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Apple Mac Studio: 512 GB RAM kosten so viel wie ein Neuwagen

30. Oktober 2026 um 11:55
Wenn man die Möglichkeiten für das neue Macbook Pro mit Touchscreen im Konfigurator ausreizt, landet man bei rund 16.000 Euro. Gegen die neue Version des Mac Studio wirkt das noch günstig. weiterlesen auf t3n.de

Instagram bald wie YouTube? Neue Videos sollen bis zu 90 Minuten lang sein

29. Oktober 2026 um 18:00

Der Beitrag Instagram bald wie YouTube? Neue Videos sollen bis zu 90 Minuten lang sein erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Instagram Features 90 Minuten Videos YouTube

Instagram holt mit dem neuen Format „Features“ längere Videos zurück auf die Plattform. Mit Videos von bis zu 90 Minuten Länge könnte die Plattform vor allem Platzhirsch YouTube Konkurrenz machen.

Lange Videoformate sind für Instagram eigentlich keine Neuheit. Bereits im Jahr 2018 startete die Plattform mit IGTV einen eigenen Bereich für Videos mit einer Länge von bis zu 60 Minuten.

Doch der erhoffte Erfolg blieb aus, weshalb sich Instagram im Oktober 2021 von der Marke IGTV verabschiedete. Stattdessen rückten seither vor allem kurze Reels in den Mittelpunkt, mit denen Instagram vor allem auf die wachsende Konkurrenz durch TikTok reagierte.

Aktuell sind bei Instagram Videos mit einer Länge von bis zu 20 Minuten möglich. Es scheint sich jedoch in Sachen Videoformate ein erneuter Strategiewechsel bei der Meta-Tochter anzubahnen.

Denn mit dem neuen Format „Features“, das Instagram-Chef Adam Mosseri vorgestellt hat, sollen künftig Videos mit einer Laufzeit von bis zu 90 Minuten möglich sein. Damit will Instagram offenbar auch YouTube stärker Konkurrenz machen.

Bis zu 90 Minuten lange Videos: Was ist Instagram Features?

In einer Videobotschaft erklärt Mosseri, er sei lange Zeit gegen längere Videos auf Instagram gewesen. Das habe vor allem daran gelegen, dass kurze Reels häufiger geteilt werden und so zu mehr Interaktionen zwischen den Nutzern führen.

Dennoch sollen Creator mit „Features“ künftig auch längere Videos veröffentlichen können. „Reels bleiben ein zentraler Bestandteil von Instagram. Doch wenn Nutzer tiefer in die Inhalte ihrer Lieblings-Creator eintauchen möchten, sollte dies auch direkt auf Instagram möglich sein“, erklärt Instagram-Produktchefin Tessa Lyons.

Instagram will seine Nutzer damit offenbar länger auf der eigenen Plattform halten. Statt für längere Videos zu YouTube zu wechseln, sollen sie künftig auch lange Formate wie Podcasts, Interviews oder Vlogs direkt auf Instagram ansehen können.

Anders als bei den klassischen Reels setzt Instagram dabei auf Videos im Querformat. Die neue Funktion wird seit einiger Zeit mit ausgewählten Creatorn in Brasilien getestet und nun auch auf die USA ausgeweitet.

Kurze Videos sollen direkt in Langformate übergehen

Damit Nutzer auf die Langformate aufmerksam werden, will Instagram „eine symbiotische Beziehung zwischen Kurz- und Langformat-Videos schaffen“, so Mosseri. Dafür testet die Plattform aktuell auch die Funktion „Clips as Reels“.

Mit dieser können Creator kurze Ausschnitte aus ihren längeren Videos als Reels veröffentlichen. Über diese Inhalte gelangen die Nutzer per Verlinkung dann direkt zu den Langformat-Videos.

Zusätzlich will Instagram die längeren Formate auch auf den Fernseher bringen. Nutzer sollen diese längeren Videos speichern und dann über die Instagram-App auch auf Smart TVs übertragen können.

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Ragebait: Wie Big Tech mit deiner Wut Kohle scheffelt – und KI alles schlimmer macht

29. Oktober 2026 um 11:00

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Ragebait Big Tech KI Künstliche Intelligenz Social Media

Ragebait ist ein Wutköder – und ein skrupelloses Geschäftsmodell. Digitale Inhalte sollen Menschen provozieren, damit sie klicken, kommentieren, streiten und für andere Reichweite und Werbeeinnahmen generieren. Dass Ragebait zum Jugendwort des Jahres 2026 gekürt wurde, ist deshalb keine kuriose Randnotiz, sondern ein Warnsignal, wie gut Empörungsmechanismen bei jungen Menschen funktionieren. KI setzt dieser künstlichen Wut noch die Krone auf. Eine kommentierende Analyse.

Was ist Ragebait?

