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Received yesterday — 03. November 2026

Einführung des digitalen Führerscheins: Das müssen Autofahrer jetzt wissen

03. November 2026 um 12:30
Was in einigen Nachbarstaaten längst Realität ist, soll bald auch in Deutschland funktionieren: Noch bis Ende November will das Bundesverkehrsministerium den digitalen Nachweis aufs Smartphone bringen. weiterlesen auf t3n.de

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Digitalisierung: Diese Länder sind am besten vernetzt – Deutschland abgeschlagen

27. Oktober 2026 um 20:14

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Smart City Digitalisierung

Ohne Internet geht im Alltag kaum noch etwas, und die Digitalisierung kann den Menschen das Leben erleichtern. Ein paar Beispiele: Arbeiten im Homeoffice, WLAN in Bus und Bahn, Termine für Ämter online vereinbaren oder Formulare sogar im Internet ausfüllen. Wie gut die Menschen weltweit vernetzt sind, unterscheidet sich je nach Region enorm.

Eine Internetverbindung und digitale Vernetzung sind schon lange kein Luxus mehr, sondern entscheiden über Bildung, Handel und Bürokratie. Die Digitalisierung ist essentiell für das Leben der Bürger eines Landes. Doch ein Anschluss alleine reicht nicht aus – er muss auch noch bezahlbar sein und überhaupt erst genutzt werden. Genau diese Aspekte werden in einem internationalen Index erfasst, in dessen Rahmen 159 Länder und Regionen verglichen werden.

Deutschland bei der Digitalisierung abgeschlagen

Der ICT Development Index 2026 wurde von der Internationalen Fernmeldeunion ITU erstellt, einer Organisation der Vereinten Nationen. Er misst zehn verschiedene Indikatoren, unter anderem die Netzabdeckung, den Internetzugang und seine Nutzung, den Datenverbrauch und die Bezahlbarkeit. Wichtig ist aber auch, dass manche Aspekte nicht mit einbezogen werden, darunter Internetgeschwindigkeiten, digitale Kompetenzen und Onlinesicherheit.

Deutschland erreicht in dem Ranking 90,4 von 100 Punkten. Das klingt erstmal nicht schlecht, reicht aber nur für Rang 54. Einige unserer Nachbarländer schneiden deutlich besser ab. Polen und Österreich landen mit jeweils 96,4 Punkten gemeinsam auf Rang 15. Auch die Niederlande (94,9 Punkte), die Schweiz (93,8 Punkte) und Frankreich (91,9 Punkte) hängen die BRD ab. Insgesamt ist Europa gut aufgestellt: 35 von 42 europäischen Ländern erreichen mindestens 90 Punkte.

Zum Vergleich: Weltweit liegt der Durchschnitt bei 79 Punkten. Das Einkommen spielt dabei eine große Rolle, denn Staaten mit niedrigem Einkommen kommen im Schnitt auf weniger als die Hälfte der Punkte. Das Schlusslicht ist übrigens Burundi mit 25,2 Punkten. Wer es hingegen ganz nach oben geschafft hat, verraten wir in der folgenden Rangliste.

Platz 9 (geteilt): Hongkong

Los geht es diesmal mit Rang neun, den sich gleich drei Vertreter teilen. Der erste ist Hongkong – streng genommen kein Staat, sondern eine Sonderverwaltungszone Chinas. China selbst schafft aber nur 94,7 Punkte, während Hongkong auf 97,9 Punkte kommt.

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Mehr Gewalt durch KI-Boom: Neues Gesetz soll härter durchgreifen

16. Oktober 2026 um 11:00

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Gesetz digitale Gewalt KI Deepfakes

Das Erstellen von Deepfakes mittels künstlicher Intelligenz ist heutzutage so einfach wie das Starten einer App. Jetzt soll ein neues Gesetz die Opfer besser schützen und digitale Gewalt härter bestrafen – bis hin zur Haft. Zudem will die Bundesregierung die Betroffenenrechte stärken. All das sind dringend notwendige Schritte. Doch es gibt auch Kritik Eine kommentierende Analyse.

