich wäre eine Loslösung kompliziert, weil das Werk in Shanghai ein bedeutender Produktionsstandort für Tesla ist.

Hinzu kämen Prüfungen durch Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden. Und zwar nicht nur in den USA und durch die Regierung in Peking, sondern weltweit, um branchenspezifische Auswirkungen und mögliche unlautere Vorteile zu bewerten – von künstlicher Intelligenz über die Automobilindustrie bis hin zu Halbleitern und zur Satellitenkommunikation.

Indes liegt Musk sicherlich viel daran, dass hier Tempo aufgenommen wird. Denn solange Donald Trump noch US-Präsident ist, sollte die Regierung grundsätzlich offener für eine Fusion sein.

Auch interessant:

Der Beitrag Tesla und SpaceX: Mit gigantischer Fusion zum Tech-Imperium? erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Apple macht Fotos fälschungssicher – so schützt das iPhone vor Deepfakes

23. Oktober 2026 um 05:45

Der Beitrag Apple macht Fotos fälschungssicher – so schützt das iPhone vor Deepfakes erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Apple Reference Image iPhone Kamera Fotos Künstliche Intelligenz KI

Apple will die Echtheit digitaler Fotos künftig technisch überprüfbar machen. Mit dem „Apple Reference Image“ setzt der Konzern bei seinem neuen iPhone-Modell auf fälschungssichere Bilder, die vor Manipulationen und Deepfakes geschützt sind.

Künstliche Intelligenz macht es mit zunehmender Professionalität immer schwerer, echte Fotos auf den ersten Blick zu erkennen. Denn künstlich erzeugte Bilder wirken inzwischen so realistisch, dass sie von authentischen Aufnahmen kaum noch zu unterscheiden sind.

Gleichzeitig lassen sich echte Fotos mit wenigen Handgriffen manipulieren oder aus dem Zusammenhang reißen. Damit wächst die Bedeutung technischer Verfahren, die nachvollziehbar machen, woher ein Bild stammt und ob es unverändert geblieben ist.

Genau hier setzt Apple mit seinem neuen „Apple Reference Image“ an. Der optionale Kameramodus, der auf dem neuen iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max verfügbar sein wird, soll Fotos fälschungssicher machen.

Apple Reference Image macht Fotos auf dem iPhone fälschungssicher

Der neue Modus macht es nachweisbar, dass ein Foto tatsächlich von einem realen Kamerasensor aufgenommen wurde. In zwei Phasen entsteht dabei das fälschungssichere Bild.

Zunächst erstellt das iPhone ein digitales Negativ, das dann in der zweiten Phase zu einem Referenzbild entwickelt wird. Dafür werden die Sensordaten bereits bei der Aufnahme kryptografisch mit Pixel- und Metadaten signiert.

Das entscheidende Ziel eines jeden Systems zur Authentifizierung von Fotos ist es, dass der Nutzer darauf vertrauen kann, dass das als authentisch ausgewiesene Bild der tatsächlich fotografierten Szene entspricht.

Apple erstellt dann bei der Entwicklung des Negativs ein überprüfbares Referenzbild mit einem kryptografischen Zeitstempel. So soll sich später feststellen lassen, ob eine Aufnahme authentisch ist und unverändert aus der Kamera stammt.

„Das System ist so konzipiert, dass es selbst gegen unwahrscheinliche Manipulationsversuche resistent ist“, erklärt Apple in einem Blogbeitrag. „Apple Reference Image bietet eine vertrauenswürdige, skalierbare Garantie dafür, dass ein Referenzbild tatsächlich das ist, was es vorgibt zu sein: eine echte Fotografie, die zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem echten Sensor in einer iPhone-Kamera aufgenommen wurde.“

Apple Reference Image ist nur auf neuen iPhones verfügbar

Apple hat die neue Funktion zusammen mit den neuen iPhone-Modellen 18 Pro und 18 Pro Max vorgestellt. Das Erstellen von Referenzbildern ist an die Hauptkamerasensoren der neuen Modellreihe gekoppelt. Deshalb kann die Funktion nicht durch ein Update des Betriebssystems nachgerüstet werden und ist somit nicht für ältere iPhone-Modelle verfügbar.

Das neue iPhone erstellt jedoch nicht automatisch bei jedem Foto ein Referenzbild. Der Modus ist optional und kann in der Kamera-App auf dem iPhone für eine Aufnahme manuell aktiviert werden.

Für das Entwickeln des digitalen Negativs sowie die Verifizierung und das Ansehen fertiger Referenzbilder ist mindestens iOS 27 notwendig. Da die Bilder über Private Cloud Compute entstehen, ist außerdem eine aktive Internetverbindung notwendig.

