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HBO Max: Neuer Streamingdienst für Deutschland – alles, was du wissen musst

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HBO Max geht in acht neuen Ländern an den Start, unter anderem in Deutschland. Um sich den Erfolg hierzulande zu sichern, hat sich das Unternehmen mit anderen Plattformen zusammengetan.

Manch einer hat sich schon gefragt, ob es HBO wohl niemals in Deutschland geben wird. Doch nun ist es so weit: Seit dem 13. Januar 2026 ist der US-amerikanische Streaming-Riese auch bei uns offiziell verfügbar.

HBO Max direkt oder als Zusatzabo streamen

In anderen europäischen Ländern wie Spanien oder Polen gibt es HBO Max schon seit Langem. Zwar konnten auch deutsche Film- und Serienfans HBO-Inhalte abrufen, bisher allerdings nur als Erweiterung von Abos bei Sky oder WOW.

Dazu hatte das US-amerikanische Unternehmen bereits 2012 einen entsprechenden Deal mit dem Sender ausgehandelt. Der läuft nun allerdings aus und HBO Max kommt auf direktem Wege zu den Kunden.

Wie HBO in einer offiziellen Mitteilung erklärt, können User in Deutschland den Streaming-Dienst ab sofort über die App beziehen. Dennoch gibt es in Deutschland, Italien und Österreich zusätzlich die Möglichkeit, ein Zusatzabonnement für Amazon Prime Video abzuschließen.

Auch über Amazon buchbar

HBO setzt auf Partnerschaften

Außerdem scheint sich WBD noch ein weiteres Hintertürchen offenzuhalten, denn in Deutschland wird HBO Max im Bundle mit RTL Plus verfügbar sein.

Ganz zum Vorteil von RTL: Nachdem der Sender Sky im Sommer 2025 für 150 Millionen US-Dollar aufgekauft hatte, verlor er durch den auslaufenden Vertrag zunächst die HBO-Inhalte. Durch die neue Partnerschaft ist das Problem gelöst.

Für Sky-Kunden wichtig: HBO-Serien, die bisher bereits im Abo enthalten waren, werden auch weiterhin verfügbar sein. Neue Serien wie beispielsweise „The Pitt“ starten allerdings nur noch bei HBO Max. Zusätzlich wird waipu.tv HBO Max nahtlos in seine Plattform für den deutschen Start integrieren.

Inhalt und Kosten: Alles, was du über das HBO Max-Abo wissen musst

Inhaltlich setzt HBO Max auf eine Mischung aus globalen Giganten und lokalen Produktionen. Neben dem neuen Game of Thrones-Ableger „A Knight of the Seven Kingdoms“ und dem aktuellen Kinohit „One Battle After Another“ investiert der Dienst außerdem in deutsche Originale.

Für Herbst 2026 ist mit „4 Blocks Zero“ ein Prequel des Berliner Gangster-Epos geplant. Außerdem soll Sport für Zug sorgen. So sind beispielsweise die Olympischen Winterspiele 2026 in jedem Abo-Modell enthalten.

HBO Max startet in Deutschland mit drei Basismodellen:

  • Basis mit Werbung: 5,99 Euro pro Monat (Full HD, 2 Geräte).
  • Standard: 11,99 Euro pro Monat (Full HD, werbefrei, 30 Downloads).
  • Premium: 16,99 Euro pro Monat (4K Ultra HD, Dolby Atmos, 100 Downloads).

Diese Preise gelten als Einführungstarife bis Ende 2026, bevor sie im Folgejahr moderat angehoben werden. Verfügbar ist der Streaming-Dienst über die gängigen App-Stores, ausgewählte Fernseher, Mobiltelefone, Tablets, Spielekonsolen, PCs und online abrufbar.

Kann sich HBO Max gegen Rivalen durchsetzen?

Der Dienst von Warner Bros. Discovery (WBD) gilt als eine Art Erfinder der US-Qualitätsserie. Dass dieser Titel durchaus verdient ist, beweisen Erfolgstitel wie „Games of Thrones“, „Die Sopranos“, „The Last of Us“ und „Euphoria“.

Obwohl HBO Max mit einem starken inhaltlichen Portfolio an den Start geht, bleibt offen, ob die Menschen in Deutschland bereit sind, Geld in einen weiteren Streaming-Dienst zu investieren. Denn auch Netflix und Amazon Prime Video sind weiterhin beliebte Plattformen.

