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Received yesterday — 04. Juni 2026

UN-Umweltbericht: KI-Boom frisst bald doppelt so viel Strom wie ganz Deutschland

04. Juni 2026 um 17:29

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KI belastet Klima Künstliche Intelligenz Fußabdruck Rechenzentrum

Der rasante Ausbau Künstlicher Intelligenz hat weitreichende Folgen für die Umwelt. Eine neue Analyse zeigt, wie stark der steigende Energiebedarf von KI-Systemen nicht nur den CO2-Ausstoß erhöht, sondern auch den Verbrauch von Wasser und Flächen deutlich antreibt.

Mit der Einführung von ChatGPT Ende 2022 wurde Künstliche Intelligenz erstmals für Millionen von Menschen unmittelbar erlebbar. Was zunächst als technologische Neuheit wahrgenommen wurde, hat sich innerhalb weniger Jahre rasant weiterentwickelt. Heute ist KI daher in vielen Bereichen des Alltags angekommen.

Die tägliche Nutzung reicht dabei von der Informationssuche über das Verfassen von Texten bis hin zur Erstellung von Fotos oder Videos. Allein im Jahr 2025 hat sich die Zahl der monatlich aktiven Nutzer weltweit von ChatGPT mehr als verdoppelt. Denn während es im Januar noch 358 Millionen waren, stieg die Zahl bis zum Dezember auf 810 Millionen an.

Parallel zum wachsenden Einsatz leistungsfähiger KI-Anwendungen steigt jedoch auch der Bedarf an Rechenleistung und damit die Frage nach den ökologischen Folgen des KI-Booms. Mit diesen haben sich Forscher der United Nations University (UNU) befasst und in einem Bericht die erheblichen Folgen für Klima, Wasserressourcen und Flächennutzung weltweit durch den rasanten Ausbau von KI-Systemen ausgewertet.

Strom, Wasser, Fläche: Was KI-Rechenzentren bis 2030 verbrauchen

KI-Systeme benötigen sowohl beim Training als auch im täglichen Betrieb enorme Mengen an Rechenleistung. Denn damit eine KI Muster erkennen, Zusammenhänge verstehen und auf Anfragen reagieren kann, müssen riesige Datenmengen verarbeitet werden.

Diese Prozesse laufen in riesigen Rechenzentren ab, die meist rund um die Uhr arbeiten. Das treibt nicht nur den dafür benötigten Stromverbrauch in die Höhe. Denn durch die erzeugte Abwärme brauchen Rechenzentren zusätzlich aufwendige Kühlung.

Durch den Zuwachs bei den Nutzerzahlen von KI-Systemen steigt daher auch der Bedarf an Energie und Infrastruktur. Laut der Untersuchung der UN-Universität wird der Stromverbrauch von KI-Rechenzentren weltweit bis 2030 auf 945 Terawattstunden ansteigen. Das entspricht fast dem Doppelten des jährlichen Stromverbrauchs Deutschlands. Zum Vergleich: Weltweit haben Rechenzentren im Jahr 2025 schätzungsweise 448 Terawattstunden Strom verbraucht.

Für die Kühlung der Rechenzentren steigt demnach auch der Wasserverbrauch enorm auf 9,3 Billionen Liter an. Die für KI-Infrastrukturen benötigte Fläche könnte bis 2030 auf rund 14.500 Quadratkilometer anwachsen – eine Fläche, die nahezu der Größe Schleswig-Holsteins entspricht.

Warum CO2 allein den KI-Fußabdruck nicht abbildet

Die Forscher sind davon überzeugt, dass bei der Betrachtung des ökologischen Fußabdrucks von KI-Systemen nicht nur die CO2-Emissionen herangezogen werden können. „Am meisten überrascht hat uns, wie oft die aus CO2-Sicht umweltfreundlichsten Optionen letztendlich schlechter für Wasser oder Land sind“, erklärt Hauptautorin Miriam Aczel von der UNU. „Wenn wir die Nachhaltigkeit von KI weiterhin nur anhand des CO2-Ausstoßes beurteilen, könnten wir zwar denken, dass erneuerbare Energien die KI-Infrastruktur sauberer machen, aber damit lösen wir ein Problem und schaffen gleichzeitig andere, oft an Orten, die diese Probleme nicht verursacht haben.“

Problematisch sei zusätzlich, dass Modelle durch ihre zunehmende Effizienz kostengünstiger werden und dadurch die Nutzung steigt. „Viele Menschen glauben, dass der ökologische Fußabdruck der KI abnimmt, je weiter sich die Technologie verbessert und die Prozesse effizienter werden. Doch das ist nur ein Teilbild des Gesamtproblems“, so UNU-Professor und Co-Autor Kaveh Madani. „Effizientere und kostengünstigere KI sowie Energie bedeuten einen höheren KI-Konsum, wodurch der Gesamtfußabdruck weitaus größer ausfällt als das, was wir durch Effizienzgewinne einsparen.“

Sechs Prinzipien für eine nachhaltigere KI-Zukunft

Die Forscher fordern daher ein verantwortungsvolles KI-Ökosystem. Dieses müsse auf den sechs Prinzipien Transparenz, Effizienz durch Design, Gerechtigkeit und Umweltgerechtigkeit, Verantwortung über den gesamten Lebenszyklus, globale Zusammenarbeit und nachhaltige Nutzung basieren.

Dafür müssten unter anderem Regierungen die KI-Infrastruktur in die Energieplanung, die Wasserbewirtschaftung und die Genehmigung von Flächennutzungen integrieren. Aber auch Nutzer könnten ihren Teil dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck von KI zu begrenzen.

Denn viele Fragen, die sich mit einer einfachen Suchanfrage über klassische Suchmaschinen beantworten ließen, werden heute direkt an KI-Systeme gestellt. Da jede Anfrage von leistungsstarken Rechenzentren verarbeitet werden muss, ist der Energieaufwand meist deutlich höher als bei einer herkömmlichen Websuche. Ein bewusster und gezielter Einsatz von KI könnte daher helfen, unnötigen Ressourcenverbrauch zu vermeiden, ohne auf die Vorteile der Technologie verzichten zu müssen.

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KI-Agenten bauen eigene Gesellschaft auf – ein Modell begeht 683 Verbrechen

03. Juni 2026 um 18:16

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KI-Modelle Verbrechen Künstliche Intelligenz ChatGPT Grok Gemini Claude

Was passiert, wenn KI-Agenten eine eigene Gesellschaft mit Gesetzen, Rollen und Konsequenzen aufbauen? Forscher von Emergence AI haben genau das getestet und fünf führende Sprachmodelle 15 Tage lang in einer virtuellen Welt gegeneinander antreten lassen. Die Ergebnisse sind frappierend: Während ein Modell komplett ohne Straftaten auskam, häuften sich bei einem anderen 683 Verbrechen. 

KI-Modelle werden normalerweise mit der Hilfe von standardisierten Benchmarks getestet, um ihre Leistungsfähigkeit zu dokumentieren. Dabei lösen die Sprachmodelle Aufgaben aus Bereichen wie Mathematik oder Programmierung in klar definierten Testsituationen.

Im Vergleich der einzelnen Modelle liefern diese Benchmarks wichtige Vergleichswerte. Allerdings liefern sie keine Informationen darüber, wie sich KI-Systeme über längere Zeiträume in komplexen, dynamischen Umgebungen verhalten.

Doch genau diese Frage haben sich Forscher des US-Unternehmens Emergence AI gestellt. Das Unternehmen, das an autonomen KI-Agenten forscht, hat mit der Simulationsplattform „Emergence World“ untersucht, wie sich verschiedene Sprachmodelle in komplexen sozialen Umgebungen verhalten.

So funktioniert der Gesellschaftstest für KI-Modelle

Die Forscher haben sich für ihre Untersuchung bewusst gegen Benchmarks entschieden, da diese nur kurzfristig die Leistungsfähigkeit bei klar abgegrenzten Aufgaben messen können. Stattdessen sollten in der „Emergence World“ Phänomene aufgedeckt werden, die erst nach einiger Zeit deutlich hervortreten.

Diese Messumgebung sei notwendig, da autonome Systeme zunehmend in missionskritischen Bereichen zum Einsatz kommen, in denen der relevante Zeitrahmen nicht mehr Minuten oder Stunden, sondern Tage und Wochen umfasst. Dies sei in der „Emergence World“ möglich, da autonome Agenten hier in einer gemeinsamen Welt kontinuierlich analysiert werden können.

Diese Welt verfügt über mehr als 40 verschiedene Orte, wie Bibliotheken, Rathäuser, Wohngebiete und öffentliche Plätze. Zusätzlich haben die Forscher sie mit Daten aus der realen Welt gefüttert – so beispielsweise synchronisierte Wetterdaten aus New York City und Live-Nachrichten-APIs. Auf diese Weise sollte das Verhalten der Agenten auch externe Ereignisse und nicht nur interne Dynamiken widerspiegeln.

In ihrem Test haben die Forscher die KI-Modelle ChatGPT, Grok, Claude und Gemini für 15 Tage in dieser Umgebung getestet. Dabei wurden fünf parallele Welten mit jeweils zehn Agenten, identischen Rollen und Startbedingungen erschaffen.

In den Welten variierte dabei lediglich das Basismodell: Claude Sonnet 4.6, Grok 4.1 Fast, Gemini 3 Flash, GPT-5-mini sowie eine heterogene Mischung aus verschiedenen Modellen. Einige der Modelle schafften sich innerhalb weniger Tage selbst ab, andere begingen hunderte Straftaten.

683 Verbrechen vs. null: So unterschiedlich schnitten die KI-Modelle ab

Besonders auffallend bei der Betrachtung der Ergebnisse ist die Rate der Straftaten der einzelnen Modelle. Absoluter Spitzenreiter hier ist Gemini 3 Flash mit 683 Verbrechen in nur 15 Tagen.

Die Welt mit dem gemischten Modell verzeichnete zunächst einen steilen Anstieg bei den Straftaten, stagnierte dann jedoch bei der Zahl 352. Zwischenzeitlich waren hier jedoch sieben der Agenten ums Leben gekommen.

Die Welt mit dem KI-Modell Grok 4.1 Fast erreichte hingegen ein schnelles Ende und schaffte sich in nur etwa vier Tagen selbst ab. In dieser Zeit wurden allerdings auch 183 Straftaten gezählt.

Die höchste soziale Stabilität konnte Claude Sonnet 4.6 zeigen. Es konnte die vollständige Population von zehn Agenten bis zum 16. Tag am Leben erhalten, ohne dass dabei eine einzige Straftat begangen wurde. Das Modell hat damit die einzige Konstellation geschaffen, in der sowohl die öffentliche Ordnung als auch der Fortbestand der Population gewahrt blieben.

GPT-5 Mini blieb zwar mit lediglich zwei Straftaten auch relativ stabil. Allerdings versäumten die Agenten es in dieser Welt, die für ihr Überleben notwendigen Handlungen auszuführen. Deshalb starben alle Agenten innerhalb von nur sieben Tagen.

Die Forscher wollen mit ihrer Plattform „Emergence World“ einen Raum für die Erforschung genau dieser langfristigen Dynamiken und deren Messbarmachung schaffen. Denn die Intelligenz von Agenten stelle sich bei langen Zeiträumen anders dar als bei kurzfristigen Aufgaben und lasse sich deshalb nicht auf dieselbe Weise messen.

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Bluesky, Mastodon, W Social, Threads: 4 Alternativen zu X im Vergleich

02. Juni 2026 um 20:01

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X-Alternativen Twitter W Social Eurosky Bluesky Threads Mastodon

Immer mehr Nutzer kehren X (ehemals Twitter) den Rücken. Gleichzeitig wächst die Zahl der Alternativen. Neben Bluesky, Mastodon und Threads drängt mit W Social seit 2026 ein europäisches Netzwerk auf den Markt, während die Initiative Eurosky eine eigene Infrastruktur für digitale Identitäten aufbaut. Doch wie unterscheiden sich die Angebote in Sachen Datenschutz, Reichweite und Nutzererlebnis? Ein Vergleich. 

Soziale Medien haben sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt und gehören für Milliarden Menschen weltweit längst zum Alltag. Das zeigt sich auch in den stetig steigenden Nutzerzahlen. Denn während 2015 weltweit noch rund 2,27 Milliarden Menschen (€) soziale Netzwerke nutzten, waren es im Oktober 2025 bereits etwa 5,66 Milliarden.

