❌

Lese-Ansicht

Kennst du alle? Das sind die besten Serien des 21. Jahrhunderts

Der Beitrag Kennst du alle? Das sind die besten Serien des 21. Jahrhunderts erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

besten Serien 21. Jahrhundert

In den letzten 25 Jahren sind vermutlich mehr Serien erschienen als in all den Jahren zuvor. Auf Streaming-Diensten und im Fernsehen sind so viele Stunden an Inhalten verfügbar, dass man mehrere Leben vor der Glotze verbringen könnte. Aber welche Produktionen sind es wirklich wert, gesehen zu werden? Die New York Times hat die 100 besten Serien gekürt, um diese Frage zu beantworten.

Mit Netflix und Co. haben Serien ein neues Hoch erlebt. Es gibt nicht nur mehr Produktionen als jemals zuvor, auch Qualität und Budget konnten sich im 21. Jahrhundert immer weiter steigern. Galten Serien früher noch als leichte Unterhaltung, sind sie inzwischen mit dem Kino auf Augenhöhe – oder haben es sogar überflügelt. Allerdings gibt es so viele Produktionen, dass es schwierig werden kann, sich zu entscheiden. Ein umfangreiches Ranking der New York Times bietet Abhilfe.

So wurde das Serien-Ranking erstellt

In einem ambitionierten Unterfangen hat die New York Times die 100 besten Serien des 21. Jahrhunderts ermittelt. Es waren also nur Produktionen zugelassen, die nach dem 1. Januar 2000 gestartet sind. Über 500 Fachleute der Branche – darunter Schauspieler, Regisseure und Produzenten – haben abgestimmt und die Gewinner gekürt. Nicht nur Dramen standen zur Auswahl, sondern auch Comedy-Serien, Dokumentationen und Reality-Formate.

Wer sich mit der Materie ein wenig auskennt, wird sich kaum darüber wundern, dass der US-Sender HBO den oberen Teil der Liste dominiert. Netflix ist hingegen eher für Masse statt Klasse bekannt – zumindest ist im Spitzenfeld keine einzige Produktion des Streaming-Service vertreten. Immerhin: The Crown landet auf Rang 20. Der Erfolgshit Stranger Things schafft es nur auf Platz 53, Squid Game muss sich mit Platz 73 zufrieden geben.

Die US-Version von The Office verpasst die Top Ten um Haaresbreite. Viele andere Publikumslieblinge wie Modern Family (Platz 77) und Gilmore Girls (Platz 99) landen hingegen relativ weit hinten. Eine deutsche Produktion hat es nicht auf die Liste geschafft. Welche Produktion ganz oben steht, verraten wir im folgenden Ranking.

Platz 10: Atlanta (2016 bis 2022)

Atlanta ist ein Drama im Comedy-Format. Donald Glover hat die Serie nicht nur erfunden, sondern spielt auch selbst die Hauptrolle. Thema ist die Rap-Szene in Atlanta, in der Glover als Musiker mit dem Namen Childish Gambino sein Glück versucht. Die Serie lief beim US-Sender FX.

Der Beitrag Kennst du alle? Das sind die besten Serien des 21. Jahrhunderts erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Die besten Solarhersteller in Deutschland 2026 – einer hängt alle ab

Der Beitrag Die besten Solarhersteller in Deutschland 2026 – einer hängt alle ab erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

PV Solar Anlage Solarhersteller

Eine Solaranlage auf dem Dach kann Geld sparen und macht unabhängiger. Doch inzwischen gibt es eine ganze Reihe an Herstellern, auf die Interessenten zurückgreifen können. Eine aktuelle Befragung von Kunden zeigt, dass es bei den Solarherstellern einen ganz klaren Favoriten gibt.

Wenn man im Jahr 2026 in Deutschland übers Land fährt, sieht man überall Photovoltaik- oder Solaranlagen auf den Dächern glänzen. Viele Menschen haben bereits eine Installation oder denken darüber nach, sich dem Trend anzuschließen. Doch der Markt ist relativ unübersichtlich geworden. Es gibt eine große Auswahl an Firmen, die Module herstellen. Zudem spielen auch andere Komponenten wie der Speicher sowie der Service eine Rolle. Wer nach einem passenden Hersteller sucht, sollte sich ansehen, wie zufrieden die jeweiligen Kunden sind.

Diese Solarhersteller lieben die Kunden

Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) kürt im Rahmen ihres Solar-Award 2026/27 die Firmen mit dem besten Standing bei der Kundschaft. Für das Ranking wurden 1.816 Online-Interviews durchgeführt. 27 Marken wurden mit einer Gesamtnote bewertet, die sich aus den drei Aspekten Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis und Zuverlässigkeit zusammensetzt.

Neben den Solarherstellern wurden auch noch andere Bereiche der Branche untersucht. So zum Beispiel die Komplettanbieter, bei denen man von der Beratung bis zur Wartung alles bekommt. Hier gewinnt Solartech Deutschland, gefolgt von Viessmann und E.ON. Bei den Vergleichsportalen landet SolarTarifVergleich ganz vorne – dahinter kommen solaranlage.de und Photovoltaik-Angebotsvergleich.

Für unsere Rangliste interessieren uns aber die Hersteller. Alle Vertreter in der Top Ten erhalten vom DtGV das Prädikat „ausgezeichnet“. Bis auf die ersten beiden Plätze liegen die Punktwerte relativ nahe beisammen. Einen echten Ausreißer nach unten gibt es nicht – das Schlusslicht bildet Heliatek mit einer Note von 7,22. Wer es ans andere Ende der Liste geschafft hat, verraten wir im folgenden Ranking.

Platz 9 (geteilt): Heckert Solar

Los geht es mit einem Gleichstand. Zwei Firmen erhalten eine Wertung von 7,55 – die erste ist Heckert Solar. Das Unternehmen kann vor allem im Bereich Zuverlässigkeit punkten – hier gibt es von den Kunden eine Punktzahl von 7,65.

Der Beitrag Die besten Solarhersteller in Deutschland 2026 – einer hängt alle ab erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Digitalisierung: Diese Länder sind am besten vernetzt – Deutschland abgeschlagen

Der Beitrag Digitalisierung: Diese Länder sind am besten vernetzt – Deutschland abgeschlagen erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Smart City Digitalisierung

Ohne Internet geht im Alltag kaum noch etwas, und die Digitalisierung kann den Menschen das Leben erleichtern. Ein paar Beispiele: Arbeiten im Homeoffice, WLAN in Bus und Bahn, Termine für Ämter online vereinbaren oder Formulare sogar im Internet ausfüllen. Wie gut die Menschen weltweit vernetzt sind, unterscheidet sich je nach Region enorm.

Eine Internetverbindung und digitale Vernetzung sind schon lange kein Luxus mehr, sondern entscheiden über Bildung, Handel und Bürokratie. Die Digitalisierung ist essentiell für das Leben der Bürger eines Landes. Doch ein Anschluss alleine reicht nicht aus – er muss auch noch bezahlbar sein und überhaupt erst genutzt werden. Genau diese Aspekte werden in einem internationalen Index erfasst, in dessen Rahmen 159 Länder und Regionen verglichen werden.

Deutschland bei der Digitalisierung abgeschlagen

Der ICT Development Index 2026 wurde von der Internationalen Fernmeldeunion ITU erstellt, einer Organisation der Vereinten Nationen. Er misst zehn verschiedene Indikatoren, unter anderem die Netzabdeckung, den Internetzugang und seine Nutzung, den Datenverbrauch und die Bezahlbarkeit. Wichtig ist aber auch, dass manche Aspekte nicht mit einbezogen werden, darunter Internetgeschwindigkeiten, digitale Kompetenzen und Onlinesicherheit.

Deutschland erreicht in dem Ranking 90,4 von 100 Punkten. Das klingt erstmal nicht schlecht, reicht aber nur für Rang 54. Einige unserer Nachbarländer schneiden deutlich besser ab. Polen und Österreich landen mit jeweils 96,4 Punkten gemeinsam auf Rang 15. Auch die Niederlande (94,9 Punkte), die Schweiz (93,8 Punkte) und Frankreich (91,9 Punkte) hängen die BRD ab. Insgesamt ist Europa gut aufgestellt: 35 von 42 europäischen Ländern erreichen mindestens 90 Punkte.

Zum Vergleich: Weltweit liegt der Durchschnitt bei 79 Punkten. Das Einkommen spielt dabei eine große Rolle, denn Staaten mit niedrigem Einkommen kommen im Schnitt auf weniger als die Hälfte der Punkte. Das Schlusslicht ist übrigens Burundi mit 25,2 Punkten. Wer es hingegen ganz nach oben geschafft hat, verraten wir in der folgenden Rangliste.

Platz 9 (geteilt): Hongkong

Los geht es diesmal mit Rang neun, den sich gleich drei Vertreter teilen. Der erste ist Hongkong – streng genommen kein Staat, sondern eine Sonderverwaltungszone Chinas. China selbst schafft aber nur 94,7 Punkte, während Hongkong auf 97,9 Punkte kommt.

Der Beitrag Digitalisierung: Diese Länder sind am besten vernetzt – Deutschland abgeschlagen erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

KI von A bis Z: Diese 26 Begriffe sollte jetzt jeder kennen

Der Beitrag KI von A bis Z: Diese 26 Begriffe sollte jetzt jeder kennen erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Künstliche Intelligenz war vor Kurzem noch Fachleuten vorbehalten, doch inzwischen unterhalten sich Millionen Menschen täglich mit einem Chatbot. Allerdings kennen die wenigsten sich mit der Materie wirklich aus. Den ein oder anderen Namen oder Fachbegriff haben die meisten schon einmal gehört, aber mit unserem KI-ABC haben wir die wichtigsten Begriffe der Technologie von A bis Z zusammengetragen, um so viele Aspekte wie möglich abzudecken.

A wie Anthropic

Anthropic ist eines der wichtigsten KI-Unternehmen und wurde 2021 von ehemaligen Mitarbeitern des Konkurrenten OpenAI gegründet. Am bekanntesten ist die Firma für ihre Modelle rund um Claude, mit denen sie in Bereichen wie Coding momentan sogar marktführend ist. Zuletzt war Anthropic in den Schlagzeilen, weil die Flaggschiff-Modelle Fable 5 und Mythos 5 wegen US-Exportkontrollen zeitweise abgeschalten werden mussten.

B wie Bias

Bias bedeutet so viel wie Voreingenommenheit. Ja, auch Maschinen können Vorurteile haben, wenn ihre „Persönlichkeit“ auf menschlichen Daten beruht. Beispiele dafür gibt es viele: Die Benachteiligung von Frauen wegen zu vieler Lebensläufe von Männern in den Trainingsdaten. Oder eine diverse Darstellung von historischen Persönlichkeiten in einem Bildgenerator. Ein KI-Werkzeug ist also nie gänzlich objektiv.

C wie Chain of Thought

Eine KI, die Chain of Thought nutzt, zerlegt Fragen erst einmal in mehrere Zwischenschritte. Viele Modelle blenden ihre Gedankengänge sogar ein, auch wenn diese Informationen natürlich nur ein Teil der Wahrheit sind. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie ein Chatbot versucht, den Prompt des Nutzers zu interpretieren und adäquat darauf zu antworten. Auch eventuelle Recherchen im Internet gehören zur Chain of Thought.

D wie Deepfake

Das Wort Deepfake setzt sich aus „Deep Learning“ und „Fake“ zusammen. Es bezeichnet die Generierung von täuschend echten Bildern, Stimmen oder Videos real existierender Personen. Ursprung des Begriffs ist ein Reddit-Nutzer, der unter diesem Namen 2017 manipulierte Videos verbreitete. Da Deepfakes sehr oft Persönlichkeitsrechte verletzen und für Betrügereien genutzt werden, ist der Begriff negativ aufgeladen.

E wie Embedding

Embedding ist ein wichtiger Begriff für die Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz. Es beschreibt einen Vorgang, bei dem Wörter und Wortteile in Zahlenreihen, sogenannte Vektoren, übersetzt werden. Die KI „rechnet“ sozusagen Sprache. Wörter, die eine ähnliche Bedeutung haben, liegen im mathematischen Raum eng beieinander. Ein Beispiel: „König“ minus „Mann“ plus „Frau“ landet in der Nähe von „Königin“.

F wie Fine-Tuning

Zu Beginn werden KI-Modelle breitgefächert trainiert. Sie sollen sich in möglichst allen Lebensbereichen zumindest rudimentär auskennen. Für die Kenntnisse in Nischenthemen folgt später das Fine-Tuning. Hierbei werden kleine, aber spezialisierte Datensätze verfüttert, die der Maschine Fachwissen vermitteln, ohne durch unnütze Daten verwässert zu werden.

G wie Google

Auch Google ist eine Größe der KI-Branche. Mit seinen Gemini-Modellen konnte der Konzern OpenAI und ChatGPT zwischenzeitlich in einigen Bereichen den Rang ablaufen. Ein großer Vorteil war die frühe Integration der Internetsuche – das Spezialgebiet von Google. Das Unternehmen war aber von Beginn an dabei: 2017 entwickelten Forscher von Google die Transformer-Architektur (das T in ChatGPT).

H wie Halluzination

Sie sind bei den bekannten Modellen deutlich seltener geworden, aber ganz verschwinden werden sie wohl nie: Halluzinationen. Was die Fehler einer KI so gefährlich macht, ist das Unvermögen vieler Modelle, Unwissenheit zuzugeben. Stattdessen werden falsch zugeordnete oder frei erfundene Fakten mit absoluter Überzeugung als Wahrheiten präsentiert. Deshalb sollte man immer Quellen verlangen und den Chatbot auffordern, offen zu kommunizieren.

I wie Instruction Tuning

Ist das Grundtraining eines KI-Modells beendet, kann es Texte vervollständigen, aber noch keine Anweisungen befolgen. Hier setzt das Instruction Tuning ein. Immer wieder werden Prompts mit passenden Antworten serviert oder von menschlichen Testern bewertet; solange bis der Chatbot tatsächlich als nützlicher Assistent fungieren kann, der versteht, was der Nutzer von ihm will.

