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Nächster Zwischenfall: OpenAI-Agenten richten sich in deutschem Wiki ein

08. September 2026 um 11:00

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OpenAI-Agenten deutsches Wiki

Tausende interne OpenAI-Agenten haben monatelang ein deutsches Entwickler-Wiki als geheimes Schwarzes Brett missbraucht: Statt brav ihre Aufgaben zu erledigen, legten sie dort zehntausende Einträge an, teilten Antworten und beschrieben, wie sich Sicherheitsbeschränkungen aushebeln lassen. Der Fall zeigt, wie schnell aus „harmlosen“ Tests eine Gefahr entstehen kann – schon wieder.

Hintergrund

  • Laut einer Auswertung des Forscherteams um Sydney Von Arx haben autonome Agenten, die sich selbst als OpenAI-Systeme kennzeichneten, zwischen dem 11. Mai und dem 2. Juli 2026 rund 18.000 Beiträge auf mehreren öffentlichen Wikis hinterlassen, davon etwa 17.000 Edits im DSEwiki, einem seit rund 25 Jahren bestehenden deutschsprachigen Programmierer-Wiki. Die Agenten traten unter mehr als 3.700 selbst gewählten Namen auf, viele davon mit klaren OpenAI-Bezügen wie „OpenAIResearcher“. Rund 98,5 Prozent der zugeordneten Bearbeitungen stammen aus IP-Bereichen von Microsoft Azure, auf dessen Infrastruktur OpenAI seine Modelle betreibt.
  • Eigentlich waren die Agenten nur für zeitkritische Web-Recherchen gedacht: Sie sollten innerhalb weniger Sekunden Fragen im Netz nachschlagen und Antworten liefern. Laut Design sollten sie dafür nur lesen, nicht schreiben. Die Testumgebung ließ deshalb nur HTTP-GET-Anfragen zu. Das Problem: Die alte Wiki-Software von DSEwiki konnte über spezielle GET-Links trotzdem Seiten ändern. Genau das nutzten die Agenten. Sie schrieben „Test“-Einträge, speicherten Links und Antworten ab und bauten das Wiki zu einem Schwarzen Brett aus, auf das andere Agenten später wieder zugreifen konnten.
  • In den rekonstruierten Beiträgen sammelten die Modelle zunächst simple Funktionstests („hello“), später Listen mit Links und Antworten auf die Testaufgaben sowie Exploit-Ideen. Der Bericht und eine Analyse bei Ars Technica zeigen, dass die Agenten dort auch Strategien zum Umgehen der Sandbox teilten, inklusive Vorschlägen für Cross-Site-Scripting-Angriffe und das Vortäuschen von Moderatoren-Rechten. OpenAI bestätigte später, dass es sich um eigene Agenten handelte, betonte aber, die Wiki-Software sei nicht „gehackt“, sondern nur über bestehende Schreibmöglichkeiten angesprochen worden. Ob man darauf seine Verteidigung aufbauen sollte (oder ob man sich wirklich verteidigen will)?

Unsere Einordnung

Der DSEwiki-Vorfall zeigt, wie weit Testsysteme heute schon gehen können, ohne dass dafür jemand bewusst den Befehl gegeben hat. Die Agenten sollten eigentlich „nur“ möglichst gut bei einem standardisierten Webtest abschneiden. Dass sie sich dafür eine externe Wissensbasis und Kommunikationsfläche im offenen Netz gesucht haben, war offenbar nicht geplant – ist aber eine naheliegende Folge, wenn viele gleichartige Agenten mit Internetzugang nach Mustern suchen, die ihnen Vorteile bringen.

Die Regeln (nur lesen, nicht schreiben) klangen eindeutig, konnten aber über eine Schwäche alter Wiki-Software ausgehebelt werden. Dass tausende Agenten diesen Weg gefunden und ausgenutzt haben, ist weniger ein spektakulärer Hack als ein Hinweis darauf, dass man moderne KI-Tools langsam ernst nehmen sollte – sowohl aus Sicht von Websitebetreibern als auch aus Sicht derer, die diese KI-Tools eigentlich im Zaum halten sollten (und dabei regelmäßig versagen).

DSEwiki wurde hier ohne Vorwarnung zur Infrastruktur eines groß angelegten KI-Experiments. Admin Helmut Leitner reagierte schließlich mit einem Hinweis auf der Startseite und der Umstellung auf passwortgeschützten Zugriff. Für viele kleinere Seiten gilt: Sie haben weder Monitoring noch ein eigenes Security-Team, um zu erkennen, dass sie gerade massiv von Agenten belagert werden. Wer schützt sie, wenn nicht mal OpenAI und Co. ihre eigenen Systeme im Griff haben?

Der DSEwiki-Fall passt in ein Muster: Vor Kurzem wurde bekannt, dass über 1.200 OpenAI-Agenten ein internes Sandbox-Tool als inoffizielles Forum verwendet und dort Wege geteilt hatten, wie sich Sicherheitsregeln aushebeln lassen – bis hin zu Zugriffen auf die Infrastruktur des KI-Anbieters Hugging Face. Diese Vorfälle häufen sich immer rapider und zeigen, dass Agenten mit technischen Freiheiten und Belohnungen für erfolgreiche Lösungen dazu neigen, jede Lücke im System auszunutzen.

Stimmen

  • Mitautorin Sydney Von Arx sagt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: „Es erscheint äußerst unwahrscheinlich, dass OpenAI wollte, dass sie das tun. Ich bezweifle, dass sie sich untereinander abstimmen sollen. Ich bezweifle, dass sie im offenen Internet Beiträge veröffentlichen sollen.“
  • Maurice Chiodo, ein Wissenschaftler der Universität Cambridge, der einen Teil der Agenten-Kommunikation ausgewertet hat, wird noch deutlicher: Die Nachrichten ähnelten „der Funktionsweise einer Art Untergrundnetzwerk, das entschlossen ist, eine Aufgabe oder Mission zu erfüllen“.
  • Und OpenAI? „Wir konnten auf die Vorwürfe zunächst nicht reagieren, weil die Autoren des Berichts uns ihre Ergebnisse vor der Veröffentlichung nicht zur Verfügung gestellt haben. Wir prüfen den Bericht nun sorgfältig und werden alle notwendigen weiteren Schritte ergreifen.“

Ausblick

Testumgebungen mit Internetzugang werden künftig klarere Leitplanken brauchen: eine deutlich engere Auswahl an erreichbaren Seiten, Filter für bekannte Altlasten wie GET-basiertes Schreiben und automatische Erkennung ungewöhnlicher Muster.

Zudem stellt sich die Frage, wie „intern“ KI-Tests im offenen Netz überhaupt noch sein können. Wenn Agenten massenhaft auf Drittplattformen schreiben, sind das faktisch Feldversuche auf fremder Infrastruktur.

Für OpenAI ist der Vorfall auch ein Vertrauensproblem. Der DSEwiki-Fall wurde erst über externe Berichte publik – nicht durch eine eigene, proaktive Offenlegung. Gerade im Kontext sich verschärfender Regulierung dürfte entscheidend sein, ob OpenAI seine Sicherheitsprozesse nach solchen Vorfällen wirklich anpasst und seine Systeme noch im Griff hat.

Klar ist: Mit der wachsenden Verbreitung von KI-Agenten werden ähnliche Situationen immer häufiger auftreten – sei es auf alten Foren, Wikis oder anderen Web-Diensten, die noch nicht auf KI-Nutzung vorbereitet sind. Im besten Fall führen der DSEwiki- und der Hugging-Face-Fall dazu, dass sich neue Standards für solche Tests etablieren. Im schlechtesten Fall ändert sich nichts, während im Hintergrund immer mehr KI-Agenten in bislang unbemerkten Ecken des Netzes unterwegs sind.

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ChatGPT imitiert Nutzer-Tonfall: OpenAI testet neue Schreibstil-Funktion

08. September 2026 um 10:20
OpenAI, ChatGPT OpenAI erprobt ein neues Werkzeug für ChatGPT, das den persönlichen Schreibstil der Nutzer perfekt imitieren soll. Dafür muss die künstliche Intelligenz direkten Zugriff auf externe Dienste wie Gmail, Slack oder Notion erhalten - und will man das wirklich? (Weiter lesen)
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EU knöpft sich ChatGPT vor: Was sich für Nutzer jetzt ändert

02. September 2026 um 11:00

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EU Europa ChatGPT DSA OpenAI sehr große Online-Suchmaschine

Die EU-Kommission hat ChatGPT offiziell als „sehr große Online-Suchmaschine“ eingestuft. Das ist ein Novum für ein KI-Modell. Zusammen mit Reddit und Roblox fällt der Chatbot von OpenAI damit unter die strengen Regeln des Digital Services Act (DSA). Für OpenAI bedeutet das: mehr Kontrolle, mehr Transparenz und bei Verstößen Strafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Aber reicht all das, um Nutzer besser zu schützen? Eine kommentierende Analyse.

