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Von Brevo bis Mailchimp: Die besten Newsletter-Tools für Unternehmen im Vergleich

09. Juni 2026 um 16:55
Unternehmen, die große Mengen an E-Mails zum Beispiel als Newsletter versenden, benötigen entweder professionelle Newsletter-Software oder einen entsprechenden Online-Anbieter. Wir stellen die wichtigsten deutschen und internationalen Angebote vor.weiterlesen auf t3n.de

Werbung jetzt sogar in Streaming-Pausen – Nutzer stehen drauf

08. Juni 2026 um 11:00

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Werbung in der Pause Joyn Streaming pausieren

Wer bei Joyn auf Pause drückt, sieht künftig kein eingefrorenes Bild mehr, sondern eine Werbeanzeige. Was nach einem Ärgernis klingt, kommt bei Zuschauern erstaunlich gut an: Laut einer Emarketer-Auswertung bevorzugen 63 Prozent der Konsumenten Pausenwerbung gegenüber einem Standbild. Der Grund liegt in der Psychologie. Warum das neue Werbeformat die Streaming-Branche verändern könnte. Eine kommentierende Analyse.

Werbung in der Streaming-Pause: Was sind Pause Ads?

  • Seven.One Media ist der Vermarkter von ProSiebenSat.1 – also die Firma, die die Werbeplätze bei ProSieben, Sat.1, Joyn und allen dazugehörigen Plattformen vertreibt. Mitte Mai 2026 wurde ein neues Werbeformat vorgestellt: die Pause-Ads. Will heißen: Immer, wenn du beim Streaming auf den Pauseknopf drückst, siehst du wenige Sekunden später eine Vollbildwerbeanzeige, die so lange bleibt, bis du weiterschaust. Primescreen-Werbung also.
  • Was in Deutschland eine Neuheit ist, gibt es in den USA schon seit Jahren: Streaming-Plattformen wie Hulu, Roku und auch YouTube setzen schon lange auf Werbung, die genau dann erscheint, wenn wir aufs Klo gehen oder uns am Süßigkeitenschrank bereichern. Mit Erfolg: Rund die Hälfte der Zuschauer hat nach der Rückkehr auf die Couch mit den Pause-Ads interagiert.
  • Kurioserweise freuen sich die Fernsehzuschauer sogar über die Werbung auf dem Pausenbildschirm – wir Menschen sind halt doch Gewohnheitstiere. Eine Auswertung der Marketing-Plattform Emarketer hat ergeben, dass 63 Prozent der Konsumenten lieber Werbung für Chips und Damenbinden auf dem Bildschirm sehen als eingefrorene Fratzen von drittklassigen Schauspielern. Netter Nebeneffekt für Chio und Co: Die Werbeerinnerung steigt um mehr als ein Drittel.

Pausenwerbung treibt ein psychologisches Spielchen mit uns

Zugegebenermaßen sind diese Erkenntnisse doch ein wenig überraschend. Wer schaut schon gern Werbung an, wenn man nicht dazu gezwungen wird? Mit gefesselten Armen und Beinen und geweiteten Augen lässt es sich nicht ganz so gemütlich einen Film oder eine Serie schauen.

Genau diese Erkenntnis ist der Grund, dass Werbung im linearen Fernsehen nicht funktioniert. Denn was passiert, wenn die Werbung beginnt oder sich die Spieler beim Fußball in die Halbzeitpause verabschieden? Richtig: Wir erheben uns vom Sofa und schlürfen ins Bad oder in die Küche. Bei der EM 2024 haben die Stadtwerke Karlsruhe die Wasserbehälter vor Spieltagen mit deutscher Beteiligung sogar extra gefüllt, weil in den Pausen der (Blasen-)Andrang so gigantisch ist.

Was ist also der Unterschied bei den Pause-Ads? Ganz einfach! Die Pausenwerbung treibt ein psychologisches Spielchen mit uns. Während uns plötzlich aufploppende Werbung beim Streaming oder vor dem Start vom Anbieter aufgezwungen wird, entscheiden wir uns aus eigenem Antrieb dazu, auf den Pauseknopf zu drücken – weil wir es möchten.