Auch interessant:

Der Beitrag Apple macht Fotos fälschungssicher – so schützt das iPhone vor Deepfakes erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

KI-Texte besser erkennen: ChatGPT führt unsichtbare Wasserzeichen ein

22. Oktober 2026 um 18:00

Der Beitrag KI-Texte besser erkennen: ChatGPT führt unsichtbare Wasserzeichen ein erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

KI ChatGPT Wasserzeichen Künstliche Intelligenz

Bisher lässt sich kaum zuverlässig erkennen, ob ein Text im Internet von einer KI stammt oder nicht. Das soll sich künftig allerdings ändern, da KI-generierte Inhalte in der EU besser gekennzeichnet werden sollen. OpenAI hat für sein KI-Modell ChatGPT deshalb nun unsichtbare Wasserzeichen angekündigt.

Immer mehr Texte im Netz werden von KI-Modellen verfasst. Für die Nutzer ist es jedoch oft kaum erkenntlich, ob hinter den jeweiligen Texten Mensch oder Maschine stecken.

Die EU will hier für mehr Klarheit sorgen und hat deshalb das KI-Gesetz eingeführt. Seit Anfang August gelten daher für KI-Inhalte neue Transparenzpflichten. Bis Anfang Dezember müssen Anbieter von bestehenden KI-Modellen diese umsetzen.

Diese werden demnach dazu verpflichtet, ihre Inhalte maschinenlesbar zu kennzeichnen. OpenAI hat deshalb nun für ChatGPT die Einführung von unsichtbaren Wasserzeichen in KI-Texten angekündigt.

Nutzer, die die ChatGPT-API nutzen, können die Wasserzeichen bereits für ausgewählte Modelle aktivieren. In den nächsten Wochen soll dies dann für Nutzer in der EU standardmäßig für „geeignete Textausgaben von ChatGPT“ eingeführt werden.

Wasserzeichen bei ChatGPT soll für mehr Transparenz sorgen

Direkt bei der Erstellung eines Textes sollen die unsichtbaren Wasserzeichen künftig eingebaut werden. OpenAI setzt hierfür auf die Technologie „textGrain“, die bei der Wortwahl von ChatGPT ein bestimmtes statistisches Muster hinterlässt.

Für Leser ist dieses nicht erkennbar, eine entsprechende Software hingegen kann das Muster finden und so Hinweise zur Herkunft von Texten liefern. Im Unterschied zu sichtbaren Wasserzeichen verändert sich also nicht das Aussehen des Textes, sondern die statistische Verteilung der verwendeten Wörter.

Bisher berechnet die KI für jedes mögliche nächste Wort eine Wahrscheinlichkeit und wählt dann eine passende Formulierung aus. Für das Wasserzeichen wird dieser Prozess leicht verändert: Denn künftig werden bestimmte Wörter bevorzugt und andere seltener verwendet.

Auf den Inhalt der ausgegebenen Texte soll das keinen Einfluss haben. Allerdings entsteht so ein statistisches Muster, das für Menschen und auch Maschinen nicht erkennbar ist.

Nur mit der Hilfe eines geheimen digitalen Schlüssels lässt sich überprüfen, ob ein Text ein solches Wasserzeichen enthält. So wollen die Hersteller verhindern, dass ein Wasserzeichen gezielt entfernt oder gefälscht wird.

Überprüfbarkeit des KI-Wasserzeichens ist dennoch begrenzt

Eine hundertprozentige Sicherheit zur Erkennung von KI-Texten bietet das unsichtbare Wasserzeichen jedoch nicht. Denn insbesondere bei kurzen oder nachträglich bearbeiteten Texten stößt die Technik an ihre Grenzen.

Ein Test von OpenAI zeigt dies deutlich. In einem Text wurden dabei zehn Prozent der ausgegebenen Wörter ersetzt. Danach rutschte die Erfolgsrate von 92 auf 66 Prozent. Wurden 25 Prozent der Wörter ausgetauscht, konnte das Wasserzeichen nur noch in 17 Prozent der Fälle erkannt werden.

Auch die Länge des Textes insgesamt spielt eine entscheidende Rolle. Denn bei längeren Texten lässt sich ein Wasserzeichen in der Regel zuverlässiger erkennen. Problematisch seien laut OpenAI auch Themen mit eingeschränkter Wortwahl, die beispielsweise viele Fachbegriffe haben und so wenig Spielraum lassen.

Auch interessant:

Der Beitrag KI-Texte besser erkennen: ChatGPT führt unsichtbare Wasserzeichen ein erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

❌