Warum die EU ChatGPT jetzt als Suchmaschine einstuft

  • Auf Online-Plattformen kann man sich austauschen, mit anderen vernetzen, Informationen suchen oder sich einfach inspirieren lassen. Auch KI-Modelle können in bestimmten Situationen praktisch oder hilfreich sein. Doch sowohl Online-Plattformen als auch Chatbots werden immer wieder missbraucht, etwa für kriminelle Machenschaften oder um Desinformation zu streuen. Die Europäische Kommission will dem Einhalt gebieten. Laut einer offiziellen Mitteilung stehen ChatGPT, das Online-Forum Reddit und die Spieleplattform Roblox deshalb ab sofort unter strengerer Beobachtung. Der Grund: Alle drei Dienste haben die Marke von 45 Millionen Nutzern pro Monat in der EU geknackt. Damit fallen sie unter den Digital Services Act (DSA).
  • ChatGPT wird laut EU ab sofort als „sehr große Online-Suchmaschine“ eingestuft, so wie beispielsweise auch Google. Die Kommission begründet die Einstufung damit, dass der Chatbot auf das Internet zugreift, um Antworten auszuspucken. Per Definition sei ChatGPT damit eine hybride Suchmaschine. Laut Kommission nutzen derzeit rund 159 Millionen Menschen innerhalb der EU den Chatbot. Anders als bei ChatGPT werden Inhalte auf Reddit und Roblox von Nutzern selbst erstellt. Beide wurden nun als „sehr große Online-Plattformen“ eingestuft und müssen damit vor allem illegale Inhalte bekämpfen, Nutzer besser schützen und regelmäßig einen Risikobericht veröffentlichen.
  • Die EU wird künftig vor allem ChatGPT unter die Lupe nehmen. Dabei geht es nicht um einzelne Antworten, sondern den Chatbot als großes Ganzes. Die Kommission will etwa prüfen, ob OpenAI bestimmte Risiken im Griff hat. Darunter unter anderem: Anleitungen für Straftaten, die Gefährdung Minderjähriger, Wahlmanipulation, Desinformationskampagnen und Diskriminierung. Das Unternehmen muss zudem einen Ansprechpartner für Behörden und Nutzer nennen, sich einmal pro Jahr einer unabhängigen Prüfung unterziehen und eine Schnittstelle einrichten, damit Nutzer illegale Inhalte melden können. Werbung in ChatGPT muss zudem klar als solche gekennzeichnet sein.

Wird ChatGPT zum Präzedenzfall für KI-Regulierung?

Was ChatGPT angeht, könnte die EU-Entscheidung zu einem waschechten Präzedenzfall werden. Denn erstmals unterliegt ein KI-Modell den strengen Vorgaben des DSA – und damit einer Regulierung, die ursprünglich vor allem für klassische Online-Plattformen gedacht war.

Will heißen: Sollten andere Chatbots wie Gemini und Claude irgendwann ebenfalls die Marke von 45 Millionen Nutzern pro Monat knacken, werden sie vermutlich so eingestuft wie ChatGPT. Und das wäre auch gut so! Denn anders als klassische Suchmaschinen zeigen KI-Modelle wie ChatGPT nicht bloß eine Liste von Links an, sondern liefern fertig formulierte Antworten.

Sie können überzeugend und plausibel klingen und kommen mitunter sogar ohne großen Umweg über nur eine einzige Quelle daher. Das Problem: KI kann sich irren, Informationen erfinden oder total selbstbewusst Schwachsinn produzieren. Und genau das macht die Kontrolle und Einordnung von KI-Antworten so kompliziert.

Die EU sieht deshalb vor allem OpenAI in der Verantwortung, Nutzer besser zu schützen. Zu Recht! Sanktionen erfolgen bei Zuwiderhandlung aber nicht automatisch und sofort. Erst wenn OpenAI trotz Prüfung und Ermahnung nichts ändern sollte, könnte es teuer werden. Dann kann die EU theoretisch bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen.

Für OpenAI wären das mehrere hundert Millionen bis zu einer Milliarde. Da Europa und allen voran Deutschland ein großer Markt für das Unternehmen sind, erklärt das auch ein Stück weit die Kooperationsbereitschaft von OpenAI, aber auch Reddit und Roblox.

Stimmen

  • Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie der EU, in einem Statement: „Mit diesen neuen Benennungen unterliegen ChatGPT, Reddit und Roblox in der Europäischen Union künftig einer strengeren Kontrolle und Rechenschaftspflicht. Damit wird dem großen Einfluss ihrer Dienste auf unsere Bürgerinnen und Bürger sowie auf unsere Gesellschaft Rechnung getragen. Wir werden die digitale Landschaft weiterhin aufmerksam beobachten und wir werden bei keiner Plattform zögern, sie entsprechend zu benennen, wenn sie den Schwellenwert für eine verstärkte Beaufsichtigung nach dem Gesetz über digitale Dienste erreicht.“
  • David Baszucki, Chef der Roblox Corporation, scheint die strengere Beobachtung seiner Spieleplattform gelassen zu nehmen. In einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) schreibt er zur Ankündigung von Henna Virkkunen: „Wir sind stolz auf unser Wachstum in der EU. Roblox ist die erste Gaming-Plattform, die als ‚sehr große Online-Plattform‘ eingestuft wurde. Dies verdanken wir unserer Creator-Community in allen 27 Mitgliedstaaten sowie unseren Teams, die für sichere, fesselnde und altersgerechte Online-Erlebnisse sorgen. Unterstützt wird dies durch unsere branchenführenden Anforderungen an die Altersüberprüfung für Chats und Inhalte.“
  • Von OpenAI und Reddit liegen bislang keine offiziellen Statements vor. Alle drei Unternehmen haben dem Vernehmen nach zumindest aber ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den EU-Behörden signalisiert. Auf der DSA-Seite von OpenAI heißt es etwa: „OpenAI bekennt sich zu Sicherheit, Transparenz, Rechenschaftspflicht und dem Schutz der Grundrechte, einschließlich der Meinungsfreiheit und des Zugangs zu Informationen.“ Reddit schreibt auf seiner DSA-Seite: „Reddit kann den Zugriff auf Inhalte einschränken, bei denen festgestellt wurde, dass sie gegen die Gesetze des in Ihrer Meldung angegebenen EU-Landes verstoßen. Meldungen von vertrauenswürdigen Meldern werden gemäß der DSA bei der Überprüfung vorrangig behandelt.“

Was sich ab Januar 2027 für Nutzer ändert

ChatGPT, Reddit und Roblox müssen die neu auferlegten EU-Pflichten innerhalb von vier Monaten, also ab Januar 2027, erfüllen und jeweils erste Risikobewertungen veröffentlichen. Für Nutzer wird sich zunächst aber weniger ändern. Klar: Es wird möglich sein, Inhalte zu melden, was auch gut so ist.

Doch die größten Veränderungen finden eher im Hintergrund statt. Vor allem ChatGPT wird mehr Eigen- und Fremdkontrolle aufgebrummt; etwa bei Alterskontrollen oder dem Umgang mit illegalen Inhalten. Auch das ist gut so! Im Gegensatz zu so manch anderen Tech-Konzernen wie Meta scheint OpenAI diesbezüglich weitaus kooperativer und weniger auf Krawall gebürstet zu sein.

Das Unternehmen hat mit ChatGPT for Teens etwa im Vorfeld ein Stück weit reagiert, da sich die EU-Entscheidung angebahnt hatte. All das zeigt, wohin die Reise gehen könnte. Oder: Je stärker KI oder Plattformen wie Reddit und Roblox in den Alltag eindringen, desto weniger können sich die Anbieter darauf berufen, lediglich ein digitales Werkzeug bereitzustellen.

Stattdessen werden sie zu Recht in die Verantwortung für das genommen, was in ihren Netzwerken oder Diensten passiert. Klar: Zunächst einmal ist vieles davon noch Theorie, die sich erst einmal in der Praxis beweisen muss. Gleiches gilt für alle drei Unternehmen.

Die Stoßrichtung ist aber die richtige. Zumal der technische und finanzielle Aufwand für die drei Milliarden-Konzerne relativ überschaubar sein sollte. Vielmehr bergen die neuen EU-Richtlinien sogar die Chance für alle, ChatGPT, Reddit und Roblox zu verbessern.

