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Physical AI: Was droht, wenn KI einen Körper bekommt

06. März 2026 um 11:00

Der Beitrag Physical AI: Was droht, wenn KI einen Körper bekommt erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Physical AI Roboter KI Körper Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz erobert unseren Alltag in Form von Software-Lösungen. Doch digitale Assistenten sind erst der Anfang der KI-Revolution. Im nächsten Schritt soll Künstliche Intelligenz dabei helfen, unsere physische Welt erobern und einen Körper bekommen. Eine kommentierende Analyse.

Was ist Physical AI?

  • Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Physical AI als „die Verbindung von künstlicher Intelligenz mit physischen Systemen wie Kameras, Geräten, Anlagen, Drohnen, Robotern und selbstfahrenden Autos und Bussen. Sie ermöglicht diesen, komplexe Vorgänge in der physischen Welt wahrzunehmen, zu analysieren, zu evaluieren und auszuführen.“
  • Bislang hat sich das Training von neuen Technologien wie humanoiden Robotern oder Greifarmen in der Produktion als sehr schwierig und kostenintensiv gestaltet, da es wenige Daten gibt und ein hoher Aufwand notwendig war. An dieser Stelle setzen Multimodal Large Language Models (MLLMs) an.
  • Sie trainieren humanoide Roboter mit Milliarden realen Datensätzen, ohne dass die teure Technologie gefährdet ist. Ein anschauliches Beispiel ist Nvidia Cosmos. Das autonome Auto bekommt durch Physical AI die Gefahren des Verkehrsalltags durch unzählige Videoaufzeichnungen beigebracht – ohne eine reale Fahrt auf der Straße, bei der ein Unfall einen Prototypen-Schaden in Millionenhöhe verursachen könnte.

Humanoide Roboter noch viel zu teuer

Der Figure 03, Teslas Optimus und die Roboter von Boston Dynamics haben eines gemeinsam: Sie liefern teilweise beeindruckende Vorführungen, sind allerdings für den Einsatz in den eigenen vier Wänden zu teuer. Ein gutes Beispiel dafür ist auch der Pflegeroboter Moya, der knapp 180.000 US-Dollar kosten soll.

Physical AI könnte zum Gamechanger für humanoide Roboter werden. Durch das unkomplizierte Training und die Vermenschlichung der Maschinen durch den Umgang mit physikalischen Gesetzen und unberechenbaren menschlichen Umgebungen werden unsere Roboter-Assistenten immer besser. Das wiederum ermöglicht die Skalierung in der Industrie. Dort können die Roboter in einem geschützten Umfeld lernen und noch besser werden.

Sobald humanoide Roboter dann in Fabriken funktionieren, können Roboter-Produzenten wie Elon Musks Tesla die Herstellungs- und Entwicklungskosten deutlich senken. Das wiederum ermöglicht perspektivisch den Einzug in unser Privatleben.

Stimmen

  • Markus Hacker, Director Enterprise DACH bei Nvidia, skizziert in einem Gastbeitrag die Weiterentwicklung der Robotik: „Roboter werden intelligente Einheiten, die nicht nur wahrnehmen, begründen und planen, sondern auch eigenständig handeln und aus ihren Erfahrungen lernen können. Ihr Einsatzbereich wird sich von Operationssälen und Rechenzentren über Fabriken bis hin zu Verkehrsleitsystemen und ganzen Städten erstrecken. Statische, manuell gesteuerte Systeme weichen zunehmend interaktiven, intelligenten Lösungen.“
  • Physical AI hat nicht nur Auswirkungen auf unser Bruttoinlandsprodukt, sondern auch auf unsere Arbeitswelt. Darauf weisen Theresa Wolf und Andrea Willige vom World Economic Forum in einem Papier hin: „Maschinenbediener zu Robotertechnikern, Logistik-Teams koordinieren künftig mobile Roboter, Instandhaltungsteams verlagern ihren Schwerpunkt auf vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), und Fertigungsingenieure werden sich auf das Training und die Optimierung von KI- und Robotiksystemen konzentrieren.“
  • Etwaigen Untergangsszenarien für die Menschheit widerspricht Professor Wolfgang Wahlster, wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, in einem Interview: „Maschinelles Lernen unterscheidet sich prinzipiell vom menschlichen Lernen. Es geht in der KI keinesfalls darum, menschliches Verhalten mit all seinen Stärken, aber auch den vielen Schwächen perfekt nachzubilden, sondern wir wollen dem Menschen mit KI assistieren, wo dies sinnvoll ist. Beim Lernen von Regelmäßigkeiten in sehr großen Datenmengen sind maschinelle Lernverfahren dem Menschen heute bereits überlegen.“

Physical AI: Luftschloss oder Alltagshelfer?

Physical AI ist zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Metaverse vergleichbar. Eine Technologie, die großes Potenzial bietet, ihrer Zeit jedoch voraus ist und deshalb zum Teil auf Luftschlössern in Fantasiewelten aufbaut. Realistische Schätzungen gehen davon aus, dass die ersten humanoiden Roboter gegen Ende der 2020er Jahre in Fabriken Einzug halten werden.

In unserem Haushalt könnten sie ab Mitte der 2030er Jahre helfen. Wir sprechen also trotz der steilen Lernkurve von Physical AI von einem Zeitraum von mindestens einem Jahrzehnt – ein Zeitraum, der sich kaum verlässlich vorhersagen lässt.

Fest steht jedoch, dass der Erfolg von Physical AI dazu beitragen könnte, Menschen körperlich zu entlasten. Wenn wir weniger manuelle Tätigkeiten übernehmen, können wir uns auf wichtigere Aufgaben konzentrieren.

Dazu gehört beispielsweise die Pflege von Angehörigen oder die Zeit mit der Familie. Vielleicht sorgt der technologische Fortschritt also tatsächlich einmal für eine ökonomische Entlastung der Menschheit und eine sozial-zwischenmenschliche Revolution.

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Traum von AGI: Wird KI jemals so intelligent sein wie der Mensch?

