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Received yesterday — 08. Mai 2026

BREAK/THE WEEK 001: Ist #WirverlassenX von SPD, Grüne und Linke ein Fehler?

08. Mai 2026 um 05:45

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BREAK THE WEEK Podcast

BREAK/THE WEEK ist dein wöchentlicher Tech-Talk von BASIC thinking, der dich hinter die Kulissen der Tech-Welt nimmt. In der neuen Ausgabe diskutieren Fabian und André über einen Erneuerbare-Rekord, #WirverlassenX von SPD, Grüne und Linke und einen riesigen Batteriespeicher am AKW Grohnde.

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Die Themen dieser Ausgabe:

  • Erneuerbare Energien decken erstmals mehr als ein Drittel des weltweiten Strommixes – Kohlestrom fällt unter ein Drittel
  • Riesiger Batteriespeicher mit über 1,4 Gigawatt soll am ehemaligen AKW Grohnde entstehen
  • KI-Roboter an einer NRW-Schule trainiert Schüler im Umgang mit Rassismus
  • Spritpreise steigen trotz Steuersenkung: Entlastung kommt nicht bei Verbrauchern an
  • Leipziger verteidigt sich mit ChatGPT erfolgreich gegen Strafbefehl
  • Amazon öffnet seine Logistik-Infrastruktur für externe Unternehmen
  • SPD, Grüne und Linke verlassen X unter dem Hashtag #WirVerlassenX – richtig oder falsch?
  • Yes or No: E-Auto-Prämie, KI-Siri, kostenloser ÖPNV und mehr

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Received before yesterday

Bei Cybertrucks fallen Räder ab: Rückruf enthüllt katastrophale Verkäufe

07. Mai 2026 um 11:00
Elektroautos, tesla, Elektroauto, Tesla Motors, Cybertruck, Tesla Cybertruck, Basismodell Tesla ruft die günstigste Variante des Cybertruck zurück, da abermals ein enormes Sicherheitsrisiko besteht. Die Aktion offenbart zudem die für gewöhnlich gut gehüteten Verkaufszahlen des Modells, die Bände über den Misserfolg des Fahrzeugs sprechen. (Weiter lesen)

Unbegrenzte Macht für Musk: Wer SpaceX-Aktien kauft, darf nicht klagen

07. Mai 2026 um 10:11
Elon Musk, Musk, katze, James Bond, Deepfake, Schurke, Parodie, Kontrollraum, Schaltzentrale, Filmszene, Ki-generiert, Retro-Technik, Blofeld, Filmvillain, Ledersessel, Analoggeräte, Spionagefilm Das Raumfahrtunternehmen SpaceX plant für das Jahr 2026 den womöglich größten Börsengang der Geschichte. Durch eine spezielle Aktienstruktur sichert sich Gründer Elon Musk dabei fast uneingeschränkte Macht über die künftigen Konzernentscheidungen. (Weiter lesen)

Alles nur geklaut: Wie KI-Modelle aus KIs der Konkurrenz destilliert werden

07. Mai 2026 um 16:00
Elon Musk hat im Prozess gegen OpenAI zugegeben, dass seine KI Grok mit Wissen aus OpenAIs LLM destilliert wurde. Wir erklären, wie die Destillation von KI-Modellen technisch funktioniert und was dagegen helfen könnte. weiterlesen auf t3n.de

Warum der X-Abschied von SPD, Grünen und Linken ein Fehler ist

06. Mai 2026 um 11:00

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SPD Linke Grüne X Twitter Elon Musk

SPD, Linke und Grüne haben im Rahmen einer gemeinsamen Aktion erklärt, die Plattform X (ehemals Twitter) verlassen zu wollen. Begründung: zunehmender Hass, immer mehr Desinformation, kaum noch Niveau und eine mangelnde Debattenkultur. All das ist traurigerweise richtig. Doch: Die Konsequenz ist falsch – vor allem aus Sicht politischer Parteien. Eine kommentierende Analyse.

