Hybridmotor von Geely knackt Weltrekord mit nur 2,22 Litern Verbrauch
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Der chinesische Autohersteller Geely hat mit seinem neuen i-HEV-Hybridmotor einen Weltrekord aufgestellt: nur 2,22 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer. Dahinter steckt ein strategischer Kurswechsel – weg vom reinen E-Auto, hin zu kosteneffizienten Hybrid-Modellen. Wir erklären, wie die Technik funktioniert, welche Modelle sie bekommen und was das für den europäischen Markt bedeuten könnte.
Das neue i-HEV-System von Geely nutzt Künstliche Intelligenz, um den Energiefluss in Fahrzeugen dynamisch zu regeln. Das Unternehmen gibt an, dass das die Gesamtenergieeffizienz um mehr als zehn Prozent verbessert. Der neue Hybridmotor erreiche demnach eine thermische Effizienz von 48,4 Prozent. Damit hat er einen für Serienfahrzeuge untypisch hohen Wirkungsgrad.
Dieser hohe Wirkungsgrad könnte vor allem für den Alltag relevant sein, da weniger Energie verschwendet würde. Der elektrische Antrieb soll 230 Kilowatt Leistung liefern. Laut Geely erfolgt die Beschleunigung von null auf 30 Kilometer pro Stunde in 1,84 Sekunden. Das Unternehmen hat das System gezielt auf Anforderungen im Stadtverkehr optimiert.
Was steckt hinter Geelys i-HEV-Hybridmotor?
Unter kombinierten Bedingungen soll das System einen Verbrauch von 2,22 Litern pro 100 Kilometer erreichen. Dieser Wert wurde Berichten zufolge von Guinness zertifiziert und dient als unabhängiger Nachweis für das Effizienzversprechen. Geely führt die Technologie zunächst in zwei Modellen ein: dem Geely Preface (Xingrui) und dem Geely Monjaro (Xingyue L).
Der Preface i-HEV soll laut Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure (WLTC)-Norm im Schnitt einen Verbrauch von 3,98 Litern pro 100 Kilometern aufweisen. Beim größeren Monjaro i-HEV liegt der Wert durchschnittlich bei 4,75 Litern pro 100 Kilometern. Beide Modelle behalten ihr bekanntes Design bei, erhalten aber neue Felgen und Farboptionen. Im Innenraum kommen Doppelbildschirme und das Flyme Auto-System zum Einsatz.
2,22 Liter Verbrauch: Diese Modelle bekommen die Technik zuerst
Geely plant, das i-HEV-System ab 2026 auf weitere Modelle wie den Emgrand und den Boyue auszudehnen. Der Emgrand i-HEV ist das Modell, das den Rekordwert von 2,22 Litern erzielt hat.
Das System ist mit verschiedenen Motorvarianten kombinierbar, darunter 1,5-Liter- und zwei-Liter-Motoren und wird von einer 11-in-1-Elektroantriebseinheit gepaart.
Das entspricht einem Trend in China, bei dem Hersteller Hybride als kostengünstige Alternative zu Plug-in-Hybriden fördern. Kleinere Batterien mit nur ein bis zwei Kilowattstunden sollen die Abhängigkeit von teuren Rohstoffen erheblich reduzieren.
Warum China jetzt auf günstige Hybride statt E-Autos setzt
Neben der Hybridisierung setzt Geely weiterhin auf alternative Antriebe wie Methanol. Vorstandsvorsitzender Li Shufu hat darauf hingewiesen, dass Methanol eine zehnfach höhere Energiedichte gegenüber Lithium-Ionen-Batterien aufweist.
Das könne in Zukunft Vorteile bei der Reichweite und dem Gewicht von Fahrzeugen bieten. Die regulatorischen Rahmenbedingungen in China unterstützen diese technologieoffene Strategie, da die staatlichen Anreize für Plug-in-Hybride sinken.
Mit exakt 476.327 ausgelieferten Fahrzeugen in den ersten zwei Monaten des Jahres 2026 verfügt Geely über die nötige Marktmacht, um diesen Rollout zu skalieren.
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