02. Februar 2026 um 11:00

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AGI Artificial General Intelligence Superintelligenz KI Mensch Künstliche Intelligenz

Mit OpenAI-Chef Sam Altman und Tesla-CEO Elon Musk befeuern gleich zwei KI-Pioniere den Hype um die sogenannte Artificial General Intelligence (AGI) – zu Deutsch: Künstliche Allgemeine Intelligenz. Gemeint ist damit häufig eine Art Superintelligenz mit übermenschlichen Fähigkeiten. Viele Wissenschaftler und Unternehmer eifern diesem Traum nach. Eine kommentierende Analyse.

Es gibt zahlreiche Definitionen von AGI

  • Die Problematik fängt bei der AGI bereits damit an, dass es keine eindeutige Definition des Begriffs gibt. Für Amazon ist AGI zum Beispiel ein „Gebiet der theoretischen KI-Forschung, das versucht, Software mit menschenähnlicher Intelligenz und der Fähigkeit zum Selbststudium zu entwickeln.“ Das Ziel ist eine Software, die Aufgaben ohne spezielles Training selbst ausführen kann.
  • Häufig wird deshalb auch zwischen „Starker KI“ (Strong AI) und „Schwacher KI“ (Weak AI) unterschieden. Zur schwachen KI gehören beispielsweise ChatGPT, Chatbots und Empfehlungstools, die festgelegte Probleme durch Trainingsdaten selbst lösen können. Eine starke KI dagegen verfügt über Kreativität, die Fähigkeit, Wissen und Empfindungen über verschiedene Fachgebiete hinweg zu transferieren und eigene Lösungsstrategien zu entwickeln. Wir befinden uns im Zeitalter der schwachen KI.
  • Ein weiteres Problem ist die gefühlte Nähe zum Erreichen der AGI. Schon die ersten KI-Forscher um Alan Turing und Herbert A. Simon haben in den 1950- und 1960er Jahren vorhergesagt, dass in 20 Jahren – also zwischen 1970 und 1980 – eine AGI existiert. Und so zieht sich das Narrativ durch die Generationen. Jetzt sind es Sam Altman und Elon Musk, die baldige Durchbrüche für wahrscheinlich halten.

Uneinigkeit in der Forschung

Ob und wann es tatsächlich zur Schöpfung der ersten AGI kommt, ist unklar. Im Jahr 2024 ist die bislang größte Studie zum Voranschreiten von Künstlicher Intelligenz unter dem Titel „Thousands of AI Authors on the Future of AI“ erschienen. Darin haben über 2.700 KI-Forscher ihre Prognosen abgegeben.

Das Ergebnis sieht aus wie die Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen mit verbundenen Augen. Wenn der KI-Fortschritt ungehindert weiter geht, sehen die Experten im Jahr 2037 eine zehnprozentige Chance, dass alle menschlichen Berufe vollständig automatisierbar sind und von KI übernommen werden können. Im Jahr 2.116 soll die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt, dann bei 50 Prozent liegen.

Oder anders ausgedrückt: Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Auch nach über 70 Jahren an KI-Forschung sind sich die Forscher selbst nur darin einig, dass sie sich uneinig sind. Allein der Fakt, dass in knapp 100 Jahren die Chance bei gerade einmal 50 Prozent liegen soll, dass eine starke KI existiert, zeigt, dass Prognosen über die Zukunft von KI schlichtweg Firlefanz sind.

Stimmen

  • In einem Blog-Beitrag blickt OpenAI-CEO Sam Altman auf die Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz seit der Markteinführung von ChatGPT zurück: „Wir sind jetzt zuversichtlich, dass wir wissen, wie man AGI baut, so wie wir sie traditionell verstanden haben. Wir glauben, dass wir im Jahr 2025 die ersten KIAgenten sehen könnten, die ‚in die Arbeitswelt eintreten‘ und die Leistungsfähigkeit von Unternehmen spürbar verändern.“
  • Rolf Pfister forscht am Lab42 im schweizerischen Davos an Künstlicher Intelligenz. In einem Interview mit dem Schweizerischen Rundfunk sagte er: „Es gibt mehrere hundert Definitionen von AGI. Und man muss sagen, dass es eigentlich nur ein Marketingbegriff ist, der eingeführt wurde, um sich von der herkömmlichen KI-Forschung abzugrenzen.“
  • Katja Grace, Forscherin an der Berkeley University und leitende Autorin der KI-Studie, dazu: „Mehr als die Hälfte der Befragten meinte, dass in sechs verschiedenen KI-bezogenen Szenarien ‚erhebliche‘ oder ‚extreme‘ Besorgnis angebracht sei – darunter die Verbreitung falscher Informationen, autoritäre Überwachung und zunehmende Ungleichheit. Es gab Uneinigkeit darüber, ob schnellerer oder langsamerer KI-Fortschritt besser für die Zukunft wäre. Allerdings herrschte breite Einigkeit darüber, dass Forschung zur Minimierung potenzieller Risiken stärker priorisiert werden sollte.“

Marketingbegriff AGI als Gelddruckmaschine im KI-Wettstreit

Wenn wir einen Blick darauf werfen, wer sich positiv über AGI auslässt, so stellen wir fest, dass es sich dabei hauptsächlich um Führungspersonen aus Unternehmen handelt, die direkt oder indirekt vom Erfolg von Künstlicher Intelligenz abhängig sind.

Der Begriff AGI ist vielen Menschen noch unbekannt und eignet sich deshalb vorzüglich dafür, aus der undurchschaubaren Masse an KI-Firmen herauszustechen. Wer verspricht, dass AGI bald Realität wird, hat bessere Chancen, neue Investorengelder an Land zu ziehen. Und die sind wichtig. Denn trotz aller Fortschritten leidet die gesamte KI-Industrie an chronischer Geldnot. Das zeigt die Entwicklung von ChatGPT eindrücklich.

Als Endverbraucher können wir uns aktuell darüber freuen, dass die derzeitigen KI-Modelle in regelmäßigen Abständen besser werden – zum Beispiel in der Bild-Erstellung – und den Wettkampf von der Seitenlinie verfolgen. Und wenn der Wunsch nach einer AGI wieder einmal aufkommt, schauen wir einfach Filmklassiker wie „Odyssee im Weltraum“ oder „I, Robot“ an.