J wie Jailbreak

Jailbreak ist ein schon lange existierender Begriff für das Knacken von Software-Limitierungen. In Bezug auf KI geht es in erster Linie um die Umgehung von Sicherheitsvorkehrungen. Auf diese Weise sollen einem Modell verbotene Antworten entlockt werden. Die Entwickler versuchen natürlich konstant, die Lücken zu schließen, doch findige Nutzer kommen immer wieder auf neue Tricks.

K wie Kontextfenster

Das Kontextfenster legt fest, wie viel Text von einer KI auf einmal verarbeitet werden kann. Es ist also eine Art Arbeitsspeicher. Da sich Prompt und Antwort den Platz teilen, sollte man seine Eingaben immer möglichst präzise formulieren. Die Maßeinheit für diese Kapazität nennt man Token. Zu Beginn konnte ChatGPT noch rund 4.000 Token verarbeiten, heute schaffen einige Modelle bis zu einer Million.

L wie LLM

LLM ist die Abkürzung für Large Language Model, also großes Sprachmodell. Diese bilden die Grundlage für alle bekannten Chatbots. Sie basieren auf Billionen von Wörtern, mit denen sie trainiert wurden, und werden von Milliarden von Parametern gelenkt. Ein Modell zerlegt Texte in Wortbausteine (Token) und berechnet immer wieder, welcher Baustein als Nächstes folgt. Sprache ist für Chatbots also eine Wahrscheinlichkeitsrechnung.

M wie Multimodal

KIs, die neben Texten auch noch andere Medien wie Bilder, Videos oder Audio erstellen und verarbeiten können, nennt man multimodal. Das ist vor allem dann nützlich, wenn Texte an ihre Grenzen kommen. Dank der Multimodalität fast aller großen Modelle kann man sich in Echtzeit mit dem Chatbot unterhalten, ihn ein Video analysieren lassen oder anhand eines Screenshots eine Situation diskutieren, für die es hunderte Wörter gebraucht hätte.

N wie Nvidia

Neben den Betreibern der bekannten Modelle ist Nvidia vermutlich der wichtigste Name der KI-Branche. Der Chiphersteller aus den USA ist bekannt für seine Grafikkarten. Der Aufstieg der neuen Technologie war ein Glücksfall für das Unternehmen, das seine Produktion an die neue Nachfrage angepasst hat und inzwischen den Markt für KI-Chips dominiert. Die Preise für Grafikkarten sind seitdem stark angestiegen.

O wie OpenAI

OpenAI wurde 2015 tatsächlich als gemeinnützige Organisation gegründet – unter anderem von Sam Altman und Elon Musk. Mit dem Launch von ChatGPT im November 2022 löste das Unternehmen den globalen KI-Boom aus. Seit 2025 ist OpenAI ein gewinnorientiertes Unternehmen, doch laut geleakten Unterlagen sind die Ausgaben momentan deutlich höher als die Einnahmen.

P wie Prompt

Ein Prompt ist ganz simpel eine Nachricht, die man an den Chatbot sendet. In der Regel beinhaltet diese eine Anweisung. Deren Qualität hat entscheidenden Einfluss auf den Nutzen der Antwort. Das Wichtigste: Immer Kontext geben, präzise formulieren und klar darlegen, welches Ergebnis man sich wünscht. Neben dem User-Prompt gibt es auch noch den System-Prompt – das sind die Anweisungen der Entwickler, die im Hintergrund jede Unterhaltung prägen.

Q wie Quantisierung

Damit frei verfügbare Modelle wie Llama, Qwen oder Mistral auch auf schwächerer Hardware wie einem Laptop oder Smartphone laufen können, müssen sie verkleinert werden. Beim Prozess der Quantisierung wird die KI sozusagen komprimiert. Ähnlich wie bei Bild- oder Videodateien gehen dabei Details verloren. Dafür ist der Datenschutz deutlich besser kontrollierbar. Modelle wie ChatGPT, Gemini, Claude laufen hingegen komplett auf den Servern des jeweiligen Anbieters.

R wie Reasoning

Das Reasoning hängt mit der Chain of Thought zusammen. Es erlaubt Modellen, vor einer Antwort nachzudenken und Schlussfolgerungen zu ziehen. Wer öfter mit einem Chatbot kommuniziert, ist vermutlich schon auf Antworten gestoßen, in denen sich die KI selbst verbessert. Zwar bedeutet Reasoning einen höheren Rechenaufwand, aber dafür können vor allem in Bereichen wie Programmierung, Mathe und Logik starke Ergebnisse erzielt werden.

S wie Superintelligenz

Superintelligenz ist ein Begriff, der momentan in den Medien sehr präsent ist. Gemeint ist eine KI, die den Menschen in allen Bereichen überlegen ist. Einerseits streben Konzerne wie Meta genau das an, andererseits warnen viele Chefs von KI-Firmen vor den Auswirkungen. Zuletzt forderte Anthropic-Chef Dario Amodei eine gemeinsame Entwicklungspause und wurde dabei unter anderem von Sam Altman und Elon Musk unterstützt.

T wie Turing-Test

Der Turing-Test wurde 1950 vom britischen Mathematiker Alan Turing ins Leben gerufen. Dabei geht es um die Frage, ob eine Maschine einen Menschen so gut imitieren kann, dass wir den Unterschied nicht mehr feststellen können. Tatsächlich hat ein Modell den Test schon bestanden: In einer Studie wurde GPT-4.5 öfter für einen Menschen gehalten als echte Menschen. Allerdings brauchte es dafür eine spezielle Persönlichkeitsvorgabe.

U wie Urheberrecht

Eines der größten Themen seit dem Durchbruch von LLMs ist das Urheberrecht. Das Problem: KIs werden mit unzähligen geschützten Werken gefüttert, ohne dass die meisten Urheber jemals eine Entschädigung erhalten. In Deutschland wurde im November 2025 der GEMA in einer Klage gegen OpenAI recht gegeben, und in den USA musste Anthropic 1,5 Milliarden Dollar an Buchautoren zahlen.

V wie Vibe Coding

Texter wurden als Erste mit den Auswirkungen von KI konfrontiert, doch inzwischen sind auch Programmierer betroffen. Ähnlich wie Baukästen für Internetseiten erlaubt es Vibe Coding selbst Menschen ohne Programmierkenntnisse, Code zu erstellen. Man sagt dem Modell zum Beispiel, was eine App können soll, und die KI schreibt den Code. Diesen zu verstehen ist aber natürlich noch immer von Vorteil.

W wie Wasserzeichen

Das Internet könnte schon bald komplett von KI-Inhalten dominiert werden. Um das zu verhindern, sollen Texte, Videos, Bilder und Songs gekennzeichnet werden. Manche Wasserzeichen sind offensichtlich, so wie das Symbol auf von Gemini generierten Bildern. Manche sind aber auf den ersten Blick nicht erkennbar: Claude formuliert seit Kurzem Texte so, dass sie mit einer Schlüssel-Software als KI-generiert erkannt werden können.

X wie xAI

Nachdem sich Elon Musk mit Sam Altman und OpenAI überworfen hatte, gründete er 2023 mit xAI sein eigenes KI-Unternehmen. Dessen Chatbot Grok ist direkt in die Plattform X integriert. XAI hat aber eine zweite Bedeutung: die Abkürzung steht für „Explainable AI“, also erklärbare KI. Dabei handelt es sich um ein Forschungsfeld, das die Entscheidungen von Systemen nachvollziehbar machen will.

Y wie Yann LeCun

Der französische Informatiker Yann LeCun gilt als einer der Väter von Deep Learning. 2018 erhielt LeCun gemeinsam mit Geoffrey Hinton und Yoshua Bengio den Turing Award – das ist der inoffizielle Nobelpreis für Informatik. Über ein Jahrzehnt leitete er die KI-Forschung bei Meta. Inzwischen hat LeCun das Unternehmen verlassen. Er gilt als Kritiker von LLMs und setzt stattdessen auf sogenannte World Models, die auch die physische Welt verstehen sollen.

Z wie Zensur

KI könnte die Menschheit als objektive und unvoreingenommene Entität voranbringen. Doch viele Politiker haben andere Pläne. In China müssen Modelle zum Beispiel die Vorgaben der Internetbehörde Cyberspace Administration of China erfüllen. Wer einen Chatbot mit heiklen Fragen konfrontiert, merkt schnell, dass diese entweder abgelehnt oder auf eine sehr konforme Weise beantwortet werden.

Auch interessant: 

Der Beitrag KI von A bis Z: Diese 26 Begriffe sollte jetzt jeder kennen erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Die meistverkauften Automarken im September 2026 in Deutschland

Der Beitrag Die meistverkauften Automarken im September 2026 in Deutschland erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

meistverkauften Automarken September 2026 Deutschland

Nach dem Sommerloch legt der deutsche Automarkt im September wieder ordentlich zu. Zudem setzen Stromer ihren Siegeszug weiter fort. Das sorgt im Ranking der beliebtesten Automarken für frischen Wind.

Insgesamt wurden im September 256.774 Pkw neu zugelassen. Das ist ein Plus von 9,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum August wurden über 40.000 Fahrzeuge mehr verkauft. Das liegt in erster Linie an Privatkunden, deren Zulassungen um 28,5 Prozent steigen und momentan bei 40,3 Prozent aller Neuanmeldungen ausmachen. Die offiziellen Daten stammen wie üblich vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).

Diese Automarken sind im Aufwind

Elektroautos haben ihren Platz an der Spitze zementiert und werden diesen vermutlich auch nicht mehr hergeben. Im vergangenen Monat wurden 88.599 E-Autos neu zugelassen – das sind 34,5 Prozent vom Gesamtmarkt. Und im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich die Zahl fast verdoppelt. Der Grund ist klar: Zum einen die E-Auto-Prämie, die seit Mai gewährt wird und bereits an 100.000 Antragsteller ausbezahlt wurde; zum anderen die hohen Benzinpreise, die einen Stromer immer attraktiver erscheinen lassen.

Auf Platz zwei der Antriebsarten liegen Hybride mit 71.190 Zulassungen, gefolgt von Benzinern (44.632), Dieselfahrzeugen (23.058) und Plug-in-Hybriden (9,0). Trotz des Booms ist die Gesamtzahl an Elektroautos auf den deutschen Straßen noch immer gering. Der Anteil liegt derzeit bei rund 4,1 Prozent.

An dieser Stelle geht es allerdings um die Zulassungszahlen der Automarken, die natürlich von diesen Trends beeinflusst werden. Knapp an der Top Ten vorbei schrammen im September Hyundai, Renault, Kia und Toyota. Toyota muss ein Minus von 24,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften. Nach oben gehen die Zahlen für BYD und MG Roewe. Unter den deutschen Marken legt Smart am stärksten zu.

Welche Automarken bei den Deutschen momentan am beliebtesten sind, verraten wir in der folgenden Galerie.

Platz 10: Dacia

Den Einstieg macht die Billigmarke Dacia, von der 7.168 Fahrzeuge im September neu zugelassen wurden. Das entspricht einem Marktanteil von 2,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr kann Dacia ein Plus von 25,7 Prozent verzeichnen.

Dacia Spring Electric Auto Mini-SUV
Bild: Dacia

Der Beitrag Die meistverkauften Automarken im September 2026 in Deutschland erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

So viele Milliardäre wie nie: Die 10 reichsten Menschen der Welt

Der Beitrag So viele Milliardäre wie nie: Die 10 reichsten Menschen der Welt erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Geld Milliardäre Finanzen

Es gibt mehr Milliardäre als jemals zuvor – und diese haben zusammengenommen auch noch mehr Geld. Aber auch bei den Superreichen gibt es eine Zweiklassengesellschaft, und der Spitzenreiter steckt die Verfolger locker in die Tasche. Aus Deutschland schafft es niemand in die Top Ten.

Die Wirtschaft kriselt weltweit und die Mittelschicht befindet sich in der Auflösung. Viele Menschen müssen wieder mehr aufs Geld schauen. Dieser Abwärtstrend betrifft aber nicht die Superreichen dieser Welt. Ganz im Gegenteil – für sie war 2026 bisher ein sehr gutes Jahr. Der KI-Boom treibt das Vermögen vieler Tech-Milliardäre nach oben, die Börsenkurse steigen und vielerorts wird eine günstige Steuerpolitik für Vermögende gemacht.

Es gibt immer mehr Milliardäre

Einmal im Jahr stellt das Wirtschaftsmagazin Forbes eine Liste mit den reichsten Menschen der Welt auf. Die aktuelle Ausgabe für 2026 bricht gleich mehrere Rekorde. Momentan gibt es 3.428 Milliardäre – hunderte mehr als im Vorjahr und insgesamt so viele wie noch nie. Gemeinsam besitzen sie 20,1 Billionen US-Dollar – das ist ein Plus von rund vier Billionen.

Die meisten Milliardäre leben in den USA (989), gefolgt von China (610) und Indien (229). Die USA dominieren nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze. Gleich 15 der 20 reichsten Menschen sind Amerikaner. Aus Deutschland schafft es niemand in die Top Ten.

Laut dem Ranking ist der reichste Deutsche derzeit Lidl-Gründer Dieter Schwarz mit 67,2 Milliarden Dollar (Platz 29). Dahinter folgen Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne mit 41,9 Milliarden Dollar (Platz 47) sowie BMW-Erbe Stefan Quandt und die Familie von Reinhold Würth, die sich mit jeweils 30,1 Milliarden Dollar Rang 75 teilen. Zudem schaffen es noch Susanne Klatten (Platz 79) und Andreas von Bechtolsheim (Platz 90) unter die besten 100.

Neben KI verhelfen auch Kryptowährungen vielen Milliardären zu einem Platz in der Top 100. Bestes Beispiel ist Binance-Gründer Changpeng Zhao auf Platz 17. Wer es in die Top Ten geschafft hat, erfahrt ihr in folgendem Ranking. Da sich die Summen schnell ändern, wurde der 1. März als Stichtag festgelegt.

Platz 10: Amancio Ortega

Der Spanier Amancio Ortega steht hinter der Modekette Zara, die Teil seines Konzerns Inditex ist. Sein Vermögen soll rund 148 Milliarden Dollar betragen. Ortega ist nur einer von zwei Europäern in der Top Ten.

