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Woher weißt du, ob ein Stuhl wirklich ergonomisch ist?

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Stuhl ergonomisch

Beendest du deine Arbeit mit Rückenschmerzen oder einem steifen Nacken? Bevor du lange Arbeitszeiten dafür verantwortlich machst, solltest du einmal über deinen Stuhl nachdenken. Ein wirklich ergonomischer Stuhl passt sich deinem Körper an und hilft dir, eine bessere Haltung einzunehmen. Aber wie kannst du feststellen, ob er wirklich ergonomisch ist? 

Hier sind 5 Merkmale, die einen Stuhl bequem und stützend für deinen Körper machen. 

Du kannst ihn auf unterschiedliche Weise anpassen

Nur einen Teil zu verstellen, reicht nicht aus. Denn ein guter ergonomischer Stuhl lässt sich nicht nur in der Höhe anpassen. Du solltest den Sitz, die Rückenlehne, die Lendenwirbelstütze und die Armlehnen separat verstellen können. Wenn du jeden Teil einzeln verstellen kannst, passt sich der Stuhl besser an deinen Körper und deinen Schreibtisch an. 

Er unterstützt die natürliche Krümmung deines Rückens 

Deine Wirbelsäule hat eine natürliche Krümmung. Daher sollte dein verstellbarer Bürostuhl sie nicht zwingen, gerade zu sein. Die unteren Rückenwirbel sind nach innen gewölbt. Ohne Unterstützung neigt diese Wölbung dazu, sich beim Sitzen abzuflachen. Ein guter Support für den unteren Rücken füllt sanft die Lücke in deinem unteren Rücken aus. Das hilft dir, aufrecht zu sitzen, und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass du dich beim längeren Sitzen nach vorne beugst. 

Du kannst deine Haltung leicht ändern und bist nicht auf eine Position festgelegt

Wenn du lange in derselben Position sitzt, bekommen immer dieselben Bereiche deiner Wirbelsäule ständigen Druck. Das kann zu Beschwerden führen und deine Muskeln ermüden. Ein guter ergonomischer Stuhl ermöglicht dir, dich ein wenig zu bewegen, ohne dass du dabei auf Komfort verzichten musst. Wenn du dich zurücklehnst, stützt dich der Stuhl, statt es dir schwerer zu machen. 

Er unterstützt eine ausgeglichene Sitzposition

Wie du sitzt, kann sich darauf auswirken, wie sich dein unterer Rücken im Laufe des Tages anfühlt. Wenn deine Knie deutlich höher als deine Hüften sind, ist es schwieriger, bequem zu sitzen. Ein verstellbarer Stuhl ermöglicht es dir, deine Hüften auf gleicher Höhe mit deinen Knien oder etwas höher zu positionieren. Das hilft dir, gleichmäßiger zu sitzen und macht es leichter, aufrecht zu bleiben, ohne ständig deine Position zu verändern. 

Deine Schultern und Handgelenke bleiben entspannt 

Wie komfortabel sich dein Oberkörper anfühlt, hängt oft davon ab, wie du deine Arme stützt. Sind die Armlehnen zu hoch eingestellt, heben sich möglicherweise deine Schultern. Sind sie zu niedrig, neigst du dich möglicherweise nach vorne. Verstellbare Armlehnen helfen dabei, deine Arme in einer natürlichen Position zu halten. Dadurch fühlen sich deine Schultern und Handgelenke beim Arbeiten besser an. 

Zusammenfassung 

Ein Stuhl ist wirklich ergonomisch, wenn er sich an dich anpasst und nicht umgekehrt. Wenn Dinge wie die Höhe verändern, eine gute Rückenstütze, gleichmäßiges Sitzen und deine Arme bequem ablegen zusammenwirken, kannst du dich ganz ohne Anstrengung komfortabel fühlen. 

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Google Maps zeigt Spritpreise entlang deiner Route – so geht’s

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Google Maps Spritpreise vergleichen Tankstelle

Wer regelmäßig tankt, kennt das Problem: An der einen Tankstelle kostet der Liter Super 2,07 Euro und zwei Kilometer weiter nur 2,02 Euro. Google Maps zeigt Spritpreise inzwischen direkt entlang der geplanten Route an. Wir verraten dir, wie du die Funktion nutzen kannst und welche Alternativen es gibt. 

Die mobile Navigations-App Google Maps zeigt aktuelle Spritpreise verschiedener Tankstellen direkt in der Anwendung an. Nutzer können verschiedene Anbieter miteinander vergleicht und gezielt günstige Optionen für ihren Tankstopp auswählen. Vor allem für Menschen mit hoher Fahrleistung lohnt sich ein solcher digitaler Preisvergleich im Alltag. Die Suche lässt sich unkompliziert durch die Eingabe des Begriffs „Tankstelle“ in das Suchfeld starten. 

Bereits die schnelle Suche liefert Standorte in der näheren Umgebung mitsamt ihren aktuellen Preisen. Auf diesem Weg lässt sich eine preiswerte Möglichkeit für die Fahrt finden. Das Feature macht Kostenunterschiede zudem bereits vor dem Erreichen der Zapfsäule deutlich sichtbar.

Wie du günstige Tankstellen auf deiner Route findest

Wähle bei einer aktiven Route die Option für Zwischenstopps. Google Maps listet dann alle Tankstellen direkt entlang der berechneten Strecke auf. In dieser Übersicht zeigt dir das Tool zunächst nur den Preis für einen Liter Superbenzin an.

Wenn du die gewünschte Station antippst, erscheint die vollständige Übersicht mit den Kosten für Super E10, Diesel oder Super+ 98. Die Daten weisen etwa Kosten von 2,07 Euro für Super 95 und 2,06 Euro für Super E10 aus (Stand: 30. März 2026)

Bei der Nutzung musst du jedoch zwei wesentliche Einschränkungen beachten. Zunächst können sich die Preise bis zur Ankunft an der Zapfsäule ändern. In der Zeit zwischen der Suche und dem Erreichen des Ziels passen Tankstellen ihre Kosten oft an – wobei das mit den neuen Spritpreisregeln in Deutschland künftig nur noch einmal täglich sein soll.

Wäge zudem genau ab, ob sich ein Umweg wirtschaftlich lohnt. Denn ein zu langer, zusätzlicher Fahrweg verursacht einen Mehrverbrauch an Kraftstoff. Dieser Mehrverbrauch hebt den Preisvorteil unter Umständen vollständig wieder auf.

Spritpreisvergleich: 3 Alternativen zu Google Maps

Die Funktion steht in der neuesten Google-Maps-App bereit. Fahrer, die die Preise am PC vergleichen möchten, können stattdessen die Benzinpreissuche des ADAC im Webbrowser nutzen. Neben Google Maps gibt es spezialisierte Apps wie „Mehr-Tanken“ (für Android) oder „Clever Tanken“ (für Android). Letztere findet auch Elektrotankstellen in der Umgebung.

Die Anwendung „ADAC Drive“ verknüpft hingegen eine Routenplanung mit einem umfangreichen Preisvergleich. Nutzer eines ADAC-Kontos können von einer personalisierten Nutzung durch das Anlegen von Favoriten profitieren. Dieser Service beschleunigt den Vergleichsprozess auf häufig gefahrenen Strecken deutlich. Nutzer behalten dadurch ihre bevorzugten Tankstellen dauerhaft und schnell im Blick.

Fazit: Für den schnellen Preischeck unterwegs ist Google Maps die praktischste Lösung, weil die meisten Fahrer die App ohnehin zur Navigation nutzen. Wer allerdings regelmäßig dieselben Strecken fährt und Favoriten speichern will, ist mit ADAC Drive besser bedient. Clever Tanken lohnt sich vor allem dann, wenn du auch Ladesäulen für E-Autos im Blick behalten möchtest.

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KI-Müll ohne Endlager: 19 Prozent des Internets sind absoluter Schrott

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KI-Müll Endlager KI-Schrott AI Slop Künstliche Intelligenz

Bereits 19 Prozent aller Websites im Google-Index sind KI-generiert – Tendenz steigend. Was nach einem technischen Problem klingt, bedroht Vertrauen, Diskurs und die Glaubwürdigkeit des gesamten Internets. Denn KI-Müll wirkt, weil er geglaubt werden will und geglaubt wird. Doch das Netz darf nicht als Endlager dienen. Eine kommentierende Analyse.

