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FRYZZA im Interview: So lief der „Höhle der Löwen“-Pitch wirklich ab

19. Oktober 2026 um 20:15

Der Beitrag FRYZZA im Interview: So lief der „Höhle der Löwen“-Pitch wirklich ab erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

FRYZZA Die Höhle der Löwen

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: den fünf Gründern der Air-Fryer-Pizza FRYZZA.

Manchmal entsteht eine Geschäftsidee aus einer einfachen Frage: Warum gibt es eigentlich keine richtig gute Pizza für den Air Fryer? Genau diese Frage stellten sich die fünf Gründer von FRYZZA Ende März 2025. Gemeinsam mit Sternekoch Alexander Wulf entwickelten sie eine Tiefkühlpizza, die von Grund auf für die Heißluftfritteuse gedacht ist.

Teig, Form und Belag wurden speziell auf die Zubereitung im Air Fryer abgestimmt. Die Basis bildet ein handgezogener Sauerteig mit 24 Stunden Reifezeit. Nach fünf bis sechs Minuten soll die Pizza außen knusprig und innen saftig sein. Außerdem passt die eckige Form optimal in den Heißluftkorb.

In „Die Höhle der Löwen“ konnten die Gründer die Löwen von ihrem Produkt überzeugen. Wir haben die Gründer zu ihren Erfahrungen in der Sendung und zur weiteren Entwicklung ihrer Pizza befragt.

FRYZZA: Die Tiefkühlpizza für den Air Fryer aus „Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo FRYZZA, ihr seid in Staffel 20 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Einfach großartig – und ehrlich gesagt immer noch ein bisschen surreal. Wir haben FRYZZA vor nicht einmal anderthalb Jahren gegründet, und jetzt stehen wir in der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“. Für uns fünf Gründer ist das ein riesiger Moment. Und wir sind total happy, wie es gelaufen ist: Alle Löwen haben unsere FRYZZA gefeiert, drei wollten bei uns einsteigen – und am Ende haben sich Ralf Dümmel und Frank Thelen zusammengetan. Aus unserer Sicht die ideale Kombi.

Was macht euer Produkt FRYZZA so besonders?

FRYZZA ist die erste Tiefkühlpizza, die von Grund auf für den Air Fryer entwickelt wurde. Wir haben keine normale Pizza angepasst, sondern Teig, Form und Belag komplett für die Heißluftfritteuse gedacht. Die Basis ist ein handgezogener Sauerteig mit 24 Stunden Reifezeit, die Rezeptur stammt von Sternekoch Alexander Wulf vom Restaurant TROYKA in Erkelenz.

Nach fünf bis sechs Minuten ist die Pizza außen knusprig und innen saftig. Sie ist eckig, damit sie optimal in den Heißluftkorb passt, und es sind zwei Stück in einer Packung – wer nur kleinen Hunger hat, nimmt eben nur eine.

Es gibt vier Sorten: Margherita, Salami, Mediterranean Veggie und Thunfisch. Wir verzichten auf Geschmacksverstärker und Palmöl, die Salami ist aus Pute bzw. Rind. Und wer keinen Air Fryer hat: FRYZZA gelingt auch im Backofen. Oder kurz: Wenn Pizza, dann FRYZZA!

Wie seid ihr auf die Idee und das Konzept von FRYZZA gekommen?

Der Witz ist: Eigentlich hatten wir uns Ende März 2025 aus einem ganz anderen Grund getroffen. Doch dann kam die Frage auf: Der Air Fryer hat die deutschen Küchen erobert – warum gibt es dafür keine richtig gute Pizza? Normale Tiefkühlpizzen passen nicht automatisch in den Korb oder werden ungleichmäßig. Und warum entwickelt nicht mal ein Sternekoch eine Pizza, die genau für den Air Fryer gemacht ist?

Als klar war, dass es tatsächlich noch keine einzige Pizza extra für den Air Fryer gab, und weil Pizza zu den beliebtesten Produkten in deutschen Küchen gehört, haben wir gesagt: Warum eigentlich nicht? Nach wenigen Tagen Recherche stand fest, dass wir gemeinsam gründen. Alexander hat so lange getüftelt, bis die Rezeptur perfekt war – allein der Teig hat viele Testrunden gebraucht. Von der ersten Idee bis ins Kühlregal hat es keine sechs Monate gedauert. Im Herbst 2025 kam FRYZZA in den Handel.

Dabei hilft unser Team: Sternekoch Alexander Wulf, Sommelier Ronny Schreiber, die Handels- und Produktionsprofis Josef Kirisits und Lars Jansen sowie Moderator und Unternehmer Dieter Könnes. Jeder von uns kann etwas, was der andere nicht kann.

FRYZZA in „Die Höhle der Löwen“: Millionen Zuschauer

Und wie seid ihr bei DHDL gelandet?

Wir haben ein Produkt, das man sofort versteht und das jeder probieren will. Wir wollten FRYZZA aus der Region heraus deutschlandweit bekannt machen und suchten dafür einen Partner, der den Lebensmittelhandel wirklich kennt. „Die Höhle der Löwen“ bietet beides: Millionen Zuschauer und Investoren mit starken Netzwerken. Dabei ging es uns von Anfang an um eine langfristige Partnerschaft, nicht nur um ein Sprungbrett. Vorbereitet haben wir uns intensiv: Wir haben den Pitch oft durchgespielt, auch vor Freunden und Familie, und die Zahlen mussten sitzen. Dieter bringt als Moderator Kamera-Erfahrung mit, Alexander kennt Druck aus der Fernseh- und Sterneküche. Trotzdem ist das Studio etwas ganz anderes.

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Große Vorfreude, aber auch gesunder Respekt. Wir wussten, dass unser Produkt schmeckt – so viel Selbstbewusstsein hatten wir. Aber ob die Löwen das auch so sehen und an den Markt glauben, weiß man vorher nicht. Im Studio standen wir zu dritt: Ronny, Alex und Dieter. Josef und Lars haben hinter den Kulissen mitgefiebert und hatten wohl deutlich weniger zu lachen, denn sie mussten den ganzen Tag ausharren. Uns war klar: Das Erklären ist das eine. Richtig spannend wird es, wenn die Löwen probieren. Da galt wörtlich: Jeder Bissen zählt. Das ist ohnehin eines unserer Credos – wer FRYZZA einmal gekostet hat, kommt wieder.

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Direkt nach dem Dreh ging es in die Details: Gespräche, Prüfung, Planung. Wir hatten viele Dokumente aufzubereiten, aber weil wir unsere Hausaufgaben gemacht hatten, war die Due Diligence professionell und zügig. Es wurde genau hingeschaut, aber immer auf Augenhöhe.

Unter Druck gesetzt haben wir uns nie gefühlt – wie wir weiter vorgehen, lag immer in unserer Entscheidung. Ralf Dümmel und Frank Thelen sind bei wichtigen Entscheidungen persönlich dabei und immer erreichbar. Im Alltag arbeiten wir eng mit ihren Teams zusammen, die operativ großartige Ansprechpartner sind.

Besonders spannend ist, dass wir gemeinsam mit Ralf jetzt auch die Tiefkühlkategorie aufmischen und zeigen wollen, wie viel Potenzial in ihr steckt. Und mit Frank haben wir jemanden an Bord, der bereits sehr erfolgreiche Investments im Food-Bereich begleitet hat. Ralfs Handelsstärke und Franks Food-Erfahrung zusammen – das ist für uns der Jackpot.

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt FRYZZA passiert?

Eine Menge! FRYZZA hat jetzt sieben statt fünf Gesellschafter und ist dank Lidl und Bofrost ab dem 20.10.2026 bundesweit erhältlich. Dazu kommen REWE, EDEKA (NRW), Globus und HIT in Deutschland und ein sehr starkes Standbein in Österreich mit flächendeckender Distribution bei Spar, MPreis, Adeg, BILLA und BILLA PLUS. Die Teams unserer Investoren unterstützen uns bei Listungen, Verpackung, Kommunikation, IT und Marketing. Vieles läuft sogar schneller als geplant. Die Löwen haben uns definitiv auf ein nächstes Level gehoben.