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Das sind die 6 besten Greentech-Newsletter

27. Januar 2026 um 06:00

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Beste Greentech Newsletter Nachhaltigkeit Green Tech

Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind die beiden Megatrends des 21. Jahrhunderts. Und so unterschiedlich und entgegenlaufend beide Bereiche sind, finden sie in Greentech ihren gemeinsamen Nenner. Damit du die neusten Greentech-Trends und nachhaltigen Technologien nicht verpasst, stellen wir dir die sechs besten Greentech-Newsletter vor.

Was sind die 6 besten Greentech-Newsletter, die du unbedingt lesen solltest?

Willst du deine Wohnung oder dein Haus mit nachhaltiger Technologie nicht nur smart, sondern auch nachhaltig gestalten? Oder interessierst du dich aus professioneller Perspektive für Entwicklungen, Trends, Technologien und aufstrebende Start-ups aus dem Greentech-Sektor? Heute wollen wir dir die sechs besten Greentech-Newsletter vorstellen – für Einsteiger und Fortgeschrittene.

1. UPDATE

Das „UPDATE“ von BASIC thinking erscheint von Montag bis Freitag um 6 Uhr und bringt dir die wichtigsten News und Entwicklungen aus den Bereichen Greentech, Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologien direkt in dein E-Mail-Postfach. In nur fünf Minuten erfährst du alles, was du für den Tag wissen musst.

Der Newsletter startet mit dem Format „BREAK/THE NEWS“. Darin wird die wichtigste Nachricht aus der Tech-Welt in ihre Einzelteile zerlegt, analysiert und eingeordnet. Du bekommst die Nachricht erklärt, liest verschiedene Stimmen und Perspektiven von Experten und erfährst, welche Konsequenzen für unser Leben folgen können. Neben einem kompakten News-Bereich („Headline Buzz“) gibt es zudem jeden Tag eine gute Nachricht – etwas, das gerade mit Blick auf unsere Umwelt sehr wichtig ist.

  • Rhythmus: Täglich
  • Format: Eigene Formate, Überblick mit Links auf News
  • Sprache: Deutsch

Hier kannst du dich kostenlos zum UPDATE anmelden:

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2. Illuminem Newsletter

Illuminem bezeichnet sich selbst als die größte Nachhaltigkeits-Plattform der Welt. Das Versprechen lautet: „Von der Information zur Handlung: Wir unterstützen die nachhaltige Reise“.

Das macht Illuminem durch drei Säulen. Einerseits gibt es Artikel, Newsletter und Beiträge von über 2.000 Experten rund um den Globus aus 500 kuratierten Quellen. Andererseits gibt es einen Sustainability Data Hub, der Informationen zur Nachhaltigkeit von tausenden Firmen enthält. Zuletzt vertreibt Illumnem eigene Nachhaltigkeitslösungen.

Die Plattform verzeichnet 700.000 aktive Nutzer – darunter 7.000 Führungskräfte – und 20.000 Newsletter-Abonnenten. Insgesamt gibt es drei Newsletter, die allesamt wöchentlich in englischer Sprache erscheinen. Während „Sustainability & Energy“ die wichtigsten Nachhaltigkeits-News kuratiert, geht es in „Carbon“ um alle politischen und gesetzlichen CO2-Regulierungen. Der „Chief Sustainability Officer“-Newsletter spricht gezielt CSOs an, damit sie bessere Entscheidungen in ihren Unternehmen treffen können.

  • Rhythmus: Wöchentlich
  • Format: News, Analysen oder Entscheidungshilfen für Führungskräfte
  • Sprache: Englisch

3. Trellis Briefing

Zu den größten und besten Greentech-Newslettern der Welt gehört auch das „Trellis Briefing“. Hinter dem Newsletter steht die gleichnamige Firma Trellis (ehemals GreenBiz). Sie hilft als Organisation Einzelpersonen und Unternehmen, gemeinsam bessere Lösungen für die Herausforderungen der Klimakrise zu finden.

Dafür veranstaltet Trellis regelmäßig Konferenzen, um den fachlichen Austausch zu fördern und Netzwerke zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaftlern auszubauen.

Der Greentech-Newsletter von Trellis unterstützt das Ziel der Wissensvermittlung und Vernetzung ebenfalls. Über 50.000 Abonnenten – darunter Führungskräfte von Google, Disney, Starbucks und Toyota – lesen den Newsletter, der von Richard Martin, Heather Clancy und Jim Giles hauptverantwortlich verfasst wird.

Du bekommst kurze Zusammenfassungen mit weiterführenden Links, praktische Leitfäden mit Anleitungen für deine eigenen Initiativen, regulatorische und gesetzliche Neuerungen sowie Jobs und Event-Empfehlungen.

  • Rhythmus: Vier Mal in der Woche (Montag bis Donnerstag)
  • Format: Überblick mit Links auf Analysen und Gesetze sowie praktische Anleitungen
  • Sprache: Englisch

4. Climate & Energy Newsletter (Canary Media Daily)

Der „Canary Media Daily“ ist ein Climate & Energy Newsletter, der täglich erscheint. Als Abonnent erhältst du einen kompakten Überblick über die wichtigsten Schlagzeilen aus den US-Medien und die neusten Artikel aus der Redaktion von Canary Media aus den Bereichen Solarenergie, Windenergie, Batterietechnologie, Netzwerk- und Infrastruktur. Der Greentech-Newsletter eignet sich ideal für einen schnellen Nachrichtenüberblick mit den aktuellsten Ereignissen in den USA.

Das Besondere: Canary Media ist ein unabhängiges Nachrichtenportal, das sich ausschließlich über Spenden finanziert und über saubere Energie und Lösungen zur Bewältigung der Klimakrise berichtet. Durch die Strukturierung in die einzelnen Bereiche findet jeder Interessierte – ob Journalist, Politiker oder Investor – die passenden News aus dem passenden Bereich.