  • Wörtlich übersetzt bedeutet Ragebait so viel wie Wutköder. Gemeint sind Inhalte, die Menschen im Internet gezielt provozieren, empören oder zu hitzigen Diskussionen verleiten sollen. Das können absurde Behauptungen, beleidigende Aussagen oder Videos mit völlig unsinnigen Aktionen sein. Der entscheidende Unterschied zu gewöhnlichem Clickbait: Es geht vor allem darum, dass Menschen reagieren, kommentieren oder sich mit anderen streiten. Genau solche Interaktionen können die Reichweite erhöhen – und sich für Urheber sowie Plattformbetreiber finanziell lohnen.
  • Am 10. Oktober wurde Ragebait zum Jugendwort des Jahres 2026 gekürt. Im Vergleich zu vorherigen Gewinner-Wörtern wie „Cringe“, „das crazy“ oder „Aura“ handelt es sich aber weniger um eine kuriose sprachliche Randnotiz. Bei der Abstimmung von Langenscheidt setzte sich Ragebait mit 36,5 Prozent gegen „Peak“ und „Crashout“ durch. Das Ergebnis lässt sich als Hinweis darauf deuten, wie präsent die Mechanismen gezielter Online-Empörung bei jungen Menschen wirken. Es beweist aber nicht unbedingt, dass Jugendliche den Begriff inflationär nutzen oder das Phänomen ausschließlich kritisch beäugen.
  • KI kann Ragebait noch einfacher und schneller produzieren. Sie generiert Texte, Fragen und andere Inhalte in großer Zahl. Medienforscher zeigen, wie KI-generierte Provokationen auf Plattformen auftauchen können, ohne dass ein Mensch jeden einzelnen Beitrag erstellt oder verbreitet. Politisch ist das heikel, weil Empörung und Polarisierung auch für Wahlkämpfe genutzt werden. Eine Untersuchung zur Bundestagswahl 2025 zeigt etwa, dass Empfehlungsalgorithmen politische Videos von Parteien an den Rändern häufiger in die Feeds junger Nutzer spielten als Beiträge aus der politischen Mitte.

Wut als Währung

Jugendwort oder Unwort des Jahres? Dass ausgerechnet „Ragebait“ die Wahl gewonnen hat, ist auf jeden Fall nicht nur eine kleine kuriose Fußnote der Jugendsprache. Während „Cringe“, „das crazy“ oder „Aura“ vor allem für sprachliche Trends stehen, verweist das Jugendwort des Jahres 2026 auf ein skrupelloses Geschäftsmodell, das von menschlicher Schwäche lebt. Denn Wut wird zur Währung, Empörung zur Interaktionsfalle und künstlich angestachelter Streit zum Business. Dass sich damit Geld verdienen lässt, ist traurigerweise Ergebnis der ökonomischen Logik digitaler Medien. Denn wer mehr auf Plattformen verweilt und interagiert, kurbelt Reichweite, Werbeanzeigen und Einnahmen an.

Auch viele Accounts setzen gezielt auf Ragebait, um Nutzern ihre Botschaften zu indoktrinieren und über mehr Reichweite indirekt ihr Geschäftsmodell anzukurbeln. Man stelle sich im übertragenen Sinne mal vor, ein Supermarkt würde seinen Kunden harte Drogen verticken und jegliche Kritik daran mit dem Argument abwiegeln, er habe das Zeug ja nicht selbst zusammengerührt. Ähnlich argumentiert auch Big Tech. Will heißen: Die Plattformbetreiber wollen sich ihrer Verantwortung entziehen. Sie stellen aber eine Infrastruktur bereit, die andere mit süchtig machenden Provokationen zumüllen. Stichwort: Doomscrolling.

Algorithmen, die auf maximale Aufmerksamkeit getrimmt sind, sorgen dafür, dass nicht Vernunft oder Diskurs siegen, sondern Hass und Wut. Dass Ragebait im KI-Zeitalter Hochkonjunktur genießt, ist derweil alles andere als Zufall. Denn automatisierte Provokationen en masse sind ein noch größerer Wutköder. Ragebait soll dazu verleiten, Menschen vorschnell zu verurteilen, ohne Hintergründe, gesellschaftliche Bedingungen oder Umgangsformen zu hinterfragen. Trauriges Ergebnis ist eine höchst problematische Debattenkultur, in der Lautstärke mehr zählt als Argumente.

