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Verbrenner in Elektroauto umbauen: Bis zu 47 % weniger Emissionen als Neukauf

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Vebrenner in Elektroauto umbauen E-Auto Retrofit UN Standards

Weltweit fahren rund 1,4 Milliarden Verbrenner auf den Straßen. Selbst ein sofortiger Verkaufsstopp würde daran jahrelang nicht viel ändern. Ein möglicher Schalthebel: Bestehende Autos auf einen Elektroantrieb umrüsten. Laut einer französischen Studie kann ein solches Retrofit sogar klimafreundlicher sein als der Kauf eines neuen E-Autos. Doch der Weg dahin ist voller regulatorischer und wirtschaftlicher Hürden. Ein Überblick über den Stand der Technik, die Kosten und die neuen UN-Pläne. Eine kommentierende Analyse.

Wie funktioniert der Umbau vom Verbrenner zum E-Auto?

  • In Deutschland lassen sich Verbrenner nur über teure Einzelmaßnahmen auf einen Elektroantrieb umrüsten. In den meisten anderen Ländern gibt es gar keinen regulatorischen Rahmen. Nur Frankreich hat 2020 ein eigenes und standardisiertes Zulassungsverfahren für Umrüstkits eingeführt. Der große Durchbruch bleibt bislang aber aus. In Deutschland gibt es nur eine Handvoll kleinerer Werkstätten, die Verbrenner in Elektroautos umbauen.
  • Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) erarbeitet derzeit ein Regelwerk für den Umbau von Verbrennern in E-Autos, das weltweit gültig sein soll. Eine spezielle Arbeitsgruppe will bis 2027 konkrete Vorschriften entwickeln. Geregelt werden sollen unter anderem Mindestanforderungen für Umrüstkits, Leistungsanforderungen für umgebaute Fahrzeuge und standardisierte Kits. Aus einem aktuellen Entwurf geht hervor, dass lediglich autorisierte Installateure Umbauten vornehmen dürfen. Private Tüftler wären weiterhin auf nationale Einzelabnahmen angewiesen.
  • Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um Verbrenner in Elektroautos umzubauen. Beim ersten Ansatz wird der Motor an das vorhandene Getriebe angeflanscht. Diese Lösung kommt häufig bei Einzelumbauten und Oldtimern zum Einsatz, da sie weniger Entwicklungsaufwand erfordert und das bestehende Schaltgetriebe erhalten bleibt. Beim zweiten Ansatz wird das Getriebe vollständig entfernt und durch einen direkten Elektroantrieb ersetzt. Diese Variante orientiert sich stärker an modernen Elektrofahrzeugen, da sie mit weniger beweglichen Teilen auskommt und dadurch in der Regel effizienter sowie einfacher im Betrieb ist.

Umbau von Verbrenner in E-Elektroauto – bis zu 47 Prozent weniger CO2 als ein neuer Stromer

Der Umbau von Verbrennern zu Elektroautos könnte dabei helfen, den weltweiten Fahrzeugbestand klimafreundlicher zu machen. Denn rund 1,4 Milliarden Pkw sind aktuell weltweit mit Verbrennungsmotor unterwegs. Selbst bei einem sofortigen Ende des Verbrennerverkaufs würde dieser Bestand noch Jahrzehnte weiterfahren.

Eine Umrüstung und Modernisierung, auch Retrofit genannt, kann deshalb ein möglicher Schalthebel zu einer schnelleren Dekarbonisierung sein. Dabei kann die Klimabilanz über den Lebenszyklus sogar besser ausfallen als bei einem Neuwagenkauf. Vor allem die eingesparte Produktion neuer Fahrzeuge spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die französische Umweltbehörde ADEME kommt etwa zu dem Ergebnis, dass ein umgerüsteter Kleinwagen 66 Prozent weniger CO2 verursacht als ein weiter genutzter Diesel. Im Vergleich zu einem neuen Elektroauto sind es 47 Prozent weniger Emissionen über die Lebensdauer. Hauptgrund dafür ist vor allem der Wegfall der Herstellung einer neuen Karosserie.

Auch wirtschaftlich kann ein Umbau unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sein. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung hat beispielsweise eine Amortisation nach etwa sieben Jahren errechnet. Ausgehend von 12.000 bis 15.000 Euro Umbaukosten und 14.000 Kilometern Jahresfahrleistung.

Stimmen

  • Oldtimer-Fan und Zahnarzt Jörg Kutscher hat seinen DeLorean (Baujahr 1981), von dem es weltweit nur noch wenige Exemplare gibt, selbst in ein Elektroauto umgebaut: „Ich wollte ein hübsches Elektroauto in einem edlen Design. Wir haben die größten Fehlerquellen ausgebaut, und das sind halt Motor, Kühlsystem, Auspuff. Also das ist schon mal kein Grund mehr, ihn zu verschrotten. Die Elektrotechnik wird auf jeden Fall länger halten als alles drum herum. (…) Aber wenn eine Firma es schafft, so einen Umbau günstiger anzubieten als ein gebrauchtes, vergleichbares Elektroauto, dann hätte das Konzept auch in Deutschland eine Chance.“
  • Ralf Schollenberger ist Erfinder und Mitbegründer des Unternehmens e-Revolt, das sich auf die Umrüstung von Verbrenner in E-Autos spezialisiert hat. In einem Interview erklärte er: „Die Idee für e-Revolt kam mir, als ich meinen Stuttgarter SUV verkaufen musste. Technisch einwandfrei, doch Reparaturen an Abgassystem und Sensorik waren schlicht zu teuer. (…) Würden wir ein Haus abreißen, nur weil die Küche kaputt ist? Nicht jeder kann oder will sich ein Neufahrzeug für 30.000+ Euro leisten. Fahranfänger, Cabrio-Liebhaber oder Menschen, die ihr Auto einfach weiterfahren möchten, stehen oft ohne Alternative da. Genau hier setzt e-Revolt an: Wir geben gut erhaltenen Qualitätsfahrzeugen ein zweites, emissionsfreies Leben – nachhaltig und bezahlbar.“
  • Eine Sprecherin des Verbands der Automobilindustrie äußerte sich gegenüber der taz skeptisch: „Die Umrüstung von Verbrennern auf Elektroantrieb kann ein möglicher kleiner Baustein für die Dekarbonisierung von Bestandsfahrzeugen sein.“ Für die breite Masse der Pkw bleibe die Umrüstung jedoch „aufgrund der hohen Kosten und technischen sowie regulatorischen Hürden nur bedingt attraktiv.“ Der Ansatz eigne sich „vor allem für bestimmte Fahrzeugsegmente – etwa Oldtimer oder Spezialfahrzeuge –, bei denen ein Neukauf keine Option ist.“

Vebrenner in Elektroauto umbauen: Retrofit taugt nicht für jedes Auto

Technisch ist der Umbau von Verbrennern in Elektroautos längst kein Hexenwerk mehr. Vielmehr ist er eine Frage der Architektur. Der Umbau würde es ermöglichen, Karosserien, Fahrwerke und weitere Fahrzeugteile weiterzuverwenden. Der Vorteil: Im Gegensatz zu einem Neukauf müssten diese nicht neu produziert werden. Das wiederum könnte Ressourcen schonen.

Besitzer älterer Fahrzeuge hätten die Möglichkeit, einfacher in die Elektromobilität einzusteigen, ohne ein nigelnagelneues E-Auto kaufen zu müssen. Die Kosten für den Umstieg könnten deutlich geringer ausfallen. Im Idealfall wäre sogar die Klimaneutralität im Verkehrssektor schneller erreichbar, da gleichzeitig mehr E-Autos und weniger Verbrenner auf den Straßen unterwegs wären. Denn bei einem Neukauf landen bisherige Fahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

Und dennoch: Der Umbau bleibt technisch anspruchsvoll und eignet sich nicht für jedes Fahrzeug. Der Zustand und Aufbau älterer Verbrenner setzen dem Retrofit etwa klare Grenzen. Die Umrüstung ist damit nur für bestimmte Fälle eine Lösung.

Doch Förderungen wie in Frankreich könnten Retrofit sinnvoll unterstützen, sofern bestimmte Bedingungen eingehalten und Standards etabliert werden. Das deutsche Bundesverkehrsministerium hält eine serielle Umrüstung von Pkw jedoch für wirtschaftlich nicht sinnvoll.

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FSD-Konkurrent: BYD zahlt, wenn die Selbstfahrfunktion einen Crash hat

Auto, Elektroautos, Elektromobilität, tesla, Elektroauto, E-Auto, Tesla Motors, Wettbewerb, EV, E-Autos, Marktanteile, Cartoon, BYD, Autorennen, Autohersteller, Elektrische Mobilität Wer haftet bei Unfällen mit autonomen Fahrsystemen? Ein großer Autobauer ändert nun die Spielregeln und übernimmt bei Crashs die volle Verantwortung. Der Schritt setzt die Konkurrenz, allen voran Tesla, stark unter Druck - birgt aber auch finanzielle Risiken. (Weiter lesen)
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Rivians Software-Chef: KI macht CarPlay und Android Auto überflüssig

Ki, Elektroautos, Elektromobilität, tesla, Elektroauto, E-Auto, autonomes Fahren, SUV, LIDAR, Rivian, Fahrassistenzsysteme, Level 4, R2, Autonomy+, Mind Robotics Rivian verzichtet weiterhin auf Apple CarPlay und Android Auto. Der Software-Chef des Autobauers sieht die Zukunft in tief integrierter Künstlicher Intelligenz. Das soll smarte Assistenten schaffen, die klassische Apps im Auto überflüssig machen. (Weiter lesen)
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Elektroauto in der Sommerhitze: 5 Tipps, um deinen Akku zu schonen

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Akku E-Auto Hitze Elektroauto Sommer Elektromobilität Sonne

Sommerliche Temperaturen jenseits der 30 Grad sind nicht nur für Menschen anstrengend, auch E-Auto-Akkus leiden unter der Hitze. Laut einer Studie des National Renewable Energy Laboratory beschleunigt hohe Wärme die Alterung von Lithium-Ionen-Batterien spürbar. Wer ein paar einfache Regeln beim Laden, Parken und Fahren beachtet, kann die Lebensdauer seines Akkus deutlich verlängern. Diese fünf Maßnahmen helfen sofort. 

Extreme Temperaturen gelten seit Jahren als eine der größten Herausforderungen für Akkus in Elektroautos. Während bei Kälte im Winter vor allem Reichweite und Ladeleistung sinken, können sich auch besonders hohe Temperaturen negativ auf die Akkus auswirken.

Denn starke Hitze belastet die empfindlichen Zellstrukturen und kann langfristig die Alterung der Batterie beschleunigen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich der Akku aber schonen und die Lebensdauer der Batterie positiv beeinflussen.

Warum du dein Elektroauto im Sommer nicht auf 100 Prozent laden solltest

Hohe Temperaturen lassen sich im Sommer oft nicht vermeiden, einige typische Belastungen für den E-Auto-Akku aber schon. Ähnlich wie beim Smartphone empfiehlt es sich auch beim E-Auto, die Batterie nicht ständig komplett auf 100 Prozent zu laden.

Denn genau wie beim Handy altern Lithium-Ionen-Akkus schneller, wenn sie regelmäßig voll geladen und gleichzeitig hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Im Alltag ist es daher häufig besser, den Akku nur auf etwa 80 Prozent zu laden.

Ist eine lange Fahrt geplant und wird das E-Auto nach dem Laden direkt genutzt, kann der Akku natürlich trotzdem auf 100 Prozent geladen werden. Problematisch wird es vor allem, wenn ein Stromer mit voll geladenem Akku großer Hitze ausgesetzt ist.

Denn dann erwärmen sich Auto und Akku übermäßig. Das wiederum belastet die Batteriezellen und treibt die Alterung der Batterie deutlich voran. Dadurch können Kapazität und Lebensdauer stark leiden.

E-Auto im Schatten statt in der Sonne parken: So bleibt der Akku kühl

Muss das Elektroauto doch einmal längere Zeit stehen, sollte nach einem schattigen Plätzchen oder einer Tiefgarage Ausschau gehalten werden. Damit kann vermieden werden, dass sich Auto und Akku zu stark erhitzen.