Außerdem steht Medienberichten auch WBD selbst die Übernahme bevor. Wenn die Gerüchte stimmen, könnte ausgerechnet Rivale Netflix der Käufer sein. Was das für beide Dienste letztendlich bedeutet, bleibt abzuwarten.

HBO Max startete zuerst 2020 in den USA und wurde seitdem nach Lateinamerika, Europa und Asien ausgeweitet. Der Dienst soll im März 2026 auch in Großbritannien und Irland an den Start gehen und damit seinen europäischen Rollout abschließen. Für das dritte Quartal 2025 meldete Warner Bros. Discovery 128 Millionen globale Streaming-Abonnenten.

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Neu auf Amazon Prime Video im Januar 2026: Diese Filme und Serien erscheinen

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Fast täglich erscheinen neue Serien und Filme auf Amazon Prime. Das gilt sowohl für Eigenproduktionen als auch für Lizenzprodukte. Wir verraten, welche Serien- und Film-Highlights neu auf Amazon Prime Video im Januar 2026 erscheinen.

784 US-Dollar würde ein Abonnement von Amazon Prime kosten, wenn du dir alle Dienstleistungen und Services bei anderen Anbietern wie Netflix oder Spotify besorgen würdest. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung der US-amerikanischen Bank JP Morgen Chase.

Im Vergleich dazu erscheinen die Preise, die Amazon aktuell für eine Prime-Mitgliedschaft verlangt, sehr moderat. Aktuell können Erwachsene für 89,90 Euro ein Jahres-Abonnement von Amazon Prime abschließen. Für Schüler und Studenten gibt es einen Rabatt.

Einer der beliebtesten Dienste von Amazon Prime ist dabei sicherlich das umfangreiche Angebot an Filmen und Serien.

Jetzt Amazon Prime Video abonnieren

Neu auf Amazon Prime Video im Januar 2026

Damit du bei allen Neuerscheinungen von Eigenproduktionen und Lizenzprodukten den Überblick behältst, haben wir für dich eine kleine Übersicht mit Highlights erstellt. Diese Serien und Filme werden exklusiv auf Amazon Prime Video im Januar 2026 erscheinen.

(Bei Serien, die neu auf Amazon Prime Video im Januar 2026 erscheinen, haben wir für dich in Klammern die Staffel notiert. Bei internationalen Filmen, die neu auf Amazon Prime Video im Januar 2026 erscheinen, haben wir – soweit vorhanden – den deutschen Titel ergänzt).

1. Januar

  • Greenland
  • Visions
  • Ghosts (Staffel 4)

2. Januar

  • Follow My Voice
  • Der Tiger
  • Fading Gigolo: The Sex Guru (Staffel 2)

3. Januar

  • Caillou (Staffel 2-5)

5. Januar

  • Frühlingsgefühle (Staffel 1)

6. Januar

  • The Occupant

7. Januar

  • Operation: Raqqa
  • Beast Games (Staffel 2) 

8. Januar

  • Fack Ju Göhte
  • Fack Ju Göhte 2
  • Fack Ju Göhte 3
  • Beast Games (Staffel 2)

10. Januar

  • Guns Up

11. Januar

  • The Night Manager (Staffel 2)
  • Under Fire

12. Januar

  • Maxxxine

13. Januar

  • F*** Marry Kill

15. Januar

  • Tod auf dem Nil (2022)

16. Januar

  • Yes Or No Games (Staffel 1)

17. Januar

  • Er ist wieder da

18. Januar

  • William Tell

19. Januar

  • Ich – Einfach Unverbesserlich 4
  • Hounds of War
  • Vorbereitung auf das nächste Leben
  • Judy Justice (Staffel 4)

21. Januar

  • Steal (Staffel 1)

23. Januar

  • Überflieger – Das Geheimnis des großen Juwels
  • Downhill Skiers – Im Rausch der Tiefe (Staffel 1)

24. Januar

  • Shot Caller
  • Benjamin Blümchen (Staffel 1-8)
  • Bibi Blocksberg (Staffel 1-8)
  • Bibi & Tina (Staffel 1-9)

26. Januar

  • Daddio
  • Identity

28. Januar

  • The Wrecking Crew

30. Januar

  • Vaka (Staffel 1)

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Neu auf Netflix: Diese Serien und Filme erscheinen im Januar 2026

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Auf Netflix erscheinen fast jeden Tag neue Serien und Filme. Das gilt sowohl für Eigenproduktionen als auch für Lizenzprodukte. Welche Filme und Serien neu auf Netflix im Januar 2026 erscheinen, verraten wir dir in der folgenden Übersicht.