Der Beitrag So viele Milliardäre wie nie: Die 10 reichsten Menschen der Welt erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Reichste Länder 2026: Dieser Zwergstaat lässt die USA hinter sich

Der Beitrag Reichste Länder 2026: Dieser Zwergstaat lässt die USA hinter sich erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Geld Geldsack Waage Einkomen Länder

Der Reichtum eines Landes lässt sich auf verschiedene Arten messen. Mit am geläufigsten ist das erwirtschaftete Geld pro Kopf. In den vergangenen 20 Jahren gab es hier etliche Verschiebungen. An der Spitze stehen 2026 in erster Linie kleine Staaten.

Wie viel ein Land erwirtschaftet, ist eine Sache – doch je weniger Einwohner es gibt, desto mehr hat der Einzelne von dem vorhandenen Geld. Deshalb ist das Pro-Kopf-Einkommen eine der gängigsten Messarten für die Wirtschaftsleistung einer Nation, auch wenn die Aufteilung in der Realität selten fair und ausgeglichen ist. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf landen große Industrienationen häufig relativ weit hinten, während sich kleine Staaten oft einen der vorderen Plätze schnappen können.

Kleine Länder sind im Vorteil

Bei den Zahlen handelt es sich um Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus dem World Economic Outlook für das Jahr 2026. Verglichen wird jeweils das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in US-Dollar. Zudem wurden die Summen im Hinblick auf die jeweilige Kaufkraft der Staaten bereinigt – ist das Leben in einem Land teurer, schrumpft die Zahl. Als Vergleich werden auch die Daten von 2006 bereitgestellt. Allerdings sind alle Zahlen nicht inflationsbereinigt, und ein Teil des Wachstums in den letzten 20 Jahren geht schlicht auf die gestiegenen Preise zurück.

Seit 1990 ist die Wirtschaftsleistung in keinem Land so sehr gewachsen wie in Guyana, das mit 95.477 US-Dollar pro Kopf auf dem elften Platz landet. Der Hauptgrund für diese Entwicklung ist die Förderung von Öl, die 2019 begonnen hat und seitdem Infrastruktur und Bildungsprogramme finanziert. Abgesehen davon ist das Leben in Guyana weniger teuer als in vielen Industrienationen. Deshalb landet die Nation unter anderem auch vor den USA (94.430 Dollar).

Abgefallen sind hingegen die Vereinigten Arabischen Emirate, die 2006 noch auf Rang vier lagen, inzwischen aber nur noch Platz 14 belegen. Kuwait, Österreich, Belgien und Bahrain fliegen allesamt aus der Top 20. Deutschland war übrigens weder 2006 noch 2026 unter den 20 reichsten Ländern zu finden. Wer es hingegen in die Top Ten geschafft hat, verraten wir in folgendem Ranking.

Platz 10: Brunei

Den Auftakt macht Brunei, das auf ein Pro-Kopf-Einkommen von 97.858 US-Dollar kommt. Das ist ein kleiner Rückschritt, denn 2006 lag das kleine Sultanat mit 67.149 Dollar noch auf Rang sechs. Damit geht es für Brunei um vier Plätze nach unten.

Der Beitrag Reichste Länder 2026: Dieser Zwergstaat lässt die USA hinter sich erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Datenschutz: Kapitulieren wir vor Big Tech?

Der Beitrag Datenschutz: Kapitulieren wir vor Big Tech? erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Datenschutz Big Tech Überwachung KI Smart Glasses Smart Watches

Datenschutz scheint ein reines Buzzword geworden zu sein, für das sich kaum noch jemand wirklich interessiert. Smart Glasses filmen uns, KI-Agenten fordern unsere privaten Daten und Smart Watches hören Gespräche mit. Trotzdem lesen fast 90 Prozent der Deutschen die jeweiligen Datenschutzerklärungen entweder gar nicht oder nur oberflächlich. Big Tech nimmt die von uns verschenkten Daten natürlich gerne an Eine kommentierende Analyse.

Zahlen belegen: Fast niemand liest Datenschutzerklärungen

  • Seit dem 8. September ist Metas KI-Agent Muse erhältlich, der für Nutzer selbstständig Reisen bucht, Mails verfasst und im Internet einkaufen geht. Dafür braucht er lediglich den Zugriff auf unsere Zugangsdaten, Zahlungsmittel und Postfächer. Nur einen Tag später stellte Apple „Audio Intelligence“ für die Apple Watch Series 12 vor. Dank der Funktion „Siri Recap“ kann die Uhr immer mithören und Gespräche zusammenfassen. Parallel zu diesen neuen Errungenschaften der Technik prüft die Bundesnetzagentur die Zulässigkeit von Metas Kamerabrillen in Deutschland. All diese Gadgets setzen voraus, dass Nutzer die Hosen runterlassen und private Daten preisgeben.
  • Laut den jeweiligen Herstellern ist das aber alles kein Problem. Apple versichert zum Beispiel, dass Audioaufnahmen nicht gespeichert und in einem isolierten Bereich der Hardware verarbeitet werden, der sie anschließend sofort löschen würde. Zudem würden Sprecher nicht zugeordnet, und das Feature sei ohnehin freiwillig. Im Fall von Muse sichert Meta eigene virtuelle Maschinen, separate Speicher für Passwörter und zusätzliche Wächter-Agenten zu. Bei den „Perversbrillen“ sollen LED-Lämpchen umstehende Menschen warnen, wenn gefilmt wird. Das sind viele Versprechen – und sie lassen sich teilweise nur schwer überprüfen. Doch das Problem ist eher, dass die meisten Nutzer ihre Sicherheit gar nicht überprüfen wollen.
  • Anfang des Jahres wurde eine YouGov-Umfrage im Auftrag von eco veröffentlicht. Sie zeigt, wie wenig sich die Deutschen für das Thema Datenschutz interessieren. 46 Prozent der Befragten gaben an, die Datenschutzerklärungen nur teilweise zu lesen, 43 Prozent setzen einfach nur das Häkchen. Lediglich acht Prozent gehen die Texte tatsächlich mindestens einmal von vorne bis hinten komplett durch. Der Grund ist simpel: Wir sind zu faul. Für 66 Prozent sind die Texte zu lang, für 34 Prozent sind sie zu kompliziert, 26 Prozent haben schlicht keine Zeit. Und 55 Prozent sehen keinen Sinn darin, die Erklärungen zu lesen, da sie am Ende ohnehin zustimmen müssen. Des Weiteren befasst sich ungefähr ein Drittel der Leute überhaupt nicht mit dem Thema.

Warum wir Datenschutz wegklicken und wer dabei verliert

Dass fast 90 Prozent der Deutschen die Datenschutzerklärungen gar nicht oder nur teilweise lesen, ist keine große Überraschung. Wer hat schon Lust, sich mit den oft langen und langweiligen Texten zu befassen, wenn man doch viel lieber die spannende Technik oder App ausprobieren möchte, die sich dahinter verbirgt? Auch ich klicke die Dialoge häufig weg, obwohl ich mich mit dem Thema beruflich beschäftige. Der Mensch ist nun mal bequem.

Das viel größere Problem sind die 55 Prozent der Menschen, die meinen, keine Wahl zu haben. Die einfach kapitulieren. Sie machen die Einwilligung zu einem Ritual. Denn was in den Texten steht, spielt damit keine Rolle mehr. Und es kommt ein zweites Problem hinzu: Mit den neuen Tech-Gadgets entscheidet man nicht mehr nur für sich. Kamerabrillen filmen uns, und Smart Watches hören uns ab – alles, ohne dass wir eine Erklärung abgesegnet haben.

Das System an sich scheint also überholt zu sein. Zum einen, weil die meisten Nutzer die Datenschutzerklärungen nicht mehr lesen, und zum anderen, weil von der Technik betroffene Menschen diese überhaupt nicht vorgelegt bekommen.

Nicht jedes neue Gerät oder Feature sollte direkt verteufelt werden, und die Schutzmechanismen wirken meist durchdacht. Doch die angesprochenen Probleme werden von den Herstellern gekonnt unter den Tisch gekehrt. Oder anders: Das Problem ist nicht die Technik, sondern wie selbstverständlich wir sie in unseren Alltag integrieren, ohne uns Gedanken über den Datenschutz zu machen.

Dass viele Nutzer die negativen Aspekte wehrlos hinnehmen, liegt auch am rasanten Tempo, mit dem neue Technik auf den Markt kommt. Beinahe im Wochentakt erscheint ein Gerät, das noch einen Schritt weiter geht. Wer nicht in der Tech-Branche arbeitet, findet kaum die Zeit, sich mit all den neuen Funktionen und Methoden zur Datenanhäufung zu beschäftigen. Diese vielen kleinen Schritte verleiten dazu, uns wehrlos zu ergeben. Würden sie alle zeitgleich stattfinden, wäre der Aufschrei viel größer.

Stimmen

  • „Datenschutz findet im Bewusstsein der Menschen kaum statt, obwohl er sie betrifft und sie ihn einfordern“, meint Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender des Verbands eco. „Das zeigt, wie dringend wir niedrigschwellige Formen der Aufklärung brauchen. (…) Datenschutz darf kein Pflichttext sein, den niemand versteht. Wenn fast alle wegklicken, läuft etwas grundlegend falsch. Transparenz entsteht nicht durch Länge, sondern durch Verständlichkeit.“
  • Thomas Fuchs ist Hamburgischer Datenschutzbeauftragter und für Meta-Dienste in Deutschland zuständig. Er äußert sich in der Tagesschau kritisch zu neuen Produkten wie Kamerabrillen: „Das LED-Signal fällt im Alltag einfach nicht genug auf. Wenn man im Park an einer Person mit Meta Glasses vorbeiläuft, kann man nicht oder zumindest nicht ohne große Anstrengung direkt sehen, dass da gefilmt wird.“ Sein Fazit: „Niemand muss hinnehmen, ohne Zustimmung gefilmt oder fotografiert zu werden.“
  • Für Jason Cross, Senior Editor beim Fachmagazin Macworld, ist die Aufregung überzogen; zumindest was die Mithörfunktion der Apple Watch angeht: „Apple gibt sein Bestes, um eine wirklich nützliche KI-Funktion anzubieten, ohne dabei die Grenze zum Unheimlichen zu überschreiten.“ Dass Leute „ausrasten“ würden, sei unbegründet: „Die Secure-Enclave-Hardware ist ein vollständig separater Hardwareblock, auf den weder der Rest des Betriebssystems noch irgendwelche Apps oder gar Apple Zugriff haben.“

Datenschutz muss wieder eine echte Wahl werden

Alleine die Nutzer in die Pflicht zu nehmen, sich stundenlang mit Datenschutzerklärungen zu beschäftigen, ist nicht nur unrealistisch, sondern würde auch zu kurz greifen. Das Häkchen unter den Erklärungen darf nicht mehr alternativlos sein. Es braucht kurze und transparente Texte. Überall KI einzusetzen, ist keine Lösung, doch in dem Fall könnte die Technologie tatsächlich helfen, die Hinweise leichter verdaulich zu machen.

Zudem müssen Dritte mit einbezogen werden, wenn Technik nicht mehr nur den jeweiligen Nutzer, sondern auch seine Umgebung betrifft. Dass die Bundesnetzagentur Smart Glasses mit verbauten Kameras prüft, ist immerhin ein gutes Zeichen. Unsere Gesellschaft kann nicht mehr einfach ein neues Gerät nach dem anderen akzeptieren und in den Alltag integrieren, während der Datenschutz als anstrengend und nervig abgetan wird.

Ich glaube nicht, dass Datenschutz den Menschen wirklich egal ist. Wir haben nur akzeptiert, dass es unmöglich ist, ihn durchzusetzen. Und das ist ein Problem, das von der Politik und von unabhängigen Institutionen gelöst werden muss. Wenn man uns das Gefühl gibt, wieder eine Wahl zu haben, würden sich die meisten von uns vermutlich auch wieder mit der Thematik beschäftigen und der Apathie entfliehen.

Dieser Zustand der Resignation ist gefährlich, denn er ermöglicht es der Tech-Industrie, unseren Alltag nach Belieben zu beeinflussen. Erst wenn es Gegenwehr gibt, sehen sich die Milliardäre hinter den großen Unternehmen genötigt, sich wirklich Gedanken um unseren Datenschutz zu machen. Ansonsten werden sie sich bei den nächsten Geräten gar nicht erst fragen, ob wir für die nächsten Schritte bereit sind – sondern einfach davon ausgehen.

Auch interessant:

Der Beitrag Datenschutz: Kapitulieren wir vor Big Tech? erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

1 Milliarde für E-Lkw – und die Bahn bleibt im Dieselzeitalter

Der Beitrag 1 Milliarde für E-Lkw – und die Bahn bleibt im Dieselzeitalter erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

E-Lkw Bahn Diesel Förderung

Rund eine Milliarde Euro will der Bund in den Aufbau eines Schnellladenetzes für Elektro-Lkw an Autobahnen investieren. Schön und gut, doch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) schlägt Alarm. Denn nur 62,5 Prozent aller Bundesschienen in Deutschland sind elektrifiziert. Für den Ausbau stehen nur 29 Millionen Euro zur Verfügung. Wenn der Güterverkehr grün werden soll, darf der Fokus nicht nur auf der Straße liegen. Eine kommentierende Analyse.

Wie viel Geld fließt in Lkw-Ladesäulen und wie viel in die Schiene?

