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Nächster Solar-Moment? China will europäische Wärmepumpen-Branche kapern

06. März 2026 um 13:30

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Wärmepumpen China Erneuerbare Energien Energiewende

China rückt den Wärmepumpenmarkt in den Fokus und will seine Kapazitäten mit einem ambitionierten Aktionsplan massiv ausbauen. Für europäische Anbieter wächst damit der Wettbewerbsdruck – und die Sorge vor einem Déjà-vu wie bei der Solarindustrie.

Wärmepumpen gelten als zentrale Technologie der Energiewende im Gebäudesektor, weil sie fossile Heizsysteme ersetzen und den CO2-Ausstoß von Gebäuden drastisch senken können. Da sie vorwiegend Strom nutzen, der zusätzlich zunehmend aus erneuerbaren Quellen stammt, sind sie ein wichtiger Baustein für das Erreichen der Klimaziele und die zunehmende Unabhängigkeit von Gas und Öl.

Allein im Jahr 2025 wurden in Deutschland laut dem Bundesverband Wärmepumpe (BWP) rund 299.000 neue Wärmepumpen installiert. Ein Plus von rund 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024, in dem nur rund 193.000 Wärmepumpen hinzukamen.

Der wachsende Markt ruft jedoch auch internationale Hersteller auf den Plan. Besonders deutlich zeigt sich das am Beispiel China, das mit einem staatlich gesteuerten „Aktionsplan zur Förderung einer hochwertigen Entwicklung in der Wärmepumpenindustrie“ gezielt den massiven Ausbau des Wärmepumpensektors vorantreiben will.

Der Bundesverband Wärmepumpe hat dieses Aktionspapier veröffentlicht und ausgewertet. Der BWP geht davon aus, dass daraus resultierend „steigender Wettbewerbsdruck für die europäische Wärmepumpenindustrie erwartet werden kann“.

Sind bald alle Wärmepumpen „Made in China“?

Der Aktionsplan zeigt, dass China Wärmepumpen als Schlüsseltechnologie für die Energiesouveränität und die Erreichung von Klimazielen und zur CO2-Reduktion einschätzt. Bis zum Jahr 2030 sieht der Plan konkrete Ziele vor. So will China unter anderem die Effizienz von Wärmepumpen um mehr als 20 Prozent steigern.

Zusätzlich sollen die Fertigungs- und F&E-Kapazitäten für Wärmepumpen kontinuierlich verbessert werden. Es sollen in diesem Zeitraum Durchbrüche bei Kerntechnologien wie Hochleistungs-Hochtemperatur-Wärmepumpen, hocheffizienten Kompressoren und neuartigen Kältemitteln erarbeitet werden.

Doch China will im Bereich der Wärmepumpen nicht nur in Forschung und Entwicklung und im Ausbau im eigenen Land vorankommen. Auch ein „ausgebauter internationaler Wettbewerbsvorteil“ wird bis zum Jahr 2030 konkret als Ziel im Strategiepapier aufgeführt.

Der Bundesverband Wärmepumpe liest daraus, „dass China einen breiten und politisch gestützten Nachfragehochlauf fördern möchte“. Denn der Plan umfasst nicht nur den Gebäudesektor, sondern zielt auch auf Industrie, Landwirtschaft und Verkehr ab. China könne so im Inland bereits einen breiten Markt abdecken – nicht nur einzelne Nischenprodukte.

Was bedeutet das für die Wärmepumpenindustrie in Europa?

Doch droht der europäischen Wärmepumpenindustrie damit nun ein Szenario, das viele aus der Solarbranche nur zu gut kennen? Innerhalb weniger Jahre hatten chinesische Hersteller dort mit massiver staatlicher Unterstützung, hohen Stückzahlen und niedrigen Preisen große Teile der hiesigen Produktion verdrängt.

Wegfallende staatliche Subventionen taten ihr übriges für die deutsche Solarbranche. Angesichts des rasch wachsenden Wärmepumpenmarkts wächst nun die Sorge, dass sich diese Entwicklung wiederholen könnte.

EU-Kommissar Stéphane Séjourné fordert auch deshalb in einem Gastkommentar im Handelsblatt: „Wir müssen ein für alle Mal eine echte europäische Präferenz in unseren strategisch wichtigsten Sektoren etablieren.“

Vor allem auch im Hinblick auf die Wärmewende spiele der Energiesektor eine wichtige Rolle. „Ohne eine ehrgeizige, wirksame und pragmatische Industriepolitik ist die europäische Wirtschaft dazu verdammt, nur ein Spielplatz für ihre Konkurrenten zu sein“, meint Séjourne.

Auch der Bundesverband Wärmepumpe erwartet als Konsequenz aus den Bemühungen in China einen deutlich ansteigenden Wettbewerbsdruck. Denn mit den ehrgeizigen Plänen für das Steigern des Inlandsvolumens, die modernisierte Fertigung, zentral entwickelte Kernkomponenten und ein Vorantreiben der internationalen Standardisierung könnte chinesische Hersteller „ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich ausbauen“.

Für China bilde das Strategiepapier „die Grundlage für einen beschleunigten Markthochlauf der Wärmepumpentechnologie“. Das wiederum erhöhe den Qualitäts- und Konsolidierungsdruck im Markt.

Dadurch könne der Preisdruck bei Luft-Wasser-Wärmepumpen und einzelnen Komponenten in Europ steigern. Für europäische Endkunden erwartet der BWP ein breiteres Angebot zu „voraussichtlich sehr kompetitiven Preisen“.

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Forscher entwickeln Tofu-Batterie mit Lebensdauer von 328 Jahren

06. März 2026 um 05:45

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Tofu-Batterie Wasserbatterie Akku China

Forscher haben eine wasserbasierte Batterie mit einem pH-neutralen Elektrolyten entwickelt, die nicht brennbar und extrem langlebig ist. In Labortests überstand der Energiespeicher Hunderttausende Ladezyklen, was rechnerisch einer Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten entspricht. Könnte die „Tofu-Batterie“ ein Schritt in Richtung sichere und nachhaltige Großspeicher sein?

Ohne Batteriespeicher kann die Energiewende nicht gelingen. Denn ohne sie lässt sich Strom aus Wind- und Solaranlagen nicht zuverlässig speichern oder bedarfsgerecht abrufen.

Da erneuerbare Energien abhängig von Wetterlage und Tageszeiten sind, braucht es leistungsfähige, sichere und langlebige Speicher. Denn nur so können Versorgungssicherheit und Netzstabilität sichergestellt und Klimaziele erreicht werden.

Schätzungen zufolge wird der Markt für Batterie-Energiespeichersystemen (BESS) bis zum Jahr 2030 deshalb auf einen Wert von bis zu 150 Milliarden US-Dollar ansteigen. 2023 lag die Zahl weltweit noch zwischen 44 und 55 Milliarden US-Dollar.

Doch derzeit dominierenden Batteriesysteme, wie beispielsweise Lithium-Ionen-Akkus, stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Doch nicht nur ihre teure und ressourcenintensive Produktion sind nachteilig, auch die hohe Brennbarkeit der verwendeten Materialien ist problematisch.

Zusätzlich verlieren sie mit der Zeit deutlich an Kapazität, was vor allem die Nutzung in stationären Großspeichern wenig praktikabel macht. Wissenschaftler weltweit forschen daher an alternativen Energiespeichern.

Forscher der City University of Hong Kong und der Southern University of Science and Technology haben nun ein System vorgestellt, das die bekannten Sicherheits- und Haltbarkeitsprobleme herkömmlicher Batterien gezielt umgeht. Die wasserbasierte Batterie arbeitet mit einem pH-neutralen Elektrolyten, ist nicht brennbar und zeigt selbst nach einer enorm hohen Anzahl an Ladezyklen kaum Alterungserscheinungen.

„Tofu-Batterie“ überdauert 120.000 Ladezyklen

Die sogenannte „Tofu-Batterie“ könnte eine neue Generation von Energiespeichern bedeuten. Durch den Einsatz eines wasserbasierten und pH-neutralen Elektrolyten ist sie nicht nur nachhaltig, sondern auch sicher.

Denn bei der Herstellung kommen keine brennbaren oder giftigen Chemikalien zum Einsatz. Statt herkömmlichen Säuren und Laugen haben die Forscher neutrale Magnesium- und Calciumsalze als Elektrolyt verwendet. Diese werden so ähnlich auch bei der Herstellung von Tofu eingesetzt.

