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Milliarden-Chance für Kommunen durch Erneuerbare – doch Bund versteckt Studie

27. Juli 2026 um 11:00

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Erneuerbare versteckte Studie Kommunen Jobs Steuern Umwelt

Eine vom Bund beauftragte Studie zeigt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien Kommunen, Städten und Landkreisen bis 2033 Milliarden einbringen und über 50.000 neue Arbeitsplätze schaffen könnte. Doch das Wirtschaftsministerium hat die Ergebnisse ohne Pressekonferenz oder Kommentar nur klammheimlich online gestellt. Das ist kein Versehen, sondern politisches Kalkül. Denn die Zahlen passen nicht zum Kurs einer Ministerin, die den Ausbau von Wind und Solar bremsen will. Eine kommentierende Analyse.

Versteckte Studie offenbart Milliarden-Potenzial für Städte und Kommunen

  • Über 50.000 neue Arbeitsplätze, Steuereinnahmen in Milliardenhöhe für Kommunen und finanzielle Beteiligungen von Bürgern vor Ort: All das würde der lokale Ausbau von erneuerbaren Energien in Städten und Landkreisen laut einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Consult (IW Consult) bis 2033 mit sich bringen. Die Untersuchung mit dem Titel „Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien“ wurde 2024 vom damaligen Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in Auftrag gegeben. Fertiggestellt wurde sie unter seiner Nachfolgerin Katherina Reiche (CDU).
  • Die Studie ist seit April 2026 auf der Website des Wirtschaftsministeriums einsehbar. Eine Pressemitteilung oder eine Konferenz des Ministeriums gab es dazu aber nicht. Wie das Wirtschaftsministerium auf Anfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) mitteilte, sei die Studie im Haus ausgewertet worden. Die Autoren hätten ihre Arbeit zudem bereits selbst präsentiert. Fakt ist: Es gab vor der Veröffentlichung zwar zwei Tagungen, aber nur vor einem Fachpublikum. Im Nachgang haben deshalb die beteiligten Institute Pressemitteilungen mit Details veröffentlicht. Auch die Webinar-Plattform Europe Calling hat eine Veranstaltung abgehalten.
  • Laut RND hat die Rechercheplattform Correctiv.LOKAL nun erstmals den vollständigen Datensatz (möglicherweise Paywall) öffentlich gemacht, der der Studie zugrunde liegt. Die Rechnungen offenbaren, wie sehr Landkreise und Städte vom Ausbau der Erneuerbaren profitieren könnten. Grundlage sind die von der ehemaligen Ampel-Regierung beschlossenen Ausbauziele. Das RND hat aus den Daten eine interaktive Karte erstellt, die zeigt, wie viel Geld alle Städte und Landkreise in Deutschland bis 2033 durch Windräder und Solaranlagen einnehmen könnten. Sollten die Ausbauziele erreicht werden, könnten sowohl Deutschland als auch einzelne Regionen die Wertschöpfung bis 2033 nahezu verdoppeln.

Passt nicht zum Kurs der Bundesregierung

Die versteckte Studie des Wirtschaftsministeriums liefert nicht nur eine Prognose zum Ausbau von Windrädern und Solaranlagen. Sie wirft eine unbequeme politische Frage auf – zumindest für die aktuelle Regierung. Denn: Warum verschwindet eine Untersuchung nahezu geräuschlos, obwohl sie ein Milliardenpotenzial für Bund, Kommunen und Bürger aufzeigt?

Offenbar, weil sie den Plänen von Wirtschaftsministerin Reiche Wind und Sonne aus den Segeln nimmt. Dass es weder eine Pressekonferenz noch große Kommunikation gab, dürfte deshalb kaum Zufall sein. Schließlich liefert die Analyse Argumente, die nicht zum politischen Kurs der Bundesregierung passen, der wie so oft auf eine Legislaturperiode und Kurzfristigkeit ausgelegt ist.

Dabei beweisen mehrere Orte schon heute, dass die Rechnung aufgehen kann. Dardesheim (Stadt Osterwieck), Feldheim (Stadt Treuenbrietzen), Lichtenau (Westfalen), Wilstedt und Wunsiedel zeigen etwa, dass die Energiewende nicht nur Strom produziert, sondern auch Wohlstand und Unabhängigkeit bringt.

Denn: Günstigere Energiepreise, zusätzliche Steuereinnahmen, finanzielle Beteiligungen für Bürger und mehr Unabhängigkeit sind dort längst Realität. Windräder werden dort von einem vermeintlichen Landschaftsproblem zu einem echten Wirtschaftsfaktor.

Zugegeben: Dieser Wohlstand lässt sich nicht gleichmäßig verteilen. Windreiche Regionen im Norden profitieren beispielsweise stärker von der Windkraft, während der Süden vor allem mit Photovoltaik auf Hausdächern aufholt. Doch genau das ist auch die Botschaft der Studie. Denn viele ländliche und strukturschwache Regionen könnten zu den großen Gewinnern der Energiewende gehören. Vorausgesetzt: Sie wollen wirklich und lassen sich nicht von der Fossillobby einlullen.