Vor allem bei hohem Ladestand und starker Hitze altert die Batterie schneller, was so vermieden werden kann. Zusätzlich verbraucht das Kühlsystem des Akkus nach dem Start weniger Energie, um die Batteriezellen wieder auf eine angemessene Temperatur zu kühlen.

Schnellladen bei Hitze: Warum das deinem Akku schadet

Eine Studie des National Renewable Energy Laboratory zeigt, dass die Temperatur beim Laden von Lithium-Ionen-Akkus eine zentrale Rolle spielt. Sie kann sowohl die Ladegeschwindigkeit als auch das Risiko beschleunigter Alterung beeinflussen.

Experten empfehlen deshalb, häufiges Schnellladen zu vermeiden – insbesondere bei sehr hohen Temperaturen. Bei langen Urlaubsreisen im Sommer ist es daher ratsam, mehr Zeit einzuplanen.

Das ist vor allem notwendig, da das Batteriemanagement die Leistung beim Schnellladen drosselt, wenn es zu heiß wird. Damit es nicht zu einer Überhitzung kommt, dauert das Laden dann häufig länger.

Gleichmäßig fahren, Akku länger laden: Der richtige Elektroauto-Fahrstil im Sommer

Auch die Fahrweise kann im Sommer einen Einfluss auf die Belastung des Akkus haben. Wer häufig stark beschleunigt oder hohe Geschwindigkeiten hält, fordert den Energiespeicher zusätzlich. Gleichzeitig entsteht so auch mehr Wärme im System.

Schonender ist eine gleichmäßige, vorausschauende Fahrweise und die Vermeidung unnötiger Lastspitzen. Es kann außerdem helfen, bereits beim Laden die Klimaanlage zu nutzen, um den Innenraum vorzukühlen.

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Leasing: Werden Elektroautos zu Smartphones auf Rädern?

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Elektroauto Leasing E-Auto Finanzierung Förderung Prämie

Die neue E-Autoförderung zeigt Wirkung, aber anders als erwartet. Statt Elektroautos zu kaufen, entscheiden sich immer mehr Deutsche fürs Leasing. Die Nachfrage stieg laut der Autoplattform Carwow um 238 Prozent. Das verändert nicht nur den Markt, sondern auch das Verhältnis der Deutschen zum Auto. Warum das Chancen bietet, aber auch ein Risiko für Händler und den Gebrauchtwagenmarkt birgt. Eine kommentierende Analyse.

Leasingboom statt Kaufrausch: Was die Elektroauto-Zahlen zeigen

  • Laut einer Analyse des Autoportals Carwow auf Basis von Nutzeranfragen in Deutschland steigt die Nachfrage durch die neue E-Autoförderung zwar, allerdings nicht im klassischen Kaufmarkt. Stattdessen würden sich immer mehr Menschen für Leasingmodelle und gegen Besitz entscheiden. Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Nachfrage nach Neuwagenbestellungen für Elektroautos in den ersten vier Monaten 2026 um 190 Prozent. Die E-Auto-Leasingnachfrage legte im selben Zeitraum um 238 Prozent zu.
  • Da das Leasing im Gegensatz zu gebrauchten Elektroautos gefördert wird, hegen viele die Befürchtung, dass zahlreiche Rückläufer nach dem Ende der Laufzeit den Gebrauchtwagenmarkt fluten und Händler aufgrund mangelnder Nachfrage unter Preisdruck geraten. Etwas paradox: Gebrauchte E-Autos sind trotz zahlreicher Vorteile zwar äußerst attraktiv, doch die Prämie fördert selbst E-Autobesitzer, deren alte Stromer dann auf dem Markt landen, aber nicht förderfähig sind.
  • Auf dem Gebrauchtwagenmarkt galten E-Autos bislang eher als Ladenhüter. Händler weigerten sich teilweise sogar, sie in ihr Sortiment aufzunehmen. Der Grund: Sorgen vor geringen Reichweiten und Batterien, die frühzeitig an Leistung verlieren und dann teuer ausgetauscht werden müssen. Solche Sorgen sind mittlerweile überwiegend unbegründet. Denn: Nicht nur die Reichweite von E-Autos steigt immer weiter. Die Batterien der meisten Stromer haben auch nach vielen Jahren noch eine Kapazität von bis zu 90 Prozent.

Wird das Auto zum Wegwerfhandy?

Das Auto war für viele in Deutschland jahrzehntelang vor allem eins: meins. Es wurde gekauft sowie liebevoll gehegt und gepflegt. Doch seit einigen Jahren bröckelt diese Tradition. Ausgerechnet das Elektroauto bringt sie noch mehr ins Wanken als zuvor. Denn wie einst Hybride passt das Leasing zu einer elektrischen Übergangs- und Annäherungszeit.

Die Technik entwickelt sich zudem rasant und die Politik ändert ständig die Spielregeln. Hinzu kommen nach wie vor Vorurteile gegenüber der Elektromobilität und die Angst vor etwas Neuem. Das Leasing kann zwar einerseits dabei helfen, diese Vorurteile abzubauen. Andererseits werden Autos zunehmend wie Smartphones behandelt, die regelmäßig durch ein neues Modell ersetzt werden.

Dieser Trend zeichnete sich bereits vor dem aktuellen E-Autoboom ab – auch bei Verbrennern. Doch die Leasing-Lust birgt Chancen und Risiken. Für Hersteller und Politik ist das Modell ein bequemer Deal. Leasing hält die Neuzulassungen hoch, bringt moderne Fahrzeuge auf die Straße und lässt die CO₂-Bilanzen gut aussehen.

Das Risiko wird dabei elegant an Leasinggesellschaften und Gebrauchtwagenhändler weitergereicht. Die berechtigte Sorge: Dass gebrauchte Stromer ein Dasein als Ladehüter fristen oder nur ohne Gewinn verkauft werden können. Doch auch bei Leasing-Rückläufern mit Verbrennungsmotor sieht es derzeit ähnlich aus.

Hinzu kommt, dass gebrauchte Stromer mittlerweile technisch überzeugen und äußerst attraktiv sind. Sprich: Nach Ablauf des Leasings aus der Förderung werden einige junge E-Gebrauchtwagen auf den Markt kommen, die aufgrund einer Normalisierung der Elektromobilität sowie Kosten- und Umweltvorteilen einen Markt haben dürften.

Was Experten zum E-Auto-Leasingboom sagen

  • Philipp Sayler von Amende, Geschäftsführer von Carwow Deutschland, in einem Statement: „Die Rückkehr der Förderung aktiviert die Nachfrage nach Elektroautos, führt aber nicht automatisch zu mehr klassischen Kaufentscheidungen. Nach den massiven Schwankungen im E-Auto-Markt der vergangenen Jahre ist Vertrauen für viele Verbraucher zum entscheidenden Faktor geworden. Leasing wird zunehmend als Absicherung gegen sinkende Restwerte, schnelle Technologieentwicklung und politische Unsicherheit verstanden. Der klassische Fahrzeugbesitz verliert im E-Auto-Markt sichtbar an Bedeutung.“
  • Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft, warnt in einem Interview: „Wenn ein Teil der Neuwagenkunden durch Prämien in den Genuss kommen, näher an den Neuwagenpreis heranzukommen, müssen Gebrauchte preislich nachziehen, um attraktiv zu bleiben. (…) Dabei mobilisieren sinkende Gebrauchtpreise zwar Käufer, führen aber bei Händlern und Leasinganbietern zu Verlusten. Niedrige Restwerte könnten sogar den Fördereffekt im Neuwagen-Leasing teilweise aushebeln, weil die Rate bei schwachen Restwerten hoch bleibt.“
  • Sandra Wappelhorst, Forschungsleiterin am International Council on Clean Transportation (ICCT), in einem Interview: „Die Befürchtung, dass nach Ablauf von E-Auto-Leasingverträgen viele Nutzer wieder auf Verbrenner umsteigen, lässt sich empirisch nicht bestätigen. (…) Gleichzeitig ist die Bindung an den Verbrenner deutlich geringer. Geleaste Fahrzeuge gelangen nach Ablauf des Vertrags zudem schneller wieder in den Markt, wodurch das Angebot an jungen Gebrauchtwagen steigt. Dies erleichtert den Zugang zu E-Autos für eine breitere Käuferschicht und unterstützt die Marktdurchdringung. Leasingfahrzeuge tragen somit erheblich dazu bei, die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Elektroautos zu erhöhen.“

Wie entwickelt sich der Gebrauchtwagenmarkt?

In vier Jahren dürfte der Automarkt kaum wiederzuerkennen sein. Die heutigen Leasingfahrzeuge kommen dann mit nach wie vor hohen Reichweiten, soliden Batterien und einer deutlich alltagstauglicheren Ladeerfahrung als junge Gebrauchte zurück auf den Markt.

Was heute noch als mutiger Umstieg gilt, könnte dann schlicht eine vernünftige Wahl sein. Sprich: Rückläufer sind dann kein Risiko mehr, sondern eine Eintrittskarte zu einer erschwinglichen Elektromobilität. Das Leasing könnte auch eine neue Haltung zum Autofahren etablieren. Hin zu weniger Eigentum und mehr Flexibilität. Vor allem in Großstädten nutzen viele Menschen bereits Leasingmodelle oder Carsharingdienste anstatt Autos dauerhaft ihren Besitz zu nennen.

Das verändert nicht nur den Markt, sondern auch die Machtverhältnisse. Wer sein Auto nur noch temporär nutzt, bleibt wechselbereiter. Die Folge: Markenbindung wird schwächer und die monatliche Rate wichtiger als PS-Zahlen oder Motorensounds. Ein gewisses Risiko bleibt trotzdem real. Sollte die Politik erneut hektisch an der Förderung drehen oder der Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht hinterherkommen, könnte der Markt kippen.

Dann würden Rückläufer tatsächlich zum Problem für Händler und Leasinganbieter werden. Wahrscheinlicher ist aber ein anderer Effekt: Dass gebrauchte Stromer in einigen Jahren genau das werden, was gebrauchte Verbrenner jahrzehntelang waren. Ein vernünftiger und günstiger Einstieg in die individuelle Mobilität. Nur eben umweltfreundlicher.

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Die besten gebrauchten E-Autos: Diese Modelle überzeugen im TÜV-Check

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besten gebrauchten Elektroautos E-Autos TÜV

Wer ein gebrauchtes Elektroauto kaufen will, steht vor einer entscheidenden Frage: Welches Modell macht langfristig keine Probleme? Der aktuelle TÜV-Report liefert darauf eine klare Antwort – und kürt die acht besten E-Gebrauchtwagen nach Mängelquote. Ein Kleinwagen mit nur 3,5 Prozent Mängelquote überrascht auf Platz eins. 

Während die Kosten für Benzin und Diesel in den vergangenen Jahren und Monaten deutlich gestiegen sind, erfreuen sich Elektrofahrzeuge immer größerer Beliebtheit. Das ist nicht nur auf dem Markt für Neuwagen der Fall. Denn auch gebrauchte E-Autos sind sehr gefragt. Doch es gibt einige Modelle, die auch als Gebrauchte überzeugen können.

Der aktuelle TÜV-Report zeigt, mit welchen Elektroautos man beim Gebrauchtwagenkauf nichts verkehrt macht und künftig elektrisch und gut unterwegs sein kann. Auf den Daten vom TÜV basiert auch unser aktuelles Ranking, das die besten gebrauchten Elektroautos zeigt – oder in jedem Fall die, die der TÜV als solche auserkoren hat.

Die besten gebrauchten Elektroautos

In der Liste der besten gebrauchten Elektroautos gibt es einen Hersteller, der sich direkt zwei Mal platzieren konnte. Ansonsten ist das Ranking eine bunte Mischung aus verschiedenen Herstellern und Modellen, die bei den Elektrofahrzeugen zu den besten gehören und vom TÜV entsprechend bewertet worden sind. Im folgenden Ranking zeigen wir dir acht Elektroautos, die auch als Gebrauchtwagen überzeugen können.

Platz 8: VW ID.3 – solide Basis mit 3,5 Prozent Mängelquote

Volkswagen landet mit dem VW ID.3 auf dem achten Platz im Ranking der besten gebrauchten Elektroautos. Platz, Fahrwerk und Qualität können bei diesem Modell laut TÜV überzeugen. Mit einer Mängelquote von niedrigen 3,5 Prozent (die Bremse macht hier ab und an Probleme) bekommt man mit dem VW ID.3 somit einen soliden Gebrauchtwagen aus dem Elektro-Segment.

