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Received yesterday — 21. April 2026

Neuer Apple-Chef: Wer ist eigentlich John Ternus?

21. April 2026 um 20:20

Der Beitrag Neuer Apple-Chef: Wer ist eigentlich John Ternus? erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Wer ist John Ternus Apple Chef neuer CEO

John Ternus wird der neue Apple-Chef. Doch wer ist eigentlich der Mann, der seit 25 Jahren im Apple-Universum seine Kreise zieht? Wir aktivieren die iPhone-Taschenlampe und richten die Kamera auf seine Ausbildung, Karriere und Zukunft.

Noch wird er offiziell als Senior Vice President für die Hardware-Entwicklung gelistet. Doch die Personalie John Ternus verändert sich bei Apple zum 1. September 2026 maßgeblich. Den Konzern und seine Produkte kennt er gut, denn Ternus ist seit 25 Jahren bei Apple. Die neue Aufgabe ist aber mehr als nur eine unternehmensinterne Romanze – sie hat klare Herausforderungen.

John Ternus wird Chief Executive Officer bei Apple

Ganz überraschend ist es nicht, dass John Ternus den CEO-Posten bei Apple übernehmen wird. Dahingehend hat der Gerüchtekessel schon ordentlich gebrodelt. Aber eine Ära endet definitiv – oder wird zumindest verlagert, denn Tim Cook macht als Vorstandsvorsitzender bei Apple weiter.

Um Cook soll es hier aber nicht gehen. Wir schauen genauer auf das Leben von John Ternus – vor allem im beruflichen Kontext. Was hat der Tech-Spezialist vor Apple gemacht, seit wann ernährt er sich von Äpfeln und welche Herausforderungen erwarten ihn zukünftig in Cupertino?

Vom VR-Entwickler zum Apple-Ingenieur: Wer ist John Ternus?

John Ternus hat Ingenieurwissenschaften und Maschinenbau an der University of Pennsylvania studiert. Anschließend arbeitete er bei Virtual Research Systems im VR-Sektor und beschäftigte sich mit Headsets. Ternus war und ist ein Produktmensch – das sollte Apple-Fans freuen.

Sein Abschlussprojekt an der Uni war eine mechanische Hilfe für Querschnittsgelähmte, die mittels Kopfbewegungen gesteuert wird. Technisch ausgefeilt und mit einem präzisen Nutzen – etwas, wofür auch Apple-Produkte stehen.

Er verkörpert nicht den schillernden Chef, ist nicht der lauteste Leader. Aber er gilt als verlässlicher und disziplinierter Topmanager. John Ternus ist ein Macher aus dem inneren Kreis, der sich bestens mit den Geräten von Apple auskennt, weil er selbst jahrelang an der Entwicklung beteiligt war – und so Umsätze in Milliardenhöhe mitgeprägt hat.

Seine Laufbahn bei Apple

Inzwischen ist John Ternus 50 Jahre alt. Bei Apple ist er seit 2001 angestellt. Irgendwie erscheint alles wie aus dem Karrierebilderbuch: runder Geburtstag, 25 Jahre Firmenzugehörigkeit – vielleicht die perfekte Zeit, um den wichtigsten Berufsschritt zu gehen.

Das Cinema Display war das erste Apple-Projekt von Ternus. Im Jahr 2013 avancierte er zum Vice President of Hardware Engineering. Spätestens seitdem gehen alle Produkte auch durch seine Denke und Hände. Als sich Apple von Intel löst und eigene Chips designt, ist Ternus ein entscheidender Faktor.

2021 übernimmt John Ternus die Rolle, die er aktuell noch innehat. Zuletzt trat er auch immer häufiger als Präsentator bei Apple-Events auf – beispielsweise, um das iPhone Air vorzustellen. Gerade diese Auftritte interpretierten viele als klares Signal für die Cook-Nachfolge.

Dass er sich über die Entwicklung hinaus auch mit Produktionsabläufen auskennt, war sicherlich ein springender Punkt für die Entscheidung, ihn als kommenden CEO zu besetzen. Seine vielen Reisen zu Fertigungspartnern in Asien könnten sich bezahlt machen – immerhin hat Cook das operative Geschäft mit seinem Lieferkettenfokus perfektioniert.

China, KI und Trump: Welche Probleme muss Ternus lösen?

Asien und die Lieferkette sind gute Stichwörter. Denn Apple hat durchaus eine produktionsbedingte Abhängigkeit von China entwickelt – die meisten iPhones entstehen bei Foxconn. Patrick McGee von der New York Times sagte gegenüber der ARD, dass es „keinen Ort auf der Welt [gebe], wo Apple in dieser Qualität, dieser Menge und zu diesem Preis produzieren könnte – außer in China.“

Sollte die US-Regierung neue Zölle gegen China verhängen, muss Apple bedeutende Entscheidungen treffen – genauer gesagt John Ternus. Generell stellt sich die Frage nach dem Umgang mit der Regierung und speziell mit US-Präsident Donald Trump. Eine Geste von Cook war unlängst stark in der Kritik. Welche Position wird Ternus hier einnehmen?

Künstliche Intelligenz ist ein weiteres Thema, das zahlreiche Veränderungen mit sich bringt, auf die auch Apple reagieren muss. Bislang hat sich das Unternehmen hinsichtlich KI aber eher abwartend gezeigt – und wenig konkurrenzfähig. Ein „gutes“ Beispiel ist Siri. Insgesamt gibt es bei der Apple Intelligence noch viel Nachholbedarf.