Die weltweite Nutzerzahl hat sich innerhalb von nur zehn Jahren mit einem Plus von rund 150 Prozent also deutlich mehr als verdoppelt. Mit dem rasanten Wachstum rücken jedoch auch Fragen des Datenschutzes, der Marktmacht einzelner Plattformen und damit auch möglicher digitaler Alternativen zunehmend in den Fokus.

Das gilt besonders für das ehemalige Twitter, das seit der Übernahme durch Elon Musk unter dem Namen X auftritt. Denn die Änderungen bei Moderation, Verifizierung und Plattformregeln nach der Übernahme sorgen immer wieder für Kritik.

Viele Nutzer haben die Plattform deshalb verlassen oder ihren Auftritt auf der Plattform eingeschränkt. Doch welche Möglichkeiten bieten Alternativen wie Bluesky, Mastodon, Threads oder das neue europäische W Social?

Alternativen zu X (ehemals Twitter) rücken in den Fokus

Die großen sozialen Netzwerke wie X, Instagram, TikTok und Co. haben ihren Ursprung in den USA oder China. Das hat allerdings auch zur Folge, dass nicht nur die wirtschaftliche Kontrolle, sondern häufig auch zentrale Teile der technischen Infrastruktur außerhalb Europas liegen.

Angesichts wachsender Sorgen um Datenschutz und politische Einflussnahme fordern Kritiker bereits seit einer Weile mehr digitale Unabhängigkeit von den großen sozialen Netzwerken. Daher wächst auch das Interesse an Alternativen zu X, die mehr Unabhängigkeit und Transparenz versprechen.

1. Bluesky – dezentral, offen und kompatibel mit Eurosky

Bluesky wurde 2019 zunächst als Forschungsprojekt innerhalb von Twitter gestartet. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen bei X nach der Übernahme durch Elon Musk ist Bluesky seit 2023 auch als eigenständige Plattform öffentlich nutzbar.

Das Netzwerk basiert auf dem sogenannten AT-Protokoll, das eine dezentrale Struktur ermöglicht und Nutzern mehr Kontrolle über Inhalte, Daten und Moderation geben soll. Zwar stammt Bluesky selbst aus den USA und ist damit keine europäische Alternative zu X im engeren Sinne.

Allerdings lässt sich die Plattform in europäischen Konzepten wie Eurosky einbinden. Über eine digitale Identität und das AT-Protokoll können Nutzer den kompatiblen Dienst verwenden und zugleich von europäischen Datenschutzstandards profitieren.

1.1 Eurosky – wie Bluesky europäischen Datenschutz bekommt

Da Bluesky auf dem offenen AT-Protokoll basiert, lässt sich die Plattform auch in europäische Konzepte wie Eurosky einbinden. Eurosky ist kein eigenständiges soziales Netzwerk, sondern eine gemeinnützige Initiative, die eine unabhängige europäische Infrastruktur für digitale Identitäten schaffen will.

Nutzer erstellen einmalig eine digitale Identität und können diese bei kompatiblen Diensten wie Bluesky verwenden, wobei die Daten auf europäischen Servern gespeichert bleiben und unter europäisches Datenschutzrecht fallen.

2. Mastodon – wie das Netzwerk ohne Zentrale funktioniert

Ähnlich wie Bluesky funktioniert auch die europäische Alternativen Mastodon, die es bereits seit dem Jahr 2016 gibt. Anders als klassische Plattformen setzt Mastodon auf ein dezentrales Netzwerk aus vielen unabhängigen Servern, den sogenannten „Instanzen“.

Diese verfügen jeweils über eigene Regeln, Moderationsrichtlinien und Communitys. Nutzer können sich bei Mastodon eine Instanz auswählen und dennoch mit dem gesamten Netzwerk kommunizieren. Diese Struktur bietet mehr Kontrolle auf Community-Ebene und reduziert Abhängigkeiten von einzelnen Konzernen.

3. Threads – einfacher Einstieg via Instagram, aber Meta kontrolliert die Daten

Wie auch Bluesky wurde Threads im Jahr 2023 von Meta als direkte Antwort auf X gestartet. Die Plattform ist eng mit Instagram verknüpft und ermöglicht die Anmeldung daher unkompliziert über ein bestehendes Instagram-Konto.

Nutzer können so ohne neue Registrierung direkt Beiträge veröffentlichen und ihrem bestehenden Netzwerk folgen. Ähnlich wie X setzt auch Threads auf ein textbasiertes Format, ist durch die Einbindung ins Meta-Ökosystem allerdings fest in der Infrastruktur eines großen US-Konzerns.

Gerade im Hinblick auf Datenschutz und Datenkontrolle wird Threads deshalb häufig kritisch als weiteres Beispiel für die Dominanz US-amerikanischer Plattformen im Social-Media-Markt gesehen.

4. W Social – was kann der Newcomer aus Schweden?

W Social ist ein privates Start-up mit Sitz in Schweden, das Anfang 2026 öffentlich vorgestellt wurde. Die Plattform versteht sich als europäische Alternative zu X und setzt auf verifizierte Nutzer, Transparenz und europäisches Datenschutzrecht. Die Daten sollen ausschließlich in Europa gehostet werden.

Technisch basiert W Social auf dem AT-Protokoll, das auch Bluesky nutzt, und setzt damit auf eine dezentrale Struktur. Aktuell befindet sich die Plattform noch in einer geschlossenen Beta-Phase mit Einladungscodes.

Die öffentliche Beta soll am 17. Juni 2026 starten, eine vollständige Öffnung ist bis Ende 2026 geplant. Ob sich W Social gegen die etablierten Alternativen durchsetzen kann, hängt unter anderem vom Monetarisierungsmodell und der tatsächlichen Nutzerbasis ab.

Was bieten X-Alternativen hinsichtlich der Reichweite?

In Sachen Reichweite können die X-Alternativen noch nicht mit X mithalten. Trotz teils stark wachsender Nutzerzahlen bleiben Plattformen wie Bluesky, Mastodon oder Threads deutlich kleiner und erreichen bislang nicht die globale Breitenwirkung des etablierten Kurznachrichtendienstes.

Im Vorteil ist hier vor allem Threads durch die bereits bestehende Infrastruktur des Meta-Ökosystems. Doch auch diese Alternative bleibt noch immer hinter dem Kurznachrichtendienst X zurück.

Threads zählte im September 2025 rund 242 Millionen Visits, bei X lag die Zahl im gleichen Monat bei 4,3 Milliarden. Auch Mastodon und Bluesky bleiben mit 2,1 Millionen beziehungsweise 140 Millionen Visits deutlich hinter diesen Zahlen zurück.

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KI-Modelle umgehen Sicherheitsvorgaben – und verwischen ihre Spuren

02. Juni 2026 um 05:45

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KI Sicherheitsvorgaben Künstliche Intelligenz

KI-Modelle von OpenAI, Anthropic und Google umgehen gezielt Sicherheitsvorgaben und verwischen anschließend ihre Spuren. Das zeigt eine neue Studie der Forschungsorganisation METR, die mehrere führende Systeme zwischen Februar und März 2026 getestet hat. Die Ergebnisse werfen eine drängende Frage auf: Wie lange lassen sich autonome KI-Agenten noch zuverlässig kontrollieren?

Künstliche Intelligenz hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt und übernimmt inzwischen längst Aufgaben, die noch vor kurzer Zeit ausschließlich Menschen vorbehalten waren. Doch genau aufgrund dieser Fähigkeiten moderner KI-Modelle wachsen die Sorgen bei Forschern und Sicherheitsexperten.

Denn je autonomer die KI-Systeme agieren, desto schwieriger wird ihre Kontrolle. Das zeigt auch eine neue Studie der gemeinnützigen Forschungsorganisation Model Evaluation and Threat Research (METR).

Die Forscher haben verschiedene große KI-Modelle dahingehend überprüft und konnten dabei schädliche Verhaltensweisen identifizieren. Denn in mehreren Testszenarien zeigten die Systeme demnach die Fähigkeit, Sicherheitsvorgaben zu umgehen, Entscheidungen eigenständig anzupassen und ihr Verhalten gezielt zu verschleiern.

KI-Modelle umgehen Vorgaben: Gerät Künstliche Intelligenz außer Kontrolle?

In ihrer Studie haben die METR-Forscher zwischen Februar und März 2026 KI-Modelle von OpenAI, Google, Anthropic und Meta unter die Lupe genommen. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, ob die Systeme dazu neigen, festgelegte Regeln zu umgehen, eigene Ziele zu priorisieren oder ihr Verhalten aktiv zu verschleiern.

Diese Verhaltensweisen bezeichnet METR als unbefugte Einsätze – also autonome Aktionen von KI-Agenten, die außerhalb der Aufsicht stattfinden. Das konnten die Forscher eindeutig feststellen.

So bedienen sich KI-Modelle inzwischen bereits „Abkürzungen“ und missachten dabei eindeutig die Anweisungen der Nutzer. In einigen Fällen konnte sogar festgestellt werden, dass die KI-Systeme versucht haben, ihre Spuren im Nachgang zu verwischen.

In einem Test erhielt beispielsweise ein KI-Modell von OpenAI die Vorgabe, eine festgelegte Software für die Bewältigung einer Aufgabe zu nutzen. Stattdessen wich der Agent eigenständig auf andere Lösungen aus und ergänzte zusätzlichen Code, um seinen Entscheidungsweg nachträglich zu verheimlichen.

Ein KI-Agent von Anthropic bediente sich in einem weiteren Test des sogenannten Reward Hackings. Die KI nutzte Schlupflöcher in der Aufgabenstellung aus, um die Vorgaben zwar formal zu erfüllen, aber nicht im eigentlich beabsichtigten Sinn. Obwohl das System ausdrücklich angewiesen wurde, nicht zu betrügen, fand es selbstständig Wege, genau diese Einschränkung zu umgehen.

Wie gefährlich sind die Ergebnisse wirklich?

Die Ergebnisse des Frontier Risk Reports von METR zeigen, dass KI-Systeme bereits in der Lage sind, unbefugte Einsätze ohne menschliche Autorisierung zu initiieren und diese im Anschluss zu verschleiern. Derzeit seien diese Alleingänge jedoch noch als „klein“ einzuschätzen. Auch sei nicht davon auszugehen, dass die Systeme bereits in der Lage sind, Kontrollverluste in größerem Maßstab zu vertuschen.

METR warnt dennoch davor, diese Entwicklungen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn die Kluft zwischen „kann unbefugte Handlungen auslösen“ und „kann autonom arbeiten“ werde mit jeder Modellgeneration kleiner. Daher seien strengere Sicherheitsmaßnahmen und stärkere Überwachung notwendig.

„Angesichts der rasanten technologischen Fortschritte gehen wir davon aus, dass die wahrscheinliche Robustheit von unerwünschten Implementierungen in den kommenden Monaten erheblich zunehmen wird“, schreiben die Forscher in ihren Ergebnissen. Deshalb sei geplant, Ende 2026 erneut eine ähnliche Untersuchung durchzuführen.

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Cloud Edge Enhancement: Wolken-Effekt pusht Solaranlagen über Nennleistung

30. Mai 2026 um 16:00

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Cloud Edge Enhancement Effekt Solaranlagen Solarenergie Photovoltaikanlage Erneuerbare Energien

Wolken gelten als natürlicher Feind jeder Solaranlage. Doch unter bestimmten Bedingungen können sie die Stromproduktion sogar über die Nennleistung der Module hinaus steigern. Verantwortlich dafür ist der sogenannte Cloud-Edge-Enhancement-Effekt, den Forscher der finnischen Tampere University in einer Studie im Fachjournal Solar Energy dokumentiert haben. Was genau dabei passiert und wie stark der Effekt ausfällt, erklären wir dir hier. 

Die Solarenergie stellt eine der wichtigsten Säulen der Energiewende dar. Denn sie liefert klimafreundlichen Strom und kann so die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren.

Wie effizient eine Photovoltaikanlage tatsächlich arbeitet, hängt allerdings maßgeblich vom Standort ab. Denn neben der Anzahl der Sonnenstunden spielen auch Faktoren wie die Ausrichtung, der Neigungswinkel, eine mögliche Verschattung durch Gebäude oder Bäume sowie regionale Wetterbedingungen eine entscheidende Rolle.

Vor allem schlechtes Wetter kann die Stromproduktion deutlich beeinträchtigen. Dichte Wolkendecken können beispielsweise die Sonneneinstrahlung reduzieren, Regen und Nebel schwächen die Intensität zusätzlich.

Doch Wolken müssen nicht per se negativ für die Stromproduktion mit Solaranlagen sein. Denn unter bestimmten Bedingungen können sie die Leistungsfähigkeit tatsächlich deutlich steigern.

Was ist Cloud Edge Enhancement?