Netflix zählt weltweit über 220 Millionen Abonnements. Sie sind jeden Monat dazu bereit, für die Nutzung des Streaming-Dienstes einen festen Betrag zu überweisen.

Netflix hat es dabei binnen weniger Jahre geschafft, einen behäbigen und von starken Playern dominierten Markt komplett zu revolutionieren. Als Hauptgrund für die Beliebtheit von Netflix gilt das stetig wachsende Angebot an Filmen und Serien.

Neu auf Netflix im Januar 2026

Damit du bei allen neuen Eigenproduktionen und Lizenzprodukten den Überblick behältst, haben wir für dich eine Übersicht erstellt. Diese Serien und Filme erscheinen auf Netflix im Januar 2026.

(Bei Serien, die neu auf Netflix im Januar 2026 erscheinen, haben wir für dich in Klammern die Staffel notiert. Bei internationalen Filmen, die neu auf Netflix im Januar 2026 erscheinen, haben wir – soweit vorhanden – den deutschen Titel ergänzt.)

1. Januar

  • Stranger Things 5: Das Finale
  • My Korean Boyfriend
  • Suche mich nicht
  • Amor de oficina – Eine Lovestory im Büro
  • El tiempo de las moscas
  • Dr. Seuss: Rotfisch, Blaufisch (Staffel 2)

2. Januar

  • Land der Sünde 

7. Januar

  • Unlocked: A Jail Experiment (Staffel 2)
  • Marcello Hernández: American Boy

8. Januar

  • Love Is Blind: Germany (Staffel 2)
  • HIS & HERS 

9. Januar

  • People We Meet on Vacation 
  • Machos alfa (Staffel 4)

13. Januar

  • The Boyfriend (Staffel 2)

14. Januar

  • La reina del flow (Staffel 3)
  • Star Search

15. Januar

  • Agatha Christie’s Seven Dials 
  • Love Through a Prism
  • The Upshaws (Teil 7)
  • Alles für die Liebe
  • 16. Januar

The Rip 

  • Can This Love Be Translated? 
  • No Tail to Tell

17. Januar

  • Undercover Miss Hong

20. Januaar

  • WWE: Unreal (Staffel 2)

21. Januar

  • Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart

22. Januar

  • Cosmic Princess Kaguya!
  • Finding Her Edge 
  • Free Bert

23. Januar

  • Der Fälscher
  • Skyscraper Live

27. Januar

  • Mike Epps: Delusional

29. Januar

  • Bridgerton (Staffel 4, Teil 1)

Demnächst verfügbar

  • Take That

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Neuartige Wärmepumpe macht Flüsse und Seen zur Heizung

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Wärmepumpe Flüsse Seen Heizung

Mit einer neuartigen Wärmepumpe wollen Forscher künftig Flüsse und Seen in Deutschland als Heizung nutzen. Sie soll sogar bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Wärmeanergie liefern.

Ganzjährige Wärme aus regionalen Gewässern: Eine naheliegende Idee, wenn man die Vielzahl von Seen und Flüssen in Deutschland bedenkt. Sie als Wärmequelle zu nutzen ist durch das Konzept der Aquathermie möglich. Dabei wird aus Wasser Wärme entzogen und durch eine Wärmepumpe auf die benötigte Heiz- oder Kühltemperatur gebracht.

Trotz ihres erheblichen Potenzials ist der Ansatz bisher allerdings nur gering verbreitet. Neben regulatorischen Hürden hat das vor allem auch mit technischen Herausforderungen zu tun. Hierzulande sind beispielsweise die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und die Infrastruktur ein Problem. Forscher aus Sachsen wollen das nun ändern.

Wärmepumpe aus Sachsen macht Seen und Flüsse zur Heizung

Für das Projekt AQVA-HEAT III haben sich Wissenschaftler der Hochschule Zittau/Görlitz, des Fraunhofer IEG und das Institut für Luft- und Kältetechnik in Dresden zusammengetan, um die ganzjährige Wärmeversorgung durch thermische Nutzung von Oberflächengewässern zu untersuchen.

