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Nintendo Switch 2: Acht nützliche Tipps & Tricks für die beliebte Konsole

20. April 2026 um 10:16
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Australiens Heimspeicher-Boom: Kapazität verfünffacht sich in einem Jahr

18. April 2026 um 18:00

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Heimspeicher Australien Batterien Förderung

Australien hat 2025 einen Wendepunkt bei Heimspeichern erreicht: 221.000 neue Systeme, eine Verfünffachung der installierten Kapazität und fast doppelt so große Batterien pro Haushalt. Auslöser ist das staatliche „Cheaper Home Batteries Program“, das nicht nur die Nachfrage antreibt, sondern auch verändert, welche Produkte Kunden wählen. 

Die australische Branche für Energiespeicher verzeichnete im Jahr 2025 einen Zuwachs auf 221.000 installierten Heimspeichersystemen. Das entspricht einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr. Mit einer neu installierten Gesamtkapazität von 4.790 Megawattstunden ist die Technologie im Massenmarkt angekommen. Inzwischen verfügen etwa 4,6 Prozent der australischen Wohnhäuser über einen eigenen Batteriespeicher.

Das australische Bertungsunternehmen SunWiz stellt in seiner Untersuchung fest, dass sich die installierte Basis in Australien rasant entwickelt. Das Analyseportal fungiert seit 2009 als Referenzquelle für Hersteller, Einzelhändler, Investoren und politische Entscheidungsträger. Die Daten des Berichts stützen sich auf eine detaillierte Auswertung der Installationszahlen pro Bundesstaat und Systemgröße. Demnach zeigt sich, dass staatliche Subventionen nicht nur die Menge erhöhen, sondern auch die Art der erworbenen Produkte beeinflussen.

Heimspeicher in Australien: Förderung verdoppelt Batteriegröße

Das Förderprogramm CHBP trieb vor allem den Erwerb größerer Speichereinheiten voran. Die durchschnittliche Kapazität eines installierten Heimspeichers kletterte im Jahr 2025 auf 21,6 Kilowattstunden. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 11,8 Kilowattstunden. Haushalte nutzten die Fördermittel vorrangig, um die Speicherkapazität zu maximieren, anstatt lediglich die Gesamtausgaben für die Installation zu senken.

Die Analyse verdeutlicht, dass die Kosten pro Kilowattstunde im Vergleich zu den vorangegangenen Quartalen relativ stabil geblieben sind. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben der Endkunden für einzelne Systeme kaum an, während die Speicherdichte der Anlagen zunahm. Batterien der Leistungsklasse zwischen 20 und 25 Kilowattstunden machten im Berichtszeitraum einen signifikanten Teil des Marktes aus.

Dieser Trend betreffe sowohl Nachrüstungen als auch Neuinstallationen in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen. SunWiz schreibt dazu: „Das Programm „Cheaper Home Batteries“ hat nicht nur den Absatz angekurbelt – es hat auch grundlegend verändert, was die Australier kaufen.“

Nicht nur Heimspeicher: Warum Australiens Unternehmen jetzt mitziehen

In Zusammenarbeit mit Energieunternehmen Orkestra analysierte SunWiz die Treiber für gewerbliche Verkäufe und die Marktsegmentierung. Neben dem Privatsektor zeigten auch Unternehmen ein wachsendes Interesse an Speicherlösungen zur Optimierung der Energiekosten. Die Untersuchung umfasst Leaderboards der 20 führenden Einzelhändler auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene.

Ein wesentlicher Teil befasst sich mit den Amortisationszeiten in den verschiedenen australischen Bundesstaaten. Die Studie differenziert hierbei präzise zwischen Nachrüstungen bestehender Anlagen (ESS-only) und kombinierten Neuinstallationen (PV+ESS), um die Wirtschaftlichkeit realitätsnah abzubilden.

Die finanzielle Attraktivität hänge stark von regionalen Förderprogrammen sowie den lokalen Strompreisstrukturen ab. Hersteller erhielten durch die monatlichen Trends zum Marktanteil einen präzisen Einblick in die Wettbewerbssituation.

Wie sich der Markt bis 2030 entwickeln könnte

Technologische Fortschritte, optimierte Garantiebedingungen und die Weiterentwicklung bei Wechselrichtern dürften das Marktwachstum bis zum Jahr 2030 stützen. Ebenso sollte die Einbindung in intelligente Stromnetze sowie die Teilnahme an virtuellen Kraftwerken die Attraktivität der Systeme weiter erhöhen.

