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Received yesterday — 13. September 2026BASIC thinking

Fotobuch erstellen: So wird aus deinen Fotos in kurzer Zeit ein echtes Erinnerungsstück

13. September 2026 um 16:00

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Fotobuch erstellen

Fotos sammeln sich schnell an, auf dem Handy, in der Cloud, auf alten Festplatten. Ein Fotobuch bringt Ordnung in diese Bilderflut und macht aus Momenten eine Geschichte, die man wirklich wieder anschaut. Du kannst aber online oder per App dein Fotobuch mit posterXXL gestalten und in wenigen Schritten vom Upload bis zur Bestellung kommen.

Ein Fotobuch ist im Kern eine simple Idee: Du nimmst deine besten Bilder und gibst ihnen eine Form, die länger hält als ein Scroll-Moment. In der Praxis scheitern viele aber nicht am Willen, sondern an der Umsetzung: Welche Fotos? Welche Reihenfolge? Und wie bekommt man das ohne stundenlanges Layout-Gefummel hin?

Genau hier setzen moderne Editoren an: entweder direkt im Browser oder mobil in der App. Der Anspruch: schnell starten, sauber gestalten, am Ende ein druckfertiges Ergebnis in der Hand. Wer es noch schneller will, kann auf automatische Unterstützung setzen: posterXXL bietet mit dem „Smart Assistant“ ein Tool, das aus deinen hochgeladenen Fotos automatisch ein Fotobuch mit Layout erstellt und dabei unter anderem Duplikate sowie unscharfe Bilder aussortieren kann.

Der schnellste Einstieg: Thema festlegen, Fotos hochladen, loslegen

Wenn du ein Fotobuch „mal eben“ erstellen willst, hilft ein klarer Plan, aber nicht im Sinne eines ausgefeilten Konzeptdokuments. Es reichen drei Entscheidungen, die du in ein paar Minuten treffen kannst:

  • Welche Geschichte? Urlaub, Familie, Jahresrückblick, Hochzeit oder „Best of Smartphone“.
  • Welche Auswahl? Lieber weniger, dafür stark oder viele Bilder als chronologisches Tagebuch.
  • Welcher Look? Minimalistisch mit viel Weißraum oder collageartig mit mehr Dynamik.

Danach kommt der Teil, den die meisten unterschätzen: Upload und Sortierung. posterXXL bewirbt, dass sich Fotos aus Smartphone oder z. B. Google Fotos in „Meine Fotos“ hochladen lassen und zwischen App und Web synchronisiert werden, sodass du auf verschiedenen Geräten am selben Projekt weiterarbeiten kannst. Damit wird ein typisches Problem gelöst: Man startet unterwegs am Handy und macht später am Laptop den Feinschliff.

Automatisch oder manuell: Wie viel Kontrolle brauchst du wirklich?

Ein guter Fotobuch-Editor sollte zwei Dinge können, die auf den ersten Blick widersprüchlich sind: schnell Ergebnisse liefern und trotzdem kreative Kontrolle ermöglichen. Genau das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob ein Fotobuch-Projekt Spaß macht oder zur To-do-Liste verkommt.

posterXXL zeigt hier mehrere Wege: Online im Browser, mobil per App und zusätzlich einen Desktop-Editor. Für den schnellen Weg ist der automatische Ansatz interessant: Der Smart Assistant erstellt ein Fotobuch mit Layout aus deinen Bildern, wählt laut Anbieter die „besten“ Fotos aus und kann Duplikate sowie unscharfe Bilder herausfiltern. Das ist vor allem dann nützlich, wenn du nach einem Urlaub oder Event sehr viele ähnliche Aufnahmen hast und nicht erst einen Abend mit Aussortieren verbringen willst.

Der manuelle Weg bleibt trotzdem wichtig, denn ein Fotobuch ist am Ende nicht nur ein Foto-Container, sondern eine Erzählung. Wenn du selbst eingreifst, kannst du Highlights bewusst setzen: ein Bild über eine ganze Seite, dann wieder zwei oder drei als Sequenz, zwischendurch eine ruhige „Atempause“ mit wenig Inhalt. Der Editor soll dabei ermöglichen, Fotos zu tauschen, zu skalieren und neu anzuordnen, bis der Rhythmus stimmt.

In wenigen Minuten „fertig“ heißt nicht beliebig: Die 6 schnellen Qualitätshebel

Schnell heißt nicht, dass das Ergebnis generisch aussehen muss. Ein Fotobuch wirkt hochwertig, wenn ein paar Basics stimmen und die kannst du auch ohne Design-Studium umsetzen. Diese sechs Hebel bringen in kurzer Zeit viel:

  • 1. Starte mit einem Opener: Ein starkes Titelbild oder eine Doppelseite, die sofort das Thema setzt.
  • 2. Arbeite in Kapiteln: Statt „Tag 1–7“ lieber kleine Blöcke wie Anreise, Highlights, Lieblingsmomente, People, Details.
  • 3. Wiederhole Layouts bewusst: Ein gleiches Raster über mehrere Seiten wirkt ruhiger als ständiges Layout-Chaos.
  • 4. Lass Luft: Weißraum ist kein „leer“, sondern macht Bilder wertiger.
  • 5. Entscheide dich für eine Farbwelt: Entweder natürliche Töne oder ein klarer Look – nicht beides gleichzeitig.
  • 6. Reduziere Text: Kurze Bildunterschriften, Ortsnamen, Datum – das reicht meist.

Wenn du dabei auf automatische Unterstützung setzt, kannst du den ersten Wurf sehr schnell erzeugen und dann nur noch an den Stellen eingreifen, die wirklich zählen: Titel, ein paar Schlüssel-Doppelseiten, die Übergänge zwischen Kapiteln.

App oder Browser: Wann welches besser passt

Viele Fotobuch-Projekte entstehen „nebenbei“: im Zug, abends auf dem Sofa, zwischendurch. Dafür ist eine App praktisch. Bilder sind schon auf dem Gerät, der Upload ist niedrigschwellig, und du kannst Seiten schnell befüllen. posterXXL bietet eine App für iOS und Android und beschreibt, dass du darüber Fotobücher unterwegs gestalten kannst.

Im Browser am Laptop oder Desktop hast du dagegen oft mehr Überblick: größere Arbeitsfläche, schnelleres Verschieben, leichteres Feintuning. Wenn Fotos zwischen App und Web synchronisiert werden, ist die Kombination naheliegend: erster Entwurf mobil, finaler Check am großen Bildschirm. Für Nutzer, die besonders viel gestalten wollen oder offline arbeiten möchten, nennt posterXXL zudem einen Desktop-Editor.

Entscheidend ist nicht das Tool, sondern dein Workflow: Wenn du schnell fertig werden willst, plane das Fotobuch in zwei Sessions. Session 1: Upload, grobe Reihenfolge, Auto-Layout oder einfache Templates. Session 2: Feinschliff an den wichtigsten 10–15 Seiten, dann bestellen.

Für wen sich ein Fotobuch besonders lohnt (und wann es zu lange dauert)

Ein Fotobuch lohnt sich besonders, wenn du viele Fotos hast, die du nicht verlieren willst oder wenn du sie endlich wieder „sichtbar“ machen möchtest. Typische Fälle:

  • Urlaub und Reisen: Statt 1.200 Bilder in der Galerie eine kuratierte Version zum Durchblättern.
  • Familienmomente: Das erste Jahr, Geburtstage, Einschulung, Jahresrückblicke.
  • Hochzeit & Events: Eine Geschichte aus Perspektiven, auch mit Fotos von Freunden.
  • Projekte: Renovierung, Garten, Roadtrip – alles, was eine Entwicklung zeigt.

Zu lange dauert es meist nur dann, wenn du versuchst, jedes einzelne Bild perfekt zu machen. Gerade hier kann ein automatischer Start helfen: ein „gut genug“-Grundgerüst in kurzer Zeit, danach gezieltes Veredeln.

So startest du heute: Ein Link, ein Album, ein fertiges Buch

Wenn du seit Monaten denkst „eigentlich müsste ich mal…“, ist die beste Lösung selten ein weiterer Ordner. Es ist ein Termin mit dir selbst und ein Editor, der den Einstieg leicht macht. posterXXL setzt dafür auf mehrere Editoren (Browser, App, Desktop) und auf automatische Tools wie den Smart Assistant, um den Weg zum fertigen Fotobuch zu verkürzen.

Der pragmatische Tipp zum Schluss: Nimm dir ein Album (z. B. „Sommer 2026“), lade es hoch, lass einen ersten Entwurf generieren und entscheide erst dann, ob du noch 15 Minuten Feinschliff investierst oder direkt bestellst. Ein fertiges Fotobuch im Regal schlägt das perfekte Fotobuch in der Cloud.

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Dieser neue Akku-Trick soll E-Autos schneller laden

13. September 2026 um 05:45

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Batterie schnellladen E-Autos schneller laden Elektroauto

Wer seine Elektroauto-Batterie schnell laden will, riskiert bisher Defekte aufgrund von Ablagerungen. Forscher haben nun aber ein neues Material vorgestellt, das Akkus schonen und langfristig stabil halten soll.

Die Elektromobilität könnte zeitnah weiterhin große Fortschritte machen. Denn ein Forscherteam der südkoreanischen Universität SEOULTECH hat unter der Leitung von Professor Dongwook Han einen neuen Ansatz entwickelt, um Batterien noch schneller aufzuladen. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Advanced Functional Materials veröffentlicht.

Die Arbeit adressiert ein großes Problem aktueller Lithium-Ionen-Akkus. Denn werden diese schnell geladen, nutzt das die Batterie schneller ab und es kann zu gefährlichen Ablagerungen sowie zur Überhitzung kommen. Dem wollen die Forscher durch ein neues, stabileres Material für die Anode auf Basis von Lithium-Titan-Phosphat zuvorkommen.

Chemische Verbindungen lassen Batterie sicher und stabil schnellladen

Durch die gezielte Veränderung der chemischen Verbindungen (mehr Phosphor, weniger Titan) bilden sich laut den Angaben verschiedene Zonen. Diese würden wie eine Art Express-Eingangstor wirken, sodass die Lithium-Ionen beim Laden viel schneller mit weniger Widerstand durchdringen können. Durch diesen neuartigen Ansatz eröffnen sich laut Professor Dongwook Han viele Möglichkeiten:

Unser Ansatz stellt ein neues Paradigma für die Entwicklung schnellladbarer Batterien dar und ist auf eine breite Palette zukünftiger Energiespeichersysteme anwendbar, einschließlich Feststoffbatterien.

Innerhalb des entstandenen Gerüsts sorgen bestimmte Bindungen (P-O-P-Bindungen) von Natur aus für strukturelle Flexibilität. Diese wirkt wie ein Stoßdämpfer und verhindert, dass die Batterie beim schnellen Ausdehnen während der Ladung Schaden nimmt. Beim extremen Schnellladen (10C-Rate) behielt der Akku noch 86 Prozent der ursprünglichen Speicherkapazität.

Einsatz in Elektroautos und Energienetzen möglich

Laut den Forschern soll selbst nach 250 regulären Lade- und Entladevorgängen kein großer Defekt aufgetreten sein. Damit sei die Batterie ideal für den Einsatz in Elektrofahrzeugen oder aber auch für Stromnetze auf Basis erneuerbarer Energien geeignet. Außerdem soll sich der Ansatz auch auf künftige Batterien (wie etwa Feststoffbatterien) übertragen lassen.

Das Team entwickelt also einen Weg, um dem relativ hohen Verschleiß heutiger Systeme zu begegnen. Denn in der Breite eingesetzte Ansätze zeigen beim Schnellladen häufig eine chemische Instabilität. Im Resultat lagert sich Lithium ab und die Batterie kann leichter entflammen. Sollte die neue Technologie halten, was sie verspricht, könnte sie einen großen Mehrwert für fast jeden Batterie-Nutzer bringen.

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Die 10 größten Länder der Welt – mit einer Überraschung

12. September 2026 um 19:03

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Russland Vladivostok Länder

Welche Rolle eine Nation auf der Weltbühne spielt, ist in erster Linie von ihrer Wirtschaftskraft und ihrer Einwohnerzahl abhängig. Doch auch die schiere Größe der Länder ist wichtig, auch wenn diese häufig nur eingeschränkt genutzt werden kann. Welche Staaten die meiste Landfläche besitzen, verraten wir in diesem Artikel.

Die tatsächliche Größe eines Landes zu ermitteln, ist gar nicht so einfach. Sie hängt maßgeblich davon ab, welche Gebiete genau mitgezählt werden. Zum Beispiel können Flüsse, Seen und Küstengewässer einen Wert massiv beeinflussen. Zudem können Weltkarten durch ihre verzerrte Darstellung in die Irre führen. Deshalb stellen wir die Frage: Welche Staaten sind wirklich am größten?

So wird die Größe von Ländern ermittelt

Bei dem Ranking geht es um die reine Landfläche, es werden also nicht nur Areale abseits der Küste, sondern auch Binnengewässer ausgeklammert. Hierdurch kommt es zu einer Verschiebung der Liste. Kanada ist ein gutes Beispiel. Ohne all die großen Seen und Flüsse schrumpft die Gesamtfläche des Landes massiv.

Die weltweite Landfläche summiert sich laut Daten der Weltbank auf rund 50 Millionen Quadratmeilen. Umgerechnet sind das circa 130 Millionen Quadratkilometer. Eine Nation alleine beansprucht mehr als ein Achtel dieser Fläche. Und nimmt man die obersten fünf Staaten, sind es sogar 40 Prozent. Oder anders ausgedrückt: Die fünf größten Nationen besitzen mehr Fläche als die folgenden 27 zusammengenommen.

Der umfangreichste Kontinent ist Asien, der 31,8 Prozent der Landfläche des Planeten umfasst. Wenn Russland nicht mitgerechnet wird, liegt der Wert für Europa bei mickrigen 4,4 Prozent. Deutschland belegt mit 135.000 Quadratmeilen (beziehungsweise 349.000 Quadratkilometern) Rang 64. Das entspricht 0,3 Prozent der Gesamtfläche.

Afrika ist in zweierlei Hinsicht ein Sonderfall: Erstens wirkt der Kontinent auf Karten oft kleiner, als er tatsächlich ist. Und zweitens ist die Verteilung des Landes sehr ausgeglichen. Es gibt kaum riesige Nationen, doch 21 der 50 größten Länder liegen in Afrika. Nur ein einziger dieser Staaten schafft es in die Top Ten:

Platz 10: Algerien

Algerien ist das größte Land Afrikas. Es umfasst 919.595 Quadratmeilen (umgerechnet rund 2,38 Millionen Quadratkilometer) und kommt weltweit auf einen Anteil von 1,8 Prozent. Bei einem Blick auf eine Weltkarte würde man allerdings kaum vermuten, dass Algerien zu den zehn größten Nationen gehört.

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Facebook und X am Ende? Das AT-Protokoll könnte alles ändern

12. September 2026 um 06:00

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AT-protokoll

Dezentrale soziale Netzwerke versprechen einen neuen Ansatz bei der Kommunikation. Denn Nutzer erhalten die Kontrolle über ihre Daten und Konten zurück, ohne an eine einzelne Plattform gebunden zu sein. Das AT-Protokoll spielt dabei eine große Rolle.

Die heutigen Platzhirsche bei den sozialen Netzwerken zeichnet vor allem ein Aspekt aus: Sie sind zentralisiert organisiert. Das bedeutet, dass Nutzer häufig an den Anbieter gebunden sind und keine Hoheit über ihre Daten besitzen. Doch das könnte sich künftig ändern. Und zwar dank des sogenannten Authenticated Transfer Protocols.

Was ist das AT-Protokoll – und wie funktioniert es?

Das AT-Protokoll organisiert die Verteilung digitaler Informationen von Grund auf neu. Digitale Identitäten basieren nicht mehr auf klassischen Benutzernamen, sondern auf kryptografisch gesicherten Identitäten, die auf eigenen Domain-Namen basieren. Dadurch lagern sämtliche Inhalte wie Beiträge, Kommentare oder Gefällt-Mir-Angaben in einem sogenannten Repository.

Bei einem solchen Repository werden Daten so strukturiert, dass sie lückenlos nachvollziehbar sind. Diese Struktur ist mit einem digitalen Logbuch vergleichbar, in dem alle Aktionen niedergeschrieben sind, die Nutzer auf der jeweiligen Plattform ausgeführt haben. Ist etwas unstimmig, kann man in dem Logbuch blättern und nachvollziehen, ob etwas tatsächlich so passiert ist.

Du entscheidest, wie Informationen dargestellt werden

Auch der Austausch von Informationen funktioniert etwas anders. Wer auf Reddit surfen will, geht dazu entweder auf die Reddit-App oder über die offizielle Reddit-Website. Anderen Wegen wurde bereits vor einigen Jahren der Riegel vorgeschoben. Beim AT-Protokoll ist das anders. Über ein weltweites Netzwerk namens Lexicon tauschen beteiligte Server ausschließlich strukturierte Inhalte aus, statt ganze Websites zu übertragen.

Das bedeutet, dass Nutzer selbst entscheiden können, wie sie Informationen konsumieren. Sei es über eine offizielle Website, eine Drittanbieter-App oder selbstständig aufbereitete Daten. Persönliche Mitteilungen und Erwähnungen laufen dabei über individuelle Datenserver, während großflächige Suchanfragen, globale Trends sowie komplexe Algorithmen durch spezialisierte Indexierungsdienste verarbeitet werden.