  • Rhythmus: Täglich unter der Woche
  • Format: Übersicht mit aktuellen Artikeln und Headlines aus dem Internet
  • Sprache: Englisch

5. Bloomberg Green Daily

Bloomberg gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten und einflussreichsten Medienhäusern im Finanz- und Nachrichtenbereich. Mit dem „Bloomberg Green Daily“ hat die Redaktion einen Greentech-Newsletter auf die Beine gestellt. Die Klimajournalisten veröffentlichen Beiträge, Analysen und Recherchen. Im täglichen Greentech-Newsletter geben sie Einblicke in die Folgen der Erderwärmung, präsentieren neue Technologien und stellen nachhaltige Investments und Firmen vor.

Im Gegensatz zu anderen Greentech-Newslettern benötigst du Zeit zum Lesen: Neben einer ausführlichen Top-Story des Tages bekommst du zwei weitere ausführliche Analysen. Zwischendurch gibt es kurze News-Headlines und weiterführende Bloomberg-Artikel. Die Lesezeit beträgt zwischen 10 und 15 Minuten pro Ausgabe. Du erhältst hochwertigen Journalismus, der nicht nur schnell überflogen werden kann.

  • Rhythmus: Fast täglich (außer an Sonn- und Feiertagen)
  • Format: Ausführliche Analysen
  • Sprache: Englisch

6. The Spark

Der sechste und letzte der besten Greentech-Newsletter entstammt dem renommierten Wissensmagazin „MIT Technology Review“. Dementsprechend ist „The Spark“ auch keine leichte Lektüre, sondern richtet sich mit seinen wissenschaftlichen Beiträgen und tiefgreifenden Fachartikeln an interessiertes Fachpublikum, das auf der Suche nach fundierten Tech-Analysen ist. Der Newsletter will Technologien vorstellen, die den Klimawandel bekämpfen können.

Die Fachjournalisten und Wissenschaftler des MIT greifen einmal in der Woche am Mittwochmorgen ein aktuelles Thema, eine neue Studie oder Forschungsergebnisse auf, analysieren diese und ordnen sie in einen übergreifenden Kontext an. Die Beiträge stammen stets aus dem Greentech-Spektrum decken jedoch immer nur eine Storyline auf. Deshalb ist „The Spark“ eher ungeeignet für den täglichen Wissensdurst und News-Updates.

  • Rhythmus: Wöchentlich (immer mittwochs)
  • Format: Ausführliche Analysen
  • Sprache: Englisch

Wie findest du den besten Greentech-Newsletter für dich?

Greentech umfasst viele Themen – von neuen, nachhaltigen Technologien, über Antriebsmodelle für Autos bis hin zu Solar- und Windenergielösungen. Da die Bandbreite sehr groß ist, empfehlen wir dir, mehrere Newsletter zu abonnieren, damit du herausfindest, welcher der beste Greentech-Newsletter für dich ist.

Je nachdem wie viel Zeit du mit Newslettern verbringen möchtest und wie du deine Informationen serviert bekommen willst, gibt es unterschiedliche Greentech-Newsletter für dich. Zum Start wäre eine Kombination aus UPDATE (dein tägliches, deutschsprachiges Greentech-Update mit News und einer großen Analyse) und Canary Media Daily (tägliche, englischsprachige Newsübersicht) und „The Spark“ (wöchentliche, englischsprachige Analyse) sinnvoll.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

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Wie helfen dir die besten Greentech-Newsletter dabei, nachhaltiger zu leben und Zukunftstechnologien frühzeitig zu entdecken?

Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind zwei der zentralen Schlagwörter unserer Gesellschaft – das gilt im Alltag wie auch in der Wirtschaft. Eine im Juni 2025 erschienene Studie des Umweltbundesamtes und der Bundesnetzagentur unter 1.695 deutschen Unternehmen hat ergeben, dass über 75 Prozent aller deutschen Firmen beide Themen als „wichtig“ oder „eher wichtig“ empfinden.

Besonders interessant: Bei den Großunternehmen gibt es keinen Vertreter, der die Nachhaltigkeit als „unwichtig“ eingestuft hat. Bei der Digitalisierung sind es unter zehn Prozent, die sie als „eher unwichtig“ oder „unwichtig“ empfinden. Das Gute: Wir können von den Strategien der größten und wichtigsten Unternehmens Deutschlands lernen. Sie setzen auf Greentech, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Deshalb ist es für dich entscheidend, dich über Greentech-Newsletter auf dem Laufenden zu halten. Wer sich frühzeitig mit nachhaltigen Technologien beschäftigt, kann sich Wissen aneignen, dass für die eigene Karriere essenziell werden wird.

Übrigens: Wenn du dich auch für die Zukunftstechnologie KI interessierst, findest du hier die 7 besten KI-Newsletter.

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KI, E-Autoprämie, Deutschlandticket: Was sich 2026 ändert

02. Januar 2026 um 10:00

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KI E-Autoprämie ÖPNV Deutschlandticket 2026

Im Jahr 2026 stehen einige Veränderungen an. Wir blicken auf das, was rechtlich und politisch rund um Elektromobilität, den ÖPNV und Künstliche Intelligenz wichtig ist. Besonders relevant sind in Deutschland die neue E-Auto-Prämie, der AI Act samt KI-Kennzeichnungspflicht und das Deutschlandticket. Eine kommentierende Analyse.

