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Neue KI-Kennzeichnungspflicht der EU: Was sich ab August 2026 ändert

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KI-Kennzeichnungspflicht EU Künstliche Intelligenz

Die KI-Verordnung der EU will einheitliche Regeln für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Europa schaffen. Dazu gehört auch die Kennzeichnung, die transparenter machen soll, welche Inhalte mithilfe von KI erstellt oder verändert wurden. Ab August 2026 gelten strengere Regelungen für die KI-Kennzeichnungspflichten. Das solltest du dann beachten.

Künstliche Intelligenz wird immer häufiger auch im Alltag eingesetzt und oft lassen sich Texte, Bilder und Videos kaum noch von menschlich erstellten Inhalten unterscheiden. Doch mit der wachsenden Nutzung steigen auch die Risiken, etwa durch Desinformation oder täuschend echte Deepfakes.

Mit ihrer KI-Verordnung setzt die EU genau hier an. Denn ab August gelten strenge Kennzeichnungspflichten für KI-Inhalte. Diese sollen für mehr Transparenz sorgen und Unternehmen sowie Content-Ersteller stärker in die Verantwortung nehmen.

Kennzeichnungspflicht für KI: Was sich in der EU ab August 2026 ändert

Ab August 2026 gelten in der EU strengere Vorgaben für den Einsatz Künstlicher Intelligenz und die Veröffentlichung von KI-generierten Inhalten. Denn mit der KI-Verordnung hat die Europäische Union einheitliche Regeln geschaffen, die mehr Transparenz im Umgang mit KI sicherstellen sollen.

Kennzeichnungspflichtig sind dabei zum einen Deepfakes. Das können KI-generierte oder KI-veränderte Bilder, Videos oder Audiodateien sein, die täuschend echt aussehen oder klingen. Ähneln diese „bestehenden Personen, Objekten, Orten, Entitäten oder Ereignissen“ und könnten sie daher „einer Person fälschlicherweise als authentisch oder wahrheitsgetreu erscheinen“, müssen sie laut der Europäischen Kommission künftig gekennzeichnet werden.

Das gilt ebenso für KI-generierten oder manipulierten Text, der „veröffentlicht wurde, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren“. Wer also KI-Inhalte öffentlich macht und diese geschäftlich, journalistisch, politisch oder anderweitig öffentlichkeitswirksam einsetzt, muss künftig eine Kennzeichnung vornehmen.

Auch bei Chatbots werden die Transparenzpflichten strenger. Unternehmen müssen Nutzer künftig darüber informieren, wenn sie mit einem KI-System interagieren, falls das nicht ohnehin offensichtlich ist. Dadurch soll verhindert werden, dass Menschen eine KI fälschlicherweise für eine echte Person halten, etwa im Kundenservice oder bei digitalen Assistenten.

Wie müssen KI-Inhalte künftig gekennzeichnet werden?

Mit der Kennzeichnungspflicht will es die EU Nutzern ermöglichen, KI-generierte oder -modifizierte Inhalte klar zu erkennen und von authentischen Inhalten zu unterscheiden. Die EU stellt dafür drei verschiedene Icons zur Verfügung.

Das grundlegende Symbol besteht aus einem schwarzen Kreis, in dem mit weißer Schrift AI steht. Dieses soll verwendet werden, wenn KI an der Erstellung von Bildern, Videos, Audios oder Text beteiligt war.

Das zweite Symbol bezieht sich auf vollständig KI-generierte Inhalte und zeigt den Schriftzug „AI generated“. Diese Inhalte wurden vollständig von KI generiert und beinhalten keine von Menschen geschaffenen Elemente oder menschliche redaktionelle Kontrolle – abgesehen von den Prompts zur Erstellung des Contents.

Das dritte Icon bezieht sich auf teilweise KI-modifizierte Inhalte und zeigt den Schriftzug „AI modified“. Damit sollen Inhalte gekennzeichnet werden, die zum Teil vom Menschen erstellt, aber dann durch KI bearbeitet wurden.

Was ist von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen?

Die Kennzeichnungspflicht gilt künftig allerdings nicht für alle KI-generierten Inhalte. Erstellst du Inhalte mit KI für den privaten oder internen Gebrauch, musst du diese nicht kennzeichnen.

Das gilt ebenfalls für unrealistische Inhalte, bei denen man auf den ersten Blick erkennt, dass es sich beispielsweise um offensichtlich bearbeitete Fotos handelt. Auch einfache Korrekturen, die du durch KI vornehmen lässt, müssen nicht markiert werden. Dazu zählt beispielsweise die Rechtschreib- und Grammatikprüfung von Texten.