Die staatlichen Programme blieben dabei ein entscheidender Faktor für die langfristige Planbarkeit von Investitionen. Branchengrößen wie SolarEdge oder Solargain stützen sich bei ihren Strategien maßgeblich auf diese Datenbasis. Letztlich lässt sich festhalten, dass die finanzielle Unterstützung die Hemmschwelle für Endverbraucher gesenkt hat. Australien festigt damit seine Position im globalen Vergleich der Energiespeichermärkte.

Australiens Heimspeicher-Boom zeigt, wie stark gezielte Förderprogramme die Kaufentscheidungen von Privathaushalten lenken können – nicht nur in der Menge, sondern auch bei der Systemgröße. In Deutschland wächst der Heimspeicher-Markt ebenfalls, allerdings fehlt bislang ein vergleichbar zentrales Förderprogramm auf Bundesebene.

Die australischen Zahlen liefern ein starkes Argument für alle, die eine einheitliche Speicherförderung auch hierzulande fordern. Wer Kapazität subventioniert statt nur Anschaffung, bekommt größere Speicher ins Netz und damit mehr Nutzen für die Energiewende.

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Pannenursache Nr. 1: Forscher machen die 12-Volt-Batterie im E-Auto überflüssig

18. April 2026 um 05:45

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Starterbatterie Elektroauto E-Auto 12-Volt-Batterie

Elektroautos könnten bald auf eine zentrale Komponente verzichten: die klassische 12-Volt-Batterie. Das österreichische Forschungsprojekt REDSEL hat eine Bordnetzarchitektur entwickelt, die genau das möglich machen soll – durch redundante Hochvolt-Systeme und moderne Halbleitertechnik. 

Forscher von Silicon Austria Labs (SAL), Infineon Technologies Austria und AVL List haben das Forschungsprojekt REDSEL nach zwei Jahren Laufzeit am Standort Graz erfolgreich abgeschlossen. Sie entwickelten eine neue Architektur für das Bordnetz von Elektrofahrzeugen, die künftig eine flexiblere Energieversorgung ermöglichen soll.

Die Struktur umfasst laut dem Forschungsbericht eine redundante Auslegung sowohl für den Hochvolt- als auch für den Niedervolt-Bereich. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit und Sicherheit künftiger elektrischer Systeme zu steigern. Die Forscher präsentierten die Ergebnisse im spezialisierten Power Lab bei SAL in Graz.

Warum die 12-Volt-Batterie im E-Auto wegfallen könnte

Das Forschungszentrum konzentriert sich an den Standorten Graz, Villach und Linz auf elektronik- und softwarebasierte Systeme. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt in enger Abstimmung mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Albert Frank, Projekt­leiter bei Silicon Austria Labs, dazu: „Die entwi­ckelten Tech­no­lo­gien schaffen die Grund­lage für leich­tere und robus­tere Bord­netz­sys­teme und leisten damit einen wich­tigen Beitrag zur Weiter­ent­wick­lung der Elek­tro­mo­bi­lität – bis hin zu zukünf­tigen auto­nomen Anwen­dungen“.

Ein zentraler Vorteil des neuen Konzepts liegt laut den Beteiligten in der Einsparung von Bauteilen im Fahrzeug. Durch einen redundanten Aufbau könnte im Elektroauto langfristig die klassische Niedervoltbatterie entfallen. Der Wegfall dieser Komponente verschafft Konstrukteuren mehr Flexibilität beim Fahrzeugdesign. Frei werdender Bauraum lässt sich für die Integration zusätzlicher technischer Komponenten nutzen.

NeueS System verteilt Energie im Fahrzeug

Kommende Fahrzeuggenerationen könnten durch die verbesserten Spezifikationen Vorteile im täglichen Betrieb haben. Die Ergebnisse sollen den Bau kompakterer und fehlertoleranter elektrischer Architekturen erlauben. Solche stabilen Systeme gelten als eine wesentliche Voraussetzung für das autonome Fahren.

Eine zuverlässige Stromversorgung fungiert für die künftigen Anwendungen als sicherheitskritisches Element. Den Kern der REDSEL-Architektur bildet ein aktives Balancing zwischen zwei Hochvoltbatterien. Dieses Verfahren stellt eine gleichmäßige Lastverteilung im Fahrzeug sicher und erhöht die Betriebssicherheit.

