KI-Influencer erzielen hohe Engagement-Raten – und sprechen überraschend oft männliche Nutzer an






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Die Weihnachtswerbespots vieler großer Unternehmen sind mittlerweile so etwas wie Kult geworden. Falls sie Fans und Zuschauern nicht gefallen, können sie jedoch einen Shitstorm auslösen und zum PR-Gau werden. McDonald’s hat mit einem KI-generierten Werbevideo nun offenbar den Vogel abgeschossen und den Clip nach massiver Kritik zurückgezogen. Eine kommentierende Analyse.
Nach Coca Cola musste McDonald’s am eigenen Leib erfahren, wie sehr KI-Werbung polarisiert. Ich persönlich halte den Spot(t) für übertrieben; ja fast schon gehässig. Aber so funktioniert Social Media mittlerweile nun mal. Auf Unternehmensebene mag das noch relativ harmlos sein.
Auf persönlicher Ebene lassen viele Beiträge in puncto Niveau und Anstand aber zu wünschen übrig. Der Frust eingefleischter McDonald’s-Fans ist aber irgendwie auch verständlich. Trotz aller Kritik und Bedenken ist es zwar vollkommen okay, wenn sich Menschen mit einer Marke identifizieren.
Viele Unternehmen riskieren aktuell aber genau diese Markenbindung. McDonald’s hat sich besonders weit aus dem Drive-in-Fenster gelehnt. Denn Weihnachten als schrecklichste Zeit des Jahres zu bezeichnen dürfte bereits vielen übel aufstoßen.
Doch der Einsatz von KI scheint den meisten der größere Dorn im Auge zu sein. Bei verformten Gliedmaßen oder realitätsfernen Physik-Fehlern ist die Kritik aber irgendwie auch berechtigt – und für Milliarden-Konzern McDonald’s durchaus peinlich.
Die Werbebranche befindet sich wie viele andere in einem Wandel. Immer mehr Unternehmen experimentieren bei der Erstellung von Werbespots mit KI. Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert, dass bis Ende 2025 rund 30 Prozent aller Botschaften mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt werden.
Ziel dürfte es sein, Kosten zu sparen. Doch die Beispiele McDonald’s und Coca Cola offenbaren, dass dieser Schuss nach hinten losgehen kann. Denn wenn Qualität und Botschaft nicht stimmen, droht ein Imageverlust.
Unternehmen stehen vor der Entscheidung, KI als Werkzeug zu nutzen, um menschliche Kreativität zu erweitern oder einem trügerischen Effizienz-Hype zu erliegen und zu riskieren, ihr Image zu verlieren. Viele Kunden scheinen sich bereits entschieden zu haben.
Sie wollen Authentizität. Was sie nicht wollen, sind menschenähnliche Figuren mit zu vielen Fingern oder realitätsferne Situationen, die die Physik ad absurdum führen – zumindest solange KI bei der Bild- und Videogenerierung solch eklatante Fehler macht.
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