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Leitendes Plastik: Forscher drucken Elektroden direkt auf die Haut

18. Januar 2026 um 06:00

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Elektroden auf der Haut

Forscher aus Schweden haben ein Verfahren entwickelt, um Elektroden in Form von leitfähigen Polymeren direkt auf biologischem Gewebe herzustellen. Statt gefährlicher Lösungsmittel oder hochenergetischer Laser kommt dabei lediglich sichtbares Licht zum Einsatz. 

Neue Forschungsergebnisse aus Schweden legen nahe, dass sich Licht verwenden lässt, um Elektroden aus leitendem Plastik zu formen. Durch die Verwendung von ungiftigen Stoffen sei ein Einsatz auf nahezu allen Oberflächen möglich. Es soll sogar möglich sein, Elektroden in Form von leitfähigen Polymeren direkt auf der menschlichen Haut herzustellen.

Studienautor Professor Xenofon Strakosas betont, dass durch den Ansatz die Herstellung von elektronischen Komponenten ohne komplizierte Geräte möglich ist. Die Forscher arbeiten bereits seit einiger Zeit an Lösungen aus leitendem Plastik – sogenannten konjugierten Polymeren –, die die gleiche Leitfähigkeit wie Metall aufweisen.

Elektroden auf der Haut: Ungiftige Polymere als Basis

Üblicherweise bestehen Polymere aus langen Kohlenwasserstoff-Ketten, wobei jede sich wiederholende Einheit als Monomer bezeichnet wird. In einem Prozess namens Polymerisation verbinden sich mehrere Monomere zu einem Polymer.

Bisher ist dieser Prozess auf giftige Stoffe angewiesen. Das schränkte den Einsatz in sensiblen Bereichen wie der Medizin massiv ein. Die Forscher entwickelten deshalb einen Ansatz, der diesen Prozess lediglich unter sichtbarem Licht möglich macht.

Die Grundlage bilden spezielle wasserlösliche Monomere, die im Labor geschaffen wurden. In der Praxis wird die Flüssigkeit mit den Monomeren auf einer beliebigen Oberfläche aufgetragen – etwa Glas oder eben der menschlichen Haut. Ein Laser oder eine haushaltsübliche LED-Lampe malen dann die klassischen Leiterbahnen auf den Stoff.

Intelligente Textilien und Datenautobahnen auf der Haut

Überreste können anschließend einfach weggewischt werden. Zurück bleiben lediglich die frisch aufgedruckten Leiterbahnen. In einem Experiment druckten die Forscher solche Elektroden auf Mäuse. Im Vergleich zu klassischen EEG-Elektroden zeigten die aufgedruckten Bahnen ein deutliches Bild der Gehirnaktivität.

In Zukunft könnte der Ansatz Datenautobahnen auf der Haut oder sogar Klamotten ermöglichen, um flexibel Informationen austauschen zu können. Die Forscher hoffen, langfristig die Sicherheit von Geräten und Systemen nachhaltig zu verbessern.

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Weltweit erste E-STATCOM: Künstliche Trägheit soll Stromnetz stabilisieren

16. Januar 2026 um 15:15

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E-STATCOM Superkondensator

TenneT und Siemens Energy haben den weltweit ersten E-STATCOM mit Superkondensatoren vorgestellt. Das Kompensator-System soll künstliche Trägheit in das deutsche Stromnetz bringen, um es zu stabilisieren und Blackouts zu vermeiden. 

Die Energiewende stellt die Stromnetze vor große Herausforderungen, da herkömmliche Kraftwerke wie Kohle- und Kernkraftwerke schrittweise abgeschaltet werden. Denn diese konventionellen Anlagen lieferten jahrzehntelang nicht nur Strom, sondern auch Stabilität, indem ihre massiven, rotierenden Generatoren die Netzfrequenz konstant bei 50 Hertz hielten.

Bei einem Anstieg der Nachfrage oder dem Ausfall eines Generators diente die kinetische Energie dieser rotierenden Massen als Puffer, der Netzbetreibern Zeit zum Reagieren verschaffte. Ohne diesen Puffer kann das Fehlen der Netzstabilität zu Geräteschäden, Kaskadenausfällen oder sogar landesweiten Stromausfällen führen.

E-STATCOM mit Superkondensatoren: Künstliche Trägheit als Stabilisator für das Stromnetz

Die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Solaranlagen, die durch Wechselrichter angebunden sind, verschärft das Problem, da diese keine Trägheit in das Netz einspeisen. An dieser Stelle kommt der weltweit erste E-STATCOM ins Spiel.

Dabei handelt es sich um eine Technologie, die von TenneT Germany und Siemens Energy in Deutschland entwickelt wurde. Das System stabilisiert das Netz durch den Einsatz von Superkondensatoren, die in Millisekunden kurze Energiestöße liefern und so eine Art „künstliche Trägheit“ erzeugen.

Der E-STATCOM stabilisiert gleichzeitig sowohl die Spannung als auch die Frequenz im Stromnetz. Er fungiert als Reservoir für sofortige elektrische Energie. Diese Stabilität wird konstant rund um die Uhr gewährleistet, wodurch wichtige Herausforderungen im Netz gemildert und Blackouts verhindert werden können.

Ein Modell für zukünftige Netze

Der Standort Mehrum wurde bewusst gewählt, da er genau zwischen zwei Nord-Süd-Korridoren liegt und von dort aus die Netzstabilität auf beiden Korridoren beeinflussen kann.

Die Technologie ist ein wichtiger Schritt für die Integration erneuerbarer Energien. Ohne ein modernisiertes Netz, das eine stabile Übertragung der erneuerbaren Energie gewährleistet, kann die Energiewende nicht erfolgreich verlaufen. Der E-STATCOM in Mehrum gilt als wichtiges Projekt, das beweist, dass die globale Energiewende machbar ist.

Gleichzeitig dient es als Blaupause für erneuerbare-fähige Netze weltweit. Das System wird nach der Bauphase noch monatelang getestet, bevor es in den kommerziellen Betrieb geht.

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Neuartiger Beton soll Gebäude und Brücken in Batterien verwandeln

16. Januar 2026 um 05:45

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Beton als Stromspeicher Batterie Akku

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen neuartigen Beton entwickelt, der als Stromspeicher fungieren kann. Er könnte Gebäude, Gehwege und Brücken zu Batterien machen. 

Wissenschaftler des MIT haben eine Beton-Variante entwickelt, die Gebäude in Superkondensatoren verwandeln könnte. Die Forscher nutzen für das Material mit dem Namen ec3 eine Mischung aus Zement, Wasser, ultrafeinem Ruß und Elektrolyten.

Diese Kombination erzeugt ein leitfähiges Nanowerknetzwerk innerhalb der Struktur, wodurch architektonische Elemente wie Wände, Gehwege oder Brücken elektrische Energie aufnehmen und wieder abgeben könnten. Bisher stand die Technologie vor Herausforderungen wie einer zu geringen Spannungen und Problemen bei der Skalierbarkeit.