Auch bei der negativen Elektrode setzen die Forscher auf eine Alternative. Während hier normalerweise metallbasierten Materialien genutzt werden, setzen die Forscher auf ein eigens entwickeltes Material aus kovalenten organischen Polymeren.

„Im Vergleich zu herkömmlichen wässrigen Batteriesystemen bietet das neue System eine außergewöhnliche Langzeitstabilität und ist unter neutralen Bedingungen umweltfreundlicher“, erklären die Forscher in ihrer Studie, die im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht wurde. „Die Elektrolyte wässriger Batterien sind meist sauer oder alkalisch, was zu unvermeidlichen Nebenreaktionen führt.“

Durch den Einsatz eines Elektrolyten mit einem pH-Wert von 7 können die Forscher solche Nebenreaktionen umgehen. Die Zellen sollen außerdem „umweltverträglich und ungiftig“ und „direkt in die Umwelt entsorgt werden“.

„Tofu-Batterie“ kann Lebensdauer von mehr als 300 Jahren erreichen

In den Labortests der Forscher blieb die „Tofu-Batterie“ über 120.000 Ladezyklen stabil. Hochgerechnet kommt sie somit auf eine Lebensdauer von mehr als 300 Jahren. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher Smartphone-Akku überdauert lediglich einige Hundert Ladezyklen, bevor seine Kapazität merklich absinkt.

Allerdings ist das neuartige Batteriesystem der Forscher kaum für mobile Geräte wie Smartphones oder Smartwatches gedacht. Denn aufgrund ihrer Größe eignet es sich eher für Großspeicher.

Bei einem Spannungsintervall von 2,2 Volt kommt die „Tofu-Batterie“ auf eine spezifische Energie von bis zu 48,3 Wattstunden je Kilogramm. Damit liegt sie zwar unter der Energiedichte eines herkömmlichen Smartphone-Akkus, für wässrige organische Batterie erreicht sie damit allerdings einen hohen Wert.

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Denkzettel für Deutschland: Energiepolitik zerschellt im Iran

05. März 2026 um 11:00

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Spritpreise Iran deutsche Energiepolitik Öl Gas

Der Iran-Krieg ist geografisch zwar weit von Deutschland entfernt, ökonomisch ist er aber längst hier angekommen. Grund ist die Sperrung der Straße von Hormus seitens des Iran, durch die jeweils rund 20 Prozent der globalen Öl- und Gasversorgung abgewickelt werden. Die Folge: Die Öl-, Sprit- und Gaspreise steigen weltweit. Doch als hätte es keine Warnungen gegeben, setzt die Union seit geraumer Zeit wieder vermehrt auf fossile Energien und verschleppt den Ausbau der Erneuerbaren. Eine kommentierende Analyse.

Energie als Druckmittel und Politikum

  • Die Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen den Küsten des Irans und des Omans. Durch sie verläuft der gesamte Schiffsverkehr von und zu den Öl- und Gashäfen Kuwaits, Katars, Bahrains, des Iraks, der Vereinigten Arabischen Emirate und des Irans. Hinzu kommt der größte Teil des saudi-arabischen Verkehrs. Über die Straße von Hormus werden 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung (LNG) abgewickelt.
  • Aktuell stecken mehrere Öl- und Gastanker aufgrund einer Blockade des Iran in der Straße von Hormus fest. Das Mullah-Regime setzt Energie damit als Druckmittel und Politikum ein. Die Diesel- und Benzinpreise in Deutschland haben laut ADAC daraufhin teilweise die Zwei-Euro-Marke überschritten und sind um bis zu 20 Cent pro Liter gestiegen. Die Kosten für 100 Liter Heizöl legten um rund 30 Euro zu. Der Gaspreis hat sich hingegen binnen weniger Tage fast verdoppelt. (Stand: 4. März 2026)
  • Statt den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben, um Strom lokal und unabhängig von geopolitischen Konflikten sowie Abhängigkeiten zu produzieren, setzen CDU/CSU seit geraumer Zeit wieder mehr auf fossile Energie. Das sogenannte Heizungsgesetz soll etwa abgeschafft werden, um wieder Öl- und Gasheizungen zu erlauben. Für Solaranlagen auf Hausdächern soll es keine Förderung mehr geben. Statt den Netzausbau zu forcieren, will das Wirtschaftsministerium den Ausbau von Wind- und Solarkraft in einigen deutschen Regionen sogar gänzlich stoppen.

Iran-Krieg: Deutsche Energiepolitik am Scheideweg

Kriege mögen geografisch fern erscheinen, schlagen ökonomisch aber auch hierzulande ein. Der Iran-Krieg ist da keine Ausnahme. Doch wer wie die Union weiterhin auf fossile Abhängigkeiten setzt, anstatt den Ausbau der Erneuerbaren zu forcieren, spielt ein riskantes Spiel.

Denn die Straße von Hormus zeigt erneut, dass fossile Energien ein perfides Wettrennen zwischen Politik und Marktmechanismen offenbaren und die Gas-, Öl- und damit letztlich auch die Spritpreise erheblich erschüttern. Zugegeben: Auch die Erträge aus Solar- und Windkraft können schwanken, doch sie tanzen nach einem ganz anderen Takt – und zwar klimafreundlich, lokal und unabhängig von Mullahs, Monarchen oder Marktspekulanten.

Wer dieser Tage ein Elektroauto, eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage sein Eigen nennt, ist gegen solche Preisschocks hingegen überwiegend immunisiert. Öl und Gas sind nicht nur ohnehin schon teurer. Die Abhängigkeit von fossilen Energien ist ein hausgemachtes Problem.

Theoretisch dürfte es zumindest kurzfristig nicht zu Versorgungsengpässen kommen, da es noch Öl und Gas gibt und Blockaden umgangen werden können. Doch das Problem ist nicht die physische Knappheit, sondern Preishascherei und geopolitische Erpressbarkeit. Wer hier nicht umdenkt, sitzt bald auf einem finanziellen Pulverfass.

Stimmen

  • Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in einem Interview bei Bericht aus Berlin: „Deutschland erhält über die Straße von Hormus keine signifikanten Mengen an LNG. Auch beim Öl ist es so, dass unsere Hauptbezugsquellen nicht von dort stammen. Was wir beobachten werden, sind die Preisentwicklungen, aber mit Sicherheit keine Knappheit. Wir haben unsere Öl- und Gaslieferungen diversifiziert. Es kann zu Preissteigerungen kommen. Das hängt von vielen Faktoren ab. Unter anderem davon, wie lange der Konflikt anhält.“
  • Herbert Rabl, Sprecher des Tankstellen-Interessenverband e.V., gegenüber der BILD: „Es gibt überhaupt keinen Grund, momentan – gestern nicht, heute nicht – die Preise zu erhöhen. Es ist reine Abzocke. Bis der teure Ölpreis bei uns in Deutschland ankommt, vergeht mindestens eine Woche.“ Er fordert: „Einmal am Tag dürfen die Preise erhöht werden und danach geht es nur noch nach unten – wie das in Österreich seit Jahren funktioniert. Es wäre schön, wenn die Politik gegenüber den großen Konzernen ein bisschen mehr Eier in der Hose hätte.“
  • Grünen-Chef Felix Banaszak kritisierte die Bundesregierung in einer Pressekonferenz scharf: „Auf diese Erschütterungen an den Märkten muss eine deutsche Bundesregierung reagieren. Die Reaktion auf die geopolitische Lage ist, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu intensivieren. Das Richtige in dieser Situation wäre doch jetzt, dass wir uns so schnell wie möglich von Gas und Öl unabhängig machen, statt weiter die politische Ambition in Abhängigkeit von Gas und Öl zu richten.“

Denkzettel für die deutsche Energiepolitik?

Die aktuellen Preisschocks sind ein Denkzettel für die Energiepolitik der Bundesregierung – vor allem aber für die Union. Denn statt den Ausbau der Erneuerbaren zu hemmen, sich von Lobbyisten einlullen zu lassen und auf fossile Energien zu setzen, wären Investitionen in Solar- und Windkraft sowie Energiespeicher in Kombination mit einer Forcierung des Netzausbaus perspektivisch deutlich sinnvoller – vor allem mit Blick auf das Portemonnaie der Verbraucher.

