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Received yesterday — 12. Juni 2026

Jetzt heißt es Handeln: Gegen den Reinheitsfimmel in der Souveränitätsdebatte

12. Juni 2026 um 11:00
Wir reden unsere Verwaltung gern schlechter, als sie ist. Tatsächlich steht fast alles für ihre Digitalisierung längst bereit: die Infrastruktur, die erprobten Anwendungen und – wie spätestens seit dieser Woche klar ist – auch ein parteiübergreifender Wille. Ausbremsen kann das Vorhaben jetzt eigentlich nur noch eine Souveränitätsdebatte, die alles über einen Kamm schert.weiterlesen auf t3n.de

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Podcast: Sind Smartphones die schlimmste Droge aller Zeiten?

29. Mai 2026 um 06:54

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BREAK THE WEEK Podcast

BREAK/THE WEEK ist dein wöchentlicher Tech-Talk von BASIC thinking, der dich hinter die Kulissen der Tech-Welt nimmt. In der neuen Ausgabe diskutieren wir über digitalen Dauerstress im Alltag, KI in der Literatur und Justiz sowie den E-Autoboom in Skandinavien. 

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Die Themen dieser Ausgabe:

  • VR und KI gegen Redeangst: Das Start-up „Schnackbar“ hilft Schülerinnen und Schülern mit Virtual Reality
  • Bayerns KI-System „ALeKS“ anonymisiert Gerichtsentscheidungen automatisch – mehr Transparenz für die Justiz
  • Spotify rudert zurück: Das neue 3D-Logo ist weg – doch die KI-Flut in der App bleibt
  • Solarzellen im Elektroauto: Bis zu 80 Prozent mehr Reichweite – Realität oder Wunschdenken?
  • Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk über KI in der Literatur: Inspiration ja, Auslagerung nein
  • Skandinavien macht’s vor: Zwei von drei Neuwagen sind bereits Elektroautos
  • Digitaler Dauerstress: 81 Prozent greifen stündlich zum Smartphone – was wirklich dagegen hilft
  • Yes or No: Zehn Fragen zu KI, Smartphones und dem ersten Elektroauto von Ferrari

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Digitaler Dauerstress: Der große Kampf gegen das eigene Smartphone

27. Mai 2026 um 11:00

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digitaler Stress Social Media Sucht Smartphonesucht Zenbox Digitaler Dauerstress Digital Detox

Viele Menschen in Deutschland befinden sich laut einer Umfrage in digitaler Dauerbereitschaft. Die Folge: Druck, Stress und eine schwindende Konzentrationsfähigkeit. Über die Hälfte der Betroffenen will deshalb aktiv ihre Online-Zeit verkürzen. Aber zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft eine eklatante Lücke. Warum Software-Lösungen oft scheitern, physische Geräte boomen und Konzentration zum Luxusgut werden könnte. Eine kommentierende Analyse.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: So abhängig ist Deutschland vom Handy

  • Einer repräsentativen Umfrage der IU Internationalen Hochschule in Erfurt zufolge schauen 81 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Stunde auf Smartphone, Tablet oder Co. – selbst wenn sie keine Benachrichtigungen bekommen. Knapp die Hälfte davon gab an, Angst davor zu haben, etwas zu verpassen, wenn sie offline sind. Für die Umfrage wurden 2.000 Personen in Deutschland im Alter von 16 bis 65 Jahren befragt, repräsentativ nach Alter und Geschlecht.
  • Eines der zentralen Ergebnisse: 56 Prozent der Befragten äußerten den Wunsch, häufiger offline sein zu wollen. Um das zu erreichen, gaben 38,4 Prozent an, ihre Push-Benachrichtigungen auszuschalten. 29,5 Prozent aktivieren regelmäßig den „Nicht stören“-Modus. Wiederum 28,7 Prozent gaben an, bei bestimmten Aktivitäten wie Sport gänzlich auf digitale Geräte zu verzichten. Das Problem: Sozialer Druck, berufliche Erreichbarkeit und die Angst, etwas zu verpassen, hindert viele daran, wirklich abzuschalten.
  • Neben bestimmten Geräteeinstellungen gibt es mittlerweile auch Apps, die die Online-Zeit reduzieren sollen. Doch psychologische Mechanismen sorgen dafür, dass Nutzer Obergrenzen oder Sperren mit wenigen Klicks umgehen. Physische Lösungen wie Brick oder die Zenbox blockieren Apps und Websites deshalb über reale Handlungen. Wird ein iPhone etwa an die Zenbox gehalten, werden festgelegte Apps und Internetseiten blockiert. Um diese Sperre aufzuheben, ist ein erneuter Kontakt mit dem Gerät notwendig.