Wie das AT-Protokoll Daten und Reichweite entkoppelt

Durch diese Aufteilung trennt das AT-Protokoll die Veröffentlichung von Inhalten konsequent von deren tatsächlicher Reichweite. Das System funktioniert dabei wie ein Baukasten. Einzelne Elemente wie der Server-Anbieter lassen sich jederzeit austauschen. Bei einem Wechsel des Anbieters bleibt die eigene digitale Identität mitsamt allen bestehenden Verknüpfungen vollständig erhalten.

Fällt ein Server aus oder wird der Betrieb eingestellt, schützt ein integrierter Sicherheitsmechanismus vor unbeabsichtigtem Datenverlust. Denn Nutzer können jederzeit mit einem speziellen Wiederherstellungsschlüssel ihr Konto ohne Unterstützung einer dritten Partei wiederherstellen und auf einen neuen Server übertragen.

Herausforderungen für Entwickler und die Infrastruktur

Trotz dieser Flexibilität hat die Architektur auch ihre Macken. Lokale Sicherungskopien auf Nutzer-Endgeräten sind etwa durch den verfügbaren Speicherplatz begrenzt. Zudem ist die Entwicklung einer solchen Plattform aufgrund der Flexibilität etwas aufwendiger.

Daher hängt der langfristige Nutzen primär von der Nachfrage ab. Doch gelingt der Aufbau einer solchen Infrastruktur, kann das System Nutzer dauerhaft vor der Kontrolle einzelner Gatekeeper wie Meta oder X schützen. Das AT-Protokoll stellt somit einen vielversprechenden Ansatz dar, um die Souveränität über persönliche Daten zurück in deine Hände zu legen.

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Die 10 Länder mit dem niedrigsten Mindestlohn

11. September 2026 um 19:30

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Kleingeld Geldbeuten Mindestlohn

Der Mindestlohn soll sicherstellen, dass auch Geringverdiener gut leben können. In einigen Ländern reicht das gesetzlich fixierte Arbeitsendgeld aber nicht einmal, um sich die nötigsten Dinge leisten zu können. Weniger als 100 Dollar im Monat gibt es in den Nationen am Ende der Tabelle.

Die Idee hinter dem Mindestlohn ist es, dass Menschen nicht unter das sogenannte Existenzminimum rutschen. Wer arbeiten geht, soll sich also zumindest den grundlegenden Lebensunterhalt leisten können. Die Höhe dieses Grenzwerts unterscheidet sich aber massiv, je nachdem, in welcher Region auf der Welt man sich befindet. Besonders schlimm ist die Lage in Afrika.

Wo der Mindestlohn zum Leben nicht reicht

Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) vergleicht in ihrer Studie die monatlichen Mindestlöhne in 130 Ländern. Als Grundlage für die Ergebnisse zählt das nach Kaufkraft bereinigte Einkommen. Es geht also darum, wie viel man sich von dem Geld tatsächlich leisten kann. Aspekte wie Steuern und Sozialabgaben sind bei den Werten hingegen nicht mit einberechnet.

In diesem Ranking geht es darum, in welchen Ländern den Menschen am wenigsten Geld zur Verfügung steht. Um die Zahlen besser einordnen zu können, werfen wir einen Blick ans obere Ende der Liste: An der Spitze steht die Schweiz mit einem bereinigten Mindestlohn von 3.804 US-Dollar pro Monat. Deutschland kommt auf 2.902 Dollar und den zweiten Platz.

Europa dominiert das Ranking. Ganz anders sieht es in Afrika und in Teilen von Asien aus. Indien ist inzwischen eine ernstzunehmende Wirtschaftsmacht, doch der Mindestlohn liegt hier bei lediglich 233 Dollar (Rang 111 von 130). Auch in China (544 Dollar), Brasilien (559) und Mexiko (599) sind die Löhne überraschend niedrig. Wo der Mindestlohn weltweit am wenigsten Kaufkraft bietet, verraten wir in der folgenden Top Ten.

Platz 10: Niger

Los geht es mit Niger, dem ersten von sieben afrikanischen Staaten in unserem Ranking. Wie alle anderen Vertreter auch liegt der Mindestlohn hier unter der Marke von 200 Dollar. Konkret sind es 196 Dollar, die arbeitende Menschen in dem westafrikanischen Land mindestens verdienen.

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KI-Hack: Anthropic muss nächsten Vorfall mit Claude offenlegen

11. September 2026 um 16:00

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Anthropic Claude Hackerangriff KI Künstliche Intelligenz

Anthropic hat einen vierten Sicherheitsvorfall mit einem eigenen KI-Modell gemeldet. Bei einem Test griff das System auf reale Computersysteme zu. Der Vorfall war bei einer früheren Untersuchung zunächst unentdeckt geblieben.

Die Fähigkeiten von modernen KI-Modellen haben sich in den vergangenen Jahren in rasantem Tempo entwickelt. Doch damit steigen nicht nur die Mögkichkeiten für Nutzer, sondern auch die Sicherheitsrisiken.

Insbesondere, wenn KI-Systeme Zugriff auf reale IT-Infrastrukturen haben, können unzureichende Schutzmechanismen schwerwiegende Folgen haben. Das zeigt nun ein weiterer Vorfall bei dem KI-Unternehmen Anthropic.

Der Entwickler des KI-Sprachmodells Claude hat nun bereits den vierten Sicherheitsvorfall offengelegt, bei dem das eigene KI-Modell auf reale Computersysteme zugegriffen hat. Der Fall war zunächst nicht entdeckt worden.

Anthropic meldet vierten Hackerangriff bei Claude

Bereits Ende Juli hatte Anthropic drei Vorfälle öffentlich gemacht, bei denen eigene KI-Modelle im Rahmen von Sicherheitstests reale Systeme kompromittiert hatten. Nun hat das Unternehmen einen vierten Fall nachgemeldet, der bei der damaligen Untersuchung zunächst unentdeckt geblieben war.

Das Team von Anthropic hatte während einer Cybersicherheits-Evaluierung vermutet, dass Claude unbeschränkten Zugriff auf das Internet erhalten haben könnte. Daraufhin analysierte das Unternehmen mehr als 141.000 Transkripte mithilfe eines automatisierten Suchverfahrens.

Dabei konnten allerdings nur drei Vorfälle identifiziert werden, da bei der Durchsuchung „eine Reihe von Transkripten übersehen“, wie das Unternehmen mitteilt. Bei einer erneuten Durchsuchung deckte das Unternehmen nun den vierten Vorfall auf.

Dieser habe sich im Januar 2026 zugetragen und eine frühe Version von Claude Opus 4.6 betroffen. Alle betroffenen Parteien seien durch das Unternehmen benachrichtigt.

Anthropic lässt Hackerangriffe unabhängig untersuchen

Anthropic weist darauf hin, dass die Vorfälle „auf einen engen Rahmen beschränkt“ geblieben seien. Die Modelle seien in den Tests „nie“ vom Ziel abgewichen und hätten auch nicht versucht, sich mit anderen Agenten abzustimmen oder die eigenen Handlungen zu verschleiern.

Das Unternehmen geht daher davon aus, dass „die bei diesen Vorfällen beobachteten problematischen Verhaltensweisen im normalen Betrieb – also wenn Claude nicht gezielt den Auftrag erhält, einen Cyberangriff durchzuführen – kaum auftreten dürften“. Würden sie dennoch vorkommen, würden Schutzmechanismen eingreifen.

Dennoch hat Anthropic nach Bekanntwerden der Vorfälle eine externe Untersuchung veranlasst. Das unabhängige Forschungsunternehmen METR soll nun prüfen, wie es zu den Sicherheitsverletzungen kommen konnte und ob künftig Schutzmaßnahmen angepasst werden müssen.

METR erhält für die Untersuchung unter anderem weitreichenden Zugriff auf Transkripte, die über den Zeitraum der Vorfälle hinausgehen. Auch soll die NPO Mitarbeiter von Anthropic befragen, denen die Weitergabe vertraulicher Informationen gestattet ist.

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AI Governance im Unternehmen: Darum wird KI-Compliance zur strategischen Pflicht

11. September 2026 um 15:00

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KI-Compliance

Was noch vor einigen Jahren nach Zukunftsmusik klang, ist längst zu einem operativen Werkzeug geworden: Künstliche Intelligenz. Inzwischen setzen immer mehr Unternehmen KI für zahlreiche Aufgaben ein – von Recherche und Kundenservice bis zu Dokumentenanalyse und Wissensmanagement. 

Dabei können KI-Anwendungen nicht nur einzelne Prozesse beschleunigen. Richtig angewendet, steigern sie die Produktivität des gesamten Unternehmens. 

Gleichzeitig jedoch entsteht eine neue Risikodimension. Denn wer Künstliche Intelligenz ohne klare Regeln, Zuständigkeiten und Kontrollmechanismen in den Arbeitsalltag integriert, riskiert etwa Datenschutzverstöße. Auch Urheberrechtskonflikte sowie Verletzungen interner Compliance-Vorgaben können durch einen unregulierten KI-Einsatz ausgelöst werden.

Um möglichen Gefahren durch den Einsatz von KI entgegenzusteuern, trat der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) am 1. August 2024 in Kraft. Er gilt unmittelbar in allen Mitgliedstaaten und wird stufenweise anwendbar: Die Verbote unzulässiger KI-Praktiken und die KI-Kompetenzpflicht greifen seit dem 2. Februar 2025, die Pflichten für Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI) seit dem 2. August 2025.

Seit dem 2. August 2026 ist die Verordnung allgemein anwendbar – seither gelten insbesondere die Transparenz- und Kennzeichnungspflichten nach Art. 50 sowie das Sanktionsregime. Damit hat sich die regulatorische Ausgangslage für den betrieblichen KI-Einsatz grundlegend verändert.

Denn Unternehmen dürfen die Künstliche Intelligenz nicht länger als reines Innovationsthema betrachten. Abhängig vom Einsatzgebiet der KI müssen sie sich immer mehr mit rechtlichen, organisatorischen und technischen Anforderungen befassen. Dadurch entwickelt sich die AI-Governance zu einem zentralen Bestandteil der modernen Unternehmensführung. 

Wichtig für die Planung: Mit dem Digital Omnibus on AI – Verordnung (EU) 2026/1744, in Kraft seit 27. Juli 2026 – wurden die Hochrisiko-Pflichten des Kapitels III verschoben. Für eigenständige Hochrisiko-KI-Systeme nach Art. 6 Abs. 2 in Verbindung mit Anhang III (etwa in Personalauswahl, Bildung oder kritischer Infrastruktur) gelten sie erst ab dem 2. Dezember 2027, für Hochrisiko-KI in regulierten Produkten nach Art. 6 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang I erst ab dem 2. August 2028.

Nicht verschoben wurden dagegen die Offenlegungspflicht bei KI-Interaktion (Art. 50 Abs. 1) und die Deepfake-Kennzeichnung durch Betreiber (Art. 50 Abs. 4): Beide gelten seit dem 2. August 2026. Für die maschinenlesbare Kennzeichnung synthetischer Inhalte nach Art. 50 Abs. 2 läuft für Systeme, die vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht wurden, eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026.

Zum 2. Dezember 2026 werden zudem neue Verbote wirksam, unter anderem für KI-Systeme zur Erzeugung nicht einvernehmlicher intimer Bilddarstellungen und von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs. Mehr Zeit bedeutet also keine Entwarnung, sondern eine Verschiebung der Prioritäten: Transparenz, Kennzeichnung und Nutzungssteuerung sind sofort relevant, die Hochrisiko-Konformität ist planbar vorzubereiten.

Der KI-Boom und seine Schattenseiten

Laut einer Bitkom-Erhebung vom März 2026 setzen 41 Prozent der deutschen Unternehmen Künstliche Intelligenz bereits ein, weitere 48 Prozent planen den Einsatz oder diskutieren darüber. Im September 2025 lag der Anteil der Nutzer noch bei rund einem Drittel – die Verbreitung wächst damit weiterhin dynamisch. Acht von zehn Unternehmen sehen KI als wichtigste Zukunftstechnologie.

Allerdings beginnt die KI-Nutzung in der Mehrzahl der Unternehmen nicht mit einem speziell darauf ausgerichteten Projekt. Stattdessen nutzen die Mitarbeiter frei verfügbare Tools oft eigeninitiativ, um:

  • Inhalte von Dokumenten zusammenzufassen
  • Texte zu verfassen
  • Codes zu optimieren

Allerdings entsteht dadurch ein erhebliches Compliance-Risiko.

Denn gelangen vertrauliche Informationen oder personenbezogene Daten in ein externes KI-System, können sich daraus sicherheitsrelevante und datenschutzrechtliche Konsequenzen ergeben.

Auch urheberrechtliche Verletzungen sind durch einen unbedachten KI-Einsatz zu befürchten. So sehen die von einer KI generierten Texte, Bilder oder Programmcodes auf den ersten Blick zwar neu und professionell aus. Jedoch können durch duplizierte oder fehlerhafte Inhalte rechtliche Fragen auftreten.

Für Unternehmen ist es daher unerlässlich zu klären, unter welchen Bedingungen KI-generierte Inhalte verwendet, veröffentlicht oder in eigene Systeme integriert werden dürfen. 

Für Verantwortliche, die diese Aufgabe übernehmen, ist eine Ausbildung zum AI Compliance Officer entscheidend. Denn es liegt in seiner Verantwortung, dass Unternehmen Künstliche Intelligenz rechtssicher, datenschutzkonform, ethisch und im Einklang mit dem EU AI Act nutzen.

Wie der EU AI Act die Spielregeln verschiebt

Der EU AI Act ist ein wesentliches Regulierungswerkzeug für den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Dabei verfolgt er einen risikobasierten Ansatz, sodass nicht jedes KI-System gleichermaßen von den in Kraft tretenden Regularien betroffen ist. 

Entscheidend ist hauptsächlich, welches Risikoniveau ein konkreter KI-Einsatz bietet. So gelten für bestimmte Anwendungen – etwa KI-Systeme, die mit personenbezogenen Daten in Berührung kommen – strengere Anforderungen als für andere.

Für Unternehmen ergibt sich daraus längst mehr als die Frage, ob eine KI zum Einsatz kommen darf. Vielmehr ist zu klären:

  • welches System für welchen Zweck Anwendung finden soll
  • welche Daten dabei verarbeitet werden
  • welche Risiken dadurch entstehen
  • welche organisatorischen und technischen Maßnahmen erforderlich sind

Besonders wichtig für den KI-Einsatz in Unternehmen sind Transparenz, Kompetenz und vor allem ein umfassendes Risikomanagement. Dementsprechend benötigen Firmen nicht nur einen groben Überblick über ihre KI-Anwendungen. Sie müssen diese auch systematisch auf ihr Nutzen-Risiko-Verhältnis bewerten können.

Wichtig: Der EU AI Act sollte nicht isoliert betrachtet werden. Er geht Hand in Hand mit datenschutzrechtlichen Anforderungen – etwa aus der DSGVO – Vorgaben zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen, Urheberrecht sowie branchenspezifischen Compliance-Vorgaben. Damit entwickelt sich KI-Compliance mehr und mehr zu einer Querschnittsaufgabe zwischen Recht, IT, Informationssicherheit, Datenschutz, HR und Management. 

Wie KI-Governance Ordnung bei der KI-Nutzung schafft

Damit Unternehmen Künstliche Intelligenz zukünftig rechtssicher und datenschutzkonform einsetzen können, ist eine interne AI-Governance unerlässlich. Hierbei handelt es sich um eine Art unternehmensweiten Ordnungsrahmen, der festlegt:

  • wie KI-Systeme ausgewählt werden
  • wie sich Künstliche Intelligenz in den Unternehmensalltag einführen lässt
  • wie KI-Systeme zu betreiben sind
  • wer den KI-Einsatz überwacht
  • wann und unter welchen Bedingungen KI-Systeme wieder abgeschaltet werden

Dabei beginnt eine belastbare KI-Governance-Strategie mit einer Art Inventur. Gemeint ist: Unternehmen müssen in Erfahrung bringen:

  • welche Systeme sie überhaupt nutzen
  • in welchen Fachbereichen sie zum Einsatz kommen und 
  • welche Daten dabei verarbeitet werden

Darauf aufbauend, können Risikoklassen, Freigaben und Verantwortlichkeiten definiert werden.

Auch klare Nutzungsrichtlinien sind unerlässlich. Rechtlich gilt seit dem 2. Februar 2025 die KI-Kompetenzpflicht nach Art. 4 AI Act; seit dem 27. Juli 2026 ist sie durch die Verordnung (EU) 2026/1744 abgeschwächt: Anbieter und Betreiber müssen die KI-Kompetenz ihres Personals fördern, ein bestimmtes Kompetenzniveau für einzelne Personen aber nicht garantieren. Aus Governance-Sicht bleibt eine strukturierte Qualifizierung dennoch geboten – schon zur Vermeidung fehlerhafter Entscheidungen durch unkritische Übernahme von KI-Ergebnissen. Mitarbeitende sollten deshalb verbindlich unterwiesen werden:

  • welche KI-Systeme sie nutzen dürfen und welche nicht
  • welche Daten in die Systeme eingegeben werden dürfen
  • wann eine menschliche Prüfung erforderlich ist

Insbesondere für sensible Anwendungsfälle sind zudem verbindliche Freigabe- und Dokumentationsprozesse zu etablieren. 

