Wang Bings "Jugend" zählt zu den großen dokumentarischen Meisterwerken der letzten Jahre. Arte veröffentlicht die gesamte Trilogie jetzt in der Mediathek. Warum man die Filme unbedingt sehen sollte.
Künstliche Intelligenz, Laptop-Farmen und gefälschte Identitäten: Nordkoreanische IT-Spezialisten nutzen ein massives Netzwerk für die Unterwanderung westlicher Firmen. Die lukrativen Einnahmen fließen direkt in den Ausbau der eigenen Atommacht. (Weiter lesen)
Immer mehr Beschäftigte haben genug von KI. Gleich mehrere aktuelle Studien zeigen, dass statt der oftmals versprochenen Produktivitätsgewinne viele Menschen mentale Erschöpfung, sinkende Motivation und kreative Blockaden erleben. Forscher nennen dieses Phänomen auch Brain Fry. Eine kommentierende Analyse.
KI-Müdigkeit belastet immer mehr Beschäftigte
Immer mehr Beschäftigte sehnen sich nach einer Zeit ohne KI. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Technologieberatungsunternehmens Adaptavist. Demnach würden 41 Prozent der sogenannten Wissensarbeiter in Deutschland lieber ohne künstliche Intelligenz arbeiten. Einer der Hauptgründe (45 Prozent): Die Auseinandersetzung mit minderwertigen KI-Inhalten, die Aufgaben weniger sinnvoll und repetitiver erscheinen lässt. 37 Prozent der Befragten fühlen sich dadurch weniger motiviert. Wiederum 25 Prozent sagten, dass KI-Modelle ihre Kreativität einschränken würden.
Eine Studie der Boston Consulting Group kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Menschen, die KI-Systeme intensiv nutzen oder überwachen, leiden demnach unter einer deutlich höheren mentalen Erschöpfung, einem Phänomen, das Forscher auch „Brain Fry“ nennen. Die Befragten beschrieben in diesem Zusammenhang ein Gefühl von geistiger Verwirrung. Damit gehen wiederum Konzentrationsschwierigkeiten, langsamere Entscheidungen und Kopfschmerzen einher. Für Unternehmen kann eine solche Entwicklung genau das Gegenteil des erwarteten Produktivitätsgewinns bringen. Der Grund: Fehleinschätzungen und überzogene Erwartungen.
Immer weniger Menschen in Deutschland glauben, dass Technologie zentrale Probleme der Menschheit lösen kann. Darunter: Armut, Hunger oder der Klimawandel. Das ist eines der Ergebnisse des TechnikRadars 2026. Vor allem der Einsatz von KI wird demnach kritisch beäugt. 85 Prozent stört es etwa, wenn KI ihnen Entscheidungen abnimmt. Einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge haben zwar rund drei Viertel der Nutzer Spaß an der Nutzung künstlicher Intelligenz. Mehr als 40 Prozent der Deutschen würden aber lieber in einer Welt ohne KI leben. Der Hintergrund: eine Mischung aus Skepsis, Unsicherheit und allgemeiner Ablehnung.
Nicht KI ist das Problem, sondern der Umgang mit ihr
KI-Müdigkeit ist kein plötzliches Phänomen. Sie ist das Ergebnis falscher Erwartungen und eines KI-Hypes, bei dem zwischen Heilsversprechen und Weltuntergangsszenarien kaum Platz für Zwischentöne bleibt. Das Problem: KI ist kein Messias, sondern ein Werkzeug. Und das will sinnvoll und gezielt eingesetzt werden, damit es effektiv ist.
Will heißen: Das Problem an KI-Müdigkeit ist nicht unbedingt die Technologie selbst, sondern ein oftmals inflationärer und gedankenloser Umgang mit ihr. Künstliche Intelligenz kann zwar vor allem dabei helfen, enorme Datenmengen auszuwerten und repetitive Aufgaben zu übernehmen. Allerdings produziert sie auch immer mehr Inhalte, die geprüft, aussortiert oder korrigiert werden müssen.
Sprich: Aus einer vermeintlichen Zeitersparnis kann schnell sogar ein Mehraufwand werden. Denn wer den halben Arbeitstag damit verbringt, KI-Ergebnisse zu kontrollieren oder zwischen unzähligen Tools und Browser-Tabs zu wechseln, arbeitet nicht effizienter, sondern schlichtweg hektischer. Das kann auf Dauer nervenaufreibend sein und zu Fehlern führen. Die Leidtragenden sind oftmals Kreativität und Konzentration.
Hinzu kommt ein Reflex, der derzeit in vielen Unternehmen zu beobachten ist: Hauptsache KI. Doch nicht jeder Prozess wird besser, nur weil ein Sprachmodell darüberläuft. Der mediale Hype hat vielerorts die Erwartung erzeugt, jede Software brauche plötzlich KI. Dabei wäre oft weniger mehr. Wer Mitarbeiter einbindet, Prozesse kritisch hinterfragt und sich auf wenige wirklich sinnvolle Werkzeuge konzentriert, dürfte langfristig erfolgreicher sein als jene, die jedem neuen KI-Trend hinterherlaufen.