Darum verlassen SPD, Linke und Grüne X

  • In gleichlautenden und abgestimmten Mitteilungen teilten Grüne, SPD und Linke am 4. Mai 2026 mit, dass sich die Parteien von X (ehemals Twitter) zurückziehen wollen, da die Plattform in den vergangenen Jahren im Chaos versunken sei. Der Rückzug gilt offenbar sowohl für die offiziellen Partei-Accounts als auch die Accounts der Bundestagsfraktionen, die stillgelegt wurden. Zahlreiche Politiker der drei Parteien schlossen sich der Aktion an. Einige kehrten der Plattform bereits zuvor den Rücken, während andere auch weiterhin auf X aktiv bleiben wollen.
  • Laut einem Bericht von Table Media ging die Aktion von Pegah Edalatian, der Politischen Geschäftsführerin der Grünen, aus. Edalatian zufolge ist X zu einem Einfallstor für eine aggressive Debattenkultur und Desinformation geworden. Die einzelnen Parteimitglieder von SPD, Linken und Grünen sollen selbst entscheiden, ob sie auf der Plattform bleiben oder ihr den Rücken kehren. Die ehemalige Parteivorsitzende der Grünen, Ricarda Lang, will etwa weiterhin auf X aktiv bleiben.
  • Die Universität Potsdam und die Bertelsmann Stiftung haben Ende 2025 eine Studie zur Sichtbarkeit von Parteien in den digitalen Medien veröffentlicht. Darunter: Plattformen wie X, TikTok, Instagram und Facebook. Den Ergebnissen zufolge spielen digitale Medien Videos von Parteien an den politischen Rändern (AfD und Linke) häufiger aus, während Beiträge der politischen Mitte (SPD und CDU) seltener in den Feeds erscheinen. Die Studienautoren kritisieren eine algorithmisch bedingte Unausgewogenheit digitaler Wahlkämpfe.

Richtiger Befunde, falsche Therapie: Warum der Rückzug ein Fehler ist

Der Befund ist kaum zu bestreiten: X wirkt inzwischen vermehrt wie ein vermüllter digitaler Hinterhof, in dem Empörung schneller zirkuliert als Argumente. Denn: Zwischen Bots, Dauerzorn und algorithmischer Zuspitzung geraten ein Mindestmaß an Niveau und die Debattenkultur regelmäßig unter die Räder.

Während viele Nutzer Anstand und Medienkompetenz vermissen lassen, brauchen andere nach dem, was auf X an Hass und Desinformation kursiert, vermutlich regelmäßig eine Dusche. Trotzdem sendet der kollektive Rückzug von SPD, Grünen und Linken ein fragwürdiges Signal.

Politik darf sich nämlich nicht nur in Räumen aufhalten, in denen der Ton angenehm und die Zustimmung kalkulierbar ist. Denn: Demokratie ist keine Wellness-Oase mit einer Blockierfunktion für die mitunter traurige Realität. Doch: Wer den lautesten Marktplatz verlässt, überlässt ihn zwangsläufig denen, die Lautstärke mit Wahrheit verwechseln.

Zumal die Logik hinter dem Abgang widersprüchlich bleibt. Denn Instagram, TikTok oder Facebook sind keine demokratischen Luftkurorte mit Feuilleton-Etikette. Auch dort regieren Algorithmen, Aufmerksamkeit und emotionale Eskalation. All das bedeutet nicht, dass man alles hinnehmen muss, was einem auf X an Niveaulosigkeit oder Hass begegnet – zumal es für die schlimmsten Entgleisungen rechtliche Mittel gibt.

Doch Parteien haben im Gegensatz zu privatwirtschaftlichen Unternehmen einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag im Sinne der Demokratie. Sie müssten eigentlich wissen, dass demokratische Kommunikation nicht dort endet, wo sie unangenehm wird. Hinzu kommt, dass auch auf X nicht alles schwarz-weiß ist, wie Politiker wie Ricarda Lang oder Cem Özdemir mit tausenden Followern und Likes regelmäßig demonstrieren.

