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Received yesterday — 18. Januar 2026

Leitendes Plastik: Forscher drucken Elektroden direkt auf die Haut

18. Januar 2026 um 06:00

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Elektroden auf der Haut

Forscher aus Schweden haben ein Verfahren entwickelt, um Elektroden in Form von leitfähigen Polymeren direkt auf biologischem Gewebe herzustellen. Statt gefährlicher Lösungsmittel oder hochenergetischer Laser kommt dabei lediglich sichtbares Licht zum Einsatz. 

Neue Forschungsergebnisse aus Schweden legen nahe, dass sich Licht verwenden lässt, um Elektroden aus leitendem Plastik zu formen. Durch die Verwendung von ungiftigen Stoffen sei ein Einsatz auf nahezu allen Oberflächen möglich. Es soll sogar möglich sein, Elektroden in Form von leitfähigen Polymeren direkt auf der menschlichen Haut herzustellen.

Studienautor Professor Xenofon Strakosas betont, dass durch den Ansatz die Herstellung von elektronischen Komponenten ohne komplizierte Geräte möglich ist. Die Forscher arbeiten bereits seit einiger Zeit an Lösungen aus leitendem Plastik – sogenannten konjugierten Polymeren –, die die gleiche Leitfähigkeit wie Metall aufweisen.

Elektroden auf der Haut: Ungiftige Polymere als Basis

Üblicherweise bestehen Polymere aus langen Kohlenwasserstoff-Ketten, wobei jede sich wiederholende Einheit als Monomer bezeichnet wird. In einem Prozess namens Polymerisation verbinden sich mehrere Monomere zu einem Polymer.

Bisher ist dieser Prozess auf giftige Stoffe angewiesen. Das schränkte den Einsatz in sensiblen Bereichen wie der Medizin massiv ein. Die Forscher entwickelten deshalb einen Ansatz, der diesen Prozess lediglich unter sichtbarem Licht möglich macht.

Die Grundlage bilden spezielle wasserlösliche Monomere, die im Labor geschaffen wurden. In der Praxis wird die Flüssigkeit mit den Monomeren auf einer beliebigen Oberfläche aufgetragen – etwa Glas oder eben der menschlichen Haut. Ein Laser oder eine haushaltsübliche LED-Lampe malen dann die klassischen Leiterbahnen auf den Stoff.

Intelligente Textilien und Datenautobahnen auf der Haut

Überreste können anschließend einfach weggewischt werden. Zurück bleiben lediglich die frisch aufgedruckten Leiterbahnen. In einem Experiment druckten die Forscher solche Elektroden auf Mäuse. Im Vergleich zu klassischen EEG-Elektroden zeigten die aufgedruckten Bahnen ein deutliches Bild der Gehirnaktivität.

In Zukunft könnte der Ansatz Datenautobahnen auf der Haut oder sogar Klamotten ermöglichen, um flexibel Informationen austauschen zu können. Die Forscher hoffen, langfristig die Sicherheit von Geräten und Systemen nachhaltig zu verbessern.

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Die besten Tech-Aktien 2026 – laut Analysten

17. Januar 2026 um 20:48

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besten Technologie Tech-Aktien 2026

Wer 2026 an der Börse Erfolg haben will, sollte die Analysen der Profis von J.P. Morgan genau im Blick behalten. Die Investmentbank hat eine Auswahl an Aktien aus der Tech-Welt veröffentlicht, die in den kommenden Monaten durch die Decke gehen könnten.

Tech-Aktien standen schon im vergangenen Jahr unter dem alles überstrahlenden KI-Stern. Da Künstliche Intelligenz in vielen Firmen mittlerweile tief in Kernbereiche wie Suche, Werbung und Kundenbindung integriert ist, dürfte diese Dominanz 2026 weiter zunehmen. Damit eröffnen sich auch völlig neue Wege der Monetarisierung für Anleger.

Diese Tech-Aktien könnten 2026 ordentlich Rendite bringen

Analysten wie Doug Anmuth von J.P. Morgan blicken optimistisch auf das aktuelle Börsenjahr (via Börse-Online). Er prognostiziert für die sogenannten Mega-Caps mit einem Marktwert von über 200 Milliarden US-Dollar ein solides Umsatzwachstum im Bereich von zehn bis fünfzehn Prozent. Doch der Erfolg ist kein Selbstläufer, denn die Unternehmen müssen hohe Investitionen stemmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Anleger sollen daher auf Unternehmen setzen, die den Spagat zwischen KI-Innovation und Disziplin erfolgreich meistern.

Während viele Anleger sich auf bekannte Namen wie Nvidia oder Apple konzentrieren, sind die echten Gewinne häufig mit Firmen aus der zweiten oder dritten Reihe zu machen. Unternehmen aus den Bereichen Cybersicherheit, Softwareentwicklung oder spezialisierte Finanzdienstleister rücken verstärkt in den Fokus. Hier finden sich oft aussichtsreiche Bewertungen, die sich noch nicht auf dem Markt widerspiegeln.

Der Aktienmarkt ist in diesem Jahr von einer neuen Sachlichkeit geprägt. Es geht nicht mehr um vage Versprechungen, sondern um die Frage, wer die digitale Transformation in bare Münze umwandeln kann. Wer die richtige Auswahl trifft, kann von den langfristigen Trends der Automatisierung und Cloud-Infrastruktur profitieren. Die folgenden elf (alphabetisch sortierten) Tech-Aktien sind laut J.P. Morgan die vielversprechendsten Investitionsmöglichkeiten.

Arista Networks

Arista Networks eröffnet die Liste der Analysten-Tipps. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Netzwerk-Lösungen, die für den Betrieb moderner Cloud-Strukturen unverzichtbar sind. Da der Datenhunger durch KI-Anwendungen in diesem Jahr weiter steigen wird, scheint Arista ein sicherer Gewinner zu sein.