Digitale Diät-Cola: Warum Fokus-Apps das Problem nicht lösen

Das Smartphone ist für viele kein Alltagshelfer mehr, sondern eine Belastung. Es liegt nachts neben dem Bett und morgens zuerst in der Hand. Das reflexartige Hochziehen des Bildschirms ist mittlerweile fast schon so etwas wie ein ungesundes Ritual. Die aktuellen Entwicklungen rund um digitale Süchte entbehren dabei nicht einer gewissen Ironie.

Denn: Mitunter dieselbe Tech-Welt, die unsere Aufmerksamkeit zerstückelt und uns Selbstkontrolle nimmt, verkauft nun Werkzeuge zur Rettung davor. Darunter: Fokus-Apps oder Funktionen zur Bildschirmzeitanalyse, die wie eine digitale Diät-Cola das schlechte Gewissen spülen sollen, während die Abhängigkeit bleibt.

Dass nun physische Lösungen wie Zenbox oder Brick boomen, sagt viel über den Zustand unserer Selbstdisziplin, aber auch über digitale Sucht als Krankheit aus. Wir brauchen offenbar wieder Türschlösser für den eigenen Willen und das eigene Wohlergehen. Gleichzeitig wäre es zu billig, die Verantwortung allein dem Silicon Valley zuzuschieben.

Denn: Wer auf jede Nachricht sofort reagiert, tut das nicht nur wegen Algorithmen, sondern auch wegen sozialer Dressur und sozialen Drucks. Dauererreichbarkeit ist dabei zu einer modernen Höflichkeitsform geworden. Wer nicht antwortet, gilt schnell als unzuverlässig, unmotiviert oder schlicht unsichtbar. Das ist keine gute Entwicklung.

Stimmen und Reaktionen

  • Timo Kortsch, Professor für Wirtschaftspsychologie an der IU Internationalen Hochschule, in einem Statement: „Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich mehr Offline-Zeit, schafft es aber nicht, diesen Wunsch umzusetzen. Das spricht nicht für fehlendes Wissen, sondern für einen starken äußeren Erwartungsdruck: soziale Normen, berufliche Erreichbarkeit und die Angst, etwas zu verpassen (FOMO – Fear of Missing Out). Dahinter stecken komplexe psychologische Mechanismen, die über das individuelle Verhalten hinausgehen.“
  • Zenbox-Gründer Konstantin Singer gegenüber BASIC thinking: „Das Smartphone ist eine produktive Wunderwaffe, doch die Geschäftsmodelle der großen Tech-Konzerne haben dazu geführt, dass uns das Wichtigste immer mehr genommen wird: unsere eigene Aufmerksamkeit. Zenbox ist die smarte Antwort darauf, sich wieder auf das zu fokussieren, was im richtigen Moment wirklich zählt: Familie, echte Gespräche, fokussiertes Arbeiten. Ein kleines, physisches Device kombiniert mit einer klar designten App, das durch ein leichtes Ritual hilft, Bildschirmzeit bewusst zu reduzieren und die Kontrolle über die eigene Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.“
  • Laut Dimitrij Müller vom Zentrum für Verhaltensforschung der Caritas Berlin können Apps und Einstellungen zwar helfen. Bei einer fortgeschrittenen Sucht über Jahre brauche es aber medizinische Begleitung. Müller zufolge gehört Mediensucht wie Glücksspiel- und Kaufsucht zu den sogenannten Verhaltenssüchten: „Dabei wird das Suchtmittel zur Regulation von Emotionen genutzt. Statt meine Emotionen wahrzunehmen und mit ihnen umzugehen, drücke ich sie weg und dröhne mich mit Dopamin zu. (…) Die Anbieter werden in diesen Strategien immer aggressiver.“

Digitaler Stress: Wird Konzentration bald zum Luxusgut?

