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Wie du 2026 den richtigen Rasenroboter ohne Kabel findest

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Rasenroboter ohne Kabel

Stell dir vor: Dein Garten besteht aus einer großen Hauptfläche, einem abgetrennten Bereich hinter dem Gartenhaus und einem leicht abschüssigen Randstreifen entlang der Einfahrt. Genau hier scheitern viele klassische Mähroboter – und genau hier beginnt der Vorteil kabelloser Modelle.

Wer einen solchen Garten kennt, weiß: Das Verlegen eines Begrenzungskabels ist nicht nur zeitaufwendig, sondern häufig auch frustrierend. Kaum ist das Kabel einmal in der Erde, reicht eine Wurzel, ein Schaufelstich oder ein harter Winter aus, um die mühsam eingerichtete Grenze zu ruinieren. Kabellose Mähroboter lösen dieses Problem an der Wurzel – und sie werden 2026 immer besser darin.

Warum Rasenroboter ohne Kabel 2026 so gefragt sind

Der Trend zu kabellosen Mährobotern ist kein Zufall. GPS-Navigation hat sich in den vergangenen Jahren so weit verbessert, dass Roboter Gartenflächen selbstständig kartieren, Routen berechnen und sich an veränderte Gegebenheiten anpassen können – ganz ohne Draht im Boden.

Das macht sich im Alltag deutlich bemerkbar. Wer ein Beet anlegt, eine neue Zone abgrenzen oder einfach den Stellplatz des Roboters verlegen möchte, passt das per App an – fertig. Kein Umgraben, kein Nachjustieren, keine Fehlersuche an unterbrochenen Kabeln.

  • Keine Installation: Aufstellen, konfigurieren, sofort loslegen – ideal für alle, die keine Drahtverlegung möchten.
  • Flexiblere Gartenplanung: Beete verändern? Neue Zone ergänzen? Die Navigation passt sich automatisch an.
  • GPS-gestützte Orientierung: Moderne Software sorgt für saubere Bahnen und strukturiertes Mähen.
  • Weniger Störquellen: Kein Kabel, das brechen, beschädigt werden oder falsch verlegt sein kann.
  • Einfachere Wartung: Alles digital gesteuert – weniger mechanische Fehlerquellen.
Bild: MOVA

Was herkömmliche Mähroboter oft zum Problem macht

Begrenzungskabel waren lange der Standard, doch sie bringen spürbare Einschränkungen mit sich. Das Verlegen kann Stunden oder sogar einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Noch ärgerlicher: Ist das Kabel erst beschädigt – durch Tiere, Frost, Wurzeln oder einen unachtsamen Spatenstich – beginnt eine langwierige Fehlersuche.

Auch navigatorisch stoßen kabelgebundene Modelle schnell an ihre Grenzen. Bei verwinkelte Gärten, Engstellen oder mehreren getrennten Rasenflächen können sie die Struktur oft nicht sauber abbilden. Sie fahren schlicht dem Draht entlang, mehr Intelligenz steckt meistens nicht dahinter.

Kabellose Mäher der neuen Generation hingegen lernen den Garten kennen. Sie erstellen Karten, berechnen optimale Routen und verbessern ihre Leistung im Laufe der Saison. Etwas, das mit Drahttechnologie strukturell nicht möglich ist.

Worauf du bei der Wahl deines kabellosen Rasenroboters achten solltest

Die Auswahl wächst, doch nicht jedes Modell eignet sich für jeden Garten. Bevor du dich entscheidest, spielen diese Punkte eine wichtige Rolle:

  • Flächengröße: Je größer der Rasen, desto leistungsfähiger sollte der Roboter sein.
  • Komplexität: Enthält dein Garten mehrere Bereiche, Engstellen oder Hindernisse?
  • Akkuleistung: Größere Flächen benötigen zuverlässige und effiziente Akkus.
  • Schnittbreite: Breitere Mähwerke bearbeiten Flächen schneller.
  • Navigationssystem: GPS und AI-Navigation sind der Standard bei hochwertigen kabellosen Modellen.
  • Wetterbeständigkeit: Ein guter Roboter sollte Regen, Hitze und Kälte problemlos aushalten.
  • Sicherheit: Sensoren zum Stoppen bei Berührung oder Anheben sind Pflicht.

Ein kabelloser Mähroboter lohnt sich besonders dann, wenn der Garten komplex ist, sich regelmäßig verändert oder das Verlegen eines Kabels schlicht keine Option ist. Für einfache, klar begrenzte Rasenflächen ohne Hindernisse können kabelgebundene Einstiegsmodelle weiterhin eine günstige Alternative sein – das sollte man ehrlich sagen.

Bild: MOVA

Die LIDAX Ultra Serie im Überblick: Welches Modell für welche Fläche?

Die LIDAX Ultra Serie von MOVA wurde für genau diese Anforderungen entwickelt. Alle drei Modelle arbeiten kabellos per GPS-Navigation, verfügen über starke Akkus und sind auf regelmäßigen Einsatz ausgelegt. Was sie unterscheidet, ist die Flächenleistung:

  • LIDAX Ultra 800: Für Gärten bis 800 m² – ideal für Reihenhäuser, Stadtgärten und übersichtliche Rasenflächen.
  • LIDAX Ultra 1200: Der Allrounder für Flächen bis 1200 m² mit mittlerer Komplexität – auch mit getrennten Bereichen.
  • LIDAX Ultra 1600: Für große Grundstücke mit weitläufigen Flächen, unterschiedlichen Höhenlagen und mehreren Zonen.

Zum LIDAX Ultra

Alle Varianten mähen angenehm leise – ein nicht zu unterschätzender Faktor in dicht bebauten Wohngebieten.

Bild: MOVA

Wie sich ein kabelloser Mähroboter im Alltag bewährt

Die Einrichtung eines kabellosen Mähroboters wie des LIDAX Ultra läuft in der Regel über eine App. Beim ersten Start fährt der Roboter die Fläche ab und erstellt dabei eine Karte. Grenzen, Zonen und Ausschlussbereiche – etwa Beete oder Spielflächen – werden digital eingetragen. Das dauert je nach Gartengröße zwischen wenigen Minuten und einer halben Stunde.

Im laufenden Betrieb navigiert das Modell dann selbstständig. Ein Szenario: Garten mit einer Hauptfläche und einem kleineren Bereich hinter dem Gartenhaus. Der LIDAX Ultra 1200 findet eigenständig den Weg zwischen den Bereichen und erkennt dabei typische Hindernisse im Garten zuverlässig, ohne dass ein Draht die Route vorgibt. Unterbrechungen – durch Spielzeug auf dem Rasen, Gartenarbeiten oder einfach schlechtes Wetter – stören den Ablauf kaum.

Auf großen Grundstücken mit langen Kanten und Höhenunterschieden zeigt der LIDAX Ultra 1600 seine Stärken: leistungsstarker Motor, robuste Bereifung und KI-gestützte Wegplanung. Auch bei leichtem Regen arbeitet er weiter, sofern die Bedingungen sicher sind.

Ein Einschränkungshinweis: Wie bei allen GPS-basierten Systemen kann die Signalqualität in sehr engen, von Bäumen oder Gebäuden stark verschatteten Bereichen gelegentlich schwanken. Das ist kein LIDAX-spezifisches Problem, sondern ein grundsätzliches Merkmal der Technologie – es lohnt sich, das beim Einrichten zu berücksichtigen.

Wer regelmäßig mäht, merkt außerdem einen angenehmen Nebeneffekt: Der Rasen wird dichter und gleichmäßiger, weil der Roboter häufig und in kurzen Abständen mäht – typisch für das sogenannte Mulchprinzip, bei dem die feinen Schnittgutpartikel als natürlicher Dünger im Boden verbleiben.

Bild: MOVA

Weitere technische Details und eine Übersicht über kabellose Mähroboter von MOVA findest du hier.

FAQ

Wie funktioniert die Einrichtung des LIDAX Ultra?

Die Einrichtung erfolgt app-basiert. Dank UltraView™-System mit KI und 3D-LiDAR erstellt der Roboter automatisch eine Karte des Gartens – ohne Begrenzungskabel oder manuelle Vermessung.

Wie gut navigiert der LIDAX Ultra in komplexen Gärten?

Der Roboter ist für mehrere Zonen und komplexe Gartenstrukturen ausgelegt und kann bis zu 150 Bereiche verwalten. Durch KI-basierte Navigation passt er sich unterschiedlichen Layouts automatisch an.

Kann der LIDAX Ultra auch auf unebenem Gelände arbeiten?

Ja, der LIDAX Ultra ist für Steigungen von bis zu 45 % ausgelegt und kann auch Hindernisse bis ca. 4 cm überwinden, wodurch er sich für anspruchsvollere Gärten eignet.

Funktioniert der LIDAX Ultra auch bei Regen?

Ja, der Roboter kann bei leichtem Regen betrieben werden, solange die Sicherheitsbedingungen eingehalten werden.

Jetzt LIDAX Ultra entdecken

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Mini-Windrad für Zuhause: Warum die Erträge oft enttäuschen

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Mini-Windräder für Zuhause Windkraft Windenergie Erneuerbare Energien

Ein Mini-Windrad klingt nach einer cleveren Ergänzung zur Solaranlage auf dem Dach. Doch Verbraucherschützer dämpfen die Erwartungen: In Wohngebieten bleibt der Stromertrag oft weit hinter dem zurück, was Hersteller versprechen. Wir zeigen, mit welchen Erträgen du realistisch rechnen kannst, wo die Grenzen liegen und für wen sich eine Kleinwindanlage trotzdem lohnen kann.

Immer mehr Menschen setzen angesichts der hohen Energiepreise und dem zunehmenden Klimabewusstsein auf grünen Strom und eine möglichst unabhängige Energieversorgung. Besonders die Solarenergie hat auf der Ebene privater Haushalte in den vergangenen Jahren einen Boom erlebt.

Allen voran stehen dabei kompakte Balkonkraftwerke, die sich einfach installieren lassen und schnell Energie liefern. Auch kleine Windkraftanlagen rücken zunehmend in den Fokus, da die Windkraft als Ergänzung zur Solarenergie vor allem in sonnenarmen Zeiten gilt.

Doch der tatsächliche Nutzen von Mini-Windrädern für das eigene Zuhause ist umstritten. Die Verbraucherzentrale hat zusammengetragen, worauf Interessierte vor der Anschaffung achten sollten und gibt Hilfestellung zu Themen wie dem geeigneten Standort, realistische Ertragserwartungen, Kosten und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Wie viel Strom liefert ein Mini-Windrad wirklich?

Während die Photovoltaik inzwischen als relativ ausgereifte Technologie gilt, stehen Kleinwindkraftanlagen für den Hausgebrauch vielerorts noch vor praktischen und wirtschaftlichen Hürden. Denn die Stromerträge hängen stark von den lokalen Windverhältnissen ab, die in dicht bebauten Wohngebieten oft unzureichend sind.

Im Gegensatz zu Solaranlagen, die selbst auf kleinen Flächen wie Balkonen zuverlässig Energie liefern können, bleibt die Effizienz von Mini-Windrädern daher in vielen Fällen begrenzt. Denn ihre Leistung hängt extrem stark von der Windgeschwindigkeit ab.

Da die Leistung einer Windkraftanlage nicht linear, sondern mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit steigt, entsteht eine starke Abhängigkeit vom jeweiligen Standort. Schon geringe Unterschiede im Windangebot können daher über hohe Erträge oder wirtschaftliche Enttäuschungen entscheiden. Verdoppelt sich der Wind beispielsweise, steigt der Ertrag auf das Achtfache. Halbiert sich der Wind hingegen, bleibt nur ein Achtel übrig.

Eine Beispielrechnung der Verbraucherzentrale zeigt, wie begrenzt der Ertrag kleiner Windräder oft ist. Eine Anlage mit einem Meter Rotordurchmesser kommt unter optimistischen Bedingungen auf rund 96 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Wird dieser Strom vollständig im eigenen Haushalt genutzt, entspricht das einem Wert von etwa 35 Euro.

Zwar könne sich der Ertrag bei doppeltem Durchmesser vervierfachen, dennoch bleibe der wirtschaftliche Nutzen laut der Verbraucherzentrale meist überschaubar. In der Praxis falle die Ausbeute je nach Standort und Anlagenqualität häufig sogar noch geringer aus.

Im Vergleich dazu würde eine Photovoltaik-Anlage mit vergleichbarer Fläche in den meisten Fällen ähnlich viel oder sogar mehr Strom erzeugen. Zusätzlich hätte dies den Vorteil, dass die Stromproduktion über das Jahr hinweg mit höherer Zuverlässigkeit stattfindet.

Anmeldung, Versicherung, Vergütung: Was du beachten musst

Für eine Entscheidung über die Eignung eines Standorts könne auch eine Windmessung herangezogen werden. Dies sei aber in den meisten Fällen nicht sinnvoll, da die Kosten hierfür im Verhältnis zum erwarteten Ertrag einer Anlage meist unwirtschaftlich sind.

Ähnlich wie Balkonkraftwerke müssen auch kleine Windkraftanlagen beim Stromnetzbetreiber und bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Es sollte außerdem geprüft werden, ob die Anlage in die Gebäude- und Haftpflichtversicherung aufgenommen werden kann, um mögliche Schäden abzusichern.

Die Vergütung für eingespeisten Windstrom aus einer Kleinwindanlage liegt zwischen etwa acht bis zwölf Cent pro Kilowattstunde. Ähnlich wie bei Balkonkraftwerken ist also auch bei Mini-Windrädern für Zuhause der Eigenverbrauch sinnvoller.

Allerdings müssen Interessierte bei der Lebensdauer – vor allem im Vergleich zu Photovoltaikmodulen – Abstriche machen. Denn während bei einer PV-Anlage die Lebensdauer heute bei 20 oder mehr Jahren liegt, sei diese für Windkraftanlagen unsicher und vermutlich deutlich niedriger.

Insgesamt legt das Fazit der Verbraucherzentrale nahe, dass Mini-Windräder für Wohngebäude eher ungeeignet sind. Bei idealen Standortbedingungen könnten sie aber in speziellen Bereichen wie auf Booten oder bei entlegenen Hütten sinnvoll sein.

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Die 3 großen Aufgaben, die der neue Apple-Chef jetzt lösen muss

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neuer Apple Chef CEO Tim Cook Jon Ternus

Tim Cook räumt nach 15 Jahren den Chefsessel bei Apple und übergibt im September an Hardware-Chef John Ternus. Cook wechselt dann als Vorsitzender in den Verwaltungsrat. Der Wechsel hatte sich bereits angebahnt. Dennoch trifft er die Tech-Branche als Paukenschlag und stellt eine weitere Zäsur in der Geschichte Apples dar. Eine kommentierende Analyse. 