E-Auto-Prämie, AI Act und Deutschlandticket

  • Nach dem Ende des Umweltbonus zum Jahreswechsel 2023/2024 gibt es 2026 eine Neuauflage der E-Auto-Prämie in Deutschland. Vom Staat gibt es bis zu 5.000 Euro für E-Autos und Plugin-Hybride – allerdings nur für Neuwagen. Außerdem erhalten die Förderung nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen unter 80.000 Euro – es geht also um Gering- und Mittelverdiener.
  • Mit dem AI Act hat die Europäische Union im August 2024 eine gesetzliche Regelung auf den Weg gebracht, die den Einsatz von KI regulieren soll. Alles, was damit erzeugt worden ist, war viel Unklarheit. Richtig wirksam werden die Änderungen erst ab dem 2. August 2026. Dann greift zum Beispiel auch die KI-Kennzeichnungspflicht, die Anbieter und Anwender von Künstlicher Intelligenz zu einer entsprechenden Kennzeichnung zwingen soll. Wer sich weigert, wird zur Kasse gebeten.
  • Lange war die Zukunft des Deutschlandtickets offen. Die ursprüngliche staatliche Zusage wäre Ende 2025 ausgelaufen. Jetzt steht fest: Die Zukunft des Deutschlandtickets ist für die Jahre 2026 bis 2030 sichergestellt. Das hat der Bundestag beschlossen – lediglich die AfD, die Linke und die Grünen haben dem Vorschlag der Bundesregierung nicht zugestimmt. Einziger Wermutstropfen: die Preise steigen weiter.

Neue E-Auto-Prämie ab 2026

Die Bundesregierung hat erkannt, dass es wichtig ist, der Nachhaltigkeit und der Zukunft unseres Planeten und unserer Gesellschaft in Deutschland einen gewissen Stellenwert einzuräumen. Das große Infrastrukturbudget, das mit einer Neuverschuldung in Milliardenhöhe einhergeht, hätte allerdings viel mehr Spielraum für viel konkretere Maßnahmen gegeben.

Die E-Auto-Prämie ist dafür das Paradebeispiel. Wieso gibt es eine Beschränkung anhand des Haushaltseinkommens? E-Autos sind deutlich teurer als Verbrenner – das beginnt bei der Anschaffung, geht über die notwendige Ladestruktur und endet bei den Ersatzteilen.

Wieso werden Besserverdiener gezielt ausgeschlossen? Wäre es nicht sinnvoll, wenn sich Abteilungsleiter einen E-Wagen zulegen anstatt das Geld in den nächsten Verbrenner-SUV zu investieren? Die E-Auto-Prämie ist ein gutes Beispiel für „gut gedacht, schlecht gemacht“.

Der ADAC schätzt, dass mit den drei Milliarden Euro aus dem Fördertopf rund 600.000 Fahrzeuge gefördert werden können. Wenn man die drei Milliarden Euro stattdessen in den ÖPNV-Ausbau und das Deutschlandticket gesteckt hätte, hätte man nicht nur ein kurzes Strohfeuer entfacht, sondern langfristig dafür gesorgt, dass weniger Menschen Auto fahren und die Landbevölkerung besser angebunden ist zu einem geringeren Preis.

Stimmen

  • Für Bundeskanzler Friedrich Merz ist die E-Auto-Prämie nur ein Puzzlestück in einem umfangreichen Maßnahmenpaket zum Schutz der deutschen Automobilindustrie: „Wir wollen die Automobilindustrie stärken und dabei Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung in Einklang bringen. […] So sollten nach 2035 nicht nur reine Elektroantriebe, sondern auch weiterhin Plugin-Hybride sowie Range-Extender zulässig sein. Auch hochentwickelte Verbrenner – wie von den Ministerpräsidenten der Länder gefordert – sind eine Option.“
  • Carsten Lexa, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Wirtschafts-, Gesellschafts- und Vertragsrecht, versteht den Wunsch nach einer KI-Kennzeichnungspflicht: „Viele Inhalte, die heute erstellt werden – sei es in der Musikproduktion oder im Rahmen der Bildbearbeitung – unterliegen keiner Kennzeichnungspflicht, obwohl sie digital bearbeitet werden und sich so – teilweise erheblich – von dem ursprünglichen Werk unterscheiden. Zudem wäre die praktische Umsetzung einer solchen Kennzeichnungspflicht schwierig und könnte unnötige Bürokratie schaffen, die am Ende vielleicht mehr Verwirrung stiftet als Klarheit.“
  • Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, ist von der beschlossenen Preiserhöhung und der flexiblen Anpassung beim Deutschlandticket nicht begeistert: „Die Menschen haben die berechtigte Erwartung, dass sie das Deutschlandticket im ganzen Land nutzen können. Doch da klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander, insbesondere in ländlichen Gegenden. Die Ergebnisse des Mobilitätsbarometers sind ein Auftrag an die Politik, ein deutlich besseres Angebot an Bussen und Bahnen bereitzustellen, vor allem durch häufigere Verbindungen. Das ÖPNV-Angebot in Stadt und Land muss mit den Erwartungen der Menschen Schritt halten.“

ÖPNV und E-Autos: Was uns 2026 erwartet

Jede getroffene Maßnahme, die den ÖPNV und die nachhaltige Mobilität in Deutschland stärkt, ist gut. Trotzdem zeigen sowohl die E-Auto-Prämie als auch die KI-Kennzeichnungspflicht, dass unsere Regierung mehr von Angst, denn von Wissen getrieben ist.

Natürlich ist es wichtig, dass Menschen in Deutschland und Europa vor den Gefahren von Künstlicher Intelligenz geschützt werden. Ebenso wichtig ist es, neue Kaufanreize für E-Autos zu schaffen. Allerdings ist es mindestens genauso wichtig, nicht ein Bürokratiemonster nach dem nächsten zu erschaffen. Kaum eine regulatorische Maßnahme im Jahr 2026 ist unkompliziert. Immer gibt es unzählige Voraussetzungen oder Klauseln, die beachtet werden müssen.

Wirklich hilfreich wäre es, wenn wir unseren Regierungs- und Entscheidungsapparat gezielt verschlanken würden, sodass wirklich den Menschen geholfen wird und nicht nur neue Jobs beim Staat geschaffen werden. Wir müssen den Sozialstaat und unsere Bevölkerung stärken und ihnen nicht die Lebensexistenz entziehen. Markus Söder und sein Kampf gegen Familien in Bayern zeigen, wie es nicht geht.

