❌

Normale Ansicht

Received yesterday — 30. Oktober 2026

Podcast: Deutschland im KI-Poker – aber wer spielt hier mit wem?

30. Oktober 2026 um 07:22

Der Beitrag Podcast: Deutschland im KI-Poker – aber wer spielt hier mit wem? erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

KI Poker Deutschland Abhängigkeit USA China Nvidia Microsoft

In unserem Audio-Podcast HYPE & HALTUNG nehmen wir dich mit hinter die Kulissen der KI-Welt. In dieser Ausgabe geht es um die Macht großer Tech-Konzerne, Deutschlands Abhängigkeit von US-amerikanischer Technologie und die Frage, wie souverän Europa im KI-Zeitalter wirklich ist.

zu Spotify zu Apple Podcasts

Bundeskanzler Friedrich Merz hat kürzlich einen Deal mit dem US-Chiphersteller Nvidia eingefädelt. Gleichzeitig nutzen Behörden und Unternehmen Software US-amerikanischer Tech-Konzerne, während Europa versucht, eigene Kompetenzen aufzubauen. Doch was bedeutet das für unsere digitale Zukunft, wenn wichtige Technologien, Daten und Infrastrukturen von wenigen internationalen Anbietern abhängen?

Fabian Peters und André Gabriel beleuchten die Chancen und Risiken dieser Entwicklung. Dabei geht es nicht nur um Nvidia und Microsoft, sondern auch um die Überwachungssoftware von Palantir, den geplanten Ausbau deutscher Rechenzentren und die Frage, ob chinesische KI-Modelle eine Alternative zu amerikanischen Anbietern sein können.

Unsere Haltung zum Hype: Weder ein blinder KI-Enthusiasmus noch eine pauschale Ablehnung helfen weiter.

HYPE & HALTUNG ist dein monatlicher KI-Talk. Immer am letzten Freitag des Monats nehmen wir dich an der Schnittstelle zwischen Hype und Haltung mit hinter die Kulissen der KI-Welt. HYPE & HALTUNG gibt’s überall, wo es Podcasts gibt – natürlich auch bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, YouTube, RTL+ und Deezer.

Wir freuen uns sehr, wenn du reinhörst. Mit jedem kostenlosen Abo und jeder positiven Bewertung – vor allem bei Spotify und Apple Podcasts – unterstützt du unsere Arbeit. Vielen Dank! 🙏

Auch interessant: 

Der Beitrag Podcast: Deutschland im KI-Poker – aber wer spielt hier mit wem? erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

500 Milliarden futsch: Google erlebt größten Crash der Firmengeschichte

30. Oktober 2026 um 15:46
Google, Absturz, Aktienkurs, Crash, Verlust, Alphabet, Börsenkurs, rote Zahlen Nach der Präsentation der aktuellen Quartalszahlen erlebte die Google-Mutter Alphabet am Donnerstag den größten Börsencrash ihrer Unternehmensgeschichte. Innerhalb weniger Stunden verlor der Konzern rund eine halbe Billion Dollar an Wert. (Weiter lesen)
Received before yesterday

Ragebait: Wie Big Tech mit deiner Wut Kohle scheffelt – und KI alles schlimmer macht

29. Oktober 2026 um 11:00

Der Beitrag Ragebait: Wie Big Tech mit deiner Wut Kohle scheffelt – und KI alles schlimmer macht erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Ragebait Big Tech KI Künstliche Intelligenz Social Media

Ragebait ist ein Wutköder – und ein skrupelloses Geschäftsmodell. Digitale Inhalte sollen Menschen provozieren, damit sie klicken, kommentieren, streiten und für andere Reichweite und Werbeeinnahmen generieren. Dass Ragebait zum Jugendwort des Jahres 2026 gekürt wurde, ist deshalb keine kuriose Randnotiz, sondern ein Warnsignal, wie gut Empörungsmechanismen bei jungen Menschen funktionieren. KI setzt dieser künstlichen Wut noch die Krone auf. Eine kommentierende Analyse.

Was ist Ragebait?

  • Wörtlich übersetzt bedeutet Ragebait so viel wie Wutköder. Gemeint sind Inhalte, die Menschen im Internet gezielt provozieren, empören oder zu hitzigen Diskussionen verleiten sollen. Das können absurde Behauptungen, beleidigende Aussagen oder Videos mit völlig unsinnigen Aktionen sein. Der entscheidende Unterschied zu gewöhnlichem Clickbait: Es geht vor allem darum, dass Menschen reagieren, kommentieren oder sich mit anderen streiten. Genau solche Interaktionen können die Reichweite erhöhen – und sich für Urheber sowie Plattformbetreiber finanziell lohnen.
  • Am 10. Oktober wurde Ragebait zum Jugendwort des Jahres 2026 gekürt. Im Vergleich zu vorherigen Gewinner-Wörtern wie „Cringe“, „das crazy“ oder „Aura“ handelt es sich aber weniger um eine kuriose sprachliche Randnotiz. Bei der Abstimmung von Langenscheidt setzte sich Ragebait mit 36,5 Prozent gegen „Peak“ und „Crashout“ durch. Das Ergebnis lässt sich als Hinweis darauf deuten, wie präsent die Mechanismen gezielter Online-Empörung bei jungen Menschen wirken. Es beweist aber nicht unbedingt, dass Jugendliche den Begriff inflationär nutzen oder das Phänomen ausschließlich kritisch beäugen.
  • KI kann Ragebait noch einfacher und schneller produzieren. Sie generiert Texte, Fragen und andere Inhalte in großer Zahl. Medienforscher zeigen, wie KI-generierte Provokationen auf Plattformen auftauchen können, ohne dass ein Mensch jeden einzelnen Beitrag erstellt oder verbreitet. Politisch ist das heikel, weil Empörung und Polarisierung auch für Wahlkämpfe genutzt werden. Eine Untersuchung zur Bundestagswahl 2025 zeigt etwa, dass Empfehlungsalgorithmen politische Videos von Parteien an den Rändern häufiger in die Feeds junger Nutzer spielten als Beiträge aus der politischen Mitte.

