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Vom Autobauer zum Robotik-Konzern: Tesla droht der absolute Absturz
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Tesla stellt die Produktion seiner Premium-Elektroautos Model S und Model X ein, um Kapazitäten für die Massenproduktion des Optimus-Roboters und des Roboter-Taxis Cybercab freizumachen. Die strategische Neuausrichtung markiert einen Pivot vom Autohersteller zum KI- und Robotik-Konzern – und zwar mit erheblichen Risiken. Eine kommentierende Analyse.
Tesla ist kein Autobauer mehr
- Tesla will sein Model S und Model X im Laufe des Jahres aus dem Programm nehmen und die Produktion einstellen. Das teilte CEO Elon Musk am Rande einer Bilanzkonferenz mit. Der Schritt kommt einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens gleich. Die einstigen Vorzeigemodelle wurden in den vergangenen Jahren deutlich von den Modellen 3 und Y überflügelt. Das Model S und Model X machten 2025 gerade einmal drei Prozent vom Umsatz aus.
- Tesla will in den frei werdenden Produktionslinien durch das Aus für das Model S und Model X künftig seinen humanoiden Roboter Optimus und das autonome Cybercab-Taxi herstellen. Laut Elon Musk soll die Produktion des Cybercab noch in diesem Jahr starten. Seine Hoffnung: Das Fahrzeug könne alle anderen Tesla-Modelle zahlenmäßig langfristig übertrumpfen. Die Massenproduktion des Tesla Optimus dürfte frühestens 2027 starten.
- Tesla musste 2025 erstmals in seiner Unternehmensgeschichte einen Rückgang bei seinen Verkaufszahlen hinnehmen. Nach einem Höchststand von 1,8 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2023 sanken die Auslieferungen 2025 im Vergleich zu 2024 um 8,5 Prozent auf 1,636 Millionen. Der Umsatz ging um drei Prozent auf rund 94,8 Milliarden US-Dollar zurück. Beim Gewinn verzeichnete das Unternehmen sogar einen Rückgang um 46 Prozent – auf 3,8 Milliarden US-Dollar.
Neue Strategie mit altern Mustern
Mit dem Model S und X verabschiedet Tesla nicht nur zwei Fahrzeuge, sondern ein Stück Firmengeschichte. Einst sollten sie zusammen mit den Modellen 3 und Y das Akronym S-3-X-Y formen (Ford hält die Rechte an der Bezeichnung Model E). Doch mittlerweile ist Tesla als Autobauer längst nicht mehr sexy.
Aufgrund der geringen Absatzzahlen beider Fahrzeuge ist der Schritt rein wirtschaftlich zwar folgerichtig. Doch viele Probleme von Tesla sind hausgemacht. Seit dem Model Y im Jahr 2020 hat das Unternehmen etwa kein massenmarkttaugliches Modell mehr präsentiert. Das versprochene E-Auto für 25.000 US-Dollar? Beerdigt! Der Cybertruck? Ein Prestigeobjekt, das keine Nachfrage hat.
Die Konkurrenz hat derweil aufgeholt und produziert überwiegend günstigere und bessere Elektroautos als Tesla. Elon Musks rechtspopulistischen Eskapaden haben Tesla zudem einen Bärendienst erwiesen. Erschwerend hinzu kam Donald Trump, der für einen Wegfall der US-Kaufprämie, weichere CO2-Regeln und sinkende Erlöse aus Emissionszertifikaten verantwortlich ist.
Elon Musk setzt deshalb auf einen radikalen Strategiewechsel: weg vom Autobauer und hin zum Robotik-Konzern. Diese neue Strategie mag auf den ersten Blick vielleicht bahnbrechend erscheinen, entspricht vom Prinzip her aber der alten. Denn sie beruht vor allem auf großen Versprechen.
Tesla hat zwar früh das Potenzial von autonomen Taxis und humanoiden Robotern erkannt, hinkt der Konkurrenz aus China in der Robotik sowie dem US-Konkurrenten Waymo bei fahrerlosen Autos mittlerweile aber auch massiv hinterher.