Stimmen

  • Medienwissenschaftler Martin Andree gegenüber n-tv: „Ragebait führt dazu, dass die Leute mehr Zeit auf den Plattformen verbringen. Sie reagieren auf negative Inhalte, beleidigen einander, antworten dann wiederum darauf und gelangen dadurch in eine Art Hamsterrad, aus dem sie nur schwer wieder herauskommen. Was stark polarisiert, erhält auch viel Aufmerksamkeit. Die Leute suchen sich diese Inhalte nicht selbst aus. Sie bekommen sie in ihren Feeds einfach vorgesetzt. Die Verbraucher- und Nutzerautonomie wurde weitgehend abgeschafft.“
  • Ragebait hat zudem eine politische Ebene. Amber Jensen von der Bertelsmann Stiftung dazu: „Empfehlungsalgorithmen bestimmen heute, welche politischen Botschaften junge Menschen überhaupt erreichen. Wenn Parteien der Mitte im digitalen Raum strukturell weniger sichtbar sind, gefährdet das die Ausgewogenheit digitaler Wahlkämpfe.“ Ihre Kollegin Kira Schrödel ergänzt: „Die Feeds sind keine neutralen Räume. Sie spiegeln algorithmische Vorlieben wider. Ob die digitale Öffentlichkeit zukünftig Polarisierung verstärkt oder konstruktiven Diskurs ermöglicht, hängt davon ab, wie wir jetzt kommunizieren und regulieren.“
  • In einem Interview mit Stanford Report erklärt Kommunikationswissenschaftlerin Angèle Christin, welche Rolle KI bei Ragebait spielt: „Generative KI-Tools machen die Produktion von ‚Rage Bait‘ einfacher und schneller. Man denke nur an das gefälschte Video, in dem Präsident Trump eine goldene Krone trägt und nach der jüngsten ‚No Kings‘-Demonstration braunen Schlamm aus einem Flugzeug auf Demonstranten abkippt. […] Das Video – seine Handlung und seine Ästhetik – sprach für sich. Für viele Content-Ersteller ist generative KI ein Segen: Die Technologie ermöglicht es ihnen, mehr Inhalte zu veröffentlichen, von denen sie hoffen, dass sie die Aufmerksamkeit des Publikums und der Algorithmen auf sich ziehen (im Guten wie im Schlechten – das spielt keine Rolle) und viral gehen.“

Wie du Ragebait den Wind aus den Segeln nimmst

Was man gegen Ragebait und KI-Müll tun kann? Die wohl banalste als auch effektivste Methode: erstmal kurz runterfahren. Denn nicht jeder noch so absurde Inhalt verdient unsere Wut, nicht jede Provokation ist einer Antwort würdig und nicht jeder Streit einen weiteren Kommentar. Oder: Bevor der Finger oder Cursor auf „Antworten“ landet, kann sich die simple Frage lohnen, was ein Inhalt bezwecken soll. Denn mit der Unterscheidung zwischen Diskussion und reiner Provokation nimmt man Ragebait den Wind aus den Segeln.

Indes: Nicht jeder Scheiß braucht eine weitere Bühne! Etwas einfach mal zu ignorieren, muss kein Zeichen von Gleichgültigkeit sein. Es ist vielmehr eine bewusste Entscheidung gegen die Aufmerksamkeitsökonomie in den sogenannten sozialen Medien. Denn: Wer offensichtlich und kalkuliert provoziert, sollte nicht auch noch mit Reichweite belohnt werden. Das gilt ebenso für Medien, die Empörung bisweilen selbst zu Schlagzeilen verwursten und damit Zuspitzungen sowie Ragebait-Mechanismen verstärken.

Oder: Nicht jede noch so absurde Behauptung muss aufgegriffen und nicht jeder digitale Ausraster zu einer gesellschaftlichen Debatte aufgebauscht werden. Aber es ist zu bequem, die Verantwortung allein den Nutzern zuzuschieben. Denn solange Plattformen mit Aufmerksamkeit Geld scheffeln, bleibt die Versuchung groß, Empörung systematisch zu verstärken. Was es stattdessen braucht, sind transparente Empfehlungsalgorithmen, klare Regeln und mehr Verantwortungslast für die Betreiber. Bis dahin hilft innere Distanz – und gelegentlich eine Prise Jugendsprache: „Junge, chill mal, is doch nur Ragebait!“

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Youtube: Warum Videos bald besser aussehen und schneller laden sollen

26. Oktober 2026 um 14:00
Youtube bereitet den Wechsel auf den Nachfolger von AV1 vor. Der neue Codec AV2 soll Bandbreite sparen und bessere Bilder liefern – allerdings zu einem hohen Preis bei der Rechenleistung.weiterlesen auf t3n.de

„Magnificent Seven“: Welche Unternehmen laut Apollo-Chefökonom bisher vom KI-Boom profitieren

25. Oktober 2026 um 20:45
Außerhalb des Tech-Sektors haben sich Margen und Umsätze durch den Einsatz der Technologie kaum verändert. Gleichzeitig ist der Token-Verbrauch allerdings deutlich gestiegen – und damit auch die Kosten. weiterlesen auf t3n.de

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Tradwife-Trend: Wie Social Media dem Frauenbild im Job schadet

01. November 2026 um 16:10
In den USA glaubt fast die Hälfte der Männer, dass sie die Hauptverdiener sein sollten. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie weit solche Ansichten verbreitet sind und welche Rolle Influencer:innen dabei spielen. weiterlesen auf t3n.de

Whatsapp-Fake von 500.000 Usern heruntergeladen: Was du tun musst, wenn du darunter bist

22. Oktober 2026 um 12:00
Im Google Play Store kursierte für einige Zeit eine Fake-Version von Whatsapp. Mehr als 500.000 Android-User:innen haben den gefälschten Messenger heruntergeladen. Was du tun solltest, wenn du zu ihnen gehörst. weiterlesen auf t3n.de

Anthropic zeigt Claude Duet: Wie der KI-Assistent Muse und Dots Konkurrenz machen soll

22. Oktober 2026 um 10:07
Anthropic will Meta mit Muse und OpenAI mit Dots Konkurrenz machen. Dafür veröffentlicht das KI-Unternehmen jetzt seinen eigenen agentischen Assistenten. Was Claude Duet leisten und für wen es gedacht ist. weiterlesen auf t3n.de

