Lese-Ansicht

Kosmologen aufgepasst: James Webb erschüttert Standardmodell

Weltraum, Raumfahrt, Nasa, Satellit, Solar, Teleskop, Solarpanel, Solarzelle, James Webb Space Telescope, Solarmodul, James Webb Teleskop, James Webb, Spiegel Kippt wegen der rätselhaften roten Punkte des James-Webb-Teleskops das Standardmodell der Kosmologie? Die präzise Untersuchung des fernen Objekts GLIMPSE-17775 liefert dank eines verborgenen Schwarzen Lochs nun eine erstaunlich klare Antwort. (Weiter lesen)
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Endgültiger Kreislauf: Neue Anlage macht Plastikmüll wieder zu Öl

Umweltschutz, Klimawandel, nachhaltigkeit, Müll, Ozean, Umweltverschmutzung, Strand, Plastik, Abfall, Küste, Plastikmüll, Verschmutzung, Plastikflaschen, Meeresschutz, Meeresverschmutzung, Einwegplastik, Umweltproblem Forscher aus Amsterdam haben eine mobile Pilotanlage entwickelt, die gemischte Kunststoffabfälle in Öl umwandeln kann. Die Technologie soll dazu beitragen, Plastikmüll effizienter zu recyceln und Deponien sowie Müllverbrennungsanlagen zu entlasten. (Weiter lesen)
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Donut Lab: Untersuchung entlarvt Wunderbatterie als Lithium-Zelle

Akku, Energie, Batterie, Stromversorgung, Strom, Energieversorgung, Akkulaufzeit, Laden, ökostrom, Stromspeicher, Stromnetz, Aufladen, Akkupack, Quick Charge, Supercharger, Batterien, Power, Zellen, Energiemanagement, SuperCharge, Stromstecker, Handy laden, Akkutellen Die von dem finnischen Unternehmen Donut Lab beworbene Feststoffbatterie mit angeblich revolutionären Leistungsdaten ist nun auch laut einer umfangreichen Untersuchung als schlichter Betrug enttarnt worden. (Weiter lesen)
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Unsere Milchstraße: 50 Jahre altes Rätsel um Schwarzes Loch gelöst

Weltraum, Raumfahrt, Weltall, Astronomie, Astrophysik, Sterne, Galaxie, Space, Milchstraße, universum, Sternenhimmel, Kosmologie, Supernova, Urknall, Sternschnuppen, Raumzeit, Spiralgalaxie, Kosmischer Nebel Eisiges Gas, heißes Plasma und ein 50 Jahre altes Mysterium: As­tronomen haben bei Sagittarius A* einen stetigen Materiewind ent­deckt. Das inaktive Schwarze Loch unserer Milchstraße formt durch diesen sanften Auswurf einen gigantischen Hohlraum im All. (Weiter lesen)
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Evakuierung im All: ISS-Astronauten suchen Schutz wegen Druckabfalls

Weltraum, Raumfahrt, Nasa, Weltall, Erde, Iss, Raumstation, International Space Station, internationale Raumstation, Aussicht Wegen eines Druckabfalls durch ein Leck auf der ISS mussten Astronauten kurzzeitig in ihre angedockte Raumkapsel evakuiert werden. Russische Kosmonauten haben mittlerweile Reparaturen durchgeführt und die Lage entschärft. (Weiter lesen)
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NASA erklärt Mars-Sonde Maven nach elf Jahren offiziell für tot

Raumfahrt, Nasa, Mars, Solarpanel, Orbit, Raumsonde, Umlaufbahn, MAVEN, Marssonde, Marsorbit, Planetare Erkundung, Sonnenkollektor, Raumsondentechnik Nach elf Jahren im Dienst hat die Raumsonde Maven endgültig den Kontakt zur Erde verloren. Der Mars-Orbiter lieferte lange wertvolle Daten über die Atmosphäre des roten Planeten und diente als wichtiges Relais für die Rover auf dem Mars. (Weiter lesen)
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Very Large Array der nächsten Generation: Neues Teleskop besteht Tests