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Moderne TV-Bildtechnik erklärt: OLED, QLED, Micro-RGB und mehr

16. Januar 2026 um 16:36

Was ist der Unterschied zwischen Micro-RGB und Micro-LED? Wann ist mit der nächsten Display-Revolution zu rechnen? Unser XXL-Ratgeber klärt auf.

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Weltweit erste E-STATCOM: Künstliche Trägheit soll Stromnetz stabilisieren

16. Januar 2026 um 15:15

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E-STATCOM Superkondensator

TenneT und Siemens Energy haben den weltweit ersten E-STATCOM mit Superkondensatoren vorgestellt. Das Kompensator-System soll künstliche Trägheit in das deutsche Stromnetz bringen, um es zu stabilisieren und Blackouts zu vermeiden. 

Die Energiewende stellt die Stromnetze vor große Herausforderungen, da herkömmliche Kraftwerke wie Kohle- und Kernkraftwerke schrittweise abgeschaltet werden. Denn diese konventionellen Anlagen lieferten jahrzehntelang nicht nur Strom, sondern auch Stabilität, indem ihre massiven, rotierenden Generatoren die Netzfrequenz konstant bei 50 Hertz hielten.

Bei einem Anstieg der Nachfrage oder dem Ausfall eines Generators diente die kinetische Energie dieser rotierenden Massen als Puffer, der Netzbetreibern Zeit zum Reagieren verschaffte. Ohne diesen Puffer kann das Fehlen der Netzstabilität zu Geräteschäden, Kaskadenausfällen oder sogar landesweiten Stromausfällen führen.

E-STATCOM mit Superkondensatoren: Künstliche Trägheit als Stabilisator für das Stromnetz

Die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Solaranlagen, die durch Wechselrichter angebunden sind, verschärft das Problem, da diese keine Trägheit in das Netz einspeisen. An dieser Stelle kommt der weltweit erste E-STATCOM ins Spiel.

Dabei handelt es sich um eine Technologie, die von TenneT Germany und Siemens Energy in Deutschland entwickelt wurde. Das System stabilisiert das Netz durch den Einsatz von Superkondensatoren, die in Millisekunden kurze Energiestöße liefern und so eine Art „künstliche Trägheit“ erzeugen.

Der E-STATCOM stabilisiert gleichzeitig sowohl die Spannung als auch die Frequenz im Stromnetz. Er fungiert als Reservoir für sofortige elektrische Energie. Diese Stabilität wird konstant rund um die Uhr gewährleistet, wodurch wichtige Herausforderungen im Netz gemildert und Blackouts verhindert werden können.

Ein Modell für zukünftige Netze

Der Standort Mehrum wurde bewusst gewählt, da er genau zwischen zwei Nord-Süd-Korridoren liegt und von dort aus die Netzstabilität auf beiden Korridoren beeinflussen kann.

Die Technologie ist ein wichtiger Schritt für die Integration erneuerbarer Energien. Ohne ein modernisiertes Netz, das eine stabile Übertragung der erneuerbaren Energie gewährleistet, kann die Energiewende nicht erfolgreich verlaufen. Der E-STATCOM in Mehrum gilt als wichtiges Projekt, das beweist, dass die globale Energiewende machbar ist.

Gleichzeitig dient es als Blaupause für erneuerbare-fähige Netze weltweit. Das System wird nach der Bauphase noch monatelang getestet, bevor es in den kommerziellen Betrieb geht.

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Lost in Translation? ChatGPT bekommt eigenen Übersetzer

16. Januar 2026 um 11:00

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ChatGPT Übersetzer Translate OpenAI

OpenAI hat mit ChatGPT Translate einen eigenen Übersetzer an den Start gebracht. Neben klassischen Übersetzungen ermöglicht das Tool auch Umformulierungen für bestimmte Zielgruppen wie Kinder oder ein akademisches Publikum. Der Übersetzer hat allerdings noch einige Schwachstellen. Eine kommentierende Analyse.

ChatGPT bekommt eigenen Übersetzer

  • ChatGPT Translate kann OpenAI zufolge Tonfall, Redewendungen und Kontexte in Texten erkennen, um präzise Übersetzungen zu liefern. Auch umgangssprachliche und regionale Ausdrucksweisen sollen für das Tool kein Problem sein.
  • Der OpenAI-Übersetzer soll wie Google Translate oder DeepL die Ausgangssprache automatisch erkennen können. Auch die Benutzeroberfläche ähnelt denen der Konkurrenz. Aktuell unterstützt ChatGPT Translate rund 50 verschiedene Sprachen. Darunter: Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch.
  • Laut OpenAI geht ChatGPT Translate über einen klassischen Übersetzer hinaus. Das Tool soll per Mausklick etwa auch spezielle Textanpassungen ermöglichen. Darunter: flüssigere Formulierung, Umformulierung in einen sachlichen, geschäftlichen Stil, Übersetzung zum Verständnis für ein Kind und Übersetzungen für ein akademisches Publikum.

ChatGPT Translate: Noch nicht ganz ausgereift

Normalerweise hängt OpenAI jede noch so kleine Funktion an die ganz große Glocke. Bislang gibt es ungewöhnlicherweise jedoch keine offiziellen Statements zu ChatGPT Translate (Stand: 15. Januar 2026). Das Tool stellt dennoch ein direktes Konkurrenz-Angebot zu etablierten Übersetzern wie DeepL oder Google Translate dar.

Es war zwar zuvor bereits möglich, Texte mit ChatGPT zu übersetzen. Mit ChatGPT Translate hat OpenAI aber eine gesonderte Übersetzungs-Oberfläche geschaffen, die den Angeboten der Konkurrenz nicht zufällig ähnelt, sondern ein vertrautes Gefühl schaffen soll.

