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Apple und der DMA: Warum Siri AI in Europa nur auf dem Mac startet

13. Juni 2026 um 06:00

Der Beitrag Apple und der DMA: Warum Siri AI in Europa nur auf dem Mac startet erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Siri AI Europa Mac Künstliche Intelligenz Apple iPhone EU

Apple bringt Siri AI auch nach Europa, aber zunächst nur auf den Mac. iPhone- und iPad-Nutzer in der EU gehen vorerst leer aus. Der Grund: Ein eskalierender Streit zwischen Apple und der EU-Kommission über die Auslegung des Digital Markets Act. Doch: Wer trägt die Verantwortung und wann kommt Siri AI doch noch aufs iPhone? Ein Überblick. 

Bereits im Zuge der Ankündigung von Apple Intelligence im Jahr 2024 hat Apple die neue Siri als Herzstück seiner KI-Strategie vorgestellt. Ursprünglich sollten die erweiterten Funktionen deutlich früher verfügbar sein, doch die Entwicklung erwies sich als komplexer als erwartet, weshalb Apple den Start mehrfach verschob.

Inzwischen steht Siri AI kurz vor der Einführung. Doch während Nutzer in vielen Regionen die neuen KI-Funktionen in den kommenden Monaten erhalten sollen, erfolgt der Start in Europa nur eingeschränkt.

Auf dem Mac, der Apple Watch und für Vision Pro wird Siri AI direkt zum Start verfügbar sein. Doch Nutzer von iPhone und iPad müssen sich in der EU vorerst weiter gedulden. Hintergrund sind regulatorische Fragen im Zusammenhang mit dem europäischen Digital Markets Act (DMA).

Siri AI startet in Europa zunächst nur auf dem Mac – aber nicht auf dem iPhone

Apple hatte ursprünglich geplant, Siri AI in der EU zeitgleich mit der Veröffentlichung von iOS 27 und iPadOS 27 später in diesem Jahr bereitzustellen. Das scheitert laut dem Konzern jedoch an den Vorgaben des Digital Markets Act (DMA).

Die EU-Regulierungsbehörden hätten in den vergangenen Monaten „keine der von Apple vorgeschlagenen Lösungen akzeptiert“, heißt es in einem Statement von Apple. „Wir sind zutiefst enttäuscht, dass unsere Nutzer in der EU Siri AI auf dem iPhone oder iPad nicht nutzen können, wenn wir im Laufe dieses Jahres unsere neuen Software-Versionen veröffentlichen“, erklärt Craig Federighi, Apples Senior Vice President für Software Engineering.

Ein Sprecher der EU-Kommission wiederum widerspricht dieser Darstellung. „Die Entscheidung, Siri-KI nicht in der EU einzuführen, liegt allein bei Apple, denn absolut nichts im DMA hindert Apple daran, neue Produkte in der EU auf den Markt zu bringen“, erklärt Thomas Regnier, Sprecher der Europäischen Kommission.

Apple habe die Kommission lediglich um eine Ausnahmeregelung für 18 Monate gebeten und nicht versucht, „eine geeignete und regelkonforme Lösung zu finden“, so Regnier bei einem regulären Pressebriefing in Brüssel. Das sei allerdings keine Option, „denn es würde bedeuten, dass kein anderer KI-Agent außer Siri AI – der übrigens von Google betrieben wird – die gleiche Chance hätte, von iPhone-Nutzern ausgewählt zu werden“.

Apple wiederum bezeichnet die Auslegung des DMA durch die EU-Regulierungsbehörden als „extrem“. Regnier erklärt hingegen, EU-Recht sei „nicht verhandelbar“. „Die Kommission wird keine Ausnahmen gewähren – so wenig, wie ein Polizist einen Autofahrer von der Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung befreien würde.“

Siri AI: Welche Rolle spielt der DMA wirklich?

Die unterschiedlichen Entscheidungen für Mac und iPhone lassen sich vor allem durch die Art der Systemintegration und die regulatorische Einordnung der Plattformen erklären. Denn auf dem iPhone ist Siri tief in das mobile Betriebssystem eingebunden und kann weitreichend auf App-Funktionen, Nutzerdaten und Systemprozesse zugreifen.