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EU nimmt ChatGPT, Reddit und Roblox ins Visier: Neue DSA-Pflichten kommen

Von:MK
02. September 2026 um 08:00

Die EU-Kommission erweitert den Kreis der besonders streng regulierten Online-Dienste: ChatGPT, Reddit und Roblox werden künftig als besonders große digitale Dienste nach dem Digital Services Act (DSA) behandelt. Alle drei überschreiten in der Europäischen Union die Marke von durchschnittlich 45 Millionen monatlichen Nutzern und müssen sich damit auf zusätzliche Vorgaben einstellen. ChatGPT erhält dabei eine […]

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ChatGPT Werbung: OpenAI knackt jetzt die wichtige Milliarden-Marke

01. September 2026 um 18:22
Werbung, OpenAI, ChatGPT, Dashboard, Ads, Weltkarte, Analytics, Werbeplattform, Produktempfehlungen, Zielgruppen, Conversational AI, KI-Werbung, Performance-Analyse, Kampagnen-Übersicht, KI-gestützte Werbung, Chat-Conversions Das Werbegeschäft rund um ChatGPT wächst stark. Weniger als 200 Tage nach dem Start erreicht das Angebot eine hochgerechnete Jahresumsatzrate von einer Milliarde Dollar. Die weltweite Expansion schreitet dabei stetig voran. (Weiter lesen)

Werbung bei ChatGPT ausschalten: Kostenlos nur mit Einschränkungen

28. August 2026 um 05:45

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ChatGPT Werbung ausschalten deaktivieren KI OpenAI Werbeanzeige Künstliche Intelligenz

OpenAI spielt nun auch in Deutschland Werbung bei ChatGPT in bestimmten Tarifen aus. Nutzer können diese zwar abschalten, aber müssen im kostenlosen Tarif dafür geringere Nutzungslimits und Einschränkungen bei einzelnen Funktionen in Kauf nehmen.

Bereits seit Anfang des Jahres experimentiert OpenAI mit dem Ausspielen von Werbung bei seinem beliebten KI-Chatbot ChatGPT. Gestartet ist der Test zunächst in den USA, später wurde er auf weitere Märkte ausgeweitet. Nun führt das Unternehmen Werbeanzeigen auch in Deutschland ein.

OpenAI will mit den Werbeeinnahmen nach eigenen Angaben „umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen“ vornehmen und kontinuierlich investieren. So sollen auch die Free- und Go-Abos von ChatGPT „schnell und zuverlässig bleiben“.

Anzeigen können dazu beitragen, den Zugang zu ChatGPT zu erweitern und weiterhin in das Produkt zu investieren – ohne die Funktionsweise von ChatGPT oder die Erwartungen der Nutzer:innen an die Nutzererfahrung zu verändern.

Für Nutzer in bestimmten Tarifen bedeutet das, dass künftig auch in Deutschland gesponserte Inhalte bei ChatGPT angezeigt werden können. Wer das vermeiden will, hat dafür mehrere Möglichkeiten, muss teils aber Einschränkungen in Kauf nehmen.

Diese ChatGPT-Abos enthalten Werbung

Anzeigen sollen künftig zunächst für Nutzer mit den Tarifen Free und Go ausgespielt werden. Bei den Tarifen Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu ist dies nicht der Fall.

Laut OpenAI sollen die Anzeigen in ausgeloggten Bereichen „für alle Zielgruppen geeignet“ sein. Für eingeloggte Nutzer werden „Anzeigen mit Inhalten für Erwachsene“ ausgespielt.

Nutzer unter 18 Jahren sollen von der Werbung ausgeschlossen sein. OpenAI wolle dies anhand von Kontoinformationen zum Alter oder – sofern verfügbar – einer Altersschätzung beurteilen.

Willst du ChatGPT also auch künftig ohne Werbung nutzen, hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst entweder zu einem werbefreien Bezahl-Abo wechseln oder Einschränkungen bei deinem Free-Tarif in Kauf nehmen. Denn auch mit einem kostenlosen Abo kannst du Werbung ausschalten.

Werbung bei ChatGPT ausschalten – so geht’s

Willst du ChatGPT auch künftig kostenfrei und ohne Werbung nutzen, allerdings nicht zu einem der werbefreien Bezahl-Abos wechseln, musst du Einschränkungen in Kauf nehmen. Denn für die kostenlosen Ads-Free-Versionen hast du niedrigere Nutzungslimits und weniger Zugriff auf Funktionen. OpenAI führt beispielsweise Tools wie die Bildgenerierung oder Deep Research an.

Um zur Ads-Free-Version zu wechseln, musst du zunächst in ChatGPT deine Einstellungen öffnen. Wähle nun die Option „Werbeeinstellungen“ aus. Wähle nun noch „Nachrichtenlimits verringern“ und bestätige deine Änderungen.

Stößt du künftig bei der Nutzung von ChatGPT an ein Limit, zeigt dir der Chatbot die Optionen für ein Upgrade auf ein werbefreies Bezahl-Abo oder „Werbung anzeigen“ an. So kannst du wieder zur werbefinanzierten kostenlosen Version zurückwechseln, um mehr Zugriff zu erhalten.

Hinweis: Da OpenAI neue Funktionen und Einstellungen schrittweise einführt, kann es sein, dass diese nicht sofort allen Nutzern angezeigt werden.

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ChatGPT startet Werbung in Deutschland: Wird die KI jetzt noch nerviger?

25. August 2026 um 11:00

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ChatGPT Werbung Anzeigen Deutschland Europa Werbeanzeige

ChatGPT zeigt jetzt auch Werbung in Deutschland an. OpenAI baut sein KI-Werkzeug für die Menschheit damit zunehmend in eine Werbeplattform um. Bis zu 900 Millionen Gratis-Nutzer weltweit könnten künftig Anzeigen im Chat sehen. Das Unternehmen verspricht zwar, dass die Werbung keinen Einfluss auf die Antworten hat. Doch der Schuss könnte nach hinten losgehen, zumal Forscher bereits vor subtilen Effekten warnen. Eine kommentierende Analyse.

Wie Werbung in ChatGPT funktioniert

  • Seit dem 24. August 2026 schaltet OpenAI in Europa Werbeanzeigen in ChatGPT – in insgesamt 31 Ländern. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz befinden sich darunter unter anderem auch Frankreich, Spanien, Italien, Polen und die skandinavischen Länder. Dem Unternehmen zufolge sehen Nutzer der kostenfreien Version und der günstigsten Bezahlversion Go künftig Werbung im Chat. Die kostenpflichtigen Tarife Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu sowie Nutzer, die OpenAI als minderjährig einstuft, sollen den Chatbot weiterhin werbefrei nutzen können.
  • Werbung in ChatGPT ist nicht komplett neu. OpenAI hatte etwa bereits im Februar 2026 damit begonnen, testweise Anzeigen in den USA auszuspielen. Anschließend wurde das Angebot auf acht weitere Märkte ausgeweitet. Es heißt, dass Werbetreibende und deren Anzeigen keinen Einfluss auf die Antworten von ChatGPT haben. Werbung erscheine abgetrennt durch eine graue Linie unmittelbar unterhalb der eigentlichen Antwort. Sie soll zudem als „gesponsert“ gekennzeichnet werden. Anzeigen buchen können zunächst nur große Agenturpartner. Eine Selbstbedienungsplattform für kleinere Unternehmen soll später folgen.
  • OpenAI hatte erst im Juli 2026 mit den Nutzungslimits in der Gratisversion von ChatGPT experimentiert. Seither gibt es kein reines Limit mehr für Textnachrichten. Offenbar nicht ohne Hintergrund. Denn: Die gängige Gratisversion von ChatGPT kann ab sofort Werbung enthalten. Laut OpenAI gibt es von nun an aber auch die Möglichkeit, in eine kostenlose Version zu wechseln, die keine Werbung enthält, dafür aber gewisse Limits und Nutzungseinschränkungen. In Europa soll es zunächst keine personalisierten Werbeanzeigen geben. „Sensible oder regulierte Themen“ wie Gesundheit und Politik bleiben laut OpenAI werbefrei.

Warum Werbung für ChatGPT zum Problem werden könnte

ChatGPT tischt regelmäßig zuverlässig absurde, erfundene oder gar schlichtweg falsche Antworten auf. Als würde das nicht schon reichen, serviert OpenAI im Chat jetzt obendrein auch noch Werbung. Dabei fühlen sich ohnehin schon immer mehr Nutzer von KI-Modellen genervt; ja gar besorgt.

Klar: Das Ganze hatte sich abgezeichnet und war zu erwarten. Irgendwie ist es auch nachvollziehbar. Was bei klassischen Suchmaschinen oder in sozialen Netzwerken mitunter noch funktioniert, könnte für OpenAI aber zum Verhängnis werden. Denn wer mit einer KI interagiert, erwartet Antworten und keine digitale Litfaßsäule.