Die Ingenieure entwarfen zudem einen Leistungselektronikwandler mit mehreren Eingängen. Ein neuartiges magnetisches Integrationskonzept ermöglichte es, diesen Wandler besonders kompakt und platzsparend zu realisieren. Das System arbeite hocheffizient und spare im Vergleich zu herkömmlichen Modellen erheblichen Raum ein.

Für die Steuerung der Spannungen auf der Hochvoltseite installierten die Partner 750-Volt-Siliziumkarbid-MOSFETs der Reihe CoolSiC. Diese Komponenten ermöglichen laut Projektbericht eine zuverlässige Verarbeitung hoher Energieströme. Sie bilden das technologische Rückgrat für die Hochvolt-Architektur des Systems.

Halbleiter statt Relais: Leichter, sicherer und kompakter

Halbleiter erlauben eine präzise Steuerung der Energieflüsse, was für die Effizienz des Antriebsstrangs entscheidend ist. Auf der Niedervoltseite nutzten Forscher erstmals OptiMOS-7-Bauelemente mit einer Spannung von 30 Volt. Diese sollen laut Forschungsbericht signifikante Effizienzvorteile gegenüber den bisher üblichen Lösungen mit 40 Volt bieten.

Verbesserte Bordnetzspezifikationen moderner Fahrzeuge machten den Einsatz dieser frühen Entwicklungsmuster erst möglich. Ein Schwerpunkt der Kooperation lag auf einer neuen Sicherheitsarchitektur für Abschaltfunktionen. Techniker ersetzten dabei herkömmliche mechanische Relais durch moderne Halbleiterschalter.

Die Umstellung reduziert das Gewicht und erhöht die Betriebssicherheit des Systems. Diplomingenieur Ernst Katzmaier, Projektleiter bei Infineon Technologies Austria, erklärt, dass der Systemdemonstrator eindrucksvoll die Vorteile neuer Bordnetzarchitekturen belegt. Die Kooperation zeigt, wie praxisnahe Lösungen durch die Zusammenarbeit von Industrie und Forschung entstehen.

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Neuer Quanteneffekt könnte Elektronik ohne Batterien betreiben

11. April 2026 um 06:00

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Geräte ohne Batterien Quanteneffekt

Ein internationales Forscherteam hat die physikalische Grundlage für Sensoren und Microchips ohne Batterie geschaffen. Die Wissenschaftler nutzen einen speziellen Quanteneffekt, der Wechselstromsignale aus der Umgebung direkt in nutzbaren Gleichstrom umwandelt.

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Professor Dongchen Qi von der Queensland University of Technology und Professor Xiao Renshaw Wang von der Nanyang Technological University in Singapur untersuchte neue Wege zur Energiegewinnung. Die Wissenschaftler wollen einen speziellen Quanteneffekt gezielt manipulieren, indem sie subtile Merkmale wie Defekte und interne Schwingungen in fortschrittlichen Materialien nutzen. Diese Erkenntnisse könnten laut der Studie künftig die Entwicklung kleinerer und effizienterer Technologien ermöglichen.

Im Zentrum der Untersuchung steht der sogenannte nicht lineare Halleffekt (NLHE). Im Gegensatz zum klassischen Halleffekt erlaubt dieses Phänomen die direkte Umwandlung von Wechselstromsignalen aus der Umgebung in nutzbaren Gleichstrom. Dieser Prozess funktioniert ohne den Einsatz herkömmlicher Dioden oder anderen sperrigen Bauteilen.

Wie gewinnen Geräte Energie ohne Batterie?

Laut Dongchen Qi könnte dieser Effekt theoretisch dazu führen, dass Sensoren oder Mikrochips künftig ohne Batterien betrieben werden. Die Geräte würden ihre benötigte Energie stattdessen direkt aus ihrer unmittelbaren Umgebung beziehen. Die Forscher betonen jedoch, dass ein tiefgreifendes Verständnis der internen Materialvorgänge die notwendige Voraussetzung für den Entwurf solcher zukünftigen Geräte ist.

Für ihre Experimente nutzte das Team den topologischen Isolator Bi2Te3, der für sein ungewöhnliches elektronisches Verhalten bekannt ist. Eine wichtige Beobachtung der Studie ist, dass der nicht lineare Halleffekt in diesem Material auch bei Raumtemperatur stabil bleibt. Dies wird als vielversprechendes Merkmal für die praktische Anwendung in künftiger Alltagselektronik gewertet.