Dazu hat das Projektteam ein integriertes System entwickelt, das Gewässer als Wärmequelle nutzt. Das Besondere: Das System arbeitet in zwei Hauptstufen und ist speziell für die Nutzung von kaltem Gewässer optimiert.

Wärme selbst bei null Grad Celsius

In der ersten Stufe kommt ein sogenannter Vakuum-Flüssigeis-Erzeuger (VFE) zum Einsatz. Als Kältemittel wird direkt das Element Wasser genutzt. Das bringt unter anderem den Vorteil, dass es natürlich vorkommt und ungiftig ist.

Durch die Direktverdampfung des Fluss- oder Seewassers unter Vakuum kann die Anlage selbst bei Wassertemperaturen bis zu null Grad Celsius noch Wärme entziehen. Dieser Prozess führt zur Bildung von Flüssigeis und sorgt dafür, dass die Wärmepumpe auch im tiefsten Winter effizient betrieben werden kann.

Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Wasser als Kältemittel ist die hohe Energiedichte. Sie ermöglicht es, auch kleinere Gewässer zu erschließen, als es mit herkömmlichen Anlagen möglich wäre.

Die resultierende Temperatur nach dem VFE liegt laut Fraunhofer IEG konstant bei mindestens 12 Grad Celsius. Eine klassische zweistufige Wärmepumpe hebt das Temperaturniveau in der zweiten Stufe auf bis zu 90 Grad Celsius an, um die Wärme ins Fernwärmenetz der Stadtwerke Zittau einzuspeisen.

So kommt die Energie ins Nahwärmenetz

Eine Herausforderung bei der Konzeption des Projekts lag in der Bewältigung des enormen Temperaturhubs von 12 Grad Celsius auf 90 Grad Celsius. Außerdem musste das Forschungsteam die umfassenden Sicherheits- und Brandschutzanforderungen einhalten, da die Wärmepumpe in einer Halle der Stadtwerke Zittau aufgestellt wird.

Ein essenzieller Bestandteil des Projekts ist zudem die Untersuchung der gewässerökologischen Folgen. Das Forschungsteam analysiert simulativ und experimentell verschiedene Verfahren zur Wasserentnahme und -rückführung, um sicherzustellen, dass die thermische Nutzung der Gewässer keine negativen Auswirkungen auf das Ökosystem hat.

Das Projektteam hat nun einen ersten Meilenstein erreicht: Die Werksabnahme der Wärmepumpe ist Anfang November 2025 in Aarhus erfolgt.

Diese Form der Wärmequellenerschließung bietet Potenziale für Planbarkeit, Versorgungssicherheit und Netzintegration und lässt sich von rund 100 kW (thermisch) bis in Megawattbereiche skalieren, wobei die genutzte Flusswassermenge und die eingesetzte Strommenge vergleichsweise gering bleiben.

Die anschließende Einbindung in die Gesamtanlage will das Projektteam im ersten Halbjahr 2026 durchführen, so das Fraunhofer IEG. Anschließend soll das Gesamtsystem ein Jahr lang in der saisonalen Erprobung laufen.

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Holz statt Lithium: Natrium-Ionen-Batterie aus dem Thüringer Wald

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Um die Energiewende voranzutreiben, sind kostengünstige, sichere und ressourcenschonende Energiespeicher gefragt. Eine neue Idee kommt aus dem Thüringer Wald: nachhaltige Batterien aus Holzabfall. Die Hintergründe.

Die Zukunft der nachhaltigen Batterie-Produktion kommt anscheinend aus dem Herzen Deutschlands: Im Thüringer Wald arbeiten Forscher daran, sogenannte Natrium-Ionen-Batterien nahezu vollständig auf Basis lokaler und nachwachsender Rohstoffe herzustellen.

Das Projekt namens „ThüNaBsE“ (Thüringer Natrium-Ionen-Batterie für die skalierbare Energiespeicherung) ist eine Zusammenarbeit des Fraunhofer-Instituts IKTS sowie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

So funktioniert die Natrium-Ionen-Batterie aus dem Thüringer Wald

Im Mittelpunkt der Forschung steht das Material Lignin. Es fällt als Nebenprodukt in großen Mengen in der Holz- und Zellstoffindustrie an. Als Biopolymer verleiht der Stoff dem Holz seine Festigkeit.

Bisher wurde Lignin üblicherweise zur Energiegewinnung verbrannt. Die Wissenschaftler haben nun allerdings einen weiteren nützlichen Verwendungszweck gefunden.