Beton als Batterie

Mit hochauflösenden 3D-Bildern gelangen es den Forschern zu sehen, wie das Kohlenstoffnetzwerk und die Elektrolyte miteinander interagieren. Diese Erkenntnisse ermöglichten es, die Speicherkapazität zu steigern, damit sich herkömmliche Baumaterialien als aktive Stromspeicher nutzen lassen.

Ein Volumen von etwa fünf Kubikmetern des Spezialbetons würde bereits ausreichen, um den täglichen Energiebedarf eines Haushalts zu decken. Das ist etwa so viel Beton wie für eine typische Kellerwand.

Obwohl die Energiedichte nicht an die von herkömmlichen Batterien heranreicht, bietet das System den Vorteil einer direkten Integration in Wohnstrukturen, was keinen zusätzlichen Platz erfordert.

Einsatzmöglichkeiten und Langlebigkeit

Ein Vorteil von ec3 ist die theoretische Lebensdauer, da das Speichersystem so lange halten kann wie das Bauwerk selbst. Die Forscher entdeckten zudem, dass eine breite Palette an Elektrolyten für das Material infrage kommt, darunter sogar Meerwasser.

Das eröffnet Chancen für küstennahe Gebiete oder für den Einsatz als Stützstrukturen für Offshore-Windparks. Zur Demonstration bauten die Wissenschaftler bereits einen kleinen Bogen aus dem leitfähigen Beton, der eine LED-Leuchte mit Strom versorgte.

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Natrium-Ionen-Batterie: Wasser-Trick verdoppelt Leistung

15. Januar 2026 um 14:03

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Natrium-Ionen-Batterien

Natrium-Ionen-Batterien dienen nicht nur als Energiespeicher, sondern verwandeln Meerwasser ganz nebenbei in Trinkwasser. Forscher haben nun herausgefunden, dass ein bekannter Batteriewerkstoff deutlich besser funktioniert, wenn sein Wassergehalt erhalten bleibt.

Forscher der University of Surrey machten kürzlich eine überraschende Entdeckung, die Natrium-Ionen-Batterien erheblich verbessern könnte. Bisher haben Wissenschaftler das in den Batterien enthaltene Wasser durch Erhitzen mühsam entfernt, da sie eine Beeinträchtigung der Leistung vermuteten. Eine neue Studie belegt jedoch, dass der Verbleib des Wassers im Material die Energiespeicherung nahezu verdoppeln kann.

Das Team nutzt ein spezielles Material namens Nanostructured Sodium Vanadate Hydrate (NVOH). Durch den Verbleib des Wassers im NVOH erreichte das System eine deutlich höhere Ladegeschwindigkeit und eine stabilere Nutzung im Alltag. In Testreihen überstand die Batterie mehr als 400 Ladezyklen ohne nennenswerte Verluste.

Sauberes Wasser durch Energiespeicherung

Das Material zählt damit zu den bisher leistungsstärksten Kathoden für Natrium-Systeme. Natrium bietet der Industrie gegenüber Lithium entscheidende Vorteile, da es überall auf der Welt im Überfluss vorkommt. Das senkt die Anschaffungskosten für Speichertechnologien und schont gleichzeitig die Umwelt.

Ein besonderer Durchbruch gelang den Forschern durch die Vielseitigkeit des Systems, das sogar in gewöhnlichem Salzwasser funktioniert. Während die Batterie Energie speichert, zieht sie aktiv das Natrium aus der Umgebungslösung. Wissenschaftler nennen diesen doppelten Nutzen eine elektrochemische Entsalzung.

Eine Elektrode aus Graphit extrahiert dabei das Chlorid aus dem Wasser. Dadurch gewann das Team frisches Trinkwasser aus ungenießbarem Meerwasser. Dieser Prozess läuft parallel zur Speicherung ab und macht die Anlage zu einem multifunktionalen Werkzeug für Küstenregionen.

Sichere Natrium-Ionen-Batterien im Alltag

In Sachen Sicherheit überzeugt die neue Technologie durch eine stabile chemische Reaktion. Bei Tests mit einem Universalindikator färbte sich das Salzwasser an der Gegenelektrode rot. Das beweist, dass das System kein Gas entwickelt, was ein wichtiges Argument für die sichere Anwendung im Alltag ist.

Die Abwesenheit von gefährlicher Gasbildung erhöht die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Batterie. So entsteht ein System, das für den Einsatz in sensiblen Umgebungen einsatzbereit ist. Langfristig entwerfen die Ingenieure Systeme, die Meerwasser als sicheren und unerschöpflichen Elektrolyten verwenden.

Das reduziert für die Industrie die Abhängigkeit von teuren chemischen Zusätzen. Die vereinfachte Herstellung dieser Batterien bringt die kommerzielle Nutzung in greifbare Nähe.

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Ungewöhnliche Batterie nutzt Schwefel als Speicher und Elektrodenspender

15. Januar 2026 um 05:45

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Schwefel Batterie

Eine neuartige Batterie nutzt die komplexe Chemie von Schwefel, um eine besonders hohe Energiedichte zu erreichen. Statt als Speichermaterial dient Schwefel dabei als aktiver Elektronenspender in einer Kombination mit Natrium und Chlor.

Schwefel kommt in der Natur in großen Mengen vor und ist in der Beschaffung sehr kostengünstig. Ein neuer wissenschaftlicher Ansatz nutzt eine ungewöhnliche Schwefel-Chemie, um eine hohe Leistungsdichte in Batterien zu erzielen. Laut einem Bericht des Magazins Nature unterscheidet sich dieser von herkömmlichen Speichersystemen.

Das Konzept sieht vor, dass Schwefel nicht nur als Speicher für Energie dient. Das Material gibt während der chemischen Reaktion aktive Elektronen ab. Dies ist ungewöhnlich, da die Schwefel-Ketten in der Batterie direkt reagieren und so mehr Ladungsträger freisetzen als bei herkömmlichen Schwefel-Verbindungen.

Schwefel-Batterie: Wirtschaftlichkeit und Rohstoffvorteile

Die Forschung zeigt, dass durch diesen Prozess eine höhere spezifische Kapazität möglich ist. Anstatt die Elektronen nur zwischen den Polen hin und her zu schieben, liefert der Schwefel durch seine chemische Umwandlung zusätzliche Teilchen für den Stromfluss.

Das führt dazu, dass die Batterie bei gleicher Größe eine höhere Energiedichte aufweist. Heißt konkret: Geräte könnten länger mit Strom versorgt werden. Die Nutzung von Schwefel bietet Vorteile für die Produktion zukünftiger Batterien. Da der Rohstoff auf der Erde reichlich vorhanden ist, entfallen teure Lieferketten für seltene Materialien.

Das führt dazu, dass Batterien auf dieser Basis preiswerter hergestellt werden können.  Die Teilchen liefern die Kraft für die Batterie direkt aus der chemischen Reaktion. Daten von Experten wie John Timmer belegen die Leistungsfähigkeit dieses speziellen Ansatzes.