Zugegebenermaßen scheint OpenAI endlich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Sprich: ChatGPT wird nicht von heute auf morgen mit Werbung geflutet, sondern die Einführung erfolgt fast schon überraschend zurückhaltend. Dass vor allem sensible Bereiche wie Gesundheitsthemen außen vor sind, ist gut so. Man stelle sich etwa mal vor:

ChatGPT nutzt Unsicherheit und spärliche Informationen aus und schwatzt einem irgendwelche Saftkuren oder Nahrungsergänzungsmittel auf, die im geringsten Fall gar nichts bringen. Oder: Im schlimmsten Fall eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Nur, weil die KI mal wieder rumspinnt.

Ok, dazu gehört natürlich auch eine gewisse Eigenverantwortung. Indes: Auch große Plattformen wie Facebook haben mit kleinen Werbebannern angefangen; aber gerade einmal wenige Jahre gebraucht, um ihr Produkt dann mit Werbung zu überfrachten und zu ruinieren.

Genau deshalb sind Nutzungslimits vielleicht die smartere Alternative zu einer freien Nutzung. Zumal sinnloses Rumdaddeln mit dem Chatbot mit Blick auf den Energie- und Ressourcenverbrauch eigentlich nicht zeitgemäß ist. Im Gegensatz zu Anthropic hat OpenAI es zudem verpasst, rechtzeitig Unternehmenskunden anzuvisieren. Und damit den Bereich, in dem nicht nur das Geld liegt, sondern KI auch wirklich sinnvoll sein kann.

Stimmen

  • In einer Podcastfolge des renommierten US-amerikanischen Informatikers Lex Fridman sagte OpenAI-Chef Sam Altman 2024: „Ich hasse Werbung irgendwie – einfach aus ästhetischen Gründen. Ich glaube, Werbung war im Internet aus vielen Gründen notwendig, um das Ganze erst einmal in Gang zu bringen, aber es ist eine vorübergehende Erscheinung. Die Welt ist heute vielfältiger. Mir gefällt es, dass die Leute für ChatGPT bezahlen und wissen, dass die Antworten, die sie erhalten, nicht von Werbetreibenden beeinflusst werden. Ich bin mir sicher, dass es eine Werbeform gibt, die für LLMs Sinn macht, und ich bin mir sicher, dass es einen Weg gibt, auf unvoreingenommene Weise am Transaktionsstrom teilzuhaben, der in Ordnung ist.“
  • Alicia von Schenk, Professorin für Economics of AI and Human Behavior an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, gegenüber der Tagesschau: „OpenAI ist damit nicht völlig allein: Microsoft zeigt bereits Anzeigen in Copilot, und Google integriert Werbung in seine KI-gestützte Suche. (…) Anthropic hat ausdrücklich angekündigt, Claude werbefrei zu halten. Und Perplexity hat gesponserte Anschlussfragen zwar erprobt, den Werbeversuch aber inzwischen aus Sorge um das Vertrauen der Nutzer beendet.“
  • Karoline Ströhlein, Wirtschaftswissenschaftlerin an der Universität Regensburg, betont, dass Werbung in ChatGPT sowohl für OpenAI als auch für Werbetreibende gleichermaßen interessant ist. Für Nutzer könne das aber zu einem Problem werden: „Eine aktuelle Studie zu Werbung in KI-Chatbots findet Hinweise darauf, dass verschiedene Modelle in Konfliktsituationen teilweise zugunsten kommerzieller Interessen handeln – etwa indem sie gesponserte, aber teurere Produkte empfehlen. (….) Anzeigen könnten bestimmte Marken oder Lösungen in den Vordergrund rücken und dadurch verändern, was Nutzer als Nächstes fragen. (….) Werbung könnte den Gesprächsverlauf somit auch dann beeinflussen, wenn sie nicht direkt in die Antwortgenerierung eingreift.“

Milliarden mit Werbeanzeigen: Kann das funktionieren?

OpenAI will mit Werbeanzeigen in ChatGPT seinen Umsatz ankurbeln. Angesichts von wöchentlich knapp 900 Millionen Free-Nutzern erscheint das zunächst einmal äußerst lukrativ. Auch zahlreiche Werbetreibende dürften bereits mit den Hufen scharen. OpenAI prognostiziert seinen Investoren aber Erwartungen, die das Unternehmen nicht einhalten können wird – zumindest nicht, solange ChatGPT nicht zu einem Reklameprospekt verkommen soll.

Oder in Zahlen: 2,5 Milliarden US-Dollar Werbeumsatz im laufenden Jahr, elf Milliarden US-Dollar 2027 und sogar 100 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030. Klingt nach einem Luftschloss? Ist es auch! Marktforscher (€) prognostizieren zwar ein immer noch hohes, aber deutlich geringeres Umsatzpotenzial: 5,41 Milliarden US-Dollar mit Werbung bis 2030. Für alle Anbieter zusammen wohlgemerkt.

Die Wahrheit könnte wie so oft irgendwo dazwischenliegen. Sie hängt natürlich auch davon ab, wie Nutzer auf Werbung in ChatGPT reagieren und wie welche Anzeigen wann und wo integriert werden.

Oder: Werbung in ChatGPT wird für OpenAI keinen Goldrausch auslösen. Sie könnte aber zu einer zusätzlichen Einnahmequelle werden, zumal die Gratisversionen von OpenAI mit Blick auf die Rechenleistung und den Ressourcenverbrauch ohnehin eigentlich kaum zu finanzieren sind.

Das Unternehmen dürfte deshalb auch darauf hoffen, dass sich weitere Nutzer für ein kostenpflichtiges Abo entscheiden. Grund für die Einführung von Werbung und die exorbitant hohen Eigenprognosen dürfte zudem der angepeilte Börsengang von OpenAI sein.

Ganz risikofrei ist das Ganze aber ohnehin nicht. Denn neben genervten Nutzern droht dem Unternehmen auch ein Datenverlust. Etwa, wenn das Nutzererlebnis insofern verwässert wird, dass Konversationen aufgrund von Werbung abgebrochen werden. Denn dann fehlen OpenAI wiederum wichtige Kontextinformationen, die es sowohl für das KI-Training als auch für die Schaltung von Werbung braucht.

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Das weiß ChatGPT alles über dich: Dieses Tool wertet deine Chats aus

24. August 2026 um 05:45

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Was weiß ChatGPT über mich KI Datenschutz, ChatGPT, Claude, Künstliche Intelligenz, Internet, Datenschutz

Je alltäglicher der Gebrauch von Künstlicher Intelligenz ist, desto schneller landen sensible Nutzer-Informationen auf den Servern der jeweiligen Anbieter. Ein neues kostenloses Online-Tool zeigt, wie viel ChatGPT und Co. wirklich über dich wissen. 

Künstliche Intelligenz im beruflichen Alltag zu nutzen, ist mittlerweile normal. Auch im Privatleben ist KI vielen Menschen eine Stütze. Sie planen Aktivitäten und Urlaube oder holen sich Rat. Um passende Ergebnisse zu generieren, teilen sie in Chats nicht selten persönliche Informationen.

Einer Bitkom-Umfrage vom April 2026 zufolge setzt rund ein Drittel der Menschen in Deutschland mindestens einmal pro Woche KI ein, 15 Prozent sogar täglich. Am beliebtesten ist ChatGPT, das 71 Prozent der KI-Nutzer verwenden. Gleich danach landet Gemini mit 50 Prozent auf Platz zwei. Platz drei geht an Copilot mit 43 Prozent. Claude kommt auf fünf Prozent.

KI-Nutzung: Sorge um Datenschutz sinkt

Aus der Bitkom-Studie geht auch hervor, dass die Sorge um die eigene Datensicherheit eher sinkt, obwohl immer mehr persönliche Informationen in den KI-Chats landen. So äußerten etwa 43 Prozent der Befragten Bedenken, dass ihre persönlichen Daten nicht sicher sind. Im Vorjahr waren es noch 51 Prozent.

Um mehr Sensibilität dafür zu schaffen, hat das Schweizer Unternehmen Proton ein kostenloses Online-Tool veröffentlicht: AI Paper Trail. Damit können Nutzer selbst überprüfen, wie viel eine KI tatsächlich über sie weiß.

„Jeder Chat mit einer gängigen KI hinterlässt Spuren“, schreibt das Unternehmen. „Alles, was Sie eingeben, wird gespeichert und analysiert, und es kann leicht passieren, dass Sie damit die Modelle der KI trainieren und ein Profil über sich selbst erstellen. Selbst beiläufige Eingaben können sehr persönliche Details preisgeben – von Ihrer Arbeit und Ihren Gewohnheiten bis hin zu Ihren Beziehungen und Ihrer Identität.“

AI Paper Trail zeigt: Das weiß ChatGPT über dich

Aktuell unterstützt AI Paper Trail ChatGPT und Claude. Künftig sollen aber noch weitere Plattformen dazukommen. Nutzer können ihre Gesprächsdaten bei den beiden KI-Systemen exportieren und im Tool hochladen.