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Der VW ID.3 belegt im Ranking den achten Platz. Foto: Volkswagen

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Geely EX2 jetzt mit 480 km: Chinas erfolgreichstes E-Auto neu aufgelegt

Elektroauto, PKW, E-Auto, Geely, Geely EX2, Xingyuan, Star Wish, EX2 Chinas erfolgreichstes Elektroauto des Jahres 2025 wird neu aufgelegt. Der Geely EX2, auch bekannt als Geely Xingyuan oder Star Wish wurde heute in einer neuen Version vorgestellt. Die Reichweite wurde auf bis zu 480 km (nach CLTC) gesteigert. (Weiter lesen)
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EU-Automarkt: E-Autos boomen, Verbrenner sacken deutlich ab

Auto, Fahrzeug, Autos, Verkehr, Transport, Straßenverkehr, Autobahn, Transportmittel, Automobil, Verkehrsordnung, Stau, Autokolonne, Urlaubszeit Die hohe Nachfrage nach Elektro- und Hybridautos hat dem europäischen Automarkt zu Jahresbeginn 2026 kräftigen Auftrieb gegeben. Wie aktuelle Branchenzahlen zeigen, stiegen die Neuzulassungen in der EU bis Ende April um 4,2 Prozent. (Weiter lesen)
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Autos mit Solarzellen könnten bis zu 80 Prozent ihres Energiebedarfs decken

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Elektroautos, die sich selbst mit Strom versorgen: Was nach Zukunftsmusik klingt, ist laut einer neuen EU-Studie unter Beteiligung des Fraunhofer ISE bereits greifbar. In Südeuropa könnten Fahrzeuge mit integrierten Solarzellen bis zu 80 Prozent ihres Energiebedarfs selbst decken. Das hätte nicht nur Vorteile für Fahrzeughalter, sondern könnte Europas Stromnetze um Terawattstunden entlasten.

In Mitteleuropa könnten Autos bis zu 55 Prozent ihres jährlichen Energiebedarfs über eigene Solarzellen produzieren. In Südeuropa soll dieser Anteil sogar bei bis zu 80 Prozent liegen. Die Voraussetzung: kurze Nutzungszyklen und eine große Dachfläche. Für Fahrzeughalter würde dies weniger Ladevorgänge und einen deutlichen Komfortgewinn im Alltag bedeuten.

Das Projekt SolarMoves untersuchte im Auftrag der Europäischen Kommission das Potenzial fahrzeugintegrierter Photovoltaik. Daran waren neben dem Fraunhofer ISE auch internationale Partner beteiligt. Das Forscherteam testete Fahrzeuge mit integrierten Solarmodulen in Dächern, Motorhauben und Seitenwänden. Der Strom wurde dadurch direkt am Ort des Verbrauchs erzeugt.

Wie stark Solar-Fahrzeuge Europas Stromnetze entlasten könnten

Neben den Vorteilen für Verbraucher offenbaren die Ergebnisse eine erhebliche Wirkung auf die grundsätzliche Energieversorgung. Eine Simulation ergab, dass der Strombedarf aus dem europäischen Netz deutlich sinken könnte. Würden alle Neufahrzeuge zwischen 2024 und 2030 mit Solarmodulen ausgestattet, ließen sich im Jahr 2030 etwa 15,6 Terawattstunden einsparen. Das entspricht der Jahresproduktion von 2.200 Onshore-Windkraftanlagen mit einer Leistung von drei Megawatt.

Das Forscherteam stützte sich bei seinen Berechnungen auf eine breite Datenbasis aus der Praxis. Wetterdaten flossen ebenfalls in die Auswertung ein. Christian Braun, Wissenschaftler am Fraunhofer ISE, erklärte das Vorgehen für die Datenerhebung:

Die Studie analysierte Daten von 23 unterschiedlichen Fahrzeugtypen – von kompakten Stadtautos bis hin zu schweren Lastkraftwagen – und kombinierte detaillierte Fahrzeug- und Fahrprofile mit Meteosat-Satellitendaten, sowie meteorologischen Daten aus Amsterdam und Madrid. Dafür wurden die Fahrzeuge mit Sensoren ausgestattet und Messdaten von 1,3 Millionen gefahrenen Kilometern ausgewertet.

Warum sich Solarzellen auf Lkw besonders schnell rechnen

Das Forscherteam sieht großes Potenzial im Logistiksektor. Lieferwagen und Lkw verfügen über große Dachflächen und hätten einen hohen Energiebedarf für Kühlung oder Heizung. Bei Elektro-Lkw ließe sich die tägliche Reichweite durch die Zellen um bis zu 15 Prozent verlängern. Lkw-Anhänger mit Solarzellen auf dem Dach und an den Seitenwänden könnten im Sommer genug Strom erzeugen, um Kühlsysteme vollständig emissionsfrei zu betreiben.

Auch bei Diesel-Lkw biete die Technik wirtschaftliche Anreize. Wenn Nebenaggregate weniger Kraftstoff benötigen, sinke der Gesamtverbrauch deutlich. Die Investitionskosten für die Solarmodule könnten sich laut den Berechnungen in weniger als zwei Jahren amortisieren. Das Forschungskonsortium empfiehlt daher, die fahrzeugintegrierte Photovoltaik in offizielle Testverfahren aufzunehmen und steuerliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

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Die besten Autos der Welt – ein deutscher Hersteller gewinnt

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BMW X1 Autos

Eine internationale Jury aus 98 Journalisten hat entschieden: Der BMW iX3 ist das beste Auto der Welt 2026. Aus 58 Kandidaten wählten die Experten zehn Finalisten für den renommierten „World Car of the Year Award 2026“ – sieben davon sind Elektroautos. Wir zeigen dir die komplette Top Ten und erklären, warum Hyundai die erfolgreichste Marke des Jahres ist.

Der „World Car of the Year Award“ ist eine der renommiertesten Auszeichnungen der Automobilbranche. Anders als bei nationalen Tests müssen die Modelle weltweit verfügbar sein (in mindestens zwei großen Märkten auf zwei verschiedenen Kontinenten). Damit fallen Nischenfahrzeuge von vornherein aus dem Rennen. Was bleibt, sind die besten global relevanten Autos der Welt.

98 Journalisten wählen das beste Auto der Welt

Die Auszeichnung wird jährlich seit 2004 vergeben und der Sieger wird jeweils auf der New York Auto Show präsentiert. Eine internationale Jury von 98 Journalisten aus 33 Ländern testet die zur Auswahl stehenden Modelle und stimmt anschließend in mehreren Runden ab. Vergeben werden neben dem Hauptpreis auch noch Preise in fünf weiteren Kategorien. Darunter das beste Elektroauto, der beste Sportwagen und das beste Stadtauto.

Die Mitglieder der Jury sind offenbar Verfechter der Elektromobilität. Bei sieben der zehn Finalisten handelt es sich um E-Autos. Das erklärt auch den starken Stand von Hyundai. Der Hersteller aus Südkorea kommt auf fünf Nominierungen über alle Kategorien hinweg und ist damit die erfolgreichste Marke des Jahres. Drei der fünf Nominierten in dem Segment der Elektroautos stammen allerdings aus Deutschland.

Überraschend wenige Hersteller aus China haben es in die Finals geschafft. Insgesamt sind nur vier chinesische Modelle dabei, die sich überwiegend in der Kategorie für Stadtautos durchsetzen konnten. An dieser Stelle interessiert uns jedoch der Hauptpreis des World Car of the Year Awards 2026. Da es abgesehen vom Gewinner keine Rangliste gibt, präsentieren wir die neun unterlegenen Finalisten in alphabetischer Reihenfolge.

Audi Q5 / SQ5: Dauerbrenner erneut in der Top Ten

Den Auftakt in die Top Ten macht der neue Audi Q5 in Kombination mit dem SQ5. Der SUV zählt seit Jahren weltweit zu den meistverkauften Modellen seiner Klasse. Audi alleine schickt über die verschiedenen Kategorien hinweg gleich vier Modelle ins Rennen.

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Bild: Audi

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E-Auto-Prämie: Diese Hersteller geben zusätzlich bis zu 11.500 Euro Rabatt

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E-Auto-Prämie Förderung Elektroauto Hersteller Rabatte

Wer jetzt ein Elektroauto kauft, kann gleich doppelt profitieren: Zur neuen Bundesförderung von bis zu 6.000 Euro kommen bei vielen Herstellern eigene Rabatte von mehreren Tausend Euro hinzu. Im besten Fall sind Ersparnisse von über 17.000 Euro möglich – einzelne Modelle rutschen damit unter die 10.000-Euro-Marke. Wir haben die zwölf attraktivsten Hersteller-Angebote zusammengestellt und zeigen, wo sich der Zuschlag besonders lohnt.

Zwar verkaufen sich Elektroautos in Deutschland inzwischen besser als Benziner, doch der Wandel geht eher schleppend voran. Nach dem Ende der alten Umweltprämie Ende 2023 brachen die Verkaufszahlen ein, und viele Marken blieben auf ihren Bestandsfahrzeugen sitzen. Mit der neuen Förderung soll wieder Bewegung in den Markt kommen. Die Maßnahme ist einkommensabhängig gestaffelt und kann rückwirkend zum 1. Januar 2026 ausgezahlt werden.

So kommen Käufer an die E-Auto-Förderung

Die staatliche Prämie fällt je nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt unterschiedlich hoch aus. Maximal 6.000 Euro gibt es für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), bei Plug-in-Hybriden sind es bis zu 4.500 Euro. Wer wissen will, wie der Antrag gestellt werden kann und welche Einkommensgrenzen gelten, findet die Details in unserem ausführlichen Artikel zur neuen E-Auto-Förderung.

An dieser Stelle geht es aber um zusätzliche Angebote. Viele Hersteller nutzen momentan den Schwung der Bundesprämie, um die Käufer mit ihren eigenen Programmen zu ködern. Die meisten Rabatte werden unabhängig vom staatlichen Zuschuss gewährt. Also können teilweise auch Käufer profitieren, die keinen Anspruch auf die Bundesförderung haben. In der folgenden Liste präsentieren wir die zwölf großzügigsten Angebote.

E-Auto-Prämie: Diese Hersteller bieten Extra-Rabatte

BYD

Den höchsten Hersteller-Rabatt aller Marken bietet BYD. Auf die Mittelklasse-Limousine Seal gibt es einen „E-Bonus“ von 11.500 Euro. Damit sinkt der Basispreis bei voller staatlicher Förderung auf 29.490 Euro. Auch der SUV Atto3 ist derzeit 7.000 Euro günstiger, der Kleinwagen Dolphin Surf immerhin 4.000 Euro. Der E-Bonus läuft bis zum 30. Juni 2026 und gilt sowohl für Barkauf als auch für Leasing.

Citroën

Citroën verdoppelt momentan die staatliche Förderung. Wer den maximalen Bundeszuschuss von 6.000 Euro erhält, bekommt weitere 6.000 Euro vom Hersteller obendrauf. Beim Kleinwagen ë-C3 sinkt der Preis bei der Basisausstattung dadurch von 19.990 Euro auf nur 7.990 Euro. Das Angebot gilt für alle vollelektrischen Modelle sowie Plug-in-Hybride der Marke und ist auch auf Leasing-Verträge anwendbar. Die Aktion läuft bis Ende Juni 2026.

Dacia

Für den Dacia Spring gibt es zum wiederholten Mal einen Elektrobonus. 2.500 Euro Rabatt gibt es beim Barkauf, 3.000 Euro bei Leasing oder Finanzierung. Der Bonus läuft unabhängig von der staatlichen Förderung. Aktuell gilt das Angebot allerdings nur für die teurere Version „Extreme“ mit 102 PS und Eisenphosphat-Akku. Inklusive Bundesförderung sinkt der Bruttogrundpreis damit auf 10.700 Euro.