  • Im Rahmen der Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation in Hannover gab Bundesverkehrsminister Steffen Bilger gemeinsam mit Vertretern der Autoindustrie und des Transportgewerbes den Beginn des geplanten Baus eines Schnellladenetzes für Elektro-Lkw bekannt. An rund 350 Standorten entlang deutscher Autobahnen sollen circa 4.200 Ladepunkte entstehen – etwa 1.800 mit dem schnellen Megawatt-Laden. Zunächst einmal werden 124 nicht bewirtschaftete Rastplätze bestückt. Anschließend sollen rund 225 Raststätten mit Tankstellen und/oder Gastronomie folgen. Für dieses Unterfangen will der Bund rund eine Milliarde Euro lockermachen.
  • Allerdings hat die auf den ersten Blick funkelnde Medaille eine zweite Seite. Laut DUH fehlt beim Ausbau des elektrifizierten Schienennetzes das Geld, das für die Autobahn offenbar vorhanden ist. Nur 62,5 Prozent aller Schienenwege des Bundes laufen mit Strom, auf dem Rest des Netzes fahren auch heute noch Dieselzüge. Es gibt Investitionen, doch für das Programm „Elektrische Güterbahn“ sind lediglich 29 Millionen Euro eingeplant. Das reicht laut der DUH gerade einmal für 20,7 Kilometer Oberleitung. Insgesamt stehen im Haushalt 2027 etwa 3,4 Milliarden Euro für den Neu- und Ausbau von Fernstraßen einem Invest von rund 2,5 Milliarden Euro für das Schienennetz gegenüber.
  • Die DUH fordert 100 Prozent Elektromobilität auf der Schiene bis 2035. Und auch die Politik setzte sich in der Vergangenheit immer wieder Ziele, die jedoch nie eingehalten wurden oder kaum noch erreicht werden können. Rund 600 Kilometer Oberleitung wären laut Allianz pro Schiene und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) jährlich notwendig. Im letzten Jahrzehnt kamen im Schnitt jedoch nur circa 80 Kilometer hinzu. Immerhin: 90 Prozent des Bahnverkehrs läuft bereits elektrisch, da die viel befahrenen Strecken in der Regel eine Oberleitung haben. Schlecht sieht es hingegen in Grenzregionen aus. Lediglich 28 von 57 Grenzübergänge sind elektrifiziert. Und gerade hier sind viele internationale Güterzüge unterwegs.

Warum Straße und Schiene so ungleich finanziert werden

Auf der einen Seite eine Milliarde Euro für Ladesäulen an der Autobahn, auf der anderen Seite 29 Millionen Euro für Schienenoberleitungen. Diese Gegenüberstellung sagt viel über die Prioritäten der Politik aus, auch wenn der Vergleich nicht ganz fair ist – zum Beispiel fließen weitere Gelder in die Sanierung des bestehenden Schienennetzes.

Trotzdem wird man den Eindruck nicht los, dass für Straßenprojekte der Bundesgeldbeutel deutlich lockerer sitzt und diese tatsächlich auch umgesetzt werden. Das Schienennetz wird hingegen mehr verwaltet als ausgebaut. Das bereitgestellte Kapital für 21 Kilometer – bei tausenden Kilometern fehlender Oberleitung – sagt eigentlich alles.

Noch absurder werden die Zahlen, wenn man das große Ganze betrachtet. Denn für E-Lkw muss eine Ladeinfrastruktur erst von Grund auf neu geschaffen werden. Für Züge ist die Lösung bereits gefunden: die Oberleitung. Und sie hat diverse Vorteile: Sie ist seit vielen Jahrzehnten erprobt, sie benötigt keine Ladesäulen, und die Züge fahren ohne Akkus – es gibt also keine Ladepausen.

Zudem gilt der Güterverkehr über die Schiene als energieeffizienter und auch platzsparender als über die Straße. Die Lücken nicht zu schließen und alles auf den neuen Trend zu setzen, erscheint wieder mal typisch für die deutsche Politik. Aber: E-Lkw sind definitiv nicht der falsche Weg. Wo die Schiene endet, führt an ihnen in Zukunft kein Weg vorbei.

Dass es sich beim Fokus auf E-Lkw auch um ein Lobbythema handelt, kommuniziert VDA-Präsidentin Hildegard Müller offen in der Pressemitteilung des Ministeriums. Laut Müller würden auf viele Hersteller ohne das Ladenetz Strafzahlungen zukommen. Grund sind die CO2-Flottenziele, die vermutlich verfehlt werden würden. Entsprechend soll also auch die Nutzfahrzeugbranche profitieren.

Deutschland ist nun mal ein Autoland, und die Schiene hat keine vergleichbare Lobby, die auf Messebühnen die Werbetrommel rührt. Außerdem hat die Bahn ein strukturelles Problem: Projekte werden Jahr für Jahr finanziert. Auf diese Weise konkurrieren alle überfälligen Vorhaben um denselben Finanztopf. Und Prestigeprojekte werden gegenüber der Elektrifizierung von kurzen Strecken häufig bevorzugt.

Stimmen

  • Steffen Bilger, Bundesminister für Verkehr: „Der Hochlauf der E-Mobilität geht voran! Eine flächendeckende, bedarfsgerechte und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur für E-Lkw trägt maßgeblich dazu bei, dass Elektromobilität im Alltag von Transportunternehmen funktioniert. Wir stellen daher für den Aufbau eines Lkw-Schnellladenetzes rund eine Milliarde Euro zur Verfügung und starten jetzt mit der konkreten Umsetzung von Schnellladesäulen an 124 nicht bewirtschafteten Rastanlagen. (…) So schaffen wir eine leistungsfähige Grundversorgung entlang der Hauptachsen des Güterverkehrs und sorgen dafür, den Straßengüterverkehr weiter zu dekarbonisieren.“
  • Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, findet, dass das Bundesverkehrsministerium mit dem bundesweiten Lkw-Schnellladenetz für Deutschland den richtigen Hebel in Bewegung gesetzt hat: „Die Ladeinfrastruktur ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für den Markthochlauf elektrischer schwerer Nutzfahrzeuge und damit für die Transformation zur klimaneutralen Mobilität von morgen. Doch derzeit sind die mangelnden öffentlichen Lademöglichkeiten ein Hemmnis für den Markthochlauf von E-Lkw. Die Folge: Der Hochlauf stockt und den Herstellern drohen – obwohl sie bereits klimafreundliche Lösungen entwickelt und in den Markt gebracht haben – Strafzahlungen. Strafzahlungen, die eine Industrie gefährden, die für Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung steht. Das kann niemand wollen.“
  • Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Wir brauchen dringend mehr Kapazitäten auf der Schiene und eine umfangreiche Elektrifizierung. Das ist seit Jahrzehnten bekannt, jedoch sind die etlichen Zielsetzungen der Bundesregierung nichts als Lippenbekenntnisse gewesen. Weiterhin fahren ineffiziente und dreckige Dieselzüge quer durch Deutschland. Während sich Elektrifizierungsvorhaben in Schubladen stapeln, fließen Milliarden in neue Autobahnen. Wir fordern von Verkehrsminister Bilger, diese Asphaltmilliarden auf die Schiene umzuschichten und ein Programm für 100 Prozent Elektromobilität auf der Schiene bis 2035 aufzulegen.“

Bundestag entscheidet bis November: Was bringt das der Schiene?

Quo vadis, Schiene? Diese Frage wird sich aller Voraussicht nach bis Ende November im Bundestag klären, wenn über den Haushalt 2027 endgültig entschieden wird. Hier bietet sich eine Chance, Fördermittel noch einmal umzuschichten. Dann wird sich zeigen, welche Priorität der Schiene gegenüber der Straße eingeräumt wird. Laut seinen eigenen Worten will Bilger die hohen Investitionsmittel, die für Straße, Schiene und Wasserwege zur Verfügung stehen, schnell in Projekte bringen (via Zukunftsnetzwerk-ÖPNV). An dieser Aussage wird er sich messen lassen müssen.

Die Bahn ist kein kurzfristiges Projekt, für das man Jahr für Jahr nach Geldern suchen sollte, die sich meistens doch nicht finden. Stattdessen sollte es eine jahresübergreifende Finanzierung geben, damit auch langfristig geplant werden kann. Zudem braucht es schnellere Entscheidungen. Die Branchenverbände fordern seit Jahren, dass nicht jedes Elektrifizierungsprojekt einzeln durchgerechnet wird. Es soll ein pauschaler Schwellenwert festgelegt werden, ab wann sich eine Oberleitung für eine Strecke lohnt. Vor allem an Grenzübergängen müssen Lücken geschlossen werden, damit der Güterverkehr nicht ausgebremst wird.

Neben den divergierenden Investitionssummen sind es vor allem die unterschiedlichen Zeiträume, die verblüffen. Auf der einen Seite soll ein Ladenetz für Lkw innerhalb weniger Jahre aufgebaut werden. Auf der anderen Seite werden Oberleitungen bei Bund und Bahn anscheinend in Jahrzehnten geplant.

Es geht hier nicht um ein Entweder-oder. Elektro-Lkw müssen und werden kommen. Aber deswegen die Bahn weiterhin mit Diesel laufen zu lassen, nur weil die Gelder alle auf der Straße landen, wäre ein Fehler. Ansonsten ist das deutsche Schienennetz in einigen Jahren veraltet – und der Vorteil, den es bietet, wäre verspielt.

Auch interessant:

Der Beitrag 1 Milliarde für E-Lkw – und die Bahn bleibt im Dieselzeitalter erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Top Ten ohne Tesla: Die besten Elektroautos 2026 laut ADAC

Der Beitrag Top Ten ohne Tesla: Die besten Elektroautos 2026 laut ADAC erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

besten Elektroautos E-Autos Deutschland ADAC

Elektroautos werden auch in Deutschland immer beliebter. Die steigende Nachfrage führt dazu, dass auch die Auswahl an Modellen inzwischen breit gefächert ist. Doch zu welchem E-Auto sollte man beim Kauf greifen? Der ADAC hat die derzeit besten Fahrzeuge in dem Segment gekürt.

Das Angebot an Elektroautos wird von Jahr zu Jahr größer und damit auch unübersichtlicher. Neben den deutschen und anderen europäischen Herstellern stehen auch etliche Vertreter aus Japan, China und den USA zur Verfügung.

Zum einen gelten beim Kauf eines E-Autos die klassischen Kriterien wie der Preis, die Leistung, das Platzangebot und die Sicherheit. Zum anderen spielt die Reichweite der verbauten Batterie eine Rolle. Der ADAC hat sich im Rahmen eines umfangreichen Tests all diese Aspekte angesehen und sie bewertet.

Diese Elektroautos können überzeugen

Für 2026 hat der ADAC seine Wertungen überarbeitet – sie sind also nicht mehr mit den Noten aus den vergangenen Jahren vergleichbar. Unser Ranking beinhaltet entsprechend nur Modelle, die erst in diesem Jahr getestet wurden. Konkret werden die Bewertungskriterien „Umwelt“ und „Sicherheit“ inzwischen nicht mehr doppelt gezählt. Dadurch gehen die Noten der meisten Elektroautos etwas nach unten. Bei einer gleichen Gesamtnote entscheidet das Preis-Leistungs-Verhältnis über die Platzierung.

Ganz neu im Test ist unter anderem die Performance-Version des Tesla Model Y. Das Modell landet bei einer 2,2 und schafft es damit ganz knapp nicht in die Top Ten. Ebenso ergeht es dem Nissan Leaf und dem Hyundai Ioniq 6, die mit derselben Note abschneiden. Dahinter folgt der XPeng P7+ mit einer 2,3. Am unteren Ende der Liste liegen der Suzuki e Vitara und der Kia PV5, die jeweils auf eine 2,6 kommen, sowie der Renault Twingo (2,8).

Uns interessiert in der folgenden Galerie jedoch, wer oben im Ranking steht. Los geht es mit dem zehnten Platz.

Platz 10: Audi S e-tron GT

Der Audi S e-tron GT ist eines von mehreren Fahrzeugen mit einer 2,1. Allerdings ist das Modell recht teuer und bekommt deshalb beim Preis-Leistungs-Verhältnis nur eine 3,8. Das ist der schlechteste Wert aller getesteten Autos.

Ein Audi S e-tron GT.
Bild: Audi

Der Beitrag Top Ten ohne Tesla: Die besten Elektroautos 2026 laut ADAC erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

ChatGPT kennt nur Wörter: Jetzt soll KI die echte Welt verstehen

Der Beitrag ChatGPT kennt nur Wörter: Jetzt soll KI die echte Welt verstehen erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

KI World Model Künstliche Intelligenz was sind World Models AI

Chatbots wie ChatGPT basieren auf Texten und können Wörter durch statistische Berechnungen sinnvoll aneinanderreihen. Von unserer physischen Welt haben sie abgesehen von ihren Trainingsdaten aber keine Vorstellung. Bei sogenannten World Models ist das anders. Einige renommierte Forscher sind der Meinung, dass sie der nächste Schritt in der Evolution von KI sind.

Menschen treffen ständig Vorhersagen, die ihre Umgebung betreffen. Zum Beispiel schieben Eltern das Glas ihres Kindes, wenn es zu nahe an der Tischkante steht, nach innen. Auf LLMs basierende KIs wie ChatGPT, Gemini und Claude haben hingegen nur ein sehr abstraktes Verständnis von realen Umgebungen. Sie können diese lediglich auf Basis von Wörtern interpretieren. World Models sollen das ändern und Künstlicher Intelligenz ein inneres Bild von räumlichen Veränderungen vermitteln.

Was ist ein World Model?

Ein Sprachmodell ist im Prinzip ein sehr gutes Programm zur Autovervollständigung. Es berechnet stochastisch, was ein Mensch denken oder sagen würde. Diese auf Texten basierende Denkweise ist einer der größten Kritikpunkte an LLMs und der Grund, warum sie manche Experten für eine Sackgasse halten. World Models sollen hingegen einen Zustand vorhersagen. Aber wie kann man einer Software beibringen, komplexe Zustände in der echten Welt wirklich zu verstehen? Dafür bräuchte die KI eine Art Instinkt, der Veränderungen vorhersieht und fehlende Informationen selbstständig ergänzt.

Wenn diese Definition von World Models etwas schwammig klingt, dann darum, weil es kein einheitliches Verständnis der Technologie gibt und sie noch in den Kinderschuhen steckt. Am besten lassen sich die Modelle durch ihre Unterschiede zu Chatbots erfassen. Anstatt mit Texten werden die KIs in erster Linie mit Videos trainiert. Dabei sollen sie aber nicht zu sehr auf Details achten, sondern vor allem auf Veränderungen. Videogeneratoren wie Sora gelten für einige Experten übrigens nicht als World Model. Das Argument: Eine KI, die Videos erstellen kann, versteht noch lange nicht die Physik unserer Welt.

Ein konkretes Beispiel für ein World Model: In einer Studie von David Ha und Jürgen Schmidhuber von 2018 sollte ein System in einem Rennspiel ein Auto steuern und dabei wie ein menschlicher Fahrer in mehreren Schritten denken. Zunächst komprimierte ein Teil des Systems die komplette Strecke, dann merkte sich ein zweiter Teil die Bewegungen des Autos, und der dritte Teil setzte die Erkenntnisse letztendlich um. Versuche mussten zudem nicht unbedingt auf der „physischen“ Strecke stattfinden, sondern alternativ auf einer eigens berechneten „Traumversion“.