Die nächste Phase der Digitalisierung könnte paradox werden. Denn je smarter Technik wird, desto größer dürfte der Markt für künstliche Reibung werden. Menschen kaufen dann nicht mehr nur Geräte, sondern Widerstände dagegen. Digital Detox bekommt damit eine fast schon religiöse Bedeutung: begleitet von kleinen Ritualen, NFC-Boxen und Offline-Zeiten.

Eine moderne Beichtpraxis gegen den digitalen Dopaminkapitalismus sozusagen. Gleichzeitig wird der Kampf um Aufmerksamkeit härter. KI-Assistenten, personalisierte Feeds und algorithmische Daueransprache werden in den kommenden Jahren noch präziser darin werden, menschliche Emotionen auszunutzen.

Die Frage lautet deshalb nicht mehr nur, ob Smartphones süchtig machen können, sondern ob Konzentration künftig zu einem Luxusgut wird – ähnlich wie Wohnraum oder Freizeit. Vielleicht liegt die eigentliche Zukunft aber auch nicht im kompletten Offline-Sein, sondern in einer neuen digitalen Etikette.

So wie Rauchen aus Restaurants verschwand, könnte auch permanente Erreichbarkeit irgendwann als rücksichtslos gelten. Wer etwa mitten im Gespräch aufs Display schaut, wirkt dann nicht mehr beschäftigt, sondern sozial verwahrlost. Um es überspitzt zu formulieren, wäre das womöglich der erste echte Fortschritt seit Einführung des „Nicht stören“-Modus.

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Internetsucht: Studie identifiziert drei psychologische Ursachen

24. Mai 2026 um 09:45

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Internet Sucht Smartphone Scrollen Konsum

Manche Menschen können ihr Smartphone einfach nicht weglegen, selbst wenn sie es wollen. Eine große Studie mit über 800 Teilnehmern hat jetzt drei psychologische Mechanismen identifiziert, die hinter diesem Kontrollverlust stecken. Die Ergebnisse des Teams um den Psychologen Matthias Brand zeigen, warum Betroffene unterschiedlich ticken – und wie Therapien in Zukunft gezielter helfen könnten. 

Eine problematische Internetnutzung entwickelt sich zunehmend zu einem ernsthaften Gesundheitsproblem in der Gesellschaft. Ein Forscherteam um den Psychologen Matthias Brand untersuchte daher die zugrundeliegenden psychologischen Mechanismen genauer.

Die Wissenschaftler testeten über 800 Versuchspersonen mit standardisierten Interviews, kognitiven Aufgaben und Fragebögen. Ziel war es, die Ursachen für den aktuellen und zukünftigen Kontrollverlust beim Surfen, Spielen oder Einkaufen im Netz zu verstehen.

Stressflucht ins Netz: Wenn Gefühle den Konsum steuern

Die Studie zeigte drei miteinander verbundene Wege auf, die zu einer problematischen Nutzung führen. Der erste Weg wird von Gefühlen gesteuert und belohnt die Nutzer in ihrem Handeln.

Menschen konsumieren demnach digitale Inhalte, um ihren Alltagsstress zu bewältigen und negativen Stimmungen zu entkommen. Dieses Verhalten erzeugt ein starkes Verlangen, immer wieder online zu gehen, da die virtuelle Welt eine emotionale Erleichterung verschafft.

Internetsucht: Warum greifen wir automatisch zum Smartphone?

Der zweite Mechanismus beschreibt den Übergang zur reinen Gewohnheit bei der Mediennutzung. Nutzer würden Spiele oder soziale Netzwerke ganz automatisch ohne nachzudenken auf ihren Geräten aufrufen.