Ersetzt Tim Cook: John Ternus wird neuer Apple-Chef

  • Am Montag, den 20. April 2026, gab Apple bekannt, dass Geschäftsführer Tim Cook (65) zurücktreten wird. Er soll am 1. September 2026 durch den bisherigen Hardware-Chef John Ternus (50) ersetzt werden. Um einen geregelten Übergang sicherzustellen, wird Cook seinen Job noch über den Sommer ausüben. Anschließend wird er den langjährigen Verwaltungsratschef Art Levinson ablösen. In dieser Rolle soll er vor allem Kontakte zur Politik knüpfen und aufrechterhalten.
  • Tim Cook ist seit 27 Jahren bei Apple tätig. Zunächst vor allem im operativen Geschäft, wo er sich mit der Zeit einen Namen für die Perfektionierung der praktischen Abläufe gemacht hat. Kurz vor dem Rücktritt und anschließenden Tod von Apple-Mitgründer Steve Jobs trat Cook dessen Nachfolge als Geschäftsführer an. Er gilt als Meister der Lieferketten und führte das Unternehmen 15 Jahre lang. In dieser Zeit steigerte Tim Cook den Marktwert von Apple um rund 3,5 Billionen US-Dollar.
  • John Ternus, studierter Maschinenbauer, kam im Jahr 2001 zu Apple, um vor allem an neuer Hardware zu arbeiten. 2013 wurde er Abteilungsleiter der Hardwareentwicklung und war seither zuständig für Macs, iPads und Airpods. Ab 2020 war Ternus dann auch für das iPhone und damit Apples wichtigstes Produkt verantwortlich. Heißt konkret: John Ternus arbeitete nicht nur unter Apple-Ikone Steve Jobs. Ihm gelang unter Tim Cook ein rasanter Aufstieg.

Hat Tim Cook Apple zu wenig Innovation hinterlassen?

Tim Cook hat Apple nicht neu erfunden. Er hat das Unternehmen aber größer gemacht, als es sich Steve Jobs vielleicht jemals hätte vorstellen können. 15 Jahre lang führte er den iPhone-Konzern durch eine Ära der operativen Perfektion – mit wenig Chaos, viel Kontrolle, kaum Pathos, aber dafür umso mehr Milliarden.

Sein Abschied ist eigentlich keine Überraschung, denn er war lange vorbereitet und bereits bekannt. Trotzdem wirkt er wie ein Einschnitt, weil Tim Cook fast schon eine konservativ erfrischende Figur in einer populistisch ausufernden Tech‑Branche ist. John Ternus dürfte zumindest ein Stück weit ähnliche Fußstapfen hinterlassen.

Bloomberg beschrieb ihn 2024 in einem Porträt etwa als „sehr zurückhaltend, schreibt nie etwas Kontroverses in E-Mails und trifft Entscheidungen sehr behutsam.“ Ein Cook 2.0 also? Mitnichten! Zwar war Behutsamkeit in der Ära Cook ein absolutes Erfolgsmodell. Doch sie hatte Schattenseiten.

Tim Cook hat kein schwaches Apple hinterlassen und mit dem MacBook Neo die Erwartungen übertroffen, sogar noch einmal einen kleinen Coup gelandet. Doch John Ternus steht vor gewaltigen Aufgaben. Denn: Der Innovationsmythos der Jobs‑Ära wirkt unter Cook eher verwaltet. Und: Das Thema KI wurde schlichtweg verpennt.

Stimmen und Reaktionen zum Machtwechsel bei Apple

  • Der scheidende Apple-Chef Tim Cook in einem offiziellen Statement: „Es war das größte Privileg meines Lebens, CEO von Apple zu sein und das Vertrauen erhalten zu haben, ein so außergewöhnliches Unternehmen zu leiten. Ich liebe Apple von ganzem Herzen und bin zutiefst dankbar, mit einem Team aus so genialen, innovativen, kreativen und engagierten Menschen zusammenzuarbeiten, die sich unermüdlich dafür eingesetzt haben, das Leben unserer Kunden zu bereichern und die besten Produkte und Dienstleistungen der Welt zu entwickeln.“
  • John Ternus, designierter Cook‑Nachfolger und Apple‑CEO, ergänzte: „Ich bin zutiefst dankbar für diese Gelegenheit, Apples Mission weiterzuführen. Da ich fast meine gesamte Karriere bei Apple verbracht habe, hatte ich das Glück, unter Steve Jobs zu arbeiten und Tim Cook als meinen Mentor zu haben. (…) Ich blicke voller Optimismus auf das, was wir in den kommenden Jahren erreichen können, und ich bin sehr glücklich darüber, dass die talentiertesten Menschen der Welt hier bei Apple und entschlossen sind, Teil von etwas zu sein, das größer ist als jeder Einzelne von uns.“
  • Unmittelbar nach der Verkündung folgten prompt die ersten Reaktionen zahlreicher großer Tech‑Bosse. OpenAI‑Chef Sam Altman in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter): „Tim Cook ist eine Legende. Ich bin sehr dankbar für alles, was er geleistet hat, und ich bin Apple sehr dankbar.“ Palmer Luckey, Gründer von Oculus VR, schrieb ebenfalls auf X: „RIP Tim Apple“ – eine Anspielung auf einen Vorfall im Weißen Haus im Jahr 2019. US‑Präsident Donald Trump sprach den iPhone‑Chef in seiner ersten Amtszeit damals versehentlich als „Tim Apple“ an.

KI, China und Trump: Was John Ternus jetzt liefern muss

Ähnlich wie Tim Cook ist auch John Ternus kein Visionär, sondern fast schon ein Mensch gewordenes Apple‑Produkt. Beide waren mindestens ein Vierteljahrhundert beim iPhone‑Konzern tätig und sind damit mit einem System und einer Logistik aufgewachsen, die kein anderer so geprägt hat wie Steve Jobs.

Dass Ternus praktisch die gesamte moderne Apple‑Hardware mitgeprägt hat, macht ihn nicht nur zu einem logischen, sondern auch zu einem konsequenten Nachfolger von Cook. Zugegeben: Beide agierten weitaus zurückhaltender, analytischer und weniger öffentlichkeitswirksam als Steve Apple. Doch genau diese Ähnlichkeit dürfte kein Zufall sein, sondern Teil der Übergabephilosophie.

Emotionslos ist Ternus aber keineswegs, sondern eher jemand, der Entscheidungen im Hintergrund durchsetzt, statt sie öffentlich auszurufen. Seine größte Herausforderung trägt indes zwei Buchstaben: KI. Denn Apple muss seinen Sprachassistenten Siri neu denken und gleichzeitig seine strikten Datenschutzversprechen halten.

Lieferkette stellen eine weitere Herausforderung dar. Denn Apple hat durchaus eine produktionsbedingte Abhängigkeit von China entwickelt. Sollte die US-Regierung neue Zölle gegen China verhängen, muss John Ternus bedeutende Entscheidungen treffen. Generell stellt sich auch die Frage nach dem Umgang mit der Regierung und speziell mit US-Präsident Donald Trump.

Parallel stehen große Hardware‑Fragen im Raum: ein mögliches faltbares iPhone, neue KI‑getriebene Geräte und die Frage, ob Apple erneut eine Produktkategorie definieren kann, statt nur zu optimieren. Sprich: Wird John Ternus weiterhin erfolgreich verwalten oder auch überraschen?

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Brauchen wir noch ChatGPT? 4 KI-Chatbots aus Europa im Überblick

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KI-Chatbots Europa ChatGPT-Alternativen

Immer mehr EU-Bürger suchen nach Alternativen zu ChatGPT. Nicht nur wegen des Datenschutzes, sondern auch wegen wachsender politischer Spannungen mit den USA. Die gute Nachricht: Europa hat inzwischen eigene KI-Modelle hervorgebracht, die technisch mithalten können. 

Über Jahrzehnte hinweg war die Abhängigkeit Europas von amerikanischer Technologie akzeptiert und bildete das Fundament unserer modernen IT-Infrastruktur. Doch neben der in den letzten Jahren gewachsenen Abneigung gegen digitale Services aus China werden inzwischen auch Produkte aus den Vereinigten Staaten in Frage gestellt.

Unternehmen wie Apple, Microsoft, Amazon, Google, OpenAI und Meta haben nicht nur eine enorme Marktmacht, sondern nutzen diese auch aus – teilweise mit wettbewerbswidrigen Praktiken. Viele Nutzer hegen zudem Bedenken, dass sensible Daten in den Händen von US-Unternehmen nicht gut aufgehoben sind.

Seit dem erneuten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump hat das Thema wieder an Bedeutung gewonnen, da sich zunehmend die Frage stellt, ob die USA noch ein verlässlicher Partner für Europa sind. Trumps außen- und handelspolitische Entscheidungen wie seine Zollpolitik nähren zumindest die Zweifel.

Warum Chatbots aus Europa an Bedeutung gewinnen

Kritiker sehen in den USA eine immer engere Verflechtung von Politik und Wirtschaft, denn Trump scheint mit vielen Tech-CEOs zu kooperieren. Geld und Fortschritt stehen an erstere Stelle, Nutzerinteressen und Datenschutz müssen hinten anstehen. Zum Glück hat Europa in den letzten Jahren technologisch deutlich aufgeholt.

Viele Alternativen „Made in Europe“ sehen sich als Gegenmodell zu amerikanischen Technologien. Die Anbieter setzen häufig auf Nachhaltigkeit, Datenschutz und klare Nutzungsbedingungen. Deshalb präsentieren wir an dieser Stelle vier Chatbots aus Europa. Zuvor haben wir uns bereits Office-Anwendungen und Zahlungsanbieter angesehen.

1. Le Chat: Was kann Europas schnellster Chatbot?

Le Chat vom Pariser Unternehmen Mistral AI ist ein leistungsstarker Allrounder, der sich in kürzester Zeit als ernsthafte europäische Alternative etabliert hat. Mistral AI verfolgt einen Open-Source-Ansatz. Das bedeutet nicht nur Transparenz für die Community, sondern ermöglicht es Entwicklern weltweit, die verschiedenen Modelle anzupassen und sicher in eigene Produkte zu integrieren. Technisch gehört Le Chat mit Antwortzeiten von bis zu 1.000 Wörtern pro Sekunde zu den schnellsten KIs auf dem Markt. Das Tool beherrscht mehrere Sprachen und bietet Zugriff auf Live-Daten aus dem Internet. Dank einer Kooperation mit dem Freiburger Startup Black Forest Labs ist auch die Generierung hochwertiger Bilder direkt im Chat möglich. Die Basisversion ist kostenlos zugänglich, und die Pro-Version mit zusätzlichen Kapazitäten und einer noch schnelleren Verarbeitungszeit gibt es für rund 15 Euro im Monat.

2. Lumo von Proton: Der Chatbot, der keine Daten speichert

Das von Proton entwickelte Lumo verspricht eine sichere Kommunikation. Nutzer werden von der Schweizer KI nicht als Datenquelle ausgebeutet, und gespeicherte Gespräche können nur auf dem eigenen Gerät gelesen werden. Selbst Proton hat keinen Zugriff auf die Daten. Lumo wird von optimierten Open-Source-Modellen angetrieben und verzichtet optional auf eine Online-Recherche, um die Privatsphäre zu maximieren. Zudem ist der Quellcode öffentlich einsehbar, wodurch Tracking oder heimliches Training mit Nutzerdaten ausgeschlossen werden können. Die Infrastruktur steht komplett in Europa, was die Einhaltung der DSGVO garantiert. Lumo ist in einer Gratis-Version verfügbar, der Plus-Plan für etwa 10 bis 13 Euro monatlich ermöglicht unbegrenzte Chats und den Upload großer Datenmengen.

3. Aleph Alpha: Warum Behörden auf diese KI setzen

Während andere KI-Modelle oft halluzinieren, setzt das Heidelberger Unternehmen Aleph Alpha mit seinen Modellen Luminous und Pharia auf maximale Transparenz. Nutzer können sich auf Knopfdruck anzeigen lassen, auf welchen konkreten Textstellen in den Quellen eine Antwort basiert. Das macht den Bot zu einem idealen Werkzeug für Behörden, Anwaltskanzleien und Industriebetriebe, die sich keine Fehler erlauben können. Der Fokus liegt auf der Datenhoheit und europäischen Sicherheitsstandards. Unternehmen können die KI-Agenten nahtlos in ihre eigenen Systeme integrieren, ohne dass sensible Daten nach außen dringen.

4. Kyutai: So funktioniert Europas erstes natives Sprachmodell

Das französische Unternehmen Kyutai bietet Modelle, die es mit den Sprachfunktionen von ChatGPT und Co. aufnehmen können. Mit der KI Moshi hat das Forschungslabor das erste native Sprachmodell aus Europa entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bots, die Text erst in Sprache umwandeln müssen, „denkt“ Moshi, während es spricht. Das führt zu niedrigen Latenzen und einer natürlichen Gesprächsdynamik. Moshi kann Emotionen in Echtzeit verstehen und imitieren. Ein weiteres Modell von Kyutai ist Hibiki, das Simultanübersetzung in Echtzeit bietet. Da Kyutai auf „Open-Science“ setzt, ist die Technologie besonders in der Entwickler-Szene beliebt.

Fazit: Chatbots aus Europa

Die Auswahl an europäischen Chatbots ist inzwischen recht vielfältig. Wer einen alltagstauglichen Assistenten mit Fokus auf Transparenz sucht, ist bei Le Chat bestens aufgehoben. Die KI ist momentan das Vorzeigeprodukt der EU. Für Privatanwender, bei denen der Schutz ihrer persönlichen Daten ganz oben steht, ist Lumo von Proton eine gute Wahl. Unternehmen und staatliche Institutionen, die auf Verlässlichkeit und Transparenz angewiesen sind, finden in Aleph Alpha den idealen Partner. Und die Modelle von Kyutai bieten in Sachen Sprach-Features echte Innovationen.

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Neuer Apple-Chef: Wer ist eigentlich John Ternus?

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Wer ist John Ternus Apple Chef neuer CEO

John Ternus wird der neue Apple-Chef. Doch wer ist eigentlich der Mann, der seit 25 Jahren im Apple-Universum seine Kreise zieht? Wir aktivieren die iPhone-Taschenlampe und richten die Kamera auf seine Ausbildung, Karriere und Zukunft.

Noch wird er offiziell als Senior Vice President für die Hardware-Entwicklung gelistet. Doch die Personalie John Ternus verändert sich bei Apple zum 1. September 2026 maßgeblich. Den Konzern und seine Produkte kennt er gut, denn Ternus ist seit 25 Jahren bei Apple. Die neue Aufgabe ist aber mehr als nur eine unternehmensinterne Romanze – sie hat klare Herausforderungen.

John Ternus wird Chief Executive Officer bei Apple

Ganz überraschend ist es nicht, dass John Ternus den CEO-Posten bei Apple übernehmen wird. Dahingehend hat der Gerüchtekessel schon ordentlich gebrodelt. Aber eine Ära endet definitiv – oder wird zumindest verlagert, denn Tim Cook macht als Vorstandsvorsitzender bei Apple weiter.