Wer arbeitet an World Models?

Einer der größten Verfechter von World Models ist Yann LeCun, der lange bei Meta die KI-Forschung leitete. 2025 verließ er das Unternehmen und gründete in Paris die Firma AMI Labs. Auch Google DeepMind arbeitet mit der Technologie. Das System Genie 3 ist in der Lage, Welten zu erzeugen, durch die man sich in Echtzeit bewegen kann. Weitere Firmen, die sich mit World Models beschäftigen, sind World Labs, die aus Texten, Bildern und Videos begehbare Umgebungen erzeugen, und Nvidia mit seiner Plattform Cosmos.

Es fließt eine Menge Geld in die Erforschung solcher Systeme, doch womit wollen die Unternehmen irgendwann ihr Geld verdienen? Das Pferd, auf dem die größte Hoffnung ruht, ist vermutlich die Robotik: Erst werden Bewegungen in einer digitalen Testumgebung geübt, bevor die Maschinen dann auf die echte Welt losgelassen werden. Solche Roboter würden nicht alleine auf Basis von Sensoren oder Kameras agieren, sondern könnten Handlungen planen, die mehrere Schritte voraussetzen. Selbstfahrende Autos würden davon zum Beispiel profitieren.

Aber auch in der Wissenschaft sind ähnliche Systeme bereits im Einsatz. Unter anderem das Wettermodell GraphCast von DeepMind oder Nvidias Earth-2, das Veränderungen im Klima berechnen soll. World Models sollen in Zukunft dabei helfen, das Zusammenspiel von Atmosphäre, Ozeanen und Eis besser zu verstehen und vorherzusehen.

Ob World Models wirklich die Zukunft von KI sind, muss sich erst noch zeigen. Momentan sind sie extrem aufwendig zu erstellen und benötigen große Datenmengen. Zudem können sie Stand jetzt keine Vorhersagen treffen, die es so noch nie gegeben hat – wie den Zusammenbruch der Atlantikströmung. Tests in der realen Welt sind also weiterhin nötig. Und selbst wenn sich die Technologie weiterentwickelt, werden Sprachmodelle nicht überflüssig. Wahrscheinlicher ist ein Zusammenspiel: Das LLM macht bei einem Roboter oder Auto die Basisarbeit und interpretiert den Auftrag, während das World Model berechnet, was schiefgehen könnte.

Auch interessant: 

Der Beitrag ChatGPT kennt nur Wörter: Jetzt soll KI die echte Welt verstehen erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Berlin enttäuscht: Das sind die digitalsten Städte Deutschlands

Der Beitrag Berlin enttäuscht: Das sind die digitalsten Städte Deutschlands erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Smart City Digitalisierung Stadt

Deutschland befindet sich in Sachen Digitalisierung im Hintertreffen, aber es ist nicht so, als würde sich gar nichts tun. Wo können Behördengänge online erledigt werden? Wo steuert eine KI den Verkehr? In diesem Ranking verraten wir, welche Städte 2026 am besten aufgestellt sind.

Die Digitalisierung kann den Menschen das Leben erleichtern, wenn sie richtig umgesetzt wird. Ein paar Beispiele: WLAN in Bus und Bahn, Termine für Ämter online vereinbaren oder Formulare sogar im Internet ausfüllen, eine digitale Parkplatzsuche. Bürger merken es im Alltag, wenn ihre Stadt wirklich digital ist.

So läuft die Digitalisierung in Deutschland

Wenig überraschend gibt es große Unterschiede zwischen den Metropolen und kleineren Großstädten. Allerdings holen Letztere am schnellsten auf. Generell ist das Niveau insgesamt klar angestiegen, und die deutschen Städte haben sich ein wenig angeglichen. Vor allem die Spitze ist zusammengerückt. Und wer nicht regelmäßig nachrüstet, kommt schnell ins Hintertreffen.

Im Smart City Index 2026 des Digitalverbands Bitkom werden 83 deutsche Städte, die mindestens 100.000 Einwohner haben, miteinander in fünf Kategorien verglichen: Verwaltung, Energie und Umwelt, IT und Kommunikation, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Die Daten stammen von den Städten selbst, mussten aber mit Quellen belegt werden.

Großstädte kommen im Durchschnitt auf 73,8 von 100 möglichen Punkten. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 70,8 Prozent – der Trend geht also nach oben. Wer sich in diesem Jahr einen Platz in der Top Ten sichern wollte, musste mindestens einen Wert von 85,5 Punkten erreichen. Und es wird eng: Zwischen Rang zehn und Rang eins liegen nur 7,3 Punkte.

Am meisten haben sich Erlangen, Hildesheim, Mönchengladbach und Bremen verbessert. Ordentlich abwärts geht es hingegen für Paderborn, Heilbronn, Koblenz und Dresden. Berlin landet nur auf Rang 33, die rote Laterne geht an Remscheid mit 47,3 Punkten. Welche Großstädte es in die Top Ten geschafft haben, verraten wir in folgendem Ranking.

Platz 10: Aachen

Aachen erhält 85,5 Punkte. Das reicht gerade so für einen Platz im Spitzenfeld. Im Vergleich zu 2025 macht die Stadt einen Sprung um sechs Plätze. Vor allem in den Bereichen Energie und Umwelt wurde in den letzten Monaten offenbar geklotzt.

Der Beitrag Berlin enttäuscht: Das sind die digitalsten Städte Deutschlands erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Ranking 2026: Diese 10 Autos sind am umweltfreundlichsten

Der Beitrag Ranking 2026: Diese 10 Autos sind am umweltfreundlichsten erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Citroen e-C3 Autos E-Auto

Elektroautos sind in der Regel umweltfreundlicher als Verbrenner, so viel ist klar. Aber wie viele Schadstoffe setzt ein Wagen von der Herstellung bis zur Verschrottung wirklich frei? Die Institution Green NCAP hat den kompletten Lebenszyklus einiger Modelle durchgerechnet und das Ergebnis vorgelegt.

Im Verbrauch sind E-Autos normalerweise umweltfreundlicher als Verbrenner, denn Strom lässt sich mit erneuerbaren Energien erzeugen und verursacht beim Fahren keine Emissionen. Ein Gegenargument sind die Herstellung und Verschrottung. Denn bei diesen Prozessen entstehen vor allem durch die verbaute Batterie durchaus eine Menge Emissionen. Deshalb ist es bei der Berechnung des CO2-Abdrucks wichtig, den gesamten Lebenszyklus eines Autos zu betrachten.

So entstehen Schadstoffe bei Autos mit Elektroantrieb

Durchgeführt wurde die Studie von Green NCAP, einer Initiative von Euro NCAP. Die Institution prüft seit 2019 die Umweltfreundlichkeit von Autos. Mit dem Green NCAP soll der Ecotest des ADAC ersetzt werden – der Automobilclub ist eines der Gründungsmitglieder. Berücksichtigt werden Aspekte wie Rohstoffgewinnung, Produktion, Wartung, Nutzung, Entsorgung und Recycling. Bisher wurden 37 Modelle nach dem Schema getestet, die maximal fünf Sterne erreichen können.

Wenig überraschend dominieren E-Autos. Sie machen die ersten 16 Plätze komplett unter sich aus. Der beste Verbrenner ist der Seat Ibiza 1.0 MPI, der auf 67 Prozent und 3,5 Sterne kommt, gefolgt vom Toyota C-HR Hybrid mit 66 Prozent und ebenfalls 3,5 Sternen. Ein Elektromotor ist also nicht gleichbedeutend mit einer guten CO2-Bilanz. Der schlechteste Vertreter der Antriebsart ist der Kia EV9, der lediglich 56 Prozent und 3 Sterne erreicht. Grund ist die Größe der Batterie.

Ganz am Ende der Rangliste steht der MG HS 1.5 T-GDI mit 26 Prozent und 1,5 Sternen. In Sachen Treibhausgase wird der Wagen mit null von zehn Punkten bewertet. Uns interessiert allerdings das andere Ende der Liste. Deshalb präsentieren wir in der folgenden Galerie die zehn Autos mit der aktuell besten Umweltbilanz.

Platz 10: Volvo EX30 Single Motor

Eröffnet wird die Top Ten vom Volvo EX30 Single Motor. Der Wagen wird mit 89 Prozent und 4,5 Sternen bedacht. Nur ein Prozentpunkt fehlt, um die vollen 5 Sterne zu kassieren. Vor allem bei den Treibhausgasen kann der Elektro-SUV punkten.

Volvo EX30 SUV
Bild: Volvo

Der Beitrag Ranking 2026: Diese 10 Autos sind am umweltfreundlichsten erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Netflix produziert für Zuschauer, die gar nicht hinschauen

Der Beitrag Netflix produziert für Zuschauer, die gar nicht hinschauen erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Netflix Streaming Handy-Generation Filme Serien

Filme und Serien werden laut Schauspieler Matt Damon heutzutage so geschrieben, dass man sie auch nebenher konsumieren kann – quasi als Hörspiel. Warum Netflix das macht? Weil ein Großteil des Publikums parallel auf ein Smartphone starrt und von den Produktionen oft nur den Ton mitbekommt. Das ist weder gut für die Branche noch für die Konsumenten. Eine kommentierende Analyse.

Was Matt Damon über Netflix‘ Drehbuch-Vorgaben verrät

  • Kunst sollte eigentlich provozieren und die Rezipienten aus der Deckung locken. Tja, das war einmal – zumindest wenn es nach Netflix geht. Im Podcast „Joe Rogan Experience“ unterhielten sich Matt Damon und Ben Affleck über ihren Netflix-Thriller „The Rip“, den die beiden Schauspieler als Produzenten begleiten. Laut Damon nimmt der Streaming-Service aktiv Einfluss auf die Drehbücher ihrer exklusiven Filme und Serien, um sie an ein modernes Publikum anzupassen. Pompöse Set-Pieces sollen am besten in den ersten fünf Minuten eingebaut werden, die Handlung darf gern in den Dialogen plakativ dargelegt werden und die Charaktere sollen ausdrücklich aussprechen, was sie gerade sehen. Die Begründung: Zuschauer schauen nicht mehr, sie hängen am Handy und „hören“ dabei Netflix.
  • Die Aussage von Matt Damon ist erstmal nur eine Behauptung, doch wie sieht es mit der Beweisführung aus? Tatsächlich gibt es etliche Eigenproduktionen von Netflix, denen man die Vorwürfe anlasten kann. Vor allem der letzten Staffel von „Stranger Things“ werden genau diese Dinge zur Last gelegt: eine aufgeblähte Story, auf dem Tablett servierte Motive und Wendungen sowie Figuren, die beschreiben, was sie tun, und die Geschichte zusammenfassen. Das spielt Menschen in die Karten, die Filme und Serien auf einem Smartphone oder Laptop konsumieren und dabei in der Bahn oder an einem belebten Ort sitzen. Die Ausrichtung auf eine solche Zielgruppe erklärt zudem den komprimierten, möglichst gleichmäßig abgemischten Ton und die helle, kontrastarme Beleuchtung. Neben den Dialogen ist also auch die Technik betroffen.
  • Aber warum fordert Netflix absolute No-Gos des Screenwritings aktiv ein? Darüber geben erschreckende Zahlen Aufschluss. Laut einer aktuellen Yougov-Umfrage nutzen zwei Drittel aller Befragten regelmäßig einen zweiten Bildschirm. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 73 Prozent, bei den unter 30-Jährigen sogar 84 Prozent. Nebenbei den TV laufen lassen? Kein neues Phänomen. Formate wie Reality-TV und Soap-Operas werden explizit für ein solches Konsumverhalten produziert. Neu ist jedoch, dass auch Blockbuster und prestigeträchtige Serien danach ausgerichtet werden.

Erzieht Netflix sein Publikum um – oder andersherum?

Frontloading beim Storytelling, sich wiederholende Inhalte, kurzweiliges Pacing für kurze Aufmerksamkeitsspannen: Das klingt eigentlich nach YouTube oder TikTok, nicht nach seriösen Filmen oder Serien. Zur Verteidigung von Netflix könnte man vorbringen, dass sie nur auf das Nutzerverhalten reagieren – doch so einfach ist es nicht. Bestimmte Inhalte erziehen auch das Publikum. Der reduzierte Content untermauert das Verhalten, auf das er angeblich nur reagiert. Es ist ein Teufelskreis, in dem auch ich mich wiedergefunden habe. Früher hat mich ein Film dafür bestraft und ich musste zurückspulen; heute fasst mir ein Charakter die letzten 20 Minuten zusammen, wenn ich zu lange abgelenkt war.

Okay, Boomer, würden manche junge Leute jetzt vermutlich sagen. Doch das Ganze als Kino-Nostalgie abzutun, wäre ein Fehler. Noch finanziert Netflix auch Blockbuster, wie man sie von früher kennt – wie Martin Scorseses „The Irishman“ oder „Frankenstein“ von Guillermo del Toro. Doch wenn es so weitergeht und sich auch andere Streaming-Giganten dem Trend anschließen, könnte ein ganzes Handwerk den Bach runtergehen. Und eigentlich liegt dann auf der Hand, KI noch mehr einzubeziehen. Warum auch nicht, wenn Dinge wie Mimik, subtiles Storytelling, Pacing und Beleuchtung keine Rolle mehr spielen. Wenn dann auch noch Flüstern und Explosionen in der gleichen Lautstärke ausgegeben werden, hat man keinen Film mehr, sondern ein bebildertes Hörspiel.

Tatsächlich sind es die eigenen Erfolge von Netflix, die dem Vorgehen widersprechen sollten. „Adolescence“ zum Beispiel, der größte Serienhit der Plattform im letzten Jahr. Dabei handelt es sich um ein komplexes Sozialdrama, das man nicht einfach so nebenher schauen kann. Eine solche Produktion fordert die volle Aufmerksamkeit. Oder „KPop Demon Hunters“, der bis heute erfolgreichste Film von Netflix. Vielleicht spricht die Produktion die TikTok-Generation an, doch sie fordert sie dazu auf, aktiv hinzuschauen und sogar mitzusingen. Das ist das Gegenteil von passivem Konsumieren. Der Streaming-Service zieht also die falschen oder zumindest sehr einseitige Konsequenzen.

