Das Ende des Gedankenstrichs: Warum sich KI-Modelle in Texten immer noch verraten



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Der Beitrag Dots: OpenAI verniedlicht die Risiken seiner neuen KI-Agenten erschien zuerst beim Online-Magazin BASIC thinking. Über unseren Newsletter UPDATE startest du jeden Morgen bestens informiert in den Tag.
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OpenAI hat mit Dots neue KI-Agenten vorgestellt, die eigenständig E-Mails schreiben, Termine planen und Apps bedienen sollen – und zwar sogar dauerhaft und im Hintergrund. Das klingt einerseits nach einem echten Produktivitätssprung. Andererseits ist die Verniedlichung als digitale Büro-Haustiere alles andere als Zufall. Sie lenkt davon ab, dass eine Software mit Zugriff auf hochsensible Daten weitgehend autonom handeln soll. Eine kommentierende Analyse.
Autonome KI-Agenten können vor allem im Arbeitsalltag ein echter Gewinn sein. Denn wer das Sortieren von E-Mails, das Koordinieren von Terminen oder das Zusammentragen von Informationen auslagert, spart im Idealfall viel Zeit und Mühe.
Vor allem im Unternehmenskontext ist deshalb nachvollziehbar, warum OpenAI so energisch vorprescht. Denn dort schlummern potenzielle Einnahmen, die das Unternehmen dringend braucht. Aber: Immer eigenständigere Agenten sind auch mit einem immer höheren Risiko verbunden, zumal viele Risiken autonom handelnder KI-Systeme noch ungelöst sind.
Die Dots kommen zudem zu einer Zeit, in der OpenAI mit zahlreichen Fällen zu kämpfen hat, in denen Agenten schon Grenzen überschritten oder unerwartete Aktionen ausgeführt haben. Ausgerechnet kurz vor der Dots-Präsentation wurde zudem die Veröffentlichung von GPT-6.1 Astra wegen Sicherheitsbedenken gestoppt (€). Berichten zufolge ging es unter anderem um ein täuschendes Verhalten oder das Ausführen von Aktionen, für die keine erforderliche Zustimmung vorlag.
Für Dots sind das alles andere als gute Vorzeichen. Indes: Die Verniedlichung des KI-Agenten wirkt fast schon wie ein groteskes Kontrastprogramm zur technischen Realität. Ob Dot, Dottie oder Döttchen; all diese Agenten kommen wie ein Büro-Haustier daher und nicht wie eine Software, die E-Mails lesen, Anwendungen bedienen und im Zweifel selbstständig handeln darf.
Meta macht es mit Muse ähnlich und stopft den Agenten sogar in ein harmlos anmutendes Tamagotchi. Getreu dem Motto: Je putziger der Name und das Antlitz, desto leichter gerät in Vergessenheit, dass dort nicht nur ein digitales Plüschtier sitzt, sondern ein System mit Zugriff auf potenziell hochsensible Daten und Dienste.
Trotz der durchaus trügerischen Verniedlichung könnte allen voran für Unternehmen ein erheblicher Nutzen in Dots schlummern. Denn ein Agent, der nicht nur Vorschläge macht, sondern Aufgaben über mehrere Programme hinweg tatsächlich erledigt, könnte viele mitunter nervige und zeitaufwendige Routinetätigkeiten aus dem Arbeitsalltag verschwinden lassen. Die Frage ist aber nicht nur, ob und wie nützlich solche Agenten sind, sondern wie viel Eigenständigkeit man ihnen guten Gewissens überlassen kann.
Oder: Ob oder wie gut Dots funktioniert, muss sich erst noch zeigen – auch mit Blick auf Fehleranfälligkeit und Kontrolle. Denn ein KI-Agent bringt nichts, wenn die vermeintliche Zeitersparnis durch etliche Kontrollprozesse wieder verpufft. Eine solche Überprüfung kann außerdem zermürbend und nervig sein. Vor allem, wenn es immer mehr verschiedene Browserfenster und Prozesse zu verwalten gilt.
Im privaten Alltag ist die Rechnung noch komplizierter. Denn je mehr ein Agent über Termine, Nachrichten, Vorlieben, Einkäufe oder persönliche Konten weiß, desto größer wird vielleicht sein praktischer Nutzen, aber eben auch das Datenschutzrisiko. OpenAI und Meta setzen deshalb auf isolierte Umgebungen, Berechtigungen und Bestätigungen für sensible Aktionen. Das ist auch dringend notwendig, löst aber nicht das grundsätzliche Problem. Denn wer einen ständig aktiven digitalen Begleiter möchte, muss ihm zwangsläufig ziemlich viel von seinem eigenen Leben preisgeben.
Und vermutlich bleibt es auch bei OpenAI nicht nur bei einer Software. Denn das Unternehmen tüftelt bereits seit geraumer Zeit an sogenannten KI-Geräten, die Nutzer immer und überall begleiten sollen. Das kann praktisch sein. Muss es aber nicht. Und etwas unheimlich ist es obendrein. Denn wenn KI nicht mehr auf einen Befehl wartet, sondern mitdenkt, mithört und handelt, wird die wichtigste Funktion vielleicht nicht der nächste Knopf sein – sondern der Aus-Knopf.
