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Facebook-Konzern Meta hat es schon wieder getan. Das Unternehmen hat offenbar ohne Sinn und Verstand eine KI-Funktion veröffentlicht, nur um kurze Zeit später wieder zurückzurudern und den Stecker zu ziehen. Getreu dem Motto: Hauptsache KI. Doch mit seinem KI-Bildgenerator Muse Image ist das Unternehmen nicht nur zu weit gegangen. Meta hat sich schlichtweg blamiert! Eine kommentierende Analyse.
Muse Image ist für Meta wie ein kleines Déjà-vu. Schon mehrfach hat der Facebook-Konzern einzelne KI-Funktionen nach massiver Kritik eingeschränkt oder ganz abgeschaltet. Eines der prominentesten Beispiele: Das wissenschaftliche Sprachmodell Galactica, das Meta 2022 ebenfalls nach nur wenigen Tagen vom Netz nahm.
Warum? Weil es mit glühendem Eifer und purer Überzeugung absoluten Unsinn generierte. Doch Meta ist damit keineswegs allein. Auch zahlreiche Konkurrenten mussten neue KI-Funktionen aufgrund massiver Kritik einschränken – allen voran Elon Musks xAI.
OpenAI hat derweil wiederholt ChatGPT-Funktionen einkassiert, vor allem aufgrund von Erfolglosigkeit. Muse Image ist aber so etwas wie die Spitze dieses KI-Bergs. Denn durch eine einfache @-Erwähnung per Prompt hat Meta jegliche Zwischenschritte und Hürden zur Bearbeitung fremder Bilder beseitigt.
Das, gepaart mit der Tatsache, dass Nutzer nicht um Erlaubnis gebeten wurden, hätte in puncto Datenschutz und Urheberrecht eigentlich zuvor schon Bedenken auslösen müssen. Doch offenbar trübt die rosarote KI-Brille nahezu die gesamte Tech-Branche. Oder: Um jeden Preis Künstliche Intelligenz, ohne Sinn und Verstand und ohne Rücksicht auf Verluste.
Der Rückzieher bei Muse Image ist für Meta keine kleine Panne. Er ist ein waschechtes PR-Desaster, das sich in eine Post-ChatGPT-Ära einreiht. Denn: KI-Unternehmen testen nicht nur ohne Sinn und Verstand, was technisch, sondern auch, was gesellschaftlich möglich ist.
Mit Muse Image ist das Unternehmen aber einen Schritt zu weit gegangen. Die Verluste dürften diesmal weniger auf der Nutzerseite liegen, sondern vor allem bei Meta selbst. Denn: Das ohnehin schon bröckelnde Image erlebt diesmal einen echten Bruch.
Dabei schien diese Hauptsache-KI-Strategie eigentlich schon aus der Mode gekommen zu sein. OpenAI ist längst zu seinen Wurzeln zurückgekehrt, anstatt eine unsinnige oder datenschutzfeindliche Funktion nach der anderen rauszuhauen. Doch bei Meta drehen die Uhren offenbar anders.
Will heißen: Muse Image ist weiterhin verfügbar, nur eben nicht mehr in Instagram. Zudem tüftelt das Unternehmen bereits an einem nächsten Projekt: Muse Video. Wird Meta dabei aus seinem PR-Desaster lernen? Also ich habe da so meine Zweifel.
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