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Vehicle-to-Load: So nutzt du dein E-Auto als Powerbank

14. September 2026 um 05:45

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Vehicle to Load, Elektroautos, Elektromobilität, E-Autos, Erneuerbare Energien, Strom, Batterie

Durch das Vehicle-to-Load-Prinzip werden Elektroautos zur fahrenden Powerbank. Vor allem beim Camping und bei der Arbeit an abgelegenen Orten oder im Notfall kann das nützlich sein. Doch wie funktioniert die Technologie? Ein Blick auf Vorteile und Risiken.

Bidirektionales Laden dürfte vielen E-Auto-Besitzern mittlerweile ein Begriff sein. Dabei handelt es sich um das Laden in zwei Richtungen. Damit beziehen Elektroautos Energie aus dem Netz, speisen ungenutzte Energie allerdings auch wieder zurück.

Die bekannteste Variante davon ist wohl Vehicle-to-Grid (V2G). E-Autos können dadurch als Energiespeicher genutzt werden. Allerdings gibt es auch noch eine weitere Möglichkeit, ungenutzten Strom sinnvoll zu nutzen, und zwar mit dem Prinzip Vehicle-to-Load (V2L).

Was ist Vehicle-to-Load?

Mit der Vehicle-to-Load-Funktion können Elektrofahrzeuge andere elektronische Geräte mit Strom versorgen. Das geht entweder durch eine bereits integrierte Steckdose oder einen externen Ladeanschluss.

„Ob Sie nun Ihr Auto staubsaugen möchten oder eine große Campingreise planen – die Möglichkeiten liegen ganz bei Ihnen und sind unbegrenzt“, beschreibt Kia das Prinzip.

Auf seiner Website schreibt der Autohersteller, dass Verbraucher bis zu 80 Prozent der maximalen Kapazität der Batterie nutzen können. „Das reicht für eine vierköpfige Familie für etwa fünf Tage“, so der Autobauer.

Unterschied zu Vehicle-to-Grid (V2G) und Vehicle-to-Home (V2H)

Während sich die einzelnen Funktionen stark ähneln, gibt es doch einige Unterschiede. Wie bereits erwähnt, wird bei V2G ungenutzte Energie aus der Batterie zurück ins Stromnetz eingespeist. Das Auto dient dem Netz damit als Puffer: Bei Stromüberschuss lädt es, bei hoher Nachfrage gibt es Energie ab.

Beim Vehicle-to-Home-Prinzip wiederum fließt Strom aus E-Auto-Batterien zurück in das hauseigene Stromnetz. Dabei hängt das Fahrzeug wie beim Laden an der hauseigenen Wallbox. Ungenutzter Strom fließt also zurück ins Haus, wenn anderweitige Stromquellen, wie beispielsweise eine PV-Anlage auf dem Dach, nicht genügend Energie liefern.

Alle Prinzipien haben allerdings gemeinsam, dass sie die Art und Weise, wie wir erneuerbare Energie nutzen, neu definieren können. Dadurch, dass sich die E-Autobatterie als Speicher nutzen lässt, können Verbraucher grüne Energie wesentlich effizienter und konstanter nutzen – egal wo sie sich aufhalten.

Vehicle-to-Load: Vielseitig einsetzbar

Das eigene E-Auto als riesige Powerbank zu nutzen, ist in verschiedenen Situationen hilfreich. Besonders beim Camping und verschiedenen Outdoor-Aktivitäten lassen sich per V2L beispielsweise Kühlboxen, Kaffeemaschinen, E-Bikes oder Laptops direkt am Auto aufladen.

Auch Elektrowerkzeuge wie Bohrmaschinen oder Sägen kann die E-Auto-Batterie mit Strom versorgen. Das ist besonders hilfreich, wenn Handwerker an eher abgelegenen Arbeitsorten ohne Stromanschluss tätig werden. Auch im Notfall kann die Technologie Abhilfe leisten. Kommt es zum Stromausfall, können vor allem wichtige Kleingeräte wie Smartphones vorübergehend mit Energie versorgt werden.

Nutzer, die außerdem noch weitere erneuerbare Energien als Stromquelle nutzen, können ihre Abhängigkeit vom Stromnetz sowie ihren Eigenverbrauchsanteil stark reduzieren, indem sie ihr Auto tagsüber mit einer PV-Anlage laden und die Batterie abends dann als Energiequelle nutzen.

Wichtig: V2L ist nicht in jedem Fahrzeugzustand nutzbar. So lassen sich integrierte Steckdosen oder Adapter meist nur nutzen, wenn das E-Auto nicht selbst am Strom hängt.

Wie sicher ist die Technologie?

Um Sicherheit und Bedienung des Vehicle-to-Load-Prinzips zu testen, hat der ADAC Mitte 2026 verschiedene Elektroautos untersucht. Im Test waren sechs Fahrzeuge, neben BMW, BYD und Kia auch MG und Renault.

Die gute Nachricht: Auf Kurzschlüsse und Überlastungen reagierten alle untersuchten Fahrzeuge regelkonform mit Abschaltung.

Die gemessenen Spitzenleistungen beim V2L lagen bei allen Fahrzeugen unter den 3,7 kW, auf die Steckdosen im Haushalt maximal ausgelegt sind. Nur der BMW iX3 ließ 4 bis 5 kW etwa 10 Minuten zu, bevor er abschaltete. […] Bei dem im ADAC Versuch gezielt herbeigeführten Kurzschluss haben alle Fahrzeuge abgeschaltet, sodass kein Sicherheitsrisiko bestand.

Dennoch gab es auch Kritik vom Automobilclub: Vehicle-to-Load sei teils eine aufpreispflichtige Sonderausstattung, die ab Werk geordert werden müsse. Außerdem erwähnten die Experten auch die Energieverluste beim Betrieb externer Geräte. Alle Fahrzeuge hätten beim Betrieb einen erheblichen Eigenverbrauch von 390 bis 500 Watt, beim BMW war die Messung nicht möglich.

Außerdem ärgerlich: Trotz der hohen Sicherheit verbieten die Hersteller aller Testfahrzeuge die Nutzung von Vehicle-to-Load bei Nässe. Vor allem im Freien fällt allein damit bereits ein bedeutender Vorteil der Technologie weg.

Auch die grundsätzliche Bedienung am Auto und im Umgang mit dem Adapter könnte laut ADAC intuitiver sein. „Die Bedienung ist oft unnötig komplex, die Nutzerführung verwirrend, und Fehlermeldungen sind teils nichtssagend, teils übertrieben dramatisch.“

Trotz eines gewissen Spielraums für Verbesserungen zeigen sowohl V2L als auch V2G und V2H das Potenzial moderner Elektroautos abseits des Fahrens.

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Dieser neue Akku-Trick soll E-Autos schneller laden

13. September 2026 um 05:45

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Batterie schnellladen E-Autos schneller laden Elektroauto

Wer seine Elektroauto-Batterie schnell laden will, riskiert bisher Defekte aufgrund von Ablagerungen. Forscher haben nun aber ein neues Material vorgestellt, das Akkus schonen und langfristig stabil halten soll.

Die Elektromobilität könnte zeitnah weiterhin große Fortschritte machen. Denn ein Forscherteam der südkoreanischen Universität SEOULTECH hat unter der Leitung von Professor Dongwook Han einen neuen Ansatz entwickelt, um Batterien noch schneller aufzuladen. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Advanced Functional Materials veröffentlicht.

Die Arbeit adressiert ein großes Problem aktueller Lithium-Ionen-Akkus. Denn werden diese schnell geladen, nutzt das die Batterie schneller ab und es kann zu gefährlichen Ablagerungen sowie zur Überhitzung kommen. Dem wollen die Forscher durch ein neues, stabileres Material für die Anode auf Basis von Lithium-Titan-Phosphat zuvorkommen.

Chemische Verbindungen lassen Batterie sicher und stabil schnellladen

Durch die gezielte Veränderung der chemischen Verbindungen (mehr Phosphor, weniger Titan) bilden sich laut den Angaben verschiedene Zonen. Diese würden wie eine Art Express-Eingangstor wirken, sodass die Lithium-Ionen beim Laden viel schneller mit weniger Widerstand durchdringen können. Durch diesen neuartigen Ansatz eröffnen sich laut Professor Dongwook Han viele Möglichkeiten:

Unser Ansatz stellt ein neues Paradigma für die Entwicklung schnellladbarer Batterien dar und ist auf eine breite Palette zukünftiger Energiespeichersysteme anwendbar, einschließlich Feststoffbatterien.

Innerhalb des entstandenen Gerüsts sorgen bestimmte Bindungen (P-O-P-Bindungen) von Natur aus für strukturelle Flexibilität. Diese wirkt wie ein Stoßdämpfer und verhindert, dass die Batterie beim schnellen Ausdehnen während der Ladung Schaden nimmt. Beim extremen Schnellladen (10C-Rate) behielt der Akku noch 86 Prozent der ursprünglichen Speicherkapazität.

Einsatz in Elektroautos und Energienetzen möglich

Laut den Forschern soll selbst nach 250 regulären Lade- und Entladevorgängen kein großer Defekt aufgetreten sein. Damit sei die Batterie ideal für den Einsatz in Elektrofahrzeugen oder aber auch für Stromnetze auf Basis erneuerbarer Energien geeignet. Außerdem soll sich der Ansatz auch auf künftige Batterien (wie etwa Feststoffbatterien) übertragen lassen.

Das Team entwickelt also einen Weg, um dem relativ hohen Verschleiß heutiger Systeme zu begegnen. Denn in der Breite eingesetzte Ansätze zeigen beim Schnellladen häufig eine chemische Instabilität. Im Resultat lagert sich Lithium ab und die Batterie kann leichter entflammen. Sollte die neue Technologie halten, was sie verspricht, könnte sie einen großen Mehrwert für fast jeden Batterie-Nutzer bringen.

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Facebook und X am Ende? Das AT-Protokoll könnte alles ändern

12. September 2026 um 06:00

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AT-protokoll

Dezentrale soziale Netzwerke versprechen einen neuen Ansatz bei der Kommunikation. Denn Nutzer erhalten die Kontrolle über ihre Daten und Konten zurück, ohne an eine einzelne Plattform gebunden zu sein. Das AT-Protokoll spielt dabei eine große Rolle.

Die heutigen Platzhirsche bei den sozialen Netzwerken zeichnet vor allem ein Aspekt aus: Sie sind zentralisiert organisiert. Das bedeutet, dass Nutzer häufig an den Anbieter gebunden sind und keine Hoheit über ihre Daten besitzen. Doch das könnte sich künftig ändern. Und zwar dank des sogenannten Authenticated Transfer Protocols.

Was ist das AT-Protokoll – und wie funktioniert es?

Das AT-Protokoll organisiert die Verteilung digitaler Informationen von Grund auf neu. Digitale Identitäten basieren nicht mehr auf klassischen Benutzernamen, sondern auf kryptografisch gesicherten Identitäten, die auf eigenen Domain-Namen basieren. Dadurch lagern sämtliche Inhalte wie Beiträge, Kommentare oder Gefällt-Mir-Angaben in einem sogenannten Repository.

Bei einem solchen Repository werden Daten so strukturiert, dass sie lückenlos nachvollziehbar sind. Diese Struktur ist mit einem digitalen Logbuch vergleichbar, in dem alle Aktionen niedergeschrieben sind, die Nutzer auf der jeweiligen Plattform ausgeführt haben. Ist etwas unstimmig, kann man in dem Logbuch blättern und nachvollziehen, ob etwas tatsächlich so passiert ist.

Du entscheidest, wie Informationen dargestellt werden

Auch der Austausch von Informationen funktioniert etwas anders. Wer auf Reddit surfen will, geht dazu entweder auf die Reddit-App oder über die offizielle Reddit-Website. Anderen Wegen wurde bereits vor einigen Jahren der Riegel vorgeschoben. Beim AT-Protokoll ist das anders. Über ein weltweites Netzwerk namens Lexicon tauschen beteiligte Server ausschließlich strukturierte Inhalte aus, statt ganze Websites zu übertragen.

