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Wärmepumpen: Deutsche Firma will Propan-Problem gelöst haben

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Wärmepumpe Propan

Mit deutlich reduzierter Füllmenge des natürlichen Kältemittels Propan will ein deutscher Hersteller ein zentrales Sicherheitsproblem moderner Wärmepumpen entschärfen. Möglich macht das eine neue Bauweise, die hohe Effizienz und Sicherheitsanforderungen verbindet.

Die Bundesregierung setzt in ihren Klimazielen stark auf Wärmepumpen als Schlüsseltechnologie für die Wärmewende. Bis zum Jahr 2030 sollen rund sechs Millionen Wärmepumpen in Deutschland installiert sein.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist ab 2024 ein jährlicher Zubau von mindestens 500.000 Geräten vorgesehen. Damit sollen fossile Heizungen schrittweise ersetzt und die CO2-Emissionen im Gebäudesektor deutlich reduziert werden.

Trotz ihres Potenzials für die Energiewende können Wärmepumpen durch die eingesetzten Kältemittel auch klimaschädlich sein. Das natürliche Kältemittel Propan stellt hierzu eine Alternative dar. Allerdings erhöht seine Brennbarkeit die Sicherheitsanforderungen bei Entwicklung, Installation und Betrieb der Wärmepumpen.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat deshalb zusammen mit dem deutschen Unternehmen Ait-Group an einer Lösung für dieses Problem gearbeitet. Dabei konnte die Menge des Kältemittels Propan auf unter 150 Gramm reduziert werden, was die Brandgefahr deutlich minimiert.

Propan: So werden Wärmepumpen weniger gefährlich

Bereits im Jahr 2020 haben das Fraunhofer ISE und die bayerische Ait-Group das Projekt „Low Charge 150“ (LC150) ins Leben gerufen. Zusammen sollte ein Wärmepumpenkonzept entwickelt werden, das die Verwendung des natürlichen Kältemittels Propan in deutlich reduzierter Menge ermöglicht.

Das Forschungsteam konnte dabei mit einer Füllmenge von nur 124 Gramm Propan nach eigenen Angaben einen Effizienzrekord erreichen. Die Heizleistung konnte mit dieser Kältemittelmenge auf 12,8 Kilowatt gesteigert werden.

Pro Kilowatt ergab sich daraus eine spezifische Kältemittelfüllmenge von rund zehn Gramm. Das Ziel des Projekts waren 15 bis 30 Gramm pro Kilowatt – das Team habe die Projektziele damit deutlich übertroffen.

Mit Hilfe der Projektergebnisse konnte die Ait-Group nun eine serienreife Wärmepumpe entwickeln, die auf eine sehr geringe Kältemittel-Füllmenge angewiesen ist. „Unser Ziel war es, die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse gezielt in die Entwicklung der nächsten Generation hocheffizienter und umweltfreundlicher Wärmepumpen einfließen zu lassen“, erklärt Edgar Timm, Director R+D der Ait-Group.

Sole-Wärmepumpe soll in Ein- und Mehrfamilienhäusern zum Einsatz kommen

Trotz des brennbaren Materials sind Wärmepumpen mit dem Kältemittel Propan grundsätzlich auch für den Einsatz in Gebäuden geeignet. Bislang erforderte der Einsatz jedoch zusätzliche technische Vorkehrungen in Form eines aktiven Lüftungskonzepts.

Bei den Modellen alpha innotec WZSV 63 und NOVELAN WSV 6.3 der Ait-Group, die auf den Forschungsergebnissen des Projekts LC150 basieren, kann auf ein solches Lüftungskonzept jedoch verzichtet werden. Denn obwohl die Sole-Wärmepumpen Propan als Kältemittel nutzen, ist ein solches Konzept laut dem Hersteller nicht nötig.

Denn für den Fall des Austritts von Kältemittel seien die Geräte so konzipiert, dass maximal nur 150 Gramm des natürlichen Kältemittels freigesetzt werden. Dadurch sei ein sicherer Betrieb in Innenräumen gewährleistet und ein zusätzliches Lüftungskonzept nicht erforderlich.

Die Wärmepumpen wurden für den platzsparenden Einsatz in Ein- und Mehrfamilienhäusern entwickelt. Durch ein herausnehmbares Kältekreis-Modul sollen auch Transport und Installation vereinfacht werden.

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„Super-Thermoskanne“: Neue Geothermie-Technik holt Wärme aus der Tiefe

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Geothermie Wärme Erdwärme, Erneuerbare Energien

In Brandenburg wird an einer neuartigen Tiefengeothermie-Technologie gearbeitet, die Wärme aus mehreren Kilometern Tiefe nahezu verlustfrei an die Oberfläche bringen soll. Kern des Konzepts ist ein vakuumisoliertes Rohrsystem, das wie eine überdimensionierte Thermoskanne funktioniert.

Geothermie kann ganzjährig verfügbare, klimaneutrale Wärme liefern und ist unabhängig von Wetter, Tages- oder Jahreszeit. Vor allem im Vergleich zur Sonnen- oder Windenergie bringt sie damit entscheidende Vorteile für die Klimawende, da weder Wind- noch Dunkelflauten sie beeinträchtigen.

Gerade im Wärmesektor, der in Deutschland für einen großen Teil der CO2-Emissionen verantwortlich ist, bietet die Geothermie das Potenzial, fossile Energieträger wie Gas oder Öl dauerhaft zu ersetzen. Bislang wurde ihr Ausbau jedoch unter anderem durch hohe Investitionskosten, technische Risiken bei Tiefbohrungen oder Wärmeverluste auf dem Weg zur Oberfläche gebremst

Ein Projekt in der Brandenburger Schorfheide könnte zumindest das letzte Problem lösen. Denn hier erprobt das dänische Startup Green Therma zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum für Geoforschung (GFZ Potsdam) einen neuen Ansatz. Dieser funktioniert ähnlich wie eine überdimensionierte Thermoskanne und kann Wärme aus Kilometern Tiefe nahezu verlustfrei an die Oberfläche bringen.

Diese Geothermie-Technik funktioniert wie eine „Super-Thermoskanne“

Das dänische Geothermie-Startup Green Therma will mit seinem neuartigen, vakuumisolierten Bohrlochsystem die Nutzung tiefer Erdwärme wirtschaftlicher und breiter einsetzbar machen. Herzstück der Technologie ist ein geschlossener Kreislauf, der die aus mehreren Kilometern Tiefe gewonnene Wärme nahezu verlustfrei an die Oberfläche transportieren soll.

Im Vergleich zur bisher herkömmlichen Tiefengeothermie benötigt das DualVac-System nur ein Bohrloch, nicht mehr zwei. In diesem Bohrloch arbeitet ein vakuumisoliertes Rohr. Durch dieses Rohr kann die Wärme, die in drei Kilometern Tiefe mehr als 100 Grad Celsius beträgt, nach oben befördert werden.

Zusätzlich müssen für dieses System nicht zwingend neue Bohrungen stattfinden. Denn das dänische Startup will auch alte, ungenutzte Bohrlöcher umfunktionieren und so Ressourcen schonen.

Test in Brandenburg soll Machbarkeit zeigen

Am Forschungsstandort Groß Schönebeck in Brandenburg wollen das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung und Green Therma dieses System nun testen. In dem Projekt soll die direkte Nutzung von Erdwärme für Fernwärme untersucht werden.

Bereits im Jahr 2025 haben die Projektpartner das Brunnen-Bohrloch auf seine Eignung überprüft. Die vollständige Inbetriebnahme ist voraussichtlich für die erste Hälfte des Jahres 2026 geplant. Die Anlage wird dann nach Inbetriebnahme ein Jahr lang einem Stresstest unterzogen.

Geht dieser Test positiv zu Ende, könnte sich die Nutzung von Erdwärme deutlich ausweiten. Denn so könnte Geothermie auch in größeren Tiefen wirtschaftlich nutzbar gemacht werden. Damit hätte die Technologie das Potenzial, Erdwärme zu einer verlässlichen Säule der klimaneutralen Wärmeversorgung für Städte und Industrie werden zu lassen.