Stimmen
Lisa Schaffer, Global Work Management Practice Lead bei Adaptavist, in einem Statement: „Wir erwarten von Menschen, dass sie schneller werden, intelligenter arbeiten und KI annehmen, während sich zugleich immer mehr von ihnen still fragen, ob es für sie zukünftig noch einen Platz gibt. Diese Spannung verschwindet nicht einfach von selbst. Sie schlägt sich in ihren Kennzahlen zur Mitarbeiterbindung, im Engagement und in ihrer Unternehmenskultur nieder. Aber hier liegt die Chance: Unternehmen, die diese Ängste ernst nehmen und neben der Technologie gezielt in ihre Menschen investieren, werden als Gewinner aus dieser Transformation hervorgehen. KI muss keine Unsicherheit bedeuten. Sie kann Wachstum bedeuten – wenn wir den Weg dorthin aktiv gestalten.“
Ralf Wintergerst, Präsident des Digitalverbands Bitkom, schlägt einen anderen Umgang mit KI vor: „Künstliche Intelligenz hat ein enormes disruptives Potenzial und verändert unseren Alltag und unsere Arbeitswelt in einem Tempo, das viele Menschen verständlicherweise verunsichert. Das beste Mittel gegen Verunsicherung ist Wissen. Wir brauchen flächendeckende Angebote, mit denen Menschen jeden Alters einen einfachen Zugang zu KI finden, von der Grundschule über die Berufsschule und den Arbeitsplatz bis zur Volkshochschule für Seniorinnen und Senioren. Ein digitaler Graben zwischen Menschen mit und ohne KI darf gar nicht erst entstehen.“
Josephine Hofmann, die am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation forscht, kennt das Phänomen KI-Kater. Gegenüber dem Magazin Impulse sagte sie: „Die Frage ist: Sind wir wirklich produktiver? Oder produziert die KI viel mehr Informationen, als wir eigentlich benötigen? (…) Was künstliche Intelligenz angeht, probieren Unternehmen gerade unglaublich viel aus. Teilweise fehlt dabei eine klare Systematik, was Beschäftigte überfordern kann.“ KI-Experte Jens Polomski schlägt in eine ähnliche Kerbe: „Mehrere KI-Tools parallel zwingen das Gehirn zu permanentem Multitasking. Gleichzeitig steigt die Erwartung an Beschäftigte. Führungskräfte sagen: Jetzt haben wir KI. Warum arbeitest du nicht schneller? Das macht kirre.“
Was sich ändern muss
Es sollte nicht immer darum gehen, was KI theoretisch alles kann. Wichtiger ist vielmehr, was sie gut kann und vor allem: was sinnvoll ist. Denn zwischen technischer Machbarkeit und einem praktischen Nutzen klafft oft eine größere Lücke, als die Heilsversprechen der KI-Anbieter vermuten lassen. Aber der größte Fortschritt entsteht nicht dort, wo möglichst viel automatisiert wird, sondern dort, wo Menschen spürbar entlastet werden.
Wer Beschäftigten lediglich erklärt, sie müssten sich eben an KI gewöhnen, wird auf Widerstand stoßen. Denn Akzeptanz entsteht nicht durch Ansagen, sondern durch Verständnis. Beschäftigte müssen die Möglichkeit erhalten, Chancen und Risiken selbst einzuschätzen und den Einsatz kritisch zu hinterfragen.
Andernfalls droht eine Endlosschleife aus Optimierungsdruck; mit immer mehr Tools, immer mehr Erwartungen und immer weniger Zeit für die eigentliche Arbeit. Oder: KI sollte vor allem wiederkehrende Aufgaben übernehmen, die unnötig belasten – und nicht ständig neue schaffen.
Am Ende wird sich der Erfolg nicht daran messen lassen, ob KI eingesetzt wird, sondern wie. Dafür braucht es klare Regeln, die Menschen in den Mittelpunkt stellen – und nicht nur Geschäftsinteressen oder die Faszination für das technisch Machbare.
Jack Dorsey, Mitgründer von Twitter und Chef des Fintech-Unternehmens Block, hat eine neue Plattform vorgestellt: Buzz. Der kostenlose Dienst soll Slack und GitHub Konkurrenz machen, indem Menschen mit KI-Agenten auf Buzz zusammenarbeiten.
Jack Dorsey hat eine neue, kostenlose Kollaborationsplattform namens Buzz vorgestellt. Der Mitgründer von Twitter und Chef des Fintech-Unternehmens Block kündigte den Start mit einem Post auf X an.
Dort beschreibt er den Dienst als „neue Gruppenchat-Plattform für Teams und Agenten jeder Größe, die entwickelt wurde, um unsere Abhängigkeit von Slack und GitHub zu verringern.“ Das Tool sei modellunabhängig, dezentralisiert, selbstbestimmt und Open Source.
Was ist Buzz?
Buzz ist ein kostenloser, quelloffener Arbeitsbereich, in dem Menschen und KI-Agenten gemeinsam in denselben Kanälen kommunizieren, Code-Repositories teilen und Projekte verwalten können.
Der offiziellen Pressemitteilung zufolge basiert der neue Dienst auf dem Nostr-Protokoll. Ähnlich wie Slack bietet Buzz Kanäle, Threads, Direktnachrichten, Sprachfunktionen, Medienfreigabe und automatisierte Workflows. In der Ankündigung heißt es:
In den letzten zwei Jahren haben wir bei Block eine Reihe von KI-Tools entwickelt und als Open Source veröffentlicht. Dabei haben wir erkannt, dass die produktivste Arbeit nicht dann entsteht, wenn jemand die KI um Hilfe bittet. Sie entsteht vielmehr dann, wenn Menschen und KI-Agenten im selben Raum sind, an derselben Aufgabe arbeiten und denselben Kontext teilen.
Der entscheidende Unterschied zu einem klassischen Chatbot in einem Slack-Kanal: KI-Agenten in Buzz reagieren nicht nur auf Befehle, sondern besitzen eigene kryptografische Identitäten, festgelegte Berechtigungen und können eigenständig posten.
Außerdem können sie Code überprüfen, freigegebene Automatisierungen ausführen und sich an Unterhaltungen beteiligen. Alle Prozesse erfolgen in Zusammenarbeit mit menschlichen Kollegen im selben Arbeitsbereich.
„Jedes Unternehmen wird einen Ort brauchen, an dem Menschen und Agenten zusammenarbeiten“, erklärt Bradley Axen, Head of AI Capabilities bei Block. „Die Frage ist nur, ob dieser Ort proprietär oder offen ist. Wir haben Buzz gebaut, weil wir glauben, dass er offen sein sollte.“
Diese Modelle und Tools lassen sich integrieren
Buzz ist modell- und agentenunabhängig konzipiert. Teams können Agenten einsetzen, die auf beliebigen Sprachmodellen laufen, etwa mit Claude Code, Codex oder goose. Außerdem können sie eigene Agenten mitbringen oder komplett neue innerhalb der Plattform bauen.
Zusätzlich lässt sich der neue Dienst an bereits vorhandene Unternehmenstools anbinden, etwa Datenbanken, CRM-Systeme, Codebasen oder Dateisysteme. Agenten im Arbeitsbereich können darauf zugreifen, abhängig von den Berechtigungen, die das jeweilige Team konfiguriert.