Der eigentliche Mehrwert von ChatGPT Translate könnte in der Nachbearbeitung von Übersetzungen liegen. Unterhalb der Übersetzung gibt es dazu klickbare Optionen. Über die Auswahl landet man allerdings auf der normalen ChatGPT-Oberfläche.

Ganz ausgereift scheint der Übersetzer daher nicht. Das Angebot, Texten einen akademischen Tonfall einzuhauchen, entbehrt zudem nicht einer gewissen Ironie. Denn Studien zufolge haben KI-Übersetzer vor allem mit technischen und wissenschaftlichen Begriffen so ihre Probleme.

Stimmen

  • Laut Franziska Neziri, Vizepräsidentin des Schweizer Verbands der Übersetzer, Terminologen und Dolmetscher (ASTTI), ist KI ausserstande, menschliche Erfahrungen zu machen, und kann somit den erhaltenen Input auch nicht mit früheren Erfahrungen abgleichen, was wir Menschen dagegen tagtäglich tun. Sie kann also z. B. keine Emotionen empfinden und diese folglich auch nicht nachvollziehen.
  • Oliver Czulo, Professor für Übersetzungswissenschaft am Geisteswissenschaftlichen Zentrum (GWZ) der Universität Leipzig, in einem Interview: „Die Maschine hat kein Verständnis davon, was Geschlecht ist und was Stereotype sind. Übersetzungsmodelle sind nichts anderes als statistische Modelle, die aber keinerlei Verständnis von der Welt haben. Wie gut Modelle funktionieren, hängt von Daten ab. Es gibt bestimmte Sprachenpaare wie Englisch–Deutsch oder Englisch–Französisch, bei denen die Maschine schon teilweise wirklich gute Vorübersetzungen leisten kann.“
  • Dolmetscher Nathan Chacón zu den Auswirkungen von KI-Übersetzern auf seinen Job: „Es gibt viele Übersetzer da draußen und sie haben meine Bedenken bestätigt. Ich sehe, wie KI-Tools die Kontrolle übernehmen“. Chacón müsse derzeit vor allem KI-Übersetzungen korrigieren, da Künstliche Intelligenz Redewendungen wie „it’s raining cats and dogs“ – (zu Deutsch: „Es regnet in Strömen“) – nicht erkennen könne.

KI-Übersetzer: OpenAI hinkt der Konkurrenz hinterher

Ob sich ChatGPT Translate als feste Alternative zu Google Translate und DeepL etablieren kann, bleibt abzuwarten. Denn: Bislang hinkt OpenAI der Konkurrenz bei der Sprachauswahl deutlich hinterher. Die Veröffentlichung eines hauseigenen dezidierten Übersetzers zeigt aber, dass sich das Unternehmen künftig stärker in diesem Bereich positionieren will.

Weitere Sprachen, Funktionen und vor allem mehr Marketing dürften deshalb die logische Folge sein. Zwar befindet sich OpenAI noch nicht auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Doch mit weiteren Upgrades sowie der Popularität von ChatGPT könnte das Unternehmen schnell Boden gutmachen.

Im privaten und zwischenmenschlichen Alltag dürfte das Tool deshalb schnell zum praktischen Begleiter werden. Für professionelle Übersetzer und Dolmetscher werden KI-Übersetzer dennoch keine direkte Gefahr darstellen.

Ihr Berufsbild dürfte sich allerdings weiter verschieben: weg von direkten Übersetzungen und hin zu mehr Korrekturen. Denn Halluzinationen, kulturelle Fehlgriffe oder falsch verstandene Metaphern sind keine KI-nderkrankheiten, sondern Nebenwirkungen statischer Sprachmodelle.

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Foto-News: Speicherkarten-Preise explodieren - neue Hardware kommt

16. Januar 2026 um 15:59
ValueTech, Fotografie, Nikon, Preissteigerung, Speicherkarten, ValueTech TV, Flash Speicher, Foto-News, Speicherknappheit, Corning Gorilla Glass, Kit Objektiv, SD Karten, Kingston Canvas, PNY X60, Vollformat Zoom, Acer Swift Edge AI, Mobile Bildbearbeitung Die Preise für Speicherkarten steigen derzeit spürbar. Hauptgrund ist eine stark wachsende Nachfrage aus KI- und Serveranwendungen, während die Produktionskapazitäten begrenzt bleiben. Besonders Einsteiger- und Mittelklasse-SD-Karten verteuern sich schnell, da Hersteller ihre Prioritäten nicht auf diesen Volumenmarkt legen, wissen unsere Kollegen von ValueTech TV zu berichten. Profi-Modelle reagieren bisher langsamer, doch auch hier könnten Preise steigen, sobald Lagerbestände schrumpfen. (Weiter lesen)

Natrium-Ionen-Batterie: Wasser-Trick verdoppelt Leistung

15. Januar 2026 um 14:03

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Natrium-Ionen-Batterien

Natrium-Ionen-Batterien dienen nicht nur als Energiespeicher, sondern verwandeln Meerwasser ganz nebenbei in Trinkwasser. Forscher haben nun herausgefunden, dass ein bekannter Batteriewerkstoff deutlich besser funktioniert, wenn sein Wassergehalt erhalten bleibt.

Forscher der University of Surrey machten kürzlich eine überraschende Entdeckung, die Natrium-Ionen-Batterien erheblich verbessern könnte. Bisher haben Wissenschaftler das in den Batterien enthaltene Wasser durch Erhitzen mühsam entfernt, da sie eine Beeinträchtigung der Leistung vermuteten. Eine neue Studie belegt jedoch, dass der Verbleib des Wassers im Material die Energiespeicherung nahezu verdoppeln kann.

Das Team nutzt ein spezielles Material namens Nanostructured Sodium Vanadate Hydrate (NVOH). Durch den Verbleib des Wassers im NVOH erreichte das System eine deutlich höhere Ladegeschwindigkeit und eine stabilere Nutzung im Alltag. In Testreihen überstand die Batterie mehr als 400 Ladezyklen ohne nennenswerte Verluste.