Stimmen

  • Frederick Sixtus, Co-Autor der Studie und Projektkoordinator am Berlin-Institut, in einem Statement: „Überall in Deutschland gibt es bereits Pionierregionen, die den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur unterstützen, sondern als strategischen Hebel für ihre eigene Entwicklung nutzen. Diese Vorbilder zeigen, was möglich ist. Wenn die Regionen voneinander lernen, wird die Energiewende für alle zum wirtschaftlichen Gewinn.“ Steven Salecki, ebenfalls Co-Autor der Studie und Volkswirt am IÖW, ergänzt: „Finanzielle Beteiligungsmodelle, Bürgerenergiegesellschaften und kommunale Investitionen könnten dafür sorgen, dass mehr Wertschöpfung vor Ort bleibt und mehr Anwohnerinnen von der Energiewende profitieren. Das kann außerdem die Akzeptanz erhöhen.“
  • Kritiker werfen Katherina Reiche (CDU) vor, mit ihren Plänen den Ausbau der erneuerbaren Energien auszubremsen. Die Wirtschaftsministerin will das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reformieren und in einigen Regionen einen Baustopp für Windräder und Solaranlagen verhängen. Reiche im April 2026 dazu: „Die Erneuerbaren werden das Rückgrat unserer Stromversorgung sein. Sie sind es schon heute zum großen Teil. Aber eine Energiewende, die Systemkosten ignoriert, hat keine Zukunft. Klimaschutz ohne Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit ist politisch und wirtschaftlich nicht tragfähig. (…) Wir brauchen keine Überkapazitäten, die subventioniert ins Ausland exportiert werden, während im Inland die Preise steigen.“
  • Sven Giegold, stellvertretender Vorsitzender der Grünen im Bundestag, hat die Studie 2024 als Staatssekretär unter Robert Habeck auf den Weg gebracht. Auf LinkedIn wetterte er zur Veröffentlichung 2026: „Monatelang war diese spannende Studie in den Schubladen von Katherina Reiche verstaubt. (…) Diese Fakten, die Reiche nicht passen, verdienen Verbreitung! Diese Studie hatte ich als Staatssekretär auf den Weg gebracht. Die Wirtschaftsforschungsinstitute IÖW, IW und Berlin-Institut haben einen Top-Job gemacht. Ihre Arbeit hat es nicht verdient, monatelang zu verschwinden. Es geht hier auch um Steuergelder! Katherina Reiches Bundeswirtschaftsministerium hat die Studie ohne jeden Kommentar und ohne jede Wertschätzung für die Arbeit der Wissenschaftler*innen online gestellt. Das ist schlechter Stil. Kommt da noch was?“

Netzausbau statt Ausbaustopp: Was jetzt passieren muss

Rund um den Ausbau erneuerbarer Energien wird seit Monaten ein Gegensatz aufgebauscht, der keiner sein müsste. Ja: Die Stromnetze und Erneuerbaren müssen Hand in Hand gehen. Das heißt aber nicht, dass man den Ausbau von Windrädern und Solaranlagen an den schleppenden Netzausbau anpassen muss.

Allein schon angesichts des wirtschaftlichen Potenzials, das die Studie aufzeigt, sollte es doch vielmehr andersherum sein – zumal die deutschen Netzbetreiber aktuell Rekord-Renditen scheffeln und sich auch auf Kosten von Verbrauchern und Steuergeldern die Taschen füllen.

Wer mehr Ausgewogenheit fordert, sollte deshalb nicht den Ausbau der Erneuerbaren bremsen, sondern endlich mal die Netzbetreiber stärker in die Pflicht nehmen. Denn diese spielen beim Umbau des Energiesystems eine Schlüsselrolle, produzieren aber horrende Gewinne statt Wertschöpfung zu schaffen.

Dabei krankt die Debatte ohnehin schon allzu oft an Kurzsichtigkeit. Doch: Energiepolitik ist kein Quartalsbericht, sondern eine Investition in die nächsten Jahrzehnte. Sinkende Erzeugungskosten, mehr Versorgungssicherheit und weniger Abhängigkeit von Energieimporten sprechen langfristig klar für den Ausbau der Erneuerbaren.

Hinzu kommen Milliarden an zusätzlicher Wertschöpfung für Städte, Gemeinden, Bürger und auch den Staat. Die Aufgabe besteht deshalb nicht darin, den Ausbau auszubremsen, sondern Speicher, Netze und Infrastruktur endlich so schnell auszubauen, dass möglichst keine Kilowattstunde mehr ungenutzt verloren geht und potenzielle Milliardeneinnahmen verpuffen.

Selbst wenn die kolportierte Wertschöpfung der Studie nur bei der Hälfte läge, würde es sich bereits lohnen, beim Netzausbau aufs Tempo zu drücken. Und: zu investieren! Dabei haben wir jetzt noch nicht einmal über den Klimawandel gesprochen, sondern allein über wirtschaftliche Vernunft.

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Studie belegt: Solaranlagen fallen bei Extremhitze fast komplett aus

21. Juli 2026 um 05:45

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Solaranlagen Hitze Photovoltaik Extremhitze

Der Klimawandel gefährdet zunehmend die europäische Stromversorgung, da extreme Sommertemperaturen nachhaltige Infrastruktur belasten. Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass Solaranlagen bei Hitze massive Leistungseinbrüche von bis zu 90 Prozent erleiden können. 

Ein Forscherteam der Universität Évora in Portugal hat die Auswirkungen extremer Hitzephasen auf Solaranlagen auf der Iberischen Halbinsel in den Jahren 2024 und 2025 untersucht. Dafür analysierten die Wissenschaftler die reale Leistung von drei unterschiedlichen Photovoltaikanlagen in Portugal und Spanien, um die betriebliche Leistung und klimabedingte Resilienz von Photovoltaikanlagen unter realen Bedingungen zu messen.

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede beim Ertrag – in Theorie und Praxis. Sie sind dahingehend relevant, da durch den Klimawandel die Temperaturen am Boden in diesem Gebiet seit 1979 teils signifikant angestiegen sind.

Bis zum Jahr 2100 prognostizieren Klimamodelle für europäische Landflächen im schlimmsten Fall zudem einen weiteren Temperaturanstieg von bis zu 8,5 Grad Celsius. Wirtschaftlich drohen immense Schäden, denn die klimabedingten Risiken in Europa könnten bis in die 2080er Jahre jährliche Kosten von rund 40 Milliarden Euro verursachen.

Warum Solaranlagen bei Hitze kollabieren

In der Praxis sinkt die Effizienz von PV-Anlagen um 0,3 bis 0,5 Prozent pro Grad Celsius, sobald die Lufttemperatur die Marke von 25 Grad Celsius überschreitet. Während extremer Hitzewellen mit bis zu 49 Grad Celsius erwärmen sich die Moduloberflächen auf über 70 Grad Celsius.

Das beschleunigt die Alterung der Panels. In den heißesten Nachmittagsstunden führt dies zu einem kritischen Einbruch der Performance um bis zu 90,44 Prozent. Denn wird es zu heiß, schalten sich die Wechselrichter zum Selbstschutz ab.

Diese stündlichen Ausfälle wirken sich besonders auf die Infrastruktur aus. Das gefährdet auch die Netzstabilität. Zudem sind kurzfristige Hitzeeinbrüche oft nicht in den klassischen Planungsdaten transparent dargestellt. Die Studienautoren schreiben dazu:

In Planungs- und Vertragsfragen bedeutet dies, dass die Erwartungen des Entwurfsjahres das hitzebedingte Betriebsrisiko systematisch unterschätzen.

