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Die Festgeldkonten mit den höchsten Zinsen

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In Zeiten wirtschaftlicher Krisen und erratischer Märkte bietet das Festgeld eine gewisse Planungssicherheit durch garantierte Zinsen. Auch wenn das Zinsniveau im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist, bieten diese Festgeldkonten noch immer attraktive Renditen.

Festgeldkonten sind so etwas wie ein digitaler Sparstrumpf oder ein Haufen Scheine unter der Matratze. Allerdings ohne das Risiko, dass ein Dieb zugreift oder die Motten das Ersparte fressen. Wer sein Kapital für einen fest vereinbarten Zeitraum an die Bank verleiht, erhält im Gegenzug einen garantierten Zinssatz, der vor Marktschwankungen schützt. Durch die gesetzliche Absicherung (bis 100.000 Euro) sind innerhalb der EU auch Bankenpleiten oder Einbrüche in den Tresorraum keine Gefahr.

Diese Festgeldkonten bieten die besten Renditen

Für das Handelsblatt hat das Portal FMH insgesamt siebenundfünfzig in Deutschland aktive Anbieter unter die Lupe genommen. In die Auswahl schafften es nur Institute mit einem Länderrating von mindestens A, um das Risiko für deutsche Anleger so gering wie möglich zu halten.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zinsen allgemein gesunken. Die Sätze reichen von 1,0 bis 2,75 Prozent. Damit lässt sich die Inflation zwar nicht ausgleichen, aber zumindest abmildern. Neben dem reinen Zins sollten Sparer auch auf das Kleingedruckte bei der Gutschrift achten. Während manche Banken die Erträge jährlich ausschütten, sammeln andere die Zinsen bis zum Ende der Laufzeit. Das kann zum Beispiel beim Steuerfreibetrag zu Problemen führen

Für unser Rating gehen wir beispielhaft von einer Summe in Höhe von 10.000 Euro aus, die über einen Zeitraum von 12 Monaten angelegt wird. Welche Festgeldkonten in diesem Szenario am meisten abwerfen, verraten wir in der folgenden Top Ten (via FMH).

Platz 10: Ayvens Bank

Den zehnten Platz belegt die Ayvens Bank, deren Zinssatz bei 2,35 Prozent liegt. Bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro ergibt sich nach zwölf Monaten ein Ertrag von rund 235 Euro.

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Die langsamsten Finanzämter in Deutschland

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langsamsten Finanzämter Deutschland

Wer auf seine Steuererstattung wartet, braucht bei manchen Behörden einen besonders langen Atem. Ein aktueller Bericht zeigt auf, welche Finanzämter sich am meisten Zeit lassen.

Auch wenn man nicht direkt zu Jahresbeginn aktiv werden muss, bringt ein neues Jahr immer auch eine neue Steuererklärung mit sich. Für manche Menschen heißt es dann, nachzahlen – vielen winkt aber eine Rückerstattung. Entsprechend nervenzehrend kann das jährliche Warten auf den Steuerbescheid sein. Einige Finanzämter liefern bereits nach wenigen Wochen Ergebnisse, andere ziehen den Prozesse über Monate in die Länge.

Finanzämter und ihre regionalen Unterschiede

Bei der Höhe der Rückzahlungen gibt es ein deutliches Gefälle zwischen den Bundesländern. In Hamburger werden durchschnittlich 1.615 Euro erstattet. Ganz hinten liegt Sachsen-Anhalt mit einem Schnitt von 1.124 Euro. Der nationalen Rekord für eine Einzelerstattung im vergangenen Jahr liegt bei mehr als 213.000 Euro.

Einige Steuerzahler sind besonders emsig. Die erste Steuererklärung für das Jahr 2026 wurde bereits sieben Sekunden nach dem Jahreswechsel digital übermittelt. Wirklich schneller geht es deshalb aber nicht.

Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass der Zeitpunkt der Abgabe eine entscheidende Rolle für das Tempo der Bearbeitung spielt. Wer seine Unterlagen bereits im März einreicht, wartet im Durchschnitt nur 43 Tage auf eine Rückmeldung. Im Gegensatz dazu benötigen Abgaben im August im Schnitt 80 Tage, bis sie bearbeitet werden.

Dass es auch schnell gehen kann, beweist das Finanzamt Schwalm-Eder in Schwalmstadt, das für die Bearbeitung im Schnitt nur 22 Tagen braucht. In diesem Ranking wollen wir aber auf die zehn Steuerbehörden blicken, die bundesweit am langsamsten arbeiten. Die Daten stammen vom Steuerreport 2026 von smartsteuer.

Platz 10: Burghausen

Den Einstieg in die Top Ten der langsamsten Finanzämter macht das Finanzamt Burghausen in Bayern. Hier müssen Steuerzahler im Durchschnitt 82 Tage auf ihren Bescheid warten. Der Median liegt bei 65 Tagen – das deutet bei den Steuerbescheiden auf einige Ausreißer hin, die besonders lange brauchen.

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Depotumzug: Was du unbedingt beachten solltest

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Ein Depotumzug kann Gebühren sparen – birgt aber auch Fallstricke, wenn Fristen oder steuerliche Aspekte übersehen werden. Wichtig ist, den Transfer sorgfältig zu planen. So gelingt der Wechsel reibungslos und ohne unnötige Kosten.

Eine Depoteröffnung bei einem Onlinebroker dauert heutzutage meist nur wenige Minuten. Denn die Anträge können digital ausgefüllt und per Video-Ident bestätigt werden. Sobald die Verifizierung abgeschlossen ist, wird das Depot freigeschaltet – meist sogar noch am selben Tag.

Auch ein Depotumzug stellt sich daher in der Regel als unkompliziert dar. Denn die meisten Broker bieten auch diesen Prozess komplett digital an. Dennoch gibt es beim Depotumzug einige Dinge zu beachten.

Darauf solltest du beim Depotumzug achten

Wer seine Aktien, Fonds oder ETFs in ein neues Depot übertragen möchte, muss diese nicht verkaufen. Denn es ist möglich, diese Wertpapiere direkt in ein neues Depot umzuziehen. Dabei sind jedoch einige Aspekte wichtig, die zuvor bedacht werden sollten.

Vorab solltest du vor allem überprüfen, ob deine bereits vorhandenen Assets beim neuen Anbieter handelbar sind. Auch solltest du prüfen, ob deine gewünschten Handelsplätze vorhanden sind. Der Transfer dieser Wertpapiere ist meist kostenfrei. Es können jedoch trotzdem Gebühren anfallen, über die du dich vorab informieren solltest.

Auch der zeitliche Aspekt sollte beachtet werden. Denn ein Depotumzug kann mehrere Wochen dauern – und in dieser Zeit sind deine betroffenen Wertpapiere meist nicht handelbar. Zusätzlich solltest du auf die Übertragung von Sparplänen, Freistellungsaufträgen sowie Verlustverrechnungstöpfe achten, damit dir später keine steuerlichen Nachteile entstehen.

Bevor dein altes Depot geschlossen wird, solltest du außerdem eine Datensicherung vornehmen. Wichtige Unterlagen wie Kaufabrechnungen oder steuerliche Bescheinigungen sollten lokal gesichert werden.

Depotumzug ohne Brokerwechsel

Erst kürzlich hat der Onlinebroker Scalable die Depots seiner Kunden auf eine neue Plattform transferiert. Bisher wurden diese bei der Baader Bank verwaltet, nun sind sie aber auf eine eigene Scalable-Platt­form umge­zogen.

Auch bei einem solchen Depotumzug gibt es einiges zu beachten. Dabei solltest du dich vor allem informieren, was genau automatisch transferiert wird und ob dies beispielsweise auch für Frei­stellungs­aufträge gilt.