Fiat

Fiat fördert den Kauf vollelektrischer Modelle mit einem sogenannten „Händlerbonus“. Der Fiat 500 wird um 4.000 Euro reduziert und ist inklusive maximaler Bundesförderung damit ab 14.990 Euro zu haben. Das sind ganze 10.000 Euro unter dem Listenpreis. Beim Fiat 600 und beim Mini-SUV Grande Panda gibt es jeweils 3.000 Euro. Zusätzlich gibt es ein Privatleasing-Angebot. Den Fiat 500 und den Grande Panda gibt es jeweils ab 99 Euro Monatsrate.

Ford

Ford gewährt pauschal 5.000 Euro Rabatt auf fünf elektronische Modelle: Puma Gen-E, Explorer, Capri, Kuga Plug-in-Hybrid und Mustang Mach-E. Hinzu kommen 500 Euro Ladeguthaben beim Stromversorger Octopus. Beim Explorer-Basismodell mit einem Verbrauch von 16,4 kWh pro 100 Kilometer reicht das für rund 5.444 Kilometer kostenlose Fahrt. Inklusive der Bundesförderung sparen Käufer damit bis zu 11.000 Euro.

MG

MG hat ihre „Bonus-Wochen“ bis Ende Juni 2026 verlängert und gewährt pauschal 6.000 Euro Rabatt auf nahezu alle Modelle der Palette, vom kompakten MG4 bis zum SUV MG S6 EV. Ausgenommen ist lediglich der Roadster MG Cyberster. Am günstigsten ist der MG4 EV Urban, der nach Abzug aller Förderungen nur noch 12.990 Euro kostet. Auch dieser Bonus wird unabhängig vom staatlichen Zuschuss gewährt.

Nissan

Nissan gibt bis zu 8.500 Euro Rabatt auf seine Elektromodelle. Das ist der größte Rabatt aller etablierten Hersteller. Den vollen Bonus gibt es allerdings nur auf den Elektro-SUV Ariya mit großer 87-kWh-Batterie und dem „Advance Pack“. Inklusive maximaler Bundesförderung sparen Käufer hier bis zu 14.500 Euro gegenüber dem Listenpreis. Das Angebot gilt bis Ende Juni 2026 und ist auf Privatkunden beschränkt.

Opel

Opel verlängert seine „Elektro-Wochen“ und legt jedem Käufer eines neuen Elektromodells eine Wallbox vom Typ eProWallbox Move im Wert von 649 Euro gratis dazu. Hinzu kommen eine Ladekarte für öffentliches Laden und sechs Monate „Opel Connect PLUS“. Besonders attraktiv sind die Leasing-Konditionen. Den Corsa E gibt es ab 130 Euro Monatsrate, den SUV Frontera Electric ab 135 Euro.

Peugeot

Peugeot bietet bis zu 5.000 Euro Rabatt, allerdings ausschließlich auf Leasing-Verträge. Wer nicht unbedingt kaufen will, kann zum Beispiel den Peugeot E-208 ab 149 Euro monatlicher Leasingrate fahren. Inklusive Bundesförderung soll der Gesamtvorteil bis zu 12.500 Euro betragen. Der E-2008 kommt zu ähnlichen Konditionen ab 159 Euro im Monat. Die Überführungskosten kommen jeweils noch hinzu.

Smart

Smart gewährt unabhängig vom staatlichen Bonus bis zu 6.000 Euro Rabatt auf mehrere Modelle. Beim Smart #1 und Smart #3 (inklusive der jeweiligen Brabus-Sportversionen) sind es 6.000 Euro für Gewerbekunden und 5.042 Euro für Privatkunden auf den Nettolistenpreis. Beim größeren Smart #5 gibt es immerhin noch bis zu 4.000 Euro. Das Angebot gilt für alle gängigen Ausstattungslinien.

Volkswagen

Volkswagen verlängert ebenfalls seine „ID-Kaufprämie“ bis zum 30. Juni 2026. Allerdings veröffentlicht VW keine modellspezifische Übersicht mehr, und die Höhe wird erst im Kaufvertrag ausgewiesen. Bekannt ist, dass bisher für ID.3, ID.4 und ID.5 jeweils 4.000 Euro gewährt wurden, beim größeren ID.7 sogar 5.000 Euro. Sowohl private als auch gewerbliche Käufer können das Angebot in Anspruch nehmen.

XPeng

Der chinesische Hersteller XPeng bietet die sogenannte „Tech-Prämie“ an. Sie beträgt bis zu 5.000 Euro für den SUV G9. Beim G6 und der Limousine P7+ sind es jeweils 2.500 Euro Nachlass. Inklusive maximaler Bundesförderung können Käufer damit bis zu 11.000 Euro sparen. Die Aktion gilt zunächst bis Ende Juni 2026. Optional bietet XPeng zudem einen zinslosen Kredit über die Santander Consumer Bank an.

E-Auto-Rabatte der Hersteller im Überblick

Hersteller Modell Hersteller-Rabatt Endpreis (mit max. Bundesförderung)
BYD Seal 11.500 € ab 29.490 €
BYD Atto3 7.000 € k. A.
BYD Dolphin Surf 4.000 € k. A.
Nissan Ariya (87 kWh, Advance Pack) 8.500 € bis zu 14.500 € Ersparnis
Citroën ë-C3 6.000 € ab 7.990 €
MG MG4 EV Urban 6.000 € ab 12.990 €
Smart #1 / #3 5.042 € (privat) / 6.000 € (Gewerbe) k. A.
Ford Explorer, Puma Gen-E, Capri, Mach-E, Kuga PHEV 5.000 € + 500 € Ladeguthaben bis zu 11.000 € Ersparnis
XPeng G9 5.000 € bis zu 11.000 € Ersparnis
Volkswagen ID.7 5.000 € k. A.
Peugeot E-208 / E-2008 bis zu 5.000 € (nur Leasing) ab 149 € / 159 € mtl.
Smart #5 4.000 € k. A.
Volkswagen ID.3 / ID.4 / ID.5 4.000 € k. A.
Fiat 500 4.000 € ab 14.990 €
Fiat 600 / Grande Panda 3.000 € k. A.
Dacia Spring Extreme 2.500 € (Kauf) / 3.000 € (Leasing) ab 10.700 €
XPeng G6 / P7+ 2.500 € k. A.
Opel Corsa E / Frontera Electric Wallbox (649 €) + Ladekarte ab 130 € / 135 € mtl.

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Antragsportal für E-Autoprämie: Bund lässt Bürokratiemonster frei

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Antragsportal E-Autoprämie beantragen Förderung Elektroauto

Seit dem 19. Mai 2026 können Käufer von Elektroautos die neue staatliche Förderprämie beantragen – rückwirkend seit dem 1. Januar 2026. Je nach Einkommen und Familiengröße gibt es bis zu 6.000 Euro Zuschuss. Doch der Antrag entpuppt sich als Bürokratiemonster und lässt viele Probleme ungelöst. Eine kommentierende Analyse.

Antragsportal für E-Autoprämie freigeschaltet

  • Der sogenannte Umweltbonus, eine bundesweite Kaufprämie für E-Autos, wurde Ende 2023 abrupt von der damaligen Ampel-Koalition ein Jahr früher als geplant gestrichen. Der Absatz von Elektroautos brach daraufhin massiv ein. Grund für das jähe Ende war eine Klage der CDU vor dem Bundesverfassungsgericht, die zu einem Haushaltsloch führte. Am 19. Januar 2026 präsentierte die neue große Koalition eine neue Förderung für Elektroautos und für bestimmte Plug-in-Hybride.
  • Die E-Autoprämie gilt rückwirkend seit dem 1. Januar 2026 und läuft bis 2029. Das Antragsportal ließ aber zunächst auf sich warten. Am 19. Mai 2026 wurde es freigeschaltet. Die Förderhöhe unterscheidet sich je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße und kann 1.500 bis 6.000 Euro betragen. Die vorhandenen Mittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro sollen für geschätzt 800.000 Fahrzeuge reichen. Auf einer FAQ-Seite schildert das Umweltministerium die konkreten Details. Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit einem Haushaltseinkommen von maximal 80.000 Euro.
  • Die neue Förderung greift rückwirkend. Heißt: Die Antragstellung ist erst nach Zulassung eines Fahrzeuges möglich und Antragsteller müssen finanziell in Vorleistung gehen. Nach der Bewilligung erhalten sie die Prämie. Um einen Förderantrag stellen zu können, ist eine BundID zur Identifikation erforderlich. Sprich: Ein Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion samt App. Alternativ ist auch eine Identifikation via ELSTER-Zertifikat möglich. Für den Einkommensnachweis sind die letzten zwei Steuerbescheide erforderlich, die maximal drei Jahre alt sein dürfen.

Warum der Antrag für die E-Auto-Prämie zum Problem wird

Die neue E-Autoprämie soll den Markt beleben, entfesselt aber erstmal das nächste deutsche Bürokratiemonster. Statt einfacher Kaufanreize wartet auf Antragsteller ein Hindernisparcours aus BundID, ELSTER-Zertifikat, Steuerbescheiden, Uploadpflichten und Kindergeldnachweisen.

Klar: Die Fördermittel dürfen nicht missbraucht werden. Aber die meisten Daten liegen unterschiedlichen Behörden bereits vor. Statt diese zu bündeln, schafft die Regierung es, selbst eine Kaufprämie wie eine Steuererklärung wirken zu lassen, die man womöglich bereits gemacht hat. All das wirkt abschreckend.

Dass es die Prämie aufgrund steigender Spritpreise und sinkender Fahrzeugpreise in ihrer aktuellen Form vielleicht nicht bräuchte und die Mittel in der Ladeinfrastruktur sowie in einheitlichen Ladetarifen besser angelegt wären, ist nicht ganz falsch. Aber die Förderung wurde lange vor der aktuellen Eskalation im Nahen Osten beschlossen.

Das größte Problem an der Sache selbst bleibt, dass die Förderung rückwirkend greift und Käufer in Vorleistung gehen müssen. Doch: Erst kaufen, dann zulassen, dann beantragen und dann hoffen, dass vielleicht irgendwann Geld kommt, ist für „Haushalte, die sich sonst kein Elektroauto leisten könnten“ kaum ein Anreiz. Oder: schlichtweg nicht machbar.

Hinzu kommt: Der kriselnde Gebrauchtwagenmarkt für Stromer bleibt komplett außen vor. Dabei klagen Händler seit Monaten über gebrauchte E-Autos. Doch statt den Markt nachhaltig zu stabilisieren, fördert der Staat erneut ausschließlich Neuwagen, die vor allem durch Leasing-Rückläufer den Gebrauchtwagenmarkt erneut fluten.

Paradox: Gebrauchte E-Autos sind trotz zahlreicher Vorteile zwar äußerst attraktiv, doch die Prämie fördert selbst E-Autobesitzer, deren alte Stromer dann auf dem Markt landen, aber nicht förderfähig sind. Indes betreibt der Bund eine symbolpolitische Aufweichung des Verbrenner-Aus.

Was Experten und Politik zur Förderung sagen

  • Bundesumweltminister Carsten Schneider in einem Statement: „Wir tun mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt, für die Autoindustrie und für die Haushalte, die sich sonst kein Elektroauto leisten könnten. Das ist angesichts der geopolitischen Lage wichtiger denn je. Denn die aktuelle fossile Krise ist längst nicht vorbei und könnte jederzeit wiederkommen. Elektromobilität ist unsere Chance, unabhängig zu werden von teurem Diesel und Benzin. Die Bedingungen dafür sind günstiger als je zuvor.“
  • Mandy Pastohr, Präsidentin des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, das das Antragsportal umsetzt: „Mit der neuen E-Auto-Förderung steht den Bürgerinnen und Bürgern ein vollständig digitaler Antragsweg zur Verfügung. Der Online-Antrag führt Schritt für Schritt durch das Verfahren, von den Angaben zum Fahrzeug und Haushalt bis zum Upload der erforderlichen Nachweise. Das BAFA ist auf den Start vorbereitet und unterstützt Antragstellende bei Fragen mit einer Hotline und verständlichen Informationen auf unserer Website.“
  • Autopapst Ferdinand Dudenhöffer kritisierte gegenüber der Augsburger Allgemeinen: „Das Geld hätte man sich sparen können. Das hätte der Markt selbst geregelt. (…) Die Kunden brauchen Zeit, die E-Wende geht ihren Weg, aber die Welt fährt in diese Richtung. Nicht über Nacht, aber Stück für Stück.“ Laut Dudenhöffer sei die Nachfrage wegen der durch den Iran-Krieg gestiegenen Spritpreise und sinkender Kaufpreise ohnehin bereits angestiegen.