Klar: Die Preise wären auch ohne die politischen Entscheidungen der Union gestiegen, da Deutschland nach wie vor von Öl und Gas abhängig ist und es auch künftig in einem gewissen Maß sein wird. Aber die Lektion aus der Straße von Hormus sollte sein, dass diese Entscheidungen vor allem perspektivisch falsch sind. Wer jetzt noch Öl und Gas hofiert, spielt ein riskantes Doppelspiel mit bezahlbaren Energiepreisen in Deutschland.

Kurzum: Der Iran-Krieg zeigt, dass geopolitische Risiken nicht wegdiskutiert werden können und dass fossile Rückschritte teuer erkauft werden. Denn wer glaubt, dass Großmachtpolitik, die Kriege im Iran und der Ukraine sowie weltweite Unsicherheiten, die die Öl- und Gaspreise beeinflussen, nur eine Momentaufnahme sind, irrt gewaltig und hat die Weltwirtschaft nicht verstanden.

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KI senkt Energiekosten: Hessen heizt nur noch, wenn es sinnvoll ist

04. März 2026 um 05:45

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KI gegen Energiekosten

Fünf hessische Gemeinden erproben derzeit ein KI-System, das die Energiekosten in öffentlichen Gebäuden senken soll. Es soll Heizung und Beleuchtung in Echtzeit an die Menschen in einem Raum anpassen. 

Laufen Heizungen in Kindergärten bald nicht mehr nach der Uhrzeit, sondern nach der Anzahl der Kinder im Raum?  Zugegeben: Diese Idee mag auf den ersten Blick etwas abstrakt erscheinen, könnte aber bald Realität werden. Denn in fünf Gemeinden des Schwalm-Eder-Kreises soll eine speziell entwickelte Künstliche Intelligenz in öffentlichen Gebäuden wie Kitas, Rathäusern und Friedhofshallen für massive Energieeinsparungen sorgen.

Der Ansatz ist relativ simpel: Die KI erkennt, wie viele Menschen in einem Raum sind und passt daraufhin Heizung und Beleuchtung in Echtzeit an. Der Hintergrund ist, dass viele Kommunen sich durch hohe Energiekosten einer starken finanziellen Belastung ausgesetzt sehen.

Schwimmbäder, Rathäuser oder Turnhallen müssen etwa beheizt und beleuchtet werden, auch wenn die Räume nur teilweise oder gar nicht genutzt werden. Genau hier soll das neue KI-System Abhilfe schaffen, indem es Gebäude künftig bedarfsgerecht mit Strom und Wärme versorgt. Statt starren Zeitplänen entscheiden Sensoren, ob die Heizung aufgedreht oder das Licht angeschaltet wird. Ist niemand im Raum, bleiben Licht und Heizung aus.

Intelligente Steuerung: KI reduziert Energiekosten

Das Projekt, das mit 1,2 Millionen Euro aus einem Förderprogramm des Landes Hessen unterstützt wird, baut auf einem bereits abgeschlossenen Vorhaben auf. In den beteiligten Gemeinden Bad Zwesten, Borken, Jesberg, Neuental und Wabern installierten Fachbetriebe bereits erste digitale Thermostate, CO2-Messgeräte und Stromsensoren in den Gebäuden.

Diese erste Bestandsaufnahme, so Digitalisierungsbeauftragter Michael Meichsner, war entscheidend, um einen unnötigen Verbrauch überhaupt zu identifizieren. So konnte das Land in einer Veranstaltungshalle schon ohne die KI eine kontinuierlich laufende Lüftungsanlage anpassen und Einsparungen in Höhe von 10.000 Euro pro Jahr erzielen.

Das neue KI-System soll diese manuellen Anpassungen nun komplett übernehmen und perfektionieren. Beispielsweise in der Kita Lummerland in Neuental, in der Kinder in sechs verschiedenen Gruppenräumen untergebracht sind. Bisher regelt der Betreiber dort alles über Kalender oder schaltet die Heizung von Hand an und aus.

KI erkennt Anzahl an Menschen über Atemluft

In Zukunft sollen CO2-Messgeräte über die Atemluft erkennen, wie viele Kinder sich gerade im Raum aufhalten. Die KI wertet diese Daten dann aus und stellt die Heizung jederzeit bedarfsgerecht ein. Das soll nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen menschlichen Vorteil haben. Denn Betreuer würden so entlastet und hätten mehr Zeit für die Kinder.

Die Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis sehen sich als Vorreiter, insbesondere im ländlichen Raum. Sie hoffen, dass ihre Erfahrungen eine Blaupause für ähnliche Projekte in ganz Hessen sein werden. Die Vorteile liegen auf der Hand. Denn das Projekt spart nicht nur Geld, das dann an anderer Stelle in Angebote wie Schwimmbäder oder Jugendzentren investiert werden kann.

Es ist auch ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Die KI hilft, den Energieverbrauch zu senken und so Ressourcen zu schonen. Es ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie Technologie einen konkreten, positiven Einfluss auf den Alltag haben kann und wie wir im Kampf gegen steigende Energiekosten ein unsichtbares, aber sehr smartes Hirn zu Hilfe nehmen können.

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Solar-Förderstopp: Lobby-Ministerin plant Geschenk für Ex-Arbeitgeber E.ON

02. März 2026 um 11:00

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Solar Förderung Stopp Reiche Solaranlagen Einspeisevergütung

Das Bundeswirtschaftsministerium will unter der Leitung von Ministerin Katharina Reiche (CDU) die Förderung für kleine Solaranlagen auf Hausdächern abschaffen. Das Vorhaben würde nicht nur vielen Verbrauchern Steine in den Weg legen, sondern auch der deutschen Wirtschaft und dem Klimaschutz schaden. Eine kommentierende Analyse.

Wirtschaftsministerium will Förderung von Solaranlagen stoppen

  • Das Bundeswirtschaftsministerium will die Förderung für neue, kleine Solaranlagen einstellen. Das geht aus einem aktuellen Arbeitsentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) umkrempeln soll. Vor allem kleine Solaranlagen seien demnach bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich, da die Anschaffungskosten gesunken sind. Geht es nach dem Wirtschaftsministerium, soll es künftig keine Förderung für Anlagen unter 25 Kilowatt installierter Leistung mehr geben.
  • Bisher erhielten private Betreiber von Solaranlagen als Förderung zwischen 6,73 und 12,34 Cent pro Kilowattstunde erzeugtem Strom. Diese Vergütung soll gestrichen werden. Netzbetreiber müssten sich zudem nicht mehr verpflichten, Strom abzunehmen. Anlagenbetreiber sollen stattdessen selbst einen Abnehmer suchen und mindestens 50 Prozent des erzeugten Stroms verbrauchen. Für Solaranlagen mit weniger als sieben Kilowatt installierter Leistung würde ein intelligenter Stromzähler bis Ende 2028 Pflichtauflage werden.
  • Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGov im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft würden sich nur noch 40 Prozent der 1.048 befragten Immobilienbesitzer eine Solaranlage kaufen, falls die Förderung gestrichen wird. Dem Verband zufolge ist die Nachfrage für Solaranlagen im Heimsegment seit zwei Jahren stark rückläufig.

Keine Politik im Sinne der deutschen Wirtschaft

Wer ab März 2026 noch behauptet, dass die Bundesregierung mit Blick auf die europäischen Klimaschutzziele, an denen sie nach wie vor festhält, noch auf Kurs ist, der verdrängt die Realität. Denn: Studien zufolge stand die anvisierte Klimaneutralität bereits zuvor auf der Kippe.

Doch nun will Lobbyismus-Ministerin Katherina Reiche die Förderung von Solaranlagen auf Hausdächern streichen, Öl- und Gasheizungen wieder erlauben und den Solar- und Windkraftausbau sogar teilweise stoppen. Damit – man muss es leider so hart sagen – macht Reiche keine Politik im Sinne der deutschen Wirtschaft, sondern im Sinne der Fossil-Lobby und Großkonzerne, die ihre Geschäftsmodelle lieber konservieren als transferieren wollen.

Zugegeben: Es ist nicht alles nachhaltig, was grün glänzt. Das Stromsystem ächzt im Sommer etwa in der Mittagssonne. Es braucht einen gewissen Anteil an Gaskraftwerken als Reserve. Und ja: Die Förderlandschaft ist komplex und sollte auch entsprechend der Realität angepasst werden. Aber zwischen Reform und Kahlschlag liegt ein Unterschied.

Denn wer die Vergütung streicht, die Abnahmeverpflichtung kippt, 50 Prozent Eigenverbrauch vorschreibt und zusätzlich Smart-Meter-Pflichten auflädt, baut keine Brücke ins neue Energiesystem, sondern eine Mauer. Hinzu kommt, dass der Nutzen dezentraler Solarenergie nicht im Vorgarten endet.