Nachhaltigkeit und chemische Prozesse

Forscher entwickeln die Technologie aktuell noch weiter, um die Stabilität der Reaktionen zu garantieren. Ein Aspekt der neuartigen Schwefel-Batterie ist die Nachhaltigkeit durch die Verwendung eines häufigen Elements. Denn Schwefel fällt oft als Nebenprodukt in der Industrie an, weshalb die Beschaffung die Umwelt weniger belastet als der Abbau seltener Erden. Die Hardware für saubere Energie steht so auf einer umweltfreundlichen Basis.

Im Kern der Technologie steht die Erkenntnis, dass Schwefel nicht nur die Ladung hält, sondern selbst oxidiert oder reduziert wird, um Elektronen zu liefern. Durch diese aktive Beteiligung an der Stromerzeugung wird das Material optimal ausgenutzt. Aktuell konzentriert sich die Forschung darauf, diese Schwefel-Reaktionen über viele Ladezyklen hinweg stabil zu halten.

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Künstliche Neugier: Neues KI-Modell trainiert sich selbst

14. Januar 2026 um 14:00

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Künstliche Neugier KI Künstliche Intelligenz trainiert sich selbst

Forscher haben ein neues System entwickelt, mit dem KI-Modelle eigenständig trainieren können, indem sie sich selbst Fragen stellen. Der Ansatz könnte den Weg zu einer künstlichen Superintelligenz ebnen. 

Aktuelle KI-Modelle lernen meist, indem sie mit Daten gefüttert werden und menschliche Intelligenz durch das Erkennen von Mustern und Wahrscheinlichkeiten nachahmen. Ein neues Forschungsprojekt der Tsinghua University könnte diesen Ansatz grundlegend verändern, indem KI lernt, sich selbst Fragen zu stellen, um zu lernen.

Das System namens Absolute Zero Reasoner (AZR) nutzt ein Sprachmodell, um eigenständig herausfordernde Programmierprobleme in Python zu generieren und diese anschließend selbst zu lösen. Dabei führt AZR den Code eigenständig aus, um unmittelbar aus Erfolgen oder dem eigenen Scheitern zu lernen.

Durch diesen technischen Kreislauf soll das Modell seine Fähigkeiten sowohl beim Stellen der Aufgaben als auch bei deren Lösung verfeinern können. Die Forscher stellten fest, dass Modelle mit sieben Milliarden und 14 Milliarden Parametern durch diese Methode ihre Leistungen massiv verbesserten.

Künstliche Neugier: KI trainiert sich selbst

Die Idee der künstlichen Neugier ist nicht neu, sondern greift Konzepte von Pionieren wie Jürgen Schmidhuber und Pierre-Yves Oudeyer auf, die schon früh das Potenzial von „Self-Play“ erforschten. Der Absolute Zero Reasoner übertrifft mit seinem Ansatz aber sogar Systeme, die mit aufwendig von Menschen kuratierten Datensätzen trainiert wurden.

Dieser Fortschritt belegt die Effizienz autonomer Lernmethoden für die künftige Entwicklung intelligenter Systeme. Die Schwierigkeit der Aufgaben steigt dabei parallel zur Leistungsfähigkeit des Modells.

Dieser Skalierungseffekt könnte laut den beteiligten Forschern den Weg zu einer künftigen Superintelligenz ebnen, die über das Wissen menschlicher Lehrer hinauswächst. In der täglichen Praxis könnte KI dann beispielsweise komplexe Büroarbeiten übernehmen oder eigenständig tiefergehende Recherchen im Internet durchführen.

Digitale Agenten der Zukunft

In der Tech-Branche gewinnt das neue Verfahren an Bedeutung, da herkömmliche Datenquellen für das Training neuer Modelle zunehmend knapper und teurer werden. Ein Projekt namens Agento von Salesforce nutzt bereits ähnliche Prinzipien, um die allgemeine Argumentationsfähigkeit seiner digitalen Agenten durch experimentelles Problemlösen zu stärken.

Auch Forscher von Meta entwickeln Systeme, die Self-Play für das Software-Engineering einsetzen und damit die Grundlage für hochbegabte Software-Agenten schaffen. Die Abkehr vom reinen Kopieren menschlicher Vorlagen stellt einen Wendepunkt in der KI-Entwicklung dar.

Anstatt lediglich vorhandenes Wissen zu reproduzieren, erschließt sich das System durch das Experimentieren mit Code neue Lösungswege.

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Forscher entdecken simplen Weg, um Festkörperbatterien zu verbessern

13. Januar 2026 um 15:35

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Festkörperbatterien

Weltweit suchen Forscher nach langlebigen, sicheren und günstigen Batterien. Wissenschaftler aus Südkorea haben nun gezeigt, dass eine clevere Materialgestaltung Festkörperbatterien deutlich verbessern kann – ganz ohne teure Metalle.

Eine Entdeckung südkoreanischer Forscher könnte Festkörperbatterien grundlegend verändern und auf ein neues Leistungsniveau heben. Denn den Forschern gelang es, die Leistungsfähigkeit der Batterien durch eine clevere Materialgestaltung deutlich zu verbessern – und zwar ohne teure Metalle.

Der neue Ansatz soll die Herstellung zudem effizienter machen und dadurch Kosten reduzieren. Eine Massenproduktion leistungsstarker Festkörperbatterien könnte damit in greifbare Nähe rücken.

Festkörperbatterie: Bessere Batterielaufzeit durch Framework-Mechanismus

Im Zentrum der Entwicklung steht der sogenannte „Framework-Regulation-Mechanismus“. Die Forscher nutzen ein spezielles Zusammenspiel von Sauerstoff- und Schwefel-Anionen, um die atomaren Wege innerhalb der Batterie zu regulieren.

Diese Atome weiten die Gitterstrukturen auf und machen die Straßen für die Ionen sprichwörtlich deutlich breiter. Dadurch können die Ladungsträger viel schneller und ungehinderter durch das Material fließen. Durch die strukturelle Anpassung konnten die Experten die Beweglichkeit der Lithium-Ionen um das Zwei- bis Vierfache steigern.

Ihre Messwerte zeigen eine Ionenleitfähigkeit von 1,78 Millisiemens pro Zentimeter (mS/cm) beziehungsweise 1,01 Millisiemens pro Zentimeter bei Raumtemperatur. Diese Ergebnisse belegen die Marktreife der Technologie, da sie eine zuverlässige Leistungsabgabe unter realen Alltagsbedingungen garantieren.

Maximale Sicherheit für dein nächstes Smartphone

Ein wesentlicher Vorteil der Technologie ist die erhöhte Sicherheit im Vergleich zu herkömmlichen Akkus. Da keine brennbaren flüssigen Elektrolyte verwendet werden, sinkt das Risiko für Brände oder Explosionen auf ein Minimum. Das bedeutet nicht nur mehr Leistung, sondern verspricht auch mehr Sicherheit für Elektroautos.