Sauberes Wasser durch Energiespeicherung

Das Material zählt damit zu den bisher leistungsstärksten Kathoden für Natrium-Systeme. Natrium bietet der Industrie gegenüber Lithium entscheidende Vorteile, da es überall auf der Welt im Überfluss vorkommt. Das senkt die Anschaffungskosten für Speichertechnologien und schont gleichzeitig die Umwelt.

Ein besonderer Durchbruch gelang den Forschern durch die Vielseitigkeit des Systems, das sogar in gewöhnlichem Salzwasser funktioniert. Während die Batterie Energie speichert, zieht sie aktiv das Natrium aus der Umgebungslösung. Wissenschaftler nennen diesen doppelten Nutzen eine elektrochemische Entsalzung.

Eine Elektrode aus Graphit extrahiert dabei das Chlorid aus dem Wasser. Dadurch gewann das Team frisches Trinkwasser aus ungenießbarem Meerwasser. Dieser Prozess läuft parallel zur Speicherung ab und macht die Anlage zu einem multifunktionalen Werkzeug für Küstenregionen.

Sichere Natrium-Ionen-Batterien im Alltag

In Sachen Sicherheit überzeugt die neue Technologie durch eine stabile chemische Reaktion. Bei Tests mit einem Universalindikator färbte sich das Salzwasser an der Gegenelektrode rot. Das beweist, dass das System kein Gas entwickelt, was ein wichtiges Argument für die sichere Anwendung im Alltag ist.

Die Abwesenheit von gefährlicher Gasbildung erhöht die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Batterie. So entsteht ein System, das für den Einsatz in sensiblen Umgebungen einsatzbereit ist. Langfristig entwerfen die Ingenieure Systeme, die Meerwasser als sicheren und unerschöpflichen Elektrolyten verwenden.

Das reduziert für die Industrie die Abhängigkeit von teuren chemischen Zusätzen. Die vereinfachte Herstellung dieser Batterien bringt die kommerzielle Nutzung in greifbare Nähe.

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Aus Personalnot: Weniger Bürokratie durch KI?

15. Januar 2026 um 11:00

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Bürokratie KI Künstliche Intelligenz Worms

KI-Modelle werden aufgrund ihres enormen Energiebedarfs häufig verteufelt. Doch sinnvoll eingesetzt kann Künstliche Intelligenz durchaus Vorteile haben – beispielsweise im Gesundheitssystem und sogar beim Kampf gegen den Klimawandel. Die Stadt Worms setzt derweil auf KI, um Bürokratie abzubauen. Kommunen aus anderen Bundesländern wollen dem nacheifern. Eine kommentierende Analyse.

Stadt Worms setzt auf KI gegen Bürokratie

  • Die Stadt Worms setzt seit rund einem halben Jahr KI-Assistenten ein, die Beschäftigte im Bauamt und in der Stadtentwicklung unterstützen sollen. Ziel ist es, Arbeitsabläufe zu erleichtern. Geht es etwa um die Planung, eine neue Kita zu bauen, sollen KI-Agenten den zuständigen Mitarbeitern etwa in Sekundenschnelle bürokratische, rechtliche und organisatorische Fragen beantworten.
  • Die eingesetzten KI-Assistenten wurden vom Wormser IT-Dienstleister Satware entwickelt. Mithilfe von Justus sowie sechs weiteren Agenten will die Stadt wieder Herr der Lage bei der Bewältigung neuer Gesetze und Verordnungen werden. Laut Satware kann KI unter anderem dabei helfen, Informationen in der Verwaltung zu bündeln und sie auf das Wesentliche reduzieren. Das Unternehmen und die Stadt Worms versprechen, dass sämtliche Daten geschützt und nicht weitergegeben werden.
  • Der Deutsche Beamtenbund (dbb) fordert bereits seit geraumer Zeit mehr Tempo bei der Digitalisierung und einen verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Öffentlichen Verwaltung. Dem Verband zufolge ist der Öffentliche Dienst aufgrund von Personalmangel mit vielen Aufgaben überfordert. Deutschlandweit würden 600.000 Beschäftigte fehlen.

KI soll Personalmangel in öffentlicher Verwaltung kompensieren

KI kann durch die Automatisierung von Routineaufgaben und die Optimierung von Arbeitsprozessen perspektivisch dabei helfen, den Personalmangel in der öffentlichen Verwaltung zu kompensieren. Beschäftigte könnten sich dadurch „wichtigeren“ Aufgaben widmen, um andere Prozesse zu beschleunigen.

Aufgrund der zunehmenden Informationsflut wäre ein solches Szenario durchaus wünschenswert. Allein der Digitalisierung halber zu digitalisieren, wird aber nicht reichen und ist auch keine gute Idee.

Denn: Wer einen schlechten Prozess einfach automatisiert, hat am Ende nur einen schlechten Automatismus geschaffen, der womöglich mehr Arbeit erfordert als abschafft. Oder um es mit den Worten des deutschen O2-Managers Thorsten Dirks zu sagen: „Wenn Sie einen scheiß Prozess digitalisieren, haben Sie einen scheiß digitalen Prozess“.

In Worms will man das erkannt haben. Finale Entscheidungen sollen dort weiterhin Menschen treffen. KI sei ein Werkzeug, das Faktenchecks erfordert und kein Ersatz.