Wir werden in spannenden Szenen also nicht mutwillig aus dem Kontext gerissen, sondern sind entspannt. Wir entscheiden: Jetzt ist Pause. Und aufgrund der Selbstbestimmtheit und der positiven Grundstimmung sind wir offener für Werbung, weil sie nicht aggressiv in unser privates Fernseherlebnis eindringt.

Stimmen

  • Frank Färber, Chief Sales und Marketing Officer im Vorstand bei CosmosDirekt, dem ersten Werbepartner, der die Pause-Ads von Seven.One Media nutzt, sieht im neuen Werbeformat vor allem eine Möglichkeit, junge Menschen anzusprechen: „Wir wollen unsere Marke auch digital weiter stärken und insbesondere jüngere Zielgruppen erreichen. Mit Seven.One Media haben wir dafür einen starken Partner an unserer Seite, der uns über Joyn ein hochwertiges Streaming-Umfeld mit großer digitaler Reichweite bietet.“
  • Die Nutzererfahrung zeichnet ein anderes Bild. In einem Reddit-Forum zu den YouTube-Pause-Ads findet sich kein gutes Wort. Statt Videos anzuschauen, wird man vor, während und nach dem Schauen mit Anzeigen penetriert. Nutzer Jashiko schreibt: „Ich habe vor kurzem ein 30-minütiges Video geschaut und alle vier Minuten Midrolls (Unterbrecherwerbung) bekommen, zusätzlich zu einer Pre-Roll am Anfang, einer Ad am Ende und diesen nervigen Pop-ups, die die ganze Zeit zwischen den Midrolls auftauchten. Im Grunde wird man also alle zwei Minuten mit Werbung zugespamt. Normalerweise blockiere ich alles, aber ich habe ein neues Gerät benutzt, auf dem ich noch nicht alles eingerichtet hatte. Ich weiß nicht, wie Leute das aushalten.“
  • Letztendlich geht es darum, Ads Fatigue – also Werbemüdigkeit – zu verhindern. Pause-Ads scheinen in die richtige Richtung zu zielen. Labinot Gashi, Digital Transformation Specialist bei der Agenture Oneline, erklärt: „Ads Fatigue ist ein ernstzunehmendes psychologisches Phänomen, das die Effektivität Ihrer Werbeanzeigen und Kampagnen negativ beeinträchtigt. Durch regelmäßige Anpassungen der Anzeigen und kreative Ansätze lässt sich diesem Problem jedoch wirksam lösen. So bleibt Ihre Werbung interessant und wirkungsvoll, und Sie können weiterhin eine hohe Performance und gute Ergebnisse erzielen.“

Pausenwerbung als Chance – um aufs Klo zu gehen

Wohin führt uns dieser Weg? Fest steht: Sobald Werbung stört und wir davon genervt sind, verlieren alle: die Nutzer, die Werbenden und die Streaming-Plattformen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Ohne Werbung geht es nicht. Das zeigen Social-Media-Netzwerke und digitale Plattformen wie Facebook, Instagram oder auch ChatGPT.

Zuerst werden neue Formate wie Reels vorgestellt und mit Werbefreiheit beworben, nur damit wenige Monate später die ersten vorsichtigen Anzeigen einfließen. Nur mit Werbung lassen sich Produkte im Digitalen monetarisieren.

Denn auch Abomodelle reichen nicht, um die Produktion von Inhalten (gewinnbringend) zu refinanzieren. Nicht ohne Grund haben Netflix, Disney Plus und sogar kleinere Anbieter wie WOW Premium die werbefreien Abomodelle abgeschafft. Der Deal ist einfach: Entweder du zahlst horrende Abopreise wie bei DAZN oder Sky oder du akzeptierst, dass du Werbung siehst – dafür aber einen deutlich humaneren Preis zahlst.

Da fällt die Wahl einfach. Denn wie heißt es so schön? Geld regiert die Welt – und wenn wir alle ein bisschen Geld auf die schwäbische Art sparen können, sagt niemand nein. Warum also nicht der neuen Pausenwerbung eine Chance geben? Wir können ja trotzdem aufs Klo gehen.