Um Cook soll es hier aber nicht gehen. Wir schauen genauer auf das Leben von John Ternus – vor allem im beruflichen Kontext. Was hat der Tech-Spezialist vor Apple gemacht, seit wann ernährt er sich von Äpfeln und welche Herausforderungen erwarten ihn zukünftig in Cupertino?

Vom VR-Entwickler zum Apple-Ingenieur: Wer ist John Ternus?

John Ternus hat Ingenieurwissenschaften und Maschinenbau an der University of Pennsylvania studiert. Anschließend arbeitete er bei Virtual Research Systems im VR-Sektor und beschäftigte sich mit Headsets. Ternus war und ist ein Produktmensch – das sollte Apple-Fans freuen.

Sein Abschlussprojekt an der Uni war eine mechanische Hilfe für Querschnittsgelähmte, die mittels Kopfbewegungen gesteuert wird. Technisch ausgefeilt und mit einem präzisen Nutzen – etwas, wofür auch Apple-Produkte stehen.

Er verkörpert nicht den schillernden Chef, ist nicht der lauteste Leader. Aber er gilt als verlässlicher und disziplinierter Topmanager. John Ternus ist ein Macher aus dem inneren Kreis, der sich bestens mit den Geräten von Apple auskennt, weil er selbst jahrelang an der Entwicklung beteiligt war – und so Umsätze in Milliardenhöhe mitgeprägt hat.

Seine Laufbahn bei Apple

Inzwischen ist John Ternus 50 Jahre alt. Bei Apple ist er seit 2001 angestellt. Irgendwie erscheint alles wie aus dem Karrierebilderbuch: runder Geburtstag, 25 Jahre Firmenzugehörigkeit – vielleicht die perfekte Zeit, um den wichtigsten Berufsschritt zu gehen.

Das Cinema Display war das erste Apple-Projekt von Ternus. Im Jahr 2013 avancierte er zum Vice President of Hardware Engineering. Spätestens seitdem gehen alle Produkte auch durch seine Denke und Hände. Als sich Apple von Intel löst und eigene Chips designt, ist Ternus ein entscheidender Faktor.

2021 übernimmt John Ternus die Rolle, die er aktuell noch innehat. Zuletzt trat er auch immer häufiger als Präsentator bei Apple-Events auf – beispielsweise, um das iPhone Air vorzustellen. Gerade diese Auftritte interpretierten viele als klares Signal für die Cook-Nachfolge.

Dass er sich über die Entwicklung hinaus auch mit Produktionsabläufen auskennt, war sicherlich ein springender Punkt für die Entscheidung, ihn als kommenden CEO zu besetzen. Seine vielen Reisen zu Fertigungspartnern in Asien könnten sich bezahlt machen – immerhin hat Cook das operative Geschäft mit seinem Lieferkettenfokus perfektioniert.

China, KI und Trump: Welche Probleme muss Ternus lösen?

Asien und die Lieferkette sind gute Stichwörter. Denn Apple hat durchaus eine produktionsbedingte Abhängigkeit von China entwickelt – die meisten iPhones entstehen bei Foxconn. Patrick McGee von der New York Times sagte gegenüber der ARD, dass es „keinen Ort auf der Welt [gebe], wo Apple in dieser Qualität, dieser Menge und zu diesem Preis produzieren könnte – außer in China.“

Sollte die US-Regierung neue Zölle gegen China verhängen, muss Apple bedeutende Entscheidungen treffen – genauer gesagt John Ternus. Generell stellt sich die Frage nach dem Umgang mit der Regierung und speziell mit US-Präsident Donald Trump. Eine Geste von Cook war unlängst stark in der Kritik. Welche Position wird Ternus hier einnehmen?

Künstliche Intelligenz ist ein weiteres Thema, das zahlreiche Veränderungen mit sich bringt, auf die auch Apple reagieren muss. Bislang hat sich das Unternehmen hinsichtlich KI aber eher abwartend gezeigt – und wenig konkurrenzfähig. Ein „gutes“ Beispiel ist Siri. Insgesamt gibt es bei der Apple Intelligence noch viel Nachholbedarf.

Cook bezeichnet Ternus als einen „Visionär, dessen Beiträge für Apple in den letzten 25 Jahren bereits unzählbar sind.“ Er habe „den Verstand eines Ingenieurs, die Seele eines Innovators und das Herz, um integer und ehrenhaft zu führen.“ Ab September liegt es am neuen Apple-CEO, genau das unter Beweis zu stellen.

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Erneuerbare schlagen Kernkraft – selbst mit Speicher und Netzausbau

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Erneuerbare Energien Netzausbau a günstigsten Speicher

Atomkraft oder Erneuerbare: Was ist wirklich günstiger, wenn man alle Kosten einrechnet? Forscher der Universität Aalborg haben genau das durchgerechnet und dabei Speicher, Netzausbau und Wasserstoff-Elektrolyse berücksichtigt.

Eine intelligente Kombination verschiedener Energiequellen hat unter Berücksichtigung aller Kosten einen deutlichen Preisvorteil gegenüber der Kernkraft. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Aalborg, die in der Fachzeitschrift Energy veröffentlicht wurde.

Die Forscher nahmen das gesamte dänische Stromnetz unter die Lupe. Die Ergebnisse können natürlich nicht eins zu eins auf andere Länder übertragen werden, liefern aber dennoch repräsentative Erkenntnisse. Denn für ihre Analyse berücksichtigten die Wissenschaftler nicht nur die reine Stromerzeugung, sondern kalkulierten auch sämtliche Systemkosten mit ein – etwa für den Netzausbau, Stromspeicher oder die Wasserstoffherstellung.

Die Forscher haben eine sogenannte systembasierte Stromgestehungskostenmetrik (SLCOE) entwickelt, die alle Kosten für die Integration einer Technik in das Energiesystem berücksichtigt. Zuvor haben Wissenschaftler bei der Berechnung von Stromgestehungskosten (LCOE) lediglich die Kosten für die Erzeugung einer Einheit Strom herangezogen.

Wie der richtige Mix den Strompreis drückt

Die Studie modelliert das derzeitige reine Stromnetz Dänemarks sowie ein zukünftiges klimaneutrales Energiesystem. Die Autoren weisen darauf hin, dass einige Schlussfolgerungen spezifisch für das Land sind. Im heutigen reinen Stromnetz sind die Systemkosten für alle Technologien hoch, wenn jede einzelne als einzige Versorgungsquelle modelliert wird.

Solarenergie weist in diesem Kontext einen kombinierten SLCOE von etwa 565 Euro pro MWh auf. Die Autoren argumentieren jedoch, dass nicht die Integration von PV an sich teuer ist, sondern jede einzelne Technologie ohne die Flexibilitätsoptionen hohe Kosten verursacht.

Kernenergie erreicht im gleichen reinen Stromszenario etwa 141 Euro pro MWh. Der kostengünstigste Mix aus Offshore-Windkraft, Solarenergie und Gas-Kombikraftwerken liegt bei etwa 66 Euro pro MWh. In einem zukünftigen klimaneutralen integrierten System, das den zentralen Vergleich der Studie bildet, liegt der SLCOE der Kernenergie bei etwa 100 Euro pro MWh. Der kostengünstigste Mix aus Offshore-Windkraft und PV erreicht etwa 46 Euro pro MWh.

Die Stromgestehungskosten sind also 53 Prozent günstiger als bei einem Atomkraftwerk. Offshore-Windkraft allein erreicht ebenfalls etwa 46 Euro pro MWh. Die Onshore-Windkraft liegt wiederum bei 106 Euro pro MWh, während die Solarenergie als eigenständige Technologie etwa 178 Euro pro MWh kostet. Ihre Kosten würden aber stark sinken, wenn sie mit Windkraft kombiniert wird.

10 Milliarden Euro pro Reaktor: Warum Atomkraft so teuer ist

Die Wissenschaftler rechneten bei der Atomkraft mit hohen Investitionen von 10.000 Euro je Kilowatt Leistung. Ein Reaktor mit einer Kapazität von einem Gigawatt würde demnach rund zehn Milliarden Euro an reinen Installationskosten verursachen. Die Zahlen spiegeln die realen Ausgaben für aktuelle europäische Bauvorhaben im Bereich der Kernenergie wider.

Die Autoren ließen die Entsorgungskosten für den atomaren Abfall in ihrer Kalkulation bewusst weg. Sie warnten jedoch davor, dass die Baukosten für neue Kraftwerke zuletzt stiegen, während Erneuerbare immer günstiger wurden. Ohne die Berücksichtigung der Endlagerung bliebe die Atomkraft somit bereits im günstigsten Fall unwirtschaftlich.

IEA-Prognosen schon heute überholt – Solarpreise 25 Prozent niedriger

Die Studie kritisiert zudem die Kostenprognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) als teilweise überholt. Die IEA geht für das Jahr 2050 von Kosten für Solaranlagen in Höhe von 480 Euro je Kilowatt aus. Tatsächlich lägen die Preise für moderne Freiflächenanlagen laut den Forschern schon heute rund 25 Prozent unter diesem vorhergesagten Wert.

Unabhängig von der Erzeugungsart könnten die Kosten sinken, wenn die Flexibilität auf der Verbrauchsseite steigt. Das Team empfiehlt, die Volatilität von Wind und Sonne durch steuerbare Wärmeerzeugung und Ladeinfrastruktur auszugleichen. Solche Maßnahmen würden helfen, das gesamte Energiesystem effizienter zu gestalten und den Strompreis für die Zukunft stabil zu halten.

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Eurosky: Ein Account für viele Apps – ganz ohne US-Server

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Eurosky Bluesky Europa

Europa will sich digital von den USA emanzipieren. Ein neues Projekt namens Eurosky könnte dabei eine zentrale Rolle spielen. Die gemeinnützige Initiative verspricht einen zentralen Login für verschiedene Dienste wie Bluesky, speichert Nutzerdaten aber ausschließlich in Europa. Doch auch Eurosky hat noch Nachholbedarf. Eine kommentierende Analyse. 

Was ist Eurosky?

  • Eurosky ist eine europäische Initiative, die eine unabhängige Infrastruktur für digitale Medien aufbauen will. Basis des Projekts ist das sogenannte AT‑Protokoll, das auch das Netzwerk Bluesky nutzt. Eurosky verspricht Nutzern vollständige Kontrolle über ihre Daten und eine Alternative zu den Netzwerken von Big Tech, ohne selbst eine eigenständige Social‑Media‑Plattform zu sein.
  • Hinter Eurosky steckt eine gemeinnützige Organisation, die Nutzerdaten ausschließlich auf europäischen Servern und in europäischen Clouds speichern will, damit diese unter Europarecht fallen. Ziel ist es nicht nur, digitale Souveränität zu stärken, sondern eine Schnittstelle zwischen digitalen Diensten zu etablieren.
  • Nutzer können sich bei Eurosky anmelden und verschiedene kompatible Anwendungen nutzen, ohne sich jedes Mal erneut zu registrieren und ihre Daten preisgeben zu müssen. Heißt konkret: Du kannst einmalig eine digitale Identität von dir erstellen und damit auf andere Dienste (Entitäten) zugreifen. Eine Eurosky‑Identität ermöglicht eine Verbindung zum AT‑Protokoll und damit digitale Plattformen wie Bluesky und weitere Apps.

Warum Eurosky gerade jetzt eine echte Chance hat

Neu ist die Idee von Eurosky nicht. Doch: Sie war bislang kaum populär. Spätestens seit dem zweiten Amtsantritt von US‑Präsident Donald Trump erleben europäische Software‑Lösungen aber einen regelrechten Aufschwung. Die Chancen für Eurosky stehen deshalb nicht schlecht.

Vor allem im Bereich der digitalen Medien gab es bislang kaum Alternativen zu Big Tech. Die Twitter‑Alternative Bluesky hat sich zwar allmählich zu einem erfrischenden Konkurrenten entwickelt. Doch wer bislang Daten über die Plattform übermittelt hat, musste hinnehmen, dass Bilder, Texte und Nachrichten unter Umständen in den USA landen und nach dortigem Recht behandelt werden.

Das Problem: Die USA haben sich unter Trump zu einem Staat entwickelt, der zunehmend polarisiert und Daten oder digitale Dienstleistungen als Druckmittel nutzt. Eurosky könnte dem zumindest teilweise ein Ende bereiten.

Denn Daten, die im europäischen Raum bleiben, unterliegen auch europäischen Standards. Das klingt vielleicht etwas trocken, ist aber im Kern ein großes Datenschutz‑ und Privatsphärenversprechen: mehr Kontrolle sowie weniger Abhängigkeit von den Launen von Big Tech und der US‑Regierung.

Was Gründer, Nutzer und EU-Politiker sagen

  • Sebastian Vogelsang, Mitgründer von Eurosky, in einer Medienrunde: „Der soziale Teil ist von Big Tech chirurgisch entfernt worden. Die eigentliche Chance besteht darin, das Soziale in den sozialen Medien zurückzubringen. (…) Nur in einem florierenden Ökosystem für Innovationen im Bereich sozialer Netzwerke können wir die Dominanz von Meta, X, Alphabet und ByteDance ernsthaft infrage stellen.“
  • Ein Reddit‑Nutzer zeigt sich von Eurosky begeistert: „Einer der vielen Vorteile des AT‑Protokolls ist die Interoperabilität zwischen sozialen Netzwerken. Daher habe ich meinen Bluesky‑Account zu Eurosky verschoben. Alle meine Daten werden jetzt in Europa gespeichert, was ich wegen der DSGVO‑Gesetzgebung bevorzuge. Genauso können wir alle weiterhin auf einem sozialen Netzwerk aufbauen, das frei von Big Tech ist.“
  • Insgesamt 54 Abgeordnete des Europäischen Parlaments fordern parteiübergreifend in einem offenen Brief an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, europäische Alternativen zu den marktbeherrschenden Social‑Media‑Plattformen zu fördern. Die Europäische Kommission und die europäischen Regierungen können diesen Ausbau unterstützen, indem sie private Initiativen finanziell fördern, die Innovationen im Bereich der europäischen sozialen Medien vorantreiben.“

Größte Hürde: Nutzerbasis

Die vielleicht größte Herausforderung für Eurosky ist keine rein technische, sondern eine soziale. Letztlich geht es nämlich darum, eine gewisse Nutzerbasis aufzubauen – etwa, um das Projekt zu finanzieren und aufrechtzuerhalten. Denn ohne eine ausreichende Anzahl an Nutzern hält selbst die beste Infrastruktur nicht stand.

Doch da die Marktmacht von Big Tech enorm ist, haben es alternative Anbieter stets schwer. Nutzer und App‑Entwickler gleichermaßen zu überzeugen, wird deshalb zur eigentlichen Bewährungsprobe. Hinzu kommt eine gewisse Komplexität. Was für viele Tech‑Enthusiasten zweifellos digitale Selbstermächtigung offenbart, wirkt auf viele wie ein Login zu viel.