Professor Dong-Hwa Seo betont, dass das Designprinzip die Kosten und Leistung von Batterien durch den Einsatz günstiger Rohstoffe wie Zirkonium optimiert. Laut den Forschern ist das Potenzial für eine industrielle Anwendung sehr hoch, da der Fokus nun auf dem klugen Design statt nur auf der Materialwahl liegt.

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Winziges Leistungsmodul könnte weltweiten Energiebedarf reduzieren

12. Januar 2026 um 14:00

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Leistungsmodul Energiebedarf Rechenzentren

Forscher haben ein neues Leistungsmodul entwickelt, um die Effizienz von Rechenzentrum zu optimieren. Es verspricht eine bis zu fünfmal höhere Energiedichte bei geringem Widerstand.

Der globale Energiebedarf steigt kontinuierlich an. Ein Grund ist die zunehmende Verbreitung von KI-Systemen. Forscher des NREL stellten deshalb kürzlich einen Ansatz vor, um den Energiebedarf von Rechenzentren zu reduzieren: ein neues Leistungsmodul auf Siliziumcarbid-Basis.

Die Wissenschaftler erzielten Effizienz- und Speicherdichte-Werte, die es bisher in dieser Form bisher nicht gab. Das System hört auf den Namen Smart-Power-Modul mit extrem niedriger Induktivität (ULIS). Es soll eine bis zu fünfmal höhere Energiedichte als bisherige Ansätze auf Siliziumcarbid-Basis haben.

Im Ergebnis könnten Hersteller kompaktere, leichtere und energieeffizientere Systeme herstellen. Darunter fallen Datenzentren, Stromnetze, Mikroreaktoren oder Flugzeuge.

Neues Leistungsmodul könnte die Energiekrise bewältigen

Insgesamt kann das ULIS bis zu 1.200 Volt und 400 Ampere bereitstellen. Ein weiterer Vorteil ist eine außergewöhnlich geringe parasitäre Induktivität. Dabei handelt es sich um den internen Widerstand, der die Geschwindigkeit begrenzt, mit der sich Strom verändern lässt.

Durch eine Reduktion um den Faktor sieben bis neun kann so mehr Energie aus der gleichen Stromquelle extrahiert werden. Zudem soll sich ULIS besonders für sich stark verändernde Umgebungen eignen. Das Leistungsmodul soll kontinuierlich seinen eigenen Zustand überprüfen, um Fehler vorzubeugen.

Forscher denken Design neu

Der Hauptfaktor des neuen Leistungsmoduls ist ein komplett neues Design. Bei bisher gängigen Modulen sind die Bauelemente in einem Ziegelstein-ähnlichen Gehäuse untergebracht.  Im Gegensatz dazu sind die Schaltkreise von ULIS um ein flaches, achteckiges Design gewickelt. Dieses schirmt externe Störfaktoren ab und kann auf dem gleichen Raum zusätzliche Komponenten unterbringen.

Ein weiterer Vorteil liegt in dem Material des Gehäuses. Es basiert auf einem Kunststoff und hat dadurch ein geringeres Gewicht. Zudem kann das System komplett kabellos betrieben werden. Das macht es flexibler einsetzbar.

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China nimmt weltweit ersten CO2-Stromgenerator in Betrieb

11. Januar 2026 um 06:08

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Chaotan One CO2 Stromgenerator China

China hat mit dem Chaotan One den weltweit ersten CO2-Stromgenerator in Betrieb genommen, um Strom aus Wärme zu erzeugen. Er nutzt Kohlendioxid anstelle von Dampf zur Wärmeübertragung. 

Mit dem Projekt Chaotan One in der chinesischen Provinz Guizhou nutzt China Abwärme effizienter als bisher, um Strom zu erzeugen. Ein CO2-Generator nutzt dazu erstmals kommerziell superkritisches Kohlendioxid. Die Anlage schließt einen technischen Kreislauf mit Kohlendioxid als Arbeitsmedium, um Hitze in Energie zu transformieren.

Im Vergleich zu bisherigen Systemen soll die Methode die Effizienz der Stromgewinnung um rund 85 Prozent erhöhen. Mit einer Leistung von zweimal 15 Megawatt liefert das Projekt Energie aus Quellen, die bislang überwiegend ungenutzt blieben.

Chaotan One: Der erste CO2-Stromgenerator der Welt

Die Ingenieure haben das System so kompakt gebaut, dass es nur noch die Hälfte der üblichen Fläche beansprucht. Die Anlage soll für die gleiche Leistung nur noch halb so viel Platz benötigen. Dieser geringe Platzbedarf ermögliche es Unternehmen, die Technik auch in engen Industriegebieten nachzurüsten.

Da die Anlage mit weniger Bauteilen und Hilfssystemen auskommt, sinkt zudem der Aufwand für die Wartung. Bisher gab es technische Hürden, um Wärme im mittleren und hohen Temperaturbereich bei kleinen Leistungsstufen effizient zu nutzen.

Der Chaotan One soll dieses Problem lösen, indem er Energie für die Industrie nutzbar macht. Die Technologie könnte zudem durch Solaranlagen ergänzt werden.

In einem weiteren Testlauf kombinieren Fachleute das System bereits mit Flüssigsalz-Speichern, um das Stromnetz bei Bedarf zu stabilisieren. Diese Kombination aus Speicherung und hocheffizienter Stromerzeugung soll bis 2028 die volle Einsatzreife erreichen, um regenerative Energie noch flexibler in das bestehende Netz zu integrieren.

Frühe Anerkennung durch internationale Experten

Was in China nun im kommerziellen Betrieb läuft, stuften das US-Energieministerium im Jahr 2017 und das MIT im Jahr 2018 bereits als strategische Zukunftstechnologie ein. Das Projekt markiert einen weltweiten Übergang von der Laborforschung hin zur industriellen Anwendung.

Die Entwicklung fördert neue Kapazitäten in der Energiewirtschaft und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis. Für die weltweite Industrie bedeutet dieser Fortschritt, dass Milliarden Kilowattstunden Abwärme nicht mehr ungenutzt in die Atmosphäre geblasen werden müssen.

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Forscher entwickeln intelligentes Material für menschliche KI-Geräte

10. Januar 2026 um 06:00

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Neuromorphes Computing

Forscher haben ein intelligentes Material entwickelt, das KI-Geräte auf ein neues menschenähnliches Level heben könnte. Es soll je nach Stimulation unterschiedlich arbeiten und sich wie eine Synapse anpassen können. 

Seit Jahrzehnten versuchen Forscher weltweit, Alternativen zu Silizium für bestimmte Einsatzzwecke zu finden. Die Idee dahinter ist die Fertigung von elektronischen Bauteilen auf Basis von bestimmten Molekülen. Doch häufig scheiterten sie daran, dass sich diese Moleküle meist unberechenbar verhalten und sich nicht so einfach zusammenfügen lassen.