Lignin besteht hauptsächlich aus Kohlenwasserstoff-Bausteinen, die sich sinnvoll in der Chemie verwenden lassen, zum Beispiel als Elektrodenmaterial für Batterien. Im Projekt soll der biobasierte Rohstoff für die negative Elektrode genutzt werden.

Dafür wird das Lignin in einem thermischen Verfahren unter Hitze- und Luftausschluss zu hartem Kohlenstoff (Hard Carbon) veredelt. Diese poröse, stabile Kohlenstoffstruktur kann Natrium-Ionen reversibel speichern. Als Material für die positive Elektrode kommen ungiftige Eisenverbindungen, sogenannte Berliner-Blau-Analoga, zum Einsatz.

Unabhängigkeit dank lokaler Rohstoffe

Mit der nachhaltigen Natrium-Ionen-Batterie soll ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Unabhängigkeit von kritischen Rohstoffen und zur Wende hin zu günstigeren, nachhaltigeren und sicheren Batterien geleistet werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Wir wollen in der Wertschöpfungskette auf kritische Metalle wie Lithium, Kobalt und Nickel in Batterien verzichten“, erklärt Dr. Lukas Medenbach, Wissenschaftler am Fraunhofer IKTS in Arnstadt.

Zudem möchten wir den Fluoranteil in Elektroden und Elektrolyt möglichst niedrig halten und erproben, inwiefern er sich komplett vermeiden lässt. Kern des Vorhabens ist aber die Verarbeitung von lokal verfügbarem, hochwertigem Lignin zu leistungsfähigen Elektroden in unseren Natrium-Ionen-Batterien.

Ein weiteres Ziel des Projekts sei es, Nachwuchsforscher in Thüringen zu fördern. Daher seien an »ThüNaBsE« eine Reihe junger Wissenschaftler beteiligt, die in den Themenfeldern Energie und Batterieforschung promovieren.

Erste Tests vielversprechend

Aktuell werden in Batterietestzentren in Arnstadt, Hermsdorf und Jena erste Kleindemonstratorzellen gebaut und getestet. Begleitet werden die Laborarbeiten von realitätsnahen, multiphysikalischen Simulationen.

Die Ergebnisse sind vielversprechend: „Die Laborzelle ist nach 100 Lade- und Entladezyklen noch nicht stark degradiert. Ziel ist es, zum Projektabschluss 200 Lade- und Entladezyklen für eine Stundenampere-Vollzelle nachzuweisen“, so Medenbach.

So sollen die nachhaltigen Wald-Batterien zum Einsatz kommen

Die fertig entwickelte Batterie könnte als stationärer oder mobiler Speicher dort eingesetzt werden, wo keine schnellen Ladezeiten erforderlich sind. So eignen sich Lignin-basierte Natrium-Ionen-Batterien beispielsweise für mobile Anwendungen mit geringerem Leistungsbedarf.

Infrage kommen etwa Microcars oder Flurförderfahrzeuge wie Gabelstapler. Nach dem Abschluss der Forschungsphase ist geplant, die Technologie weiter zu skalieren und den Weg zur Marktreife in einem noch größeren Konsortium zu beschreiten.

Das Projekt wird vom Freistaat Thüringen und dem Europäischen Sozialfonds gefördert und von einem starken, überwiegend regionalen Industriebeirat begleitet.

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Bei Krisen und Katastrophen: Dieses System soll die Kommunikation aufrechterhalten

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Netzausfälle stellen im Fall einer Katastrophe ein massives Probleme für die Kommunikation von Rettungskräften dar. Deutsche Forscher haben deshalb ein System entwickelt, das auch dann funktioniert, wenn die Infrastruktur versagt.

Wenn eine Katastrophe eintritt, ist schnelles Handeln gefragt. Denn vor allem Rettungskräfte sind darauf angewiesen, sich schnell zu organisieren und abzusprechen. Allerdings haben Krisen in den vergangenen Jahren eine kritische Schwachstelle in der Sicherheitsarchitektur Deutschlands gezeigt: Tritt der Ernstfall ein, ist der Mobilfunk oft überlastet und es kommt zu massiven Netzausfällen.

Für diesen Fall haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT eine Lösung entwickelt: Ein mobiles, selbstorganisierendes Kommunikationsnetz verbindet Einsatzkräfte untereinander, mit der Einsatzleitung und dem Internet.