Genau diese enge Verzahnung ist im Kontext des DMA besonders sensibel, da sie vor allem Fragen zu fairen Zugängen für Drittanbieter aufwirft. Der Mac hingegen gilt in diesem Zusammenhang als weniger strikt regulierte Plattform. Drittanbieter haben hier zahlreiche Zugangspunkte, die Nutzern Alternativen bieten.

Beim iPhone hingegen ist das anders, da Siri AI hier als zentrale Schnittstelle fungieren würde. Denn sie könnte Nutzer mit Nachrichten, Apps, persönlichen Daten und Gerätesteuerungen verbinden und stellt damit keine bloße Funktion dar.

Diese Unterscheidung ist wichtig, um die Entscheidung der Regulierungsbehörden nachvollziehen zu können. Denn wenn KI-Assistenten nicht nur eine reine Software-Funktion sind, sondern sich zu einem primären Zugangstor für Apps, Inhalte, Suchfunktionen und Gerätesteuerungen entwickeln, können sie als Plattform-Infrastruktur eingestuft werden.

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Bluesky zu Eurosky übertragen: So gelingt der Umzug auf EU-Server

23. April 2026 um 16:43

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Bluesky zu Eurosky übertragen Migration Anleitung Wie nutzen

Viele Nutzer fragen sich, wie sie ihre digitale Identität stärker unter eigener Kontrolle behalten können. Genau hier setzt Eurosky an: Mit einer gemeinsamen technischen Grundlage sollen Konten und soziale Beziehungen zwischen Netzwerken übertragbar sein. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du deinen Bluesky-Account zu Eurosky übertragen und migrieren kannst, inklusive Handle-Wechsel und Bestätigungscodes.

Mit Eurosky betritt ein neuer Player die Bühne der sozialen Netzwerke. Der Dienst bietet einen zentralen Login für verschiedene Plattformen wie Bluesky und will sich als europäische Alternative zu Big Tech etablieren.

Aufgrund der wachsenden Kritik an den Datenpraktiken der großen Tech-Konzerne setzt Eurosky auf strengere Datenschutzstandards und mehr Kontrolle durch die Nutzer. Langfristig soll die Plattform dafür mit verschiedenen Netzwerken kompatibel sein, damit Nutzer mit nur einem Eurosky‑Account verschiedene Dienste nutzen können.

Als Grundlage dafür dient das AT-Protokoll, mit dem soziale Netzwerke dezentral organisiert und miteinander vernetzt werden können. Nutzerkonten, Inhalte und soziale Beziehungen lassen sich so unabhängig von einzelnen Plattformen verwalten und bei Bedarf zwischen Diensten übertragen.

Bluesky ist aktuell der wichtigste und größte Dienst im Eurosky-Ökosystem aus dem Bereich der sozialen Netzwerke. Wir zeigen dir, wie du deinen Bluesky-Account auf die europäische Alternative übertragen kannst.

Migration starten: Bluesky-Account zu Eurosky übertragen

Willst du Bluesky künftig nutzen und deine Daten aber auf europäischen Servern wissen, kannst du deinen Account zu Eurosky übertragen. Dafür musst du keinen neuen Account erstellen und kannst deine Daten und Kontakte behalten.

Die Migration deines Accounts kannst du hier vornehmen. Dafür musst du im ersten Schritt dein Bluesky-Handle sowie dein Passwort eingeben. Dann stimmst du den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung zu und klickst auf den Button „Weiter„.

Im nächsten Schritt musst du deine bei Bluesky hinterlegte E-Mail-Adresse verifizieren und bestätigen. Damit bestätigst du, dass du Zugriff auf das Postfach hast, um den Bestätigungscode abzurufen.

In Schritt drei wählst du dann den Server aus, auf den dein Account umziehen soll. Eurosky ist schon als erste Option für die Migration voreingestellt. Du kannst diese Auswahl über den Button „Weiter“ bestätigen.

Im vorletzten Schritt wählst du dein neues Handle aus. Eurosky gibt bereits dein altes vor. Du kannst aber auch ein neues Handle wählen oder dein altes behalten. Es wechselt dann von der Struktur „handle.bsky.social“ zu „handle.eurosky.social“.

