Normale Ansicht

Received yesterday — 06. März 2026

Physical AI: Was droht, wenn KI einen Körper bekommt

06. März 2026 um 11:00

Der Beitrag Physical AI: Was droht, wenn KI einen Körper bekommt erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Physical AI Roboter KI Körper Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz erobert unseren Alltag in Form von Software-Lösungen. Doch digitale Assistenten sind erst der Anfang der KI-Revolution. Im nächsten Schritt soll Künstliche Intelligenz dabei helfen, unsere physische Welt erobern und einen Körper bekommen. Eine kommentierende Analyse.

Was ist Physical AI?

  • Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Physical AI als „die Verbindung von künstlicher Intelligenz mit physischen Systemen wie Kameras, Geräten, Anlagen, Drohnen, Robotern und selbstfahrenden Autos und Bussen. Sie ermöglicht diesen, komplexe Vorgänge in der physischen Welt wahrzunehmen, zu analysieren, zu evaluieren und auszuführen.“
  • Bislang hat sich das Training von neuen Technologien wie humanoiden Robotern oder Greifarmen in der Produktion als sehr schwierig und kostenintensiv gestaltet, da es wenige Daten gibt und ein hoher Aufwand notwendig war. An dieser Stelle setzen Multimodal Large Language Models (MLLMs) an.
  • Sie trainieren humanoide Roboter mit Milliarden realen Datensätzen, ohne dass die teure Technologie gefährdet ist. Ein anschauliches Beispiel ist Nvidia Cosmos. Das autonome Auto bekommt durch Physical AI die Gefahren des Verkehrsalltags durch unzählige Videoaufzeichnungen beigebracht – ohne eine reale Fahrt auf der Straße, bei der ein Unfall einen Prototypen-Schaden in Millionenhöhe verursachen könnte.

Humanoide Roboter noch viel zu teuer

Der Figure 03, Teslas Optimus und die Roboter von Boston Dynamics haben eines gemeinsam: Sie liefern teilweise beeindruckende Vorführungen, sind allerdings für den Einsatz in den eigenen vier Wänden zu teuer. Ein gutes Beispiel dafür ist auch der Pflegeroboter Moya, der knapp 180.000 US-Dollar kosten soll.

Physical AI könnte zum Gamechanger für humanoide Roboter werden. Durch das unkomplizierte Training und die Vermenschlichung der Maschinen durch den Umgang mit physikalischen Gesetzen und unberechenbaren menschlichen Umgebungen werden unsere Roboter-Assistenten immer besser. Das wiederum ermöglicht die Skalierung in der Industrie. Dort können die Roboter in einem geschützten Umfeld lernen und noch besser werden.

Sobald humanoide Roboter dann in Fabriken funktionieren, können Roboter-Produzenten wie Elon Musks Tesla die Herstellungs- und Entwicklungskosten deutlich senken. Das wiederum ermöglicht perspektivisch den Einzug in unser Privatleben.

Stimmen

  • Markus Hacker, Director Enterprise DACH bei Nvidia, skizziert in einem Gastbeitrag die Weiterentwicklung der Robotik: „Roboter werden intelligente Einheiten, die nicht nur wahrnehmen, begründen und planen, sondern auch eigenständig handeln und aus ihren Erfahrungen lernen können. Ihr Einsatzbereich wird sich von Operationssälen und Rechenzentren über Fabriken bis hin zu Verkehrsleitsystemen und ganzen Städten erstrecken. Statische, manuell gesteuerte Systeme weichen zunehmend interaktiven, intelligenten Lösungen.“
  • Physical AI hat nicht nur Auswirkungen auf unser Bruttoinlandsprodukt, sondern auch auf unsere Arbeitswelt. Darauf weisen Theresa Wolf und Andrea Willige vom World Economic Forum in einem Papier hin: „Maschinenbediener zu Robotertechnikern, Logistik-Teams koordinieren künftig mobile Roboter, Instandhaltungsteams verlagern ihren Schwerpunkt auf vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), und Fertigungsingenieure werden sich auf das Training und die Optimierung von KI- und Robotiksystemen konzentrieren.“
  • Etwaigen Untergangsszenarien für die Menschheit widerspricht Professor Wolfgang Wahlster, wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, in einem Interview: „Maschinelles Lernen unterscheidet sich prinzipiell vom menschlichen Lernen. Es geht in der KI keinesfalls darum, menschliches Verhalten mit all seinen Stärken, aber auch den vielen Schwächen perfekt nachzubilden, sondern wir wollen dem Menschen mit KI assistieren, wo dies sinnvoll ist. Beim Lernen von Regelmäßigkeiten in sehr großen Datenmengen sind maschinelle Lernverfahren dem Menschen heute bereits überlegen.“

Physical AI: Luftschloss oder Alltagshelfer?

Physical AI ist zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Metaverse vergleichbar. Eine Technologie, die großes Potenzial bietet, ihrer Zeit jedoch voraus ist und deshalb zum Teil auf Luftschlössern in Fantasiewelten aufbaut. Realistische Schätzungen gehen davon aus, dass die ersten humanoiden Roboter gegen Ende der 2020er Jahre in Fabriken Einzug halten werden.

In unserem Haushalt könnten sie ab Mitte der 2030er Jahre helfen. Wir sprechen also trotz der steilen Lernkurve von Physical AI von einem Zeitraum von mindestens einem Jahrzehnt – ein Zeitraum, der sich kaum verlässlich vorhersagen lässt.