Wut als Währung

Jugendwort oder Unwort des Jahres? Dass ausgerechnet „Ragebait“ die Wahl gewonnen hat, ist auf jeden Fall nicht nur eine kleine kuriose Fußnote der Jugendsprache. Während „Cringe“, „das crazy“ oder „Aura“ vor allem für sprachliche Trends stehen, verweist das Jugendwort des Jahres 2026 auf ein skrupelloses Geschäftsmodell, das von menschlicher Schwäche lebt. Denn Wut wird zur Währung, Empörung zur Interaktionsfalle und künstlich angestachelter Streit zum Business. Dass sich damit Geld verdienen lässt, ist traurigerweise Ergebnis der ökonomischen Logik digitaler Medien. Denn wer mehr auf Plattformen verweilt und interagiert, kurbelt Reichweite, Werbeanzeigen und Einnahmen an.

Auch viele Accounts setzen gezielt auf Ragebait, um Nutzern ihre Botschaften zu indoktrinieren und über mehr Reichweite indirekt ihr Geschäftsmodell anzukurbeln. Man stelle sich im übertragenen Sinne mal vor, ein Supermarkt würde seinen Kunden harte Drogen verticken und jegliche Kritik daran mit dem Argument abwiegeln, er habe das Zeug ja nicht selbst zusammengerührt. Ähnlich argumentiert auch Big Tech. Will heißen: Die Plattformbetreiber wollen sich ihrer Verantwortung entziehen. Sie stellen aber eine Infrastruktur bereit, die andere mit süchtig machenden Provokationen zumüllen. Stichwort: Doomscrolling.

Algorithmen, die auf maximale Aufmerksamkeit getrimmt sind, sorgen dafür, dass nicht Vernunft oder Diskurs siegen, sondern Hass und Wut. Dass Ragebait im KI-Zeitalter Hochkonjunktur genießt, ist derweil alles andere als Zufall. Denn automatisierte Provokationen en masse sind ein noch größerer Wutköder. Ragebait soll dazu verleiten, Menschen vorschnell zu verurteilen, ohne Hintergründe, gesellschaftliche Bedingungen oder Umgangsformen zu hinterfragen. Trauriges Ergebnis ist eine höchst problematische Debattenkultur, in der Lautstärke mehr zählt als Argumente.

Stimmen

  • Medienwissenschaftler Martin Andree gegenüber n-tv: „Ragebait führt dazu, dass die Leute mehr Zeit auf den Plattformen verbringen. Sie reagieren auf negative Inhalte, beleidigen einander, antworten dann wiederum darauf und gelangen dadurch in eine Art Hamsterrad, aus dem sie nur schwer wieder herauskommen. Was stark polarisiert, erhält auch viel Aufmerksamkeit. Die Leute suchen sich diese Inhalte nicht selbst aus. Sie bekommen sie in ihren Feeds einfach vorgesetzt. Die Verbraucher- und Nutzerautonomie wurde weitgehend abgeschafft.“
  • Ragebait hat zudem eine politische Ebene. Amber Jensen von der Bertelsmann Stiftung dazu: „Empfehlungsalgorithmen bestimmen heute, welche politischen Botschaften junge Menschen überhaupt erreichen. Wenn Parteien der Mitte im digitalen Raum strukturell weniger sichtbar sind, gefährdet das die Ausgewogenheit digitaler Wahlkämpfe.“ Ihre Kollegin Kira Schrödel ergänzt: „Die Feeds sind keine neutralen Räume. Sie spiegeln algorithmische Vorlieben wider. Ob die digitale Öffentlichkeit zukünftig Polarisierung verstärkt oder konstruktiven Diskurs ermöglicht, hängt davon ab, wie wir jetzt kommunizieren und regulieren.“
  • In einem Interview mit Stanford Report erklärt Kommunikationswissenschaftlerin Angèle Christin, welche Rolle KI bei Ragebait spielt: „Generative KI-Tools machen die Produktion von ‚Rage Bait‘ einfacher und schneller. Man denke nur an das gefälschte Video, in dem Präsident Trump eine goldene Krone trägt und nach der jüngsten ‚No Kings‘-Demonstration braunen Schlamm aus einem Flugzeug auf Demonstranten abkippt. […] Das Video – seine Handlung und seine Ästhetik – sprach für sich. Für viele Content-Ersteller ist generative KI ein Segen: Die Technologie ermöglicht es ihnen, mehr Inhalte zu veröffentlichen, von denen sie hoffen, dass sie die Aufmerksamkeit des Publikums und der Algorithmen auf sich ziehen (im Guten wie im Schlechten – das spielt keine Rolle) und viral gehen.“

Wie du Ragebait den Wind aus den Segeln nimmst

Was man gegen Ragebait und KI-Müll tun kann? Die wohl banalste als auch effektivste Methode: erstmal kurz runterfahren. Denn nicht jeder noch so absurde Inhalt verdient unsere Wut, nicht jede Provokation ist einer Antwort würdig und nicht jeder Streit einen weiteren Kommentar. Oder: Bevor der Finger oder Cursor auf „Antworten“ landet, kann sich die simple Frage lohnen, was ein Inhalt bezwecken soll. Denn mit der Unterscheidung zwischen Diskussion und reiner Provokation nimmt man Ragebait den Wind aus den Segeln.