Die Forscher entdeckten zudem, dass sowohl die Stärke als auch die Richtung der erzeugten Spannung von der Temperatur abhängen. Bei niedrigen Temperaturen bestimmen vor allem winzige Unvollkommenheiten im Material den Stromfluss. Sobald sich das Material erwärmt, übernehmen Schwingungen innerhalb des Kristallgitters die Kontrolle und bewirken eine Umkehr des elektrischen Signals.

Selbstversorgende Sensoren und schnellere Mobilfunknetze

Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden in der Fachpublikation Cell veröffentlicht. Gewonnene Erkenntnisse könnten laut den Forschern künftig den Einsatz von selbstversorgenden Sensoren und tragbarer Technologie unterstützen. Ebenso wäre eine Anwendung in ultraschnellen Komponenten für Mobilfunknetze der nächsten Generation denkbar.

Ziel der Forscher ist es, Quanteneffekte von einer abstrakten Theorie in eine praktische Unterstützung für technologische Entwicklungen zu überführen. Das Team sieht in seiner Arbeit einen wichtigen Schritt, um die Effizienz elektronischer Systeme langfristig zu steigern.

Dennoch bleibe die tatsächliche Umsetzung in marktreife Produkte eine Aufgabe für kommende Forschungs- und Ingenieursprojekte. Die Studie liefert die physikalische Grundlage für künftige Innovationen im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung.

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Kupfer statt Stahl: Freiburger Forscher machen E-Bike-Akkus leichter

03. April 2026 um 05:45

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Kupfer Zellverbinder Akkus E-Bikes E-Scooter

Kupfer könnte die Batteriemodule von E-Bikes und E-Scootern deutlich leichter und effizienter machen. Doch bislang kam das Metall trotz seiner starken Leitfähigkeit kaum zum Einsatz. Nun zeigt ein neues Verfahren, wie sich Kupfer ohne teure Anlagen verarbeiten lässt.

Akkus für E-Bikes oder E-Scooter stehen vor einer technischen Hürde. Bisher verschalten Hersteller die einzelnen Zellen meist mit Verbindern aus Stahl. Da Stahl Strom jedoch vergleichsweise schlecht leitet, müssen die Bauteile bei leistungsstarken Batterien immer dicker und schwerer werden.

Das schränkt die Effizienz der mobilen Energiespeicher zunehmend ein. Kupfer bietet in der Batteriebranche schon lange eine bessere Performance für die Verschaltung einzelner Module. Denn das Metall leitet elektrischen Strom rund sechsmal besser als Stahl.

Durch diese physikalische Eigenschaft ermöglichen deutlich dünnere Verbinder eine Gewichtseinsparung, was das gesamte Batteriemodul am Ende leichter macht. Trotz des höheren Eigengewichts von Kupfer führt die Materialersparnis zu einer Gewichtsreduktion des Gesamtsystems.

Akkus für E-Bikes: Technische Hürden bei der Kupferverarbeitung

Bisher bremsten die hohen Anforderungen der Fertigungstechnik den flächendeckenden Einsatz von Kupfer aus. Denn das herkömmliche Buckelschweißen, das in der Industrie für Stahlverbinder weitverbreitet ist, funktioniert bei Kupfer nicht zuverlässig genug.

Da das Metall Wärme optimal leitet, transportiert es die beim Schweißen erzeugte Hitze sofort in alle Richtungen ab. Das verhindert die notwendige lokale Energiekonzentration, sodass keine stabile Schweißverbindung entstehen kann. Als Alternative zum klassischen Verfahren bietet sich zwar das Laserschweißen an, doch die Kosten für solche Anlagen sind sehr hoch.

Für mittelständische Batteriehersteller in Deutschland bedeutet das oft eine zu hohe Investitionshürde. Viele Unternehmen müssten ihre gesamte Fertigungslinie für dieses Verfahren komplett umbauen. Ein Forscherteam am Fraunhofer ISE hat nun jedoch eine Lösung präsentiert, die ohne teure neue Maschinen auskommt.

Kupfer-Zellverbinder: Ein neues Verfahren durch Sublimation

Projektleiter Christian Schiller vom Fraunhofer ISE setzt auf ein Kurzzeitschweißen mit einer besonders hohen Wärmestromdichte. Bei diesem ultraschnellen Prozess schmilzt das Metall nicht wie üblich auf, sondern es sublimiert direkt.