Derzeit ist Buzz als Desktop-App für macOS, Windows und Linux nutzbar. Das Tool wird unter einer Apache-2.0-Lizenz bereitgestellt und ist über GitHub verfügbar.
Außerdem kann jeder eine eigene Instanz auf seiner eigenen Infrastruktur betreiben oder sich über die Website anmelden und eine Community mit dem von Block bereitgestellten Hosting erstellen.
Diese Vorteile hat Buzz
Der praktische Nutzen von Buzz liegt vor allem in der Bündelung: Statt Chat, Ticketsystem, Code-Hosting und einzelne KI-Assistenten als separate Tools zu pflegen, laufen diese Bereiche im neuen Tool in einem gemeinsamen Arbeitsbereich zusammen.
Teams können so aus einem laufenden Gespräch heraus direkt in Planung, Programmierung und Projektsteuerung wechseln, ohne die Anwendung zu verlassen.
Der offene Quellcode kommt außerdem Entwicklerteams zugute: Wer eigene Anforderungen hat, kann die Plattform an bestehende Arbeitsabläufe anpassen oder fehlende Funktionen selbst ergänzen, statt auf ein Update des Anbieters zu warten.
Besonders für jüngere Unternehmen und Teams, die ihre Prozesse zunehmend um KI-Agenten herum aufbauen, kann das ein Argument sein.
Entwicklungsstatus und ähnliche Projekte
Ganz fertig ist die Plattform noch nicht: Auf der eigenen Website bezeichnet Buzz sich selbst ausdrücklich als im „frühen Stadium“ und lädt explizit zum Testen ein. Auch die Git-Integration befindet sich noch in einer frühen Phase.
Dorsey ist mit seiner Geschäftsidee nicht allein. Laut TechCrunch hat der Paradigm-Partner und CTO Georgios Konstantopoulos kürzlich ein ähnliches Open-Source-Produkt namens Centaur vorgestellt, das er als „virtuellen Mitarbeiter“ beschreibt und das sich entweder direkt in Slack oder über eine eigene API einsetzen lässt.
Auch Slack selbst positioniert sich zunehmend als agentisches Betriebssystem, über das KI-Agenten zusammenarbeiten und sich koordinieren können.
In einer Diskussion auf Hacker News äußerte ein Nutzer, der sich als Slack-Mitarbeiter zu erkennen gab, Bedenken zum Thema Datenschutz: Wenn mehrere Menschen und Agenten denselben Kanal teilen, brauche es aufwendige Regelwerke, um zu verhindern, dass Agenten Informationen an Personen weitergeben, für die sie nicht bestimmt sind. Bei Agenten, die nur im Auftrag einer einzelnen Person handeln, sei dieses Problem deutlich einfacher zu lösen.
Anthropic hat eine neue Funktion für Claude Cowork vorgestellt: Record a Skill, zu Deutsch: einen Skill aufzeichnen. Nutzer können sich dabei selbst beim Arbeiten aufzeichnen. Claude lernt dann daraus eine wiederholbare Fähigkeit, um Aufgaben für dich zu erledigen. Die Reaktionen reichen von Begeisterung bis zu Jobsorgen.
So schnell wie KI-Anwendungen neue Funktionen bekommen, können Nutzer aktuell kaum klicken. So hat kürzlich Claude-Entwickler Anthropic über seinen offiziellen X-Account eine neue Funktion für seinen KI-Agenten Claude Cowork angekündigt.
Das neue Feature heißt „Record a Skill“, zu Deutsch: einen Skill aufzeichnen. Menschen, die ein Claude-Abo haben, können den eigenen Bildschirm bei der Arbeit an einer Aufgabe aufzeichnen und währenddessen per Spracheingabe erklären, was sie tun. Claude macht daraus einen Skill, den der KI-Agent später wiederholen kann.
Das heißt: Künftig müssen Nutzer einen bestimmten Prozess nur noch einmal erklären. Claude Cowork lernt jeden Klick, jede Eingabe und wertet die Spracheingabe aus, um einen Skill dann beliebig oft zu wiederholen, ohne dass zusätzliche Beschreibungen oder Prompts nötig sind.
Skill mit Claude aufzeichnen: Nur für Macs verfügbar
Wer die Funktion selbst ausprobieren möchte, braucht aktuell einen Mac. Laut dem offiziellen Claude-Hilfebereich ist die Aufnahmefunktion derzeit ausschließlich in Cowork in der Claude-App für Mac verfügbar, nicht im normalen Chat und nicht unter Windows.
Außerdem brauchen Nutzer mindestens ein Pro-Abo. Nutzer des kostenlosen Plans und der Enterprise-Version haben derzeit keinen Zugriff.
Einen Skill mit Claude Cowork aufzeichnen
Vor der Aufnahme:
Bevor du beginnst, solltest du prüfen, ob die Claude-App auf deinem Mac auf dem neuesten Stand ist. Beim ersten Aufzeichnen fragt macOS nach zwei Berechtigungen: Barrierefreiheit für die Erfassung von Maus und Tastatur sowie Bildschirmaufnahme für die visuelle Erfassung. Möglicherweise ist danach ein Neustart von Claude nötig.
Wichtig: Anthropic empfiehlt, alle Dateien, Programme oder Unterhaltungen, die nicht mit aufgezeichnet werden sollen, vorher zu schließen. Während der Aufnahme sollten außerdem keine Passwörter oder andere sensible Informationen eingegeben oder sichtbar sein. Während der gesamten Aufnahmedauer wird alles auf dem Bildschirm sowie alles Gesprochene erfasst.
So läuft die Aufnahme ab:
Öffne Cowork in der Claude-App für Mac.
Starte die Aufzeichnung auf einem von zwei Wegen: entweder gehst du über das Plus-Symbol im Composer und die Auswahl „Skill aufzeichnen„. Alternativ klickst du in der Seitenleiste auf „Anpassen„, dann „Skills„, dann „Hinzufügen“ und „Bildschirm aufzeichnen„.
Auf „Aufzeichnung starten“ klicken. Lass dabei das Mikrofon eingeschaltet, wenn du deine Schritte laut kommentieren möchtest. Das gibt Claude Kontext zu deinem Arbeitsablauf.