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Wasserverbrauch von KI: Zwischen Panikmache und realen Zahlen

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KI Wasserverbrauch Künstliche Intelligenz Rechenzentrum

Der enorme Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren ist vor allem bei Kritikern ein wiederkehrendes Argument gegen den ungezügelten Ausbau digitaler Infrastrukturen. Doch wie hoch der tatsächliche Bedarf ist, zeigt sich erst bei genauerem Blick: Klima, Kühltechnik und Strommix entscheiden maßgeblich über die ökologische Bilanz.

Wasser wird in Rechenzentren vor allem zur Kühlung der Server eingesetzt, die beim Rechnen große Mengen Abwärme erzeugen. Je nach Technik kommt es direkt in Verdunstungskühlsystemen zum Einsatz oder indirekt über den Wasserverbrauch der Kraftwerke, die den benötigten Strom liefern.

Rund um den Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren kursieren jedoch aktuell zahlreiche Berechnungen, die sich teils deutlich widersprechen. Schätzungen reichen von vergleichsweise moderaten Mengen bis hin zu alarmierenden Szenarien.

Erst kürzlich musste die Journalistin Karen Hao bei einer Berechnung aus ihrem Bestseller „Empire of AI“ zurückrudern. Sie hatte in ihrem Buch veröffentlicht, dass ein geplantes Google-Rechenzentrum nahe Santiago de Chile „mehr als das Tausendfache des Wasserverbrauchs der gesamten Bevölkerung“ benötigen könnte. Allerdings habe es hierbei einen Rechenfehler gegeben – die Zahl war viel zu hoch angesetzt.

Auch aufgrund solcher Vorfälle warnen Fachleute deshalb davor, Einzelwerte zu verabsolutieren. Denn Standortfaktoren, technische Ausstattung der Rechenzentren sowie der verwendete Strommix können großen Einfluss darauf haben, wie wasserintensiv KI tatsächlich ist.

KI: Welche Faktoren beeinflussen den Wasserverbrauch?

Der Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren ist stark abhängig von zahlreichen Faktoren. Beispielsweise kann der Einsatz von mehr Wasser dazu führen, dass gleichzeitig auf den Betrieb elektrischer Kühlsysteme verzichten werden kann.

Wird wiederum mehr Strom zur Kühlung der Rechenzentren verbraucht, sinkt der Wasserverbrauch. Jedoch können dann gleichzeitig – je nach Strommix – auch die Treibhausgasemissionen wieder ansteigen.

„Jeder Standort ist anders“, erklärt Fengqi You, Professor für Energiesystemtechnik an der Cornell University, gegenüber Wired. „Wie viel Wasser Sie für die gleiche Menge an KI benötigen, hängt vom Klima, von der verwendeten Technologie und vom [Energie-]Mix ab.“

Problematischer Wasserverbrauch hängt vom Standort ab

Gleichzeitig komme erschwerend hinzu, dass manche Berechnungen auch den indirekten Wasserverbrauch beinhalten. So werde der gesamte Wasser-Fußabdruck aber nur geschätzt, was jedoch auch Zahlen zur Stromerzeugung mit einbezieht. Dadurch könne es sein, dass die vermuteten Zahlen aus Schätzungen viel größer sind als der tatsächliche Wasserverbrauch vor Ort.

Dennoch dürfe der Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren nicht unterschätzt werden. „Kurzfristig ist dies kein Problem und keine landesweite Krise“, erklärt Cornell-Professor You. „Aber es kommt auf den Standort an. An Orten, an denen bereits Wasserknappheit herrscht, wird der Bau dieser KI-Rechenzentren ein großes Problem darstellen.“

Berechnungen seien aufgrund der zahlreichen Faktoren allerdings sehr komplex. Schätzungen, dass beispielsweise das Schreiben einer E-Mail mit ChatGPT eine ganze Flasche Wasser verbraucht, seien daher für eine „durchschnittliche“ Abfrage kaum anwendbar.

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KI verwässert Wissenschaft – durch immer mehr Artikel

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KI Wissenschaft Artikel

Große Sprachmodelle wie ChatGPT, Gemini und Co. verändern die Wissenschaft. Forschende der Cornell University zeigen, dass der Einsatz von KI die Zahl wissenschaftlicher Publikationen deutlich erhöht. Doch die Masse an Artikeln wirft Fragen zur Qualität der Forschung auf.

Seit der Veröffentlichung von ChatGPT im Jahr 2022 hat das Thema Künstliche Intelligenz in nahezu allen Bereichen beträchtlich an Fahrt aufgenommen. Auch in der Wissenschaft spielen große Sprachmodelle inzwischen eine entscheidende Rolle.

Denn immer mehr wissenschaftliche Publikationen entstehen mit der Hilfe von ChatGPT und Co. KI-Sprachmodelle können Wissenschaftlern beim Formulieren, Strukturieren und Überarbeiten von Texten helfen. Forscher, deren Muttersprache nicht Englisch ist, wird so außerdem der Einstieg erleichtert.

Gleichzeitig besteht allerdings die Gefahr, dass schneller mehr wissenschaftliche Publikationen entstehen und dabei die Qualität leidet. Forscher der Cornell University in den USA haben genau diese Frage untersucht und ihre Ergebnisse in der wissenschaftlichen Zeitschrift Science veröffentlicht.

Welche Rolle spielt KI in der Wissenschaft?

Die Forscher der Cornell University haben für ihre Untersuchung mehr als zwei Millionen Artikel gesammelt, die zwischen Januar 2018 und Juni 2024 auf drei Online-Preprint-Websites veröffentlicht wurden. Die Seiten arXiv, bioRxiv und Social Science Research Network (SSRN) sind auf die Fachbereiche Physik, Biowissenschaften und Sozialwissenschaften spezialisiert.

Auf diesen Seiten werden wissenschaftliche Artikel veröffentlicht, für die es noch keine Peer-Review gab. Dabei handelt es sich um ein gängiges Verfahren in der Wissenschaft, bei dem Fachkollegen wissenschaftliche Arbeiten vor ihrer Veröffentlichung prüfen. So werden Qualität, Verständlichkeit und fachliche Richtigkeit sichergestellt.

Die Forscher um Assistent Professor Yian Yin haben für ihre Untersuchung einen KI-Detektor entwickelt. Dafür verglichen sie vermutlich von Menschen verfasste Artikel von vor 2023 mit KI-generierten Texten. Ziel dieses Vergleichs war es, ein KI-Modell zu entwickeln, das KI-generierte Texte unterscheiden kann.

Die Einführung von KI-Sprachmodellen zeigte in der Auswertung der Publikationen einen enormen Produktivitätsschub. Auf der Website arXiv beispielsweise wurden demnach etwa ein Drittel mehr Artikel von Wissenschaftler, die KI genutzt haben, veröffentlicht als von Wissenschaftlern ohne KI-Untersützung. Bei den Websites bioRxiv und SSRN lag der Anstieg sogar bei mehr als 50 Prozent.

„Es handelt sich um ein sehr weit verbreitetes Muster in verschiedenen Wissenschaftsbereichen – von den Physik- und Informatikwissenschaften bis hin zu den Biowissenschaften und Sozialwissenschaften“, erklärt Yian Yin. „Es gibt eine große Veränderung in unserem aktuellen Ökosystem, die eine sehr ernsthafte Betrachtung erfordert, insbesondere für diejenigen, die Entscheidungen darüber treffen, welche Wissenschaft wir unterstützen und finanzieren sollten.“

Nicht-Muttersprachler profitieren am meisten

Die Studienergebnisse zeigen auch, dass Wissenschaftler, deren Muttersprache nicht Englisch ist, am meisten von großen Sprachmodellen profitieren. Demnach haben im untersuchten Zeitraum Forscher aus asiatischen Institutionen zwischen 43 und rund 90 Prozent mehr Artikel veröffentlicht als ähnliche Wissenschaftler, die die Technologie nicht genutzt haben.

Laut Yin könnte diese Entwicklung sogar dazu führen, dass sich eine globale Verlagerung der Regionen mit der größten wissenschaftlichen Produktivität ergibt. Denn durch den Einsatz von KI-Sprachmodellen können nun auch Gebiete partizipieren, die zuvor durch die Sprachbarriere benachteiligt waren.