Das bedeutet, dass Nutzer selbst entscheiden können, wie sie Informationen konsumieren. Sei es über eine offizielle Website, eine Drittanbieter-App oder selbstständig aufbereitete Daten. Persönliche Mitteilungen und Erwähnungen laufen dabei über individuelle Datenserver, während großflächige Suchanfragen, globale Trends sowie komplexe Algorithmen durch spezialisierte Indexierungsdienste verarbeitet werden.

Wie das AT-Protokoll Daten und Reichweite entkoppelt

Durch diese Aufteilung trennt das AT-Protokoll die Veröffentlichung von Inhalten konsequent von deren tatsächlicher Reichweite. Das System funktioniert dabei wie ein Baukasten. Einzelne Elemente wie der Server-Anbieter lassen sich jederzeit austauschen. Bei einem Wechsel des Anbieters bleibt die eigene digitale Identität mitsamt allen bestehenden Verknüpfungen vollständig erhalten.

Fällt ein Server aus oder wird der Betrieb eingestellt, schützt ein integrierter Sicherheitsmechanismus vor unbeabsichtigtem Datenverlust. Denn Nutzer können jederzeit mit einem speziellen Wiederherstellungsschlüssel ihr Konto ohne Unterstützung einer dritten Partei wiederherstellen und auf einen neuen Server übertragen.

Herausforderungen für Entwickler und die Infrastruktur

Trotz dieser Flexibilität hat die Architektur auch ihre Macken. Lokale Sicherungskopien auf Nutzer-Endgeräten sind etwa durch den verfügbaren Speicherplatz begrenzt. Zudem ist die Entwicklung einer solchen Plattform aufgrund der Flexibilität etwas aufwendiger.

Daher hängt der langfristige Nutzen primär von der Nachfrage ab. Doch gelingt der Aufbau einer solchen Infrastruktur, kann das System Nutzer dauerhaft vor der Kontrolle einzelner Gatekeeper wie Meta oder X schützen. Das AT-Protokoll stellt somit einen vielversprechenden Ansatz dar, um die Souveränität über persönliche Daten zurück in deine Hände zu legen.

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Waymo vs. Tesla: Wer hat beim autonomen Fahren die Nase vorn?

11. September 2026 um 05:45

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Waymo Tesla autonomes fahren wie funktioniert

Waymo und Tesla setzen beim autonomen Fahren auf völlig unterschiedliche Techniken. Doch wie funktionieren die beiden Ansätze im Detail und gibt es einen klaren Gewinner?

Autonome Fahrzeuge dringen langsam aber sicher in unseren Alltag vor. Dabei haben sich in den vergangenen Jahren zwei Unternehmen als Pioniere auf dem Feld herauskristallisiert: Waymo und Tesla. Waymo-Fahrzeuge haben bereits einige Kilometer hinter sich gebracht, denn der Dienst ist seit 2020 vollständig autonom unterwegs. Tesla startete hingegen erst Mitte 2025 seinen eigenen Taxi-Dienst, der sich nicht in der Testphase befindet.

Zunächst noch mit umgebauten Model Y-Fahrzeugen, in Kürze in der Breite mit dem sogenannten Cybercab. Während Waymo auf festgelegtes Wissen und eine Mischung aus Lidar-, Radar- und Kameradaten setzt, kommt bei Tesla ein System namens Pure Vision zum Einsatz, das eher die Umgebungsinformationen zur Laufzeit nutzt und mittels eines neuronalen Netzwerks berechnet. Das wird auch dann deutlich, wenn man die Ausstattung der Fahrzeuge vergleicht.

Unterschiedliche Ansätze: Wie autonomes Fahren bei Waymo und Tesla funktioniert

Die Waymo-Flotte ist mit vorab vermessenen HD-Karten ausgestattet, die gleichzeitig über Wissen zu Objekten und Verkehrsregeln verfügt. Während der Fahrt messen die Lidar-Sensoren die Distanz zu Hindernissen und erstellen aus den Informationen eine Punktwolke der Umgebung.

Gleichzeitig schätzen Kameras die Situation und die Entfernung zu Objekten rein von einer zweidimensionalen Sicht ein. Insgesamt kommen so 13 Kameras, vier Lidar-Einheiten, sechs Radar-Einheiten und Audio-Empfänger unter die Haube. Bei Tesla verzichten die Ingenieure hingegen auf ein klassisches Radar.

In den autonomen Modellen von Tesla basiert das Fahren auf einer reinen Kamera-Architektur. 48 intelligente Netzwerke, deren Training nahezu 70.000 GPU-Stunden in Anspruch nimmt, interpretieren die Informationen dann und setzen sie in einen Kontext. Im Endeffekt geht es bei Tesla also primär um Daten, was alleine 2,5 Milliarden Telemetrie-Pakete im dritten Quartal 2025 deutlich machen.

Autonomes Fahren soll generell sicherer sein

Beim Thema Sicherheit veröffentlichen beide Unternehmen zwar Daten, diese basieren jedoch auf unterschiedlichen Messmethoden und lassen sich nicht direkt gegenüberstellen. Waymo gibt an, dass die Autos 92 Prozent weniger Unfälle mit schweren Verletzungen oder Todesfolge verursachen, die Anzahl an Unfällen mit Verletzten sinke um 82 Prozent. Bei Tesla sprechen die Verantwortlichen von siebenmal weniger schwere und leichte Kollisionen bei fünfmal weniger Kollisionen auf Land- und Stadtstraßen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Waymo und Tesla auf unterschiedliche Ansätze setzen, die das autonome Fahren sicherer gestalten sollen. Während bei Waymo der Aufwand vor der Fahrt durch Vermessungen und HD-Daten etwas höher ist, liegt die Sicherheit bei Tesla eher in der richtigen Interpretation der KI-Modelle. Das führt auch dazu, dass beim Taxi-Dienst von Tesla in der Bay Area noch ein Sicherheitsfahrer am Steuer sitzt, während das Modell in Dallas und Houston auch ohne Support auskommt.

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Strom aus 4.000 Metern Höhe: Dieser Zeppelin soll Energie erzeugen

09. September 2026 um 05:45

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Flugwindenergie

Das chinesische Start-up Sawes Energy will Flugwindenergie in 4.000 Metern Höhe nutzen. Zwei Prototypen wurden dazu in die Luft gebracht und weiterentwickelt. Das Ziel: Der Zeppelin sollen saubere Energie aus hohen Luftgefilden zur Erde bringen.

Geht es um Elektrizität aus der Windkraft, denken viele wahrscheinlich an klassische Windkraftanlagen. Doch  Forscher aus China arbeiten bereits seit einiger Zeit an einer alternativen Lösung: der Nutzung von fliegenden Kraftwerken. Laut einem Bericht des chinesischen Fernsehsenders CCTV sowie einem Artikel der South China Morning Post erzielten die Verantwortlichen deutliche Fortschritte.

Der Flugwindenergie-Prototyp S4000 soll in einem Versuchsaufbau eine Flughöhe von 4.000 Metern über dem Meeresspiegel erreicht haben. Dieser erinnert an einen Zeppelin und wurde vom Start-up Sawes Energy Technology zusammen mit der Tsinghua-Universität und dem Aerospace Information Research Institute der Chinesischen Akademie der Wissenschaften entwickelt.

Konstruktion erzeugt Flugwindenergie durch Helium und leichte Turbinen

Bisher gab es mit dem Modell S1500 und dem Modell S2000 bereits zwei Probeflüge. Die Modellnummern stehen dabei für die Flughöhe. Das Modell S1500 erreichte im September 2025 als erstes Fluggerät eine Leistung von einem Megawatt. Bei dem jüngsten Versuch mit dem S4000 gelang ein vollständiger Arbeitszyklus. Dieser besteht aus Aufstieg, Positionshaltung, Stromerzeugung und Bergung.

Das Fluggerät nutzt Helium, um in die entsprechende Höhe aufzusteigen. Besonders leichte Turbinen nutzen dann den Vorteil, dass in höheren Lagen deutlich stärkere Winde herrschen. Ein Halteseil sorgt nicht nur dafür, dass der Zeppelin an Ort und Stelle bleibt, sondern bringt die gewonnene Elektrizität auch sicher zurück zum Boden.

Mobil einsetzbar, aber Kosten-Nutzen noch unklar

Die Projektteilnehmer sprechen davon, dass das System besonders flexibel ist und so an verschiedenen Orten zum Einsatz kommen kann. Damit soll es sich hervorragend für die Energieversorgung an abgelegenen Orten eignen. Der Test gilt laut CCTV als Weltpremiere und wichtiger Durchbruch auf dem Weg zum ingenieurtechnischen Einsatz der Höhenwindenergie.

Trotzdem bleiben auch wichtige Fragen unbeantwortet. Etwa über den Wirkungsgrad und die Kosten der Technologie. Denn der Bericht spricht nicht davon, wie sich die Technologie etwa im Vergleich zu einem klassischen Generator oder Solarpanel schlägt. Es wird sich also zeigen müssen, ob wir eines Tages Luftschiffe zur Energieversorgung in den Himmel steigen lassen.

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What to watch: Die größten EcoFlow-Highlights auf der IFA 2026 – von Balkon-Solar bis Profi-Power

05. September 2026 um 12:58

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EcoFlow IFA 2026

EcoFlow will Energie dort verfügbar machen, wo sie gebraucht wird: zu Hause, unterwegs und im professionellen Einsatz. Auf der IFA 2026 zeigt der Anbieter, wie deutsche Haushalte schon heute Solarstrom besser nutzen, Schritt für Schritt Speicher nachrüsten und perspektivisch Richtung Energieunabhängigkeit skalieren können.

Auf der IFA 2026 in Berlin (4.–8. September, Halle 2.2, Stand 166) stellt EcoFlow neue Produkte vor: Darunter die kompakte Powerstation RIVER Gen4 und die Profi-Lösung PowerRock 4000. Gleichzeitig spielt EcoFlow die Stärke seines Ökosystems aus: von der STREAM-Serie als Einstieg über Balkon-Solar bis zum dreiphasigen Heimspeicher OCEAN 2.

Wichtig für die Einordnung: EcoFlow ist laut Frost & Sullivan weltweit die Nr. 1* unter den Smart Home Energy Storage Solution Brands (Basis: Verkäufe 2024; Studie abgeschlossen im Dezember 2025). Damit ist das Unternehmen nicht nur Powerstation-Marke, sondern Anbieter eines Smart-Energy-Systems, das von der ersten Solarnutzung bis zur weitgehenden Eigenversorgung mitwächst.

*Basierend auf Verkäufen 2024: EcoFlow rangiert laut Frost & Sullivan global auf Platz 1 unter den Smart Home Energy Storage Solution Brands (Global Smart Home Energy Storage Solutions Industry Research Report; Research abgeschlossen im Dezember 2025).

STREAM: Balkon-Solar als Einstieg und der nächste Schritt Richtung Speicher

Für viele Haushalte in Deutschland ist der einfachste Einstieg in Solarenergie heute das Balkonkraftwerk: einstecken, Ertrag nutzen, Strombezug senken. Genau hier setzt EcoFlow mit der STREAM-Serie an, als Startpunkt einer Entwicklung, die sich ausbauen lässt: Erst plug-in Solar, dann Speicher zum Nachrüsten, später ein größerer Home-Energy-Stack.

Ein entscheidender Punkt für viele Nutzer ist dabei Kontrolle und Ausfallsicherheit. EcoFlow kündigt für STREAM den Local Mode an: Fällt die Internetverbindung aus, soll das System ohne Unterbrechung weiterlaufen und weiterhin per App steuerbar sein, ohne Cloud-Anbindung. Für viele Anwender ist das nicht nur Komfort, sondern auch ein Argument rund um Datenhoheit und Betriebssicherheit.

OCEAN 2: Vom Speicher zum intelligenten Energiemanagement für das ganze Haus

Wer nach dem Einstieg über Balkon-Solar weitergehen will, landet irgendwann bei der Frage: Wie wird aus einzelnen Komponenten ein Gesamtsystem? EcoFlow positioniert OCEAN 2 als dreiphasiges Solar- und Speichersystem für Privathaushalte, das PV-Erzeugung, Energiespeicherung, Ersatzstrom für den gesamten Haushalt und intelligentes Energiemanagement kombiniert.