Die neue Key-Position im Unternehmen: der AI Compliance Officer

Wichtig ist, eine AI-Governance im Unternehmen nicht als KI-Verbotskonzept zu verstehen. Vielmehr wird durch die Regulierung ein kontrollierter Rahmen geschaffen, in dem die KI-basierte Innovation sicher und rechtskonform stattfinden kann. 

Denn nur durch klare und verständliche Regeln kann die Künstliche Intelligenz skalierbar und vor allem verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen.

Die Verantwortung für die sichere KI-Nutzung liegt jedoch längst nicht mehr nur bei der IT-Abteilung oder den Datenschutzverantwortlichen einer Firma. Stattdessen werden spezialisierte Ansprechpartner benötigt, die technische, organisatorische und rechtliche Perspektiven miteinander verknüpfen können.

Einer davon ist der AI Compliance Officer. Diese Funktion ist im AI Act nicht als Pflichtamt vorgesehen. Sie ist ein Instrument freiwilliger Governance-Praxis, mit dem Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen an Risikobewertung, Transparenz und Kompetenzförderung organisatorisch verankern und prüfungssicher nachweisbar machen. Er kann abhängig von Unternehmensgröße und -struktur entweder eigenständig agieren oder sich in eine bestehende Compliance-, Datenschutz- oder Governance-Struktur integrieren. 

Zu seinem Aufgabenprofil gehören unter anderem:

  • die Bewertung geplanter KI-Anwendungen
  • die laufende Überwachung von KI-Systemen
  • die Unterstützung bei der Klassifizierung von möglichen Risiken
  • die Entwicklung unternehmensinterner KI-Richtlinien
  • die stetige Aktualisierung von Governance-Prozessen
  • die Koordination zwischen Fachabteilungen, Datenschutz, IT und Rechtsabteilung

Um sich für die Zukunft und damit für den zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz in allen Unternehmensbereichen zu rüsten, müssen Firmen ihre Mitarbeitenden ausreichend qualifizieren. 

So können sie in die Ausbildung eines oder mehrerer AI Compliance Officer investieren. Dadurch erhalten sie unternehmensweit das notwendige Rüstzeug, um KI-Anwendungen strukturiert zu bewerten und sicher einzusetzen.

Von der Compliance-Pflicht zum Wettbewerbsvorteil

Die KI-Regulierung und die damit einhergehenden Anforderungen an Unternehmen scheinen zunächst eine Belastung zu sein. Gleichzeitig kann sich der strukturierte und rechtskonforme Einsatz Künstlicher Intelligenz jedoch zu einem starken Wettbewerbsvorteil entwickeln. Insbesondere für digital getriebene Firmen. 

Etablieren sie frühzeitig belastbare Governance-Strukturen, können sie KI-Systeme schneller und vor allem sicherer skalieren. Dadurch heben sie sich von der Konkurrenz ab.

Compliance sollte daher nicht als Bremse im Innovationsprozess verstanden werden, sondern als wichtiges Qualitätsmerkmal und Möglichmacher. 

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KI-Angriffe: Geheimdienste sollen neue Befugnisse erhalten

11. September 2026 um 11:00

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KI-Angriffe deutsche Unternehmen Geheimdienste

Die Gefahr durch Angriffe auf deutsche Unternehmen hat durch Künstliche Intelligenz massiv zugenommen. Deutschland reagiert auf die neuen Angriffsmuster und rüstet nach. Unter anderem sollen den eigenen Nachrichtendiensten weitreichende Befugnisse im Hinblick auf KI gewährt werden. Eine kommentierende Analyse.

Deutsche Unternehmen im Fadenkreuz

Nicht nur bewaffnete Konflikte haben weltweit zugenommen, sondern vor allem auch verdeckte Angriffe auf Unternehmen. Da ein Krieg zwischen fortgeschrittenen Industrienationen oder mächtigen Bündnissen die Welt schnell ins Chaos stürzen könnte, bauen viele Staaten darauf, ihre Kontrahenten durch Datendiebstahl, Sabotage und Industriespionage zu schwächen. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie ordneten 37 Prozent der betroffenen deutschen Unternehmen mindestens einen Angriff einem fremden Nachrichtendienst zu. Der Gesamtschaden soll bei über 200 Milliarden Euro liegen, von denen drei Viertel auf Cyberattacken entfallen.

Viele dieser Operationen lassen sich nur schwer verhindern, da die Angreifer neue Methoden nutzen. Während Schäden durch klassische Methoden wie Ransomware sinken, ist die Nutzung von KI sprunghaft angestiegen. Häufig lässt sich der Einsatz Künstlicher Intelligenz nicht mit Sicherheit nachweisen, doch die Unternehmen stellen fest, dass Angriffe immer besser und schneller angepasst werden, gefälschte Audio- und Videoaufnahmen eine deutlich höhere Qualität aufweisen, E-Mails mit schädlichen Inhalten professioneller klingen und die Angriffsfrequenz deutlich gestiegen ist. All das deutet auf KI hin. Die Technologie senkt die Hürden für Angreifer und sorgt dafür, dass Gegenmaßnahmen deutlich schneller unwirksam werden.

Schnelle und koordinierte Reaktionen sind also wichtiger als jemals zuvor. Aus diesem Grund hat das Bundeskabinett eine Reform der Nachrichtendienste beschlossen. Unter anderem sollen BND und Verfassungsschutz KI in Zukunft zur Massenanalyse von Daten heranziehen dürfen. Auch eine Gesichtserkennung in Echtzeit ist vorgesehen. Zudem können die Geheimdienste den Datenverkehr umleiten, Falschinformationen streuen und auf private Kameras zugreifen. Sie sollen nicht nur aufklären, sondern aktiv eingreifen. Besonders umstritten ist die Weisung an das BSI, Sicherheitslücken an den BND zu melden, anstatt sie direkt zu schließen. Der Staat soll durch die Reformen seine Bürger schützen, kann uns aber auch besser überwachen.

Das Wettrennen hat begonnen

Die Gefahr ist real, und die Zahlen sprechen für sich. Ein Anstieg der Angriffe fremder Geheimdienste von sieben auf 37 Prozent innerhalb von drei Jahren ist keine Panikmache. Um sich effektiv gegen KI verteidigen zu können, müssen die Verteidiger selbst auf KI bauen. Damit können Schwachstellen früher erkannt und Maßnahmen schneller umgesetzt werden. Der Mensch alleine kann im Wettlauf mit der Maschine nicht mithalten.

Die Maßnahmen ergeben also grundsätzlich Sinn, doch die absichtlich offen gelassenen Sicherheitslücken, die der BND für seine Zwecke nutzen will, sind nur schwer zu vermitteln. Denn Kriminelle und fremde Dienste können diese ebenfalls ausnutzen. Unternehmen werden vom Staat also gleichzeitig geschützt und gefährdet. Das passt nicht zusammen und wird den Verantwortlichen um die Ohren fliegen, sollte es in Zukunft zu Problemen kommen.

Die Frage ist, ob die neuen Befugnisse der Geheimdienste an den richtigen Stellen greifen. Denn die meisten Schäden entstehen nicht durch Hightech-Angriffe. Stattdessen sind die häufigsten Ursachen eine unzureichende Erkennung von Vorfällen, ein schwaches Zugriffsmanagement und mangelnde Konfigurationen. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, müssten die Unternehmen ihr Budget für IT-Sicherheit erhöhen.

Neben den Unternehmen sind auch wir Konsumenten betroffen. Laut der Verbraucherzentrale betrug der Schaden durch von KI gestütztem Betrug im letzten Jahr über zehn Milliarden Euro. Und das BKA gibt bekannt, dass solche Vorfälle viermal häufiger vorkommen als noch 2023. Stimmen lassen sich inzwischen sehr einfach klonen und Texte können innerhalb von Sekunden fehlerfrei erstellt werden.

Ein weiteres Diskussionsthema: Europa macht sich immer abhängiger von Sicherheitslösungen aus den USA. 70 Prozent der Unternehmen sind der Meinung, Firmen und Behörden sollten lieber auf Technologien aus Deutschland oder Europa setzen. Denn wie schnell diese Abhängigkeit zum Problem werden kann, hat der Fall Anthropic gezeigt. Die US-Regierung hatte dem KI-Unternehmen verboten, das stärkste Modell der KI Claude Ausländern zur Verfügung zu stellen.

Stimmen

  • „Die Ergebnisse der Bitkom-Studie fügen sich nahtlos in das Bild der aktuell hohen Bedrohungslage ein. Sie zeigen dieses Jahr erneut, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland im Zielspektrum von Cyberoperationen staatlicher sowie nicht-staatlicher Akteure steht“, sagt BfV-Präsident Sinan Selen. „Ausländische Nachrichtendienste haben ihre hybriden Aktivitäten intensiviert und sind zunehmend für die Angriffe auf die deutsche Wirtschaft verantwortlich. Sowohl der anhaltende Angriffskrieg Russlands, als auch die voranschreitende, verschleierte Nutzung von KI bei Cyberangriffen stellen die Unternehmen vor große Herausforderungen.“
  • Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sagt in BILD zur Reform: „Die hybride Bedrohungslage, die Versuche der Destabilisierung durch Sabotage, Spionage, Cyberangriffe und verdeckte Aktionen fremder Mächte bekommen eine neue Antwort.“ Die Maßnahmen würden „aus unseren Nachrichtendiensten echte Geheimdienste“ machen. Und weiter: „Es ist höchste Zeit, dass wir uns wettbewerbsfähig und auf Augenhöhe mit unseren Partnerdiensten in der Welt aufstellen. Dazu braucht es operative Fähigkeiten und aktive Befugnisse, um gegen den modernen Staatsterrorismus und extremistische Gruppen effektiver vorzugehen.“
  • Doch welche innenpolitischen Auswirkungen haben die Reformen? Kai Dittmann von der Gesellschaft für Freiheitsrechte warnt vor einem „massiven Machtzuwachs der Nachrichtendienste“. Dittmann weiter: „BND und Verfassungsschutz sollen mit ausgeweitetem Staatstrojaner-Einsatz, KI-Analysen praktisch ohne Schutzmaßnahmen, Zugriff auf private Videokameras und sogar Hackbacks tief in Grundrechte eingreifen können, obwohl die gesetzlichen Hürden vielfach vage und zu niedrig bleiben.“

Who watches the Watchmen?

Deutsche Unternehmen müssen vor Angriffen von außen geschützt werden. Aber mit Gefahren, die abgewehrt werden sollen, gehen sehr oft auch Einschränkungen der Bürger einher. Und wenn dann noch Künstliche Intelligenz mit einbezogen wird, könnte der Überwachungsapparat schnell aus den Fugen geraten.

Aber so weit ist es noch lange nicht. Die neuen Reformen müssen erst noch durch den Bundestag, und Änderungen sind sehr wahrscheinlich. Angesichts der angesprochenen Bedenken dürfte auch das Bundesverfassungsgericht noch ein Wörtchen mitzureden haben. Was vor allem geklärt werden muss: Wie viel würden die Befugnisse der Nachrichtendienste überhaupt bringen? Denn auf den ersten Blick würde sich für die Unternehmen wenig ändern.

Die wirksamsten Maßnahmen gegen Angriffe sind unspektakulär und auch jetzt schon umsetzbar. Firmen müssen ihre Angriffsfläche verkleinern, Sicherheitslücken schließen, Zugriffsrechte regelmäßig prüfen und Notfallpläne immer wieder testen. Um diese Grundlagen abzuhaken, braucht es keine neuen Werkzeuge und keine neuen Rechte für die Geheimdienste. Deutsche Firmen müssen erst einmal selbst ihre Hausaufgaben machen.

Dass immer mehr Angreifer KI benutzen, ist keine Überraschung und war absehbar. Beunruhigend ist eher, dass über die Hälfte aller befragten Unternehmen KI-Attacken vermuten, ohne diese belegen zu können. Wer sich noch nicht einmal sicher ist, vor was er sich schützen muss, kann auch keine effektive Strategie zur Verteidigung entwickeln. Es liegt also ein strukturelles Problem vor, das sich Hacker aus China und Russland zunutze machen.

Unsere Geheimdienste nehmen die neuen Berechtigungen natürlich gerne an. Aber die Frage ist, ob sie wirklich alles dürfen sollen, nur weil es technisch möglich ist. Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge, die Dienste handlungsfähig zu machen, ohne die Rechtsstaatlichkeit zu verletzen. Ein Schutz vor Angriffen von außen bringt uns wenig, wenn wir im Gegenzug zu gläsernen Bürgern werden, die immer und überall überwacht werden können.

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Lefant M210 Pro Omni: Saugroboter mit Frischwasser-Wischfunktion

11. September 2026 um 09:30

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Lefant M210 Pro Omni

Saugroboter plus Wischen klingt nach Alltagserleichterung. Bis der Wischpad nach zehn Minuten wie ein Schmutzradierer über den Boden gezogen wird. Genau an dieser Stelle setzt der Lefant M210 Pro Omni an: mit einer Roller-Mop-Technik, die während des Wischens kontinuierlich mit Frischwasser arbeitet und Schmutzwasser wieder aufnimmt.

Warum viele Wischroboter im Alltag „sauber wirken“, aber nicht sauber wischen

Bei vielen Robotern ist die Wischfunktion eher ein Feucht-Wischen: Ein Pad wird befeuchtet und über die Fläche gezogen. Das hilft gegen Staubfilm. Aber bei Küche, Eingangsbereich oder rund um den Futternapf entstehen schnell Situationen, in denen man sich fragt: Wische ich hier gerade wirklich oder verteile ich nur Schmutz?

Der Kern des Problems ist simpel: Wer ohne echte Schmutzwasseraufnahme arbeitet, transportiert den gelösten Dreck oft weiter über den Boden. Roller-Mop-Systeme verfolgen dagegen ein anderes Prinzip: Sie bringen frisches Wasser an den Kontaktpunkt, schrubben mechanisch und führen Schmutzwasser in einen separaten Kreislauf zurück. Genau dieses „Frisch rein – dreckig raus“-Prinzip wird bei Roller-Mops häufig als entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Pads genannt.

Wenn du also gezielt nach einem Saugroboter mit Wischfunktion suchst, geht es weniger um Marketingbegriffe, sondern um Wasserführung, Druck und die Frage, ob das System die gelöste Verschmutzung wirklich wieder einsammelt.

Aktuell ist der Lefant M210 Pro Omni besonders günstig erhältlich: Statt des ursprünglichen Preises von 599,99 Euro kostet der Saugroboter 279,99 Euro. Mit dem Gutscheincode U4RP6M5A sinkt der Preis noch einmal auf 198,79 Euro – eine Ersparnis von 67 Prozent! Das Angebot gilt allerdings nur bis zum 14. September 2026, beziehungsweise solange der Vorrat reicht.

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Der Unterschied beim Lefant: Live-Water-Roller statt einem Pad für alles

Der Lefant M210 Pro Omni setzt auf eine Live-Water-Roller-Mop-Technik: Während der Roboter fährt, wird der Roller mit frischem Wasser versorgt, arbeitet mit hoher Drehzahl und wird dabei kontinuierlich von Schmutz befreit.

Technisch entscheidend sind dabei drei Punkte:

  • Mechanische Aktion: Ein 20‑cm‑Roller, der mit bis zu 240 U/min rotiert, erzeugt mehr echte Reibung als ein statisches Tuch.
  • Konstanter Anpressdruck: Der Druck liegt bei 15 N. Hilfreich, um angetrocknete Flecken (z. B. Kaffee oder Sojasauce) überhaupt anzulösen.
  • Wasserführung mit Trennung von sauber/dirty: Ziel ist, dass der Roller nicht „immer schmutziger“ wird, sondern fortlaufend gespült und abgezogen wird.

Das klingt nach Detail, ist aber im Alltag der Unterschied zwischen „sieht nach Wischen aus“ und „merkt man barfuß“.

Lefant M210 Pro Omni
Bild: Lefant

280 mm Kompaktmaß: Wenn „unter dem Sofa“ wirklich ein Use Case ist

Viele Premium-Modelle sind rund 350 mm im Durchmesser. Das ist für offene Flächen okay, wird aber in kleinen Wohnungen oder bei eng gestellten Möbeln schnell zum praktischen Limit. Lefant setzt beim M210 Pro Omni auf ein sehr kompaktes 280×290×99‑mm-Format. Damit kommt der Roboter leichter unter niedrige Möbelkanten und in Zwischenräume, die sonst schlicht nicht befahren werden.

Gerade in Wohnungen mit viel Stauraum unter Bett, Sofa oder Sideboard ist die „Randzone“ oft der Ort, an dem sich Staub und Haare sammeln, weil man dort beim manuellen Putzen am seltensten hinkommt. Ein kleineres Chassis ist hier kein Nice-to-have, sondern eine Strategie für mehr reale Abdeckung.

20.000 Pa Saugkraft und ein Ansatz, der für Tierhaare gedacht ist

Der M210 Pro Omni ist mit bis zu 20.000 Pa angegeben. Mehr wichtig als die Zahl allein ist aber, wie der Roboter mit Haaren umgeht. Denn die klassische Schwachstelle vieler Saugroboter ist nicht die Saugkraft, sondern die Wartung: Haare wickeln sich um Bürsten, Lager setzen sich zu – und irgendwann sinkt die Leistung, obwohl der Motor theoretisch stark genug wäre.