„Menschen, die LLMs verwenden, haben Zugang zu vielfältigerem Wissen, was zu kreativeren Ideen führen könnte“, erklärt Erstautor Keigo Kusumegi, Doktorand im Bereich Informationswissenschaft. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich auch die Qualität der Publikationen verbessert.

Das zeigt die Annahmequote der untersuchten Artikel. Denn die Artikel, die wahrscheinlich von LLMs verfasst wurden, wurden seltener von wissenschaftlichen Zeitschriften angenommen. Das deute laut den Forschern darauf hin, dass die Gutachter trotz der überzeugenden Sprache viele dieser Arbeiten als wissenschaftlich wenig wertvoll einstuften.

Diese Diskrepanz zwischen Schreibqualität und wissenschaftlicher Qualität könne laut Yin zu erheblichen Problemen für Redakteure und Gutachter führen. Denn durch die zunehmende Masse werde es immer schwieriger, wertvolle eingereichte Arbeiten zu identifizieren. Auch sei es nicht mehr möglich, Wissenschaftler anhand ihrer reinen Produktivität zu bewerten.

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Neues Material isoliert Fenster wie eine Wand – und ist lichtdurchlässiger

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Fensterisolierung weniger Heizverluste Dämmung Isolierung

Ein Forscherteam hat ein nahezu transparentes Isolationsmaterial entwickelt, das Wärmeverluste von Fenstern reduzieren soll. Es funktioniert ähnlich wie die Hightech-Version einer Luftpolsterfolie ohne die Sicht zu beeinflussen. 

Verglaste Fenster gelten seit jeher als energetische Schwachstellen von Gebäuden. Denn über die verglasten Flächen entweicht vor allem im Winter wertvolle Heizwärme nach außen. Im Sommer wiederum kann die Hitze von außen ungehindert eindringen.

Selbst moderne Doppel- oder Dreifachverglasungen können diesen Effekt nur begrenzen. Andere Isolationsmaterialen verschlechtern außerdem meist auch Sicht und Lichtdurchlässigkeit.

Forscher der University of Colorado Boulder hat mit dem „Mesoporous Optically Clear Heat Insulator“ (MOCHI) nun ein nahezu transparentes Isolationsmaterial entwickelt, das diese Probleme herkömmlich verglaster Fenster eliminieren könnte. Denn es hindert Wärme effektiv daran, durch Fenster zu entweichen – und beeinträchtigt dabei die Sicht nicht.

Diese Fensterisolierung sorgt für weniger Heizverluste

Die Innovation der Forscher könnte die Energieeffizienz von Gebäuden deutlich verbessern. Dabei basiert sie auf einem ähnlichen System wie Luftpolsterfolie. Das Material ist hauchdünn und fast vollständig transparent. Es kann auf der Innenseite jedes Fensters angebracht werden und so die Wärmedämmung verbessern, ohne dabei die Sicht zu beeinträchtigen.

„Um den Wärmeaustausch zu blockieren, kann man die Wände dick isolieren, aber Fenster müssen transparent sein“, erklärt Ivan Smalyukh, leitender Autor der Studie und Professor für Physik an der CU Boulder. „Es ist wirklich schwierig, transparente Isoliermaterialien zu finden.“

Bei dem MOCHI-Material handelt es sich um ein Silikongel, das Luft durch ein Netzwerk winziger Poren einfängt. Diese Poren sind um ein Vielfaches dünner als ein menschliches Haar, die eingefangenen Luftblasen können Wärme blockieren.

Das Material ist laut den Forschern so effektiv, dass eine nur fünf Millimeter dicke MOCHI-Folie es ermöglicht, eine Flamme in der Handfläche zu halten.

Präzise Steuerung von Luftblasen ermöglicht Isloierung

Smalyukh vergleicht das MOCHI-Material mit bereits etablierten Aerogelen. Diese Art von Isoliermaterial ist weit verbreitet und arbeitet ebenfalls mit Lufteinschlüssen.

Bei Aerogelen sind diese Luftblasen jedoch meist zufällig verteilt und wenig lichtdurchlässig. Das Material ist meist trüb und reflektiert Licht. Diese Probleme kann das Forscherteam der University of Colorado Boulder mit seinem MOCHI-Material beheben.

„Die Moleküle haben keine Möglichkeit, frei miteinander zu kollidieren und Energie auszutauschen“, erklärt Smalyukh. „Stattdessen stoßen sie gegen die Wände der Poren.“ Gleichzeitig reflektiert das MOCHI-Material nur etwa 0,2 Prozent des einfallenden Lichts.

Aktuell befindet sich das Material noch in der Laborphase und ist nicht für Verbraucher erhältlich. Die Forscher sehen allerdings viele Verwendungsmöglichkeiten, auch für die Energiegewinnung Sonneneinstrahlung.

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Verbrenner in E-Autos umbauen: Lohnt sich der Aufwand?

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Verbrenner in E-Autos umbauen Elektromobilität E-Autos Elektroautos

Der Umbau klassischer Verbrenner in E-Autos wäre eine nachhaltige Alternative zum Neuwagenkauf. Doch wie praktikabel sind solche Umbauten und welche Kosten würden diese verursachen?

Die Bundesregierung hat die Elektromobilität klar als zentralen Baustein ihrer Klimaziele verankert. So sollen bis zum Jahr 2030 rund 15 Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein.

Ziel ist es, die Emissionen im Verkehrssektor drastisch zu reduzieren. Denn nur so kann das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 erreicht werden.

Doch von den 15 Millionen vollelektrische Fahrzeugen ist Deutschland noch weit entfernt. Denn am 1. Oktober 2025 waren bislang nur 1,9 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs. Anfang des Jahres waren es im Vergleich dazu 29,9 Millionen Benziner sowie 13,8 Millionen Dieselfahrzeuge.

Eine Möglichkeit, die angestrebten Zahlen im Verkehrssektor dennoch bis 2030 zu erreichen, wäre der Umbau von Verbrennern in E-Autos. Doch wie praktikabel wäre das in der Realität und ab wann würde sich eine solche Investition rechnen?

Ist es sinnvoll, Verbrenner in E-Autos umzubauen?

Der Umbau von Verbrennern zu E-Autos würde eine Reihe von Vorteilen mit sich bringen. Denn durch die weitere Nutzung bestehender Fahrzeuge könnten eine große Anzahl an Ressourcen gespart werden.

Der Umbau würde es ermöglichen, Karosserie, Fahrwerk und viele weitere Bauteile weiterzuverwenden, diese müssten dann – im Vergleich zum Neukauf – nicht neu produziert werden. Gleichzeitig könnten Besitzer älterer Fahrzeuge einfacher in die Elektromobilität einsteigen und müssten hierfür kein komplett neues Auto kaufen. Dadurch könnten Kosten deutlich gesenkt werden.

Zusätzlich könnte die Klimaneutralität im Verkehrssektor schneller gesenkt werden, da der Bestand an E-Autos schneller vergrößert werden könnte. Das Vorgehen würde außerdem die Lebensdauer bestehender Autos nachhaltig verlängern.

Tatsächlich gibt es in Deutschland inzwischen Firmen, die sich auf genau solche Umbauten – sogenannte Retrofits – spezialisiert haben. So beispielsweise auch die Firma E-Revolt aus dem bayerischen Dachau. Diese hat für die Umrüstung des VW Golf 7 einen Bausatz entwickelt, der den Umstieg erleichtern soll.

Ab wann lohnt sich ein solcher Umbau?

E-Revolt selbst bezeichnet das entwickelte Verfahren als „kostengünstige Alternative zum Kauf eines neuen Elektrofahrzeugs“. Das System maximiere die Nutzung von Ressourcen und minimiere den Abfall.

Michael Krail, Verkehrsexperte am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, hat für den SWR eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt. Laut dem Experten sei die „Wirtschaftlichkeitsrechnung tatsächlich überraschend“.

Die Kosten für den Umbau durch E-Revolt liegen zwischen 12.000 und 15.000 Euro. Diese würden sich laut Krail beim Umbau eines zehn Jahre alten VW Golf mit Dieselmotor bei einer Fahrleistung von 14.000 km pro Jahr bereits nach sieben Jahren amortisieren. Bei einem Modell mit Benzinmotor wären dies nach neun Jahren der Fall.