Meta Muse: Tausende private KI-Gespräche waren per Suchanfrage auffindbar

21. Oktober 2026 um 12:30
Nachdem Forscher:innen tausende Gespräche einsehen konnten, hat Meta die Freigabefunktion vorübergehend ausgesetzt. Unter den geleakten Informationen war auch der gesamte Urlaubskalender eines Unternehmens. weiterlesen auf t3n.de

Meta muss Verantwortliche für absichtliche KI-Piraterie benennen

21. Oktober 2026 um 15:26
Facebook, Filesharing, Piraterie, Meta, Copyright, Mark Zuckerberg, Bücher, Illustration, Karikatur, Piracy, Totenkopf, Lesen, Pirat, Piratenflagge, Totenkopfflagge, Abenteuer, Bücherstapel, Schatz, Bücherwurm, fliegende Seiten, Tresenhut Meta hat im Rechtsstreit um das Training seiner KI-Modelle eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Bundesgericht zwingt den Konzern nun, alle Führungskräfte zu nennen, die Downloads aus sogenannten Schattenbibliotheken genehmigt haben. (Weiter lesen)

Datenschutz: Kapitulieren wir vor Big Tech?

20. Oktober 2026 um 11:00

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Datenschutz Big Tech Überwachung KI Smart Glasses Smart Watches

Datenschutz scheint ein reines Buzzword geworden zu sein, für das sich kaum noch jemand wirklich interessiert. Smart Glasses filmen uns, KI-Agenten fordern unsere privaten Daten und Smart Watches hören Gespräche mit. Trotzdem lesen fast 90 Prozent der Deutschen die jeweiligen Datenschutzerklärungen entweder gar nicht oder nur oberflächlich. Big Tech nimmt die von uns verschenkten Daten natürlich gerne an Eine kommentierende Analyse.

Zahlen belegen: Fast niemand liest Datenschutzerklärungen

  • Seit dem 8. September ist Metas KI-Agent Muse erhältlich, der für Nutzer selbstständig Reisen bucht, Mails verfasst und im Internet einkaufen geht. Dafür braucht er lediglich den Zugriff auf unsere Zugangsdaten, Zahlungsmittel und Postfächer. Nur einen Tag später stellte Apple „Audio Intelligence“ für die Apple Watch Series 12 vor. Dank der Funktion „Siri Recap“ kann die Uhr immer mithören und Gespräche zusammenfassen. Parallel zu diesen neuen Errungenschaften der Technik prüft die Bundesnetzagentur die Zulässigkeit von Metas Kamerabrillen in Deutschland. All diese Gadgets setzen voraus, dass Nutzer die Hosen runterlassen und private Daten preisgeben.
  • Laut den jeweiligen Herstellern ist das aber alles kein Problem. Apple versichert zum Beispiel, dass Audioaufnahmen nicht gespeichert und in einem isolierten Bereich der Hardware verarbeitet werden, der sie anschließend sofort löschen würde. Zudem würden Sprecher nicht zugeordnet, und das Feature sei ohnehin freiwillig. Im Fall von Muse sichert Meta eigene virtuelle Maschinen, separate Speicher für Passwörter und zusätzliche Wächter-Agenten zu. Bei den „Perversbrillen“ sollen LED-Lämpchen umstehende Menschen warnen, wenn gefilmt wird. Das sind viele Versprechen – und sie lassen sich teilweise nur schwer überprüfen. Doch das Problem ist eher, dass die meisten Nutzer ihre Sicherheit gar nicht überprüfen wollen.
  • Anfang des Jahres wurde eine YouGov-Umfrage im Auftrag von eco veröffentlicht. Sie zeigt, wie wenig sich die Deutschen für das Thema Datenschutz interessieren. 46 Prozent der Befragten gaben an, die Datenschutzerklärungen nur teilweise zu lesen, 43 Prozent setzen einfach nur das Häkchen. Lediglich acht Prozent gehen die Texte tatsächlich mindestens einmal von vorne bis hinten komplett durch. Der Grund ist simpel: Wir sind zu faul. Für 66 Prozent sind die Texte zu lang, für 34 Prozent sind sie zu kompliziert, 26 Prozent haben schlicht keine Zeit. Und 55 Prozent sehen keinen Sinn darin, die Erklärungen zu lesen, da sie am Ende ohnehin zustimmen müssen. Des Weiteren befasst sich ungefähr ein Drittel der Leute überhaupt nicht mit dem Thema.

Warum wir Datenschutz wegklicken und wer dabei verliert

Dass fast 90 Prozent der Deutschen die Datenschutzerklärungen gar nicht oder nur teilweise lesen, ist keine große Überraschung. Wer hat schon Lust, sich mit den oft langen und langweiligen Texten zu befassen, wenn man doch viel lieber die spannende Technik oder App ausprobieren möchte, die sich dahinter verbirgt? Auch ich klicke die Dialoge häufig weg, obwohl ich mich mit dem Thema beruflich beschäftige. Der Mensch ist nun mal bequem.