Erledige nun die Aufgabe wie gewohnt. Eine Anzeigenleiste zeigt dir währenddessen, dass die Aufnahme läuft und zählt die bereits erfassten Schritte mit.
Klicke auf „Fertig„, wenn du deine Aufgabe abgeschlossen hast. Wähle „Verwerfen„, wenn du mit der Aufnahme unzufrieden bist.
Eine einzelne Aufnahme kann bis zu etwa zehn Minuten dauern. Rund eine Minute vor Ablauf erscheint eine Countdown-Anzeige in der Erfassungsleiste. Läuft die Zeit ab, endet die Aufnahme automatisch und alles bis dahin Aufgezeichnete wird an Claude übermittelt, so als hätte man selbst auf „Fertig“ geklickt.
Nach der Aufzeichnung startet Claude eine Cowork-Aufgabe, überprüft die Aufzeichnung und schlägt einen Skill vor. Handelt es sich um einen komplett neuen Skill, ist er auf der Vorschlagskarte mit „Neu“ gekennzeichnet. Gespeicherte Skills tauchen anschließend unter „Anpassen“ und „Skills“ auf und lassen sich dort wie jeder andere Skill bearbeiten, teilen oder löschen.
Skill aufzeichnen mit Claude Cowork: Datenschutz bei Aufzeichnung
Anthropic gibt an, dass Video und Audio aus einer Aufzeichnung nicht beibehalten werden. Nachdem die Aufnahme an Claude gesendet wurde, überprüft Claude die Aufzeichnung, um den Skill zu erstellen.
„Was danach gespeichert wird, ist eine Reihe von Screenshots aus der Sitzung, die Sie anzeigen können, indem Sie den Schritt „Aufgezeichnete Demonstration“ in der Aufgabe erweitern“, heißt es im Support-Artikel.
Claude Cowork nicht die erste KI mit dieser Funktion
Aktuell steht Record a Skill nur Nutzern der Pro-, Max- und Team-Pläne von Claude zur Verfügung. Wer den kostenlosen Plan oder Enterprise nutzt, hat keinen Zugriff. Verfügbar ist die Funktion bislang ausschließlich in Cowork in der Claude-App für Mac. Ein Rollout für weitere Plattformen ist derzeit nicht offiziell angekündigt.
Anthropic ist nicht das erste KI-Unternehmen, das eine solche Funktion anbietet. Bei OpenAIs Codex gibt es eine vergleichbare Funktion namens „Record and Replay“ bereits seit dem 18. Juni 2026. Bisher haben ebenfalls nur Mac-Nutzer darauf Zugriff. Außerdem ist die Funktion im Europäischen Wirtschaftsraum, der Schweiz und Großbritannien nicht nutzbar.
Zwischen Begeisterung und Sorge um den eigenen Job
Auf die Ankündigung reagierten X-User mit gemischten Gefühlen. Einige äußerten die Sorge, eine Funktion wie diese mache es Unternehmen besonders leicht, Arbeitsplätze einzusparen, weil sich Arbeitsschritte jetzt direkt von der ausführenden Person abfilmen und automatisieren lassen.
Andere Nutzer beklagten sich vor allem darüber, dass ihre Nutzungslimits bereits erreicht waren und sie die neue Funktion deshalb noch gar nicht ausprobieren konnten.
Ob Record a Skill letztendlich tatsächlich Arbeitsplätze kostet oder in erster Linie Zeit spart, lässt sich – wie bei allen bisherigen Neuerungen – erst einmal nicht voraussagen.
Microsoft bremst bei Teams und Outlook erneut neue Funktionen aus: Geplant waren unter anderem eine @Mentions-Suche und Copilot-Hinweise in der Outlook-Suche. Unklar ist, warum der Konzern die Einführung nun stoppt. (Weiter lesen)
Viele deutsche KI-Unternehmen nutzen Sprachmodelle und werben mit digitaler Souveränität. Eine neue Untersuchung zeigt jedoch, dass ein Großteil trotzdem auf US-Technologie setzt. Wir zeigen, wo die Souveränitätslücke am größten ist.
Ob im Kundenservice, in der Rechtsabteilung oder in der Produktentwicklung: Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags, auch in Deutschland. Ein Schlagwort ist dabei „digitale Souveränität“.
Gemeint ist damit, dass Firmen und Behörden bei Künstlicher Intelligenz unabhängig von ausländischen Anbietern bleiben, ihre Daten in Europa speichern und nicht auf US-Konzerne angewiesen sind.
Einige Firmen werben damit, dass sie unabhängig von US-Anbietern sind. Eine neue Untersuchung der europäischen KI-Plattform GreenPT zeigt nun, welche KI-Modelle deutsche Unternehmen wirklich einsetzen.
Diese KI-Modelle nutzen deutsche Unternehmen
Für den Bericht hat GreenPT 514 öffentlich auffindbare deutsche KI-Firmen untersucht. Wichtig dabei: Es gibt kein offizielles Register deutscher KI-Unternehmen. GreenPT konnte also nur zählen, welche Firmen öffentlich auffindbar sind.
Nur 221 dieser Firmen legen offen, welchen KI-Anbieter sie nutzen, etwa in der Datenschutzerklärung oder auf der eigenen Website. Die Untersuchung bezieht sich also ausschließlich auf diese Unternehmen. Die wichtigste Erkenntnis: Von deutschen KI-Firmen, die öffentlich einen Anbieter nennen, setzt gut die Hälfte auf US-Technologie.
Modelle von US-Anbietern klar vorn
Laut offizieller Mitteilung zum Forschungsbericht hängen etwa 53 Prozent der deutschen KI-Unternehmen, die öffentlich angeben, welches KI-Modell sie verwenden, von einem US-Frontier-Anbieter ab. Von den US-Modellen entfallen 41 Prozent auf OpenAI, 18 Prozent auf Anthropic, zehn Prozent auf Google, fünf Prozent auf Microsoft, zehn Prozent auf AWS und sechs Prozent auf Llama von Meta.
Ein ähnlicher Anteil (rund 43 Prozent) entwickelt eigene Modelle. Mistral, das einzige in der EU ansässige Frontier-Labor, erreicht etwa zehn Prozent. Ein in Deutschland gehostetes Frontier-Modell existiert dem Bericht zufolge aktuell nicht.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit im Mittelfeld. Auffällig ist nur, dass deutsche Firmen etwas häufiger zu Google und Anthropic greifen als der europäische Durchschnitt, der stärker auf OpenAI setzt.