Tiefkühlpizza für den Air Fryer aus „Höhle der Löwen“: So geht es mit FRYZZA weiter

Wie geht es jetzt weiter?

Jetzt geht es richtig los: Am 20.10. startet FRYZZA bundesweit bei Lidl, am 29.10. feiern wir unseren ersten Geburtstag mit vielen Freunden, Instagrammern, Gamern und Promis. Im November und Dezember und im nächsten Jahr folgen weitere Social-Media-Aktionen.

Außerdem arbeiten wir an neuen Sorten und weiteren Air-Fryer-Produkten – mehr verraten wir noch nicht. Unsere Vision: FRYZZA soll die Pizza-Marke sein, an die man beim Air Fryer zuerst denkt. Wir wollen in jedem großen Tiefkühlregal in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen und danach weitere Länder erobern.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei DHDL?

Durchweg positiv. Der Dreh war aufregend und sehr professionell, man wird gut betreut. Aber sobald das Tor aufgeht, ist man auf sich allein gestellt. Wir sind sehr zufrieden, wie wir FRYZZA präsentiert haben: selbstbewusst, aber nicht überheblich. Die Löwen waren zum Teil sehr kritisch, aber immer absolut fair. Sie haben definitiv Krallen und setzen sie gezielt ein – gerade bei Produktion, Margen und Handel.

Wer aber seine Zahlen kennt und ein gutes Produkt hat, hat nichts zu befürchten. Dass am Ende alle Löwen unsere Pizza gefeiert haben und drei bei uns einsteigen wollten, war für uns eine riesige Bestätigung. Unser Tipp an künftige Teilnehmer: Kennt eure Zahlen in- und auswendig, bleibt authentisch und bringt etwas mit, das man probieren kann. Und wenn wir etwas anders machen würden, dann höchstens, uns früher Unterstützung für die Flächenbetreuung im Handel zu holen.

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Claude Docs: So funktioniert der KI-Texteditor von Claude

18. Oktober 2026 um 14:00

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Claude Docs

Claude Docs ist der neue Texteditor direkt in Claude. In unserem neuen Video zeigen wir, wie du ein Dokument startest, mit Markdown und Befehlen arbeitest, Claude in deine Arbeit einbindest und das Ergebnis teilst oder exportierst. Abonniere jetzt den YouTube-Kanal von BASIC thinking, um kein weiteres Video zu verpassen.

Was ist Claude Docs?

Claude Docs ist eine Funktion, mit der Claude Dokumente direkt im Chat erstellt. Laut Anthropic sollen sich damit „lebendige Dokumente“ gemeinsam mit Claude und anderen Personen schreiben lassen.

Ein Dokument kann Überschriften, Tabellen und andere Formatierungen enthalten und mehrere Tabs haben, ähnlich den Abschnitten eines Notizbuchs. Anthropic hat Claude Docs am 16. September 2026 zusammen mit Claude Slides vorgestellt und will damit unter anderem Word und PowerPoint von Microsoft angreifen.

So startest du ein Claude Doc

Du kannst ein Dokument in jedem Gespräch anfordern. Claude stellt vorab Klärungsfragen und entwirft das Dokument anschließend direkt neben dem Chat.

Schreibe dazu /docs in das Nachrichtenfeld. Alternativ kannst du die Docs auch in der Seitenleiste unter den Claude Artefakten finden.

Ein Beispiel für einen Claude-Doc-Auftrag: /doc Erstelle eine Gliederung für einen Leitfaden zur Kundenkommunikation. Arbeite zuerst nur mit Stichpunkten.

Wenn du die Struktur zuerst prüfst und erst danach den Fließtext erstellen lässt, sparst du in aller Regel eine Menge Zeit, Nerven und Credits.

Claude Docs: Mit Claude im Dokument zusammenarbeiten

Ein Dokument lässt sich neben dem Chat-Fenster oder im Vollbild bearbeiten. Ob im Chat oder im Vollbild: Du kannst jederzeit Claude ansprechen und eine Änderung anfordern, indem du @Claude in das Dokument schreibst.

Alternativ kannst du auch spezielle Bereiche markieren und an Claude kommentieren. Das erinnert dann stark an das Kommentar-Interface von Google Docs. Markiere dafür nur den Absatz, der sich ändern soll. So bleibt der restliche Text unverändert und Claude weiß, welche Stelle es überarbeiten soll.

Claude kann dann Fragen stellen, Kommentare zu seinen redaktionellen Entscheidungen hinterlassen und das Dokument eigenständig überarbeiten. Und das sogar dann, wenn du selbst gar nicht mehr im Claude Doc drin bist.

Claude Docs: Markdown-Kürzel und Befehle

Wer Markdown kennt, kann die bekannten Kürzel auch in Claude Docs verwenden, beispielsweise:

  • ## für eine H2-Überschrift
  • **Text** für Fettdruck
  • *Text* für Kursivschrift

Über den Schrägstrich öffnest du ein Menü, mit dem sich Elemente wie Überschriften, Listen, Zitate und Tabellen einfügen lassen. Dafür tippst du einfach „/ + [deinen Befehl]“, beispielsweise /image oder /table.

Claude Docs: Dokument teilen, im Team bearbeiten und exportieren

Ein Dokument gehört zunächst nur dir. Über „Teilen“ kannst du bestimmte Personen einladen oder den Zugriff auf deine Organisation ausweiten, falls du einen Team-Account hast.

Wenn ein Dokument fertig ist, kannst du es in andere Programme übernehmen. Claude Docs exportiert als Word, PDF, Markdown, Google Docs und sogar als Notion-Seite. Den Export findest du über das Menü oben rechts im Dokument unter „Teilen“.

In unserem Video zeigen wir dir, wie Claude Docs funktioniert und worauf du achten musst. Abonniere jetzt den YouTube-Kanal von BASIC thinking, um kein weiteres Video zu verpassen.

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Claude Artefakte Anleitung: So baust du eigene Apps ohne Code

13. Oktober 2026 um 20:07

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Claude Artefakte Einsteiger Anfänger Tools

In unserem neuen Video zeigen wir dir, wie du mit Claude Artefakten eigene Apps und Tools bauen kannst – ganz ohne eine einzige Zeile Code. Dafür erstellen wir einen Budgetrechner, ein Aufgaben-Board und einen KI-gestützten Vokabeltrainer. Abonniere jetzt den YouTube-Kanal von BASIC thinking, um kein weiteres Video zu verpassen.

Was sind Claude Artefakte?

Claude Artefakte sind interaktive Apps und Tools, die unabhängig vom eigentlichen Chat funktionieren. Du findest sie gesammelt in der Seitenleiste und kannst sie genau an deine persönlichen Bedürfnisse anpassen – sowohl für private Zwecke als auch für die Arbeit.

Das Besondere daran: Du musst die Anwendungen nicht selbst programmieren. Stattdessen beschreibst du Claude möglichst genau, was dein Tool können soll. Auf dieser Grundlage erstellt Claude ein Artefakt, das du anschließend testen und über den zugehörigen Chat weiterentwickeln kannst.

Beispiel 1: Budgetrechner mit Claude Artefakten erstellen

Als erstes Beispiel eignet sich ein einfacher Budgetrechner. Dafür kannst du dein monatliches Nettoeinkommen und verschiedene Ausgaben eintragen, etwa für Miete, Versicherungen oder Lebensmittel. Das Artefakt berechnet anschließend die Gesamtausgaben und zeigt dir, wie viel Geld übrig bleibt.

Zusätzlich kann der Rechner eigene Kategorien unterstützen und die Ausgaben visuell aufteilen. Eine Warnung weist darauf hin, wenn die Ausgaben das Einkommen übersteigen. Ein möglicher Start-Prompt lautet:

Baue mir einen interaktiven Budgetrechner als Artefakt. Er soll folgendes können: Eingabefelder für monatliches Nettoeinkommen und Ausgaben, die Möglichkeit, eigene Kategorien hinzuzufügen oder zu entfernen, die automatische Berechnung von Gesamtausgaben und verbleibendem Betrag, eine visuelle Aufteilung der Ausgaben, die live aktualisiert wird, eine klare Warnung, wenn die Ausgaben das Einkommen übersteigen und ein aufgeräumtes, modernes Design.