Die Europäische Kommission weist außerdem ausdrücklich darauf hin, dass die Kennzeichnungspflicht für Texte gilt, „die keiner menschlichen Überprüfung oder redaktionellen Kontrolle unterzogen wurden“. Wird also die redaktionelle Verantwortung von einer juristischen oder natürlichen Person für den Inhalt übernommen, muss keine Kennzeichnung erfolgen.

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Dieses tragbare Ladegerät macht dein E-Auto unterwegs zur Batterie

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E-Autos DC-Ladegerät Elektromobilität Strom Batterie Akku Energie

Bidirektionales Laden könnte Elektroautos künftig zu mobilen Stromspeichern umfunktionieren. Denn mit der entsprechenden Technologie könnten sie Energie nicht nur aufnehmen, sondern bei Bedarf auch wieder ins Haus oder Stromnetz abgeben. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik hat nun ein kompaktes DC-Ladegerät vorgestellt, das bidirektionales Laden für 800-V-Elektrofahrzeuge ermöglichen soll.

In Deutschland sind derzeit mehr als zwei Millionen Elektroautos zugelassen, im Jahr 2030 könnte die Zahl Prognosen zufolge erstmals die Marke von zehn Millionen überschreiten. Mit dem wachsenden Bestand steigen jedoch gleichzeitig auch die Anforderungen an Ladeinfrastruktur sowie Stromnetze, aber auch eine möglichst effiziente Nutzung der Batterien.

Eine wichtige Rolle könnte dabei das bidirektionale Laden spielen. Dabei nehmen Elektroautos nicht nur Energie auf, sondern können diese später bei Bedarf auch wieder an Gebäude oder das Stromnetz abgeben.

An einer technischen Lösung dafür arbeitet das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF. Die Forscher haben eine kompakte Leistungselektronik entwickelt, die bidirektionales einphasiges DC-Laden effizienter und für einen breiteren Einsatz nutzbar machen soll.

DC-Ladegerät könnte E-Autos zum Stromspeicher machen

Das Fraunhofer IAF hat zusammen mit dem Projektpartner Ambibox einen Demonstrator für ein bidirektionales 800-Volt-Ladegerät entwickelt. Das Gerät wurde auf der PCIM Expo & Conference 2026 in Nürnberg vorgestellt und soll das Laden von E-Autos effizienter, leistungsfähiger und günstiger machen.

Die Technologie ist im Rahmen des Projekts GaN4EmoBiL – kurz für „GaN-Leistungshalbleiter für Elektromobilität und Systemintegration durch bidirektionales Laden“ – entstanden. Das leistungselektronische Modul basiert auf Galliumnitrid und bildet ein bidirektionales Gleichstrom-Ladesystem.

Der vorgestellte Demonstrator kann mit Batteriespannungen von 150 V bis zu maximal 920 V arbeiten und liefert bis zu 3 kW Leistung. Damit werde eine „Lücke im Spannungsfeld zwischen Kosten, Flexibilität, Effizienz und Kompaktheit für bidirektionales Laden“ geschlossen, erklärt Jun.-Prof. Dr. Stefan Mönch, Koordinator des Projekts GaN4EmoBiL.

Alternative zu herkömmlichen On-Board-Chargern

Sogenannte On-Board-Charger sind aktuell in Elektroautos fest verbaut. Sie wandeln den Wechselstrom aus der Steckdose oder einer öffentlichen Ladestation in den Gleichstrom um, den die Batterie speichern kann.

Die Geräte ermöglichen zwar Ladeleistungen von elf oder 22 Kilowatt für schnelle Ladevorgänge, benötigen allerdings durch ihre Größe und ihr Gewicht viel Platz im Fahrzeug. Durch ihre technische Komplexität verursachen sie zusätzlich hohe Kosten.

Die Forscher des Fraunhofer IAF sehen in ihrem Off-Board-Charger eine deutlich günstigere und flexiblere Alternative. Trotz geringerer Ladegeschwindigkeit im Vergleich zu On-Board-Systemen biete er zahlreiche Vorteile.

Das mobile Gerät ist wesentlich kompakter und leichter und kann zusätzlich durch seinen CCS-Stecker (Combined Charging System) und Schutzkontaktstecker (Schuko) vielseitig genutzt werden. Mit einem Gesamtvolumen von 8,3 Litern und einem Gesamtgewicht von 5,7 Kilogramm ist er vergleichsweise klein und leicht.

Zusätzlich kann der Demonstrator für bidirektionales Laden genutzt werden. Somit könne das E-Auto nicht nur als Transportmittel, sondern auch als Energiespeicher fungieren. So nimmt das Fahrzeug bei einem Stromüberschuss im Netz Energie auf und gibt sie bei hoher Nachfrage wieder ab.