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Das Spiel mit der Angst: Anthropics KI-Warnungen sind vor allem geschicktes Marketing

08. Juni 2026 um 14:15
Anthropic-Chef Dario Amodei wird nicht müde, vor den Gefahren der Technologie zu warnen, die seinem Unternehmen bald einen Mega-Börsengang bescheren soll. Dabei sind die Warnungen vor allem eins: geschicktes Marketing.weiterlesen auf t3n.de

Fünf Wege, wie KI E-Mail- und SMS-Marketing verbessert

01. Juni 2026 um 11:05
Klaviyo AI verändert, wie Teams Kampagnen planen, Zielgruppen verstehen und Kommunikation personalisieren. Hier sind fünf Wege, wie Klaviyo AI E-Mail- und SMS-Marketing effizienter und relevanter macht. weiterlesen auf t3n.de

Neue Produktideen mit KI: Online-Händler setzen auf chinesisches KI-Tool Accio

26. Mai 2026 um 12:55
KI-Werkzeuge aus China wie Accio erlauben es Online-Händlern, mit wenig Aufwand neue Produkte zu entwickeln und Lieferanten zu finden. Das schlägt sich jetzt auf den Handelsplattformen wie Alibaba nieder.weiterlesen auf t3n.de

Milliarden-Investitionen und „Netflix-Effekt“: Konzern nennt Zahlen zu globalen Auswirkungen

12. Mai 2026 um 19:19

Der Streaming-Riese Netflix hat detaillierte Daten zu seinem wirtschaftlichen und kulturellen Einfluss vorgelegt. Laut Co-CEO Ted Sarandos investierte das Unternehmen in den letzten zehn Jahren über 135 Milliarden US-Dollar in Produktionen, was einen Beitrag von 325 Milliarden US-Dollar zur Weltwirtschaft und rund 425.000 Arbeitsplätze generiert haben soll.

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Vor Ort auf der OMR 2026: Zwischen Business, KI und Kirmes

08. Mai 2026 um 13:00

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OMR 2026 Fazit Überblick Analyse Erfahrungen

Die OMR 2026 hat Hamburg wieder in den Ausnahmezustand versetzt: 70.000 Besucher, ausgebuchte Hotels und ein Programm, das von KI-Politik bis Autoscootern reichte. Doch wie viel Fachmesse steckt noch im größten Digitalfestival Europas? Wir waren vor Ort und haben erlebt, wo die OMR echte Substanz liefert und wo sie zur reinen Markeninszenierung wird.

Wie dominant war KI auf der OMR 2026 wirklich?

Das unangefochtene Kern-Thema auf der OMR 2026 war wie die letzten Jahre schon Künstliche Intelligenz, das nahezu jede Debatte in den Hallen prägte. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) nutzte seine Eröffnungsrede für einen dringlichen Appell zur digitalen Unabhängigkeit Deutschlands. Er forderte, dass Deutschland bei Cloud-Systemen, Sprachmodellen und KI-Plattformen massiv aufholen müsse, um die Souveränität gegenüber ausländischen Anbietern zu sichern.

Die Expo-Halle A1 der OMR 2026
Die Expo-Halle der OMR 2026. (Bild: BASIC thinking)

Dass dies kein reiner Pessimismus ist, unterstrich er mit dem Hinweis auf ein Wachstum von 30 Prozent bei Start-ups im Vergleich zum Vorjahr, das maßgeblich durch KI-Innovationen getrieben wurde. Auch Experten wie Scott Galloway und Signal-Chefin Meredith Whittaker lieferten auf den Bühnen tiefere Einblicke in die Transformation der Arbeitswelt durch intelligente Systeme.

Autoscooter, Vapes und Energy Breaks: Ist die OMR noch eine Messe?