Anschließend bekommen sie einen detaillierten Report über ihre persönliche Datenlage. Dabei analysiert das Tool die hochgeladenen Informationen wie folgt.

  • Datenschutztyp des Nutzers: Diese Persönlichkeitsbezeichnung basiert auf seinem Umgang mit Datenschutz.
  • Expositionswert: eine numerische Punktzahl, die auf der Anzahl der extrahierten Datenpunkte und deren Aussagekraft basiert.
  • KI-Wissen: Das Tool identifiziert persönliche Daten des Users und seine Identität sowie Adresse, Gewohnheiten und Beziehungen.
  • Datenwert: AI Paper Trail errechnet, wie viel die Daten dem jeweiligen KI-Anbieter wert sind, in realen Dollarbeträgen.

So nutzt du das kostenlose Online-Tool

Um das Proton-Tool zu nutzen, musst du deine Daten zunächst beim jeweiligen KI-Anbieter exportieren:

Für ChatGPT-Nutzer

  1. Melde dich bei deinem ChatGPT-Konto an.
  2. Klicke auf dein Profil-Symbol in der unteren linken Ecke der Seite.
  3. Gehe zu Einstellungen, dann Datenkontrollen.
  4. Suche nach „Daten exportieren“ und klicke auf „Export„.
  5. Bestätige im Pop-up-Fenster mit „Export bestätigen„.

Für Claude-Nutzer

  1. Melde dich bei deinem Claude-Konto an.
  2. Klicke auf dein Profil-Symbol in der unteren linken Ecke der Seite.
  3. Gehe zu Einstellungen, dann Datenschutz.
  4. Klicke unter deinen Daten auf „Daten exportieren„.
  5. Folge den Anweisungen, um den Export zu bestätigen.

Wichtig: Besonders bei ChatGPT kann der Download einige Stunden bis Tage dauern. Für Business- und Enterprise-Kunden steht die Export-Funktion gar nicht zur Verfügung.

Sobald du deine Daten exportiert hast, erhältst du einen Download-Link per Mail. Anschließend musst du die jeweiligen Dateien bei AI Paper Trail hochladen.

Der Datenschutz-Selbsttest: Was weiß die ChatGPT über mich?

Meine Erfahrung: Da der Export meiner ChatGPT-Daten extrem zeitaufwendig zu sein scheint, habe ich den Test mit Claude durchgeführt. Ich musste erkennen, dass ich ein offenes Buch bin. Das Tool stufte mich als leicht zu profilieren ein und vergab einen Expositionswert im oberen Mittelfeld.

Am meisten weiß die KI über meinen Beruf, mein soziales Umfeld und meine finanzielle Situation. Darüber wundere ich mich grundsätzlich nicht, da ich die KI häufig nutze, um verschiedene Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten durchzurechnen.

Was mir auffällt, ist, dass sich die Rückschlüsse über viele einzelne Chats hinweg ergeben, auch wenn ich sie nie ausdrücklich mitgeteilt habe. Auch Proton stellt dieses System als zentrales Argument dar: Nicht einzelne Prompts verraten etwas. Stattdessen ergibt sich ein Muster aus der täglichen Nutzung über viele Monate hinweg.

Der Online-Check hat mir auf jeden Fall die Augen geöffnet. Zwar teile ich nie sensible Informationen wie Bankdaten, meine Adresse, Klarnamen oder so mit KI. Dennoch lesen die Anbieter meine Persönlichkeit und Interessen viel deutlicher aus, als ich erwartet habe.

ChatGPT und Claude: So geht Datenschutz bei der KI-Nutzung

Damit Nutzer ihre Daten besser schützen können, gibt Proton selbst einige Nutzungstipps am Ende jedes Reports aus. Der wichtigste Punkt: Teile nur, was wirklich nötig ist. Namen, Adressen, finanzielle Angaben oder andere identifizierende Informationen gehören nicht ins Chatfenster.

Außerdem lohnt sich ein Blick in die Datenschutzeinstellungen des jeweiligen Anbieters. Proton rät, Chat-Verlauf und Modelltraining nach Möglichkeit zu deaktivieren. Bei ChatGPT findest du den entsprechenden Schalter unter Einstellungen und Datenkontrollen, bei Claude unter Einstellungen und Datenschutz.

Außerdem empfiehlt Proton, regelmäßig zu prüfen, welche Daten die genutzten KI-Systeme über dich gespeichert haben. Lösche alles, was du nicht mehr brauchst. Beide Anbieter bieten dafür eigene Modi an, temporäre Chats bei ChatGPT und Inkognito-Chats bei Claude, in denen Gespräche weder im Verlauf landen noch für das Training verwendet werden.

Wer hinter AI Paper Trail steckt

So nützlich das Tool auch ist: Es lohnt sich ein Blick darauf, wer es anbietet. Proton ist ein Schweizer Unternehmen, das mit verschlüsselten Diensten wie Proton Mail bekannt wurde und mit Lumo einen eigenen KI-Assistenten betreibt.

Kein Wunder also, dass das Unternehmen diesen als Alternative zu den bekannten US-Plattformen empfiehlt. AI Paper Trail ist zwar kostenlos, aber nicht interessenfrei. Das Tool macht ein reales Problem sichtbar und liefert die Lösung gleich mit. Trotzdem bleibt der Selbsttest allemal aufschlussreich und ein sinnvoller Denkanstoß.

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Der Beitrag Das weiß ChatGPT alles über dich: Dieses Tool wertet deine Chats aus erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Computer History: ChatGPT kann jetzt sehen, was du am Rechner machst

21. August 2026 um 11:00

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ChatGPT Computer History OpenAI aktivieren Deutschland

Die Computer History von ChatGPT zeichnet auf, was du an deinem Rechner tust und baut daraus einen Verlauf, auf den die KI später zugreifen kann. Zumindest in der Theorie. Denn: Die neue Funktion von OpenAI ist in Deutschland bisher noch nicht verfügbar. Theoretisch lässt sie sich aber über einen Umweg aktivieren.

„Computer History wandelt deine Aktivitäten in Apps und auf Websites in Erinnerungen und eine Zeitleiste um, auf die ChatGPT und Codex zurückgreifen können“, lautet die Beschreibung einer neuen Funktion aus dem Hause OpenAI.

Das Feature protokolliert, welche Programme und Websites Nutzer anklicken und nutzen und fasst die gesamte Aktivität zu einer durchsuchbaren Zeitleiste zusammen. ChatGPT kann diesen Verlauf dann in Gesprächen verwenden, etwa um dir zu sagen, wo du eine bestimmte Datei zuletzt geöffnet hast oder was vor deiner letzten Nutzungspause offen war. OpenAI schreibt dazu:

Du kannst natürliche Fragen zu deinen jüngsten Arbeiten stellen, dort weitermachen, wo du aufgehört hast, Muster in deiner Arbeitsweise erkennen und wiederkehrende Arbeitsabläufe in Fähigkeiten oder Automatisierungen umwandeln.

Der Rollout der neuen ChatGPT-Funktion begann Mitte August 2026. Bisher ist Computer History allerdings nur in der ChatGPT-App für macOS und nur mit einem Pro-, Business- oder Enterprise-Abo nutzbar.

In Business- und Enterprise-Umgebungen muss außerdem ein Administrator den Zugriff freigeben. Die Freigabe allein schaltet die Funktion aber nicht ein. Jeder Nutzer muss dem selbst zustimmen. Im Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz und in Großbritannien steht die Funktion noch nicht zur Verfügung.

ChatGPT: So funktioniert Computer History

Computer History erfasst alle Interaktionen, die ein Nutzer auslöst. Dazu gehören Klicks, Tastatureingaben, Tastenkürzel, App-Wechsel sowie Kontextinformationen, die macOS über seine Barrierefreiheits-Schnittstelle bereitstellt. Daraus erzeugt ChatGPT dann Textzusammenfassungen und eine Zeitleiste.

User haben anschließend die Möglichkeit zu fragen, woran sie beispielsweise vor der Mittagspause gearbeitet haben oder wo ein bestimmtes Dokument liegt, das sie am Morgen noch benutzt haben. Erkennt das System wiederkehrende Abläufe, schlägt es vor, daraus einen Skill oder eine Automatisierung zu bauen.

Screenshots, Bildschirmaufnahmen, das computereigene Mikrofon oder Systemaudios erfasst Computer History nach Angaben von OpenAI derweil nicht. Auch private Browseraktivitäten bleiben außen vor.