Wie stark eine Branche auf US-Technologie setzt, hängt stark vom Anwendungsfall ab. In Gesundheit und Biotech entwickeln laut Studie rund 85 Prozent der offenlegenden Firmen eigene Modelle, oft weil strenge Zulassungsregeln das verlangen.
In der Industrie sind es rund 71 Prozent, etwa für Bilderkennung oder Wartungsprognosen. In Bereichen wie Recht, Personalwesen oder Bildungstechnologie dagegen dominieren fertige US-Lösungen deutlich.
KI-Modelle in deutschen Unternehmen offenbaren große Souveränitätslücke
Von den insgesamt 514 untersuchten Firmen werben 173 aktiv mit Souveränität, EU-Datenresidenz oder On-Prem-Betrieb. Von diesen 173 Firmen nutzen aber 72 im Hintergrund trotzdem ein US-Proprietärmodell, also ein geschlossenes, kommerzielles KI-System eines US-Anbieters.
Besonders häufig tritt diese Lücke in den Bereichen Recht, Personalwesen, Verwaltung und Finanzen auf, also ausgerechnet dort, wo Compliance und Datenschutz eine besonders große Rolle spielen sollten.
Bei der Untersuchung von GreenPT handelt es sich um eine Momentaufnahme von Mitte 2026. Anbieterbeziehungen könnten sich laut Mitteilung allerdings schnell ändern. Außerdem kombiniere die europäische Benchmark Länderstudien mit aktueller Forschung von 2026. Die Zahlen sind also eher als Tendenz zu lesen, als Ergebnis eines kontrollierten Vergleichs.
GreenPT ist ein europäischer KI-Anbieter, der Chat- und API-Zugänge zu Open-Source-Modellen anbietet und dabei nach eigenen Angaben ausschließlich mit erneuerbarer Energie arbeitet. Das Unternehmen positioniert sich als Alternative zu US-Diensten und wirbt mit EU-Hosting und Datenschutz.
Massenentlassungen bei Meta, Trade Republic, Schaeffler, H&M und vielen anderen Unternehmen haben die letzten Monate geprägt. Ikea schwimmt gegen den Trend. Obwohl das schwedische Möbelhaus einen sehr erfolgreichen Chatbot besitzt, werden keine Callcenter-Mitarbeiter entlassen. Im Gegenteil. Eine kommentierende Analyse.
Was Ikeas KI-Chatbot Billie wirklich kann
Die Ingka Group ist die größte Holdinggesellschaft innerhalb des Ikea-Imperiums. Insgesamt sind dort 8.500 Mitarbeiter im Kundenservice beschäftigt. Schon im Frühjahr 2021 ist der Chatbot „Billie“ eingeführt worden. Die Idee dahinter war ein kundenzentriertes Arbeiten mit KI-Unterstützung. Auf Anfragen soll schneller reagiert werden, damit die Kunden mit ihren Anliegen besser aufgehoben sind – 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche.
Nach einer ersten Analyse nach zwei Jahren stand fest: Billie leistet wertvolle Arbeit. Immerhin 47 Prozent der eingehenden Anfragen konnte der Chatbot selbstständig lösen. Die Folge? Massenentlassungen beim Service-Personal? Mitnichten! Ikea hat Tausende Callcenter-Angestellte weitergebildet, sodass diese mit neuen Qualifikationen – zum Beispiel im digitalen Raumdesign – andere Aufgaben übernehmen konnten.
Mit Blick auf die wachsende Rentenlücke in Deutschland sind Fort- und Weiterbildungen ein entscheidender Hebel. Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) hat herausgefunden, dass Angestellte, die im Alter zwischen 55 und 59 Jahren eine Weiterbildung durchlaufen haben, um fünf Prozentpunkte häufiger bis 65 Jahre arbeiten – oder sogar darüber hinaus. Der Gesundheitsstand und der Bildungsstand beeinflussen dieses Ergebnis nicht signifikant. Wer als Unternehmer oder Geschäftsführer seine Mitarbeiter befähigt, profitiert länger von motivierteren Mitarbeitern.
Warum Technologie vielen Angst machst
Geschichte wiederholt sich nicht, heißt es oft im Volksmund. Tatsächlich wiederholt sich Geschichte sogar in regelmäßigen Abständen. Ein schönes Beispiel dafür ist die technologische Arbeitslosigkeit. Hinter dieser Begrifflichkeit steckt die dem Menschen ureigene Angst, dass technische Neuerungen zu einer Massenarbeitslosigkeit und dem Untergang unserer Gesellschaft führen.
Ein Beispiel dafür ist der Luddismus. Dahinter steckt ein radikaler Zusammenschluss von englischen Textilarbeitern, die zwischen 1811 und 1814 mehrere Angriffe auf Maschinen verübten. Die neuen Maschinen gefährdeten in der Industriellen Revolution die bis dahin größten Arbeitgeber: das Handwerk und die Landwirtschaft.
Anstatt einer Verelendung der Gesellschaft gab es einen Sprung: Die mühsame Arbeit auf dem Feld nahm ab. In den Fabriken entstanden millionenfach neue Jobs und ein neues Zeitalter der Menschheit wurde eingeläutet. Auch die Einführung des Fließbands durch Henry Ford oder die Digitalisierung und Automatisierung unserer Gesellschaft durch Prozessoren und Computer haben die Arbeitswelt nie gefährdet, sondern stets verändert.
Jede technologische Revolution hat bislang dafür gesorgt, dass das Leben und die Arbeit für die allermeisten Menschen einfacher geworden sind. Wir arbeiten weniger körperlich, leiden unter weniger Krankheiten und leben länger. Wir arbeiten nicht weniger, sondern anders. Aber: Wir arbeiten. Warum sollte dieser Trend bei KI anders verlaufen?