Dieses Phänomen wird als sogenannter „Cloud Edge Enhancement“-Effekt bezeichnet und beschreibt eine kurzzeitige Leistungssteigerung von Solaranlagen. Diese entsteht durch die Reflexion und Streuung von Sonnenlicht an den Wolkenrändern.

Die Wolken reflektieren und bündeln dabei das Sonnenlicht zusätzlich. Dadurch trifft kurzfristig mehr Strahlung auf die Solarmodule als bei vollkommen klarem Himmel.

Dieser Effekt kann die Stromproduktion für kurze Zeit deutlich steigern. Dabei liegt die Leistung in diesen Fällen zeitweise sogar über den üblichen Spitzenwerten bei wolkenlosem Himmel.

Dabei können die Module sogar ihre vom Hersteller angegebene Nennleistung überschreiten. Das liegt daran, dass Hersteller die Leistung unter standardisierten Testbedingungen bei gleichmäßiger Sonneneinstrahlung messen.

Dabei wird unter Laborbedingungen eine Einstrahlung von exakt 1.000 Watt pro Quadratmeter bei einer Zelltemperatur von 25 Grad Celsius simuliert. Wetterphänomene, wie beispielsweise der „Cloud Edge Enhancement“-Effekt, finden dabei keine Berücksichtigung.

Bis zu 1,5-fache Einstrahlung: Wenn Wolkenränder Sonnenlicht auf Solarmodule lenken

Auch wenn der Cloud-Edge-Enhancement-Effekt auf den ersten Blick überraschend wirkt, ist er in der Wissenschaft längst kein Randphänomen mehr. Forschende aus der Atmosphären- und Solartechnik haben den kurzfristigen Leistungsschub unter bestimmten Wolkenkonstellationen wiederholt gemessen und in zahlreichen Studien dokumentiert.

Die Strahlungsverstärkung am Wolkenrand, die bei dem Effekt auftritt, ist also ein physikalisch erklärbares und reproduzierbares Wetterphänomen, das unter klar definierten Bedingungen auftreten kann. Besonders in der Photovoltaikforschung gilt es als wichtiger Faktor für kurzfristige Leistungsspitzen und Netzschwankungen.

Eine Studie der finnischen Tampere University, die im Fachjournal Solar Energy veröffentlicht wurde, bestätigt den Effekt. Demnach könne in nordischen Breitengraden die Einstrahlung das 1,5-Fache der erwarteten Einstrahlung bei klarem Himmel betragen.

Die typische Dauer der Strahlungsverstärkung reiche von wenigen Sekunden bis hin zu mehreren zehn Sekunden. Maximal könne der Effekt auch mehrere Minuten betragen.

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Stressfaktor Smartphone: Warum Telefonieren vielen Menschen Angst macht

30. Mai 2026 um 05:45

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nicht telefonieren wollen angst Smartphone stress

Das Telefon klingelt. Doch statt abzuheben, starren viele Menschen nur auf das Display und warten, bis es aufhört. Was früher Alltag war, löst heute bei Millionen Menschen Stress aus. Eine aktuelle Studie der Uniklinik Heidelberg untersucht, ob hinter der sogenannten Telefonphobie eine eigenständige Angststörung steckt. Die Ergebnisse zeigen: Besonders Millennials sind betroffen und es gibt einen klaren Zusammenhang mit unserer Smartphone-Nutzung. 

Seit der Einführung des ersten iPhones im Jahr 2007 hat das Smartphone den Alltag vieler Menschen grundlegend verändert. Was zunächst als technisches Prestigeobjekt galt, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum ständigen Begleiter für so gut wie alle Lebenslagen.

Heute tragen die meisten Menschen ihr Smartphone nahezu rund um die Uhr bei sich und nutzen es oft mehrere Stunden täglich. Allein in Deutschland besitzen inzwischen mehr als 71 Millionen Menschen ein Smartphone, im Jahr 2016 waren es noch rund 51 Millionen.

Wie das Smartphone unsere Kommunikation verändert hat

Durch Messenger-Dienste, soziale Netzwerke und die permanente Erreichbarkeit hat das Smartphone allerdings nicht nur den Zugang zu Informationen beschleunigt. Auch die Art, wie Menschen kommunizieren, hat sich dadurch grundlegend verändert.

Für immer mehr Menschen führen aber genau diese vielfältigen Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren, zu Überforderung, Stress und einem veränderten Umgang mit zwischenmenschlichem Kontakt. Besonders spontane Telefonate empfinden viele inzwischen als unangenehm oder belastend, obwohl die digitale Kommunikation gleichzeitig so selbstverständlich geworden ist wie nie zuvor.

Warum haben Menschen Angst vorm Telefonieren?

Das Telefonieren löse vor allem durch die damit einhergehende Spontanität bei vielen Menschen Stress aus, erklärt Nadine Wolf von der Uniklinik Heidelberg gegenüber n-tv.de. Wolf und ihr Team untersuchen aktuell in einer Studie, wie sich die exzessive Smartphonenutzung und der Verzicht auf das Smartphone auf Veränderungen der Gehirnaktivität auswirken.

Die schriftliche Kommunikation hat im Vergleich zum Telefonieren den Vorteil, dass sie sich besser kontrollieren und zeitlich steuern lässt. Beim Telefonat hingegen können unvorhergesehene Rückfragen auftreten, die zu Symptomen von Stress und Angst führen können.

Das bestätigt auch eine Studie aus dem Jahr 2019. Dabei wurden in Großbritannien 500 Büroangestellte zu dem Thema befragt. Insgesamt gaben 62 Prozent der Befragten an, dass sie beim Klingeln des Telefons unter anrufbedingter Angst leiden.

Ein Drittel gab dabei als Grund die Sorge an, nicht zu wissen, wie sie mit einer Anfrage umgehen sollen. Weitere 15 Prozent befürchten, am Telefon zu blockieren und nicht weiter zu wissen.

Bei den Millennials treten diese Ängste vermehrt auf. Ganze 76 Prozent der Befragten haben angstbesetzte Gedanken, wenn sie das Telefon klingeln hören, bei Kollegen aus der Baby-Boomer-Generation waren es nur 40 Prozent.

Ist Telefonphobie eine eigene Form der sozialen Angststörung?

In der Studie am Universitätsklinikum Heidelberg soll auch geklärt werden, ob Telefonphobie eine eigenständige Art der sozialen Angststörung darstellt:

Ist es wirklich eine Angst, die eigenständig zu betrachten ist, oder ist sie Bestandteil sozialer Angststörungen und tritt bei Menschen mit ausgeprägteren Persönlichkeitsmerkmalen wie Unsicherheit oder Ängstlichkeit auf?

Dabei sei beim Aufschieben eines lästigen Telefonats jedoch noch keine Angststörung zu befürchten. „Problematisch wird es, wenn ich im Alltag Beeinträchtigungen erlebe und merke, das hat wirklich eine Auswirkung auf mein Leben, sei es im persönlichen oder beruflichen Kontext“, so Wolf.

Laut ihr könne man sich das Unwohlsein beim Telefonieren allerdings abtrainieren. Denn durch das Üben sozialer Interaktionen und bewusstes Üben in alltäglichen Gesprächssituationen lasse sich die damit verbundene Stressreaktion schrittweise reduzieren.

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Elektroauto in der Sommerhitze: 5 Tipps, um deinen Akku zu schonen

29. Mai 2026 um 15:13

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Akku E-Auto Hitze Elektroauto Sommer Elektromobilität Sonne

Sommerliche Temperaturen jenseits der 30 Grad sind nicht nur für Menschen anstrengend, auch E-Auto-Akkus leiden unter der Hitze. Laut einer Studie des National Renewable Energy Laboratory beschleunigt hohe Wärme die Alterung von Lithium-Ionen-Batterien spürbar. Wer ein paar einfache Regeln beim Laden, Parken und Fahren beachtet, kann die Lebensdauer seines Akkus deutlich verlängern. Diese fünf Maßnahmen helfen sofort. 

Extreme Temperaturen gelten seit Jahren als eine der größten Herausforderungen für Akkus in Elektroautos. Während bei Kälte im Winter vor allem Reichweite und Ladeleistung sinken, können sich auch besonders hohe Temperaturen negativ auf die Akkus auswirken.

Denn starke Hitze belastet die empfindlichen Zellstrukturen und kann langfristig die Alterung der Batterie beschleunigen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich der Akku aber schonen und die Lebensdauer der Batterie positiv beeinflussen.

Warum du dein Elektroauto im Sommer nicht auf 100 Prozent laden solltest

Hohe Temperaturen lassen sich im Sommer oft nicht vermeiden, einige typische Belastungen für den E-Auto-Akku aber schon. Ähnlich wie beim Smartphone empfiehlt es sich auch beim E-Auto, die Batterie nicht ständig komplett auf 100 Prozent zu laden.

Denn genau wie beim Handy altern Lithium-Ionen-Akkus schneller, wenn sie regelmäßig voll geladen und gleichzeitig hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Im Alltag ist es daher häufig besser, den Akku nur auf etwa 80 Prozent zu laden.

Ist eine lange Fahrt geplant und wird das E-Auto nach dem Laden direkt genutzt, kann der Akku natürlich trotzdem auf 100 Prozent geladen werden. Problematisch wird es vor allem, wenn ein Stromer mit voll geladenem Akku großer Hitze ausgesetzt ist.

Denn dann erwärmen sich Auto und Akku übermäßig. Das wiederum belastet die Batteriezellen und treibt die Alterung der Batterie deutlich voran. Dadurch können Kapazität und Lebensdauer stark leiden.

E-Auto im Schatten statt in der Sonne parken: So bleibt der Akku kühl

Muss das Elektroauto doch einmal längere Zeit stehen, sollte nach einem schattigen Plätzchen oder einer Tiefgarage Ausschau gehalten werden. Damit kann vermieden werden, dass sich Auto und Akku zu stark erhitzen.

Vor allem bei hohem Ladestand und starker Hitze altert die Batterie schneller, was so vermieden werden kann. Zusätzlich verbraucht das Kühlsystem des Akkus nach dem Start weniger Energie, um die Batteriezellen wieder auf eine angemessene Temperatur zu kühlen.

Schnellladen bei Hitze: Warum das deinem Akku schadet

Eine Studie des National Renewable Energy Laboratory zeigt, dass die Temperatur beim Laden von Lithium-Ionen-Akkus eine zentrale Rolle spielt. Sie kann sowohl die Ladegeschwindigkeit als auch das Risiko beschleunigter Alterung beeinflussen.

Experten empfehlen deshalb, häufiges Schnellladen zu vermeiden – insbesondere bei sehr hohen Temperaturen. Bei langen Urlaubsreisen im Sommer ist es daher ratsam, mehr Zeit einzuplanen.

Das ist vor allem notwendig, da das Batteriemanagement die Leistung beim Schnellladen drosselt, wenn es zu heiß wird. Damit es nicht zu einer Überhitzung kommt, dauert das Laden dann häufig länger.

Gleichmäßig fahren, Akku länger laden: Der richtige Elektroauto-Fahrstil im Sommer

Auch die Fahrweise kann im Sommer einen Einfluss auf die Belastung des Akkus haben. Wer häufig stark beschleunigt oder hohe Geschwindigkeiten hält, fordert den Energiespeicher zusätzlich. Gleichzeitig entsteht so auch mehr Wärme im System.

Schonender ist eine gleichmäßige, vorausschauende Fahrweise und die Vermeidung unnötiger Lastspitzen. Es kann außerdem helfen, bereits beim Laden die Klimaanlage zu nutzen, um den Innenraum vorzukühlen.

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Wind und Solar reichen nicht: Fossil-Ausstieg erfordert 80 Prozent mehr Strom

28. Mai 2026 um 05:45

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Fossilausstieg Strom Erneuerbare Energien Klimawandel Klimaziele Energiewende

Eine neue Studie im Fachmagazin Nature Communications beziffert erstmals, wie stark die weltweite Stromproduktion wachsen müsste, um bis 2050 komplett auf fossile Energien verzichten zu können: um bis zu 80 Prozent. Forscher des IIASA zeigen, warum der bloße Ausbau erneuerbarer Energien dafür nicht ausreicht und welche Konsequenzen das für Deutschland hätte.

Der Ausbau erneuerbarer Energien gilt als zentrale Voraussetzung für das Erreichen der internationalen Klimaziele. Strom aus Wind, Sonne und Wasserkraft soll fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Erdgas schrittweise ersetzen und damit den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase deutlich senken.