Neue Lösungsansätze für die solare Infrastruktur

Trotz der großen stündlichen Einbrüche zeigen Solarparks eine hohe regenerative Resilienz. Denn die Systeme erholen sich spätestens einen Tag nach dem Erreichen des Tiefpunkts. Um besser für die Zukunft zu planen, empfiehlt die Studie, klassische Simulationsdaten durch ereignisbasierte Stresstests auf Basis hochauflösender Reanalysedaten wie ERA5-Land zu ergänzen.

Diese frei verfügbaren Datensätze weisen eine hohe Übereinstimmung mit realen Messstationen auf und ermöglichen eine präzise Risikoanalyse. Neben besseren Daten sollten Anlagenbetreiber auch operative Schutzprotokolle anpassen. Dies passiert etwa durch die bessere Belüftung der Wechselrichter oder zusätzliche thermische Leistungsreserven.

Denn gerade Begleiterscheinungen des Klimawandels, wie Staubstürme und Waldbrandrauch, dämpfen die globale Strahlung zusätzlich und senken die Effizienz der Module.

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Podcast: Politik in der Floskel-Falle – wenn KI sogar überzeugender klingt

10. Juli 2026 um 08:45

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BREAK THE WEEK Podcast

BREAK/THE WEEK ist dein wöchentlicher Tech-Talk von BASIC thinking, der dich hinter die Kulissen der Tech-Welt nimmt. In der neuen Ausgabe diskutieren wir über ein drohendes Solar-Chaos in Deutschland, Netflix-Entscheidungsmüdigkeit und warum KI authentischer klingt als Politiker .

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Die Themen dieser Ausgabe:

  • Berlins digitales Mietregister: Bundesweit erste Datenbank gegen Mietwucher
  • Amazon entfernt KI-synchronisierten Film nach Nutzerprotesten
  • Solarenergie spart Deutschland 20 Milliarden Euro Importkosten
  • Netflix-Entscheidungsmüdigkeit: Mehrere Tage Lebenszeit fürs Scrollen
  • EEG läuft Ende 2026 aus – droht ein Solar-Chaos?
  • Studie: KI-Antworten wirken authentischer als die echter Politiker
  • Yes or No: KI-Smartphones, Social-Media-Missbrauch und mehr

Wenn du keine neue Ausgabe von BREAK/THE WEEK verpassen willst, kannst du den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Audible, YouTube oder Deezer kostenlos abonnieren. Mit einem Abo und einer positiven Rezension auf den Podcast-Plattformen unterstützt du unsere Arbeit. Vielen Dank!

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Sicherheitslücke bei Hoymiles-Wechselrichtern erlaubt Angriffe auf Solaranlagen

09. Juli 2026 um 20:09

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Sicherheitslücken bei Wechselrichtern

Der Boom von Balkonkraftwerken und Solaranlagen sorgt für grüne Energie im eigenen Vorgarten. Doch eine aktuelle Untersuchung offenbart erhebliche IT-Sicherheitslücken bei Wechselrichtern des Marktführers Hoymiles. Betroffen sind Hunderttausende Anlagen in ganz Europa, die sich im schlimmsten Fall unbefugt aus der Ferne manipulieren lassen. Die Entdeckungen zeigen, wie verwundbar die dezentrale Energiewende aktuell aufgestellt ist.

Ein Sicherheitsforscher hat in enger Zusammenarbeit mit dem Chaos Computer Club (CCC) eklatante Mängel bei sogenannten Mikrowechselrichtern nachgewiesen. Die Schwachstellen betreffen die weitverbreiteten Balkon- und Dachsolaranlagen des chinesischen Herstellers Hoymiles. Das Unternehmen ist kein kleiner Fisch auf dem Markt, sondern besitzt nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 20 Prozent in Europa.

Die betroffenen Komponenten steuern die Einspeisung des gewonnenen Stroms und kommunizieren völlig ungeschützt über die Funkfrequenzen von 868 Megahertz sowie 2,4 Gigahertz. Weil grundlegende Sicherheitsstandards bei der Datenübertragung fehlen, könnten bei einer großflächigen Ausnutzung der Schwachstellen plötzliche Leistungseinbrüche im Gigawatt-Bereich drohen.

Während der CCC dies als systemisches Risiko für die Infrastruktur einordnet, winken die Aufsichtsbehörden ab. Begründet wird, dass die Netzbetreiber diese Ausfälle auffangen könnten.

Warum die Sicherheitslücken bei Hoymiles-Wechselrichtern so gefährlich sind

Das Ganze funktioniert technisch gesehen relativ simpel, da laut dem Bericht die vermeintlich geheimen digitalen Schlüssel zur Steuerung der Solaranlagen über Hoymiles-Wechselrichter völlig ungeschützt sind. Als geheimer Schlüssel zur Fernsteuerung der Hoymiles-Prozessoren dient ab Werk lediglich die Seriennummer des jeweiligen Geräts. Wer diese Nummer besitzt, hat im Grunde schon fast Zugriff.

Durch eine nicht dokumentierte Firmware-Funktion, einen sogenannten Rundruf, sendet jeder Wechselrichter in der Umgebung seine eigene Seriennummer unverschlüsselt in den Äther. Angreifer könnten diese IDs mit minimalem Fachwissen und geringen Kosten im Vorbeifahren abfangen. PV-Anlagen in ganzen Nachbarschaften ließen sich so mit billigen Bauteilen aus dem Fachgeschäft manipulieren.

Sobald die Seriennummer abgefangen wird, lässt sich die vollständige Kontrolle über die Inverter übernehmen. Unbefugte könnten die Geräte dann nach Belieben umkonfigurieren, die Firmware komplett löschen oder Schadsoftware aufspielen, um die Hardware dauerhaft physisch zu zerstören. Die erforderliche Angriffshardware lässt sich für koordinierte Attacken aus der Luft sogar problemlos auf eine Drohne montieren.

Das systemische Risiko für die kritische Infrastruktur

Ein weiteres drastisches Szenario ergibt sich laut CCC daraus, dass der Hoymiles Kunden aktiv in die Cloud drängt, von der aus theoretisch Hunderttausende Dachsolarkraftwerke zentral aus dem Ausland abgeschaltet werden könnten. Der rasante Ausbau von Balkonsolaranlagen erfolgt derzeit in einer Art „Wild-West-Manier“, bei der Anbieter geduldet werden, die fundamentalen IT-Sicherheitsstandards zu ignorieren.

