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Renault 2026: Elektroautos bringen Autobauer wieder in die Gewinnzone

30. Juli 2026 um 18:00
Elektroautos, Elektromobilität, Elektroauto, PKW, E-Auto, E-Mobilität, Renault, Renault Twingo E-Tech Sinkender Gesamtabsatz, starker Preisdruck und harte Konkurrenz aus China: Renault kämpft im Jahr 2026 mit vielen Problemen. Ein enormer Schub bei reinen Elektroautos rettet den französischen Autobauer dennoch zurück in die Gewinnzone. (Weiter lesen)

Dieses tragbare Ladegerät macht dein E-Auto unterwegs zur Batterie

29. Juli 2026 um 19:52

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E-Autos DC-Ladegerät Elektromobilität Strom Batterie Akku Energie

Bidirektionales Laden könnte Elektroautos künftig zu mobilen Stromspeichern umfunktionieren. Denn mit der entsprechenden Technologie könnten sie Energie nicht nur aufnehmen, sondern bei Bedarf auch wieder ins Haus oder Stromnetz abgeben. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik hat nun ein kompaktes DC-Ladegerät vorgestellt, das bidirektionales Laden für 800-V-Elektrofahrzeuge ermöglichen soll.

In Deutschland sind derzeit mehr als zwei Millionen Elektroautos zugelassen, im Jahr 2030 könnte die Zahl Prognosen zufolge erstmals die Marke von zehn Millionen überschreiten. Mit dem wachsenden Bestand steigen jedoch gleichzeitig auch die Anforderungen an Ladeinfrastruktur sowie Stromnetze, aber auch eine möglichst effiziente Nutzung der Batterien.

Eine wichtige Rolle könnte dabei das bidirektionale Laden spielen. Dabei nehmen Elektroautos nicht nur Energie auf, sondern können diese später bei Bedarf auch wieder an Gebäude oder das Stromnetz abgeben.

An einer technischen Lösung dafür arbeitet das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF. Die Forscher haben eine kompakte Leistungselektronik entwickelt, die bidirektionales einphasiges DC-Laden effizienter und für einen breiteren Einsatz nutzbar machen soll.

DC-Ladegerät könnte E-Autos zum Stromspeicher machen

Das Fraunhofer IAF hat zusammen mit dem Projektpartner Ambibox einen Demonstrator für ein bidirektionales 800-Volt-Ladegerät entwickelt. Das Gerät wurde auf der PCIM Expo & Conference 2026 in Nürnberg vorgestellt und soll das Laden von E-Autos effizienter, leistungsfähiger und günstiger machen.

Die Technologie ist im Rahmen des Projekts GaN4EmoBiL – kurz für „GaN-Leistungshalbleiter für Elektromobilität und Systemintegration durch bidirektionales Laden“ – entstanden. Das leistungselektronische Modul basiert auf Galliumnitrid und bildet ein bidirektionales Gleichstrom-Ladesystem.

Der vorgestellte Demonstrator kann mit Batteriespannungen von 150 V bis zu maximal 920 V arbeiten und liefert bis zu 3 kW Leistung. Damit werde eine „Lücke im Spannungsfeld zwischen Kosten, Flexibilität, Effizienz und Kompaktheit für bidirektionales Laden“ geschlossen, erklärt Jun.-Prof. Dr. Stefan Mönch, Koordinator des Projekts GaN4EmoBiL.

Alternative zu herkömmlichen On-Board-Chargern

Sogenannte On-Board-Charger sind aktuell in Elektroautos fest verbaut. Sie wandeln den Wechselstrom aus der Steckdose oder einer öffentlichen Ladestation in den Gleichstrom um, den die Batterie speichern kann.

Die Geräte ermöglichen zwar Ladeleistungen von elf oder 22 Kilowatt für schnelle Ladevorgänge, benötigen allerdings durch ihre Größe und ihr Gewicht viel Platz im Fahrzeug. Durch ihre technische Komplexität verursachen sie zusätzlich hohe Kosten.

Die Forscher des Fraunhofer IAF sehen in ihrem Off-Board-Charger eine deutlich günstigere und flexiblere Alternative. Trotz geringerer Ladegeschwindigkeit im Vergleich zu On-Board-Systemen biete er zahlreiche Vorteile.

Das mobile Gerät ist wesentlich kompakter und leichter und kann zusätzlich durch seinen CCS-Stecker (Combined Charging System) und Schutzkontaktstecker (Schuko) vielseitig genutzt werden. Mit einem Gesamtvolumen von 8,3 Litern und einem Gesamtgewicht von 5,7 Kilogramm ist er vergleichsweise klein und leicht.

Zusätzlich kann der Demonstrator für bidirektionales Laden genutzt werden. Somit könne das E-Auto nicht nur als Transportmittel, sondern auch als Energiespeicher fungieren. So nimmt das Fahrzeug bei einem Stromüberschuss im Netz Energie auf und gibt sie bei hoher Nachfrage wieder ab.