Gleichzeitig müssen viele Bereiche wie Verkehr, Industrie und Heizsysteme elektrifiziert werden, was den weltweiten Strombedarf in den kommenden Jahren deutlich ansteigen lässt. Forscher des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) haben analysiert, wie stark die Stromproduktion weltweit wachsen müsste, um einen weltweiten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis 2050 zu ermöglichen.

60 bis 80 Prozent mehr Strom für Fossilausstieg: Was die IIASA-Studie ergibt

Klimafreundliche Technologien und der Verzicht auf fossile Energieträger sollen künftig den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich einschränken. Ziel ist es dabei, die globale Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Die Studie der IIASA-Forscher, die im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht wurde, betrachtet verschiedene Szenarien für einen weltweiten Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2050. Um einen vollständigen Ausstieg weltweit zu erreichen, müsste die globale Stromerzeugung um etwa 60 bis 80 Prozent steigen. Das würde demnach auch einen deutlich schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien voraussetzen.

„Dekarbonisierung und ein vollständiger Ausstieg aus fossilen Brennstoffen werden oft so behandelt, als handele es sich um ein und dasselbe – unsere Studie zeigt jedoch, dass sie sehr unterschiedliche Transformationspfade implizieren können“, erklärt Hauptautor Shotaro Mori vom IIASA. „Ein vollständiger Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ist technisch machbar, erfordert jedoch einen weitaus schnelleren Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung, von Wasserstoffsystemen sowie eine tiefgreifendere Transformation der Endenergiesektoren, als dies in konventionellen 1,5-Grad-Pfaden vorgesehen ist.“

Für ihre Studie haben die Forscher verschiedene anerkannte Energiesystemmodelle kombiniert und Szenarien verglichen, die zum einen mit dem 1,5-Grad-Ziel vereinbar sind und in denen zum anderen Kohle, Öl und Erdgas zwischen 2050 und 2100 vollständig auslaufen.

Für die Erreichung eines „Null-Fossil“-Szenarios müsse demnach die Stromerzeugung bis 2050 enorm ansteigen. Das würde auch „einen weitaus schnelleren Ausbau“ von Solar- und Windenergie bedingen. Doch auch die Produktion von grünem Wasserstoff müsste deutlich erhöht werden – vor allem für Bereiche, die nicht elektrifiziert werden können.

Was bedeutet der Fossil-Ausstieg für Deutschlands Strombedarf?

Deutschland verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden und den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent zu erhöhen. Dafür sollen vor allem Windkraft- und Solaranlagen deutlich schneller ausgebaut werden.

Der gesamte Stromverbrauch hierzulande betrug im Jahr 2025 rund 500 Terawattstunden. Davon wurden 91 Terawattstunden aus Solaranlagen erzeugt, 107 stammten aus Onshore-Windkraftanlagen. Insgesamt erreichte die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland im vergangenen Jahr knapp 290 Terawattstunden – also rund 58 Prozent des benötigten Stroms.

Würde durch den kompletten Umstieg auf erneuerbare Energieträger und die Elektrifizierung nun aber der Strombedarf um 60 bis 80 Prozent steigen, müsste der Ausbau von Solar- und Windkraft auch hierzulande deutlich steigen.

Strombedarf Anteil Solarenergie (91 TWh) Anteil Onshore-Windkraft (107 TWh) Summe
2025 500 18,2 Prozent 21,4 Prozent 39,6 Prozent
+ 60 Prozent 800 11,4 Prozent 13,4 Prozent 24,8 Prozent
+ 80 Prozent 900 10,1 Prozent 11,9 Prozent 22,0 Prozent

Warum erneuerbare Energien allein nicht reichen

Doch die Studie legt auch nahe, dass ein einfacher Umstieg auf erneuerbare Energieträger nicht ausreicht, wie Ko-Autor Volker Krey vom IIASA erklärt: „Die Ergebnisse zeigen, dass es beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen nicht bloß darum geht, eine Energiequelle durch eine andere zu ersetzen.“

Vielmehr müsse „eine tiefgreifende Umstrukturierung der globalen Energiesysteme, industriellen Prozesse, Infrastrukturinvestitionen und internationalen Handelsmuster“ angestrebt werden. Das würde verglichen mit heute auch eine Verdoppelung bis Verdreifachung der durchschnittlichen jährlichen Investitionen in die nicht-fossile Stromerzeugung im Zeitraum von 2026 bis 2050 bedeuten.

Gleichzeitig müssten dabei auch Fragen der Gerechtigkeit und eines gerechten Übergangs berücksichtigt werden. Das gelte vor allem für Länder, deren Wirtschaft stark von fossilen Brennstoffen abhängt.

Die Studie betont, dass der Übergang nur durch enge internationale Zusammenarbeit erfolgreich gestaltet werden kann. Zudem brauche es eine koordinierte Planung, um den Wandel im Energiesystem geordnet umzusetzen. Ergänzend seien politische Maßnahmen notwendig, die insbesondere betroffene Regionen und Arbeitskräfte beim Strukturwandel unterstützen.

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Studie: Nach einer Woche halten wir KI-Ideen für unsere eigenen

27. Mai 2026 um 05:45

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KI Ideen erinnern Künstliche Intelligenz Erinnerungslücken

Wer regelmäßig mit KI-Tools schreibt, verliert offenbar schnell den Überblick, welche Ideen wirklich die eigenen waren. Eine neue Studie der Universität Bayreuth zeigt: Schon nach einer Woche stufen viele Menschen KI-generierte Ideen fälschlich als die eigenen ein. Das stellt nicht nur unser Selbstbild infrage, sondern auch die geplante EU-Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte. Was die Forscher herausgefunden haben und welche Konsequenzen sie fordern.

Künstliche Intelligenz hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt. Weltweit setzen Millionen Menschen beim Schreiben oder Entwickeln von Ideen bereits auf die Technologie.

Doch die Nutzung hinterlässt offenbar Spuren im Gedächtnis, wie eine neue Studie der Universität Bayreuth und der Aalto University in Helsinki zeigt. Denn bereits nach einer Woche fällt es vielen Menschen schwer zu unterscheiden, ob ein Gedanke ursprünglich von ihnen selbst oder von einer Künstlichen Intelligenz stammt.

Die Studie wirft damit neue Fragen zum Einfluss Künstlicher Intelligenz und zum Umgang damit auf. Aber auch die Kennzeichnung von KI-Inhalten müsse laut den Forschenden aufgrund der Studienergebnisse neu gedacht werden.

War das meine Idee oder KI? Nur 37,7 Prozent erinnern sich richtig

Für die Untersuchung mussten 184 Studienteilnehmer Texte mit und ohne Künstliche Intelligenz erstellen. Eine Woche später sollten sie dann Fragen zur Entstehung der Idee und zur Formulierung der Texte beantworten.

Dabei konnten sich jedoch zahlreiche Studienteilnehmer nicht mehr genau erinnern, wie ihre Inhalte genau entstanden sind. Bei KI-generierten Ideen, die anschließend vom Menschen ausformuliert wurden, erinnerten sich nur noch 37,7 Prozent korrekt an das Attribut „KI-generiert“.

„Besonders auffällig waren Workflows, in der menschliche und künstliche Intelligenz gemischt wurden, also wenn die Idee von der KI stammt, die Ausformulierung jedoch vom Mensch, und umgekehrt“, so Daniel Buschek von der Universität Bayreuth.

Das gilt auch für die Fälle, in denen eigene Ideen anschließend mit einer KI ausformuliert wurden. Allerdings lag hier die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Teilnehmer korrekt erinnern, mit 64 Prozent deutlich höher.

Muss die KI-Kennzeichnungspflicht überdacht werden?

Mit dem zunehmenden Einsatz von Sprachmodellen wächst auch die Notwendigkeit der Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten. Ab August tritt deshalb eine EU-weite Verordnung in Kraft, die genau das verpflichtend vorgibt. Doch genau diese Kennzeichnung könnte laut den Studienergebnissen schwierig werden, wenn sich Menschen nach bereits nur einer Woche nicht mehr zuverlässig erinnern können, wie beispielsweise ein Text entstanden ist.

„Unsere Studie zeigt auf, dass eine rückwirkende Befragung zur Entstehung von Inhalten nicht zu realistischen Ergebnissen führt“, erklärt Erstautor Tim Zindulka. „Als Einzelperson im Umgang mit KI eignet man sich gegebenenfalls KI-Ideen als eigene an oder traut sich umgekehrt eventuell selbst weniger zu als gerechtfertigt, weil man eine eigene Idee fälschlicherweise als KI-generiert erinnert.“ Zindulka weiter:

Beispielsweise im universitären Kontext ist es unrealistisch, von Studierenden rückwirkend durch Erinnerung eine Offenlegung zu Details von KI-Nutzung bei Hausarbeiten zu erwarten. Sinnvoller ist es hier, von Anfang an den Entstehungsprozess von Inhalten mitzudokumentieren.

Die Forscher fordern daher Konsequenzen für den Umgang von Einzelpersonen mit Künstlicher Intelligenz. Aber auch die Gestaltung von KI-Systemen sowie die Vorgaben zur Kennzeichnung müssten auf Grundlage der Forschungsergebnisse bedacht werden.

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Ab Juli 2026 Pflicht: EU-Neuwagen bekommen Alcolock-Anschluss

26. Mai 2026 um 20:18

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Alcolock Alkoholtester Atemalkohol Sperre EU Auto Fahrzeug

Ab Juli 2026 muss jeder neu zugelassene Pkw in der EU einen Anschluss für eine Alkohol-Wegfahrsperre haben. Der Grund: Noch immer steht jeder vierte Verkehrstote in Europa in Verbindung mit Alkohol am Steuer. Studien zeigen, dass sogenannte Alcolocks die Zahl alkoholbedingter Fahrten drastisch senken können. 

Trotz moderner Sicherheitssysteme sterben in der EU jedes Jahr noch immer Tausende Menschen im Straßenverkehr. Allein 2024 kamen in ganz Europa fast 20.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Eine der häufigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle ist Alkohol am Steuer. Nach Angaben der EU steht etwa jeder vierte Verkehrstote in Europa mit Alkoholkonsum in Verbindung.

Um die Zahl schwerer und tödlicher Unfälle weiter zu senken, setzt die EU auf strengere Sicherheitsvorgaben im Straßenverkehr. Die Strategie „Vision Zero“ sieht dabei vor, dass tödliche Verkehrsunfälle bis 2050 möglichst vollständig verhindert werden sollen.

Bis 2030 will die EU alkoholbedingte Todesfälle im Straßenverkehr um mindestens 50 Prozent senken. Dafür setzt sie unter anderem auf technische Maßnahmen. Die sogenannten Alcolocks, also Alkohol-Wegfahrsperren, können das Starten eines Fahrzeugs bei festgestelltem Alkoholkonsum verhindern.

Wie funktioniert ein Alcolock – und was wird ab Juli 2026 im Auto Pflicht?

Bereits geringe Mengen Alkohol können Reaktionsvermögen und Aufmerksamkeit deutlich beeinträchtigen und zu Fehleinschätzungen und einem erhöhten Unfallrisiko führen. Künftig sollen in der EU daher alle Neufahrzeuge technisch so ausgestattet sein, dass ein sogenanntes Alcolock-System angeschlossen werden könnte.

Dabei handelt es sich um eine sogenannte Promille-Wegfahrsperre für Fahrzeuge. Dabei muss der Fahrer, bevor der Motor gestartet werden kann, in ein Mundstück pusten.

Das Gerät misst dann den Alkoholgehalt der Atemluft. Liegt der Wert über einer festgelegten Grenze, wird das Starten des Autos verhindert. Die Technik ist also darauf ausgelegt, dass alkoholisierte Personen gar nicht erst losfahren können.

Eine flächendeckende Einbaupflicht für alle Fahrzeuge gibt es zwar nicht, allerdings müssen die Alcolock-Systeme künftig einfach nachgerüstet werden können. Ab Juli 2026 müssen Berichten zufolge daher alle neu zugelassenen Fahrzeuge eine solche Schnittstelle enthalten.

Die EU-Vorschrift sieht vor, dass neben einer elektrischen Verbindung auch ein physischer Einbauplatz vorhanden sein muss. So sollen die Systeme – zum Beispiel im Rahmen nationaler Vorschriften – leichter nachgerüstet werden können.