Jedes eingespeiste Sonnenkilowatt kommt nämlich in Form von nachhaltigem und günstigem Strom der Allgemeinheit zugute, reduziert Importe, stärkt die Versorgungssouveränität und dämpft langfristig die Preise. Doch statt Netzbetreiber stärker in die Verantwortung zu nehmen und Flexibilität intelligent zu organisieren, werden Bürgern und kleinen sowie mittelständischen Betrieben Steine in den Weg gelegt.

Stimmen

  • Im geleakten Entwurf zur geplanten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes heißt es: „Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das zentrale Instrument, um eine treibhausgasneutrale Stromversorgung auf Basis eines wachsenden Anteils erneuerbarer Energien zu erreichen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll stetig, kosteneffizient, umweltverträglich und netzverträglich erfolgen. Das EEG bedarf aus einer Reihe von Gründen einer grundlegenden Neuordnung.“
  • Verena Fluri, Expertin für Energiewirtschaft am Fraunhofer Institut und Autorin einer Studie zur Direktvermarktung von kleinen PV-Anlagen erläutert: „Unsere Studie zeigt, dass die Prozesse in der Direktvermarktung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht reif für eine großskalige Nutzung im PV-Eigenheimsegment sind. Ein Wechsel in die Direktvermarktung würde die Wirtschaftlichkeit von PV-Kleinanlagen deutlich verschlechtern und viele neue Anlagen unwirtschaftlich machen.“
  • Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH), in einem Statement: „Dieser EEG-Entwurf ist ein beispielloser Angriff auf die Bürgerenergie und ein Geschenk an die fossile Lobby. Die Bundesregierung verabschiedet sich damit faktisch von ihren eigenen Klimazielen. Statt den Solarausbau auf Millionen Dächern massiv zu beschleunigen, werden private Anlagen finanziell ausgetrocknet, in eine realitätsferne Direktvermarktung gezwungen und durch zusätzliche Auflagen unrentabel gemacht.“

Solar-Förderstopp würde Arbeitsplätze gefährden

Sollte die geplante Reform Realität werden, droht der Solarausbau im Eigenheimsegment weiter einzubrechen. Ohne Vergütung und mit unsicherer Direktvermarktung könnte aus Zurückhaltung ein Stillstand werden. Damit gerät nicht nur das Ausbauziel ins Wanken, sondern auch das Versprechen, Klimaschutz als Gemeinschaftsprojekt zu denken – mit potenziell teuren Folgen bis hin zu EU-Strafzahlungen.

Auch ökonomisch ist der Kurs riskant. Denn: Wenn weniger günstiger Solarstrom ins Netz eingespeist wird, steigt zwangsläufig der Anteil teurerer Kohle- und Gaskraft – und damit der Druck auf die Strompreise. Zwar sollen größere Anlagen weiter gefördert werden. Davon würden aber vor allem Großkonzerne wie E.ON (Ex-Arbeitgeber von Katherina Reiche) und RWE profitieren. Doch eine Energiewende, die sich auf Freiflächenparks verengt, verteuert Netzausbau und Verteilung, während Bürgerstrom vor Ort ungenutzt bleibt.

Hinzu kommt der arbeitsmarktpolitische Faktor: Rund 100.000 Menschen arbeiten in der Solarbranche. Wenn das Dachgeschäft einbricht, geraten Handwerksbetriebe, Planer und Zulieferer unter Druck. Tausende Arbeitsplätze stünden in Gefahr. Ja, Module sind günstiger geworden und rechnen sich mancherorts auch ohne Förderung. Aber ohne klare Anreize und faire Marktbedingungen wird der technologische Fortschritt ausgebremst.

Kurzum: Es ist zwar richtig, dass Solaranlagen besser in das Stromsystem integriert werden müssen. Der Entwurf sieht dafür aber schlichtweg keine Anreize vor. Statt die Netzbetreiber in die Pflicht zu nehmen und es privaten Erzeugern zu ermöglichen, ihren Strom selbst und direkt zu vermarkten, stellt man sich hin und predigt Klimaschutz, nimmt aber in Kauf, dass die Abhängigkeiten von Kohle und Öl bestehen bleiben. Was für ein verlogener Irrsinn!

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Blaue Energie: Winzige Bläschen erzeugen Strom aus Wasser

28. Februar 2026 um 06:00

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blaue Energie

Wenn Flüsse auf das Meer treffen entsteht sogenannte blaue Energie. Forschern ist es nun gelungen, diese mithilfe winziger Bläschen in Strom umzuwandeln. 

Salzwasser enthält viele gelöste Ionen, während Süßwasser eine deutlich geringere Konzentration aufweist. Die kontrollierte Wanderung dieser Teilchen in Richtung der niedrigeren Konzentration lässt sich durch eine selektive Membran als Energiequelle einfangen. Bisher standen Forscher jedoch vor physikalischen Grenzen bei der Geschwindigkeit dieser Ionenbewegung.

In vielen Membranen behindern sich die Geschwindigkeit des Ionenflusses und die Präzision der Ladungstrennung gegenseitig. Materialien, die Teilchen schnell hindurchlassen, verlieren oft die Fähigkeit, die Ladungen sauber zu trennen. Zudem erschwerten ein mechanischer Druck und lange Laufzeiten den stabilen Einsatz solcher Systeme außerhalb von Laborbedingungen.

Liposomen in stalaktitenförmigen Poren

Ein Team der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) unter der Leitung von Aleksandra Radenovic präsentiert nun eine Lösung für diese Engpässe. Die Forscher kombinieren die poröse Struktur von Polymermembranen mit präzise gesteuerten Kanälen. Dieser hybride Ansatz ermöglicht eine hocheffiziente Energieumwandlung in einem skalierbaren Format.

Im Zentrum der Entwicklung stehen stalaktitenförmige Nanoporen, die in eine Membran aus Siliziumnitrid eingebettet sind. Um den Widerstand zu senken, beschichteten die Wissenschaftler diese winzigen Kanäle mit mikroskopisch kleinen Fettbläschen, sogenannten Liposomen. Ohne diesen Überzug bewegen sich Ionen nur sehr schleppend und präzise durch die Poren.

Nach der Behandlung bildetenn die Liposomen eine Lipid-Doppelschicht, wie sie auch in natürlichen Zellmembranen vorkommt. Durch diese Beschichtung gleiten die Teilchen mit weitaus weniger Reibung hindurch. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung des Ionenflusses und verbessert die Gesamtleistung des Systems.

Blaue Energie: Effizienz durch besondere Beschichtung

Die wasseranziehenden Köpfe der Lipidschichten halten einen extrem dünnen Wasserfilm von nur wenigen Molekülen Dicke fest. Diese Schicht wirkt wie eine Gleitbahn aus Eis, auf der die Ionen fließen, ohne die Porenwände direkt zu berühren. Durch diese Minimierung des Kontakts sinkt die Reibung massiv ab.

Für einen Praxistest ordnete das Team tausend dieser Nanoporen in einem hexagonalen Muster an. Die Anlage erzeugt unter Bedingungen einer natürlichen Flussmündung eine Leistungsdichte von rund 15 Watt pro Quadratmeter. Damit übertrifft die Technologie die Leistung herkömmlicher Polymermembranen um das Zwei- bis Dreifache.

Laut dem Forscher Tzu-Heng Chen ermöglicht die Kontrolle über Geometrie und Oberflächeneigenschaften ein gezieltes Design des Ionentransports. Die Studie belegt experimentell, dass sich Ionenfluss und Selektivität gleichzeitig steigern lassen. Damit bewegt sich die Forschung weg von reinen Leistungstests hin zu einer echten Design-Ära für blaue Energie.

Erstautor Yunfei Teng betont, dass das Prinzip der Hydrationsschmierung universell ist und über die Energiegewinnung hinausgeht. Die Entdeckung der verbesserten Transportmechanismen lässt sich auf viele weitere Geräte übertragen. Die Forschungsergebnisse erschienen am 16. Februar 2026 in der Fachzeitschrift Nature Energy.