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Cybertruck als einer der größten Auto-Flops aller Zeiten bezeichnet

27. Juli 2026 um 12:20
Elektroautos, tesla, Elektroauto, Tesla Motors, Cybertruck, Tesla Cybertruck, Basismodell Tesla erlebt mit dem Cybertruck ein massives Verkaufsdebakel im Jahr 2026. Statt der anvisierten 250.000 Einheiten wurden in den USA bisher kaum über 7000 Fahrzeuge zugelassen. Experten ziehen bereits Vergleiche zum historischen Flop des Ford Edsel. (Weiter lesen)

Diese Elektroautos haben die langlebigsten Batterien

24. Juli 2026 um 20:59

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E-Autos Ladestation

Die Qualität von E-Autos steht und fällt mit dem Akku. Die Batterie ist das Herzstück jedes Elektroautos, und die Sorge vor dem Verschleiß hält viele Menschen vom Kauf ab. Deshalb klären wir in diesem Artikel, welche Modelle auch nach vielen gefahrenen Kilometern noch Leistung bringen.

Beim Kauf eines Benziners spielt sie meistens keine große Rolle, doch bei E-Autos ist sie oft der entscheidende Faktor: die Reichweite. Diese wird von der jeweiligen Batterie bestimmt, die meist das teuerste Bauteil ist. Deshalb ist die Sorge bei Käufern oft groß, dass der Akku schnell an Leistung einbüßt und man sein Fahrzeug so immer öfter laden muss. Die gute Nachricht ist, dass die Realität deutlich erfreulicher ist als es die Berichterstattungen teils vermuten lassen.

So hoch ist der Leistungsverlust bei E-Autos

Die Daten für unser Ranking stammen vom schwedischen Gebrauchtwagenhändler Carla, der zwischen 2022 und 2026 knapp 10.000 Batterietests durchgeführt hat. Ermittelt wurde der sogenannte State of Health (SoH). Dieser verrät, wie viel Kapazität ein Akku im Vergleich zum Neuzustand noch besitzt.

Im Schnitt blieben laut der Studie nach 100.000 Kilometern noch 92,4 Prozent der Leistung erhalten. Damit beträgt der durchschnittliche Verlust gerade einmal 7,6 Prozent. Und es gibt noch eine gute Nachricht: Nach den 100.000 Kilometern verlangsamt sich der Kapazitätsverlust, da dieser vor allem zu Beginn auftritt.

Wie lange die Batterie ihre Leistung hält, hängt auch von den jeweiligen Nutzern ab. Vor allem häufiges Schnellladen führt zu einem höheren Verschleiß. Und natürlich wirken sich auch die Temperaturen auf die Reichweite von E-Autos aus. In der folgenden Top Ten präsentieren wir die Modelle, die ihre Kapazität am längsten halten können.

Platz 10: Audi e-tron 55

Als Erstes fährt ein deutscher Wagen ein, der Audi e-tron 55. Seine große 95-kWh-Batterie kommt nach mehr als 100.000 Kilometern noch auf einen durchschnittlichen SoH von 92,9 Prozent. Damit liegt das SUV leicht über dem Gesamtdurchschnitt aller getesteten Fahrzeuge.

Audi E-Tron im Schnee
Bild: Audi

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Großbritannien führt Steuer für E-Autos ein – jetzt zählt jeder Kilometer

23. Juli 2026 um 05:45

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Elektroauto-Steuer Kilometer Großbritannien

Großbritannien verändert die Besteuerung von Elektroautos. Ab April 2028 sollen Halter von Stromern erstmals eine fahrleistungsabhängige Elektroauto-Steuer pro Meile zahlen. Die Maßnahme soll den absehbaren Ausfall klassischer Kraftstoffsteuern kompensieren, ohne den Wandel zur Elektromobilität zu bremsen. Ein umfassendes Förderpaket soll gleichzeitig den Umstieg erleichtern.

Das britische Finanzministerium (HM Treasury) veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse einer umfassenden Diskussion zur Einführung der sogenannten Electric Vehicle Excise Duty (eVED). Zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 gaben etwa 4.700 Einzelpersonen ihren Input zu der Initiative ab. Hintergrund der Entscheidung ist ein drastischer Rückgang der Staatseinnahmen. Da immer mehr Fahrzeuge elektrisch fahren, steuern die Einnahmen aus der traditionellen Kraftstoffsteuer bis zum Jahr 2050 auf nahezu null zu. Wobei: E-Autofahrer beim Laden ihrer Fahrzeuge auch Stromsteuern zahlen, die mehr oder weniger als Ausgleich fungieren.

Warum Großbritannien auf eine Kilometer-Steuer für E-Autos setzt

Um diese Einnahmenlücke zu schließen, soll ab April 2028 eine Elektroauto-Steuer pro Meile greifen. Diese ist auf 3 Pence (etwa 4 Cent) pro Meile für reine Elektrofahrzeuge und Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge beschränkt. Halter von Plug-in-Hybriden und Fahrzeugen mit Optionen zur Verlängerung der Reichweite zahlen mit 1,5 Pence (etwa 2 Cent) pro Meile genau die Hälfte.