Stimmen

  • Matt Damon bei Joe Rogan über die Ansage von Netflix: „Die gängige Vorgehensweise beim Drehen eines Actionfilms, die wir gelernt haben, sieht so aus: Man hat normalerweise drei Höhepunkte. Einen im ersten Akt, einen im zweiten und einen im dritten. Das meiste Geld gibt man für die Szene im dritten Akt aus. Das ist das Finale. Und jetzt sagen sie: ‚Können wir schon in den ersten fünf Minuten eine große Szene einbauen? Wir wollen, dass die Zuschauer dranbleiben. Und es wäre gut, wenn man die Handlung drei- oder viermal in den Dialogen wiederholt, denn die Leute sind beim Anschauen mit ihren Handys beschäftigt.‘“
  • Allerdings hält Ben Affleck im selben Gespräch dagegen: „Aber dann schaut man sich Adolescence an, und da gab es nichts von diesem Scheiß. Und die Miniserie ist verdammt großartig. Und sie ist auch düster. Sie ist tragisch und intensiv. [Es geht um] diesen Typen, der herausfindet, dass sein Kind des Mordes beschuldigt wird. Es gibt lange Einstellungen auf ihre Hinterköpfe. Sie steigen ins Auto, niemand sagt etwas.“ Affleck bilanziert, dass man den Vorgaben von Netflix nicht unbedingt folgen müsse, um das Publikum zu überzeugen.
  • Laut Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Justine Bateman haben die Streaming-Anbieter sogar einen Begriff für die neue Ausrichtung: „Ich habe von Showrunnern gehört, die von den Streaming-Anbietern Anmerkungen erhalten haben wie: ‚Das ist nicht Second Screen genug.‘ Das bedeutet: Der Hauptbildschirm der Zuschauer ist ihr Smartphone oder ihr Laptop, und sie wollen nicht, dass irgendetwas in ihrer Sendung sie von ihrem Hauptbildschirm ablenkt – denn wenn sie abgelenkt werden, schauen sie vielleicht auf, sind verwirrt und schalten die Sendung aus“, erzählte sie dem Hollywood Reporter schon 2023. „Ich habe schon einmal gehört, wie jemand diesen Begriff verwendet hat: Sie wollen eine ‚visuelle Hintergrundmusik‘ [visual muzak].“

Warum sich Netflix mit der „Hörspiel-Strategie“ selbst schadet

Zumindest kurzfristig ergibt die Strategie für Netflix Sinn. Denn wenn etwas nebenher laufen kann, schalten die Kunden nicht ab. Doch langfristig kann die Plattform mit dieser Ausrichtung keine Nutzer binden und wird immer austauschbarer. Es gibt ohnehin schon viele Alternativen – und am Ende sind es vielleicht doch die wenigen anspruchsvollen Produktionen, die das Publikum zu einem bestimmten Anbieter treiben, auch wenn sie sich nur berieseln lassen wollen. Denn in den sozialen Medien wird nicht über Hintergrundrauschen diskutiert, sondern über Filme und Serien, die etwas Neues bieten und uns herausfordern.

Dass Netflix aktiv gegen die grundlegendsten Regeln des Handwerks vorgeht und dabei uralte Mantras wie „Show, don’t tell!“ zu „Tell, don’t show!“ pervertiert, ist absurd. Doch macht uns der Anbieter aktiv dümmer? Zumindest trägt er dazu bei, dass wir verlernen, anspruchsvolle Produktionen zu genießen – und dass wir lange Pausen, ruhige Einstellungen und komplexe Geschichten nicht mehr ertragen. Der Abstieg in die Entertainment-Hölle hat nicht erst mit der neuen Ausrichtung von Netflix begonnen. Schon David Foster Wallace skizzierte in seinem Roman „Infinite Jest“ eine allumfassende Unterhaltung des modernen Menschen. Nur dass wir jetzt gleich zwei Bildschirme benötigen, um zufriedengestellt zu werden.

Es gibt durchaus Gegenbewegungen. Zum Beispiel die Produktionsfirma A24, die Kino wieder „haptischer“ und anspruchsvoller gemacht hat. Die Technik wird sich nicht zurückentwickeln, aber die Macher können sich daran erinnern, was früher funktioniert hat – und heute immer noch. Natürlich liegt die Verantwortung letztendlich aber bei uns Konsumenten. Netflix und Co. produzieren das, was am häufigsten angesehen wird. Also beim Streamen das Handy einfach mal in einem anderen Raum lassen. Vielleicht fallen einem dann doch spannende Details in einer Serie auf. Oder man merkt, dass es sich gar nicht erst lohnt, sie zu schauen, und suggeriert dem Algorithmus nicht mehr, dass dem doch so wäre.

Auch interessant:

Der Beitrag Netflix produziert für Zuschauer, die gar nicht hinschauen erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Wer die Tech-Welt regiert: Diese KI-Bosse solltest du kennen

Der Beitrag Wer die Tech-Welt regiert: Diese KI-Bosse solltest du kennen erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

KI Experten KI-Bosse

ChatGPT, Gemini, Claude und Co. kennen inzwischen die meisten Menschen, doch wer steckt eigentlich hinter der Technologie? Einige sind Geschäftsleute, andere sind Forscher, und manche sind sogar beides. Wir stellen zehn der wichtigsten KI-Bosse vor, die maßgeblich die Zukunft der Branche bestimmen.

Obwohl Millionen von Menschen an der Technologie mitarbeiten, wird Künstliche Intelligenz von einer erstaunlich kleinen Gruppe von Menschen maßgeblich geprägt. Sie halten die Fäden in den Händen – bestimmen, welche Modelle entwickelt werden, wie mit Risiken umgegangen wird und wie viel Geld in Rechenzentren fließt. Viele hatten bereits miteinander zu tun, haben miteinander gearbeitet, sich überworfen oder sind Konkurrenten. Wer die Branche verstehen will, muss diese KI-Bosse kennen.

Die wichtigsten KI-Bosse

Zwar haben wir die zehn Namen ausgewählt, doch um die Objektivität zu wahren, haben wir sie alphabetisch sortiert. Die Macht all dieser Personen ist groß, aber wer in Sachen KI wirklich am mächtigsten ist, lässt sich nur schwer ermitteln. Mit von der Partie sind Konzernchefs, Leiter großer Labore und Gründer mit innovativen Ansätzen. Zentrum der Technologie sind noch immer die USA, allerdings wurden sieben der zehn Vertreter außerhalb der Staaten geboren.

Natürlich sind es weit mehr Menschen, die Einfluss auf Künstliche Intelligenz haben und die Technologie maßgeblich mitgeprägt haben. Aber irgendwo muss man den Cut eben ansetzen. Deshalb an dieser Stelle einige „Honorable Mentions“: Alphabet-Chef Sundar Pichai; Alexandr Wang, Chief AI Officer bei Meta; Ilya Sutskever, früher Chefwissenschaftler bei OpenAI, heute eigenständig; Yann LeCun, prominentester Kritiker von Sprachmodellen und Verfechter sogenannter „World Models“.

Kommen wir zu unserer Top Ten der KI-Bosse. Nur eine Frau hat es auf die Liste geschafft, was viel über die Branche aussagt. Und lediglich eine der Firmen sitzt in China, eine in Frankreich. Der Rest gehört zu US-Unternehmen.

Sam Altman (OpenAI)

Los geht es mit Sam Altman, einem der bekanntesten Gesichter der Branche. Altman war gemeinsam mit Elon Musk 2015 Mitbegründer von OpenAI. Durch den Launch von ChatGPT löste das Unternehmen im November 2022 den weltweiten KI-Boom aus. Für dieses Jahr war eigentlich der Börsengang von OpenAI vorgesehen, doch wegen angeblicher Sicherheitsbedenken in Bezug auf die rasante Entwicklung von KI wurde er verschoben.

Der Beitrag Wer die Tech-Welt regiert: Diese KI-Bosse solltest du kennen erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Chinas KI-Kampfpreise setzen OpenAI und Co massiv unter Druck

Der Beitrag Chinas KI-Kampfpreise setzen OpenAI und Co massiv unter Druck erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

Kampfpreise KI China USA Künstliche Intelligenz Wettbewerb

Chinesische KI-Modelle sind der Konkurrenz aus den USA kaum noch unterlegen – und kosten dabei einen Bruchteil. Viele Unternehmen wechseln daher zu einem Anbieter aus Fernost – und die großen US-Konzerne geraten unter finanziellen Druck. Aber wie können die Betreiber solche Spottpreise überhaupt finanzieren? Und warum sind wir nicht alle längst umgestiegen? Eine kommentierende Analyse.

Was die Zahlen über den KI-Preiskampf verraten

  • Laut der Plattform OpenRouter (via CNBC) sind chinesische Modelle in der Regel 60 bis 90 Prozent günstiger als die marktführenden Modelle von OpenAI und Anthropic. Unterstützt wird diese Behauptung vom Marktforschungsunternehmen Juniper Research, das ebenfalls auf Ersparnisse von bis zu 90 Prozent kommt. Natürlich gibt es kleine Einschränkungen bei den Fähigkeiten der KIs, doch für die meisten Aufgaben reichen die Modelle locker aus. Ein Beispiel: In einem Test für KI-Agenten lag das chinesische Modell GLM 5.2 weniger als einen Prozentpunkt hinter Opus 4.8 von Anthropic – und das bei einem Fünftel der Kosten. Wie groß der Rückstand tatsächlich ist, lässt sich nur schwer erfassen. Manche Experten sprechen von Monaten, andere nur von Wochen.
  • Der Trend ist nicht der Friend amerikanischer KI-Anbieter. Wurden im ersten Halbjahr 2025 lediglich 4,5 Prozent aller von US-Firmen über OpenRouter verwendeten Token für Modelle aus China ausgegeben, waren es im Februar schon über 30 Prozent. Nimmt man die drei größten Betreiber – Anthropic, Google und OpenAI –, fiel deren Anteil von etwa 70 auf rund 30 Prozent (via TechRadar). Ein prominentes Beispiel ist das Start-up Lindy, das im Juni 2026 seinen gesamten Datenverkehr von Claude zu DeepSeek verlagerte und dadurch Einsparungen in Millionenhöhe erwartet. Laut Experten ist der KI-Markt dabei, sich in zwei Teile zu splitten: Zum einen Privatnutzer und Unternehmen, die keine wirklich komplexen Aufgaben zu erfüllen haben – hier werden China-Modelle in Zukunft die Nase vorne haben. Zum anderen ein Markt, der auf höchste Qualität setzt und auf dem auch weiterhin die US-Modelle dominieren werden.
  • Die großen Anbieter aus den USA befinden sich in einer Zwickmühle. Unternehmen wie OpenAI und Anthropic machen momentan Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe und bereiten jeweils ihren Börsengang vor. Sie können wegen der Konkurrenz aus China die Preise für ihre Modelle aber nicht weiter anheben. Zwischenzeitlich waren sie zwar gestiegen, doch kurze Zeit später reagierten die Betreiber mit Rabatten. Zudem gibt es neue Modelle, die laut dem Telegraph im Betrieb bis zu 50 Prozent günstiger sind. Allerdings: In Sachen Umsatz liegen die US-Unternehmen weiterhin vorne. Laut Hochrechnungen ist der wiederkehrende Umsatz von OpenAI und Anthropic zehnmal höher als der aller großen Anbieter aus China zusammengenommen.

Beide Seiten arbeiten mit Subventionen

Dass chinesische Firmen ihre Modelle so viel günstiger anbieten können, hat mehrere Gründe: billiger Strom, staatliche Zuschüsse und nicht zuletzt die Nutzung von bereits vorhandenem Wissen aus amerikanischen Modellen per Destillation. Bei dieser Praxis lernt ein kleineres Modell von einem größeren. Trotzdem sind auch die chinesischen KIs noch lange nicht profitabel. DeepSeek erzielt nach Schätzungen einen Jahresumsatz von 500 Millionen US-Dollar – das Unternehmen wird jedoch mit 74 Milliarden Dollar bewertet. Das Geheimnis lautet also auf beiden Seiten des Pazifiks: Subventionen. Auf chinesischer Seite in erster Linie vom Staat – über 60 Prozent aller Beteiligungen an chinesischen Chips und Servern sollen laut IBT von staatsnahen Quellen stammen. Auf amerikanischer Seite eher von Investoren, die auf die jeweiligen Börsengänge setzen.

Für Anthropic und OpenAI ergibt sich mit der chinesischen Konkurrenz im Nacken ein Rennen mit der Zeit. Eigentlich sollten die hohen Entwicklungskosten mit den teuren Spitzenmodellen wieder amortisiert werden. Doch die Preise sind durch das immer breiter werdende Angebot gedeckelt. Künstliche Intelligenz aus China ist für die meisten Kunden gut genug – und deutlich günstiger. Eine echte Kundenbindung dürfte es in der noch jungen Branche kaum geben.

Genau jetzt kommen unter anderem diese beiden Unternehmen um die Ecke und fordern eine weltweite Verlangsamung der KI-Entwicklung. Offiziell soll so Zeit gewonnen werden, die Modelle sicherer zu machen und bessere Regulierungen zu schaffen. Kritiker sind jedoch der Meinung, dass auf diese Weise die günstigere Konkurrenz ausgebremst werden soll. Was davon stimmt, lässt sich von außen kaum sagen. Klar ist aber, dass die Forderungen nach mehr Sicherheit gut mit den Geschäftsinteressen zusammenpassen.

Für private Nutzer dürften die chinesischen Modelle fast immer ausreichen. Die Gegenargumente liegen woanders: Es ist kein Geheimnis, dass bei der Nutzung einer chinesischen App oder Schnittstelle Daten nach China geschickt werden. Zudem bekommen Nutzer nur Antworten, die den Vorgaben der dortigen Internetbehörde entsprechen. Die Modelle sind in der Regel Open-Weight und lassen sich auf eigener Hardware betreiben – so behält man immerhin die Kontrolle über seine Daten. Generell spricht wenig gegen die Nutzung günstiger Modelle. Nur bei sensiblen Daten oder politischen Themen sollte man genauer hinsehen. Wer sich mit dem Thema auskennt, kann auch einfach den pragmatischen Weg wählen und jede Anfrage an das günstigste Modell richten, das diese gut genug bearbeiten kann.