Radioteleskop, Very Large Array, ngVLA, Next Generation Very Large Array Ein Prototyp des Teleskop-Netzwerks Next Generation Very Large Array hat erste Tests in den USA erfolgreich bestanden. Die Anlage liefert durch Technik aus Sachsen eine zehnfache Leistung. Ein Baustart des Milliardenprojekts steht ab 2028 an. (Weiter lesen)
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CPU-Nachfrage 'zerstört': Kunden verweigern sich hohen Preisen

Cpu, Intel, Prozessoren, Chips, Core, 11. Generation Analysten von Mercury Research gehen davon aus, dass die PC-Branche sich auf harte Zeiten einstellen muss. Die Kundschaft sei offenbar nicht mehr bereit, die stark gestiegenen Kosten in Kauf zu nehmen. Engpässe seien künftig nicht mehr das Problem, sondern die wegen der hohen Preise wegfallende Nachfrage, heißt es. (Weiter lesen)
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Neues Verfahren drückt Lithium-Kosten auf unter 6.000 US-Dollar pro Tonne

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Lithium-Gewinnung MIT Gestein Säure günstig

Lithium ist der wichtigste Rohstoff für E-Auto-Batterien. Doch der Abbau ist teuer, energieintensiv und umweltschädlich. Forscher des MIT haben jetzt ein Verfahren entwickelt, das den Rohstoff mit einer schwachen Säure bei nur 95 Grad Celsius aus Gestein löst und die Kosten auf unter 6.000 US-Dollar pro Tonne drücken könnte. Die Ausgründung Rock Zero plant bereits eine Pilotanlage bis Ende 2026. Was das für den Lithium-Markt bedeutet und wo die Risiken liegen.


Bisher erfolgt der Abbau des gefragten Metalls meist über zwei etablierte Wege. Entweder wird es aufwendig aus Salzseen verdunstet oder in Minen unter hohem Energieeinsatz aus hartem Gestein gewonnen. Das herkömmliche Hard-Rock-Mining erfordert das Erhitzen des Erzes bei extrem hohen Temperaturen und den Einsatz gefährlicher Chemikalien. Diese traditionellen Prozesse benötigen oft riesige Flächen oder belasten die Umwelt stark.

Das neue Verfahren setzt stattdessen auf eine schwache Säure namens Ammoniumfluorid, um die normalerweise reaktionsträgen Silikatmineralien aufzulösen. Diese chemische Verbindung ist unter anderem aus handelsüblichen Pasten zum Ätzen von Glas bekannt.

Die chemische Reaktion findet bei moderaten Temperaturen von bis zu 95 Grad Celsius in einfachen, gerührten Kunststofftanks statt. Dadurch lässt sich die Entstehung hochgefährlicher Flusssäure komplett vermeiden.

Studienautor Camden Hunt, ehemaliger Projektleiter am MIT Center for Electrification and Decarbonization of Industry, dazu:

Bis 2040 müssen wir die weltweite Lithiumproduktion vervierfachen, was Hunderte neuer Lithiumförderanlagen erfordert. Hartgestein ist reichlich vorhanden; man findet es überall. Aber der Großteil der Hartgesteinsveredelung findet in China statt. Unsere zentrale These lautet: Wenn man einen einfacheren Weg findet, das Gestein aufzubrechen, das Lithium zu gewinnen und Lithiumsalze in Batteriequalität herzustellen, kann man den Lithiummarkt verändern.

Lithium: Was das Niedrigtemperatur-Verfahren so effizient macht

Durch den Verzicht auf das energieintensive Rösten des Erzes in einem Ofen ließen sich die Energiekosten erheblich senken. Zudem würde dieser technologische Ansatz den Ausstoß von Treibhausgasen bei der Produktion potenziell reduzieren. Erz mit zu hohem Eisengehalt durchläuft den Phasenwechsel in traditionellen Öfen nicht korrekt, sondern schmilzt zu einem glasartigen Material. Bei dem neuen Niedrigtemperaturverfahren stellt dieser hohe Eisengehalt jedoch kein Problem dar.