Kommunikation bei Katastrophe

Das softwarebasierte, drahtlose und ad-hoc-fähige Kommunikationsnetz basiert auf der sogenannten Wi-BACK-Technologie (Wireless Backhaul). Es wurde im Rahmen des Projekts „5G Opportunity“ entwickelt und gemeinsam mit den Projektpartnern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg getestet.

Das Besondere an der Technologie ist der Einsatz von Multi-Hop-Richtfunk. Dieses Verfahren ermöglicht es, die Reichweite von Funkstrecken zu erweitern, indem Daten über mehrere Zwischenstationen weitergeleitet werden. Dadurch ist keine direkte Sichtverbindung zwischen weit entfernten Punkten nötig, was das Netz in jedem Gelände flexibel macht.

Der Grundstein für die WiBACK-Technologie wurde bereits vor zehn Jahren gelegt, um ländliche Gebiete mit eingeschränkter oder fehlender Internetverbindung an die entfernte Netzwerkinfrastruktur anzubinden.

„Ein WiBACK-Netz kann in kürzester Zeit errichtet und sofort konform der Regulatorien betrieben werden“, erklärt Projektleiter Mathias Kretschmer, Wissenschaftler am Fraunhofer FIT in Sankt Augustin.“Die Hardware besteht aus autarken, portablen Komponenten. Es genügt, die Batterien anzuschließen, die Antennen auszurichten und schon ist das Netz startklar.

5G und Richtfunk liefern stabiles Netz in der Krise

Um die Verbindung zu den Endgeräten der Einsatzkräfte herzustellen, nutzt das System eigene 5G-Zellen basierend auf Open RAN sowie WiFi. „Über eigene kleine 5G-Zellen sprechen wir die Smartphones an und über WiBACK bringen wir das Netz auf die Fahrzeuge“, so Kretschmer.

Diese Nutzung privater 5G-Netze über Campusfrequenzen ist essenziell für die Entlastung der öffentlichen Netze. Die Frequenzen, die aktuell kaum genutzt werden, könnten den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben im Katastrophenfall exklusiv zur Verfügung gestellt werden.

Bei Katastrophe sind keine IT-Spezialisten für Kommunikation nötig

Die Funktionsfähigkeit des Kommunikationssystems testeten die Forscher unter anderem auf dem Summer Breeze Open Air 2024. Auf dem Festival stellten die Projektpartner das Netz bereit und verbanden die Sanitätsstationen der Malteser mit der Einsatzleistung und dem Internet – mit Erfolg.

„Die Funk- bzw. Netzwerkknoten konnten […] zuverlässig mit Solarpanels und Akkus betrieben werden, was das Potenzial für energieautarke Kommunikationsnetze in Krisengebieten unterstreicht“, heißt es in einer offiziellen Erklärung.

Ein weiterer Vorteil: Im Katastrophenfall sind keine IT-Spezialisten notwendig. Die Funkknoten konfigurieren sich automatisiert, sodass die Mitarbeiter von Hilfsorganisationen das alternative Netz schnell und ohne tiefgehende IT-Kenntnisse etablieren können.

Neue System als Zukunft der Krisenkommunikation

Die Entwicklung des Fraunhofer FIT schafft eine wichtige Grundlage für die digitale Widerstandsfähigkeit im Bevölkerungsschutz. Inzwischen wurde bereits das Nachfolgeprojekt HiLeit gestartet.

Es soll durch modulare Netzwerkknoten eine schnelle Bereitstellung und Anpassung der Kommunikation an die jeweilige Situation ermöglichen. Geplant ist, die WiBACK-Architektur um eine LEO-Satellitenschnittstelle (Low Earth Orbit) zu erweitern, damit diese als Internetanbindung verwendet werden kann.

Außerdem wollen die Projektpartner mehrere Technologien, darunter öffentliche Kommunikationsnetze, Glasfaser, LEO/IRIS2-Terminals, Feldkabel und WLAN-Richtfunk kombinieren, um ein flexibel einsetzbares, hochverfügbares Netz aufzubauen, das sich je nach Lage und Bedarf konfigurieren lässt.

Vor allem die intuitive Bedienbarkeit stehe dabei im Fokus, so Kretschmer. So sollen auch Einsatzkräfte ohne tiefgehende technische Kenntnisse das System schnell in Betrieb nehmen können.

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