Was der Gesetzentwurf alles verschärft

  • Das Kabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, um den Schutz vor digitaler Gewalt zu erhöhen. Es sollen Strafbarkeitslücken hinsichtlich bildbasierter sexualisierter Gewalt geschlossen und die Betroffenenrechte gestärkt werden. Mehrere Anpassungen im Strafgesetzbuch seien dafür nötig – ebenso wie ein digitales Gewaltschutzgesetz. Je nach Straftatbestand reicht das vorgesehene Strafmaß von einer Geldstrafe bis zur Freiheitsstrafe. Vorgelegt wurde der Entwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD).
  • Wer intimes Bildmaterial wie sexualisierte Deepfakes produziert und verbreitet, ob öffentlich oder privat, soll einem neuen Straftatbestand unterliegen. Dabei spiele es keine Rolle, ob reale oder computergenerierte Aufnahmen verwendet wurden. Was ebenfalls strafbewehrt sein soll: digitaler Voyeurismus in öffentlich zugänglichen Bereichen, die Überwachung mit GPS-Trackern, Besitz, Herstellung und Verbreitung von Vergewaltigungsvideos und der Identitätsmissbrauch durch beispielsweise Fakeprofile.
  • Um die Rechtsdurchsetzung zu optimieren, soll es zudem leichter werden, zivilrechtlich gegen Verletzungen von Persönlichkeitsrechten im Netz vorzugehen. Gegenüber Messengerdiensten, Onlineplattformen und Internetzugangsanbietern haben Betroffene dann einen Auskunftsanspruch, der auch den Klarnamen und die Anschrift inkludiert. Die IP-Adresse soll ebenfalls zur Identifizierung herangezogen werden können. Ferner soll es möglich sein, Accounts für einen bestimmten Zeitraum sperren zu lassen. In beiden Fällen ist eine richterliche Anordnung erforderlich.

Wie KI Gewalt im Netz antreibt und wer betroffen ist

Je größer der digitale Raum wird und je mehr er sich mit Menschen und Möglichkeiten füllt, desto wichtiger sind wirksame Mechanismen, um sich und andere vor digitaler Gewalt zu schützen. Die Bundesregierung betont die Dringlichkeit (und räumt zwischen den Zeilen auch Versäumnisse ein): „Das Recht hinkt der digitalen Realität jedoch hinterher“, heißt es auf der offiziellen Website. Ein Beispiel: Im Strafgesetzbuch gibt es derzeit keine exakt auf Deepfakes ausgerichtete Vorschrift. Und das Erstellen ebensolcher bleibt in der Regel unbestraft.

Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im April 2026 telefonisch befragt – unter anderem, ob sie schon einmal von digitaler Gewalt betroffen waren. Rund ein Viertel (25 Prozent) hat die Frage bejaht. Zudem finden 80 Prozent, dass die zustimmungsfreie Erstellung oder Verbreitung intimer Bilder oder Videos eine konsequente Strafverfolgung nach sich ziehen sollte.

Spannend: 77 Prozent denken, dass die tatsächliche Dimension nicht der aktuellen Diskussion entsprechen würde, weil das Problem in Wahrheit viel größer sei. Das passt zu einer aktuellen Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamts und des Bundesfrauenministeriums. Zwar bezieht sich die Studie „LeSuBiA“ auf verschiedene Gewaltformen, dazu gehört aber auch digitale Gewalt. Zentrales Ergebnis: Ein großer Teil erfahrener Gewalt wird gar nicht angezeigt und die Anzeigequoten sind „unabhängig von der Form der verübten Gewalt durchgehend niedrig“.

Die Studie zeigt auch, dass Frauen, junge Menschen, Personen mit Migrationshintergrund und Menschen der queeren Community besonders oft Opfer von Gewalt sind. Insbesondere Frauen sind meist häufiger und stärker von häuslicher oder geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen, vor allem bei sexuellen Übergriffen, sexueller Belästigung und Stalking. Eine andere repräsentative Befragung, die im Auftrag des Deutschen Frauenrats stattgefunden hat, verdeutlicht das Ausmaß von digitaler Gewalt weit über eigene Erlebnisse hinaus.