Kritische Stimmen könnten anführen, dass die OMR mittlerweile eher einem Jahrmarkt gleicht als einer Business-Veranstaltung. Die Tabak-Industrie war in diesem Jahr mit Marken wie Lucky Strike präsent und an fast jeder Ecke des Geländes wurden den Teilnehmern Vapes angeboten. Porsche sorgte für Aufsehen, indem das Unternehmen einen kompletten Autoscooter vom Hamburger Dom mietete und den Besuchern kostenlos zur Verfügung stellte.
Der Porsche Stand auf der OMR 2026
Porsche hatte sich einen ganzen Autoscooter vom Hamburger Dom gemietet. (Bild: BASIC thinking)
Sogar die größte Bühne, die „Conference Stage“, stand ganz im Zeichen des Sponsorings: Red Bull taufte die Pausen zwischen den Panel-Talks kurzerhand in „Energy Breaks“ um und versorgte das Publikum mit Gratis-Drinks aus bereitgestellten Kühlschränken. Man kann diesen Event-Charakter als Ablenkung kritisieren, doch hier bewahrheitet sich das OMR-Motto: Wer den Fokus auf das Business legen will, findet in den zahlreichen Masterclasses zu E-Commerce und Influencer-Marketing weiterhin tiefes Fachwissen. Die Kirmes-Elemente sind lediglich ein Angebot für diejenigen, die das Festival-Feeling suchen.

Klitschkos Ukraine-Appell und ein Promi-Programm von Brady bis Klum

Abseits der glitzernden Markeninszenierung gab es Momente von bemerkenswerter inhaltlicher Schwere. Ein emotionaler Höhepunkt war der Auftritt von Wladimir Klitschko, der im Gespräch mit Bild-Vize Paul Ronzheimer eindringlich zur weiteren Unterstützung der Ukraine aufrief. Er mahnte die tausenden Zuhörer, nicht wegzuschauen, da der Krieg mitten in Europa stattfinde.

BILD-Vize Paul Ronzheimer und Wladimir Klitschko auf der Conference Stage der OMR
Emotionaler Höhepunkt: Wladimir Klitschko bittet die Gäste, die Ukraine nicht zu vergessen. (Bild: BASIC thinking)

Dieser Ernsthaftigkeit stand das gewohnt dichte Aufgebot an globalen Superstars gegenüber: Von Football-Legende Tom Brady über Heidi Klum bis hin zu Bill Kaulitz war die Promi-Dichte gewohnt hoch. Das Abendprogramm mit Künstlern wie Mark Forster, SSIO und Oli. P sorgte schließlich für den Abschluss eines Messetages, im typischen Festival-Charakter eben.

Was du aus der OMR mitnimmst, entscheidest du selbst

Die OMR 2026 ist ein Mammut-Event, das die Stadt Hamburg logistisch an ihre Grenzen bringt – volle Züge und ausgebuchte Hotels zu Spitzenpreisen gehören mittlerweile zum Standardprogramm. Sicherlich kann man die zunehmende Kommerzialisierung und die Dominanz von Lifestyle-Themen hinterfragen.

Doch am Ende bietet die OMR eine Plattform, die in Europa ihresgleichen sucht. Ob man seine Zeit nun mit Autoscooter-Fahren und Gratis-Vapes verbringt oder die politischen und technologischen Impulse für das eigene Business nutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Die OMR ist eben genau das, was du daraus machst.

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Smart-TV zur WM: Wie Werbetreibende Streaming und lineares TV gleichzeitig nutzen

26. Mai 2026 um 15:55
Studien zufolge wird der Fernseher wieder das meistgenutzte Gerät zum Fußballschauen sein. Dabei kommt Werbetreibenden zugute, dass moderne Smart-TVs sowohl Streaming als auch lineares Fernsehen beherrschen. Doch es locken nicht nur inkrementelle Reichweiten. weiterlesen auf t3n.de

SEA-Agentur beauftragen: 6 Fragen, die jeder E-Commerce-Betreiber vorher stellen sollte

14. April 2026 um 09:30

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SEA Agentur beauftragen_6 Fragen, die jeder E-Commerce-Betreiber vorher stellen sollte

Wer schon einmal erlebt hat, wie ein fünfstelliges Monatsbudget in Kampagnen versickert, die zwar Klicks liefern, aber keine Käufer, der weiß: Die Wahl der SEA-Agentur entscheidet über mehr als nur die Anzeigenplatzierung. Sie entscheidet darüber, ob bezahlter Traffic zum echten Wachstumshebel wird.

Die gute Nachricht: Es gibt viele kompetente SEA Agenturen, die echte Ergebnisse liefern. Die Herausforderung liegt darin, sie zu erkennen. Denn im Erstgespräch präsentieren sich die meisten sehr ähnlich. Wenn du die richtigen Fragen stellst, findest du jedoch schnell heraus, welche Agentur wirklich zu deiner Situation passt und welche nur gut aufgetreten ist.