Damit bliebe die finanzielle Belastung für Stromer deutlich unter den Abgaben klassischer Verbrenner. Über das kommende Jahrzehnt sollen rund 80 Prozent der Einnahmen aus den ersten drei Jahren direkt in ein über 7,5 Milliarden Pfund (circa 8,2 Milliarden Euro) schweres Förderpaket fließen. So könne das Programm für den Elektroautokauf um 1,3 Milliarden Pfund auf insgesamt 2 Milliarden Pfund (circa 2,34 Milliarden Euro) aufgestockt werden, was bis Juli 2026 bereits über 140.000 Neuzulassungen unterstützen könnte.

Ohne GPS-Überwachung: So wird die Meilensteuer erfasst 

Die praktische Abwicklung der Abgabe soll ohne Eingriffe in die Privatsphäre der Fahrzeugbesitzer erfolgen. Eine Überwachung von Standortdaten per Satellit schloss die Regierung explizit aus, weshalb die Erfassung rein auf dem Gesamtzählerstand des Fahrzeugs basiert. Neuwagen unter drei Jahren müssten vor der ersten Hauptuntersuchung keine zusätzlichen Kilometerprüfungen absolvieren.

Stattdessen geben Halter bei der jährlichen Fahrzeugzulassung ihren aktuellen Tachostand sowie eine Schätzung für das kommende Jahr an. Dies wird dann später beim ersten regulären Inspektionstermin verifiziert. Überbezahlte Meilen erstattet der Staat automatisch als Guthaben für den nächsten Abrechnungszeitraum.

Zusätzlich beginnt die Regierung mit der Entwicklung eines optionalen Systems. Es soll vernetzten Fahrzeugen künftig erlauben, ihren Meilenstand automatisch über 4G- oder 5G-Mobilfunk zu übermitteln. Lieferwagen, Busse und Lastkraftwagen bleiben vorerst vollständig von der Elektroauto-Steuer pro Meile ausgenommen, da der Elektrifizierungsprozess in diesen Segmenten noch weniger weit fortgeschritten ist. Für Flotten- und Leasingunternehmen vereinfachen Sammellizenzierungen sowie digitale Webschnittstellen die Abrechnung von großen Fahrzeugbeständen.

Wer profitiert – und wer zahlt drauf?

Trotz der neuen Abgabe prognostiziert das Office for Budget Responsibility ein starkes Wachstum der Elektromobilität. Die jährlichen Verkaufszahlen von Elektroautos sollen von knapp 0,5 Millionen Fahrzeugen in der Periode 2025/26 auf 1,6 Millionen im Zeitraum 2030/31 steigen. Die dämpfende Wirkung der neuen Steuer auf Neuzulassungen schätzen Experten auf lediglich rund zwei Prozent.

Zudem wird die Preisgrenze für den Luxuswagen-Aufschlag bei Neuwagen von 40.000 auf 50.000 Pfund (circa 59.000 EUR) angehoben. Das soll den Kauf vieler beliebter Mittelklasse-Elektroautos finanziell entlasten. Ergänzend stehen 200 Millionen Pfund für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie eine zehnjährige Befreiung von der Gewerbesteuer für Ladepunkte zur Verfügung.

Dennoch weist die Umsetzung der Steuer auch kritische Aspekte auf, die bei Branchenverbänden Bedenken hervorrufen. Insbesondere Vielfahrer in ländlichen Regionen stehen vor höheren jährlichen Kosten, während bei Plug-in-Hybriden eine doppelte Belastung durch Meilenabgabe und verbliebene Kraftstoffsteuer droht.

Zudem bergen fahrleistungsabhängige Abgaben Anreize für Tachomanipulationen, weshalb der Gesetzgeber neue Prüfbefugnisse für die Polizei und Behörden schafft. Da die IT-Altsysteme der Zulassungsbehörde DVLA komplex sind, stehen automatische Rückerstattungen bei Verkäufen erst nach einer Übergangsphase zur Verfügung. Das Modell zeigt jedoch anschaulich, wie die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur im Zeitalter der Energiewende nachhaltig neu geordnet werden kann.

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E-Auto-Flaute: Porsche vermisst plötzlich den Verbrenner-Macan

14. Juli 2026 um 12:28
Auto, Elektroautos, Elektromobilität, Elektroauto, PKW, E-Auto, EV, E-Autos, SUV, Porsche, Macan Porsche plante beim Macan einen nahtlosen Übergang zum Elektro­antrieb und stellt den Verbrenner Ende Juli endgültig ein. Doch die Käufer verweigern sich dem schnellen Wechsel hin zum E-Auto. Jetzt entsteht beim Stuttgarter Autobauer eine massive Angebotslücke. (Weiter lesen)

E-Autos bauen nicht mehr Unfälle – aber andere als Verbrenner

09. Juli 2026 um 05:45

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E-Autos Elektroautos Crash Test Unfall

Wer an Probleme mit E-Autos denkt, hat vermutlich immer noch brennende Akkus und explodierende Batterien im Kopf. Denn wenn es um die Sicherheit von Elektroautos geht, halten sich hartnäckige Ängste. Tatsächlich sind die Fahrzeuge aber relativ sicher, auch wenn es ganz eigene Unfallmuster gibt, die sie von Verbrennern unterscheiden.