Hoymiles reagierte im Rahmen des verantwortungsvollen Offenlegungsprozesses (oder auch „Responsible Disclosure“) irritiert bis gar nicht und stellte bisher keinen Sicherheits-Patch bereit. Auch staatliche Aufsichtsbehörden lehnen ein regulatorisches Einschreiten ab. Die Begründung der Behörden hinterlässt einen Beigeschmack: Die Netzbetreiber könnten potenzielle Leistungseinbrüche im Ernstfall ja einfach auffangen. CCC-Sprecher Dirk Engling betonte die Dringlichkeit der Lage und ordnete den Fall kritisch ein:

Schluss mit dem Wilden Westen im IoT. Dieser Fall ist ein praktisches Lehrstück dafür, warum ‚Kritische Infrastruktur‘ nicht erst bei großen Kraftwerken beginnt, sondern bereits im Vorgarten. Wenn Tausende Anlagen per Rundruf abgeschaltet werden können, ist das ein systemisches Risiko.

Sicherheitslücken bei Wechselrichtern: Was Betreiber tun können

Wer eine originale Datenübertragungseinheit (DTU) von Hoymiles betreibt, sollte unverzüglich ein starkes Passwort setzen. Das schafft zumindest eine minimale Hürde für Gelegenheitsangreifer, bietet jedoch keinen vollständigen Schutz. Das Paradoxe daran ist, dass ein Passwort das unbefugte Aufspielen einer fremden Firmware über die Funkschnittstelle nicht verhindert.

Angesichts dessen ruft der CCC die OpenDTU-Community und unabhängige Sicherheitsforscher dazu auf, gemeinschaftlich einen Open-Source-Patch oder eine alternative Firmware für die Funkmodule zu entwickeln. Ziel ist eine verlässliche Lösung, die auf echter Kryptografie wie dem Advanced Encryption Standard (AES) basiert. Zur Wahrung der technologischen Souveränität muss die Steuerung von Energieanlagen dauerhaft lokal und sicher möglich sein, anstatt von ausländischen Cloud-Servern abzuhängen.

Anlagenbetreiber sollten die „Blackbox“ im eigenen Stromkasten ab jetzt kritisch hinterfragen, aufmerksam bleiben und nach Möglichkeit auf transparente Open-Source-Lösungen setzen. Gleichzeitig steht die Politik in der Pflicht: Der CCC fordert bereits ein EU-weites Verbot der Marktzulassung für Geräte, die Firmware-Updates ohne Authentifizierung via Funk akzeptieren.

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80 Transaktionen pro Sekunde: Was Grok 4.5 beim Coding wirklich verändern soll

09. Juli 2026 um 13:25
Mit Grok 4.5 liefert SpaceXAI das bisher beste eigene KI-Modell, welches neben Cursor trainiert wurde und vor allem in den Bereichen Coding und agentische Aufgaben performen soll. Das hat einen stichhaltigen Grund.weiterlesen auf t3n.de

Volkswagen heuert 100 Schafe an - als Rasenmäher auf Solarfarm

09. Juli 2026 um 11:21
Energie, Stromversorgung, Strom, volkswagen, Solar, Solarenergie, Solarfeld, Poznan, Posen, Quanta Energy Volkswagen wählt für die Grünflächenpflege eines großen Solarparks in Polen einen unkonventionellen Weg. Anstelle von elektrischen Rasenmähern übernehmen Schafe die Arbeit. Das Projekt liefert zudem Daten für die Wissenschaft. (Weiter lesen)

Deutschland droht Solar-Chaos – weil die Politik ein Gesetz verpennt

08. Juli 2026 um 11:00

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EEG Solar-Chaos Gesetz Reiche Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) läuft Ende 2026 aus. Ein Nachfolger ist bislang nicht in Sicht. Eigentlich wollte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) noch vor der Sommerpause einen Entwurf vorlegen. Doch die Koalition streitet über zentrale Punkte, Brüssel wartet auf eine Anpassung an EU-Vorgaben und die Solar- und Windbranche schlägt zunehmend Alarm. Eine kommentierende Analyse.

Warum das EEG reformiert werden muss

  • Eigentlich wollte die Bundesregierung bis zum Sommer einen Gesetzesentwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) präsentieren. Der Grund: Wenn die Energiewende in Deutschland nicht zum Erliegen kommen soll, muss bis zum 1. Januar 2027 ein neues Gesetz in Kraft treten. Das EEG regelt im Prinzip die gesamte deutsche Energiewende: von Förderungen über Ausbauziele bis hin zu Ausschreibungsverfahren. Da ein neues Gesetz noch mit der EU abzustimmen und durch den Bundesrat zu bringen wäre, wollte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eigentlich noch vor der parlamentarischen Sommerpause einen Entwurf vorlegen. Diese beginnt am 11. Juli und geht bis zum 6. September 2026.
  • Seitdem die Förderung des EEG komplett aus dem Bundeshaushalt finanziert wird, braucht die Bundesregierung für ein neues Gesetz eine sogenannte beihilferechtliche Genehmigung der EU-Kommission. Denn: Diese läuft Ende 2026 aus. Brüssel verlangt für eine Verlängerung, dass Deutschland sein Fördersystem an die neuen europäischen Vorgaben anpasst. Diese zielen vermehrt auf marktorientierte Instrumente anstatt auf eine rein staatliche Förderung. Darunter: langfristige Stromverträge, Wettbewerbsausschreibungen und eine Direktvermarktung.
  • Das Bundeswirtschaftsministerium will die Förderung für neue, kleine Solaranlagen laut einem geleakten Arbeitsentwurf einstellen. Sprich: private Betreiber von Solaranlagen sollen keine Einspeisevergütung mehr erhalten. Netzbetreiber müssten sich zudem nicht mehr verpflichten, Strom abzunehmen. Anlagenbetreiber sollen sich stattdessen selbst einen Abnehmer suchen und mindestens 50 Prozent des erzeugten Stroms verbrauchen. Für Solaranlagen mit weniger als sieben Kilowatt installierter Leistung soll ein intelligenter Stromzähler bis Ende 2028 Pflicht werden. Eine berechtigte Befürchtung: Ein Rückgang beim Solarausbau, der tausende Jobs gefährdet.