Stimmen

  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kritisiert bei der Pressekonferenz vom 7. Oktober 2026, dass digitale Gewalt lange Zeit als Nebensache abgetan wurde, und betont: „Das Gesetz gegen digitale Gewalt steht für ein notwendiges Umdenken. […] Es ist an der Zeit, dass wir digitale Gewalt genauso ernst nehmen wie körperliche Gewalt.“ Auf eine Nachfrage zum Gewaltbegriff erklärt Hubig, „dass die Phänomene digitaler Gewalt ganz unterschiedlich sind“, weshalb der Gesetzentwurf den Begriff möglichst weit fasst. Sie führt aus: „Digitale Gewalt ist deshalb Gewalt, weil sie unmittelbar bei den Betroffenen genau die gleichen Verletzungen, Beschädigungen herbeiführt, wie das körperliche Gewalt tut.“
  • Der Deutsche Frauenrat im Rahmen der Befragung zu digitaler und KI-gestützter sexualisierter Gewalt: „Diese Zahlen müssen ein Weckruf sein, denn sie zeigen: Digitale Gewalt betrifft alle Frauen. Nicht nur direkt Betroffene beschränken sich online, die Angst vor Missbrauch lässt Frauen kollektiv im Netz verstummen. Das ist ein immenses Demokratieproblem. Betroffene brauchen wirksamen Schutz und fordern ihn vom Gesetzgeber ein. Plattformen müssen in die Pflicht genommen werden. Nicht die Frauen müssen aus dem Netz verschwinden, sondern die problematischen Bilder.“
  • In einer Mitteilung vom Februar 2026 mit dem Titel „Aktionsplan gegen Cybermobbing“ bringt die Europäische Kommission explizit künstliche Intelligenz ins Spiel, die „zwar bei der Aufdeckung von Cybermobbing helfen [kann], doch der zunehmende Einsatz von KI – insbesondere generativer KI – und deren Integration in Onlineanwendungen und -dienste erhöht die Risiken und Mittel des Cybermobbings oder schafft sogar neue. So nehmen beispielsweise Deepfakes zu und führen zunehmend zu sexuell explizitem Missbrauch.“

Nicht genug Schutz: Warum das neue Gesetz nicht ausreicht

Nun haben wir viel wertvolle Theorie. Wie geht es jetzt weiter? Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts stehen die parlamentarischen Beratungen im Bundestag und im Bundesrat an. Ist das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen, sollen die neuen Regelungen im darauffolgenden Quartal in Kraft treten. Damit könnten sie laut Haufe bereits ab Mitte 2027 gelten.

Währenddessen werden die Möglichkeiten immer größer. Mit wenigen Klicks zum Deepfake, der mittels KI simpel zur Waffe digitaler sexualisierter Gewalt werden kann? Kein Problem, wie beispielsweise der Fall um Collien Fernandes gezeigt hat. Denn es wird immer einfacher, täuschend echte Bildmanipulationen zu erstellen – vor allem durch künstliche Intelligenz. Glücklicherweise entstehen auch Lösungen, mit denen sich Deepfakes besser erkennen lassen.

Digitale Gewalt ist ein riesiges Feld, das sich täglich vergrößert. Damit die Ambitionen nicht als Paragrafen versauern, sind Durchsetzbarkeit und Umsetzung entscheidend. Doch daran zweifelt beispielsweise der Deutsche Richterbund (DRB): „Will der Rechtsstaat sein Schutzversprechen einlösen, müssen die Bundesländer die Personalmisere der chronisch überlasteten Strafjustiz beenden“, wie DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn laut Stern gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagt.

Gleichzeitig sollte das neue Gesetz (hoffentlich) dafür sorgen, dass die Dunkelziffern endlich an die Oberfläche kommen – und mit ihnen etliche weitere Ermittlungsfälle. Deshalb fordert das Weizenbaum-Institut „mehr Sensibilisierung bei Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten, den Ausbau kostenloser Beratungsangebote und spezialisierte Schwerpunktstaatsanwaltschaften“.