Cook bezeichnet Ternus als einen „Visionär, dessen Beiträge für Apple in den letzten 25 Jahren bereits unzählbar sind.“ Er habe „den Verstand eines Ingenieurs, die Seele eines Innovators und das Herz, um integer und ehrenhaft zu führen.“ Ab September liegt es am neuen Apple-CEO, genau das unter Beweis zu stellen.

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Kennst du die EUDI-Wallet? 52 Prozent der Deutschen tun es nicht

16. April 2026 um 14:00

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EUDI-Wallet Europa

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung keine Ahnung hat, was EUDI-Wallet ist. Fakt ist aber, dass sie nächstes Jahr kommen wird. Grund genug, die Brieftasche weiter zu öffnen und auch in den kleinen Münzen zu kramen – digital natürlich.

EUDI, das ist nicht der Name einer putzigen Animationsfigur, sondern … weißt du es? Laut einer repräsentativen Umfrage von Bitkom können nur 5 Prozent der Deutschen richtig erklären, was es damit auf sich hat. Die Abkürzung steht für European Digital Identity Wallet.

Was ist die EUDI-Wallet?

Die Planungen dafür gehen mehr als zwei Jahre zurück. Im Februar 2024 hat das Europäische Parlament eine EU-Verordnung verabschiedet. Nach dieser novellierten eIDAS-Verordnung sind alle EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, bis 2027 eine EUDI-Wallet verfügbar zu machen.

Auch BASIC Thinking hat damals von der digitalen Brieftasche berichtet – und darauf verwiesen, dass die Wallet an sich keine neue Erfindung ist. Fast jedes Smartphone hat bereits eine. Darin kannst du beispielsweise Tickets wie Bordkarten speichern. Zahlungen mit entsprechenden Pay-Diensten sind ebenfalls möglich.

Mit der EUDI-Wallet hast du deinen Identitätsnachweis und andere Belege wie den Personalausweis, Führerschein oder Zeugnisse europaweit immer dabei. Allerdings nicht als physische Karten im Portemonnaie oder gefaltete DIN-A4-Ausdrucke in der Tasche, sondern digital in einer App auf dem Smartphone.

Vom deutschen eID zur europäischen Wallet

Es begann mit nationalen digitalen Identitäten und mündet am 2. Januar 2027 in der EUDI-Wallet. Schon heute ist die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises (eID) in Deutschland anerkannt. Die Technologie entspricht dem höchsten eIDAS-Vertrauensniveau. Als Nächstes kommt eIDAS 2.0.

Waren nationale digitale Identitäten wie eID die Basis, werden sie von der EUDI-Wallet europaweit zu einem interoperablen System skaliert. Doch viele fragen sich jetzt oder bald: Warum denn? Digitalisierung verspricht vor allem mehr Nutzerfreundlichkeit durch weniger Bürokratie. Außerdem sind digitale Lösungen nachhaltiger, wenn Sie Papier und andere Rohstoffe ersetzen.

Auf der anderen Seite bietet Technologie trotz proklamierten Sicherheitsstandards automatisch Sicherheitsrisiken hinsichtlich des Datenschutzes. Bei einer Kreditkarte sowie ausgedruckten Versicherungs- oder Kaufverträgen liegt es in erster Linie bei dir, ob du sie sicher aufbewahrst oder verlierst respektive preisgibst.

Stell dir vor, du mietest im Urlaub in Portugal einen Wagen. Bisher bedeutet das: Führerschein rauskramen, Kreditkarte vorzeigen, vielleicht noch eine Kopie der Versicherungspolice suchen. Mit der EUDI-Wallet läuft das anders.

Du öffnest die App, gibst per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung die nötigen Dokumente frei – und der Vermieter kann Führerschein und Identität in Sekunden digital prüfen. Kein Papierkram, keine Sprachbarriere bei handschriftlichen Formularen, kein Risiko, ein wichtiges Dokument im Hotel vergessen zu haben.

Dasselbe Prinzip gilt für die Kontoeröffnung bei einer Bank, die Einschreibung an einer Uni im Ausland oder den Abschluss eines Mietvertrags: Ein Fingertipp ersetzt den Gang zum Amt oder das Einscannen von Dokumenten. Grundlegend spannender ist aber zunächst die Frage: Wie viel wissen die Deutschen überhaupt von der EUDI-Wallet?

Mehr als die Hälfte kennt die EUDI-Wallet nicht

An der Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom haben 1.004 Menschen ab einem Alter von 16 Jahren teilgenommen. Die Umfrage ergab, dass 52 Prozent – und damit die Mehrheit – der deutschen Bevölkerung noch nie von der EUDI-Wallet gehört haben.

18 Prozent kennen den Begriff zwar, wissen aber nicht, was sich dahinter verbirgt. Minimal mehr (20 Prozent) kennen die Hintergründe zur digitalen Brieftasche, während nur 5 Prozent sie gut erklären können. Weitere 5 Prozent haben sich enthalten.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst bezeichnet die EUDI-Wallet als „eine der bedeutendsten Innovationen dieser Jahre – eine sichere digitale Identität für alle Europäerinnen und Europäer.“ Doch es braucht eine Aufklärungskampagne, denn die „EUDI-Wallet sollte zum Standard werden.“

Damit das gelingt, haben sich schon jetzt über 100 Unternehmen einem gemeinsamen „Memorandum of Understanding“ des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung und Biktom angeschlossen. Sie wollen schnell relevante Anwendungen anbieten, um die EUDI-Wallet zu verbreiten.

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