Das viel größere Problem sind die 55 Prozent der Menschen, die meinen, keine Wahl zu haben. Die einfach kapitulieren. Sie machen die Einwilligung zu einem Ritual. Denn was in den Texten steht, spielt damit keine Rolle mehr. Und es kommt ein zweites Problem hinzu: Mit den neuen Tech-Gadgets entscheidet man nicht mehr nur für sich. Kamerabrillen filmen uns, und Smart Watches hören uns ab – alles, ohne dass wir eine Erklärung abgesegnet haben.

Das System an sich scheint also überholt zu sein. Zum einen, weil die meisten Nutzer die Datenschutzerklärungen nicht mehr lesen, und zum anderen, weil von der Technik betroffene Menschen diese überhaupt nicht vorgelegt bekommen.

Nicht jedes neue Gerät oder Feature sollte direkt verteufelt werden, und die Schutzmechanismen wirken meist durchdacht. Doch die angesprochenen Probleme werden von den Herstellern gekonnt unter den Tisch gekehrt. Oder anders: Das Problem ist nicht die Technik, sondern wie selbstverständlich wir sie in unseren Alltag integrieren, ohne uns Gedanken über den Datenschutz zu machen.

Dass viele Nutzer die negativen Aspekte wehrlos hinnehmen, liegt auch am rasanten Tempo, mit dem neue Technik auf den Markt kommt. Beinahe im Wochentakt erscheint ein Gerät, das noch einen Schritt weiter geht. Wer nicht in der Tech-Branche arbeitet, findet kaum die Zeit, sich mit all den neuen Funktionen und Methoden zur Datenanhäufung zu beschäftigen. Diese vielen kleinen Schritte verleiten dazu, uns wehrlos zu ergeben. Würden sie alle zeitgleich stattfinden, wäre der Aufschrei viel größer.

Stimmen

  • „Datenschutz findet im Bewusstsein der Menschen kaum statt, obwohl er sie betrifft und sie ihn einfordern“, meint Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender des Verbands eco. „Das zeigt, wie dringend wir niedrigschwellige Formen der Aufklärung brauchen. (…) Datenschutz darf kein Pflichttext sein, den niemand versteht. Wenn fast alle wegklicken, läuft etwas grundlegend falsch. Transparenz entsteht nicht durch Länge, sondern durch Verständlichkeit.“
  • Thomas Fuchs ist Hamburgischer Datenschutzbeauftragter und für Meta-Dienste in Deutschland zuständig. Er äußert sich in der Tagesschau kritisch zu neuen Produkten wie Kamerabrillen: „Das LED-Signal fällt im Alltag einfach nicht genug auf. Wenn man im Park an einer Person mit Meta Glasses vorbeiläuft, kann man nicht oder zumindest nicht ohne große Anstrengung direkt sehen, dass da gefilmt wird.“ Sein Fazit: „Niemand muss hinnehmen, ohne Zustimmung gefilmt oder fotografiert zu werden.“
  • Für Jason Cross, Senior Editor beim Fachmagazin Macworld, ist die Aufregung überzogen; zumindest was die Mithörfunktion der Apple Watch angeht: „Apple gibt sein Bestes, um eine wirklich nützliche KI-Funktion anzubieten, ohne dabei die Grenze zum Unheimlichen zu überschreiten.“ Dass Leute „ausrasten“ würden, sei unbegründet: „Die Secure-Enclave-Hardware ist ein vollständig separater Hardwareblock, auf den weder der Rest des Betriebssystems noch irgendwelche Apps oder gar Apple Zugriff haben.“

Datenschutz muss wieder eine echte Wahl werden

Alleine die Nutzer in die Pflicht zu nehmen, sich stundenlang mit Datenschutzerklärungen zu beschäftigen, ist nicht nur unrealistisch, sondern würde auch zu kurz greifen. Das Häkchen unter den Erklärungen darf nicht mehr alternativlos sein. Es braucht kurze und transparente Texte. Überall KI einzusetzen, ist keine Lösung, doch in dem Fall könnte die Technologie tatsächlich helfen, die Hinweise leichter verdaulich zu machen.

Zudem müssen Dritte mit einbezogen werden, wenn Technik nicht mehr nur den jeweiligen Nutzer, sondern auch seine Umgebung betrifft. Dass die Bundesnetzagentur Smart Glasses mit verbauten Kameras prüft, ist immerhin ein gutes Zeichen. Unsere Gesellschaft kann nicht mehr einfach ein neues Gerät nach dem anderen akzeptieren und in den Alltag integrieren, während der Datenschutz als anstrengend und nervig abgetan wird.

Ich glaube nicht, dass Datenschutz den Menschen wirklich egal ist. Wir haben nur akzeptiert, dass es unmöglich ist, ihn durchzusetzen. Und das ist ein Problem, das von der Politik und von unabhängigen Institutionen gelöst werden muss. Wenn man uns das Gefühl gibt, wieder eine Wahl zu haben, würden sich die meisten von uns vermutlich auch wieder mit der Thematik beschäftigen und der Apathie entfliehen.