Stimmen
- Tesla-Chef Elon Musk im Rahmen der Quartalskonferenz: „Es ist an der Zeit, die Programme für das Model S und das Model X mit einer ehrenvollen Entlassung zu beenden. Denn wir bewegen uns auf eine Zukunft zu, die auf Autonomie basiert. Wir werden paranoid sein und dafür sorgen, dass wir weiterhin Batterien, Roboter und KI-Chips bauen können, egal was passiert.“
- Analysten von Canaccord Genuity in einer Mitteilung nach Veröffentlichung der Tesla-Quartalszahlen: „Vergessen Sie das Tesla, das Sie kannten. Das Tesla von gestern gibt es nicht mehr. Wir glauben, dass Elon Musk einen entscheidenden Wendepunkt erreicht hat – eine totale Hingabe an eine Vision, die keinen Raum für Rückzug lässt.“
- Guy Hoffman, Assistenzprofessor für Maschinenbau und Luft- und Raumfahrttechnik an der Cornell University, ist skeptisch: „Teslas Wandel ist entweder mutig oder riskant, je nachdem, wie optimistisch man gegenüber unbewährten Technologien ist. Auch wenn zukünftige Durchbrüche immer schwer vorherzusagen sind, sollten wir bedenken, dass humanoide Roboter – trotz ihres derzeitigen Hypes – nach wie vor in einem sehr experimentellen Stadium sind. Ich würde behaupten, dass die Popularität von Humanoiden eher auf dem Reiz der Science-Fiction als auf technischen Gründen beruht.“
Tesla hinkt der Konkurrenz hinterher
Tesla setzt immer mehr auf Roboter und Robo-Taxis. Elon Musk hat für 2026 Investitionen in Höhe von rund 20 Milliarden US-Dollar in diesen Bereich angekündigt. Zusätzliche zwei Milliarden kommen von Musks KI-Startup xAI.
Branchenexperten sprechen bereits von einem „Point of no Return“ – oftmals euphorisch. Doch der Realitätscheck ist ernüchternd. Robotaxi-Konkurrent Waymo betreibt bereits 2.500 autonome Fahrzeuge in mehreren US-Städten. Tesla steht mit 500 Cybercabs, die teilweise auf einen Sicherheitsfahrer angewiesen sind, noch am Anfang.
Elon Musks Versprechen offenbaren dabei das eigentliche Problem. Denn: Zwischen Millionen geplanten und maximal 2.500 erlaubten Tesla-Robotaxis (bei Waymo theoretisch unbegrenzt) klafft eine gewaltige Lücke aufgrund technischer Probleme.
Auch beim humanoiden Roboter Optimus ist Tesla kein Pionier. Denn rund um Boston Dynamics, Unitree und Xpeng schläft die Konkurrenz nicht. Vor allem nicht in China, wo Kostenvorteile entscheidend sein dürften. Optimus ist bislang zudem mehr ein Forschungsprojekt als ein produktiver Helfer.
Das Bewertungsparadoxon bei Tesla: Das Unternehmen ist an der Börse mehr wert als die zehn größten Autohersteller der Welt zusammen und das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt immer noch bei einem Wert von über 250. Solange das Autogeschäft wuchs, trug diese Vision.
Gelingt sie bei Autonomie und Robotik, wäre der Pivot genial. Misslingt er, bleibt ein Meme-Mythos und ein CEO, der lieber neue Versprechen macht, als alte einzulösen. Der Tesla-Kurs ist dennoch nicht von Umsatz und Gewinn getrieben, sondern von Hype und einer loyalen Fanbase.
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SpaceX: Elon Musk bastelt neues Macht-Imperium im All
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Elon Musk hat seine Raumfahrtfirma SpaceX und sein KI-Unternehmen xAI im Rahmen eines gigantischen Deals zusammengelegt. Dadurch poliert er die Finanzstruktur beider Firmen künstlich auf. Das augenscheinliche Ziel: einer der größten Börsengänge aller Zeiten sowie eine neue Macht-Dimension im All. Eine kommentierende Analyse.
SpaceX schluckt xAI
- Berichten zufolge sollen im Rahmen der Fusion als Übernahme 250 Milliarden US-Dollar von SpaceX an xAI geflossen sein. Die Nachrichtenagentur Bloomberg schätzt das kombinierte Superunternehmen auf einen Wert in Höhe von 1,25 Billionen US-Dollar.
- Musks selbsterklärtes Ziel ist es, KI-Rechenzentren im All zu bauen. Die Raketen von SpaceX sollen dabei eine tragende Rolle spielen. Zunächst spült der Deal aber frisches Kapital in die klammen Kassen von xAI. Der Grund: Das KI-Unternehmen verbrennt derzeit viel Geld, ohne nennenswerte Einnahmen zu generieren. Die Konkurrenz im KI-Wettstreit ist mit Google und OpenAI zudem enorm.
- Drei Jahre nach der Übernahme von X (ehemals Twitter) hat Elon Musk das Unternehmen 2025 bereits mit xAI unter ein Dach gebracht. Auch damals waren die Gründe strategisch. Einerseits konnte Musk durch den Deal die Finanzstruktur beider Unternehmen aufpolieren. Andererseits koppelte er die Datenbasis von X mit xAI, um das KI-Modell Grok zu trainieren – und zwar, ohne die Nutzer zu informieren.