Denn: Die Idee von Eurosky ist zwar elegant, doch ihre Vermittlung eher weniger. Mit Begriffen wie Entität, universeller Identität oder AT‑Protokoll können viele nichts anfangen. Im Gegenteil: Sie können sogar abschreckend wirken. Dabei könnte man das Grundprinzip auch ohne Fachbegriffe erklären: Mit einem Eurosky‑Account kannst du dich bei verschiedenen Diensten anmelden – ohne zusätzliche Konten und ohne Datenübermittlung in die USA.

Dennoch: Das Projekt wurde langfristig gedacht. Mit jeder neuen App wächst etwa das Ökosystem, das Schritt für Schritt unabhängiger wird. Noch hängt Eurosky teilweise am Tropf der Bluesky‑Infrastruktur, etwa bei der Moderation. Doch der Plan zur kompletten Eigenständigkeit steht – und mit ihm die Hoffnung, dass Europas digitale Zukunft nicht nur reguliert, sondern auch gestaltet wird.

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Diese Anzeichen sprechen dafür, dass ein Unternehmen einen Onlineshop benötigt

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Onlineshop

Volle Auftragsbücher und eine Produktion, die auf Hochtouren läuft – was könnte sich ein Unternehmen mehr wünschen? Die Aussicht, jetzt eine Menge Geld zu investieren und einen Onlineshop zu eröffnen, erscheint vielen als unnötiges Risiko. Dabei kann es sich lohnen. Immerhin shoppen in Deutschland inzwischen mehr als 80 Prozent der 16- bis 74-jährigen im Internet.

Doch wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem eine Firma kaum noch am Thema E-Commerce vorbeikommt? Die folgenden Anzeichen verraten es.

Warum lohnt sich die Digitalisierung des Vertriebs überhaupt?

Für Unternehmen, die bislang auf den analogen Vertrieb setzen konnten – und damit große Erfolge feierten – hört sich ein Onlineshop nach einer Herausforderung an, der man sich nicht unbedingt stellen muss. Schließlich ist er mit hohen Risiken verbunden. 

Einerseits den Kosten für die Erstellung der passenden Website und deren Pflege. Andererseits dem Zeit- und Kostenaufwand bei möglichen Retouren. Jedes Hin- und Herschicken von Waren verbraucht schließlich Ressourcen, wie Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder in einer 2024 veröffentlichten Studie zum Thema Online-Shopping erklärt.

Zwar stimmen diese Argumente. Jedoch muss dagegengehalten werden: Anbieter wie die Digitalagentur onacy unterstützen Unternehmen beim professionellen Einstieg ins E-Commerce. Sie entwickeln Plattformen, die einerseits Prozesse vereinfachen und andererseits Marken stärken sowie nachhaltig den Umsatz steigern können.

Und dass ein Onlineshop Unternehmen zu höheren Gewinnen verhelfen kann, zeigen zahlreiche Untersuchungen. Auch triftige Gründe sprechen dafür. Denn ein Onlineshop:

  • erhöht die Reichweite eines Unternehmens und kann dadurch eine größere Zielgruppe ansprechen
  • ist rund um die Uhr geöffnet
  • ermöglicht personalisierte Kundenerlebnisse und steigert damit die Kundenzufriedenheit

Ebenso lassen sich mit einem eigenen Onlineshop Daten über das Kundenverhalten sammeln und analysieren. Das wiederum hilft nicht nur bei Verkaufsprognosen und der Preisoptimierung. Es kann ebenfalls dazu beitragen, die Marketingeffektivität und die Kundenbindung zu stärken.

Wann empfiehlt sich der Aufbau eines Onlineshops?

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen – sogenannte KMUs – schrecken häufig aufgrund des Kostenaufwands vor einem eigenen Onlineshop zurück. Jedoch gibt es Zeichen, die dafürsprechen, sich ins kalte E-Commerce-Wasser zu wagen:

Bestellungen per Telefon oder E-Mail werden bereits akzeptiert

Die Kunden können bereits telefonisch oder mit einer E-Mail im Unternehmen bestellen? Dann ist der Weg zum eigenen Onlineshop nicht mehr weit. Denn insbesondere ein hohes Bestellaufkommen per E-Mail zeigt: Das Interesse der Kundschaft an digitalen Vertriebsmöglichkeiten ist da.

Zudem spart ein Onlineshop Geld. Denn die Prozesskosten für die Bestellannahme und die Verarbeitung fallen bei ihm deutlich niedriger aus als beim Bestellprozess übers Telefon. 

Schließlich muss eine telefonische Order nicht nur von einem Kundenmitarbeiter angenommen werden. Meist wird sie auch händisch ins ERP-System übertragen. Das bindet menschliche Ressourcen, erhöht Fehlerquoten und verursacht unnötige Kosten.

Die verkauften Waren und Dienstleistungen sind nicht zu komplex

Zwar entwickelt sich der Onlinehandel stetig weiter. Doch für den Verkauf komplexer, für jeden Kunden einzeln zu konfigurierender Produkte reichen Standard-Onlineshops meist nicht aus. Stattdessen wird ein spezieller Produkt-Konfigurator gebraucht, dessen Entwicklung hohe Kosten verursachen kann.

Verkaufen Unternehmen jedoch „einfache“ Produkte oder Dienstleistungen, lassen sich die E-Commerce-Standards nutzen. Das bedeutet, der Shop bleibt auch für potenzielle Kunden übersichtlich, unkompliziert nutzbar und komfortabel.

Viele Mitbewerber nutzen bereits E-Commerce-Kanäle

Eines der stärksten Argumente für einen eigenen Onlineshop lautet, dass die meisten Mitbewerber bereits einen solchen betreiben. Denn das bedeutet einerseits, dass genug Kundeninteresse am Online-Shopping in der jeweiligen Branche besteht. 

Andererseits weisen vor allem professionell aufgebaute Onlineshops der Konkurrenz auf die hohe Erfolgswahrscheinlichkeit beim E-Commerce hin. Schließlich lohnt es sich nur dann, viel Aufwand in die Online-Produktvorstellung zu stecken, wenn daraus ein merklicher Anstieg der Verkaufszahlen folgt.

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Ohne Strom: Solarpanel erzeugt Wasserstoff nur aus Sonne und Wasser

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grüner Wasserstoff ohne Strom Photoreaktorpaneel

Grüner Wasserstoff ist bisher teuer und an Stromnetze gebunden. Ein Karlsruher Forscherteam will das ändern. Die KIT-Ausgründung photreon hat ein Solarpanel entwickelt, das Wasser allein mit Sonnenlicht spaltet und dabei komplett auf Elektrolyseure verzichtet. Ein erster Prototyp läuft bereits. 

Grüner Wasserstoff gilt als Schlüssel für die klimafreundliche Transformation von Industrie und Energiesystemen. Bisher ist die Herstellung jedoch oft teuer, komplex und an feste Netzinfrastrukturen gebunden. Das Ausgründungsprojekt photreon vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) möchte diese Abhängigkeiten auflösen.

Die Forscher haben spezielle Photoreaktorpanels entwickelt, die Wasserstoff allein aus Sonnenlicht und Wasser produzieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden benötigt das System laut KIT keine Elektrolyseure und verbraucht keine externe elektrische Energie.

Photoreaktorpanel wandelt Sonnenlicht direkt in Wasserstoff um

Paul Kant vom Institut für Mikroverfahrenstechnik (IMVT) des KIT dazu: „Wir überspringen den Umweg über stromgebundene Elektrolyse und produzieren chemische Energie aus Sonne und Wasser“.

Hinter der Technik steckt das Prinzip der Photokatalyse, bei der Licht direkt eine chemische Reaktion auslöst, statt zunächst Strom zu erzeugen. Speziell entwickelte, lichtaktive Materialien nehmen die Energie der Sonnenstrahlung auf. Dabei versetzt das Licht Elektronen unmittelbar in einen hochenergetischen, angeregten Zustand.

Diese Ladungsträger treiben aktiv die Spaltung von Wasser (H2O) in Wasserstoff und Sauerstoff an. Laut Mitgründerin Maren Cordts ersetzt das Panel die Photovoltaik und den Elektrolyseur in einem einzigen Prozessschritt. Dieser integrierte Ansatz soll die Systemkomplexität und die Kosten für grünen Wasserstoff deutlich senken.

Patentierte Reaktorgeometrie für grünen Wasserstoff

Das Projekt nutzt ein vom KIT zum Patent angemeldetes Design der Reaktorgeometrie. Die Geometrie sorgt dafür, dass das Licht den Photokatalysator effizient erreicht und die chemische Reaktion antreibt. Erst durch diese Führung kann die chemische Wasserspaltung effizient vollzogen werden.

Für eine hohe Effizienz müssen Lichttransport, Reaktion und der Abtransport der Produkte perfekt ineinandergreifen. Die Forscher legten die Geometrie des Reaktors exakt auf diese Anforderungen aus. Ein Prototyp bewies die erfolgreiche Wasserstoffproduktion bereits im Ein-Quadratmeter-Maßstab.

Die Panels bestehen aus kostengünstigen Materialien, um eine spätere Massenproduktion zu ermöglichen. Dank des modularen Ansatzes lassen sie sich zu größeren Flächen verschalten. So könnten künftig sowohl kleine Dachanlagen als auch riesige Wasserstoffsolarparks entstehen.

Für welche Branchen sich eine dezentrale Produktion lohnt

Viele Unternehmen scheiterten bisher oft an den hohen Kosten oder der komplizierten Logistik bei der Wasserstoffversorgung. Firmen aus der Spezialchemie, der Lebensmittelindustrie oder der Metallverarbeitung könnten ihren Bedarf mit der neuen Technik künftig direkt am eigenen Fabrikstandort decken.

Maren Cordts vom IMVT dazu: „Gerade dort, wo weder Stromnetze noch eine Anbindung an ein Wasserstoffnetz vorhanden sind, eröffnet unsere Technologie neue Spielräume für die lokale Erzeugung.“ Laut den Entwicklern von photreon wäre zudem eine industrielle Erzeugung in sonnenreichen Regionen für den internationalen Markt denkbar.

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Blitzer-Hochburgen: Köln hat die meisten Blitzer, liegt aber nicht vorn

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Blitzer-Hochburgen Städte meisten Blitzer Deutschland

Freiburg ist die Stadt mit der höchsten Blitzer-Dichte in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle Auswertung. Überraschend: Köln hat zwar die meisten fest installierten Geräte, landet im Gesamtranking aber nur auf Platz zehn. Wir zeigen dir die zehn Städte, in denen du besonders aufs Tempo achten solltest.

Wird man geblitzt, ist das schon mal ärgerlich genug. Noch ärgerlicher ist es, wenn es dann auch noch teuer wird oder gar ein Fahrverbot droht. So manches Mal nimmt man die Blitzer im Straßenverkehr gar nicht unbedingt wahr. Und das Tempolimit hat man unter Umständen auch nicht immer im Blick, auch wenn dies natürlich generell stets so sein sollte. Doch in manchen deutschen Städten finden sich zudem auch eine Vielzahl an Blitzern wieder – in anderen Gegenden sind es vergleichsweise deutlich weniger.

Die Webseite allright.de hat aktuell ausgewertet, in welchen deutschen Städten die meisten Blitzer stehen. Dabei gibt es mit Köln wohl den absoluten Spitzenreiter, was fest installierte Blitzer angeht. Ganze 57 Stück stehen davon in der Stadt. Doch zusammen mit mobilen Blitzern ist Köln im Durchschnitt nicht mehr führend. Dafür gibt es durchaus Überraschungen und Städte, in denen man so viele Blitzer wohl nicht erwarten würde.

Die Städte mit den meisten Blitzern

Großstadt oder ländliche Gegend? Wo stehen in Deutschland die meisten Blitzer? Genau darauf liefert unser aktuelles Ranking die passenden Antworten und zeigt dir somit ganz genau, wo du die Tempolimits lieber ganz besonders berücksichtigen solltest:

Platz 10: Köln – 57 feste Blitzer, trotzdem nur Schlussplatz

Köln belegt im Ranking der Städte mit den meisten Blitzern den zehnten Platz und schafft es somit gerade eben ins Ranking. 57 feste Blitzer gibt es in Köln und im Schnitt findet man in der Stadt 11,7 mobile und teilstationäre Blitzer zur gleichen Zeit. Auf 1.000 Hektar Straßenfläche kommen in Köln allerdings „nur“ 16,81 Blitzer (mobil und fest), sodass andere Städte im Endeffekt noch mehr Blitzer aufweisen.

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EcoFlow Stream Ultra: Neue Bundle-Deals schon ab 699 Euro sichern

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EcoFlow Stream Ultra Bundles

Powerness stellt neue Bundle-Deals rund um den EcoFlow Stream Ultra vor – inklusive attraktiver Multi-Pack-Angebote und kompletter PV-Sets mit JA Solar. Besonders wichtig: Dank der deutschlandweiten Selbstabholung an acht Standorten können Nutzer erhebliche Zusatzkosten einsparen und ihre Bestellung schneller erhalten. Wir zeigen dir die besten Deals.

Der EcoFlow Stream Ultra hat sich als einer der vielseitigsten All-in-One-Speicher für moderne Balkonkraftwerke etabliert. Powerness erweitert das Angebot nun erstmals um spezielle Multi-Pack-Pakete und komplette Kombi-Sets mit bifazialen Hochleistungsmodulen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht eine Rabattlogik pro Stück, sondern die klare Gesamtersparnis im Vergleich zu Einzelkäufen. Nutzer profitieren zusätzlich von der Möglichkeit der Selbstabholung, wodurch das Preis-Leistungs-Verhältnis noch einmal deutlich steigt.

Mit acht strategisch verteilten Abholpunkten – in Mönchengladbach, Weinheim, Berlin, Hamburg, Tuningen, Riegelsberg, München und Westerkappeln – setzt Powerness auf Kundennähe, kurze Wege und maximale Flexibilität. Die Standorte ermöglichen schnelle Abholungstermine und vermeiden Lieferengpässe, die sich derzeit im PV-Markt häufiger zeigen. Gleichzeitig sparen Nutzer Versandkosten und können ihr System praktisch ohne Wartezeit installieren.

Neue Multi-Pack-Bundles: Hohe Gesamtersparnisse gegenüber Einzelkäufen

Die neue Bundle-Strategie von Powerness basiert nicht darauf, den Preis pro Gerät kontinuierlich zu senken. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen bewusst auf den Gesamtvorteil für Nutzer, die mehrere Speichergeräte benötigen – etwa für größere Balkonkraftwerke, Garagen-Installationen, Gartenhäuser oder zur Kopplung mehrerer PV-Stränge.