Von 2 auf 19 Prozent: Wie KI-Müll das Netz überflutet

  • Ob halbnackte Promis, Jesus als Shrimp oder reißerische Sensationsmeldungen: Seitdem KI-Modelle für nahezu jedermann kostenlos nutzbar sind, kursiert immer mehr Müll im Internet. Der Content-Detektor Originality.ai hat etwa dokumentiert, dass der Anteil KI-generierter Websites im Google-Index Anfang 2020 bei 2,27 Prozent lag. Drei Jahre später hat er sich verdreifacht. Wiederum ein Jahr danach stieg die Kurve drastisch an. Ende 2025 hatte sich der Anteil KI-generierter Inhalte von 8,5 Prozent auf 19 Prozent mehr als verdoppelt.
  • Aktuell fluten vor allem immer mehr KI-generierte Videos das Internet. Das gilt nicht nur für digitale Medien, sondern vor allem für Portale wie YouTube, von wo aus solche Clips weiterverbreitet werden. Das Problem: Statt handgemachter Unterhaltung, nerdigen Inhalten oder hochwertigen Dokumentationen landen immer mehr KI-Schrott und Fake-Videos im Netz. Oder kurzum: Beiträge, die nur darauf abzielen, Klicks zu erzielen oder manipulative Inhalte zu verbreiten.
  • Die viel größere Gefahr geht zwar von sogenannten Deepfakes aus. Also: Von Audio- und Videoaufnahmen, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Gesichter und Personen können so beispielsweise ausgetauscht oder in andere Aufnahmen eingefügt werden. Allerdings ist auch KI-Müll nicht ungefährlich. Denn: In der zunehmenden Schrottflut drohen wichtige und relevante Inhalte unterzugehen.

Warum das Internet zum Endlager für KI-Müll wird

Das Internet verwandelt sich still und heimlich zu einem Endlager für KI-Müll. Denn Künstliche Intelligenz generiert nicht nur Text und Bilder, sondern auch eine Endlosschleife aus Inhalten, die sich gegenseitig referenzieren, kopieren und verdichten.

Diese unsägliche Schrottlawine verschüttet nicht nur Relevanz. Sie untergräbt Diskurs, Demokratie und Fakten. Die traurige Folge: Was im Netz sichtbar ist, ist nicht mehr zwangsläufig relevant oder wertvoll, sondern auch nur algorithmisch anschlussfähig.

Der Preis, den wir für diese Entwicklung zahlen, ist jedoch horrend. Denn er wird nicht nur kulturell und gesellschaftlich sondern auch physisch spürbar. Rechenzentren und Serverfarmen sprießen beispielsweise schneller aus dem Boden als jede Müllkippe, fressen so viel Energie wie ganze Metropolen und saufen Wasser zur Kühlung, das in manchen Regionen zunehmend zu einem knappen Gut wird. Alles zulasten des Klimas.

Zeitgleich verkaufen Großkonzerne und die Politik Zukunftsversprechen wie die Kernfusion oder Mini-Atomkraftwerke als Alibi für einen Energiehunger, den sie nicht nur selbst entfacht haben, sondern der teilweise Verschwendung gleichkommt. Was ich damit meine: KI-Müll erscheint oftmals harmlos. Doch sowohl Deepfakes als auch Fantasiewelten oder Katzenvideos sind gezielt platziert, um Ängste, Unterhaltung oder Emotionen zu triggern.

Wer glaubt, dass in einem dringend benötigten KI-Müll-Endlager nur belangloser Abfall landen würde, übersieht die Gefahr, dass dieser Müll wirkt, weil er geglaubt werden will – und geglaubt wird.

Reaktionen und Stimmen

  • Akhil Bhardwaj, Professor an der School of Management der University of Bath, gegenüber dem Guardian: „KI-Schrott überschwemmt das Internet mit Inhalten, die im Grunde genommen Müll sind. Diese Verschrottung ruiniert Online-Communities. Eine Möglichkeit, KI-Schrott zu regulieren, besteht darin, sicherzustellen, dass er nicht monetarisiert werden kann, wodurch der Anreiz für seine Erstellung wegfällt.“
  • Moderator, Schauspieler und Komiker John Oliver in seiner wöchentlichen HBO-Show: „Es geht nicht nur darum, dass wir uns von gefälschten Inhalten täuschen lassen können, sondern dass deren bloße Existenz es böswilligen Akteuren ermöglicht, echte Videos und Bilder als Fälschungen abzutun. Ich sage nicht, dass es nicht Spaß macht, sich manche dieser Dinge anzusehen, aber ich sage, dass manche davon potenziell sehr gefährlich sind.“
  • Sowohl YouTube als auch Meta setzen auf automatisierte Systeme, um KI-Inhalte zu identifizieren. Während die Videoplattform vor allem gegen minderwertige Inhalte vorgehen will, hat Meta einem Statement zufolge KI-Betrug im Visier: „Zwar werden wir weiterhin Mitarbeiter haben, die Inhalte prüfen, doch diese Systeme werden Aufgaben übernehmen, die sich besser für den Einsatz von Technologie eignen, wie zum Beispiel die wiederholte Überprüfung grafischer Inhalte, in denen böswillige Akteure ihre Taktiken ständig ändern, etwa beim Verkauf illegaler Drogen oder bei Betrugsfällen.“

Lässt sich die KI-Müll-Flut noch stoppen?

Das Problem, ein Endlager für KI-Müll zu finden, ist nicht Folge eines Naturereignisses, sondern menschengemacht. Will heißen: Es ist prinzipiell steuerbar. KI ist zwar zweifellos ein praktisches Werkzeug, wenn sie dabei hilft, Prozesse zu beschleunigen, Diagnosen zu verbessern oder Recherchen zu erleichtern; und zwar auch im Privatbereich.

Doch solange Quantität über Qualität triumphiert, droht das Werkzeug stumpf zu werden. Das gilt auch für den Vertrauensvorschuss vieler Nutzer. Das Problem: Die eigentliche Erosion findet in unseren Köpfen statt. Denn wenn alles potenziell fake ist, verliert auch das Echte an Gewicht, da man schlichtweg kaum noch Inhalten trauen kann.

Diese Unsicherheit sickert längst in klassische Medien durch und stellt deren Glaubwürdigkeit infrage. Doch falls Zweifel zu einer Grundhaltung werden, erreichen wir einen Zustand, in dem Desinformation florieren kann, indem sie Zweifel sät. Die Verantwortung liegt jedoch nicht nur bei Otto Normalnutzern, KI-Spielereien zu unterlassen, sondern vor allem bei den digitalen Plattformen und ihren Betreibern. Denn sie entscheiden, was sichtbar wird und was verschwindet.

Das Problem dabei ist nur, dass die sogenannten sozialen Medien mitunter von KI-Müll und Desinformation profitieren. Nämlich dann, wenn solche Inhalte große Aufmerksamkeit erreichen, was den Betreibern wiederum Werbeeinnahmen beschert. Ohne klare Regeln, transparente Kennzeichnung und echte Konsequenzen bleibt das KI-Müll-Endlager jedoch ein profitabler Dauerzustand.

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In 11 Minuten vollgeladen: BAIC zeigt neuen Natrium-Akku für E-Autos

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Natrium-Ionen-Akku

Das chinesische Unternehmen BAIC hat einen Natrium-Ionen-Akku für Elektroautos vorgestellt, der sich in gerade einmal elf Minuten komplett aufladen lassen soll. 

BAIC hat einen neuen Natrium-Ionen-Akku entwickelt. Die Forschungsabteilung des Pekinger Konzerns schloss damit die Entwicklung eines universellen Akkutechnologiesystems ab. Das Unternehmen stuft den Speicher laut Informationen von IT-Home als bereit für die Massenfertigung ein.

Die Batterie soll sich bei entsprechender Starkstrom-Versorgung innerhalb von nur elf Minuten vollständig aufladen lassen. Diese Geschwindigkeit ermöglicht Tankstopps, die zeitlich an herkömmliche Verbrenner mit Benzin oder Diesel herankommen. BAIC verspricht durch die kurze Ladedauer eine hohe Alltagstauglichkeit für den Langstreckeneinsatz.

Natrium-Ionen-Akku: BAIC nutzt modulare Technik

Die technologische Plattform dient als Grundlage für verschiedene Arten von Batterien. Das System unterstützt neben Natrium-Zellen auch klassische Lithium-Ionen-Varianten sowie Solid-State-Akkus. BAIC reagiert mit diesem modularen Ansatz auf unterschiedliche Anforderungen im Fahrzeugmarkt.