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YouTube: So kannst du automatische KI-Übersetzungen ausschalten

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YouTube KI Übersetzungen ausschalten deaktivieren KI Synchro Künstliche Intelligenz

YouTube fügt bei seinen Videos zunehmend automatisch generierte KI-Synchronisation hinzu, die jedoch aufgrund der teils schlechten Qualität schnell nervig werden können. Wir zeigen dir, wie du die automatische KI-Übersetzungen in wenigen Schritten ausschalten und Videos im Original sehen kannst.

Bereits im September 2023 hat YouTube das Feature für automatische KI-gestützte Synchronisationen angekündigt. Seit Dezember 2024 wird diese Funktion verstärkt für immer mehr Creator verfügbar.

Die Plattform will seinen Creatorn damit ermöglichen, „ihre Inhalte einem weltweiten Publikum zugänglich zu machen“. Dabei sollen Sprachbarrieren reduziert und Videos ohne aufwendige oder professionell produzierte Übersetzungen einem internationalen Publikum zugänglich gemacht werden.

In der Praxis kann das Feature jedoch schnell nervig werden, wenn die KI-generierte Tonspur bei jedem Video automatisch abspielt. Denn so gehen schnell wichtige Details der Originalaudios wie Stimme oder Stimmlage sowie Hintergrundgeräusche verloren. Auch unnatürliche Betonungen oder Übersetzungsfehler tragen meist nicht zu einem guten Seherlebnis bei.

Automatische KI-Übersetzungen bei YouTube ausschalten

Grundsätzlich bietet YouTube nur seinen Creatorn die Möglichkeit, die automatische KI-Synchronisation für ihre Videos zu aktivieren oder deaktivieren. Nutzer selbst können nicht festlegen, dass sie die Funktion generell nicht nutzen möchten.

Wenn du das Feature nicht verwenden und deine Videos lieber im Original hören möchtest, hast du zwei verschiedene Möglichkeiten. Du kannst die Einstellung entweder manuell bei jedem Video einzeln vornehmen oder gewisse Sprachen in den Einstellungen zu deinen bevorzugten Sprachen hinzufügen.

Für letztere Option musst du bei YouTube allerdings angemeldet sein. Bist du das nicht, ist es es lediglich möglich, im jeweiligen Video manuell zur Originaltonspur zu wechseln. In diesem Fall musst du die Einstellung bei jedem Video erneut ändern.

Willst du die KI-Synchronisation in einem Video bei YouTube deaktivieren, kannst du das über das kleine Zahnradsymbol im Video tun. Geh hierfür mit der Maus über das Video, damit die Liste mit den verschiedenen Optionen einblendet.

Klicke hier auf das Zahnrad und navigiere in den Einstellungen zum Bereich „Audiotrack“. Hier siehst du, welche Sprachen alles über die automatische Synchronisation verfügbar sind, kannst aber auch zum Original wechseln. Die Originalsprache steht meist ganz oben und ist in Klammern dahinter auch entsprechend gekennzeichnet.

Gegen KI-Synchro: Bevorzugte Sprachen bei YouTube hinzufügen

Bist du bei YouTube angemeldet und möchtest eine bestimmte Sprache zu deinen bevorzugten Sprachen hinzufügen, kannst du das auch in diesem Bereich tun. Scrolle hierfür bei den zur Verfügung stehenden Sprachen ganz nach unten und klicke auf „Bevorzugte Sprachen in den Einstellungen bearbeiten“.

Alternativ findest du diese Sektion auch über die Einstellungen. Klicke hierfür auf dein Profilbild in der oberen rechten Ecke deines Bildschirms und klicke dann auf Einstellungen.

Im Bereich „Wiedergabe und Leistung“ findest du dein Menüpunkt „Bevorzugte Sprachen“. Klicke auf „Sprachen hinzufügen oder bearbeiten“ und wähle in der Liste die jeweiligen Sprachen aus.

Möchtest du hier beispielsweise Englisch hinzufügen, genügt es, die generelle Option für diese Sprache zu wählen. Du musst nicht jede einzelne Land-Variante dafür auswählen.

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Muse Image: Instagram-Bilder mit neuer Meta-KI bearbeiten

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Muse Image KI Instagram Meta Künstliche Intelligenz Bilder bearbeiten

Facebook-Konzern Meta hat mit Muse Image einen eigenen KI-Bildgenerator vorgestellt. Die Software kann nicht nur Bilder erzeugen und bearbeiten, sondern auch auf öffentliche Instagram-Inhalte zugreifen.