In ersten Laborexperimenten dauerte das Herauslösen des Lithiums aus dem Spodumen-Erz noch einige Tage. Mittlerweile habe das Team diese Zeitspanne auf unter zwölf Stunden verkürzt. Neben dem wertvollen Lithium entstehen bei dem Prozess auch Tonerde für die Aluminiumherstellung sowie zementartiges Siliziumdioxid, das Beton beigemischt werden kann. Die Erfinder sprechen daher von einem ganzheitlichen Ansatz, der alle Bestandteile des Erzes verwertet.

Lithium-Gewinnung für 6.000 US-Dollar pro Tonne

Unter der Annahme, dass das Ammoniumfluorid zu einem hohen Grad recycelt werden kann, schätzen die Forschenden die Kosten für die Extraktion auf unter 6.000 US-Dollar pro Tonne. Damit wäre die Methode im Vergleich zu aktuellen Prozessen im Festgesteinsabbau günstiger und sogar mit der Gewinnung aus Salzseen konkurrenzfähig.

Aktuell bewältigen die Testtanks im Labor in Cambridge eine Menge von drei Kilogramm pro Durchgang. Das junge Unternehmen plant bereits den Bau einer ersten Pilotanlage bis Ende 2026, um im Jahr 2027 mit dem Testbetrieb zu starten.

Allerdings müsse sich das neue Verfahren in einem volatilen Marktumfeld mit starken Preisschwankungen und etablierten Großkonzernen behaupten. Nach einem Höchststand im Jahr 2022 und Tiefständen Ende 2024 verzeichnet der Markt seit Anfang 2026 einen langsamen Anstieg. Zudem könnten technologische Alternativen wie lithiumfreie Natrium-Ionen-Batterien die Marktnavigation erschweren. Langfristig hoffe das Team von Rock Zero jedoch, die Methode auf andere Silikatmineralien der Erdkruste auszuweiten.

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Studie kommt zum Schluss, dass Solarsegel keine abwegige Idee sind

Test, Weltraum, Nasa, Sonnensegel, ACS3, Advanced Composite Solar Sail System Forscher haben die technische Machbarkeit von Sonnensegeln im Weltall untersucht. Während Einsätze zur Überwachung des Weltraumwetters greifbar nah sind, bleiben Reisen zu anderen Sternen vorerst Zukunftsmusik, und zwar wegen Materialfragen. (Weiter lesen)
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"Zerschneiden" eines Photons erzeugt unendlich viele neue Lichtteilchen

Forschung, Licht, Zukunftstechnologie, Laser, Quantentechnologie, Lasertechnologie, Futuristische Technologie, Photon, Technologiekonzept, Lichttechnologie, Quantensphäre, Quantenpartikel, Hightech-Visualisierung, Sci-Fi-Technologie Würde man versuchen, ein einzelnes Photon, das elementare Teilchen des Lichts, in zwei Teile zu schneiden, entstünden nicht etwa zwei kleinere Photonen. Stattdessen könnte ein unendlicher Photonenschwarm entstehen, wie eine neue Studie zeigt. (Weiter lesen)
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Build: Microsofts Quantenchip Majorana 2 soll ab 2029 marktreif sein

Microsoft, Quantencomputer, Majorana 1, Majorana 2 Microsofts neuer Quantenchip Majorana 2 arbeitet dank agenten­basierter Künstlicher Intelligenz 1000-mal zuverlässiger als sein Vorgänger. Die Technik ebnet den Weg zu skalierbaren Quanten­computern, stößt bei Forschern jedoch (weiterhin) auf Skepsis. (Weiter lesen)
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Stressfaktor Smartphone: Warum Telefonieren vielen Menschen Angst macht

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Das Telefon klingelt. Doch statt abzuheben, starren viele Menschen nur auf das Display und warten, bis es aufhört. Was früher Alltag war, löst heute bei Millionen Menschen Stress aus. Eine aktuelle Studie der Uniklinik Heidelberg untersucht, ob hinter der sogenannten Telefonphobie eine eigenständige Angststörung steckt. Die Ergebnisse zeigen: Besonders Millennials sind betroffen und es gibt einen klaren Zusammenhang mit unserer Smartphone-Nutzung. 