Der EcoFlow Stream Ultra ist ideal geeignet, um flexible Speicherlösungen für Setup-Erweiterungen zu schaffen. Viele Privathaushalte betreiben heute zwei oder mehr PV-Module und erweitern ihre Systeme Schritt für Schritt. Entsprechend sind Multi-Packs eine logische Weiterentwicklung des Portfolios.

Besonders hervorzuheben ist das 2er-Bundle: Würde man zwei EcoFlow Stream Ultra einzeln kaufen, würden bei Selbstabholung 1.138 Euro anfallen. Das Bundle kostet hingegen nur 959 Euro – ein direkter Vorteil von 179 Euro, ohne dass Nutzer auf Funktionen verzichten.

  • 2× EcoFlow Stream Ultra
    ab 959 Euro (Abholung) / 1.099 Euro (Versand)
    Zum 2er-Bundle
  • 3× EcoFlow Stream Ultra
    ab 1.459 Euro (Abholung) / 1.649 Euro (Versand)
    Zum 3er-Bundle
  • 4× EcoFlow Stream Ultra
    ab 1.959 Euro (Abholung) / 2.199 Euro (Versand)
    Zum 4er-Bundle

EcoFlow Multi‑Pack-Angebote entdecken

Warum Multi-Packs sinnvoll sind – gerade für moderne Balkonkraftwerke

Balkonkraftwerke sind längst mehr als reine Einspeisungsanlagen. Viele Haushalte setzen auf Speicher, um Strom zeitversetzt zu nutzen und ihre Autarkie zu erhöhen. Wer mehrere Module betreibt oder verschiedene Gebäudeabschnitte versorgen möchte, braucht oft mehr als nur ein Speichersystem.

Multi-Pack-Bundles wie von Powerness bieten folgende Vorteile:

  • Erweiterbare Systeme – ideal für Nutzer, die ihre PV‑Anlage nach und nach ausbauen.
  • Unabhängige Nutzung – mehrere Speicher lassen sich flexibel in Gartenhäusern, Garagen oder an Nebenstromkreisen einsetzen.
  • Keine technischen Nachteile – alle Bundles enthalten vollwertige EcoFlow Stream Ultra Einheiten.
  • Kürzere Installationszeit – mehrere Stränge lassen sich gleichzeitig realisieren.

Der hohe Gesamtersparnis-Aspekt macht Multi-Packs somit nicht nur finanziell attraktiv, sondern auch praktisch für alle, die versetzt oder zeitgleich mehrere Speicher betreiben wollen.

Komplett-Sets: EcoFlow Stream Ultra + JA Solar Module

Neben den Multi-Packs bietet Powerness zwei weitere Paketlösungen an, die besonders für Nutzer interessant sind, die direkt ein vollständiges, leistungsstarkes Setup aufbauen möchten. Die Kombination aus EcoFlow Stream Ultra und vier bifazialen JA Solar Modulen zählt zu den effizientesten Paketlösungen im Privatanwenderbereich.

Die bifazialen Module nutzen direkte sowie indirekte Sonneneinstrahlung und liefern selbst bei ungünstigen Lichtverhältnissen hohe Werte. In Verbindung mit dem EcoFlow Stream Ultra entsteht so ein System, das auch an weniger sonnigen Tagen eine stabile Versorgung sicherstellt.

Technische Vorteile der JA Solar Module im Überblick

JA Solar zählt zu den größten und zuverlässigsten Modulherstellern weltweit. Die bifazialen Module der 450‑ und 500‑Watt-Klasse bieten eine hohe Flächenleistung und eignen sich besonders für Balkone, Terrassen oder Hauswände. In Kombination mit dem EcoFlow Stream Ultra entsteht ein Setup mit:

  • hoher Gesamteffizienz auch bei diffusem Licht,
  • robuster Bauweise für langlebigen Betrieb,
  • optimaler Modulspannung für Speicherlösungen,
  • verlässlicher Energieausbeute im Jahresverlauf.

Selbstabholung bei Powerness: maximale Preisvorteile und schnelle Verfügbarkeit

Ein zentraler Vorteil von Powerness ist die Möglichkeit der Selbstabholung an acht unterschiedlichen Standorten in Deutschland. Diese Strategie unterscheidet das Unternehmen klar von vielen Marktbegleitern und schafft eine Mischung aus Kostentransparenz, schneller Verfügbarkeit und persönlicher Nähe.

Die Standorte in Mönchengladbach, Weinheim, Berlin, Hamburg, Tuningen, Riegelsberg, München und Westerkappeln decken große Teile des Landes ab und bieten kurze Wege für tausende potenzielle Nutzer. Der Ablauf ist dabei unkompliziert: Bestellung im Shop, Terminvereinbarung und direkte Abholung vor Ort.

Für viele Kunden sind damit folgende Vorteile verbunden:

  • keine Versandkosten,
  • keine Verzögerungen durch Paketdienste,
  • persönliche Übergabe und klare Ansprechpartner,
  • geringere Fehlerquote durch transportoptimierte Übergabe,
  • sofortige Installationsmöglichkeit.

Warum Powerness eine der attraktivsten Anlaufstellen für PV-Sets ist

Powerness kombiniert hochwertige Hardware mit einem kundenorientierten Logistikmodell. Die Produktauswahl fokussiert sich auf Geräte, die im Alltag zuverlässig funktionieren und hohen Wirkungsgrad bieten. Durch die neuen Bundles wird diese Strategie weiter ausgebaut und schafft Zugang zu Speicherlösungen, die sowohl Preisbewusstsein als auch technische Ansprüche bedienen.

Besonders die Multi-Pack-Angebote zeigen, dass Powerness nicht nur Produkte anbietet, sondern aktiv darauf achtet, wie Nutzer ihre PV‑Systeme tatsächlich aufbauen und erweitern. Die Konzentration auf Gesamtersparnisse statt auf künstliche Einzelpreis-Reduktionen schafft Transparenz und Vertrauen. Nutzer sehen sofort, wie viel sie durch ein Bundle wirklich sparen.

Fazit: Neue Sparmöglichkeiten für moderne Balkonkraftwerke

Mit den neuen EcoFlow Stream Ultra Bundles und Komplett-Sets bietet Powerness attraktive Möglichkeiten für den Ausbau der eigenen Solarstromversorgung. Die Kombination aus hoher Gesamtersparnis, flexibler Abholung und hochwertigen Komponenten macht die neuen Pakete zu einer der interessantesten Optionen für alle, die ihre Energieversorgung verbessern wollen.

Wer sein Balkonkraftwerk erweitern oder direkt ein komplettes System erwerben möchte, findet bei Powerness jetzt genau die passenden Angebote – effizient, flexibel und mit klaren Preisvorteilen.

Jetzt alle Powerness-Bundles ansehen

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Souveränität oder Amerikanisierung? Deutsche KI-Hoffnung DeepL am Scheideweg

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DeepL KI Künstliche Intelligenz Voice-to-Voice

Das Kölner KI-Unternehmen DeepL hat eine neue Funktion präsentiert, die Stimmen live übersetzen soll. Mit Voice-to-Voice will sich die deutsche KI-Hoffnung die Konkurrenz in einem umkämpften Wettbewerb vom Leib halten. Das Unternehmen stand zuletzt aber vermehrt in der Kritik. Eine kommentierende Analyse.

Was steckt hinter DeepL – und wer investiert?

  • DeepL ist ein deutsches KI-Unternehmen aus Köln, das vor allem für seinen gleichnamigen Online-Übersetzer bekannt ist. Offiziellen Angaben zufolge nutzen über 200.000 Teams und mehrere Millionen Einzelnutzer die KI-Sprachtechnologie von DeepL. Das Unternehmen wurde 2017 von CEO Jarek Kutylowski gegründet und beschäftigt laut eigenen Angaben über 1.000 Menschen. DeepL wirbt damit, der präziseste Übersetzer auf dem Markt zu sein. Einer Studie zufolge weisen vor allem Übersetzungen von Sprachaufnahmen eine höhere Qualität als Google Meet, Microsoft Teams oder Zoom auf.
  • Mittlerweile sind mit Benchmark und IVP zwei große US-Investoren bei DeepL an Bord. Das Unternehmen agiert seither deutlich globaler. Sogar ein Börsengang in den USA scheint möglich. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Insider berichtet, klagen Angestellte über eine „Amerikanisierung“ des Unternehmens. Auch die Geschäftszahlen würden Fragen aufwerfen. DeepL bestreitet den Bericht, will aber auch nicht über konkrete Zahlen sprechen.
  • Mit der neuen Voice-to-Voice-Funktion will DeepL künftig Spracheingaben direkt übersetzen. Heißt konkret: Gespräche sollen in verschiedenen Sprachen möglich sein, indem eine KI Stimmen live übersetzt. Das Tool soll in den kommenden Wochen und Monaten von diversen Partnern getestet werden. DeepL Voice-to-Voice ist zunächst für den Einsatz in Unternehmen gedacht, um in Meetings Sprachbarrieren zu überwinden.

Präzision statt Tempo: Die Herausforderungen für DeepL

DeepL will mit Voice-to-Voice einen Dolmetscher in Meetings und Büros bringen – zunächst allerdings über einen Umweg. Denn der Ansatz ist weitaus pragmatischer als revolutionär. Das eigens entwickelte System soll Sprache zunächst in Text umwandeln, diesen übersetzen und anschließend in Form einer anderen Sprache ausgeben.

Langfristig soll dieser Zwischenschritt zwar entfallen, aber zunächst vor allem für qualitativ hochwertige Übersetzungen sorgen, mit denen sich DeepL einen Namen gemacht hat. Die Idee: Präzision statt reinem Tempo. Wer etwa schon einmal erlebt hat, wie schnell maschinelle Übersetzungen entgleisen können, kann sich vielleicht vorstellen, dass falsch gesetzte oder übersetzte Wörter viel Schaden anrichten können.

Doch Sprache-zu-Sprache-Übersetzungen sollten möglichst auch in Echtzeit und mit einer geringen Latenz ablaufen, da zu lange Pausen die Gespräche stören und für Verwirrung sorgen können. Die eigentliche Kunst liegt deshalb nicht im Übersetzen allein, sondern in der technischen Herausforderung, die beste Balance zwischen minimaler Latenz und präzisen Ergebnissen zu finden.

Dass DeepL seine KI-Modelle selbst entwickelt, ist derweil weniger romantischer Tech-Patriotismus als knallharte Kontrolle über die eigene Technologie. Gleichzeitig entbehrt das Vorgehen von DeepL aber nicht einer gewissen Ironie. Denn ausgerechnet im Streben nach technologischer Unabhängigkeit ist das Unternehmen nicht vor den Rechenzentren globaler Cloudanbieter sowie US-Investoren gefeit.

Was Nutzer und Partner über sagen

  • Jarek Kutylowski, Gründer und CEO von DeepL, in einem Statement: „Unsere Mission war es schon immer, Sprachbarrieren abzubauen – und genau das gelingt uns jetzt auch bei einer der größten Hürden. DeepL Voice-to-Voice ermöglicht es jedem, ganz natürlich in der eigenen Sprache zu sprechen – ohne die Reibungsverluste oder Kosten, die mit Dolmetschern verbunden sind. Wir vereinen erstklassige Sprachmodelle mit unserer bewährten KI-Übersetzungstechnologie, die wir kontinuierlich weiterentwickeln. So kann der Fokus auf der Expertise liegen – nicht auf der Sprache.“
  • Geoffrey Wright, Global Solution Owner bei Mondelēz International, lässt sich von DeepL zitieren: „Bei Mondelēz geben wir uns nicht mit Langsamkeit zufrieden. Unser alter Übersetzungsprozess war wie das Fahren mit einem platten Reifen – DeepL hingegen liefert Full Service bei Tempo 160. Durch die Einbindung der KI-Sprachtechnologie bearbeiten Teams wie M&A und unsere Rechtsabteilung sensible Dokumente mit höchster Geschwindigkeit und absoluter Vertraulichkeit.“
  • Ein Reddit-Nutzer lobt: „Während Google aus dem Spanischen und Italienischen zuverlässig Schrott ins Deutsche übersetzt, produziert Deepl schon seit Jahren verständliche und brauchbare Texte. Ein großartiges Tool.“ Eine andere Nutzerin ergänzt: „Was mich freut: Es ist eine in Deutschland / EU entwickelte App, nicht aus dem Land, wo ein Spinner sein Unwesen treibt.“

Reicht  einerÜbersetzer allein?

Die Voice-to-Voice-Funktion von DeepL wirkt wie ein logischer nächster Schritt, doch auch wie einer, den auch die Konkurrenz gehen wird. Das Unternehmen liefert keine radikale Neuerfindung, sondern eine sorgfältige Weiterentwicklung des Bestehenden. Dieser pragmatische Ansatz könnte sich auszahlen, solange Qualität den Ausschlag gibt. Doch in einem Markt, in dem große Plattformen Funktionen im Monatsrhythmus nachrüsten, ist Vorsprung oft nur ein sehr kurzer Zustand.

Hinzu kommt die strategische Unschärfe jenseits des Kerngeschäfts. Denn DeepL hat auch eigene KI-Agenten angekündigt, scheint in diesem Bereich bislang aber keine großen Fortschritte zu erzielen. Stattdessen scheint das Unternehmen sich zunächst einmal wieder seinen Kernkompetenzen zu widmen.

Ob ein guter Übersetzer langfristig reicht, ist aber offen. Denn: Der Wettbewerb ist knallhart. Gleichzeitig könnte aber auch genau darin eine Chance liegen: sich nicht zu verzetteln, sondern den eigenen Anspruch gegen eine schier übermächtige Konkurrenz auszuspielen. Denn was passiert, wenn das Kerngeschäft vernachlässigt wird, hat kürzlich kein Geringerer als KI‑Platzhirsch OpenAI demonstriert.

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Solarzaun statt Balkonkraftwerk: Mehr Eigenverbrauch dank Vertikalmontage

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Solarzaun Solaranlage Zaun Mauer vertikal

Balkonkraftwerke boomen. Doch ihr grösstes Problem bleibt: Sie liefern den meisten Strom mittags, wenn kaum jemand zu Hause ist. Ein österreichisches Unternehmen will das mit einer Solaranlage lösen, die direkt in den Gartenzaun eingefädelt wird. Die vertikale Ausrichtung soll Strom gezielt morgens und abends erzeugen, wenn der Verbrauch im Haushalt am höchsten ist.

Balkonkraftwerke haben in den vergangenen Jahren deutlich an Beliebtheit gewonnen. Die steckerfertigen Mini-Solaranlagen ermöglichen es inzwischen vielen Haushalten, eigenen Strom zu erzeugen und so die Energiekosten zu senken.

Einer der Treiber dieser Entwicklung sind auch regulatorische Veränderungen, wie die Anhebung der maximalen Einspeisung von 600 auf 800 Watt im Jahr 2024. Diese hatte unter anderem zur Folge, dass sich allein im Jahr 2025 die Zahl der neu installierten Anlagen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat und somit der stärkste Zubau seit 2018 verzeichnet werden konnte.