Für Nutzer bedeutet das vor allem drei Dinge: Erstens nahtloser Ersatzstrom für das ganze Haus (laut Hersteller mit 0 ms Umschaltzeit unter definierten Bedingungen), ohne separate Backup-Box. Zweitens ein HEMS (EcoFlow OASIS 3.0), das das Energieprofil analysiert und steuern soll, wann Solarstrom gespeichert, genutzt oder aus dem Netz bezogen wird, inklusive Tarifanbindung und Solarprognosen.

Drittens Kompatibilität über Generationen: OCEAN 2 soll mit PowerOcean rückwärtskompatibel sein, sodass bestehende Installationen erweitert werden können, statt sie komplett zu ersetzen.

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RIVER Gen4: Mobile Energie für unterwegs – kompakt gedacht, auf Alltag gebaut

Als mobile Ergänzung im EcoFlow-Ökosystem zeigt das Unternehmen auf der IFA die RIVER Gen4 in zwei Varianten: 256 Wh (RIVER 260 Gen4) oder 512 Wh (RIVER 520 Gen4). Der Punkt ist nicht nur Kapazität, sondern Flexibilität: unterwegs, auf Reisen oder als leises Backup für kleine bis mittlere Verbraucher. EcoFlow nennt zudem eine USV-Funktion mit Umschaltzeit unter 10 ms sowie schnelle Ladezeiten (80 Prozent in 42 bzw. 50 Minuten).

Wichtiger als jede Zahl ist der Praxisbezug: RIVER Gen4 ist darauf ausgelegt, nicht „für den Notfall“ gekauft und dann vergessen zu werden, sondern tatsächlich häufig mitzukommen. Und genau hier helfen typische Szenarien, in denen eine kompakte Powerstation realen Mehrwert bringt:

  • Outdoor-Aktivisten (Schlüssel-Zielgruppe): Camping, Angeln, Roadtrips, Hüttentouren – Licht, Kühlbox, Handy, Kocher-Zündung, kleine Verbraucher ohne Generatorlärm.
  • Foto-Enthusiasten: Kamera-Akkus, Drohnen-Akkus, Laptop/Tablet für Backup und Sichtung, Laden im Auto zwischen zwei Spots.
  • Digitale Nomaden: Laptop, Hotspot/Router, Monitor-Light-Setup – als Puffer im Co-Working, im Van oder bei schwankender Versorgung.
  • Pendler von Stadt zu Stadt: Arbeitstag im Zug, Termin-Hopping, Hotel – Power für Laptop, Smartphone, Noise-Cancelling, ohne Steckdosen-Jagd.

Profi-Exkurs: PowerRock 4000 für Baustelle, Event und Notfälle

Wer beim Thema „Powerstation“ nur an Camping denkt, verpasst einen zweiten, stark wachsenden Bereich: mobile Energie für professionelle Einsätze. Genau hier positioniert EcoFlow die PowerRock 4000, als tragbare Lösung für Baustellen, Veranstaltungen, Filmproduktionen und Notfälle. Sie liefert kontinuierlich bis zu 4 kW Leistung, kurzzeitig sind bis zu 7,2 kW für bis zu 100 Sekunden möglich. Die integrierte Batterie liegt bei 3 kWh Kapazität.

Der Kontext: Temporärer Baustrom kann Genehmigungen und Elektriker erfordern und ist mit Wartezeiten verbunden. Verbrennungsgeneratoren sind in dicht besiedelten Gebieten oft nur eingeschränkt nutzbar und für Innenräume oder unterirdische Bereiche ungeeignet. PowerRock 4000 zielt als flexible Alternative darauf, Strom direkt am Einsatzort bereitzustellen.

Sicherheits- und Robustheitsclaims sind hier der Kern: EcoFlow nennt einen branchenweit ersten integrierten Fehlerstromschutzschalter (30 mA Fehlerstromerkennung, Abschaltzeit unter 300 ms), ein IP65-zertifiziertes Metallgehäuse mit Schutzrahmen sowie Sturzfestigkeit bis 1 Meter. Das Nettogewicht liegt bei 38 kg. Geladen über AC erreicht PowerRock 4000 in 48 Minuten 80 Prozent und ist nach 60 Minuten voll. Der Marktstart in Europa ist laut EcoFlow der 4. September 2026, mit schrittweisem Vertrieb über Fachhändler ab November 2026.

IFA 2026 als Dreh- und Angelpunkt: Was EcoFlow dort zeigen will

Unter dem Messe-Motto „Breaking Boundaries. The Future of Smart Energy Starts Now“ positioniert EcoFlow das Portfolio als Spannweite von ultramobil bis professionell – plus Heimenergiesysteme (OCEAN 2 und STREAM) für die Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom. Auf der offiziellen IFA-Seite verweist EcoFlow außerdem auf Programmpunkte wie ein Forum zu Energie-Resilienz für Unternehmen sowie Panels zum Smart Home.

Wer das Thema verfolgen möchte oder einen konkreten Blick auf Updates rund um den IFA-Auftritt sucht, findet alle Details gesammelt hier: https://www.ecoflow.com/de/ifa-2026.

EcoFlow auf der IFA 2026 entdecken

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Statt Plastik und Stahl: Schwimmende Bambus-Solaranlage soll das Meer schützen

04. September 2026 um 05:45

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schwimmende-Solaranlagen Bambus Meer

Herkömmliche schwimmende Solaranlagen nutzen meist Stahl- oder HDPE-Strukturen: Ein neues Projekt zeigt, wie Systeme aus Bambus die maritimen Umweltauswirkungen im Vergleich zu herkömmlichen Strukturen reduzieren können.

Blicken wir auf die nachhaltige Energieerzeugung, dann spielt die Solarenergie eine große Rolle. Doch herkömmliche Trägerstrukturen basieren typischerweise auf Stahl oder HDPE (Kunststoff). Das CIMC Ocean Engineering Institute zeigte kürzlich zusammen mit der China Forestry Group Corporation und der Beijing Forestry University, wie es anders gehen kann.

Aus der Zusammenarbeit ist ein erster Prototyp mit dem Namen Jilin No. 1 herausgekommen. Dieser wies bereits eine Leistung von zehn Kilowatt auf. Die Nachfolgevariante Jilin No. 2 erreichte nach Fertigstellung am 24. Juli 2026 eine Leistung von 100 Kilowatt. Das Besondere an den Prototypen ist, dass sie auf Bambus als Trägermaterial basieren und dadurch deutlich nachhaltiger sein sollen.

Schwimmende Solaranlagen setzen auf Bambus anstatt auf Stahl oder Plastik

Zum Einsatz kommen Bambus-Wickelrohre, die bereits in der dritten Generation existieren und ein sogenanntes Meer-Bambus-Rohr. Dabei handelt es sich um einen vorgespannten, faserverstärkten Holz-Bambus-Verbundstoff. Der Vorteil von Bambus liegt im Vergleich zu Stahl auf der Hand: Er ist stabil, leicht und korrosionsbeständig.

Außerdem zeigt das System gerade in einem Gebiet die eigenen Stärken: auf dem Wasser. Denn schwimmende Solaranlagen auf Stahl- oder HDPE-Trägern können das maritime Ökosystem belasten.

Weltweiter Standard angestrebt

Das Pilotprojekt in der Provinz Shandong soll grünen Strom für ein Demonstrationsprojekt zur Generierung von Wasserstoff, Ammoniak und Methanol liefern. Die Projektbeteiligten wollen zudem einen weiteren Prototyp bauen. Dieser soll eines Tages im Megawatt-Bereich liegen.

Ziel ist es auch, einen Standard zu schaffen, um künftig weltweit grüne maritime Werkstoffe zu nutzen. Es besteht also das Potenzial, dass wir in einer nicht allzu fernen Zukunft vielleicht auch hierzulande ähnliche Systeme im Praxiseinsatz sehen könnten.

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TUM-Studie zu E-Autos liefert Stoff für neue Emissions-Lügen

03. September 2026 um 09:18

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TUM Studie Elektroautos E-Auto Co2-Emissionen Lebenszyklus Lüge

Eine Studie der TU München (TUM) hat für Aufruhr gesorgt, noch bevor sie veröffentlicht wurde. Mittlerweile ist sie online. Der Untersuchung zufolge verursachen Elektroautos über ihren gesamten Lebenszyklus und inklusive Produktion deutlich mehr CO2-Emissionen, als andere Studien ergeben haben. Das Problem: Die TUM-Studie basiert teilweise auf mehreren Jahren alten Daten. Einige Medien und Politiker waren sich dennoch nicht zu schade, prompt eine Rückkehr zum Verbrenner zu fordern und der EU eine Klimalüge zu unterstellen – allen voran die Bild-Zeitung. Eine kommentierende Analyse.

Studien im Vergleich: Wie viele weniger Emissionen verursachen Elektroautos?

  • La‌ut einer Studie der Technischen Universität München verursachen Elektroautos über ihren gesamten Lebenszyklus inklusive Produktion 43 Prozent weniger CO2-Emissionen als Verbrenner. Die Autoren kritisieren aber, dass E-Autos für die EU weiterhin als 100 Prozent klimaneutral gelten, weil lediglich der Betrieb berücksichtigt werde. Emissionen, die bei der Herstellung und beim Recycling anfallen, sowie die Stromquelle zum Laden fänden keine Berücksichtigung. Die Forscher befürchten deshalb, dass die Ziele zur Reduktion der CO2-Emissionen im Pkw-Sektor bis 2030 um 55 Prozent verfehlt werden. Die drei Verfasser des Whitepapers sind ein Materialforscher, ein Experte für Kreislaufwirtschaft und ein Professor für Internationale Beziehungen.
  • Bei der TUM-Studie handelt es sich um eine sogenannte Metastudie. Das heißt, dass bereits veröffentlichte Studien sowie weitere Ergebnisse gemeinsam analysiert wurden. In Zahlen haben die Autoren 19 Studien sowie 47 modellierte Szenarien für ihre Untersuchung herangezogen. Einige dieser Studien stammen aus den Jahren 2019 und 2020. Andere sind etwas aktueller. Die TUM-Forscher haben für ihre Analyse sowohl die Produktion, den Betrieb, das Recycling als auch die Herkunft des Ladestroms unter die Lupe genommen, um die Emissionen von E-Autos über ihren gesamten Lebenszyklus zu ermitteln.
  • Auch eine Studie der unabhängigen Forschungsorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) hat die CO2-Emissionen von Elektroautos über ihren gesamten Lebenszyklus untersucht; kommt aber zu einem anderen Schluss. Demnach verursachen Stromer sogar 73 Prozent weniger CO2-Emissionen als Benziner. Diesel-Fahrzeuge wurden zwar nicht berücksichtigt, verursachen trotz eines etwas geringeren Kraftstoffverbrauchs aber mitunter genauso viele Emissionen wie Benziner, da Diesel einen höheren Kohlenstoffgehalt hat. Die Studie stammt aus dem Juli 2025. Will heißen: Die TUM-Untersuchung ist mit Blick auf das Veröffentlichungsdatum zwar aktueller, aber nicht unbedingt mit Blick auf die Datengrundlage. Diesbezüglich sind beide Studien auf Augenhöhe, wenn die ICCT-Analyse nicht sogar einen Ticken aktueller ist.

Warum die TUM-Studie zu E-Autos ein verzerrtes Bild zeichnet

Ja: Elektroautos sind nicht komplett klimaneutral – zumindest nicht von Beginn an. Denn bei der Produktion von Materialien und der Fahrzeuge selbst fallen CO2-Emissionen an. Ab einem gewissen Zeitpunkt macht der Betrieb diese Emissionen aber wieder wett. Je nach Modell, Hersteller und Stromquelle bereits nach zwei bis drei Jahren.

Doch auch während des Betriebs kann ein E-Auto einen Auspuff haben. Der steht dann aber woanders; etwa beim nächsten Kohle- oder Gaskraftwerk. Bei einem Anteil von 58 Prozent der erneuerbaren Energien am deutschen Strommix bläst aber auch dieser Auspuff immer weniger Emissionen aus – zumal viele E-Autofahrer ihre Fahrzeuge mit Ökostrom oder sogar über die eigene Solaranlage laden.