Indes: Nicht jeder Scheiß braucht eine weitere Bühne! Etwas einfach mal zu ignorieren, muss kein Zeichen von Gleichgültigkeit sein. Es ist vielmehr eine bewusste Entscheidung gegen die Aufmerksamkeitsökonomie in den sogenannten sozialen Medien. Denn: Wer offensichtlich und kalkuliert provoziert, sollte nicht auch noch mit Reichweite belohnt werden. Das gilt ebenso für Medien, die Empörung bisweilen selbst zu Schlagzeilen verwursten und damit Zuspitzungen sowie Ragebait-Mechanismen verstärken.

Oder: Nicht jede noch so absurde Behauptung muss aufgegriffen und nicht jeder digitale Ausraster zu einer gesellschaftlichen Debatte aufgebauscht werden. Aber es ist zu bequem, die Verantwortung allein den Nutzern zuzuschieben. Denn solange Plattformen mit Aufmerksamkeit Geld scheffeln, bleibt die Versuchung groß, Empörung systematisch zu verstärken. Was es stattdessen braucht, sind transparente Empfehlungsalgorithmen, klare Regeln und mehr Verantwortungslast für die Betreiber. Bis dahin hilft innere Distanz – und gelegentlich eine Prise Jugendsprache: „Junge, chill mal, is doch nur Ragebait!“

Auch interessant: 

Der Beitrag Ragebait: Wie Big Tech mit deiner Wut Kohle scheffelt – und KI alles schlimmer macht erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Elon Musk verirrt sich auf seiner KI-„Odyssee“ – und erntet viel Spott

28. Oktober 2026 um 18:00

Der Beitrag Elon Musk verirrt sich auf seiner KI-„Odyssee“ – und erntet viel Spott erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

KI Odyssee Musk Grok

Elon Musk ist kein Fan der neuesten „Odyssee“-Verfilmung. Das hat der Tech-Milliardär mehrfach zum Ausdruck gebracht – auf seine gewohnt uncharmante Art. Jetzt ist die erste Episode seiner KI-Version der „Odyssee“ erschienen. Und das Internet schwappt vor lauter Spott nur so über. Ein Kommentar.

Was Elon Musk im Sommer 2026 angekündigt hat, ist Realität: „Schaut euch Episode 1 unserer ‚Odyssey‘-Serie an, die wir mit Grok Imagine gemacht haben“, heißt es auf X (ehemals Twitter). Knapp über sieben Minuten wurden veröffentlicht. Mit dem Hinweis: „Lasst uns in den Kommentaren wissen, ob ihr einen ausführlichen Einblick in die Entstehung haben wollt!“ Doch die Kommentare gehen in eine ganz andere Richtung: Unverständnis und Häme.

Watch Episode 1 of our Odyssey series made with Grok Imagine.

Let us know in the comments if you’d like a full breakdown of how it was done!

Creative collaboration with @WonderStudiosX and director Dev Walker @glumlot_ https://t.co/xpgpkqSCpq

— Grok Imagine (@imagine) October 23, 2026

Wie sich Musk über Hollywood stellt

Christopher Nolan, einer der renommiertesten Regisseure überhaupt, hat das antike Epos „Odyssee“ von Homer adaptiert. Sein Film wurde überwiegend positiv bewertet – bei Rotten Tomatoes liegt der Kritiker- und Zuschauer-Score im Mittel bei 95 Prozent (Stand: 28. Oktober 2026) – und konnte auch an den Kassen immens überzeugen.

Und Elon Musk? Der bezeichnete den Film als „woke“ und Nolan als „Wurm“. Zudem warf er ihm Ungenauigkeit vor und versprach eine „historisch akkurate“ Version von Grok Imagine. Dabei handelt es sich um einen KI-gestützten Bild- und Videogenerator, der in den Chatbot Grok und die Plattform X integriert ist.

Die KI-generierte Folge ist in „kreativer Zusammenarbeit“ mit Wonder Studios und Regisseur Dev Walker entstanden, die sich beide auf die Filmproduktion mittels künstlicher Intelligenz spezialisiert haben. Zusammen mit kommenden Episoden soll ein Ergebnis in Spielfilmlänge entstehen.

„Das ist absoluter Müll … wie erwartet.“

Schon unmittelbar nach der Ankündigung von Musk im Juli 2026 hat sich Scott Derrickson, unter anderem Regisseur von „Doctor Strange“ und „Sinister“, deutlich zu Wort gemeldet: „Offensichtlich hat Elon Musk keine Ahnung von Kino und mit 20 aufgehört zu lesen. Seine Meinungen zur Kunst sind wertlos.“

Unzählige jetzt im Netz kursierende Kommentare führen den Gedanken von Derrickson fort. So schreibt ein Leser unter einem aktuellen Variety-Artikel: „KI ist mir eigentlich ziemlich egal, aber ich weiß, dass Musks Version dieser Geschichte so langweilig ist, als würde man einen Stein anstarren.“

Auch unter dem X-Beitrag, der die erste Episode enthält, häufen sich die negativen Meinungen. Ein User beschreibt die Folge zum Beispiel als absoluten Müll – was jedoch genau den Erwartungen entspräche. Ein anderer findet, dass sie „Elons Geschmack perfekt trifft. Völliger Mist.“

Worauf sich die Kritik beispielsweise bezieht: Das Ergebnis sei seelenlos und habe zu viele schnelle Schnitte (wie ein Trailer). Der Mimik würde die emotionale Tiefe fehlen und insgesamt sei es steril, generisch – gestohlen. Auch die von Musk anvisierte historische Genauigkeit wird belächelt: „Griechen auf Wikingerschiffen?“ Außerdem gäbe es „null griechische oder mykenische Wandmalereien“.