Die Verbreitung von E-Autos schreitet in Deutschland voran, doch es könnte noch deutlich schneller gehen. Neben Aspekten wie den relativ hohen Preisen sowie Problemen mit der Reichweite und dem Laden ist der Faktor Sicherheit weiterhin ein Thema.

Horrorgeschichten über brennende Batterien machen noch immer die Runde, dazu wird Elektroautos ein eigenwilliges Fahrverhalten nachgesagt. Wie die Fahrzeuge wirklich im Verkehr abschneiden, zeigt eine aktuelle Studie.

So unterscheiden sich E-Autos bei Unfällen

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat in einem umfangreichen Test diverse Verkehrsszenarien unter die Lupe genommen. In diesem Rahmen haben Fachleute knapp 500 schwere Unfälle aus der Datenbank der Versicherer ausgewertet und Elektroautos mit baugleichen Modellen mit Verbrennungsmotor verglichen – vom Kleinstwagen bis zur Oberklasse war alles mit dabei.

Das grundlegende Fazit ist positiv, auch wenn die knapp 500 untersuchten Fälle natürlich nicht das gesamte Unfallgeschehen abbilden können. Wer ein E-Auto fährt, verursacht kaum mehr Schäden. Der Unterschied bei der Häufigkeit im Vergleich zu anderen Antriebsarten ist verschwindend gering.

Interessant sind allerdings die Details. E-Autos haben ein eigenes Unfallmuster. Auch wenn die Häufigkeit ähnlich ist, passieren die Unfälle also oft in anderen Bereichen. Konkret kommen Zusammenstöße mit Fußgängern deutlich öfter vor, egal ob beim Anfahren, beim Zurücksetzen oder beim Abbiegen. Besonders gefährlich ist es in der Dämmerung oder bei Dunkelheit.

Dieses Ergebnis legt nahe, dass Fußgänger ein herannahendes E-Auto in diesen Momenten schlechter wahrnehmen als einen Verbrenner. Zwar müssen Fahrzeuge mit Elektromotor seit 2021 unterhalb von 20 km/h ein künstliches Geräusch erzeugen, doch dieses ist offenbar entweder zu leise oder klingt nicht eindeutig genug nach einem Auto.

Wenn das Gaspedal zur Bremse wird

Eine zweite Auffälligkeit betrifft die Bedienung. Häufiger als bei Verbrennern kommt es zu Unfällen durch Fehlbedienungen, vor allem beim Anfahren. In erster Linie geht es hierbei um Fahrzeuge mit sogenanntem One-Pedal-Drive, bei denen sich Beschleunigung und Bremse über ein einziges Pedal steuern lassen. Ein Tritt aufs Pedal beschleunigt, nimmt man den Fuß weg, bremst der Wagen von selbst ab.

Wer sich an diese Fahrweise gewöhnt hat, betätigt in einer Schrecksekunde womöglich das falsche Pedal. Hierbei spielt das Alter des Fahrers eine große Rolle. In den ausgewerteten Fällen war annähernd die Hälfte der Unfallverursacher älter als 75 Jahre. Wie stark sich die Funktion One-Pedal-Drive tatsächlich auf die Sicherheit auswirkt, will die UDV in weiteren Untersuchungen klären.

So schneiden E-Autos im Crashtest ab

Beim Aufprallschutz schneiden E-Autos hingegen überdurchschnittlich gut ab. In den Bewertungen kommen sie mindestens so gut weg wie vergleichbare Verbrenner, oft sogar besser. Beim European New Car Assessment Programme (Euro NCAP) holten zuletzt zahlreiche Modelle die Höchstwertung von fünf Sternen, vom Tesla Model 3 bis zum MINI Cooper E (via Allianz). Und auch das strenge US-Pendant IIHS zeichnete 2025 mehrere Stromer mit der Bestnote aus.

Ein Grund ist das höhere Gewicht durch die Akkus, denn bei einer Kollision sind die Insassen eines schwereren Fahrzeugs tendenziell besser geschützt. Das kommt vor allem kleinen E-Autos zugute, denn Kleinwagen haben bei Unfällen ansonsten ein hohes Verletzungsrisiko für die Insassen. Das zusätzliche Gewicht bedeutet aber auch mehr Verantwortung. Zum Glück fahren Führer eines Elektroautos im Schnitt vorsichtiger. Kontrollverluste sind seltener, und auch Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss kommen weniger häufig vor.

Die Sache mit dem Feuer

Eine brennende Batterie ist für viele Fahrer weiterhin die größte Sorge bei einem Elektrofahrzeug. Nach derzeitigem Kenntnisstand fängt ein Elektroauto jedoch nicht leichter Feuer als ein Benziner oder Diesel, und Explosionen gibt es im Regelfall ohnehin nicht. Dass Brände von E-Autos so viel Aufmerksamkeit erhalten, liegt eher an der noch jungen Technik und der menschlichen Neigung, sich stärker für das Ungewohnte zu interessieren.

