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Medizin-KI gefährdet Patientendaten – Forscher fordern neue Standards

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Medizin-KI

Künstliche Intelligenz verändert die Diagnose von Krankheiten. Doch neue Analysen offenbaren Sicherheitslücken bei der Verarbeitung sensibler Daten mittels KI in der Medizin. Es lässt sich etwa mit großer Genauigkeit nachweisen, ob die Daten einer bestimmten Person zum Training eines Modells verwendet wurden. Das birgt konkrete Gefahren für den Alltag und die digitale Sicherheit von Patienten.

Ein internationales Forscherteam der Technischen Universität München, des Hasso-Plattner-Instituts und des Imperial College London hat die Sicherheit von künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen untersucht. Die im Fachmagazin Nature veröffentlichten Ergebnisse zeigen ein erhebliches Risiko für Patienten, deren Daten für das Training verwendet wurden. In der Untersuchung testeten die Forscher Angriffe auf Modelle, die auf sieben etablierten Datensätzen mit Bildgebungsdaten, Kardiogrammen und elektronischen Patientenakten basierten.

Die Ergebnisse offenbaren Lücken bisheriger Sicherheitstests. Während Angriffe auf ganze Datensätze meist scheiterten, ließen sich einzelne Personen mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 100 Prozent wiedererkennen. Denn wenn Angreifer Zugriff auf das System der Klinik und ein einziges Datenblatt des Patienten haben, entsteht eine digitale Spur. Gelingt der Nachweis, dass der Datenpunkt in ein spezifisches KI-Modell für Spezialtherapien eingeflossen ist, verrät dies indirekt die Erkrankung des Betroffenen.

Die Schwachstellen von KI in der Medizin

Daniel Rückert, Professor für KI in der Medizin an der Technischen Universität München, sagt dazu:

Das ist kein verschmerzbares Risiko. Gesundheitsdaten sind hochsensibel. (…) Das ist besonders schwerwiegend, weil Diskriminierung durch KI auch in der Medizin eine Rolle spielt und beispielsweise manche Modelle weniger genaue Vorhersagen treffen, wenn die Patientin oder der Patient einer Minderheit angehört.

Je größer und komplexer das Modell aufgebaut ist, desto leichter gelingen Angriffe zur Re-Identifizierung. Das Gedächtnis der Software verhält sich dabei ähnlich wie ein genaues Fotogedächtnis. Detailreiche Merkmale prägen sich so tief ein, dass Einzelspuren sichtbar bleiben.

Für Betroffene kann das schwere Konsequenzen im Alltag haben. Gelangen Informationen über eine Teilnahme an Studien über Drittanbieter an Versicherungen, könnten finanzielle Nachteile drohen. Risikoprofile könnten angepasst werden, was zu höheren Beiträgen bei Zusatzversicherungen führt.

Besonders gefährdet sind Personen, die im Datenset unterrepräsentiert sind, wie Minderheiten oder Menschen mit besonderen Organmerkmalen. Wer eigene Daten freiwillig der Forschung spendet, muss somit unter Umständen noch Jahre später Nachteile befürchten.

Lösungsansätze für mehr Datenschutz

Um Patienten wirksam zu schützen, schlägt die Forschung neue technische Schutzmechanismen vor. Ein vielversprechendes Verfahren sei die sogenannte Differential Privacy, bei der der Datenschutz die Basis bildet. Bei diesem Ansatz überlagert ein System das Datenmaterial mit einem gezielten, minimalen Rauschen.

Das lässt sich mit einem leicht milchigen Glas vergleichen. Das Gesamtbild und die medizinischen Details bleiben für den Computer klar erkennbar, aber das Gesicht des Einzelnen verschwimmt unkenntlich. Neben technischen Anpassungen fordern Fachleute neue Standards bei Prüfverfahren.

Sicherheitstests müssen künftig das individuelle Risiko des einzelnen Menschen messen, statt sich auf einen Gesamtdurchschnitt zu verlassen. Zudem ist eine strenge Kontrolle des Zugangs zu den KI-Modellen selbst unverzichtbar. Dadurch ließe sich der wissenschaftliche Fortschritt sichern, ohne die Vertraulichkeit von Patientendaten zu gefährden.

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Security flaw in Vatican’s ‘Click to Pray’ app leaves over 700,000 global users exposed — app has been leaking user data for over six months and still does

Click To Pray, the official prayer app of the Pope’s Worldwide Prayer Network, was found to have zero security by a security researcher. According to BobDaHacker, they discovered in January 2026 that the Vatican-linked app had zero security, allowing anyone to access user data through the API endpoint by simply typing in user IDs. They emailed nine individuals about the vulnerabilities as soon as they discovered them but received no responses and saw no changes for six months.

The information that anyone could get from the Click To Pray app’s database included first and last names, email addresses, and birthdates, among other information. You may not think this is much, but getting names and email addresses is more than enough for bad actors to start sending phishing emails to vulnerable users. BobDaHacker also pointed out that most of the app's users are likely older people who aren’t tech-savvy, so any enterprising scammer could tap into the app for a literal treasure trove of email addresses.

It was also easy to get the complete list automatically. The user ID assigned to new accounts is sequential, and since there’s no rate limiting for the API, all it takes is one GET request per user to capture all that information. Aside from this, the validation_hash used to verify the validity of an account signup is also stored in the clear, meaning anyone with access to the API can verify an account by opening their inbox. The email also had security issues that make it look like a phishing email, even if it’s legitimate.

You may think that a prayer app shouldn’t be much of a target for cybercriminals, especially as this has a small install base compared to the 16 billion accounts exposed in one of the largest data breaches in history. But the fact that it had almost 720,000 accounts as of July 2026 meant that there’s a lot of possible targets within that database. Even if just 1% of these users respond to an enterprising cybercriminal who harvested their email addresses from the app, that’s more than 7,000 different individuals who could lose money because of this leak.

BobDaHacker waited for six months for a response, but, unfortunately, no one related to the app responded to their concerns. Because of this, they contacted Nate Neslon, a security journalist for Dark Reading (who similarly received crickets after contacting them), who published a story about it. It was only after the news went live that the app’s security lapses were fixed, even if BobDaHacker wasn’t, at the very least, acknowledged by the makers of the app. Hopefully, no other hackers were aware of the weaknesses of the Click To Pray app.

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