Fest steht jedoch, dass der Erfolg von Physical AI dazu beitragen könnte, Menschen körperlich zu entlasten. Wenn wir weniger manuelle Tätigkeiten übernehmen, können wir uns auf wichtigere Aufgaben konzentrieren.

Dazu gehört beispielsweise die Pflege von Angehörigen oder die Zeit mit der Familie. Vielleicht sorgt der technologische Fortschritt also tatsächlich einmal für eine ökonomische Entlastung der Menschheit und eine sozial-zwischenmenschliche Revolution.

Auch interessant:

Der Beitrag Physical AI: Was droht, wenn KI einen Körper bekommt erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

Satirisches Projekt lässt Nutzer auf Zugverspätungen der Bahn wetten

06. März 2026 um 12:15
Infrastruktur, Verkehr, Deutsche Bahn, Zug, Stadtentwicklung, Stadtleben, Ice, Eisenbahn, Schiene, Bahnhof, Schnellzug, Personenverkehr Die Plattform bahn.bet wirkt optisch wie ein klassisches Sport­wet­ten-Portal, doch hier setzen Nutzer ausschließlich auf die Unpünkt­lichkeit der Deutschen Bahn. Was als reines Satire-Projekt begann, nutzt echte Echtzeitdaten und KI-generierten Code als Basis. (Weiter lesen)

Trump-Regierung: KI-Entwickler Anthropic ist jetzt Sicherheitsrisiko

06. März 2026 um 08:47
Anthropic, Claude, Claude AI Anthropic unterstützte das US-Militär bisher bei Analysen, doch nun folgt der harte Bruch. Das Pentagon hat die Firma wegen verweigerter Zugriffsrechte auf eine schwarze Liste gesetzt. Die lukrativen Regierungsverträge gehen an die Konkurrenz. (Weiter lesen)

OpenAI startet GPT-5.4: Das bietet die neue ChatGPT-KI-Generation

05. März 2026 um 20:33
OpenAI, ChatGPT Autonome Agenten, weniger Fehler und direkte PC-Steuerung kennzeichnen das neue GPT-5.4 von OpenAI. Das Modell analysiert Bildschirminhalte und führt Klicks aus, während das Kontextfenster auf eine Million Token anwächst. (Weiter lesen)

Das Bearbeiten von Nano Banana-Bildern via Gemini wird viel einfacher

05. März 2026 um 16:59
Kryptowährung, Blockchain, Technologiebranche, Fintech, Blauer Hintergrund, Nano Banana, Nano Banana 2, Tech-Startup, Innovationskonzept, Nanobanana, Technologie-Logo, digitale Banane, Elektronik-Design, modernes Branding, gelb-weiße Grafik, Schaltkreis-Muster, Firmenidentität Google integriert eine praktische Bildbearbeitung direkt in den Chat der Gemini-App. Nutzer können künftig fehlerhafte Details einfach einkreisen und gezielt per Textbefehl korrigieren lassen. Das erspart den umständlichen Weg über externe Editoren. (Weiter lesen)

Otto setzt auf KI in der App: So soll der neue Assistent die Produktsuche vereinfachen

06. März 2026 um 16:30
Der Onlinehändler Otto setzt stärker auf KI-getriebene Assistenzsysteme. Zwei Lösungen in Kooperation mit Google sollen Kund:innen bei der Produktsuche unterstützen und Serviceanfragen automatisiert beantworten. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen bereits an der nächsten Stufe des digitalen Handels.weiterlesen auf t3n.de

DSGVO-konforme KI? Diese Website zeigt dir, welche Tools sich für dich eignen – und welche nicht

06. März 2026 um 15:05
Datenschutz ist bei KI-Tools ein großes Thema. Schließlich nutzen viele Anbieter von Chatbots und Co. deine Daten, um künftige Modelle damit zu trainieren. Doch welche KI-Anwendungen sind wirklich DSGVO-konform? Eine Website bringt Licht ins Dunkel. weiterlesen auf t3n.de

KI-Agenten: So will Cursor dir helfen, dein Coding-Chaos in den Griff zu kriegen

06. März 2026 um 13:30
Es ist eine zeitintensive Aufgabe, KI-Agenten beim Programmieren zu überwachen. Mit dem neuen Tool „Automations“ liefert Cursor jetzt eine Lösung, mit der sich die Coding-Agenten selbstständig starten lassen. weiterlesen auf t3n.de

„Schmerzhaft mitanzusehen“: Wie KI das Go-Spiel radikal verändert hat

06. März 2026 um 10:30
Zehn Jahre nach einem bahnbrechenden Sieg durch die Deepmind-KI dominiert Künstliche Intelligenz das Go-Training. Die Spitzenspieler:innen versuchen herauszufinden, was das für das hochkomplexe Brettspiel bedeutet.weiterlesen auf t3n.de

GPT-5.4 steht bereit: In welchen Disziplinen das neue KI-Modell ChatGPT verbessern soll

06. März 2026 um 09:30
Mit GPT-5.4 steht ein neues KI-Modell für ChatGPT bereit. Die neue Version gibt es in mehreren Varianten, die verschiedene Bereiche des Chatbots antreiben sollen. Welche Verbesserungen OpenAI mit ChatGPT 5.4 verspricht. weiterlesen auf t3n.de

❌