UPDATE (13. Juli 2026): Meta hat seine KI-Funktion Muse Image nach massiver Kritiker wieder offline genommen. Das Unternehmen teilte laut der Nachrichtenagentur Reuters mit: „Wir haben Rückmeldungen erhalten, dass diese Funktion nicht den Erwartungen entsprach, daher ist sie nun nicht mehr verfügbar.“

Meta baut sein KI-Angebot weiter aus und hat mit Muse Image ein neues Modell zur Bildgenerierung vorgestellt. Die KI-Software wurde in den Meta Superintelligence Labs entwickelt und ist über Meta AI verfügbar.

Dem Unternehmen zufolge handelt es sich um das „bislang fortschrittlichstes Modell zur Bilderzeugung“ des Konzerns. „Es setzt Anweisungen präzise um, ermöglicht punktgenaue Bearbeitungen, erstellt Kompositionen auf Basis mehrerer Referenzen und nutzt Instagram für den sozialen Kontext“, heißt es in einem Blogpost zur Veröffentlichung.

Was ist und kann Muse Image?

Muse Image ähnelt bereits bekannten KI-Bildgeneratoren und arbeitet unter anderem über herkömmlichen Prompts. Meta bietet allerdings auch sogenannte „Presets“ für Nutzer, die keine eigenen Ideen für Befehlseingaben haben.

Außerdem ist es über Muse Image möglich, auf die Bilder anderer Instagram-Nutzer zuzugreifen und diese mit der KI zu bearbeiten. Voraussetzung ist, dass es sich um ein öffentliches Profil hat und die Person der Nutzung nicht ausdrücklich widersprochen hat. Soll das neu entstandene Bild gepostet werden, muss der ursprüngliche Urheber lediglich in dem Bild markiert werden.

Dieses Feature des neuen KI-Tools hat bereits für breite Kritik gesorgt. Denn reale Personen können so ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung in KI-generierten Fotos auftauchen. Das wirft zahlreiche Fragen hinsichtlich der Privatsphäre und dem Urheberrecht auf.

Muse Image bietet zusätzlich die Möglichkeit, individuelle Werbeanzeigen zu erstellen oder verschiedene Inneneinrichtungen zu testen. Letztere Funktion soll künftig bei dem Kleinanzeigenportal Facebook Marketplace Einzug halten und hier die Möglichkeit bieten, gebrauchte Möbel vorab in den eigenen vier Wänden anzusehen.

Muse Image: Instagram-Bilder mit KI bearbeiten

Über die KI-gestützte Bildbearbeitung kann Muse Image beispielsweise Elemente oder Personen aus Fotos entfernen, den Hintergrund ändern oder QR-Codes erstellen. Da das Tool eng mit dem Meta-Universum verknüpft ist, können bearbeitete Bilder direkt über die verschiedenen Apps und Plattformen von Meta geteilt werden.

Zusätzlich bietet Muse Image neue Möglichkeiten für Instagram Stories. Hier hat Meta neue KI-Effekte eingeführt, die auf Muse Image basieren. Zu diesen Effekten gehören anpassbare Filter, mit denen sich vorhandene Fotos verändern lassen.

In den USA können Nutzer auf das neue Feature in Instagram Stories bereits zugreifen. In ausgewählten Ländern ist Muse Image auch bereits in WhatsApp verfügbar. Welche genau das sind, schreibt der US-Konzern jedoch nicht.

Die KI-Software soll allerdings künftig in immer mehr Ländern zur Verfügung stehen. Auch die Einführung bei Facebook soll in Kürze folgen, ebenso wie die Schwester-Software Muse Video.

Nach Angaben von Meta ist das neue KI-Modell für „alltägliche kreative Gestaltungen“ zunächst kostenlos nutzbar. Wer bestimmte Nutzungslimits überschreitet, benötige demnach jedoch ein kostenpflichtiges Abonnement.

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Ohne Staudamm: Diese Wasserkraft-Turbinen verwandeln Kanäle in Kraftwerke

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Wasserkraft modulare Turbinentechnologie Erneuerbare Energien Energiewende

Bestehende Wasserwege könnten künftig einen großen Teil zur Energiewende beitragen – und das ganz ohne den Bau von großen Staudämmen. Denn eine neue modulare Turbinentechnologie kann die Strömung in Kanälen effizient in Strom umwandeln und damit bisher ungenutztes Potenzial der Wasserkraft für eine nachhaltige Energieversorgung erschließen.

Die Wasserkraft zählt zu den ältesten Formen der Stromerzeugung und gilt als wichtige Säule der Energiewende. Da bei der Stromerzeugung kein CO2 entsteht und das genutzte Wasser anschließend in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt wird, zählt sie zu den vergleichsweise umweltfreundlichen Energieformen.

Üblicherweise wird sie über große Staudämme oder Laufwasserkraftwerke gewonnen, bei denen fließendes Wasser Turbinen antreibt und so elektrische Energie erzeugt. In Deutschland spielt die Wasserkraft bislang jedoch nur eine vergleichsweise geringe Rolle im Energiemix.