Das sogenannte neuromorphe Computing verfolgt ein ähnliches Ziel. Die Basis bildet Hardware, die vom Gehirn inspiriert ist. Ziel ist die Herstellung eines Materials, das sowohl Informationen speichern, Berechnungen durchführen kann und gleichzeitig anpassbar ist. Derzeit verwendete Ansätze basieren oft auf Oxidmaterialien und filamentären Schaltkreisen. Doch diese funktionieren nach wie vor nur wie sorgfältig konstruierte Systeme, die das Lernen nachahmen.

Neuromorphes Computing: Gerät passt sich auf Basis der Stimulation an

Neue Forschungsergebnisse aus Indien deuten darauf hin, dass beide Probleme mit dem gleichen Ansatz gelöst werden können. Ein Team des CeNSE stellte ein kleines molekulares Gerät her, das verschiedene Aufgaben übernehmen kann. Die Grundlage liegt darin, wie die Forscher das Gerät stimulieren.

Es kann Informationen abspeichern und kann wahlweise ein Logikgatter, ein Selektor, ein Analogprozessor oder eine elektronische Synapse sein. Chemisches Design und Computer sollen dabei Hand in Hand gehen. Die Wissenschaftler stellten dazu 17 speziell konzipierte Rutheniumkomplexe her.

Das sind chemische Verbindungen, bei denen ein zentrales Rutheniumatom von Liganden umgeben ist. Diese finden aufgrund ihrer Stabilität und Vielseitigkeit vor allem als Katalysatoren, in der Krebstherapie sowie in der Fotochemie einen Einsatz. Das Team untersuchte anschließend, wie kleine Veränderungen der Molekülform und der umgebenden Ionenumgebung das Verhalten der Elektronen beeinflussen.

Kommt bald noch effizientere und intelligentere KI-Hardware?

Durch die Anpassung der Liganden und Ionen zeigte das Gerät unterschiedliche Funktionsweisen. So beobachteten die Forscher, dass ein Wechsel von Analog zu Digital und umgekehrt problemlos möglich ist. Hinter der Forschung steckt eine Menge an theoretischem Wissen rund um Physik und Quantentheorie.

Der Ansatz soll den Weg für neuromorphe Hardware ebnen, bei der das Lernen direkt in das Material selbst kodiert werden kann. Das Team arbeitet bereits daran, die Materialien auf Siliziumchips zu platzieren. Ziel ist es, künftige KI-Hardware zu entwickeln, die sowohl energieeffizient als auch von Natur aus intelligent ist.

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Wie ein Schwamm: Neues Baumaterial bindet CO2 statt es auszustoßen

09. Januar 2026 um 14:00

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Baumaterial CO2 Beton-Alternative

Forscher haben ein neues Baumaterial entwickelt, das im Gegensatz zu Beton bei der Herstellung CO2 bindet, anstatt es auszustoßen. 

Forscher des Worcester Polytechnic Institute haben ein neuartiges Baumaterial entwickelt, das einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten könnte. Das sogenannte Enzymatic Structural Material (ESM) zeichnet sich dadurch aus, dass es kein Kohlendioxid ausstößt, sondern das Treibhausgas dauerhaft bindet.

Es ist vergleichbar mit einem biologischen Schwamm, der CO2 direkt aus der Umgebung aufnimmt. Eine Umwandlung in feste Mineralpartikel sorgt dafür, dass das Gas sicher im Baustoff eingeschlossen bleibt.

Neues CO2-speicherndes Baumaterial als Beton-Alternative

Professor Nima Rahbar und sein Team nutzen für diesen Prozess die sogenannte Kapillarsuspensionstechnik. Ein spezielles Enzym steuert dabei die chemische Reaktion und sorgt für die nötige Stabilität. Die Fachzeitschrift „Matter“ veröffentlichte kürzlich Forschungsergebnisse, die neue Wege für ein nachhaltiges Bauen aufzeigen.

Zum Vergleich: Die Produktion von einem Kubikmeter herkömmlichem Beton setzt etwa 330 Kilogramm CO2 frei. Im Gegensatz dazu speichert die gleiche Menge ESM aktiv mehr als sechs Kilogramm des Treibhausgases.

Die Zementindustrie ist derzeit für fast acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Mit dem Einsatz von ESM ließe sich der Ausstoß von Kohlendioxid theoretisch deutlich reduzieren. Das Material benötigt bei der Herstellung zudem deutlich weniger Energie als klassischer Beton.

Entlastung für die Umwelt

Das neue Baumaterial soll innerhalb weniger Stunden aushärten. Die Forscher ließen sich bei der Entwicklung direkt von biologischen Systemen inspirieren. Das Ergebnis ist ein belastbares Material, das sich für verschiedene Bauteile einsetzen lässt.

Ein großer Vorteil ist die vollständige Recycelbarkeit des Materials am Ende seiner Nutzung. Sollten Risse entstehen, kannst soll sich ESM einfach reparieren lassen. Das könnte die Menge an Bauabfällen, die jährlich auf Deponien landen, reduzieren.

Professor Rahbar betont, dass bereits die Umstellung eines Teils der weltweiten Bauprojekte Auswirkungen hätte. Das Potenzial reicht dabei von Wohnhäusern bis hin zu Lösungen für den Katastrophenschutz.

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Chemie-Trick macht Brom-Flussbatterie deutlich effizienter

07. Januar 2026 um 05:45

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Zink-Brom-Flow-Batterien

Ein neuer chemischer Trick könnte Brom-Flussbatterien deutlich langlebiger und günstiger machen. Forscher haben das aggressive Brom dazu gebunden, um höhere Zyklen und eine höhere Energiedichte zu ermöglichen. 

Brom-basierte Flussbatterien könnten eine entscheidende Rolle bei der Speicherung erneuerbarer Energien spielen, da sie auf breit verfügbaren Rohstoffen basieren und eine hohe Energiedichte versprechen. Bei herkömmlichen Systemen entsteht während des Ladevorgangs jedoch elementares Brom, das die internen Komponenten der Batterie durch Korrosion stark beschädigen kann.

Zudem führen bisherige Additive oft zu einer unerwünschten Trennung der Elektrolyte in verschiedenen Phasen, was die Effizienz mindert. Ein Forscherteam unter der Leitung von Xianfeng Li hat nun einen neuen chemischen Ansatz entwickelt, um dieses Problem zu lösen.

Durch die Zugabe von organischen Aminverbindungen zum Elektrolyten fungieren diese als Bromfänger und wandeln das entstehende Brom in stabile bromierte Amine um. Dieser Prozess senkt die Konzentration an freiem Brom im Elektrolyten auf ein relativ niedriges Niveau.

Brom-Flussbatterien: Multi-Elektronen-Transfer steigert Effizienz

Die technologische Neuerung ermöglicht einen Zwei-Elektronen-Transfer, während Standardreaktionen bisher lediglich ein einzelnes Elektron übertragen konnten. Dieser Wechsel steigert nicht nur die Energiedichte der Batterie, sondern reduziert auch das korrosive Verhalten im Inneren des Systems.