Stimmen

  • Justus, einer der insgesamt sieben KI-Assistenten, die in Worms zum Einsatz kommen, stellt sich selbst wie folgt vor: „Hallo, ich bin Justus! Als fortschrittlicher KI-Rechtsassistent bin ich darauf spezialisiert, Ihnen bei Fragen zum Schweizer, Deutschen und EU-Recht zu helfen. Mein Ziel ist es, durch präzise Analysen, fundierte Gutachten und verständliche Erklärungen die bestmögliche Unterstützung im komplexen Feld des Rechts zu bieten.“
  • Timo Horst, Beigeordneter der Stadt Worms, gegenüber der Tagesschau: „Man muss mit vielen Behörden kommunizieren – und gerade diesen ganzen Schriftverkehr schneller abzuwickeln, dabei hilft die KI unglaublich. Ich brauche nicht bei meinen Mitarbeitern nachzufragen, ich kann Infos direkt abrufen, kann so meine Besprechungen vorbereiten. Ich kann Justus auch in Gesprächen beispielsweise mit Kita-Trägern oder auch mit anderen Vertretern aus der Zivilgesellschaft einsetzen.“
  • Die Wissenschaftler Alexander Wuttke, Adrian Rauchfleisch und Andreas Jungherr warnen im Rahmen einer aktuellen Studie: „Die Integration von KI in Regierungsfunktionen wirft erhebliche Bedenken hinsichtlich Fairness, Transparenz und Verantwortlichkeit auf. Zwar steigern Effizienzgewinne zunächst das Vertrauen, doch gleichzeitig reduzieren sie das wahrgenommene Gefühl der Kontrolle durch Bürger. Wenn diese strukturellen Risiken in den Vordergrund treten, sinkt sowohl institutionelles Vertrauen als auch wahrgenommene Kontrolle deutlich.“

Weniger Bürokratie durch KI?

Aktuell sollen zehn Mitarbeiter in der Stadtverwaltung von Worms mit KI-Assistenten arbeiten. Sie sollen weiterhin bei der täglichen Arbeit unterstützen, perspektivisch aber keine Menschen ersetzen oder gar Jobs gefährden. Bei maroden Straßen und dem deutschen Digitalrückstand erscheint das auch alles andere als realistisch oder gar sinnvoll.

Wie groß die Entlastung durch KI ist, steht aber noch in den Sternen. Denn bislang gibt es keine abschließende Auswertung der Stadt Worms. Das Projekt stehe vielmehr noch am Anfang, soll sich aber bereits rumgesprochen haben. Kommunen aus anderen Bundesländern hätten bereits Anfragen gestellt.

Mittelfristig könnte KI in deutschen Kommunen stärker Fuß fassen, vor allem wenn sich ein positiver Effekt auf Bürokratieabbau und Effizienz bestätigt. Wichtig bleibt dabei aber das Thema Datenschutz und die Wahrung von Entscheidungsfreiheit.

Langfristig könnten KI-Systeme die öffentliche Verwaltung grundlegend verändern: Von der Bearbeitung einzelner Anträge bis hin zu strategischen Planungen in Infrastruktur, Gesundheit oder Klimaschutz. Ziel sollte es aber sein, KI als Ergänzung zu sehen, Beschäftigte zu entlasten, ihnen Freiräume zu ermöglichen und die Kontrolle zu überlassen.

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Internet-Urgestein Digg kehrt als Reddit-Konkurrent zurück

15. Januar 2026 um 13:18
Benutzeroberfläche, Tech-News, Dunkelmodus, Online-Community, digg, Social-Media-Plattform, Content-Aggregator, Website-Interface, Nachrichtenportal, Kiwi-Nahaufnahme, Trending-Posts, Feed-Ansicht, Digitale-Medien, Informationsaggregation, Soziales-Netzwerk Einst sorgte Reddit für den Niedergang von Digg, nun soll ausge­rech­net Reddit-Gründer Alexis Ohanian beim Wiederaufbau helfen. Die Plattform startet einen neuen Anlauf gegen die Bot-Flut. Statt Anonymität aufzugeben, setzt man auf kryptografische Verifizierung. (Weiter lesen)

Ungewöhnliche Batterie nutzt Schwefel als Speicher und Elektrodenspender

15. Januar 2026 um 05:45

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Schwefel Batterie

Eine neuartige Batterie nutzt die komplexe Chemie von Schwefel, um eine besonders hohe Energiedichte zu erreichen. Statt als Speichermaterial dient Schwefel dabei als aktiver Elektronenspender in einer Kombination mit Natrium und Chlor.

Schwefel kommt in der Natur in großen Mengen vor und ist in der Beschaffung sehr kostengünstig. Ein neuer wissenschaftlicher Ansatz nutzt eine ungewöhnliche Schwefel-Chemie, um eine hohe Leistungsdichte in Batterien zu erzielen. Laut einem Bericht des Magazins Nature unterscheidet sich dieser von herkömmlichen Speichersystemen.

Das Konzept sieht vor, dass Schwefel nicht nur als Speicher für Energie dient. Das Material gibt während der chemischen Reaktion aktive Elektronen ab. Dies ist ungewöhnlich, da die Schwefel-Ketten in der Batterie direkt reagieren und so mehr Ladungsträger freisetzen als bei herkömmlichen Schwefel-Verbindungen.

Schwefel-Batterie: Wirtschaftlichkeit und Rohstoffvorteile

Die Forschung zeigt, dass durch diesen Prozess eine höhere spezifische Kapazität möglich ist. Anstatt die Elektronen nur zwischen den Polen hin und her zu schieben, liefert der Schwefel durch seine chemische Umwandlung zusätzliche Teilchen für den Stromfluss.

Das führt dazu, dass die Batterie bei gleicher Größe eine höhere Energiedichte aufweist. Heißt konkret: Geräte könnten länger mit Strom versorgt werden. Die Nutzung von Schwefel bietet Vorteile für die Produktion zukünftiger Batterien. Da der Rohstoff auf der Erde reichlich vorhanden ist, entfallen teure Lieferketten für seltene Materialien.

Das führt dazu, dass Batterien auf dieser Basis preiswerter hergestellt werden können.  Die Teilchen liefern die Kraft für die Batterie direkt aus der chemischen Reaktion. Daten von Experten wie John Timmer belegen die Leistungsfähigkeit dieses speziellen Ansatzes.