Sublimation bedeutet, dass der Feststoff unmittelbar in einen gasförmigen Zustand übergeht. Die Anlage stellt den Schweißpunkt dabei in weniger als 0,6 Sekunden fertig, noch bevor die erzeugte Wärme überhaupt in das umliegende Material abfließen kann.

Besonders erfolgreich testete das Team das Verfahren bereits im industriellen Zellenformat 21700. Nano-Computertomografie-Aufnahmen belegen, dass die unbeschichteten Kupferverbinder sauber auf dem Gehäuseboden sitzen.

Das Verfahren schont dabei die darunterliegende Struktur der Zelle und verhindert gefährliche Beschädigungen während der Produktion. In der automatisierten Schweißzelle übernimmt ein kollaborativer Roboter die präzise Positionierung der Bauteile.

Inline-Messmethoden für die Massenproduktion

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Forschungsprojekts sind die neu entwickelten, nicht invasiven Inline-Messmethoden zur Qualitätskontrolle. Diese Systeme bewerten jeden einzelnen Schweißpunkt automatisch und ohne Zeitverlust direkt in der laufenden Fertigungslinie.

Beim Sublimationsmechanismus gelten andere physikalische Kriterien als beim herkömmlichen Schmelzschweißen. Daher war diese Neuentwicklung für die industrielle Anwendung unverzichtbar. So sichern Hersteller die Zuverlässigkeit der Verbindung, ohne das Bauteil zu zerstören.

Die Forschungsarbeiten finden seit Juni 2023 im Rahmen des Projekts „BatCO₂tiv“ statt und erhalten Fördergelder vom Bundeswirtschaftsministerium. Bis zum geplanten Projektende im Mai 2027 entstehen zudem umfassende Designregeln für Zellverbinder und Zellhalter. Diese Regeln sollen sicherstellen, dass die parallel verschalteten Zellen in einem Modul eine gleichmäßige Bestromung erfahren.

Wirtschaftliche Vorteile für deutsche Hersteller

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Effizienz und Lebensdauer der Batteriemodule durch die optimierte Kupferverschaltung weiter zu steigern. Der geringere elektrische Widerstand sorgt dafür, dass weniger Energie als Wärme verloren geht. Davon profitieren vor allem Anwendungen mit hohen Strömen, in denen das Modul effizienter arbeiten muss.

Ein entscheidender Vorteil dieser Innovation liegt in der Weiternutzung bestehender Infrastrukturen. Batteriehersteller müssen ihre vorhandenen Buckelschweißanlagen nicht ersetzen, sondern arbeiten mit angepassten Prozessparametern einfach weiter. Dies senkt die Einstiegshürden erheblich und hilft deutschen Unternehmen dabei, gegenüber dem asiatischen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben.

Hersteller nutzen Kupfer so ohne das Risiko teurer Neuinvestitionen in Laserschweißanlagen. Das bayerische Unternehmen Smart Battery Solutions integriert den neuen Prozess als erster Hersteller in seine Fertigungslinie. Die kupferverschalteten Batterien erweitern zukünftig die hauseigene UniPower-Produktfamilie. Diese Module treiben unter anderem E-Bikes und Sharing-Systeme für die städtische Paketzustellung auf der letzten Meile an.

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In 11 Minuten vollgeladen: BAIC zeigt neuen Natrium-Akku für E-Autos

01. April 2026 um 05:45

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Natrium-Ionen-Akku

Das chinesische Unternehmen BAIC hat einen Natrium-Ionen-Akku für Elektroautos vorgestellt, der sich in gerade einmal elf Minuten komplett aufladen lassen soll. 

BAIC hat einen neuen Natrium-Ionen-Akku entwickelt. Die Forschungsabteilung des Pekinger Konzerns schloss damit die Entwicklung eines universellen Akkutechnologiesystems ab. Das Unternehmen stuft den Speicher laut Informationen von IT-Home als bereit für die Massenfertigung ein.

Die Batterie soll sich bei entsprechender Starkstrom-Versorgung innerhalb von nur elf Minuten vollständig aufladen lassen. Diese Geschwindigkeit ermöglicht Tankstopps, die zeitlich an herkömmliche Verbrenner mit Benzin oder Diesel herankommen. BAIC verspricht durch die kurze Ladedauer eine hohe Alltagstauglichkeit für den Langstreckeneinsatz.