All diese Erkenntnisse sind nicht neu und schon lange bekannt. Indes: Das große Problem an der TUM-Studie ist der Durchschnitt aus 19 Studien und 47 Szenarien, der Untersuchungen mit Produktionsbedingungen und Strommixen von gestern, vorgestern und vorvorgestern gleichberechtigt mit einbezieht. Oder: Vor allem die älteren Studien drücken den Wert fast schon künstlich nach unten. Trotzdem würden Elektroautos 41 Prozent weniger CO2-Emissionen verursachen als Verbrenner.

Selbst das wäre nicht ohne. Aber die TUM-Studie hinkt gewaltig! Denn allein die drei Verfasser des Whitepapers mögen in ihren Bereichen zwar äußerst fachkundig sein. Sie sind in der E-Auto-Domäne aber doch eher unerfahren. Außerdem wurde die Untersuchung bislang nicht dem sogenannten Peer-Review-Verfahren unterzogen. Will heißen: Andere Wissenschaftler haben sie weder eingeordnet noch detailliert beurteilen können. Das muss stets erwähnt werden – vor allem medial.

Medien wie die Bild (€) schlussfolgerten stattdessen, dass es quasi keine plausible Begründung mehr für ein Verbrenner-Aus gäbe. Andere Medien zogen mit, unterstellen der EU Lügen oder sehen die Klimaschutzpolitik, wie der Focus, durch die TUM-Studie als zerlegt an. Sie alle lügen damit selbst!

Klar: E-Autos sollten mit Blick auf Klimaneutralität und Emissionen an ihrem gesamten Lebenszyklus gemessen werden. Aber: Es gibt einen guten Grund dafür, warum die EU Stromer „nur“ am Auspuff misst; was sie übrigens auch klar herausstellt. Denn: Stahlproduktion, Kraftwerke und Aluminiumhütten sind bereits durch den Emissionshandel der EU bepreist und auch Importe werden erfasst.

Oder: Wer diese Emissionen jetzt auch noch auf E-Autos anrechnen will, der zählt sie doppelt. Will heißen: Die CO2-Emissionen für die Produktion von E-Autos fließen ohnehin mit ein, nur eben an anderer Stelle. All das kann man in Erfahrung bringen. Medien wie die Bild zeigen aber wieder einmal mit Bravour, dass Skandalisierungen und möglichst schnelle Veröffentlichungen vor Recherche und Aufklärung gehen. Und das alles für Klicks. Das ist kein seriöser Journalismus! Auch nicht sonderlich vorteilhaft: BMW ist einer der größten Geldgeber der TUM. Ist die Studie also vielleicht sogar Teil des verzweifelten Kampfes der Verbrenner-Lobby?

Stimmen

  • Johannes Fottner, einer von drei federführenden Professoren der Untersuchung von der TU München, in einem Statement: „Die größte ökonomische wie ökologische Fehlsteuerung besteht darin, dass die Regulatorik der EU-Kommission ausschließlich auf den CO2-Emissionen über Abgase beruht. In dieser Logik gelten rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge als klimaneutral. Die vielfältigen Anstrengungen der Industrie über etwa Grünstahl oder Kreislaufwirtschaft Klimaziele zu erreichen, werden damit nicht honoriert.“ TUM-Präsident Professor Thomas F. Hofmann ergänzte: „Wir sehen derzeit eine substanzielle Fehlsteuerung der Klimastrategie der Europäischen Union. Wenn sie ihre eigenen Ziele ernst nimmt, darf sie sich nicht länger nur auf die Auspuffmessung verlassen.“
  • Georg Bieker, Senior Researcher beim ICCT, sieht ebenfalls eine ökologische Fehlsteuerung. Im Gegensatz zur TUM (41 Prozent) bescheinigt die ICCT-Studie E-Autos aber 73 Prozent weniger Emissionen als Verbrennern. Bieker in einem Statement: „In letzter Zeit haben Führungskräfte der Automobilbranche die Klimabilanz insbesondere im Vergleich von Elektroautos und Hybriden wiederholt falsch dargestellt. Doch eine Lebenszyklusanalyse ist kein Wunschkonzert: sie muss eine repräsentative Nutzung über das gesamte Fahrzeugleben abbilden und auf echten Praxisdaten basieren. Verbraucherinnen und Verbraucher haben Anspruch auf verlässliche, wissenschaftlich fundierte Informationen.“
  • Die Bild-Zeitung, die das Whitepaper zur TUM-Studie vorab exklusiv sichten konnte, hat daraus „die Auto-Lüge der EU“ gestrickt. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) meldete sich zu Wort. Angesprochen zur TUM-Studie behauptete er gegenüber der BILD: „Einmal mehr wird klar: Es braucht dringend das echte Aus vom Verbrenner-Aus der EU. Das belegt jetzt auch die Wissenschaft.“ Fahrzeugtechnikexperte Markus Lienkamp ist ebenfalls an der TU München tätig, war aber nicht an der Studie beteiligt. Wie Heise unter Berufung auf ein Statement des Science Media Centers (SMC) berichtet, hat sich Lienkamp wie folgt geäußert: „Wie man daraus als Presse oder Politiker ein erforderliches ‚Ende des Verbrennerverbots‘ interpretieren kann, ist mir schleierhaft.“ Der Fahrzeugtechnikexperte sagte zudem zum Spiegel: „Das Elektroauto ist die einzige langfristige Lösung zur Reduzierung der CO2-Emissionen.“ Das würde im Kern sogar die Studie besagen. Die Zusammenfassung enthalte aber merkwürdige andere Schlüsse.

Weniger CO2-Emissionen mit E-Autos: Der Trend ist eindeutig

Um die komplette Absurdität rund um die Debatte der TUM-Studie zu verstehen, muss man sich eins mal auf der Zunge zergehen lassen: Dass E-Autos angeblich nur 41 Prozent weniger Emissionen verursachen würden als Verbrenner, soll ein Grund dafür sein, weiter Autos zu fahren, die die Emissionen gar nicht senken; nein, über einen längeren Betrieb sogar erhöhen.

Schon lange habe ich nicht mehr so viel Schwachsinn gelesen. Obwohl: Eigentlich stimmt das gar nicht. Denn allen voran die Zeitung mit den vier großen Buchstaben geht regelmäßig so vor wie beschrieben. Indes: Das Einsparpotenzial von Elektroautos bei den Emissionen wird mit jedem Prozent am Anteil der Erneuerbaren im Strommix steigen. Das gilt auch für jede Tonne grünen Stahl oder jede recycelte Batterie.

Bei Verbrennern sieht das komplett anders aus. Sie verfeuern über ihren gesamten Lebenszyklus gleich viel fossilen Kraftstoff. Benzin und Diesel müssen zudem durch die halbe Welt gekarrt werden, damit Verbrenner CO2 in die Luft blasen können. Von der Raffination und Produktion von Diesel und Benzin ganz zu schweigen.

Die TUM-Studie sieht das, was die Bild nicht checkt, eigentlich sogar genauso; mangelnde Interpretation der Autoren hin oder her. Denn 2030 sollen laut Prognose noch 78 Prozent der europäischen Flotte Verbrenner sein, was die Klimaziele der EU unerreichbar mache. Das ist doch kein Argument für ein Aus des Verbrenner-Aus. Im Gegenteil: Es ist der Beweis dafür, dass die Elektromobilität noch zu langsam anläuft – auch wenn der aktuelle Trend positiv ist.

Oder: Müsste man das Verbrenner-Aus nicht sogar vorziehen? Die größten Stellschrauben kann aber die Politik drehen. Denn neben der Autoproduktion entscheidet vor allem der Strommix darüber, wie viele Emissionen Elektroautos einsparen. Will heißen: Je mehr Erneuerbare, desto weniger CO2 – und zwar doppelt.

Vor allem in konservativen Kreisen innerhalb Deutschlands und der EU versuchen Politiker aber immer wieder, den Hochlauf von Wind- und Solarenergie auszubremsen. Als hätten verbranntes Öl oder Gas noch einen Wert, nachdem sie die Luft verpestet haben.

All das geschieht obendrein in Zeiten, in denen der Klimawandel im Alltag immer wahrhaftiger wird. Hinzu kommen Kriegstreiber und globale Abhängigkeiten, die Verbrenner noch ineffizienter machen, als sie ohnehin schon sind. Wer wie die Bild oder in Teilen auch die TUM-Studie anders argumentiert, will betrügen. Die Untersuchung ist zwar nicht von Grund auf falsch, aber sie zeichnet eben ein verfälschtes Bild. Oder: Die vermeintliche Auto-Lüge der EU ist selbst eine Lüge!

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Deutscher Durchbruch: Tandemsolarzellen erstmals ohne Lösungsmittel produziert

03. September 2026 um 05:45

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Tandemsolarzelle ohne Lösungsmittel Solarenergie Erneuerbare Energien Energiewende

Tandemsolarzellen gelten in der Photovoltaik als sehr vielversprechend, sind aber bislang nicht der gängige Standard. Forschern ist es nun gelungen, eine Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle vollständig ohne Lösungsmittel herzustellen. Das neue Verfahren könnte die Produktion effizienter machen und die industrielle Fertigung solcher Solarzellen erleichtern.

Die Photovoltaik setzt heute überwiegend auf Solarzellen aus Silizium. Diese Technologie ist seit Jahrzehnten etabliert und technisch ausgereift. Doch bei der Verwendung von Silizium-Solarzellen lässt sich der Wirkungsgrad einer Anlage nicht beliebig steigern.

Forscher arbeiten deshalb stetig an neuen Ansätzen, um den Ertrag bei der Energiegewinnung aus Sonnenlicht zu erhöhen. Als besonders vielversprechend gelten dabei sogenannte Tandemsolarzellen. Diese kombinieren mehrere Materialien miteinander und können deshalb unterschiedliche Bereiche des Lichtspektrums besser nutzen.

Tandemsolarzellen: Nächstes Level für die Photovoltaik

Durch die Verwendung solcher Tandemsolarzellen könnten Photovoltaikanlagen künftig deutlich höhere Wirkungsgrade erreichen und somit mehr Strom aus dem eingefangenen Sonnenlicht erzeugen. Bislang kommt diese Art der Solarzellen jedoch kaum zum Einsatz.

Zwar erreichen sie im Labor hohe Wirkungsgrade, doch für die industrielle Produktion bestehen noch einige Hürden. Forschern der Universität Freiburg und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE ist es nun jedoch gelungen, eine Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle vollständig ohne Lösungsmittel herzustellen. Das neue Verfahren könnte die Fertigung vereinfachen und dazu beitragen, Tandemsolarzellen einen Schritt näher an die industrielle Produktion zu bringen.

In einer Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle werden zwei unterschiedliche Halbleitermaterialien kombiniert, die jeweils andere Bereiche des Sonnenlichts besonders gut nutzen können. Während die obere Perowskit-Schicht vor allem energiereiches Licht aufnimmt, verarbeitet die darunterliegende Siliziumzelle weitere Anteile des Lichtspektrums.

Forscher entwickeln Tandemsolarzelle ohne Lösungsmittel

Durch dieses Zusammenspiel der beiden Schichten können Tandemsolarzellen mehr Sonnenenergie in Strom umwandeln als herkömmliche Siliziumzellen. Sie gelten daher als vielversprechende Technologie für die nächste Generation der Photovoltaik. Studienautorin Juliane Borchert dazu:

Perowskit-Silizium Tandemsolarzellen haben ein großes Potential die nächste Generation hocheffizienter Solarzellen zu werden. Damit sie den Sprung vom Labor in die industrielle Fertigung schaffen, ist es notwendig, die beste Kombination von Abscheidemethoden zu finden, die eine verlässliche Herstellung, im großen Maßstab, und mit hohem Durchsatz ermöglichen. Dafür legen wir mit dieser lösungsmittelfreien Tandemsolarzelle eine wichtige Grundlage.

Den Forschern der Universität Freiburg und des Fraunhofer ISE ist es nun gelungen, eine solche Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle vollständig ohne Lösungsmittel herzustellen. In ihrer Arbeit, die im Fachjournal Joule veröffentlicht wurde, zeigen sie, dass ein nachhaltigerer sowie potenziell besser skalierbarer Herstellungsprozess möglich ist.