Stimmen
Ulrika Biesèrt, People and Culture Managerin der Ingka Group, ist davon überzeugt, dass die Zukunft der Arbeit in Fort- und Weiterbildung – im sogenannten Reskilling – liegt. Sie sagte schon im Sommer 2023: „Wir setzen uns dafür ein, die Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeitenden bei Ingka oder andernorts durch lebenslanges Lernen, Entwicklung und Umschulung zu stärken und die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu beschleunigen.“
Danielle Gardner arbeitet als Associate Director beim US-Datenspezialisten Euplexus. In einer Diskussion auf LinkedIn lobt sie die Vorgehensweise von Ikea: „Die besten Organisationen finden heraus, wie sie die Leistung maximieren können, indem sie die Stärken ihrer Mitarbeitenden nutzen und ihnen die Möglichkeit geben, sich wirklich auf den Einsatz dieser Talente zu konzentrieren. Menschen leisten tendenziell dann ihre beste Arbeit, wenn sie mehr Zeit in ihren Fachbereichen verbringen können und weniger Zeit mit alltäglichen, sich wiederholenden Aufgaben vergeuden, die sich automatisieren lassen.“
Wido Geis-Thöne arbeitet als Senior Economist für Familienpolitik und Migration beim Institut der Deutschen Wirtschaft. In einer wissenschaftlichen Auswertung rückt er das lebenslange Lernen in den Vordergrund: „Lernen ist ein lebenslanger Prozess, der notwendig ist, um sich an veränderte Kompetenzbedarfe am Arbeitsmarkt anzupassen. Damit ist es für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit wesentlich.“ Er ergänzt: „Unternehmen können mit einer lebensphasenorientierten Personalpolitik unter anderem ihre Personalentwicklung und Gesundheitsförderung, aber auch ihre Weiterbildungsstrategie so gestalten, dass diese die Arbeitsfähigkeit und -motivation der Beschäftigten über einen möglichst langen Zeitraum erhalten und stärken.“
Trade Republic zeigt, wie es nicht geht
Das beweist nicht nur Ikea, sondern auch exemplarisch Trade Republic. Der Neobroker ist zwischen 2020 und 2024 so schnell gewachsen, dass der menschliche Support nicht mehr hinterherkam. Die 2024 stolz eingeführte KI-Lösung verzettelte sich in immergleichen Antwortschleifen, sodass sich die Verbraucherzentralen und sogar die Bundesfinanzaufsicht BaFin mit Trade Republic beschäftigten.
Das Experiment „KI ersetzt Service“ ist beim Berliner Neobroker krachend gescheitert. In einer Reihe von großen Ankündigungen hat Trade Republic im Sommer 2026 die Rolle rückwärts gemacht und das Revival der Menschen im Support verkündet. Die Freudenstürme der Nutzer und die positiven Bewertungen in den App Stores sprechen für sich.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann KI Menschen – auch im Support – nicht vollumfänglich ersetzen. Wichtig ist, dass auch wirtschaftlich denkende Entscheider verstehen, dass KI ein wunderbares Werkzeug ist, um Menschen mental zu entlasten und so gezielt Freiräume für Aspekte wie Kreativität zu schaffen.
Selbstverständlich wird die technologische Revolution namens KI einige Jobs verschwinden lassen. Zugleich entstehen hunderte neue Berufsbilder, in denen wir Menschen uns ausleben können und die wir Menschen mit Leben füllen.
Der Sihoo Doro C300 zählt zu den beliebtesten ergonomischen Stühlen seiner Klasse. Mit dem C300 Pro V2 legt der Hersteller nun ein Upgrade nach, das mehr verbesserte adaptive Unterstützung verspricht. Doch wie groß sind die Unterschiede wirklich? Unser Vergleich zeigt, welches Modell besser zu welchem Nutzer passt.
Ergonomische Bürostühle unterscheiden sich oft stärker, als es auf den ersten Blick scheint. Während der klassische Sihoo Doro C300 vor allem für sein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt ist, möchte der C300 Pro V2 mit einer dynamischen Rückenstütze, hochwertigen Materialien, adaptiver Unterstützung für den gesamten Körper und einem flexibleren Design punkten.
Beide Modelle gehören zu den meistverkauften ergonomischen Stühlen im mittleren Preissegment. Doch je nach Anforderungen kann das passende Modell ein anderes sein. Dieser ausführliche Vergleich zeigt, worin sich beide Stühle unterscheiden – und welcher für welchen Einsatzbereich die bessere Wahl ist.
Design & Verarbeitung: solide vs. hochwertig
Der Standard-C300 setzt auf ein klares, minimalistisches Design. Die Mesh-Rückenlehne ist angenehm straff, und die Konstruktion wirkt stabil, auch wenn man merkt, dass hier ein Fokus auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gelegt wurde.
Der C300 Pro V2 geht einen Schritt weiter. Er wirkt moderner, robuster und hochwertiger verarbeitet. Die Rückenkonstruktion ist aufwendiger gestaltet und bietet deutlich mehr Flexibilität. Auch die Materialien sind hochwertiger, insbesondere beim Mesh-Gewebe und der Mechanik.
In puncto Design richtet sich der C300 Pro V2 an Nutzer, die einen langlebigen, professionell wirkenden Bürostuhl suchen, während der C300 eine solide und preisbewusste Alternative bleibt.
Rückenlehne & Unterstützung: statisch vs. dynamisch
Hier zeigt sich der größte Unterschied zwischen den beiden Modellen und der wohl wichtigste.
Der C300: Der Sihoo Doro C300 besitzt eine dynamische Lendenwirbelstütze. Das ist für die meisten Menschen ausreichend. Wer den ganzen Tag auf dem Stuhl sitzen möchte, für den ist eine adaptive Ganzkörperunterstützung aber besser geeignet.
Der C300 Pro V2: Die Self-Adaptive Dynamic Lumbar Support 2.0 ist das zentrale Argument für das Upgrade. Sie passt sich permanent an jede Bewegung an, folgt dem Rücken automatisch und stützt besonders beim Vorlehnen, Zurücklehnen oder beim Arbeiten in wechselnden Positionen.
Für Menschen, die zwischen aktiver und entspannter Körperhaltung wechseln oder bereits Rückenprobleme haben, ist der Unterschied deutlich spürbar. Der Pro V2 sorgt dafür, dass man weniger schnell in ungesunde Positionen rutscht.