Musks KI-Müll offenbart ein größeres Problem

Elon Musk hat sich im hiesigen Kontext mal wieder als rassistisch und transfeindlich gezeigt und erneut bewiesen, wie grundlegend absurd seine Denkweise oft ist. Über Letzteres könnte man zufrieden lachen, denn mit seiner „Odyssee“ hat er sich selbst einen weiteren verdienten Image-Schwerthieb verpasst.

Doch die Episode offenbart auch ein übergeordnetes KI-Problem, das ein Kommentar treffend zusammenfasst: „Hartes Nein. KI wird nie das Talent von Schauspielern, Autoren, Regisseuren und Cuttern ersetzen.“ Nur stellt sich die Frage: Wird KI das wirklich nicht oder hoffen wir nur darauf?

Denn die Entwicklung hat eine klare Richtung: hin zu mehr KI-Output im künstlerischen Bereich und im Entertainment. Ein Beispiel ist „The Arc“. Die Science-Fiction-Serie wurde komplett mit KI realisiert – und zwar mit Credits im Wert von rund 38.000 US-Dollar.

Das zeigt, dass KI-generierte Unterhaltung keine reine Spielerei am heimischen Computer ist. Stattdessen wird viel Geld investiert – aber immer noch wesentlich weniger verglichen mit traditionellen Produktionen.

Und: Künstliche Intelligenz wird auch hier immer besser. Wo stehen wir also in einem Jahr … in zwei Jahren … und so weiter? Gerade denke ich an all die Videotheken, die wegen des Streamingbooms schließen mussten.

Auch interessant:

Der Beitrag Elon Musk verirrt sich auf seiner KI-„Odyssee“ – und erntet viel Spott erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Leise scheitern à la Microsoft: Copilot verschwindet von LG-Fernsehern

28. Oktober 2026 um 16:00
Ki, Tv, Fernseher, Copilot, Smart-TV, Assistent, Samsung Fernseher, Samsung OLED TV LG hat das Ende der Copilot-App für WebOS in Aussicht gestellt. Damit endet bald sang- und klanglos ein Experiment, das im letzten Jahr noch mit der aufsehenerregenden, weil unerwünschten und automatischen Installation der App auf Fernsehern begann. (Weiter lesen)

Copilot-Ausfall in Edge: Microsoft legt KI-Leiste mit Migration lahm

28. Oktober 2026 um 10:11
Benutzeroberfläche, Microsoft Edge, microsoft 365, Digitalisierung, Cybersicherheit, Cloud-Dienste, Web-Browser, Technologie-Illustration, Datenverbindung, Microsoft-Ökosystem, Sicherheitsschild, Browser-Oberfläche, Software-Integration, Hexagonales Muster, Schutzsymbol Der in die Seitenleiste von Microsoft Edge integrierte KI-Assistent Copilot verweigert aktuell bei zahlreichen Nutzern den Dienst. Eine unangekündigte Migration kann den Zugriff auf Chats und Ein­stel­lun­gen für einige Tage lahmlegen. (Weiter lesen)

PHP-Panne offenbart gigantischen KI-Rattenschwanz – Probleme längst nicht ausgestanden

27. Oktober 2026 um 11:00

Der Beitrag PHP-Panne offenbart gigantischen KI-Rattenschwanz – Probleme längst nicht ausgestanden erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

PHP Panne Rattenschwanz Geräte KI Künstliche Intelligenz

Über zehn Jahre schlummerte eine kritische Lücke im PHP-Code, die Blogs, Nachrichtenportale und Online-Shops hätte gefährden können. Glücklicherweise fand bis dahin niemand einen Angriffsweg zur Ausnutzung. Erst als KI bei der Suche half, kam die PHP-Panne ans Licht. Viele Betreiber konnten ihre Websites bereits fixen. Doch die PHP-Lücken ziehen einen gigantischen Rattenschwanz nach sich. Eine kommentierende Analyse.

Was ist PHP?

  • PHP ist eine Programmiersprache, die die Basis für viele Anwendungen im Internet bildet. Darunter: Blogs, große Nachrichtenportale, Content-Management-Systeme und Online-Shops. Schätzungen zufolge werden allein mit der PHP-basierten Anwendung WordPress weltweit 400 bis 500 Millionen Websites betrieben. Auch andere bekannte Content-Management-Systeme wie Joomla! oder TYPO3 und das Lernmanagementsystem Moodle setzen auf PHP. Die Abkürzung war ursprünglich auch als „Personal Home Page Tools” bekannt. Mittlerweile steht sie für „PHP: Hypertext Preprocessor”.
  • Am 21. Oktober 2026 veröffentlichte die Sicherheitsfirma Wiz Research einen Bericht über mehrere kritische PHP-Schwachstellen, die es Angreifern unter anderem ermöglichen könnten, Schadcode aus der Ferne auf betroffenen Servern auszuführen. Die Forscher hatten die Sicherheitslücken im August mithilfe von KI entdeckt und an das PHP-Team gemeldet. Betroffen sind zahlreiche Versionen, darunter auch ältere Ausgaben. Die Schwachstellen können unter anderem Websites auf Basis von WordPress, Joomla! und Drupal gefährden. Noch am Tag der Veröffentlichung stellte PHP Sicherheitsupdates bereit. Wiz empfiehlt, betroffene Systeme umgehend zu aktualisieren. Unter anderem waren auch OpenAI, Google und Microsoft an der Aufdeckung beziehungsweise an den Gegenmaßnahmen beteiligt.
  • Die als „PHP2Shell” bekannten Schwachstellen lösten auch in Deutschland Alarm aus. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stufte das Risiko mit der Warnstufe „3 / Orange” als außerordentlich hoch ein und warnte vor einem herausragenden Bedrohungspotenzial. Kriminelle könnten die Sicherheitslücken ausnutzen, um ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen und dadurch die Kontrolle über Websites zu übernehmen oder sensible Daten abzugreifen. Zahlreiche Websites wurden daraufhin vorsorglich vom Netz genommen. Inzwischen sind viele davon wieder erreichbar.