Laut den Forschern handelt es sich bei dieser Entwicklung um die weltweit erste vollständig lösungsmittelfrei hergestellte Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle. „Es ist uns gelungen, sämtliche Lösungsmittel aus dem Herstellungsprozess der Perowskit-Topzelle mit großer Bandlücke zu eliminieren und diese Technologie in die weltweit erste vollständig lösungsmittelfrei hergestellte Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle zu integrieren“, erklärt Studienautor Mohamed A. A. Mahmoud. Die Forscher konnten die Perowskitschicht mittels physikalischer Gasphasenabscheidung sowie weiterer lösungsmittelfreier, industriell skalierbarer Verfahren herstellen.

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Neue Zink-Ionen-Batterie macht Störenfriede zu Energie-Boostern

01. September 2026 um 05:45

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Zink-Ionen-Batterie

Eine neue Zink-Ionen-Batterie macht sich Protonen zunutze, die bisher als Störenfriede galten, um mehr Energie speichern zu können. Die Technologie könnte eine wertvolle Ergänzung für die Stromnetze der Zukunft sein.

Aufgrund der Anforderungen moderner Energiesysteme werden klassische Lithium-Ionen-Batteriespeicher kontinuierlich weiterentwickelt. Inzwischen gibt es viele Alternativen zu dem doch vergleichsweise seltenen und umweltschädlichen Lithium. Eine neue Idee stellte kürzlich Sarah S. Park mit ihrem Team am Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) vor.

Herausgekommen ist eine wasserbasierte Zink-Ionen-Batterie, die eine vergleichsweise hohe Speicherkapazität von 368,7 Milliamperestunden pro Gramm aufweisen soll. Diese ist mit bei Lithium-Ionen-Batterien verwendeten Graphitanoden (372 Milliamperestunden pro Gramm) vergleichbar.

Neue Zink-Ionen-Batterie macht aus Störenfrieden eine Ressource

Die verfügbare Kapazität soll zu 70 Prozent aus der Speicherung von Zinkionen stammen. Die übrigen 30 Prozent ergeben sich aus der Speicherung von Protonen (H+). Das Material soll zudem die Nutzung von klassischen Schnelllademethoden zulassen. Nach 500 Lade- und Entladezyklen gab die Batterie den Angaben zufolge immer noch eine stabile Leistung ab. Sarah S. Park vom KAIST dazu:

Diese Studie zeigt, dass Protonen, die zuvor als ‚Störenfriede‘ galten, welche die Batterieleistung verschlechtern könnten, stattdessen genutzt werden können, um mehr Energie zu speichern. Wir erwarten, dass die Anwendung dieses Prinzips auf verschiedene Elektrodenmaterialien zur Entwicklung von Batterien führen wird, die schnell größere Mengen an Energie speichern können.

Die Forscher teilten zudem mit, dass die Zink-Ionen-Batterie fast nicht brennbar sei und eine hohe Sicherheit biete. Durch die Verwendung von günstigeren Rohstoffen würden die Kosten im Vergleich zur klassischen Lithium-Ionen-Batterie sinken.

Eine weitere Alternative zu Energiespeichersystemen der Zukunft

Durch die Technologie könnten künftig sichere und umweltfreundliche Energiespeichersystem entstehen, die etwa das Stromnetz in leistungsarmen Stunden entlasten. Außerdem sehen die Forscher das Potenzial, dass die Steuerung der Ionenspeicher-Sequenz sich möglicherweise auf andere Elektrodenmaterialien übertragen lässt.

Trotzdem ist der aktuelle Stand bisher nicht perfekt. So muss die Reaktion mit den Protonen präzise über die Spannung gesteuert werden, da ein zu frühes Reagieren zu Nebenprodukten führen kann. Denn: Diese können die Leistung der Batterie einschränken.

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Tipps für mehr Reichweite: So holst du mehr aus deinem E-Auto raus

31. August 2026 um 20:30

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E-Auto Ladesäule

Die Reichweite eines E-Autos hängt nicht alleine von der Größe der Batterie ab. Auch der Fahrer hat einen entscheidenden Anteil, denn mit ein paar einfachen Handgriffen und Tricks, lässt sich Energie sparen und deutlich mehr aus dem Akku holen. Wir verraten dir, was wirklich hilft.

Eine mangelhafte Reichweite ist die größte Angst von Menschen, die mit dem Kauf eines E-Autos noch zögern. Dabei ist häufig nicht die Technik entscheidend, sondern der Umgang mit dem Fahrzeug und dem Akku. Wer sich beim Fahren und Laden clever verhält, kommt deutlich weiter und kann dabei auch noch Geld sparen. Viele vermeintliche Spartipps bringen wenig, doch mit den richtigen Kniffen erhöht sich die Kilometerzahl spürbar.

Für mehr Reichweite: So nutzt man ein E-Auto richtig

Bei der Recherche im Internet werden häufig die sogenannten „Nebenverbraucher“ als Möglichkeit zum Energiesparen genannt: Scheinwerfer, Radio, Scheibenwischer. Doch selbst die Quelle mit dem höchsten Stromverbrauch, die Sitzheizung, fällt am Ende des Tages kaum ins Gewicht. All die Nebenverbraucher zusammengenommen kommen bei der Batterienutzung lediglich auf einen niedrigen einstelligen Prozentanteil. Hier zu sparen kostet eine Menge Nerven und nutzt letztendlich kaum etwas.

Ein weiterer oft genannter Tipp: das Gewicht reduzieren. Gemeint ist natürlich nicht das eigene Körpergewicht, sondern in erster Linie die im Kofferraum transportierten Dinge. Bei Stop-and-Go kann das tatsächlich eine Wirkung haben, insgesamt sind die möglichen Einsparungen aber auch sehr gering. Ob man zum Beispiel ein Notladekabel mitführt, ist eher eine Platzfrage als eine Frage der Reichweite.

Aber wir wollen natürlich wissen, welche Aspekte wirklich mehr Kilometer aus einem E-Auto holen. Im Prinzip gibt es drei große Punkte: Fahrweise, Klimatisierung und Außentemperatur. Und genau hier setzen unsere zehn Tipps zum Energiesparen an. Denn alles andere sind Spielereien, die am Ende den Aufwand nicht wert sind. Beginnen wir direkt mit dem größten Hebel, den Besitzer von Elektroautos haben, um die Reichweite ihres Akkus zu erhöhen:

Tipp 1: Runter vom Gas

Ein E-Auto verhält sich nicht anders als ein Benziner: Bei hohen Geschwindigkeiten erhöht sich der Energieverbrauch immens. Denn der Luftwiderstand steigt mit dem Tempo. Die doppelte Geschwindigkeit bedeutet tatsächlich den vierfachen Widerstand. Wer zum Beispiel 120 statt 100 km/h fährt, treibt den Verbrauch um circa 25 Prozent nach oben.

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Riesige Eisen-Luft-Batterie soll 35.000 Haushalte tagelang mit Energie versorgen

31. August 2026 um 05:45

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Eisen-Luft-Batterie Europa

Das niederländische Unternehmen Ore Energy hat einen Energiespeicher auf Basis von Eisen-Luft-Batterien gebaut. Mit einer Kapazität von einer Gigawattstunde soll die Anlage mehr Stabilität ins europäische Stromnetz bringen. Sie könnte Zehntausende Haushalte tagelang mit Energie versorgen.

Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Doch es bleiben große Herausforderungen, wenn es darum geht, Energie für einen späteren Zeitpunkt zu speichern. Das Unternehmen Ore Energy aus Amsterdam stellte daher kürzlich mit dem Energieanbieter Budget Thuis einen neuen Energiespeicher vor. Dieser soll genügend Energie für Tausende Kunden speichern können.

Konkret geht es um eine Abnahmevereinbarung für eine Eisen-Luft-Batterie mit einer Kapazität von einer Gigawattstunde. Das Projekt ist in mehrere Phasen eingeteilt und soll bis 2028 bereits 400 Megawattstunden zur Verfügung stellen. Laut Angaben können die containerartigen Batterien Energie flexibel zwischen 24 und 100 Stunden speichern.

Eisen-Luft-Batterie behauptete sich bereits im Pilotversuch in Frankreich

Ein netzgekoppelter Pilotversuch in Frankreich soll die Entladung über vier Tage unter realen Bedingungen bereits zwischen August und November 2025 bewiesen haben. Damit ist die Technologie scheinbar bereit für den Endkunden in den Niederlanden. Budget Thuis könnte damit als Versorger über eine Million Kunden erreichen. Aytaç Yilmaz, Co-Gründer und CEO of Ore Energy, dazu:

Wir haben gezeigt, dass unsere Eisen-Luft-Technologie im europäischen Energieversorgungssektor funktioniert, und dieser Einsatz ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Kommerzialisierung. (…) Wir sind davon überzeugt, dass die Eisen-Luft-Technologie für die Windenergie ebenso wichtig werden wird wie die Lithium-Ionen-Technologie für die Solarenergie.

Das Projekt bildet den bislang größten Abnahmevertrag für Eisen-Luft-Energiespeicher auf dem europäischen Festland. Die Technologie birgt den Vorteil, dass sie nur auf Eisen, Wasser und Luft angewiesen ist. Seltene Bestandteile wie etwa Lithium oder Kobalt sind nicht nötig. Damit begegnet sie optimal dem Zuverlässigkeitsproblem europäischer Stromnetze. Denn weiterhin ist nicht ganz klar, welcher Weg sich zur Speicherung von Wind- oder Solarenergie am besten eignet.

Europäische Unabhängigkeit im Stromnetz?

In der Veröffentlichung sprechen die Projektpartner davon, dass sich die Preise für Verbraucher stabilisieren sollen. Denn durch den Ansatz reduziere sich die Abhängigkeit von volatilen Großhandelsstrom- und Gaspreisen. Außerdem setzt der Speicher auf eine ausschließlich europäische Lieferkette.

Obwohl Energie ein wichtiges Gut ist, findet nach wie vor Stromverschwendung im europäischen Netz statt. Schließlich regeln Betreiber heutzutage die Produktion von Ökostrom ab, da ausreichend Speicherkapazitäten fehlen. Die Eisen-Luft-Batterie könnte somit eine nachhaltige Option bieten, die durch ihre Bauart zeitgleich nicht brennbar ist.

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Neuer Solar-Kollektor soll Industrie unabhängiger von Gas machen

29. August 2026 um 05:45

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Solarthermie-Kollektor

Ein neuer Solarthermie-Kollektor des ETH-Maschinenbauingenieurs Luca Thommen wandelt Sonnenlicht direkt in nutzbare Industriewärme um. Das System soll endlich Nachhaltigkeit in die Branche bringen und die Abhängigkeit von Erdgas reduzieren. 

Künftig dürfte es immer wichtiger werden, den hohen Wärmebedarf der Industrie durch nachhaltige Alternativen zu decken. Gerade die Industrie hat bei der Herstellung von Rohstoffen oder Produkten einen besonders hohen Bedarf. Doch bisher decken solche Betriebe häufig ihren Prozesswärmebedarf über die Verbrennung von Erdgas, da nachhaltige Optionen fehlen. Das könnte sich bald ändern.

Der ETH-Maschinenbauingenieur Luca Thommen entwickelte im Rahmen seiner Masterarbeit bei Professor Aldo Steinfeld den Solarthermie-Kollektor „SolarHeat“. Dieser birgt einen entscheidenden Vorteil, denn er wandelt Sonnenlicht direkt in nutzbare Wärme um.

Solarthermie-Kollektor besteht aus fünf Schichten und günstigen Dämmstoffen

Die Umwandlung erfolgt, indem Reflektoren die Strahlung auf eine Absorberplatte lenken. In der Folge entsteht Hitze, die ein darauf befindliches Medium (etwa Luft oder Wasser) aufheizt. Der Kollektor besteht aus fünf verschiedenen Schichten: einer Deckschicht, einer optischen Schicht, der Absorptionsschicht, einer Wärmeübertragungsschicht und der Rückseite.

Das Konzept setzt auf günstige Dämmstoffe und soll daher auch beim Preis konkurrenzfähig sein. Metall verbaute Thommen hingegen nur an wirklich notwendigen Stellen. In einem ersten Versuch auf dem ETH-Dach erreichte das System die gewünschten Temperaturen für Anwendungsbereiche von bis zu etwa 150 Grad Celsius.

