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Goldgrube Schublade: Verstaubte Smartphones sind richtig viel Geld wert

12. Oktober 2026 um 05:45

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Cradle-to-Cradle alte Smartphones Geld Schublade Rohstoff Recycling

In europäischen Schubladen verstauben Millionen alte Smartphones, in denen wertvolle Rohstoffe ungenutzt lagern. Angesichts einer steigenden Rohstoffknappheit zwingt der Markt die Elektronikbranche zum Umdenken. Eine neue Untersuchung belegt ein riesiges wirtschaftliches Potenzial. Denn: Ausgediente Technik ist eine nachhaltige Rohstoff- und Einnahmequelle.

Auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (IFA) präsentierten die Vorstände der Cradle to Cradle NGO zusammen mit der Unternehmensberatung Boston Consulting Group eine gemeinsame Studie. Das Papier mit dem Titel „Materialien, Margen, Regulierung: Der Cradle to Cradle Case für Europas Konsumerelektronikmarkt“ plädiert für eine zirkuläre Kreislaufwirtschaft. Ausgediente Technik soll nicht auf dem Müll landen, sondern als lukratives Rohstofflager dienen.

Bisher wandern alte Endgeräte bei vielen zunächst in irgendwelche Schränke oder Schubladen und fristen dort ein stilles Dasein. Das Prinzip Cradle to Cradle soll das ändern. Die Projektleiter empfehlen, Geräte von Grund auf so zu bauen, dass ihre Materialien nach Gebrauch ohne Qualitätsverlust wieder in die Produktion fließen können. Denn jährlich sollen rund 1,6 Millionen Tonnen an wichtigen Rohstoffen wie Kupfer, Aluminium oder Lithium in europäischen Geräten landen.

Cradle to Cradle: Elektronik verbleibt im ewigen Kreislauf

Vorbild ist die Kreislaufwirtschaft. Es entsteht nahezu kein Abfall, da jeder Bestandteil als Basis für etwas Neues dient. Das soll sich auch rechnen. Denn ein zirkuläres Design schafft neue Gewinnspannen und ökonomische Vorteile für die Hersteller.

Dass der Wandel in der Praxis funktionieren soll, versuchen die Branchenexperten von der GFU und dem Smartphone-Hersteller Shift zu belegen. Im Rahmen einer Mitmach-Aktion rund um Shiftphones zeigte sich, dass ein modulares Design die Reparatur im Alltag einfacher gestaltet. In diesem Fall können Verbraucher die Bauteile tauschen, statt das gesamte Gerät zu entsorgen.

Elektronik verwandelt sich dadurch nach dem Erstverkauf auch in eine dauerhafte Einnahmequelle. Unternehmen schöpfen einen Mehrwert aus Komponenten und Ersatzteilen, die früher eher einen Verlust darstellten. Außerdem landen deutlich weniger Rohstoffe im Abfall. Derzeit fallen jährlich rund 13 Millionen Tonnen Elektroschrott an, die Sammelquote liegt lediglich bei 43 Prozent.

Noch gibt es Hürden in der Wertschöpfungskette

Allein in europäischen Schubladen verstauben dem Vernehmen nach rund 700 Millionen ungenutzte Smartphones. Diese binden geschätzte 50.000 Tonnen strategischen Rohstoff. Hersteller müssen für die Produktion neuer Geräte wiederum viel Geld ausgeben. Zudem treiben Rohstoffimporte, Exportbeschränkungen und der KI-Boom sowohl Beschaffungspreise als auch Endgerätpreise nach oben.

Der GFU-Untersuchung zufolge schlummern in ausgedienten Haushaltsgeräten und alter Unterhaltungselektronik allein in der EU ungenutzte Rohstoffwerte von über 65 Milliarden Euro. Einzelne Smartphones können je nach Gerät, Hersteller und Zustand derweil einen Preis von 15 bis 100 Euro erzielen – vor allem aufgrund der verbauten Rohstoffe.

Es gibt aber nicht nur positive Aspekte. Denn gerade bei der Umstellung der Wertschöpfungskette lauern teils größere Aufwände. Herstellungsverfahren, die auf Einweg basieren und starr auf lineare Strukturen setzen, bremsen derzeit viele Hersteller aus.

Der Druck wächst jedoch von mehreren Seiten. Einerseits zwingt die Rohstoffverknappung zum Handeln, andererseits greifen immer strengere Umweltauflagen. Firmen, die das Kreislaufprinzip ignorieren, riskieren ihre Wettbewerbsfähigkeit. Vielleicht sehen wir also künftig immer häufiger, dass Hersteller auf eine geringere Modellpalette bei breiter verfügbaren Ersatzteilen setzen.

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Gallium aus Abwasser: Firma aus Dresden fischt Rohstoffe aus dem Abfluss

06. Oktober 2026 um 05:45

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Gallium aus Abwasser

Die Chipindustrie benötigt seltene Metalle. Bislang landen viele dieser wertvollen Rohstoffe ungenutzt im industriellen Abwasser. Das Dresdner Start-up Siderogain will das mit einer biologischen Fangmethode ändern und etwa Gallium aus dem Abwasser retten.

Das Dresdner Start-up Siderogain verwandelt industrielles Abwasser in eine wertvolle Rohstoffquelle. Die Ausgründung des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie nutzt biologische Fängermoleküle, um kritische Technologiemetalle aus Prozessabwässern zu filtern.