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Humanoide Roboter vor dem Durchbruch – aber anders als erwartet

30. Dezember 2025 um 11:00

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humanoide Roboter XPeng

Seit dem Aufkommen von Science-Fiction-Filmen sind viele Menschen von humanoiden Robotern begeistert. Ein prominentes Beispiel ist C-3PO aus Star-Wars-IV aus dem Jahr 1977. Knapp 50 Jahre später sind humanoide Roboter wieder – oder noch immer – in aller Munde. Gelingt 2026 der Durchbruch? Eine kommentierende Analyse.

Autohersteller produzieren humanoide Roboter

  • Die Forschung an humanoiden Robotern wird rund um den Globus intensiviert. Eine Studie der Technischen Hochschule Ingolstadt zeigt, dass China die Entwicklung von humanoider Robotik mit einem Marktanteil von 39 Prozent dominiert. Danach folgen die USA (24 Prozent) sowie Europa und Japan (jeweils zwölf Prozent).
  • Hinter den humanoiden Robotern stecken keine spezialisierten Firmen, sondern in erster Linie Autohersteller – richtig gelesen. Zu den größten Herstellern und zielstrebigsten Forschern gehören Toyota, Hyundai, Honda, XPENG und Tesla. Ihr Vorteil: Sie beschäftigen sich mit Automation im Bereich der Autos und haben Industrieroboter seit Jahren im Einsatz.
  • Das durchschnittliche Nettoeinkommen eines Single-Haushalts liegt in Deutschland bei rund 1.850 Euro. Die Kosten für humanoide Haushaltshilfen starten anbieterübergreifend bei 10.000 Euro. Um sich einen Roboter für die eigenen vier Wände zu kaufen, müsste die deutsche Mittelschicht sechs Monate arbeiten ohne dabei einen Cent auszugeben.

Der große Roboter-Wettstreit

Wer sich für humanoide Roboter begeistert, wurde 2025 nicht enttäuscht. Unzählige Anbieter haben in beeindruckenden Vorstellungen ihre neusten Roboter präsentiert. Der Figure 03 von Figure AI wird induktiv geladen und kann bis zu 20 Kilogramm tragen. Der Xpeng Iron agiert so menschlich, dass sich Zuschauer nicht sicher sind, ob es sich tatsächlich um einen Roboter handelt.

Und auch Teslas Optimus-Roboter beeindruckte bei seiner Vorstellung – gerade, weil er sich im Fallen erstaunlich human verhielt. Genau an dieser Stelle stehen wir gerade: 80 Prozent aller humanoiden Roboter sind Prototypen, die auf Showbühnen wahnsinnige Performances liefern.

Die Hersteller konzentrieren sich darauf, die menschlichen Zuschauer durch Menschlichkeit zu überzeugen, scheitern allerdings häufig im Alltag. Gerade einmal zehn Prozent aller humanoiden Roboter befinden sich bereits in der Serienproduktion.

Der Grund: Um den Menschen in all seinen Facetten und Fähigkeiten zu simulieren, ist noch viel Arbeit nötig. Alleine die menschliche Hand verfügt über 17.000 Tastrezeptoren. Da ist es nicht verwunderlich, dass es noch keinem Humanoiden bislang gelungen ist, die nötige Feinmotorik nachzustellen.

Stimmen

  • Simon Schmidt, Geschäftsbereichsleiter am Fraunhofer IPA, hat sich in einer Studie mit humanoiden Robotern beschäftigt. Er glaubt, dass eine private Skalierung nur dann kommt, wenn es zuvor ausreichend professionelle Einsatzbereiche gibt: „Meiner Ansicht nach wird es für einen erfolgreichen Einsatz von Humanoiden nicht nur Use Cases brauchen, die technisch möglich sind, sondern insbesondere auch Business Cases, die betriebswirtschaftlich interessant sind.“
  • An dieser Stelle setzt auch Elon Musk an. Im Juli 2024 schrieb hat der Tesla-Chef in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter): „Tesla wird im nächsten Jahr tatsächlich nützliche humanoide Roboter in kleiner Stückzahl für den internen Einsatz produzieren und hoffentlich ab 2026 in großer Stückzahl für andere Unternehmen.“
  • Robotikforscher Rodney Brooks dagegen steht allen Präsentationen skeptisch gegenüber. Für ihn sind die Forschungsprojekte reine Geldverschwendung: „Wenn die großen Technologieunternehmen und Risikokapitalgeber, die ihr Geld in groß angelegte humanoide Trainingsprogramme stecken, nur 20 % davon ausgeben und stattdessen alles an Universitätsforscher geben würden, würden sie meiner Meinung nach schneller an ihre Ziele kommen.“

Hunmanoide Roboter: Gelingt 2026 der Durchbruch?

Bis im Jahr 2030 könnten laut einer Commerzbank-Studie rund um den Globus rund zehn Millionen humanoide Roboter im Einsatz sein. Bis 2050 soll das Marktvolumen auf über fünf Billionen (!) US-Dollar anwachsen.

Diese Zahlen lesen sich beeindruckend, könnten allerdings auch nur Menschen von Investments in KI-Fonds überzeugen sollen. Realistische Einschätzungen gehen davon aus, dass humanoide Roboter zwar tatsächlich an Bedeutung gewinnen – nicht jedoch im privaten Umfeld.

Der erste Schritt, den Tesla, Hyundai und auch das Fraunhofer-Institut skizzieren, ist die Weiterentwicklung der humanoiden Robotik in Fabriken. Die technischen Helfer verbessern ihre Fähigkeiten also unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Für 2026 – und wahrscheinlich auch für die folgenden Jahre – sind Roboter, die deine Wäsche waschen oder deinen Müll heruntertragen weiterhin Science Fiction. Da spielt es auch keine Rolle, dass Elon Musk glaubt, dass „AI und Roboter alle Jobs ersetzen werden“ und wir bald in einer kommunistischen Utopie leben, in der jeder Mensch in Wohlstand lebt, sein eigenes Gemüse anbauen kann und nur dann arbeiten muss, wenn er oder sie es will, weil der Roboter-Staat alles regelt.