Berlin blockiert sich selbst

Das Problem ist längst nicht mehr nur, was im neuen EEG stehen soll, sondern ob es überhaupt noch rechtzeitig kommt. Selbst wenn das Wirtschaftsministerium morgen einen Entwurf vorlegt, beginnt die eigentliche Arbeit erst. Denn Kabinett, Bundestag, Bundesrat sowie Brüssel müssen zustimmen.

Heißt konkret: Die Uhr tickt – und zwar unerbittlich und zuverlässiger als so mancher Politiker. Doch dass die Reform festhängt, liegt weniger an Europa als an Berlin. Denn die Pläne aus dem Wirtschaftsministerium sorgen nicht nur in der Opposition und der Branche der Erneuerbaren für Proteste, sondern auch innerhalb der eigenen Regierung.

Die SPD stemmt sich etwa gegen zentrale Punkte. Und sogar das CSU-geführte Landwirtschaftsministerium hat Bedenken in puncto Biogas geäußert. Wirtschaftsministerin Reiche koppelt die EEG-Novelle zudem an das ebenfalls stockende Netzpaket, offenbar um Druck auszuüben und ihre Inhalte durchzusetzen. Funktioniert hat das bislang aber nicht.

Stattdessen sind sowohl Verbraucher als auch die Solar- und Windbranche die Gelackmeierten, weil niemand weiß, worauf man sich einstellen muss. Es wäre deshalb durchaus sinnvoll, das EEG vom Netzpaket zu trennen und offene Streitfragen später zu klären, anstatt zu taktieren.

Stimmen

  • Holger Hennies, Präsident des Berufsverbands Landvolk Niedersachsen, in einem Brandbrief an Bundeskanzler Friedrich Merz: „Da das aktuelle Erneuerbare-Energien-Gesetz nur noch bis Ende 2026 gilt, braucht es dringend eine Anschlussregelung, damit ab Anfang 2027 in Betrieb gehende Anlagen überhaupt eine Förderung erhalten. (…) Die sich hieraus ergebenden Unsicherheiten behindern dringend notwendige Investitionen in eine zukunftsfähige Energieversorgung. Planungssicherheit für Investoren, Projektentwickler und Anlagenbetreiber ist unverzichtbar. (…) Biogas ist die einzige erneuerbare Energie, die dauerhaft speicherbar, bedarfsgerecht steuerbar und zugleich bei Stromausfall schwarzstartfähig ist.“
  • In einem Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums, der Ende Februar 2026 geleakt wurde, heißt es: „Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende transparent, planbar und pragmatisch zum Erfolg zu bringen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das zentrale Instrument, um eine treibhausgasneutrale Stromversorgung auf Basis eines wachsenden Anteils erneuerbarer Energien zu erreichen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll stetig, kosteneffizient, umweltverträglich und netzverträglich erfolgen. Das EEG bedarf aus einer Reihe von Gründen einer grundlegenden Neuordnung.“
  • Sandra Detzer, Bundestagsabgeordnete der Grünen, bittet den Vorsitzenden des Ausschusses für Wirtschaft und Energie, Wirtschaftsministerin Reiche zum nächsten Ausschuss zu zitieren: „Die Arbeitsverweigerung von Katherina Reiche bedroht milliardenschwere Investitionen und Tausende Arbeitsplätze. Die Uhr tickt. Es braucht schnellstens ein neues EEG, das alte läuft Ende des Jahres aus. Diese Entwicklung besorgt uns zutiefst: Ohne eine beschlossene und bis Ende des Jahres beihilferechtlich genehmigte Anschlussregelung droht ein massiver Einbruch des Ausbaus erneuerbarer Energien.“

Ohne EEG droht ab 2027 ein Solar-Chaos

Je länger die Regierung bei ihrer geplanten EEG-Reform rumkrebst, desto größer wird der Schaden sein. Viele Verbraucher und Akteure aus der Branche der erneuerbaren Energien sind bereits verunsichert. Wer beispielsweise über eine Solaranlage nachdenkt, weiß nicht, welche Regeln künftig gelten. Viele werden deshalb vermutlich erst einmal abwarten. Für die Branche der Erneuerbaren, die von kontinuierlichen Aufträgen lebt, ist das Gift.

Kommt das neue EEG nicht rechtzeitig, droht aber nicht nur ein politischer Imageschaden. Denn ohne neue Rechtsgrundlage dürfen auch keine neuen Förderungen und Ausschreibungen mehr starten. Bestehende Anlagen wären davon zwar nicht betroffen. Neue Projekte könnten hingegen zunächst einmal auf Eis liegen. Nicht unbedingt, weil sie sich wirtschaftlich nicht rechnen, sondern weil Banken ohne staatliche Absicherung deutlich vorsichtiger finanzieren.

Will heißen: Aus einem Gesetzesstau könnte schnell ein Investitionsstau werden. Für Verbraucher bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit. Wer sich bereits für eine Photovoltaikanlage entschieden hat, dürfte mit der Installation 2026 noch auf der sicheren Seite sein. Wer aber erst später bauen will oder kann, sollte den Eigenverbrauch möglichst hoch ansetzen. Das größte Problem bleibt aber die Politik. Denn: Die Energiewende scheitert nicht an mangelnder Technologie, sondern an politischem Geplänkel.

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100 Euro sparen: So sicherst du dir den besten Preis auf den EcoFlow Stream 5000

08. Juli 2026 um 09:30

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EcoFlow Stream 5000

Mit der neuen EcoFlow Stream-Serie bringt der Hersteller ein leistungsstarkes Balkonkraftwerk mit Speicher auf den Markt und Powerness legt eine gestaffelte Launch-Aktion obendrauf. Wer jetzt die Zeit nutzt, spart bis zu 100 Euro gegenüber späteren Preisen und erhält zusätzlich wertvolles Gratis-Zubehör. Wir zeigen dir, was du dafür machen musst.

Warum sich frühe Registrierung für die EcoFlow Stream 5000 lohnt

Die Preisstrategie zur Einführung der EcoFlow Stream 5000 ist klar gestaffelt. Powerness teilt den Marktstart in drei Phasen auf: eine reine Warm-up-Phase für E-Mail-Registrierungen, eine Pre-Sale-Phase mit Vorbestellungen und eine reguläre Verkaufsphase ab Mitte September. Dadurch hängt der endgültige Preis direkt davon ab, wann sich Interessenten registrieren und bestellen.