Attraktiver könnten diese Umbauten natürlich auch durch staatliche Förderung werden. In Frankreich beispielsweise werden diese mit bis zum 5.000 Euro gefördert. Das deutsche Bundesverkehrsministerium hält jedoch eine „serielle Umrüstung von Pkw wirtschaftlich nicht für sinnvoll“, wie es auf Anfrage des SWR heißt.

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Heizung, Strom und Solar: Was sich 2026 für Hausbesitzer ändert

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Heizung Strom Solar 2026 Energiewende Erneuerbare Energien

Der Jahreswechsel bringt immer auch Neuerungen hinsichtlich wichtiger Vorgaben und Fördermodelle. Für die Erreichung der Klimaziele stehen 2026 hier auch Heizung, Strom und Solar im Fokus. Neue Regelungen bringen für Hausbesitzer neue Pflichten, aber auch attraktive Chancen.

Das Jahr 2026 könnte für viele Hausbesitzer zahlreiche Neuerungen bedeuten. Denn in den Bereichen Heizung, Strom und Solar treten neue Vorgaben und Förderregeln in Kraft, die den Weg zu mehr Energieeffizienz ebnen sollen.

Während einige Maßnahmen verpflichtend werden, eröffnen andere attraktive finanzielle Anreize für Modernisierungen und den Einsatz erneuerbarer Energien. Wer seine Immobilie zukunftssicher aufstellen möchte, sollte die wichtigsten Änderungen kennen – und frühzeitig planen.

Was ändert sich 2026 bei Strom und Gas?

Die Strompreise könnten für Endverbraucher im Jahr 2026 günstiger werden. Denn die Bundesregierung will private Haushalte und Unternehmen bei den Stromkosten entlasten.

Dafür hat sie einen Zuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro beschlossen, der günstigere Netzentgelte nach sich ziehen soll. Allerdings sind die Stromversorger nicht verpflichtet, die Senkung der Netzentgelte direkt an ihre Kunden weiterzugeben.

Die Bundesregierung rechnet für einen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden mit einer Entlastung in Höhe von etwa 100 Euro. Hierbei kann es jedoch regional zu Unterschieden kommen.

Zusätzlich entfällt ab dem Jahr 2026 die Gasspeicherumlage. Die Bundesregierung will so Verbraucher weiter entlasten und die Energiepreise in Deutschland stabilisieren. Bisher entfallen rund 2,4 Prozent des Gaspreises auf die Gasspeicherumlage, die zuletzt 0,34 Cent brutto pro Kilowattstunde betrug.

Doch wie auch beim Strom bedeutet das nicht unbedingt, dass der Gaspreis für alle Haushalte sinkt. Denn gleichzeitig sollen die Netzentgelte für Gas in fast ganz Deutschland steigen, was die geplante Entlastung vermutlich wieder ausgleicht.

Diese Änderungen stehen 2026 bezüglich der Heizung an

Das Heizen mit Gas und Öl soll ab 2026 teurer werden. Denn ab dem Jahreswechsel steigt der CO2-Preis für diese fossilen Brennstoffe erneut deutlich. Diese Preiserhöhung soll Anreize für Hausbesitzer schaffen, auf erneuerbare Energien umzusteigen.

Für das Heizen mit Heizöl und Erdgas wird dann ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 eingeführt. Im Jahr 2025 gab es hier noch einen festen Wert. Daher können die tatsächlichen Kosten schwanken, werden aber insgesamt höher sein als zuvor.

Beim Heizen mit Gas könnte das für Endverbraucher im kommenden Jahre eine Erhöhung der Kosten von bis zu 1,55 Cent pro Kilowattstunde bedeuten. Pro Liter Heizöl könnten es bis zu 20,70 Cent sein.

Das ändert sich 2026 in Sachen Solar

Die Mehrwertsteuerbefreiung für neu installierte Solaranlagen bis 30 Kilowattpeak gilt auch 2026 weiterhin. Dadurch werden Hausbesitzer bei Kauf und Installation entlastet. Außerdem muss weiterhin keine Umsatzsteuer auf die Einnahmen durch eingespeisten Strom entrichtet werden.

Für neu installierte PV-Anlagen könnte es ab 2026 keine feste Einspeisevergütung mehr geben. Das bezieht sich vor allem auf die Einspeisevergütung in Zeiten negativer Strommarktpreise. Die Einspeisevergütung für bereits bestehende Solaranlagen in Höhe von 7,86 Cent pro Kilowattstunde soll jedoch weiterhin bestehen bleiben.

Neu wird ab Juli 2026 das sogenannte Energy-Sharing für Hausbesitzer und Nachbarn hinzukommen. Besitzer einer Solaranlage können eine lokale Energy Sharing Community gründen und so ihren überschüssigen Solarstrom in der Nachbarschaft verkaufen. Voraussetzung hierfür ist, dass in allen beteiligten Haushalten intelligente Stromzähler beziehungsweise Smart Meter eingebaut sind.

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So findest du heraus, was ChatGPT alles über dich weiß

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was weiß ChatGPT Künstliche Intelligenz KI OpenAI

ChatGPT weiß erstaunlich viel – auch über seine Nutzer. Während der KI-Chatbot Fragen beantwortet oder Texte verfasst, merkt er sich auch Details aus den Gesprächen. So kannst du prüfen, was ChatGPT inzwischen alles über dich weiß.

Die Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 hat eine neue Phase der Künstlichen Intelligenz eingeleitet. Für viele Menschen ist der KI-Chatbot aus dem Hause OpenAI kaum noch aus dem Alltag wegzudenken.

Ob im Browser, in der App oder im Chat bei WhatsApp – das KI-Modell ist inzwischen auf zahlreichen Wegen rund um die Uhr erreichbar. Das zeigt sich auch in den Nutzerzahlen: Erst Anfang Oktober verkündete OpenAI-Chef Sam Altman bei der jährlichen DevDay-Konferenz des Unternehmens, dass ChatGPT inzwischen mehr als 800 Millionen wöchentlich aktive Nutzer zählt.

Diese enorme Zahl an Nutzern ist nicht nur entscheidend für den Erfolg des KI-Modells, sondern auch für dessen Leistungsfähigkeit. Denn die Anfragen generieren einen kontinuierlichen Datenfluss, der wertvolle Informationen für die Entwicklung des KI-Modells enthält.

So kann jede Anfrage oder Reaktion zum größeren Verständnis von Modellen wie ChatGPT beitragen. Doch enthalten die Anfragen Informationen über persönliche Vorlieben, Interessen oder sensible Daten, können auch diese in den Datenstrom gelangen.

Was weiß ChatGPT über dich?

In seinen Datenschutzrichtlinien legt OpenAI dar, welche personenbezogenen Daten bei der Nutzung von ChatGPT erhoben werden. Dazu gehören unter anderem Daten, die bei der Erstellung eines Kontos angegeben werden oder Nutzungsdaten wie Eingaben, Geräte-Informationen oder Standortdaten.

Was ChatGPT über dich weiß, kommt also auch auf dein Nutzungsverhalten an. Willst du herausfinden, welche Informationen das KI-Modell über dich gespeichert hat, kannst du ganz einfach nachfragen.

Dafür kannst du im Chat einfach Fragen wie „Was weißt du über mich?“ oder „Wie heiße ich und wo arbeite ich?“ eingeben. Willst du etwas tiefer in die Materie gehen, kannst du auch auf bisherige Gespräche Bezug nehmen und ChatGPT fragen, wie es dich anhand dessen beschreiben würde.

Anhand der Länge der Antworten und den enthaltenen Details kannst du dann erkennen, wie viel ChatGPT tatsächlich durch deine Eingaben bisher über dich erfahren und sich gemerkt hat. Es ist aber auch durchaus möglich, dass dir der KI-Chatbot sagt, dass er nichts über dich weiß.

Diese Privatsphäre-Einstellungen kannst du bei ChatGPT vornehmen

Willst du verhindern, dass ChatGPT zu viel über dich lernt oder weiß, kannst du verschiedene Einstellungen vornehmen, die deine Privatsphäre schützen. So kannst du beispielsweise in den Einstellungen die Funktion „Erinnerungen“ deaktivieren.