Indes: Wer Desinformation beklagt, muss ihr widersprechen – und zwar sichtbar, hartnäckig und dort, wo sie entsteht. Sonst bleibt am Ende nur ein symbolischer Protest gegen eine x-beliebige Plattform, während andere den nicht geführten Diskurs besetzen.

Stimmen und Reaktionen

  • Die SPD schrieb unter dem Hashtag #WirVerlassenX auf Instagram: „X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken, wird zunehmend von rechten Trollen dominiert. Politische Debatten leben vom Austausch und davon, dass sie Menschen erreichen und informieren. Wir wollen nicht länger einen Ort wie X stärken, der rechtspopulistische Inhalte, Hass und Desinformation fördert. Deswegen haben wir uns über Parteigrenzen hinweg entschlossen, unseren Account nicht mehr zu bespielen. Wir sind weiterhin auf verschiedenen Plattformen präsent und bleiben dort im Austausch.“
  • Bundesdatenschutzbeauftragter und SPD-Politiker Ulrich Kelber kritisiert in einem Beitrag auf Mastodon: „Wer von X als seiner zentralen Kommunikationsplattform zum nächsten Dienst einer privaten Firma wechselt, der jederzeit(!) denselben Weg gehen könnte, hat sein Problem nicht richtig verstanden. Von einer Abhängigkeit in die nächste. Wir müssen die Menschen überzeugen, den öffentlichen Raum wieder zu einem öffentlichen System zu machen.“
  • Nachdem die ehemalige Grünen-Chefin Ricarda Lang in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte, fragte Thorsten Alsleben, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, schnippisch: „Sie sind noch hier? Hier gibt’s doch laut Ihrer Parteiführung nur Desinformation. Waren damit etwa Ihre Posts gemeint?“ Lang entgegnete: „So schnell werdet ihr mich nicht los.“ Daraufhin Alsleben: „Das begrüße ich. Nur immer von AfD’lern gedisst zu werden, ist langweilig.“

Was der X-Exit wirklich bewirkt – und was nicht

Der demonstrative X-Abschied von SPD, Grünen und Linken dürfte die politische Lagerbildung eher vertiefen als entschärfen. Denn während sich progressive Milieus auf Bluesky gegenseitig versichern, wie unerträglich X geworden ist, bleiben auf X jene zurück, die Polarisierung längst als Geschäftsmodell verstanden haben, um Menschen zu täuschen.

Das Ergebnis ist kein besserer Diskurs, sondern eine zusätzliche digitale Mauer und eine weitere Spaltung im digitalen Raum. Dabei wäre gerade jetzt politische Präsenz in schwierigen Situationen notwendig. Denn wichtige Fragen oder Ängste verschwinden nicht, nur weil man die App löscht: Migration, soziale Abstiegsängste, Identitätspolitik oder das Misstrauen gegenüber Institutionen gären weiter – selbst wenn sie häufig abstrakt oder unbegründet sind.

Doch: Wer diese Stimmungen nur noch aus Screenshots oder Talkshows kennt, verliert den Kontakt zu einem Teil der gesellschaftlichen Realität. Natürlich muss niemand Elon Musks Plattform romantisieren. Denn: X ist kein Salon der Aufklärung, sondern eher der Manipulation und Desinformation.

Doch Demokratie bedeutet eben auch, Widerspruch weitestgehend auszuhalten und dort präsent zu bleiben, wo Debatten entgleisen. Ricarda Langs Entscheidung ist deshalb womöglich die klügere Strategie als jeder Hashtag-Abschied.

Vielleicht wird der X-Exit am Ende aber ohnehin weniger historisch sein, als seine Initiatoren hoffen. Denn: Nachrichtenmacher, Journalisten und politische Akteure beobachten die Plattform weiterhin, weil dort Trends, Kampagnen und Narrative entstehen, die später weit über X hinausreichen und denen es entgegenzutreten gilt.