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Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten, heißt es. Doch im Hinblick auf die Nutzung von KI stimmt das nur bedingt. Mit einigen Kniffen kann man seine Prompts aber schnell und einfach verbessern – und auch die Qualität der KI-Antworten.
KI ist längst im Alltag angekommen. ChatGPT, Gemini, Claude und Co. werden inzwischen von Millionen Menschen genutzt. Doch nur wenige wissen, dass die Formulierung eines Prompts die KI-Antworten extrem beeinflusst. Die Formulierung kann den Unterschied zwischen der Lösung eines Problems und einer Nullnummer machen. Die gute Nachricht: In der Regel sind die wirksamsten Maßnahmen einfach umzusetzen.
Einige Tipps aus den Anfangstagen der bekannten Modelle sind inzwischen überholt. Zum Beispiel nutzt das Zuweisen einer konkreten Rolle kaum etwas. Die Fähigkeiten der heutigen Sprachmodelle sind so weit fortgeschritten, dass sie eine solche Anweisung nicht mehr benötigen und die zusätzlichen Worte nur Token verbrauchen würden. Genauso wenig ergibt es Sinn, die KI mit Worten manipulieren zu wollen. Das durchschaut heute jedes Modell.
Was in erster Linie hilft, ist sich so klar wie möglich auszudrücken. Eine generative KI ist kein Mensch, der es dem Nutzer übel nehmen würde, wenn er kurz angebunden ist. Bleiben Fragen offen, versucht Künstliche Intelligenz diese meist selbst zu beantworten – häufig nicht im Sinne des Users. Das lässt sich umgehen, indem man vorab klar macht, dass Rückfragen explizit erwünscht sind.
Probleme werden häufig durch einen kompletten Chat mitgezogen. Ist die Unterhaltung einmal entgleist, sollte man deshalb besser einen neuen Chat beginnen. Im Prinzip gilt für die Kommunikation mit KI dasselbe wie für die Kommunikation mit Menschen: Wer genau sagt, was er gerne hätte, hat deutlich bessere Chancen an sein Ziel zu kommen. Wie genau man das anstellt, verraten wir in der folgenden Liste mit den besten KI-Tipps.
Auch wenn Sprachmodelle inzwischen fast alle Zugang zum Internet haben, fehlt ihnen doch ein echtes Zeitgefühl. Das bedeutet, dass sie ohne eine Zeitangabe eventuell auf veraltete Trainingsdaten zurückgreifen. Deshalb hilft es, ihnen das Datum anzugeben und zusätzlich noch die Recherche zeitlich einzuschränken.
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DenuvOwO kündigte ihr vorzeitiges Aus an, nachdem Irdeto mit einem gerichtlichen Auskunftsersuchen die Identität von voices38 klären will.
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In unserem Audio-Podcast HYPE & HALTUNG nehmen wir dich immer am letzten Freitag des Monats mit hinter die Kulissen der KI-Welt. In dieser Ausgabe diskutieren wir über den Hacker-Hype rund um Künstliche Intelligenz, die Forderungen nach einer KI-Pause, politische Regulierung und mediales Versagen.
Der Sommer 2026 hatte es in sich: KI-Agenten brachen aus Testumgebungen aus, hackten sich ins freie Internet und verschafften sich Zugang zu fremden Systemen. Anthropic, OpenAI, Meta, Google und chinesische Anbieter räumten allesamt Sicherheitsvorfälle ein – und zwar unmittelbar nacheinander. Zufall? Wohl kaum!
Fabian Peters und André Gabriel nehmen den großen KI-Hacker-Hype auseinander und fragen: Wie gefährlich ist KI wirklich? Und: Wer dreht hier eigentlich durch?
In dieser Folge von HYPE & HALTUNG geht es um den medialen Überhype rund um KI-Sicherheitsvorfälle, die skurrile Einigkeit von Erzfeinden wie Elon Musk und Sam Altman bei der Forderung nach einer KI-Pause, den geopolitischen Dreikampf zwischen der EU, den USA und China – und darum, warum nicht die KI außer Kontrolle ist, sondern wir Menschen ihr zu wenig Kontrolle entgegensetzen.
Außerdem: politische Regulierung und warum Donald Trumps Aussage, man brauche nur „einen starken und smarten Präsidenten mit hohem IQ” zur KI-Kontrolle, mehr über Trump als über KI aussagt.
HYPE & HALTUNG ist dein monatlicher KI-Talk. Immer am letzten Freitag des Monats nehmen wir dich an der Schnittstelle zwischen Hype und Haltung mit hinter die Kulissen der KI-Welt. HYPE & HALTUNG gibt’s überall, wo es Podcasts gibt – natürlich auch bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, YouTube, RTL+ und Deezer.
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