Diese sechs Fragen helfen dir dabei.

Frage 1: Welche Erfahrung hat die SEA Agentur mit meiner Branche und meinem Produkttyp?

Eine Agentur, die jahrelang Dienstleistungsunternehmen betreut hat, bringt nicht automatisch das Handwerkszeug mit, das ein Online-Shop mit tausenden SKUs, saisonalen Nachfragesprüngen und komplexen Produktfeeds braucht. Deshalb solltest du vorher gezielt erfragen, welche Erfahrungen die SEA Agentur mit deiner Branche und deinem Produkttyp hat und am besten eine SEA Agentur mit einer Spezialisierung auf E-Commerce wählen oder dezidierten Erfahrungen mit deiner Branche.

Frage 2: Wie strukturiert die SEA Agentur Kampagnen?

Die Art, wie eine Agentur Kampagnen gliedert, zeigt, wie sie denkt. Du solltest also versuchen herauszufinden, ob sie Suchabsichten differenziert, Budgetpriorisierung strategisch betreibt und versteht, dass ein Brand-Keyword andere Margen erzeugt als ein generischer Suchbegriff. Da Google Ads mit einem weltweiten Marktanteil von über 90 Prozent der mit Abstand relevanteste Kanal für E-Commerce-Betreiber (Resourcera, 2026) ist, kannst du auch gezielt nach Kampagnentypen fragen.

Besonders aufschlussreich ist dabei der Umgang mit Performance-Max, das Google seit 2021 offensiv als Standardlösung bewirbt. Eine Agentur, die Performance-Max unreflektiert empfiehlt, weil die Automatisierung den eigenen Aufwand reduziert, optimiert möglicherweise das falsche Ziel.

Grundsätzlich kannst du dir merken: Eine ausweichende Antwort, die mit Fachbegriffen überhäuft, aber wenig erklärt, ist ein schlechtes Zeichen. Eine klare, nachvollziehbare Antwort auf die Frage nach der Kampagnenstruktur ist ein sehr gutes.

Frage 3: Wie werden Erfolg und Misserfolg gemessen, und was sind die Metriken?

Eine SEA Agentur, die primär auf Reichweite und Sichtbarkeit verweist, denkt in Kategorien, die für Branding-Kampagnen sinnvoll sein mögen, für performancegetriebenen E-Commerce jedoch viel zu kurz greifen. Eine SEA Agentur, die im Erstgespräch sofort von ROAS, Conversion Rate und Customer Acquisition Cost spricht und diese auf die spezifischen Margenstrukturen des Shops bezieht, denkt ökonomisch.

Mit so einer SEA Agentur kann sich eine Zusammenarbeit lohnen. Aber bei einer Agentur, die sogar von POAS spricht, also Profit on Ad Spend statt Return on Ad Spend, ist dein Werbebudget am allerbesten aufgehoben.

Frage 4: Wer hat Zugriff auf die Accounts und was passiert mit den Daten bei einer Kündigung?

SEA Agentur Vertragsfrage_Wer hat Zugriff auf das Konto

Diese Frage wird im Erstgespräch selten gestellt, weil sie sich wie ein schlechtes Omen anfühlt. Sie ist trotzdem unverzichtbar. Denn wenn du dein Google Ads Konto bei einem Agenturwechsel nicht mitnehmen kannst, beginnst du bei der nächsten Agentur wieder bei null, was Monate an Kosten für die Lernphase bedeutet.

Manche große Netzwerkagenturen verlangen bei einer Kündigung dann eine erhebliche Summe als Auslöse für das Konto. Wer diese Kosten auf das bisherige Werbebudget umrechnet, stellt schnell fest, dass hart erarbeitete Erfolge dadurch rechnerisch wieder aufgefressen werden. Dieser Mechanismus dient dazu, trotz schlechter Leistung nicht oder nur schmerzhaft kündbar zu sein.

Seriöse SEA-Agenturen hingegen bestehen von sich aus darauf, dass der Google Ads Account und alle verknüpften Konten immer beim Kunden liegen. Bei einem Wechsel übergibt sie nicht nur die Konten, sondern sämtliche erarbeiteten Erkenntnisse: Keyword-Recherchen, Performance-Daten, Testergebnisse und Optimierungsnotizen. Immerhin wurde all das mit dem Budget des Kunden erarbeitet.