Hilft die Prämie dem E-Auto-Markt – oder schadet sie ihm?

Die eigentliche Bewährungsprobe beginnt erst jetzt. Denn ob die neue E-Autoprämie von Erfolg gekrönt sein wird, entscheidet nicht die Anzahl der Anträge, sondern die Frage, ob sie den Markt im klima- und wirtschaftspolitischen Sinn wirklich zum Positiven verändern kann.

Doch genau daran bestehen erhebliche Zweifel. Denn: Die Förderung erscheint auf den ersten Blick zwar sozial. Auf den zweiten profitieren aber vor allem diejenigen mit Eigenheim, Wallbox und ohnehin genügend finanziellem Spielraum.

Wer etwa 45.000 oder 60.000 Euro pro Jahr verdient, kann sich viele Modelle selbst mit Prämie nicht leisten. Und die, die finanzierbar wären, rentieren sich eben nur mit eigener Wallbox am Eigenheim, da öffentliches Laden schlichtweg zu teuer ist. Sprich: Die Prämie hilft zwar beim Kaufpreis, könnte für viele im Alltag aber in einer Kostenfalle münden.

Gleichzeitig bleiben strukturelle Probleme ungelöst. Der Gebrauchtwagenmarkt für Stromer schwächelt, die Ladeinfrastruktur hinkt hinterher und vielerorts fehlen Netzkapazitäten. Statt dort Milliarden zu investieren, setzt die Politik erneut auf steigende Neuzulassungen. Getreu dem Motto: Hauptsache, die selbst gesteckte Klimabilanz sieht auf dem Papier gut aus.

Hinzu kommt ein Mangel an Transparenz. Beispielsweise gibt es bislang keine sichtbaren Übersichten über ausgeschöpfte und verbleibende Fördermittel, die sicherlich vielen Händlern und Käufern helfen könnten, sich zu orientieren. Denn: Der Stachel nach dem abrupten Ende des alten Umweltbonus sitzt bei vielen nach wie vor tief.

Versteht mich nicht falsch: Ich halte eine Förderung der Elektromobilität durchaus für sinnvoll. Doch sie muss systematisch und langfristig wirken sowie gedacht werden und darf nicht teure und bürokratische Symbolpolitik sein.

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E-Auto-Förderung 2026 mit bis zu 6.000 Euro – so bereitest du den Antrag vor

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E-Auto-Förderung 2026 Elektroautos Elektromobilität

Die neue E-Auto-Förderung ist beschlossene Sache und soll rückwirkend für Neuzulassungen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden ab dem 1. Januar 2026 gelten. Die Anträge hierfür sollen im Laufe des Monats Mai freigeschaltet werden. Für alle Interessierten lohnt es sich daher, den Antrag jetzt bereits vorzubereiten.

Die staatliche Förderung von Elektroautos galt über viele Jahre hinweg als wichtiger Treiber für die Elektromobilität in Deutschland. Seit 2016 unterstützte der sogenannte Umweltbonus den Kauf von E-Autos mit Zuschüssen von mehreren tausend Euro.

Das Programm wurde allerdings Ende 2023 vorzeitig eingestellt, was einen deutlichen Rückgang von E-Auto-Neuzulassungen nach sich zog. Mit der neuen E-Auto-Förderung soll der Absatz für alle Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026 wieder angekurbelt werden.

Das Antragsportal hierfür soll im Laufe des Monats Mai freigeschaltet werden. Es lohnt sich allerdings schon jetzt, den Antrag vorzubereiten. Wir erklären dir, was du hierfür alles benötigst.

E-Auto-Förderung 2026: So kannst du dich auf deinen Antrag vorbereiten

Die geplante E-Auto-Förderung 2026 wird je nach Einkommen und Haushaltsgröße festgelegt. Demnach kann sie zwischen 1.500 und 6.000 Euro betragen. Für reine Elektroautos ist eine Basisprämie von bis zu 3.000 Euro möglich. Weitere Zuschüsse erhalten Haushalte mit geringerem Einkommen und Familien mit Kindern.

Die Förderung gilt rückwirkend für alle Neuzulassungen von E-Autos, E-Autos mit Range-Extender und Plug-in-Hybriden ab dem 1. Januar 2026. Da die Anträge für die E-Auto-Förderung online gestellt werden, musst du dich mit einem BundID-Konto digital ausweisen können.

Dieses Konto kannst du auf dieser Website kostenlos erstellen. Dafür benötigst du deinen aktivierten Online-Personalausweis oder ein gültiges Elster-Zertifikat.

Bitte beachte, dass die Basisregistrierung mit Benutzername und Passwort für ein BundID-Konto in diesem Fall nicht genügt. Denn dabei ist das Vertrauensniveau zu niedrig und die korrekte Identifizierung nicht möglich.

Einkommen für die E-Auto-Förderung 2026 nachweisen

Die neue E-Auto-Förderung ist sozial gestaffelt, daher spielt das Einkommen bei der Beantragung eine zentrale Rolle. Denn die Bundesregierung will mit der neuen Prämie mehr Privatpersonen den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität ermöglichen.

Daher haben Haushalte Anspruch auf die Förderung, die ein zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 80.000 Euro haben. Für Familien steigt diese Grenze für bis zu zwei Kinder um je 5.000 Euro. Damit liegt die Einkommensgrenze bei zwei oder mehr Kindern also bei 90.000 Euro.

Für den Nachweis über das Einkommen benötigst du die zwei letzten aktuellen Einkommensteuerbescheide. Diese dürfen maximal drei Jahre alt sein – aktuelle können dafür also die Steuerbescheide aus den Jahren 2024 und 2023 verwendet werden.

Zur Prüfung der Fördervoraussetzungen benötigt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aus dem Einkommenssteuerbescheid folgende Angaben:

  • Adressat des Steuerbescheides
  • Steuer-ID
  • Datum des Bescheids und Steuerjahr
  • Höhe des zu versteuernden jährlichen Einkommens
  • Informationen zu den kindergeldberechtigten Kindern unter 18 Jahren (Name, Geburtsdatum)

Das BAFA weist darauf hin, dass in Einzelfällen besondere Kategorien personenbezogener Daten im Steuerbescheid enthalten sein können. Dazu können Gesundheitsdaten, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen sowie biometrische Daten zählen. Es wird empfohlen, alle Angaben, die nicht für die Prüfung der Fördervoraussetzungen benötigt werden, vorab zu schwärzen.

Leben im Haushalt Ehe- oder Lebenspartner beziehungsweise Partner aus eheähnlicher Gemeinschaft müssen auch deren zwei aktuellste Einkommensteuerbescheide vorgelegt werden. Bei gemeinsamer Veranlagung bei der Steuererklärung genügt jeweils der gemeinsame Einkommensteuerbescheid für beide Partner.

Geht die Anzahl der förderrelevanten Kinder bereits aus den vorgelegten Steuerbescheiden hervor, müssen diese nicht weiter nachgewiesen werden. Ist dies nicht der Fall, kannst du bei deinem Antrag den Kindergeldnachweis der Familienkasse, den Kindergeldbescheid (inklusive Erklärung zur Aktualität) oder eine erweiterte Meldebescheinigung vom Bürgeramt vorlegen.

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Die meistverkauften Autos in Deutschland – im April 2026

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VW T-Roc Volkswagen die am meisten verkauften Autos

Im April 2026 wurden in Deutschland 249.163 Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 2,7 Prozent im Jahresvergleich. Während reine Elektroautos mit einem Zuwachs von 41,3 Prozent erstmals dauerhaft an Benzinern vorbeiziehen, hält ein Verbrenner-Klassiker unbeirrt die Spitze. Wir zeigen dir auf Basis der offiziellen KBA-Zahlen, welche zehn Modelle sich im April am besten verkauft haben – und warum ein Hersteller gleich dreimal auf dem Podest steht.

Die Automobilbranche in Deutschland erholt sich – aber langsam. Nach dem überraschend starken März bekommt der positive Trend im April einen kleinen Dämpfer. 249.163 Neuzulassungen bedeuten zwar einen Rückgang von 15,3 Prozent im Vergleich zum direkten Vormonat, im Jahresvergleich ergibt sich aber trotzdem ein leichtes Plus von 2,7 Prozent. Insgesamt konnten von Januar bis April 948.567 verkaufte Pkw und damit ein Anstieg von 4,5 Prozent gegenüber 2025 registriert werden.

Diese Autos haben sich am besten verkauft

Laut den aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) verteidigt Volkswagen mit einem Marktanteil von 18,5 Prozent souverän die Spitzenposition, muss aber zugleich ein Minus von 6,7 Prozent hinnehmen. Dahinter liefern sich Mercedes (9,3 Prozent) und BMW (9,0 Prozent) ein enges Rennen um die Plätze zwei und drei. Den größten Sprung unter den deutschen Herstellern macht Audi mit einem Plus von 19,0 Prozent. Skoda bleibt mit 8,5 Prozent Marktanteil und einem Plus von 12,2 Prozent die erfolgreichste Importmarke.

Bei den Antriebsarten setzt sich der historische Wechsel vom März fort. Reine Elektroautos kommen auf 64.350 Neuzulassungen und damit auf einen Marktanteil von 25,8 Prozent (ein Plus von 41,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat). Klassische Benziner fallen mit 53.420 Einheiten weiter zurück. Hybride Fahrzeuge bleiben mit 97.753 Zulassungen aber weiterhin das stärkste Segment.

An dieser Stelle interessieren uns aber weder Automarken noch Antriebsarten. Wir wollen wissen, welche konkreten Modelle sich im April 2026 am besten verkaufen konnten. Unser Ranking basiert auf den offiziellen Zahlen des KBA.

Platz 10: Fiat Ducato

Zum Auftakt in unsere Top Ten gibt es eine kleine Überraschung. Der Fiat Ducato landet mit 3.456 Neuzulassungen auf dem zehnten Platz. Damit ist der Ducato nur eines von zwei Autos von Importfirmen, die es in unser Ranking schaffen.

beliebtesten Autos März 2025, ADAC, Automarken, Mobilität
Bild: Fiat

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Trump treibt ungewollt Erneuerbare und die Energiewende voran

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Donald Trump Energiewende Erneuerbare Iran

Normalerweise lässt US-Präsident Donald Trump nichts unversucht, den weltweiten Verbrauch von Erdöl und Erdgas zu pushen, um Exporte aus den USA anzukurbeln. Doch mit seinem Krieg gegen den Iran treibt er auch ungewollt die Energiewende voran, hin zu Erneuerbaren und Elektroautos. Denn: In vielen Ländern findet ein Umdenken statt. Die Herausforderungen sind aber enorm. Eine kommentierende Analyse.

Warum Donald Trump ungewollt die Energiewende fördert

  • Der Iran-Krieg hat die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe klettern lassen. Der Grund: Mehrere Öl- und Gastanker stecken aufgrund einer Blockade sowie Drohungen des Iran in der Straße von Hormus fest oder meiden diese. Durch die Meerenge zwischen den Küsten des Irans und des Omans verläuft der gesamte Schiffsverkehr von und zu den Öl- und Gashäfen Kuwaits, Katars, Bahrains, des Iraks, der Vereinigten Arabischen Emirate und des Irans. Hinzu kommt der größte Teil des saudi-arabischen Verkehrs. Über die Straße von Hormus werden 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung (LNG) abgewickelt.
  • Die infolge des Iran-Kriegs gestiegenen Spritpreise haben das Interesse an Elektroautos sprungartig ansteigen lassen. Das bestätigten die Onlineplattformen Carwow und Meinauto.de übereinstimmend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Während E-Autos zulegen, verlieren klassische Antriebe demnach gleichzeitig leicht an Nachfrage. Ein allgemeiner Rückgang des Interesses an Mobilität ist aber nicht zu beobachten. Grund für die Entwicklung: E-Autos schlagen Verbrenner im Alltag kostenmäßig in den allermeisten Fällen.
  • US-Präsident Donald Trump lässt nichts unversucht, um die Erdöl- und Erdgasförderung in den USA anzukurbeln und den Gebrauch zu pushen – auch, weil Trump fossile Energien zunehmend ins Ausland verkaufen will. Kurios: Mit seinem Iran-Krieg fördert Trump aber gleichzeitig auch die Energiewende, hin zu Erneuerbaren und Elektroautos. Vor allem viele Länder in Süd- und Südostasien wollen weg von Öl und Gas. Immer mehr Regierungen weltweit setzen zudem massiv auf Solarenergie, Batterien und Elektroautos. Vor allem China profitiert dabei als Lieferant.