Das Ergebnis kannst du danach über die Chat-Funktion anpassen. So lassen sich beispielsweise zwei getrennte Einkommensfelder für einen gemeinsamen Haushalt ergänzen. Auch eine Unterscheidung zwischen gemeinsamen Ausgaben wie der Miete und persönlichen Ausgaben wie Hobbys ist möglich.

Je genauer du deine Wünsche beschreibst, desto eher entspricht die erste Version deinen Vorstellungen. Wenn dir das Formulieren von Prompts schwerfällt, kannst du Claude auch zunächst bitten, aus deinen eigenen Erklärungen einen passenden Änderungs-Prompt zu erstellen. Dafür kannst du ganz einfach die Diktierfunktion nutzen.

Beispiel 2: Ein Aufgaben-Board (Trello-Alternative) bauen

Das zweite Beispiel ist ein Aufgaben-Board für die Arbeit. Es ähnelt einem klassischen Kanban-Board oder Trello und besteht zunächst aus den drei Spalten „Offen“, „In Arbeit“ und „Erledigt“. Aufgabenkarten lassen sich per Maus zwischen den Spalten verschieben.

Bei komplexeren Artefakten lohnt es sich, nicht sofort mit dem Bau zu beginnen. Ein Artefakt zu erstellen, verbraucht mehr Credits als eine normale Antwort im Chat. Deshalb sollte Claude zuerst Fragen stellen und einen Funktionsumfang vorschlagen.

Ein geeigneter Prompt dafür lautet:

Ich möchte ein Aufgaben-Board als Artefakt bauen. Es soll eine Art Trello werden, mit drei Spalten ‚Offen‘, ‚In Arbeit‘ und ‚Erledigt‘. Stell mir vorher alle Fragen, die du brauchst, und schlag mir eine Liste mit Funktionen vor. Bau noch nichts.

Nach den Rückfragen kannst du Claude das Startsignal geben. Wenn du zusätzlich echte Beispielaufgaben vorgibst, lässt sich schneller erkennen, ob das Board zu deinem Arbeitsalltag passt. So vermeidest du Tests mit leeren Platzhaltern und reduzierst unnötige Korrekturschleifen.

Das fertige Projekt-Board lässt sich anschließend weiter an den eigenen Job anpassen. Karten können verschoben und bearbeitet werden. Zusätzlich sind To-do-Listen pro Karte, einzelne Projekte und weitere Zwischenstufen möglich.

Tipp: Speicher und gemeinsame Nutzung bei Artefakten

Aufgaben müssen nicht verschwinden, sobald du ein Artefakt schließt. Claude Artefakte können Daten speichern, sodass die Einträge auch bei der nächsten Nutzung noch vorhanden sind. Diese Anforderung solltest du bereits im ersten Prompt festhalten.

Dabei ist wichtig, zwischen persönlichem und geteiltem Speicher zu unterscheiden. Beim persönlichen Speicher sieht jeder nur die eigenen Daten. Beim geteilten Speicher greifen alle Beteiligten auf denselben Datenbestand zu. Für private To-do-Listen eignet sich daher persönlicher Speicher, während ein Team-Board den geteilten Speicher nutzen kann.

Bei geteilten Artefakten solltest du außerdem vorsichtig mit sensiblen Informationen sein. Bevor du private oder vertrauliche Daten einträgst, solltest du prüfen, welche Art von Speicher verwendet wird und wer auf die Inhalte zugreifen kann.

Beispiel 3: Ein KI-Vokabeltrainer, der sich anpasst

Im dritten Beispiel wird das Artefakt deutlich dynamischer. Der Vokabeltrainer erstellt auf Basis eines Themas und einer ausgewählten Sprache passende Lerninhalte. Gibst du beispielsweise Urlaub in Spanien ein, kann die App daraus zehn Vokabeln generieren und dich anschließend abfragen.

Die Abfrage erfolgt im Zufallsmodus. Richtige Antworten wandern auf den „Richtig“-Stapel, während falsche Antworten im offenen Stapel bleiben und später erneut abgefragt werden. Bei Fehlern erklärt der Vokabeltrainer kurz, warum die Antwort nicht korrekt war.

Der Prompt für dieses Artefakt kann so aussehen:

Bau mir einen Vokabeltrainer. Ich gebe ein Thema und eine Sprache ein und die App erstellt mit KI 10 passende Vokabeln und fragt mich im Zufallsmodus ab. Bei falschen Antworten erklärt sie mir kurz, warum ich falsch geantwortet habe. Richtige Antworten sortierst du auf den ‚Richtig‘-Stapel. Falsche Antworten kommen zurück in den noch offenen Stapel und werden zufällig wieder abgefragt. Wenn alle 10 Vokabeln korrekt gelernt sind, gib mir die Option, den Stapel zu wiederholen oder neue Vokabeln zu generieren. Führe eine Statistik über meinen Fortschritt. Speichere meinen Zwischenstand und die Ergebnisse für die nächste Nutzung.

Nach den ersten Tests kannst du den Vokabeltrainer weiterentwickeln. Denkbar sind zum Beispiel Einstellungen für das Sprachniveau, damit sich die Aufgaben an Anfänger mit keinen oder wenigen Vorkenntnissen ebenso anpassen lassen wie an fortgeschrittene Lernende.

Claude Artefakte teilen und weiterentwickeln

Artefakte sind zunächst nur für dich sichtbar. Über die Teilen-Funktion kannst du jedoch einen Link erstellen und die Anwendung an Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen schicken. So wird aus einem persönlichen Tool bei Bedarf eine gemeinsam nutzbare Anwendung.

Auch der Vokabeltrainer muss nicht auf Sprachen beschränkt bleiben. Das Grundprinzip lässt sich auf viele Themen übertragen. Statt Vokabeln kann ein Artefakt beispielsweise Fragen zu KI, Fachwissen oder anderen Lerninhalten erstellen und die Ergebnisse speichern.

Die drei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Claude Artefakte eingesetzt werden können: als praktischer Rechner für den Alltag, als digitales Aufgaben-Board für die Arbeit oder als interaktiver Lerntrainer. Entscheidend ist, die gewünschte Funktion möglichst konkret zu beschreiben und komplexere Projekte vor dem eigentlichen Bau zu planen.

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9 Fragen an CROPSTA aus „Höhle der Löwen“ (+ Gewinnspiel)

12. Oktober 2026 um 20:15

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Cropsta Die Höhle der Löwen DHDL Vox

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: den Gründern des verstellbaren Crop-Bands CROPSTA.

Manchmal beginnt eine Produktidee mit einer kleinen Alltagssituation. Charlotte wollte ihre Oberteile kürzer tragen und behalf sich zunächst mit einem Gummiband aus einer alten Strumpfhose. Daraus entstand die Frage: Warum gibt es dafür eigentlich noch kein richtiges Produkt?

Gemeinsam mit Mike entwickelte sie aus dieser Improvisation Schritt für Schritt CROPSTA. Mit dem Band lässt sich die Länge eines Oberteils innerhalb weniger Sekunden verändern und immer wieder neu anpassen. So können aus einem simplen Oberteil direkt unterschiedliche Looks entstehen.

In „Die Höhle der Löwen“ präsentierten Charlotte und Mike ihre Idee den Löwen. Wir haben die Gründer zu ihren Erfahrungen in der Sendung und zur weiteren Entwicklung von CROPSTA befragt.