Öffne hierfür deine Einstellungen und navigiere zum Menüpunkt Personalisierung. Hier kannst du deaktivieren, dass ChaGPT gespeicherte Erinnerungen speichert und beim Antworten berücksichtigt.

Im Bereich Personalisierung kannst du außerdem sehen, welche Einstellungen du bisher vorgenommen hast. Hier können im Bereich „Beruf“ oder „Mehr über dich“ Informationen hinterlegt sein, die ChatGPT sich merkt. Auch „Individuelle Hinweise“ können dazu beitragen.

Zusätzlich kannst du auch das ChatGPT-Datentraining ausschalten. Hierfür musst du in deinen Einstellungen den Punkt Datenkontrollen aufrufen. Ganz oben findest du die Option „Das Modell für alle verbessern“. Schalte diese Feature ab, wenn du nicht möchtest, dass OpenAI Modelle mit deinen Inhalten trainiert.

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Depotumzug: Was du unbedingt beachten solltest

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Ein Depotumzug kann Gebühren sparen – birgt aber auch Fallstricke, wenn Fristen oder steuerliche Aspekte übersehen werden. Wichtig ist, den Transfer sorgfältig zu planen. So gelingt der Wechsel reibungslos und ohne unnötige Kosten.

Eine Depoteröffnung bei einem Onlinebroker dauert heutzutage meist nur wenige Minuten. Denn die Anträge können digital ausgefüllt und per Video-Ident bestätigt werden. Sobald die Verifizierung abgeschlossen ist, wird das Depot freigeschaltet – meist sogar noch am selben Tag.

Auch ein Depotumzug stellt sich daher in der Regel als unkompliziert dar. Denn die meisten Broker bieten auch diesen Prozess komplett digital an. Dennoch gibt es beim Depotumzug einige Dinge zu beachten.

Darauf solltest du beim Depotumzug achten

Wer seine Aktien, Fonds oder ETFs in ein neues Depot übertragen möchte, muss diese nicht verkaufen. Denn es ist möglich, diese Wertpapiere direkt in ein neues Depot umzuziehen. Dabei sind jedoch einige Aspekte wichtig, die zuvor bedacht werden sollten.

Vorab solltest du vor allem überprüfen, ob deine bereits vorhandenen Assets beim neuen Anbieter handelbar sind. Auch solltest du prüfen, ob deine gewünschten Handelsplätze vorhanden sind. Der Transfer dieser Wertpapiere ist meist kostenfrei. Es können jedoch trotzdem Gebühren anfallen, über die du dich vorab informieren solltest.

Auch der zeitliche Aspekt sollte beachtet werden. Denn ein Depotumzug kann mehrere Wochen dauern – und in dieser Zeit sind deine betroffenen Wertpapiere meist nicht handelbar. Zusätzlich solltest du auf die Übertragung von Sparplänen, Freistellungsaufträgen sowie Verlustverrechnungstöpfe achten, damit dir später keine steuerlichen Nachteile entstehen.

Bevor dein altes Depot geschlossen wird, solltest du außerdem eine Datensicherung vornehmen. Wichtige Unterlagen wie Kaufabrechnungen oder steuerliche Bescheinigungen sollten lokal gesichert werden.

Depotumzug ohne Brokerwechsel

Erst kürzlich hat der Onlinebroker Scalable die Depots seiner Kunden auf eine neue Plattform transferiert. Bisher wurden diese bei der Baader Bank verwaltet, nun sind sie aber auf eine eigene Scalable-Platt­form umge­zogen.

Auch bei einem solchen Depotumzug gibt es einiges zu beachten. Dabei solltest du dich vor allem informieren, was genau automatisch transferiert wird und ob dies beispielsweise auch für Frei­stellungs­aufträge gilt.

Außerdem ist es ratsam, vor dem Depotumzug eine Datensicherung vorzunehmen. Hier können unter anderem eine Depotübersicht sowie Einstandskurse sinnvoll sein. Auch Dokumente aus dem Postfach sollten separat gespeichert werden.

Zudem solltest du Fristen während des Depotumzugs beachten. Denn hier kann es während der Umstellungs­prozesse zu Einschränkungen kommen, die Käufe und Verkäufe auf der alten Plattform einschränken.

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ChatGPT: Erinnerungsfunktion aktivieren – so funktioniert’s

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ChatGPT Erinnerungsfunktion aktivieren OpenAI KI Künstliche Intelligenz

ChatGPT hat ein ziemlich gutes Gedächtnis und kann zu allen möglichen Dingen Auskunft geben. Der KI-Chatbot aus dem Hause OpenAI ist aber auch in der Lage, sich Einzelheiten aus deinen Gesprächen zu merken und diese in neue Unterhaltungen einfließen zu lassen. So kannst du die Erinnerungsfunktion von ChatGPT aktivieren.

Nutzer können sich mit ChatGPT über eine große Bandbreite an Themen unterhalten – von Alltagsfragen über Politik und Wissenschaft bis hin zu kreativen Projekten. Dabei ist der KI-Chatbot auch in der Lage, sich über mehrere Gespräche hinweg an bestimmte Dinge zu erinnern.

OpenAI will nach eigenen Angaben mit der Hilfe dieser Funktion „zukünftige Chats hilfreicher gestalten“. Denn Nutzer müssen gespeicherte Erinnerungen nicht immer wiederholen, das System kann auf sie zugreifen und sie in neue Unterhaltungen einfließen lassen.

So kannst du die Erinnerungsfunktion bei ChatGPT aktivieren

Die Erinnerungsfunktion von ChatGPT kannst du in nur wenigen Schritten in deinen Einstellungen vornehmen. Hier hast du auch die Kontrolle darüber, welche Informationen gespeichert sind.

Willst du die Erinnerungsfunktion nutzen, klicke bei ChatGPT auf deinen Namen, um die Einstellungen zu öffnen. Navigiere nun zum Punkt „Personalisierung“.

Hier findest du den Menüpunkt „Erinnerung“, unter dem du „Gespeicherte Erinnerungen berücksichtigen“ über einen Schieberegler direkt aktivieren kannst. Dieser ist dann blau hinterlegt. ChatGPT kann nun Erinnerungen speichern und beim Antworten berücksichtigen.

Zusätzlich hast du hier die Möglichkeit, auch den Chatverlauf in künftige Antworten einzubeziehen. Denn ChatGPT kann auch den Chatverlauf berücksichtigen, wodurch der Chatbot auch die letzten Gespräche beim Antworten berücksichtigt.

Gespeicherte Erinnerungen gehen nicht verloren

In den Einstellungen hast du außerdem Zugriff auf die gespeicherten Erinnerungen. Diese kannst du einsehen und auch bearbeiten. Klicke hierfür auf den Button „Verwalten“ in den Erinnerungseinstellungen. So behältst du die Kontrolle über die Informationen, die in künftige Gespräche einfließen.

ChatGPT macht hier auch einen Unterschied zwischen gespeicherten Erinnerungen und der Berücksichtigung vorhergehender Chats. In den Einstellungen heißt es dazu: ChatGPT versuche, sich an deine letzten Chats zu erinnern. Dabei könne das System allerdings „im Laufe der Zeit Dinge vergessen“. Das gelte allerdings nicht für gespeicherte Erinnerungen, die vergesse ChatGPT nicht.

Hast du in den Einstellungen über „Verwalten“ die gespeicherten Erinnerungen geöffnet, kannst du alles einsehen, was ChatGPT sich über dich gemerkt hat. Du hast hier die Möglichkeit, die Erinnerungen nach dem Alter zu sortieren oder zu kopieren.

Auch kannst du sowohl einzelne Erinnerungen löschen, wenn du diese aus dem Gedächtnis von ChatGPT entfernen willst. Klicke hierfür auf die drei Punkte neben der Erinnerung und klicke auf „Löschen“.

Es ist außerdem möglich, alle Erinnerungen auf einmal zu löschen. Hierfür klickst du ganz oben neben der Suchleiste auf die drei Punkte und wählst an dieser Stelle „Alle Erinnerungen löschen“ aus.

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Feststoffbatterie: Neuer Hightech-Akku aus Europa

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Der kroatische Automobilhersteller Rimac arbeitet an einer neuen Feststoffbatterie, die die Versorgung von E-Autos auf ein neues Level heben könnte. Das Paket soll bis zu 30 Kilogramm leichter sein als klassische Akkus und dabei deutlich mehr Energie bieten.