In der Warm-up-Phase vom 22. Juni bis 12. August steht auf der Produktseite noch kein „In den Warenkorb“-Button. Stattdessen konzentriert sich alles auf die Anmeldung über das Formular. Dieser Schritt ist entscheidend, denn damit wird der beste spätere Preis gesichert und der liegt 100 Euro unter dem künftigen Pre-Sale-Early-Bird-Preis.

Aktuell sind folgende Preisstufen geplant:

  • EcoFlow Stream 5000: jetzt 1.299 Euro, ab 13. August 1.399 Euro
  • EcoFlow Stream AC 5000: jetzt 1.199 Euro, ab 13. August 1.299 Euro
  • EcoFlow Stream EB 5 kWh: jetzt 999 Euro, ab 13. August 1.099 Euro
  • EcoFlow Stream Gateway: jetzt 299 Euro, ab 13. August 399 Euro

Die Registrierung über die Powerness-Aktionsseite zur EcoFlow Stream-Serie ist damit der Schlüssel, um sich den niedrigsten Einstiegspreis zu sichern, bevor die Vorbestellungen starten.

Jetzt EcoFlow Stream 5000 Deal vormerken

Warm-up-Phase: 100 Euro Vorteil + 3 % Extra-Rabatt + Gratis-Zubehör

In der Warm-up-Phase geht es darum, sich frühzeitig zu positionieren. Wer sich jetzt registriert, profitiert gleich mehrfach: Der spätere Kaufpreis liegt 100 Euro unter dem Pre-Sale-Early-Bird, und Powerness ergänzt die Aktion um weitere Vorteile für Bestellungen, die eine Stream 5000 oder Stream AC 5000 enthalten.

Zu den geplanten Konditionen der Warm-up-Phase gehören:

  • 100 Euro günstiger als der kommende Pre-Sale-Early-Bird-Preis
  • Zusätzliche 3 % Rabatt auf Powerness.de bei Zahlung per Banküberweisung
  • Kostenloser Smart Meter V2 für präzises Monitoring des Stromverbrauchs
  • Kostenlose 140-W-Powerstation als mobiles Extra für unterwegs

Diese Vorteile gelten für Bestellungen, die die Stream 5000 oder die Stream AC 5000 enthalten. In der Warm-up-Phase selbst wird noch nichts gekauft. Aber die Registrierung legt die Basis, um diese Konditionen in der anschließenden Vorverkaufsphase abrufen zu können.

Pre-Sale-Phase: Vorbestellen und Launch-Boni mitnehmen

Zwischen dem 13. August und 15. September wechselt Powerness in die Pre-Sale-Phase. In diesem Zeitraum lassen sich die EcoFlow Stream 5000, die Stream AC 5000, die Erweiterungsbatterie EB 5 kWh und das Stream Gateway direkt im Shop vorbestellen. Es gilt dann das Early-Bird-Preisniveau, das nach oben klar von den regulären Preisen ab Mitte September abgegrenzt ist.

Wichtig: Laut aktuellem Plan bleiben der kostenlose Smart Meter V2 und die 140-W-Powerstation auch in dieser Phase als Gratis-Zugabe für Bestellungen mit Stream 5000 oder Stream AC 5000 erhalten. Wer sich bereits in der Warm-up-Phase eingetragen hat, geht damit in der Regel aus einer besonders günstigen Ausgangsposition in den Pre-Sale, inklusive klarer Preisuntergrenze und Zugriff auf das Zubehörpaket, solange der Vorrat reicht.

Nach dem 15. September endet der Vorverkauf, die Preise ziehen an und die Aktion mit kostenlosem Zubehör ist an das begrenzte Aktionsfenster gebunden.

Ab Mitte September: Lieferung, Self-Pickup und reguläre Preise

Ab Mitte September beginnt EcoFlow mit Lieferungen, und Powerness startet die Abwicklung der Self-Pickup-Bestellungen. Während die Preise dann auf das reguläre Niveau wechseln, liegt der Vorteil für früh registrierte Käufer in bereits gesicherten Early-Bird-Konditionen und einer priorisierten Versorgung.

Besonders interessant für alle, die nicht auf eine Spedition warten möchten: Das Self-Pickup-Netzwerk wurde auf neun Standorte erweitert. Abholung ist unter anderem in Mönchengladbach, Weinheim, Berlin, Hamburg, Tuningen, Riegelsberg, München, Westerkappeln und Kassel möglich. Damit lässt sich das System zeitnah nach Eintreffen der Ware vor Ort übernehmen. Ein Pluspunkt für alle, die ihr Balkonkraftwerk mit Speicher rechtzeitig vor der dunkleren Jahreszeit in Betrieb nehmen möchten.

EcoFlow Stream 5000: Bundle-Optionen im Überblick

Wer gleich das komplette Paket möchte, wird bei Powerness ebenfalls fündig. Dort sind verschiedene Bundle-Kombinationen erhältlich, die die Stream 5000 mit Solarpanelen, Erweiterungsbatterie oder Stream Gateway kombinieren. Die Preise variieren je nach Abholungs- oder Lieferoption:

  • Stream 5000 + 4 x 500-W-Solarpanel: ab 1.449 Euro (Abholung) / ab 1.599 Euro (Lieferung)
  • Stream 5000 + 6 x 500-W-Solarpanel: ab 1.599 Euro (Abholung) / ab 1.799 Euro (Lieferung)
  • Stream 5000 + 8 x 500-W-Solarpanel: ab 1.759 Euro (Abholung) / ab 1.959 Euro (Lieferung)
  • Stream 5000 + Stream EB 5 kWh (Erweiterungsbatterie): ab 2.139 Euro (Abholung) / ab 2.259 Euro (Lieferung)
  • Stream Gateway + 2× Stream 5000: ab 2.549 Euro (Abholung) / ab 2.699 Euro (Lieferung)

Alle Bundles sind direkt über die Produktseite von Powerness bestellbar. Wer sich bereits in der Warm-up-Phase registriert hat, sichert sich auch hier die günstigsten Einstiegspreise – inklusive der oben beschriebenen Aktionskonditionen.

EcoFlow Stream 5000 & Co.: Kurzüberblick über die Modelle

Zentrales Produkt der Serie ist die EcoFlow Stream 5000. Sie kombiniert einen 5,024-Wh-Speicher mit integriertem Wechselrichter, bis zu 5.000 W PV-Eingang (4 MPPT-Eingänge) und bis zu 3.000 W AC-Ausgangsleistung. 10.000 Ladezyklen, IP65-Schutzklasse, ein Geräuschpegel von unter 30 dB und eine Garantie von 10 Jahren machen das System klar alltagstauglich und langfristig ausgelegt.