Kommt es doch einmal zum Brand, gibt es allerdings eine Besonderheit. Wird die Batterie bei einem Unfall stark verformt, kann sich eine Zelle nach der anderen entzünden, wodurch eine Kettenreaktion entsteht, die sich nur mit enormen Wassermengen stoppen lässt. Tückisch ist zudem, dass sich ein bereits gelöschter Akku noch einen Tag später erneut entzünden kann. Deshalb werden ausgebrannte Fahrzeuge oft in Wasserbecken zwischengelagert.

Spielraum für Verbesserungen gibt es immer

Elektroautos haben ihre Probleme, doch Sicherheit gehört nur bedingt dazu. Die neuen Erkenntnisse sind also kein Argument gegen die E-Mobilität, sondern lediglich ein Fingerzeig, wo die Hersteller noch nachbessern müssen. Das betrifft unter anderem deutlich hörbare Warngeräusche und Assistenzsysteme, die beim Anfahren eingreifen.

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Die meistverkauften Autos im Juni 2026 – laut Neuzulassungen

08. Juli 2026 um 20:14

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meistverkauften Autos der Welt

Der deutsche Neuwagenmarkt ist häufig recht statisch, doch durch den neuerlichen Boom von E-Autos kommt diesmal Schwung in die Top Ten. Ein Elektroauto schafft es tatsächlich, sich zwischen die etablierten Modelle zu drängen und auf das Treppchen zu fahren.

Die Autoindustrie in Deutschland befindet sich weiterhin auf einem Hoch. 296.378 Pkw wurden im Juni insgesamt neu zugelassen – das ist ein Plus von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Frage ist wie immer: Welche Modelle wurden am häufigsten verkauft? Die Antwort liefert uns auch in diesem Monat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Die Statistik wird vor allem vom Aufwärtstrend der Elektromobilität durcheinander gewirbelt..

Diese Autos sind momentan besonders beliebt

In die Top Ten schafft es zwar nur ein einziges E-Auto, doch viele andere Modelle befinden sich in Lauerstellung. Autos wie der VW ID.3 sowie die Škoda-Modelle Enyaq und Elroq könnten schon bald einige Benziner oder Hybride verdrängen. Das ist kein Zufall, denn reine Elektrofahrzeuge sind im Juni erstmals die Antriebsart mit den meisten zugelassenen Autos. Sie kommen momentan auf einen Anteil von 28,4 Prozent.

Hersteller wie Tesla, BYD und Leapmotor profitieren von dem Trend und können deutlich mehr Zulassungen vorweisen als noch vor einigen Monaten. Es ist offensichtlich, dass sich der deutsche Automarkt für Firmen aus den USA und China immer weiter öffnet. Trotzdem stammen mit lediglich zwei Ausnahmen alle Modelle in der Top Ten von deutschen Herstellern. Vor allem Volkswagen kann das Ranking weiterhin dominieren.

Welche Modelle im Juni 2026 die meisten Neuzulassungen in Deutschland aufweisen können, verraten wir in folgendem Ranking (via KBA).

Platz 10: BMW X3

Der hinterste Platz in der Top Ten geht an den BMW X3. Insgesamt hat das KBA im Juni 4.516 Neuzulassungen des Modells registriert. Der X3 ist eines von vielen SUVs in der Liste. Diese stellen auch weiterhin das stärkste Segment.

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Bild: BMW

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E-Autos überholen Verbrenner: Die Neuzulassungen im Juni 2026

07. Juli 2026 um 19:45

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E-Autos Zulassungen Juni 2016

Die deutsche Autoindustrie erlebt im Juni 2026 einen historischen Moment. Erstmals sind reine E-Autos bei den Neuzulassungen die führende Antriebsart. Verbrenner verlieren hingegen weiter an Boden, und davon profitiert auch die Umwelt.

Der Automarkt in Deutschland startet stark in den Sommer, nachdem im Frühling ein kleines Tief durchgestanden werden musste. Insgesamt wurden im Juni 296.378 Pkw neu zugelassen. Das ist eine Steigerung von 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, und auch gegenüber dem Mai geht es spürbar bergauf. Ein essenzieller Treiber dieser positiven Entwicklung sind E-Autos, die erstmals die meistverkaufte Antriebsart sind.

E-Autos vorne: Wachablösung bei Neuzulassungen im Juni 2026

Noch nie zuvor waren reine Elektroautos in Deutschland die am häufigsten zugelassene Antriebsart. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt meldet, kamen im vergangenen Monat 84.057 Stromer neu auf die Straße. Das ist ein Zuwachs von 78,2 Prozent im Vergleich zum selben Zeitpunkt im Vorjahr. E-Autos kommen damit auf einen Anteil von 28,4 Prozent. Über das gesamte erste Halbjahr konnte die Antriebsart um 48,0 Prozent zulegen.