Die Ingenieure des Unternehmens schlossen die Prozesse für die Herstellung und die Testung der einzelnen Zellen ab. Aktuell setzt BAIC den gesamten Produktionsprozess industriell um. Der Konzern sicherte sich die Rechte an dieser Technologie durch 20 angemeldete Patente.

Tochtermarke Stelato zeigt, wie das System in der Praxis funktioniert. Das Unternehmen entwickelte gemeinsam mit Huawei das Fahrzeugmodell S9. Während BAIC das Akkutechnologiesystem liefert, fungiert Huawei als Partner bei der Entwicklung des Gesamtfahrzeugs.

Huawei-Partner im Praxistest

Das Batteriepaket erreicht eine Energiedichte von mehr als 170 Wattstunden pro Kilogramm. Herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus bieten mit 200 bis 250 Wattstunden pro Kilogramm zwar mehr Kapazität, doch die Natrium-Batterie gleicht dies durch den Zeitgewinn aus. Käufer tauschen somit Reichweite gegen die extrem kurze Ladedauer von elf Minuten ein.

BAIC liefert den Akku als fertiges Paket inklusive Ladeelektronik und Ummantelung aus. Diese Bauweise erlaubt eine zügige Integration in bestehende Fahrzeugplattformen. Das Unternehmen legt damit die Basis für eine breite Anwendung der Natrium-Technik in der Elektromobilität.

Natrium ist ein wesentlicher Bestandteil von gewöhnlichem Speisesalz und daher leichter verfügbar als Lithium. Hersteller gewinnen diesen Rohstoff unkompliziert und kostengünstig. Im Alltag profitieren Nutzer von einer Technik, die unabhängig von teuren Importen knapper Ressourcen funktioniert. Wie hoch genau die Reichweite des neuen Akkus ist, ist nicht ganz klar. Vergleichbare Natrium-Batterien wie von CATL kommen an die 400 Kilometer heran.

Natrium-Ionen-Akku von BAIC: Leistung bei Kälte

Die neuen Batterien arbeiten in einem Temperaturbereich zwischen minus 40 und plus 60 Grad Celsius. Selbst bei Kälte von minus 20 Grad soll der Speicher noch 92 Prozent seiner Kapazität bereitstellen. Damit verspricht das System eine verlässliche Lösung für den Einsatz in winterlichen Regionen.

Zusätzlich weisen die Zellen eine hohe physikalische Sicherheit gegenüber äußeren Einwirkungen auf. Die Batterie übersteht mechanische, elektrische oder thermische Belastungen ohne Brandentwicklung. Damit positioniert der Konzern das System als sicherere Option gegenüber klassischen Lithium-Speichern.

Der Fortschritt könnte den weltweiten Wettbewerb um effiziente Speicherlösungen beschleunigen. In diesem Umfeld präsentierten der Akkuriese CATL und der Autokonzern Changan bereits den ersten serienreifen Elektro-Pkw mit dieser Technik. BAIC bereitet nun die industrielle Umsetzung vor, um die eigene Lösung zeitnah zu verbauen.

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5 Aufgaben, die KI-Agenten eigenständig erledigen – oft unbemerkt

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KI-Agenten Aufgaben

In vielen Unternehmen sind KI-Systeme längst mehr als digitale Assistenten. Sie greifen in Prozesse ein, treffen Vorentscheidungen und übernehmen eigenständig Aufgaben, für die früher teilweise ganze Teams zuständig waren.

Die Diskussion um Künstliche Intelligenz hat in vielen Unternehmen eine neue Phase erreicht. Nach der ersten Welle experimenteller Anwendungen wie Textgenerierung, Automatisierung von E-Mails oder einfachen Analyseprozesse geht es nun um deutlich mehr. Nämlich um autonome Systeme, die Entscheidungen eigenständig vorbereiten und ausführen können.

KI-Agenten markieren dabei einen entscheidenden Übergang. Sie reagieren nicht mehr nur auf Eingaben, sondern handeln innerhalb definierter Systeme eigenständig. Bereits 2025 belegte eine Analyse etwa, dass rund ein Drittel der Unternehmen KI-Tools einsetzt.

Rund neun Prozent hatten die Technologie damals vollständig in ihre Prozesse integriert. Was neu ist: Der Deutsche Mittelstands-Index zeigt, dass die Nutzung von Künstlicher Intelligenz mittlerweile deutlich gestiegen ist.

Wie stark nutzen Unternehmen bereits KI-Agenten?

Mehr als jedes zweite mittelständische Unternehmen nutzt oder testet inzwischen KI-Lösungen. Das entspricht einem Plus von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Besonders dynamisch entwickele sich der Einsatz von KI-Agenten: 16,6 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits auf die Technologie, die eigenständig Aufgaben übernimmt und Prozesse orchestriert. Damit habe sich dieser Anteil fast verdoppelt.

Trotz dieses Booms bleibt ein Spannungsfeld bestehen. Während Vorreiter durch Agenten massive Effizienzsprünge verzeichnen, kämpft ein Drittel der Unternehmen noch mit der strategischen Orientierung.

Der Grund: Datenschutzbedenken, Fachkräftemangel und isolierte Datensilos, die KI-Agenten keinen echten Kontext bieten. Doch auch ohne Profi für Künstliche Intelligenz zu sein, kann die Technologie einige Aufgaben automatisch übernehmen.

Diese Aufgaben können KI-Agenten automatisch übernehmen

Das Fraunhofer-Institut hat eine Studie veröffentlicht, die sich mit dem Verständnis von KI-Agenten und deren gezielten Einsatz beschäftigt. Mit dem Konzept des „Agentic Level“ können Unternehmen bewerten, ob ein System als KI-Agent gilt und welche Risiken und Potenziale damit verbunden sind.

Die Analyse beschäftigt sich außerdem mit den unterschiedlichen Einsatzbereichen und liefert praxisnahe Handlungsempfehlungen für den erfolgreichen Einsatz.

Basierend auf den Anwendungsfeldern, die das Fraunhofer IAO als besonders geeignet für KI-Agenten identifiziert hat, zeigen wir dir fünf konkrete Aufgabenbereiche, in denen Agenten 2026 das Ruder übernommen haben.

1. Technischer Support ohne klassische Eskalation

KI-Agenten im Kundenservice agieren heute weit über die Fähigkeiten klassischer Chatbots hinaus. Ihr entscheidender Vorteil liegt in der Kopplung von Sprachverständnis mit aktiver Werkzeugnutzung.

Ein Agent nimmt eine Störungsmeldung nicht nur entgegen, sondern greift über Schnittstellen direkt auf die System-Logs des Kunden zu. Er führt eigenständig Diagnosen durch, prüft Konfigurationen und leitet Reparaturprozesse oder Resets ein, ohne dass ein menschlicher Techniker intervenieren muss.

Das senkt die Wartezeiten für Kunden massiv und entlastet Personal durch geringere Bearbeitungszeiten.

2. Ein Vertrieb, der Chancen erkennt, bevor sie sichtbar werden

Im modernen Vertrieb übernehmen KI-Agenten bereits Recherchephase. Der Vorteil dieser autonomen Systeme ist ihre Fähigkeit zur „Perzeption“: Sie scannen das Web nach Signalen wie aktuellen Firmennews, Social-Media-Aktivitäten oder Quartalsberichten potenzieller Kunden.

Durch den Abgleich dieser Echtzeit-Daten mit dem internen CRM-Profil bewerten sie selbstständig die Abschlusswahrscheinlichkeit. Das Sales-Team erhält so eine vorqualifizierte Liste und kann seine Energie ausschließlich auf den persönlichen Abschluss konzentrieren, anstatt Stunden mit der Datenpflege zu verschwenden.

3. Marketing als Echtzeit-System

Die Stärke von KI-Agenten im Marketing liegt in der Orchestrierung komplexer Kampagnen über mehrere Kanäle hinweg. Ein Agent kann kontinuierlich das Klick- und Kaufverhalten der Nutzer analysieren und passt darauf basierend die Content-Distribution in Echtzeit an.

Er erstellt nicht nur individuelle Teaser oder Grafiken für verschiedene Zielgruppen, sondern entscheidet auch autonom über den optimalen Ausspielungszeitpunkt und das Budget-Shifting zwischen den Plattformen. Für Unternehmen bedeutet das eine Steigerung der Konversionsraten bei sinkendem Steuerungsaufwand.