So betrug der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2025 nur 3,2 Prozent. Damit liegt diese Form der grünen Energiegewinnung deutlich hinter der Windkraft mit 26,6 Prozent und der Solarenergie mit 18,2 Prozent.

Eine neue modulare Turbinentechnologie könnte das ändern. Denn sie kann bestehende Kanäle und Wasserwege ohne aufwendige Neubauten zur Energiegewinnung nutzen. Hinter der Idee steckt ein deutsch-amerikanisches Erfinderduo, das nun vom Europäischen Patentamt als Finalist für den Europäischen Erfinderpreis 2026 in der Kategorie „Nicht-EPO-Staaten“ ausgewählt wurde.

Verstecktes Potenzial im Kanal: Wasserkraft-Turbinen ohne Staudamm

Die Technologie basiert auf modularen, leicht installierbaren Turbinen, die direkt in bestehende Wasserkanäle integriert werden können. Dafür sind keine großen baulichen Veränderungen oder Staudämme notwendig.

Denn die einzelnen Module können einfach in den Wasserfluss eingesetzt werden und so die Strömung nutzen, um Rotoren anzutreiben. Diese wiederum erzeugen dann elektrische Energie.

Das Herzstück dabei ist eine sogenannte „Hydro-Transition Unit“. Diese leitet den Wasserstrom so, dass er sich verengt, wodurch mehr Wasser mit einer größeren Geschwindigkeit durch die Turbinen fließt. So kann auch in flachen und langsam strömenden Wasserwegen durch diesen gesteuerten Wasserstrom eine größere Menge Energie erzeugt werden.

Durch die modulare Bauweise lässt sich die Anlage außerdem flexibel an unterschiedliche Kanalgrößen und Fließgeschwindigkeiten anpassen und bei Bedarf erweitern oder versetzen. So kann Energie genau dort gewonnen werden, wo Wasser ohnehin bereits durch bestehende Infrastruktur fließt.

Technik im Fluss: So funktioniert die Technologie

Das System basiert auf paarweise angeordneten Darrieus-Rotoren, die an einer vertikalen Achse gegenläufig rotierenden. Dadurch eignet sich die Technologie besonders gut für flache Kanäle und schwankende Wasserstände.

Jedes Modul liefert dabei in der Regel eine Leistung von etwa fünf bis 25 Kilowatt. Durch den modularen Aufbau kann die Anlage schrittweise entlang eines Wasserkanals durch mehr Einheiten erweitert werden.

Standardisierte Turbinenbauteile und modulare Rinnen sowie ein kassettenartiges Montagesystem ermöglichen zudem einen schnellen Ein- und Ausbau der Module für Wartungsarbeiten. Dabei muss der natürliche Wasserfluss nicht unterbrochen werden.

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Neue WhatsApp-Funktion: So kannst du dir einen Nutzername reservieren

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WhatsApp Nutzernamen reservieren Meta Smartphone

WhatsApp arbeitet an einer neuen Funktion, mit der deine Telefonnummer künftig geheim bleiben kann. Denn bald sollen Nutzer auch über ihren persönlichen Nutzernamen statt nur über die Telefonnummer gefunden werden können. Wir zeigen dir, wie du schon jetzt bei WhatsApp deinen Nutzernamen reservieren kannst.

Mehr als drei Milliarden Menschen weltweit nutzen den Messenger WhatsApp regelmäßig. Bisher war dieser Dienst ausschließlich an die Telefonnummer gekoppelt. Wer also über die App aus dem Hause Meta miteinander chatten oder telefonieren wollte, musste dafür seine eigene Handynummer preisgeben.

Das wird sich allerdings bald ändern, denn WhatsApp bereitet die Einführung von Nutzernamen vor. Künftig wird es damit nicht mehr nötig sein, die eigene Telefonnummer herauszugeben, um über den Messaging-Dienst zu kommunizieren.

Die neue Funktion ist zwar noch nicht verfügbar und soll erst in den nächsten Monaten schrittweise eingeführt werden. Allerdings kannst du dir bereits jetzt deinen Nutzernamen bei WhatsApp reservieren.

Nutzernamen bei WhatsApp reservieren – so funktioniert’s

Ähnlich wie bei den Schwester-Apps Instagram und Threads kannst du bald auch bei WhatsApp deinen eigenen Benutzernamen verwenden. WhatsApp will damit seinen Dienst noch privater machen.

Denn andere Nutzer müssen deinen Nutzernamen genau kennen, um beim ersten Mal Kontakt mit dir aufzunehmen. Ein Verzeichnis oder Vorschläge soll es in der App nicht geben.