Schritt für Schritt bestätigen: Code eingeben und Umzug starten

Nach der Überprüfung der Verfügbarkeit deines gewünschten Handles kommst du zum letzten Schritt deiner Account-Übertragung. Dort kannst du wählen, ob du eine Sicherungskopie vor der Migration erstellen möchtest.

Klickst du auf „Weiter“, erhältst du eine E-Mail mit einem Bestätigungscode. Gib diesen auf der Migrationswebsite ein, so kannst du die Übertragung von Bluesky zu Eurosky starten.

Wichtig ist, dass du alle Apps und Browser-Tabs mit deinem Bluesky-Konto während der Übertragung schließt und dein Konto nicht verwendest. Denn Beiträge, Likes oder Follows, die während der Migration auftreten, können nicht übertragen werden.

Der Vorgang dauert nach Angaben von Eurosky zwischen 20 und 30 Minuten. Ist er abgeschlossen, erhältst du eine weitere Benachrichtigung per E-Mail. Du kannst den jeweiligen Stand der Migration aber auch auf der Website einsehen, auf der du den Bestätigungscode aus der E-Mail eingegeben hast.

Du erhältst während der Migration eine weitere E-Mail mit dem Betreff „PLC Update Operation Requested“ von Blusky. Hier findest du einen weiteren Bestätigungscode, mit dem du Migration abschließen kannst.

Nach Abschluss der Übertragung kannst du deine Sicherungskopie herunterladen und den Wiederherstellungsschlüssel für dein Konto kopieren. Diese Daten stehen allerdings nur zwei Tage zur Verfügung.

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Eurosky: Ein Account für viele Apps – ganz ohne US-Server

21. April 2026 um 11:00

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Eurosky Bluesky Europa

Europa will sich digital von den USA emanzipieren. Ein neues Projekt namens Eurosky könnte dabei eine zentrale Rolle spielen. Die gemeinnützige Initiative verspricht einen zentralen Login für verschiedene Dienste wie Bluesky, speichert Nutzerdaten aber ausschließlich in Europa. Doch auch Eurosky hat noch Nachholbedarf. Eine kommentierende Analyse. 

Was ist Eurosky?

  • Eurosky ist eine europäische Initiative, die eine unabhängige Infrastruktur für digitale Medien aufbauen will. Basis des Projekts ist das sogenannte AT‑Protokoll, das auch das Netzwerk Bluesky nutzt. Eurosky verspricht Nutzern vollständige Kontrolle über ihre Daten und eine Alternative zu den Netzwerken von Big Tech, ohne selbst eine eigenständige Social‑Media‑Plattform zu sein.
  • Hinter Eurosky steckt eine gemeinnützige Organisation, die Nutzerdaten ausschließlich auf europäischen Servern und in europäischen Clouds speichern will, damit diese unter Europarecht fallen. Ziel ist es nicht nur, digitale Souveränität zu stärken, sondern eine Schnittstelle zwischen digitalen Diensten zu etablieren.
  • Nutzer können sich bei Eurosky anmelden und verschiedene kompatible Anwendungen nutzen, ohne sich jedes Mal erneut zu registrieren und ihre Daten preisgeben zu müssen. Heißt konkret: Du kannst einmalig eine digitale Identität von dir erstellen und damit auf andere Dienste (Entitäten) zugreifen. Eine Eurosky‑Identität ermöglicht eine Verbindung zum AT‑Protokoll und damit digitale Plattformen wie Bluesky und weitere Apps.

Warum Eurosky gerade jetzt eine echte Chance hat

Neu ist die Idee von Eurosky nicht. Doch: Sie war bislang kaum populär. Spätestens seit dem zweiten Amtsantritt von US‑Präsident Donald Trump erleben europäische Software‑Lösungen aber einen regelrechten Aufschwung. Die Chancen für Eurosky stehen deshalb nicht schlecht.

Vor allem im Bereich der digitalen Medien gab es bislang kaum Alternativen zu Big Tech. Die Twitter‑Alternative Bluesky hat sich zwar allmählich zu einem erfrischenden Konkurrenten entwickelt. Doch wer bislang Daten über die Plattform übermittelt hat, musste hinnehmen, dass Bilder, Texte und Nachrichten unter Umständen in den USA landen und nach dortigem Recht behandelt werden.