Sitzfläche & Komfort: beide gut, aber Pro V2 komfortabler
Der Sihoo Doro C300 bietet bereits eine angenehme, straffe Sitzfläche, die für die meisten Nutzer gut geeignet ist. Das Mesh bleibt auch über längere Zeit komfortabel und sorgt für gute Luftzirkulation.
Der C300 Pro V2 bietet jedoch:
mehr Sitzplatz
einen größeren Sitz
eine größere Sitztiefenverstellung
einen besser ausbalancierten Härtegrad
eine insgesamt hochwertigere Sitzmechanik
Vor allem bei langen Arbeitstagen zeigt der Pro V2 seine Stärken. Er fühlt sich stabiler an und hält die Hüfte besser in Position.
Armlehnen & Einstellungen: einfache vs. erweiterte Ergonomie
Der C300 bietet gute Basis-Einstellungen, die für die meisten Nutzer völlig ausreichen. Die Armlehnen sind 4D-verstellbar (Höhe, Tiefe, Breite sowie synchrone Neigung mit der Rückenlehne) und solide verarbeitet.
Beim C300 Pro V2 stehen hingegen deutlich mehr Anpassungen zur Verfügung:
8D Bionische Armlehnen mit Höhe, Tiefe, Rotation (360°) und Neigung,
DynaCore-System, das Kopf, Rücken, Lendenbereich und Armlehnen in Echtzeit synchronisiert,
SyncroFlex-Rückenlehne, die sich beim Hinsetzen automatisch der Wirbelsäule anpasst,
Self-Adaptive Dynamic Lumbar Support 2.0, die sich automatisch an die Körperhaltung anpasst.
Wer einen Stuhl sucht, der sich sehr genau an die eigene Körpergröße und Arbeitsweise anpassen lässt, wird beim Pro V2 deutlich zufriedener sein.
Preis-Leistung: zwei unterschiedliche Zielgruppen
Der C300 richtet sich an preisbewusste Nutzer, die einen soliden und komfortablen ergonomischen Stuhl möchten, ohne zu viel zu investieren. Für Homeoffice, private Nutzung oder kürzere tägliche Sitzzeiten ist er eine sehr gute Wahl. Der C300 ist aktuell in schwarz für 289,99 Euro und in weiß für 299,99 Euro erhältlich.
Der C300 Pro V2 richtet sich an Menschen, die täglich viele Stunden sitzen, dynamisch arbeiten und Wert auf maximale Rückenunterstützung legen. Der Aufpreis lohnt sich vor allem dann, wenn Ergonomie einen hohen Stellenwert hat. Der Pro V2 ist aktuell in schwarz für 429,99 Euro und in weiß für 439,99 Euro erhältlich.
Fazit: Welcher Stuhl ist der richtige?
Beide Modelle bieten starke Argumente – jedoch für unterschiedliche Nutzergruppen.
Der C300 ist ideal für dich, wenn:
du einen günstigen, funktionalen ergonomischen Stuhl suchst,
du nicht täglich viele Stunden sitzt,
du ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis möchtest.
Der C300 Pro V2 ist ideal für dich, wenn:
du lange Arbeitstage am Schreibtisch hast,
du häufig deine Sitzposition wechselst,
du Wert auf dynamische Rückenunterstützung legst,
du bessere Materialien und mehr Komfort möchtest.
Der Pro V2 ist insgesamt das deutlich modernere und ergonomischere Modell. Wer vor allem den Rücken entlasten und auf lange Sicht gesünder sitzen möchte, bekommt hier eine sehr überzeugende Lösung. Der C300 bleibt aber weiterhin eine gute Wahl für Nutzer, die eine stabile und preisgünstigere Variante suchen.
Der Sihoo Doro C300 Pro V2 gehört zu den spannendsten ergonomischen Stühlen seiner Preisklasse. Mit adaptiver Ganzkörperunterstützung, einer dynamischen Lordosenstütze und hochwertigen Materialien setzt er neue Maßstäbe – und soll stundenlanges Arbeiten deutlich angenehmer machen. Wir zeigen dir in unserem ausführlichen Test, was der Stuhl im Alltag wirklich leistet und ob sich die Investition lohnt.
Langes Sitzen bleibt für viele Menschen ein fester Bestandteil des Arbeitstages. Umso wichtiger ist ein Stuhl, der den Körper unterstützt, Rücken und Nacken entlastet und das natürliche Bewegungsverhalten nicht einschränkt. Genau hier setzt der Sihoo Doro C300 Pro V2 an. Das Modell baut auf dem beliebten C300 auf, bringt jedoch zahlreiche Verbesserungen mit, die vor allem Viel-Sitzern zugutekommen sollen.
Besonders interessant ist die Frage, wie sehr sich das Upgrade im Arbeitsalltag bemerkbar macht. Denn: Nicht jeder ergonomische Stuhl hält seine Versprechen. Der C300 Pro V2 versucht hingegen, die üblichen Schwachstellen konventioneller Bürostühle bewusst zu vermeiden.
Design & Verarbeitung: Modern, stabil und hochwertig
Optisch zeigt sich der Stuhl modern und funktional. Die Linien sind klar, die Materialien wirken robust und durchdacht. Besonders das Mesh-Material fällt positiv auf: Es ist straff gespannt, atmungsaktiv und vermittelt direkt ein hochwertiges Sitzgefühl. Auch nach Stunden bleibt es angenehm und sorgt dafür, dass Hitzeentwicklung kein Thema ist.
Der C300 Pro V2 im Test
Der Pro V2 ist in zwei Farben erhältlich: in schwarz und weiß. So findet jeder eine passende Farbe, die in das Büro oder den eigenen Wohnraum passt.
Beim Zusammenbau wirkt alles solide konstruiert. Schrauben greifen sauber, die Bauteile passen exakt und die Mechanik vermittelt einen sehr stabilen Eindruck. Es ist spürbar, dass Sihoo hier bewusst ein Modell schaffen wollte, das täglich viele Stunden Nutzung problemlos mitmacht.