Bis Ende 2025 waren in Deutschland bereits mehr als 1,2 Millionen Balkonkraftwerke in Betrieb gemeldet. Diese finden sich oft an Balkonbrüstungen, auf Terrassen oder an Hausfassaden und ermöglichen eine vergleichsweise einfache Nutzung von Solarenergie im Alltag.

Aber auch Zäune rücken als alternative Installationsorte immer mehr in den Fokus. Die Entwicklung eines Unternehmens aus Graz setzt hier an und kombiniert dafür Sichtschutz mit integrierter Solartechnik zur Stromerzeugung.

Solarzaun dient gleichzeitig als Sichtschutz

Die Zaunsolaranlage des österreichischen Unternehmens Sunbooster ist als Ergänzung für bestehende Doppelstabmattenzäune gedacht. Denn die flexiblen PV-Module des Modells Vertical+ werden einfach in den Gartenzaun eingefädelt.

Dafür hat Sunbooster bewegliche Streifen mit integrierten PV-Modulen entwickelt. Diese können laut dem Unternehmen herkömmliche Sichtschutzbänder im Gartenzaun ersetzen und auf beiden Seiten Strom erzeugen.

Eine ältere Version der Entwicklung war nur auf eine Zaunlänge von maximal zehn Metern und eine Leistung von 800 Watt ausgelegt. Mit Vertical+ hingegen soll es laut dem Unternehmen nun möglich sein, auch Zäune mit einer Länge von 100 Metern zu verkleiden.

Dabei kommt die Anlage laut Herstellerangaben auf einen Wirkungsgrad von bis zu 92 Prozent. Bei einem Einzelsystem mit einer Länge von 2,5 Metern und 468 Wp Leistung konnten bei Messungen demnach 430 Watt erreicht werden. Inklusive Inverser und zehn Meter Anschlusskabel bietet Sunbooster ein zwei Meter langes Solarzaun-Modul für 568,70 Euro an (Stand: 13. April 2026).

Vertikale Ausrichtung bietet Vorteil gegenüber Balkonkraftwerk

Herkömmliche Balkonkraftwerke erreichen typischerweise über den Tag verteilt ihre höchste Stromproduktion zur Mittagszeit, wenn die Sonneneinstrahlung am stärksten ist. Die Erzeugung in den Morgen- und Abendstunden fällt meist deutlich geringer aus.

Das wiederum steht jedoch häufig im Gegensatz zum typischen Strombedarf in einem Haushalt. Denn dieser ist meist vor allem in den frühen Morgenstunden sowie in den Abendstunden am höchsten.

Die vertikale Ausrichtung der Anlage von Sunbooster setzt genau hier an und soll die typischen Bedarfsspitzen morgens und abends abfangen. Denn die Anlage ist so konzipiert, dass sie Sonnenenergie vor allem dann besonders effektiv aufnehmen kann, wenn die Sonne sehr tief steht.

Am besten funktioniert das laut dem Hersteller bei einer Ost-West-Ausrichtung. Es sei allerdings auch eine Ausrichtung nach Süden möglich, wenn besonders hohe Mittagserträge erzielt werden sollen. Das sei allerdings meist nur in offenen, schattenfreien Bereichen sinnvoll.

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planqc: Münchner Start-up liefert Quantencomputer an den Staat

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planqc, tech, informatik, quanteninformatik, software, raumfahrt

Quantencomputer sollen die Pharmaforschung, Klimamodelle und die Finanzwelt revolutionieren. Doch bisher fehlt der Beweis, dass sie klassischen Supercomputern wirklich überlegen sind. Das Münchner Start-up planqc will das ändern. In unserem Start-up-Check schauen wir uns an, was hinter der Technologie steckt, woher das Geld kommt und wie realistisch die Pläne sind.

Start-ups: Das klingt nach Erfindergeist, Zukunftstechnologien, neuen Märkten. Doch in der Realität erweisen sich viele der Neugründungen leider oft als eine Mischung aus einer E-Commerce-Idee, planlosen Gründern und wackeligen Zukunftsaussichten.

Dabei gibt es sie durchaus: die Vordenker, die an den großen Problemen tüfteln und Geschäftsmodelle revolutionieren. Sie zu finden und vorzustellen, ist die Aufgabe des Formats „Start-up-Check“. Heute: planqc, Deep-Tech-Start-up aus dem Bereich Quantencomputing.

Wer steckt hinter planqc – und woher kommt die Expertise?

  • Branche: Quantencomputing/DeepTech
  • Gründer: Alexander Glätzle, Sebastian Blatt und Johannes Zeiher
  • Gründungsjahr: 2022
  • Geschäftsmodell: Entwicklung skalierbarer Quantenprozessoren auf Basis neutraler Atome; mittelfristig Bereitstellung von Quantencomputing as a Service über die Cloud
  • Ziel: Quantencomputer mit mehr als 1.000 Qubits, die in Chemie, Pharma, Automotive und Finanzindustrie praktische Rechenvorteile gegenüber klassischen Supercomputern liefern

Quantencomputer sollen Krebs heilen, Klimamodelle revolutionieren und die Finanzwelt neu erfinden. Wann genau das geschehen wird, bleibt jedoch meist offen.

planqc aus Garching bei München ist hier längst einen Schritt weiter und punktet mit konkreten Aufträgen, Lieferverpflichtungen und einem laufenden Zeitplan. Das 2022 als Spin-off des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik (MPQ) und der LMU München gegründete Start-up hat sich in kurzer Zeit zu einem der wichtigsten europäischen Quantencomputing-Unternehmen entwickelt – mit einer technologischen Wette, die in der Szene zunehmend als vielversprechend gilt.

Hinter planqc stecken Wissenschaftler, die nicht erst seit gestern mit Quantensystemen arbeiten: CEO Dr. Alexander Glätzle und seine Mitgründer kommen direkt aus der Forschungsgruppe um den renommierten Physiker Immanuel Bloch am MPQ, einem der weltweit führenden Institute auf dem Gebiet der Quantenoptik. Das verleiht dem Unternehmen eine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit, die sich nicht einfach einkaufen lässt.

Wie funktioniert ein Quantencomputer aus Licht und Atomen?

Die bekanntesten Quantencomputer, etwa von IBM oder Google, basieren auf supraleitenden Schaltkreisen und müssen bei extrem tiefen Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt betrieben werden.

planqc geht einen anderen Weg. Das Unternehmen setzt auf neutrale Atome als Qubits, also die kleinsten Recheneinheiten eines Quantencomputers. Im Gegensatz zu klassischen Bits können Qubits nicht nur die Werte null oder eins annehmen, sondern auch beide Zustände gleichzeitig.

Das planqc-Prinzip: Einzelne Strontium-Atome werden in einem Vakuum mit Laserlicht eingefangen und in sogenannten optischen Gittern, einem „Kristall aus Licht“, positioniert. Jedes Atom fungiert als ein Qubit. Präzise Laserimpulse manipulieren die Quantenzustände der Atome und führen Rechenoperationen durch.

Der Abschied vom Millikelvin-Zwang

Der entscheidende Vorteil ist, dass neutrale Atome von Natur aus identisch sind. Kein Atom weicht vom nächsten ab, was bei anderen Qubit-Technologien eine erhebliche Fehlerquelle darstellt. Das führt zu langen Kohärenzzeiten, hoher Stabilität und einer Architektur, die auf über 1.000 Qubits ausgelegt ist.

Zum Vergleich: In einem Forschungsprojekt am MPQ, an dem planqc beteiligt war, wurde ein Register mit 1.200 neutralen Atomen über eine Stunde stabil betrieben. Ein Skalierungsergebnis, das in der Branche für Aufmerksamkeit gesorgt hat.

Ein weiterer Vorteil gegenüber supraleitenden Systemen: Der Betrieb ist bei nahezu Raumtemperatur möglich, zumindest im Vergleich zu den Millikelvin-Temperaturen, die Konkurrenten wie IBM benötigen. Das vereinfacht die Infrastruktur erheblich und könnte langfristig die Betriebskosten senken.

Einordnung und Mehrwert

planqc positioniert sich als Brückenbauer zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung und hat dafür konkrete Zielbranchen: Chemie und Pharma (Molekülsimulation, Wirkstoffdesign), Batterietechnologie und Climate Tech, Automotive sowie die Finanzindustrie. Erste Use Cases rund um Quantum Machine Learning für Klimasimulationen und Batterieoptimierung befinden sich bereits in der Entwicklung.

Ob und wann Quantencomputer klassischen Supercomputern in diesen Anwendungsfällen wirklich überlegen sein werden, ist die offene Frage der gesamten Branche, planqc eingeschlossen.

Der sogenannte „quantum advantage“ für industriell relevante Probleme ist bislang nirgendwo belegt. Das Unternehmen steckt, wie alle Wettbewerber, noch in der Phase, in der man Systeme baut, die diesen Nachweis irgendwann erbringen sollen.

Im europäischen Wettbewerbsumfeld hat planqc jedoch eine klare Nische: Der Fokus auf neutrale Atome unterscheidet das Unternehmen von Anbietern wie IQM (supraleitend) oder Quantinuum (Ionenfallen) und erlaubt ein „Made in Germany“-Narrativ, das bei europäischen Industriekunden Vertrauen schafft – gerade gegenüber US-amerikanischen und chinesischen Anbietern.

90 Millionen Euro und zwei Staatsaufträge: So finanziert sich planqc

planqc ist für ein vier Jahre altes Deep-Tech-Unternehmen bemerkenswert gut kapitalisiert. Die Series-A-Runde von 50 Millionen Euro (2024), angeführt von Catron Holding und dem DeepTech & Climate Fonds, ergänzt um Fördermittel des BMBF, summiert sich, inklusive öffentlicher Fördermittel, auf rund 80 bis 90 Millionen Euro Gesamtkapital.

Wichtiger noch: Das Unternehmen hat bereits konkrete öffentliche Aufträge gewonnen. Vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhielt planqc einen Auftrag über 29 Millionen Euro zum Aufbau eines Quantencomputers in Ulm – der erste europäische Auftrag dieser Art überhaupt.

Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) beauftragte das Start-up zusätzlich, einen 1.000-Qubit-Quantencomputer zu entwickeln, mit einer Zielmarke vor 2027. Beide Projekte sind keine Piloten, sondern reale Infrastrukturmaßnahmen mit konkreten Lieferverpflichtungen.

planqc ist dabei eng in das Münchner Quantenökosystem eingebettet: als erster Spin-off der Munich Quantum Valley Initiative, mit Technologiepartnern wie Menlo Systems (Lasersysteme) und ParityQC (Software/Architektur) sowie der fortlaufenden wissenschaftlichen Anbindung an das MPQ. Diese Vernetzung ist kein Marketingargument, sondern struktureller Bestandteil der Entwicklungsstrategie.

planqc: Zwischen Wissenschaftspionierarbeit und industriellem Beweis

planqc adressiert eine der technologisch anspruchsvollsten Herausforderungen der Digitalwirtschaft: den Bau von Quantencomputern, die über Forschungslabors hinaus tatsächlich industriellen Mehrwert liefern. Die neutrale-Atome-Plattform ist wissenschaftlich fundiert, gut finanziert und durch öffentliche Aufträge bereits in der Praxis verankert.

Entscheidend wird sein, ob planqc den Übergang von beeindruckenden Qubit-Zahlen zu nachweisbarem Rechenvorsprung schafft und ob die Zielbranchen bereit sind, Quantencomputing von der Roadmap in ihre tatsächliche IT-Infrastruktur zu überführen.

Gelingt das, wäre planqc gut positioniert, um als europäischer Champion in einem Markt zu bestehen, der bislang von amerikanischen Schwergewichten dominiert wird.

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Australiens Heimspeicher-Boom: Kapazität verfünffacht sich in einem Jahr

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Heimspeicher Australien Batterien Förderung

Australien hat 2025 einen Wendepunkt bei Heimspeichern erreicht: 221.000 neue Systeme, eine Verfünffachung der installierten Kapazität und fast doppelt so große Batterien pro Haushalt. Auslöser ist das staatliche „Cheaper Home Batteries Program“, das nicht nur die Nachfrage antreibt, sondern auch verändert, welche Produkte Kunden wählen. 

Die australische Branche für Energiespeicher verzeichnete im Jahr 2025 einen Zuwachs auf 221.000 installierten Heimspeichersystemen. Das entspricht einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr. Mit einer neu installierten Gesamtkapazität von 4.790 Megawattstunden ist die Technologie im Massenmarkt angekommen. Inzwischen verfügen etwa 4,6 Prozent der australischen Wohnhäuser über einen eigenen Batteriespeicher.

Das australische Bertungsunternehmen SunWiz stellt in seiner Untersuchung fest, dass sich die installierte Basis in Australien rasant entwickelt. Das Analyseportal fungiert seit 2009 als Referenzquelle für Hersteller, Einzelhändler, Investoren und politische Entscheidungsträger. Die Daten des Berichts stützen sich auf eine detaillierte Auswertung der Installationszahlen pro Bundesstaat und Systemgröße. Demnach zeigt sich, dass staatliche Subventionen nicht nur die Menge erhöhen, sondern auch die Art der erworbenen Produkte beeinflussen.

Heimspeicher in Australien: Förderung verdoppelt Batteriegröße

Das Förderprogramm CHBP trieb vor allem den Erwerb größerer Speichereinheiten voran. Die durchschnittliche Kapazität eines installierten Heimspeichers kletterte im Jahr 2025 auf 21,6 Kilowattstunden. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 11,8 Kilowattstunden. Haushalte nutzten die Fördermittel vorrangig, um die Speicherkapazität zu maximieren, anstatt lediglich die Gesamtausgaben für die Installation zu senken.

Die Analyse verdeutlicht, dass die Kosten pro Kilowattstunde im Vergleich zu den vorangegangenen Quartalen relativ stabil geblieben sind. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben der Endkunden für einzelne Systeme kaum an, während die Speicherdichte der Anlagen zunahm. Batterien der Leistungsklasse zwischen 20 und 25 Kilowattstunden machten im Berichtszeitraum einen signifikanten Teil des Marktes aus.

Dieser Trend betreffe sowohl Nachrüstungen als auch Neuinstallationen in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen. SunWiz schreibt dazu: „Das Programm „Cheaper Home Batteries“ hat nicht nur den Absatz angekurbelt – es hat auch grundlegend verändert, was die Australier kaufen.“

Nicht nur Heimspeicher: Warum Australiens Unternehmen jetzt mitziehen

In Zusammenarbeit mit Energieunternehmen Orkestra analysierte SunWiz die Treiber für gewerbliche Verkäufe und die Marktsegmentierung. Neben dem Privatsektor zeigten auch Unternehmen ein wachsendes Interesse an Speicherlösungen zur Optimierung der Energiekosten. Die Untersuchung umfasst Leaderboards der 20 führenden Einzelhändler auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene.