Dieses Verhalten zielt darauf ab, negative Emotionen von vornherein zu vermeiden und eine Ablenkung zu schaffen. Eine grundsätzliche Aufmerksamkeitsstörung oder Impulsivität der Person spielt bei dieser fortschreitenden Automatisierung eine entscheidende Rolle.

Fehlende Impulskontrolle: Wenn das Aufhören unmöglich wird

Der dritte Weg betrifft die kognitive Kontrolle, also die grundlegende Unfähigkeit, eine begonnene Handlung rechtzeitig zu beenden. Betroffene würden verringerte exekutive Funktionen aufweisen, wodurch sie ihre eigenen Impulse schwerer regulieren können.

Sobald sie mit dem Konsum digitaler Inhalte beginnen, versagt die notwendige Hemmkontrolle. Sie können das genutzte Endgerät nicht mehr ausschalten, selbst wenn sie dieses Ziel eigentlich verfolgen.

Wie Therapien künftig gezielt bei Internetsucht helfen

Alle drei psychologischen Antriebe erklären im Zusammenspiel über sechzig Prozent der gemessenen Symptome bei den Teilnehmern. Auch sechs Monate später erwiesen sich diese Mechanismen noch als zuverlässige Vorhersagen für das Nutzungsverhalten der untersuchten Personen. Die Forscher sehen in diesen Erkenntnissen ein großes Potenzial für die medizinische Praxis. Künftige Behandlungen ließen sich so genauer auf das jeweilige Hauptproblem der betroffenen Patienten zuschneiden.

Je nachdem, welcher Mechanismus dominiert, dürften künftig unterschiedliche Therapieansätze in der Praxis helfen. Wer das Internet vorrangig zur Stressbewältigung nutzt, könnte von einem Training zur Emotionsregulation profitieren. Wem hingegen die Hemmkontrolle fehlt, dem würde ein spezielles Training zur Stärkung der Impulskontrolle helfen. Das Autorenteam um Matthias Brand erklärte zu den therapeutischen Möglichkeiten:

Kliniker sollten systematisch die Haupttreiber der problematischen Internetnutzung bei ihren Patienten erfassen und dann die optimalen Interventionen auswählen, um gezielt die jeweiligen Wege anzusprechen. Dies könnte beispielsweise durch die Kombination klassischer kognitiver Verhaltenstherapie mit spezifischen affektiven oder kognitiven Trainings geschehen.

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ZDF-Strategie: Weitere 50 Millionen Euro fließen in den digitalen Ausbau

08. Mai 2026 um 19:50

ZDF-Intendant Norbert Himmler kündigt eine massive finanzielle Umschichtung an, um den Sender zukunftssicher aufzustellen. Millionenbeträge fließen aus dem klassischen Fernsehen direkt in digitale Angebote, während Kooperationen zwischen Kultursendern forciert werden. Alles zur ZDF-Programmumstellung.

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Kennst du die EUDI-Wallet? 52 Prozent der Deutschen tun es nicht

16. April 2026 um 14:00

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EUDI-Wallet Europa

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung keine Ahnung hat, was EUDI-Wallet ist. Fakt ist aber, dass sie nächstes Jahr kommen wird. Grund genug, die Brieftasche weiter zu öffnen und auch in den kleinen Münzen zu kramen – digital natürlich.

EUDI, das ist nicht der Name einer putzigen Animationsfigur, sondern … weißt du es? Laut einer repräsentativen Umfrage von Bitkom können nur 5 Prozent der Deutschen richtig erklären, was es damit auf sich hat. Die Abkürzung steht für European Digital Identity Wallet.

Was ist die EUDI-Wallet?

Die Planungen dafür gehen mehr als zwei Jahre zurück. Im Februar 2024 hat das Europäische Parlament eine EU-Verordnung verabschiedet. Nach dieser novellierten eIDAS-Verordnung sind alle EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, bis 2027 eine EUDI-Wallet verfügbar zu machen.