4. Multi-Agenten-basiertes Projektmanagement

Innerhalb der internen Organisation können KI-Agenten als proaktive Koordinatoren fungieren. Der Vorteil liegt darin, dass Agenten Ticketsysteme, Fristen und Mitarbeiterkapazitäten simultan überwachen können.

Droht eine Verzögerung in einem Teilprojekt, kommuniziert der Agent direkt mit den betroffenen Schnittstellen-Agenten, berechnet alternative Szenarien und passt die Ressourcenplanung in den Management-Tools autonom an.

5. Risiken KI-gestützt managen

KI-Agenten transformieren die Rechts- und Compliance-Abteilung von einer reaktiven in eine präventive Einheit. Ein spezialisierter Agent kann permanent regulatorische Veröffentlichungen und Gesetzesänderungen auf globaler Ebene scannen.

Durch die Fähigkeit zur logischen Schlussfolgerung erkennt er sofort, welche internen Richtlinien oder Lieferketten-Prozesse von einer neuen Regelung betroffen sind. Er erstellt eigenständig Entwürfe für notwendige Anpassungen und schlägt konkrete Handlungsanweisungen vor.

Die Entwicklung zeigt: KI-Agenten sind 2026 keine bloßen Werkzeuge mehr, sondern digitale Teammitglieder. Wie das Fraunhofer IAO betont, liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Fähigkeit der Systeme, Probleme zu verstehen und eigenständig Lösungswege über Schnittstellen zu gehen.

Um vom Potenzial der KI-Agenten zu profitieren, müssen Unternehmen allerdings in eine saubere Datenarchitektur investieren und ihre Mitarbeiter durch gezielte Weiterbildung in die Rolle von fähigen KI-Managern versetzen.

Fazit: KI-Agenten in Unternehmen

Von den fünf Einsatzbereichen dürfte der technische Support für den deutschen Mittelstand den schnellsten Return liefern. Der Grund: Support-Prozesse sind oft standardisiert, datenreich und wiederholbar  und damit eine ideale Voraussetzungen für den Einsatz von KI-Agenten. Wer hier ansetzt, kann Beschäftigte spürbar entlasten, ohne gleich die gesamte Unternehmensstruktur umbauen zu müssen.

Deutlich komplexer wird es beim Compliance-Einsatz. Denn gerade für kleinere Unternehmen ohne eigene Rechtsabteilung klingt ein KI-Agent, der regulatorische Änderungen automatisch erkennt, verlockend. Doch genau hier ist das Risiko am größten. Wer blind auf die Einschätzung eines Agenten vertraut, riskiert teure Fehler. Unsere Empfehlung: Klein starten, im Support Erfahrung sammeln und erst dann in sensiblere Bereiche skalieren.

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Börsenreif um jeden Preis: OpenAI vollzieht radikalen Strategiewechsel

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OpenAI Börse Strategiewechsel ChatGPT

OpenAI hat einen radikalen Kurswechsel vollzogen. Das Unternehmen hat nicht nur mehrere ChatGPT-Funktionen eingestampft, sondern auch seine pompös angekündigte Video-KI Sora. Hintergrund sind nicht nur aus dem Ruder gelaufene Kosten, sondern offenbar auch interne Differenzen. Zudem strebt OpenAI an die Börse. Eine kommentierende Analyse.

Strategiewechsel: Was ist bei OpenAI passiert – und warum jetzt?

  • OpenAI hat überraschend seine Video-KI Sora eingestampft. Laut Financial Times (€) sind relativ hohe Verluste von bis zu einer Million US-Dollar pro Tag dafür verantwortlich. Hinzu dürfte der gigantische Ressourcenverbrauch kommen. Denn Videogeneratoren benötigen weitaus mehr Rechenpower sowie Strom und Kühlung als Sprachmodelle. Mit dem Aus von Sora dürfte auch ein Milliarden-Deal mit Disney Geschichte sein, das Futter in Form von Disney-Videos liefern wollte.
  • Mit einem sogenannten Erotikmodus wollte OpenAI einen Chatbot für Erwachsene etablieren, in dem es heiß hergeht. Doch bereits unmittelbar nach der Vorstellung im Oktober 2025 geriet das Vorhaben massiv in die Kritik. Eigentlich sollte der Erotikmodus im Februar 2026 starten. Doch wie das Wall Street Journal (€) berichtet, gab es nicht nur technische Probleme mit der Alterskontrolle sowie eine hohe Fehlerrate. Auch interne Differenzen und ein drohender Imageverlust haben nun dafür gesorgt, dass das Projekt zunächst einmal auf Eis liegt.
  • Bereits seit Oktober 2025 kursieren Gerüchte, dass OpenAI einen Börsengang anstrebt. Die Anzeichen dafür verdichten sich aktuell immer mehr. Doch aufgrund der komplizierten Struktur des Unternehmens sowie der eigenen ethischen Ansprüche droht ein Drahtseilakt. Im Gegensatz zu Einnahmen durch Werbeanzeigen oder dem Versuch, weitere zahlende Abonnenten zu gewinnen, verspricht ein Gang an die Börse deutlich mehr und schneller Kapital. Und das wird dringend benötigt.

OpenAI hat sich mit seiner Funktionsflut selbst geschadet

OpenAI hat sich in seiner eigenen Funktionsflut verheddert und viel ausprobiert, aber nichts wirklich zu Ende gedacht. Die bittere Folge: ChatGPT konnte dadurch zwar viel, aber nichts wirklich richtig. Hinzu kommt, dass sowohl Sora als auch zahlreiche neue Funktionen wie der Erotikmodus viel Geld verschlungen haben.

Mit seinen Werbemodellen kommt OpenAI zudem nicht aus den Startlöchern. Im Gegenteil: Erste Versuche wurden von Nutzern als absolut nervig empfunden. Da die KI-Branche ein wirtschaftlich noch relativ unerschlossenes Feld ist, sind neue Ansätze und Versuche zwar verständlich und in gewissem Maß sogar löblich. Doch OpenAI hat es schlichtweg übertrieben – zumal das Unternehmen nach wie vor keinen Gewinn verzeichnet.

Das Aus von Sora und das Einfrieren des Erotikmodus markieren mehr als nur gescheiterte Experimente. Sie stehen sinnbildlich für eine strategische Zersplitterung, mit der sich OpenAI letztlich selbst geschadet hat – vom mehr als fraglichen Deal mit dem US-Militär ganz zu schweigen.

Heißt unterm Strich: Während OpenAI an einem Funktionsflickenteppich gebastelt hat, ist die Konkurrenz um Anthropic und Google im Kerngeschäft enteilt. Der nun erfolgte Kurswechsel hin zu einem leistungsstärkeren GPT ist daher weniger Vision als Notbremse. Doch die Rückbesinnung auf essentielle Kernkompetenzen kommt spät, vielleicht sogar zu spät. Denn mit seinen zahlreichen Fehltritten hat OpenAI nicht nur Zeit verloren, sondern auch Vertrauen verspielt.

Stimmen und Reaktionen

  • In einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) ließ das Sora-Team im Namen von OpenAI verlauten: „Wir verabschieden uns von Sora. An alle, die mit Sora etwas geschaffen, es geteilt und eine Community darum herum aufgebaut haben: Vielen Dank. Was ihr mit Sora geschaffen habt, war wichtig, und wir wissen, dass diese Nachricht enttäuschend ist. Wir werden bald weitere Informationen veröffentlichen, darunter Zeitpläne für die App und die API sowie Details zur Sicherung eurer Arbeiten.“
  • Fidji Simo, CEO of Applications bei OpenAI, in einem All-Hands-Meeting, das CNBC transkribiert hat: „Unsere Chance besteht nun darin, diese 900 Millionen Nutzer zu Anwendern mit hohem Rechenbedarf zu machen. Das werden wir erreichen, indem wir ChatGPT in ein Produktivitätswerkzeug verwandeln. Was für uns im Moment wirklich zählt, ist, konzentriert zu bleiben und unsere Leistung absolut perfekt umzusetzen.“
  • Ein Disney-Sprecher erklärte, das Unternehmen respektiere „die Entscheidung von OpenAI, sich aus dem Geschäft mit der Videogenerierung zurückzuziehen und seine Prioritäten anderweitig zu setzen. Wir schätzen die konstruktive Zusammenarbeit zwischen unseren Teams und die Erkenntnisse, die wir daraus gewonnen haben. Und wir werden weiterhin mit KI-Plattformen zusammenarbeiten, um neue Wege zu finden, unsere Fans dort abzuholen, wo sie sind – und gleichzeitig neue Technologien verantwortungsbewusst einzusetzen, die geistiges Eigentum und die Rechte der Urheber respektieren.“

OpenAI plant größten Börsengang aller Zeiten

Hinter dem Strategiewechsel von OpenAI zeichnet sich vor allem eines ab: die Börsenreife um jeden Preis. Doch ein IPO, der Ende 2026 oder Anfang 2027 kommen könnte, verlangt klare Zahlen, skalierbare Modelle und Nutzerwachstum. Spielereien wie ein Erotikmodus oder die Video-KI Sora, die technisch zwar beeindruckend war, jedoch hinsichtlich Urheberrecht, Datenschutz und Monetarisierung undurchdacht war, passen nicht in dieses Bild.