Dieser Zustand der Resignation ist gefährlich, denn er ermöglicht es der Tech-Industrie, unseren Alltag nach Belieben zu beeinflussen. Erst wenn es Gegenwehr gibt, sehen sich die Milliardäre hinter den großen Unternehmen genötigt, sich wirklich Gedanken um unseren Datenschutz zu machen. Ansonsten werden sie sich bei den nächsten Geräten gar nicht erst fragen, ob wir für die nächsten Schritte bereit sind – sondern einfach davon ausgehen.

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Versteckte Lügen und falsche Anweisungen: Diese Programmiersprache soll KI verwirren

19. Oktober 2026 um 15:30
Ein Coder hat ein ungewöhnliches Projekt ins Leben gerufen. Er hat eine Programmiersprache entworfen, die von KI-Modellen nur sehr schwer nachvollzogen werden kann. Was er damit erreichen will. weiterlesen auf t3n.de

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Smart Glasses als Teleprompter? Politiker löst Datenschutzdebatte aus

17. Oktober 2026 um 11:44
Trotz vieler Zahlen konnte Jason O’Connell vor dem Parlament frei sprechen – ganz ohne Notizen. Beobachter:innen vermuten, dass er eine smarte Brille trug, und fordern jetzt strengere Nutzungsrichtlinien. weiterlesen auf t3n.de

Ohne App oder Profil: So nimmst du an Whatsapp-Videocalls einfach über den Browser teil

20. Oktober 2026 um 13:55
Meta führt bei seiner Messaging-App Whatsapp sogenannte Gastanrufe ein. Damit ist es möglich, auch Personen ohne Benutzer:innen-Konto zu einem Videochat einzuladen. Bis Ende 2026 soll noch eine Anbindung an Google Kalender und Outlook hinzukommen.weiterlesen auf t3n.de

Nachrichten planen und später verschicken: WhatsApp führt neue Funktion ein

13. Oktober 2026 um 18:00

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WhatsApp Nachrichten planen Messenger Meta

WhatsApp arbeitet an einer neuen Funktion, auf die viele Nutzer schon lange gewartet haben dürften. Denn künftig sollen sich Nachrichten im Voraus planen und zu einem festgelegten Zeitpunkt automatisch verschicken lassen. Diese Nutzer können das neue Feature bereits testen.

WhatsApp gehört für Millionen Menschen weltweit inzwischen fest zum Alltag dazu. Ob kurze Nachrichten, Fotos oder Anrufe – der Messenger aus dem Hause Meta wird für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt.

Trotzdem fehlen der beliebten App noch immer einige praktische Funktionen, die sich viele Nutzer schon lange wünschen. Eine davon könnte nun endlich Einzug halten.

Denn wie WABetainfo berichtet, arbeitet WhatsApp an einer Planungsfunktion für Nachrichten. Nutzer können damit Nachrichten schreiben und zu einem selbst festgelegten Zeitpunkt automatisch verschicken zu lassen.

Nachrichten bei WhatsApp planen und später verschicken

Bisher müssen Nutzer bei WhatsApp ihre Nachrichten noch direkt selbst verschicken. Doch das soll sich nun ändern, denn der Messenger arbeitet an einer Möglichkeit, Mitteilungen im Voraus zu verfassen und zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch versenden zu lassen.

Erste Nutzer des Updates der WhatsApp-Beta für Android mit der Version 2.26.40.7 können das neue Feature bereits testen. In den kommenden Wochen soll die Funktion dann auch für mehr Nutzer zur Verfügung stehen. Empfangen kann geplante Nachrichten jedoch jeder Nutzer, auch wenn er selbst noch keine senden kann.

Die neue Funktion gilt sowohl für den Versand von Textnachrichten und Links, als auch für Fotos und Videos. Bei Fotos und Videos kann allerdings immer nur ein Element im Voraus geplant werden, der Versand von mehreren Fotos oder Videos gleichzeitig ist nicht möglich.

Das neue Feature kann außerdem in Einzel- und Gruppenchats genutzt werden und ist mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kompatibel. In Gruppenchats wird die geplante Nachricht jedoch nur für die Nutzer sichtbar, die zum Planungszeitpunkt auch Teil der Gruppe waren. später hinzugefügte Nutzer sehen die geplante Nachricht nicht.

So kannst du Nachrichten bei WhatsApp planen

Nutzer legen über das neue Feature einen Sendezeitpunkt für ihre Nachricht fest. Diese wird dann auch verschickt, wenn das entsprechende Gerät gerade offline oder die App geschlossen ist.

Willst du eine Nachricht bei WhatsApp im Voraus planen, kannst du diese ganz normal in dem jeweiligen Chat verfassen. Durch langes Drücken der Senden-Taste öffnet sich dann ein Menüfeld am unteren Bildschirmrand.

Hier kannst du den gewünschte Sendezeitpunkt auswählen. Der frühestmögliche Zeitpunkt für den Versand einer geplanten Nachricht liegt zehn Minuten in der Zukunft. Bis zu zwei Wochen im Voraus können Nachrichten insgesamt geplant werden.

Auch das Verändern von geplanten Nachrichten wird mit dem neuen Feature möglich sein. In den Chat-Informationen wird es einen Bereich geben, in dem Nutzer ihre geplanten Nachrichten vor dem Versand noch einmal verwalten können.