Zwei Drittel weniger Rückfälle: So wirksam sind Alcolocks in der Praxis

Alkohol-Wegfahrsperren sind in Europa kein völlig neues Instrument zur Regulierung im Straßenverkehr. In einigen europäischen Ländern kommen die Alcolocks bereits zum Einsatz – vor allem bei Fahrern, die bereits durch Alkohol am Steuer auffällig geworden sind. Darunter:

  • Belgien
  • Dänemark
  • Finnland
  • Frankreich
  • Italien
  • Litauen
  • Polen
  • Schweden

Studien zeigen dabei, dass diese Systeme die Zahl alkoholbedingter Fahrten und Verstöße während der Nutzungsdauer deutlich senken können. In einer randomisierten Untersuchung in den USA mit rund 1.400 alkoholauffälligen Fahrern konnte dies deutlich gezeigt werden.

Nur 2,4 Prozent der Teilnehmer mit installiertem Alcolock wurden erneut wegen Alkohol am Steuer auffällig. In der Vergleichsgruppe ohne Alkohol-Wegfahrsperre waren es 6,7 Prozent. Damit war das Rückfallrisiko in der Alcolock-Gruppe deutlich niedriger um rund zwei Drittel reduziert.

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Image Playground von Apple: KI-Bilder direkt auf dem iPhone erstellen

24. Mai 2026 um 05:45

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Image Playground KI-App Apple iPhone Künstliche Intelligenz

Apple hat mit Image Playground eine eigene App zur KI-Bildgenerierung direkt auf das iPhone gebracht. Per Texteingabe oder vorgefertigter Konzepte lassen sich damit in Sekunden Bilder erstellen, bearbeiten und in andere Apple-Apps einbinden. Seit Frühjahr 2025 ist die Funktion auch in Deutschland verfügbar. Wir zeigen dir, welche Möglichkeiten Image Playground bietet und wie du die App Schritt für Schritt nutzt. 

Was ist Image Playground?

Mit Apple Intelligence hat Apple seine eigene KI direkt in iPhone, iPad und Mac integriert. Präsentiert wurde das System erstmals im Jahr 2024 auf der Entwicklerkonferenz WWDC. Im Herbst 2024 hat Apple damit begonnen, die Funktionen schrittweise einzuführen und seit dem Frühjahr 2025 ist Apple Intelligence auch in Deutschland und der EU verfügbar.

Das KI-Ökosystem aus dem Hause Apple beinhaltet unter anderem intelligente Schreibwerkzeuge, eine Überarbeitung der Sprachassistentin Siri, automatische Zusammenfassungen sowie Bildfunktionen. Eine dieser Anwendungen ist Image Playground.

Die App ermöglicht es Nutzern, per Texteingabe KI-generierte Bilder direkt auf dem iPhone zu erstellen und anschließend in andere Apple-Anwendungen einzubinden. Hier erfährst du, was du zu der KI-App von Apple wissen musst und wie du sie nutzen kannst.

So kannst du die KI-App von Apple nutzen

Für die Nutzung von Image Playground müssen einige technische Voraussetzungen erfüllt sein. Denn die Funktion ist Teil von Apple Intelligence und läuft deshalb nur auf kompatiblen Geräten.

Dazu zählen alle iPhone-Modelle ab dem iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max. Die Geräte der iPhone 16- und iPhone 17-Reihe sowie das iPhone Air sind ebenfalls kompatibel.

Zusätzlich wird auf dem iPhone mindestens iOS 18.4 benötigt. Erst seit diesem Update sind Apple Intelligence und damit auch Image Playground in Deutschland und der EU offiziell verfügbar.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kannst du in der App Image Playground Apple Intelligence verwenden. Laut Apple kannst du so Konzepte, Textbeschreibungen und Personen aus deiner Fotomediathek kombinieren, „um innerhalb von Sekunden Bilder zu erstellen“.

Außerdem ist es möglich, mit der Hilfe von Image Playground Bilder in den Apps Nachrichten, Freeform, Keynote, Pages sowie Apple Einladungen und unterstützten Drittanbieter-Apps zu erstellen.

KI-Bilder mit Image Playground auf dem iPhone erstellen oder bearbeiten

Mit Image Playground kannst du entweder ein neues Bild erstellen oder vorhandene Bilder bearbeiten. Dafür stehen dir verschiedene Konzepte wie Themen, Gesichtsausdrücke, Kostüme, Zubehör oder Orte zur Verfügung.

Genügt dir das nicht, steht die Funktion Bild beschreiben zur Verfügung. Hierfür musst du deine Beschreibungen eintippen und dann auf Senden klicken. Eine weitere Möglichkeit bietet die Funktion Person auswählen. Hierüber kannst du eine Person aus deiner Fotomediathek auswählen. Diese Person muss jedoch in der App „Fotos“ benannt sein.

Für die Finalisierung deines Bildes bietet Apple verschiedene Stile. Dabei wird zwischen den Stilen von Apple Intelligence und ChatGPT unterschieden. Apple Intelligence bietet Stile wie Animation, Illustration oder Skizze. Du kannst aber auch ein Genmoji, also ein personalisiertes KI-Emoji, erstellen.

Entscheidest du dich für ChatGPT kannst du entweder einen voreingestellten Stil auswählen oder die Funktion „Beliebiger Stil“ wählen. Dieser ermöglicht es dir, den gewünschten Stil per Texteingabe zu beschreiben.

In der Vorschau-Funktion bietet dir Image Playground dann verschiedene Versionen an, diese kannst du auswählen, löschen oder noch weiter verfeinern. Bist du zufrieden mit deinem Bild, tippe oben rechts auf den Sichern-Button, um es in deiner Galerie zu speichern.

Hast du ein bereits gespeichertes Bild bearbeitet, kannst du die Änderungen mit einem Klick auf „Fertig“ übernehmen. Du kannst hier noch entscheiden, ob du das vorhandene Bild aktualisieren oder als neues Bild speichern möchtest. Eine neue Frisur, eine zusätzliche Brille oder eine andere Bartbehaarung – all das kannst du bei Image Playground zu einem Bild aus deiner Fotomediathek hinzufügen. Nutze hierfür die Funktion „Aussehen anpassen“ in deiner App.

Auch die Nutzung der Texteingabe ist möglich. Hast du beispielsweise einer Person eine Brille aufgesetzt, die aber die falsche Farbe hat, kannst du diese über eine Textanweisung anpassen lassen.

Image Playground in Nachrichten oder Freeform nutzen

Über die Verzahnung mit anderen Apps aus dem Apple-Ökosystem ist es möglich, Image Playground auch beispielsweise direkt in Nachrichten oder Freeform zu nutzen. In deinen Nachrichten hast du hierfür einfachen Zugriff über das kleine Plus neben deinem Eingabefeld.

Wähle hier einfach Image Playground aus. Du kannst nun wählen, ob du ein bereits von dir erstelltes Bild aus deiner Galerie nutzen möchtest. Alternativ kannst du auch ein neues Bild erstellen und dann versenden.

In Freeform kannst du zusätzlich bis zu sechs Elemente wie Bilder oder Zeichnungen von deinem Board verwenden. Hierfür musst du nur die jeweiligen Inhalte antippen und zu Playground hinzufügen.

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Klimawandel belastet Stromnetz: 53 Prozent mehr Ausfälle im Sommer

19. Mai 2026 um 20:47

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Klimawandel Stromnetze

Hitzewellen, Stürme oder Starkregen: Extremwetter nimmt zu und mit ihm die Belastung für die Stromnetze weltweit. Eine aktuelle Studie des ifo-Instituts hat Stromausfälle in fünf Ländern über zehn Jahre ausgewertet und kommt zu einem klaren Ergebnis: Im Sommer steigt die Zahl ungeplanter Ausfälle in Deutschland um mehr als die Hälfte. Wie das Land im internationalen Vergleich dasteht und welche neuen Risiken durch die europäische Vernetzung entstehen.

Die Folgen des Klimawandels zeigen sich durch Wetterextreme wie Hitzewellen, Starkregen, Dürren oder schwere Stürme weltweit immer häufiger und intensiver. Auch in Deutschland haben in den vergangenen Jahren langanhaltende Trockenperioden, überdurchschnittlich heiße Sommer oder lokale Unwetter mit teils starken Überschwemmungen deutlich zugenommen.

Auch die Stabilität der Energieversorgung rückt in diesem Zusammenhang zunehmend in den Fokus, wie eine aktuelle Studie des ifo-Instituts zeigt. Demnach können extreme Wetterlagen, die durch den Klimawandel verursacht werden, erhebliche Auswirkungen auf die Stromnetze weltweit haben.

Denn mit zunehmender Hitze, Trockenheit und anderen wetterbedingten Belastungen steigt auch das Risiko für Stromausfälle. Das gilt selbst in Ländern mit bislang vergleichsweise stabiler Infrastruktur.

Klimawandel: Extremwetter führen zu mehr Stromausfällen

Für die Studie hat das europäische Forschungsnetzwerk EconPol Europe, das wissenschaftlich eng mit dem ifo-Institut verbunden ist, Stromausfälle in Verbrauchernetzen untersucht. Die Forscher konnten dafür Daten aus fünf Ländern aus den Jahren 2013 bis 2023 analysieren.

Grundlage für die Untersuchung sind tagesgenaue Daten zu Stromausfällen aus den Ländern Australien, Brasilien, China, Deutschland und Mexiko. Den Daten von Behörden und Netzbetreibern konnten die Forscher Informationen zum Zeitpunkt der Ausfälle sowie der Dauer und Ursachen entnehmen.

Demnach ist die Zahl der ungeplanten Stromausfälle in Deutschland im Winter am niedrigsten. Im Dezember der Jahre 2013 bis 2023 fiel hierzulande durchschnittlich 3.616 Mal ungeplant der Strom aus.

Zum Hochsommer hin zeichnet sich jedoch ein anders Bild ab. Denn im Juli steigt diese Zahl um 53 Prozent auf 5.546 Ereignisse.

„Extreme Hitze, Gewitter und stärkere Stürme im Sommer belasten das deutsche Stromsystem spürbar“, erklärt ifo-Forscher Filippo Pavanello. „Jedoch fällt im Vergleich zu Brasilien oder Mexiko in absoluten Zahlen der Strom in Deutschland deutlich seltener aus.“

So steht Deutschland im Vergleich zu China, Brasilien und Mexiko da

In Deutschland dauerten die ungeplanten Stromausfälle im untersuchten Zeitraum im Durchschnitt zwischen anderthalb und zwei Stunden. Nur bei einem Prozent der Ausfälle kam es zu Unterbrechungen von mehr als 18 Stunden.

Im Vergleich zu den anderen untersuchten Ländern steht Deutschland damit gut da. Denn in China beispielsweise dauerten viele Ausfälle mehr als sechs Stunden. In Extremfällen sei der Strom sogar 73 Stunden lang nicht verfügbar gewesen.

„Deutschland hat ein vergleichsweise zuverlässiges Stromnetz, aber Extremwetter und Hitzewellen werden auch hierzulande die Infrastruktur zunehmend unter Druck setzen“, erklärt ifo-Forscherin Jacqueline Adelowo.

Deutschland profitiert dabei im Vergleich auch von der zunehmenden Vernetzung der europäischen Stromnetze. Dadurch könnten Ungleichgewichte besser ausbalanciert werden.

Gleichzeitig steige durch die fortschreitende Vernetzung jedoch auch das Risiko für Kettenausfälle über die Ländergrenzen hinweg. Die Forscher fordern deshalb neben dem Netzausbau auch eine koordinierte Steuerung, gemeinsame Betriebsregeln sowie einen Informationsaustausch.

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E-Auto-Förderung 2026 mit bis zu 6.000 Euro – so bereitest du den Antrag vor

17. Mai 2026 um 06:00

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E-Auto-Förderung 2026 Elektroautos Elektromobilität

Die neue E-Auto-Förderung ist beschlossene Sache und soll rückwirkend für Neuzulassungen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden ab dem 1. Januar 2026 gelten. Die Anträge hierfür sollen im Laufe des Monats Mai freigeschaltet werden. Für alle Interessierten lohnt es sich daher, den Antrag jetzt bereits vorzubereiten.

Die staatliche Förderung von Elektroautos galt über viele Jahre hinweg als wichtiger Treiber für die Elektromobilität in Deutschland. Seit 2016 unterstützte der sogenannte Umweltbonus den Kauf von E-Autos mit Zuschüssen von mehreren tausend Euro.

Das Programm wurde allerdings Ende 2023 vorzeitig eingestellt, was einen deutlichen Rückgang von E-Auto-Neuzulassungen nach sich zog. Mit der neuen E-Auto-Förderung soll der Absatz für alle Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026 wieder angekurbelt werden.

Das Antragsportal hierfür soll im Laufe des Monats Mai freigeschaltet werden. Es lohnt sich allerdings schon jetzt, den Antrag vorzubereiten. Wir erklären dir, was du hierfür alles benötigst.