Nachhaltigkeit und chemische Prozesse

Forscher entwickeln die Technologie aktuell noch weiter, um die Stabilität der Reaktionen zu garantieren. Ein Aspekt der neuartigen Schwefel-Batterie ist die Nachhaltigkeit durch die Verwendung eines häufigen Elements. Denn Schwefel fällt oft als Nebenprodukt in der Industrie an, weshalb die Beschaffung die Umwelt weniger belastet als der Abbau seltener Erden. Die Hardware für saubere Energie steht so auf einer umweltfreundlichen Basis.

Im Kern der Technologie steht die Erkenntnis, dass Schwefel nicht nur die Ladung hält, sondern selbst oxidiert oder reduziert wird, um Elektronen zu liefern. Durch diese aktive Beteiligung an der Stromerzeugung wird das Material optimal ausgenutzt. Aktuell konzentriert sich die Forschung darauf, diese Schwefel-Reaktionen über viele Ladezyklen hinweg stabil zu halten.

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Künstliche Neugier: Neues KI-Modell trainiert sich selbst

14. Januar 2026 um 14:00

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Künstliche Neugier KI Künstliche Intelligenz trainiert sich selbst

Forscher haben ein neues System entwickelt, mit dem KI-Modelle eigenständig trainieren können, indem sie sich selbst Fragen stellen. Der Ansatz könnte den Weg zu einer künstlichen Superintelligenz ebnen. 

Aktuelle KI-Modelle lernen meist, indem sie mit Daten gefüttert werden und menschliche Intelligenz durch das Erkennen von Mustern und Wahrscheinlichkeiten nachahmen. Ein neues Forschungsprojekt der Tsinghua University könnte diesen Ansatz grundlegend verändern, indem KI lernt, sich selbst Fragen zu stellen, um zu lernen.

Das System namens Absolute Zero Reasoner (AZR) nutzt ein Sprachmodell, um eigenständig herausfordernde Programmierprobleme in Python zu generieren und diese anschließend selbst zu lösen. Dabei führt AZR den Code eigenständig aus, um unmittelbar aus Erfolgen oder dem eigenen Scheitern zu lernen.

Durch diesen technischen Kreislauf soll das Modell seine Fähigkeiten sowohl beim Stellen der Aufgaben als auch bei deren Lösung verfeinern können. Die Forscher stellten fest, dass Modelle mit sieben Milliarden und 14 Milliarden Parametern durch diese Methode ihre Leistungen massiv verbesserten.

Künstliche Neugier: KI trainiert sich selbst

Die Idee der künstlichen Neugier ist nicht neu, sondern greift Konzepte von Pionieren wie Jürgen Schmidhuber und Pierre-Yves Oudeyer auf, die schon früh das Potenzial von „Self-Play“ erforschten. Der Absolute Zero Reasoner übertrifft mit seinem Ansatz aber sogar Systeme, die mit aufwendig von Menschen kuratierten Datensätzen trainiert wurden.

Dieser Fortschritt belegt die Effizienz autonomer Lernmethoden für die künftige Entwicklung intelligenter Systeme. Die Schwierigkeit der Aufgaben steigt dabei parallel zur Leistungsfähigkeit des Modells.

Dieser Skalierungseffekt könnte laut den beteiligten Forschern den Weg zu einer künftigen Superintelligenz ebnen, die über das Wissen menschlicher Lehrer hinauswächst. In der täglichen Praxis könnte KI dann beispielsweise komplexe Büroarbeiten übernehmen oder eigenständig tiefergehende Recherchen im Internet durchführen.

Digitale Agenten der Zukunft

In der Tech-Branche gewinnt das neue Verfahren an Bedeutung, da herkömmliche Datenquellen für das Training neuer Modelle zunehmend knapper und teurer werden. Ein Projekt namens Agento von Salesforce nutzt bereits ähnliche Prinzipien, um die allgemeine Argumentationsfähigkeit seiner digitalen Agenten durch experimentelles Problemlösen zu stärken.

Auch Forscher von Meta entwickeln Systeme, die Self-Play für das Software-Engineering einsetzen und damit die Grundlage für hochbegabte Software-Agenten schaffen. Die Abkehr vom reinen Kopieren menschlicher Vorlagen stellt einen Wendepunkt in der KI-Entwicklung dar.

Anstatt lediglich vorhandenes Wissen zu reproduzieren, erschließt sich das System durch das Experimentieren mit Code neue Lösungswege.

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Für Siri: Apple kauft sich Gemini-Intelligenz von Google

14. Januar 2026 um 11:00

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Siri Google Gemini Apple KI Künstliche Intelligenz

Apple und Google haben eine Partnerschaft bekannt gegeben, die Gemini als Grundlage der Software-Entwicklung des iPhone-Konzerns vorsieht. Ziel ist es, den Sprachassistenten Siri ins KI-Zeitalter zu katapultieren. Das dürfte Hoffnung bei vielen Apple-Fans wecken und Aktionären Freudentränen in die Augen treiben. Der Deal ist aber nicht ganz unbedenklich. Eine kommentierende Analyse.