Lefant positioniert hier eine 100% tangle-free brushless suction inlet-Lösung: also einen bürstenlosen Saugkanal, der Haar-Wickeln von vornherein vermeiden soll. Das Konzept passt zu dem, was man bei „brushless“ bzw. tangle-free Ansätzen generell sieht: weniger Stellen, an denen sich Haare mechanisch festsetzen können – und damit weniger Nacharbeit nach jedem Lauf.

In der Praxis ist das vor allem für Haushalte mit langen Haaren, mehreren Personen oder Haustieren relevant. Wer schon mal alle paar Tage am Hauptbürsten-Roller herumgeschnitten hat, weiß: Wartung entscheidet, ob ein Reinigungsgerät genutzt wird oder im Zweifel irgendwann nur noch „rumsteht“.

Zwei Seitenbürsten, 800-ml-Staubbox und keine Beutelpflicht

Ein weiterer Alltagsfaktor ist die Frage, wie oft man sich überhaupt kümmern muss. Lefant setzt auf zwei Seitenbürsten, um Staub und Krümel besser in den Saugkanal zu ziehen. Ergänzt wird das durch einen 800‑ml-Staubbehälter, der laut Briefing bis zu zwei Wochen aufnehmen kann.

Wichtig: Hier ist keine Beutelpflicht vorgesehen. Das senkt Folgekosten und macht das System für viele Nutzer transparenter, statt regelmäßig Verbrauchsmaterial nachkaufen zu müssen. Wer Wert auf langfristige Kostenkontrolle legt, sollte diesen Punkt nicht unterschätzen.

All-in-One-Station: Frischwasser rein, Schmutzwasser raus, Roller trocknet

Beim Wischen ist die Station oft der eigentliche Gamechanger. Weil sie darüber entscheidet, wie viel Pflege nach dem Lauf hängen bleibt. Die Dockingstation des M210 Pro Omni arbeitet mit zwei Tanks: 2,4 l Frischwasser und 1,5 l Schmutzwasser. Nach der Rückkehr kann das System Wasser nachfüllen, Schmutzwasser abführen, den Roller spülen und anschließend lufttrocknen.

Das Ziel ist klar: Wenn ein Robotermopp nicht in ein paar Minuten bereit für den nächsten Lauf ist, wird er im Alltag weniger genutzt. Eine Station, die den Roller wäscht und trocknet, reduziert genau diese Reibung und damit das klassische „eigentlich wäre Wischen gut, aber…“-Problem.

Navigation & Hindernisse: dToF-Laser, PSD 2.0 und Freemove

Neben Saug- und Wischleistung zählt: Kommt der Roboter ohne ständiges Eingreifen klar? Der M210 Pro Omni nutzt dToF-Lasernavigation und bietet laut Datenblatt verschiedene Modi (z. B. Zonen- und Raumreinigung, No-Go-Zonen sowie gespeicherte Karten). Für Haushalte mit mehreren Etagen interessant: Es werden bis zu drei Karten unterstützt.

Für Hindernisse und „Festfahren“ nennt Lefant zwei Ansätze:

  • PSD 2.0 Obstacle Avoidance: 9 Sensor-Sets und ein 190°-Detektionsbereich sollen blinde Zonen minimieren.
  • Freemove Full-Body Sensing: Eine patentierte, vollflächige Kollisions-/Anti-Stuck-Erkennung ohne klassische, bewegliche Stoßfänger-Mechanik.

Das ist genau die Art von Technik, die man nicht wegen eines Datenblatt-Hakens kauft, sondern weil sie die Anzahl der „Roboter steckt fest“-Momente im Alltag reduzieren soll.

Smart Control: Dual-Band-WLAN und Apple Watch als praktisches Extra

Die App ist bei Saugrobotern Standard, aber nicht jede Verbindung ist alltagstauglich. Lefant nennt hier Dual-Band 2,4/5 GHz sowie Bluetooth Quick Connect, was Pairing und Stabilität verbessern soll. Dazu kommt ein eher seltenes Feature: Apple-Watch-Kompatibilität, um schnell zu starten/stoppen oder Status zu checken, ohne erst das Smartphone zu suchen.

Zusätzlich werden Alexa und Google Assistant unterstützt, inklusive Sprachansagen/Prompts am Gerät.

Für wen der Lefant M210 Pro Omni besonders interessant ist

Der M210 Pro Omni wirkt vor allem dann sinnvoll, wenn du in einem dieser Szenarien steckst:

  • Kleine Wohnung oder viele niedrige Möbel: Kompaktes 280‑mm-Design für mehr reale Abdeckung.
  • Du willst wirklich wischen: Roller-Mop mit Frischwasserführung und Schmutzwasseraufnahme.
  • Haare sind ein Dauerthema: Brushless/tangle-free Ansatz, um Wartung zu reduzieren.
  • Du willst geringe Folgekosten: 800‑ml-Staubbox ohne Beutelpflicht.
  • Du willst wenig Handarbeit: All-in-One-Station für Spülen und Trocknen des Rollers.

Unterm Strich ist das ein Saugroboter mit Wischfunktion, der nicht nur über Saugkraft verkauft, sondern über ein System, das im Wischbetrieb die typische Schwäche vieler Kombigeräte adressiert: das Wischen mit immer dreckiger werdendem Mop.

Aktuell ist der Lefant M210 Pro Omni besonders günstig erhältlich: Statt des ursprünglichen Preises von 599,99 Euro kostet der Saugroboter 279,99 Euro. Mit dem Gutscheincode U4RP6M5A sinkt der Preis noch einmal auf 198,79 Euro – eine Ersparnis von 67 Prozent! Das Angebot gilt allerdings nur bis zum 14. September 2026, beziehungsweise solange der Vorrat reicht.

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Waymo vs. Tesla: Wer hat beim autonomen Fahren die Nase vorn?

11. September 2026 um 05:45

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Waymo Tesla autonomes fahren wie funktioniert

Waymo und Tesla setzen beim autonomen Fahren auf völlig unterschiedliche Techniken. Doch wie funktionieren die beiden Ansätze im Detail und gibt es einen klaren Gewinner?

Autonome Fahrzeuge dringen langsam aber sicher in unseren Alltag vor. Dabei haben sich in den vergangenen Jahren zwei Unternehmen als Pioniere auf dem Feld herauskristallisiert: Waymo und Tesla. Waymo-Fahrzeuge haben bereits einige Kilometer hinter sich gebracht, denn der Dienst ist seit 2020 vollständig autonom unterwegs. Tesla startete hingegen erst Mitte 2025 seinen eigenen Taxi-Dienst, der sich nicht in der Testphase befindet.

Zunächst noch mit umgebauten Model Y-Fahrzeugen, in Kürze in der Breite mit dem sogenannten Cybercab. Während Waymo auf festgelegtes Wissen und eine Mischung aus Lidar-, Radar- und Kameradaten setzt, kommt bei Tesla ein System namens Pure Vision zum Einsatz, das eher die Umgebungsinformationen zur Laufzeit nutzt und mittels eines neuronalen Netzwerks berechnet. Das wird auch dann deutlich, wenn man die Ausstattung der Fahrzeuge vergleicht.

Unterschiedliche Ansätze: Wie autonomes Fahren bei Waymo und Tesla funktioniert

Die Waymo-Flotte ist mit vorab vermessenen HD-Karten ausgestattet, die gleichzeitig über Wissen zu Objekten und Verkehrsregeln verfügt. Während der Fahrt messen die Lidar-Sensoren die Distanz zu Hindernissen und erstellen aus den Informationen eine Punktwolke der Umgebung.

Gleichzeitig schätzen Kameras die Situation und die Entfernung zu Objekten rein von einer zweidimensionalen Sicht ein. Insgesamt kommen so 13 Kameras, vier Lidar-Einheiten, sechs Radar-Einheiten und Audio-Empfänger unter die Haube. Bei Tesla verzichten die Ingenieure hingegen auf ein klassisches Radar.

In den autonomen Modellen von Tesla basiert das Fahren auf einer reinen Kamera-Architektur. 48 intelligente Netzwerke, deren Training nahezu 70.000 GPU-Stunden in Anspruch nimmt, interpretieren die Informationen dann und setzen sie in einen Kontext. Im Endeffekt geht es bei Tesla also primär um Daten, was alleine 2,5 Milliarden Telemetrie-Pakete im dritten Quartal 2025 deutlich machen.

Autonomes Fahren soll generell sicherer sein

Beim Thema Sicherheit veröffentlichen beide Unternehmen zwar Daten, diese basieren jedoch auf unterschiedlichen Messmethoden und lassen sich nicht direkt gegenüberstellen. Waymo gibt an, dass die Autos 92 Prozent weniger Unfälle mit schweren Verletzungen oder Todesfolge verursachen, die Anzahl an Unfällen mit Verletzten sinke um 82 Prozent. Bei Tesla sprechen die Verantwortlichen von siebenmal weniger schwere und leichte Kollisionen bei fünfmal weniger Kollisionen auf Land- und Stadtstraßen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Waymo und Tesla auf unterschiedliche Ansätze setzen, die das autonome Fahren sicherer gestalten sollen. Während bei Waymo der Aufwand vor der Fahrt durch Vermessungen und HD-Daten etwas höher ist, liegt die Sicherheit bei Tesla eher in der richtigen Interpretation der KI-Modelle. Das führt auch dazu, dass beim Taxi-Dienst von Tesla in der Bay Area noch ein Sicherheitsfahrer am Steuer sitzt, während das Modell in Dallas und Houston auch ohne Support auskommt.

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Deutschland nur im Mittelfeld: Diese Länder bieten das beste Leben

10. September 2026 um 20:05

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Frau Lissabon Leben Portugal

Wo auf der Welt ist das Leben am angenehmsten? Laut einer Studie sind es weder die reichsten Nationen noch die üblichen Verdächtigen, die das Ranking anführen. Deutschland landet auf der Liste nur im Mittelfeld, die USA schneiden sogar noch schlechter ab.

Wenn Länder miteinander verglichen werden, geht es meist um die reine Wirtschaftskraft oder zumindest um die Kaufkraft der Bürger. Doch bei einer holistischen Bewertung des Lebens spielen auch andere Aspekte eine Rolle. Deshalb landen viele der reichsten Nationen der Welt auf der Liste deutlich weiter hinten, als man vermuten würde. Und auch die Top Ten bietet viele Überraschungen.

In diesen Ländern ist das Leben am angenehmsten

Das Portal Rumavi hat 192 Nationen anhand von 24 Kriterien bewertet, um zu ermitteln, wo auf der Welt das Leben am angenehmsten ist. Die Gesamtwertungen basieren auf vier Säulen: Lebensqualität und Gesundheit, Finanzen und Steuern, Sicherheit und Stabilität sowie Niederlassung und Chancen. Auf diese Weise wird eine Punktzahl von maximal 100 ermittelt.

Das daraus resultierende Ranking wird vor allem von Europa und Asien dominiert. Doch obwohl die Hälfte der 20 besten Nationen in Europa liegt, landet Deutschland mit 65,7 Punkten nur auf Platz 50. Einer der Hauptgründe sind die hohen Abgaben. Frankreich und Italien liegen sogar noch weiter hinten. Selbst die Schweiz schafft es nicht unter die ersten 20, obwohl sie in der Region den besten Wert in Sachen Sicherheit aufweisen kann.

Bei den USA sieht es noch düsterer aus. 60,0 Punkte reichen nur für Rang 107. Bildung und Chancen werden gut bewertet, doch Gesundheit, Sicherheit und Stabilität erhalten jeweils niedrige Wertungen. Von den letzten 20 Ländern liegen 13 in Afrika. Die Schlusslichter befinden sich jedoch in Asien: Jemen (41,5) und Afghanistan (39,5). Welche Staaten es ganz nach oben geschafft haben, erfahrt ihr im folgenden Ranking.

Platz 10: Malta

Gleich vorweg: Die Punktwerte liegen sehr nahe beieinander. Los geht es mit Malta, das mit 69,8 bewertet wird. Niederlassung und Chancen sind die größten Stärken und erhalten jeweils eine Punktzahl von 75. Malta ist das erste von insgesamt fünf europäischen Ländern in der Top Ten.

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Netflix-Preiserhöhung: So kannst du die höheren Kosten mehrere Monate aufschieben

10. September 2026 um 17:00

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Netflix Preiserhöhung umgehen Streaming Streamingdienst

Netflix hat die Preise für seine Abos angehoben, doch Bestandskunden müssen nicht sofort mehr bezahlen. Denn während die höheren Kosten für Neukunden unmittelbar gelten, haben Nutzer mit bereits bestehenden Abos die Möglichkeit, die Preiserhöhung bei Netflix noch einige Monate hinauszuzögern.

Netflix hatte seine Preise in Deutschland zuletzt im April 2024 erhöht. Nun dreht der Streamingdienst schon wieder an der Preisschraube. Vor wenigen Tagen hat der Konzern seine Abopreise für Neukunden angehoben.

Die höheren Preise sollen auch für Bestandskunden gelten und „in den kommenden Wochen“ schrittweise eingeführt werden. Damit die Preiserhöhung tatsächlich wirksam wird, ist jedoch zunächst die Zustimmung der Kunden erforderlich.

Dafür erhalten Netflix-Abonnenten eine Information über die beim Abo hinterlegte E-Mail-Adresse. Auch in der Netflix-App erscheint ein Pop-up, mit Infos über die Preiserhöhung.

Wer dieser direkt zustimmt, zahlt bereits ab dem nächsten Abrechnungszeitraum den höheren Preis. Doch das ist nicht zwingend notwendig. Mit einem Trick kannst du noch mehrere Monate zum alten Abo-Preis streamen.

Netflix erhöht die Preise für seine Abos

Die aktuelle Preiserhöhung betrifft alle Netflix-Abos gleichermaßen. So steigen die Preise für alle Abo-Varianten um zwei Euro.

Für das Standard-Abo mit Werbung werden künftig statt 4,99 Euro jetzt 6,99 Euro im Monat fällig. Der Preis für das Standard-Abo ohne Werbung, bei dem außerdem eine Zusatzmitgliedschaft hinzugebucht werden kann, steigt von 13,99 Euro auf 15,99 Euro monatlich.

Auch Netflix-Premium wird teurer und und kostet künftig 21,99 Euro statt 19,99 Euro im Monat. Dieses Abo bietet Nutzern als einziges die Optionen, in 4K zu streamen. Außerdem können hier zwei Zusatzmitgliedschaften hinzugefügt werden.

Zusatzmitgliedschaften ermöglichen es Netflix-Kunden, gegen einen monatlichen Aufpreis eine weitere Person außerhalb des eigenen Haushalts zum Abo hinzuzufügen. Diese erhält ein eigenes Profil und eigene Zugangsdaten, nutzt aber weiterhin das bestehende Netflix-Abo mit.

Auch die Preise hierfür hat der Streamingdienst angehoben. So werden für die Zusatzmitgliedschaft mit Werbung statt 3,99 Euro künftig 4,99 Euro im Monat fällig. Die Zusatzmitgliedschaft ohne Werbung wird ebenfalls einen Euro teurer – der Preis steigt von 4,99 Euro auf 5,99 Euro im Monat.

Das alte Netflix-Basisabo stellt der Streamingdienst im Zuge der Preiserhöhungen komplett ein. Bestandskunden, die noch über dieses alte Abo streamen, müssen sich nun für eine der neuen Abo-Varianten entscheiden.

So kannst du die Preiserhöhung bei Netflix vorerst umgehen

Da Netflix für die Preiserhöhung von seinen Kunden aktiv eine Zustimmung einholen muss, gilt diese nicht unmittelbar. Wie Golem berichtet, gewährt der Streamingdienst hierfür nach eigenen Angaben ein „zweimonatiges“ Zeitfenster.

Wird der neue Preis in diesen zwei Monaten nicht angenommen, folge eine „einmonatige Frist, nach der das Abo automatisch endet“. Das bietet Abonnenten die Möglichkeit, die Preiserhöhung bis zu drei Monate zu umgehen.

Bei einem Premium-Abo mit den zwei möglichen Zusatzmitgliedschaften lässt sich so eine maximale Ersparnis von neun Euro herausholen. Alle Abos ohne Zusatzmitgliedschaften sparen auf diesem Weg insgesamt sechs Euro.

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Welax S9 Pro im Test: Lohnt sich dieser Ergonomiestuhl für rund 400 Euro?

10. September 2026 um 16:00

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Welax S9 Pro

Der Welax S9 Pro ist ein ergonomischer Bürostuhl, der sich vor allem an Menschen richtet, die täglich viele Stunden am Schreibtisch verbringen und dabei auch nach langer Zeit noch komfortabel sitzen wollen. Mit einer dynamischen Lordosenstütze, 6D-Armlehnen, einer 3D-Kopfstütze und einer ausziehbaren Fußstütze bietet das Modell zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten, die auf dauerhaften Sitzkomfort ausgelegt sind. Eine zentrale One-Touch-Steuerung macht die Einstellung zusätzlich unkompliziert. Wir haben uns den Welax S9 Pro genauer angesehen und verraten, wie gut der Bürostuhl im Alltag – und vor allem auf lange Sicht – funktioniert.