Stattdessen will OpenAI künftig auf Nützlichkeit und Monetarisierung mit System setzen. Heißt konkret: neue Tarife, sinnvolle Werbeformate und die Transformation von ChatGPT zu einer Plattform, die nützlich und weniger unterhaltend ist. Die bittere Wahrheit: OpenAI hätte all das schon haben können.

Doch statt zu überlegen, was wirklich sinnvoll ist, hat das Unternehmen ausprobiert, was technisch möglich ist – und damit Millionen verbrannt. Dennoch könnte man gerade noch so die Kurve bekommen. Allem Anschein nach will OpenAI ChatGPT nämlich nicht nur (wieder) zu einem nützlichen Assistenten machen, sondern als Betriebssystem etablieren.

Denn: Während das Unternehmen auf der einen Seite innerhalb seines Chatbots aufräumt, erschließt man bereits andere Bereiche. Das Sora-Team soll sich dem Vernehmen nach künftig etwa auf Robotik-Anwendungen konzentrieren.

Mit der Verpflichtung des OpenClaw-Entwicklers Peter Steinberger hat OpenAI zudem bereits nötige Expertise für komplexe und praktische Anwendungen eingekauft, um im Wettbewerb mit Google und Anthropic Unternehmenskunden für sich zu gewinnen.

Fazit: OpenAI hat sich mit seinem Strategiewechsel eine letzte Chance erkauft. Die Idee, ChatGPT als eine Art Betriebssystem zu etablieren, hat zwar Potenzial. Doch nach vielen kostspieligen Irrwegen muss das Unternehmen jetzt liefern. Nicht mit Ankündigungen, sondern mit einem Produkt, das den Alltag der Nutzer tatsächlich besser macht.

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Apple greift Adobe an: Alles, was du zum Creator Studio wissen musst

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Apple Kreativ-Abo Creator Studio Mac MacBook iPad

Apple macht mit dem neuen Kreativ-Abo „Creator Studio“ seine Tools für Video, Musik und Design künftig in einem Software-Bündel im monatlichen Abo verfügbar. Damit greift der US-Konzern gezielt Platzhirsch Adobe an, bei dem die Creative Cloud bereits seit Jahren im Abo erhältlich ist. Doch was bietet das Angebot von Apple und kann es mit Adobe mithalten?

Die Creative Cloud von Adobe mit Apps wie Photoshop, Indesign und Co. hat mit seinem Abo-Modell klassische Einmalkäufe im Bereich von Kreativsoftware weitgehend abgelöst. Inzwischen stellt die Creative Cloud einen Großteil des Gesamtumsatzes des Unternehmens dar.

Allein im Geschäftsjahr 2024 konnte Adobe mit seinem Creative Cloud-Angebot einen Nettoumsatz von rund 12,6 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Damit hat sich der Nettoumsatz innerhalb von fünf Jahre nahezu verdoppelt, denn im Jahr 2019 lag die Zahl noch bei 6,48 Milliarden US-Dollar.

Mit dem neuen Creator Studio folgt nun auch Apple diesem lukrativen Modell und bündelt seine Kreativ-Tools erstmals in einem monatlichen Abo. Wir haben zusammengetragen, was sich nun für Nutzer ändert.

Creator Studio: Was bietet das Kreativ-Abo von Apple?

Apple hat in seinem neuen Abo alle hauseigenen Kreativ-Apps zusammengefasst. Künftig sind also die folgenden Apps in einem Bundle im Abo erhältlich:

  • Final Cut Pro für Mac 12.0
  • Final Cut Pro für iPad 3.0
  • Logic Pro für Mac 12.0
  • Logic Pro für iPad 3.0
  • Pixelmator Pro für Mac 4.0
  • Pixelmator Pro für iPad 4.0
  • Motion 6.0 (Mac)
  • Compressor 5.0 (Mac)
  • MainStage 4.0 (Mac)
  • Pages 15.1 (Mac, iPad und iPhone)
  • Numbers 15.1 (Mac, iPad und iPhone)
  • Keynote 15.1 (Mac, iPad und iPhone)

Während Keynote, Pages, Numbers und Freeform weiterhin für alle Mac-Nutzer kosten­los bleiben, erhalten die Apps im Abo zusätzliche Funktionen. Dazu gehören laut Apple Premium-Vorlagen, eine Biblio­thek mit hoch­wertigen lizenz­freien Fotos und Grafiken sowie KI-Funktionen.

Die Apps können wie gehabt ganz normal über den App Store heruntergeladen werden. Dabei kannst du wählen, ob du alle Apps im Paket auf einmal oder Apps einzeln herunterladen möchtest.

Im Gegensatz zu Adobe bietet Apple auch weiterhin die Möglichkeit, trotz des Abos Lizenzen für einzelne Apps zu erwerben. Möchtest du also beispielsweise nur Final Cut Pro nutzen, kannst du diese App weiter über einen einmaligen Kauf erwerben.

Das gilt jedoch nicht für die iPad-Apps. Pixelmator Pro für iPadOS beispielsweise ist ausschließlich als Teil des neuen Kreativ-Abos von Apple erhältlich. Für Nutzer, die bereits Lizenzen für Apps wie Logic Pro, Pixelmator Pro oder MainStage erworben haben, ändert sich hingegen nichts. Sie können ihre Versionen weiterhin verwenden und müssen kein Abo abschließen.

Diese KI-Funktionen bietet das Kreativ-Abo von Apple

Apple hat nach eigenen Angaben „leistungs­starke KI Features“ in seine Apps integriert. Diese bauen zwar laut Apple „auf Apple Intelligence auf­“, werden allerdings von OpenAI unterstützt.

Die Intelligence-Funktionen im neuen Kreativ-Abo unterliegen außerdem einigen Nutzungsbeschränkungen. Diese hängen allerdings laut Apple von „der Komplexität der Abfragen, der Serververfügbarkeit und der Netzwerkverfügbarkeit“ ab.

Nutzer können pro Monat laut Apple mindestens 50 Bilder generieren, 50 Präsentationen (mit jeweils etwa acht bis zehn Folien) erstellen und Moderatornotizen für 700 Folien generieren. Der Status ist dabei jederzeit über das Menü der jeweiligen Programme einsehbar.

Apple weist darauf hin, dass in den Apps versendete Inhalte „niemals zum Trainieren von Intelligence-Modellen verwendet“ werden. Die Funktionen können außerdem nicht in den eigenen ChatGPT-Account integriert werden.

Was kostet das Kreativ-Abo von Apple?

Apple bietet sein Creator Studio beim Kauf eines neuen iPads oder Macs drei Monate kostenlos an. Zusätzlich gibt es zwei verschiedene Abo-Modellen.

Nach einem kostenlosen Probemonat kostet das Abo für neue Nutzer entweder 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro im Jahr. In dieser Variante ist es möglich, über die Familienfreigabe mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern gemeinsam auf ein Abo zuzugreifen.

Für Studierende und Lehrkräfte an Hochschulen ist die Familienfreigabe zwar nicht verfügbar, dafür erhalten sie deutlich günstigere Konditionen. Nach Ablauf des kostenlosen Probe­monats kostet dieses Abo nur 2,99 Euro im Monat oder 29 Euro im Jahr.

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Rettungswerkzeug fürs Auto aus „Höhle der Löwen“: 9 Fragen an Easy Exit Card (+Gewinnspiel)

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Höhle der Löwen Rettungswerkzeug, Easy Exit Card, Notfall, Unfall, Auto

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: Bei den Erfindern vom Rettungswerkzeug Easy Exit Card

Viele kennen den Nothammer im Zug oder irgendwo im Bus, aber im eigenen Auto? Im Notfall liegt oft gar nichts bereit oder das Werkzeug ist gerade nicht greifbar. Genau diese Lücke wollen Bernd Lüke, Stephan Pannhorst und Sylvain Victor schließen.