Computer History löst die frühere Research Preview Chronicle ab. Allerdings handelt es sich bei der neuen Funktion um eine komplett neu gebaute Anwendung, nicht nur um eine Umbenennung. Der wichtigste Unterschied zu Chronicle besteht darin, dass die veraltete Funktion noch mit Screenshots arbeitete. Computer History tut das nicht.

Computer History in ChatGPT aktivieren

OpenAI gibt in der offiziellen Mitteilung eine Anleitung dazu, wie Nutzer die Computer History aktivieren können.

  1. Öffne die ChatGPT-Desktop-App unter macOS.
  2. Wähle in den Einstellungen unter „Integrations“ die Option „Computer History“ aus.
  3. Wähle „Turn on“ und überprüfe die Informationen zu Datenschutz, Berechtigungen und lokalem Speicher.
  4. Aktiviere „Memories“, falls du dazu aufgefordert wirst. „Computer History“ benötigt „Memories“, um den Aktivitätskontext über Chats und Aufgaben hinweg nutzen zu können.
  5. Wähle aus, welche Apps und Websites zu deinem Verlauf beitragen dürfen, und befolge anschließend die Anweisungen zu den macOS-Berechtigungen.

Diese Anleitung gilt aktuell nur für die Länder, in denen Computer History bereits verfügbar ist. Ob diese Einstellungen so auch in Deutschland funktionieren werden, wenn der Rollout hierzulande ankommt, bleibt abzuwarten. Über ein VPN lassen sie sich aber theoretisch auch über Umwege aktivieren.

Datenschutz und lokaler Speicher

Die gesammelten Informationen speichert Computer History laut OpenAI vorübergehend auf dem Mac des Users, damit ChatGPT und Codex Erinnerungen generieren und vorgeschlagene Arbeitsabläufe erstellen können.

Die Ereignisdateien sind innerhalb der ChatGPT-App-Gruppe isoliert, wodurch verhindert wird, dass andere Apps ohne ausdrückliche Erlaubnis darauf zugreifen können. ChatGPT und Codex löschen diese Ereignisdateien nach 48 Stunden.

Für die Auswertung startet Computer History regelmäßig eine kurzlebige Codex-Sitzung. Dabei verarbeitet OpenAI die temporären Ereignisdaten auf eigenen Servern, um daraus die Erinnerungen zu erzeugen, die anschließend lokal auf dem Mac landen. Nach der Verarbeitung behält OpenAI diese Dateien nach eigenen Angaben nicht und nutzt sie auch nicht für das Training seiner Modelle.

Die erzeugten Erinnerungen bleiben außerdem als Markdown-Dateien auf dem Rechner, bis User sie selbst löschen. OpenAI weist darauf hin, dass diese Dateien sensible Informationen enthalten können und von Computer History nicht verschlüsselt werden.

Das bedeutet auch, dass andere Programme unter dem genutzten macOS-Konto darauf zugreifen könnten. Laut den Entwicklern steigt außerdem das Risiko für Prompt Injection.

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KI-Chatbot ohne Verluste wechseln: So nimmst du deine Einstellungen mit

18. August 2026 um 17:35

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KI-Chatbot Wechsel Künstliche Intelligenz ChatGPT Gemini

Wer den KI-Chatbot wechselt, muss nicht zwangsläufig bei null anfangen. Denn in nur wenigen Schritten lassen sich wichtige Informationen und persönliche Einstellungen übertragen. Wir verraten dir, wie das geht. 

Künstliche Intelligenz hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt. In dieser Zeit wurden aus teils noch einfachen Chatbots leistungsfähige digitale Assistenten. Inzwischen können KI-Chatbots nicht mehr nur einfache Fragen beantworten, sondern auch Texte verfassen, Bilder oder Videos erstellen sowie komplexe Aufgaben erledigen.

Bei der Nutzung über einen längeren Zeitraum nehmen – je nach Einstellungen – die meisten KI-Chatbots immer mehr Informationen über Interessen und Arbeitsweisen ihrer Nutzer auf. Die Antworten können so entsprechend zunehmend personalisiert werden.

Genau darin liegt jedoch eine Hürde beim Wechsel zu einem anderen Anbieter. Denn ein neuer Chatbot muss die Vorlieben des Nutzers erst lernen und dafür gezielt mit wichtigen Informationen versorgt werden.

Es ist jedoch möglich, wichtige persönliche Informationen und Präferenzen beim Wechsel zu einem neuen KI-Chatbot mitzunehmen. So kann der Einstieg in ein neues System leichter gestaltet werden.

Neuer KI-Chatbot: So klappt der Wechsel fast ohne Verluste

Einen bestehenden Account bei einem KI-Anbieter zu kündigen und sich bei einem anderen Dienst neu anzumelden, ist in der Regel schnell erledigt. Die eigentliche Herausforderung beginnt erst danach. Denn während ein neues Konto mit wenigen Klicks eingerichtet ist, müssen persönliche Einstellungen erst übertragen oder neu hinterlegt werden.

Viele KI-Tools können sich inzwischen immer besser an ihre Nutzer anpassen und so die Nutzung komfortabler und persönlicher machen. Wer von seinem bisherigen zu einem neuen KI-Chatbot umziehen möchte, muss allerdings nicht zwangsläufig auf diese Informationen verzichten.

Denn Chatbots speichern bestimmte Erinnerungen und diese können Nutzer teilweise in den Einstellungen abrufen. Bei ChatGPT zum Beispiel findet sich diese Auflistung im Reiter „Personalisierung“. Voraussetzung ist jedoch, dass hier die Funktion „Erinnerungen aktivieren“ eingeschaltet ist. Ist dies der Fall, können daraus die wichtigsten Informationen ausgewählt werden, die beim Wechsel zu einem anderen KI-Chatbot übernommen werden wollen.

Alternativ lassen sich diese Informationen auch über einen Prompt zusammenfassen. Denn Nutzer können ihren KI-Chatbot einfach bitten, eine Zusammenfassung der gespeicherten Vorlieben zu schreiben. Mit diesen Infos kann dann der neue Chatbot im Bereich für Personalisierungen oder über einen Chat mit der Aufforderung zur Speicherung gefüttert werden.

Chatbot-Umzug: Hier könnte es Schwierigkeiten geben

Schwieriger wird der Umzug zu einem neuen KI-Chatbot hingegen bei Projekten, gespeicherten Prompts und bisherigen Chatverläufen. Diese Inhalte sind häufig eng an die jeweilige Plattform gebunden und lassen sich nicht ohne Weiteres zu einem anderen Anbieter übertragen.

Zwar bieten manche Dienste Exportfunktionen an, doch die Daten können beim neuen Chatbot meist nicht einfach vollständig wieder eingespielt werden. Nutzer müssen wichtige Inhalte daher oft manuell sichern und dann händisch wieder hinzufügen.

Bei gespeicherten Prompts ist dabei besondere Vorsicht geboten. Denn der neue Chatbot könnte auf diese anders reagieren als das bisher genutzte System. Je nachdem können identische Anweisungen so zu deutlich unterschiedlichen Ergebnissen führen. Deshalb empfiehlt es sich, übernommene Prompts zunächst zu testen und bei Bedarf an den neuen Chatbot anzupassen.

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Verschlüsselte KI-Gedanken lassen sich offenbar trotzdem auslesen

Von:MK
18. August 2026 um 07:00

Forscher haben eine Schwachstelle bei verschlüsselten KI-Denkprotokollen entdeckt. Betroffen sind offenbar Modelle von OpenAI, Anthropic und Google. Moderne Modelle verarbeiten komplexe Aufgaben intern Schritt für Schritt. Diese sogenannten Reasoning-Traces werden teilweise verschlüsselt an Anwendungen zurückgegeben. Bei späteren Anfragen können sie erneut an den jeweiligen Dienst übertragen werden. Genau diese Architektur haben die Forscher untersucht. Sie […]

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ChatGPT App für Linux geht an den Start

Von:MK
13. August 2026 um 07:00

OpenAI veröffentlicht erstmals einen offiziellen Linux-Client für ChatGPT. Die Vorschau unterstützt mehrere verbreitete Distributionen und bietet zusätzlich Codex. Zum Start werden Ubuntu 24.04 LTS und Ubuntu 26.04 LTS unterstützt. Auch Debian 13 sowie Fedora 43 und 44 sind dabei. OpenAI stellt dafür passende DEB- und RPM-Pakete bereit. Unterstützt werden sowohl x64- als auch ARM64-Systeme. Dadurch […]

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OpenAI verliert Kontrolle über seine KI – und macht einen PR-Stunt draus

24. Juli 2026 um 11:00

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OpenAI Kontrolle KI Hugging Face Hack Sicherheitslücke ChatGPT-5.6

OpenAI hat einen „beispiellosen Cybervorfall“ eingeräumt. KI-Modelle des Unternehmens sollen eigenständig aus einer Testumgebung ausgebrochen sein und sich Zugang zum offenen Internet verschafft haben. Anschließend hackten sie ein anderes Unternehmen. Politik, Wirtschaft und KI-Szene zeigen sich schockiert. Der Fall offenbart große Risiken durch autonome KI-Agenten, dürfte aber auch Teil eines geschickten PR-Manövers sein. Denn: OpenAI strebt an die Börse. Eine kommentierende Analyse.