Seit der Einführung des ersten iPhones im Jahr 2007 hat das Smartphone den Alltag vieler Menschen grundlegend verändert. Was zunächst als technisches Prestigeobjekt galt, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum ständigen Begleiter für so gut wie alle Lebenslagen.

Heute tragen die meisten Menschen ihr Smartphone nahezu rund um die Uhr bei sich und nutzen es oft mehrere Stunden täglich. Allein in Deutschland besitzen inzwischen mehr als 71 Millionen Menschen ein Smartphone, im Jahr 2016 waren es noch rund 51 Millionen.

Wie das Smartphone unsere Kommunikation verändert hat

Durch Messenger-Dienste, soziale Netzwerke und die permanente Erreichbarkeit hat das Smartphone allerdings nicht nur den Zugang zu Informationen beschleunigt. Auch die Art, wie Menschen kommunizieren, hat sich dadurch grundlegend verändert.

Für immer mehr Menschen führen aber genau diese vielfältigen Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren, zu Überforderung, Stress und einem veränderten Umgang mit zwischenmenschlichem Kontakt. Besonders spontane Telefonate empfinden viele inzwischen als unangenehm oder belastend, obwohl die digitale Kommunikation gleichzeitig so selbstverständlich geworden ist wie nie zuvor.

Warum haben Menschen Angst vorm Telefonieren?

Das Telefonieren löse vor allem durch die damit einhergehende Spontanität bei vielen Menschen Stress aus, erklärt Nadine Wolf von der Uniklinik Heidelberg gegenüber n-tv.de. Wolf und ihr Team untersuchen aktuell in einer Studie, wie sich die exzessive Smartphonenutzung und der Verzicht auf das Smartphone auf Veränderungen der Gehirnaktivität auswirken.

Die schriftliche Kommunikation hat im Vergleich zum Telefonieren den Vorteil, dass sie sich besser kontrollieren und zeitlich steuern lässt. Beim Telefonat hingegen können unvorhergesehene Rückfragen auftreten, die zu Symptomen von Stress und Angst führen können.

Das bestätigt auch eine Studie aus dem Jahr 2019. Dabei wurden in Großbritannien 500 Büroangestellte zu dem Thema befragt. Insgesamt gaben 62 Prozent der Befragten an, dass sie beim Klingeln des Telefons unter anrufbedingter Angst leiden.

Ein Drittel gab dabei als Grund die Sorge an, nicht zu wissen, wie sie mit einer Anfrage umgehen sollen. Weitere 15 Prozent befürchten, am Telefon zu blockieren und nicht weiter zu wissen.

Bei den Millennials treten diese Ängste vermehrt auf. Ganze 76 Prozent der Befragten haben angstbesetzte Gedanken, wenn sie das Telefon klingeln hören, bei Kollegen aus der Baby-Boomer-Generation waren es nur 40 Prozent.

Ist Telefonphobie eine eigene Form der sozialen Angststörung?

In der Studie am Universitätsklinikum Heidelberg soll auch geklärt werden, ob Telefonphobie eine eigenständige Art der sozialen Angststörung darstellt:

Ist es wirklich eine Angst, die eigenständig zu betrachten ist, oder ist sie Bestandteil sozialer Angststörungen und tritt bei Menschen mit ausgeprägteren Persönlichkeitsmerkmalen wie Unsicherheit oder Ängstlichkeit auf?

Dabei sei beim Aufschieben eines lästigen Telefonats jedoch noch keine Angststörung zu befürchten. „Problematisch wird es, wenn ich im Alltag Beeinträchtigungen erlebe und merke, das hat wirklich eine Auswirkung auf mein Leben, sei es im persönlichen oder beruflichen Kontext“, so Wolf.

Laut ihr könne man sich das Unwohlsein beim Telefonieren allerdings abtrainieren. Denn durch das Üben sozialer Interaktionen und bewusstes Üben in alltäglichen Gesprächssituationen lasse sich die damit verbundene Stressreaktion schrittweise reduzieren.