Ein wesentlicher Teil befasst sich mit den Amortisationszeiten in den verschiedenen australischen Bundesstaaten. Die Studie differenziert hierbei präzise zwischen Nachrüstungen bestehender Anlagen (ESS-only) und kombinierten Neuinstallationen (PV+ESS), um die Wirtschaftlichkeit realitätsnah abzubilden.

Die finanzielle Attraktivität hänge stark von regionalen Förderprogrammen sowie den lokalen Strompreisstrukturen ab. Hersteller erhielten durch die monatlichen Trends zum Marktanteil einen präzisen Einblick in die Wettbewerbssituation.

Wie sich der Markt bis 2030 entwickeln könnte

Technologische Fortschritte, optimierte Garantiebedingungen und die Weiterentwicklung bei Wechselrichtern dürften das Marktwachstum bis zum Jahr 2030 stützen. Ebenso sollte die Einbindung in intelligente Stromnetze sowie die Teilnahme an virtuellen Kraftwerken die Attraktivität der Systeme weiter erhöhen.

Die staatlichen Programme blieben dabei ein entscheidender Faktor für die langfristige Planbarkeit von Investitionen. Branchengrößen wie SolarEdge oder Solargain stützen sich bei ihren Strategien maßgeblich auf diese Datenbasis. Letztlich lässt sich festhalten, dass die finanzielle Unterstützung die Hemmschwelle für Endverbraucher gesenkt hat. Australien festigt damit seine Position im globalen Vergleich der Energiespeichermärkte.

Australiens Heimspeicher-Boom zeigt, wie stark gezielte Förderprogramme die Kaufentscheidungen von Privathaushalten lenken können – nicht nur in der Menge, sondern auch bei der Systemgröße. In Deutschland wächst der Heimspeicher-Markt ebenfalls, allerdings fehlt bislang ein vergleichbar zentrales Förderprogramm auf Bundesebene.

Die australischen Zahlen liefern ein starkes Argument für alle, die eine einheitliche Speicherförderung auch hierzulande fordern. Wer Kapazität subventioniert statt nur Anschaffung, bekommt größere Speicher ins Netz und damit mehr Nutzen für die Energiewende.

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Pannenursache Nr. 1: Forscher machen die 12-Volt-Batterie im E-Auto überflüssig

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Starterbatterie Elektroauto E-Auto 12-Volt-Batterie

Elektroautos könnten bald auf eine zentrale Komponente verzichten: die klassische 12-Volt-Batterie. Das österreichische Forschungsprojekt REDSEL hat eine Bordnetzarchitektur entwickelt, die genau das möglich machen soll – durch redundante Hochvolt-Systeme und moderne Halbleitertechnik. 

Forscher von Silicon Austria Labs (SAL), Infineon Technologies Austria und AVL List haben das Forschungsprojekt REDSEL nach zwei Jahren Laufzeit am Standort Graz erfolgreich abgeschlossen. Sie entwickelten eine neue Architektur für das Bordnetz von Elektrofahrzeugen, die künftig eine flexiblere Energieversorgung ermöglichen soll.

Die Struktur umfasst laut dem Forschungsbericht eine redundante Auslegung sowohl für den Hochvolt- als auch für den Niedervolt-Bereich. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit und Sicherheit künftiger elektrischer Systeme zu steigern. Die Forscher präsentierten die Ergebnisse im spezialisierten Power Lab bei SAL in Graz.

Warum die 12-Volt-Batterie im E-Auto wegfallen könnte

Das Forschungszentrum konzentriert sich an den Standorten Graz, Villach und Linz auf elektronik- und softwarebasierte Systeme. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt in enger Abstimmung mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Albert Frank, Projekt­leiter bei Silicon Austria Labs, dazu: „Die entwi­ckelten Tech­no­lo­gien schaffen die Grund­lage für leich­tere und robus­tere Bord­netz­sys­teme und leisten damit einen wich­tigen Beitrag zur Weiter­ent­wick­lung der Elek­tro­mo­bi­lität – bis hin zu zukünf­tigen auto­nomen Anwen­dungen“.

Ein zentraler Vorteil des neuen Konzepts liegt laut den Beteiligten in der Einsparung von Bauteilen im Fahrzeug. Durch einen redundanten Aufbau könnte im Elektroauto langfristig die klassische Niedervoltbatterie entfallen. Der Wegfall dieser Komponente verschafft Konstrukteuren mehr Flexibilität beim Fahrzeugdesign. Frei werdender Bauraum lässt sich für die Integration zusätzlicher technischer Komponenten nutzen.

NeueS System verteilt Energie im Fahrzeug

Kommende Fahrzeuggenerationen könnten durch die verbesserten Spezifikationen Vorteile im täglichen Betrieb haben. Die Ergebnisse sollen den Bau kompakterer und fehlertoleranter elektrischer Architekturen erlauben. Solche stabilen Systeme gelten als eine wesentliche Voraussetzung für das autonome Fahren.

Eine zuverlässige Stromversorgung fungiert für die künftigen Anwendungen als sicherheitskritisches Element. Den Kern der REDSEL-Architektur bildet ein aktives Balancing zwischen zwei Hochvoltbatterien. Dieses Verfahren stellt eine gleichmäßige Lastverteilung im Fahrzeug sicher und erhöht die Betriebssicherheit.

Die Ingenieure entwarfen zudem einen Leistungselektronikwandler mit mehreren Eingängen. Ein neuartiges magnetisches Integrationskonzept ermöglichte es, diesen Wandler besonders kompakt und platzsparend zu realisieren. Das System arbeite hocheffizient und spare im Vergleich zu herkömmlichen Modellen erheblichen Raum ein.

Für die Steuerung der Spannungen auf der Hochvoltseite installierten die Partner 750-Volt-Siliziumkarbid-MOSFETs der Reihe CoolSiC. Diese Komponenten ermöglichen laut Projektbericht eine zuverlässige Verarbeitung hoher Energieströme. Sie bilden das technologische Rückgrat für die Hochvolt-Architektur des Systems.

Halbleiter statt Relais: Leichter, sicherer und kompakter

Halbleiter erlauben eine präzise Steuerung der Energieflüsse, was für die Effizienz des Antriebsstrangs entscheidend ist. Auf der Niedervoltseite nutzten Forscher erstmals OptiMOS-7-Bauelemente mit einer Spannung von 30 Volt. Diese sollen laut Forschungsbericht signifikante Effizienzvorteile gegenüber den bisher üblichen Lösungen mit 40 Volt bieten.

Verbesserte Bordnetzspezifikationen moderner Fahrzeuge machten den Einsatz dieser frühen Entwicklungsmuster erst möglich. Ein Schwerpunkt der Kooperation lag auf einer neuen Sicherheitsarchitektur für Abschaltfunktionen. Techniker ersetzten dabei herkömmliche mechanische Relais durch moderne Halbleiterschalter.

Die Umstellung reduziert das Gewicht und erhöht die Betriebssicherheit des Systems. Diplomingenieur Ernst Katzmaier, Projektleiter bei Infineon Technologies Austria, erklärt, dass der Systemdemonstrator eindrucksvoll die Vorteile neuer Bordnetzarchitekturen belegt. Die Kooperation zeigt, wie praxisnahe Lösungen durch die Zusammenarbeit von Industrie und Forschung entstehen.

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Das älteste Land der Welt ist über 5.000 Jahre alt

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Griechenland Länder

Manche Staaten blicken auf eine Geschichte zurück, die über 5.000 Jahre in die Vergangenheit reicht. Die Suche nach dem ältesten Land der Welt führt uns tief in die Entstehungsgeschichte menschlicher Zivilisation. 

Wann ist eine Ansammlung von Siedlungen eigentlich ein Land? Diese Frage ist nicht so simpel, wie sie zunächst erscheinen mag. Denn letztendlich kommt es auf die jeweilige Definition an. In der Geschichtswissenschaft existieren verschiedene Herangehensweisen, die jeweils ihre eigene Logik haben. Trotzdem wagen wir uns in diesem Artikel an die Suche nach den ältesten Ländern der Welt.

Drei Methoden: Wie identifiziert man die ältesten Länder der Welt?

Eine Methode ist die konstitutionelle Kontinuität. Hierbei wird das Alter eines Staates an der Geburtsstunde seiner heute noch gültigen Verfassung oder seiner politischen Grundordnung gemessen. Nach dieser Lesart wäre San Marino der Spitzenreiter, das als die älteste Republik der Welt gilt. Die Wurzeln des Landes reichen bis ins Jahr 301 zurück. Die Verfassung stammt aus dem Jahr 1600 und ist bis heute in Kraft.

Eine andere Herangehensweise ist die kulturelle Kontinuität, also seit wann in einer Region eine zusammenhängende Gesellschaft besteht. In dieser Liste wäre Japan als älteste noch bestehende Monarchie der Welt ziemlich weit oben angesiedelt. Zudem wird China oft als das Land mit der ältesten erhaltenen Kultur bezeichnet. Manche Quellen nennen auch den Iran, dessen proto-elamitische Periode bereits 3200 v. Chr. staatliche Strukturen besaß.

Die am häufigsten genutzte Methode ist jedoch die Bestimmung des Gründungsjahres als zentralisierter Staat. Entscheidend ist, wann unabhängige Stammesfürstentümer erstmals unter einer einheitlichen militärischen, politischen und religiösen Herrschaft zusammengeführt wurden. Das folgende Ranking basiert auf dieser Definition (via Atanango).

Platz 10: Indien – organisierte Staaten schon seit 1500 v. Chr.

Indien eröffnet unsere Top Ten. Die staatliche Tradition des Landes reicht bis etwa 1500 v. Chr. zurück. Lange bevor moderne Grenzen gezogen wurden, entwickelten sich im Norden des Subkontinents organisierte Gesellschaften, deren soziale Strukturen die Region bis heute prägen.

Indien Burg
Bild: Depositphotos

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Brennende Elektroautos: Medien befeuern einen Mythos

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E-Auto Brände brennt Feuer brennende Elektroautos

Bilder von brennenden Elektroautos verbreiten sich oftmals rasend schnell und schüren Ängste. Auch zahlreiche Medien befeuern den Mythos, dass E‑Autos häufig Feuer fangen würden und gefährlich seien. Statistisch gesehen gibt es aber keinen übermäßigen Grund zur Sorge. Doch das Narrativ hält sich hartnäckig. Eine kommentierende Analyse. 

Wie verbreitet sind E-Autos in Deutschland?

  • 2025 war jeder fünfte neu zugelassene Pkw in Deutschland ein E‑Auto. Damit lag der Anteil am gesamten Fahrzeugbestand bei rund vier Prozent. Seit Anfang 2026 werden Elektroautos beliebter – auch, weil sie im Betrieb oft deutlich günstiger sind als Verbrenner. Im März 2026 haben Stromer bei den Neuzulassungen sogar erstmals Benziner überholt. Insgesamt verläuft der Umstieg von Verbrenner‑ auf Elektroautos in Deutschland bisher schleppend und er liegt deutlich hinter dem Niveau, das nötig ist, um die Klimaziele zu erreichen.
  • Die Gründe für die Zurückhaltung gegenüber E‑Autos sind vielfältig. Häufig werden zu hohe Anschaffungskosten, die Sorge vor zu geringen Reichweiten, eine schlechte Ladeinfrastruktur oder Sicherheitsbedenken als Argument gegen einen Kauf genannt. Doch die meisten Bedenken sind mittlerweile überholt. Nicht nur die Anschaffungskosten sinken, auch eine neue Kaufprämie steht in den Startlöchern. Reichweiten nehmen zu und auch die Ladeinfrastruktur kann sich sehen lassen. Größtes Problem: Viele öffentliche Ladesäulen sind zu teuer. Hinzu kommt eine unbegründete Angst vor Bränden, obwohl Studien belegen, dass Elektroautos keine statistisch höhere Brandwahrscheinlichkeit aufweisen als Verbrenner.
  • Brennende E‑Autos sind dennoch eine der größten Sorgen potenzieller Käufer, auch wenn sie meist unbegründet sind. Forscher aus China haben derweil eine Natrium‑Ionen‑Batterie vorgestellt, die sich bei Überhitzung selbst abschaltet, indem ihr Elektrolyt bei Gefahr fest wird und eine physische Brandschutzmauer bildet. Seltene Brände durch den sogenannten Thermal Runaway sollen dadurch verhindert werden. Der Effekt beschreibt eine unkontrollierte Kettenreaktion, bei der sich eine Batterie selbst immer weiter aufheizt, bis es zu einem Brand oder einer Explosion kommt. Mit Technologien wie diesen könnten Elektroautos künftig sogar deutlich seltener brennen als Verbrenner.

Warum brennende E-Autos mehr Aufmerksamkeit bekommen als brennende Verbrenner

Brennende Elektroautos sind ein gefundenes Fressen für sensationsgeile Medien. Sie sind futuristisch, nahezu lautlos und gehen wie in einem Katastrophenfilm urplötzlich in Flammen auf. So zumindest das Narrativ. Der Haken an der Sache ist nur, dass solche medialen Inszenierungen wenig mit der Realität zu tun haben.

Während ein brennender Diesel oder Benziner höchstens eine Randnotiz wert ist, wird von qualmenden Stromern häufig ein brandgefährliches Bild gezeichnet. Die Logik dahinter ist simpel: neu ist gleich verdächtig, und Batterie gleich Bombe. Ein Narrativ, das sich hervorragend klicken lässt, aber schlichtweg nicht belegbar ist.

Denn statistisch ist die Aufregung ungefähr so gerechtfertigt wie die Angst vor explodierenden Toastern. Elektroautos brennen nicht häufiger als Verbrenner, eher im Gegenteil – nur eben anders. Ein Batteriebrand entwickelt sich schneller, spektakulärer und ist damit auch fotogener. Genau das macht brennende Elektroautos zu einem idealen Rohstoff für Sensationsschlagzeilen, die mehr Hitze erzeugen als die Fahrzeuge selbst.

Das Problem ist eine verzerrte Wahrnehmung, in der Einzelfälle zur gefühlten Regel werden. Viele Medien verstärken diesen Effekt, indem sie das Außergewöhnliche zum Dauerzustand erklären. Die Realität bleibt dabei oft auf der Strecke. Denn sie ist schlicht zu unspektakulär: Millionen unauffällige Fahrten ohne Flammen, ohne Drama und ohne virales Potenzial.