Warum fossile Energie ihren Stabilitäts-Mythos verliert

Was als geopolitischer Kraftakt rund um den Iran begann, entfaltet inzwischen Nebenwirkungen, die so in keinem Strategiepapier der Fossil-Lobby stehen. Denn: Energie wird vom Stabilitätsanker zum Risikoindikator. Jahrzehntelang galt Öl aus dem Persischen Golf in vielen asiatischen Staaten etwa als Garant wirtschaftlicher Planbarkeit. Nun reicht eine blockierte Meerenge, um dieses naive und verantwortungslose Vertrauen zu demontieren.

Die Straße von Hormus ist dabei weniger ein geografischer Engpass als ein psychologischer Kippschalter. Wenn dort Tanker stocken, stockt nicht nur der Nachschub, sondern auch das mittelalterliche Versprechen von billiger und verlässlicher fossiler Energie. Vor allem in Ländern wie Pakistan, Bangladesch oder den Philippinen offenbart sich die bisherige Versorgung deshalb als wunder Punkt.

Die Reaktionen auf die aktuellen Entwicklungen sind im asiatischen Raum derweil bemerkenswert pragmatisch und erstaunlich unideologisch. Stromrationierungen, verkürzte Arbeitswochen und geschlossene Universitäten: All das sind keine Klimapläne, sondern Notfallmaßnahmen. Und genau darin liegt die Verschiebung. Denn: Fossile Energie verliert nicht nur moralisch, sondern auch funktional ihre Selbstverständlichkeit.

Hinzu kommt ein politischer Beigeschmack, der sich kaum übersehen lässt. Donald Trump treibt mit seiner Eskalationspolitik ausgerechnet jene Dynamik voran, die er rhetorisch bekämpft: höhere Preise, mehr Unsicherheit und die Erneuerbaren. Ein klassischer Fall von „gewollt ist nicht gekonnt“ – nur eben mit globalen Nebenwirkungen. In dem Fall sogar durchaus positiven.

Und genau hier kippt die vermeintliche Logik endgültig. Die Krise wirkt wie ein unfreiwilliger, aber erfreulicher Beschleuniger der Energiewende. Nicht aus einem Klimabewusstsein, sondern einem nackten Sicherheitsinteresse. Dem Klima hilft es trotzdem. Einziger Wermutstropfen: Viele Kohlekraftwerke wurden aus der Not verlängert – vor allem in Süd- und Südostasien.

Stimmen

  • Aditya Lolla, Manager der britischen Denkfabrik Ember, zu einer aktuellen Analyse: „Wir sind nun endgültig in das Zeitalter des sauberen Wachstums eingetreten. Saubere Energie wächst derzeit schnell genug, um den steigenden weltweiten Strombedarf zu decken und die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen vor ihrem unvermeidlichen Rückgang auf einem konstanten Niveau zu halten. Die Dynamik, die wir derzeit beobachten, ist nicht mehr nur ein Ziel, sondern wird zu einer strukturellen Realität.“
  • UN-Klimachef Simon Stiell Mitte April 2026 beim Petersberger Klimadialog in Berlin: „Der Iran-Krieg beschleunigt die globale Energiewende erheblich. (…) Die Zusammenarbeit für das Klima ist der Schlüssel, um die doppelte Gefahr der globalen Erwärmung und des Kostenchaos durch fossile Energien abzuwehren. (…) Nie war es wichtiger, schneller ins Handeln zu kommen.“
  • Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) zur Eröffnung des zweitägigen klimapolitischen Treffens in Berlin: „Die Welt ist in Aufruhr, die Lage ist ernst. (…) Klar ist, dass diese Krise eine Krise der fossilen Energien ist. (…) Fossile Energien liefern nicht die Versorgungssicherheit, die Menschen, Unternehmen, Volkswirtschaften und globale Lieferketten so dringend brauchen. Wer heute auf den Import von Öl und Gas angewiesen ist, setzt sich unkalkulierbaren Risiken aus.“

Dauerhafte Wende oder nur eine Krisenreaktion?

Die eigentliche Umwälzung der Energiekrise spielt sich nicht auf Tankern ab, sondern in Transformationsplänen. Sprich: Was früher als Zukunftsprojekt galt, wird nun zur Risikoabsicherung: Solar, Wind, Energiespeicher und die Elektromobilität. Der Druck stammt dabei weniger von globalen Klimazielen als aus der Angst vor der nächsten Blockade.

Doch die neue Energieordnung hat auch eine unbequeme Schattenseite. Sie ist technisch möglich, aber infrastrukturell noch lange nicht fertig. Viele Länder in Süd- und Südostasien stehen etwa vor einem Paradoxon aus Solarboom und mangelndem Netzausbau. Will heißen: Ohne massive Investitionen bleibt der grüne Aufbruch ein Flickenteppich mit Spannungsspitzen. Selbst Deutschland kommt beim Netzausbau nicht hinterher und verschenkt dadurch günstigen erneuerbaren Strom.

Die Asiatische Entwicklungsbank versucht gegenzusteuern und plant ein 70-Milliarden-US-Dollar-Programm inklusive eines „Pan-Asia Power Grid“. Das ist mehr als nur Infrastrukturpolitik. Es ist ein Versuch, Energie regional neu zu denken. Denn: Strom soll künftig dort ankommen, wo er gebraucht wird, und nicht nur dort entstehen, wo es sonnig ist.

Parallel dazu verschiebt sich das globale Machtgefüge entlang der Lieferketten. China profitiert als Hersteller von Solarmodulen, Batterien und E-Autos massiv – sowohl aufgrund einer globalen Strategie als auch industrieller Überlegenheit in puncto Skalierung und Preis. Der Effekt ist dennoch politisch, denn wer die Technik liefert, definiert zunehmend die Spielregeln.

Für Deutschland ist diese Entwicklung ein doppelter Spiegel. Einerseits zeigt sie, dass Energiesicherheit ohne erneuerbare Unabhängigkeit zur Illusion wird. Andererseits wird klar: Wer Netze, Speicher und die erneuerbare Stromerzeugung jetzt nicht konsequent ausbaut, zahlt später nicht nur mehr, sondern im Worst Case auch die Rechnung anderer. Ob die aktuelle Entwicklung tatsächlich der Start einer dauerhaften Energiewende ist oder nur eine hektische Krisenreaktion, wird sich aber erst zeigen, wenn der Iran-Krieg vorbei ist und die Ölpreise wieder sinken.

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E-Autos überholen Benziner deutlich: Die Neuzulassungen im April 2026

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Neuzulassungen April 2026 Elektroautos E-Autos

Elektroautos haben ihren Vorsprung gegenüber Benzinern im April 2026 deutlich ausgebaut. Rund 64.350 reine Stromer stehen nur noch 53.420 Benziner-Neuzulassungen gegenüber. Gleichzeitig fällt der durchschnittliche CO2-Ausstoß erstmals unter 100 Gramm pro Kilometer. Wir zeigen dir die wichtigsten Zahlen aus dem aktuellen KBA-Bericht – von den Gewinnern und Verlierern unter den Marken bis zur Frage, ob der Elektro-Trend den Markt dauerhaft trägt.

Nachdem die Verkaufszahlen in der Automobilbranche im März ordentlich anziehen konnten, bekommt der kurze positive Trend jetzt schon wieder einen kleinen Dämpfer. Im April wurden in Deutschland lediglich 249.163 Neuzulassungen registriert. Damit liegt der Wert 15,3 Prozent unter dem des Vormonats. Im Vergleich zum April 2025 ergibt sich allerdings noch immer ein leichtes Plus.

Zum jetzigen Zeitpunkt scheint also noch nicht ganz klar, wohin die Reise in diesem Jahr letztendlich geht. Im Zeitraum von Januar bis April summieren sich die Neuzulassungen auf 948.567 Pkw. Das entspricht insgesamt einem Anstieg von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor allem Privatkunden greifen wieder häufiger zu: Ihr Anteil an den Neuzulassungen wuchs gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,2 Prozent. Gewerbliche Zulassungen gingen hingegen leicht zurück.

Neuzulassungen im April 2026: Diese Automarken konnten zulegen

Kommen wir zur Performance der einzelnen Hersteller. Volkswagen verteidigt mit 46.101 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 18,5 Prozent zwar souverän die Spitzenposition, muss aber ein Minus von 6,7 Prozent hinnehmen. Mercedes (+4,9 Prozent) und BMW (-0,5 Prozent) liefern sich mit 23.291 respektive 22.435 verkauften Pkw ein enges Rennen um die Plätze zwei und drei. Den größten Sprung macht Audi mit einem Plus von 19,0 Prozent und 18.451 neu registrierten Fahrzeugen.

Unter den deutschen Herstellern legt Smart am meisten zu. 972 Neuzulassungen bedeuten ein gigantisches Plus von 260,0 Prozent. Auch Mini (+23,7 Prozent) und Opel (+6,6 Prozent) können einen positiven Trend aufweisen. Markante Rückgänge verbuchten neben Volkswagen vor allem Ford (-18,5 Prozent) und Porsche (-26,1 Prozent).

Bei den Importmarken setzt Skoda seinen starken Lauf fort. Die tschechische VW-Tochter kommt auf 21.192 verkaufte Pkw. Das ist ein Plus von 12,2 Prozent und reicht erneut für den ersten Platz unter den Importmarken. Weiter unten im Ranking gibt es allerdings noch größere Ausreißer. Aston Martin verbucht zwar nur 70 Neuzulassungen, doch das entspricht einem Plus von 1.650 Prozent. Auch Hersteller wie BYD (+200,4 Prozent) und Tesla (+255,8 Prozent) legen kräftig zu.

E-Autos vs. Benziner: Abstand wächst auf 11.000 Fahrzeuge

Was im März noch ein historischer Moment war, scheint jetzt bereits Alltag zu werden. Reine E-Autos kommen auf 64.350 Neuzulassungen und damit auf einen Marktanteil von 25,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 41,3 Prozent. Die klassischen Benziner fallen mit 53.420 Einheiten und einem Anteil von 21,4 Prozent weiter zurück – damit sinkt die Zahl um 20,0 Prozent. Im März lag die Differenz zwischen Stromern und Benzinern bei gerade einmal rund 3.700 Wagen, inzwischen sind es fast 11.000 Fahrzeuge.

An der Spitze stehen aber weiterhin die Hybrid-Fahrzeuge mit 97.753 Neuzulassungen und einem Anteil von 39,2 Prozent. Darunter fallen 27.546 Plug-in-Hybride. Diesel-Pkw rutschen mit 13,0 Prozent Anteil weiter ab, Flüssiggas-Fahrzeuge bleiben mit 1.190 Einheiten ein Nischenmarkt. Und Autos mit Brennstoffzellen sind mit gerade einmal zwei zugelassenen Fahrzeugen praktisch nicht vorhanden.

Der Trend zu emissionsärmeren Antrieben spiegelt sich auch im durchschnittlichen CO2-Ausstoß wider. Der aktuelle Wert von 97,6 Gramm pro Kilometer liegt um 10,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Damit fällt der Ausstoß erstmals seit Langem unter die symbolische Marke von 100 Gramm (im März lag er noch bei 100,1 Gramm).

SUVs erreichen 35 Prozent Marktanteil – Wohnmobile brechen ein

Ein Blick auf die Fahrzeugsegmente zeigt, dass der SUV-Boom weiter anhält. Der Marktanteil kann um 13,5 Prozent zulegen und beträgt 35,1 Prozent. Damit bilden SUVs mit Abstand das stärkste Segment. Die Kompaktklasse landet trotz eines Rückgangs von 12,9 Prozent auf Platz zwei. Kleinwagen legen um 12,1 Prozent zu und kommen auf einen Anteil von 13,2 Prozent.

Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnen die Minivans dank eines Zuwachses von 28,5 Prozent. Das Segment bleibt mit 0,7 Prozent Marktanteil aber eine Randerscheinung. Die größten Verlierer sind die Wohnmobile, deren Neuzulassungen um 23,2 Prozent einbrechen. Und das, obwohl der Sommer schon vor der Tür steht.

Erholung ja, aber das Tempo sinkt: Wie geht es weiter?

Wer abseits der Pkw schaut, findet ebenfalls Bewegungen am Markt. Bei den Sattelzugmaschinen geht es um 26,6 Prozent nach oben, was als positiver Indikator für die Konjunktur gewertet werden kann. Auch die Krafträder verzeichnen mit 25.342 Neuzulassungen ein deutliches Plus von 17,2 Prozent. Lediglich der Lkw-Markt schwächelt mit einem Minus von 2,6 Prozent ein wenig (via KBA).

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt wurden im April 555.152 Pkw umgeschrieben. Das ist ein Rückgang von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Insgesamt deuten die Daten darauf hin, dass sich die Erholung der Automobilbranche nach zuletzt eher schwachen Zahlen fortsetzt. Allerdings wurde das Tempo im Vergleich zum März deutlich gedrosselt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die wachsende Elektromobilität den Pkw-Markt in Deutschland dauerhaft tragen kann.

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E-Autos sollen dick machen: Warum Ladepositas ein Mythos ist

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Mythos E-Auto-Laden Elektroauto Elektromobilität

Derzeit häufen sich Medienberichte über angeblich „dick machendes“ E-Auto-Laden. Als vermeintliche Grundlage dient eine Studie, die jedoch vor allem Korrelationen beschreibt und keine belastbaren Kausalitäten nachweist. Doch was steckt wirklich hinter der Behauptung? Eine Analyse.

Das Laden von Elektroautos erfordert im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennern deutlich mehr Zeit. Zwar verkürzen Schnellladesäulen die Dauer spürbar, doch gerade auf längeren Strecken oder bei hoher Auslastung entstehen regelmäßige Pausen.

Diese Ladezeiten verändern auch das Verhalten der Fahrer. Denn statt eines kurzen Stopps an der Tankstelle wird das E-Auto-Laden oft mit anderen Erledigungen verbunden. Eine vielzitierte Studie hat genau diesen Punkt aufgegriffen und analysiert, womit sich Fahrer von Elektroautos während dieser Wartezeiten beschäftigen.

Ein Großteil der Befragten nutzt die zusätzlichen Ladepausen demnach, um Snacks zu kaufen oder etwas zu essen. Ein gefundenes Fressen für mediale Zuspitzungen, die aus diesen alltäglichen Beobachtungen den Mythos vom dick machenden E-Auto-Laden entstehen lassen.

Dabei taucht besonders häufig auch das Kunstwort „Ladepositas“ auf, das sich aus den Worten „Laden“ und „Adipositas“ zusammensetzt. Schon der Begriff selbst suggeriert eine scheinbar wissenschaftliche Verbindung zwischen Ladeverhalten und Gewichtszunahme – doch was ist an dieser Behauptung wirklich dran?

„Ladepositas“: Der Mythos vom dick machenden E-Autos

Im Auftrag des Versicherers DA Direkt hat das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Civey eine Umfrage zum Ladeverhalten von E-Auto-Fahrern durchgeführt. Im Fokus standen dabei unter anderem die Dauer der Ladepausen sowie deren Nutzung im Alltag, etwa für Einkäufe oder den Konsum von Snacks und Mahlzeiten.

Laut den Umfrageergebnissen nutzen 51 Prozent der Befragten die Wartezeiten während des E-Auto-Ladens für Snacks oder eine Mahlzeit. 31 Prozent erledigen in der Zeit Einkäufe oder Besorgungen, 26 Prozent laden mit einer Pause oder einem Nickerchen gleichzeitig den eigenen Akku auf. Sechs Prozent der Befragten gaben außerdem an, die Zeit für sportliche Aktivitäten zu nutzen.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen damit zunächst vor allem, das E-Auto-Besitzer ihre Ladepausen häufig pragmatisch nutzen und mit alltäglichen Erledigungen verbinden. Doch bereits in der Pressemitteilung von DA Direkt wird die Frage aufgeworfen, ob das Laden des E-Autos zur Gewichtszunahme beziehungsweise „Ladipositas“ führt.

Offenbar ein gefundenes Fressen für zahlreiche Medien, die diesen Begriff dankbar in ihren Überschriften aufgenommen haben. So titelt beispielsweise die Berliner Morgenpost zum Thema „Ladepositas: Macht das Laden von Elektroautos dick?“. Auch Auto Motor Sport wirft die Frage auf: „Ladepositas – machen Elektroautos fett?“ Die FAZ geht in einem älteren Kommentar aus dem Jahr 2024 sogar noch weiter und titel direkt mit dem Hinweis „Elektroautos machen dick“.

Doch zwischen dem in den Umfrageergebnissen dargestellten Verhalten und einer tatsächlichen Veränderung des Körpergewichts klafft eine deutliche Lücke. Genau an dieser Stelle setzt die mediale Zuspitzung an.

Korrelation statt Kausalität: Wo die Medien falsch abbiegen

So wird aus einer beschreibenden Momentaufnahme eine zugespitzte Deutung, die aus dem Ladeverhalten eine vermeintliche Ursache für eine Gewichtszunahme ableitet. Das geht allerdings deutlich über das hinaus, was die Daten tatsächlich hergeben.

Denn der Begriff „Ladepositas“ funktioniert zwar für die Zuspitzung, jedoch gibt die wissenschaftliche Studie keine Hinweise auf mögliches Übergewicht. Denn medizinische Messungen oder Analysen des BMI der Befragten liegen nicht vor.

In der medialen Überhöhung werden diese differenzierten Ergebnisse jedoch häufig verkürzt dargestellt. Aus einer beobachteten Gewohnheit wird dann schnell eine vermeintliche Gesundheitsgefahr.

Snacken Verbrenner-Fahrer weniger? Der fehlende Vergleich

Doch ein Kausalzusammenhang zwischen einer Gewichtszunahme und dem E-Auto-Laden besteht natürlich nicht. Denn es ist schlichtweg nicht möglich, dass eine Person beim E-Auto-Laden Gewicht zunimmt. So wird aus punktuellen Beobachtungen eine weitreichende These konstruiert, die auch aufgrund der schmalen Datenbasis wissenschaftlich kaum haltbar ist.

Auch wird tatsächlich nicht beleuchtet, wie sich das Snackverhalten von Verbrenner-Fahrern an Tankstellen oder Raststätten oder von Zugreisenden im Vergleich verhält. Oder ob mit Snacks und Mahlzeiten tatsächlich ungesunde Lebensmittel gemeint sind. Zusätzlich bleibt unberücksichtigt, dass das Essverhalten während der Ladepause schlicht Ausdruck einer pragmatischen Zeitnutzung sein könnte und eher auf eine gute Reiseplanung als auf ein spezifisches „E-Auto-Phänomen“ hindeutet.

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VW ID. Polo startet ab 24.995 Euro – aber Basisversion lässt warten

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VW ID. Polo Volkswagen E-Polo

VW hat den Marktstart des ID. Polo eingeläutet. Optisch und technisch scheint das Modell gut durchdacht. Kleiner Wermutstropfen: Die Einstiegerversion für 24.995 Euro ist noch nicht bestellbar. Zwar bleibt abzuwarten, wie der Markt auf den E-Polo reagieren wird. Theoretisch hat er aber das Potenzial, ein waschechter Erfolg zu werden – vor allem in Kombination mit der neuen E-Autoprämie. Eine kommentierende Analyse.

VW ID. Polo: Technische Daten

  • Der ID. Polo von VW wird in vier Leistungsstufen und mit zwei Batteriegrößen zu haben sein. Maximale Reichweite: 454 Kilometer. Volkswagen zufolge ist der E-Polo zum Marktstart ab sofort in den Leistungsstufen 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS) bestellbar. Die Einsteigerversion mit 85 kW (116 PS) soll einige Wochen später erhältlich sein. Heißt konkret: VW startet zunächst mit den teureren Varianten. Die ersten Fahrzeuge sollen im Spätsommer 2026 ausgeliefert werden. Im Laufe des Jahres soll mit dem ID.Polo GTI mit 166 kW (226 PS) eine sportliche Version folgen.
  • Die 85-kW- und die 99-kW-Version des ID. Polo sind serienmäßig mit einer 37 kWh (netto) großen Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) erhältlich. Reichweite: bis zu 329 Kilometer. Der Akku kann an DC-Schnellladesäulen mit bis zu 90 kW geladen werden. Die 155-kW- und 166-kW-Antriebe erhalten eine Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie (NMC) von VW-Tochter PowerCo. Der Akku verspricht einen Energiegehalt von 52 kWh (netto) und soll eine Reichweite von bis zu 454 Kilometern ermöglichen.
  • Die Grundversion „Trend“ des ID. Polo mit 85 kW wird ab Sommer zum Preis von 24.995 Euro erhältlich sein. Das mittelpreisige Modell „Life“ mit 99 kW startet mit einem Preis von 33.795 Euro. Der ID. Polo „Style“ mit 155 kW ist ab 36.995 Euro erhältlich. Für die GTI-Version wurde noch kein genauer Preis genannt. Alle Modelle des E-Polo sind serienmäßig mit Gleichstrom schnellladefähig und können bidirektional geladen werden.

ID. Polo: Antriebe und Batterien

Trend u. Life Life u. Style Life u. Style
Batterie 37 kWh (LFP) 37 kWh (LFP) 52 kWh (NMC)
Motor 85 kW 99 kW 155 kW
Reichweite 315 km (WLTP) 329 km (WLTP) 452–454 km (WLTP)
0–100 km/h 11 s 9,8 s 7,4 s
DC-Ladeleistung 90 kW 90 kW 105 kW
DC-Ladezeit 23 min (10–80 %) 23 min (10–80 %) 24 min (10–80 %)
AC-Ladeleistung 11 kW inkl. V2L 11 kW inkl. V2L 11 kW inkl. V2L

ID. Polo: VW liefert ab, aber ein Detail könnte sich rächen

Mit dem ID. Polo versucht Volkswagen mehr als nur einen Klassiker zu elektrifizieren. Es ist der Versuch, verlorenes Vertrauen in die eigene E-Strategie zurückzugewinnen. Nach den eher nüchtern aufgenommenen ID-Modellen wirkt der E-Polo plötzlich wie ein Auto, das wieder als Volkswagen gedacht wurde. Dass Design und Bedienung wieder näher an die alte VW-DNA erinnern, ist dabei kein Zufall, sondern fast schon ein Eingeständnis.

Doch selbst ein solides Gesamtpaket kann durch kleine Details ins Stolpern geraten. Dass ein im Alltag durchaus praktischer Kniff wie ein umlegbarer Beifahrersitz aus dem Studienfahrzeug weggespart wurde, könnte sich rächen. Denn gerade im Kleinwagensegment entscheiden solche Feinheiten oft über Kauf oder Nichtkauf. Wer wenig Platz hat, will nämlich gern ein Gefühl maximaler Flexibilität haben.

Auch die Produktion außerhalb Deutschlands sorgt für etwas Stirnrunzeln. Doch dass der ID. Polo in Spanien gebaut wird, ist weniger ein Standortdrama als vielmehr europäische Normalität. Entscheidender ist ohnehin, ob Qualität und Preis stimmen und ob Volkswagen es schafft, den Spagat zwischen Anspruch und Alltagstauglichkeit diesmal ohne digitale Kinderkrankheiten hinzubekommen. Der ID. Polo ist damit weniger Revolution als Korrekturversuch – aber einer mit erstaunlich viel Substanz.