Denn in der Halbleiterfertigung fallen täglich Unmengen an Wasser mit geringen Spuren von Gallium, Indium oder Germanium an. Doch ohne diese Metalle läuft in modernen Smartphones, Solarzellen oder Displays schlichtweg gar nichts.

Zusammen mit dem Halbleiterhersteller Freiberger Compound Materials testet das Gründerteam die Technologie bereits im Praxisbetrieb. In einer ersten Pilotanlage sollen täglich 2.000 Liter Prozessabwasser durch das System fließen. Aus Abfall könnten so wieder nutzbare Ressourcen für die europäische Produktion.

Winzige Molekül-Greifarme holen Gallium aus Abwasser

Das Geheimnis hinter der biologischen Filterung sind sogenannte Siderophore. Dabei handelt es sich um natürliche Moleküle, die sich im Abwasser wie winzige Magneten verhalten und gezielt gelöste Metallionen anziehen.

Nach dem Einfangen trennt das System die Metalle den Angaben zufolge wieder sauber von den Trägermolekülen ab. Die gewonnenen Rohstoffe würden dann direkt zurück in die Fertigung wandern. Das Molekül steht im Anschluss für einen weiteren Reinigungskreislauf zur Verfügung.

Selbst nach mehr als zehn Einsatzzyklen sollen die biologischen Reinigungsschwämme ohne Funktionsverlust weiterarbeiten. Im Labor gelang es dem Forscherteam bereits, Gallium zu fast 100 Prozent aus Abwasser zu filtern.

Der Weg vom Labor in die Großserie

Für die heimische Industrie kommt der biologische Ansatz wie gerufen. Verstopfte Lieferketten und globale Abhängigkeiten bedrohen inzwischen regelmäßig die Fertigung von verschiedenen technologischen Gütern. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft vor der eigenen Haustür stärkt die europäische Rohstoffsicherheit spürbar. Doch Siderogain muss sich erst noch im Alltag beweisen.

Denn: Der Schritt aus dem Labor in die Werkshalle ist nicht selbstverständlich. Das Forscherteam muss zeigen, dass sich das Verfahren im echten, großindustriellen Maßstab finanziell rechnet. Aktuell arbeiten die Wissenschaftler an einem marktfähigen Prototyp. Erst dann wird sich zeigen, ob die biologischen Metallfänger den Sprung in den Alltag dauerhaft schaffen können.

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Apple nur Platz 7: Die beliebtesten Smartphone-Hersteller der Deutschen

04. September 2026 um 21:05

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beliebtesten Smartphone-Hersteller Marken

Egal ob alt oder jung – fast jeder Mensch in Deutschland besitzt heutzutage ein Smartphone. Die Auswahl der Modelle ist riesig, doch eine aktuelle Kundenbefragung zeigt auf, mit welchen Marken die Nutzer am zufriedensten sind. Nicht alle Hersteller mit großem Namen schaffen es weit nach vorne.

Ein Smartphone ist inzwischen ein Gebrauchsgegenstand wie eine Zahnbürste – bis auf die Allerjüngsten und die Ältesten, besitzt fast jeder Mensch in Deutschland ein solches Gerät. Vor allem im Alterssegment von 16 bis 50 Jahren ist die Verbreitung beinahe lückenlos. Entsprechend umkämpft ist der Markt. Jedes Jahr erscheinen neue Modelle, die um die Gunst der Käufer buhlen. Doch wichtiger als die einzelnen Geräte ist meist der Ruf des jeweiligen Herstellers.

Gute Noten für die ganze Smartphone-Branche

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat eine umfangreiche Kundenbefragung durchgeführt, in deren Rahmen 1.059 Nutzer die Marke ihres Smartphones bewerten konnten. Abgefragt wurden die Aspekte Produktqualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Bedienbarkeit, Produktdesign, Kundenservice, Ärgernisse und die Wahrscheinlichkeit einer Weiterempfehlung.

Der Branchenschnitt liegt bei 79,9 von maximal 100 Punkten. Insgesamt sind die deutschen Nutzer mit den Herstellern ihrer Smartphones also zufrieden. Am besten wurde die Nutzerfreundlichkeit bewertet, bei der die Hersteller von 89,6 Prozent der Kunden ein positives Feedback bekommen. Die größte Schwachstelle ist hingegen der Kundenservice, mit dem 23 Prozent der Befragten unzufrieden sind. Eine kurze Akkulaufzeit und Softwareprobleme sind ebenfalls häufige Ärgernisse.

Auffällig ist, dass es keinen Hersteller gibt, der in allen Bereichen gut oder schlecht abschneidet. Die Marken haben alle ihre eigenen Stärken und Schwächen. Welche das sind, darauf gehen wir in der folgenden Top Ten mit den derzeit beliebtesten Smartphone-Herstellern ein.

Platz 10: OnePlus

Los geht es mit OnePlus, das insgesamt 74,3 Punkte und damit das Kundenurteil „gut“ erhält. Wer die Marke nicht kennt: Sie gehört zum chinesischen Konzern BBK Electronics. Besonders schlecht schneidet OnePlus bei der Kundenzufriedenheit und beim Preis-Leistungs-Verhältnis ab.

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