Mein Fazit: Der digitale Rückzug mag zwar moralisch sauber wirken. Politisch könnte er sich aber als gepflegte Form der Selbstentwaffnung erweisen. Denn: Letztlich geht es nicht nur darum, Demokratie zu verteidigen, sondern Menschen für den Diskurs zurückzugewinnen, bevor sie sich immer weiter radikalisieren.

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XChat: Warum der Musk-Messenger gegen WhatsApp keine Chance hat

30. April 2026 um 11:00

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XChat Elon Musk Messenger X Twitter App

Elon Musk hat einen eigenen Messengerdienst an den Start gebracht. XChat ist zwar eine eigenständige App, aber nur mit einem Account auf X (ehemals Twitter) nutzbar. Der Dienst will sich an bekannten Messengern wie WhatsApp oder Signal orientieren und verspricht eine einfache Bedienung. Es gibt aber einige Unge­reimtheiten. Eine kommentierende Analyse.

Was ist und kann XChat?

  • Die XChat-App ist simpel gehalten. Zum Funktionsumfang gehören selbstlöschende Nachrichten, Gruppenchats, Audio- und Videoanrufe sowie der Versand von Dateien. Neben diesen mittlerweile grundlegenden Chat-Funktionen können Nutzer die Oberfläche der App anpassen. Es ist beispielsweise möglich, zwischen einem Light- und Dark-Mode zu wechseln oder die Farbe des App-Icons individuell anzupassen.
  • Elon Musk hatte XChat relativ überraschend bereits Mitte 2025 angekündigt. Die App wurde seit Monaten als eingeschränkte Beta-Version getestet. Seit dem 27. April 2026 steht XChat im App Store zum Download zur Verfügung, ist allerdings nur unter iOS 26 nutzbar. Viele Nutzer monieren, dass der Messenger aktuell noch nicht in allen Ländern verfügbar ist. In Deutschland ist XChat aber erhältlich.
  • XChat soll Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein. So zumindest das Versprechen. Mehrere Sicherheitsexperten hatten aber bereits Zweifel angemeldet. Viele Nutzer fragen sich zudem, warum X seine Direktnachrichtenfunktion in eine separate App ausgelagert hat. Der Grund: Elon Musk hatte eigentlich angekündigt, X zu einer Super-App machen zu wollen, die zahlreiche Funktionen in sich vereint. Bislang unklar ist deshalb, welche Rolle XChat im Zusammenhang mit X spielen wird. Klar hingegen ist: Die App ist nur in Kombination mit einem X-Account nutzbar. Eine Telefonnummer wie bei WhatsApp braucht es aber nicht.

Klon statt Innovation

XChat wirkt wie ein Déjà-vu im App Store. Denn: Die App hat nichts, was es nicht schon gibt. Das Einzige, was es bisher noch nicht gab, war ein Messengerdienst mit Elon-Musk-Label. Gruppenchats, selbstlöschende Nachrichten und Videoanrufe sind aber keine Kür, sondern mittlerweile vielmehr Pflichtfunktionen.

Wer sich Innovation von XChat erhofft hat, bekommt solide Durchschnittskost. Mehr aber auch nicht. Oder, um es etwas drastischer zu formulieren: Die App ist in ihrer jetzigen Form kein Konkurrent zu bereits etablierten Messengerdiensten, sondern wirkt eher wie ein Statist im ohnehin schon überfüllten Chat-Theater.

Hinzu kommt eine irritierende strategische Kehrtwende. Denn jahrelang fabulierte Elon Musk von einer Super-Plattform nach chinesischem Vorbild, nun um so eine weitere ausgelagerte App zu präsentieren. Das wirkt nicht nur wenig durchdacht, sondern vielmehr wie ein Experiment ohne klaren Plan. Auch beim Thema Daten- und Verbraucherschutz, mit dem es Musk meist nicht so ernst nimmt, gibt es mehr Unklarheit als Klarheit.