CROPSTA: Das verstellbare Crop-Band aus „Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo Charlotte und Mike, ihr seid in Staffel 20 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Immer noch ein bisschen surreal. Wir haben CROPSTA wirklich bei null angefangen und am Anfang sehr vieles selbst gemacht. Dann plötzlich mit dem eigenen Produkt in der „Die Höhle der Löwen“ zu stehen, die man vorher jahrelang aus dem Fernsehen kennt, ist schon verrückt. Wir sind vor allem unglaublich gespannt darauf, den Moment jetzt noch einmal im TV zu erleben.

Was macht euer Produkt CROPSTA so besonders?

Eigentlich gerade seine Einfachheit. CROPSTA löst ein Problem, das unglaublich viele kennen: Man möchte ein Oberteil kürzer tragen, aber weder schneiden noch knoten oder es irgendwie in den BH stecken. Mit CROPSTA lässt sich die Länge innerhalb weniger Sekunden verändern und immer wieder neu anpassen. Aus einem simplen Oberteil können dadurch direkt unterschiedliche Looks entstehen.

Wie seid ihr auf die Idee und das Konzept von CROPSTA gekommen?

Charlotte hat ihre Oberteile schon vorher gerne gecroppt und irgendwann dafür improvisiert ein Gummiband aus einer alten Strumpfhose benutzt. Daraus entstand irgendwann die Frage: Wieso gibt es dafür eigentlich noch kein richtiges Produkt? Wir haben angefangen zu recherchieren, erste Versionen getestet und daraus Schritt für Schritt CROPSTA entwickelt. Dass aus dieser kleinen Alltagssituation irgendwann ein richtiges Unternehmen wird, hätten wir damals selbst nicht gedacht.

CROPSTA in „Die Höhle der Löwen“

Und wie seid ihr bei DHDL gelandet?

„Die Höhle der Löwen“ war für uns natürlich schon länger ein riesiges Ziel. CROPSTA ist gleichzeitig ein Produkt, das man sehr schnell zeigen und verstehen kann, deshalb hatten wir immer das Gefühl, dass es eigentlich perfekt in die Sendung passt. Irgendwann haben wir gesagt: Wir probieren es einfach. Und plötzlich wurde aus der Bewerbung tatsächlich Realität.

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Es war tatsächlich alles gleichzeitig: Nervosität, Vorfreude, Adrenalin. Man wartet so lange auf diesen einen Moment und weiß gleichzeitig, dass man gleich nur wenige Minuten Zeit hat, um etwas zu präsentieren, in das man unglaublich viel Arbeit gesteckt hat. Kurz bevor die Tür aufgeht, denkt man eigentlich nur noch: Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Die Zeit nach der Aufzeichnung war für uns mindestens genauso spannend wie der Pitch selbst. Gerade bei einem schnell wachsenden Startup können sich innerhalb weniger Monate viele Dinge verändern und weiterentwickeln. Entsprechend gab es auch nach der Sendung einiges zu besprechen. Der Austausch mit Ralf und seinem Team war von Anfang an offen, unkompliziert und sehr konstruktiv. Gemeinsam haben wir uns intensiv mit der weiteren Entwicklung des Unternehmens, dem Produkt und den verschiedenen Möglichkeiten beschäftigt, die sich nach dem Pitch ergeben haben. Für uns war es besonders spannend zu erleben, dass der Austausch nach der Aufzeichnung nicht einfach endet, sondern viele neue Impulse und Perspektiven entstehen. Diese Erfahrungen und Gespräche haben uns auf unserem weiteren Weg wertvolle Denkanstöße gegeben.

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt passiert?

Extrem viel. Wir haben CROPSTA auf vielen Ebenen weiterentwickelt: vom Produkt über Verpackung und Produktion bis hin zu Shop, Logistik und Creator Marketing. Wir haben unsere Strukturen professionalisiert und gleichzeitig gemerkt, welches Potenzial die Marke noch hat. Für uns geht es mittlerweile nicht mehr nur darum, ein einzelnes Produkt zu verkaufen, sondern langfristig eine Marke rund um clevere Fashion-Lösungen aufzubauen.

Das CROPSTA-Band aus „Höhle der Löwen“: So geht es weiter

Wie geht es jetzt weiter?

Wir wollen weiter skalieren. Social-Commerce und Creator-Marketing bleiben dabei für uns extrem wichtig, gleichzeitig wollen wir CROPSTA als Marke breiter aufstellen. Dazu gehören neue Produkte und Varianten, eine stärkere Präsenz im Handel und natürlich der weitere Ausbau unseres Onlinegeschäfts. Wir haben noch sehr viele Ideen, die über das ursprüngliche CROPSTA-Band hinausgehen.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei DHDL?

Für uns war es definitiv eine der intensivsten Erfahrungen unserer bisherigen Gründerzeit. Allein die Vorbereitung zwingt einen dazu, das eigene Unternehmen noch einmal komplett auseinanderzunehmen und sich mit jeder Zahl und jeder Entscheidung zu beschäftigen. Gleichzeitig ist es ein unglaublicher Moment, die eigene Idee vor Menschen zu präsentieren, die schon so viele Unternehmen gesehen haben. Egal wie nervös wir vorher waren: Wir würden diese Erfahrung jederzeit wieder machen.

Gewinnspiel: Sichere dir das CROPSTA-Band aus „Höhle der Löwen“

Als Medienpartner verlosen wir ein CROPSTA-Band aus „Die Höhle der Löwen“ unter allen Newsletter-Abonnenten von BASIC thinking. Du musst nur bis zum Stichtag am 11. November 2026 (12:00 Uhr) unseren Newsletter abonniert haben und uns bis dahin einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen, warum du das CROPSTA-Band haben möchtest.

Den Gewinner ziehen wir am 11. November 2026 und benachrichtigen ihn anschließend umgehend per E-Mail. Wir wünschen viel Glück!


Einsendeschluss ist Mittwoch, der 11. November 2026, 12 Uhr. Die Teilnahme erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Jeder Teilnehmer kann nur einmal mitmachen. Es werden ausschließlich korrekt ausgefüllte Kommentare in das Auswahlverfahren aufgenommen. Der Gewinner wird per E-Mail informiert. Der Gewinnanspruch verfällt, wenn der Gewinner nicht ermittelbar ist oder sich nicht nach Bekanntgabe des Gewinns beim Veranstalter des Gewinnspiels (BASIC thinking GmbH) meldet. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.

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„Geheime“ ChatGPT-Codes: Diese 7 Codes musst du kennen

11. Oktober 2026 um 14:00

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Geheime ChatGPT Codes

Geheime ChatGPT-Codes sollen Texte vereinfachen, Zusammenfassungen erstellen oder sogar Bilder in technische Zeichnungen verwandeln. In unserem neuen Video zeigen wir dir, was wirklich dahintersteckt und welche Kürzel du dir merken solltest.

Abonniere jetzt den YouTube-Kanal von BASIC thinking, um kein weiteres Video zu verpassen.

Was steckt hinter den ChatGPT-Codes?

Im Netz werden Kürzel wie /ELI5 oder /TLDR häufig als geheime ChatGPT-Funktionen beschrieben. Ganz so geheim sind sie allerdings nicht. OpenAI hat diese Codes nicht offiziell in ChatGPT eingebaut.

Im Grunde handelt es sich um stark komprimierte Prompts. Die Kürzel funktionieren, weil sie auf Begriffen und Schreibweisen basieren, die in großen Mengen im Internet verwendet werden. TL;DR steht beispielsweise für „Too long; didn’t read“ – also „zu lang, nicht gelesen“. In Foren wird die Abkürzung seit vielen Jahren für eine kurze Zusammenfassung eines längeren Textes genutzt.

ChatGPT hat mit riesigen Mengen solcher Texte gelernt. Deshalb erkennt das System in vielen Fällen, dass mit TLDR eine Zusammenfassung gemeint ist. Ein einzelnes Kürzel kann dadurch einen ganzen Absatz mit Anweisungen ersetzen. Die Text-Codes funktionieren nicht nur in ChatGPT, sondern in vielen Fällen auch in Claude und anderen KI-Tools. Für die Visual Codes brauchst du dagegen ein KI-Tool, das Bilder erzeugen kann.