Einen kleinen Haken gibt es: Die Führung ist nur legitim, wenn man Hybridantriebe getrennt betrachtet. Reguläre Hybride kommen auf 28,1 Prozent und die als Zwischenlösung geltenden Plug-in-Hybride auf 10,9 Prozent. Insgesamt sind es also 39,0 Prozent. Klassische Verbrenner fallen weiter zurück und erreichen nur noch 20,5 Prozent – das ist ein Minus von 16,8 Prozent. Diesel kommen gerade einmal auf 11,4 Prozent.

Der Trend wirkt sich natürlich auch auf die Klimabilanz aus. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines Neuwagens sinkt um 13,6 Prozent auf 92,6 Gramm pro Kilometer.

Hersteller liefern sich ein spannendes Rennen

Bei den Herstellern bleibt an der Spitze alles beim Alten: Volkswagen führt das Ranking mit 51.058 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 17,2 Prozent problemlos an. Damit verkauft die Automarke VW fast doppelt so viele Fahrzeuge wie der Zweitplatzierte. Dahinter gibt es jedoch ein ziemliches Gerangel, denn gleich vier Vertreter liegen sehr eng beieinander. Das sind die fünf Marken mit den meisten Zulassungen im Juni:

  • VW: 51.058 Neuzulassungen (17,2 Prozent Marktanteil)
  • BMW: 26.119 Neuzulassungen (8,8 Prozent)
  • Skoda: 24.963 Neuzulassungen (8,4 Prozent)
  • Mercedes: 23.728 Neuzulassungen (8,0 Prozent)
  • Audi: 19.097 Neuzulassungen (6,4 Prozent)

BMW (+18,6 Prozent) und Audi (+17,1 Prozent) können jeweils zweistellig zulegen, Mercedes immerhin um 5,9 Prozent. Die erfolgreichste Importmarke ist weiterhin Skoda – ein Plus von 23,5 Prozent deutet darauf hin, dass der Hersteller vermutlich bald die zweitstärkste Kraft im Land sein wird. Skoda gehört zum dominanten VW-Konzern. Das Gleiche gilt für Seat, das 17.472 Neuzulassungen und ein Plus von 31,0 Prozent verzeichnet.

Den größten Zuwachs in der Top 20 kann jedoch Tesla vorweisen – für den US-Konzern geht es gleich 317,6 Prozent nach oben. Ein weiterer Gewinner ist der chinesische Hersteller BYD, der sich um 273,7 Prozent verbessern kann. Beide Unternehmen profitieren vom Boom der Elektromobilität. Das trifft auch auf die chinesischen Vertreter Leapmotor (+366,2 Prozent) und XPeng (+284,2 Prozent) zu.

Des einen Freud ist natürlich des anderen Leid. Deutliche Rückgänge muss unter anderem Opel hinnehmen (-14,8 Prozent). Auch Toyota, der größte Autohersteller der Welt, verliert in Deutschland an Boden (-20,5 Prozent). Weitere Hersteller mit Negativtrend sind Hyundai (-5,2 Prozent) und Porsche (-3,6 Prozent).

E-Autos noch immer mit niedrigem Bestand

Der Neuwagenmarkt mag auf den ersten Blick dynamisch erscheinen, doch der Wandel auf den deutschen Straßen vollzieht sich nur langsam. Zu Jahresbeginn waren rund 49,5 Millionen Pkw angemeldet. Der Anteil reiner Elektroautos am Gesamtbestand lag am 1. Januar 2026 trotz des Wachstums erst bei 4,1 Prozent.

Die aktuellen Neuzulassungen lassen erahnen, dass diese Zahl in einem halben Jahr deutlich höher ausfallen könnte. Trotzdem wird es noch sehr lange dauern, bis Elektroautos auch den Bestand auf den Straßen der Bundesrepublik dominieren werden. Die Richtung stimmt aber zumindest.

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E-Auto-Akkus: Einfacher mechanischer Druck verdoppelt Lebensdauer

07. Juli 2026 um 14:30
Elektroautos, E-Auto, Laden, Ladestation, Ladesäule Elektroautos könnten bald doppelt so lange mit einem Akku fahren. Ein konstanter physischer Druck auf Lithium-Ionen-Zellen verlängert die Lebensdauer deutlich. Die Technik braucht keine neuen Materialien, steht aber vor anderen Hürden. (Weiter lesen)

Tesla-Fahrt in Kanada: Fahrerin schläft bei 100 km/h am Steuer

07. Juli 2026 um 13:00
Auto, tesla, Selbstfahrendes Auto, Autonomes Auto, Selbstfahrend, autonomes Fahren, Autopilot, Autonome Fahrzeuge, Selbstfahren, fsd, Full Self-Driving Eine Frau wurde in Kanada schlafend am Steuer ihres Tesla bei 100 km/h gefilmt. Obwohl die integrierte Kamera die Aufmerksamkeit prüfen soll, umging eine Sonnenbrille das System komplett. Die Polizei ermittelt nun wegen des Vorfalls. (Weiter lesen)