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Voll auf Kommerz: ChatGPT im Jahresrückblick 2025

29. Dezember 2025 um 11:00

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ChatGPT Jahresrückblick 2025 Kommerz

2025 war für ChatGPT ein turbulentes Jahr. Einerseits stiegen die Nutzerzahlen und der Umsatz stark, andererseits wachsen auch die Verluste und der Druck zur Monetarisierung von KI steigt. Mit Werbung, Shopping und einem Börsengang stehen OpenAI und ChatGPT am Scheideweg. Eine kommentierende Analyse.

ChatGPT im Jahresrückblick 2025

  • Als ChatGPT im November 2022 in den App Stores erschienen ist, verzeichnete die Anwendung innerhalb von nur fünf Tagen eine Million Nutzer – ein neuer Rekord. Drei Jahre später nutzen 800 Millionen Menschen wöchentlich die KI von OpenAI. Das ist ein Zehntel der Weltbevölkerung.
  • Bis 2029 will OpenAI 125 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielen. Im Jahr 2025 lag dieser gerade einmal bei rund 13 Milliarden US-Dollar. Das Problem: Der Verlust lag im ersten Halbjahr 2025 bei 4,7 Milliarden US-Dollar. Die Rücklagen von OpenAI schmelzen gefühlt schneller als die Polkappen.
  • Grund für die Diskrepanz: Rund 35 Millionen Menschen haben ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen – deutlich zu wenig, um sich über ein Abomodell á la Spotify oder Netflix zu refinanzieren. Weniger als fünf Prozent der Nutzer sind bereit, für die Dienstleistungen von ChatGPT zu zahlen. Warum auch, wenn es so viele kostenlose Alternativen gibt?

OpenAi packt die Brechstange aus

OpenAI hat sich für den einfachen Weg entschieden. Das Unternehmen hat ein grandioses und innovatives Produkt auf den Markt gebracht und in kürzester Zeit Millionen von Menschen begeistert. Der Preis für das Wachstum: hohe Investitionen, viele Bewertungen und kein Cashflow.

Jetzt ist CEO Sam Altman dazu gezwungen, seine lieb gewonnen Kostenlos-Kunden zu ärgern – und dafür wählt er die Brechstange. Altman führt Werbung nicht nach und nach ein, wie es beispielsweise bei Instagram der Fall war – erst Feed, dann Storys, dann Reels und dann Shopping. Nein: Innerhalb von wenigen Monaten führt er das gesamte Waffenarsenal der digitalen Kommerzialisierung auf.

Erst werden Drittanbieter-Apps wie Spotify, Booking und Uber integriert, um den Komfort zu erhöhen. Dann folgt die PayPal Connection, um das Bezahlen zu vereinfachen und schließlich folgen ein Shopping-Berater und dazu passend personalisierte Werbeanzeigen.

Stimmen

  • Bei OpenAI-Chef Sam Altman hat sich die Einstellung offenbar zum schnellen Geld an der Börse gewandelt. Während er 2023 noch als Forscher und Optimist einen Börsengang ablehnte, war er im Herbst 2025 der Versuchung nicht mehr abgeneigt. In einem Livestream sagte er: „Ich denke, man kann mit Fug und Recht sagen, dass dies angesichts unseres Kapitalbedarfs der wahrscheinlichste Weg für uns ist.“
  • Deutlich zurückhaltender zeigt sich dabei Bret Taylor, Chair of OpenAI Board of Directors. Der Vorstandsvorsitzende legt Wert auf die Gemeinnützigkeit seiner Organisation: „OpenAI verfolgt das Ziel, dass AGI der gesamten Menschheit zugutekommt. Sowohl das Unternehmen als auch die Foundation treiben diese Mission gemeinsam voran. Je erfolgreicher OpenAI als Unternehmen ist, desto wertvoller wird der Anteil der gemeinnützigen Organisation. Diese Mittel kommen ihrer philanthropischen Arbeit zugute.“
  • Liz Reid, Search-Chefin bei Google, in einem Interview mit dem Wall Street Journal: „Der Anstieg an Suchanfragen gleicht die Rückgänge bei den Anzeigenklicks in etwa aus – wir landen am Ende ungefähr beim gleichen Ergebnis.“ Sie betont, dass Chatbots keine Produkte ersetzen können, nach denen Nutzer aktiv suchen.

Geht OpenAI 2026 an die Börse?

2026 könnte das wichtigste Jahr in der bislang sehr kurzen und zugleich sehr erfolgreichen Ära von ChatGPT werden. Durch die erfolgreiche Umwandlung in eine Public Benefit Corporation steht rein rechtlich einem Börsengang nichts mehr im Weg.

Zwar wird OpenAI nicht müde zu betonen, dass die philanthropische Foundation, die 26 Prozent der neuen Organisation hält, sich auf gemeinnützige Forschungsprojekte wie die Heilung von Krankheiten und die Verbesserung der Gesundheit durch KI konzentriert . Trotzdem sind auch die ehrenwertesten Ziele nichts mehr wert, wenn das Geld fehlt.

Letztendlich geht es um die Frage: Ist Reichtum für Sam Altman wichtiger oder geht es um eine Verbesserung der Welt? Im ersten Fall werden wir einen Börsengang und eine strukturierte Vermarktung von ChatGPT sehen.

Im zweiten Fall wird OpenAI seine Vormachtstellung einbüßen, tausende Mitarbeiter entlassen müssen, wenn das Geld aufgebraucht ist und ein Schattendasein als kleine KI-Firma fristen. Die Antwort auf die Frage könnte ein altes Finanz-Sprichwort bringen: Follow the money.

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KI-Steuer: Die größte Umverteilung des 21. Jahrhunderts?

17. Dezember 2025 um 11:00

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KI Steuer Künstliche Intelligenz

Schon 2017 hat Bill Gates die Einführung einer Robotersteuer gefordert. Jetzt werden die Rufe nach einer KI-Steuer lauter. Doch: Wie lässt sich KI sinnvoll besteuern – und: Können wir auf diese Art und Weise unseren Sozialstaat renovieren? Eine kommentierende Analyse.

Brauchen wir eine KI-Steuer?