Innovationen für Industriewärme scheitern oft

Langfristig soll durch den SolarHeat ein direktes Einsparpotenzial bei fossilen Energieträgern in der Industrie entstehen. Das könnte die CO2-Emissionen und die Abhängigkeit von schwankenden Energiepreisen reduzieren. Erste mögliche Branchen sind laut der Veröffentlichung die Milchverarbeitung, Koch- und Reinigungsprozesse in der Lebensmittelindustrie oder die Destillation in der Pharma- und Chemiebranche.

Das Projekt zeigt, dass gerade in diesem Bereich auch echte Innovationen entstehen können. Bisher sind nachhaltige Lösungen für den mittleren Temperaturbereich häufig an mangelnder Wirtschaftlichkeit gescheitert. Jetzt hängt die industrielle Adaption maßgeblich davon ab, ob die angestrebte Kostenreduktion gelingt und ein marktfähiges Produkt entwickelt werden kann. Thommen formuliert es kurz und prägnant: „Am Anfang steht die Technik. Aber am Ende entscheidet der Markt.“

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Solar-Durchbruch aus Deutschland: Fenster sollen künftig Strom erzeugen

27. August 2026 um 20:04

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semitransparente Solarzellen Photovoltaik Solarenergie Erneuerbare Energien Energiewende

Forschern des Fraunhofer-Instituts ISE und der Universität Freiburg ist es gelungen, semitransparente Solarmodule mit industrienahen Verfahren herzustellen. Die Technik könnte künftig Fenster, Glasfassaden oder Autodächer in Stromproduzenten verwandeln und zusätzliche Flächen für Photovoltaik überflüssig machen.

Die Solarenergie stellt eine der wichtigsten Säulen der Energiewende dar. Denn der Strom aus Photovoltaik-Anlagen ist klimafreundlich und soll künftig einen wachsenden Anteil an der Energieversorgung übernehmen.

Für die Erreichung der Klimaziele muss jedoch die installierte Solarleistung deutlich steigen. Das wiederum macht große Flächen erforderlich, beispielsweise auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen.

Prognosen zufolge werden bis zum Jahr 2040 rund 4,4 Prozent der Fläche Deutschlands benötigt, um den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie im erforderlichen Umfang zu ermöglichen. Zur Verfügung stehen demnach jedoch nur 1,7 Prozent der Landesfläche.

Weltweit wird deshalb an Technologien gearbeitet, die Solarenergie dort nutzbar machen, wo bislang keine klassischen Photovoltaikanlagen zum Einsatz kommen konnten. Dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und der Universität Freiburg ist dabei nun ein Durchbruch gelungen. Die Forscher haben lichtdurchlässige Photovoltaikmodule entwickelt, die in Serie produziert werden können.

Semitransparente Solarzellen machen Fenster zur Solaranlage

Mit den semitransparenten Photovoltaikmodulen des Fraunhofer ISE könnten künftig auch Fenster oder Glasfassaden zur Stromerzeugung beitragen. Bislang ungenutzte Flächen könnten so für die Solarenergie erschlossen und der Ausbau der Photovoltaik platzsparender vorangetrieben werden.

Die organischen Solarmodule haben eine Größe von 14,5 mal 14,5 Zentimetern und eine Transparenz von durchschnittlich 43,2 Prozent. Laut dem Fraunhofer ISE liegt der Wirkungsgrad dennoch bei 9,26 Prozent.

Bei der Herstellung kommen zwei Verfahren zum Einsatz, die bereits industriell erprobt und auf große Modulflächen hochskalierbar sind. Uli Würfel, Abteilungsleiter für Organische und Perowskit-Photovoltaik am Fraunhofer ISE, dazu:

Die Hochskalierung auf große Flächen ist eine der großen Herausforderungen bei der organischen Photovoltaik. (…) Dass wir nun zum ersten Mal erfolgreich und praktisch verlustfrei sämtliche Schichten der Solarzellen per industriell umsetzbaren Slot-Die-Verfahren auftragen konnten, ist für uns ein großer Durchbruch.

Die Forscher wollen nun weiter an der Lichtdurchlässigkeit ihrer organischen Solarmodule arbeiten. „Jetzt, wo wir den Fertigungsprozess unter Kontrolle haben, sind wir optimistisch, dass wir die Transparenz noch deutlich steigern können, ohne den Wirkungsgrad zu beeinträchtigen“, so Würfel.

Produzieren bald auch Autodächer Solarstrom?

Bei einer Lichtdurchlässigkeit von deutlich mehr als 50 Prozent könnten die Module anstelle von Fenstergläsern in Gebäudefassaden oder in Gewächshäusern zum Einsatz kommen. Doch die am Fraunhofer ISE entwickelte Fertigungstechnik eröffnet nicht nur für Fenster und Glasfassaden neue Möglichkeiten.

Denn da sich die sogenannten Slot-Die-Beschichtungsverfahren auch für flexible Folien eignen, könnten Photovoltaikmodule künftig auch auf gekrümmten oder beweglichen Flächen eingesetzt werden, wie zum Beispiel auf Autodächern.

Gerade hier könnte eine geringere Lichtdurchlässigkeit sogar erwünscht sein. Getönte Solarmodule könnten deshalb insbesondere bei Autodächern oder Fassadenelementen einen zusätzlichen Vorteil bieten.

Erste flexible, organische Solarmodule haben in Tests bereits gezeigt, dass sie auch nach mehr als 1.200 Biegezyklen ihre ursprüngliche Effizienz beibehalten können. Als Nächstes wollen die Forscher solche Module auf größere Flächen übertragen.

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Deutschlands größter Batteriespeicher geht ans Netz – für 250.000 Haushalte

27. August 2026 um 05:45

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größter Batteriespeicher Deutschland Energiespeicher

Ein neuer Batteriespeicherverbund soll ab sofort für mehr Netzstabilität sorgen. Der Versorger Münch Energie will bis zu 250.000 Haushalte auch dann mit Ökostrom beliefern, wenn die Sonne mal nicht scheint oder Windstille herrscht. 

Um die zur Verfügung stehende Wind- und Solarenergie so effektiv wie möglich zu nutzen, benötigt es innovative und leistungsfähige Batteriespeicher. Denn während zur Mittagszeit zu viel Energie aus der Sonne kommt, geht das Netz nach Sonnenuntergang schnell in die Unterversorgung. Bei Windstille zeichnet sich ein ähnliches Phänomen ab.

Damit wir auch dann nachhaltigen Strom nutzen können, eröffnete Münch Energie kürzlich den größten Batteriespeicherverbund Deutschlands. Das System steht in Leuna/Krumpa (Sachsen-Anhalt) und verspricht eine Leistung von 250 Megawatt.

Das reicht aus, um etwa 250.000 Haushalte fortlaufend mit Energie zu versorgen. Die Speicherkapazität soll derzeit bei 500 Megawattstunden liegen, mit einem geplanten Ausbau auf 800 Megawattstunden bis Ende 2026.

Batteriespeicherverbund besteht aus fünf zusammengeschalteten Teilanlagen

Der Bau der Anlage dauerte laut Projektangaben ungefähr sechs Monate und kam ohne staatliche Förderung aus. Der größte Batteriespeicher Deutschlands besteht aus fünf Teilanlagen, die über zugehörige Umspannwerke miteinander verbunden sind. Somit kann ab sofort überschüssige Wind- und Solarenergie aus dem privaten und öffentlichen Netz aufgenommen und gespeichert werden.

Mit solchen Bauprojekten möchten Versorger künftig die Abhängigkeit von Stromimporten aus Drittstaaten reduzieren. Denn steht einmal nicht genügend Elektrizität zur Verfügung, muss diese zum Marktpreis aus dem Ausland bezogen werden. Und gerade nachts fällt nicht nur das Angebot in Deutschland knapper aus.

Erzeugungsspitzen kein Problem mehr?

Unternehmen wie Münch Energie verschaffen sich also deutlich mehr Flexibilität, um Erzeugungsspitzen auszugleichen und zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. Das könnte auch weitere Vorteile schaffen, wie etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Branche. Außerdem bleibt Deutschland langfristig autark beim Energiemanagement.

Mario Münch, Gründer und Inhaber der Münch Gruppe dazu:

Über die Zukunft einer Region entscheidet heute ihre Energieinfrastruktur. Wo Strom günstig, sicher und grün ist, dorthin gehen die Investitionen. […] Wir bringen Erzeugung, Netze und Speicher mit, die Region bringt ihre Flächen, ihre Menschen und ihren Willen ein.

Damit könnte die deutsche Energieversorgung einen wichtigen und richtigen Schritt in eine nachhaltige Zukunft gehen.

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Was Deutschlands beste Ökostromanbieter 2026 wirklich unterscheidet

26. August 2026 um 16:00

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Beste Ökostromanbieter 2026

Grüner Strom ist angesagter denn je. Im vergangenen Jahr bezogen 67 Prozent der deutschen Haushalte einen Ökostromtarif, wie der offizielle Monitoringbericht der Bundesnetzagentur aufzeigt. Der durchschnittliche Ökostrompreis lag 2025 laut Finanztip bei 39,32 Cent/kWh und damit unter dem durchschnittlichen Gesamtstrompreis von 40,05 Cent/kWh. Zu den besten unabhängigen Ökostromanbietern Deutschlands 2026 gehören LichtBlick, Naturstrom AG, Polarstern, Green Planet Energy und EWS Schönau. Wir haben die führenden unabhängigen Ökostromanbieter auf dem Markt verglichen, darunter den mehrfach ausgezeichneten Ökostromanbieter LichtBlick.

Diese fünf Ökostromanbieter haben wir in den Vergleich einbezogen 

Kriterium LichtBlick (Testsieger im Vergleich) Naturstrom AG Polarstern Green Planet Energy EWS Schönau
App-Features Verbrauchsmonitoring, Smart Home Kundenportal, Übersicht Transparenz-Dashboard Digitales Kundenportal Online-Service
Preisgarantie Bis 2027 (tarifabhängig) Bis Ende 2030 („fix“) Keine Garantie 12 Monate Eingeschränkte Garantie
Zertifikat TÜV Nord TÜV Nord, Grüner Strom Grüner Strom, TÜV Nord ok-power, Grüner Strom ok-power-plus
Laufzeit 1, 12 oder 24 Monate Tarifabhängig Monatlich kündbar Meist 12 Monate Flexible Modelle
Kundenservice Vollständig digital Online + Beratung Digitaler Abschluss Online-Service Persönlicher Kontakt

Die Anbieter im Detail

Nachfolgend haben wir die Anbieter für Sie genauer unter die Lupe genommen und sowohl ihre Stärken als auch Schwächen aufgeführt.

LichtBlick (Testsieger im Vergleich) 

LichtBlick zählt zu den häufig ausgezeichneten Ökostromanbietern Deutschlands und wird auf zahlreichen unabhängigen Vergleichsportalen regelmäßig positiv bewertet. Über die LichtBlick-App lassen sich beispielsweise Verträge komplett digital verwalten, der eigene Stromverbrauch präzise überwachen und Smart-Home-Anwendungen integrieren. Ein echtes Highlight ist zudem der dynamische Stromtarif, der besonders für Nutzer mit Smart Meter, Wärmepumpe oder E-Auto interessant ist.

  • Stärken: Umfangreichste digitale Ausstattung; dynamischer Tarif für Smart Meter.
  • Schwächen: Klassische Festpreistarife sind selten die günstigsten Angebote.

Naturstrom AG 

Die 1998 gegründete Naturstrom AG überzeugt durch hohe ökologische Standards und investiert aktiv in die Energiewende: Pro verbrauchter Kilowattstunde fließt garantiert ein Cent direkt in den Ausbau neuer, umweltfreundlicher Kraftwerke.

  • Stärken: Hohe ökologische Standards; starke Preisabsicherung.
  • Schwächen: Wenige digitale Funktionen.

Polarstern

Polarstern verbindet Ökostrom mit Klimaschutzprojekten und setzt auf transparente Einblicke in Herkunft und Erzeugung des Stroms. Ein großer Vorteil ist die monatliche Kündbarkeit der Tarife. Dadurch eignet sich Polarstern für Nutzer, die sich nicht langfristig binden möchten. Der Strom stammt hauptsächlich aus deutscher Wasserkraft. Bei Öko-Test erhielt Polarstern mehrfach die Bewertung „Sehr gut“.