Code 1: /ELI5 und /ELI10

ELI5 steht für „Explain like I’m five“ – auf Deutsch: „Erklär es mir, als wäre ich fünf“. Das Kürzel stammt aus einem Reddit-Forum mit diesem Namen, in dem komplizierte Themen möglichst einfach erklärt werden.

Ein Beispiel: Schreibst du /ELI5 Was ist BASIC thinking?, versucht ChatGPT, das Thema ohne Fachbegriffe und in besonders einfacher Sprache zu erklären. Der Schrägstrich vor dem Code kann dabei helfen, dass ChatGPT die Eingabe zuverlässiger als Anweisung erkennt und nicht als Teil des Themas behandelt.

Die Zahl funktioniert dabei wie ein Regler für die Komplexität. /ELI10 liefert weiterhin eine leicht verständliche Erklärung, geht aber stärker ins Detail. Mit /ELI2 wird die Antwort noch einfacher. Das ist praktisch, wenn dir eine erste Erklärung zu kompliziert oder zu oberflächlich war.

Code 2: /TLDR

Du hast einen langen Artikel oder eine Studie vor dir, aber keine Zeit, alles zu lesen? Dann kannst du den Text in ChatGPT einfügen und /TLDR davorsetzen. Die KI fasst den Inhalt anschließend auf die wichtigsten Aussagen zusammen.

Das Kürzel lässt sich außerdem mit anderen Codes kombinieren. Mit /TLDR /ELI5 erhältst du beispielsweise eine kurze Zusammenfassung, die gleichzeitig besonders einfach formuliert ist.

Wie gut das Ergebnis ausfällt, hängt allerdings auch von der Länge und Qualität des Ausgangstextes ab. Bei besonders umfangreichen Dokumenten solltest du die Zusammenfassung außerdem mit dem Original abgleichen.

Code 3: /Jargonize

Manchmal ist ein Text inhaltlich richtig, klingt aber noch zu locker für eine E-Mail an Kunden oder Vorgesetzte. Dafür kann /jargonize nützlich sein. Das Kürzel fordert ChatGPT dazu auf, einen Text fachlicher und professioneller zu formulieren.

Aus einem Satz wie „Hey, das Projekt verzögert sich leider, weil der Zulieferer nicht liefert. Wird wohl eine Woche später fertig“ kann so eine deutlich formellere Nachricht werden.

Du kannst die Anweisung zusätzlich präzisieren, etwa mit: /jargonize für eine Mail an einen Kunden aus der IT-Branche. Dadurch passt ChatGPT den Ton besser an die jeweilige Situation an. Übertreiben solltest du es aber nicht – sonst klingt das Ergebnis schnell nach Buzzword-Bingo statt nach einer klaren Nachricht.

Code 4: /Redteam

ChatGPT neigt häufig dazu, Ideen zunächst freundlich zu bestätigen. Das kann angenehm sein, hilft bei wichtigen Entscheidungen aber nicht immer weiter. Der Code /redteam verfolgt deshalb einen anderen Ansatz: Er soll gezielt Schwachstellen in einem Plan oder einer Idee aufdecken.

Der Begriff „Red Team“ stammt aus dem Militär und der IT-Sicherheit. Dort greift ein rotes Team das eigene System gezielt an, um Schwachstellen zu finden, bevor es jemand anderes tut.

Du könntest beispielsweise schreiben: /redteam Ich will nebenbei einen Online-Shop für selbstgemachte Kerzen starten und im ersten Jahr 2.000 Euro im Monat verdienen. Statt bloß Zustimmung zu bekommen, erhältst du eine Liste möglicher Risiken und offener Fragen.

Genau darin liegt ein sinnvoller Einsatz von KI: Die Maschine muss nicht ständig recht geben. Sie kann dabei helfen, Pläne zu hinterfragen, Gegenargumente zu finden und neue Perspektiven einzunehmen. Das kritische Denken ersetzt sie dabei allerdings nicht.

Weitere nützliche Text-Codes

Neben den vier vorgestellten Kürzeln gibt es zahlreiche weitere Text-Codes, die sich als kurze Anweisungen verwenden lassen. Sie sind nicht offiziell in ChatGPT eingebaut, können aber eine gewünschte Antwortstruktur oder Tonalität deutlich machen.

  • /humanize: formuliert Texte natürlicher und menschlicher
  • /steelman: liefert die stärkste Version einer Gegenposition
  • /critique: bewertet einen Text kritisch
  • /feynman: erklärt ein Thema Schritt für Schritt und zeigt mögliche Wissenslücken
  • /checklist: macht aus einer Antwort eine Checkliste
  • /exec-summary: erstellt eine Zusammenfassung im Management-Stil
  • /simplify: macht einen Text leichter verständlich
  • /tone: verändert die Tonalität, etwa in locker, formell oder humorvoll
  • /table: stellt Informationen als Tabelle dar
  • /compare: stellt mehrere Optionen gegenüber
  • /swot: erstellt eine Stärken-Schwächen-Analyse
  • /brainstorm: sammelt kreative Ideen

Du kannst die Codes auch mit eigenen Vorgaben kombinieren. Je genauer du Zielgruppe, Format und gewünschte Tonalität beschreibst, desto besser lässt sich das Ergebnis in der Regel steuern.

Code 5: /Explodedview

Die Visual Codes funktionieren nach demselben Grundprinzip wie die Text-Codes: Schrägstrich, Kürzel und Motiv. Mit /explodedview lässt sich beispielsweise eine Explosionszeichnung anfordern.

Eine Explosionszeichnung stellt ein Objekt so dar, als wäre es in seine Einzelteile zerlegt worden. Das kennst du etwa aus Bauanleitungen oder technischen Dokumentationen. Schreibst du /explodedview Siebträgermaschine, kann ein Bildgenerator daraus automatisch eine entsprechende Darstellung erstellen.

Auch hier sind Kombinationen möglich. Mit /blueprint /explodedview Siebträgermaschine kannst du zusätzlich einen technischen Blaupausen-Stil anfordern.

Wichtig ist allerdings: Das Bild zeigt nicht zwangsläufig den tatsächlichen Aufbau eines konkreten Geräts. ChatGPT kennt möglicherweise nur allgemeine Informationen über eine Siebträgermaschine und ergänzt Details, die plausibel aussehen. Die Darstellung solltest du deshalb eher als visuellen Effekt und nicht als exakte technische Dokumentation verstehen.

Code 6: /Xray

Mit /xray soll ein Objekt so dargestellt werden, als würde man durch seine Außenhülle hindurchsehen. Bei einem Smartphone können dabei beispielsweise Platine, Akku oder Kameramodule sichtbar werden.

Als Eingabe reicht etwa /xray iPhone. Der Code funktioniert außerdem mit eigenen Fotos. Dafür lädst du über das Plus-Symbol im Eingabefeld ein Bild hoch und ergänzt die Anweisung um /xray.

Auch bei dieser Darstellung gilt: Das Ergebnis ist keine verlässliche technische Analyse des fotografierten Gegenstands. Die KI interpretiert das Bild und erzeugt eine passende Visualisierung. Was sich tatsächlich im Inneren befindet, kann sie dabei falsch einschätzen oder frei ergänzen.

Code 7: /Infographic

Der Visual Code /infographic verwandelt ein Thema in eine übersichtliche Infografik. Du kannst beispielsweise ein Foto eines Buchcovers hochladen und den Code ergänzen. ChatGPT versucht dann, den Titel zu erkennen und daraus eine Grafik mit den wichtigsten Aussagen zu erstellen.

Das funktioniert vor allem bei bekannten Titeln, zu denen das KI-System bereits Informationen kennt. ChatGPT liest das Buch dafür nicht vollständig aus. Die Inhalte basieren auf dem, was die KI über das Werk weiß oder aus dem Bild ableiten kann.

Prüfe den Text in der fertigen Grafik deshalb genau. Bei KI-generierten Bildern kann es weiterhin vorkommen, dass einzelne Wörter, Titel oder Fachbegriffe falsch geschrieben oder ungenau dargestellt werden.