Elon Musk bastelt sich neues Macht-Imperium im All
Elon Musk bastelt mit dem neuen SpaceX an einem Macht-Imperium im All. Die Fusion ist wirtschaftlich zwar nicht ganz risikofrei, da vor allem der Erfolg von xAI wie bei nahezu allen anderen KI-Unternehmen in den Sternen steht.
Doch der Energiehunger und die hohen Kosten von Musks Chatbot Grok sind gleichzeitig Gründe für den Zusammenschluss. Denn: Durch die Übernahme erhält das Unternehmen von SpaceX eine gigantische Summe an Kapital.
Das kurzfristige Ziel von Elon Musk dürfte es sein, dadurch den Rückstand im KI-Wettstreit zur Konkurrenz wettzumachen. Langfristig eröffnen sich wiederum Chancen, OpenAI und Co. in den Schatten zu stellen – zumindest, was die Kosten angeht.
Denn mit Rechenzentren und nahezu unbegrenzter Solarenergie im All könnte Musk seine KI-Sparte deutlich effizienter betreiben. Mit dem Satelliten-Internetdienst Starlink verfügt SpaceX zudem über einen ökonomischen Kern, der mittlerweile der eigentliche Werttreiber des Unternehmens ist.
Das neue Macht-Imperium: SpaceX liefert mit seinen Raketen die Infrastruktur, Starlink die Datenströme, Tesla die Energie- und Batteriesysteme und xAI die Auswertung. Ein solches Modell wäre absolut einzigartig und konkurrenzlos. Größtes Risiko bleibt aber xAI, da die KI-Pläne von Musk aufgrund seiner totalitären, rechtspopulistischen und manipulativen Tendenzen auf dem Markt zu scheitern drohen.
Stimmen
- Elon Musk in einem Blogbeitrag zur Fusion: „SpaceX hat xAI übernommen, um den ehrgeizigsten vertikal integrierten Innovationsmotor auf (und außerhalb) der Erde zu schaffen, mit KI, Raketen, weltraumgestütztem Internet, direkter Kommunikation mit Mobilgeräten und der weltweit führenden Plattform für Echtzeitinformationen und freie Meinungsäußerung.“
- Analyst Craig Moffett von Moffett Nathanson weist auf das Ungleichgewicht des Deals hin: „xAI ist ein Nachzügler in einem hochkonzentrierten Markt, in dem ohne Ende Cash verbrannt wird. Dagegen gibt es bei SpaceX, ohne ein Urteil über die vorgeschlagene Bewertung abzugeben, zumindest einen klaren Weg zur Rentabilität.“
- Historiker und Investor Rainer Zitelmann ordnet ein: „Musk baut kein klassisches Unternehmen, sondern ein Ökosystem mit extrem hohen Eintrittsbarrieren. Historisch vergleichbar ist das eher mit Standard Oil als mit heutigen Tech-Konzernen. Wer das All kontrolliert, kontrolliert Kommunikation, Daten und perspektivisch Sicherheit. Das ist Macht in einer neuen Dimension.“
SpaceX vor einem der größten Börsengänge der Geschichte
Vieles deutet darauf hin, dass Elon Musk mit SpaceX einen der größten Börsengänge der Tech-Geschichte vorbereitet. Mit einer Bewertung von über einer Billion US-Dollar würde das neue Firmen-Konglomerat schlagartig in die Topliga der wertvollsten Unternehmen der Welt aufsteigen.
Das Narrativ scheint zwar verführerisch, da ein Gang an die Börse eine gänzlich neue Machtstruktur verspricht. Doch diese Vision stellt zunächst eine Rettungsaktion von xAI dar. Mit einer ähnlichen Übernahme scheiterte Elon Musk bereits.
Denn nachdem Tesla 2016 den Photovoltaik-Dienstleister Solar City, der von zwei Cousins von Musk geführt wurde, übernahm, verschwand das Unternehmen in der Versenkung.
Auch jetzt stabilisiert SpaceX mit seinem Cashflow ein KI-Unternehmen, das im gnadenlosen Wettbewerb mit OpenAI und Google bislang hinterherhinkt. Gleichzeitig wächst das politische Risiko. Starlink entwickelt sich zu einer kritischen globalen Infrastruktur, die schwer regulierbar und geopolitisch äußerst sensibel ist.
Wer, wie Musk, Kommunikation, Datenströme und künftig vielleicht sogar militärische Logistik kontrolliert, bewegt sich jenseits der klassischen Marktlogik. Denn das Weltall gleicht einem Wilden Westen, in dem Elon Musk nicht nur Goldgräber, sondern auch Sheriff, Bank und Eisenbahn zugleich sein will.
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