Feststoffbatterien gelten als eine der vielversprechendsten Zukunftstechnologien der Automobilindustrie. Denn sie können deutlich höhere Energiedichten als heute gängige Lithium-Ionen-Batterien erreichen.

Für Automobilkonzerne kann das entscheidende Vorteile in Sachen Reichweite von E-Autos bringen. Denn bei gleichem Gewicht können Feststoffbatterien mehr Reichweite ermöglichen.

Das kroatische Unternehmen Rimac Technology rückt dem Traum von Feststoffbatterien für die Straße mit seinen aktuellen Entwicklungen nach eigenen Angaben deutlich näher, wie das britische Fachmagazin Autocar berichtet. Bis zum Ende des Jahrzehnts wolle der Hersteller seine Feststoffbatterien auf den Markt bringen.

Revolutioniert diese Feststoffbatterie aus Europa die Elektromobilität?

Feststoffzellen bieten auch durch ihre Bauweise zusätzliche Vorteile für die Automobilindustrie, da sie ohne flüssige, brennbare Elektrolyte auskommen. Dadurch können diese Akkus wesentlich widerstandsfähiger gegenüber Überhitzung oder Bränden sein.

Zudem bieten Feststoffbatterien schnellere Ladezeiten und eine längere Lebensdauer. Das wiederum hat Auswirkungen auf die langfristigen Kosten sowie den Komfort der Fahrer.

Die Festkörperbatterie der Firma Rimac, die sich derzeit in Tests befindet, soll auf eine Kapazität von 100 Kilowattstunden kommen. Der kroatische Hersteller arbeitet hieran zusammen mit dem Zellhersteller ProLogium und den Verbundwerkstoffexperten von Mitsubishi

Rimac verspricht sich von seinem Prototypen eine um 20 bis 30 Prozent höhere Energiedichte als bei einer herkömmliche Batterie. Dabei ist die Feststoffzelle außerdem rund 30 Kilogramm leichter. Grund hierfür ist das sehr leichte sowie extrem steife Verbundgehäuse, das von Mitsubishi beigesteuert wird.

Keine serienmäßige Großproduktion geplant

Nurdin Pitarevic, der stellvertretende CEO der Rimac Group, erklärt im Interview mit Autocar, dass die entwickelte Feststoffbatterie bis zum Ende des Jahrzehnts auf die Straßen kommen soll. Das könnte in einem neuen Bugatti-Modell der Fall sein, das der Automobilhersteller 2030 auf den Markt bringen will.

Pitarevic geht außerdem davon aus, dass die Kosten der Feststoffbatterie bis zum Jahr 2035 mit aktuellen Standardzellen gleichziehen werden. Der kroatische Hersteller habe jedoch keine Absicht Festkörperbatterien in Serie zu konventionellen Preisen herzustellen. Es sei jedoch denkbar, dass Rimac die eigene Technologie für die Batterieherstellung an andere Unternehmen lizensiert.

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Heimspeicher: Multilevel-Wechselrichter soll Stromverluste reduzieren

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Sie gelten als technischer Hoffnungsträger für die Energiewende: Multilevel-Wechselrichter versprechen, Solarstrom effizienter und netzfreundlicher nutzbar zu machen. Doch wie groß ist ihr tatsächliches Potenzial für die Optimierung der Solarstromerzeugung?

Herkömmliche Wechselrichter sind das Herzstück einer jeden Solaranlage. Denn die verbauten Solarmodulen erzeugen Gleichstrom, der allerdings so nicht im Haushalt genutzt oder in das Stromnetz eingespeist werden kann.

Der Wechselrichter kann diesen Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln und die Energie so nutzbar machen. Je effizienter diese Umwandlung stattfindet, desto mehr der gewonnenen Sonnenenergie kann tatsächlich auch genutzt werden.

Der Multilevel-Wechselrichter arbeitet zwar nach einem ähnlichen Grundprinzip, is jedoch technisch aufwendiger. Denn in diesem Gerät wird der Wechselstrom nicht in wenigen groben Stufen, sondern in vielen kleinen Abstufungen – den sogenannten Multileveln – erzeugt.

Dadurch kommt der erzeugte Strom dem idealen Netzstrom näher und es entstehen weniger Verluste. So kann mehr von der erzeugten Solarenergie tatsächlich nutzbar gemacht und gleichzeitig das Stromnetz geschont werden.

Die komplexere Technik und höheren Anforderungen an Steuerung und Aufbau erzeugen jedoch auch steigende Kosten. Wie praktikabel sind Multilevel-Wechselrichter also für die Solarenergie wirklich?

Können Multilevel-Wechselrichter die Solarenergie effizienter machen?

Speicher für Solaranlagen, in denen ein Multilevel-Wechselrichter verbaut ist, gelten als besonders effizient und sicher. Gleichzeitig sind sie zusätzlich aber auch langlebiger.

Fällt bei einem Speichersystem mit herkömmlichem Wechselrichter ein Batteriemodul aus, kann das das gesamte System lahmlegen. Multilevel-Wechselrichter hingegen können ein ausgefallenes Modul umgehen und die Energieversorgung über die übrigen Batteriezellen aufrechterhalten.

Auch Autobauer wie der Konzern Stellantis greifen bereits auf dieses System zurück. Zusammen mit dem französischen Batteriehersteller Saft sowie Forschern der Sorbonne Université und der Université Paris-Saclay hat Stellantis bereits das erste Prototypenfahrzeug mit dem „bahnbrechenden“ Intelligent Battery Integrated System (IBIS) in den Praxistest geschickt.

Die Forscher haben Wechselrichter und Ladeelektronik dabei direkt in das Batterie-System IBIS integriert. So können rund 40 Kilogramm Gewicht eingespart sowie bis zu 17 Liter Volumen freigemacht werden.

Warum wird die Technologie noch nicht für Solaranlagen eingesetzt?

Neu ist die Technologie hinter den Multilevel-Wechselrichtern jedoch nicht. Sie wird beispielsweise bei Hochspannungs-Gleichstromübertragungen schon seit Jahrzehnten eingesetzt, wie Jochen Siemer, Redakteur beim Branchenportal PV Magazine, im Gespräch mit YouTuber Felix Goldbach erklärt.

Forscher am Vellore Institute of Technology in Indien haben nun einen neuartigen Multilevel-Wechselrichter entwickelt, der Solarstrom besonders effizient in nutzbaren Wechselstrom umwandeln kann. Das System arbeitet mit 37 fein abgestuften Spannungsebenen und kann so den erzeugten Strom deutlich gleichmäßiger bereitstellen.

Die Messungen der Forscher zeigen unter Laborbedingungen bereits einen Wirkungsgrad von rund 93 Prozent. Gleichzeitig konnten störende Verzerrungen im Stromsignal deutlich reduziert werden, was die Effizienz des Gesamtsystems weiter verbessert und angeschlossene Geräte schont.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Multilevel-Wechselrichter künftig dazu beitragen könnten, mehr nutzbaren Strom aus derselben Menge Solarenergie zu gewinnen. Für die Nutzung in Elektroautos oder stationären Speichern befinden sich Multilevel-Wechselrichter jedoch noch in der Laborphase. Denn bislang kann die gesteigerte Effizienz die höheren Kosten noch nicht ausgleichen.

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Sind E-Autos für Fußgänger gefährlicher als Verbrenner?

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E-Autos für Fußgänger gefährlicher Elektroautos Elektromobilität Straßenverkehr

Elektroautos sind schwerer als herkömmliche Verbrenner und in ihrem Betrieb dabei deutlich leiser. Doch sind sie deshalb gefährlicher für Fußgänger als Benziner oder Diesel? Eine Analyse der University of Leeds gibt Aufschluss.

Seit ihrer Einführung stehen Elektroautos immer wieder unter dem Verdacht, für andere Verkehrsteilnehmer gefährlicher zu sein als klassische Verbrenner. Kritiker verweisen vor allem auf das höhere Fahrzeuggewicht vieler E-Autos, das bei einem Zusammenstoß zu schwereren Verletzungen führen könnte.