Stimmen

  • Kyle Chan, Fellow am John L. Thornton China Center des Thinktanks Brookings, gegenüber CNBC: „Chinesische KI-Modelle sind für amerikanische Unternehmen derzeit besonders attraktiv, da die KI-Kosten in die Höhe schnellen. Während US-Unternehmen früher den Einsatz von KI unabhängig vom jeweiligen Modell in den Vordergrund stellten, achten sie nun stärker auf die Kosten.“ Obwohl sie oft nur einen „Bruchteil der Kosten“ ihrer US-Konkurrenten verlangen, liegen chinesische Modelle laut Chan „nahe an den Spitzenmodellen aus den USA“.
  • Sam Altman beim DevDay 2026 über den Börsengang von OpenAI und die aktuelle Sicherheitsdebatte: „Wir beabsichtigen, den Fortschritt im Bereich der KI fortzusetzen, aber da die Modelle einen solchen Leistungssprung gemacht haben und wir davon ausgehen, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, müssen wir in der Lage sein, fundierte Aussagen zur Sicherheit zu treffen.“ Altman sieht einen Konflikt mit den Geschäftsplänen des Unternehmens, denn laut ihm wäre ein zu langes Warten auf einen Börsengang „schlecht für die Welt“.
  • Yacine Jernite, Leiter des Bereichs Machine Learning bei Hugging Face, gegenüber CNBC: „Wir beobachten, dass Unternehmen zunehmend motiviert sind, auf kostengünstigere KI-Stacks zurückzugreifen, die sie selbst kontrollieren und anpassen können. Und angesichts des aktuellen Stands von Open-Source- und Open-Weight-Modellen bedeutet das oft, auf chinesische Lösungen zurückzugreifen. (…) Es besteht die reale Gefahr, dass Nutzer in eine Zwickmühle geraten: Entweder entscheiden sie sich für leistungsstarke, aber teure proprietäre US-Modelle, deren Preis und Verfügbarkeit schnell schwanken können, oder sie nutzen chinesische Modelle als einzige praktikable Alternative, wenn sie Kosten kontrollieren oder die Kontrolle über ihren KI-Stack behalten wollen.“

Wie lange bleiben die KI-Modelle aus China so günstig?

Wie es weitergehen wird? Das zeigen uns chinesische Bestrebungen in anderen Bereichen. Sei es der Einzelhandel oder die Automobilindustrie. Der Markt wird mit billigen Angeboten überschwemmt und so nach und nach übernommen. Vor allem günstige Modelle für Alltagsaufgaben werden in Zukunft vermehrt aus China kommen.

Gleichzeitig dürfte sich ein Markt für Premium-Modelle bilden, die auch die komplexesten Aufgaben erfüllen können. Die Frage ist nur, wie groß dieser Markt sein wird. Davon wird das Wohl der großen amerikanischen Anbieter abhängen. So oder so wird es weniger darum gehen, das leistungsstärkste Modell zu stellen, als darum, den Nutzern ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis bieten zu können.

Künstliche Intelligenz aus China ist aber keine völlig sichere Bank. Zum einen gibt es einen politischen Machtkampf. Die US-Regierung sucht momentan nach Möglichkeiten, die Verbreitung von Alternativen aus dem Ausland zu bremsen. Zum anderen wird auch China mit der Technologie irgendwann Geld verdienen wollen. Die Modelle können günstiger angeboten werden – aber nicht dauerhaft so günstig wie momentan. Von DeepSeek und Moonshot ist bekannt, dass sie jeweils einen Börsengang vorbereiten. Und Unternehmen, die an der Börse notiert sind, stehen unter Druck, Gewinne zu erwirtschaften. Eine Preisgarantie gibt es also nicht.

Grundsätzlich ist der Konkurrenzkampf für uns Nutzer eine gute Nachricht, denn er zwingt auch die Unternehmen aus den USA zu Rabatten. Allerdings ist es ratsam, flexibel zu bleiben und sich nicht an einen Anbieter zu ketten. Wer seine Anwendungen so gestaltet, dass sich die KI im Hintergrund austauschen lässt, kann von dem Wettbewerb nur profitieren. Und Einzelpersonen, deren Berufsleben nicht von Künstlicher Intelligenz abhängig ist, können frei wählen und wechseln, wenn die Preise wieder einmal steigen sollten.

Gerade KI-Unternehmen berufen sich immer wieder auf die freie Marktwirtschaft. Und wer eine Ellbogengesellschaft beschwört, darf sich nicht beschweren, wenn er selbst irgendwann auf der Strecke bleibt und die Kunden zur Konkurrenz wechseln.

Auch interessant:

Der Beitrag Chinas KI-Kampfpreise setzen OpenAI und Co massiv unter Druck erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Reine Physik: Warum Verbrenner gegen E-Autos nicht anstinken können

Der Beitrag Reine Physik: Warum Verbrenner gegen E-Autos nicht anstinken können erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

E-Autos Verbrenner Vergleich Wirkungsgrad

E-Autos werden häufig wegen niedriger Reichweiten und hoher Anschaffungspreise kritisiert. Neben ihrer besseren Umweltverträglichkeit und den geringeren Haltungskosten gibt es ein weiteres Argument, das erstaunlich selten erwähnt wird: In Sachen Effizienz hat ein Verbrenner gegen einen Elektromotor keine Chance. Der Energieverlust ist bei Stromern deutlich niedriger. Eine kommentierende Analyse.

Das Ende von Autos mit Verbrennungsmotor ist auf lange Sicht unausweichlich. Und trotzdem ist der Vorgang ein echtes Streitthema. Doch anstatt auf politischer Ebene zu diskutieren, sollte man sich lieber auf die Fakten beziehen. Denn vor allem die physikalischen Vorteile von E-Autos sind interessant und sollten mehr in den Fokus rücken.

Beim Fahren mit einem Verbrenner gehen Unmengen an Energie flöten, die nicht genutzt werden können. Bei Stromern sehen die Werte hingegen deutlich besser aus. Warum die überlegene Effizienz die Debatte sofort beenden sollte.

So viel Benzin verpufft als Wärme

Der Wirkungsgrad ist bei E-Autos deutlich höher. Dieser benennt, wie viel der verbrauchten Energie letztendlich dazu verwendet wird, ein Fahrzeug tatsächlich zu bewegen. Bei einem Elektroauto liegt der Wert bei rund 80 Prozent. Zum Vergleich: Benziner kommen gerade einmal auf 20 bis 30 Prozent (die Quellen variieren hier ein wenig). Bei einem Dieselmotor sind es immerhin 35 bis 45 Prozent – immer noch deutlich weniger als bei Stromern.

Etwas anschaulicher formuliert, kann man sagen, dass im Schnitt nur gut einer von fünf Litern Benzin tatsächlich auch genutzt werden kann. Der Rest verpufft und wird als Abwärme über Kühler und Auspuff abgegeben. Darum ist eine Motorhaube nach einer langen Fahrt auch so warm.

Es geht also nicht nur darum, wie weit ein Auto kommt, sondern auch, wie viel Energie es für diese Strecke benötigt. Oder andersherum: Laut dem Statistischen Bundesamt kommt ein Elektroauto mit einer Kilowattstunde etwa 4,5 Kilometer weit, während ein Verbrenner nach 1,4 Kilometern stehenbleiben würde (via Energiefahrer).

Diese Rolle spielt ein Gesetz von 1824

Das Problem von Verbrennungsmotoren ist nicht mangelnde Ingenieurskunst, sondern ihre physikalische Realität. Laut dem Portal Ingenieur handelt es sich um Wärmekraftmaschinen, die chemische Energie erst in Wärme und anschließend in Bewegungsenergie umwandeln. Dieser „Umweg“ ist der Grund für die hohen Verluste.

Vor ziemlich genau 200 Jahren wurde dieses Phänomen im Rahmen des nach einem französischen Physiker benannten Carnot-Prozesses beschrieben. Laut diesem könnten Ottomotoren auf einen Wirkungsgrad von 60 bis 65 Prozent kommen. Doch Aspekte wie die Kühlung, Abgasvorschriften und das Material drücken den Wert weiter nach unten.

Mit einem Elektromotor wird der Umweg umgangen. Denn dieser wandelt elektrische Energie direkt in Bewegung um und unterliegt somit auch nicht dem Carnot-Limit. Ein Verbrennungsmotor kann hingegen noch so gut gebaut sein – den Kampf gegen die Gesetze der Natur kann er nicht gewinnen.

E-Autos gewinnen selbst mit „schmutzigem“ Strom

Ein Gegenargument ist oft, dass der Strom für eine Batterie erst einmal erzeugt werden muss und dass für diesen Prozess oft fossile Energien verwendet werden. Aber Benzin und Diesel werden ebenfalls gefördert, transportiert und raffiniert. Auch bei diesen Vorgängen geht wieder Energie verloren, die niemals beim Antrieb eines Fahrzeugs ankommt.

Alle Aspekte mit einberechnet, beträgt der Gesamtwirkungsgrad eines E-Autos laut Bundesumweltministerium rund 64 Prozent, solange der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Bei einem Benziner sind es nur 20 Prozent. Und selbst wenn der Strom komplett aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, werden noch immer circa 30 Prozent weniger Primärenergie verbraucht.

Abgesehen davon läuft die Zeit für Elektroantriebe. Mit jedem gebauten Windrad und jeder neuen PV-Anlage verbessert sich die Bilanz, während der Wirkungsgrad von Ottomotoren im Wesentlichen gleich bleibt.

Bei der CO2-Bilanz ist die Rechnung tatsächlich etwas komplizierter. Laut einer Meta-Studie der TU München verursachen Elektroautos über ihren kompletten Lebenszyklus hinweg im Mittel 41 Prozent weniger CO2 als Verbrenner. Das ist zwar ein eindeutiger Vorsprung, aber weit entfernt von Klimaneutralität. Vor allem die Produktion der Akkus steht dem im Weg. Die TUM-Studie ist aber umstritten, weil die Datengrundlage hinkt. Andere Analyse kommen etwa auf einen Wert von rund 70 Prozent weniger Treibhausgasemissionen.

Beim Wirkungsgrad ist die Sache aber eindeutig. Man kann also über Dinge wie die Infrastruktur von Ladestationen, die Preise der Fahrzeuge und das Tempo der Umstellung auf Elektroantriebe streiten. Unbestreitbar ist aber, dass Verbrenner technologisch ausgereizt und den Elektromotoren physikalisch unterlegen sind.

Auch interessant: 

Der Beitrag Reine Physik: Warum Verbrenner gegen E-Autos nicht anstinken können erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Testsieger kein Schnäppchen: Das sind die besten Kleinwagen laut ADAC

Der Beitrag Testsieger kein Schnäppchen: Das sind die besten Kleinwagen laut ADAC erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

zuverlässigsten Automarken 2025

Kleinwagen sind in der Regel günstig in der Anschaffung und im Unterhalt. Aber sie sind längst mehr als bloße Billigautos, wie ein aktueller Test des ADAC beweist. Welche Modelle die besten Wertungen erhalten haben, verraten wir in diesem Artikel.

Lange hatten Kleinwagen ein schlechtes Image: enge Rückbank, schlechte Ausstattung, schwacher Motor. Doch heute gibt es viele Modelle mit einem ansprechenden Design und ordentlicher Leistung. Zudem sind sie vor allem in der Stadt unverzichtbar, denn auf kurze Strecken sparen sie Energie, und einen Parkplatz findet man selbst in zentral gelegenen Vierteln. Wer keine Kinder hat oder regelmäßig eine große Ladefläche benötigt, fährt mit einem Kleinwagen oft besser.

Diese Kleinwagen bieten Leistung und Qualität

Wer sich für einen Kleinwagen entscheidet, muss nicht mehr zwangsläufig auf Komfort und Sicherheit verzichten. Zum einen sind Assistenzsysteme wie ein Notbremsassistent inzwischen verbreitet, und die Ergebnisse der Crashtests fallen oft positiv aus. Zum anderen sind viele Modelle mit Funktionen wie einem beheizbaren Lenkrad und einer Smartphone-Kopplung zu haben. Und auch die Leistung ist inzwischen deutlich höher – rund 100 PS sind heutzutage Standard.

Der ADAC hat sich alle Kleinwagen vorgenommen, die momentan als Neuwagen erhältlich sind und beim Autotest mindestens die Gesamtnote „gut“ (2,5 oder besser) erhalten haben. Für unser Ranking haben wir nur die Tests bis Ende 2025 berücksichtigt. Seit diesem Jahr gelten andere Kriterien, und die Wertungen sind nicht miteinander vergleichbar. Getestet wurde jeweils immer nur eine Art der Motorisierung. Es sind also nicht alle Varianten eines Modells vertreten.

Ein Blick auf die Liste zeigt allerdings, dass die neuen Standards ihren Preis haben. Unter 20.000 Euro ist kaum einer der Vertreter in der Top Ten zu haben. Wer beim Kauf nicht allzu viel ausgeben möchte, sollte zum Dacia Sandero greifen, der ab 13.590 Euro zu haben ist und vom ADAC mit 2,9 bewertet wird. Welche Modelle noch besser abschneiden, verraten wir in der folgenden Galerie.

Platz 10: Neun Modelle

Da gleich neun Fahrzeuge mit der Note 2,3 bedacht werden, gibt es keine klare Nummer zehn. Folgende Kleinwagen teilen sich den Rang: Hyundai Inster, Jeep Avenger Elektro, Mini Cooper C, Opel Mokka Electric, Peugeot e-208, Peugeot e-2008, Renault Clio E-Tech Hybrid 145, Skoda Fabia 1.0 TSI, Toyota Yaris 1.5 Hybrid.

Opel Mokka-e Auto Elektroauto Straße e-Auto
Bild: Opel

Der Beitrag Testsieger kein Schnäppchen: Das sind die besten Kleinwagen laut ADAC erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Wenn KI über Krieg entscheidet: Halluzination hätte fast Katastrophe ausgelöst

Der Beitrag Wenn KI über Krieg entscheidet: Halluzination hätte fast Katastrophe ausgelöst erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

KI Krieg Atombombe Künstliche Intelligenz

Militärische Beinahekonfrontationen auf Basis von KI-Fehlern nehmen zu. Menschen sind bereits gestorben. Zuletzt standen die USA kurz davor, ein chinesisches Schiff wegen einer technischen Halluzination zu entern. Um das Schlimmste zu verhindern, fordern Experten Schutzmechanismen und kurze Kommunikationswege. Willkommen im Kalten Krieg 2.0. Eine kommentierende Analyse.