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Atommüll: Teilchenbeschleuniger soll Strahlung um 99 Prozent reduzieren

26. Februar 2026 um 13:30

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Atommüll Teilchenbeschleuniger Umwelt Umweltschutz Atomkraftwerke

Ein Forschungsinstitut in den USA arbeitet an einer neuen Methode, bei der Teilchenbeschleuniger die Strahlung von hochradioaktivem Atommüll stark reduzieren. Das Projekt könnte langfristig die Lagerzeiten von Atommüll auf wenige hundert Jahre verkürzen.

Hochradioaktiver Atommüll entsteht vor allem beim Betrieb von Kernkraftwerken, wenn die genutzten Brennelemente ihre Energie abgegeben haben und deshalb nicht weiter genutzt werden können. Trotz des Ausstiegs einzelner Länder spielt die Atomkraft weltweit noch immer eine bedeutende Rolle.

In vielen Ländern gilt sie als verlässliche Quelle für emissionsarmen Strom und trägt einen erheblichen Anteil zur globalen Energieversorgung bei. Allein im Jahr 2024 wurden weltweit durch Kernkraft rund 2,76 Petawattstunden Strom erzeugt, im Jahr 2020 waren es noch rund 2,54 Petawattstunden. Zum Vergleich: Der Bruttostromverbrauch Deutschlands betrug im Jahr 2024 rund 528 Terawattstunden, also 0,528 Petawattstunden.

Atommüll gilt als eines der größten ungelösten Umweltprobleme unserer Zeit. Denn hochradioaktive Abfälle bleiben über Zehntausende Jahre gefährlich. Forscher des Jefferson Labs in den USA arbeiten deshalb nun im Auftrag des Department of Energy an einer neuen Technik, die die Strahlung von hochradioaktivem Atommüll stark reduzieren soll.

Teilchenbeschleuniger soll Atommüll schneller unschädlich machen

In einem typischen modernen Leichtwasserreaktor entstehen pro Jahr rund 20 Tonnen hochradioaktive Abfälle in Form von abgebrannten Brennelementen. Zusätzlich entstehen noch weitere schwach- oder mittelradioaktive Abfälle.

Forscher des Jefferson Labs arbeiten derzeit an einer Möglichkeit, den Umgang mit diesen Abfällen zu verändern. Dafür haben sie eine Förderung in Höhe von 8,17 Millionen US-Dollar aus dem Programm Nuclear Energy Waste Transmutation Optimized Now (NEWTON) erhalten.

Mithilfe dieses Fundings sollen sie in den kommenden 30 Jahren eine Technik entwickeln, um den gesamten Kernkraft-Atommüll der USA zu bearbeiten. Zum Einsatz kommen sollen dabei Teilchenbeschleuniger, die die radioaktive Strahlung deutlich reduzieren können. Die Forscher sprechen von bis zu 99 Prozent.

„Aufbauend auf unseren eigenen Erfolgen in der Entwicklung modernster Beschleunigertechnologien für wissenschaftliche Entdeckungen sind wir überzeugt, dass wir mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung einen wertvollen Beitrag leisten können“, erklärt Rongli Geng, einer der Hauptverantwortlichen des Förderprojekts sowie Leiter der Abteilung SRF Science & Technology in der Beschleunigerbetriebs-, Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Jefferson Lab.

Transmutation soll Atommüll weniger schädlich machen

Die Forscher arbeiten an einer Weiterentwicklung ihrer bestehenden Systeme. Ziel sei es wirtschaftlich tragbares Verfahren zu entwickeln, das die Transmutation von Atommüll rentabel macht.

Dabei sollen hochradioaktive Elemente mit der Hilfe von Teilchenbeschleunigern in weniger radioaktive, kurzlebigere Materialien umgewandelt werden. Als Nebenprodukt soll außerdem gleichzeitig zusätzlicher Strom erzeugt werden.

Zum Einsatz kommen sollen dabei sogenannte Accelerator-driven system (ADS). Diese Hybridreaktoren bestehen aus einem Teilchenbeschleuniger, der einen Strahl hochenergetischer Protonen auf ein Zielmaterial, wie zum Beispiel flüssiges Quecksilber richtet. Dieses wiederum setzt dabei Neutronen frei, die auf Behälter mit abgebranntem Kernbrennstoff gerichtet werden.

„Diese Neutronen reagieren mit den unerwünschten Isotopen und wandeln sie in besser handhabbare Isotope um, die entweder für eine sinnvolle Anwendung getestet oder unterirdisch gelagert werden können. Anstatt beispielsweise eine Lagerdauer von 100.000 Jahren zu haben, kann diese auf 300 Jahre verkürzt werden“, so Geng.

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Bund grillt Heizungsgesetz – und regiert an der Realität vorbei

26. Februar 2026 um 11:00

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Heizungsgesetz Gebäudeenergiegesetz

Union und SPD haben sich in einem Eckpunktepapier auf eine Lockerung des sogenannten Heizungsgesetzes geeinigt. Demnach sollen alle Heizungsarten erlaubt bleiben – auch Öl und Gas. Die Förderung für Wärmepumpen würde aber bis 2029 bestehen bleiben. Mit Blick auf das Bundes-Klimaschutzgesetz sowie EU-Vorgaben steht das Vorhaben dennoch auf wackeligen Füßen. Eine kommentierende Analyse.

Heizungsgesetz: Alle Heizungen bald wieder erlaubt

  • Strenggenommen gibt es gar kein Heizungsgesetz in Deutschland. Der Begriff wird oft aber synonym zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) verwendet. Es wurde 2020 vom vierten Merkel-Kabinett verabschiedet. Wenn von einer Abschaffung des Heizungsgesetzes die Rede ist, ist meist Paragraf 71 gemeint – also nur ein kleiner Teil des GEG. Er schreibt vor, dass eine neue Heizung mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien einbinden muss.
  • Die GEG-Novelle, die als Heizungsgesetz bekannt ist, war von Anfang an umstritten. Der Grund: mangelnde Kommunikation. Einerseits zwischen den damaligen Koalitionspartnern der Ampelregierung. Andererseits aufgrund inhaltlicher Mängel und Widersprüche. Auch zahlreiche Medien haben zur Verunsicherung beigetragen. Viele glaubten etwa, dass sie ihre Heizung sofort gegen eine Wärmepumpe austauschen müssten, obwohl das nie vorgesehen war.
  • Die Union hat das sogenannte Heizungsgesetz zu einem Wahlkampfthema gemacht. Obwohl viele Handwerker sowie Heizungsbauer dagegen sind, wollen vor allem CDU/CSU es abschaffen. Laut der neuen Kompromiss-Regelung, auf die sich die Fraktionschefs von Union und SPD geeinigt haben, soll die Vorgabe, neue Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien zu betreiben, gestrichen werden. Heißt konkret: Auch Öl- und Gasheizungen wären wieder erlaubt, müssten aber mit einem soplenden Anteil klimafreundlicher Kraftstoffe betrieben werden (mindestens zehn Prozent ab 2029). Die Förderung für einen Austausch alter Heizungen durch eine Wärmepumpe soll bestehen bleiben.

Ein Geschenk an die Fossil-Lobby

Die geplanten Änderungen des Gebäudeenergiegesetzes könnten im Idealfall ein Tropfen auf dem heißen Stein der Fossil-Lobby sein. Denn Wärmepumpen sind in vielen Fällen deutlich effizienter und kostengünstiger als Öl- und Gasheizungen – vor allem langfristig. Das liegt einerseits an sinkenden Strompreisen und weniger Abhängigkeiten. Andererseits, weil Wärmepumpen schlichtweg immer effizienter werden.

Die Aufregung rund um die Debatte scheint hier und da deshalb durchaus übertrieben. Doch sie ist nachvollziehbar. Denn die Regierung sendet irreführende Signale, anstatt Aufklärungsarbeit zu leisten. Sollten Verbraucher, für die eine Wärmepumpe eigentlich die sinnvollere Lösung wäre, darauf hereinfallen, könnte das doppelten Schaden anrichten. Nämlich: für das Klima und für ihr Portemonnaie.

Denn: Der Zickzackkurs der deutschen Politik verunsichert nicht nur, sondern ermutigt Verbraucher mitunter zum Einbau neuer Öl- und Gasheizungen. Zugegeben: Auch diese sind effizienter geworden und können in Einzelfällen sogar die sinnvollere Wahl sein. Doch: Wer aufgrund eines populistischen Wahlversprechens die 65-Prozent-Regel streicht, verabschiedet sich von den europaweiten Klimazielen – zumal der Gebäudesektor nach wie vor einer der größten CO2-Emittenten ist.