Auch die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) sieht im Gesetzentwurf neben einer wichtigen Maßnahme eine elementare Schutzlücke, da bestimmte, nicht strafbare Verletzungen der Persönlichkeitsrechte nicht ausreichend geschützt wären – beispielsweise wenn jemand persönliche Informationen über eine andere Person ohne Zustimmung im Internet veröffentlicht.

Sowohl Zuspruch als auch Kritik sind laut. Letztere aufgrund bestehender inhaltlicher Unstimmigkeiten und berechtigter Zweifel an der Durchsetzbarkeit. Denn wenn das neue Gesetz nicht auch mit Nachbesserungen beim Umfang und mit signifikanten Optimierungen in verwandten Bereichen einhergeht, hinkt nicht nur das Recht der digitalen Realität hinterher – sondern auch die tatsächliche Realität dem Recht.

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Smart City: Was Kommunen jetzt von der Bundesregierung fordern

15. Oktober 2026 um 11:00

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Smart City Kommunen Digitalisierung Bitkom

Der aktuelle Smart City Index zeigt eine positive Entwicklung. Doch genau darauf darf sich Deutschland nicht ausruhen, wie der Digitalverband Bitkom zusammen mit Spitzenverbänden der Kommunen und Gemeinden fordert. Für eine erfolgreiche Digitalisierung der Kommunen sind neue Förderansätze nötig. Doch ist das mit der oft kurzfristigen Denkweise der Bundesregierung überhaupt vereinbar? Eine kommentierende Analyse.

Warum es jetzt dauerhaft finanzierte Strukturen braucht

  • Der Digitalverband Bitkom, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) stellen in einem gemeinsamen Positionspapier klare Forderungen: Die Digitalisierung der kommunalen Daseinsvorsorge dürfe nicht mehr von befristeten Modellprojekten abhängen. Stattdessen brauche es eine dauerhafte digitale Grundversorgung für Kommunen.
  • Warum kam es zu dem Zusammenschluss? Zentrale Förderprogramme wie die Modellprojekte Smart Cities des Bundesbauministeriums laufen aus. Gleichzeitig könne die Digitalisierung der Kommunen nicht nur mit einzelnen Innovationsprojekten gelingen, weshalb die bisherige Förderlogik nicht mehr tragbar sei. Ziel müsse es sein, die „weitere Digitalisierung von Städten und Regionen […] in dauerhaft finanzierte Strukturen zu bringen, die allen Kommunen zugutekommen“, wie es in der Presseinformation des Bitkom heißt.
  • Die Forderungen richten sich auch konkret an den Deutschland-Stack – die nationale Technologieplattform für die Digitalvorhaben in Deutschland. Hier müsse die Politik auch Smart-City-Lösungen sowie nötige Standards und Schnittstellen berücksichtigen, damit Kommunen dauerhaft digitale Basisinfrastrukturen erhalten. Der Deutschland-Stack soll das Fundament für eine digitale Verwaltung schaffen, das auf souveränen, europäisch anschlussfähigen und interoperablen digitalen Komponenten für Bund, Länder und Kommunen fußt.

Weniger reden, mehr machen!

Der Smart City Index 2026 zeigt: In Deutschland ist nicht alles eingestaubt. Bitkom hebt unter anderem das flächendeckende Klimamessnetz mit 76 Stationen im gesamten Stadtgebiet von Dortmund hervor. Es erfasst die Hitzebelastung und macht sie über ein Dashboard sichtbar, um Hitzeereignisse früher zu erkennen. Auch Solingen gehört zur Best-Practice-Sammlung, weil die kreisfreie Großstadt mit dem Pilotprojekt SMARTKRIS die Krisenkommunikation optimiert.

Fakt ist aber auch, dass solche Erfolge in befristeten Förderprogrammen entstanden sind. Um einen nachhaltigen Nutzen zu ziehen, müsse man zum einen voneinander lernen, zum anderen sei es wichtig, „das Erreichte zu sichern und auszubauen, statt es auslaufen zu lassen“. Außerdem sollten Kommunen laut Bitkom „künftig nach dem Prinzip ‚weniger entwickeln, mehr beschaffen‘ erprobte Lösungen über einen ausgebauten Marktplatz beziehen können, unterstützt von einer zentralen Beratungsstelle für Auswahl, Einführung und Betrieb“.