Mit Gemini: Apple will Siri ins KI-Zeitalter bringen

  • Google-Technologien wie Gemini sollen im Rahmen einer mehrjährigen Vereinbarung künftig als Grundlage der Software-Entwicklung von Apple dienen. Vor allem der Sprachassistent Siri soll in das KI-Zeitalter gebracht werden. Berichten zufolge soll Google aber keine Exklusivrechte erhalten. Für Apple bedeutet die Integration dennoch eine Abkehr von der bisherigen Strategie, Kerntechnologien ausschließlich im eigenen Haus zu entwickeln.
  • Mit Apple Intelligence startete der iPhone-Konzern zwar eigene KI-gestützte Funktionen – etwa für die Fotosuche und Benachrichtigungen auf Apple-Geräten. Diese blieben bislang aber hinter den Erwartungen zurück. Das von vielen Apple-Fans lang ersehnte KI-Update für Siri wurde zudem bereits mehrmals verschoben und lässt seit über einem Jahr auf sich warten. Apple lässt sich den Gemini-Deal deshalb rund eine Milliarde US-Dollar pro Jahr kosten.
  • Das Thema Datenschutz spielt für Apple eine große Rolle und ist mittlerweile zu so etwas wie einem Produktversprechen geworden. Um Gemini in Siri zu integrieren soll ein Großteil der Datenverarbeitung deshalb weiterhin auf Apple-Geräten oder auf einer kontrollierte Infrastruktur erfolgen. Das Unternehmen betont, dass Google die eigenen Datenschutzstandards einhalten wird. Wie das in der Praxis aussehen soll, ist bislang aber unklar.

Google könnte OpenAI den Rang ablaufen

Google könnte OpenAI im KI-Wettstreit bald endgültig den Rang ablaufen. Mit Gemini 3 hat das Unternehmen bereits deutlich an Boden gut gemacht, da Google seinen Chatbot clever als eine Art Anti-ChatGPT positioniert hat.

Da Google mit der KI ein Modell an den Start gebracht hat, das sich in zahlreiche Dienste und Plattformen integrieren lässt, hat OpenAI bereits den Code Red ausgerufen und zum Gegenschlag ausgeholt.

Der Deal mit Apple dürfte Googles Dominanz weiter verstärken und der KI-Konkurrenz die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Denn die Zusammenarbeit geht weit über die ChatGPT-Integration auf dem iPhone hinaus. Google gewährt seinen Partnern oftmals zudem Zugang zu Daten wie Nutzer-Interaktionen, die nicht nur für eine reibungslose Funktion, sondern auch für Werbeanzeigen relevant sind.

Die neue Apple-Google-Achse könnte deshalb zu einer weiteren monopolistischen Vormachtstellung führen, die auch die Wettbewerbsbehörden im Auge haben dürften. Eine Abhängigkeit von Gemini sowie eine Abkehr von ChatGPT könnte auf Nutzerebene eine weitreichende Folge sein.

Stimmen

  • Apple und Google ließen in einem gemeinsamen Statement verlauten: „Apple und Google haben eine mehrjährige Zusammenarbeit vereinbart, in deren Rahmen die nächste Generation der Apple Foundation Models auf den Gemini-Modellen und der Cloud-Technologie von Google basieren wird. Diese Modelle werden dazu beitragen, zukünftige Apple Intelligence-Funktionen zu unterstützen, darunter eine personalisiertere Siri-Funktion, die noch in diesem Jahr eingeführt werden soll.“
  • Aufgrund der Brisanz des Deals, ließen die Reaktionen von anderen Tech-Bossen nicht lange auf sich warten. Elon Musk, der mittlerweile ebenfalls im KI-Wettstreit mitmischt, in einem Beitrag auf seiner Plattform X (ehemals Twitter): „Dies scheint eine unangemessene Machtkonzentration für Google zu sein, da das Unternehmen auch Android und Chrome besitzt.“
  • Für einen Reddit-Nutzer gesteht Apple mit dem Gemini-Deal seine eigene Unfähigkeit ein. Auf der Plattform spottet er: „Apple hat mit seinen Prozessoren der M-Serie einen Volltreffer gelandet, aber seine Software-Sparte ist eine verdammte Meisterklasse in Sachen Peinlichkeit.“

Wann kommt Siri mit Gemini?

Die Kooperation zwischen Apple und Google wird dazu führen, dass Gemini künftig nicht mehr ausschließlich auf Google-Smartphones in Erscheinung tritt, sondern auch in den Händen von iPhone-Nutzern landet. Der Deal dürfte den Umsatz des Suchmaschinen-Giganten im Jahr 2026 deutlich ankurbeln.

Google will zudem zahlreiche weitere KI-Funktionen präsentieren und Werbung über einen KI-Modus schalten. Doch auch Apple könnte profitieren, falls es dem Unternehmen gelingt, im KI-Wettstreit mit einem runderneuerten Siri auf Basis von Gemini aufzuholen.

Es wird letztlich vieles davon abhängen, ob es Apple schafft, Gemini mit seinem Datenschutz-Versprechen und Siri in Einklang zu bringen und in sein Ökosystem zu integrieren. Eine neue Siri-Version könnte dann bereits im Frühjahr 2026 auf den Markt kommen – etwa mit der Veröffentlichung von iOS 26.4.

Bis der neue Sprachassistent nach Deutschland kommt, wird es aufgrund regulatorischen Vorgaben aber vermutlich länger dauern, ähnlich wie bei Apple Intelligence.

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Wärmepumpen: Deutsche Firma will Propan-Problem gelöst haben

14. Januar 2026 um 05:45

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Wärmepumpe Propan

Mit deutlich reduzierter Füllmenge des natürlichen Kältemittels Propan will ein deutscher Hersteller ein zentrales Sicherheitsproblem moderner Wärmepumpen entschärfen. Möglich macht das eine neue Bauweise, die hohe Effizienz und Sicherheitsanforderungen verbindet.

Die Bundesregierung setzt in ihren Klimazielen stark auf Wärmepumpen als Schlüsseltechnologie für die Wärmewende. Bis zum Jahr 2030 sollen rund sechs Millionen Wärmepumpen in Deutschland installiert sein.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist ab 2024 ein jährlicher Zubau von mindestens 500.000 Geräten vorgesehen. Damit sollen fossile Heizungen schrittweise ersetzt und die CO2-Emissionen im Gebäudesektor deutlich reduziert werden.