Wer im Homeoffice oder Büro viele Stunden am Schreibtisch sitzt, kennt das Problem: Nach ein paar Stunden melden sich Rücken, Nacken oder Schultern. Bleibt die Sitzhaltung über Wochen und Monate falsch, wird aus dem gelegentlichen Ziehen im Kreuz schnell eine wiederkehrende Verspannung – im schlimmsten Fall sogar ein chronisches Problem. Ein guter ergonomischer Bürostuhl kann das nicht allein lösen, aber er kann den Körper dabei unterstützen, immer wieder in eine natürliche, wechselnde Sitzposition zu finden.

Genau hier setzt der Welax S9 Pro an: ein ergonomischer Bürostuhl mit dynamischer Lordosenstütze, 6D-Armlehnen, 3D-Kopfstütze und ausziehbarer Fußstütze, der sich über eine zentrale One-Touch-Steuerung einstellen lässt. Wir haben den Stuhl mehrere Wochen im Alltag getestet – von der Montage über die Ersteinstellung bis zum Langzeitkomfort im Büroalltag.

Was ist der Welax S9 Pro?

Der Welax S9 Pro ist ein ergonomischer Drehstuhl für Büro und Homeoffice. Anders als klassische Gaming-Stühle setzt er nicht auf eine dick gepolsterte Sitzschale, sondern auf eine offene Konstruktion mit Mesh-Gewebe, das für bessere Luftzirkulation sorgen und Hitzestau am Rücken vermeiden soll.

Zur Ausstattung gehören eine 3D-Kopfstütze, 6D-Armlehnen, eine dynamische Lordosenstütze und eine in fünf Stufen verstellbare Rückenlehne. Bemerkenswert ist der große Verstellbereich: Sitzhöhe, Sitztiefe und Armlehnen sind so ausgelegt, dass der Stuhl Personen zwischen etwa 150 und 190 cm Körpergröße sowie bis 150 kg Körpergewicht passen soll – ein Punkt, den viele Stühle in diesem Preissegment nicht abdecken.

Technische Daten im Überblick

Merkmal Angabe des Herstellers
Produktabmessungen 71,1 × 71,1 × 116,8–134,0 cm
Sitzhöhe 48,3–55,9 cm
Sitztiefe 42,4–48,0 cm
Gewicht 21,8 kg
Maximale Belastbarkeit 150 kg
Kopfstütze 3D-verstellbar
Armlehnen 6D-verstellbar, Vor-/Zurück-, Links-/Rechts-Verstellung sowie eine 360°-Rotation
Rückenlehne fünfstufig verstellbar
Fußkreuz Aluminiumlegierung
Rollen 65-mm-PU-Nylon-Leichtlaufrollen
Gasdruckfeder Klasse 4, SGS-zertifiziert, explosionsgeschützt
Bezug Atmungsaktives Mesh-Gewebe, beflockte Oberfläche
Farben Schwarz, Weiß und Weiß-Silber
Garantie 7 Jahre
Rückgaberecht 60 Tage

Design und Verarbeitung

Optisch wirkt der Welax S9 Pro modern und technisch: hohe Rückenlehne, separate Kopfstütze und sichtbare Lordosenstütze prägen den Look. Durch das Mesh-Gewebe erscheint er dabei weniger wuchtig als viele stark gepolsterte Büro- oder Gaming-Stühle. Das Fußkreuz besteht aus einer Aluminiumlegierung, für die Höhenverstellung sorgt eine SGS-zertifizierte Gasdruckfeder der Klasse 4.

Der Welax S9 Pro im Test
Der Welax S9 Pro im Test

Montage: in 15 Minuten einsatzbereit

Der Welax S9 Pro wird nicht vormontiert geliefert. Der Aufbau folgt der üblichen Reihenfolge – Rollen und Gasdruckfeder ins Fußkreuz, dann Sitzfläche, Rückenlehne, Armlehnen und Kopfstütze. In unserem Test hat der Aufbau rund 15 Minuten gedauert und war auch allein problemlos zu bewältigen.

Lieferumfang des Welax S9 Pro
Lieferumfang des Welax S9 Pro

Einstellung: One-Touch-Steuerung statt Hebel-Suche

Ein ergonomischer Stuhl kann seine Vorteile nur ausspielen, wenn er richtig eingestellt ist. Für die Grundeinstellung empfiehlt sich folgende Reihenfolge:

  • Sitzhöhe: Beide Füße stehen vollständig auf dem Boden, Ober- und Unterschenkel bilden etwa einen rechten Winkel.
  • Sitztiefe: Zwischen Sitzvorderkante und Kniekehle bleibt etwas Platz, der Rücken hat Kontakt zur Lehne.
  • Lordosenstütze: Sitzt im Bereich der natürlichen Krümmung des unteren Rückens, ohne zu drücken.
  • Armlehnen: Unterarme liegen locker auf, Schultern bleiben entspannt, Armlehnen enden etwa auf Tischhöhe.
  • Kopfstütze: Stützt Nacken bzw. unteren Hinterkopf, ohne den Kopf nach vorn zu schieben.
  • Rückenlehnen-Neigung: fünf Stufen zwischen aufrechter Arbeitsposition und Entlastungsphase.

Das Besondere ist die One-Touch-Steuerung: Über ein zentrales Bedienelement lassen sich Sitzhöhe, Sitztiefe und Neigungswinkel steuern, statt unter der Sitzfläche nach mehreren Hebeln suchen zu müssen. Im Alltag machte sich das deutlich bemerkbar – Positionswechsel gingen spürbar schneller und unkomplizierter als bei Stühlen mit klassischer Hebel-Bedienung.

6D-Armlehnen und 3D-Kopfstütze

Die 6D-Armlehnen lassen sich nach oben/unten, vor/zurück sowie nach innen/außen verstellen und passen sich so unterschiedlichen Schreibtischhöhen und Körperproportionen an. Im mehrwöchigen Test blieben sie zuverlässig in Position – weder beim Arbeiten noch beim Zurücklehnen kam es zu unbeabsichtigtem Verstellen. Die 3D-Kopfstütze lässt sich in drei Dimensionen anpassen und ist vor allem beim Zurücklehnen relevant, während sie beim aufrechten Arbeiten nicht stören sollte.

Dynamische Lordosenstütze und Rückenlehne

Die geschwungene Rückenlehne folgt der natürlichen Form der Wirbelsäule, im unteren Bereich sitzt eine dynamische Lordosenstütze, die sich – anders als eine starre Polsterung – auf Bewegungen einstellt und den Kontakt zum Rücken auch bei wechselnder Sitzposition hält. Die Lehne lässt sich in fünf Stufen und bis zu drei arretierbaren Winkeln (105°, 116°, 130°) neigen. Im Praxistest war die Unterstützung deutlich spürbar, ohne unangenehm zu drücken, und blieb auch nach mehreren Stunden am Schreibtisch entlastend. Wie bei jeder Lordosenstütze gilt: Wie stark sich die Unterstützung anfühlt, hängt von Körperbau und persönlicher Vorliebe ab.

Die dynamische Lordosenstütze
Die dynamische Lordosenstütze

Mesh-Gewebe: die größte Stärke im Alltag

Der Bezug an Rückenlehne und Sitzfläche ist der Punkt, der im Test am meisten überzeugt hat – aus drei Gründen. Erstens fühlt sich das Mesh dank seiner beflockten, samtigen Oberfläche spürbar weicher und angenehmer auf der Haut an als viele klassische Mesh-Gewebe, die eher rau wirken – besonders angenehm, wenn Arme oder Beine direkt mit dem Material in Berührung kommen.

Zweitens sorgt die offene Struktur für spürbar bessere Luftzirkulation: Wärme und Feuchtigkeit können entweichen, auch nach mehreren Stunden Arbeit blieb das Sitzklima angenehm, gerade an warmen Tagen oder in beheizten Büros. Drittens blieb das Gewebe auch nach Wochen intensiver Nutzung formstabil – kein spürbares Durchsacken, keine Dellen, keine nachlassende Unterstützung. Gleichzeitig ist die Spannung ausgewogen: straff genug für gleichmäßigen Halt, aber nachgiebig genug, um kein hartes Sitzgefühl zu erzeugen. Druckstellen an Oberschenkeln oder Rücken traten bei korrekt eingestellter Sitztiefe nicht auf.

Fußstütze und robuste Rollen

Unter der Sitzfläche befindet sich eine ausziehbare Fußstütze, gedacht für kurze Entlastungsphasen in zurückgelehnter Position – nicht für die normale Arbeitshaltung. Die fünf Rollen haben mit 65 mm einen größeren Durchmesser als bei vielen günstigeren Stühlen und bestehen aus PU-Nylon. Das macht sie nicht nur leiser und laufruhiger auf Hartboden und Teppich, sondern auch widerstandsfähiger gegen Abnutzung bei täglichem Gebrauch über Jahre – bestätigt durch 100.000 Testzyklen nach BIFMA-Standard (siehe unten). Auf empfindlichen Böden empfiehlt sich trotzdem eine Schutzmatte.

Die Rollen des S9 Pro
Die Rollen des S9 Pro

Labortests und Zertifizierungen

Neben dem eigenen Praxistest lohnt ein Blick auf die Prüfdaten, die Welax für den S9 Pro nennt. Der Stuhl ist nach dem BIFMA-Standard geprüft – einem der strengsten Industriestandards für Büromöbel in Nordamerika und Europa:

Rückenlehne 120.000 Testzyklen
Sitzpolster 100.000 Testzyklen
Fußkreuz 136 kg Stoßbelastung / 1.136 kg statische Belastung
Armlehnen 60.000 Testzyklen
Gasfeder 100.000 Hebevorgänge
Rollen 100.000 Testzyklen

Darüber hinaus verfügt der Welax S9 Pro über weitere Zertifizierungen, darunter ISO, SGS, amfori sowie eine Prüfung durch das IGR – das Institut für Gesundheit und Ergonomie. Das IGR-Siegel gehört in Deutschland zu den anspruchsvolleren unabhängigen Prüfungen für ergonomische Büromöbel: Es bestätigt anhand wissenschaftlicher Kriterien, dass ein Produkt tatsächlich rückengerechtes Sitzen unterstützt, statt nur mit dem Begriff „ergonomisch“ zu werben. Für ein Modell in diesem Preissegment ist das ein ungewöhnlich umfangreiches Prüf- und Zertifizierungspaket.

Garantie und Passform: für den Langzeiteinsatz gedacht

Wer mehrere hundert Euro in einen Bürostuhl investiert, will sich langfristig auf ihn verlassen können. Welax gibt auf den S9 Pro 7 Jahre Garantie – deutlich mehr, als in diesem Preissegment üblich ist –, dazu kommt ein 60-tägiges Rückgaberecht zum risikofreien Testen im eigenen Alltag.

Auch konstruktiv ist der Stuhl auf Langzeittauglichkeit ausgelegt: Rückenlehnen-Neigung, Sitzhöhe, Sitztiefe und die 6D-Armlehnen lassen sich so weit anpassen, dass der S9 Pro Personen zwischen etwa 150 und 190 cm Körpergröße sowie bis 150 kg Körpergewicht passen soll. Das macht ihn auch für Büros oder Haushalte interessant, in denen sich mehrere Personen unterschiedlicher Statur denselben Stuhl teilen.

Vorteile des Welax S9 Pro

Auf dem Papier bietet der Welax S9 Pro mehrere Stärken:

  • Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für Sitzhöhe, Sitztiefe, Rückenlehne, Kopfstütze und Armlehnen – ausgelegt für 150–190 cm Körpergröße und bis 150 kg
  • Zentrale One-Touch-Steuerung statt mehrerer Hebel
  • Dynamische Lordosenstütze für den unteren Rücken
  • Weiches, beflocktes Mesh-Gewebe: angenehm auf der Haut, atmungsaktiv, bleibt auch langfristig formstabil
  • Große, robuste 65-mm-PU-Nylon-Rollen für leisen, laufruhigen und langlebigen Betrieb
  • Nach BIFMA-Standard geprüft, zusätzlich zertifiziert nach ISO, SGS, amfori und IGR (Institut für Gesundheit und Ergonomie)
  • 7 Jahre Garantie und 60 Tage Rückgaberecht
  • Drei Farbvarianten
Die ausziehbare Fußstütze des S9 Pro
Die ausziehbare Fußstütze des S9 Pro

Nachteile des Welax S9 Pro

  • Mit 21,8 kg vergleichsweise schwer – beim Tragen oder Transport über Treppen spürbar
  • Wie bei jedem ergonomischen Stuhl bleibt die Passform individuell: Ob Lordosenstütze, Sitzfläche und Kopfstütze optimal sitzen, hängt von Körperbau und persönlicher Vorliebe ab

Was kostet der Welax S9 Pro?

Der Welax S9 Pro kostet auf der Website des Herstellers aktuell zwischen 429,99 und 459,99 Euro, je nach Farbe und laufender Aktion. Als regulären Preis nennt Welax 529,99 Euro. Erhältlich ist der Stuhl in Schwarz, Weiß und Weiß-Silber. Welax bietet kostenlosen Versand nach Deutschland, Österreich, Luxemburg, in die Niederlande und nach Polen sowie ein 60-tägiges Rückgaberecht. Mit dem Code „Welax12BT“ kannst du dir aktuell aber 12 Euro Rabatt sichern!

Gemessen an Ausstattung, Zertifizierung und 7-jähriger Garantie liegt der S9 Pro damit im mittleren Preissegment ergonomischer Bürostühle – mit einem Prüf- und Garantiepaket, das in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.

Für wen eignet sich der Welax S9 Pro?

Der Welax S9 Pro richtet sich vor allem an Menschen, die

  • täglich mehrere Stunden am Schreibtisch verbringen,
  • häufig zwischen aufrechter und zurückgelehnter Position wechseln,
  • Wert auf individuell einstellbare Armlehnen und Kopfstütze legen,
  • ein weiches, atmungsaktives Mesh-Gewebe bevorzugen,
  • eine dynamische Unterstützung des unteren Rückens wünschen,
  • eine Fußstütze für kurze Entlastungsphasen nutzen möchten.

Weniger geeignet ist der Stuhl für alle, die nur gelegentlich am Schreibtisch sitzen oder bewusst ein reduziertes Modell ohne viele Einstellmöglichkeiten suchen.

Fazit: Welax S9 Pro im Test

Der Welax S9 Pro lohnt sich vor allem für Menschen, die täglich mehrere Stunden am Schreibtisch verbringen und ihren Bürostuhl möglichst genau an Körper und Sitzgewohnheiten anpassen möchten. Im Test überzeugten insbesondere der dauerhaft angenehme, formstabile Mesh-Bezug, die dynamische Lordosenstütze und die One-Touch-Steuerung, die Positionswechsel spürbar erleichtert.

Über den reinen Sitzkomfort hinaus sprechen für den S9 Pro vor allem die Prüfdaten: BIFMA-Tests für Rückenlehne, Sitzpolster, Fußkreuz, Armlehnen, Gasfeder und Rollen, dazu Zertifizierungen nach ISO, SGS, amfori und IGR – nicht selbstverständlich in dieser Preisklasse. Zusammen mit 7 Jahren Garantie und einem Verstellbereich für 150–190 cm Körpergröße sowie bis 150 kg ist der Stuhl klar auf den Langzeiteinsatz ausgelegt.

Einschränkungen bleiben das vergleichsweise hohe Gewicht sowie die grundsätzlich individuelle Passform ergonomischer Stützen. Wer diese Punkte in Kauf nimmt, bekommt für aktuell 429,99 bis 459,99 Euro – mit dem Rabattcode „Welax12BT“ an der Kasse sogar 12 Euro günstiger – ein Gesamtpaket aus Verstellbarkeit, geprüfter Qualität und Langzeitgarantie, das sich im 400-Euro-Segment deutlich abhebt.

Zum Welax S9 Pro

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Ikea senkt die Preise und steigt auf die Amazon-Taktik um

10. September 2026 um 13:00

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IKEA senkt Preise

Während Netflix seine Streaming-Preise erhöht, die Kosten für KI-Abos steigen und der wöchentliche Einkauf im Supermarkt immer teurer wird, schwimmt Ikea gegen den Trend. Das schwedische Möbelhaus senkt die Preise von 1.500 Produkten und orientiert sich dabei an Amazon. Eine kommentierende Analyse.

Hintergrund

Seit dem 1. September 2026 hat Ikea in Deutschland die Preise für rund 1.500 Produkte gesenkt. Im Durchschnitt sind die Produkte 20 Prozent günstiger geworden. Ein Kallax-Regal mit acht Fächern kostet im Online-Shop 60 Euro statt der vorherigen 75 Euro. Insgesamt investieren die Ingka Group, die Inter IKEA Group und andere Franchisenehmer über 1,2 Milliarden Euro, um die Kosten für Verbraucher zu senken.

Gleichzeitig verschlankt Ikea seine internen Strukturen. Mit einem Umsatzanteil von über 90 Prozent ist die Ingka Group der größte und wichtigste Ikea-Betreiber. Im Frühjahr 2026 hat die Unternehmensgruppe angekündigt, über 800 Verwaltungsstellen zu streichen. Auch im IT- und Logistikbereich in Deutschland wird gestrichen: Bis Ende 2026 verlieren 233 Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz.

Hintergrund sind sinkende Umsätze in der gesamten Branche. Seit 2023 sind die Umsätze der Möbelindustrie um 20 Prozent gesunken. Auch das Jahr 2026 läuft laut dem Verband der Möbelindustrie (VDM) schlecht. Im ersten Halbjahr gab es ein Umsatzminus von 2,7 Prozent. Im dritten Quartal planen 40 Prozent der deutschen Möbelhersteller Kurzarbeit.

