Elon Musk verirrt sich auf seiner KI-„Odyssee“ – und erntet viel Spott
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Elon Musk ist kein Fan der neuesten „Odyssee“-Verfilmung. Das hat der Tech-Milliardär mehrfach zum Ausdruck gebracht – auf seine gewohnt uncharmante Art. Jetzt ist die erste Episode seiner KI-Version der „Odyssee“ erschienen. Und das Internet schwappt vor lauter Spott nur so über. Ein Kommentar.
Was Elon Musk im Sommer 2026 angekündigt hat, ist Realität: „Schaut euch Episode 1 unserer ‚Odyssey‘-Serie an, die wir mit Grok Imagine gemacht haben“, heißt es auf X (ehemals Twitter). Knapp über sieben Minuten wurden veröffentlicht. Mit dem Hinweis: „Lasst uns in den Kommentaren wissen, ob ihr einen ausführlichen Einblick in die Entstehung haben wollt!“ Doch die Kommentare gehen in eine ganz andere Richtung: Unverständnis und Häme.
Watch Episode 1 of our Odyssey series made with Grok Imagine.
Let us know in the comments if you’d like a full breakdown of how it was done!
Creative collaboration with @WonderStudiosX and director Dev Walker @glumlot_ https://t.co/xpgpkqSCpq
— Grok Imagine (@imagine) October 23, 2026
Wie sich Musk über Hollywood stellt
Christopher Nolan, einer der renommiertesten Regisseure überhaupt, hat das antike Epos „Odyssee“ von Homer adaptiert. Sein Film wurde überwiegend positiv bewertet – bei Rotten Tomatoes liegt der Kritiker- und Zuschauer-Score im Mittel bei 95 Prozent (Stand: 28. Oktober 2026) – und konnte auch an den Kassen immens überzeugen.
Und Elon Musk? Der bezeichnete den Film als „woke“ und Nolan als „Wurm“. Zudem warf er ihm Ungenauigkeit vor und versprach eine „historisch akkurate“ Version von Grok Imagine. Dabei handelt es sich um einen KI-gestützten Bild- und Videogenerator, der in den Chatbot Grok und die Plattform X integriert ist.
Die KI-generierte Folge ist in „kreativer Zusammenarbeit“ mit Wonder Studios und Regisseur Dev Walker entstanden, die sich beide auf die Filmproduktion mittels künstlicher Intelligenz spezialisiert haben. Zusammen mit kommenden Episoden soll ein Ergebnis in Spielfilmlänge entstehen.
„Das ist absoluter Müll … wie erwartet.“
Schon unmittelbar nach der Ankündigung von Musk im Juli 2026 hat sich Scott Derrickson, unter anderem Regisseur von „Doctor Strange“ und „Sinister“, deutlich zu Wort gemeldet: „Offensichtlich hat Elon Musk keine Ahnung von Kino und mit 20 aufgehört zu lesen. Seine Meinungen zur Kunst sind wertlos.“
Unzählige jetzt im Netz kursierende Kommentare führen den Gedanken von Derrickson fort. So schreibt ein Leser unter einem aktuellen Variety-Artikel: „KI ist mir eigentlich ziemlich egal, aber ich weiß, dass Musks Version dieser Geschichte so langweilig ist, als würde man einen Stein anstarren.“
Auch unter dem X-Beitrag, der die erste Episode enthält, häufen sich die negativen Meinungen. Ein User beschreibt die Folge zum Beispiel als absoluten Müll – was jedoch genau den Erwartungen entspräche. Ein anderer findet, dass sie „Elons Geschmack perfekt trifft. Völliger Mist.“
Worauf sich die Kritik beispielsweise bezieht: Das Ergebnis sei seelenlos und habe zu viele schnelle Schnitte (wie ein Trailer). Der Mimik würde die emotionale Tiefe fehlen und insgesamt sei es steril, generisch – gestohlen. Auch die von Musk anvisierte historische Genauigkeit wird belächelt: „Griechen auf Wikingerschiffen?“ Außerdem gäbe es „null griechische oder mykenische Wandmalereien“.
Musks KI-Müll offenbart ein größeres Problem
Elon Musk hat sich im hiesigen Kontext mal wieder als rassistisch und transfeindlich gezeigt und erneut bewiesen, wie grundlegend absurd seine Denkweise oft ist. Über Letzteres könnte man zufrieden lachen, denn mit seiner „Odyssee“ hat er sich selbst einen weiteren verdienten Image-Schwerthieb verpasst.
Doch die Episode offenbart auch ein übergeordnetes KI-Problem, das ein Kommentar treffend zusammenfasst: „Hartes Nein. KI wird nie das Talent von Schauspielern, Autoren, Regisseuren und Cuttern ersetzen.“ Nur stellt sich die Frage: Wird KI das wirklich nicht oder hoffen wir nur darauf?
Denn die Entwicklung hat eine klare Richtung: hin zu mehr KI-Output im künstlerischen Bereich und im Entertainment. Ein Beispiel ist „The Arc“. Die Science-Fiction-Serie wurde komplett mit KI realisiert – und zwar mit Credits im Wert von rund 38.000 US-Dollar.
Das zeigt, dass KI-generierte Unterhaltung keine reine Spielerei am heimischen Computer ist. Stattdessen wird viel Geld investiert – aber immer noch wesentlich weniger verglichen mit traditionellen Produktionen.
Und: Künstliche Intelligenz wird auch hier immer besser. Wo stehen wir also in einem Jahr … in zwei Jahren … und so weiter? Gerade denke ich an all die Videotheken, die wegen des Streamingbooms schließen mussten.
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