Sollte das geplante Geschenk an die Öl- und Gaslobby die berechtigten Befürchtungen bestätigen, drohen nicht nur Verbrauchern hohe Kosten, sondern auch dem Bundeshaushalt. Nämlich dann, wenn die EU aufgrund einer Nichteinhaltung der europäischen Klimaschutzziele mit Bußgeldern sanktioniert.

Besonders verheerend wäre dann auch die soziale Dimension: Millionen Mieter würden an teure Öl- und Gasheizungen gefesselt, ohne selbst entscheiden zu können. Denn letztlich müssten sie die Kosten dafür tragen, dass sich die Fossil-Lobby wieder einmal durch soplende Interessen durchgesetzt hat und die Regierung an der Realität vorbeiregiert.

Stimmen

  • Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) bei der Präsentation des neuen Eckpunktepapiers: „Alle Heizungsarten sind wieder möglich. Das neue Gebäudeenergiegesetz wird technologieoffener, flexibler, praxistauglicher, einfacher. Die überbürokratisierenden Paragrafen 71 bis 71p und Paragraf 72 werden gestrichen. Die 65-Prozent-Vorgabe fällt weg und die Beratungspflicht beim Heizungstausch wird abgeschafft. Eigentümer entscheiden wieder. Wir fördern weiter den Heizungsaustausch. Die Finanzierung ist bis mindestens 2029 sichergestellt.“
  • Martin Sabel, Chef vom Bundesverband Wärmepumpe (BWP), warnt: „Laut verschiedener Rechtsgutachten muss das Gebäudemodernisierungsgesetz eine hinsichtlich Klimaschutz und Erneuerbarer-Wärme-Ausbau genauso hohe Wirksamkeit entfalten wie sein Vorgänger. Die Ankündigung einer Grüngasquote und einer begleitenden Grüngastreppe für soplende Geräte erscheint nicht geeignet, den Klimaschutz zu erreichen. Dies führt im Umkehrschluss zu einer immanenten Rechtsunsicherheit, ob die angekündigten gesetzlichen Regelungen nachhaltig Bestand haben werden.“
  • Kassem Taher Saleh, baupolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, gegenüber dem RND: „Ohne die 65-Prozent-Regel werden wir unsere Klimaziele deutlich verfehlen. Wir machen uns weiter abhängig von fossilem Öl und Gas – auch von autokratischen Staaten. Am Ende zahlen die Bürgerinnen und Bürger für die steigenden Kosten. Grüne Gase werden auf absehbare Zeit knapp und teuer bleiben. Das ist kein Schutz für Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern ein Geschenk an die Gaslobby.“

Änderungen am Heizungsgesetz: Politik sendet falsche Signale

Union und SPD wollen bis Ostern einen detaillierten Gesetzesentwurf vorlegen und diesen vor dem 1. Juli 2026 verabschieden. Hintergrund ist, dass Union und SPD im Koalitionsvertrag eine weitreichende Überarbeitung des Heizungsgesetzes vereinbart hatten.

Das Problem: Im aktuellen Eckpunktepapier steht viel Quatsch. Die Pläne der Bundesregierung schrammen an der Realität vorbei. Denn: Nachdem der Wärmepumpenmarkt in Schwung gekommen ist – auch weil die Anlagen immer effizienter, klimafreundlicher und sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb günstiger werden –, sendet das Vorhaben völlig falsche Signale.

Einerseits, weil es absolut durchsichtig ausschließlich fossilen Lobbyinteressen dient. Andererseits, weil es sowohl Verbraucher als auch Heizungsbauer verunsichert und Zweifel sät. Fans von Öl- und Gasheizungen wird zudem der Eindruck vermittelt, sie könnten künftig auf klimafreundliche Brennstoffe umstellen. Dahinter steht jedoch nicht nur ein großes, sondern vor allem ein teures Fragezeichen.

Zugegeben: Die geplanten Änderungen des Gebäudeenergiegesetzes werden nicht den Untergang des Abendlandes herbeiführen. Letztlich entscheiden nämlich Haus- und Immobilienbesitzer. Auch die meisten Heizungsbauer, die umgesattelt haben, dürften nicht wieder in alte Muster verfallen – zumal Wärmepumpen weiterhin gefördert werden.

Dennoch hat die Fossil-Lobby wieder einmal ihre Interessen durchgesetzt, worunter im schlimmsten Fall nicht nur viele Verbraucher leiden könnten, sondern auch das Klima. Denn für Menschen, die sich aufgrund der sowohl irreführenden als auch falschen Signale für eine Öl- oder Gasheizung entscheiden sollten, könnte dies teuer zu stehen kommen.

Einerseits, weil internationale Konflikte und geopolitische Abhängigkeiten die Öl- und Gaspreise in die Höhe treiben können. Andererseits, weil die vermeintlich nachhaltigen Kraftstoffe, die beigemischt werden sollen, teuer sind. Fossile Heizungen wären damit etwas für Reiche.

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Molekulare Solarthermie: Flüssigkeit speichert Energie monatelang

24. Februar 2026 um 05:45

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Molekulare Solarthermie

Die molekulare Solarthermie (MOST) galt einst als großer Hoffnungsträger. Doch dann passierte lange nichts. Nun haben Forscher einen Fortschritt erzielt, indem sie Solarenergie verflüssigen und über Monate speichern. 

Auf die Wärmeerzeugung entfällt fast die Hälfte des globalen Energiebedarfs. Bisher decken fossile Brennstoffe wie Gas und Öl zwei Drittel dieser Nachfrage. Während Batterien elektrischen Strom effizient speichern, bleibt die langfristige Speicherung von Wärme eine technische Herausforderung.

Ein Forscherteam der University of California zeigt jetzt einen neuen Weg in der molekularen Solarthermie (MOST) auf. Die Methode speichert Sonnenenergie über Monate hinweg direkt in chemischen Bindungen. Moleküle geben die Energie später genau dann als Wärme ab, wenn Bedarf besteht.

Molekulare Solarthermie: Inspiration durch Sonnenbrand

Die Wissenschaftler nutzten bei der Entwicklung chemische Prozesse, die einem Sonnenbrand ähneln. Ultraviolettes Licht verknüpft in der menschlichen DNA benachbarte Basen zu sogenannten Dewar-Isomeren. Was in der Natur Krebs auslösen kann, dient hier als hocheffiziente molekulare Batterie.

Eine künstliche Flüssigkeit aus 2-Pyrimidon ahmt diesen Effekt nach. Unter Sonnenlicht faltet sich das Molekül in eine extrem stabile Speicherform. Dieser Zustand bleibt bei Raumtemperatur bis zu 481 Tage lang erhalten.

Das System erreicht eine Energiedichte von 1,65 Megajoule pro Kilogramm. Damit übertrifft es die Kapazität von Lithium-Ionen-Akkus um fast das Doppelte. Zum Vergleich: Klassisches Heizöl speichert etwa 40 Megajoule pro Kilogramm, was den Abstand zu fossilen Energieträgern verdeutlicht.

Flüssiger Brennstoff ohne Gift

Die Forscher nennen den zugrunde liegenden Mechanismus „compounded strain“. Die Moleküle verwinden sich dabei zu einer Struktur mit zwei viergliedrigen Ringen aus 1,2-Dihydroazet und Diazetidin. Diese Ringe erzeugen eine gewaltige Spannung, die die Substanz beim Zurückschnappen als Wärme freigibt.

Im Gegensatz zu früheren Versuchen ist das Speichermaterial bei Raumtemperatur flüssig. Es benötigt keine giftigen Lösungsmittel wie Toluol, welche die Energiedichte verdünnen würden. Pumpen befördern den Brennstoff durch Dachkollektoren direkt in einen Lagertank im Keller.

Die Flüssigkeit reagiert zudem unempfindlich auf Wasser und setzt genug Energie frei, um sie zum Kochen zu bringen. Dies erhöht die Sicherheit für den Einsatz in Wohnhäusern erheblich. Bei einem Leck treten keine toxischen Dämpfe oder gefährlichen Chemikalien aus.

Hürden und Lösungsansätze

Derzeit fangen die Moleküle nur etwa fünf Prozent des Sonnenspektrums ein. Ein energetisches Leck, der sogenannte nicht radiative Zerfall, verhindert bisher eine höhere Effizienz. Dabei schüttelt das angeregte Molekül die Energie sofort als Wärme ab, statt sie dauerhaft zu speichern.