Das Problem: Die USA haben sich unter Trump zu einem Staat entwickelt, der zunehmend polarisiert und Daten oder digitale Dienstleistungen als Druckmittel nutzt. Eurosky könnte dem zumindest teilweise ein Ende bereiten.

Denn Daten, die im europäischen Raum bleiben, unterliegen auch europäischen Standards. Das klingt vielleicht etwas trocken, ist aber im Kern ein großes Datenschutz‑ und Privatsphärenversprechen: mehr Kontrolle sowie weniger Abhängigkeit von den Launen von Big Tech und der US‑Regierung.

Was Gründer, Nutzer und EU-Politiker sagen

  • Sebastian Vogelsang, Mitgründer von Eurosky, in einer Medienrunde: „Der soziale Teil ist von Big Tech chirurgisch entfernt worden. Die eigentliche Chance besteht darin, das Soziale in den sozialen Medien zurückzubringen. (…) Nur in einem florierenden Ökosystem für Innovationen im Bereich sozialer Netzwerke können wir die Dominanz von Meta, X, Alphabet und ByteDance ernsthaft infrage stellen.“
  • Ein Reddit‑Nutzer zeigt sich von Eurosky begeistert: „Einer der vielen Vorteile des AT‑Protokolls ist die Interoperabilität zwischen sozialen Netzwerken. Daher habe ich meinen Bluesky‑Account zu Eurosky verschoben. Alle meine Daten werden jetzt in Europa gespeichert, was ich wegen der DSGVO‑Gesetzgebung bevorzuge. Genauso können wir alle weiterhin auf einem sozialen Netzwerk aufbauen, das frei von Big Tech ist.“
  • Insgesamt 54 Abgeordnete des Europäischen Parlaments fordern parteiübergreifend in einem offenen Brief an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, europäische Alternativen zu den marktbeherrschenden Social‑Media‑Plattformen zu fördern. Die Europäische Kommission und die europäischen Regierungen können diesen Ausbau unterstützen, indem sie private Initiativen finanziell fördern, die Innovationen im Bereich der europäischen sozialen Medien vorantreiben.“

Größte Hürde: Nutzerbasis

Die vielleicht größte Herausforderung für Eurosky ist keine rein technische, sondern eine soziale. Letztlich geht es nämlich darum, eine gewisse Nutzerbasis aufzubauen – etwa, um das Projekt zu finanzieren und aufrechtzuerhalten. Denn ohne eine ausreichende Anzahl an Nutzern hält selbst die beste Infrastruktur nicht stand.

Doch da die Marktmacht von Big Tech enorm ist, haben es alternative Anbieter stets schwer. Nutzer und App‑Entwickler gleichermaßen zu überzeugen, wird deshalb zur eigentlichen Bewährungsprobe. Hinzu kommt eine gewisse Komplexität. Was für viele Tech‑Enthusiasten zweifellos digitale Selbstermächtigung offenbart, wirkt auf viele wie ein Login zu viel.

Denn: Die Idee von Eurosky ist zwar elegant, doch ihre Vermittlung eher weniger. Mit Begriffen wie Entität, universeller Identität oder AT‑Protokoll können viele nichts anfangen. Im Gegenteil: Sie können sogar abschreckend wirken. Dabei könnte man das Grundprinzip auch ohne Fachbegriffe erklären: Mit einem Eurosky‑Account kannst du dich bei verschiedenen Diensten anmelden – ohne zusätzliche Konten und ohne Datenübermittlung in die USA.

Dennoch: Das Projekt wurde langfristig gedacht. Mit jeder neuen App wächst etwa das Ökosystem, das Schritt für Schritt unabhängiger wird. Noch hängt Eurosky teilweise am Tropf der Bluesky‑Infrastruktur, etwa bei der Moderation. Doch der Plan zur kompletten Eigenständigkeit steht – und mit ihm die Hoffnung, dass Europas digitale Zukunft nicht nur reguliert, sondern auch gestaltet wird.

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