Außerdem ist es ratsam, vor dem Depotumzug eine Datensicherung vorzunehmen. Hier können unter anderem eine Depotübersicht sowie Einstandskurse sinnvoll sein. Auch Dokumente aus dem Postfach sollten separat gespeichert werden.

Zudem solltest du Fristen während des Depotumzugs beachten. Denn hier kann es während der Umstellungs­prozesse zu Einschränkungen kommen, die Käufe und Verkäufe auf der alten Plattform einschränken.

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Die besten Kreditkarten in Deutschland

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Eine Kreditkarte bietet in aller Regel sehr viel Flexibilität. Man kann damit bequem bezahlen und muss Rechnungen in den meisten Fällen erst am Ende des Monats begleichen – oder man zahlt sie in Raten ab. In unserem wöchentlichen Ranking zeigen wir dir die zehn besten Kreditkarten in Deutschland.

Von vielen Kreditinstituten und Banken gibt es heutzutage auch Kreditkarten, doch nicht alle Angebote sind gleichermaßen attraktiv. Für Kundinnen und Kunden ist vielfach eine hohe Akzeptanz im Handel von großer Bedeutung, ebenso aber auch Flexibilität bei der Rückzahlung oder ein hoher Verfügungsrahmen. Doch auch der gebotene Service macht die besten Kreditkarten in Deutschland aus. Ein Vergleich ist also auf jeden Fall ratsam.

Doch welches sind die besten Kreditkarten in Deutschland und wie werden diese bewertet? Das Deutsche Institut für Servicequalität (DiSQ) hat genau dies ermittelt – und auf dieser Basis ergibt sich unser aktuelles Ranking mit den besten Kreditkarten in Deutschland. Die Entscheidung für das passende Angebot fällt somit deutlich leichter.

Die besten Kreditkarten in Deutschland

Letztlich zählt für Nutzerinnen und Nutzer von Kreditkarten das Gesamtpaket aus Service, anfallenden Kosten und den allgemeinen Modalitäten. Es ist daher sinnvoll, sich vor der Entscheidung für eine Kreditkarte ein Bild zu machen und zu gucken, welcher Anbieter am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt. Und das hier sind die besten Kreditkarten in Deutschland:

Platz 10: Norisbank

Die Norisbank landet in unserem Ranking auf dem zehnten Platz – die Norisbank agiert seit 2012 als reine Direktbank. Bei der Bewertung bekommt die Norisbank für ihre Kreditkarte 72,6 Punkte und damit am Ende das Urteil „gut“. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bank kann sich damit „nur“ am Ende des Rankings platzieren und anderen Anbietern den Vortritt lassen.

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Warum Strom in Deutschland so teuer ist

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Strom Strompreise Deutschland

In Deutschland zahlen Haushalte die höchsten Strompreise in Europa – rund 38 Cent pro Kilowattstunde im ersten Quartal 2025. Warum das so ist? Hinter hohen Steuern, Netzgebühren und einem Wandel bei der Energieversorgung steckt ein komplexes Geflecht, das Verbraucher auf der Stromrechnung zu spüren bekommen. Eine kommentierende Analyse.

Deutschland hat die höchsten Strompreise in Europa

  • Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte in Deutschland lag im ersten Halbjahr 2025 bei 39,92 Cent pro Kilowattstunde. Unternehmen zahlten im selben Zeitraum 19,33 Cent. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise damit leicht gesunken, jedoch noch nicht wieder auf dem Niveau von 2021 – vor dem russischen Angriff auf die Ukraine (32,82 Cent für Haushalte). Für die Industrie liegen die Strompreise wieder ungefähr auf dem Niveau von 2019.
  • Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Strompreise in Deutschland relativ hoch – die höchsten in Europa. In Ungarn fallen mit knapp zehn Cent pro Kilowattstunde die geringsten Kosten an. Der EU-Schnitt liegt bei circa 28 Cent. Hauptgrund für die Unterschiede: Steuern und Netzentgelte machen einen erheblichen Teil des Strompreises aus. In Deutschland sogar mehr als die eigentlichen Stromerzeugungskosten.
  • Erneuerbare Energien wie Windkraft und Solarenergie sind in der Stromproduktion nicht nur die günstigsten Energieträger, sondern haben am Höchstpreis gemessen auch eine relativ geringe Preisspanne (zwischen vier und 14 Cent pro Kilowattstunde). Zum Vergleich die Preisspannen anderer Energieträger pro Kilowattstunde: Kernkraft (13 bis 49 Cent), Kohle (15 bis 39 Cent), Biomasse (20 bis 32 Cent) und Gasturbinenkraftwerke (15 bis 32 Cent). Der Anteil der Erneuerbaren in Deutschland liegt bei über 50 Prozent.