Die EcoFlow Stream AC 5000 setzt auf dieselbe Speicherkapazität, verzichtet aber auf einen integrierten Wechselrichter. Sie eignet sich damit besonders für Nutzer, die bereits eine passende elektrische Infrastruktur besitzen oder eine flexible Integration in bestehende Systeme planen. Die EcoFlow Stream EB 5 kWh dient als Erweiterungsbatterie und ermöglicht modulare Ausbaupfade bis hin zu 90 kWh Gesamtkapazität, wenn mehrere Türme mit bis zu zwei Stream Gateways kombiniert werden.

Das Stream Gateway fungiert als Energiezentrale: Es bündelt den Hausverbrauch, das Speichersystem und die Solareinspeisung, verteilt die Energie systemweit und ermöglicht ein zentrales Energiemanagement. Technisch sind unter anderem 9.000 W AC-Ausgang, 9.000 W AC-Eingang und bis zu 15.000 W Solar-Eingang vorgesehen.

Mehr als nur Speicher: Energiemanagement, App und Sicherheit

Die Stream-Serie richtet sich nicht nur an klassische Balkonkraftwerk-Nutzer, sondern auch an Haushalte, die ihren Speicher schrittweise zu einer echten Hausstromzentrale ausbauen möchten. Über die OASIS-3.0-Plattform und die App lassen sich unterschiedliche Betriebsmodi wählen. Vom reinen Eigenverbrauchsmodus über individuell definierte Zeitpläne bis hin zu einem KI-basierten Intelligent-Modus+, der Solarerzeugung, Strompreise, Wetterdaten und Verbrauch zusammenführt.

Parallel setzt EcoFlow auf ein umfangreiches Sicherheitskonzept. Dazu zählen intelligente Überlastprävention, automatische Abschaltung bei unsicheren Bedingungen, Überspannungsschutz für die PV-Seite, aktive Wärmeprävention und ein brandschutzoptimiertes Gehäusedesign. Zusammen mit der Möglichkeit, das System modular zu erweitern und ohne Neuverkabelung zu skalieren, entsteht eine Lösung, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich auf Langfristigkeit angelegt ist.

Fazit: Jetzt registrieren, später bestellen und den Bestpreis sichern

Entscheidend für den besten Deal ist der Ablauf in drei Schritten. Zuerst in der Warm-up-Phase E-Mail eintragen, um sich den 100-Euro-Vorteil und die Rahmenbedingungen der Aktion zu sichern. Anschließend in der Pre-Sale-Phase bestellen und das Paket aus Early-Bird-Preis, möglichem Banküberweisungsrabatt und Gratis-Zubehör nutzen. Ab Mitte September folgt dann entweder Lieferung oder Abholung in einem der neun Self-Pickup-Standorte.

Wer sein Balkonkraftwerk mit Speicher auf ein neues Level heben will, bekommt mit der EcoFlow Stream 5000 und ihren Schwestermodellen eine modulare, skalierbare Lösung mit starker App-Unterstützung. Dazu umfangreiche Sicherheitsfunktionen und über Powerness aktuell die Möglichkeit, frühzeitig zu einem deutlich reduzierten Einstiegspreis einzusteigen.

EcoFlow Stream 5000 jetzt zum Bestpreis sichern

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Perowskit-Solarzellen: Deutsche Forscher tüfteln an Langzeitstabilität

07. Juli 2026 um 05:45

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Perowskit Solarzelle Stabilität

Perowskit-Solarzellen gelten als günstige Alternative zu Silizium-Zellen. Doch wie lange halten sie wirklich? Bisherige Labortests liefern oft verzerrte Ergebnisse, weil sie Alterungsprozesse erzeugen, die in der Realität gar nicht auftreten. Ein Forscherteam des Helmholtz-Zentrums Berlin hat nun in einem 20-monatigen Freilandtest herausgefunden, welche Testmethode die tatsächliche Alterung am besten abbildet. 

Das Potenzial in der Solarbranche ist groß, da die Herstellung von Perowskit-Solarzellen in der Großserie als extrem kostengünstig gilt. Im direkten Vergleich zu herkömmlichen Silizium-Solarzellen erfordert die Produktion zudem deutlich weniger Energie.

Ein großflächiger Einsatz in der Praxis setzt jedoch voraus, dass die Module über Jahrzehnte hinweg eine konstante Leistung erbringen. Bislang lässt sich diese notwendige Beständigkeit im Außeneinsatz allerdings nicht mit absoluter Sicherheit garantieren.

Die Degradation der Perowskit-Solarzellen im Freilandtest

In einem umfassenden Freiluft-Alterungstest wurden die Module über einen Zeitraum von 20 Monaten hinweg realen Umweltbedingungen ausgesetzt. Dabei identifizierte ein Forscherteam des Helmholtz-Zentrums Berlin drei zentrale Mechanismen, die die Stabilität der Zellen beeinträchtigen: die sogenannte Phasensegregation, Kupferkorrosion sowie die Entstehung von Randmustern.

Als bedeutendster Faktor stellte sich die Phasensegregation heraus, bei der sich die chemische Materialzusammensetzung des Perowskits verändert. In der Folge bilden sich kreisförmige Domänen mit Durchmessern von wenigen Mikrometern.

Die beiden anderen Phänomene, namentlich die Kupferkorrosion und die Ausbildung spezifischer Randmuster, hängen dagegen in erster Linie mit dem gewählten Zelldesign zusammen. Sie bieten einen direkten Ansatzpunkt für künftige Optimierungen der Modularchitektur.

Laborprüfungen für Perowskit-Solarzellen auf dem Prüfstand

Um die jahrelange Alterung im Zeitraffer zu simulieren, greifen Labore standardmäßig auf künstliche Beschleunigungsverfahren zurück. Typische Betriebstemperaturen liegen hierbei im Bereich von 65 bis 85 Grad Celsius, um die chemischen Prozesse gezielt zu forcieren.

Diese etablierten Methoden bilden die echten, in der Natur stattfindenden Degradationsprozesse jedoch oft nicht fehlerfrei nach. Das Altern unter Leerlaufbedingungen bei veränderten elektrischen Vorspannungen führt zu deutlichen Abweichungen beim räumlichen Ausmaß der Korrosion.