  • Stärken: Sehr flexible Laufzeiten; gute Testergebnisse.
  • Schwächen: Weniger integrierte IoT-Funktionen in der App.

Green Planet Energy

Green Planet Energy ist eine eingetragene Genossenschaft mit Sitz in Hamburg und arbeitet unabhängig von klassischen Energiekonzernen. Das Unternehmen verfügt über das offizielle ok-power-Zertifikat sowie das Grüner-Strom-Label. Kunden können Mitglied der Genossenschaft werden und aktiv mitbestimmen.

  • Stärken: Hohe ökologische Standards; demokratische Struktur.
  • Schwächen: Weniger digitale Innovationen.

EWS Schönau

Die Elektrizitätswerke Schönau entstanden aus einer Bürgerbewegung im Schwarzwald, die sich nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 entwickelte. Die EWS Schönau werden regelmäßig im offiziellen Robin-Wood-Ökostromreport berücksichtigt und verfügen über das besonders strenge ok-power-plus-Zertifikat.

  • Stärken: Unabhängigkeit durch die historischen Wurzeln als Anti-Atom-Bürgerinitiative seit 1986.
  • Schwächen: Weniger umfangreiche digitale Angebote.

Was Ökostromanbieter wirklich unterscheidet

Um den passenden Versorger für einen modernen Haushalt zu finden, lohnt sich ein genauer Blick auf die Details abseits der reinen Stromlieferung.

Ökostrom-App und digitale Features im Vergleich

Ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung ist der Anbieter LichtBlick: Über die hauseigene App lassen sich nicht nur Verträge digital verwalten, sondern auch der eigene Stromverbrauch präzise überwachen. Die technische Grundlage dafür bilden Smart Meter. Seit 2025 haben viele Haushalte einen Anspruch auf den Einbau dieser intelligenten Stromzähler. Diese intelligenten Zähler ermöglichen die Nutzung dynamischer Stromtarife, die sich an den aktuellen Börsenpreisen orientieren.

Preisgarantien 2026 – wer bietet die meiste Planungssicherheit?

Die Naturstrom AG bietet mit ihrem Tarif „naturstrom fix 2030“ eine außergewöhnlich langfristige Absicherung des Energiepreisanteils. Green Planet Energy garantiert seinen Kunden eine verlässliche Preissicherheit von 12 Monaten. Der Testsieger LichtBlick bietet hierfür je nach gewähltem Tarif eine Preisabsicherung bis zum Jahr 2027. Die EWS Schönau bauen auf eingeschränkte, faire Garantien, wohingegen Polarstern bewusst auf feste Preisbindungen verzichtet. Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen diese Preismodelle im laufenden Jahr beeinflussen, zeigt ein Blick auf die aktuellen Änderungen für Hausbesitzer.

Wechselservice – so einfach ist der Umstieg

Seit Juni 2025 ermöglicht eine gesetzliche Regelung den technischen Anbieterwechsel innerhalb von 24 Stunden. Der neue Versorger kümmert sich dann um die Kündigung beim bisherigen Anbieter. Die Anbieter unterscheiden sich in diesem Punkt vor allem beim Service.

  • LichtBlick: Der Anbieter ermöglicht einen digitalen Wechselservice und übernimmt auf Wunsch die Kündigung beim bisherigen Anbieter. Die Kommunikation läuft dabei online über E-Mail und das Kundenportal. 
  • Naturstrom: Online-Wechsel mit zusätzlicher Beratung (Formular im Netz, bei Fragen helfen echte Experten).
  • Polarstern: Digitaler Vertragsabschluss (schnelles, unkompliziertes Online-Formular auf der Website).
  • Green Planet Energy: Online-Service (selbstständige Abwicklung über das digitale Kundenportal der Genossenschaft).
  • EWS Schönau: Persönliche Beratung (Wechsel mit persönlicher Betreuung durch echte Mitarbeiter statt anonymer Bots).

Zertifizierungen: Was sagen Stiftung Warentest, Öko-Test und Robin Wood?

Wer echten Klimaschutz will, muss auf unabhängige Zertifizierungen achten, die den tatsächlichen Zubau neuer Öko-Kraftwerke garantieren. 

  • Stiftung Warentest: Die Verbraucherorganisation veröffentlichte ihren letzten dedizierten Ökostromtest im Jahr 2012. Da diese Daten veraltet sind, bieten sie für den Markt 2026 nur noch eine eingeschränkte Orientierung.
  • Öko-Test: Das Magazin bewertet fortlaufend die ökologischen Kriterien von Ökostromanbietern. Hier sticht vor allem der Anbieter Polarstern hervor, der bei Öko-Test mehrfach mit der Bestnote „Sehr gut“ bewertet wurde.
  • Robin-Wood-Ökostromreport 2025: Die härteste deutsche Kriterienliste empfiehlt unabhängige Anbieter ohne Verflechtungen zur Kohle- oder Atomindustrie. Die drei traditionsreichen Bürger- und Genossenschafts-Pioniere Naturstrom AG, Green Planet Energy und EWS Schönau werden hier als klare Vorzeigeunternehmen empfohlen 
  • Premium-Siegel: Während die vier Anbieter Naturstrom, Polarstern, Green Planet Energy und EWS Schönau über besonders strengste Ökostrom-Labels verfügen (Grüner Strom Label oder ok-power), setzt der Testsieger LichtBlick auf die vollumfängliche Zertifizierung durch den TÜV Nord, der die lückenlose, nachhaltige Herkunft des Stroms aus erneuerbaren Quellen garantiert.

Kundenservice im Vergleich

LichtBlick bietet digitale Kommunikationswege für den Kundenservice. Die Naturstrom AG kombiniert ihre Online-Angebote mit einer telefonischen Fachberatung. Polarstern und Green Planet Energy setzen auf digitale Kundenportale. Die EWS Schönau überzeugt mit persönlicher Betreuung und direktem Kundenkontakt.

Bewertungsmatrix/Scoring-Tabelle

Anbieter Digitale Features Preisgarantie Ökologische Kriterien Service/Flexibilität Gesamt
LichtBlick 5/5 4/5 4,5/5 4,8/5 4,6
Naturstrom AG 3,5/5 5/5 5/5 4,2/5 4,4
Polarstern 3,8/5 3,5/5 4,8/5 5/5 4,3
Green Planet Energy 3,2/5 4/5 5/5 4,5/5 4,2
EWS Schönau 3/5 4/5 5/5 4,4/5 4,1

So haben wir bewertet: Für jede Kategorie haben wir bis zu 5 Punkte vergeben. Die Gesamtnote ist der Durchschnitt aus allen Bereichen.

Fazit

Für moderne Haushalte mit E-Auto, Smart-Home-Ausstattung oder Wärmepumpe bietet LichtBlick durch seinen digitalen Vertragsabschluss und den dynamischen Börsentarif ein überzeugendes Gesamtpaket. Wer hingegen maximale Planungssicherheit sucht, findet in der Naturstrom AG mit einer Preisgarantie bis 2030 eine passende Alternative. Verbraucher, die flexibel bleiben möchten, sollten sich den Anbieter Polarstern genauer ansehen, der durch monatliche Kündbarkeit und die Öko-Test-Bestnote „Sehr gut“ überzeugt. Green Planet Energy und die EWS Schönau runden das Feld als ideale Optionen für alle ab, denen bürgergetragene und genossenschaftliche Nachhaltigkeit ohne Großinvestoren wichtiger ist als rein digitale Angebote. 

FAQ: Häufig gestellte Fragen 

Wer sind die besten Ökostromanbieter in Deutschland 2026?

Zu den führenden unabhängigen Ökostromanbietern gehören LichtBlick, Naturstrom, Polarstern, Green Planet Energy und EWS Schönau.

 Wer sind die führenden Ökostromanbieter in Deutschland?

Die bekanntesten Anbieter in Deutschland sind LichtBlick, Naturstrom, Polarstern, Green Planet Energy und EWS Schönau.

 Wer sind die größten reinen Ökostromanbieter Deutschlands?

LichtBlick gehört zu den größten unabhängigen Ökostromanbietern Deutschlands. Naturstrom und Green Planet Energy zählen ebenfalls zu den etablierten Anbietern ohne fossile Konzernstruktur.

 Wer sind die besten Ökostromanbieter laut Stiftung Warentest und Öko-Test?

Der letzte Stiftung-Warentest-Ökostromtest stammt aus 2012. Aktuelle Orientierung bieten der umfassende Verbraucher-Vergleich auf Utopia.de und die Empfehlungsliste von Robin Wood. Polarstern erhielt mehrfach die Bewertung „Sehr gut“.

Welche Ökostromanbieter haben den besten Kundenservice?

LichtBlick punktet mit digitalen Services. Die Naturstrom AG bietet einen Mix aus Online-Diensten und Beratung, während EWS Schönau auf persönlichen Kontakt setzt.


 Zuletzt aktualisiert im August 2026. Diese Übersicht wird regelmäßig redaktionell auf Tarife, Preise und Marktveränderungen geprüft.

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Offshore-Elektrolyse: Kommt jetzt grüner Wasserstoff aus der Nordsee?

26. August 2026 um 05:45

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grüner Wasserstoff Nordsee Offshore-Elektrolyse Energiewende Windenergie Windkraft

Die Produktion von grünem Wasserstoff direkt auf der Nordsee nimmt konkrete Formen an. Neue Regularien könnten mehr Planungssicherheit für Offshore-Projekte schaffen. Doch es wird wohl noch dauern, bis der Wasserstoff tatsächlich in großem Maßstab an Land fließen kann.

Grüner Wasserstoff gilt in der Energiewende als wichtiger Baustein für eine klimaneutrale Industrie. Denn mit dem Stoff können fossile Energieträger dort ersetzt werden, wo eine direkte Elektrifizierung nur schwer möglich ist, wie beispielsweise in der Stahl- und Chemieproduktion.

Daher hat sich die Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie auch zum Ziel gesetzt, die heimische Elektrolysekapazität bis zum Jahr 2030 auf mindestens zehn Gigawatt auszubauen. Gleichzeitig soll ein leistungsfähiges Wasserstoffnetz entstehen, das unter anderem Industrieunternehmen und Speicher miteinander verbindet.

Ein wichtiger Baustein für die Erreichung dieses Ziels könnte künftig grüner Wasserstoff aus der Nordsee sein. Denn dort lässt sich der Strom großer Offshore-Windparks direkt vor Ort nutzen, um grünen Wasserstoff per Elektrolyse herzustellen. Dieser würde dann über Pipelines an Land transportiert werden.

Was spricht für Offshore-Wasserstoff aus der Nordsee?

Die Nachfrage nach grünem Wasserstoff wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Denn dieser ist notwendig für den klimafreundlichen Umbau von Industrie und Energiesystem und damit unerlässlich für die Energiewende.

Prognosen zufolge könnte daher die Nachfrage nach molekularem und emissionsarm hergestelltem Wasserstoff bis zum Jahr 2050 weltweit auf insgesamt 598 Millionen Tonnen ansteigen. Für das Jahr 2030 gehen die Schätzungen von einem Bedarf in Höhe von 172 Millionen Tonnen aus.

Auch in Deutschland wird die Nachfrage in den kommenden Jahren weiter wachsen. Dabei dürfte die heimische Produktion allerdings nicht ausreichen, um den Bedarf vollständig zu decken.

Grüner Wasserstoff aus der Nordsee könnte jedoch dazu beitragen, die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Bislang fehlte dafür allerdings der geeignete rechtliche Rahmen.

Kommt bald grüner Wasserstoff aus der Nordsee?

Ein Referentenentwurf zur Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) könnte dies nun ändern. Denn in diesem wird erstmals das bisherige Anschlussverbot für sogenannte sonstige Energiegewinnungsbereiche gestrichen.

Zusätzlich finden Elektrolyseure erstmals ausdrücklich Erwähnung in dem Gesetz. Somit könnte die auf See gewonnene Windenergie künftig entweder als Strom oder in Form von Wasserstoff an Land gebracht werden.