Dadurch wird die Lebensdauer der Speicherlösungen deutlich verlängert, was Brom-Flussbatterien für den großflächigen Einsatz attraktiver macht. In praktischen Tests mit einer skalierten fünf Kilowatt Anlage konnte die Batterie über 700 Lade- und Entladezyklen hinweg stabil betrieben werden.

Aufgrund der geringen Bromkonzentration ist es den Forschern zufolge möglich, kostengünstige, nicht fluorierte Membranen einzusetzen, anstatt teure Spezialkomponenten. Nach Abschluss der Tests zeigten sich offenbar keine Korrosionsschäden an wichtigen Bauteilen wie Elektroden oder Stromkollektoren.

Zukunft der Netzspeicherung

Die Forscher sehen in ihrem Ansatz das Fundament für langlebige und sichere Zink-Brom-Flussbatterien im industriellen Maßstab. Die Technologie biete einen Pfad zu einer nachhaltigen Energieinfrastruktur, die sowohl effizient als auch wirtschaftlich rentabel sei.

Gerade in Zeiten, in denen das Speichern von Energie in Batterien wichtiger denn je ist, könnte die Technologie bei einer Wende zu nachhaltigen Energieträgern unterstützen.

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Straßenkraftwerk erzeugt Strom, wenn Autos darüberfahren

05. Januar 2026 um 05:45

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Strom aus Straßen

Ein österreichisches Start-up hat ein Straßenkraftwerk entwickelt, das Strom erzeugt, wenn Fahrzeuge darüberfahren. Allein schwere Lkw könnten im Hamburger Hafen jedes Jahr 40.000 Kilowattstunden generieren.

Im Rahmen der Energiewende entwickeln Forscher und Unternehmen immer wieder neue Konzepte. Ein neuer Ansatz demonstriert, wie Straßen, auf denen schwere Lastwagen unterwegs sind, zu sogenannten Straßenkraftwerken werden können.

Für diese Art der Stromerzeugung nahm die österreichische Firma Road Energy Production Systems (REPS) eine Anlage am Hamburger Hafen in Betrieb. Das Straßenkraftwerk funktioniert wie eine Bremsschwelle. Sobald schwere Fahrzeuge darüberfahren, drücken sie Segmente in der Straßendecke ein.

Die dabei entstehenden Impulse leitet das System mechanisch von der Straße zu einem Energiekonverter weiter. Dieser Konverter basiert auf dem weltweit ersten Permanent-Magnetlager, das durch eine patentierte magnetische Federung fast keine Reibung bei der Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie erzeugt.

Straßenkraftwerk erzeugt Strom auf Straßen

Einfach gesagt wandelt das System damit auf Umwegen Bremsenergie in Strom um. Die erzeugte Elektrizität wird zwischengespeichert und kann je nach Bedarf entweder in ein Speichersystem geleitet oder direkt in das Stromnetz eingespeist werden.

Das System benötigt nur eine Eindringtiefe von acht bis zehn Zentimetern in den Boden, was eine schnelle und einfache Installation ermöglicht. Alle beweglichen Komponenten, wie die Auslöser, sollen austauschbar sein. Zudem kann die Straßenmeisterei alle kritischen Bauteile außerhalb der Fahrbahn warten. Das führt zu mehr Sicherheit sowie einer hohen Effizienz und Lebensdauer.

Der Hamburger Hafen könnte Kleinstadt mit Energie versorgen

Die Technologie ist besonders für Orte geeignet, an denen schwere Fahrzeuge mit geringer Geschwindigkeit fahren. Ein Beispiel ist das Erprobungsgebiet auf dem Hafengelände in Hamburg. Andere mögliche Orte sind Kreuzungsbereiche, Autobahnauffahrten oder Mautstellen mit einem hohen Güterverkehr.

Das erste System im Hamburger Hafen ist zwölf Meter lang und soll bereits Strom im Kilowattbereich liefern. Laut Schätzungen des Start-ups reichen 16 Lastwagen aus, um eine Kilowattstunde (kWh) Energie zu erzeugen. Durch das hohe Verkehrsaufkommen im Hamburger Hafen erwartet das Unternehmen, dass das erste System allein jährlich knapp 40.000 kWh Strom liefern kann.

Sollten alle der über 200 geeigneten Standorte im Hafen genutzt werden, könnte die jährliche Stromproduktion bei zehn Gigawattstunden liegen. Das entspricht in etwa dem Strombedarf einer Kleinstadt. Road Energy Production Systems geht davon aus, dass sich eine solche Anlage spätestens nach zehn Jahren amortisieren wird. Weltweit sollen bereits 40 Häfen Interesse an den Anlagen bekundet haben.

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Batterie ohne Lithium: Aluminium-Graphit-Akku lädt in wenigen Minuten

27. Dezember 2025 um 06:00

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Lithium-freie Batterie, Batterie ohne Lithium, Aluminium-Graphit Akku Batterie

Forscher haben eine Batterie ohne Lithium entwickelt, die die Stromnetze sicherer und nachhaltiger machen könnte. Aluminium und Graphit sorgen als Hauptbestandteile für günstige und verfügbare Materialien.  

Forscher des Fraunhofer-Instituts haben einen vollständigen Batteriesystem-Demonstrator auf Basis von Aluminium-Graphit-Dual-Ionen-Batterien (AGDIB) entwickelt. Er soll die Stabilität einer neuen Batteriezellchemie nicht nur im Labor, sondern auch in einem realistischeren Szenario unter Beweis stellen.

Die wiederaufladbaren AGDIB-Zellen gelten als sichere, kostengünstige und zukunftssichere Lithium-Alternative für Hochleistungsanwendungen wie die dynamische Netzstabilisierung. Der Vorteil liegt darin, dass die aktiven Materialien Aluminium und Graphit günstig und in großer Menge verfügbar sind.

Ohne Lithium: Aluminium-Graphit-Batterie für Netzstabilität

Die AGDIB ist ein Hochleistungsspeicher, den Netzbetreiber in sehr kurzer Zeit mit hohen Raten laden und entladen können. Damit eignet sich die Batterie ideal für Anwendungen wie die dynamische Netzstabilisierung. In diesem Bereich kommen Akkus zum Einsatz, die Frequenzschwankungen mit vielen Mikrozirkulationen mit geringem Energiegehalt ausgleichen.

Das begünstigt eine hohe Leistungsfähigkeit. Im Gegensatz zu vielen etablierten Batteriesystemen ermöglicht die AGDIB sehr hohe Entladeraten und auch hohe Laderaten, was für Netzanwendungen wie die Bereitstellung von virtueller Trägheit erforderlich ist.