Das sagen Versicherer und TÜV

  • Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Geschäftsführerin des Gesamtverbandes der Versicherer (GDV), in einem Statement: „Je mehr Elektroautos auf der Straße unterwegs sind, desto weniger unterscheiden sich ihre Schadenbilanzen von vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotoren (…) Elektroautos kommen zunehmend im Alltag an: Eine breitere Modellpalette erreicht einen größeren Kundenkreis, zudem haben Werkstätten, Abschleppunternehmen, Feuerwehren und Gutachter inzwischen mehr Erfahrungen mit beschädigten Elektroautos. Mit dieser neuen Normalität verringern sich aktuell auch die anfänglich beobachteten Besonderheiten in den Schadenbilanzen.“
  • Hermann Dinkler, Experte für Brand- und Explosionsschutz beim TÜV-Verband, fasst zusammen: „Tatsächlich ist die Gefahr eines Fahrzeugbrands sehr gering, und E-Autos stehen klassischen Verbrennern in puncto Sicherheit in nichts nach. Ein Fahrzeugbrand ist in der Regel kein Zufall, sondern die Folge technischer Ursachen. Häufig führt eine Verkettung mehrerer Faktoren zum Feuer. Das können ein Kurzschluss im Bordnetz, beschädigte Kabelisolierungen, undichte Kraftstoffleitungen oder eine übermäßige Wärmeentwicklung im Motorraum sein.“
  • Carsten Reinkemeyer, Leiter der Sicherheitsforschung des Allianz Zentrums für Technik (AZT), zu einer Untersuchung: „Schon eine ausreichende Zahl ausgebrannter E-Autos zu finden, war gar nicht so einfach. Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass Elektrofahrzeuge im Vergleich zu Fahrzeugen mit herkömmlichen Antriebsarten deutlich weniger oft in Brand geraten. Selbst wenn man nur Fahrzeuge betrachtet, die weniger als zwei Jahre alt sind, nähert sich die Brandwahrscheinlichkeit von Elektrofahrzeugen zwar der von Benzinern an, sie liegt aber weiterhin deutlich unter der von Dieselfahrzeugen.“

E-Auto-Brände werden zur Ausnahme der Ausnahme

Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos wird auch ihr Exotenstatus verschwinden. Und damit der Reflex, jeden Brand wie eine technische Apokalypse zu inszenieren. Was aktuell noch als Katastrophe gilt, wird bald statistische Normalität – und damit medial deutlich langweiliger.

Hinzu kommt, dass die Feuerwehren längst und viel schneller aufgeholt haben als so manche Schlagzeilen. Was früher als kaum beherrschbar galt, ist heute Teil der Ausbildung: spezielle Schulungen, klare Einsatzprotokolle und angepasste Taktiken. Dass ein E‑Auto‑Brand innerhalb kurzer Zeit gelöscht werden kann, ist inzwischen Routine.

Und ja: E‑Autos brennen anders – oft schneller und manchmal hartnäckiger. Der Akku lässt sich nicht einfach ersticken, sondern muss gekühlt werden, meist mit viel Wasser und Geduld. Doch genau darauf sind Einsatzkräfte inzwischen vorbereitet: neue Löschdecken, verbesserte Ausrüstung, mehr Erfahrung. E-Autos stellen übrigens auch in Tiefgaragen keine erhöhte Brandgefahr dar, da sind sich Feuerwehr und Versicherer einig. Das Feuer ist also weniger das Problem als früher. Allerdings sind es die Bilder davon noch.

Während sich das mediale Narrativ weiter an Flammen klammert, entwickelt sich auch die Technik längst weiter. Batterien werden stabiler, Systeme erkennen Risiken früher und neue Materialien verhindern Kettenreaktionen. Kurzum: Brände sind schon heute selten und könnten künftig zur Ausnahme der Ausnahme werden. Dann bleibt vom großen Mythos vor allem eines übrig: viel Rauch um nichts.

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Balkonkraftwerk ab 200 Euro: So schnell rechnet sich die Investition

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wann sich ein Balkonkraftwerk

Selbstproduzierter Strom, direkt vom Balkon: Balkonkraftwerke machen das bereits ab 200 Euro möglich. Doch seit Dezember 2025 gelten mit der neuen VDE-Produktnorm strengere Regeln für die Geräte, und die Preise könnten steigen. Gleichzeitig sparen Haushalte bei einem Strompreis von 35 Cent bis zu 280 Euro pro Jahr.

Balkonkraftwerke machen Mieter und Wohnungseigentümer zu Stromproduzenten. Die kompakten Systeme speisen die gewonnene Energie direkt in das heimische Stromnetz ein. Auf diese Weise können Haushalte ihre Abhängigkeit von Energieversorgern verringern und einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Vor allem für Mieter bieten Stecker-Solargeräte einen praktischen Vorteil: Bei einem Umzug lassen sie sich ohne großen Aufwand abbauen und in die neue Wohnung mitnehmen. Technisch gesehen handelt es sich bei einem Balkonkraftwerk nicht um eine Anlage, sondern um ein elektrisches Haushaltsgerät. Der Betrieb ist dank einer neuen Produktnorm mittlerweile offiziell über eine normale Haushaltssteckdose möglich.

Was schreibt die neue VDE-Norm vor?

Seit Dezember 2025 regelt die Produktnorm VDE 0126-95 den technischen Aufbau der Geräte verbindlich. Hersteller müssen seither eine mindestens fünf Meter lange Anschlussleitung bereitstellen. Nutzer dürfen die Geräte keinesfalls über eine Mehrfachsteckdose anschließen. Zudem schreibt die Norm verbindliche Vorgaben zur mechanischen Sicherheit und zur Statik der Geräte vor.

Die Einspeiseleistung über den Wechselrichter darf höchstens 800 Watt betragen. Bei Verwendung eines herkömmlichen Schuko-Steckers leisten die Solarmodule maximal 960 Watt. Anlagen mit Leistungen bis zu 2.000 Watt benötigen zwingend einen Wieland-Stecker als Energie-Steckvorrichtung. Für die Installation dieser größeren Systeme aus drei oder vier Modulen müssen Haushalte in den meisten Fällen wohl einen Elektriker beauftragen.

Werden Balkonkraftwerke jetzt teurer?

Aufwendige Zertifizierungsverfahren verteuern laut Einschätzung der Verbraucherzentrale voraussichtlich die künftigen Anschaffungspreise. Kleine Anbieter verschwinden möglicherweise vom Markt, wenn sie die hohen Kosten für diese Verfahren nicht tragen können. Die neue Produktnorm bietet Verbrauchern zwar mehr Klarheit, schränkt aber die Vielfalt der Anbieter ein.

Zudem drängt die neue Norm gebrauchte Solarmodule faktisch aus dem Betrieb. Diese kommen bei Balkonkraftwerken laut Verbraucherzentrale künftig wohl nicht mehr zum Einsatz. Die Hersteller müssen nun sicherstellen, dass jedes Modul die strengen Sicherheitsvorgaben erfüllt, was den Einsatz von Alt-Hardware erschwert. Matthias Döring, von der Verbraucherzentrale Hamburg, dazu:

Mit den neuen Regeln bekommen Verbraucherinnen und Verbraucher endlich Sicherheit bei Balkonkraftwerken. Wer jetzt normgerecht baut, kann auf einen stabilen Rechtsrahmen vertrauen und sein Zuhause mit Solarstrom bereichern. Leider hat die Norm auch einige Schattenseiten.

So schnell rechnet sich ein Balkonkraftwerk

Aktuell bieten Händler einfache 400-Watt-Geräte für etwa 200 Euro an, während 800-Watt-Sets zwischen 400 und 500 Euro kosten. Beim Kauf dieser Photovoltaikanlagen entfällt für Kunden die Mehrwertsteuer. Ein 800-Watt-Gerät erzeugt jährlich je nach Ausrichtung zwischen 600 und 800 Kilowattstunden Strom. Eine genaue Einschätzung für den jeweiligen Standort liefert der Steckersolar-Simulator der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Bei einem Strompreis von 35 Cent sparen Haushalte jährlich zwischen 210 und 280 Euro. Da Stecker-Solargeräte häufig 20 Jahre oder länger halten, lohnt sich die Anschaffung fast immer. Die Investition rechnet sich je nach Standort und Nutzungsverhalten bereits nach wenigen Jahren. Um den Ertrag zu optimieren, empfiehlt sich eine Südausrichtung in einem Winkel von etwa 30 Grad.

Speichernutzung und Eigenverbrauch

Ein Batteriespeicher ermöglicht es, den produzierten Solarstrom auch in den Abendstunden effizient zu nutzen. Für eine Anlage mit 800 Watt Leistung liegt die ideale Kapazität des Speichers zwischen einer und zwei Kilowattstunden. Solche Speicher nehmen mit Maßen von circa 35 × 30 Zentimetern etwa so viel Platz ein wie ein klassischer Desktop-PC. Komplettsets inklusive passendem Speicher gibt es ab 850 Euro.

Ein Speicher steigert den Anteil des selbst genutzten Stroms im Haushalt deutlich. Während ein Standard-Balkonkraftwerk etwa zehn bis 20 Prozent des Bedarfs deckt, liefert eine Batterie gut ein Drittel mehr. Die tatsächliche Energieausbeute hängt jedoch stark von den jährlichen Sonnenstunden in der jeweiligen Region ab.

Anmeldung in wenigen Minuten: So geht’s

Den bürokratischen Aufwand haben die zuständigen Stellen mittlerweile deutlich reduziert. Betreiber können ihre Geräte mit nur wenigen Daten im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registrieren. Eine separate Meldung beim Netzbetreiber ist im Gegensatz zu früher nicht mehr notwendig. Dieser erfährt durch das Register automatisch von der Anlage.

Der Netzbetreiber kümmert sich nach der Anmeldung eigenständig um den Einbau eines modernen Stromzählers. Für eine Übergangszeit werden rücklaufende Stromzähler offiziell geduldet. Nutzer dürfen das Balkonkraftwerk sofort nach der Installation in Betrieb nehmen, auch wenn noch ein alter Zähler installiert ist.

Welche Förderungen gibt es 2026 noch?

Solargeräte gelten seit 2024 als privilegierte bauliche Veränderungen, weshalb Vermieter die Installation grundsätzlich erlauben müssen. Auch Wohnungseigentümergemeinschaften müssen der Montage in der Regel zustimmen. Die Betreiber müssen lediglich sicherstellen, dass sie die Module sturmfest montieren. Bei denkmalgeschützten Gebäuden können jedoch zusätzliche Gestaltungsvorgaben existieren.

In Hamburg übernimmt die Stadt für Haushalte mit geringem Einkommen Zuschüsse von bis zu 90 Prozent der Kosten. Mieter in Mecklenburg-Vorpommern erhalten eine Förderung von bis zu 500 Euro. Für Eigentümer in diesem Bundesland sind die entsprechenden Mittel hingegen bereits verbraucht. In Niedersachsen fördern Städte wie Lüneburg und Braunschweig die Geräte mit bis zu 350 Euro.

In anderen Städten wie Göttingen, Jever oder Oldenburg sind die Fördertöpfe derzeit hingegen ausgeschöpft. Ein entsprechendes Programm in Schleswig-Holstein endete bereits im Jahr 2024. Interessierte informieren sich deshalb am besten vorab über aktuell verfügbare regionale Zuschüsse. Trotz regionaler Unterschiede machen die niedrigen Einstiegspreise die Technik für eine breite Masse attraktiv.

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DFKI entwickelt KI-Detektor: Fake-Bilder per Instagram entlarven

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KI-Detektor DFKI Instagram Fake Bilder entlarven

Deepfakes und manipulierte Bilder bedrohen zunehmend demokratische Wahlen – und sind mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat deshalb einen KI-Detektor entwickelt, der verdächtige Bilder direkt über Instagram in nur zwei Klicks überprüft.

Die zunehmende Verbreitung von Künstlicher Intelligenz verändert auch die Spielregeln für demokratische Wahlen und birgt dabei auch erhebliche Risiken. Denn KI kann heute täuschend echte Inhalte generieren und so beispielsweise mit Deepfakes von Politikern gezielt Meinungen beeinflussen.

Das große Problem dabei ist, dass diese Inhalte oft kaum noch von echten zu unterscheiden sind. Außerdem verbreiten sie sich über soziale Netzwerke in rasanter Geschwindigkeit.

In den vergangenen Jahren hat sich bereits gezeigt, dass die sogenannten Desinformationskampagnen Wahlprozesse unter Druck setzen und das Vertrauen in demokratische Institutionen untergraben können. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat für die Entlarvung solcher Inhalte nun einen KI-Detektor entwickelt, mit dem Nutzer verdächtige Bilder in nur wenigen Klicks überprüfen lassen können.

Was kann der neue KI-Detektor des DFKI?

Für das Projekt „Check First. Vote Smart“ hat das DFKI mit dem DFKI-Spin-off Gretchen AI und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz zusammengearbeitet. Entstanden ist ein KI-Detektor der verdächtige Bilder, die beispielsweise von Instagram stammen, in nur wenigen Klicks überprüfen kann.

„KI-gesteuerte Bots simulieren gesellschaftliche Mehrheiten, Deepfakes verfälschen Aussagen, ausländische Akteure greifen gezielt in Wahlkämpfe ein“, erklärt Dr. Tobias Wirth, Themenfeldleiter im Forschungsbereich Smarte Daten & Wissensdienste am DFKI Kaiserslautern. „Wir entwickeln KI, die diese Manipulationen aufdeckt – bevor sie verfangen.“

Das entwickelte Tool beschränkt sich bei der Überprüfung jedoch nicht nur auf Pixelartefakte, wie es bei herkömmlichen Ansätzen der Fall ist. Vielmehr werden die forensische Bild- und Audioanalyse mit einer Art „logischem Gegenlesen“ kombiniert.

Denn während das Bild überprüft wird, können KI-Agenten parallel im Internet Parallelen recherchieren und geprüfte Faktenbanken einbeziehen. Hier kommt unter anderem eine enge Kooperation mit dem Faktencheck-Team der dpa zum Tragen.

So prüfst du verdächtige Bilder in zwei Klicks

Hast du einen verdächtigen Post bei Instagram entdeckt, kannst du diesen über die Teilen-Funktion an den Checker-Account „gretchen_ai_berlin“ senden. Von dem KI-Detektor erhältst du dann eine Einschätzung zur Wahrscheinlichkeit eines Fakes und eine kurze Einschätzung zu Einflussfaktoren.

In der Beta-Phase soll der Detektor bereits mehr als 80 verschiedene Manipulationsarten erkennen können. Dies reicht laut dem DFKI von klassischen Deepfake-Videos bis hin zu scheinbar harmlosen Screenshots.​

Erkannt werden beispielsweise Eingriffe wie Face-Swaps oder Lip-Sync-Manipulationen. Aber auch Image Splicing, bei dem echte Fotos zu einer irreführenden Szene zusammengesetzt werden, soll der Detektor ausmachen können.

Die Analyse soll ohne zusätzliche App oder Anmeldung besonders niedrigschwellig bleiben. „Wir nutzen ausschließlich Funktionen, die Instagram ohnehin bereitstellt – Direct Message, Teilen, Weiterleiten“, betont das Team, das die Umsetzung DSGVO-konform gestaltet.​

Das gilt allerdings nur für die Bildanalyse. Wer auf die Videoanalyse und die Analyse nach früheren Kontexten und Originalmaterial zugreifen will, muss auf die Dashboard Lösung von Gretchen AI zugreifen.

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