Ikea auf dem Plateau: Umbruch statt Absturz

All das zeigt: Ikea steht unter gehörigem Druck. Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Umsatz von 41,5 Milliarden Euro erzielt – bei 1,4 Milliarden Euro Nettogewinn. Das liest sich sehr gut. Allerdings offenbart der Blick in die Vergangenheit, dass Ikea auf einem sehr hohen Niveau stagniert.

Im Geschäftsjahr 2020 lag der Umsatz bei 37,4 Milliarden Euro und 1,2 Milliarden Euro Gewinn. Das zeigt: Es gibt kaum noch Wachstumspotenzial. Die Preissenkungen und Entlassungen sind Teil einer Strategie, die wir bereits von Amazon kennen. Letztendlich geht es nicht darum, die besten Produkte zum höchsten Preis zu verkaufen.

Die Entwicklung der Möbelindustrie verdeutlicht, dass die Schmerzgrenze der Verbraucher erreicht ist. Immer weiter steigende Preise werden nicht mehr einfach akzeptiert. Es braucht ein unternehmerisches Umdenken. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt: Wie können Margen steigen, wenn Preise sinken? Ein zentraler Aspekt dabei ist die Automatisierung.

Das beginnt in den Lagern und Logistikzentren. Anstatt einer manuellen Lagerverwaltung führt Ikea nach und nach intelligente Regalbediengeräte und Fördersysteme für Paletten ein. Dadurch gibt es eine kontinuierliche Lagerüberwachung, ohne dass dafür unzählige Menschen benötigt werden. Die Prozesse werden schlanker und schneller.

Nicht nur durch Robotik optimiert und digitalisiert Ikea seine Unternehmensstruktur. Auch in der Verwaltung wird bereits seit 2021 der Chatbot Billie integriert. Die Folge: Die Anzahl der Kundenanfragen in den Läden ist durch die Künstliche Intelligenz deutlich zurückgegangen, die Zufriedenheit der Kunden ist zugleich gestiegen. Für die betroffenen Kundenservice-Mitarbeiter gab es Umschulungen und Weiterqualifikationen. Die Botschaft: Wir werden einfacher und digitaler, um kundenfreundlicher und wirtschaftlicher zu werden.

Stimmen

  • Peter Jelkeby, CEO von Ikea Deutschland, sagt in der Pressemitteilung: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wäre es das falsche Signal, nichts zu tun. Niedrige Preise sind für uns ein langfristiges Versprechen. Deshalb gehen wir mit rund 1.500 Preisreduzierungen in Deutschland einen wichtigen Schritt, um gerade dann verlässlich an der Seite vieler Menschen zu bleiben, wenn sie es besonders brauchen. Denn wer heute handelt, kann auch morgen für viele Menschen erschwinglich sein.“
  • Juvencio Maeztu, CEO der Ingka Group, gibt im Rahmen der Stellenstreichungen einen tieferen Einblick: „Wir sind in einem Einzelhandelsumfeld, das Schnelligkeit und Agilität erfordert, zu komplex geworden. Einfachheit ist einer unserer Kernwerte. (…) Gleichzeitig werden wir in die Umschulung und Weiterbildung investieren, um sicherzustellen, dass wir über die richtigen Kompetenzen verfügen, um IKEA für die Zukunft zu entwickeln.“
  • Der ehemalige Ikea-Manager und Handelsberater Cristian Stoicescu befasst sich in einem LinkedIn-Artikel ausführlich mit den Maßnahmen. Er glaubt, dass Ikea auf dem richtigen Weg ist: „Die Umstrukturierung vereinfacht die Organisation; sie gleicht den Einbruch jedoch nicht aus. Nimmt man die 1.650 angekündigten Stellen und setzt sie großzügig mit 90.000 bis 120.000 Euro Gesamtkosten an, spart man 150 bis 200 Millionen Euro. (…) Der Stellenabbau war also nie der Finanzierungsmechanismus. Beide Unternehmen geben als Ziel schnellere Entscheidungen an und beide haben die Kürzungen in der Zentrale konzentriert, nicht in den Filialen.“

Digital, grün und günstig: Online-Wachstum für die Offline-Welt

Sinkende Preise, mehr Automatisierung und Digitalisierung: Ikea arbeitet daran, zukunftssicher zu werden und künftig wieder mehr Mitarbeiter beschäftigen zu können. Oftmals laufen derartige Prozesse zu Lasten der Umwelt. Bei Ikea nicht. Der schwedische Konzern hat frühzeitig die Vorteile von Green Tech für sich entdeckt: Seit mehreren Jahren investiert Ikea in erneuerbare Energien.

Die Ingka Gruppe steckt Milliarden in Windkraft- und Solaranlagen und erzeugt schon seit 2022 mehr Energie, als sie verbraucht. Mittlerweile ist daraus sogar ein eigener Geschäftszweig erwachsen: Ikea ist ein Stromanbieter, der nicht nur seine Möbelproduktion aus erneuerbaren Energien stemmt, sondern auch noch neue Kunden ökologisch an sich bindet.

Zugleich verschwinden nach und nach Plastikverpackungen. Bis spätestens 2028 gibt es keine Kunststoffverpackungen mehr. Stattdessen kommen Verpackungen aus erneuerbaren und recycelten Materialien zum Einsatz. Durch Design-Änderungen werden zudem die Verpackungskosten reduziert, das neue Pax-System spart 70 Prozent Verpackungsmüll ein.

All das zeigt: Wer wirtschaftlich erfolgreich sein möchte, muss nicht die Kunden melken wie Milchkühe in der Massenhaltung. Stattdessen helfen langfristige Investitionen in erneuerbare Energien, grüne Technologien und digitale Produkte dabei, konkurrenzfähig zu bleiben und sogar die Preise reduzieren zu können.

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Kommentar: Das iPhone Duo stellt Apple auf den Prüfstand

10. September 2026 um 10:50

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Das neue iPhone Duo von Apple, zugefaltet als auch aufgefaltet.

Das iPhone Duo war schon da, da existierte es offiziell noch gar nicht. Im April brachte Huawei das Pura X Max. Im Juli folgte Samsung mit dem Galaxy Z Fold 8. Anfang September legte Xiaomi das 18 Fold nach. Drei Hersteller, ein Formfaktor: kurz, breit, ungefähr Reisepassgröße. Und alle drei kamen auf den Markt, bevor Apple auch nur bestätigt hatte, dass es an einem faltbaren iPhone arbeitet. Ein Kommentar.


Deutlicher lässt sich Apples eigentliches Kapital kaum beschreiben. Es ist nicht der Chip, nicht die Kamera, nicht einmal der Preis. Es ist die Fähigkeit, eine ganze Branche in Bewegung zu setzen, bevor überhaupt ein Produkt existiert. Genau dieses Kapital steht mit dem iPhone Duo, das Apple gestern Abend vorgestellt hat, auf dem Prüfstand – und zwar gleich mehrfach.

Erstens: Zieht der Apple-Effekt beim iPhone Duo noch?

Dass die Konkurrenz reagiert, ist unbestritten. Bei Foldables fällt es besonders auf, weil die Android-Hersteller vorher in die Gegenrichtung gelaufen waren: Frühe Modelle von Oppo und Google kamen den heutigen breiten Faltern näher, dann gaben beide diese Entwürfe auf, um sich Samsungs Norm eines „Vierecks“ anzupassen. Sieben Jahre lang bewegte sich die Kategorie in den Verkaufszahlen kaum.

Nur ist Nachahmung durch die Industrie nicht dasselbe wie Zustimmung durch die Kundschaft. Bei der Apple Watch und den AirPods ging beides zusammen: Apple war zwar nicht „zuerst“ da, definierte aber eine Kategorie und das schlug sich auch in den Verkaufszahlen aller Produkte nieder. Bei der Vision Pro blieben die Nachahmer fast komplett aus, offenbar war auch schon zu erwarten, dass sich das Gerät nicht gut verkauft.

iPhone 17 iPhone Air Apple
Apple

Das lehrreichste Beispiel dieser Art ist aber das iPhone Air. Die Branche folgte artig: Samsung legte sogar mit dem Galaxy S25 Edge vor, Honor, Huawei und Tecno bauten ebenfalls dünne Modelle. Die Käufer folgten jedoch nicht. Im Startmonat entfielen laut Consumer Intelligence Research Partners nur drei Prozent des iPhone-Absatzes auf das Air, weltweit sollen es trotz mehrfacher Preissenkungen bei Händlern kaum mehr als 700.000 verkaufte Geräte gewesen sein. Die Produktion wurde weitgehend heruntergefahren, das Air 2 verschoben – und Samsung strich das S26 Edge gleich mit.

Der Apple-Effekt funktioniert somit zwar weiterhin zuverlässig in Richtung Konkurrenz. In Richtung Kunde funktioniert er jedoch nicht mehr immer, ein Novum für einen Hersteller, der über 10 Jahre quasi einen Verkaufsschlager nach dem Nächsten feierte.

Zweitens: 2.299 Euro für ein iPhone Duo in einem denkbar schlechten Jahr

Das iPhone Duo startet in Deutschland bei 2.299 Euro, in der Topausstattung bei 3.799 Euro. Ein Netzteil liegt (wie seit Jahren) nicht bei, das Case kostet 89 Euro extra, der Apple Pencil ebenfalls. Zum Vergleich im selben Markt: Samsungs Galaxy Z Fold 8 beginnt bei 1.999 Euro, das Z Fold 8 Ultra bei 2.199 Euro. Apple liegt über beiden.

Die psychologische Zweitausend-Euro-Marke ist damit ebenfalls gefallen, und sie fällt in einem Jahr, in dem ohnehin alles teurer wird. Praktisch die gesamte Branche hat 2026 die Preise um rund hundert bis zweihundert Euro angehoben: Neben dem neuen, teureren iPhone 18 Pro (Max) zog schon Google im August beim Pixel 11 den Preis an, auch das Galaxy Z Fold 8 Ultra ist teurer als sein Vorgänger.

Der Grund ist die Speicherkrise. Der Ausbau von KI-Rechenzentren saugt Bauteile aus dem Markt, RAM und Flash vor allem. Nothing-Chef Carl Pei berichtete, die Speicherkosten für das Nothing Phone 4A hätten sich bis zum Marktstart verdoppelt. Qualcomm hat gerade erst die Chippreise erhöht. Entspannung erwartet niemand so bald.

Samsung versprach gegenüber Journalisten bei der Vorstellung seiner Z Fold4-Serie vor einigen Jahren sinkende Preise bei Foldables, mittlerweile sind wieder sogar über den 2100 Euro die Samsung für ihr erstes Galaxy Fold haben wollte.

Für eine Kategorie, die 2025 gerade einmal 1,6 Prozent aller Smartphone-Verkäufe ausmachte, ist das eine unglückliche Ausgangslage. Apple muss die Leute nicht nur von einer neuen Bauform überzeugen, sondern von einer neuen Bauform zu einem Preis, bei dem viele in diesem Jahr ohnehin zusammenzucken.

Dritte Prüfung: Löst Apple die alten Probleme?

Bei diesem Preis wäre die naheliegende Rechtfertigung, dass Apple die bekannten Schwächen der Kategorie mit dem iPhone Duo endlich beseitigt. Der Konzern hat sich diesen Ruf über Jahre aufgebaut: nicht der Erste sein, sondern erst kommen, wenn die Kinderkrankheiten kuriert sind. Auf der Bühne klang es entsprechend: Die seidenmatte Oberfläche des Innendisplays solle den Falz praktisch verschwinden lassen.

Die ersten Hands-on-Videos aus Cupertino erzählen etwas anderes. Der Falz ist offenbar genauso sichtbar wie beim Galaxy Z Fold 8 und Fold 8 Ultra, trotz zweilagigem flexiblem Glas. Und die Kamera unter dem Display, die Apple in der Keynote mehrfach vorgeführt hat, fällt ausgerechnet deshalb auf, weil sie als einzige Stelle nicht matt ist. Samsung hatte diese Lösung beim aktuellen Fold aus guten Gründen wieder gestrichen. Dazu kommt, dass die IP68-Zertifizierung wohl nur zeitlich begrenzt gilt, ähnlich wie beim Pixel 10 Pro Fold.

Sieben Jahre Wartezeit, und der Falz ist immer noch da. Das ist die unbequeme Nachricht des Abends.

Und hier kommt Apples eigentliche Stärke ins Spiel

Denn wenn die Hardware von Apple die Probleme nicht löst, dann müssen die Ingenieure in Cupertino etwas anderes tun – und genau dort liegt Apples Vorteil ohnehin. Was der Konzern rund um das Duo an Software gebaut hat, wirkt erkennbar durchdacht. Beide Displays, außen 5,4 und innen 7,6 Zoll, teilen sich dasselbe Seitenverhältnis, sodass Inhalte beim Auf- und Zuklappen nicht springen, sondern wachsen. Dazu echtes Zwei-App-Multitasking, ein Dock, das an den rechten Rand wandert, Apple-Pencil-Unterstützung, die Samsung beim Fold erst dieses Jahr wieder gestrichen hat.

Die App "Slack" geöffnet auf dem iPhone Duo
Das iPhone Duo hat eine durchdachte Software – sein großer Vorteil. (Bild: Apple)

Apples iOS-27-Ansatz wirkt deutlich zielgerichteter als das, was Android von Google bzw. One UI von Samsung derzeit bieten und es sei nur eine Frage der Zeit, bis Android-Hersteller diese Bedienkonzepte kopieren.

Ein Foldable ist zu zwei Dritteln ein Software-Produkt, und Software plus Ökosystem sind das Feld, auf dem Apple seit fünfzehn Jahren am stärksten ist. Wer ein iPhone, ein iPad und eine Watch besitzt, kauft hier kein Gerät, sondern eine Fortsetzung.

Dass die Nachfrage nach solch einem Gerät grundsätzlich existiert, hat übrigens Samsung selbst bewiesen. Das Galaxy Z Fold 8 wurde in diesem Jahr ein echter Erfolg, und zwar genau mit dem breiten Passformat: In Südkorea sammelte die neue Z-Serie binnen sieben Tagen 1,44 Millionen Vorbestellungen, ein Rekord, davon rund 70 Prozent auf das Fold 8. Samsung selbst spricht von 30 Prozent mehr Verkäufen als beim Fold 7; in den ersten beiden Wochen lag die Z8-Reihe acht Prozent über der Vorjahresgeneration und beendete damit zwölf Wochen ununterbrochenen Absatzrückgangs.

Counterpoint Research erwartet für dieses Jahr entsprechend ein Plus von 20 Prozent bei Foldables mit einem Apple-Anteil von 28 Prozent nach nur wenigen Monaten.

Viertens: John Ternus

Am Ende steht eine persönliche Bewährungsprobe. Das Duo ist die erste große Hardware-Vorstellung von John Ternus als Apple-Chef. Ternus kommt aus der Hardware-Entwicklung, er hat an dem Einfluss, den Apple heute genießt, selbst mitgebaut. Ob er ihn halten und in Verkäufe übersetzen kann, muss er nun in einem Markt mit steigenden Kosten, gedämpfter Kauflaune und einer Kategorie beweisen, die nach sieben Jahren immer noch nicht erwachsen ist.

neuer Apple Chef CEO Tim Cook Jon Ternus
Bild: Apple

Beim iPhone Air hatte Apple den Einfluss, aber nicht die Nachfrage. Bei der Apple Watch hatte es beides. Was von beiden das iPhone Duo wird, entscheidet über mehr als ein Produkt, es entscheidet über Apples Fähigkeit einen Markt zu dominieren.

Die Hardware jedenfalls wird es nicht allein richten – der Falz ist der Beweis. Wenn dieses Gerät funktioniert, dann weil Apple das kann, was in dieser Kategorie bisher niemand konnte: die Software so zu bauen, dass man das Falten irgendwann vergisst. Ob das 2.299 Euro wert ist, entscheiden ab dem 23. Oktober die Kunden.

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Midea SpaceMaster: Das ist der erste Einbaubackofen mit 350°C und Graphen-Heizung

10. September 2026 um 09:30

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Der Midea SpaceMaster auf der IFA 2026

Ein neuer Einbaubackofen will ein Problem lösen, das jeder kennt, der schon mal „Pizza wie in Neapel“ Zuhause versucht hat: zu wenig Hitze und zu viel Warten. Auf der IFA 2026 zeigt Midea mit der SpaceMaster Series eine Preview auf einen 81-Liter-Ofen, der dank Graphen-Heizsystem bis 350°C erreicht, inklusive dediziertem Pizza-Setup. Wir waren dabei und zeigen dir, was der SpaceMaster kann.

Die Midea SpaceMaster Series (81L Built-in Oven) wird zur IFA 2026 als Neuheit vorgestellt, der Marktstart ist für 2027 geplant. Wichtig für die Einordnung: Das hier ist ein First Look auf ein Premium-Konzept für Europa. Midea setzt Graphen als Kern der Heiz- und Luftstrom-Architektur ein und macht 350°C zum Showdown-Use-Case.

Im Mittelpunkt steht der Anspruch, klassische Schwächen vieler Haushaltsöfen auszumerzen: lange Vorheizzeiten, schwankende Temperatur, und Pizza, die entweder blass bleibt oder oben verbrennt, bevor der Boden knusprig wird. Midea nennt das System „Graphene Turbo Airflow“ und spricht von Zieltemperatur in 0,2 Sekunden am Heizelement und 17,5 % schnelleres Vorheizen im Vergleich zu herkömmlichen Heizelementen..