E-Auto-Akkus: Lebensdauer übertrifft alle Erwartungen deutlich

06. Juli 2026 um 14:04
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Ladesäulen-Wucher: Das krumme Geschäft mit öffentlichem Laden

01. Juli 2026 um 11:00

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öffentliches Laden Abzocke Ladesäule E-Auto Elektroauto laden Preis Kosten teuer

Lidl ist im Juni 2026 ein kleiner Coup gelungen. Der Discounter hat auf seinen Parkplätzen das Schnellladen von E-Autos für gerade einmal 27 Cent ermöglicht. An vielen anderen Ladesäulen zahlen E-Autofahrer hingegen bis zu 84 Cent. Der Grund: Ein Markt, der von Monopolstrukturen, Roaming-Gebühren und einem Tarifdschungel geprägt ist. Eine kommentierende Analyse.

Wie teuer ist öffentliches Laden wirklich?

  • Der Bundesnetzagentur zufolge gibt es in Deutschland 151.452 Normalladepunkte und 52.499 Schnellladepunkte für Elektroautos (Stand: 1. Mai 2026). Um diese nutzen zu können, benötigen E-Autofahrer an einigen Säulen eine Ladekarte und an anderen eine spezielle App. Auch bei der Zahlung gibt es Unterschiede. Während man bei einigen Ladesäulen direkt per Smartphone zahlen kann, akzeptieren andere nur Kreditkarten. Wiederum andere ermöglichen monatliche Zahlungen per Rechnung. Nutzer, die sich per Vertrag an einen Anbieter binden, zahlen an dessen Ladesäulen überall den gleichen Preis und oft weniger als bei einem spontanen Ladestopp ohne Abo. Für das Normalladen (AC) werden laut ADAC Preise von 40 bis 60 Cent aufgerufen. Für das Schnellladen (DC) Preise von 50 bis 84 Cent. Zum Vergleich: Das Laden zu Hause kostet je nach Stromanbieter rund 30 Cent.
  • Laut einer Monopolanalyse des Ökostromanbieters LichtBlick beherrschen die führenden Betreiber in den untersuchten Gebieten durchschnittlich 72 Prozent des Marktes. Damit überschreiten sie den gesetzlichen Schwellenwert von 40 Prozent, ab dem eine marktbeherrschende Stellung vorliegt, massiv. Obwohl zu Beginn des Jahres 2026 bereits über zwei Millionen Elektroautos zugelassen waren, bleibt das Laden für viele Menschen kompliziert und teuer. LichtBlick zufolge verschafft das aktuelle System den Monopolisten einen unfairen Vorteil. Drittanbieter müssen im sogenannten Roaming-Modell zusätzlich zum Fahrstromtarif des jeweiligen Säulenbetreibers ein Entgelt zahlen. Unabhängige Unternehmen können unter diesen Bedingungen kaum ein kostendeckendes Angebot für ihre Kunden erstellen.
  • In Deutschland ist das öffentliche Laden nicht nur mitunter teuer, sondern auch relativ undurchsichtig. Wer spontan an einer unbekannten Ladesäule tankt, zahlt oft horrende Preise, die durch Margen und Roaming-Gebühren in die Höhe getrieben werden. Sören Ziems, Mitgründer und ehemaliger Geschäftsführer des Ladeflatrate-Anbieters elvah, hat mit dem Kilowatt Collective mittlerweile einen Zusammenschluss von E-Autofahrern ins Leben gerufen, um faire Konditionen aushandeln zu können. Ziel ist eine direkte Verbindung zu den Ladebetreibern ohne Zwischenhändler. Interessierte können sich kostenlos und ohne Verpflichtung anmelden, um dem Kollektiv Verhandlungsgewicht zu verschaffen. Als Richtwert nennt Ziems 25.000 Mitglieder.

Lidl gelingt Lade-Coup

Zumindest auf dem Papier ist Lidl beim E-Autoladen ein kleiner Coup gelungen. Der Discounter hat das Schnellladen auf seinen Parkplätzen im Juni 2026 für schlanke 27 Cent angeboten. Voraussetzung war die Lidl-Plus-App samt Lidl-Pay. Doch selbst regulär verlangt das Unternehmen moderate 44 Cent für das Schnellladen.

Klar: Das ist nicht ganz uneigennützig. Denn Lidl erhofft sich, den günstigen Strom als Lockmittel nutzen zu können, um Kunden in die Filialen und ins eigene App-Ökosystem zu ziehen. Der Fall zeigt aber, dass sich Ladeinfrastruktur auch anders kalkulieren lässt, wenn Strom nicht das einzige Geschäftsmodell ist.

Natürlich kann und muss nicht jeder Betreiber solche Preise anbieten. Und gerade beim Schnellladen an Autobahnen sind höhere Kosten wegen der aufwendigen Infrastruktur und des Netzanschlusses durchaus nachvollziehbar. Trotzdem wirft das aktuelle Ladesäulen-System die berechtigte Frage auf, ob der Markt seine Spielräume bislang konsequent nutzt oder auf dem aktuellen Elektroauto-Hype reitet und satte Margen scheffelt. Ich würde sogar so weit gehen, mitunter von Abzocke zu sprechen, da die Situation vieler Menschen ausgenutzt wird. Oder kurzum: einer Sauerei!