Das alles klingt nach: weniger reden, mehr machen, aber bitte mit einem nachhaltigen Fokus. Getriggert? Und wie! Dass kurzfristige Lösungen, oft mit einem aktionistischen Charakter, en vogue sind, untermauert der erneute und viel kritisierte Tankrabatt. Und jetzt will Friedrich Merz doch noch die Stromsteuer für alle senken – eine ähnliche Richtung. Denn die mögliche Umsetzung eines alten Versprechens ist zweckgebunden: Die CDU greift nach Vertrauensstrohhalmen. Rund fünf Milliarden Euro wird das vor allem politisch gedachte Vorhaben kosten.

Die Deutschland-App ist ein Positivbeispiel. Sie wird nun in sechs Pilotkommunen erprobt (in Dortmund, Dresden, Erfurt, Hamburg, Nürnberg und Wiesbaden). Dafür wird zunächst ein Prototyp entwickelt und anschließend mit Nutzern getestet – inklusive der digitalen Identifizierung über die Online-Ausweisfunktion und einer möglichen Anbindung an die EUDI-Wallet.

Stimmen

  • Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sieht die Erfolge und notwendigen Schritte: „Viele Städte haben gezeigt, dass Smart City funktioniert. Jetzt muss aus einzelnen Erfolgen eine digitale Grundversorgung für alle Kommunen werden, gerade auch für die kleineren. Nach Jahren der Modellprojekte brauchen wir Strukturen, die dauerhaft tragen. Das heißt insbesondere: Der künftige Deutschland-Stack muss bis ins kleinste Rathaus reichen.“
  • Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), zum Deutschland-Stack: Damit „schaffen wir eine offene, sichere und skalierbare IT-Infrastruktur, die föderale Zusammenarbeit erleichtert, Innovationen beschleunigt und nutzerorientierte Lösungen ermöglicht. Die Plattform wird Basiskomponenten wie Cloud- und IT-Dienste bereitstellen, die von Bund, Ländern und Kommunen genutzt werden können.“
  • Aus dem Smart City Index des Bitkom: „Deutlich sichtbar bleibt der Unterschied zwischen großen und kleineren Großstädten. Städte ab einer Million Einwohner erreichen im Mittel 87,5 Punkte (Vorjahr: 85,8 Punkte), Städte zwischen 500.000 und 999.999 Einwohnern 84,5 Punkte (81,0). Am unteren Ende stehen die Städte zwischen 100.000 und 149.999 Einwohnern mit 66,8 Punkten.“

Smart Cities sind viel mehr als nur Modernisierung

Zwar zeigen die Zahlen eine Kluft zwischen den kleinsten und größten Städten. Doch sie verdeutlichen auch, dass sich der Abstand verringert: von 23,4 auf 20,7 Punkte. „Größe hilft, aber auch Kleine können digital. Die kleinsten Großstädte holen in diesem Jahr am stärksten auf, und mit Erlangen, Hildesheim und Gütersloh stehen gleich drei von ihnen unter den dynamischsten Aufsteigern“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.

Ein Platz in den Top Ten erforderte diesmal 85,5 Punkte. 2025 haben dafür 84,7 Punkte gereicht, davor 79,8, und 2023 waren 76,6 Punkte nötig. Das kontinuierlich steigende Niveau spiegelt die positive Entwicklung im Bereich der kommunalen Digitalisierung wider. Jetzt gilt es, die Erfolge auszubauen, statt sie durch fehlende infrastrukturelle und finanzielle Mittel auszubremsen. „Die Städte haben bewiesen, dass sie digitalisieren wollen und digitalisieren können. Bei ihren Anstrengungen sollten [sie] weiterhin auch vom Bund unterstützt werden“, so Wintergerst.

Ein kontextuell gutes Zeichen ist das Webinar „Deutschland-Stack – Kompakt-Briefing“, das der DStGB zusammen mit dem BMDS vor Kurzem veranstaltet hat. Im einleitenden Statement erklärte DStGB-Sprecher Alexander Handschuh, dass die Kommunen entscheidend für den Erfolg von Deutschland-Stack und generell Digitalisierung seien. Laut Christina Decker, Leiterin der Abteilung Deutschland-Stack beim BMDS, würde der Deutschland-Stack auch dazu beitragen, dass die Bürger mehr Freude an der Verwaltung haben – und umgekehrt.