Willst du die neue Funktion künftig nutzen und bereits jetzt deinen Nutzernamen dafür reservieren, kannst du dies in deinen Einstellungen direkt in WhatsApp tun. Eventuell musst du vorher deine App aktualisieren und so auf den neusten Stand bringen.

Anschließend navigierst du auf deinem iPhone über dein Profilbild in der unteren rechten Ecke deines Bildschirms zu deinen Einstellungen. Bei Android tippst du oben rechts auf die drei vertikalen Punkte und wählst anschließend den Menüpunkt Einstellungen aus.

Navigiere zum Menüpunkt „Konto“ und wähle dann im Bereich „Dein Konto“ den Menüpunkt „Benutzername“ aus. Hier bietet dir WhatsApp drei verschiedene Möglichkeiten. Du kannst entweder einen neuen Benutzernamen erstellen oder deinen Instagram- oder Facebook-Benutzernamen verwenden.

Entscheidest du dich für die erste Variante, kannst du deinen Benutzernamen einfach eingeben. Bei der Nutzung des Instagram- oder Facebook-Benutzernamens hingegen musst du dein WhatsApp-Konto zur Meta-Kontenübersicht hinzufügen.

Einschränken, wer dich kontaktieren kann

Hast du deinen gewünschten Nutzernamen eingegeben, prüft WhatsApp, ob dieser verfügbar ist. Ist das der Fall, erscheint ein grüner Haken und du kannst über den Button „Weiter“ bestätigen. Dein Nutzername wird gespeichert und WhatsApp informiert dich, wenn die neue Funktion verfügbar ist.

Da WhatsApp mit dieser neuen Funktion vor allem auch die Privatsphäre stärken möchte, kannst du eine weitere Einstellung vornehmen. Damit kannst du beschränken, wer dich über deinen Nutzernamen kontaktieren kann.

Hierfür gibt es zwei Optionen: Entweder die Option „Alle“ oder „Personen, die meinen Schlüssel kennen„. Willst du letztere Option nutzen und einen individuellen Benutzernamenschlüssel festlegen, können dich nur Menschen kontaktieren, die deinen Nutzernamen und diesen Schlüssel kennen.

Damit behältst du die Kontrolle darüber, wer dich bei WhatsApp anschreiben kann. Personen, die deine Telefonnummer kennen, und Kontakte, mit denen du bereits schreibst, benötigen diesen Code nicht.

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Musik-Streaming: Mit diesen 5 Tipps kannst du KI-Songs erkennen

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KI Songs erkennen KI Musik Künstliche Intelligenz prüfen

KI-generierte Inhalte nehmen auch auf den Streaming-Plattformen wie Spotify, Deezer und Co. immer weiter zu. Meist ist diese Musik für die Hörer auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Doch es gibt typische Hinweise, die künstlich erzeugte Songs entlarven können. Wir verraten dir, wie du KI-Songs erkennen und von echter Musik unterscheiden kannst. 

Das Thema Künstliche Intelligenz hat sich spätestens seit der Veröffentlichung von ChatGPT rasant entwickelt. KI-Tools reichen heute bereits von einfachen Assistenzsystemen bis hin zu Anwendungen, die ganze Texte, Bilder oder Videos erstellen und sogar Stimmen imitieren können.

Kaum ein Bereich ist von dieser Entwicklung unberührt geblieben. Auch die Musikindustrie ist davon betroffen, denn mittlerweile lassen sich Songs mithilfe von KI in nur wenigen Minuten erstellen.

Für die Hörer wird es dabei zunehmend schwieriger, künstlich erzeugte Musik von menschlich produzierten Titeln zu unterscheiden. Auch die bisher fehlende einheitliche Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Songs auf Streaming-Plattformen trägt dazu bei.

Doch wie bei KI-generierten Bildern und Videos gibt es auch im Bereich der Musik einige Anzeichen, die auf künstlich erzeugte Inhalte hindeuten. Diese können dabei helfen, KI-Songs zu erkennen.

KI-Songs erkennen: So kannst du die künstlich erzeugte Musik entlarven

Streamingdienste veröffentlichen täglich eine enorme Menge neuer Musik. Auf großen Plattformen kommen jeden Tag zehntausende neue Songs hinzu, unter denen sich inzwischen zunehmend Titel finden, die vollständig oder teilweise mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurden.

Allein der Streamingdienst Deezer zählt täglich fast 75.000 KI-generierte Titel, was nach eigenen Angaben mehr als 44 Prozent der gesamten täglichen Einreichungen ausmacht. Für Hörer wird es bei dieser Masse natürlich immer schwieriger, KI-generierte Songs von klassisch produzierter Musik zu unterscheiden.