Hinzu kommt die Sorge, dass E-Autos bei niedrigen Geschwindigkeiten deutlich leiser sind und von Fußgängern oder Radfahrern schlechter wahrgenommen werden könnten. Aber auch die schnelle Beschleunigung mancher Modelle gilt als potenzieller Risikofaktor, die die Debatte um die Sicherheit von E-Autos im Straßenverkehr befeuern.

Forscher der University of Leeds haben sich der Frage gewidmet, ob Elektroautos im Straßenverkehr tatsächlich gefährlicher für Fußgänger sind. Die Ergebnisse der Untersuchung dürften Kritikern einen Teil ihrer Bedenken nehmen und die Debatte um die Sicherheit von Elektroautos spürbar versachlichen.

Sind E-Autos gefährlicher für Fußgänger?

Die Forscher haben für ihre Studie zur Fußgängersicherheit die Daten der STATS19-Datenbank untersucht. Dabei handelt es sich um die offizielle Datenbank des britischen Verkehrsministeriums, in der alle gemeldeten Verkehrsunfälle gelistet sind. Für die Studie, die im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht wurde, haben die Forscher um Professor Zia Wadud die Unfallstatistik der Jahre von 2019 bis 2023 ausgewertet.

Im untersuchten Zeitraum waren insgesamt 71.979 Fußgänger in Verkehrsunfälle mit Autos, Taxis oder privaten Mietwagen verwickelt. 7,36 Prozent der Unfälle entfielen dabei auf Hybridfahrzeuge, 1,38 Prozent auf E-Autos sowie 91,25 Prozent auf konventionelle Fahrzeuge.

Doch obwohl sich die Unfallzahlen für Elektrofahrzeuge und konventionelle Fahrzeuge deutlich unterscheiden, sind die Unfallraten anhand der gefahrenen Kilometer und des Fahrzeugaufkommens auf den Straßen sehr ähnlich. Denn die Forscher haben eine jährliche Fahrleistung von rund 250 Milliarden Meilen in Großbritannien betrachtet.

Für Elektrofahrzeuge lag die Zahl der Fußgängerunfälle pro Milliarde gefahrener Meilen demnach bei 57,8. Die nicht-elektrische Fahrzeuge lagen mit 58,9 Fußgängerunfälle pro Milliarde gefahrener Meilen nur leicht darüber.

E-Autos verfügen über bessere Sicherheitstechnologien

„Es gab zwei Bedenken hinsichtlich Elektrofahrzeugen und der Verkehrssicherheit“, erklärt Wadud, der Professor für Mobilität und Energiezukunft in Leeds ist. „Erstens, ob Elektrofahrzeuge die Zahl der Kollisionen mit Fußgängern erhöhen würden, da sie leiser sind als herkömmliche Fahrzeuge. Zweitens, ob bei einer Kollision die Verletzungen der Fußgänger schwerwiegender wären, wenn ein Elektrofahrzeug beteiligt ist, da diese Fahrzeuge schwerer sind.“

Die Studienergebnisse belegen laut Wadud nun, dass „dies nicht der Fall ist“. Seine Hoffnung ist nun, dass die Ergebnisse etwaige Vorurteile hinsichtlich der Sicherheit von Elektrofahrzeugen ausräumen werden.

Wadud sieht als eine mögliche Erklärung für diese Ergebnisse das Alter der Elektrofahrzeuge. Denn diese seien in der Regel viel neuer und teuer und daher meist auch mit besseren Sicherheitstechnologien ausgestattet. Diese Technologien würden helfen, Unfälle zu vermeiden oder deren Auswirkungen zu begrenzen.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass wir der Öffentlichkeit und den politischen Entscheidungsträgern versichern können, dass Elektrofahrzeuge nicht nur besser für den Planeten sind, sondern auch kein größeres Risiko für Fußgänger darstellen als die derzeit auf den Straßen fahrenden Benzin- oder Dieselfahrzeuge.

Auch die Sorge, das deutlich höhere Gewicht der E-Autos könne zu schwereren Verletzungen bei Unfällen führen, kann die Studie nicht bestätigen. Hierfür gebe es keine statistischen Belege in den Daten.

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Forscher entwickeln hocheffizienten Mikroplastikfilter für Waschmaschine

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Mikroplastik stellt weltweit eine große Belastung für Mensch und Natur dar. Ein Forscherteam hat nun einen Mikroplastikfilter für Waschmaschinen entwickelt, der sich an den Kiemen von Fischen orientiert. So können selbst winzige Kunststoffpartikel besonders effizient aus dem Abwasser gefiltert werden.

Mikroplastik gilt als eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Denn die winzigen Kunststoffpartikel lagern sich weltweit in Gewässern, Böden und sogar in der Luft ab.

Experten gehen davon aus, dass Mikroplastik ernsthafte Gesundheitsschäden verursachen kann. Denn auch im Gehirn, der Muttermilch oder der Plazenta konnten diese winzig kleinen Partikel bereits nachgewiesen werden.

Die kleinen Teilchen entstehen beispielsweise durch den Abrieb von Autoreifen oder den Zerfall größerer Plastikabfälle in der Natur. Aber auch beim Waschen unserer Kleidung gelangt durch Abrieb Mikroplastik in das Abwasser.

Forscher der Universität Bonn und des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik haben deshalb nun einen Mikroplastikfilter für Waschmaschinen entwickelt. Dieser orientiert sich am Kiemenbogensystem von Fischen und kann mehr als 99 Prozent der Kunststofffasern aus dem Abwasser von Waschmaschinen filtern.

Für Waschmaschinen: Mikroplastikfilter von Fischen inspiriert

Ist Mikroplastik erst einmal in der Umwelt freigesetzt worden, können die Kleinstteilchen wieder von Organismen aufgenommen werden. So können sie auch entlang der Nahrungskette weitergegeben werden. Die Folgen für Ökosysteme und die menschliche Gesundheit sind potenziell gravierend, aber noch nicht vollständig erforscht.

Um die Menge an Mikroplastik zu reduzieren, die beim Waschen von Kleidung entsteht, haben Forscher der Universität Bonn nun einen Filter entwickelt. Dieser ist vom Kiemenbogensystem von Fischen inspiriert und konnte in ersten Tests bereits 99 Prozent der Kunststofffasern aus dem Abwasser von Waschmaschinen entfernen.

Die Forscher, die den Filter zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik entwickelt haben, arbeiten derzeit am EU-weiten Patent ihrer Entwicklung. Ihre Arbeit haben sie in der Fachzeitschrift npj Emerging Contaminants veröffentlicht, die Patentierung in Deutschland ist bereits abgeschlossen.

Laut den Forschern entstehen durch das Abwasser einer Waschmaschine in einem Vier-Personen-Haushalt jährlich 500 Gramm Mikroplastik. Verantwortlich ist hierfür hauptsächlich der Abrieb von Textilien.

So können die kleinen Teilchen direkt in den Klärschlamm von Kläranlagen gelangen. Dieser wiederum wird häufig als Dünger verwendet, wodurch die Mikroplastikteilchen auf den Feldern landen können.

Wie funktioniert der Mikroplastikfilter?

Die Lösung für dieses Problem könnte ein Mikroplastikfilter sein, der sich an den Kiemenbogensystemen von Fischen wie Makrelen, Sardinen und Sardellen orientiert. Diese Fische schwimmen mit offenem Maul durchs Wasser und filtern für ihre Ernährung Plankton heraus.

„Wir haben uns die Konstruktion dieses Systems genauer angesehen und es als Vorbild für die Entwicklung eines Filters genommen, der in Waschmaschinen eingesetzt werden kann“, erklärt Hauptautorin Dr. Leandra Hamann vom Institut für Organismische Biologie der Universität Bonn. Im Laufe der Evolution habe sich das Kiemenbogensystem wie ein Trichter geformt, der am Maul des Fisches am breitesten ist und sich zum Rachen hin verjüngt.

Dieser Trichter wiederum weist eine kammartige Strukturen auf. Dadurch entsteht eine Art Netz, das sich über die Kiemenbögen spannt und als Filter dient.