Die Forscher planen zudem den Austausch des flüssigen Säurekatalysators. Eine feste, säurefunktionalisierte Oberfläche soll künftig die Energieabgabe steuern. Dies macht eine nachträgliche Neutralisierung des Brennstoffs überflüssig und vereinfacht den Kreislauf.

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Satte Ersparnis von 1.020 Euro: Quattro XL-Balkonkraftwerk mit Speicher für nur 1.199 Euro

23. Februar 2026 um 16:00

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Quattro XL Kleines-Kraftwerk

Bei Kleines Kraftwerk gibt es jetzt ein Balkonkraftwerk mit Speicher, Wechselrichter und dem kompletten Zubehör zum Sonderpreis von 1.199 Euro anstatt 2.219 Euro. Spare jetzt über 1.000 Euro und starte mit der eigenen Stromproduktion.

Die Energiewende liegt in deiner Hand – und mit dem Quattro XL-Balkonkraftwerk ist der Einstieg in die private Stromerzeugung so günstig und komfortabel wie nie. Mit diesem Komplettpaket bekommst du alles, was du für eine leistungsstarke, flexible und zukunftssichere Solaranlage brauchst. Das XL-Set ist ein echtes Kraftpaket für Haus, Balkon, Garten oder Dach – und durch den aktuellen Deal besonders attraktiv.

Das steckt im Deal: Premium-Komponenten zum Sparpreis

Das Quattro XL Set setzt sich aus hochwertigen Einzelteilen zusammen, die optimal aufeinander abgestimmt sind, um maximale Effizienz und eine lange Lebensdauer zu garantieren:

  • 4 bifaziale XL-Solarmodule (full black) mit TopCon-Technologie
  • Anker Solarbank 3 E2700 Pro – moderner Stromspeicher (2,7 kWh), integrierter Wechselrichter, steuerbar per App
  • Anker SOLIX intelligenter Stromzähler für präzises Energiemanagement
  • Komplettes Zubehör: 4x MC4 Solarkabel-Set (je 3 m) für die flexible Verkabelung
  • Kostenloser Versand per Spedition

Der Dealpreis von 1.199 Euro (statt 2.219 Euro) ist in dieser Kombination aktuell unschlagbar und macht den Umstieg auf Solarstrom so einfach wie nie.

Jetzt zum Dealpreis sichern

Starke Leistung dank bifazialer XL-Module mit TopCon-Technologie

Die vier XL-Solarmodule setzen auf TopCon-Technik. Das bedeutet: Die bifazialen Solarmodule erzeugen Strom auf beiden Seiten und nutzen so nicht nur die direkte Sonne, sondern auch reflektiertes Licht. Das führt zu bis zu 30 Prozent mehr Ertrag als bei klassischen Modulen. Mit 25 Jahren Garantie ist die Investition langfristig geschützt. Die Module sind robust, wetterfest und liefern auch bei weniger optimalen Bedingungen zuverlässig Energie.

Speichern, steuern, sparen – die Anker Solarbank 3 E2700 Pro

Mit der Anker Solarbank 3 E2700 Pro kannst du den tagsüber erzeugten Solarstrom für den Eigenverbrauch speichern. Der integrierte Wechselrichter wandelt den Strom für dein Hausnetz um, die Steuerung läuft bequem über die Anker App. So siehst du jederzeit, wie viel Strom du erzeugst, verbrauchst und einspeist – und kannst gezielt steuern, wann Energie genutzt oder gespeichert wird.

Das System ist flexibel erweiterbar: Bis zu fünf Zusatzbatterien lassen sich an dem Speicher anschließen. Jede zusätzliche Batterie gibt es im Deal für 699 Euro statt 899 Euro. So passt sich die Anlage optimal an den eigenen Verbrauch an und wächst mit den Anforderungen.

Intelligentes Strommanagement mit dem SOLIX Stromzähler

Der mitgelieferte Anker SOLIX-Stromzähler macht die Solaranlage smart. Er misst in Echtzeit die erzeugte, verbrauchte und eingespeiste Energie und optimiert den Einsatz automatisch. So wird der Eigenverbrauch maximiert und die Wirtschaftlichkeit der Anlage gesteigert. Die Anbindung an die App sorgt für volle Transparenz und Kontrolle – auch aus der Ferne.

Volle Flexibilität: Mit optionaler Premium-Halterung für jedes Einsatzgebiet

Ob Flachdach, Ziegeldach, Gitterbalkon, Wand oder Garten – mit der optionalen Premium-Halterung ist das Quattro XL Set überall schnell und sicher installiert. Im Dealzeitraum gibt es die Halterung für nur 178 Euro statt 396 Euro. Damit bist du unabhängig vom Standort und kannst das Set dort montieren, wo es am meisten bringt.

Einfach installiert, sofort einsatzbereit

Das Set wird mit allem geliefert, was für die Montage und Inbetriebnahme nötig ist: Solarkabel, Anschlusszubehör und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Dank Plug-and-Play-Prinzip kann die Anlage auch ohne Fachkenntnisse schnell installiert werden. Die Lieferung erfolgt kostenlos per Spedition.

  • Komplettes Zubehör für die Installation inklusive
  • Keine versteckten Zusatzkosten
  • Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt

Warum sich der Deal jetzt besonders lohnt

  • Über 1.000 Euro Ersparnis beim Kauf des XL-Komplettsets
  • Modernste Technik und flexible Erweiterbarkeit
  • Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen
  • Volle Kontrolle und Transparenz mit App und Smart Meter
  • Kostenloser und schneller Versand
  • 25 Jahre Garantie auf die Solarmodule

Solche Komplettangebote sind selten und meist schnell vergriffen. Wer jetzt bestellt, profitiert nicht nur vom attraktiven Preis, sondern bringt die eigene Energiewende direkt nach Hause – und sichert sich dauerhaft niedrige Stromkosten.

Jetzt Quattro XL-Balkonkraftwerk bestellen

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Neue 'Wasser-Batterie' aus Salzlake soll 120.000 Ladezyklen halten

23. Februar 2026 um 11:40
Akku, Energie, Batterie, Stromversorgung, Strom, Grafik, Energieversorgung, ökostrom, nachhaltigkeit, Wasser, Illustration, Energiespeicher, erneuerbare energie, Wellen, Umwelttechnologie, Wasserkraft, Konzeptbild, Batteriesymbol Forscher haben eine Wasser-Batterie entwickelt, die auf einem Elek­tro­lyt aus der Tofu-Herstellung basiert. Sie übertrifft Lithium-Akkus deutlich und schafft über 120.000 Ladezyklen. Das verspricht eine extrem lange Lebensdauer fast ohne Leistungsverlust. (Weiter lesen)

US Air Force transportiert erstmals Mikro-Kernreaktor im Flugzeug

23. Februar 2026 um 08:52
Reaktor, Mikroreaktor, Valar Atomics, Ward250 Die US-Luftwaffe hat mit Operation Windlord erstmals einen voll­stän­di­gen Mikro-Kernreaktor per Flugzeug verlegt. Eine C-17 brach­te die Anlage von Valar Atomics nach Utah, um die flexible Energie­ver­sor­gung für Militär und Katastrophengebiete zu testen. (Weiter lesen)

Nio-Rekord in China: Beeindruckender Höchstwert beim Akkutausch

20. Februar 2026 um 17:36
China, Elektroautos, Akku, Elektromobilität, Elektroauto, EV, E-Autos, Nio, Akkutausch Während an klassischen Ladesäulen oft lange Wartezeiten entste­hen, konnte Nio seine Stärke bei einer Reisewelle in China ausspie­len. Der Hersteller meldet mit knapp 166.000 Batteriewechsel an einem Tag einen neuen Rekord und beweist die Skalierbarkeit. (Weiter lesen)

Energy Sharing: So kannst du Solarstrom mit deinem Nachbarn teilen

20. Februar 2026 um 05:45

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Solaranlage Solar Strom Nachbar Energy Sharing

Ab Juni 2026 können Solaranlagen-Besitzer ihren selbst erzeugten Strom mit ihren Nachbarn teilen. Durch die Regelung zum Energy Sharing profitieren mehr Haushalte von günstigem Lokalstrom und Besitzer von Solaranlagen steigern ihre Rendite. 

Wer eine eigene Solaranlage besitzt, produziert meist mehr Strom, als er selbst verbrauchen kann. Um die überschüssige Energie nicht zu verschwenden, können Verbraucher sie ins öffentliche Netz einspeisen. Im Gegenzug erhalten sie eine eher geringe Vergütung.