Welche Visual Codes gibt es noch?

Neben /xray, /explodedview und /infographic kannst du weitere Stilvorgaben ausprobieren. Dazu gehören beispielsweise /cutaway für einen aufgeschnittenen Blick ins Innere, /cad für eine Darstellung im Stil einer CAD-Software oder /technicaldrawing für eine klassische technische Zeichnung.

  • /isometric: 3D-Ansicht aus schräger Perspektive
  • /anatomy: Darstellung im Stil einer Anatomie-Tafel
  • /beforeafter: Vorher-nachher-Vergleich
  • /handwritten: Notizbuch-Stil mit handschriftlichen Anmerkungen
  • /droneview: Ansicht aus der Vogelperspektive
  • /holographic: Hologramm-Look
  • /electroscan: Scan-Effekt mit leuchtenden Linien
  • /fog: realistische Nebel-Atmosphäre

Die Codes lassen sich kombinieren. Mit /isometric /infographic kannst du beispielsweise versuchen, eine Infografik in einer isometrischen 3D-Ansicht zu erzeugen. Wie zuverlässig das funktioniert, hängt vom jeweiligen Bildgenerator und vom Motiv ab.

Geheime ChatGPT-Codes sind keine offiziellen Funktionen

Die vorgestellten Kürzel können dabei helfen, schneller zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen. Sie sind aber keine geheimen Schalter und keine fest eingebauten Funktionen von ChatGPT. Ihre Wirkung entsteht vor allem dadurch, dass die verwendeten Begriffe im Internet bereits mit bestimmten Aufgaben und Darstellungsformen verbunden sind.

Am besten nutzt du die Codes als Ausgangspunkt und ergänzt sie um konkrete Angaben. Beschreibe, für wen die Antwort gedacht ist, welches Format du brauchst und wie ausführlich sie werden soll. So erhältst du meist verlässlichere Ergebnisse als mit einem einzelnen Kürzel allein.

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Claude Anleitung für Einsteiger: Diese Funktionen musst du kennen

08. Oktober 2026 um 20:00

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Claude Grundkurs für Anfänger Einsteiger

Die meisten Menschen nutzen Claude wie einen Google-Ersatz. Dabei kann die KI deutlich mehr: Mit Chat, Cowork, Artefakten, Skills und passenden Modellen lässt sich Claude gezielt an den eigenen Arbeitsalltag anpassen. Darum geht es in unserem neuesten Video. Abonniere jetzt den YouTube-Kanal von BASIC thinking, um kein weiteres Video zu verpassen.

Claude lieber als Desktop-App statt nur im Browser nutzen

Bevor du mit Claude loslegst, solltest du die Desktop-App ausprobieren. Sie bietet einen schnelleren Zugriff und ist außerdem wichtig, weil einige der Funktionen nur in der App verfügbar sind.

Praktisch ist auch ein Schnellzugriff über die Einstellungen. In unserem Fall öffnet sich das Chatfenster, wenn die Option-Taste zweimal gedrückt wird. So kannst du Claude direkt aus anderen Anwendungen heraus aufrufen, ohne erst den Browser oder die App manuell öffnen zu müssen.

Chat, Cowork, Artefakte und Claude Code im Überblick

Die Benutzeroberfläche von Claude lässt sich grob in zwei Bereiche unterteilen: den normalen Chat mit der integrierten Cowork-Funktion sowie den separaten Code-Bereich. Im Chat stellst du Fragen und erhältst Antworten – ähnlich wie bei anderen KI-Tools. Dieser Bereich eignet sich vor allem für schnelle Recherchen, Ideen oder kurze Informationen.

Cowork ist für Aufgaben gedacht, bei denen Claude eigenständig und in mehreren Schritten arbeitet. Wenn du es erlaubst, kann Claude dabei auch auf Ordner auf deinem Rechner zugreifen. Du könntest beispielsweise deinen Rechnungsordner analysieren und die Dokumente nach Monaten sortieren lassen. Die Aufgabe läuft anschließend im Hintergrund weiter, während du an etwas anderem arbeitest.

Innerhalb von Cowork kannst du außerdem mit Artefakten arbeiten. Dabei handelt es sich um kleine Tools oder Apps, die in einer eigenen Übersicht gespeichert werden und bestimmte Arbeitsschritte erleichtern oder automatisieren. Ein Beispiel dafür ist ein Budgetrechner, der sich mit einigen Prompts erstellen lässt.

Claude Code ist dagegen deutlich stärker auf die Softwareentwicklung ausgerichtet. Der Bereich kann unter anderem als Programmierassistent dienen, der mit Git arbeitet, Tests ausführt oder beim Bau von Websites hilft. Für alltägliche Aufgaben sind in der Regel zunächst Chat und Cowork die wichtigeren Funktionen.

Skills, geplante Aufgaben, Konnektoren und Plugins

Claude wird besonders leistungsfähig, wenn du die zusätzlichen Erweiterungen passend zu deinen Aufgaben einsetzt. Dazu gehören geplante Aufgaben, Skills, Konnektoren und Plugins. Du musst nicht alles gleichzeitig einrichten. Sinnvoller ist es, mit den Funktionen zu starten, die ein konkretes Problem in deinem Arbeitsalltag lösen.

Mit geplanten Aufgaben kann Claude zu festgelegten Zeiten automatisch arbeiten – auch dann, wenn du gerade nicht am Rechner sitzt. So lassen sich beispielsweise Informationen für den Arbeitsbeginn vorbereiten oder regelmäßige Zusammenfassungen erstellen.

Skills sind Anleitungspakete, mit denen Claude bestimmte Aufgaben nach einem festen Muster erledigt. Sie sind vor allem hilfreich, wenn du wiederkehrende Abläufe nicht jedes Mal aufs Neue erklären möchtest. Du kannst vorhandene Skills installieren oder eigene Skills erstellen.

Konnektoren verbinden Claude mit anderen Werkzeugen, die du bereits nutzt. Dazu können beispielsweise Google Drive, Gmail, Canva, Notion oder Slack gehören. Wenn ein bestimmtes Tool nicht direkt im Verzeichnis verfügbar ist, kann eine Anbindung unter Umständen über einen MCP-Server möglich sein. MCP steht für Model Context Protocol und funktioniert vereinfacht gesagt wie ein standardisierter Anschluss für KI-Anwendungen.

Plugins sind fertige Komplettpakete für bestimmte Aufgaben oder Branchen. Sie können beispielsweise mehrere Skills bündeln und dadurch einen umfangreicheren Arbeitsablauf abbilden.

4 Tipps, um Claude-Credits zu sparen

Das richtige Claude-Modell für jede Aufgabe auswählen

Claude bietet mehrere Modelle für unterschiedliche Anforderungen. Vereinfacht gesagt gibt es ein schnelles und günstiges Modell für einfache Aufgaben, ein Modell für alltägliche Anwendungen und ein besonders leistungsfähiges Modell für komplexe Aufgaben.

Zusätzlich kannst du festlegen, wie viel Aufwand in eine Antwort fließen soll. Viele wählen dabei automatisch das stärkste Modell und den höchsten Aufwand. Das kann jedoch unnötig Credits verbrauchen und dazu führen, dass du schneller an Nutzungslimits stößt.

Für eine kurze Antwort auf eine E-Mail brauchst du in der Regel kein besonders starkes Modell. Bei einer komplexen Datenanalyse kann ein leistungsfähigeres Modell dagegen sinnvoll sein. Entscheidend ist, das Modell an die jeweilige Aufgabe anzupassen, statt grundsätzlich die maximale Leistung zu wählen.

Mit klaren Prompts Credits und Zeit sparen

Je genauer du Claude erklärst, was du brauchst, desto seltener musst du nachbessern oder Rückfragen beantworten. Ein guter Prompt enthält einen klaren Kontext, eine eindeutige Aufgabe und – wenn nötig – ein gewünschtes Ausgabeformat.