Wie KI die Cybersicherheit stärkt und gefährdet

Weltuntergang, Hacker-Hype oder Job-Apokalypse? KI kann auch anders! Der PHP-Fall zeigt etwa ihren vielleicht wertvollsten Einsatzbereich. Denn KI kann dabei helfen, Gefahren aufzuspüren, an denen Menschen bislang scheitern. Indes: Binnen weniger Stunden sollen die Zugriffsversuche auf die PHP-Schwachstellen exponentiell gestiegen sein. Inzwischen ist weltweit von Millionen Versuchen die Rede. Und die Angriffswelle läuft weiter.

KI kann das Netz einerseits zwar sicherer machen, andererseits aber auch gefährlicher. Doch: Wer das eine feiert oder verteufelt und das jeweils andere ausblendet, hat die Technologie nicht verstanden. Besonders pikant ist, dass die Schwachstellen laut Wiz seit mehr als zehn Jahren im Code schlummerten, ohne dass ein konkreter Angriffsweg gefunden wurde. Der Fall ist damit auch ein Lehrstück zu den Grenzen menschlicher Sicherheitsforschung. Oder: Was nicht gefunden wird, lässt sich nicht beheben.

Dass ausgerechnet KI bei der Suche half, ist aber keine nette Erfolgsgeschichte aus dem Silicon Valley. Es ist ein Hinweis darauf, wie grundlegend sich die Spielregeln der Cybersicherheit verändern. Allerdings sollte aus dem Fund auch kein KI-Märchen werden. Denn: Die Technologie entdeckt nicht nur Lücken, sie kann andersherum auch deren Ausnutzung beschleunigen.

Noch grundsätzlicher ist aber die Frage, wer über diese Fähigkeiten verfügt – und wer von ihnen abhängig ist. OpenAI und andere Technologiekonzerne können mit ihren leistungsfähigsten Modellen etwa Sicherheitsprobleme aufdecken, die Staaten und Entwickler übersehen haben. Das ist zweifellos ein Gewinn, offenbart aber auch eine Machtverschiebung. Denn wenn Behörden, Krankenhäuser und staatliche Infrastrukturen davon abhängen, dass US-amerikanische Unternehmen ihre Erkenntnisse rechtzeitig weitergeben, wird die Cybersicherheit zu einer Vertrauensfrage.

Wer wann informiert wurde, ist etwa genauso relevant wie die Frage, warum das PHP-Sicherheitsteam nach eigenen Angaben unter strukturellen Problemen und einem Ressourcenmangel litt. Die Lösung darf deshalb nicht lauten, KI künstlich kleinzuhalten. Sie muss darin bestehen, ihre Fähigkeiten verantwortungsvoll zu nutzen, die Abwehr zu stärken und digitale Sicherheit weniger vom Wohlwollen einzelner Konzerne abhängig zu machen.

Stimmen

  • Raluca Ada Popa, Leiterin von Gemini Security bei Google DeepMind, in einem Statement auf dem Wiz-Blog: „Mithilfe von ‚Gemini 4 Argon‘ hat das Team von Wiz gezeigt, warum bahnbrechende KI die Cyberabwehr grundlegend verändert. Über ein Jahrzehnt lang blieben diese kritischen Sicherheitslücken unberücksichtigt, da ihre Aufdeckung und Ausnutzung unglaublich komplex waren. Wir freuen uns, dass ‚Gemini 4 Argon‘ den Sicherheitsverantwortlichen dabei hilft, diese Lücke zu schließen, indem es Sicherheitslücken aufspürt und bei deren Behebung unterstützt.”
  • In einer durchaus ungewöhnlichen Erklärung räumt die PHP Foundation offiziell ein: „Im Jahr 2024 wurde ein potenzieller Exploit für das OOM-Problem theoretisch angenommen, es wurden jedoch keine konkreten Angriffsvektoren gefunden […] Diese Veröffentlichungen beheben zwei kritische Sicherheitslücken, die es einem nicht authentifizierten Angreifer unter bestimmten Bedingungen ermöglichen, Code auf Servern auszuführen, auf denen PHP läuft. […] Wir wollen nichts beschönigen: Die Verzögerung war ein strukturelles Versagen, das sowohl auf den Entscheidungsprozess des Sicherheitsteams als auch auf dessen Ressourcenmangel zurückzuführen war. […] Die Zunahme KI-gestützter Forschung bedeutet zudem, dass das PHP-Sicherheitsteam weitaus mehr Meldungen erhält als zuvor.”
  • Thomas Caspers, Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), in einem Statement zur PHP-Panne: „Wir halten eine kurzfristige, großflächige Ausnutzung innerhalb weniger Stunden nach Erscheinen der Sicherheitsupdates für wahrscheinlich: Angreifer können diese mittels KI-gestützter Werkzeuge innerhalb kurzer Zeit analysieren und entsprechende Exploits generieren. Es besteht also unverzüglicher Handlungsbedarf!”

PHP-Updates sind da, doch die Gefahr ist noch nicht vorbei

Die erste Aufregung rund um die PHP-Panne mag bereits allmählich abebben. Behördenportale, Klinik-Websites und viele andere Dienste sind bereits wieder online. Sicherheitsupdates stehen zur Verfügung und große Hoster konnten ihre Systeme relativ schnell absichern. Doch auch wenn viele Websites wieder erreichbar sind, ist das noch kein abschließender Beweis dafür, dass sämtliche Risiken beseitigt wurden.