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Dots: OpenAI verniedlicht die Risiken seiner neuen KI-Agenten

01. Oktober 2026 um 11:00

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OpenAI Dots KI-Agenten Künstliche Intelligenz

OpenAI hat mit Dots neue KI-Agenten vorgestellt, die eigenständig E-Mails schreiben, Termine planen und Apps bedienen sollen – und zwar sogar dauerhaft und im Hintergrund. Das klingt einerseits nach einem echten Produktivitätssprung. Andererseits ist die Verniedlichung als digitale Büro-Haustiere alles andere als Zufall. Sie lenkt davon ab, dass eine Software mit Zugriff auf hochsensible Daten weitgehend autonom handeln soll. Eine kommentierende Analyse.

OpenAI: Was ist Dots – und was können die KI-Agenten?

  • Mit Dots hat OpenAI dauerhaft aktive KI-Agenten präsentiert. Sie sollen über einzelne Chats hinaus Aufgaben erledigen können. Die Assistenten basieren auf dem Modell GPT-6 Astra und verfügen über einen eigenen Cloud-Computer samt Browser. OpenAI zufolge können die Dots auf angebundene Apps und Dienste zugreifen, Aufgaben an Unteragenten delegieren, wiederkehrende Tätigkeiten ausführen und selbstständig nach Informationen suchen. Nutzer sollen Aktivitäten verfolgen und jederzeit eingreifen können. Die KI-Agenten können unter anderem E-Mails schreiben, Termine koordinieren, andere Apps durchsuchen oder Präsentationen aktualisieren.
  • OpenAI führt Dots schrittweise ein. Unternehmenskunden erhalten zunächst jeweils einen Agenten ohne Aufpreis. Privatnutzer sind im europäischen Wirtschaftsraum zunächst außen vor – selbst mit Bezahlabo. Langfristig will OpenAI seine Dots-Assistenten aber auch für eine breitere Nutzerschaft verfügbar machen. Da die Agenten auf persönliche und geschäftliche Daten und Dienste zugreifen können, hat OpenAI mehrere Schutzmechanismen eingebaut. Die Cloud-Umgebungen einzelner Nutzer sollen etwa voneinander isoliert sein. Bei Anmeldeverfahren und App-Zugriffen sollen Passwörter nicht in den Modellkontext gelangen. Für bestimmte Aktionen, die besonders sensibel sind, seien zusätzliche Bestätigungen erforderlich.
  • Facebook-Konzern Meta hat mit Muse ebenfalls einen KI-Assistenten für den Alltag präsentiert. Auch dieser Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern auch selbstständig E-Mails lesen und verfassen, Formulare ausfüllen und sogar Online-Käufe tätigen. Dazu merkt sich die KI die Nutzer-Vorlieben und macht ohne Aufforderung eigene Vorschläge. Der Agent ist auch aktiv, wenn die App geschlossen ist. Laut Meta werden sensible Daten wie Passwörter oder Kontonummern in einen separaten Speicher ausgelagert, der getrennt von anderen Nutzern ist und auf den Muse angeblich keinen direkt einsehbaren Zugriff hat. Zu Muse gibt es mittlerweile auch ein hochumstrittenes KI-Tamagotchi, das Nutzer ständig mit sich führen können.

Putziges Äußeres, riskante Autonomie – gefährdeter Datenschutz

Autonome KI-Agenten können vor allem im Arbeitsalltag ein echter Gewinn sein. Denn wer das Sortieren von E-Mails, das Koordinieren von Terminen oder das Zusammentragen von Informationen auslagert, spart im Idealfall viel Zeit und Mühe.

Vor allem im Unternehmenskontext ist deshalb nachvollziehbar, warum OpenAI so energisch vorprescht. Denn dort schlummern potenzielle Einnahmen, die das Unternehmen dringend braucht. Aber: Immer eigenständigere Agenten sind auch mit einem immer höheren Risiko verbunden, zumal viele Risiken autonom handelnder KI-Systeme noch ungelöst sind.

Die Dots kommen zudem zu einer Zeit, in der OpenAI mit zahlreichen Fällen zu kämpfen hat, in denen Agenten schon Grenzen überschritten oder unerwartete Aktionen ausgeführt haben. Ausgerechnet kurz vor der Dots-Präsentation wurde zudem die Veröffentlichung von GPT-6.1 Astra wegen Sicherheitsbedenken gestoppt (€). Berichten zufolge ging es unter anderem um ein täuschendes Verhalten oder das Ausführen von Aktionen, für die keine erforderliche Zustimmung vorlag.

Für Dots sind das alles andere als gute Vorzeichen. Indes: Die Verniedlichung des KI-Agenten wirkt fast schon wie ein groteskes Kontrastprogramm zur technischen Realität. Ob Dot, Dottie oder Döttchen; all diese Agenten kommen wie ein Büro-Haustier daher und nicht wie eine Software, die E-Mails lesen, Anwendungen bedienen und im Zweifel selbstständig handeln darf.