Zudem verursachen die hohen Temperaturen von 65 bis 85 Grad Celsius im Labor einen zusätzlichen Alterungsmechanismus. Dieser tritt im kühleren, realen Außeneinsatz überhaupt nicht auf, wodurch die Testergebnisse im Ergebnis verfälscht werden.

Intensives Licht als verlässlicher Parameter

Einen vielversprechenderen Weg zeigt die Erhöhung der Lichtintensität von einer Sonne auf 2,3 Sonnen im realitätsnahen Zeitraffer-Test. Bei dieser Methode bleibt der räumliche Trend der natürlichen Alterung präzise erhalten, ohne dass künstliche Störeffekte den Prozess verzerren.

Die beschleunigte Lichtalterung fungiert somit als wertvolles Werkzeug für das schnelle Screening neuer Materialien und optimierter Zelldesigns. Auf diese Weise wird die technologische Weiterentwicklung massiv vorangetrieben. Carolin Ulbrich erklärte dazu den aktuellen Forschungsstand:

Wir haben noch nicht die perfekte Lösung für zuverlässige Prognosen der Langzeitstabilität. Aber wir sind einen Schritt weiter, wir wissen nun, dass intensiveres Licht ein Schlüsselparameter für die Beschleunigung von Alterungsprozessen ist.

Obwohl eine perfekte Lösung zur Vorhersage der Stabilität noch aussteht, rückt die weltweite Marktreife schrittweise näher. Das Potenzial für eine zukünftige Solarproduktion „Made in Europe“ ist damit greifbarer geworden.

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Balkonkraftwerk war gestern: Dieser Solarspeicher schafft 5.000 Watt Solareingangsleistung

06. Juli 2026 um 12:05
Leistungsfähigere Solarmodule stellen viele bestehende Speichersysteme vor neue Herausforderungen. Die Solarbank 4 Pro von Anker SOLIX setzt auf Erweiterbarkeit, hohe Leistung und intelligentes Energiemanagement. weiterlesen auf t3n.de

250 Milliarden Euro Klimaschäden durch deutschen Solarstrom abgewendet

03. Juli 2026 um 05:45

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Erneuerbare Energien Klimaschäden Solarstrom Ausbau

Durch Solarenergie konnten in den vergangenen 20 Jahren gigantische Mengen an Treibhausgasen eingespart werden. Solarstrom schützt aber nicht nur das Klima, sondern auch den Staatshaushalt. Allein zwischen 2020 und 2025 hat Photovoltaik Deutschland laut Umweltbundesamt Importkosten von 20 Milliarden Euro erspart und Klimafolgeschäden von bis zu 250 Milliarden Euro abgewendet.

Laut offiziellen Daten des Umweltbundesamtes wurden durch die intensive Nutzung von Solarstrom in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren rund 500 Millionen Tonnen Netto-Treibhausgase vermieden. Diese enorme Summe verdeutlicht den langfristigen Hebel, den die Solarenergie für den Klimaschutz offenbart.

Besonders bemerkenswert erscheint die Beschleunigung beim Ausbau in der jüngsten Vergangenheit. Mehr als die Hälfte dieser gesamten Emissionsminderung, rund 270 Millionen Tonnen Treibhausgase, entfiel auf den kurzen Zeitraum von 2020 bis 2025. Die Effizienz der Klimaschutzmaßnahmen hat sich also massiv erhöht. Denn in den vergangenen fünf Jahren konnten mehr Emissionen eingespart werden als in den 15 Jahren davor zusammen.

250 Milliarden Euro vermiedene Klimaschäden: So rechnet sich Solarstrom

Der beschleunigte Solar-Ausbau sorgt zudem nicht nur für weniger Luftverschmutzung, sondern schützt auch die Staatskassen vor unkontrollierbaren Folgekosten. Zwischen 2020 und 2025 wurden durch die Verdrängung fossiler Energieträger internationale Importe im Wert von rund 20 Milliarden Euro eingespart. Außerdem hat die Solarenergie laut Umweltbundesamt im selben Zeitraum volkswirtschaftliche Klimaschadenskosten von bis zu 250 Milliarden Euro abgewandt. Das sichert die ökonomische Handlungsfähigkeit künftiger Generationen.

Der Hintergrund: Rund sechs Millionen installierte Solaranlagen haben 2020 bis 2025 knapp 390 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Diese enorme Menge entlastet das deutsche Stromnetz primär dadurch, dass sie die Verbrennung in kohlendioxidintensiven Erdgas- und Steinkohlekraftwerken und damit teure fossile Spitzenlasten verdrängt.

Rekordwerte beim Solar-Ausbau im Jahr 2025

Das Jahr 2025 markiert in dieser Entwicklung einen historischen Meilenstein für die erneuerbare Infrastruktur. Die Stromeinspeisung aus Photovoltaik verzeichnete ein deutliches Wachstum von 17,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte 70,1 Milliarden Kilowattstunden.

Laut den offiziellen Statistiken des Umweltbundesamtes belief sich die Bruttostromerzeugung sogar auf insgesamt 91.591 Gigawattstunden, wodurch allein in diesem Jahr exakt 62.718.000 Tonnen CO2-Äquivalente an Treibhausgasen vermieden werden konnten. Die gesamte installierte elektrische Leistung wuchs parallel auf 119.953 Megawatt an, was den anhaltenden Trend zu massiven Kapazitätserweiterungen auf fast 120 Gigawatt widerspiegelt.

Trotz Milliardeneinsparungen: Wo die Energiewende an ihre Grenzen stößt

Trotz dieser beispiellosen Erfolge klafft in der Realität der Energiepolitik weiterhin eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Während der Anteil erneuerbarer Energien an der ins Netz eingespeisten Strommenge im Jahr 2025 stolze 58,6 Prozent betrug, steuerten konventionelle Energieträger immer noch 41,4 Prozent bei, was 181,3 Milliarden Kilowattstunden entspricht.

Die Energiewende stagniert damit auf einem hohen Niveau, da die Strommenge aus erneuerbaren Quellen im Jahresvergleich nahezu unverändert blieb, während konventionelle Energieträger um 3,6 Prozent zulegten. Die Photovoltaik-Branche agiert folglich in einem volatilen Marktumfeld, das stark von den wechselnden Signalen zwischen Investitionsboom und regulatorischen Bremsen betroffen ist.

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