Wie ernst es Midea mit diesem Vorstoß meint, war auf der IFA kaum zu übersehen: Das Unternehmen bespielte nahezu eine komplette Halle und zeigte neben Backöfen und Kochfeldern auch Kühlschränke, Wärmepumpen, Klimageräte, Staubsauger und sogar humanoide Roboter. Besonders groß war der Andrang bei der Live-Kochshow zum SpaceMaster – während der Präsentation waren alle Plätze belegt.

Der Midea SpaceMaster auf der IFA 2026
Der Midea SpaceMaster

Im Mittelpunkt stand die Pizza: Der Ofen heizte mithilfe des „Graphene Turbo Airflow“-Heizsystems auf bis zu 350 °C und demonstrierte zusammen mit dem Pizzastein, wie der Teig kräftig aufgehen und einen knusprigen Boden bekommen soll. Unser Eindruck vor Ort: Midea inszeniert den SpaceMaster nicht einfach als weiteren Einbaubackofen, sondern als technologisches Aushängeschild für seinen Anspruch im europäischen Premiumsegment.

Warum Midea ausgerechnet Pizza als Proof-Point wählt

Wer Pizza überzeugend hinbekommt, demonstriert gleich mehrere Dinge auf einmal: extreme Hitze, schnelle Reaktionszeit, stabile Temperaturführung und reproduzierbare Ergebnisse ohne Profi-Setup.

Der 350°C „Professional Pizza Mode“ ist deshalb nicht als nettes Extra positioniert, sondern als zentrales Argument: Mit Pizza-Stein und sehr hoher Temperatur soll ein Ergebnis möglich werden, das an Holzofen-Charakter erinnert, inklusive typischer Blasenbildung und leichter Charring-Spots am Rand. Für alle, die Zuhause gern Teigführung ausprobieren (Poolish, lange Gare, hohe Hydration), ist das im Alltag oft der entscheidende Engpass: Der Teig kann perfekt sein. Wenn der Ofen die Energie nicht liefert, bleibt das Ergebnis mittelmäßig.

Mehr noch: Pizza ist ein Use Case, den man beim Händlertest oder in Live-Demos sehr schnell „lesen“ kann. Ein Steak oder ein Auflauf verzeiht viel. Eine Pizza bei 350°C verzeiht nichts, weder an der Technik noch am Handling.

Interview IFA: Mideas Innovations- und Wachstumsstrategie im Bereich Kochen

Wir hatten während unseres Besuchs auf der IFA bei Midea die Möglichkeit, ein paar Fragen zum SpaceMaster zu stellen.

BASIC thinking: Warum hat Midea die 350-°C-Pizza-Herausforderung als zentralen Beleg für diese Serie ausgewählt?

Midea: Pizza ist der ultimative thermische und alltägliche Härtetest. Moderne europäische Verbraucher stehen vor drei zentralen Herausforderungen: Sie möchten nicht 15 Minuten auf das Vorheizen warten, erwarten Ergebnisse in Restaurantqualität ohne professionelle Kochausbildung und wünschen sich eine gesündere Zubereitung mit weniger Öl. Eine authentische neapolitanische Pizza erfordert schnelle, extreme Hitze, eine präzise Temperatursteuerung, die den Rand knusprig werden lässt, ohne ihn zu verbrennen, sowie eine intuitive, geführte Zubereitung. Ein Ergebnis in Pizzeria-Qualität in wenigen Minuten zu Hause zu ermöglichen, ist daher nicht nur eine Produktdemonstration – es ist der klare Beweis dafür, dass wir reale alltägliche Probleme der Verbraucher lösen.

Was ist der entscheidende Durchbruch, der dieses Produkt von etablierten europäischen Wettbewerbern abhebt, und welche Innovation stellt eine echte Branchenneuheit dar?

Graphen steht für einen grundlegenden Technologiesprung und nicht für eine schrittweise Weiterentwicklung einzelner Komponenten. Während herkömmliche Öfen auf langsam reagierende metallische Heizelemente setzen, die die Speisen von außen nach innen garen, kann das Heizsystem dank der Graphen-Technologie innerhalb von nur 0,2 Sekunden reagieren. Dadurch werden eine präzise Temperatursteuerung, deutlich kürzere Vorheizzeiten sowie ein knuspriges Äußeres und ein perfekt gegarter Kern ermöglicht. Gestützt durch zahlreiche internationale Patente haben wir das gesamte Thermalsystem, die Luftzirkulation und die Steuerungsalgorithmen neu entwickelt, um uns von jahrzehntealten Heizkonzepten zu lösen.

Welche weiteren Funktionen und platzsparenden Konstruktionsmerkmale bieten neben der sofortigen Graphen-Erhitzung den größten konkreten Nutzen im Alltag?

Der SpaceMaster-Einbauofen ist nicht nur ein einzelner Backofen – er bildet die Grundlage für ein integriertes Einbaugeräte-Ökosystem. Unsere unmittelbare Produkt-Roadmap sieht vor, die Geschwindigkeit der Graphen-Technologie auf weitere Midea-Öfen auszuweiten, darunter Dampf-Kombi-Modelle, die auf das Backen europäischer Brotspezialitäten zugeschnitten sind. Anschließend folgen platzsparende Kompaktformate für Stadtwohnungen. Über die Hardware hinaus integrieren wir vernetzte Hausgeräte nahtlos und bieten kontinuierliche OTA-Software-Updates sowie integrierte Online-Rezepte. Graphen ist das verbindende Element, das Mideas Zukunft im Bereich des Premium-Einbaukochens antreibt.

Wie hat Midea seine Innovation an europäische Kochtraditionen, regionale Unterschiede und Lebensgewohnheiten angepasst?

Unser europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum stellt sicher, dass wir für Europa aus Europa heraus entwickeln. Lokale Verbraucherkenntnisse sowie Ingenieure, Designer und Testexperten vor Ort ermöglichen es uns, europäische Energieeffizienzstandards und regionale Kochgewohnheiten von Anfang an proaktiv zu berücksichtigen, anstatt ausländische Modelle erst im Nachhinein anzupassen.

Es handelt sich um ein wirklich kollaboratives, dezentral organisiertes Forschungs- und Entwicklungsmodell. Unser europäisches F&E-Team leitet Nutzerforschung, Engineering und Compliance, während die globale Zentrale grundlegende Technologien wie Graphen vorantreibt – eine Technologie, die wir heute mit großem Stolz hier vorstellen. Diese Teams entwickeln täglich gemeinsam Lösungen und übertragen die Anforderungen europäischer Küchen direkt in technische Innovationen. Durch diese Zusammenarbeit können wir lokale Bedürfnisse präzise erfüllen.

Midea auf der IFA 2026

Welche strategische Roadmap verfolgt Midea, um den Einbaukochmarkt zu verändern und langfristig Markenvertrauen in Europa aufzubauen?

Wir verfolgen in Europa eine langfristige Strategie mit einem klaren Ziel: Innerhalb von fünf Jahren wollen wir zu den drei führenden Marken im Bereich Kochen gehören – nicht nur bei Einbauöfen, sondern auch bei freistehenden Herden. Wir investieren kontinuierlich in Technologien und Produktinnovationen und treten über Technologie- und Produktführerschaft an, nicht über den Preis. Durch unsere Präsenz im stationären Handel, im E-Commerce und in spezialisierten Küchenstudios sowie durch praxisnahe Live-Kochvorführungen lassen wir die Produktqualität für sich sprechen. Zusammen mit eigenen europäischen Vertriebs-, Marketing- und Serviceteams bauen wir so langfristiges Markenvertrauen auf, das auf lokaler Nähe und Verlässlichkeit basiert.

Wie fügt sich Mideas europäische Innovationsinitiative in die globale Strategie ein, das Kochgerätegeschäft weltweit auszubauen?

Unsere Europapremiere auf der IFA ist der Vorstoß an der Spitze von Mideas Wandel von produzierender Größe hin zu innovationsgetriebener Markenführerschaft. Aufbauend auf einem Jahrzehnt als weltweit führender Mikrowellenhersteller und mit dem Ziel, in diesem Jahr mehr als 4,5 Millionen Backöfen zu verkaufen, haben wir unser Geschäftsmodell grundlegend verändert. Wir konkurrieren nicht mehr ausschließlich über die Fertigung im großen Maßstab, sondern auch über technologische Kompetenz und ein tiefes Verständnis der Verbraucherbedürfnisse.

Die für Europa entwickelten Fortschritte bei Thermik, Elektrik und Energieeffizienz dienen als globaler Innovationsinkubator. Angetrieben von globalen Forschungs- und Entwicklungszentren in Deutschland, Italien, Spanien, der Türkei, den USA und China werden diese wegweisenden Technologien auf unser Multi-Brand-Portfolio übertragen, um die unterschiedlichen Bedürfnisse von Verbrauchern weltweit zu erfüllen und unsere führenden Marktpositionen in EMEA, Asien und Amerika auszubauen.

Entscheidend ist, dass diese Technologieoffensive durch eine global abgesicherte Lieferkette unterstützt wird. Mit sieben Produktionsstandorten weltweit – darunter unser neu in Betrieb genommenes Werk in Kairo, das auf das Wachstum in der EMEA-Region ausgerichtet ist – verbinden wir globale F&E-Kompetenz mit lokaler Produktion. Diese Doppelstrategie sichert unsere Lieferfähigkeit und beschleunigt unseren Weg zum weltweit führenden Anbieter von Kochgeräten.

Graphen-Heizung: Was 0,2 Sekunden in der Praxis bedeuten sollen

Das spannendste Detail ist nicht nur „heißer“, sondern „schneller kontrollierbar“. Midea stellt Graphen als Technologiesprung dar: Während klassische Metallelemente träge reagieren, soll das Graphen-Heizsystem extrem schnell ansprechen. Wenn das in der Praxis stimmt, entstehen drei konkrete Vorteile, die über Marketing hinausgehen:

  • Weniger Vorheiz-Wartezeit: Nicht 15 Minuten planen, sondern flexibler kochen – besonders bei spontanen Mahlzeiten.
  • Präzisere Temperaturführung: Bei empfindlichen Dingen (Pizza, Brotkruste, Gratins) entscheidet Stabilität über Textur.
  • Mehr „Power“ für hohe Temperaturen: 350°C sind in Haushaltsöfen selten, aber für Pizza oft der Sweet Spot.

Midea spricht außerdem von einem neu gedachten Zusammenspiel aus thermischem System, Luftstrom und Steuer-Algorithmen, also nicht nur ein neues Heizelement, sondern eine System-Optimierung. Genau hier liegt die Messlatte für „Premium“: nicht maximale Wattzahl, sondern kontrollierte Energie.

81 Liter auf drei Ebenen

Abseits der Pizza-Story wirkt ein Punkt besonders alltagsnah: 81 Liter Garraum auf drei simultane Ebenen. Für Familien und alle, die gern mehrere Komponenten parallel fertigstellen (Gemüse, Protein, Brot/Beilagen), ist das der Unterschied zwischen „nacheinander“ und „in einem Durchlauf“.

Gerade in europäischen Küchen ist der Einbaubackofen oft der zentrale Fixpunkt: Er soll am Wochenende für große Blechgerichte funktionieren, unter der Woche aber auch effizient sein. Midea positioniert den SpaceMaster hier klar als „groß, aber intelligent steuerbar“, also nicht nur Volumen, sondern Nutzbarkeit über mehrere Gerichte hinweg.

Doppelte Selbstreinigung: Pyrolyse plus Dampf

Wenn man ehrlich ist: Reinigung ist einer der Hauptgründe, warum viele Features selten genutzt werden. Hohe Temperaturen und Fett-Spritzer gehören zusammen und Pizza auf Stein kann schnell Mehlreste und Belagspuren hinterlassen. Midea setzt deshalb auf ein Dual-System:

  • Pyrolytische Reinigung: Hochtemperatur-Zyklus, der Rückstände zu Asche reduziert.
  • Dampf-Lösen: Ein zusätzlicher Steam-Zyklus, der Verschmutzungen anlöst, damit am Ende „wischen statt schrubben“ steht.

Für einen Premium-Einbaubackofen ist das kein Nebenthema, sondern ein entscheidender Teil der Nutzungsfrequenz. Ein Feature, das nachher Arbeit macht, verliert gegen ein Feature, das Alltag spart.

SmartHome-App, Sprachsteuerung und Energieeffizienz A++

Der SpaceMaster wird außerdem als vernetztes Gerät positioniert. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn sie den Kochprozess vereinfachen, statt ihn zu verkomplizieren: Status checken, Timer/Programme im Blick behalten, oder Schritt-für-Schritt-Führung bei Rezepten.

Für Europa wichtig ist auch die Effizienz-Story: Midea nennt A++ als Energieklasse und verbindet das mit Isolierung und der Graphen-Technologie. Gerade bei Geräten, die regelmäßig hohe Temperaturen fahren können, ist die Frage nach Wärmeverlust und Verbrauch nicht akademisch, sondern kaufentscheidend.

Design als Teil der Einbau-Realität

Bei Einbaugeräten entscheidet das Auge mit, nicht nur im Showroom, sondern im Alltag. Midea beschreibt ein flushes Vollglas-Design, einen horizontalen Scharnier-Ansatz und zwei Farbvarianten: Apricot Rain Gray und Distant Mountain Green. Das klingt nach dem Versuch, sich visuell von der typischen „schwarz/edelstahl“-Einheitlichkeit abzusetzen, ohne ins Verspielte zu kippen.

Unterm Strich ist genau das der Punkt dieser IFA-Preview: Midea will nicht nur „auch Einbaubackofen“ sein, sondern als Premium-Anbieter in Europa wahrgenommen werden. Mit einer Technologie-Story (Graphen), einem emotionalen Proof-Point (350°C Pizza) und einem Feature-Set, das auf echte Küchenroutinen zielt.

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Big Tech giert nach unseren Gedanken: Wie sicher ist unser Gehirn noch?

10. September 2026 um 05:45

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Gehirn-Computer-Interfaces KI Gedanken Gehirn Chip Künstliche Intelligenz

Gehirn-Computer-Interfaces versprechen Hoffnung für viele Menschen, doch was bedeutet das für den Datenschutz? Wie sicher sind unsere intimsten Gedanken noch in einer futuristischen KI-Welt?

Wie sieht die Zukunft aus? Über diese Frage rätseln viele von uns. Ein mögliches Szenario ist, dass eines Tages eine Art Mensch-Maschine-Interface eingesetzt wird, um unser Gehirn mit der Außenwelt verbinden zu können. Sogenannte Gehirn-Computer-Interfaces (BCI) tragen bisher nur weniger als 100 Menschen. Das Potenzial ist dennoch groß.

So ermöglichten 253 auf der Gehirnoberfläche platzierte Elektrode bei der gelähmten Patientin Ann Johnson etwa wieder eine Teilnahme am Leben. Sie kann damit über einen Avatar und eine verbundene Sprachausgabe bis zu 78 Wörter pro Minute sprechen. Das dahinterliegende Decodierungssystem entstand an der Universität Texas und benötigte lediglich 16 Stunden Podcasts als Training.

Oft ist unklar, was mit den Gehirndaten passiert

Eine Studie der Neurorights Foundation aus dem April 2024 unter 30 sogenannten Konsumenten-Neurotech-Unternehmen zeichnet ein klares Bild. Häufig weisen diese demnach noch erhebliche Lücken beim Datenschutz auf. 29 dieser Unternehmen konnten uneingeschränkt auf die Gehirndaten von Testpersonen zugreifen. Davon behielten sich zwei Drittel vor, diese Daten auch an Dritte weiterzugeben.

Das hat weitreichende Auswirkungen. Denn sobald Gehirndaten an Dritte verkauft werden, greift die ursprüngliche Nutzervereinbarung nicht mehr. Dadurch verlieren Verbraucher den Anspruch auf Schutz dieser Daten. Außerdem gibt es auf diesem Feld noch kaum gesetzliche Regulierungen, weshalb Daten teils unkontrolliert ausgetauscht werden können.

Doch es gibt auch Positivbeispiele: So hat Chile bereits den Schutz von Gehirnaktivitäten und -daten durch eine Änderung in der Verfassung verankert. Auch der US-Bundesstaat Colorado hat im April 2024 die eigenen Datenschutzgesetze angepasst, um Gehirndaten zu schützen.

Können wir bald unser Gehirn monetarisieren?

Denkbar sind Szenarien, in denen jeder von uns seine Gehirndaten monetarisieren könnte. Neurowissenschaftler Jack Gallant spricht von einem „Thinking Hat“. Probanden erhielten etwa bereits 30.000 US-Dollar pro Jahr dafür, dass sie ihre Gedanken im Alltag über Gehirnscans teilten. Steht uns also eine Zukunft bevor, in der Data-Mining auch in unserem Gehirn stattfindet?

Bereits heute gelingt es Neurowissenschaftlern Wörter, Emotionen und abstrakte Gedanken von Menschen über das Gehirn zu entschlüsseln. In Experimenten gelang es sogar mittels optogenetischer und holografischer Lasersysteme Warnmeldungen direkt in das Gehirn von Tieren einzupflanzen, ohne dass die Testobjekte einen Unterschied vernahmen.