Wie OpenAIs KI aus ihrer Testumgebung ausbrach

  • Bei einem Experiment von OpenAI ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Ein KI-Modell des Unternehmens drang eigenständig in die Computersysteme der US-Plattform Hugging Face ein und agierte dabei wie ein Hacker. Das räumte OpenAI in einem Blogbeitrag ein. Hugging Face, eine Plattform zum Austausch von Datensätzen und KI-Modellen, hatte bereits einige Tage zuvor einen Angriff auf seine Systeme festgestellt und einen autonomen KI-Agenten dahinter vermutet. OpenAI gab nun zu, dass eines seiner KI-Modelle bei einem Test aus einer eigentlich isolierten Umgebung ausgebüchst sei und sich Zugang zum Internet verschafft habe. Es hackte sich in fremde Rechner und kompromittierte von dort aus die Infrastruktur von Hugging Face.
  • OpenAI schildert den genauen Ablauf. Das Unternehmen wollte testen, wie gut GPT-5.6 Sol und ein noch unveröffentlichtes KI-Modell Sicherheitslücken aufspüren und ausnutzen können. Um die maximalen Fähigkeiten zu identifizieren, wurden die Sicherheitsmechanismen dabei bewusst runtergeschraubt. Die KIs sollten einen branchenüblichen Standardtest namens ExploitGym lösen. Um die Aufgabe zu bewältigen, hat sich die Software aber über eine bislang unbekannte Schwachstelle Zugriff auf einen OpenAI-Rechner mit Internet verschafft. Im Netz suchten die Modelle dann nach Möglichkeiten, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
  • Die KI-Modelle sollen OpenAI zufolge zu dem Schluss gekommen sein, dass es auf Hugging Face nützliche Informationen und Daten für die Lösung der gestellten Aufgaben geben könnte. Die Software hat sich deshalb kurzerhand Zugang verschafft, um beim ExploitGym-Test zu schummeln. Die KIs nutzten dazu eine Sicherheitslücke sowie erbeutete Zugangsdaten. Laut Hugging Face führten die Modelle Tausende Aktionen durch und wechselten während des Angriffs mehrmals ihren Standort. Etwas skurril: Die Plattform hat sich als Reaktion auf die Attacke eine offene KI aus China heruntergeladen, um die rund 17.000 Attacken zu analysieren.

Sicherheitstest oder PR-Stunt?

Der KI-Einbruch bei Hugging Face ist keine kleine Labor-Panne. Der Fall offenbart vielmehr, wie schmal der Grat zwischen einer nützlichen KI, die Sicherheitslücken aufspüren kann, und einem realen Sicherheitsrisiko ist. Etwa, wenn eine KI dafür missbraucht wird, die Lücken auszunutzen, die sie enttarnt hat.

Bedeutet in dem Fall konkret: Ausgerechnet ein System, das Schwachstellen finden sollte, wurde selbst zu einer Art Schwachstelle. Einerseits ist, was vor Kurzem vielleicht noch wie Science-Fiction anmutete, mittlerweile unbequeme Realität. Andererseits steuert OpenAI auf den Börsengang zu.

Will heißen: Das Unternehmen strickt aus einem Sicherheitsvorfall wohl auch eine Geschichte zur Demonstration des eigenen technischen Könnens. Den Angriff als reinen PR-Stunt abzutun, wäre aber auch fahrlässig. Denn OpenAI wegen Transparenz zu rügen, könnte am Ende dafür sorgen, dass der nächste Vorfall vielleicht unter den Teppich gekehrt wird.

Was ist also die Lehre? Vielleicht, dass nicht unbedingt einzelne KI-Modelle das Problem sind, sondern, dass es ein Defizit bei der Steuerung autonomer KI-Agenten gibt. Denn die Fähigkeit, Sicherheitslücken in großen Unternehmen oder Institutionen aufzuspüren, ist grundsätzlich sinnvoll. Sie darf aber nicht im selben Atemzug zur Gefahr werden.

Stimmen

  • OpenAI zitiert Clem Delangue, Mitgründer und CEO von Hugging Face, in einer Pressemitteilung zu dem Vorfall: „Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit mit OpenAI zu diesem und anderen Themen. Dieser Vorfall, möglicherweise der erste seiner Art, bestätigt eine Überzeugung, die wir seit Langem vertreten: KI-Sicherheit wird nicht von einem einzelnen Unternehmen gelöst, das im Verborgenen arbeitet. Sie wird offen und gemeinsam gelöst, mit breitem Zugang zu KI für alle, die verteidigen, überall.“
  • Philipp Slusallek, wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Computergrafik-Professor an der Universität des Saarlandes, in einem Interview zu den Folgen des OpenAI-Vorfalls: „Ein paar Daten wurden abgegriffen, ansonsten entstand kein Schaden. (…) Der Fall zeigt, dass KI-Systeme inzwischen so mächtig und schnell geworden sind, dass sie aus ihrem Käfig ausbrechen können. (…) Mir zeigt das vor allem, dass selbst eine Firma, die Sicherheitsgrenzen gezogen hat, nicht in der Lage ist, die KI einzugrenzen. OpenAI hat ja nichts Böses vorgehabt. Aber was, wenn jemand tatsächlich etwas Böses plant? Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, wo man der KI in bestimmten Situationen nicht mehr einfach den Stecker ziehen kann.“
  • Der OpenAI-Vorfall hat auch die Politik auf den Plan gerufen. Ein Sprecher des Digitalministeriums sagte etwa: „Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel dafür, dass wir einen Paradigmenwechsel sehen, was die Fähigkeiten von KI-Agenten betrifft. Das verändert auch die Bedrohungslage potenziell massiv.“ FDP-EU-Abgeordnete Svenja Hahn gegenüber dem Spiegel: „Es darf nicht passieren, dass eine KI außerhalb des gesteckten Rahmens eigenständig agiert.“ Grünen-Politikerin Alexandra Geese sagte dem Magazin: „Der eigenständige Einbruch von OpenAI-KI in ein anderes Unternehmen gefährdet unsere gesamte Wirtschaftsordnung und muss nach Artikel 55 der KI-Verordnung in Europa gemeldet werden.“

Warum Europa eigene KI-Modelle braucht

Der OpenAI-Zwischenfall gießt weiteres Öl in die ohnehin schon feurige Debatte über strengere Sicherheitsstandards für autonome KI-Agenten. Doch bislang unterscheiden sich die weltweiten Regeln erheblich. Diese Unterschiede werden nun zunehmend zu einem Problem. Denn: Eine KI kennt keine Landesgrenzen, wenn sie einmal ins öffentliche Netz ausgebrochen ist.

Viele fordern deshalb seit Jahren verbindliche Regeln, die festlegen, was KI darf und was nicht. Auch, damit die Technologie, die in vielen Bereichen nützlich und sinnvoll sein kann, nicht ausschließlich Misstrauen auslöst. In Europa stehen Sicherheitsinstitute und gemeinsame Forschungsplattformen zwar bereits in der Pipeline.

Doch OpenAI hat wieder einmal bewiesen, dass die Politik mit der technologischen Entwicklung schlichtweg nicht Schritt halten kann. Zur Debatte steht deshalb auch eine Art Verteidigungs-KI. Sprich: Eine KI soll andere KIs überwachen. Das mag zunächst vielleicht etwas paradox klingen, scheint in Anbetracht der aktuellen Ereignisse und Entwicklungen aber deutlich weniger absurd.

Indes: Der Fall wirft wieder einmal auch einen Schatten auf Europa. Denn er zeigt, dass das Streben nach eigenen KI-Modellen keine Souveränitätsromantik sein darf, sondern schlichtweg unabdingbar ist. Letztlich geht es nämlich nicht nur darum, wie leistungsfähig KI-Modelle sind, sondern auch darum, wer die Kontrolle darüber hat. Denn diese hat im Fall von OpenAI offenbar gefehlt.

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ChatGPT Work: OpenAI baut seinen Chatbot in einen Büro-Agenten um

17. Juli 2026 um 11:00

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ChatGPT Work KI-Agent OpenAI

OpenAI hat mit ChatGPT Work einen KI-Agenten vorgestellt, der E-Mails lesen, Dokumente erstellen und komplette Arbeitsabläufe automatisieren soll. Damit verabschiedet sich das Unternehmen zunehmend von einem Chatbot für alle und richtet sich vor allem an Unternehmenskunden. Doch erste Nutzerreaktionen zeigen: Zwischen Versprechen und Realität klafft noch eine Lücke. Eine kommentierende Analyse.