Warum Strom in Deutschland so teuer ist

Strom ist in Deutschland längst mehr als nur ein Produkt. Er ist zu einem Politikum geworden. Die hohen Preise sind dabei kein Zufall, sondern Ergebnis politischer Konflikte und guter Absichten, die ins Stolpern geraten sind.

Denn: Die Strompreise in Deutschland sind nicht so hoch, weil die Stromproduktion so teuer ist, sondern weil Netzausbau, Steuern, Abgaben und Umlagen den Preis massiv aufblasen. Verbraucher müssen diese Last tragen. Gleichzeitig drücken globale Krisen und teure fossile Ersatzkraftwerke in Zeiten ohne Wind und Sonne Preis nach oben.

Die Energiewende und der Ausbau von Wind und Solar senken zwar langfristig die Erzeugungskosten, doch kurzfristig bringen wetterabhängige Erneuerbare auch Volatilität, einen teuren Netzausbau und einen hohen Bedarf an Energiespeichern mit sich. Zumindest letztere tragen sich aktuell aber überwiegend selbst.

Größtes Problem bleiben aktuell deshalb die vergleichsweise hohen staatlichen Abgaben und Umlagen. Letztlich sind die Strompreise zu einem politischen Produkt geworden. Vor allem die starren Preiszonen tragen während des schleppenden Netzausbaus zu hohen Kosten bei.

In Norddeutschland gibt es etwa Windenergie im Überfluss, die im Süden gebraucht wird. Weil die Stromnetze aber noch nicht so weit sind, diese Energie zu übertragen, werden Windräder teilweise abgeschaltet. Wobei es ein deutlich vernünftigerer Ansatz wäre, Strom lokal zu produzieren und nicht durch die halbe Bundesrepublik zu schicken. Denn auch das trägt zu hohen Kosten bei.

Stimmen

  • Laut Bundesregierung sollen zum 1. Januar 2026 die Netzentgelte für Verbraucher und Unternehmen sinken. Außerdem wurde die Stromsteuer reduziert – zunächst aber nur für Unternehmen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dazu: „Wir können nur das Geld ausgeben, das wir haben. Wir wollen die Stromkosten weiter senken, wenn wir die finanziellen Spielräume dazu haben. Diese Bundesregierung wird mit Ehrlichkeit handeln.“
  • Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission, in einem Statement: „Nur wenn wir die Ursachen der hohen Energiepreise angehen, können wir dauerhaft etwas erreichen. Das Lindern von Symptomen genügt nicht. Mit dynamischen Netzentgelten können wir Erzeugung und Verbrauch durch Preissignale lenken und somit auch eine Happy Hour für den Stromverbrauch schaffen. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn die Menschen mitgenommen werden.“
  • Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) fordert in einem Interview mit dem RND weitere Energiereformen: „Wir müssen konsequent auf dezentrale Energieerzeugung und dezentralen Energieverbrauch setzen. Bisher bekommen die Anlagenbetreiber den Strom auch dann bezahlt, wenn er nicht genutzt werden kann. Und die geplanten Kabel von Nord nach Süd werden noch Jahrzehnte brauchen. Von diesem Schwachsinn müssen wir weg.“

Netzentgelte und Stromsteuer sollen sinken

Mit Blick auf die Strompreise in Deutschland gibt es Hoffnung: Die Netzentgelte sollen sinken, neue Speichertechnologien stehen in den Startlöchern und der europäische Strommarkt soll optimiert werden, was die Preise stabilisieren könnte.