1. Credits checken: Ein Blick hinter die Kulissen

Wer sich bei einem Musiktitel unsicher ist, ob es sich um einen KI-generierten oder einen klassisch produzierten Song handelt, kann einen Blick in die Credits und Künstlerangaben werfen. Diese liefern häufig Hinweise darauf, wer an der Produktion beteiligt war.

Fehlen hier wichtige Informationen, könnte das ein Anzeichen für KI-Beteiligung sein. Unter normalen Umständen sind an einem Song meist auch mehrere Menschen beteiligt, darunter Sänger, Songwriter und Produzenten.

Findet sich in den Angaben zum Titel jedoch nur ein Name, kann es sich um einen Hinweis auf einen KI-Song handeln. Hier lohnt es sich dann, genauer hinzuschauen.

2. Artist überprüfen: Was ist über den Künstler zu finden?

Mit den Angaben aus den Credits eines Songs lassen sich dann über eine schnelle Google-Suche weitere Informationen herausfinden. Denn viele Musiker sind bereits seit Jahren oder sogar Jahrzehnten aktiv, weshalb sich im Internet meist Interviews, frühere Veröffentlichungen oder andere Spuren ihrer Arbeit finden lassen.

Fehlen solche Informationen vollständig oder wirkt ein Künstlerprofil ungewöhnlich leer, kann das ein Hinweis auf KI-generierte Inhalte sein. Auch eine professionelle Website und aktive Social-Media-Profile mit Fan-Interaktionen deuten auf menschliche Künstler hin.

Hat ein Künstler hingegen zahlreiche Alben in kürzester Zeit veröffentlicht, könnte dies ein Hinweis auf KI-Inhalte sein. Denn unter normalen Umständen brauchen Musiker mehrere Monate, um ein Album zu vollenden.

3. Streamingdienst checken: Werden KI-Inhalte gekennzeichnet?

Der Marktführer Spotify hat zunächst eine Verifizierung für Künstler eingeführt. Der Streamingdienst weist darauf hin, dass vorwiegend KI-generierte Künstler oder KI-Persönlichkeiten nicht für eine Verifizierung berechtigt sind. Künftig soll es auch eine Kennzeichnung für nicht KI-generierte Inhalte geben.

Konkurrent Deezer hingegen setzt verstärkt auf die Kennzeichnung von KI-Inhalten. „Indem wir in den letzten anderthalb Jahren KI-generierte Musik erkannt und gekennzeichnet haben, hat Deezer eine Vorreiterrolle bei der Transparenz im Musikstreaming eingenommen“, erklärt CEO Alexis Lanternier. Allein im Jahr 2025 habe Deezer mehr als 13,4 Millionen KI-generierte Titel erkannt und markiert.

4. Genau hinhören: Gibt es Anzeichen für KI-Songs?

Dieser Teil ist leider nicht so einfach. Denn 97 Prozent der Nutzer können laut einer Deezer-Umfrage nicht unterscheiden, ob ein Song von einer KI stammt oder nicht. Dennoch kann es auch hier Anzeichen geben.

So wirken KI-generierte Songs mitunter ungewöhnlich gleichförmig oder enthalten kleine Unstimmigkeiten bei Gesang, Rhythmus oder Übergängen. Auch austauschbare Texte, wiederkehrende Melodien oder ein insgesamt sehr generischer Klang können Hinweise darauf sein, dass die Musik nicht vollständig von Menschen produziert wurde.

5. Musik über einen KI-Detektor checken

Inzwischen gibt es zahlreiche Tools im Internet, die KI-generierte Inhalte überprüfen und entdecken können. Das gilt auch für den Musikbereich.

Diese Anwendungen analysieren etwa Klangmuster, Stimmcharakteristika oder typische Produktionsstrukturen und versuchen daraus Wahrscheinlichkeiten für KI-Erzeugung abzuleiten. Allerdings sind auch diese Methoden nicht absolut zuverlässig, da sich KI-generierte Musik stetig weiterentwickelt und immer stärker an menschliche Produktionen angepasst wird.

Eines dieser Tools hat Deezer seinen Nutzern zur Verfügung gestellt. „Die große Mehrheit der Menschen möchte wissen, ob ihnen KI-Musik empfohlen wird, und unsere Daten zeigen, dass fast die Hälfte der Nutzer, die von einer anderen Plattform zu Deezer wechseln, KI-Tracks in ihren Playlists haben“, so Deezer-CEO Alexis Lanternier.

Mit dem KI-Detektor von Deezer können Hörer auch ihre Playlists auf anderen Plattformen überprüfen. Einfach Streamingdienst auswählen und Playlists scannen. Einziger Haken: Die exakten Songs spuckt der Detektor nicht aus. Wer es genauer wissen möchte, kann einzelne Titel über spezialisierte Dienste wie den AI Songs Checker prüfen lassen. Eine hundertprozentige Gewissheit gibt es aber nie.