E-Auto-Förderung 2026: So kannst du dich auf deinen Antrag vorbereiten

Die geplante E-Auto-Förderung 2026 wird je nach Einkommen und Haushaltsgröße festgelegt. Demnach kann sie zwischen 1.500 und 6.000 Euro betragen. Für reine Elektroautos ist eine Basisprämie von bis zu 3.000 Euro möglich. Weitere Zuschüsse erhalten Haushalte mit geringerem Einkommen und Familien mit Kindern.

Die Förderung gilt rückwirkend für alle Neuzulassungen von E-Autos, E-Autos mit Range-Extender und Plug-in-Hybriden ab dem 1. Januar 2026. Da die Anträge für die E-Auto-Förderung online gestellt werden, musst du dich mit einem BundID-Konto digital ausweisen können.

Dieses Konto kannst du auf dieser Website kostenlos erstellen. Dafür benötigst du deinen aktivierten Online-Personalausweis oder ein gültiges Elster-Zertifikat.

Bitte beachte, dass die Basisregistrierung mit Benutzername und Passwort für ein BundID-Konto in diesem Fall nicht genügt. Denn dabei ist das Vertrauensniveau zu niedrig und die korrekte Identifizierung nicht möglich.

Einkommen für die E-Auto-Förderung 2026 nachweisen

Die neue E-Auto-Förderung ist sozial gestaffelt, daher spielt das Einkommen bei der Beantragung eine zentrale Rolle. Denn die Bundesregierung will mit der neuen Prämie mehr Privatpersonen den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität ermöglichen.

Daher haben Haushalte Anspruch auf die Förderung, die ein zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 80.000 Euro haben. Für Familien steigt diese Grenze für bis zu zwei Kinder um je 5.000 Euro. Damit liegt die Einkommensgrenze bei zwei oder mehr Kindern also bei 90.000 Euro.

Für den Nachweis über das Einkommen benötigst du die zwei letzten aktuellen Einkommensteuerbescheide. Diese dürfen maximal drei Jahre alt sein – aktuelle können dafür also die Steuerbescheide aus den Jahren 2024 und 2023 verwendet werden.

Zur Prüfung der Fördervoraussetzungen benötigt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aus dem Einkommenssteuerbescheid folgende Angaben:

  • Adressat des Steuerbescheides
  • Steuer-ID
  • Datum des Bescheids und Steuerjahr
  • Höhe des zu versteuernden jährlichen Einkommens
  • Informationen zu den kindergeldberechtigten Kindern unter 18 Jahren (Name, Geburtsdatum)

Das BAFA weist darauf hin, dass in Einzelfällen besondere Kategorien personenbezogener Daten im Steuerbescheid enthalten sein können. Dazu können Gesundheitsdaten, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen sowie biometrische Daten zählen. Es wird empfohlen, alle Angaben, die nicht für die Prüfung der Fördervoraussetzungen benötigt werden, vorab zu schwärzen.

Leben im Haushalt Ehe- oder Lebenspartner beziehungsweise Partner aus eheähnlicher Gemeinschaft müssen auch deren zwei aktuellste Einkommensteuerbescheide vorgelegt werden. Bei gemeinsamer Veranlagung bei der Steuererklärung genügt jeweils der gemeinsame Einkommensteuerbescheid für beide Partner.

Geht die Anzahl der förderrelevanten Kinder bereits aus den vorgelegten Steuerbescheiden hervor, müssen diese nicht weiter nachgewiesen werden. Ist dies nicht der Fall, kannst du bei deinem Antrag den Kindergeldnachweis der Familienkasse, den Kindergeldbescheid (inklusive Erklärung zur Aktualität) oder eine erweiterte Meldebescheinigung vom Bürgeramt vorlegen.

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Google: So kannst du bevorzugte Quellen in der Suche hinzufügen

12. Mai 2026 um 20:04

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Google bevorzugte Quellen hinzufügen Suche Suchmaschine

Google macht seine Suche mit einer neuen Funktion personalisierbar. Denn künftig kannst du in der Google Suche bevorzugte Quellen festlegen und Inhalte ausgewählter Websites gezielt priorisieren. Wir zeigen dir, wie du das neue Feature nutzen kannst.

Seit dem Start im Jahr 1998 hat sich die Google Suche zur meistgenutzten Suchmaschine der Welt entwickelt und ist in diesem Segment unangefochtener Marktführer. Allein im September 2025 konnte Google im mobilen Suchmaschinenmarkt einen Marktanteil von rund 94 Prozent erreichen. Im Bereich Desktop lag der Anteil bei 82,2 Prozent.

Für viele Menschen ist die Google Suche heute der zentrale Zugang zum Internet und entscheidender Bestandteil des digitalen Alltags. Ihr Erfolg basiert vor allem auf schnellen, relevanten Ergebnissen, die aus Milliarden von Webseiten in Sekundenbruchteilen zusammengesucht werden.

Mit einem neuen Feature geht Google nun den nächsten Schritt in Richtung personalisierte Suche. Denn Nutzer können künftig erstmals bevorzugte Quellen festlegen, deren Inhalte in den Suchergebnissen stärker hervorgehoben werden.

Das Feature ist laut Google weltweit für alle Suchanfragen verfügbar, die die Funktion „Schlagzeilen“ auslösen. Wir zeigen dir, wie du das neue Feature nutzen und bevorzugte Quellen bei Google hinzufügen kannst.

Bevorzugte Quellen in der Google Suche hinzufügen – so geht’s

Seit der Einführung der AI Overview hat sich die Nutzung der Google Suche spürbar verändert. Denn Nutzer erhalten die gewünschten Antworten zunehmend direkt auf der Ergebnisseite, ohne die tatsächlichen Quellen der Informationen aufrufen zu müssen.

Für Seitenbetreiber hat das enorme Auswirkungen auf ihre Klickzahlen. Insbesondere Medienhäuser und Ratgeberportale haben durch die Änderungen in der Google Suche massiv an Traffic verloren.

Die neue Funktion „bevorzugte Quellen“ soll hier nun gegensteuern und wieder für mehr Traffic sorgen. Denn Nutzer können mit dem neuen Feature die Nachrichtenquellen angeben, die ihnen bevorzugt in den Suchergebnissen ausgegeben werden sollen.

Suchen sie dann nach einem bestimmten Thema, das eine Nachrichtenanfrage bei Google auslöst, werden diese Seiten eher im Bereich Schlagzeilen angezeigt. So werden die Ergebnisse der Google Suche künftig personalisiert angezeigt.

So wählst du deine bevorzugten Quellen bei Google aus

Das neue Feature lässt sich ganz einfach über die Google Suche verwenden. Hast du nach einem Nachrichten-Thema gesucht, erscheint in den Ergebnissen die Rubrik Schlagzeilen.

Neben dieser befindet sich nun ein kleines Stern-Symbol. Wenn du dieses anklickst, öffnet sich ein Pop-up-Fenster, über das du bevorzugte Quellen auswählen kannst. Über eine Suchmaske kannst du nach dem jeweiligen Medium suchen, dass die priorisieren möchtest.

Google bietet hier eine Liste von mehr als 200.000 internationalen Medien an. Auch BASIC thinking nutzt diese Funktion bereits und kann als bevorzugte Quelle bei Google ausgewählt werden.

Deine gewählten Quellen kannst du jederzeit über dieses Pop-up-Fenster in der Google Suche verwalten. Mit einem Klick kannst du neue hinzufügen oder auch bereits gewählte Quellen über das gesetzt Häkchen wieder entfernen.

Bevorzugte Quellen: Warum BASIC thinking hinzufügen?

BASIC thinking gibt es seit über 23 Jahren. Wir berichten mit unserem Team an der Schnittstelle zwischen Technologie, Nachhaltigkeit und digitaler Wirtschaft – ohne Paywall, ohne großen Verlag im Rücken und frei von Programmatic Ads und nervigen Blinke-Bannern. Kurzum: Wir glauben daran, dass unser Tech-Journalismus kostenlos und frei für alle zugänglich sein sollte.

Wenn du das unterstützen möchtest, ist die Einstellung als bevorzugte Quelle bei Google eine tolle Möglichkeit. Das kostet dich keinen Cent und dauert keine fünf Sekunden. Für deine Unterstützen danken wir dir sehr.

Jetzt BASIC thinking hinzufügen

 

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Balkonkraftwerk anmelden: So vermeidest du bis zu 50.000 Euro Bußgeld

12. Mai 2026 um 05:45

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Balkonkraftwerk anmelden PV-Anlage Solaranlage Solarenergie Erneuerbare Energien

Mehr als 1,2 Millionen Balkonkraftwerke sind in Deutschland bereits registriert – Tendenz stark steigend. Was viele Betreiber nicht wissen: Wer seine Anlage nicht innerhalb eines Monats beim Marktstammdatenregister anmeldet, riskiert ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie die Registrierung funktioniert und welche Informationen du dafür brauchst.

Immer mehr Haushalte setzen angesichts steigender Energiekosten und des wachsenden Interesses an nachhaltiger Stromerzeugung auf Balkonkraftwerke. Allein im Jahr 2025 kamen in Deutschland mehr als 430.000 neue Anlagen hinzu – der größte Zuwachs seit dem Jahr 2018. Damit waren zum Jahresende mehr als 1,2 Millionen Balkonkraftwerke in Deutschland gemeldet.

Die kompakten Solaranlagen lassen sich unkompliziert installieren und ermöglichen die Produktion von eigenem Solarstrom. Damit haben sich die sogenannten Stecker-Solargeräte in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Möglichkeit entwickelt, die Stromkosten im Alltag zu senken.

Doch trotz der vergleichsweise einfachen Installation sind beim Betrieb eines Balkonkraftwerks einige Vorgaben zu beachten. Neben technischen Anforderungen spielt vor allem die ordnungsgemäße Registrierung der Anlage beim Marktstammdatenregister eine wichtige Rolle.

Denn wer diese nicht innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme vornimmt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Dieses kann die Bundesnetzagentur verhängen, da es sich hierbei um eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 95 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) handelt.

Balkonkraftwerk bei der Bundesnetzagentur anmelden

Die Anmeldung eines Balkonkraftwerks ist gesetzlich vorgeschrieben und in § 5 der Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) geregelt. Ziel ist es, einen sicheren und transparenten Betrieb der Stromnetze zu gewährleisten.

Daher sind Betreiber von Balkonkraftwerken verpflichtet, ihre Anlage nach der Inbetriebnahme offiziell im Marktstammdatenregister zu erfassen. Die Anmeldung kann einfach online vorgenommen werden und wird automatisch an den Netzbetreiber gemeldet.

Die Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR) ist in nur wenigen Schritten möglich. Öffne hierfür diese Website des Marktstammdatenregisters und klicke dann auf den Button „Registrierung einer Anlage, eines Anlagenbetreibers oder eines anderen Marktakteurs“. Wähle im nächsten Schritt „Registrierung einer Solaranlage“ und dann „Steckerfertige Solaranlage“ aus.

Hast du bereits ein Benutzerkonto beim Marktstammdatenregister angelegt, kannst du im nächsten Schritt mit „Ja“ bestätigen und dich dann einloggen. Ist dies nicht der Fall, musst du zwei kurze Fragen des Einrichtungsassistenten beantworten.

Hier wird abgefragt, ob du eine eigene Solaranlage registrierst, die du privat betreibst. Bei der nächsten Frage geht es um den Stand deiner Anlage – ist diese noch in Planung oder bereits in Betrieb. Im Anschluss kannst du dich beim MaStR registrieren.

Diese Informationen benötigst du für die Anmeldung deines Balkonkraftwerks

Für die weiteren Schritte bei der Registrierung deines Balkonkraftwerks benötigst du folgende Informationen:

  • Datum der Inbetriebnahme
  • Gesamtleistung der Module
  • Wechselrichterleistung
  • Zählernummer

In der Regel erhältst du anschließend per Post eine Bestätigung deines Netzbetreibers, da die Registrierung von der Bundesnetzagentur automatisch an deinen Netzbetreiber übermittelt wird.

Solltest du keine Informationen von deinem Netzbetreiber erhalten, kannst du im MaStR-Benutzerkonto deinen Registrierungsstatus einsehen oder direkt beim Netzbetreiber nachfragen. Grund hierfür können auch fehlerhafte Angaben, beispielsweise bei der Zählernummer, sein. In der Regel setzt sich dein Netzbetreiber aber auch in diesem Fall automatisch mit dir in Verbindung.