Natrium-Ionen-Akku: BAIC nutzt modulare Technik

Die technologische Plattform dient als Grundlage für verschiedene Arten von Batterien. Das System unterstützt neben Natrium-Zellen auch klassische Lithium-Ionen-Varianten sowie Solid-State-Akkus. BAIC reagiert mit diesem modularen Ansatz auf unterschiedliche Anforderungen im Fahrzeugmarkt.

Die Ingenieure des Unternehmens schlossen die Prozesse für die Herstellung und die Testung der einzelnen Zellen ab. Aktuell setzt BAIC den gesamten Produktionsprozess industriell um. Der Konzern sicherte sich die Rechte an dieser Technologie durch 20 angemeldete Patente.

Tochtermarke Stelato zeigt, wie das System in der Praxis funktioniert. Das Unternehmen entwickelte gemeinsam mit Huawei das Fahrzeugmodell S9. Während BAIC das Akkutechnologiesystem liefert, fungiert Huawei als Partner bei der Entwicklung des Gesamtfahrzeugs.

Huawei-Partner im Praxistest

Das Batteriepaket erreicht eine Energiedichte von mehr als 170 Wattstunden pro Kilogramm. Herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus bieten mit 200 bis 250 Wattstunden pro Kilogramm zwar mehr Kapazität, doch die Natrium-Batterie gleicht dies durch den Zeitgewinn aus. Käufer tauschen somit Reichweite gegen die extrem kurze Ladedauer von elf Minuten ein.

BAIC liefert den Akku als fertiges Paket inklusive Ladeelektronik und Ummantelung aus. Diese Bauweise erlaubt eine zügige Integration in bestehende Fahrzeugplattformen. Das Unternehmen legt damit die Basis für eine breite Anwendung der Natrium-Technik in der Elektromobilität.

Natrium ist ein wesentlicher Bestandteil von gewöhnlichem Speisesalz und daher leichter verfügbar als Lithium. Hersteller gewinnen diesen Rohstoff unkompliziert und kostengünstig. Im Alltag profitieren Nutzer von einer Technik, die unabhängig von teuren Importen knapper Ressourcen funktioniert. Wie hoch genau die Reichweite des neuen Akkus ist, ist nicht ganz klar. Vergleichbare Natrium-Batterien wie von CATL kommen an die 400 Kilometer heran.

Natrium-Ionen-Akku von BAIC: Leistung bei Kälte

Die neuen Batterien arbeiten in einem Temperaturbereich zwischen minus 40 und plus 60 Grad Celsius. Selbst bei Kälte von minus 20 Grad soll der Speicher noch 92 Prozent seiner Kapazität bereitstellen. Damit verspricht das System eine verlässliche Lösung für den Einsatz in winterlichen Regionen.

Zusätzlich weisen die Zellen eine hohe physikalische Sicherheit gegenüber äußeren Einwirkungen auf. Die Batterie übersteht mechanische, elektrische oder thermische Belastungen ohne Brandentwicklung. Damit positioniert der Konzern das System als sicherere Option gegenüber klassischen Lithium-Speichern.

Der Fortschritt könnte den weltweiten Wettbewerb um effiziente Speicherlösungen beschleunigen. In diesem Umfeld präsentierten der Akkuriese CATL und der Autokonzern Changan bereits den ersten serienreifen Elektro-Pkw mit dieser Technik. BAIC bereitet nun die industrielle Umsetzung vor, um die eigene Lösung zeitnah zu verbauen.

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Wasserstoff-Eisen-Batterie speichert Strom tagelang – und hält bis zu 25 Jahre

30. März 2026 um 05:45

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Wasserstoff-Eisen-Flussbatterie

Eine neue Wasserstoff-Eisen-Flussbatterie des niederländischen Unternehmens Elestor könnte die Energiewende mit günstigen und langlebigen Netzen für Wind und Solar revolutionieren. Doch wie funktioniert die Technologie und welche Vorteile bringt sie gegenüber herkömmlichen Stromspeichern?

Das niederländische Unternehmen Elestor aus Arnheim hat eine Wasserstoff-Eisen-Flussbatterie zur langfristigen Stabilisierung von Stromnetzen entwickelt. In realistischen Tests soll das System einen hohen Wirkungsgrad erreichen und zehntausende Ladezyklen absolvieren, wobei die Leistung stabil blieb. Basierend auf diesen Daten rechnen die Entwickler laut einem Bericht mit einer möglichen Betriebsdauer von 20 bis 25 Jahren.