Die drei Gründer entwickelten ein Rettungswerkzeug im Kreditkartenformat: die Easy Exit Card. Sie passt in jede Sonnenblende oder Mittelkonsole und zertrümmert Seitenscheiben per Federspannung. Mit ihrer Idee konnten die Erfinder Investor Ralf Dümmel in „Die Höhle der Löwen“ überzeugen. Wir haben sie zu ihren Erfahrungen in der Show befragt.

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, für die wir eine kleine Provision erhalten. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung unserer Beiträge.

Easy Exit Card: Das Rettungswerkzeug aus „Die Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo, ihr seid in Staffel 19 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Die Teilnahme an Staffel 19 von „Die Höhle der Löwen“ war für uns eine aufregende und spannende Erfahrung. Wir haben den gesamten Prozess als sehr professionell und gut begleitet erlebt. Natürlich waren wir vor der Aufzeichnung nervös, da man nicht jeden Tag vor Kameras oder Investoren steht.

Gleichzeitig wussten wir, dass unser Produkt mit Sicherheit funktioniert und wir fachlich sehr gut vorbereitet sind. Die Atmosphäre war sehr angenehm, und die Löwen wirkten nahbar. Das hat uns sehr geholfen, uns sicher zu fühlen.

Was macht Easy Exit Card so besonders?

Die Easy Exit Card ist eine Kunststoff-Rettungskarte im Bankkartenformat, die mehrere Vorteile gegenüber klassischen Nothämmern bietet:

Durch ihr platzsparendes Design passt sie problemlos hinter die Sonnenblende und ist dadurch jederzeit griffbereit. Gleichzeitig ist die Handhabung besonders einfach und damit auch für ungeübte Nutzerinnen und Nutzer sicher.

Die Karte ist universell einsetzbar und funktioniert sowohl von innen als auch von außen am Fahrzeug. Zudem lässt sie sich für Geschäftskunden individuell anpassen, etwa durch personalisierte Verpackungen und Branding. In der Hülle ist außerdem ein Gurtschneider integriert.

Ein weiterer Vorteil ist die deutlich reduzierte Fremd- und Eigengefährdung, da die Anwendung mit einer von der Scheibe abgewandten Bewegung erfolgt.

Wie seid ihr auf diese Idee und das Konzept gekommen?

Die Idee entstand 2019 aus unserem Arbeitsalltag in der Cairon Group, die sich mit technischen Produkten und Sicherheitslösungen in der Chip-Karten-Branche beschäftigen. Wir erkannten, dass klassische Nothämmer oft unpraktisch und für Laien schwer zu bedienen sind.

Unser Ziel war es, eine einfache, kompakte und sichere Alternative zu entwickeln, die im Ernstfall Leben retten kann. Die Pandemie verzögerte die Umsetzung, aber seit 2022 arbeiten wir konsequent an der Marktreife.

Rettungskarte fürs Autos aus „Höhle der Löwen“

Und wie seid ihr bei DHDL gelandet?

Wir hatten als Start-up im Produktkontext keine etablierten Kontakte zu Markteilnehmern im Handel und wenig Erfahrung mit klassischen Vertriebsstrukturen im Handel.

„Die Höhle der Löwen“ bot uns die Chance, einen starken Vertriebspartner zu suchen und gleichzeitig eine große öffentliche Reichweite zu nutzen. Die Show war für uns der ideale Weg, um die Easy Exit Card vorzustellen und den Markteintritt zu beschleunigen.

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Kurz vor dem Pitch waren wir etwas angespannt, aber sehr gut vorbereitet. Wir kennen unser Produkt in- und auswendig und hatten eine wertvolle Unterstützung durch das Team von DHDL erhalten.

Die Unsicherheit Anspannung, wie die Löwen reagieren würden, war da – aber wir vertrauten auf unser Konzept und die Live-Demonstration. Die professionelle Begleitung durch das Produktionsteam gab uns noch mehr Sicherheit.

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Die Verhandlungen nach der Show waren konstruktiv und fair. Mit Ralf Dümmel wurde ein erfahrener Investor gefunden, der uns beim Markteintritt und der Skalierung unterstützt.

Die Gespräche konzentrierten sich auf Vertrieb, Logistik und Marktzugang. Der Deal ermöglicht es uns, die Easy Exit Card nachhaltig zu etablieren und zukünftige Erweiterungen des Portfolios umzusetzen..

Rettungswerkzeug aus „Höhle der Löwen“: So geht es mit Easy Exit Card weiter

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt passiert?

Seit dem Dreh haben wir die Markteinführung intensiv vorbereitet: Der Webshop ist bereits online, die Logistik steht, und wir konnten zuverlässige Partner für die Produktion gewinnen.

Zudem sind bereits erste Bestellungen eingegangen, die wir erfolgreich abwickeln konnten. Die Easy Exit Card wird nun schrittweise in verschiedenen Zielgruppen, sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich, eingeführt.

Wie geht es jetzt weiter?

In Zukunft liegt der Fokus auf der Skalierung durch den Ausbau der Vertriebskanäle in Europa sowie auf Kooperationen mit Multiplikatoren wie Automobilherstellern, Versicherungen, Fahrschulen und dem Werbemittelhandel.

Parallel dazu wird die Produktweiterentwicklung vorangetrieben, insbesondere durch die Integration der Karte in bestehende Sicherheitssets, etwa in Erste-Hilfe-Kästen.

Darüber hinaus soll die Markenbekanntheit gezielt gesteigert werden, unter anderem durch eine stärkere Präsenz in den sozialen Medien und in Fachmedien, mit dem Ziel, die Easy Exit Card als Standard für Fahrzeugsicherheit zu etablieren.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei DHDL?

Rückblickend bewerten wir unsere Erfahrungen bei „Die Höhle der Löwen“ durchweg positiv. Die Sendung hat uns nicht nur mit Ralf Dümmel einen sehr starken Partner beschert, sondern auch für enorme öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt.

Die Vorbereitung war professionell, und die Löwen haben wir als fair und authentisch erlebt. Insgesamt war die Teilnahme für uns eine äußerst wertvolle Erfahrung, die uns im Markt deutlich vorangebracht hat. 

Gewinnspiel: Sicher dir das Rettungswerkzeug von Easy Exit Card aus „Höhle der Löwen“

Als Medienpartner verlosen wir das Rettungswerkzeug Easy Exit Card aus „Die Höhle der Löwen“ unter allen Newsletter-Abonnenten von BASIC thinking. Du musst nur bis zum Stichtag am 19. April 2026 (18:00 Uhr) unseren Newsletter abonniert haben und uns bis dahin einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen, warum du das Rettungswerkzeug Easy Exit Card haben möchtest.

Den Gewinner ziehen wir am 19. April 2026 und benachrichtigen ihn anschließend umgehend per E-Mail. Wir wünschen viel Glück!


Einsendeschluss ist Montag, der 19. April 2026, 18 Uhr. Die Teilnahme erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Jeder Teilnehmer kann nur einmal mitmachen. Es werden ausschließlich korrekt ausgefüllte Kommentare in das Auswahlverfahren aufgenommen. Der Gewinner wird per E-Mail informiert. Der Gewinnanspruch verfällt, wenn der Gewinner nicht ermittelbar ist oder sich nicht nach Bekanntgabe des Gewinns beim Veranstalter des Gewinnspiels (BASIC thinking GmbH) meldet. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.

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Neue Spritpreisregeln beschlossen: Das ändert sich jetzt an der Tankstelle

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Spritpreisbremse Kraftstoffmaßnahmenpaket Kartellamt tanken

Als Reaktion auf die stark gestiegenen Kraftstoffpreise hat die Bundesregierung ein neues Kraftstoffmaßnahmenpaket beschlossen. Kern der Maßnahmen: Tankstellen sollen ihre Preise künftig nur noch einmal täglich anpassen dürfen. Zusätzlich wird das Kartellrecht verschärft, um mögliche Preisabsprachen und Marktverzerrungen stärker zu kontrollieren. Beides stellt zwar keine Soforthilfe dar, ist jedoch durchaus sinnvoll. Eine kommentierende Analyse.