  • Die Steuereinnahmen des Bundes und der Länder wachsen seit Jahren. Im Jahr 2024 summierten sich die Steuereinnahmen laut Statistischem Bundesamt auf 948 Milliarden Euro. Fast zwei Drittel entfallen dabei auf die Lohn- und Einkommensteuer (403 Milliarden Euro) und die Umsatzsteuer (209,6 Milliarden Euro).
  • Die Wirtschaftsberatung PwC hat im Juni 2025 ihr jährliches AI Jobs Barometer veröffentlicht. Die Ergebnisse skizzieren ein zweigeteiltes Bild. Einerseits verdienen Angestellte mit KI-Kenntnissen doppelt so viel wie noch 2024. Andererseits werden Studienabschlüsse immer unwichtiger und die Mitarbeitenden in Jobs mit hohem KI-Einsatz müssen sich immer schneller an neue Umstände gewöhnen. Zu einer solchen Flexibilität ist der Mensch evolutionär nicht gebaut.
  • Mit der Idee zu einer KI-Steuer werden auch gleich die mahnenden Stimmen laut. Eine solche europaweite Besteuerung könnte dazu führen, dass die Innovationen gebremst werden. Dem widerspricht der schweizerische Steueranwalt Xavier Oberson deutlich. Er argumentiert: Wenn Firmen aufgrund von Innovationen hohe Gewinne erzielen, zahlen sie auch heute schon Steuern. Trotzdem stellen sie deshalb den Erfindergeist nicht ein.

KI-Steuer: Umverteilung der Steuerlast

Die Kosten für die Finanzierung unseres Sozialstaats steigen. Durch eine alternde Bevölkerung benötigen wir ein größeres, feingliedriges Gesundheitssystem. Auch unser Rentensystem braucht dringend eine Überarbeitung, die mit Kosten in Milliardenhöhe verbunden ist. Und auch die Herausforderungen im Bereich der Arbeitslosenversicherung werden durch KI nicht geringer.

Die Herausforderung dabei: Bislang werden viele Steuersubventionen und Investitionen des Staats durch die Einkommens- und Lohnsteuer finanziert. Die Arbeitnehmer sind in Deutschland für fast 50 Prozent der Steuereinnahmen verantwortlich – in den USA sind es sogar weit über 80 Prozent.

Wenn jedoch immer mehr Jobs durch KI und humanoide Roboter ersetzt werden, sinken die Steuereinnahmen. Dadurch geraten Staaten womöglich in Schieflage. Um das Risiko des Staatsbankrotts zu minimieren, müssen die neuen Angestellten besteuert werden – über eine KI-Steuer. Das ist nicht nur fair, sondern wichtig, damit unser soziales und politisches Gefüge nicht zusammenbricht.

Stimmen

  • Schon 2021 hat sich Sam Altman, CEO von OpenAI, auf seinem Blog mit den sozioökonomischen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz beschäftigt: „Die kommende KI-Revolution wird ungeahnten Wohlstand hervorbringen. Arbeit wird in vielen Bereichen nahezu kostenlos, und die Welt verändert sich schneller, als wir es je erlebt haben. Nur durch eine ebenso mutige Politik können wir diesen Reichtum gerecht verteilen – und so den Lebensstandard der Menschen auf ein Niveau heben, das unsere Geschichte noch nie gesehen hat.“
  • In einem Interview spricht Dario Amodei, CEO von OpenAI-Konkurrent Anthropic, eine Warnung aus: „Künstliche Intelligenz könnte die Hälfte aller Einstiegsjobs im Angestelltenbereich vernichten – und die Arbeitslosigkeit in den nächsten ein bis fünf Jahren auf 10 bis 20 Prozent steigen lassen. KI-Unternehmen und Regierungen müssen aufhören, das Kommende schönzureden: die mögliche massenhafte Vernichtung von Arbeitsplätzen in Technologie, Finanzwesen, Jura, Beratung und anderen Angestelltenberufen – insbesondere bei Einstiegspositionen.“
  • Kevin O’Neal, Managing Director of New Frontiers bei der Rockefeller Foundation, äußert sich positiv zu einer KI-Steuer: „Die extremste Ausprägung wären KI-Agenten, die sich selbst konzipieren, replizieren und verwalten können. Das hieße, das Kapital würde seine eigene Arbeit verrichten. Im Rahmen der aktuellen Steuergesetzgebung würde eine solche Verschiebung die Ungleichheit vergrößern und die staatlichen Einnahmen als Anteil am BIP schrumpfen lassen. Eine KI-Steuer könnte dazu beitragen, die Wettbewerbsbedingungen zwischen Menschen und Maschinen auszugleichen.“

Mit einer KI-Steuer die Zukunft sichern?

Zurecht besteht in Deutschland und Europa die Sorge vor einer Überregulierung von neuen Technologien durch politische Eingriffe. Eine KI-Steuer ist jedoch eher mit spezifischen Steuergesetzen wie der Hundesteuer, der Mineralölsteuer oder der Tabaksteuer vergleichbar. Wer auf den Konsum verzichtet oder entsprechende Rohstoffe nicht benötigt, wird auch nicht steuerlich belastet.

Das könnte zum Beispiel bedeuten: Firmen mit vielen humanoiden Robotern (zum Beispiel: Autokonzerne in der Fertigung) zahlen eine KI-Steuer, während Krankenhäuser und Seniorenheime mit menschlichen Mitarbeitern entlastet werden. Ebenso denkbar: Für jeden produzierten oder importierten KI-Chip werden Steuern fällig. Wer viele Chips und eine hohe Rechenleistung in Anspruckünh nimmt, zahlt mehr als Geringverbraucher.

Diese Einkünfte wiederum könnten dazu genutzt werden, um Umschulungen des Arbeitsamts im KI-Sektor zu finanzieren oder die Digitalisierung unseres Gesundheitssystems zu fördern. Wenn die Energiesteuer für den Erhalt der Straßen und den Ausbau von erneuerbaren Energien eingesetzt wird, kann eine KI-Steuer dazu verwendet werden, um unsere Gesellschaft krisenfest für die KI-Zukunft zu machen.

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