Frage 5: Auf welcher Grundlage entsteht die Budgetempfehlung?

Eine Budgetempfehlung, die im ersten Gespräch fällt, bevor die SEA Agentur Umsatzziele, Produktmargen, Wettbewerbsumfeld und organischen Traffic kennt, ist eine Zahl ohne Fundament. Ob sie zu hoch oder zu niedrig ist, lässt sich zu diesem Zeitpunkt schlicht nicht sagen. Wer dennoch selbstsicher eine Summe nennt, verkauft Erfahrungswerte aus anderen Projekten als maßgeschneiderte Analyse.

Seriöse SEA Agenturen sprechen zunächst über Wirtschaftlichkeit und Ziele, bevor sie konkrete Beträge nennen. Sie erklären, welchen ROI ein bestimmtes Budget unter welchen Bedingungen realistisch erzeugen kann, und sie kommunizieren auch, ab welchem Mindestbudget ihre Arbeit überhaupt greift, weil unterbudgetierte Kampagnen zu wenig Daten erzeugen, um Optimierungsprozesse in Gang zu setzen.

Frage 6: Wie lange geht die Vertragslaufzeit?

SEA Agenturen, die Kunden in Vertragslaufzeiten von zwölf Monaten oder länger binden, argumentieren häufig mit notwendigen Einarbeitungszeiten und Kampagnenanlauf, was grundsätzlich nachvollziehbar und richtig ist. Aber: Wer gute Arbeit leistet, braucht keine vertragliche Absicherung gegen eine Kündigung. Lange Laufzeiten schützen nicht den Kunden, sondern die SEA Agentur, weil sie sicherstellen, dass das Honorar auch dann weiterfließt, wenn die Ergebnisse ausbleiben.

Eine SEA Agentur, die in klar definierten Sprints arbeitet und ihre Leistung regelmäßig messbar macht, braucht keine dieser Absicherungen. Sie bindet Kunden nicht durch Vertragsklauseln, sondern durch Ergebnisse. Wenn du im Erstgespräch auf diese Frage eine klare, unkomplizierte Antwort bekommt, hast du bereits einen wichtigen Hinweis darauf, wie die Zusammenarbeit insgesamt aussehen wird.

Red Flags und Green Flags von SEA Agenturen zusammengefasst

SEA Agentur finden_Dos and Dont's

Wenn du diese sieben Fragen stellt, wirst du feststellen, dass gute Agenturen sie nicht als lästige Skepsis auffassen, sondern als Zeichen für das Engagement eines Gesprächspartners, der verstehen will, bevor er vertraut.

RED FLAG: Finger weg, wenn die SEA Agentur…

  • die Hoheit über Konten und Kampagnendaten behält
  • hohe Auslösesummen bei Kündigung verlangt
  • Laufzeiten von zwölf Monaten oder länger als Standard ansetzt
  • Budgetempfehlungen nennt, bevor sie die Kostenstruktur des Shops kennt
  • auf Fragen zur Kampagnenstruktur mit Buzzwords antwortet statt mit Erklärungen
  • Performance-Max unreflektiert als Allheilmittel empfiehlt

GREEN FLAG: Grünes Licht, wenn die SEA Agentur…

  • alle Accounts und Daten von Beginn an beim Kunden führt
  • bei Wechsel sämtliche Erkenntnisse, Keyword-Recherchen und Performance-Daten übergibt
  • In klar definierten, messbaren Sprints arbeitet
  • KPIs auf die Margenstruktur des Shops abstimmt
  • Budgetempfehlungen erst nach einem echten Briefing nennt
  • Fragen zum Vertrag klar und ohne Zögern beantwortet

Die Beauftragung einer SEA Agentur gehört zu den wirkungsvollsten Wachstumsentscheidungen, die du als E-Commerce-Betreiber treffen kannst. Jetzt wo du weißt, welche Fragen du stellen musst, findest du garantiert eine passende SEA Agentur, die einen echten Performance-Sprung liefern kann.

Der Beitrag SEA-Agentur beauftragen: 6 Fragen, die jeder E-Commerce-Betreiber vorher stellen sollte erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

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