Eine neue Einnahmequelle für die großen Werbeunternehmen

Geht es um Patente und öffentliche Informationen wird deutlich, dass Technologiekonzerne wie Apple, Meta und Snap derzeit Lösungen entwickeln, um Gedanken in Steuerbefehle zu übersetzen. Vielleicht dauert es also nicht mehr lange, bis erste Gehirn-Computer-Schnittstellen alltagstauglich werden.

Denkbar ist zudem die Entwicklung eines Bereichs namens „Neuromarketing“. Dabei könnten Werbetreibende unterbewusste Reaktionen von Menschen auslesen, um ihre Produkte durch tiefe psychologische Einblicke besser zu platzieren. Je nach Stimmung würden wir dann unterschiedliche Variationen der gleichen Anzeige sehen.

Gehirn-Computer-Interfaces bringen auch Hoffnung für erkrankte Personen

Trotzdem gibt es auch Hoffnung. Denn wie bereits erwähnt können solche Systeme auch Lebensqualität zurückbringen. Gelähmte könnten etwa wieder kommunizieren, während Ärzte möglicherweise psychische Erkrankungen besser diagnostizieren und behandeln können.

Trotzdem sollten wir uns zeitnah die Frage stellen, wie wir unsere wichtigsten und intimsten Informationen langfristig schützen können. Denn gelangen die Daten in die falschen Hände, dürfte der persönliche Schaden für viele enorm sein.

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Die 10 Länder mit dem höchsten Mindestlohn

09. September 2026 um 20:05

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Geld Mindestlohn Geldbeutel

In vielen Ländern auf der Welt gibt es einen Mindestlohn. Diesen alleine auf Basis seiner Höhe zu vergleichen, ergibt aber keinen Sinn, denn sein wirklicher Wert ergibt sich erst, wenn man die Lebenserhaltungskosten mit einberechnet. Das Ergebnis ist die Kaufkraft, und wir wollen wissen, in welchen Ländern auf der Welt diese am höchsten ist.

Bei einem Mindestlohn ist es wichtig, dass er regelmäßig angepasst wird, um die Inflation auszugleichen. Denn ein hoher Lohn bringt wenig, wenn er durch die stetig steigenden Lebenserhaltungskosten aufgefressen wird. Bei einem weltweiten Vergleich muss deshalb mit einberechnet werden, was sich Geringverdiener tatsächlich leisten können.

Die USA landen beim Mindestlohn weit hinten

Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) vergleicht in ihrer Studie die monatlichen Mindestlöhne in 130 Ländern. Als Grundlage für die Ergebnisse zählt das nach Kaufkraft bereinigte Einkommen. Staaten, in denen die Untergrenze von Löhnen hauptsächlich über Tarifverträge festgelegt wird, sind in der Liste nicht vertreten. Darunter fallen alle Nationen in Skandinavien sowie Österreich und Italien.

Beim Blick auf das Ranking fällt sofort auf, dass die größte Wirtschaftsmacht der Welt nur auf Rang 25 landet. 1.257 US-Dollar beträgt der bereinigte Mindestlohn in den Vereinigten Staaten. Bundesweit beträgt die Untergrenze beim Stundenlohn 7,25 Dollar, in einzelnen Bundesstaaten ist der Wert höher. Seit 2009 haben die USA den Mindestlohn nicht mehr angehoben. Durch die Inflation ist dieser inzwischen rund 37 Prozent weniger wert.

Bis auf zwei Ausnahmen besteht die Top Ten ausschließlich aus europäischen Staaten. Südkorea hat den höchsten Wert in ganz Asien (2.362 Dollar), schafft es aber nur auf den elften Platz. Polen klettert etwas überraschend bis auf Platz 15 (2.141 Dollar). Lateinamerika wird von Costa Rica angeführt – der Mindestlohn beträgt hier 1.093 Dollar im Monat. Wer ganz oben steht, erfahrt ihr im folgenden Ranking.

Platz 10: Irland

In Irland verdienen Menschen mindestens einen kaufbereinigten Lohn von 2.433 Dollar im Monat. Der Abstand zum nächsten Platz ist nur marginal. Allerdings befindet sich Irland momentan eher auf dem absteigenden Ast und muss aufpassen, in den kommenden Jahren nicht aus der Top Ten zu rutschen.

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Nach Strafe: Google warnt in der EU vor Qualitätseinbußen

09. September 2026 um 16:45

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DMA Google Suchmaschine EU

Nach einer Millionenstrafe durch die EU-Kommission muss Google seine Suchmaschine in Europa umbauen. Der Konzern warnt davor, dass diese Änderungen die Qualität der Suche und das Nutzererlebnis deutlich verschlechtern wird.

Kaum ein Unternehmen hat die Nutzung des Internets so stark geprägt wie Google. Mit seiner Suchmaschine machte der Konzern die gezielte Suche nach Informationen im Netz für Milliarden Menschen zum zentralen Einstiegspunkt ins Internet.

Allein im Jahr 2025 betrug der Marktanteil von Google im Vergleich zu Suchmaschinen weltweit fast 95 Prozent auf mobilen Endgeräten und Tablets. Im Desktop-Suchmaschinenmarkt kam der Tech-Gigant auf einen Anteil von 82,2 Prozent, gefolgt von der bei Windows-Rechnern voreingestellten Suchmaschine Bing mit knapp elf Prozent.

Gerade diese zentrale Stellung verschafft Google eine enorme Marktmacht, die seit Jahren Wettbewerbshüter auf den Plan ruft. Aufgrund dessen muss Google nun Änderungen an seiner Suchmaschine in der EU vornehmen und warnt vor enormen Qualitätseinbußen.

Nach Millionenstrafe: Google muss seine Suchmaschine in der EU umbauen

Mit dem Digital Markets Act (DMA) hat die EU ein Regelwerk geschaffen, das besonders mächtige Plattformen im Netz zu mehr Wettbewerb und faireren Bedingungen verpflichten soll. Google zählt im Rahmen des DMA zu den sogenannten „Gatekeepern“. Deshalb muss der US-Konzern mit seiner Suchmaschine Vorgaben erfüllen, die verhindern sollen, dass eigene Angebote systematisch bevorzugt oder konkurrierende Dienste benachteiligt werden.

Ende Juli hatte die EU-Kommission Google wegen DMA-Verstößen zu Strafen in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro verurteilt. Aufgrund des Vorwurfs, Google würde seine eigenen Dienste in den Suchergebnissen bevorzugen, musste der US-Konzern 460 Millionen Euro dieser Strafe tatsächlich bezahlen.

Teresa Ribera, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte dazu, Google habe die Bestimmungen des DMA „nicht ordnungsgemäß eingehalten“. Es müssten sich die besten Produkte durchsetzen, „weil sie besser sind – und nicht, weil sie dem Unternehmen gehören, das die Suchmaschine betreibt“.

Wie Reuters exklusiv berichtet, hat Google deshalb nun eingegriffen und den Umbau der eigenen Suchmaschine in der EU begonnen. Der Konzern weise darauf hin, dass diese Änderungen „die größte Beeinträchtigung der Servicequalität in der 29-jährigen Geschichte der weltweit beliebtesten Internetsuchmaschine“ mit sich bringen wird.

Google warnt vor schlechterem Nutzererlebnis und höheren Kosten

Nach Angaben des Unternehmens werden die Änderungen das Nutzererlebnis spürbar verschlechtern. Der US-Konzern habe die Änderungen bereits mit Millionen von Nutzern in Europa getestet. Dabei habe sich eine hohe Unzufriedenheit gezeigt, da die Nutzer ihre Suchanfragen erneut eingeben müssten, um das Gewünschte zu finden.

„Um die Anforderungen des DMA zu erfüllen, nehmen wir wesentliche Änderungen an der Suche in Europa vor“, erklärt Nick Fox, Senior Vice President für Knowledge & Information bei Google, gegenüber Reuters. „Diese Änderungen verschlechtern das Nutzererlebnis für Europäer: Sie stärken Online-Vermittler auf Kosten lokaler Unternehmen und entfernen hilfreiche Funktionen, auf die sich die Menschen täglich verlassen.“

Auch die Kosten für europäische Unternehmen sollen demnach deutlich steigen. Frühere Änderungen zur Einhaltung des DMA hätten laut Google bei europäischen Unternehmen bereits zu einem Rückgang des kostenlosen, direkten Buchungsverkehrs um 30 Prozent geführt. Die neuen Änderungen könnten die Unternehmen laut Google erneut treffen.

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Robotaxis in München: Waymo bringt fahrerlose Autos nach Europa

09. September 2026 um 11:00

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Waymo in München Selbstfahrende Taxis

Ab 2027 sollen in München die fahrerlosen Robotaxis der Google-Schwester Waymo zum Einsatz kommen. Die ersten Testwagen werden sogar noch im Herbst 2026 auf die Straße geschickt. Technik und Rechtslage scheinen keine Hürden zu sein, aber brauchen wir in Deutschland Robotaxis überhaupt? Eine kommentierende Analyse.

So plant Waymo den Einsatz der Robotaxis

Ab Ende 2027 will Waymo in München einen Fahrdienst für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, bei dem kein Mensch mehr hinterm Lenkrad sitzt. Damit wäre die bayerische Hauptstadt der erste Standort innerhalb der EU, an dem kommerzielle Robotaxis ohne Sicherheitsfahrer zum Einsatz kommen. Die Einführung erfolgt in mehreren Stufen: Erst werden die Autos manuell durch die Stadt gelenkt, um das Straßennetz zu kartographieren, anschließend beginnt der Betrieb mit Sicherheitsfahrer und schließlich sollen die Autos komplett autonom Kunden befördern.

Zwar muss Waymo einige Genehmigungen noch einholen, doch die Rechtslage sollte dem Vorhaben nicht im Weg stehen. Die Einstufung fahrerloser Autos erfolgt nach den sogenannten SAE-Leveln, die von der EU aus den USA übernommen wurden. Für den Einsatz als Taxis ohne feste Zielvorgabe, müssen die Fahrzeuge mindestens für die zweithöchste Stufe freigegeben werden. Level 4 bedeutet, dass es einen vorab definierten Einsatzbereich sowie eine technische Aufsichtsperson gibt, die bei Problemen von außen eingreifen kann. Bislang fährt hierzulande nur Mercedes auf Level 3 – für diese Stufe ist aber weiterhin ein anwesender Fahrer notwendig.

Waymos größter Konkurrent in Sachen autonomes Fahren ist Tesla und die beiden Unternehmen bauen auf völlig unterschiedliche Technologien. Bei Waymo kommen 29 Kameras, fünf Scanner und sechs Radarsensoren zum Einsatz. Tesla setzt hingegen auf weniger als zehn Kameras und eine durchgehend aktive KI. Die Sensoren kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn die Kameras schlechte Sicht haben – zum Beispiel bei Regen oder Dunkelheit. Allerdings kostet die Technik rund 50.000 Dollar pro Fahrzeug. Laut Elon Musk würden menschliche Fahrer auch nur ihre Augen nutzen – Tesla setze lieber auf niedrige Kosten und Skalierbarkeit.

Braucht Deutschland wirklich Robotaxis?

Die Begeisterung der Deutschen für die neue Technologie hält sich in Grenzen. Tatsächlich ist die Bereitschaft, mit einem Robotaxi zu fahren, in den letzten Jahren sogar gesunken. Nicht einmal jeder Fünfte würde freiwillig ein fahrerloses Auto nutzen. Waymo setzt vermutlich darauf, dass es mit der Zeit einen Gewohnheitseffekt in der Bevölkerung geben wird.

Die Abneigung zeigt Parallelen zum Thema Künstliche Intelligenz. Auch wenn KI bei den Robotaxis nicht im Vordergrund steht, werden die Technologien scheinbar in einen Topf geworfen. Ein Grund dafür ist, dass auch in diesem Fall Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Zwar werden auch neue Stellen geschaffen, doch diese können niemals die über 100.000 Menschen auffangen, die in der Taxibranche beschäftigt sind. Die Unternehmen sparen sich mit den Personalkosten natürlich eine Menge Geld.

Außerdem machen Robotaxis unsere Gesellschaft wieder ein Stück anonymer. Früher war der Taxifahrer in einer fremden Stadt der erste Ansprechpartner, wenn man etwas über Sehenswürdigkeiten oder Ausgehmöglichkeiten erfahren wollte – oder einfach nur auf ein bisschen Lokalkolorit und Smalltalk aus war. Zwar kann die KI diese Aufgabe in Zukunft auch noch übernehmen, doch die Menschlichkeit geht immer weiter verloren.

Doch damit müssen wir uns ein Stück weit abfinden, denn der demographische Wandel in Deutschland lässt sich nur mit neuen Technologien abfangen. Zum Beispiel werden dem Öffentlichen Nahverkehr bis 2030 bis zu 120.000 Busfahrer fehlen. Die Automatisierung löst hier also ein Problem, anstatt eines zu schaffen. Aber natürlich besteht die Gefahr, dass dem ÖPNV die Kunden weglaufen, sollten die Robotaxis günstige Tarife anbieten können.

Wie sinnvoll die fahrerlosen Taxis sind, hängt auch von uns Konsumenten ab. Sollten Menschen in den Großstädten nicht im großen Stil auf eigene Autos verzichten, werden die Metropolen der Welt nur noch weiter verstopft und am Ende kommt niemand mehr pünktlich ans Ziel. Wer mit Robotaxis fährt, kann Geld sparen und gibt auch noch Parkraum frei.

Ein weiteres Thema, das für Skepsis sorgt, ist die Sicherheit. Waymo selbst registriert deutlich weniger Unfälle mit Schwerverletzten sowie weniger Kollisionen mit Fußgängern und Radfahrern. Aber wie gesagt: Die Meldung stammt vom Unternehmen selbst. Zuletzt blieben Fahrzeuge der Firma in Atlanta und San Antonio im Hochwasser stecken. Ein matschiger Winter in München dürfte also spannend werden.

Stimmen

  • „München ist ein weltweit führender Standort für Mobilität und Ingenieurswesen, und die Ansiedlung in dieser Stadt markiert einen wichtigen Meilenstein in unserer globalen Expansion“, sagt Tekedra Mawakana, Co-CEO von Waymo. „Bei unseren Vorbereitungen auf den Start hat das Vertrauen der Bevölkerung für uns oberste Priorität. Wir freuen uns darauf, in den lokalen Flottenbetrieb zu investieren, hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und sowohl Einwohnern als auch Besuchern einen sicheren und zuverlässigen Service zu bieten.“
  • Natürlich freuen sich auch lokale Politiker über die Initiative. Immerhin können sich München und Bayern so als Vorreiter in Sachen Technologie präsentieren. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nennt die Ankündigung einen „Meilenstein für das autonome Fahren in Bayern“. Er möchte die Robotaxis schon zur IAA Mobility 2027 im Einsatz sehen. Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, wertet die Entscheidung als Beleg dafür, dass „reguläre autonome Mobilitätsdienste in Deutschland im Regelbetrieb möglich“ seien.
  • Auch der Bundesverband Taxi und Mietwagen steht dem Wandel grundsätzlich offen gegenüber, fordert jedoch einen klaren gesetzlichen Rahmen: „Der öffentliche Raum gehört der Stadt“, meint Geschäftsführer Michael Oppermann und fordert die Kommunen damit auf, aktiv zu werden. Der Verband befürchtet, dass der Markt ansonsten von internationalen Konzernen dominiert werden wird, die sich die teuren Autos leisten können, während das deutsche Taxigewerbe auf der Strecke bleibt: „Autonomes Fahren braucht lokale Betreiber, nicht nur globale Plattformen.“

Die Zukunft darf uns keine Angst machen

In London fahren die Robotaxis von Waymo bereits und München bietet sich an, um die Technologie auch auf dem europäischen Festland einzuführen. Die Rechtsgrundlage in Deutschland steht, Autohersteller wie BMW und Audi befinden sich in unmittelbarer Nähe und wenn die autonomen Fahrzeuge in der dichten Innenstadt von München zurecht kommen, dann auch im Rest des Landes.

Allerdings fehlen dem Unternehmen wie gesagt noch einige Genehmigungen. Und Waymo ist nicht ohne Konkurrenz. Zum Beispiel versucht Uber die Serienautos deutscher Hersteller autonom zu machen, anstatt eigene Fahrzeuge zu produzieren. Das ist deutlich günstiger. Generell muss die deutsche Automobilbranche auch in diesem Bereich aufpassen, nicht von der internationalen Konkurrenz abgehängt zu werden.

Damit autonomes Fahren in Deutschland funktioniert, müssen die Kommunen entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, anstatt dem Wandel tatenlos zuzuschauen. Je nachdem, wie Robotaxis in den Öffentlichen Nahverkehr integriert werde, können sie die Innenstädte entweder entlasten oder verstopfen. Es darf keine Konkurrenzsituation zwischen den autonomen Fahrzeugen und dem ÖPNV entstehen.

Die autonomen Taxis werden kommen, daran führt kein Weg vorbei. Genau wie beim Thema KI dürfen wir Bürger aber keine Angst und unsere Politiker keine Berührungsängste haben. Denn ansonsten werden wir von außen bestimmt, und das deutsche Verkehrssystem wird vom Geschäftsmodell eines Konzerns aus Kalifornien abgehängt. Das Ziel müssen Städte mit weniger Autos sein, nicht einfach nur Autos ohne Fahrer.

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