Statt allgemein zu fragen: „Wo kann ich monatlich Geld sparen?“, könntest du deine Einnahmen und Fixkosten nennen und Claude um eine tabellarische Übersicht bitten. So weiß Claude besser, welche Informationen berücksichtigt werden sollen und wie das Ergebnis aussehen soll.

Prompts sollten dabei so kurz wie möglich, aber so ausführlich wie nötig sein. Ein schwammiger Auftrag führt häufig zu Rückfragen. Diese kosten nicht nur Zeit, sondern können auch zusätzliche Credits verbrauchen.

Alte Chats nicht unnötig lange weiterführen

Auch die Länge eines Chatverlaufs kann eine Rolle spielen. Je länger ein Chat wird, desto mehr Kontext muss Claude bei neuen Nachrichten berücksichtigen. Das kann den Verbrauch erhöhen und die Arbeit mit dem Chat unübersichtlicher machen.

Wenn ein neues Thema beginnt, ist ein neuer Chat deshalb oft die bessere Wahl. So bleibt der relevante Kontext übersichtlich und Claude muss nicht bei jeder Antwort den gesamten bisherigen Verlauf berücksichtigen.

Die Anweisungen für Claude richtig einsetzen

In den Einstellungen kannst du hinterlegen, wer du bist, was du machst und welche Art von Antworten du bevorzugst. Claude bezeichnet diesen Bereich als „Anweisungen für Claude“. Die Informationen stehen dann von Beginn an zur Verfügung und müssen nicht in jedem neuen Chat erneut erklärt werden.

Diese Anweisungen können dir Zeit sparen und dazu beitragen, dass Claude schneller passende Antworten liefert. Es lohnt sich daher, einmal die wichtigsten Einstellungen durchzugehen und Claude an die eigenen Anforderungen anzupassen.

Claude ist also deutlich mehr als ein Chatfenster für einzelne Fragen. Wenn du Chat, Cowork, Artefakte, Skills, Konnektoren und Modelle gezielt einsetzt, kannst du die KI Schritt für Schritt an deinen Arbeitsalltag anpassen. Der beste Einstieg ist nicht, alle Funktionen sofort auszuprobieren, sondern zunächst die wiederkehrenden Aufgaben zu identifizieren, bei denen Claude dich konkret unterstützen kann.

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Nächster Zwischenfall: OpenAI-Agenten richten sich in deutschem Wiki ein

08. September 2026 um 11:00

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OpenAI-Agenten deutsches Wiki

Tausende interne OpenAI-Agenten haben monatelang ein deutsches Entwickler-Wiki als geheimes Schwarzes Brett missbraucht: Statt brav ihre Aufgaben zu erledigen, legten sie dort zehntausende Einträge an, teilten Antworten und beschrieben, wie sich Sicherheitsbeschränkungen aushebeln lassen. Der Fall zeigt, wie schnell aus „harmlosen“ Tests eine Gefahr entstehen kann – schon wieder.

Hintergrund

  • Laut einer Auswertung des Forscherteams um Sydney Von Arx haben autonome Agenten, die sich selbst als OpenAI-Systeme kennzeichneten, zwischen dem 11. Mai und dem 2. Juli 2026 rund 18.000 Beiträge auf mehreren öffentlichen Wikis hinterlassen, davon etwa 17.000 Edits im DSEwiki, einem seit rund 25 Jahren bestehenden deutschsprachigen Programmierer-Wiki. Die Agenten traten unter mehr als 3.700 selbst gewählten Namen auf, viele davon mit klaren OpenAI-Bezügen wie „OpenAIResearcher“. Rund 98,5 Prozent der zugeordneten Bearbeitungen stammen aus IP-Bereichen von Microsoft Azure, auf dessen Infrastruktur OpenAI seine Modelle betreibt.
  • Eigentlich waren die Agenten nur für zeitkritische Web-Recherchen gedacht: Sie sollten innerhalb weniger Sekunden Fragen im Netz nachschlagen und Antworten liefern. Laut Design sollten sie dafür nur lesen, nicht schreiben. Die Testumgebung ließ deshalb nur HTTP-GET-Anfragen zu. Das Problem: Die alte Wiki-Software von DSEwiki konnte über spezielle GET-Links trotzdem Seiten ändern. Genau das nutzten die Agenten. Sie schrieben „Test“-Einträge, speicherten Links und Antworten ab und bauten das Wiki zu einem Schwarzen Brett aus, auf das andere Agenten später wieder zugreifen konnten.
  • In den rekonstruierten Beiträgen sammelten die Modelle zunächst simple Funktionstests („hello“), später Listen mit Links und Antworten auf die Testaufgaben sowie Exploit-Ideen. Der Bericht und eine Analyse bei Ars Technica zeigen, dass die Agenten dort auch Strategien zum Umgehen der Sandbox teilten, inklusive Vorschlägen für Cross-Site-Scripting-Angriffe und das Vortäuschen von Moderatoren-Rechten. OpenAI bestätigte später, dass es sich um eigene Agenten handelte, betonte aber, die Wiki-Software sei nicht „gehackt“, sondern nur über bestehende Schreibmöglichkeiten angesprochen worden. Ob man darauf seine Verteidigung aufbauen sollte (oder ob man sich wirklich verteidigen will)?

Unsere Einordnung

Der DSEwiki-Vorfall zeigt, wie weit Testsysteme heute schon gehen können, ohne dass dafür jemand bewusst den Befehl gegeben hat. Die Agenten sollten eigentlich „nur“ möglichst gut bei einem standardisierten Webtest abschneiden. Dass sie sich dafür eine externe Wissensbasis und Kommunikationsfläche im offenen Netz gesucht haben, war offenbar nicht geplant – ist aber eine naheliegende Folge, wenn viele gleichartige Agenten mit Internetzugang nach Mustern suchen, die ihnen Vorteile bringen.

Die Regeln (nur lesen, nicht schreiben) klangen eindeutig, konnten aber über eine Schwäche alter Wiki-Software ausgehebelt werden. Dass tausende Agenten diesen Weg gefunden und ausgenutzt haben, ist weniger ein spektakulärer Hack als ein Hinweis darauf, dass man moderne KI-Tools langsam ernst nehmen sollte – sowohl aus Sicht von Websitebetreibern als auch aus Sicht derer, die diese KI-Tools eigentlich im Zaum halten sollten (und dabei regelmäßig versagen).

DSEwiki wurde hier ohne Vorwarnung zur Infrastruktur eines groß angelegten KI-Experiments. Admin Helmut Leitner reagierte schließlich mit einem Hinweis auf der Startseite und der Umstellung auf passwortgeschützten Zugriff. Für viele kleinere Seiten gilt: Sie haben weder Monitoring noch ein eigenes Security-Team, um zu erkennen, dass sie gerade massiv von Agenten belagert werden. Wer schützt sie, wenn nicht mal OpenAI und Co. ihre eigenen Systeme im Griff haben?

Der DSEwiki-Fall passt in ein Muster: Vor Kurzem wurde bekannt, dass über 1.200 OpenAI-Agenten ein internes Sandbox-Tool als inoffizielles Forum verwendet und dort Wege geteilt hatten, wie sich Sicherheitsregeln aushebeln lassen – bis hin zu Zugriffen auf die Infrastruktur des KI-Anbieters Hugging Face. Diese Vorfälle häufen sich immer rapider und zeigen, dass Agenten mit technischen Freiheiten und Belohnungen für erfolgreiche Lösungen dazu neigen, jede Lücke im System auszunutzen.