Für Eigenheimbesitzer mit eigener Wallbox mag das weitaus weniger ärgerlich sein. Wer jedoch in einer Mietwohnung lebt und regelmäßig eine (günstige) Ladesäule suchen muss, für den kann das Ganze sehr nervenaufreibend sein. Ganz zu schweigen von interessierten Mietern, die sich gerne ein Elektroauto kaufen würden, aber vom Tarifdschungel abgeschreckt werden.

Das System-Problem: Öffentliches Laden gleicht einem Dickicht aus Roaming-Gebühren, Tarifmodellen und Zugangssystemen, das für Verbraucher kaum noch durchschaubar ist. Klar: Schnellladen in der Öffentlichkeit ist nicht überall für 27 oder 44 Cent möglich. Doch mehr Wettbewerb, kreative Kooperationen und neue Geschäftsmodelle können Bewegung in einen Markt bringen, der sich zuletzt allzu oft mit dem Status quo zufriedengegeben hat.

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  • Sören Ziems, Initiator des Kilowatt Collective, das sich für faire Ladepreise einsetzt, in einem Statement: „Wir haben nicht auf die perfekte Infrastruktur gewartet – wir sind losgefahren und haben den Markt überhaupt erst möglich gemacht. Und genau dieser Markt hat sich gegen uns organisiert: Anbieter, Hersteller, Flotten – alle haben ihre Hebel. Nur die, die laden, sitzen nicht am Tisch. Ich kenne diese Seite von innen. Bei elvah habe ich erlebt, wie in der Anbieterwelt gedacht und gerechnet wird – und wie biegsam ein Kundenversprechen wird, wenn Marge und Marktmacht entscheiden.“
  • Markus Adam, Chefjurist von LichtBlick, in einem Statement: „Die Ergebnisse unserer Monopolanalyse zeigen: Die lokalen Monopolstrukturen haben sich verfestigt. Wir sehen weiterhin die negativen Folgen für den Fahrstrommarkt und Verbraucher. E-Mobilisten geraten in einen Tarifdschungel, in dem viel zu oft die Monopolanbieter die Preise überhöht und diskriminierend festsetzen. Die bislang nicht adressierte Marktmacht beim Laden unterwegs droht die Mobilitätswende empfindlich zu treffen.“
  • Jeroen van Tilburg, CEO vom Ladenetzbetreiber Ionity, in einem Interview mit der Welt: „Das Bild von der schlechten Ladeinfrastruktur stimmt so nicht mehr, zumindest nicht überall. (…) Die 79 Cent, die man oft liest, beziehen sich auf den Preis für spontane Einzelnutzung. Viele E-Fahrer laden aber über Abos oder spezielle Tarife deutlich günstiger. Wer regelmäßig unterwegs lädt, spart damit spürbar. Viele vergleichen die Preise für Schnellladen zudem mit den Preisen für das Laden zuhause. (…) Diese Infrastruktur ist technisch anspruchsvoll und kostenintensiv im Aufbau und Betrieb. Das spiegelt sich auch in den Preisen wider. Aber trotz der höheren Preise fürs Unterwegsladen lohnt sich E-Mobilität. Hochgerechnet über fünf Jahre sind drei von vier E-Autos in Europa günstiger im Besitz und Betrieb als Diesel oder Benziner.“

Abzocke an der E-Ladesäule: Was sich ändern muss

Die Ladesäulen-Debatte wird sich künftig nicht nur um Preise drehen. Mindestens genauso wichtig wird sein, wie einfach oder umständlich öffentliches Laden ist. Denn solange E-Autofahrer vor jeder längeren Fahrt überlegen müssen, welche App, welche Ladekarte oder welchen Tarif es braucht, bleibt die Elektromobilität unnötig kompliziert.

Doch der Druck auf die Ladesäulenbetreiber und die Politik wächst. Immer mehr Verbraucher geben sich nicht mit dem bisherigen Flickenteppich aus Tarifmodellen zufrieden. Auch für Interessierte wirkt das System eher unattraktiv – vor allem ohne eine Wallbox. Und selbst mit: Viele sind von klassischen Tankstellenbesuchen oder dem Laden zu Hause einfachere Abläufe gewohnt.

Der Wettbewerb wird in Zukunft also nicht ausschließlich über günstigere Preise entschieden werden, sondern über das Nutzererlebnis. Dafür müsste man aber zunächst den Monopolisten und Roaming-Gebühren an den Kragen gehen.

Dann könnten transparente Tarife, unkompliziertes Bezahlen und geringe Zugangshürden sich sogar zum Kaufargument entwickeln, statt zu verschrecken. Denn letztlich gilt auch beim Laden: Die beste Infrastruktur bringt wenig, wenn ihre Nutzung zu kompliziert und der Preis zu hoch ist.

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