Für eine Energieversorgung mit einem hohen Anteil an Wind- und Solarkraft gewinnen Langzeitspeicher massiv an Bedeutung. Diese Systeme halten Energie über mehrere Tage oder während längerer Dunkelflauten verfügbar. Unter einer Dunkelflaute versteht man Zeiträume, in denen aufgrund von Windstille und Wolkenbildung kaum regenerative Energie produziert wird. Während herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien vor allem kurzfristige Schwankungen im Bereich weniger Stunden ausgleichen können, verfolgen Flussbatterien einen weitaus längeren Speicheransatz.

Wie die neue Wasserstoff-Eisen-Flussbatterie Energie speichert

Im Gegensatz zu klassischen Batterien speichern Flussbatterien die Energie in einem flüssigen Elektrolyten, der durch ein elektrochemisches Reaktorsystem zirkuliert. Dieses Prinzip ermöglicht eine getrennte Skalierung von Leistung und Speicherkapazität. Der elektrochemische Zellstapel bestimmt dabei die Leistung, während die Größe der installierten Tanks die Energiemenge vorgibt.

Die Technologie von Elestor nutzt die chemische Reaktion zwischen gasförmigem Wasserstoff auf der Anodenseite und einer flüssigen Eisenlösung auf der Kathodenseite. Das System basiert auf dem Redoxpaar Fe3+/Fe2+ und kombiniert so einen Wasserstoffkreislauf mit einem wässrigen Elektrolyten. Beim Laden und Entladen laufen diese chemischen Prozesse in jeweils umgekehrter Richtung ab.

Die Entwickler testeten einen großformatigen Zellstapel unter industriellen Designprinzipien und realistischen Betriebsbedingungen. Das System soll dabei einen elektrochemischen Wirkungsgrad von über 80 Prozent erreicht haben. Automatisierte Steuerungen überwachten permanent alle Parameter, um eine hohe Stabilität im täglichen Netzbetrieb zu gewährleisten.

Effizienz und Stabilität der Stromspeicher

Der Rundlaufwirkungsgrad des Gesamtsystems, also das Verhältnis von entnommener zu eingespeister Energie, lag bei mehr als 75 Prozent. Die Anlage stellte ihre volle Leistung durch Konditionierungszyklen wieder her, ohne dass Techniker Bauteile austauschen mussten. Das System überstand die intensiven Belastungstests zudem ohne jegliche strukturelle Schäden, so Elestor.

Die Wasserstoff-Eisen-Technologie steht in direktem Wettbewerb zu anderen Langzeitspeichern wie Vanadium-Flussbatterien oder Natrium-Schwefel-Speichern. Auch Pumpspeicherkraftwerke und reine Wasserstoffspeicher bleiben wichtige technologische Alternativen am Markt. Welche Technik sich langfristig durchsetzt, entscheiden maßgeblich die Skalierbarkeit und die künftigen Betriebskosten.

Ein wesentlicher Vorteil des neuen Ansatzes liegt in der Verwendung kostengünstiger Rohstoffe wie Eisen und Wasserstoff. Das Unternehmen schätzt die Kosten für die aktiven Materialien auf etwa 2,80 Euro pro Kilowattstunde. Dadurch umgeht der Hersteller potenzielle Lieferkettenprobleme, die bei Materialien wie Lithium, Kobalt oder Vanadium häufig auftreten.

Wirtschaftlichkeit der neuen Stromspeicher

Optimierte Systeme könnten laut Modellrechnungen des Herstellers langfristig Speicherkosten von etwa 0,02 Euro pro Kilowattstunde erreichen. Ob das System wirklich so günstig arbeitet, muss der Praxistest im großindustriellen Einsatz erst noch zeigen. Bisher stützt sich die prognostizierte Lebensdauer von bis zu 25 Jahren auf eine wissenschaftliche Hochrechnung.

Trotz der Vorteile benötigt die Anlage aufgrund der geringeren Energiedichte mehr Platz als vergleichbare Lithium-Speicher. Die Komplexität mit Pumpen und Wasserstoffmanagement ähnelt eher industriellen Prozessanlagen als klassischen Batterien. Ob die erwartete Praxistauglichkeit dauerhaft eintritt, werden die kommenden Jahre im industriellen Pilotbetrieb zeigen.

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