Meta macht es mit Muse ähnlich und stopft den Agenten sogar in ein harmlos anmutendes Tamagotchi. Getreu dem Motto: Je putziger der Name und das Antlitz, desto leichter gerät in Vergessenheit, dass dort nicht nur ein digitales Plüschtier sitzt, sondern ein System mit Zugriff auf potenziell hochsensible Daten und Dienste.

Stimmen

  • Holly Li, Mitglied des OpenAI-Produktteams, demonstrierte ihren persönlichen „Dottie“ auf dem DevDay von OpenAI (ja, man kann den Dingern Namen geben). Sie erklärte: „Wir alle werden den ganzen Tag über mit Anfragen bombardiert. Jetzt kann ich den Thread an Dottie weiterleiten. Ich kann die Aufgabe einfach delegieren. Ich kann entscheiden, was meine Aufmerksamkeit erfordert und was mein Dot übernehmen kann. Indem wir den Dots eine eigene Identität geben, werden sie zu einer Erweiterung unseres Teams. Und mittlerweile beziehen wir unsere Dots von Anfang an in Gruppenchats mit ein.“ OpenAI selbst weist in seinen Datenschutzrichtlinien derweil darauf hin: „Auch Dots können Fehler machen.“
  • KI-Unternehmer Dan Shipper, Chef des Medien- und Softwareunternehmens Every, hat Dots über mehrere Tage ausprobiert. In einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) schreibt er: „Wenn alles funktioniert, verändert Dot die Art und Weise, wie ich ChatGPT nutze. (…) Die Version, die ich in den letzten Tagen getestet habe, war fehlerhaft und es fehlten erwartete Funktionen wie die iMessage-Unterstützung. (…) Ich stieß oft auf Berechtigungsprobleme und verschwindende Nachrichten. Dot konnte keine Verbindung zu seinem eigenen integrierten Browser herstellen. (…) OpenAI wird Zeit haben, viele dieser Ecken und Kanten zu beseitigen.“
  • Ein Reddit-Nutzer schreibt in einem Subforum derweil: „Es (Dots) wird mich übrigens nichts kosten, da ich in Europa bin – wir bekommen es ja sowieso nicht!“ Ein anderer entgegnet daraufhin: „Oh, was man alles vermeiden kann!! Gleichzeitig scheint Europa sich in einer bequemen ‚Was ich nicht sehe, betrifft mich nicht‘-Haltung zu befinden. Ich bin kein Amerikaner, aber ich mache mir einfach Sorgen, dass übertriebener Protektionismus das Google-/Facebook-/Amazon-Problem nicht löst und viele persönliche Freiheiten einschränkt.“ Wiederum ein anderer Nutzer meint dazu: „In der EU legen wir mehr Wert darauf, dass unsere Daten nicht gestohlen werden, als darauf, miese Produkte zu nutzen.“

Wie eigenständig sollten KI-Agenten sein?

Trotz der durchaus trügerischen Verniedlichung könnte allen voran für Unternehmen ein erheblicher Nutzen in Dots schlummern. Denn ein Agent, der nicht nur Vorschläge macht, sondern Aufgaben über mehrere Programme hinweg tatsächlich erledigt, könnte viele mitunter nervige und zeitaufwendige Routinetätigkeiten aus dem Arbeitsalltag verschwinden lassen. Die Frage ist aber nicht nur, ob und wie nützlich solche Agenten sind, sondern wie viel Eigenständigkeit man ihnen guten Gewissens überlassen kann.

Oder: Ob oder wie gut Dots funktioniert, muss sich erst noch zeigen – auch mit Blick auf Fehleranfälligkeit und Kontrolle. Denn ein KI-Agent bringt nichts, wenn die vermeintliche Zeitersparnis durch etliche Kontrollprozesse wieder verpufft. Eine solche Überprüfung kann außerdem zermürbend und nervig sein. Vor allem, wenn es immer mehr verschiedene Browserfenster und Prozesse zu verwalten gilt.

Im privaten Alltag ist die Rechnung noch komplizierter. Denn je mehr ein Agent über Termine, Nachrichten, Vorlieben, Einkäufe oder persönliche Konten weiß, desto größer wird vielleicht sein praktischer Nutzen, aber eben auch das Datenschutzrisiko. OpenAI und Meta setzen deshalb auf isolierte Umgebungen, Berechtigungen und Bestätigungen für sensible Aktionen. Das ist auch dringend notwendig, löst aber nicht das grundsätzliche Problem. Denn wer einen ständig aktiven digitalen Begleiter möchte, muss ihm zwangsläufig ziemlich viel von seinem eigenen Leben preisgeben.

Und vermutlich bleibt es auch bei OpenAI nicht nur bei einer Software. Denn das Unternehmen tüftelt bereits seit geraumer Zeit an sogenannten KI-Geräten, die Nutzer immer und überall begleiten sollen. Das kann praktisch sein. Muss es aber nicht. Und etwas unheimlich ist es obendrein. Denn wenn KI nicht mehr auf einen Befehl wartet, sondern mitdenkt, mithört und handelt, wird die wichtigste Funktion vielleicht nicht der nächste Knopf sein – sondern der Aus-Knopf.

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