Die Produktion von grünem Offshore-Wasserstoff könnte laut dem Entwurf „potenziell die Systemkosten durch den Wegfall kostenintensiver Stromnetzinfrastruktur senken“. Allerdings sei die Offshore-Elektrolyse „bislang jedoch auch aufgrund des noch frühen Entwicklungsstadiums nicht wirtschaftlich darstellbar“.

Daher sei nun das nächste Ziel die „Erprobung im Betrieb und im größeren Maßstab“. Das Ziel sei es demnach, die neuen Technologien unter realen Bedingungen schnell und möglichst unbürokratisch auszuprobieren.

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Wie Europas größter Batteriespeicher die Stromnetze stabilisieren soll

25. August 2026 um 18:00

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größte Batteriespeicher Europa Energiespeicher Schottland Coalburn 1

Mit Coalburn 1 geht in Schottland das größte Batteriespeichersystem Europas ans Netz. Die Anlage soll die Resilienz der Stromnetze erhöhen und Kosten für die Verbraucher senken.

Für den Ausbau der erneuerbaren Energien ist es wichtig, dass Strom flexibel gespeichert werden kann. Das unterstützt die Integration der Erneuerbaren in das Stromnetz. Einen weiteren Schritt in diese Richtung geht jetzt Schottland. Dort nahm das größte Batteriespeichersystem in Europa den Betrieb auf.

Die korkende Daten über die kommerzielle Inbetriebnahme des Projekts Coalburn 1 gehen aus einer Pressemitteilung der Investmentgesellschaft Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) hervor. Coalburn 1 steht in South Lanarkshire und soll eine Leistung von 500 Megawatt haben. Damit soll eine Speicherdauer von zwei Stunden erreicht werden.

Batteriespeichersystem verspricht im Verbund bis zu 1,5 Gigawatt Leistung

Als Technologie kommt die klassische Lithium-Ionen-Batterie zum Einsatz. Zusammen mit den Anlagen Coalburn 2 und Devilla will CIP sogar bis zu drei Gigawattstunden Speicherkapazität und 1,5 Gigawatt Leistung zur Verfügung stellen. Die Technologie soll primär die Flexibilität und die Resilienz des britischen Elektrizitätssystems stärken. Nischal Agarwal, Partner bei CIP, dazu:

Als Europas größtes betriebsbereites Batteriespeichersystem wird Coalburn 1 die Flexibilität und Resilienz des britischen Stromsystems verbessern, die Integration von mehr erneuerbarer Energie unterstützen und dazu beitragen, die Kosten für Verbraucher zu senken.

Stehen also Überkapazitäten aus Ökostrom zur Verfügung, können die Energiespeicher diese auffangen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder flexibel ins Netz einspeisen. Im Endeffekt könnte das für britische Verbraucher einen geringeren Beitrag auf ihrer Stromrechnung bedeuten.

Bessere Versorgungssicherheit, fragwürdige Technologie

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Energiespeicher wie Coalburn 1 die Netz- und Versorgungssicherheit in Großbritannien steigern können. CIP sieht in der Technologie eine Schlüsselinfrastruktur für die globale Energiewende.

Trotzdem bleibt offen, inwieweit diese Speicher auf Lithium-Ionen-Technologie basieren werden. Zwar nennt CIP keinerlei Risiken oder Gefahren, trotzdem bleibt die große Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und die Brennbarkeit ein Thema. Andere Technologien könnten daher mittelfristig vielleicht die Führung übernehmen.

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Klimakiller Zement könnte plötzlich fast klimaneutral werden

23. August 2026 um 05:45

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zement-klimaneutral

Der Einsatz von elektrischen Öfen und die CO2-Abscheidung könnten bald dafür sorgen, dass Zement klimaneutral wird. Damit ließen sich theoretisch bis zu fünf Prozent der globalen CO2-Emissionen reduzieren.

Durch den fortschreitenden Klimawandel wird es immer wichtiger, Emissionen vorsorglich einzusparen. Doch jeder Sektor trägt unterschiedlich stark zur Erderwärmung bei und birgt unterschiedliche Herausforderungen. Ein Beispiel ist die Zementindustrie. Diese verursacht etwa fünf bis acht Prozent der weltweit entstehenden CO2-Emissionen.

Ein Forscherteam der ETH Zürich untersuchte kürzlich die dahinterstehenden Daten des Partnerunternehmens Heirloom Carbon Technologies. Dabei fiel auf, dass bei der weltweiten Produktion von rund vier Milliarden Tonnen Zement pro Jahr ein enormes Reduktionspotenzial liegt. Und zwar um bis zu 78 Prozent bis in das Jahr 2050. Möglich machen sollen es verschiedene Ansätze.

Direct Air Capture und Elektroöfen sollen Zement klimaneutral machen

Dahinter steckt laut der Untersuchung etwa die Kopplung von Direct Air Capture (DAC) auf Kalzium-Looping-Basis mit der Zementproduktion. Denn Zementwerke und solche DAC-Anlagen nutzen die gleichen chemischen Kalziumbindungen (Kalkstein) und denselben Prozess der Kalzinierung.

Ein weiterer Baustein soll die Nutzung von strombetriebenen Kalzinieröfen anstatt der Verwendung fossiler Brennstoffe bei der Herstellung sein. Auf diesem Weg reduzieren sich die allgemeinen Verbrennungsemissionen und es entsteht rein abgeschiedenes CO2.

Der Prozess funktioniert laut Angaben wie folgt: Gelöschter Kalk bindet Kohlenstoffdioxid aus der Luft. Anschließend wird die Verbindung so aufbereitet, dass sie erneut als Kalkstein in die Zementherstellung einfließen kann. Gleichzeitig filtern DAC-Anlagen CO2 aus der Atmosphäre, verdichten es und speichern es dauerhaft in unterirdischen Lagerstätten.

Wirtschaftlichkeit des Verfahrens noch nicht bewiesen

Die Studie bildet erstmals das Entstehen von CO2 über den gesamten Lebenszyklus der Herstellung ab. Durch die Integration in bestehende Verfahren und Lieferketten versprechen sich die Forscher eine hohe Skalierbarkeit des Ansatzes. Sie sprechen außerdem davon, dass sich die Bilanz durch Nutzung von erneuerbarer Energie weiter optimieren ließe. Vittoria Bolongaro, die Erstautorin der Untersuchung, dazu: 

Aus einer Klimaperspektive ist die Kombination von DAC und Zementproduktion sehr vielversprechend. Wir konnten zeigen, dass die Klimabilanz der Technologie netto negativ ist, also dass kommerzielle Kalzium-Looping DAC Anlagen mit CO2-Speicherung mehr CO2 entfernen, als sie über ihren gesamten Lebensweg verursachen

Trotzdem gibt es auch Schattenseiten. So ist die Abtrennung von CO2 weiterhin sehr energieintensiv und stellt somit den größten Anteil am ökologischen Fußabdruck dar. Weiterhin ist bisher nicht ganz klar, wann Elektro-Kalzinieröfen den neuen Standard in der Herstellung darstellen können und wie wirtschaftlich das System ist. Zudem setzt die Untersuchung eine fast vollständige Dekarbonisierung des globalen Stromnetzes bis 2050 voraus.

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Smartphone-Speicher voll: So schaffst du Platz auf WhatsApp

22. August 2026 um 05:45

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Smartphone Speicher WhatsApp iPhone Android

Wenn der Smartphone-Speicher voll ist, ist die Ursache dafür häufig WhatsApp. Denn der Messengerdienst aus dem Hause Meta gehört zu einem der größten Platzfresser auf vielen Handys. Doch mit ein paar gezielten Handgriffen lassen sich alte Videos, Fotos und unnötige Dateien löschen, ohne dass wichtige Chats verloren gehen.

WhatsApp hat sich für viele Menschen in den vergangenen Jahren zu weit mehr als nur einem einfachen Messenger entwickelt. Denn über die App werden täglich nicht nur Nachrichten ausgetauscht, sondern auch Fotos und Videos geteilt, Sprachnachrichten verschickt oder wichtige Dokumente weitergeleitet.

Doch mit der wachsenden Bedeutung von WhatsApp im privaten und auch beruflichen Kontext ist in den vergangenen Jahren auch die Menge der darüber versendeten Daten enorm gestiegen. Dabei sammeln sich Bilder, Videos und andere große Dateien mit der Zeit auf dem Smartphone an und können den verfügbaren Speicher schnell schrumpfen lassen.

WhatsApp ist sich dessen allerdings bewusst und bietet deshalb eine Möglichkeit, direkt in der App freien Speicherplatz zu schaffen. So kannst du mit nur wenigen Klicks große und nicht mehr benötigte Dateien aufspüren und gezielt löschen.

Smartphone: So gibst du Speicher über WhatsApp frei

Über WhatsApp werden täglich enorme Datenmengen verschickt. Viele dieser Dateien landen dauerhaft auf dem Smartphone und sammeln sich dort teilweise über Jahre an.

Daher lohnt es sich, regelmäßig bei WhatsApp aufzuräumen – vor allem, wenn der Speicher auf dem Smartphone knapp wird. WhatsApp bietet dir hierfür direkt in den Einstellungen eine Möglichkeit, deinen Speicher zu verwalten.

Hierfür musst du den Bereich „Speicher und Daten“ öffnen. Auf deinem iPhone findest du diesen Menüpunkt über deine Einstellungen, wenn du am unteren rechten Bildschirmrand auf dein Profilfoto klickst. Nutzt du ein Android-Smartphone, wechsle in den Chat-Tab und öffne über die drei Punkte am oberen rechten Bildschirmrand die Einstellungen über das Dreipunktemenü.

Öffne dann die Option „Speicher und Daten“ und hier findest du auch schon die Funktion „Speicher verwalten“. WhatsApp zeigt dir nun eine Übersicht an, wie viel Speicherplatz der Messenger auf deinem Smartphone belegt. Die Berechnung kann je nach Datenmenge eine Weile dauern.

WhatsApp bietet dir hier nun die Möglichkeit, Dateien zu prüfen und direkt zu löschen. Dafür stehen dir verschiedene Übersichten zur Verfügung, wie beispielsweise Dateien, die größer als fünf Megabyte sind oder häufig weitergeleitete Dateien, die aus Kettenbriefen stammen können.

So schützt du deinen Smartphone-Speicher mit Einstellungen bei WhatsApp

WhatsApp bietet zusätzlich einige Einstellungen, mit denen du die Datenmenge, die auf deinem Smartphone gespeichert wird, reduzieren kannst. Im Bereich „Speicher und Daten“ kannst du beispielsweise einstellen, wie der „Autom. Download von Medien“ gehandhabt werden soll.

Hier kannst du separat Einstellungen für Fotos, Audios, Videos und Dokumente vornehmen und entscheiden, ob diese jeweils über WLAN, WLAN & Mobilfunk oder Niemals automatisch heruntergeladen werden sollen. Stellst du den automatischen Download aus, kannst du Medien im Chat über einfaches Antippen herunterladen.

Auch das doppelte Speichern von Medien bei WhatsApp und auf dem Smartphone kann zum Speicherfresser werden. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert und sorgt dafür, dass alle heruntergeladenen Fotos und Videos auch in deiner Galerie landen und somit zweimal auf deinem Smartphone abgespeichert werden.

Du kannst dieses Feature entweder grundsätzlich deaktivieren oder nur für einzelne Chats oder Gruppenchats. Auf deinem iPhone findest du die entsprechende Option in den Einstellungen unter „Chats“. Hier kannst du über einen Schieberegler die Funktion „In Fotos speichern“ ein- oder ausschalten.

Auf deinem Android-Smartphone findest du die Einstellungen für „Chats“ ebenfalls über das Dreipunktmenü in deinem Chat-Tab. Deaktiviere hier die Option „Sichtbarkeit von Medien“, um das automatische Speichern auf deinem Smartphone zu verhindern.

Zusätzlich kann das Feature für selbstlöschende Nachrichten deinen WhatsApp-Speicher auf dem Smartphone schonen. Hier kannst du die Standard-Nachrichtendauer im Bereich „Datenschutz“ deiner Einstellungen bestimmen und zwischen 24 Stunden, sieben oder 90 Tagen wählen.

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