Trotz ihres Potenzials für die Energiewende können Wärmepumpen durch die eingesetzten Kältemittel auch klimaschädlich sein. Das natürliche Kältemittel Propan stellt hierzu eine Alternative dar. Allerdings erhöht seine Brennbarkeit die Sicherheitsanforderungen bei Entwicklung, Installation und Betrieb der Wärmepumpen.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat deshalb zusammen mit dem deutschen Unternehmen Ait-Group an einer Lösung für dieses Problem gearbeitet. Dabei konnte die Menge des Kältemittels Propan auf unter 150 Gramm reduziert werden, was die Brandgefahr deutlich minimiert.

Propan: So werden Wärmepumpen weniger gefährlich

Bereits im Jahr 2020 haben das Fraunhofer ISE und die bayerische Ait-Group das Projekt „Low Charge 150“ (LC150) ins Leben gerufen. Zusammen sollte ein Wärmepumpenkonzept entwickelt werden, das die Verwendung des natürlichen Kältemittels Propan in deutlich reduzierter Menge ermöglicht.

Das Forschungsteam konnte dabei mit einer Füllmenge von nur 124 Gramm Propan nach eigenen Angaben einen Effizienzrekord erreichen. Die Heizleistung konnte mit dieser Kältemittelmenge auf 12,8 Kilowatt gesteigert werden.

Pro Kilowatt ergab sich daraus eine spezifische Kältemittelfüllmenge von rund zehn Gramm. Das Ziel des Projekts waren 15 bis 30 Gramm pro Kilowatt – das Team habe die Projektziele damit deutlich übertroffen.

Mit Hilfe der Projektergebnisse konnte die Ait-Group nun eine serienreife Wärmepumpe entwickeln, die auf eine sehr geringe Kältemittel-Füllmenge angewiesen ist. „Unser Ziel war es, die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse gezielt in die Entwicklung der nächsten Generation hocheffizienter und umweltfreundlicher Wärmepumpen einfließen zu lassen“, erklärt Edgar Timm, Director R+D der Ait-Group.

Sole-Wärmepumpe soll in Ein- und Mehrfamilienhäusern zum Einsatz kommen

Trotz des brennbaren Materials sind Wärmepumpen mit dem Kältemittel Propan grundsätzlich auch für den Einsatz in Gebäuden geeignet. Bislang erforderte der Einsatz jedoch zusätzliche technische Vorkehrungen in Form eines aktiven Lüftungskonzepts.

Bei den Modellen alpha innotec WZSV 63 und NOVELAN WSV 6.3 der Ait-Group, die auf den Forschungsergebnissen des Projekts LC150 basieren, kann auf ein solches Lüftungskonzept jedoch verzichtet werden. Denn obwohl die Sole-Wärmepumpen Propan als Kältemittel nutzen, ist ein solches Konzept laut dem Hersteller nicht nötig.

Denn für den Fall des Austritts von Kältemittel seien die Geräte so konzipiert, dass maximal nur 150 Gramm des natürlichen Kältemittels freigesetzt werden. Dadurch sei ein sicherer Betrieb in Innenräumen gewährleistet und ein zusätzliches Lüftungskonzept nicht erforderlich.

Die Wärmepumpen wurden für den platzsparenden Einsatz in Ein- und Mehrfamilienhäusern entwickelt. Durch ein herausnehmbares Kältekreis-Modul sollen auch Transport und Installation vereinfacht werden.

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Das waren die meistverkauften Autos im Jahr 2025

13. Januar 2026 um 20:18

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VW T-Roc Auto Wagen SUV Straße

Elektroautos sind auf dem Vormarsch – entsprechend tut sich auf dem deutschen Automarkt mehr, als in vielen Jahren zuvor. Wir blicken auf die Neuzulassungen des letzten Jahres und untersuchen, wie sich klassische Modelle und Newcomer platzieren konnten.

Immer wieder hört man schlechte Nachrichten aus der deutschen Automobilbranche. Allerdings konnte sich die Industrie im vergangenen Jahr auf einem moderaten Niveau stabilisieren. Insgesamt wurden 2025 rund 2,9 Millionen Neuzulassungen registriert. Das entspricht einem Zuwachs von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders der Endspurt im Dezember sorgte mit einem Plus von 9,7 Prozent für einen versöhnlichen Jahresausklang bei den Herstellern.

Diese Autos wurden 2025 am meisten verkauf

Der große Trend sind natürlich Elektroautos. Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) konnten um beeindruckende 43,2 Prozent zulegen und sich so einen Marktanteil von 19,1 Prozent sichern. Für die klassischen Benziner ging es hingegen steil bergab. Der Rückgang von 21,6 Prozent verdeutlicht, dass die Transformation trotz aller gesellschaftlicher Debatten mit großen Schritten voranschreitet. Bei Plug-in-Hybriden lag der Zuwachs sogar bei über sechzig Prozent.

Abseits der Top Ten gab es einige bemerkenswerte Aufsteiger, die man für die Zukunft auf dem Zettel haben muss. Allen voran konnte der chinesische Hersteller BYD ein großes Wachstum von über 700 Prozent verzeichnen. Das Modell BYD Seal U fand bereits fast zehntausend Käufer. Im krassen Gegensatz dazu musste der einstige Elektro-Pionier Tesla, der fast die Hälfte seines Vorjahresvolumens verlor, einen Schlag in die Magengrube hinnehmen.

Gewerbliche Halter waren für zwei Drittel der Neuwagen verantwortlich. Trotzdem kamen privat gekaufte PkW auf ein Plus von 5,1 Prozent (via Autohaus). Wir wollen aber wissen, welche Modelle sich 2025 generell am besten verkaufen konnten.

Platz 10: Audi A6

Der Audi A6 eröffnet die Top Ten mit 37.505 Neuzulassungen. Der A6 ist damit einer der wenigen Vertreter der oberen Mittelklasse, die den Sprung in unser Ranking geschafft haben.

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Foto: Audi

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Viltrox 85 mm f/2 Evo: Günstige Festbrennweite im Test

13. Januar 2026 um 17:08
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