„Während der Nahrungsaufnahme fließt das Wasser durch die durchlässige Trichterwand, wird gefiltert und das partikelfreie Wasser wird dann über die Kiemen wieder an die Umgebung abgegeben“, erklärt Co-Autor Prof. Dr. Alexander Blanke. „Das Plankton ist dafür jedoch zu groß; es wird von der natürlichen Siebstruktur zurückgehalten. Dank der Trichterform rollt es dann in Richtung Schlund, wo es gesammelt wird, bis der Fisch schluckt, wodurch das System geleert und gereinigt wird.“

Genau an diesem System haben sich die Forscher orientiert. So konnte ein Filter entstehen, der mehr als 99 Prozent der Mikroplastikpartikel aus dem Wasser filtern kann – ohne dabei zu verstopfen.

Das gefilterte Mikroplastik sammelt sich dabei im Filterauslass und wird mehrmals in der Minute abgesaugt. Laut den Forschern könnte dieses künftig in der Waschmaschine gepresst werden, um das restliche Wasser zu entfernen. Das so entstehende Kunststoffgranulat könnte dann über den Hausmüll entsorgt werden.

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Lithium-Luft-Batterie bringt E-Autos in Reichweite von Verbrennern

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Lithium-Luft-Batterie Reichweite Verbrenner E-Auto

Japanische Forscher haben eine Lithium-Luft-Batterie mit einer Kapazität von rund einer Wattstunde entwickelt. Mit dieser hohen Leistung und einer längeren Lebensdauer könnte dieser Akku elektrische Reichweiten künftig an die von Verbrennern heranbringen.

Lithium-Ionen-Akkus gelten derzeit als Standard in der Elektromobilität. Sie sind vergleichsweise sicher und bieten ein effizientes Energiespeichersystem. Denn auch bei hohen Leistungsdichten erlauben sie tausende Ladezyklen.

Doch die Technologie stößt inzwischen auch an ihre Grenzen, da die Energiedichte nur noch langsam ansteigt, was wiederum die Reichweite begrenzt und das Batteriegewicht hoch hält. Auch Rohstoffabhängigkeiten, thermische Risiken wie Überhitzung und die daraus resultierende aufwendige Kühlung bilden Herausforderungen in der Elektromobilität.

Aus diesen Gründen arbeiten Forscher weltweit an Alternativen für die Elektromobilität. Steigende Anforderungen an Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Sicherheit und Ressourceneffizienz lassen sich mit der aktuellen Technologie nur begrenzt erfüllen.

Forscher aus Japan haben daher nun eine Lithium-Luft-Batterie entwickelt, die in Zukunft Lithium-Ionen-Akkus als Standard in der Elektromobilität ersetzen könnten. Denn laut den Forschern gelten die Lithium-Luft-Batterien als „ultimative wiederaufladbare Batterien“.

Können E-Autos mit der Lithium-Luft-Batterie Reichweiten von Verbrennern erreichen?

Die Wissenschaftler vom National Institute for Materials Science (NIMS) konnten bei ihrer Arbeit drei Schwachstellen bisheriger Lithium-Luft-Batterien eliminieren. So konnten Leistung, Lebensdauer und Stabilität gesteigert werden.

Die von den Forschern entwickelte Lithium-Luft-Batterie nutzt den Sauerstoff aus der Luft. Dieser strömt durch neu angeordnete Kanäle gleichmäßig in die Batterie, wodurch die chemischen Reaktionen stabilisiert werden konnten. So konnten die Forscher die Energiedichte des Akkus erheblich steigern.

Auch eine Wärmebehandlung der Elektrode konnte zu dem erfolgreichen Testlauf der Batterie beitragen. Dabei haben die Forscher den enthaltenen Kohlenstoff auf rund 2100 Grad Celsius erhitzt. Es entstand eine beständigere Struktur, die der Batterie mehr Stabilität bringt.

Forschung steht noch am Anfang

Die Forscher haben für ihre Tests einen Prototypen einer gestapelten Lithium-Luft-Batterie verwendet. Dieser enthielt Elektroden mit einer Größe von vier mal vier Zentimetern und konnte eine Kapazität von bis zu einer Wattstunde erreichen.

Der Prototyp konnte 19 Auf- und Endlade-Zyklen ohne Verluste durchlaufen. Erst danach ließ die Leistung des Systems nach. Für die Forscher stellt dies „eine bemerkenswerte Stabilität für diese frühe Entwicklungsphase“ dar.

Pro Kilogramm konnte die Prototyp-Zelle eine Energiedichte von 130 Wattstunden erreichen. Das ist nahezu das Doppelte im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien.

Die Forscher gehen davon aus, dass künftig Energiedichten von mehr als 700 Wattstunden pro Kilogramm mit dieser Technologie möglich wären. Damit könnten E-Autos theoretisch auch an die Reichweite von Verbrennern heranreichen.

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Wie viel Zeit Arbeitnehmer am Smartphone vergeuden

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Arbeitnehmer Smartphone Zeit Arbeitszeit

Das Smartphone ist als ständiger Begleiter auch tief in den Arbeitsalltag hineingewachsen. Dabei werden aus kurzen Blicken schnell längere Unterbrechungen. Damit entsteht ein stiller Zeitfresser, den viele unterschätzen.

Das Smartphone hat sich in den vergangenen 15 Jahren bei vielen Menschen einen festen Platz im Alltag erobert. Im Jahr 2024 nutzten in Deutschland 71,3 Millionen Menschen ein Smartphone, im Jahr 2014 lag die Zahl noch bei 41,1 Millionen.

Mit immer mehr Funktionen, besseren Kameras und der Unterstützung durch Künstliche Intelligenz ist es kaum verwunderlich, dass diese Zahlen in den kommenden Jahren weiter ansteigen werden. Prognosen zufolge könnten im Jahr 2030 bereits 72,5 Millionen Menschen in Deutschland ein Smartphone besitzen.

Diese zahlen machen sich auch im Arbeitsalltag bemerkbar. Denn immer mehr Menschen lassen sich während der Arbeit von Push-Benachrichtigungen oder Chat-Mitteilungen ablenken.

So viel Zeit verbringen Arbeitnehmer am Handy

Obwohl viele Arbeitnehmer während ihrer Tätigkeit auf das Smartphone angewiesen sind, entfällt ein Großteil der am Handy verbrachten Zeit auf private Zwecke. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschers YouGov im Auftrag des Onlinehändlers Galaxus bestätigt das im Detail.

Für die Umfrage wurden mehr als 5.000 Menschen in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien zu ihrer Smartphone-Nutzung am Arbeitsplatz befragt. Bei den Antworten zeichnet sich ein eindeutiges Bild.

Denn Befragte aus allen Ländern gaben bei der Umfrage an, ihr Smartphone während der Arbeit überwiegend für private Zwecke zu nutzen. 65 Prozent der Befragten nutzen ihr Smartphone dabei für persönliche Anrufe oder Chats.

Platz zwei in der Umfrage zur privaten Nutzung des Smartphones am Arbeitsplatz belegt die Kategorie Information. Denn 51 Prozent der Befragten checken über das private Smartphone Nachrichten während der Arbeit.

Auch soziale Netzwerke kommen bei der privaten Nutzung nicht zu kurz. Denn 41 Prozent der Befragten greifen während der Arbeit zum Smartphone, um Facebook, Instagram und Co. zu checken.

Produktivitätskiller Smartphone am Arbeitsplatz

Doch die ständige Präsenz des Smartphones im Arbeitsalltag stellt für viele Unternehmen ein unterschätztes Produktivitätsrisiko dar. Denn das kurze Checken von Nachrichten oder sozialen Netzwerken zerreißt den Arbeitsfluss und stört die Konzentration.

Zusätzlich verlängert sich die Zeit, die Beschäftigte benötigen, um wieder vollständig konzentriert zu sein. Da das Gehirn permanent zwischen Aufgaben und Reizen hin- und herwechseln muss, kann sich dieses Verhalten negativ auf die Fehleranfälligkeit und auch das Stresslevel auswirken.

Für Unternehmen kann das spürbare wirtschaftliche Folgen haben. Denn die ständige Ablenkung durch das Smartphone am Arbeitsplatz kann Prozesse ausbremsen und so auch Projektlaufzeiten verlängern. Dadurch wiederum können Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden leiden, aber auch Kosten steigen.

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