Zudem dürfte die Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Angreifern die Arbeit erleichtern. Denn: Wer den reparierten Code mit älteren Versionen vergleicht, kann gezielt nach dem Fehler suchen. Die Warnung vor einer schnellen und großflächigen Ausnutzung war deshalb keine Panikmache, sondern leider ein durchaus realistisches Szenario. Außerdem ist das Rennen zwischen Angreifern und Verteidigern längst nicht vorbei, nur weil Startseiten wieder laden.

Besonders unangenehm könnte es zudem bei Geräten im privaten Haushalt werden. Denn Router, Netzwerkspeicher, Überwachungskameras und Smart-Home-Systeme sind kleine Computer mit einer eigenen Software und häufig einer webbasierten Bedienoberfläche. Sprich: Wo PHP eingesetzt wird, kann sich grundsätzlich ein ähnliches Problem ergeben wie bei großen Websites. Allerdings ist nicht automatisch jedes Gerät betroffen.

Entscheidend sind die tatsächlich verwendeten PHP-Versionen und Komponenten. Anders als bei einem professionell betriebenen Server hängt die Absicherung dabei oft davon ab, ob Hersteller überhaupt noch Updates bereitstellen. Oder: Während ein Hoster einen Patch einspielen kann, muss für ein Gerät häufig erst eine neue Firmware entwickelt, getestet und verteilt werden. Doch manche Hersteller lassen Nutzer älterer Produkte irgendwann schlichtweg im Stich.

Die Antwort auf solche Risiken darf trotzdem nicht sein, bei KI reflexartig auf die Bremse zu treten. Denn wir brauchen nicht weniger künstliche Intelligenz, sondern bessere KI – und vor allem mehr davon auf der Seite der Verteidiger. Denn Kriminelle, Hacker und autoritäre Regime werden KI sowieso nutzen, unabhängig davon, wie skeptisch demokratische Staaten ihnen gegenüberstehen.

Es sollte deshalb nicht darum gehen, ob KI in der Cybersicherheit eingesetzt werden soll, sondern wer sie wie schnell und mit welchen Schutzmechanismen einsetzen kann. Dafür braucht es gut ausgestattete Sicherheitsteams, verbindliche Update-Pflichten für vernetzte Geräte und einen verantwortungsvollen Umgang mit besonders leistungsfähigen Modellen. Die PHP-Lücke offenbart schließlich, wie gefährlich übersehene Fehler werden können und wie viel sicherer die digitale Welt sein könnte, wenn wir KI nicht nur als Bedrohung betrachten, sondern als Teil der Lösung.

Auch interessant: 

Der Beitrag PHP-Panne offenbart gigantischen KI-Rattenschwanz – Probleme längst nicht ausgestanden erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

KI von A bis Z: Diese 26 Begriffe sollte jetzt jeder kennen

27. Oktober 2026 um 05:45

Der Beitrag KI von A bis Z: Diese 26 Begriffe sollte jetzt jeder kennen erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Künstliche Intelligenz war vor Kurzem noch Fachleuten vorbehalten, doch inzwischen unterhalten sich Millionen Menschen täglich mit einem Chatbot. Allerdings kennen die wenigsten sich mit der Materie wirklich aus. Den ein oder anderen Namen oder Fachbegriff haben die meisten schon einmal gehört, aber mit unserem KI-ABC haben wir die wichtigsten Begriffe der Technologie von A bis Z zusammengetragen, um so viele Aspekte wie möglich abzudecken.

A wie Anthropic

Anthropic ist eines der wichtigsten KI-Unternehmen und wurde 2021 von ehemaligen Mitarbeitern des Konkurrenten OpenAI gegründet. Am bekanntesten ist die Firma für ihre Modelle rund um Claude, mit denen sie in Bereichen wie Coding momentan sogar marktführend ist. Zuletzt war Anthropic in den Schlagzeilen, weil die Flaggschiff-Modelle Fable 5 und Mythos 5 wegen US-Exportkontrollen zeitweise abgeschalten werden mussten.

B wie Bias

Bias bedeutet so viel wie Voreingenommenheit. Ja, auch Maschinen können Vorurteile haben, wenn ihre „Persönlichkeit“ auf menschlichen Daten beruht. Beispiele dafür gibt es viele: Die Benachteiligung von Frauen wegen zu vieler Lebensläufe von Männern in den Trainingsdaten. Oder eine diverse Darstellung von historischen Persönlichkeiten in einem Bildgenerator. Ein KI-Werkzeug ist also nie gänzlich objektiv.

C wie Chain of Thought

Eine KI, die Chain of Thought nutzt, zerlegt Fragen erst einmal in mehrere Zwischenschritte. Viele Modelle blenden ihre Gedankengänge sogar ein, auch wenn diese Informationen natürlich nur ein Teil der Wahrheit sind. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie ein Chatbot versucht, den Prompt des Nutzers zu interpretieren und adäquat darauf zu antworten. Auch eventuelle Recherchen im Internet gehören zur Chain of Thought.

D wie Deepfake

Das Wort Deepfake setzt sich aus „Deep Learning“ und „Fake“ zusammen. Es bezeichnet die Generierung von täuschend echten Bildern, Stimmen oder Videos real existierender Personen. Ursprung des Begriffs ist ein Reddit-Nutzer, der unter diesem Namen 2017 manipulierte Videos verbreitete. Da Deepfakes sehr oft Persönlichkeitsrechte verletzen und für Betrügereien genutzt werden, ist der Begriff negativ aufgeladen.