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Für diese 16 Elektrogeräte hast du ab Juli ein Recht auf Reparatur

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Recht auf Reparatur Elektrogeräte Smartphone

Defekte Geräte bedeuten künftig nicht mehr automatisch zwingend einen Neukauf. Denn für zahlreiche Elektrogeräte gibt es künftig ein neues Recht auf Reparatur, das Verbrauchern mehr Möglichkeiten gibt, Produkte länger zu nutzen. Wir zeigen dir, welche Geräte betroffen sind und welche neuen Pflichten nun auf die Hersteller zukommen.

Bedingt durch einen vermehrten Konsum sowie kürzere Produktlebenszyklen gehört Elektroschrott weltweit zu den am schnellsten wachsenden Abfallarten. Das Ausmaß hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Bis zum Jahr 2030 könnte die Menge Schätzungen zufolge weltweit auf rund 75 Millionen Tonnen Elektroschrott jährlich steigen.

Die Europäische Union will dieser Entwicklung entgegenwirken und eine längere Nutzungsdauer von Produkten forcieren. Dafür hat sie eine EU-Richtlinie auf den Weg gebracht, die das Recht auf Reparatur stärken und Hersteller vermehrt in die Verantwortung nehmen soll.

Ziel ist es, Geräte länger im Gebrauch zu halten und so weniger Ressourcen zu verschwenden. Auch die wachsenden Mengen an Elektroschrott sollen so künftig eingedämmt werden. In Deutschland wird dieses Recht auf Reparatur nun eingeführt, der Bundestag hat die Umsetzung der EU-Richtlinie bereits beschlossen.

Recht auf Reparatur: Diese 16 Elektrogeräte müssen künftig repariert werden

Die neue Regelung sieht vor, dass Hersteller Elektrogeräte künftig auch nach Ablauf der Garantiezeit zu einem angemessenen Preis reparieren müssen. Für Verbraucher soll das den Vorteil haben, dass sie bei einem Defekt nicht zwingend ein neues Gerät kaufen müssen.

Zusätzlich nimmt die Umsetzung der EU-Richtlinie die Hersteller in die Pflicht, ihre Geräte so zu konstruieren, dass sie auch wirklich repariert werden können. Das bedeutet künftig auch, dass beispielsweise Smartphone-Akkus so verbaut sein müssen, dass diese ausgetauscht werden können.

Für Verbraucher soll es einen weiteren Anreiz geben. Sie können nicht nur auf den Neukauf verzichten, sondern erhalten nach der Reparatur eines kaputten Elektrogeräts zusätzlich eine Verlängerung der laufenden Gewährleistungsfrist um zwölf Monate.

Die EU-Richtlinie sieht vor, dass das Recht auf Reparatur für die folgenden Geräte gelten soll:

  • Waschmaschinen
  • Trockner
  • Waschtrockner
  • Haushaltsgeschirrspüler
  • Kühlgeräte
  • Mobiltelefone
  • Drucker
  • Tablets
  • Computer ohne Tastatur (sogenannte Slate-Tablets)
  • schnurlose Telefone
  • E-Roller
  • E-Bikes
  • Schweißgeräte
  • Staubsauger
  • Server
  • Datenspeicherprodukte

Was bedeutet die neue Regelung für Hersteller?

Die neue Regelung soll spätestens zum 31. Juli in Kraft treten. Ab dann können Verbraucher eine Reparatur vom Hersteller fordern. Zusätzlich werden Hersteller ab der Verabschiedung des Gesetzes auch dazu verpflichtet, reparierbare Geräte herzustellen.

Für die Unternehmen, die Elektrogeräte herstellen, könnte durch das Recht auf Reparatur ein erheblicher Mehraufwand zukommen. Denn sie müssen künftig nicht nur Geräte reparieren, sondern auch Ersatzteile für ihre Produkte bereithalten.

Das gilt auch für Produkte, die bereits seit Jahren nicht mehr verkauft werden. Die Zeitspanne hierfür richtet sich nach der erwartbaren Lebensdauer eines Geräts.

Für Smartphones bedeutet das etwa, dass Hersteller selbst nach Einstellung der Produktion noch mindestens sieben Jahre alle Teile verfügbar haben müssen. Bei Waschmaschinen und Trocknern liegt diese Zeitspanne bei zehn Jahren.

Die Reparatur muss der Hersteller entweder unentgeltlich oder zu einem angemessenen Preis vornehmen. Entscheidet sich der Verbraucher für eine Reparatur bei einem anderen Dienst – nicht dem Hersteller selbst – muss letzterer aber ebenfalls die Ersatzteile zu einem angemessenen Preis bereitstellen.

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