Es geht nicht einfach darum, deutsche Städte aus Prestigegründen moderner zu machen, wie Wintergerst ergänzt: „Eine Stadt, die ihre Energienetze, ihren Katastrophenschutz und ihre Verkehrssteuerung digital steuert, […] ist handlungsfähiger und resilienter im Krisenfall.“ Neben der Sicherheit steigt auch die allgemeine Bürgerzufriedenheit, wenn nervige bürokratische Prozesse entschlackt werden oder wegfallen – beispielsweise durch das Once-Only-Prinzip.

Hätte, hätte, Digitalkette. Genau das darf nicht passieren. Deutschland neigt dazu, Wesentliches erst anzustoßen, wenn der Handlungsdruck bereits groß ist. Oder zu situativ-politisch motivierte Entscheidungen zu treffen. Oder elementare Entwicklungen zu zerreden und in theoretischen Konstrukten zu verharren. Doch eine fortschreitende Digitalisierung auf Kommunalebene ist keine rein technische Modernisierung – sie bestimmt auch die Anschlussfähigkeit und Souveränität Deutschlands.

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Berlin enttäuscht: Das sind die digitalsten Städte Deutschlands

14. Oktober 2026 um 21:03

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Smart City Digitalisierung Stadt

Deutschland befindet sich in Sachen Digitalisierung im Hintertreffen, aber es ist nicht so, als würde sich gar nichts tun. Wo können Behördengänge online erledigt werden? Wo steuert eine KI den Verkehr? In diesem Ranking verraten wir, welche Städte 2026 am besten aufgestellt sind.

Die Digitalisierung kann den Menschen das Leben erleichtern, wenn sie richtig umgesetzt wird. Ein paar Beispiele: WLAN in Bus und Bahn, Termine für Ämter online vereinbaren oder Formulare sogar im Internet ausfüllen, eine digitale Parkplatzsuche. Bürger merken es im Alltag, wenn ihre Stadt wirklich digital ist.

So läuft die Digitalisierung in Deutschland

Wenig überraschend gibt es große Unterschiede zwischen den Metropolen und kleineren Großstädten. Allerdings holen Letztere am schnellsten auf. Generell ist das Niveau insgesamt klar angestiegen, und die deutschen Städte haben sich ein wenig angeglichen. Vor allem die Spitze ist zusammengerückt. Und wer nicht regelmäßig nachrüstet, kommt schnell ins Hintertreffen.

Im Smart City Index 2026 des Digitalverbands Bitkom werden 83 deutsche Städte, die mindestens 100.000 Einwohner haben, miteinander in fünf Kategorien verglichen: Verwaltung, Energie und Umwelt, IT und Kommunikation, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Die Daten stammen von den Städten selbst, mussten aber mit Quellen belegt werden.

Großstädte kommen im Durchschnitt auf 73,8 von 100 möglichen Punkten. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 70,8 Prozent – der Trend geht also nach oben. Wer sich in diesem Jahr einen Platz in der Top Ten sichern wollte, musste mindestens einen Wert von 85,5 Punkten erreichen. Und es wird eng: Zwischen Rang zehn und Rang eins liegen nur 7,3 Punkte.

Am meisten haben sich Erlangen, Hildesheim, Mönchengladbach und Bremen verbessert. Ordentlich abwärts geht es hingegen für Paderborn, Heilbronn, Koblenz und Dresden. Berlin landet nur auf Rang 33, die rote Laterne geht an Remscheid mit 47,3 Punkten. Welche Großstädte es in die Top Ten geschafft haben, verraten wir in folgendem Ranking.

Platz 10: Aachen

Aachen erhält 85,5 Punkte. Das reicht gerade so für einen Platz im Spitzenfeld. Im Vergleich zu 2025 macht die Stadt einen Sprung um sechs Plätze. Vor allem in den Bereichen Energie und Umwelt wurde in den letzten Monaten offenbar geklotzt.

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