Die Entwicklung der Forscher konzentrierte sich auf die gesamte Wertschöpfungskette. Diese reicht von einer nachhaltigen, Lithium-freien Zellchemie über die Integration eines drahtlosen Batteriemanagementsystems (BMS) bis zu Überlegungen zur Recyclingfähigkeit.

Technologie und Aufbau des Systems

Das Testsystem besteht aus acht Batterie-Zellen, die wie Päckchen aussehen (AGDIB-Pouch-Zellen). Diese Zellen sind so miteinander verbunden, dass sie einen Akku-Block bilden (genannt Batteriemodul), der in einer bestimmten Anordnung verschaltet ist.

Damit der Akku sicher und effizient arbeitet, gibt es ein Steuersystem. Ein kleiner Teil davon ist drahtlos per Funk mit der Hauptsteuerung verbunden und kann so sicher mit ihm kommunizieren. Zusätzlich nutzt der Prototyp eine sehr moderne Technik, um den Strom genau zu messen: einen Quantensensor, der Diamanten als Basis hat.

Da dieser Sensor unglaublich empfindlich ist, kann er sowohl winzige als auch enorme Stromschwankungen extrem präzise erfassen. Sein Messbereich ist riesig und deckt fünf sogenannte Größenordnungen ab. Das bedeutet, er sieht winzige Details und gleichzeitig die großen Spitzen.

Auch die Recyclingfähigkeit der Zellen und Module wurde berücksichtigt: Die Zell-Recyclingfähigkeit wurde durch ein physikalisches Trennverfahren bewertet, das giftige Chemikalien vermeidet.

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Start-up will Solarenergie aus dem Weltraum auf die Erde beamen

23. Dezember 2025 um 05:45

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Solarenergie aus dem Weltraum

Das US-amerikanische Start-up Overview Energy will Solarenergie aus dem Weltraum auf die Erde beamen. Ziel ist es, Sonnenlicht auf große Solarparks zu übertragen, damit diese rund um die Uhr Strom erzeugen können. 

Einer offiziellen Mitteilung zufolge will es Overview Energy gelungen sein, Energie von einem fliegenden Flugzeug zu einem Empfänger auf dem Boden zu übertragen. Ein spezielles System soll Hochleistungs-Funkenergie über eine Distanz von fünf Kilometern in Bewegung setzen.

Die schwankende Verfügbarkeit von Sonnen- und Windenergie gilt als eine der größten Herausforderungen der Erneuerbaren. Das System von Overview Energy soll deshalb über Satelliten im geosynchronen Orbit rund um die Uhr Sonnenlicht sammeln, um diese zur Erde zu senden. Dabei sollen Wellenlängen zum Einsatz kommen, die bereits in der Glasfaser- und Medizintechnik erprobt sind.

Solarenergie aus dem Weltraum

Das System Overview Energy besteht aus Lasern, einer speziellen Optik und einer präzisen Steuerung, die selbst bei dynamischen Bewegungen stabil bleiben soll. Damit will das Unternehmen Energie flexibel an die Orte leiten, an denen diese benötigt wird. Beispiele sind große Rechenzentren oder bestehende Solarparks auf der Erde.

Durch diese Methode soll die Solarkraft zu einer grundlastfähigen Ressource werden, um auch nachts Strom zu liefern. Da die Empfängerstationen am Boden bereits vorhandene Infrastrukturen nutzen können, ist laut Overview Energy keine massive Umgestaltung des Stromnetzes erforderlich. Das macht die Technologie zu einer effizienten Lösung für den steigenden Energiebedarf moderner Industrien.

Zukunftspläne für die Umlaufbahn

Das im Jahr 2022 gegründete Unternehmen hat bereits 20 Millionen US-Dollar an Investitionen gesammelt, um seine Vision umzusetzen. Der nächste große Schritt ist für das Jahr 2028 geplant. Dann soll eine Demonstration in der niedrigen Erdumlaufbahn die vollständige Funktionsfähigkeit des Systems beweisen.

Ab dem Jahr 2030 plant Overview Energy den kommerziellen Betrieb im geosynchronen Orbit. Ziel ist die weltweit erste Übertragung im Megawatt-Bereich aus dem All. Damit könnte eine neue Ära der sauberen Energieversorgung beginnen, die unabhängig von Wetterbedingungen oder Tageszeiten auf der Erdoberfläche funktioniert.

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Forscher entwickeln biologisch abbaubare Leiterplatten – aus Holz

16. Dezember 2025 um 05:45

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Leiterplatten Holz biologisch abbaubar

Schweizer Forscher haben biologisch abbaubare Leiterplatten (PCB) aus Holz entwickelt. Ziel ist es, ohne Leistungseinbußen Elektroschrott zu reduzieren. 

Jedes moderne elektronische Gerät, vom Smartphone bis zur elektrischen Zahnbürste, enthält eine gedruckte Leiterplatte, kurz PCB. Diese Platten, die alle winzigen Bauteile miteinander verbinden, bestehen größtenteils aus nicht recycelbaren Kunststoffen und tragen erheblich zu den jährlich über 50 Millionen Tonnen Elektroschrott weltweit bei.

Forscher des eidgenössischen Labors für Materialwissenschaft und Technologie (Empa) in der Schweiz entwickelten nun eine neue Art von Leiterplatte, die vollständig aus biologisch abbaubaren Materialien besteht.

Herkömmliche PCBs werden aus einem Gemisch aus Glasfasern und einem Kunststoff (einem faserverstärkten Epoxidharz auf Erdölbasis) hergestellt. Diese Kombination macht die Platten zwar stabil und widerstandsfähig gegen Hitze, aber auch nahezu unmöglich zu recyceln.

Denn: Die Trennung der Materialien ist komplex und teuer, weshalb die meisten Platten entweder auf Deponien landen oder verbrannt werden. Das verschwendet wertvolle Rohstoffe wie Gold und Kupfer und setzt Schadstoffe frei.

Biologisch abbaubare Leiterplatte aus Holz

Die Empa-Forscher wählten einen neuen Ansatz und nutzten einen besonders erneuerbaren Rohstoff der Natur: Holz. Denn Holz besteht aus den Pflanzenmolekülen Lignin und Zellulose, die ihm Struktur und Festigkeit verleihen. Die Forscher gewannen sogenannte Lignocellulose-Nanofibrillen aus dem Zellstoff, der als Abfallprodukt bei Bioraffinerieprozessen anfällt und reich an Lignin und Zellulose ist.

Diese Fasern vermahlte das Team mit Wasser zu einer feinen Paste. Anschließend pressten die Wissenschaftler das feuchte Material unter hohem Druck, um das Wasser zu entfernen. Dadurch verdichteten sich die Fibrillen zu einer gleichmäßigen, glatten und festen Platte, die als Basis für die neue biologisch abbaubare Leiterplatte dienen.

Leistung wie herkömmliche Platten

Tests ergaben, dass die Holz-Leiterplatte fast die gleiche Steifigkeit, Festigkeit und Fähigkeit zur Wärme- und Stromleitung aufweist wie herkömmliche Epoxidharzplatten. Zudem war die Oberfläche glatt genug, um mithilfe von Inkjet-Technologie präzise elektronische Schaltkreise zu drucken.