Auch BASIC Thinking hat damals von der digitalen Brieftasche berichtet – und darauf verwiesen, dass die Wallet an sich keine neue Erfindung ist. Fast jedes Smartphone hat bereits eine. Darin kannst du beispielsweise Tickets wie Bordkarten speichern. Zahlungen mit entsprechenden Pay-Diensten sind ebenfalls möglich.

Mit der EUDI-Wallet hast du deinen Identitätsnachweis und andere Belege wie den Personalausweis, Führerschein oder Zeugnisse europaweit immer dabei. Allerdings nicht als physische Karten im Portemonnaie oder gefaltete DIN-A4-Ausdrucke in der Tasche, sondern digital in einer App auf dem Smartphone.

Vom deutschen eID zur europäischen Wallet

Es begann mit nationalen digitalen Identitäten und mündet am 2. Januar 2027 in der EUDI-Wallet. Schon heute ist die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises (eID) in Deutschland anerkannt. Die Technologie entspricht dem höchsten eIDAS-Vertrauensniveau. Als Nächstes kommt eIDAS 2.0.

Waren nationale digitale Identitäten wie eID die Basis, werden sie von der EUDI-Wallet europaweit zu einem interoperablen System skaliert. Doch viele fragen sich jetzt oder bald: Warum denn? Digitalisierung verspricht vor allem mehr Nutzerfreundlichkeit durch weniger Bürokratie. Außerdem sind digitale Lösungen nachhaltiger, wenn Sie Papier und andere Rohstoffe ersetzen.

Auf der anderen Seite bietet Technologie trotz proklamierten Sicherheitsstandards automatisch Sicherheitsrisiken hinsichtlich des Datenschutzes. Bei einer Kreditkarte sowie ausgedruckten Versicherungs- oder Kaufverträgen liegt es in erster Linie bei dir, ob du sie sicher aufbewahrst oder verlierst respektive preisgibst.

Stell dir vor, du mietest im Urlaub in Portugal einen Wagen. Bisher bedeutet das: Führerschein rauskramen, Kreditkarte vorzeigen, vielleicht noch eine Kopie der Versicherungspolice suchen. Mit der EUDI-Wallet läuft das anders.

Du öffnest die App, gibst per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung die nötigen Dokumente frei – und der Vermieter kann Führerschein und Identität in Sekunden digital prüfen. Kein Papierkram, keine Sprachbarriere bei handschriftlichen Formularen, kein Risiko, ein wichtiges Dokument im Hotel vergessen zu haben.

Dasselbe Prinzip gilt für die Kontoeröffnung bei einer Bank, die Einschreibung an einer Uni im Ausland oder den Abschluss eines Mietvertrags: Ein Fingertipp ersetzt den Gang zum Amt oder das Einscannen von Dokumenten. Grundlegend spannender ist aber zunächst die Frage: Wie viel wissen die Deutschen überhaupt von der EUDI-Wallet?

Mehr als die Hälfte kennt die EUDI-Wallet nicht

An der Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom haben 1.004 Menschen ab einem Alter von 16 Jahren teilgenommen. Die Umfrage ergab, dass 52 Prozent – und damit die Mehrheit – der deutschen Bevölkerung noch nie von der EUDI-Wallet gehört haben.

18 Prozent kennen den Begriff zwar, wissen aber nicht, was sich dahinter verbirgt. Minimal mehr (20 Prozent) kennen die Hintergründe zur digitalen Brieftasche, während nur 5 Prozent sie gut erklären können. Weitere 5 Prozent haben sich enthalten.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst bezeichnet die EUDI-Wallet als „eine der bedeutendsten Innovationen dieser Jahre – eine sichere digitale Identität für alle Europäerinnen und Europäer.“ Doch es braucht eine Aufklärungskampagne, denn die „EUDI-Wallet sollte zum Standard werden.“

Damit das gelingt, haben sich schon jetzt über 100 Unternehmen einem gemeinsamen „Memorandum of Understanding“ des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung und Biktom angeschlossen. Sie wollen schnell relevante Anwendungen anbieten, um die EUDI-Wallet zu verbreiten.

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