E wie Embedding

Embedding ist ein wichtiger Begriff für die Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz. Es beschreibt einen Vorgang, bei dem Wörter und Wortteile in Zahlenreihen, sogenannte Vektoren, übersetzt werden. Die KI „rechnet“ sozusagen Sprache. Wörter, die eine ähnliche Bedeutung haben, liegen im mathematischen Raum eng beieinander. Ein Beispiel: „König“ minus „Mann“ plus „Frau“ landet in der Nähe von „Königin“.

F wie Fine-Tuning

Zu Beginn werden KI-Modelle breitgefächert trainiert. Sie sollen sich in möglichst allen Lebensbereichen zumindest rudimentär auskennen. Für die Kenntnisse in Nischenthemen folgt später das Fine-Tuning. Hierbei werden kleine, aber spezialisierte Datensätze verfüttert, die der Maschine Fachwissen vermitteln, ohne durch unnütze Daten verwässert zu werden.

G wie Google

Auch Google ist eine Größe der KI-Branche. Mit seinen Gemini-Modellen konnte der Konzern OpenAI und ChatGPT zwischenzeitlich in einigen Bereichen den Rang ablaufen. Ein großer Vorteil war die frühe Integration der Internetsuche – das Spezialgebiet von Google. Das Unternehmen war aber von Beginn an dabei: 2017 entwickelten Forscher von Google die Transformer-Architektur (das T in ChatGPT).

H wie Halluzination

Sie sind bei den bekannten Modellen deutlich seltener geworden, aber ganz verschwinden werden sie wohl nie: Halluzinationen. Was die Fehler einer KI so gefährlich macht, ist das Unvermögen vieler Modelle, Unwissenheit zuzugeben. Stattdessen werden falsch zugeordnete oder frei erfundene Fakten mit absoluter Überzeugung als Wahrheiten präsentiert. Deshalb sollte man immer Quellen verlangen und den Chatbot auffordern, offen zu kommunizieren.

I wie Instruction Tuning

Ist das Grundtraining eines KI-Modells beendet, kann es Texte vervollständigen, aber noch keine Anweisungen befolgen. Hier setzt das Instruction Tuning ein. Immer wieder werden Prompts mit passenden Antworten serviert oder von menschlichen Testern bewertet; solange bis der Chatbot tatsächlich als nützlicher Assistent fungieren kann, der versteht, was der Nutzer von ihm will.

J wie Jailbreak

Jailbreak ist ein schon lange existierender Begriff für das Knacken von Software-Limitierungen. In Bezug auf KI geht es in erster Linie um die Umgehung von Sicherheitsvorkehrungen. Auf diese Weise sollen einem Modell verbotene Antworten entlockt werden. Die Entwickler versuchen natürlich konstant, die Lücken zu schließen, doch findige Nutzer kommen immer wieder auf neue Tricks.

K wie Kontextfenster

Das Kontextfenster legt fest, wie viel Text von einer KI auf einmal verarbeitet werden kann. Es ist also eine Art Arbeitsspeicher. Da sich Prompt und Antwort den Platz teilen, sollte man seine Eingaben immer möglichst präzise formulieren. Die Maßeinheit für diese Kapazität nennt man Token. Zu Beginn konnte ChatGPT noch rund 4.000 Token verarbeiten, heute schaffen einige Modelle bis zu einer Million.

L wie LLM

LLM ist die Abkürzung für Large Language Model, also großes Sprachmodell. Diese bilden die Grundlage für alle bekannten Chatbots. Sie basieren auf Billionen von Wörtern, mit denen sie trainiert wurden, und werden von Milliarden von Parametern gelenkt. Ein Modell zerlegt Texte in Wortbausteine (Token) und berechnet immer wieder, welcher Baustein als Nächstes folgt. Sprache ist für Chatbots also eine Wahrscheinlichkeitsrechnung.

M wie Multimodal

KIs, die neben Texten auch noch andere Medien wie Bilder, Videos oder Audio erstellen und verarbeiten können, nennt man multimodal. Das ist vor allem dann nützlich, wenn Texte an ihre Grenzen kommen. Dank der Multimodalität fast aller großen Modelle kann man sich in Echtzeit mit dem Chatbot unterhalten, ihn ein Video analysieren lassen oder anhand eines Screenshots eine Situation diskutieren, für die es hunderte Wörter gebraucht hätte.

N wie Nvidia

Neben den Betreibern der bekannten Modelle ist Nvidia vermutlich der wichtigste Name der KI-Branche. Der Chiphersteller aus den USA ist bekannt für seine Grafikkarten. Der Aufstieg der neuen Technologie war ein Glücksfall für das Unternehmen, das seine Produktion an die neue Nachfrage angepasst hat und inzwischen den Markt für KI-Chips dominiert. Die Preise für Grafikkarten sind seitdem stark angestiegen.

O wie OpenAI

OpenAI wurde 2015 tatsächlich als gemeinnützige Organisation gegründet – unter anderem von Sam Altman und Elon Musk. Mit dem Launch von ChatGPT im November 2022 löste das Unternehmen den globalen KI-Boom aus. Seit 2025 ist OpenAI ein gewinnorientiertes Unternehmen, doch laut geleakten Unterlagen sind die Ausgaben momentan deutlich höher als die Einnahmen.

P wie Prompt

Ein Prompt ist ganz simpel eine Nachricht, die man an den Chatbot sendet. In der Regel beinhaltet diese eine Anweisung. Deren Qualität hat entscheidenden Einfluss auf den Nutzen der Antwort. Das Wichtigste: Immer Kontext geben, präzise formulieren und klar darlegen, welches Ergebnis man sich wünscht. Neben dem User-Prompt gibt es auch noch den System-Prompt – das sind die Anweisungen der Entwickler, die im Hintergrund jede Unterhaltung prägen.