Den sauberen Solarstrom an Nachbarn oder andere Haushalte abzugeben, war bisher schwierig. Das ändert sich nun: Der Bundestag hat im November 2025 neue Regelungen zum Energy-Sharing beschlossen: Ab Juni 2026 dürfen sich Nachbarschaften, Hausgemeinschaften oder Freunde zu Stromgemeinschaften zusammenschließen.

Was ist Energy Sharing?

Sobald die neue Regelung in Kraft tritt, können Verbraucher Solarstrom direkt gemeinsam nutzen oder teilen. Ein wichtiger Vorteil: Ein Umweg über teure Stromanbieter fällt weg.

Allerdings ergeben sich für alle Beteiligten noch mehr Vorzüge: Besitzer von PV-Anlagen können für den geteilten Strom eine höhere Vergütung vereinbaren, als die klassische Einspeisevergütung ergeben hätte. Damit verkürzt sich in der Regel auch die Amortisationszeit ihrer Anlage.

Anwohner ohne eigene Anlage können lokal Ökostrom beziehen. Der ist oft günstiger als der Standardtarif des Grundversorgers. Außerdem reduziert sich so auch die Abhängigkeit von schwankenden Marktpreisen.

Für die Umwelt bedeutet Energy Sharing, dass Strom dort verbraucht wird, wo er erzeugt wird. Das entlastet langfristig die Stromnetze und fördert den Ausbau erneuerbarer Energien auf privater Ebene.

Wie funktioniert Energy Sharing?

Voraussetzung für Energy Sharing ist, dass Anlagenbesitzer einen Energieliefervertrag abgeschlossen haben. Darin muss der Preis vereinbart werden, auch wenn dieser null Euro beträgt.

Auch Betreiber und die Personen, die den Strom nutzen, müssen einen gemeinsamen Vertrag abschließen. Außerdem müssen die Haushalte, in denen der Strom genutzt oder von denen Strom abgegeben werden soll, mit Smart Metern ausgestattet sein.

In Zeiten, in denen die Anlage zu wenig oder keinen Strom liefert, werden die Stromnutzer über einen selbst gewählten Lieferanten versorgt. Verbraucher, die die neue Regelung nutzen wollen, haben also künftig zwei Lieferverträge: einen für PV-Strom über Energy Sharing und einen für den Reststrom.

Mietgemeinschaften oder Mehrfamilienhäuser können sich ebenfalls zusammenschließen und gemeinsam Solarstrom nutzen. Wird der Strom nur innerhalb eines Gebäudes ohne Nutzung des „öffentlichen“ Stromnetzes verteilt, fällt das rechtlich allerdings nicht unter Energy Sharing, sondern um eine gemeinschaftliche Gebäudeversorgung. Sie ist schon seit 2024 im Gesetz verankert ist.

So kannst du Solarstrom mit deinen Nachbarn teilen

Auch wenn der Startschuss für das Energy Sharing erst im Sommer 2026 fällt, können Verbraucher sich schon jetzt auf die neue Regelung vorbereiten. Die Verbraucherzentralen haben dazu einige Tipps gesammelt:

  • Über Energy Sharing informieren: Netz- und Messstellenbetreiber können vorab die wichtigsten Infos herausgeben.
  • Smart-Meter installieren: Ein intelligentes Messsystem ist Voraussetzung für die genaue Abrechnung des geteilten Stroms.
  • Solar-Check: PV-Anlagen müssen groß genug sein, um Reserven für das Energy Sharing zu haben.
  • Gemeinschaften bilden: Nachbarn und Freunde sollten das Energy Sharing frühzeitig planen und sich zusammentun.
  • Software-Lösungen prüfen: Besitzer von Solaranlagen können sich frühzeitig an Dienstleister wenden, die Apps zur Verwaltung und Abrechnung von Stromgemeinschaften bieten.

Mit dem Energy Sharing tritt ab Sommer 2026 eine neue Regelung in Kraft, die nicht nur die Nutzung von sauberem Strom, sondern auch das nachbarschaftliche Verhältnis fördert.

Da das öffentliche Netz angezapft wird, fallen zwar weiterhin Netzentgelte und Steuern an, doch die Befreiung von vielen Pflichten klassischer Stromlieferanten macht das Modell zu einer echten Alternative.

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Günstiger als Öl und Gas: Studie offenbart Wärmepumpen-Irrtum

19. Februar 2026 um 05:45

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Wärmepumpe Kostenvorteil Erneuerbare Energien Energiewende

Wärmepumpen wirken auf viele Hausbesitzer wegen ihrer hohen Anschaffungskosten noch immer abschreckend. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass sie über die gesamte Lebensdauer deutlich günstiger sind als Gas- und Ölheizungen. Kostenvorteile von bis zu 90.000 Euro sind demnach aufgrund niedrigerer Betriebskosten und staatlicher Förderungen möglich.

Die Bundesregierung hat die Senkung der Treibhausgasemissionen aus der Wärmeversorgung von Gebäuden fest in ihren Klimazielen verankert. Der Gebäudesektor zählt zu den größten Emittenten in Deutschland, weshalb die Wärmeversorgung schrittweise klimaneutral werden soll.

Eine zentrale Rolle dabei nehmen Wärmepumpen ein. Denn die sie gelten als zentrale Technologie für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und sollen künftig fossile Heizsysteme ersetzen.

Trotzdem zögern viele Eigenheimbesitzer bislang beim Umstieg auf Wärmepumpen. Dabei gelten beispielsweise hohe Investitionskosten oder Unsicherheiten über die Eignung im Altbau als zentrale Hürden. Hinzu kommen Sorgen über Strompreise, die potenzielle Käufer zusätzlich verunsichern können.

Doch die energetische Sanierung der Wärmeversorgung kann auch enorme Kostenvorteile für Hausbesitzer bereithalten. Das zeigt eine neue Modellrechnung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online.

Welchen Kostenvorteil bringt die Wärmepumpe?

Für die Modellrechnung dient ein typisches unsaniertes Einfamilienhaus mit Baujahr 1983 und 130 Quadratmetern Wohnfläche. Es wird davon ausgegangen, dass bei diesem Haus in den vergangenen 20 Jahren keine energetische Sanierung erfolgt ist.

Die Berechnung vergleicht die langfristigen Kosten für herkömmliche Gas- oder Ölheizungen mit einer modernen Wärmepumpe in einem Zeitraum von 20 Jahren. Die Daten beziehen dabei alle Kosten, inklusive Anschaffung, Installation, Betriebskosten und staatlicher Förderungen, mit ein. Dabei wird von einer vollständigen energetischen Sanierung inklusive Gebäudehülle, Heizsystem und Photovoltaik ausgegangen.

Im Modellfall kommt es zu deutlichen Unterschieden bei Gas- und Ölheizung im Vergleich zu Wärmepumpen. Demnach liegen die Heizkosten über einen Zeitraum von 20 Jahren bei einer Gasheizung bei rund 28.000 Euro. Eine Ölheizung kommt auf rund 41.000 Euro.

Die Wärmepumpe landet – je nach Ausführung – bei Heizkosten zwischen 13.000 und 17.000 Euro. Als Grundlage hierfür dienten neben dem Musterhaus die Zahlen aus dem Heizspiegel 2025.

Ist die Wärmpumpe auf lange Sicht rentabler?

In die Modellrechnung von co2online sind allerdings nicht nur laufende Kosten sowie Anschaffungskosten und Möglichkeiten zur staatlichen Förderungen eingeflossen. Auch zusätzlich Instandhaltungskosten und die durchschnittliche Wertsteigerung des Gebäudes wurden berücksichtig.

Demnach ergibt sich im Modellfall ein ökonomischer Vorteil in Höhe von rund 39.000 Euro für Luft-Wasser-Wärmepumpen und 48.000 Euro für Erdwärmepumpen. Gas- und Ölheizungen hingegen verursachen Mehrkosten in Höhe von rund 31.000 Euro beziehungsweise 43.000 Euro.

Die Modellrechnung kommt so auf einen Vorteil durch eine Komplettsanierung mit Umstellung auf Wärmepumpen in Höhe von 70.000 bis 90.000 Euro.

Da es sich bei der Berechnung um Durchschnittswerte für ein fiktives Musterhaus handelt, empfehlen die Studienautoren eine individuelle Berechnung für das eigene Gebäude. Die Modellrechnung könne als Einstieg genutzt werden, um anschließend die Berechnung mit den eigenen Gebäudedaten durchzuführen.

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