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Neues Kristallmaterial holt Trinkwasser aus der Luft – nur mit Sonnenlicht

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Trinkwasser durch Sonnenlicht

Fast 1,5 Milliarden Menschen weltweit haben heute schon zu wenig Trinkwasser. Bis 2050 könnten es fünf Milliarden sein. Chemiker der Universität von Iowa haben jetzt ein Material entwickelt, das Wasser direkt aus der Luft einfängt – aktiviert allein durch Sonnenlicht. Wir erklären, wie die Technologie funktioniert, wo ihre Grenzen liegen und warum sie für trockene Regionen ein Durchbruch sein könnte.

Der weltweite Klimawandel destabilisiert den globalen Wasserkreislauf zunehmend und führt in vielen Regionen vermehrt zu extremen Dürreperioden. Laut aktuellen Angaben der Vereinten Nationen leben derzeit bereits etwa 1,42 Milliarden Menschen in Gebieten mit hoher Wasserknappheit. Bis zum Jahr 2050 könnte diese Krise laut Prognosen sogar fast fünf Milliarden Menschen betreffen. Angesichts dessen sucht die internationale Wissenschaft intensiv nach neuen Methoden zur effizienten Gewinnung von sauberem Trinkwasser.

Eine US-amerikanische Forschergruppe nutzte für ihre Entdeckung sogenannte metallorganische Gerüstverbindungen als technologische Basis. Diese Materialien kombinieren einzelne Metallatome mit organischen Molekülen zu dreidimensionalen Gittern. Die zugrunde liegende Methode wurde von Pionieren bereits in den 1990er Jahren entwickelt. Für diese Pionierarbeit wurden die ursprünglichen Entwickler im Jahr 2025 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

Für Trinkwasser: Wie UV-Licht winzige Wasserspeicher in Kristallen erzeugt

Bei den ersten Laborversuchen bildeten sich in den kristallinen Gittern zunächst jedoch keine der gewünschten Aussparungen. Erst die gezielte Bestrahlung mit ultraviolettem Licht löste schließlich die entscheidende chemische Reaktion aus. Die flexiblen Verbindungsstücke ordneten sich dabei von einer ursprünglichen H-Form in ein x-förmiges Muster um. Durch diesen Prozess entstehen unzählige winzige Hohlräume im Inneren der Kristalle.

Jede dieser neuen Aussparungen kann im aktivierten Zustand genau zwei Wassermoleküle aus der Umgebungsluft aufnehmen und speichern. Dies entspricht am Ende einer Masse von rund fünf Prozent der gesamten gefüllten Struktur. Die beteiligten Forscher vermuten, dass die einzelnen Moleküle über Wasserstoffbrückenbindungen an der Oberfläche in das Innere wandern. Das eingefangene Wasser lässt sich später transportieren und bei Bedarf auf Abruf wieder freisetzen.

Wann kommt das Material in der Praxis an?

Bisher nutzen die Chemiker in ihren Versuchen giftige Cadmiumatome als reinen Machbarkeitsnachweis für die Funktionalität. Daher untersucht das Forscherteam aktuell bereits weniger schädliche Alternativen für die praktische Anwendung. Zudem muss in einem nächsten Schritt intensiv geprüft werden, ob sich die Methode für den industriellen Maßstab eignet. Finanziert wurde die im März 2026 online veröffentlichte Studie von der National Science Foundation der Vereinigten Staaten.

Die Untersuchung könnte somit eine sehr energieeffiziente Methode zur zukünftigen Wasserlieferung in ressourcenarmen Gebieten bieten. Der wissenschaftliche Leiter Leonard MacGillivray erklärte dazu, dass das transportable System lediglich Sonnenlicht für den Prozess benötige. Das Wasser wird anschließend nach dem Transport ganz nach Bedarf flexibel wieder freigesetzt. Die Methode könnte somit maßgeblich zur Entwicklung intelligenter Technologien für die Wassergewinnung beitragen.

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