Denn wenn Datenpunkte aus verschiedenen Diensten zusammengeführt werden, entsteht aus harmlos wirkenden Informationen ein lückenloses Profil, das mehr über Nutzer verrät, als ihnen vielleicht bewusst ist. Unterm Strich erinnert XChat eher an einen Klon des Facebook Messengers, der hier und da vielleicht funktional sein mag, aber selten erste Wahl. Oder kurzum: XChat ist keine Alternative zu WhatsApp und Co, sondern eine App, die man nutzt, wenn man muss – jedoch nicht, weil man will.

Was Sicherheitsexperten und Nutzer sagen

  • Elon Musk, fast schon ungewohnt nüchtern, zur Ankündigung im Sommer 2025 in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter): „Die brandneue Version von XChat bietet Verschlüsselung, selbstlöschende Nachrichten und die Möglichkeit, beliebige Dateiformate zu versenden. Außerdem sind Audio- und Videoanrufe möglich. Die App basiert auf Rust und verfügt über eine Verschlüsselung im Bitcoin-Stil sowie eine völlig neue Architektur.“
  • Ein Reddit-Nutzer, der XChat bereits getestet hat, schreibt: „Ich habe es mir mal heruntergeladen, um zu sehen, wie es so ist. Es ist nicht schlecht, aber man merkt, dass es noch neu ist, weil es viele Funktionseinschränkungen gibt und Benachrichtigungen manchmal gar nicht ankommen. Aber glaubst du, dass X WhatsApp schlagen kann? Ich glaube nicht – ich meine, zumindest denke ich, dass es wirklich schwer werden wird.“
  • Dass XChat nur über ein bestehendes X-Konto nutzbar ist, ist für Maria Villegas Bravo, Rechtsberaterin beim Electronic Privacy Information Center, ein Warnsignal: „Das macht mich etwas misstrauisch, denn je mehr Datenpunkte über eine Person miteinander verknüpft werden, desto besser lässt sich verfolgen, was sie tut.“ Auch bei der Vorstellung von XChat im vergangenen Jahr schlugen Sicherheitsforscher bereits Alarm. Cooper Quintin, leitender Technologe bei der Electronic Frontier Foundation, dazu: „Angesichts der bisherigen Sicherheitslücken würde ich zögern, diesen Dienst zu nutzen, bis er einer gründlichen externen Prüfung unterzogen wurde.“

Hat XChat eine Zukunft?

Die Zukunft von XChat hängt weniger von Funktionen oder einem neuen Design ab, sondern vor allem von Vertrauen. Denn solange die technische Grundlage der Verschlüsselung diffus bleibt und Begriffe wie „Bitcoin-ähnlich“ mehr Fragen als Antworten aufwerfen, wird Skepsis die App begleiten.

In einem Markt, in dem Datenschutz und -sicherheit längst zu einem Verkaufsargument geworden sind, kann man sich Grauzonen wie bei XChat eigentlich nicht mehr leisten. Gleichzeitig steht die App vor einem klassischen Henne-Ei-Problem: Ohne Nutzer kein Netzwerk und ohne Netzwerk keine Nutzer.

Die Bindung an ein X-Konto könnte sich nämlich als Stolperstein erweisen. Denn: Was vielleicht als cleveres Ökosystem gedacht ist, wirkt eher wie ein geschlossener Club – und zwar ohne Zugang zu einem Milliardenpublikum. Der Verzicht auf Telefonnummern mag zwar elegant erscheinen, kostet aber genau den Komfort, der andere Dienste groß gemacht hat.

Letztlich bleibt die Frage, ob XChat mehr sein kann als nur ein Nebenprodukt im Universum von Elon Musk. Eine Ankündigung von X-Chefdesigner Benji Taylor deutet zwar darauf hin, dass man mit der App noch viel vor hat. Aktuell wirkt sie aber eher wie ein unnötiges Projekt ohne klares Konzept.