Um die Praxistauglichkeit zu belegen, bauten die Forscher eine voll funktionsfähige Computermaus. Das Gehäuse besteht dabei aus einer Kombination aus Biokunststoff und Holzpartikeln. Die Herstellung erfolgte im 3D-Druckverfahren.

Die fertige Maus funktionierte wie ein herkömmliches Gerät, konnte aber am Ende ihrer Lebensdauer kompostiert werden. Allerdings stellten die Forscher fest, dass das neue Material derzeit etwas weniger widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit ist als herkömmliche PCBs, was ein wichtiger Punkt für den Einsatz in Konsumgeräten ist.

Das Empa-Team arbeitet bereits an Beschichtungen und Materialanpassungen, um dieses Problem zu beheben. Erste Schätzungen deuten darauf hin, dass die Herstellung von Holz-PCBs die Kohlenstoffemissionen im Vergleich zu Epoxidharzplatten um mehr als die Hälfte reduzieren könnte.

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Slop Evader: Browsererweiterung blendet KI-Inhalte aus

13. Dezember 2025 um 06:00

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Browser-Erweiterung KI-Inhalte

Eine australische Künstlerin und Ingenieurin hat ein Tool veröffentlicht, das KI-Inhalte ausblenden soll. Der Slop Evader ist eine kostenlose Browsererweiterung für Chrome und Firefox. 

Die Menge an KI-generierten Inhalten im Internet nimmt stetig zu. Inzwischen erstellen ChatGPT, Gemini und Co. alle möglichen Texte, Bilder sowie Videos. Diese Inhalte sind inzwischen oft kaum von menschengemachten zu unterscheiden.

Hinzu kommt eine Vielzahl an sogenannten AI-Slop-Beiträgen. Diese sind zwar offensichtlich KI-generiert, aber erschweren durch ihr hohes Aufkommen die Suche nach qualitativ hochwertigen Inhalten.

Browsererweiterung blendet KI-Inhalte aus

Die australische Künstlerin und Umweltingenieurin Tega Brain hat daher ein Tool entwickelt, das der KI-Flut entgegenwirken soll. Der sogenannte Slop Evader ist eine kostenlose Browsererweiterung, die für Chrome und Firefox verfügbar ist.

Nach der Installation hast du die Möglichkeit, über ein Symbol in der Tool-Leiste ein neues Suchfenster zu öffnen. Dort kannst du Suchbegriffe eingeben, um Inhalte auf Google, Reddit oder YouTube zu finden. Auch Pinterest, Stack Exchange, Quora und Mumsnet stehen zur Auswahl.

Der Clou der Erweiterung ist, dass sie zu deiner Google-Suche im Grunde nur ein zeitliches Parameter und die jeweilige Plattform hinzufügt. Suchst du beispielsweise nach „Was kann ich machen, wenn der Käse nicht auf meiner Pizza hält?“, erhältst du nur Ergebnisse, die vor dem 30. November 2022 veröffentlicht wurden. Dieses Datum markiert den Start von ChatGPT und daher den Beginn der KI-Ära.

Zurück in die Zeit vor ChatGPT

Folglich werden dir keine von Künstlicher Intelligenz generierten Ergebnisse angezeigt. Die Browsererweiterung funktioniert durch den zeitlichen Parameter auch bei Bildern und Videos, indem sie dir KI-Inhalte schlichtweg nicht anzeigt.

Neben dem Slop Evader hat Tega Brain weitere Projekte, wie den Synthetic Messenger veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein Botnet aus 100 Bots, das Nachrichten zum Klimawandel im Netz sucht, aufruft und auf jede darin enthaltene Werbeanzeige klickt. Dadurch soll die Aufmerksamkeit auf diese Artikel verstärkt werden.

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Geothermie: KI spürt verborgene Energiequellen auf

12. Dezember 2025 um 05:45

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KI Geothermie

Das US-amerikanische Start-up Zanskar hat ein System entwickelt, um Geothermie-Energiequellen mithilfe von KI aufzuspüren. 

Künstliche Intelligenz könnte dabei helfen, unser Energieproblem zu lösen, indem sie bisher verborgene geothermische Energiequellen aufdeckt. Denn diese Art der Energie verspricht eine konstante, nachhaltige und fast emissionsfreie Stromquelle.

Doch während manche geothermische Hotspots leicht an der Oberfläche durch Geysire oder heiße Quellen sichtbar sind, liegen andere Tausende Meter unter der Erde verborgen.

Das US-amerikanische Start-up Zanskar nutzt deshalb KI und andere fortschrittliche Berechnungsmethoden, um diese sogenannten blinden geothermischen Systeme zu entdecken. Der Ansatz könnte künftig neue Vorkommen erschließen, für die es an der Oberfläche keine Anzeichen gibt.

KI findet verborgene Geothermie-Hotspots

Historisch gesehen ist die Suche nach neuen Geothermie-Standorten ein aufwendiger Prozess, bei dem Unternehmen viel Zeit und Geld in tiefe Bohrungen investierten, um geeignete Orte für ein Kraftwerk zu finden. Zanskar verfolgt einen präziseren Ansatz. Die KI-Modelle des Unternehmens werden zunächst auf bekannten Hotspots und eigens erstellten Simulationen trainiert.

Anschließend speist das Team geologische Daten, Satellitendaten und Informationen über Verwerfungslinien in die Modelle ein. Darauf basierend können sie mögliche Hotspots vorhersagen. Laut Zanskar-Mitbegründer Carl Hoiland liegt die Stärke der KI darin, die immense Komplexität dieser Informationen zu bewältigen und komplizierte Phänomene im Inneren der Erde zu erlernen, die für Menschen schwer verständlich sind.

Erster kommerzieller Erfolg nach 30 Jahren

Zanskar gab bekannt, mit KI ein blindes geothermisches System in der westlichen Wüste von Nevada entdeckt zu haben. Das Unternehmen behauptet, dies sei das erste blinde System seit über 30 Jahren, das identifiziert und als kommerzieller potenzieller Standort bestätigt wurde.

Das Reservoir, das das Unternehmen „Big Blind“ nennt, erreicht eine Temperatur von etwa 121 Grad Celsius. Es ist etwa 823 Meter tief. Zanskar hat seine Technologie bereits erfolgreich bei anderen Explorationsprojekten eingesetzt – unter anderem für die Wiederbelebung eines Geothermie-Kraftwerks in New Mexico.

Außerdem gelang eine Entdeckung an einem zuvor zwar erkundeten, aber noch nicht entwickelten Standort. Nach Angaben des Mitbegründers und CTO Joel Edwards steht das Unternehmen am Anfang der Erkundung einer „Welle“ neuer, natürlich vorkommender Geothermiesysteme, die genug Wärme für zukünftige Kraftwerke bieten.

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