DynaCore-Ganzkörperunterstützung: Das Herzstück des Pro V2
Das zentrale Merkmal des C300 Pro V2 ist das DynaCore-System – eine adaptive Ganzkörperunterstützung, die Kopfstütze, Rückenlehne, Lordosenstütze und Armlehnen in Echtzeit synchronisiert. Statt nur einzelne Körperbereiche zu stützen, reagiert der gesamte Stuhl gemeinsam auf jede Bewegung. Lehnt man sich vor, dreht man sich zur Seite oder lehnt man sich zurück – das System erkennt die Veränderung und passt sich sofort an.
Die Lehne des C300 Pro V2
Das Ergebnis: Man sitzt nie gegen den Stuhl, sondern immer mit ihm. Genau das ist der entscheidende Unterschied zu klassischen ergonomischen Modellen, bei denen die Unterstützung endet, sobald man sich bewegt.
SyncroFlex-Rückenlehne: Anpassung vom ersten Moment an
Sobald man sich setzt, passt sich die SyncroFlex-Rückenlehne automatisch der eigenen Wirbelsäule an. Das Dual-Feder- und Dual-Track-System erfasst Körpergewicht und -form und formt sich unmittelbar nach der individuellen Rückenkontur. Beim Zurücklehnen folgt die Lehne der Bewegung dynamisch und optimiert den Neigungswinkel in Echtzeit.
Das fühlt sich an wie ein Stuhl, der speziell für einen selbst gebaut wurde, ohne manuelle Einstellungen, ohne Kompromisse. Verspannungen entstehen oft, weil der Stuhl nicht mitgeht. Der Pro V2 macht genau das.
Self-Adaptive Dynamic Lumbar Support 2.0: Rückenunterstützung, die nie aussetzt
Das Upgrade der Lordosenstütze ist spürbar. Die Self-Adaptive Dynamic Lumbar Support 2.0 verfügt über eine vergrößerte Auflagefläche und eine horizontal geführte Feder, die sich jeder Bewegung des unteren Rückens anpasst. Drei präzise Einstellstufen ermöglichen alles, von der klassischen S-Kurven-Unterstützung bis hin zur gezielten Entlastung des Sakrumbereichs.
Viele ergonomische Probleme entstehen, weil Menschen in ungesunde, starre Positionen rutschen. Besonders nach mehreren Stunden. Genau das verhindert die flexible Konstruktion des Pro V2 sehr effektiv. Das Ergebnis ist ein deutlich natürlicheres Sitzgefühl mit weniger Belastung im unteren Rücken.
Armlehnen & Sitz: umfangreiche Einstellungen für unterschiedliche Körpergrößen
Ein großer Vorteil des Modells ist die hohe Anpassbarkeit. Die 8D Bionischen Armlehnen lassen sich in acht Richtungen verstellen – darunter Höhe, Tiefe, Rotation (360°) und Neigung – und bewegen sich beim Zurücklehnen synchron mit der Rückenlehne mit. So bleiben die Arme jederzeit optimal gestützt, egal ob man aufrecht tippt oder entspannt zurückgelehnt ist. Für Menschen, die viel tippen oder zwischen Tastatur und Maus wechseln, ist das ein großer ergonomischer Vorteil.
Auch die Sitzfläche überzeugt: Sie ist weder zu hart noch zu weich und bietet genug Stabilität für langes Sitzen. Die Sitztiefe lässt sich um 4 cm verstellen, was sowohl größeren als auch kleineren Personen entgegenkommt. Die Neigungsmechanik läuft gleichmäßig und ohne abrupte Bewegungen – in drei Winkeln (105°, 120°, 135°) lässt sich jede Sitzposition bequem einstellen.
Im Arbeitsalltag: weniger Verspannungen, mehr Beweglichkeit
Besonders Nutzer, die täglich viele Stunden sitzen, werden die Unterschiede schnell spüren. Der Pro V2 zwingt nicht in starre Positionen, sondern animiert zu leichtem, natürlichem Bewegen. Genau das sorgt dafür, dass man weniger schnell ermüdet und der Rücken sich dauerhaft stabiler anfühlt.
Die dynamische Lordosenstütze des C300 Pro V2
Die dynamische Lordosenstütze macht sich vor allem beim konzentrierten Arbeiten bemerkbar, wenn man nach vorn geneigt sitzt. Sie verhindert zuverlässig, dass der Rücken in sich zusammensackt. Auch im entspannten Zurücklehnen bleibt die Unterstützung erhalten, was den Stuhl vielseitiger macht als viele klassische Modelle.
Für wen lohnt sich der C300 Pro V2?
Der Stuhl eignet sich besonders für Menschen, die:
täglich mehrere Stunden am Schreibtisch verbringen,
häufig zwischen aktiver und entspannter Sitzposition wechseln,
eine flexible, dynamische Rückenlehne bevorzugen,
Wert auf hochwertige Verarbeitung und Materialqualität legen.
Im Vergleich zu vielen Stühlen dieser Preisklasse ist der C300 Pro V2 spürbar beweglicher und ergonomischer. Gerade Menschen, die bereits Rückenprobleme haben oder häufig unter Verspannungen leiden, profitieren besonders stark. Der Pro V2 ist aktuell in schwarz für 429,99 Euro und in weiß für 439,99 Euro erhältlich.
Fazit: Ein ergonomischer Stuhl, der echten Mehrwert bietet
Der Sihoo Doro C300 Pro V2 ist nicht einfach ein aktualisiertes Modell, er ist ein klarer Fortschritt. Die dynamische Lordosenstütze zählt zu seinen größten Stärken, ebenso wie die hochwertige Verarbeitung und die umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten. Wer einen Stuhl sucht, der sich flexibel an den Körper anpasst und den Rücken den ganzen Tag unterstützt, findet hier eine überzeugende Lösung.
Für Nutzer, die lange am Schreibtisch sitzen und Wert auf gesundes, dynamisches Arbeiten legen, ist der C300 Pro V2 eine klare Empfehlung.
Huawei positioniert das MatePad Pro Max als Premium-Tablet im 13-Zoll-Format. Das Modell kombiniert ein besonders dünnes und leichtes Aluminiumgehäuse mit hochwertiger Ausstattung. Zu den wichtigsten Merkmalen zählen ein großes OLED-Display mit matter Oberfläche, starke Lautsprecher, ein präziser Eingabestift und eine durchdachte Tastaturlösung. Unser Kollege Andrzej Tokarski hat sich das Gerät genauer angesehen. (Weiter lesen)