Hast du in deinem Haushalt noch einen alten Drehstromzähler, wird sich dein Netzbetreiber außerdem mit dir wegen eines Zählerwechsels in Verbindung setzen. Denn gesetzlich ist geregelt, dass in Haushalten mit PV-Anlage Stromzähler mit Rücklaufsperre verbaut sein müssen. Bis zum Einbau eines digitalen Zweirichtungszählers oder Smart Meters kannst du dein Balkonkraftwerk allerdings weiter mit deinem alten Ferraris-Zähler, der bei Einspeisung rückwärts läuft, nutzen.

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Brain Fry: KI-Überwachung am Arbeitsplatz steigert Burnout-Risiko deutlich

10. Mai 2026 um 06:00

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KI Brain Fry Künstliche Intelligenz Arbeit mentale Erschöpfung

KI soll den Arbeitsalltag erleichtern. Doch eine neue Studie der Boston Consulting Group mit 1.500 Beschäftigten zeigt eine überraschende Kehrseite. Wer KI-Systeme intensiv überwacht, leidet unter deutlich höherer mentaler Erschöpfung, einem Phänomen, das die Forscher „Brain Fry“ nennen. Der Artikel zeigt, ab welchem Punkt KI-Nutzung kontraproduktiv wird und warum gerade Leistungsträger besonders gefährdet sind.

Künstliche Intelligenz hat sich in den vergangenen Jahren in rasantem Tempo vom Nischenthema zur Schlüsseltechnologie im Alltag vieler Menschen entwickelt. KI verändert, wie Menschen arbeiten, Entscheidungen treffen und sogar kommunizieren.

In vielen Unternehmen automatisieren Algorithmen inzwischen Routineaufgaben. Dieser vermeintliche Effizienzgewinn durch den Einsatz von KI hat aber auch die Erwartungen an Produktivität und Verfügbarkeit spürbar erhöht.

Eine neue Studie zeigt, dass das wiederum Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit haben kann. Demnach führen bestimmte Nutzungsmuster von KI zu kognitiver Ermüdung – einem Phänomen, das die Forscher als sogenannten „Brain Fry“ betiteln.

Durch KI-Nutzung: Wie entsteht „Brain Fry“ – und wen trifft es am härtesten?

Für ihre Studie haben die Forscher der Boston Consulting Group rund 1.500 Vollzeitbeschäftigten in den USA aus großen Unternehmen verschiedener Branchen, Funktionen und Hierarchieebenen zu ihrem Arbeitsalltag mit KI befragt. Dabei ging es unter anderem um Muster und Umfang der KI-Nutzung, ihren Arbeitserfahrungen sowie ihren kognitiven und emotionalen Belastungen.

Dabei konnten die Forscher feststellen, dass das Phänomen der kognitiven Erschöpfung durch intensive Überwachung von KI-Systemen tatsächlich real ist. Sie betiteln dieses Phänomen mit dem Begriff „AI Brain Fry“ – also KI-bedingte Gehirnerschöpfung.

Die Befragten beschrieben in diesem Zusammenhang ein Gefühl von Summen oder geistiger Verwirrung. Diese gehen wiederum mit Konzentrationsschwierigkeiten, langsameren Entscheidungen und Kopfschmerzen einher.

Für Unternehmen kann eine solche Entwicklung genau das Gegenteil des erwarteten Produktivitätsgewinns bringen. Denn die KI-bedingte mentale Belastung kann so vermehrt zu Fehlern und sogar bis hin zu Entscheidungsmüdigkeit und Kündigungsabsicht führen.

Trotz der beobachteten Effekte weisen die Forscher darauf hin, dass zwar die mentale Erschöpfung zunimmt. Allerdings sinken die Burnout-Werte, wenn KI Routineaufgaben übernimmt. „Dies unterstreicht den subtilen, aber wichtigen Unterschied zwischen den Stressarten, die KI lindern kann, und solchen, die sie verschlimmern kann“, heißt es dazu in der Harvard Business Review. KI-gestützte Arbeitsabläufe müssten daher so gestaltet werden, dass die Gefahr für Burnout reduziert wird.

14 Prozent mehr Aufwand: Warum KI-Überwachung so erschöpft

Die Umfrageergebnisse zeigen einen klaren Trend: Für Beschäftigte ist vor allem die direkte Überwachung von KI-Tools kognitiv am anstrengendsten. Die Studienteilnehmer, die bei ihrer Arbeit ein besonders hohes Maß an KI-Überwachung haben, erbrachten demnach 14 Prozent mehr mentale Anstrengung bei der Arbeit.

Damit einher ging außerdem eine um zwölf Prozent höhere mentale Erschöpfung. Zusätzlich lag die Informationsüberlastung bei intensiverer KI-Überwachung um 19 Prozent höher.

Auch die Produktivität der Beschäftigten wird durch die Nutzung von KI-Tools beeinflusst. Die Forscher konnten beobachten, dass die Produktivität steigt, wenn statt einem zwei KI-Tools verwendet werden. Kommt ein drittes Tool hinzu, steigt die Produktivität erneut, jedoch langsamer. Bei weiteren Tools sinken die Produktivitätswerte wieder.

Gleichzeitig zeigt die Untersuchung eine kritische Nebenwirkung intensiver KI-Nutzung in Form von steigenden Kündigungsabsichten. Ausgerechnet jene Mitarbeitenden, die KI besonders häufig einsetzen und damit oft zu den Leistungsträgern eines Unternehmens zählen, sind stärker gefährdet.

Während unter Beschäftigten ohne ausgeprägte mentale Erschöpfung durch KI rund 25 Prozent aktiv über einen Jobwechsel nachdenken, liegt dieser Anteil bei stark belasteten Nutzern bei 34 Prozent. Das entspricht einem Anstieg der Kündigungsabsicht um 39 Prozent.

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E-Autos sollen dick machen: Warum Ladepositas ein Mythos ist

09. Mai 2026 um 06:00

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Mythos E-Auto-Laden Elektroauto Elektromobilität

Derzeit häufen sich Medienberichte über angeblich „dick machendes“ E-Auto-Laden. Als vermeintliche Grundlage dient eine Studie, die jedoch vor allem Korrelationen beschreibt und keine belastbaren Kausalitäten nachweist. Doch was steckt wirklich hinter der Behauptung? Eine Analyse.

Das Laden von Elektroautos erfordert im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennern deutlich mehr Zeit. Zwar verkürzen Schnellladesäulen die Dauer spürbar, doch gerade auf längeren Strecken oder bei hoher Auslastung entstehen regelmäßige Pausen.

Diese Ladezeiten verändern auch das Verhalten der Fahrer. Denn statt eines kurzen Stopps an der Tankstelle wird das E-Auto-Laden oft mit anderen Erledigungen verbunden. Eine vielzitierte Studie hat genau diesen Punkt aufgegriffen und analysiert, womit sich Fahrer von Elektroautos während dieser Wartezeiten beschäftigen.

Ein Großteil der Befragten nutzt die zusätzlichen Ladepausen demnach, um Snacks zu kaufen oder etwas zu essen. Ein gefundenes Fressen für mediale Zuspitzungen, die aus diesen alltäglichen Beobachtungen den Mythos vom dick machenden E-Auto-Laden entstehen lassen.

Dabei taucht besonders häufig auch das Kunstwort „Ladepositas“ auf, das sich aus den Worten „Laden“ und „Adipositas“ zusammensetzt. Schon der Begriff selbst suggeriert eine scheinbar wissenschaftliche Verbindung zwischen Ladeverhalten und Gewichtszunahme – doch was ist an dieser Behauptung wirklich dran?

„Ladepositas“: Der Mythos vom dick machenden E-Autos

Im Auftrag des Versicherers DA Direkt hat das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Civey eine Umfrage zum Ladeverhalten von E-Auto-Fahrern durchgeführt. Im Fokus standen dabei unter anderem die Dauer der Ladepausen sowie deren Nutzung im Alltag, etwa für Einkäufe oder den Konsum von Snacks und Mahlzeiten.

Laut den Umfrageergebnissen nutzen 51 Prozent der Befragten die Wartezeiten während des E-Auto-Ladens für Snacks oder eine Mahlzeit. 31 Prozent erledigen in der Zeit Einkäufe oder Besorgungen, 26 Prozent laden mit einer Pause oder einem Nickerchen gleichzeitig den eigenen Akku auf. Sechs Prozent der Befragten gaben außerdem an, die Zeit für sportliche Aktivitäten zu nutzen.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen damit zunächst vor allem, das E-Auto-Besitzer ihre Ladepausen häufig pragmatisch nutzen und mit alltäglichen Erledigungen verbinden. Doch bereits in der Pressemitteilung von DA Direkt wird die Frage aufgeworfen, ob das Laden des E-Autos zur Gewichtszunahme beziehungsweise „Ladipositas“ führt.

Offenbar ein gefundenes Fressen für zahlreiche Medien, die diesen Begriff dankbar in ihren Überschriften aufgenommen haben. So titelt beispielsweise die Berliner Morgenpost zum Thema „Ladepositas: Macht das Laden von Elektroautos dick?“. Auch Auto Motor Sport wirft die Frage auf: „Ladepositas – machen Elektroautos fett?“ Die FAZ geht in einem älteren Kommentar aus dem Jahr 2024 sogar noch weiter und titel direkt mit dem Hinweis „Elektroautos machen dick“.

Doch zwischen dem in den Umfrageergebnissen dargestellten Verhalten und einer tatsächlichen Veränderung des Körpergewichts klafft eine deutliche Lücke. Genau an dieser Stelle setzt die mediale Zuspitzung an.

Korrelation statt Kausalität: Wo die Medien falsch abbiegen

So wird aus einer beschreibenden Momentaufnahme eine zugespitzte Deutung, die aus dem Ladeverhalten eine vermeintliche Ursache für eine Gewichtszunahme ableitet. Das geht allerdings deutlich über das hinaus, was die Daten tatsächlich hergeben.

Denn der Begriff „Ladepositas“ funktioniert zwar für die Zuspitzung, jedoch gibt die wissenschaftliche Studie keine Hinweise auf mögliches Übergewicht. Denn medizinische Messungen oder Analysen des BMI der Befragten liegen nicht vor.

In der medialen Überhöhung werden diese differenzierten Ergebnisse jedoch häufig verkürzt dargestellt. Aus einer beobachteten Gewohnheit wird dann schnell eine vermeintliche Gesundheitsgefahr.

Snacken Verbrenner-Fahrer weniger? Der fehlende Vergleich

Doch ein Kausalzusammenhang zwischen einer Gewichtszunahme und dem E-Auto-Laden besteht natürlich nicht. Denn es ist schlichtweg nicht möglich, dass eine Person beim E-Auto-Laden Gewicht zunimmt. So wird aus punktuellen Beobachtungen eine weitreichende These konstruiert, die auch aufgrund der schmalen Datenbasis wissenschaftlich kaum haltbar ist.

Auch wird tatsächlich nicht beleuchtet, wie sich das Snackverhalten von Verbrenner-Fahrern an Tankstellen oder Raststätten oder von Zugreisenden im Vergleich verhält. Oder ob mit Snacks und Mahlzeiten tatsächlich ungesunde Lebensmittel gemeint sind. Zusätzlich bleibt unberücksichtigt, dass das Essverhalten während der Ladepause schlicht Ausdruck einer pragmatischen Zeitnutzung sein könnte und eher auf eine gute Reiseplanung als auf ein spezifisches „E-Auto-Phänomen“ hindeutet.

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Methanol-Brennstoffzelle im Auto: Chancen, Risiken und Funktionsweise im Überblick

04. Mai 2026 um 05:45

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Methanol Brennstoffzelle Auto Motor

Tanken wie beim Verbrenner, fahren wie im E-Auto: Methanol-Brennstoffzellen versprechen das Beste aus beiden Welten. Die Technologie wandelt flüssigen Kraftstoff direkt in Strom um und könnte so zwei der größten Schwächen der Elektromobilität lösen – begrenzte Reichweite und fehlende Ladeinfrastruktur. Doch warum fährt trotzdem noch kein Serienfahrzeug mit Methanol? Ein Überblick über Funktionsweise, Vorteile und die Hürden, die noch im Weg stehen.

Der Verkehrssektor verursacht einen erheblichen Anteil an den CO2-Emissionen weltweit und spielt daher eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Nachhaltigere Alternativen zum klassischen Verbrennungsmotor sind daher in den vergangenen Jahren immer stärker in den Fokus der Automobilindustrie gerückt.

Die Elektromobilität konnte sich dabei in der Vergangenheit zunehmend als zentrale Technologie etablieren und gewinnt stetig an Bedeutung. Doch auch andere Antriebsarten, wie beispielsweise ein Methanol-Antrieb, können emissionsfreien Straßenverkehr ermöglichen.