Andererseits werden Fortschritt, Energiewende und günstigere Preise gedrosselt, weil die Bürokratie schneller wächst als der Energie- und Netzausbau. Aktuell bekämpft der Staat mit seinen Subventionen die mitunter selbst verursachten Kosten-Symptome.

Doch langfristig werden die erneuerbaren Energien dafür sorgen, dass die Strompreise in Deutschland immer weiter sinken – und uns obendrein unabhängiger machen. Forderungen wie der Bau neuer Atomkraft oder Gaskraftwerke gehören derweil ins Reich der Märchen.

Denn: Sie werden weder kurz- noch langfristig helfen, sondern die Kosten sogar in die Höhe treiben. Die Politik müsste die richtigen Stellschrauben drehen, sowohl in puncto Steuern und Umlagen als auch bei der Bürokratie – und zwar vor allem mit der Einführung von Strompreiszonen.

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KI-Steuer: Die größte Umverteilung des 21. Jahrhunderts?

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KI Steuer Künstliche Intelligenz

Schon 2017 hat Bill Gates die Einführung einer Robotersteuer gefordert. Jetzt werden die Rufe nach einer KI-Steuer lauter. Doch: Wie lässt sich KI sinnvoll besteuern – und: Können wir auf diese Art und Weise unseren Sozialstaat renovieren? Eine kommentierende Analyse.

Brauchen wir eine KI-Steuer?

  • Die Steuereinnahmen des Bundes und der Länder wachsen seit Jahren. Im Jahr 2024 summierten sich die Steuereinnahmen laut Statistischem Bundesamt auf 948 Milliarden Euro. Fast zwei Drittel entfallen dabei auf die Lohn- und Einkommensteuer (403 Milliarden Euro) und die Umsatzsteuer (209,6 Milliarden Euro).
  • Die Wirtschaftsberatung PwC hat im Juni 2025 ihr jährliches AI Jobs Barometer veröffentlicht. Die Ergebnisse skizzieren ein zweigeteiltes Bild. Einerseits verdienen Angestellte mit KI-Kenntnissen doppelt so viel wie noch 2024. Andererseits werden Studienabschlüsse immer unwichtiger und die Mitarbeitenden in Jobs mit hohem KI-Einsatz müssen sich immer schneller an neue Umstände gewöhnen. Zu einer solchen Flexibilität ist der Mensch evolutionär nicht gebaut.
  • Mit der Idee zu einer KI-Steuer werden auch gleich die mahnenden Stimmen laut. Eine solche europaweite Besteuerung könnte dazu führen, dass die Innovationen gebremst werden. Dem widerspricht der schweizerische Steueranwalt Xavier Oberson deutlich. Er argumentiert: Wenn Firmen aufgrund von Innovationen hohe Gewinne erzielen, zahlen sie auch heute schon Steuern. Trotzdem stellen sie deshalb den Erfindergeist nicht ein.

KI-Steuer: Umverteilung der Steuerlast

Die Kosten für die Finanzierung unseres Sozialstaats steigen. Durch eine alternde Bevölkerung benötigen wir ein größeres, feingliedriges Gesundheitssystem. Auch unser Rentensystem braucht dringend eine Überarbeitung, die mit Kosten in Milliardenhöhe verbunden ist. Und auch die Herausforderungen im Bereich der Arbeitslosenversicherung werden durch KI nicht geringer.

Die Herausforderung dabei: Bislang werden viele Steuersubventionen und Investitionen des Staats durch die Einkommens- und Lohnsteuer finanziert. Die Arbeitnehmer sind in Deutschland für fast 50 Prozent der Steuereinnahmen verantwortlich – in den USA sind es sogar weit über 80 Prozent.