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Elon Musk vor Gericht: Das größte Problem sind die eigenen Tweets

30. April 2026 um 11:22
Künstliche Intelligenz, Elon Musk, AI, Klage, Gericht, OpenAI, ChatGPT, Musk, Sam Altman Elon Musk inszeniert sich vor Gericht als Verteidiger der Menschheit gegen das gewinnorientierte Unternehmen OpenAI. Interne E-Mails und öffentliche Tweets zeichnen jedoch ein völlig anderes Bild. Der Milliardär wollte das KI-Labor einst selbst komplett übernehmen. (Weiter lesen)

Verfahren Musk gegen Altman: Geschworene hassen den Tesla-Chef

29. April 2026 um 08:50
Elon Musk, Twitter, Twitter X, Elon Twitter, Elon kauf Twitter Im Prozess von Elon Musk gegen OpenAI gestaltete sich die Suche nach einer Jury als extrem schwierig. Viele potenzielle Geschworene äußerten offen ihre Abneigung gegen den Milliardär. Dennoch steht nun eine neunköpfige Gruppe fest. (Weiter lesen)

Elon Musk: Der größte Seifenblasenhändler der Welt

13. April 2026 um 11:00

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Elon Musk Seifenblasenhändler Tesla

Einst ein nachhaltiger Weltverbesserer und Elektropionier, mittlerweile nur noch ein Dampfplauderer, der davon lebt, dass ihm Millionen Menschen Geld für etwas geben, das es nicht gibt: Elon Musk und sein Herzstück Tesla stehen am Scheideweg. Eine kommentierende Analyse.

Was steckt hinter Teslas 1,2-Billionen-Bewertung?

  • Mit einem Marktwert von 1,2 Billionen US-Dollar – das sind 1.200 Milliarden US-Dollar – ist Tesla der wertvollste Autobauer der Welt. Deutlich wertvoller als VW, BMW, Mercedes und BYD zusammengerechnet. Das Problem dabei: Der Gewinn im Jahr 2025 lag gerade einmal bei rund 3,8 Milliarden US-Dollar.
  • An dieser Stelle wird das sogenannte Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (KGV) relevant. Dieses setzt den aktuellen Börsenkurs und den Gewinn je Aktie ins Verhältnis zueinander. Ein KGV von 20 bedeutet, dass es theoretisch 20 Jahre dauern würde, bis eine Firma ihren aktuellen Börsenwert durch Gewinne erwirtschaftet hat – vorausgesetzt, die Gewinne bleiben konstant.
  • Das KGV von Tesla liegt im Frühjahr 2026 konstant bei Werten von über 350. Oder anders ausgedrückt: Tesla ist nicht der wertvollste Autobauer der Welt, sondern Elon Musk der größte Luftschlossverkäufer der Welt. Die gesamte Börsenbewertung von Tesla ist eine einzige Wette auf massive Gewinnsteigerungen in den kommenden Jahren. Zum Vergleich: Die KGV von Mercedes (7,5), Volkswagen (6,9), BYD (17,2) und dem S&P 500 (27,6) sind deutlich niedriger.

Warum Tesla gleichzeitig Marktführer und Verlierer ist

Wenn man von Tesla als größtem Autobauer der Welt spricht, ist das gleichzeitig wahr – und trotzdem gelogen. Auf der einen Seite verrät ein Blick in die Geschäftsberichte von Tesla, dass der überwiegende Großteil des Umsatzes aus der E‑Auto‑Sparte stammt. Rund 73,3 Prozent des Jahresumsatzes entfallen auf diesen Bereich. E‑Autos sind also die Haupteinnahmequelle von Tesla.