Im Auto: Wie eine Methanol-Brennstoffzelle Kraftstoff in Strom umwandelt

Ein Methanol-Antrieb kann als alternative Antriebstechnologie für Fahrzeuge genutzt werden. Dabei kommt – wie der Name bereits verrät – Methanol als Energiequelle zum Einsatz.

Dieser kann dann entweder durch die direkte Verbrennung im Motor oder für die Stromerzeugung in einer Brennstoffzelle genutzt werden. Im Verbrennungsmotor fungiert Methanol dabei ähnlich wie Benzin und setzt durch Verbrennung Energie frei. Der Stoff verbrennt dabei zwar sauberer, kann aber weniger Energie pro Liter liefern.

In der Brennstoffzelle wiederum wird das Methanol nicht verbrannt, sondern in einer elektrochemischen Reaktion kontrolliert in elektrische Energie umgewandelt. Dazu wird Methanol zusammen mit Wasser an eine spezielle Membran geführt, die zwei Elektroden voneinander trennt.

An der Anode wird das Methanol aufgespalten, wobei Protonen, Elektronen und als Nebenprodukt Kohlendioxid entstehen. Da die Elektronen die Membran nicht direkt passieren können, werden sie über einen äußeren Stromkreis geleitet. Genau dieser Elektronenfluss ist der elektrische Strom, der später den Elektromotor antreibt.

Die Protonen wandern gleichzeitig durch die Membran zur anderen Seite, also zur Kathode, wo sie sich mit Sauerstoff aus der Luft und den zurückgeführten Elektronen verbinden. Dabei entsteht Wasser als weiteres Nebenprodukt.

Welche Vorteile hat Methanol als Antrieb?

Vor allem im Vergleich zu klassischen Batteriefahrzeugen und Verbrennungsmotoren bieten Fahrzeuge mit Methanol-Brennstoffzellen interessante Vorteile. Ein zentraler Punkt dabei ist der flüssige Energieträger Methanol. Denn Methanol lässt sich ähnlich wie Benzin tanken und im Fahrzeug transportieren.

Das eröffnet die Möglichkeit, vergleichsweise einfach auf eine bestehende Infrastruktur zurückzugreifen, die sich an das aktuelle Tankstellennetz anlehnen könnte. Im Vergleich zur Elektromobilität wäre zudem kein flächendeckender Ausbau von Ladeinfrastruktur erforderlich.

Aufgrund der höheren Energiedichte des Methanols können diese Brennstoffzellen auch einen höheren Wirkungsgrad erzielen. Das ermöglicht eine größere Reichweite, langes Laden entfällt, da der Energieträger einfach nachgetankt werden kann.

Auch bei der Umweltfreundlichkeit kann die Methanol-Brennstoffzelle punkten. Denn im Betrieb werden nur geringe Mengen an Kohlendioxid sowie Wasser ausgestoßen. Außerdem lässt sich Methanol aus erneuerbaren Energien wie Biomasse herstellen.

Durch die leichtere Bauart im Vergleich zum batterieelektrischen Antrieb kann zusätzlich das Fahrzeuggewicht reduziert werden, was sich positiv auf Effizienz und Reichweite auswirken kann. Zudem benötigen Methanol-Brennstoffzellensysteme in der Regel weniger schwere Speichermaterialien als große Batteriepacks, wodurch sich auch die Fahrzeuge flexibler gestalten lassen.

Der Verband der Automobilindustrie VDA auf eine Anfrage des BR-Politikmagazin Kontrovers: „Nur mit einem hohen Anteil von Elektroautos kann Deutschland das 2030-Klimaziel der EU erreichen vorgegebene Klimaziel erreichen. Alle anderen Optionen seien „bis dahin nicht in der ‚Großserienproduktion‘ verfügbar“.

Ronald Gumpert, Ingenieur und ehemaliger Audi-Manager, ist derweil von der Technologie überzeugt:“Dieses Konzept können wir in jedes beliebige Auto einbauen, in einen Polo mit 50 PS oder in einen Langstrecken-Lkw mit 40 Tonnen. Wir sind den normalen Batterieautos haushoch überlegen.“

Risiken: Warum noch kein Serienfahrzeug mit Methanol fährt

Trotz der vielversprechend klingenden Vorteile ist die Technologie nicht frei von Herausforderungen. Denn in der Praxis stoßen Methanol-Brennstoffzellen bislang noch an mehrere Grenzen.

Diese betreffen beispielsweise die Frage, wie klimafreundlich der Kraftstoff tatsächlich hergestellt und bereitgestellt werden kann. Denn trotz der zahlreichen Herstellungsmöglichkeiten für Methanol ist die Verfügbarkeit in der Realität noch begrenzt.

Damit sich die Technologie durchsetzen könnte, müssten zunächst Produktionskapazitäten erhöht werden. Auch die Herstellungsprozesse müssten umgestellt werden, damit sie klimaneutral ablaufen können.

Aufgrund der bisher noch geringen Marktreife der Technologie und des Fehlens serienmäßiger Produkte ist die Herstellung von Methanol-Brennstoffzellen derzeit noch sehr kostenintensiv. Da sich die Entwicklung noch in einer frühen Phase befindet, entstehen hohe Produktionskosten, die erst durch technologische Fortschritte und größere Stückzahlen sinken könnten.

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Aktionstaste auf dem iPhone belegen: 12 Funktionen stehen zur Wahl

01. Mai 2026 um 06:00

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Aktionstaste iPhone belegen Apple

Die Aktionstaste am iPhone kann weit mehr als nur den Klingelton stummschalten. Insgesamt stehen dir zwölf verschiedene Funktionen zur Auswahl. Trotzdem nutzen viele iPhone-Besitzer noch immer nur die Standardeinstellung. Wir verraten dir, welche Aktionen du der Taste zuweisen kannst und wie du die Einstellung in wenigen Sekunden änderst.

Seit der Einführung der iPhone 15 Modelle hat Apple eine kleine, aber folgenreiche Änderung an seinem Bedienkonzept vorgenommen. Denn der klassische Stummschalter an der oberen linken Seite des iPhones musste einer frei belegbaren Aktionstaste weichen.

Diese bietet am iPhone nun deutlich mehr Flexibilität und kann mit verschiedenen Funktionen belegt werden. Wir zeigen dir, wie du die Aktionstaste auf deinem iPhone nach deinen Wünschen einstellen kannst und welche Funktionen alles möglich sind.

Aktionstaste am iPhone belegen: So geht’s Schritt für Schritt

Auf neueren iPhone-Modellen findet sich anstelle des Schalters für Klingeln oder Stumm eine Aktionstaste. Welche Funktion hier hinterlegt sein soll, kannst du individuell entscheiden.

Als Standardeinstellung hat Apple die Taste mit der gewohnten Funktion belegt. Durch langes Drücken der Aktionstaste kannst du dein iPhone stumm schalten oder den Stummmodus wieder aufheben.

Neben einem Hinweis auf deinem Bildschirm bekommst du auch ein haptisches Feedback von deinem iPhone, wenn die Aktion ausgeführt wurde. Für die Stummschaltung ist dies eine etwas längere Vibration also für die Aufhebung der Einstellung.

Möchtest du wissen, in welchem Modus sich dein iPhone aktuell befindet, reicht ein kurzes Drücken der Taste. Dann zeigt dir dein iPhone an, ob der Ton an oder aus ist.

Willst du die Taste lieber mit einer anderen Funktion belegen, die du im Alltag häufiger brauchst, kannst du diese in den Einstellungen deines iPhones anpassen. Öffne hierfür die App Einstellungen und navigiere zum Bereich Aktionstaste.

Es erscheint nun ein Bild der Seite deines iPhones mit verschiedenen Symbolen für Funktionen, die du deiner Aktionstaste zuordnen kannst. Swipe hier zu der entsprechenden Funktion, mit der du deine Taste belegen willst.

Alle 12 Funktionen der iPhone-Aktionstaste im Überblick

Neben dem Ein- und Ausschalten deines Klingeltons, kannst du aus weiteren Funktionen auf deinem iPhone wählen. Dazu gehören die Aktionen:

  • Stummodus
  • Fokus
  • Kamera
  • Visuelle Intelligenz (nur bei Verwendung von Apple Intelligence)
  • Taschenlampe
  • Sprachmemo
  • Musik erkennen
  • Übersetzen
  • Lupe
  • Steuerung
  • Kurzbefehl
  • Bedienungshilfe

Willst du die Taste nicht nutzen, kannst du dich auf für die Option „Keine Aktion“ entscheiden. Beachte, dass du bei einigen Funktionen weitere Einstellungen vornehmen musst. Dies betrifft beispielsweise Fokus, Kamera oder Kurzbefehl. Wird hier keine Option gewählt, ist die Aktionstaste funktionslos.

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KI im Krieg: Experten warnen vor gefährlichem Kontrollverlust

30. April 2026 um 20:15

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KI Krieg Militär Künstliche Intelligenz

Eine aktuelle Analyse zeigt, wie der Einsatz Künstlicher Intelligenz militärische Entscheidungen zunehmend beschleunigt und die menschliche Kontrolle dabei deutlich erschwert. Experten warnen deshalb vor einer gefährlichen Dynamik, in der autonome Systeme eine regelrechte Eskalationen auslösen könnten.

Das Thema Künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen und verändert Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in rasantem Tempo. Ihre Fähigkeit, große Datenmengen auszuwerten und komplexe Entscheidungen zu unterstützen, eröffnet in vielen Bereichen neue Möglichkeiten.

Gleichzeitig wirft aber genau das auch grundlegende Fragen nach Kontrolle und Regulierung auf – insbesondere, wenn KI in sicherheitsrelevanten Bereichen zum Einsatz kommt. Vor allem im militärischen Kontext kann das zu einer Dynamik führen, in der Entscheidungen immer schneller getroffen werden und menschliche Eingriffsmöglichkeiten zunehmend schwinden.

Genau vor dieser Entwicklung waren Experten des Think Tanks Centrum für europäische Politik (cep) in einer aktuellen Analyse. Demnach könnte der zunehmende Einsatz von KI im Krieg einen gefährlichen Kontrollverlust zur Folge haben.

Warum Militär-KI kaum noch Zeit für menschliche Kontrolle lässt

KI-gestützte Systeme kommen laut dem cep bereits heute in aktuellen Konflikten im Gazastreifen, im Iran und in der Ukraine „zum Teil ohne funktionierende Aufsicht“ zum Einsatz. Die menschliche Kontrolle sei dabei nur noch eine Illusion.

Denn mit dem Einsatz KI-gestützter Systeme verkürzten sich Analyse- und Reaktionszeiten im militärischen Umfeld erheblich. Was als strategischer Vorteil gilt, kann zugleich zu einem Problem werden, wenn Entscheidungen unter hohem Zeitdruck automatisiert vorbereitet oder getroffen werden.

Vor allem dieser Zeitdruck lasse wenig Raum für menschliche Kontrolle und Abwägung im Einzelfall. Es steige die Gefahr, dass fehlerhafte Daten oder missverständliche Signale schnell weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.

Auch würden belastbare Erfahrungswerte im Umgang mit Sprachmodellen oder anderen KI-Systemen im militärischen Kontext fehlen. Das cep warnt daher vor „unkalkulierbaren Folgen“, die letztendlich zu einem „gefährlichen Kontrollverlust“ führen könnten.

KI im Krieg: Welche Regeln Experten fordern

„In vielen Fällen haben Operatoren nur sehr wenig Zeit, um einen KI-Vorschlag zu prüfen“, erklärt Anselm Küsters, Studienautor und cep-KI-Experte. Oft könnten die Akteure dabei nicht nachvollziehen, „wie das System zu seiner Einschätzung gekommen ist oder welche unbeabsichtigten Folgen sie haben können“.

Unter diesen Bedingungen werde aus Kontrolle schnell Abhängigkeit, so der Forscher. Allerdings sei es entscheidend, ob die menschliche Kontrolle unter Einsatzbedingungen funktioniert. Dafür fordert das cep verbindliche Standards sowie zuverlässige und überprüfbare Verfahren.

Gemeinsame Regeln seien nicht nur ethisch geboten, sondern auch militärisch sinnvoll, da sie Fehlangriffe reduzieren und Eskalationen vorbeugen würden.

Der militärische Einsatz von KI müsse auf internationalen Standards basieren, beispielsweise durch EU- oder NATO-Standards für militärische KI. Dafür seien unter anderem Offenlegungspflichten sowie die Begrenzungen für automatisierte Systeme notwendig. Das cep fordert außerdem eine Meldepflicht bei Fehlfunktionen.

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