Wenn jedoch immer mehr Jobs durch KI und humanoide Roboter ersetzt werden, sinken die Steuereinnahmen. Dadurch geraten Staaten womöglich in Schieflage. Um das Risiko des Staatsbankrotts zu minimieren, müssen die neuen Angestellten besteuert werden – über eine KI-Steuer. Das ist nicht nur fair, sondern wichtig, damit unser soziales und politisches Gefüge nicht zusammenbricht.

Stimmen

  • Schon 2021 hat sich Sam Altman, CEO von OpenAI, auf seinem Blog mit den sozioökonomischen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz beschäftigt: „Die kommende KI-Revolution wird ungeahnten Wohlstand hervorbringen. Arbeit wird in vielen Bereichen nahezu kostenlos, und die Welt verändert sich schneller, als wir es je erlebt haben. Nur durch eine ebenso mutige Politik können wir diesen Reichtum gerecht verteilen – und so den Lebensstandard der Menschen auf ein Niveau heben, das unsere Geschichte noch nie gesehen hat.“
  • In einem Interview spricht Dario Amodei, CEO von OpenAI-Konkurrent Anthropic, eine Warnung aus: „Künstliche Intelligenz könnte die Hälfte aller Einstiegsjobs im Angestelltenbereich vernichten – und die Arbeitslosigkeit in den nächsten ein bis fünf Jahren auf 10 bis 20 Prozent steigen lassen. KI-Unternehmen und Regierungen müssen aufhören, das Kommende schönzureden: die mögliche massenhafte Vernichtung von Arbeitsplätzen in Technologie, Finanzwesen, Jura, Beratung und anderen Angestelltenberufen – insbesondere bei Einstiegspositionen.“
  • Kevin O’Neal, Managing Director of New Frontiers bei der Rockefeller Foundation, äußert sich positiv zu einer KI-Steuer: „Die extremste Ausprägung wären KI-Agenten, die sich selbst konzipieren, replizieren und verwalten können. Das hieße, das Kapital würde seine eigene Arbeit verrichten. Im Rahmen der aktuellen Steuergesetzgebung würde eine solche Verschiebung die Ungleichheit vergrößern und die staatlichen Einnahmen als Anteil am BIP schrumpfen lassen. Eine KI-Steuer könnte dazu beitragen, die Wettbewerbsbedingungen zwischen Menschen und Maschinen auszugleichen.“

Mit einer KI-Steuer die Zukunft sichern?

Zurecht besteht in Deutschland und Europa die Sorge vor einer Überregulierung von neuen Technologien durch politische Eingriffe. Eine KI-Steuer ist jedoch eher mit spezifischen Steuergesetzen wie der Hundesteuer, der Mineralölsteuer oder der Tabaksteuer vergleichbar. Wer auf den Konsum verzichtet oder entsprechende Rohstoffe nicht benötigt, wird auch nicht steuerlich belastet.

Das könnte zum Beispiel bedeuten: Firmen mit vielen humanoiden Robotern (zum Beispiel: Autokonzerne in der Fertigung) zahlen eine KI-Steuer, während Krankenhäuser und Seniorenheime mit menschlichen Mitarbeitern entlastet werden. Ebenso denkbar: Für jeden produzierten oder importierten KI-Chip werden Steuern fällig. Wer viele Chips und eine hohe Rechenleistung in Anspruckünh nimmt, zahlt mehr als Geringverbraucher.

Diese Einkünfte wiederum könnten dazu genutzt werden, um Umschulungen des Arbeitsamts im KI-Sektor zu finanzieren oder die Digitalisierung unseres Gesundheitssystems zu fördern. Wenn die Energiesteuer für den Erhalt der Straßen und den Ausbau von erneuerbaren Energien eingesetzt wird, kann eine KI-Steuer dazu verwendet werden, um unsere Gesellschaft krisenfest für die KI-Zukunft zu machen.

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