Q wie Quantisierung

Damit frei verfügbare Modelle wie Llama, Qwen oder Mistral auch auf schwächerer Hardware wie einem Laptop oder Smartphone laufen können, müssen sie verkleinert werden. Beim Prozess der Quantisierung wird die KI sozusagen komprimiert. Ähnlich wie bei Bild- oder Videodateien gehen dabei Details verloren. Dafür ist der Datenschutz deutlich besser kontrollierbar. Modelle wie ChatGPT, Gemini, Claude laufen hingegen komplett auf den Servern des jeweiligen Anbieters.

R wie Reasoning

Das Reasoning hängt mit der Chain of Thought zusammen. Es erlaubt Modellen, vor einer Antwort nachzudenken und Schlussfolgerungen zu ziehen. Wer öfter mit einem Chatbot kommuniziert, ist vermutlich schon auf Antworten gestoßen, in denen sich die KI selbst verbessert. Zwar bedeutet Reasoning einen höheren Rechenaufwand, aber dafür können vor allem in Bereichen wie Programmierung, Mathe und Logik starke Ergebnisse erzielt werden.

S wie Superintelligenz

Superintelligenz ist ein Begriff, der momentan in den Medien sehr präsent ist. Gemeint ist eine KI, die den Menschen in allen Bereichen überlegen ist. Einerseits streben Konzerne wie Meta genau das an, andererseits warnen viele Chefs von KI-Firmen vor den Auswirkungen. Zuletzt forderte Anthropic-Chef Dario Amodei eine gemeinsame Entwicklungspause und wurde dabei unter anderem von Sam Altman und Elon Musk unterstützt.

T wie Turing-Test

Der Turing-Test wurde 1950 vom britischen Mathematiker Alan Turing ins Leben gerufen. Dabei geht es um die Frage, ob eine Maschine einen Menschen so gut imitieren kann, dass wir den Unterschied nicht mehr feststellen können. Tatsächlich hat ein Modell den Test schon bestanden: In einer Studie wurde GPT-4.5 öfter für einen Menschen gehalten als echte Menschen. Allerdings brauchte es dafür eine spezielle Persönlichkeitsvorgabe.

U wie Urheberrecht

Eines der größten Themen seit dem Durchbruch von LLMs ist das Urheberrecht. Das Problem: KIs werden mit unzähligen geschützten Werken gefüttert, ohne dass die meisten Urheber jemals eine Entschädigung erhalten. In Deutschland wurde im November 2025 der GEMA in einer Klage gegen OpenAI recht gegeben, und in den USA musste Anthropic 1,5 Milliarden Dollar an Buchautoren zahlen.

V wie Vibe Coding

Texter wurden als Erste mit den Auswirkungen von KI konfrontiert, doch inzwischen sind auch Programmierer betroffen. Ähnlich wie Baukästen für Internetseiten erlaubt es Vibe Coding selbst Menschen ohne Programmierkenntnisse, Code zu erstellen. Man sagt dem Modell zum Beispiel, was eine App können soll, und die KI schreibt den Code. Diesen zu verstehen ist aber natürlich noch immer von Vorteil.

W wie Wasserzeichen

Das Internet könnte schon bald komplett von KI-Inhalten dominiert werden. Um das zu verhindern, sollen Texte, Videos, Bilder und Songs gekennzeichnet werden. Manche Wasserzeichen sind offensichtlich, so wie das Symbol auf von Gemini generierten Bildern. Manche sind aber auf den ersten Blick nicht erkennbar: Claude formuliert seit Kurzem Texte so, dass sie mit einer Schlüssel-Software als KI-generiert erkannt werden können.

X wie xAI

Nachdem sich Elon Musk mit Sam Altman und OpenAI überworfen hatte, gründete er 2023 mit xAI sein eigenes KI-Unternehmen. Dessen Chatbot Grok ist direkt in die Plattform X integriert. XAI hat aber eine zweite Bedeutung: die Abkürzung steht für „Explainable AI“, also erklärbare KI. Dabei handelt es sich um ein Forschungsfeld, das die Entscheidungen von Systemen nachvollziehbar machen will.

Y wie Yann LeCun

Der französische Informatiker Yann LeCun gilt als einer der Väter von Deep Learning. 2018 erhielt LeCun gemeinsam mit Geoffrey Hinton und Yoshua Bengio den Turing Award – das ist der inoffizielle Nobelpreis für Informatik. Über ein Jahrzehnt leitete er die KI-Forschung bei Meta. Inzwischen hat LeCun das Unternehmen verlassen. Er gilt als Kritiker von LLMs und setzt stattdessen auf sogenannte World Models, die auch die physische Welt verstehen sollen.

Z wie Zensur

KI könnte die Menschheit als objektive und unvoreingenommene Entität voranbringen. Doch viele Politiker haben andere Pläne. In China müssen Modelle zum Beispiel die Vorgaben der Internetbehörde Cyberspace Administration of China erfüllen. Wer einen Chatbot mit heiklen Fragen konfrontiert, merkt schnell, dass diese entweder abgelehnt oder auf eine sehr konforme Weise beantwortet werden.

Auch interessant: 

Der Beitrag KI von A bis Z: Diese 26 Begriffe sollte jetzt jeder kennen erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

MacBook Pro: Apple bringt sein Profi-Notebook jetzt mit M6-Chip

27. Oktober 2026 um 15:37
Apple, MacBook Pro, M6 Apple hat ein neues MacBook Pro mit dem M6-Chip vorgestellt. Der neue Prozessor soll vor allem die Grafikleistung und die Ausführung lokaler KI-Anwendungen beschleunigen. Darüber hinaus bleiben die Neuerungen recht sparsam. (Weiter lesen)
❌