Auf der anderen Seite hat Tesla im Bereich der E‑Autos die Marktführerschaft im Jahr 2025 an BYD verloren. Während Tesla 2023 und 2024 noch vorne lag, hat BYD 2025 mit 2,26 Millionen verkauften reinen Elektroautos übernommen. Tesla kommt dagegen nur noch auf 1,64 Millionen – ein rückläufiger Wert. Die meisten Autos hatte Tesla 2023 verkauft: damals 1,81 Millionen Stück.

Und auch der Blick in die Gegenwart lässt die Augen von Elon Musk wohl eher nicht funkeln. Laut Kraftfahrtbundesamt und ADAC liegt das Tesla Model Y mit 1.340 Neuzulassungen im Februar 2026 nur noch auf Platz sieben der E‑Autos in Deutschland. Hierzulande haben Skoda, Volkswagen und Mercedes Tesla schon überholt – und auch Audi hat kaum noch Rückstand.

Stimmen und Reaktionen

  • Wie absurd die Versprechungen von Elon Musk sind, zeigt ein Tweet aus dem Jahr 2020. Damals versprach er: „Wir gehen davon aus, dass Tesla wahrscheinlich vor 2030 die Marke von 20 Millionen Fahrzeugen pro Jahr erreichen wird. Aber das erfordert eine durchweg exzellente Ausführung.“ Dafür müsste Tesla seinen Absatz in fünf Jahren also verzwölffachen.
  • Fabian Peters, Chefredakteur bei BASIC thinking, blickte schon im März 2025 kritisch in die Zukunft. Ein Teil seiner Prognosen ist bereits eingetreten. Er sagt: „Sollte Tesla künftig anhand von reinen Zahlen statt Spekulationen bewertet werden, droht dem Unternehmen ein Wertverlust von bis zu 90 Prozent. Das wäre wohl das Ende des Unternehmens in seiner jetzigen Form.“
  • Neben seinen wirtschaftlichen Phrasen gefährdet Elon Musk seine einst revolutionären Ideen durch seine politische Radikalisierung. Als Sprecher auf einer AfD‑Veranstaltung sprach er davon, dass die Deutschen stolz auf ihre tausendjährige Geschichte sein sollten. Steffen Seibert, deutscher Botschafter in Israel, antwortete auf X: „Elon Musk scheint unser Land überhaupt nicht gut zu kennen. Niemand bringt Kinder dazu, sich für Nazi‑Verbrechen schuldig zu fühlen. Wir wollen, dass sie informiert und verantwortungsbewusst aufwachsen und die Lehren aus Deutschlands Vergangenheit anwenden.“

Wie lange trägt Elon Musks Strategie noch Früchte?

Quo vadis, Tesla? Wo willst du hin, Elon Musk? Noch besser: Wie lange wächst die Seifenblase von Elon Musk noch, bevor sie platzt? Aktuell hat Elon Musk laut Forbes ein geschätztes Vermögen von rund 839 Milliarden Euro – ein Großteil davon Unternehmensbeteiligungen.

Diese Werte lösen sich schnell in Luft auf, wenn aus den Hype‑Projekten Tesla, SpaceX und xAI die Luft entweicht. Es liegt in der Hand der Aktionäre. Wie lange diese noch geduldig sind, wird sich zeigen.

Fest steht: Keines von Musks Vorzeigeprojekten ist wirklich wettbewerbsfähig. Die Optimus‑Roboter stehen auf wackligen Füßen, die E‑Autos von BYD haben sich an die Spitze gesetzt, die KI Grok ist nur gut darin, falsche Quellen zu zitieren, und die Cybercabs sehen zwar gut aus, haben das Wettrennen gegen Waymo aber schon vor dem Start verloren.

Die einzige Hoffnung von Elon Musk: Solange er es schafft, mit seinen Visionen gewagte Thesen aufzustellen und kaum eines seiner Versprechen zu erfüllen, folgen ihm seine Jünger wie Lemminge. Solange das so bleibt, wird er ein reicher Schäfer bleiben.

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