Stimmen

  • Mitautorin Sydney Von Arx sagt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: „Es erscheint äußerst unwahrscheinlich, dass OpenAI wollte, dass sie das tun. Ich bezweifle, dass sie sich untereinander abstimmen sollen. Ich bezweifle, dass sie im offenen Internet Beiträge veröffentlichen sollen.“
  • Maurice Chiodo, ein Wissenschaftler der Universität Cambridge, der einen Teil der Agenten-Kommunikation ausgewertet hat, wird noch deutlicher: Die Nachrichten ähnelten „der Funktionsweise einer Art Untergrundnetzwerk, das entschlossen ist, eine Aufgabe oder Mission zu erfüllen“.
  • Und OpenAI? „Wir konnten auf die Vorwürfe zunächst nicht reagieren, weil die Autoren des Berichts uns ihre Ergebnisse vor der Veröffentlichung nicht zur Verfügung gestellt haben. Wir prüfen den Bericht nun sorgfältig und werden alle notwendigen weiteren Schritte ergreifen.“

Ausblick

Testumgebungen mit Internetzugang werden künftig klarere Leitplanken brauchen: eine deutlich engere Auswahl an erreichbaren Seiten, Filter für bekannte Altlasten wie GET-basiertes Schreiben und automatische Erkennung ungewöhnlicher Muster.

Zudem stellt sich die Frage, wie „intern“ KI-Tests im offenen Netz überhaupt noch sein können. Wenn Agenten massenhaft auf Drittplattformen schreiben, sind das faktisch Feldversuche auf fremder Infrastruktur.

Für OpenAI ist der Vorfall auch ein Vertrauensproblem. Der DSEwiki-Fall wurde erst über externe Berichte publik – nicht durch eine eigene, proaktive Offenlegung. Gerade im Kontext sich verschärfender Regulierung dürfte entscheidend sein, ob OpenAI seine Sicherheitsprozesse nach solchen Vorfällen wirklich anpasst und seine Systeme noch im Griff hat.

Klar ist: Mit der wachsenden Verbreitung von KI-Agenten werden ähnliche Situationen immer häufiger auftreten – sei es auf alten Foren, Wikis oder anderen Web-Diensten, die noch nicht auf KI-Nutzung vorbereitet sind. Im besten Fall führen der DSEwiki- und der Hugging-Face-Fall dazu, dass sich neue Standards für solche Tests etablieren. Im schlechtesten Fall ändert sich nichts, während im Hintergrund immer mehr KI-Agenten in bislang unbemerkten Ecken des Netzes unterwegs sind.

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Sauberdropz aus „Höhle der Löwen“: 9 Fragen an die Gründer

07. September 2026 um 22:26

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Sauberdropz Die Höhle der Löwen

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: Die Gründer von sauberdropz.

Wiederverwendbare Trinkflaschen gehören für viele Menschen zum Alltag. Doch mit der regelmäßigen Nutzung stellt sich auch die Frage, wie sich die Behälter einfach, gründlich und ohne mühsames Schrubben reinigen lassen. Genau hier setzt sauberdropz an: Die Reinigungstabs sollen Rückstände und Gerüche in Trinkflaschen und anderen Alltagsbehältern lösen.

Für die Anwendung werden etwa 60 Milliliter warmes Wasser und 8 bis 15 Drops in die Flasche gegeben. Anschließend wird sie rund 40 Sekunden kräftig geschüttelt. Durch die Kombination aus Inhaltsstoffen und mechanischer Bewegung sollen auch schwer zugängliche Stellen erreicht werden. Wir haben die Gründer von sauberdropz zu ihrem Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“, dem Produkt und den nächsten Wachstumsschritten befragt.

Sauberdropz: Die Reinigungstabs aus „Die Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Ihr seid bei „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Es ist ein absolut surrealer und zugleich extrem stolzer Moment. Man baut monatelang im Stillen an seinem Produkt, optimiert die Formulierungen, feilt an der Logistik und steht plötzlich vor den Löwen, während ein Millionenpublikum zuschaut. Für uns fühlt es sich wie der finale Startschuss für die nächste große Phase von sauberdropz an.

Was macht euer Produkt sauberdropz so besonders?

Wir wollen die Art verändern, wie Trinkflaschen und Alltagsbehälter gereinigt werden. Statt umständlichem Schrubben oder aggressiven Haushaltsreiniger-Tricks bieten unsere Tabs eine einfache, nachhaltige und effiziente Reinigungslösung. Dabei geht es uns um ein sauberes Ergebnis, das im Alltag unkompliziert funktioniert. Mit sauberdropz wollen wir eine Lücke schließen, die sowohl im Direktkundengeschäft als auch im B2B-Bereich besteht.

Wie seid ihr auf die Idee und das Konzept von sauberdropz gekommen?

Die Idee entstand aus einem täglichen Problem: Viele Menschen nutzen wiederbefüllbare Flaschen, aber sie hygienisch sauber und geruchsfrei zu halten, ist ohne Schrubben oft mühsam. Bürsten und Spülmaschinen erreichen außerdem nicht jede Ecke. Mit sauberdropz haben wir den „sauberDROPZ-Effekt“ entwickelt. Dafür gibt man etwa 60 Milliliter warmes Wasser und 8 bis 15 Drops in die Flasche. Durch rund 40 Sekunden kräftiges Schütteln wirken unsere Inhaltsstoffe gemeinsam mit der mechanischen Bewegung der Drops. So sollen sich Rückstände auch an unzugänglichen Stellen lösen, ohne dass man zur Bürste greifen muss.

Und wie seid ihr bei „Die Höhle der Löwen“ gelandet?

Wenn du ein Produkt hast, von dem du zu 100 Prozent überzeugt bist und das sich stark skalieren lässt, ist „Die Höhle der Löwen“ die Königsklasse. Wir wollten nicht nur von der enormen Medienpräsenz profitieren, sondern vor allem strategische Unterstützung auf Investorenseite gewinnen. Die Möglichkeit, unser Konzept vor erfahrenen Unternehmern aus Deutschland zu präsentieren, konnten wir uns nicht entgehen lassen. Also haben wir uns beworben und den gesamten Prozess konsequent durchgezogen.

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Das Adrenalin war auf Anschlag. Wenn man im Studio hinter der berühmten Tür steht und weiß: Gleich geht das Licht an und man hat nur diese eine Chance, schlägt das Herz bis zum Hals. Sobald man die ersten Schritte macht und im Pitch ist, schaltet sich aber der Tunnelblick ein. Dann zählt nur noch die Leidenschaft für das eigene Produkt und die Zahlen, die man im Kopf hat.

sauberdropz nach dem Pitch: Zusammenarbeit und Wachstum

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Die Verhandlungen waren extrem intensiv, lehrreich und auf Augenhöhe. Nach dem Dreh beginnt die eigentliche Arbeit hinter den Kulissen erst richtig. Dabei geht es um die Due Diligence, vertragliche Details und vor allem um die gemeinsame strategische Ausrichtung. Sowohl das Feedback als auch die Zusammenarbeit mit den Teams von Ralf Dümmel und Frank Thelen haben uns enorm weitergebracht. Besonders wichtig war für uns die Frage, wie wir die Prozesse für ein starkes B2B-Wachstum aufstellen können.

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt passiert?

Wir haben unser gesamtes Setup auf das nächste Level gehoben. Dazu haben wir die Produktionskapazitäten deutlich erhöht und unser B2B-Großhandelsnetzwerk massiv ausgebaut. Aus einem vielversprechenden Startup ist ein skalierbares Unternehmen geworden, das bereit für den großflächigen Rollout im Handel ist.

Wie geht es jetzt weiter?

Der Fokus liegt ganz klar auf Skalierung und Marktdurchdringung. Wir bauen unsere Präsenz im B2B- und Großhandelsbereich flächendeckend aus, um sauberdropz bestmöglich im Regal zu platzieren.

Gleichzeitig wollen wir die Marke weiterentwickeln und dafür sorgen, dass die Reinigung von Trinkflaschen und Alltagsbehältern für möglichst viele Menschen einfacher wird.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei „Die Höhle der Löwen“?

„Die Höhle der Löwen“ war für uns zugleich der ultimative Stresstest und ein wichtiger Katalysator. Das eigene Geschäftsmodell vor so hochkarätigen Investoren auf Herz und Nieren prüfen zu lassen, hat uns als Gründer extrem reifen lassen.

Rückblickend war es eine der wertvollsten Entscheidungen in unserer Unternehmensgeschichte. Die Teilnahme war eine einmalige Chance, die wir genau zum richtigen Zeitpunkt genutzt haben.

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