Was ist ChatGPT Work?

  • ChatGPT Work soll Informationen aus verbundenen Apps und Arbeitsabläufen sammeln und komplette Dokumente, Präsentationen und sogar Websites erstellen können. Laut OpenAI kann der KI-Agent stundenlang an komplexen Projekten arbeiten, sie in Teilbereiche zerlegen und eigenständig abarbeiten. Nutzer sollen Fortschritte verfolgen, Nachfragen stellen und Aktionen freigeben können. Als technische Grundlage dient das Modell GPT-5.6. Es umfasst die leistungsstarke Variante Sol, die für tägliche Aufgaben gedachte Variante Terra und die auf Kosteneffizienz getrimmte Version Luna.
  • OpenAI zufolge soll GPT-5.6 als Basis von ChatGPT Work mehrstufige Aufträge zuverlässiger bearbeiten und sich enger an Vorlagen und Referenzdaten halten. In der Desktop-Version verfügt ChatGPT Work zudem über einen eingebauten Browser, um im Netz recherchieren und auf Web-Anwendungen zugreifen zu können. Über die Funktion „Computer Use“ kann der KI-Agent Programme bedienen, Texte eingeben und Dateien verschieben. OpenAI entwickelt ChatGPT damit zunehmend zu einer eigenständigen Plattform, einer Art Super-App, die über ein reines Assistenzsystem hinausgeht.
  • ChatGPT Work erhält über ein Plugin-Verzeichnis Zugriff auf Informationen und Kontext. Der Agent kann darüber unter anderem auf Anwendungen wie Gmail, Microsoft Teams, Kalender, CRM-Systeme oder Google Drive zugreifen. Heißt konkret: ChatGPT Work kann Nachrichten einsehen, Videocalls auswerten, Kalendereinträge machen und Dokumente erstellen. Laut OpenAI lassen sich solche Arbeitsabläufe auch im Voraus planen. Sie könnten zu einem bestimmten Zeitpunkt, regelmäßig oder in Kombination mit einem bestimmten Ereignis starten.

Warum OpenAI der Konkurrenz hinterherhinkt

Während Meta, Apple oder Microsoft ihre KI-Assistenten einfach in ihre bestehenden Produkte einbauen, konnte OpenAI bei Unternehmenskunden bislang kaum mithalten. CEO Sam Altman hat deshalb einen Kurswechsel eingeleitet. Heißt konkret: Mit ChatGPT Work sollen ein Arbeitsagent und mit GPT-5.6 eine Arbeitsplattform entstehen, die weit über Small Talk mit einem Chatbot hinausgehen.

Etwas auffällig ist aber, wie sehr der KI-Agent Claude Cowork ähnelt, einem Assistenten mit Web-Zugriff, Plugins und Computer-Zugriff, den Anthropic bereits Angang 2025 an den Start gebracht hatte. Das offenbart aber auch, dass OpenAI der Konkurrenz hinterherhinkt. Denn im Gegensatz zum wohl größten Konkurrenten Anthropic hat das Unternehmen viel Zeit damit vergeudet, ChatGPT Emotionen, Emojis und unsinnige Funktionen wie einen Erotik-Modus einzuhauchen.

Bedenkt man die Nachteile wie den enormen Ressourcenverbrauch sowie das Missbrauchspotenzial von KI, liegt der Vorteil aber vielmehr in der Automation von Prozessen, Auswertung von Daten oder Optimierung von Arbeitsabläufen. Will heißen: Der Kosten-Nutzen-Faktor von Chatbots ist im Privatgebrauch nicht nur gering, sondern stellt auch eine große Umweltbelastung dar.

Wirklich Geld verdienen lässt sich hingegen mit KI-Agenten und vor allem Unternehmenskunden. Mit Blick auf die Forschung und das Gesundheitswesen können KI-Agenten wie ChatGPT Work sogar einen gesellschaftlichen Nutzen haben. Das größte Problem bleibt aber die Fehleranfälligkeit von KI. Sprich: Wenn sich der Chatbot mal verhaspelt oder Quatsch erzählt, ist das mitunter harmloser, als wenn ein Agent sensible Daten, Dokumente oder Nachrichten verschlampt.

Stimmen

  • OpenAI zitiert Will Daney, Go-to-Market Manager bei NVIDIA, aus Eigeninteresse in einer offiziellen Ankündigung von ChatGPT Work: „Für Veranstaltungen verbrachte ich früher enorm viel Zeit in Excel damit, Account-Listen zusammenzustellen, Registrierungen nachzuverfolgen und Feedback aufzubereiten. Mit ChatGPT Work habe ich daraus einen automatisierten Workflow gemacht, den ich bei einem Event nach dem anderen ausführen und dann mit globalen Teams teilen kann, damit sie ihn an ihre Regionen anpassen können. Vor GTC waren etwa 40 % meiner Zeit für manuelle Berechnungen und Analysen eingeplant. Jetzt läuft dieser Prozess zweimal pro Woche in ChatGPT.“
  • Ein Reddit-Nutzer regt sich in einem Subforum unter dem Titel „ChatGPT Work does not Work“ vor allem über ein Werbevideo auf: „Ich verstehe nicht, warum ein Unternehmen mit einem Marketingbudget in Milliardenhöhe kein Video produzieren kann, in dem sein Produkt funktioniert. Sie hätten einem Praktikanten ein paar hundert Dollar zahlen können, damit er all diese Aufgaben manuell erledigt – aber richtig – und das dann als Werbung für ihr Produkt zeigen können. Oder sie hätten ihr Produkt tausend Mal laufen lassen und einfach einen Durchlauf auswählen können, bei dem es die Aufgabe nicht vermasselt hat. Doch genau das haben sie beschlossen, der Welt zu präsentieren.“
  • Thibault Sottiaux, Produktleiter bei OpenAI, hat unmittelbar nach der Veröffentlichung von ChatGPT Work auf die Kritik vieler Nutzer reagiert, die auf Mängel in der Benutzerfreundlichkeit und Kostenstruktur hingewiesen haben: „Die letzten 48 Stunden bei Codex und ChatGPT Work waren sehr intensiv! Drei wichtige Neuigkeiten: Vorübergehende Aufhebung der 5-Stunden-Nutzungsbeschränkung für alle Plus-, Business- und Pro-Tarife. Einführung von Änderungen, die GPT 5.6 Sol insgesamt effizienter machen und sich in einem geringeren Verbrauch niederschlagen, sodass Sie mehr damit erreichen können. Die genauen Auswirkungen werden noch quantifiziert und bekannt gegeben. Wir haben 6 Millionen aktive Nutzer erreicht und werden in der nächsten Stunde einen Nutzungs-Reset durchführen.“

ChatGPT Work als neues Geschäftsmodell

Zugegeben: ChatGPT Work ist nicht nur ein kleines Update. Denn mit dem KI-Agenten verabschiedet sich OpenAI immer mehr von der Idee, dass ChatGPT ein Chatbot für alle ist. Klar: Den gibt es natürlich weiterhin. Doch Unternehmenskunden, Vertrieb, Marketing und Finanzen rücken zunehmend in den Fokus von OpenAI.

Warum? Weil das Unternehmen schlichtweg keinen Gewinn macht. Privatnutzer werden natürlich auch weiterhin wichtig sein. Mit ChatGPT Work offenbart OpenAI aber, wo künftig das Geld verdient werden soll. Denn im Vergleich zu den klassischen Abo-Modellen lassen sich mit Unternehmensplänen höhere Preise durchsetzen und komplette Arbeitsabläufe an ChatGPT binden.

Die Gretchenfrage wird aber nicht nur sein, was der KI-Agent für Aufgaben übernehmen kann, sondern wie zuverlässig und datenschutzfreundlich er ist. Außerdem fraglich: Wie viel Kontrolle sind Unternehmen bereit, an eine KI abzugeben? Fest steht: Der Wettlauf der KI-Unternehmen hat sich mittlerweile endgültig verlagert. Und das ist auch gut so.

Denn Chatbots, die auf unterhaltsame Konversationen getrimmt sind, sind vielleicht eine nette Spielerei aber schlichtweg auch Ressourcenverschwendung – und zwar sowohl für die Umwelt als auch für Unternehmen wie OpenAI. Das größte Risiko bleibt wie bei Chatbots aber die Fehleranfälligkeit von KI, die für Unternehmen fatale Auswirkungen haben kann – auch mit Blick auf ihr Image und ihre Kunden.

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