Wie KI beinahe einen militärischen Konflikt ausgelöst hätte

  • Es war im Frühjahr dieses Jahres. Das US-Militär erhält einen Geheimdienstbericht, in dem von einem chinesischen Schiff die Rede ist, das im Nahen Osten Komponenten für die Herstellung von Atomwaffen transportiert. Die Verantwortlichen bereiten daraufhin laut mehreren Quellen eine Abfangaktion vor: Das Schiff soll von bewaffneten Soldaten geentert werden. Militärflugzeuge sollen sich bereits in der Luft befunden haben. Erst kurz vor Beginn der Mission fällt auf, dass Chatbots eingesetzt wurden, um den Bericht zu erstellen. Und sie hatten einen Fehler gemacht, weil sie die Ladung des Schiffs falsch analysiert haben. Laut einer anonymen Quelle mit Insider-Wissen habe die Halluzination der KI „beinahe einen Krieg ausgelöst“ (via CNN).
  • Mögliche durch KI ausgelöste Konflikte sind eine Sache. Doch tatsächlich hat die Technologie bereits Menschenleben gekostet. Zu Beginn des Iran-Kriegs trafen zwei US-Raketen vom Typ Tomahawk eine Schule in Minab. Dabei starben mehr als 150 Menschen, darunter mindestens 123 Kinder. Laut Beteiligten an einer unveröffentlichten Untersuchung des Pentagon wurde zu sehr auf das KI-System Maven des Konzerns Palantir vertraut. Es behauptete auf Basis veralteter Daten und Satellitenbilder wohl, dass an Stelle der Schule eine Militäranlage stehen würde. Listen mit möglichen Zielen können mit KI deutlich schneller angefertigt werden – auch deshalb konnten von den USA in den ersten 24 Stunden mehr als 1.000 Ziele angegriffen werden. Tödliche Fehler werden offenbar als Kollateralschäden hingenommen.
  • Damit ein solcher KI-Fehler keinen noch verheerenderen, im schlimmsten Fall sogar atomaren, Konflikt auslöst, schlagen Sicherheitsexperten aus den USA und China eine Reihe von Schutzmechanismen vor. Diese erinnern stark an die Atomrüstungskontrolle aus dem Kalten Krieg. Die vielleicht wichtigste Maßnahme: ein sogenanntes „Rotes Telefon“. Das ist eine direkte Kommunikationslinie zwischen Entscheidungsträgern, wie sie damals von den USA und der Sowjetunion eingerichtet wurde. Wenn einer Regierung zum Beispiel ein Cyberangriff auf ihr Atomwaffennetz angezeigt wird und nur wenige Minuten für eine Reaktion bleiben, kann eine solche Einrichtung nicht nur Leben, sondern die ganze Menschheit retten.

Warum der Mensch KI-Fehler kaum noch abfangen kann

Im Kalten Krieg gab es eine Nacht, in der das Schicksal der Menschheit auf der Kippe stand und die sehr an die neue Konstellation erinnert. Es war der 26. September 1983, als ein sowjetisches Frühwarnsystem meldete, dass sich US-Raketen im Anflug befänden. Der diensthabende Offizier Stanislaw Petrow stufte die Warnung als Fehlalarm ein – und lag damit richtig. Eventuell wurde so ein Atomkrieg verhindert. Der aktuelle Vorfall hat eindeutige Parallelen: die Maschine, die sich irrt – und der Mensch, der den Fehler gerade noch abfängt. Das Problem ist nur, dass die Zeit, die für eine Reaktion bleibt, durch KI immer kürzer wird. Der „Human in the Loop“ wird weiterhin existieren, doch seine Rolle könnte irgendwann nur noch Symbolcharakter haben.

Die Chefs der großen amerikanischen KI-Unternehmen warnen momentan davor, dass die Technologie zu schnell Fortschritte macht. Sie fordern deshalb eine Entwicklungspause. Eine zu fortschrittliche KI könnte auch in militärischer Hinsicht gefährlich werden. Allerdings demonstrieren die genannten Fälle ein anderes Problem: Der Mensch ist im Umgang mit Künstlicher Intelligenz noch immer zu naiv. Im privaten Kontext mögen die Folgen meist harmlos sein, doch wenn es um das Leben von Menschen geht, braucht es bessere Schutzmechanismen. Laut einem Bericht von CNN sind es vor allem junge Analysten, die digitalen Werkzeugen oft unkritisch vertrauen. Das Phänomen kennt vermutlich jeder KI-Nutzer auch im kleinen Rahmen: Der Chatbot wirkt kompetent, also hält man seine Aussagen für wahr.

Und es gibt eine weitere Parallele zum Kalten Krieg: Keine Seite wird der Forderung nach einem Entwicklungsstopp nachkommen – aus Angst, dass die andere Seite heimlich weiter Fortschritte erzielt. Niemand will zurückfallen. Verteidigungsminister respektive Kriegsminister Pete Hegseth gab Anfang des Jahres bekannt, KI allen zivilen und militärischen Mitarbeitern seines Ministeriums zugänglich machen zu wollen. Einheitliche Standards beim Umgang mit den Ergebnissen gibt es jedoch nicht. Das Fehlerpotenzial ist also riesig. Es genügt, dass ein KI-Fehler in einen offiziellen Bericht gelangt, und schon ist die Halluzination legitimiert. Grenzen werden dabei nicht akzeptiert, wie der Fall Anthropic zeigt. Das Unternehmen wurde vom US-Militär unter anderem durch OpenAI ersetzt, nachdem es sich geweigert hatte, Schutzmechanismen gegen autonome Waffen und Massenüberwachung im Inland zu eliminieren.

Stimmen

  • US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei der Präsentation seiner KI-Strategie im Januar: „Wir werden Experimente entfesseln, bürokratische Hürden beseitigen, unsere Investitionen gezielt einsetzen und den Umsetzungsansatz demonstrieren, der erforderlich ist, um unsere Führungsrolle im Bereich der militärischen KI zu sichern.“ Ein Memo zur Strategie verspricht eine „Demokratisierung von KI-Experimenten und -Transformationen im gesamten Ministerium, indem wir Amerikas weltweit führende KI-Modelle direkt in die Hände unserer drei Millionen zivilen und militärischen Mitarbeiter auf allen Geheimhaltungsstufen legen.“
  • Ein Sprecher von Palantir äußerte sich gegenüber Bloomberg zu den Vorwürfen in Bezug auf die Bombardierung der Schule im Iran: Das Unternehmen sei „weder für die zugrunde liegenden Daten noch für die Aufdeckung von Lücken in den Geheimdienstinformationen verantwortlich.“ Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Software des Unternehmens fehlerhaft gewesen sei. Trotzdem habe Palantir laut einer mit den Vorgängen vertrauten Person nach dem Angriff bestimmte Funktionen hinzugefügt, die „die zugrunde liegenden Geheimdienstinformationen erneut überprüfen, um Faktoren zu identifizieren, die ein Ziel disqualifizieren würden, und Unstimmigkeiten und Ungenauigkeiten zu kennzeichnen, die bei einer menschlichen Überprüfung möglicherweise übersehen wurden.“
  • Anselm Küsters, KI-Experte beim Centrum für Europäische Politik (cep), über die Risiken des Einsatzes von KI in einem militärischen Kontext: „In vielen Fällen haben Operatoren nur sehr wenig Zeit, um einen KI-Vorschlag zu prüfen – oft ohne nachvollziehen zu können, wie das System zu seiner Einschätzung gekommen ist oder welche unbeabsichtigten Folgen es haben kann. Unter diesen Bedingungen wird aus Kontrolle schnell Abhängigkeit.“ Damit menschliche Kontrolle unter Einsatzbedingungen weiterhin funktioniere, brauche es verbindliche, zuverlässige und überprüfbare Verfahren.

Rotes Telefon 2.0: Reichen die Maßnahmen gegen KI im Krieg?

Selbst in einer harmonischen Weltordnung wäre KI ein Sicherheitsrisiko. Doch im Jahr 2026 ist sie es umso mehr. Immerhin setzten sich Donald Trump und Xi Jinping am 24. September zusammen. Ob in diesem Rahmen wirksame Schutzvorkehrungen getroffen wurden, wird die Zukunft zeigen – und ist zumindest fraglich. Wenn schon die USA nicht auf die Bremse treten, wird es China erst recht nicht tun. Zudem zweifeln Experten daran, ob ein Rotes Telefon auf chinesischer Seite aufgrund der vertikalen Hierarchien überhaupt funktionieren würde. Oder anders ausgedrückt: ob ein untergeordneter Offizier tatsächlich entscheidend reagieren würde, ohne zuvor die Zustimmung von ganz oben einzuholen.

Die Menschheit hat es durch den Kalten Krieg geschafft, und sie kann es auch durch den Kalten Krieg 2.0 schaffen. Aber nicht ohne Regeln, die für alle gelten. Zum Beispiel muss klar festgelegt werden, was der Begriff „bedeutsame menschliche Kontrolle“ konkret aussagt und wie er in der Praxis umgesetzt wird. Es kann nicht sein, dass das Personal für die Kontrolle zusammengestrichen wird, während die Technologie das Tempo immer weiter erhöht.

Auch mit der Geheimhaltung muss Schluss sein. Wenn die KI einen Fehler macht, muss dieser offen dargelegt, gemeldet und diskutiert werden. Nur so können die Systeme verbessert und gemeinsame Standards entwickelt werden. Leider ist das momentan kaum realistisch, wie der Fall Minab im Iran zeigt, für den die USA bis heute keine Verantwortung übernommen haben.

Solche Berichte werden uns in Zukunft immer öfter erreichen. Deshalb drängt die Zeit. Im Kalten Krieg wurde das Rote Telefon erst 1963 eingeführt. Also ein Jahr nach der Kubakrise, die beinahe zu einem Atomkrieg geführt hätte. Die Frage ist, wie lange es dauert, bis die Großmächte diesmal reagieren. Sind tote Kinder und ein beinahe geentertes Schiff noch nicht genug? Diesmal gibt es vielleicht keinen Petrow, der die Katastrophe verhindert. Oder der Offizier, der an seiner Stelle steht, hat gar nicht mehr die Zeit zu reagieren. Denn KI ermöglicht es, „schneller zu einer schlechten Idee zu kommen“, wie es ein anonymer Insider ausdrückt.

Auch interessant: 

Der Beitrag Wenn KI über Krieg entscheidet: Halluzination hätte fast Katastrophe ausgelöst erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •  

Kosten, Laden, Akzeptanz: In diesen Ländern lohnt sich ein E-Auto am meisten

Der Beitrag Kosten, Laden, Akzeptanz: In diesen Ländern lohnt sich ein E-Auto am meisten erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.

öffentliches Laden Abzocke Ladesäule E-Auto Elektroauto laden Preis Kosten teuer

Die Verkaufszahlen von Elektroautos sind ein Indiz dafür, wie gut ein Land in Sachen E-Mobilität gerüstet ist. Sie sagen aber erst einmal nichts über die vorhandene Infrastruktur aus. Im Rahmen einer internationalen Studie wurden Ladenetz, Politik, Kosten und Kundenakzeptanz miteinander verglichen.

Weltweit wächst die Elektromobilität – aber nicht in allen Ländern gleich schnell. Während manche Nationen kurz davor sind, Verbrenner komplett abzulösen, stehen andere noch relativ weit am Anfang. Wichtig sind nicht nur gute Zahlen bei den Neuzulassungen, sondern auch eine stabile Infrastruktur, die es den Menschen ermöglicht, ein E-Auto auch wirklich nutzen zu können. Das Zusammenspiel aller wichtigen Faktoren wird in einem aktuellen Index gemessen.

So steht es um die E-Mobilität

Zum dritten Mal wurde von der Unternehmensberatung Arthur D. Little der Global Electric Mobility Readiness Index (GEMRIX) erstellt. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 31 Märkte auf Basis von fünf Kriterien bewertet: Automarkt, wirtschaftliche Lage, Kundenbereitschaft, Ladeinfrastruktur sowie Politik und Wirtschaftlichkeit. Der Bezugspunkt für die Wertungen sind Verbrenner. Bekommt ein Land 100 Punkte, liegen E-Autos in den Bereichen Alltagstauglichkeit, Angebot, Kosten, Infrastruktur und Attraktivität mit Verbrennern gleichauf.

Schwellenländer gehören zu den Märkten, die sich momentan am schnellsten entwickeln. Vietnam kann seine Punktzahl zum Beispiel von 34 auf 60 verbessern – der Anteil von Elektroautos bei den Neuzulassungen liegt hier bereits bei 40 Prozent. Den größten Sprung macht aber die Türkei (von 35 auf 69 Punkte). Weitere Gewinner sind Thailand, Indonesien und Brasilien. Wenig überraschend sind es vor allem chinesische Fahrzeuge, die das Wachstum in vielen Märkten tragen.

Ein Verlierer der Studie sind die USA, die sich mit 47 Punkten im Vergleich zum Vorjahr sogar verschlechtern und nur im Mittelfeld landen. Noch weiter unten in der Liste stehen Mexiko, Saudi-Arabien und Südafrika, die sogenannten Starter-Märkte. Welche Länder es hingegen in die Top Ten des GEMRIX 2026 geschafft haben, präsentieren wir im folgenden Ranking.

Platz 10: Belgien, Italien und Spanien

Der zehnte Rang wird gleich von drei europäischen Ländern belegt, die alle auf einen Wert von 80 kommen. Belgien, Italien und Spanien gehören zur Gruppe der „Ambitious Followers“ – sie haben alle Grundvoraussetzungen, aber E-Autos haben sich noch nicht in allen Fahrzeugklassen durchgesetzt. Vor allem die hohen Preise verhindern oft eine weitere Verbreitung.

Der Beitrag Kosten, Laden, Akzeptanz: In diesen Ländern lohnt sich ein E-Auto am meisten erschien zuerst auf BASIC thinking. Folge uns auch auf Google News und Flipboard oder abonniere unseren Newsletter UPDATE.

  •