Neue Spritpreisregeln: Das steht im Kraftstoffmaßnahmenpaket

  • Das sogenannte Kraftstoffmaßnahmenpaket sieht vor, dass es an Tankstellen in Deutschland nur noch einmal am Tag Preiserhöhungen geben darf – und zwar um 12 Uhr mittags. Senkungen sind jederzeit möglich. Ziel ist es, häufige Preissprünge zu verhindern, um für mehr Transparenz in der Preisgestaltung zu sorgen. Verstöße sollen mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 100.000 Euro geahndet werden.
  • Eine weitere Stellschraube des Pakets: Das Kartellamt soll gestärkt werden. Heißt konkret: Falls die Spritpreise stark steigen, wird die Beweislast künftig umgekehrt. Unternehmen der Mineralölbranche müssen dann etwa nachweisen, dass Preissteigerungen sachlich gerechtfertigt sind. Außerdem soll das Kartellamt die Möglichkeit erhalten, Preissprünge schneller kontrollieren und gegebenenfalls stoppen zu können.
  • Im Bundestag stimmten sowohl die schwarz-roten Regierungsfraktionen als auch die Grünen für den neuen Gesetzesentwurf. AfD und Linke waren dagegen. Mittlerweile hat auch der Bundesrat zugestimmt. Ziel ist es, dass das Kraftstoffmaßnahmenpaket Anfang April 2026 in Kraft tritt. Es soll ein Jahr lang gelten und anschließend erneut überprüft werden.

Keine Wunderwaffe, aber eine transparente Preisuhr an der Tankstelle

Eines muss man der Bundesregierung lassen: Sie hat das Kraftstoffpaket nicht als Wunderwaffe verkauft, sondern als Werkzeugkasten. Es dürfte langfristig für mehr Transparenz an der Zapfsäule sorgen und die Profitgier der Raffinerien und Mineralölkonzerne eindämmen – zumindest, sofern die neuen Kartellbefugnisse auch rigoros umgesetzt werden.

In einer Zeit, in der die Politik zunehmend populistischen Versprechen verfällt, erscheint das fast schon erschreckend erfrischend. Fakt ist aber auch: Das Paket wird kurzfristig vermutlich nicht zu spürbaren Entlastungen führen. Doch wer es als simulierte Hilfe oder gar nutzlos deklariert, der irrt.

Mit der Maßnahme gibt es künftig nämlich eine gewisse Preisuhr an Tankstellen, die dafür sorgen wird, dass Großkonzerne Pendler- und Stoßzeiten im Verkehr weitaus weniger ausnutzen können. Denn: Während sich Großunternehmen bislang häufig die Taschen vollgestopft haben, waren nicht nur Verbraucher, sondern auch die Tankstellenbetreiber die Gelackmeierten.

Dass das Kartellamt künftig schärfer hinschauen darf, ist deshalb mehr als Symbolpolitik. Es ist auch ein spätes Eingeständnis, dass der Markt eben nicht so frei ist, wie er sich gerne gibt oder dargestellt wird. Stichwort: Preisabsprachen. Kurzfristig heißt es dennoch durchzuhalten. Sollten sich die Spritpreise aber mittelfristig nicht stabilisieren, sollte man über echte Entlastungsmaßnahmen nachdenken.

Und zwar vor allem für die, die sie am meisten brauchen. Eine Pendlerpauschale würde zwar langfristig auf dem Papier helfen, jedoch nicht beim nächsten Tankstopp. Deshalb bräuchte es zweifellos eine Entlastung in Form eines Tankrabatts. Aber nur für geringe und mittlere Einkommen und nicht für Porsche-Fahrer.

Stimmen

  • Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) im Deutschen Bundestag zum beschlossenen Maßnahmenpaket: „Wir handeln mit Augenmaß. Was wir 20 Tage nach dem Krieg nicht brauchen, ist Aktionismus. Benzinpreisbremsen, Tankrabatte, Übergewinnsteuer: Wir müssen überlegen, welche Kosten solche Maßnahmen verursachen und wo der Nutzen ist. Denn die größten Nutznießer sind in der Regel nicht die Adressaten. Was wir jetzt brauchen, sind gezielte steuernde Eingriffe, die Fairness und Transparenz in den Märkten garantieren.“
  • Das Bundeskartellamt begrüßt das Maßnahmenpaket der Bundesregierung. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Grundlage des Handelns des Amtes ist das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen. Auf der Grundlage dieses Gesetzes kann das Amt ad hoc keine Preissenkungen verfügen; hierfür gibt es entgegen vereinzelter öffentlicher Forderungen kein kartellgesetzliches Instrumentarium. Preissenkungen auf Knopfdruck gibt das Kartellgesetz nicht her. Der Gesetzgeber hat das Amt vor allem damit betraut, wettbewerbliche Strukturen und Prozesse zu schützen. Es kann in diesem Rahmen prüfen, ob ein Preis missbräuchlich überhöht ist.“
  • Ökonom Justus Haucap, Direktor des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE), in einem Interview mit Phoenix: „Die wirksamsten Maßnahmen werden wohl die sein, über die wir gar nicht reden, nämlich die Verschärfung des Kartellrechts. Dazu muss man wissen: Das Kartellrecht sorgt für Maßnahmen, die eher langfristig wirken. Das Kartellamt kann jetzt deutlich einfacher vorgehen, und davon verspreche ich mir einiges. Die Preisänderungen an der Tankstelle mögen eine gewisse Vereinfachung beim Preisvergleich schaffen, aber letztendlich würde ich nicht davon ausgehen, dass das nachhaltig und langfristig zu Preissenkungen führt.“

Was bringen die neuen Spritpreisregeln wirklich?

Die bittere Wahrheit ist, dass das Kraftstoffmaßnahmenpaket kurzfristig nicht die Spritpreise drücken, sondern höchstens ihre Sprunghaftigkeit zähmen wird. Doch es ist langfristig keineswegs falsch. Wer an dieser Stelle behaupten mag, dass die Spritpreise um 12 Uhr mittags deshalb höher als zuvor angesetzt würden, dem sei ein Blick in die neuen Befugnisse des Kartellrechts geraten, die in der gesamten Debatte meist komplett untergehen.

Vielleicht braucht es aber ohnehin eine andere Art der Aufklärung. Denn weder die Menschen hinter der Tankstellenkasse noch „die Politik“ sind die Bösewichte, auch wenn sich das im Alltag leichter erzählen lässt. Die Preise sind ein Echo globaler Konflikte und einer Weltordnung, die aktuell von Grund auf neu geschrieben wird.

Langfristig liegt die eigentliche Antwort abseits der Tankstelle. Weniger Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen, mehr erneuerbare Energien und die Elektromobilität sind künftig schlichtweg die sinnvolle Realität, wenn man hohen Energiekosten aus dem Weg gehen und künftige Generationen vor den Folgen des Klimawandels schützen will.

Doch nur wenn es Deutschland gelingt, diese Realität zu akzeptieren und reaktionäre Rückfälle zu überwinden, dann werden nicht nur das gesamte Land, die Wirtschaft und das Klima profitieren. Denn dann werden andere Nationen in einigen Jahren voller Neid und Eingeständnis zu uns heraufblicken.

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TSUN DCU2000Lite: Die neue Generation Solarspeicher für Balkonkraftwerke von Powerness

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TSUN DCU2000Lite

Powerness bringt mit dem TSUN DCU2000Lite einen modularen, steckerfertigen Solarspeicher, der Balkon- und Klein-PV-Anlagen deutlich leistungsfähiger macht. Praktisch: Kunden können das Gerät an acht Standorten in Deutschland selbst abholen und so Versandkosten sparen. Wir zeigen dir alles, was du über den Solarspeicher wissen musst.

Der TSUN DCU2000Lite von Powerness ist ein Plug-&-Play-Solarspeicher, der speziell für Balkonkraftwerke und kleine PV-Heimspeicher konzipiert wurde. Er kombiniert langlebige Industrie-Akkuzellen mit einem modularen, kabellosen Stapel-Design und bringt damit eine flexible Speicherlösung, die sich leicht nachrüsten lässt.

Powerness bietet den Speicher einzeln sowie in vorkonfigurierten Sets mit Mikro-Wechselrichtern und bifazialen Solarmodulen an — ideal, wenn sofort einsatzbereite Komplettpakete gewünscht sind.

Zum TSUN DCU2000Lite

Was der TSUN DCU2000Lite auszeichnet

Technisch bietet der TSUN DCU2000Lite einige Eigenschaften, die ihn für Balkonkraftwerk-Besitzer attraktiv machen:

  • 314 Ah Industrie-Akkuzellen für hohe Lebensdauer und Zuverlässigkeit;
  • Modulares Stapel-Design (kabellos) – Speichergrößen von 2 bis 10 kWh möglich;
  • 2400 W PV-Eingang mit Dual-MPPT für optimierten Solarertrag, auch bei teilweiser Verschattung;
  • Kompatibel mit rund 99 % aller Mikro-Wechselrichter — nachrüstbar und flexibel;
  • IP65-Gehäuse und App-Steuerung – geeignet für Innen- und Außenmontage.