Stimmen und Reaktionen

  • Thomas Schäfer, Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG, CEO der Marke Volkswagen Pkw und Leiter der Markengruppe Corel, in einem Statement: „Der ID. Polo führt einen Volkswagen Bestseller ins elektrische Zeitalter. Seit Jahrzehnten begleitet der Polo Menschen durch ihren Alltag. Mit dem ID. Polo machen wir Elektromobilität für deutlich mehr Menschen zugänglich: mit klarem und zeitlosem Design, intuitiver Bedienung, hoher Qualität und Technologien aus höheren Segmenten. Ein echter Volkswagen, wie unsere Kundinnen und Kunden ihn erwarten.“
  • Ein Reddit-Nutzer hat unmittelbar nach dem Verkaufsstart zugeschlagen: „Hab heute mein erstes E-Auto bestellt. Zwar nur Leasing aber dennoch ein sehr guter Deal nach meiner Meinung, für diese Laufleistung von 30.000km/pa. für 48 Monate / 4 Jahre. Dann 5000€ Anzahlung die dann vom Vati Staat wieder zurück kommen. (hoffentlich :D) Bin so hyped das ich endlich meinen Verbrenner stehen lassen kann. Die Auslieferung ist für August/September geplant und Abholung dann natürlich im Werk in Wolfsburg.“
  • Christopher Clausen, leitender Redakteur bei t-online, konnte den ID. Polo bereits genauer unter die Lupe nehmen. Sein Fazit: „Design, Technik, Bedienbarkeit: VW liefert wieder ab. Die Rückkehr zu Gewohntem zahlt sich aus, der ID. Polo wirkt im Gesamtpaket deutlich harmonischer als die bisherigen Elektromodelle der Marke wie ID.3, ID.4 oder ID.5. Ein Schnäppchen ist der Kleinwagen dennoch nicht. Konkurrenten wie der Renault 5 oder der Citroën e-C3 bewegen sich in einem ähnlichen preislichen Rahmen.“

E-Autoprämie als eigentlicher Joker?

Der eigentliche Joker im Spiel von VW ist nicht der ID. Polo selbst, sondern der Preis. Beziehungsweise: Das, was am Ende auf der Rechnung steht. Denn mit der neuen E-Autoprämie könnte der E-Polo plötzlich in Regionen vorstoßen, die bislang eher von Marken wie Dacia oder Citroën dominiert wurden, wobei natürlich auch die mit der Prämie günstiger werden. Ein elektrischer Volkswagen für unter 20.000 Euro ist jedoch keine Vision mehr, sondern bereits eine Kampfansage.

Doch genau hier liegt die Krux. Denn das große Versprechen kommt später. Während zunächst die teureren Varianten in den Markt rollen, lässt die vielzitierte 25.000-Euro-Version weiter auf sich warten. Das mag betriebswirtschaftlich sinnvoll sein, wirkt kommunikativ aber wie ein Lockangebot mit Verzögerung. Sprich: Wer sich jetzt begeistern lässt, könnte sich bis zum tatsächlichen Einstiegspreis schon wieder entzaubert fühlen – oder gleich zur Konkurrenz abwandern.

Langfristig wird sich der Erfolg des ID. Polo aber nicht nur am Preis entscheiden, sondern an der Frage, ob rationale Argumente gegen emotionale Trends bestehen können. Denn: SUVs dominieren weiter die Straßen und viele Köpfe, während der E-Polo die Vernunftkarte spielt: kompakt, effizient und durchdacht.

Die Ironie dabei: Noch nie war ein Kleinwagen so rational überzeugend und selten war Rationalität ein so schwaches Verkaufsargument. Wenn es Volkswagen gelingt, daraus trotzdem ein Erfolgsmodell zu machen, wäre das fast schon die eigentliche Revolution. Die entscheidende Frage wird letztlich sein, wie der Markt auf den Polo und die Strategie von VW reagieren wird.

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Lokale Ladesäulen-Monopole machen öffentliches Laden unnötig teuer

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Über zwei Millionen Elektroautos sind in Deutschland zugelassen, doch der Markt für öffentliches Laden bleibt fest in der Hand weniger lokaler Anbieter. Eine aktuelle Monopolanalyse zeigt: In manchen Städten kontrolliert ein einziger Betreiber bis zu 95 Prozent aller Säulen. Was das für Preise, Wettbewerb und die Mobilitätswende bedeutet.

Der Markt für die öffentliche E-Ladeinfrastruktur verharrt in den Händen weniger lokaler Anbieter. Laut einer aktuellen Monopolanalyse des deutschen Ökostromanbieters Lichtblick beherrschen die führenden Betreiber in den untersuchten Gebieten durchschnittlich 72 Prozent des Marktes. Damit überschreiten sie den gesetzlichen Schwellenwert von 40 Prozent, ab dem eine marktbeherrschende Stellung vorliegt, massiv.

Obwohl zu Beginn des Jahres 2026 bereits über zwei Millionen Elektroautos zugelassen waren, bleibt das Laden für viele Menschen kompliziert und teuer. Besonders deutlich zeigt sich die Übermacht in Städten wie Hannover mit 95 Prozent oder Wiesbaden mit 94 Prozent Marktanteil eines einzelnen Betreibers. In Nürnberg kontrolliert der führende Anbieter 83 Prozent der Infrastruktur.

Selbst in Berlin liegt der Marktanteil der Stadtwerke mit 41 Prozent knapp über der kritischen Grenze zur Marktbeherrschung. Eine solche Dominanz verhindert laut Analyse seit Jahren einen wirksamen Wettbewerb, da die Betreiber oft eng mit den örtlichen Stromnetzbetreibern verflochten sind.

Ladesäulen-Monopole: Warum Drittanbieter hohe Gebühren zahlen müssen

Das aktuelle System verschafft den Monopolisten einen unfairen Vorteil und benachteiligt unabhängige Anbieter systematisch. Drittanbieter müssen im sogenannten Roaming-Modell zusätzlich zum Fahrstromtarif des jeweiligen Säulenbetreibers ein Entgelt zahlen. Das führt dazu, dass externe Unternehmen teilweise bis zu 86 Prozent höhere Gebühren entrichten müssen als die eigene Kundschaft der Monopolisten.

Zudem streichen ausschließlich die Säulenbetreiber die Erlöse aus dem THG-Quotenhandel von derzeit 16 Cent pro Kilowattstunde ein. Markus Adam, Chefjurist von LichtBlick, dazu:

Die Ergebnisse unserer Monopolanalyse zeigen: Die lokalen Monopolstrukturen haben sich verfestigt. Wir sehen weiterhin die negativen Folgen für den Fahrstrommarkt und Verbraucher. E-Mobilisten geraten in einen Tarifdschungel, in dem viel zu oft die Monopolanbieter die Preise überhöht und diskriminierend festsetzen. Die bislang nicht adressierte Marktmacht beim Laden unterwegs droht die Mobilitätswende empfindlich zu treffen.

Unabhängige Unternehmen können unter diesen Voraussetzungen laut Adam kaum ein kostendeckendes Angebot für ihre Kunden erstellen. Die Analyse warnt davor, dass ohne faire Marktzugänge alternative Anbieter mittelfristig vom Markt verschwinden. Das würde den bereits bestehenden Tarifdschungel der E-Mobilität weiter verfestigen und die Mobilitätswende gefährden. Hohe und teils diskriminierende Preise erschweren der Untersuchung zufolge den Umstieg auf klimafreundliche Antriebe.

Wie ein neues Modell den Ladestrom-Markt öffnen soll

Als Ausweg schlägt Lichtblick ein Durchleitungsmodell vor, das die Rollen von Infrastrukturbetreibern und Stromlieferanten strikt trennt. In diesem Modell erhalten die Betreiber lediglich ein festes Nutzungsentgelt für die Bereitstellung und Wartung der Säulen.

Der Wettbewerb um Kunden findet dann direkt zwischen verschiedenen Stromanbietern statt, die ihre eigenen Tarife an jeder Säule anbieten können. Die Infrastruktur finanziert sich durch diese Nutzungsgebühren selbst. Das macht sie laut Analyse von staatlichen Förderungen unabhängig.

Nutzer von Elektroautos könnten durch dieses Modell ihren gewählten Tarif an jeder öffentlichen Ladesäule verwenden. Dies würde für mehr Transparenz sorgen und überhöhte Kosten im Wettbewerb unmöglich machen. LichtBlick bietet das Durchleitungsmodell aktuell an einem ersten Standort seines neuen Schnellladenetzes QuickCharge an. Dieser Testlauf beschränkt sich jedoch zunächst auf Dienstwagenfahrer, die ihren Unternehmensstromtarif auch unterwegs nutzen möchten.

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CATLs neue LFP-Batterie lädt in 3:44 Minuten von 10 auf 80 Prozent

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CATL-Shenxing-Batterie

Elektroautos in unter vier Minuten laden: CATL will genau das mit der dritten Generation seiner Shenxing-Batterie ermöglichen. Der weltgrößte Akkuhersteller setzt dabei bewusst nicht auf größere Batterien, sondern auf extremes Schnellladen bei gleichzeitig hoher Lebensdauer. Wir erklären, wie die neue LFP-Zelle mit 15C-Laderate funktioniert und warum CATL parallel 4.000 Lade- und Tauschstationen aufbaut.

Auf dem Super Technology Day in Peking präsentierte CATL die dritte Generation seiner Shenxing Superfast Charging Battery. Unter optimalen Bedingungen steigt der Ladestand des Energiespeichers Unternehmensangaben zufolge in nur 3 Minuten und 44 Sekunden von 10 auf 80 Prozent.

Selbst bei einer extremen Kälte von minus 30 Grad Celsius soll eine Ladung von 20 auf 98 Prozent in etwa neun Minuten möglich sein. Diese Geschwindigkeit werde durch eine Spitzenladerate von 15C ermöglicht. Die Fokussierung auf die Ladegeschwindigkeit bei Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) folgt einer gezielten technologischen Strategie.

Da LFP-Akkus laut Wu Kai, leitendem Wissenschaftler von CATL, nahe an der theoretischen Grenze der Energiedichte liegen, sei das Schnellladen der optimale Weg für eine ausgewogene Entwicklung. Das ermögliche praxisgerechte Reichweiten durch sehr kurze Ladestopps anstelle von immer größeren und schwereren Batteriepaketen.

Wie CATL trotz 15C-Laderate die Batterie vor Alterung schützt

Ein zentraler Aspekt der Entwicklung ist die Kontrolle der Hitzeentwicklung während des Ladevorgangs. Ein Temperaturanstieg der Batterie um zehn Grad Celsius kann laut der Arrhenius-Gleichung die internen Nebenreaktionen verdoppeln und so die Lebensdauer der Zellen erheblich verkürzen.

Die neue Batterie vermindert dieses Risiko durch eine verbesserte Wärmeableitung und eine präzise Steuerung. In der Folge soll die Kapazität des Speichers selbst nach 1.000 vollständigen Zyklen noch bei über 90 Prozent liegen. Robin Zeng, Vorsitzender von CATL, betonte die Bedeutung der Innovationsqualität für den globalen Markt. Er erklärte, dass der Erfolg chinesischer Technologie maßgeblich auf der Glaubwürdigkeit der Marke basiere.

4.000 Stationen bis 2026: CATLs Plan für Laden und Akkutausch

Das Unternehmen plant den Aufbau einer umfassenden Infrastruktur mit 4.000 integrierten Anlagen bis Ende 2026. Diese Stationen nutzen das „Choco-Swap“-System und die neue „Choco-Swap #26“-Batterie, die auf einer 800V-Hochvolt-Architektur basiert. Damit sei das System mit einer breiten Palette moderner Fahrzeuge der Segmente B bis C kompatibel.

Die Anlagen fungieren gleichzeitig als Stationen für den Batteriewechsel und als Hochleistungsladepunkte. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, Energie aus den Stationsbatterien während Spitzenlastzeiten direkt an die Ladesäulen abzugeben. Das soll die Auslastung der Ausrüstung auf über 85 Prozent steigern.

Wie die Fixkosten auf ein Fünftel sinken sollen

Die Fixkosten für den Bereich des Schnellladens sinken laut Herstellerangaben durch diesen integrierten Ansatz auf ein Fünftel vergleichbarer Systeme. Für Nutzer bedeutet das eine flexiblere Energieversorgung durch die Kombination von Laden und Akkutausch. Das System wäre dadurch nicht mehr allein von der Verfügbarkeit freier Ladesäulen abhängig.

Durch eine effizientere Energieumwandlung in den Stationen verringert sich laut CATL zudem der Leistungsverlust um mehr als 13 Prozentpunkte gegenüber konventionellen Anlagen. Letztlich soll die nahtlose Verbindung von ultraschnellem Laden und schnellem Batterietausch die Reichweitenangst minimieren. Dieser duale Ansatz könnte Elektroautos für Langstrecken und kältere Regionen deutlich alltagstauglicher machen.

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