Verfügbare Sets — von Solo bis Komplettpaket

Powerness bietet den TSUN DCU2000Lite einzeln sowie als Kombi-Sets an. Direktlinks zu den Angeboten:

Warum das Gerät besonders für Balkonkraftwerke sinnvoll ist

Viele Balkonkraftwerke produzieren deutlich mehr Strom in den Spitzenstunden, als direkt verbraucht werden kann. Der TSUN DCU2000Lite speichert Überschussenergie und macht sie nutzbar — am Abend, bei Bewölkung oder wenn der Verbrauch kurzfristig steigt. Die Dual-MPPT-Eingänge erlauben die optimale Nutzung getrennter Modulstränge (z. B. bei unterschiedlicher Ausrichtung oder teilweiser Verschattung). Das modulare Stapel-Design ermöglicht, klein zu starten und später Kapazität zu ergänzen.

Installation, Kompatibilität und Nutzung

Der Speicher ist als Nachrüstlösung ausgelegt und lässt sich mit den gängigen Mikro-Wechselrichtern koppeln. Dank Plug-&-Play-Ansatz sind keine komplexen Umbauten nötig — für viele Anwender reicht eine einfache Montage und Inbetriebnahme per App. Der IP65-Schutz erweitert die Einsatzmöglichkeiten auf geschützte Außenbereiche, etwa Balkone mit Überdachung oder Terrassen.

Selbstabholung bei Powerness — Kosten sparen und sofort loslegen

Powerness betreibt acht Abholstandorte in Deutschland: Mönchengladbach, Weinheim, Berlin, Hamburg, Tuningen, Riegelsberg, München und Westerkappeln. Wer die Selbstabholung wählt, profitiert von günstigeren Preisen gegenüber Versand und kann das Gerät oft schneller in Betrieb nehmen. Gerade bei größeren Komplettsets lohnt sich die Abholung finanziell.

Für wen sich der TSUN DCU2000Lite eignet

  • Balkon-PV-Besitzer, die Überschuss speichern und Eigenverbrauch erhöhen wollen;
  • Haushalte, die klein anfangen und später Kapazität modular erweitern möchten;
  • Dachwohnungen oder Gärten mit teilweiser Verschattung dank Dual-MPPT;
  • Kunden, die Wert auf einfache Nachrüstbarkeit und App-Steuerung legen.

Kurzfazit

Der TSUN DCU2000Lite ist eine durchdachte, modulare Speicherlösung für alle, die ihre Balkon- oder Klein-PV-Anlage effizienter nutzen wollen. Langlebige Akkuzellen, hoher PV-Eingang mit Dual-MPPT und die Möglichkeit zur Selbstabholung an acht Standorten machen das Angebot besonders attraktiv. Ob Solo-Speicher oder Komplettset mit Wechselrichter und bifazialen Modulen — Powerness bietet passende Konfigurationen für verschiedene Bedürfnisse.

Zum Powerness-Angebot

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Wasserstoff-Eisen-Batterie speichert Strom tagelang – und hält bis zu 25 Jahre

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Wasserstoff-Eisen-Flussbatterie

Eine neue Wasserstoff-Eisen-Flussbatterie des niederländischen Unternehmens Elestor könnte die Energiewende mit günstigen und langlebigen Netzen für Wind und Solar revolutionieren. Doch wie funktioniert die Technologie und welche Vorteile bringt sie gegenüber herkömmlichen Stromspeichern?

Das niederländische Unternehmen Elestor aus Arnheim hat eine Wasserstoff-Eisen-Flussbatterie zur langfristigen Stabilisierung von Stromnetzen entwickelt. In realistischen Tests soll das System einen hohen Wirkungsgrad erreichen und zehntausende Ladezyklen absolvieren, wobei die Leistung stabil blieb. Basierend auf diesen Daten rechnen die Entwickler laut einem Bericht mit einer möglichen Betriebsdauer von 20 bis 25 Jahren.

Für eine Energieversorgung mit einem hohen Anteil an Wind- und Solarkraft gewinnen Langzeitspeicher massiv an Bedeutung. Diese Systeme halten Energie über mehrere Tage oder während längerer Dunkelflauten verfügbar. Unter einer Dunkelflaute versteht man Zeiträume, in denen aufgrund von Windstille und Wolkenbildung kaum regenerative Energie produziert wird. Während herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien vor allem kurzfristige Schwankungen im Bereich weniger Stunden ausgleichen können, verfolgen Flussbatterien einen weitaus längeren Speicheransatz.

Wie die neue Wasserstoff-Eisen-Flussbatterie Energie speichert

Im Gegensatz zu klassischen Batterien speichern Flussbatterien die Energie in einem flüssigen Elektrolyten, der durch ein elektrochemisches Reaktorsystem zirkuliert. Dieses Prinzip ermöglicht eine getrennte Skalierung von Leistung und Speicherkapazität. Der elektrochemische Zellstapel bestimmt dabei die Leistung, während die Größe der installierten Tanks die Energiemenge vorgibt.

Die Technologie von Elestor nutzt die chemische Reaktion zwischen gasförmigem Wasserstoff auf der Anodenseite und einer flüssigen Eisenlösung auf der Kathodenseite. Das System basiert auf dem Redoxpaar Fe3+/Fe2+ und kombiniert so einen Wasserstoffkreislauf mit einem wässrigen Elektrolyten. Beim Laden und Entladen laufen diese chemischen Prozesse in jeweils umgekehrter Richtung ab.

Die Entwickler testeten einen großformatigen Zellstapel unter industriellen Designprinzipien und realistischen Betriebsbedingungen. Das System soll dabei einen elektrochemischen Wirkungsgrad von über 80 Prozent erreicht haben. Automatisierte Steuerungen überwachten permanent alle Parameter, um eine hohe Stabilität im täglichen Netzbetrieb zu gewährleisten.

Effizienz und Stabilität der Stromspeicher

Der Rundlaufwirkungsgrad des Gesamtsystems, also das Verhältnis von entnommener zu eingespeister Energie, lag bei mehr als 75 Prozent. Die Anlage stellte ihre volle Leistung durch Konditionierungszyklen wieder her, ohne dass Techniker Bauteile austauschen mussten. Das System überstand die intensiven Belastungstests zudem ohne jegliche strukturelle Schäden, so Elestor.

Die Wasserstoff-Eisen-Technologie steht in direktem Wettbewerb zu anderen Langzeitspeichern wie Vanadium-Flussbatterien oder Natrium-Schwefel-Speichern. Auch Pumpspeicherkraftwerke und reine Wasserstoffspeicher bleiben wichtige technologische Alternativen am Markt. Welche Technik sich langfristig durchsetzt, entscheiden maßgeblich die Skalierbarkeit und die künftigen Betriebskosten.

Ein wesentlicher Vorteil des neuen Ansatzes liegt in der Verwendung kostengünstiger Rohstoffe wie Eisen und Wasserstoff. Das Unternehmen schätzt die Kosten für die aktiven Materialien auf etwa 2,80 Euro pro Kilowattstunde. Dadurch umgeht der Hersteller potenzielle Lieferkettenprobleme, die bei Materialien wie Lithium, Kobalt oder Vanadium häufig auftreten.

Wirtschaftlichkeit der neuen Stromspeicher

Optimierte Systeme könnten laut Modellrechnungen des Herstellers langfristig Speicherkosten von etwa 0,02 Euro pro Kilowattstunde erreichen. Ob das System wirklich so günstig arbeitet, muss der Praxistest im großindustriellen Einsatz erst noch zeigen. Bisher stützt sich die prognostizierte Lebensdauer von bis zu 25 Jahren auf eine wissenschaftliche Hochrechnung.

Trotz der Vorteile benötigt die Anlage aufgrund der geringeren Energiedichte mehr Platz als vergleichbare Lithium-Speicher. Die Komplexität mit Pumpen und Wasserstoffmanagement ähnelt eher industriellen Prozessanlagen als klassischen Batterien. Ob die erwartete Praxistauglichkeit dauerhaft eintritt, werden die kommenden Jahre im industriellen Pilotbetrieb zeigen.

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