Enhanced Games statt Olympia? Kein offizieller Weltrekord – aber eine Werbeshow für Steroide



Das US-Heimatschutzministerium hat die Nutzung von DeepSeek in zivilen Bundesbehörden strikt verboten. Wegen Sicherheitsbedenken müssen die bestehenden Implementierungen und auch Dienste von Drittanbietern zwingend entfernt werden. (Weiter lesen) 

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Chinesische Autobauer läuten eine neue Generation im E-Auto-Markt ein. Ab 2027 soll der Natrium-Ionen-Akku die Steuerung moderner Niedervolt-Bordnetze übernehmen. Die neue Batterietechnik könnte Kosten sowie Gewicht einsparen und funktioniert selbst bei niedrigen Temperaturen.
Der chinesische Batteriehersteller Xupai will ab dem Jahr 2027 die Elektroautomarke Arcfox aus der BAIC-Gruppe mit neuartigen Natrium-Ionen-Akkus beliefern. Mindestens 200.000 Fahrzeuge sollen laut den Angaben mit der neuen Technik produziert werden. Doch der Akku hat eine Besonderheit: Er treibt nicht die Räder an. Das System übernimmt die Rolle der klassischen Hilfsbatterie im 12-Volt-Bordnetz. Das kann man sich wie einen digitalen Zündschlüssel vorstellen, der Displays, Scheinwerfer und Assistenzsysteme aufweckt, bevor der Hauptantrieb startet.
Eine Analyse zeigt, dass der entscheidende Vorteil beim Preis liegt. Hochrate-Lithium-Akkus für Niedervolt-Anwendungen kosten Autobauern demnach derzeit 0,12 bis 0,20 US-Dollar pro Wattstunde. Natrium-Ionen-Zellen schlagen dagegen mit nur 0,10 US-Dollar pro Wattstunde zu Buche.
Das System birgt einige Vorteile für Autofahrer. Natrium-Ionen-Batterien arbeiten in einem Temperaturbereich von minus 20 bis plus 80 Grad Celsius ohne Probleme. Ein eigenes Thermomanagementsystem ist nicht notwendig. Das bedeutet, dass Autobauer auf den Einbau einer Kühlung für die Hilfsbatterie verzichten können.
Das spart Bauteile, reduziert das Gewicht und die Kosten. Herkömmliche Lithium-Akkus büßen ab 40 Grad Celsius Leistung ein und lassen sich unter minus 20 Grad Celsius nur noch sehr schwer laden.
Sie sind als Hilfsbatterie also nicht die beste Lösung; kosten zwar nur 0,06 US-Dollar pro Wattstunde, sind für Fahrzeuge jedoch eher ungeeignet. Grund ist, dass sie die geforderten schnellen Stromspitzen schlicht nicht abgeben können, wenn moderne Bordsysteme zum Leben erwachen.
Der globale Automobilmarkt für Niedervolt-Systeme soll von circa 2,1 Milliarden US-Dollar auf geschätzte 2,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 wachsen. Der Dienstleister IAV schätzt, dass Natrium-Ionen-Batterien innerhalb der nächsten zehn Jahre bis zu 90 Prozent aller Niedervolt-Anwendungen im Auto übernehmen könnten.
Denn softwaregesteuerte Fahrzeuge benötigen immer mehr Strom für Fahrassistenten und smarte Cockpits. Künftig gewinnt deshalb auch der Trend zu 48-Volt-Bordnetzen an Bedeutung. Bei höherer Spannung transportiert das Netz dadurch mehr Energie bei geringerer Stromstärke. Folglich können Autohersteller deutlich dünnere und leichtere Kabelbäume verbauen.
Obwohl Forscherteams seit Jahrzehnten an der Technologie arbeiten, litten frühere Generationen unter schnellem Kapazitätsverlust und hohen Kosten. Doch diese Hürden sollen jetzt überwunden sein. Ab 2027 kommt die Natrium-Ionen-Technologie auf die Straßen. Nicht als lauter Hauptantrieb, sondern als hoffentlich verlässliches System im Hintergrund.
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Chinesische KI-Modelle sind der Konkurrenz aus den USA kaum noch unterlegen – und kosten dabei einen Bruchteil. Viele Unternehmen wechseln daher zu einem Anbieter aus Fernost – und die großen US-Konzerne geraten unter finanziellen Druck. Aber wie können die Betreiber solche Spottpreise überhaupt finanzieren? Und warum sind wir nicht alle längst umgestiegen? Eine kommentierende Analyse.
Dass chinesische Firmen ihre Modelle so viel günstiger anbieten können, hat mehrere Gründe: billiger Strom, staatliche Zuschüsse und nicht zuletzt die Nutzung von bereits vorhandenem Wissen aus amerikanischen Modellen per Destillation. Bei dieser Praxis lernt ein kleineres Modell von einem größeren. Trotzdem sind auch die chinesischen KIs noch lange nicht profitabel. DeepSeek erzielt nach Schätzungen einen Jahresumsatz von 500 Millionen US-Dollar – das Unternehmen wird jedoch mit 74 Milliarden Dollar bewertet. Das Geheimnis lautet also auf beiden Seiten des Pazifiks: Subventionen. Auf chinesischer Seite in erster Linie vom Staat – über 60 Prozent aller Beteiligungen an chinesischen Chips und Servern sollen laut IBT von staatsnahen Quellen stammen. Auf amerikanischer Seite eher von Investoren, die auf die jeweiligen Börsengänge setzen.
Für Anthropic und OpenAI ergibt sich mit der chinesischen Konkurrenz im Nacken ein Rennen mit der Zeit. Eigentlich sollten die hohen Entwicklungskosten mit den teuren Spitzenmodellen wieder amortisiert werden. Doch die Preise sind durch das immer breiter werdende Angebot gedeckelt. Künstliche Intelligenz aus China ist für die meisten Kunden gut genug – und deutlich günstiger. Eine echte Kundenbindung dürfte es in der noch jungen Branche kaum geben.
Genau jetzt kommen unter anderem diese beiden Unternehmen um die Ecke und fordern eine weltweite Verlangsamung der KI-Entwicklung. Offiziell soll so Zeit gewonnen werden, die Modelle sicherer zu machen und bessere Regulierungen zu schaffen. Kritiker sind jedoch der Meinung, dass auf diese Weise die günstigere Konkurrenz ausgebremst werden soll. Was davon stimmt, lässt sich von außen kaum sagen. Klar ist aber, dass die Forderungen nach mehr Sicherheit gut mit den Geschäftsinteressen zusammenpassen.
Für private Nutzer dürften die chinesischen Modelle fast immer ausreichen. Die Gegenargumente liegen woanders: Es ist kein Geheimnis, dass bei der Nutzung einer chinesischen App oder Schnittstelle Daten nach China geschickt werden. Zudem bekommen Nutzer nur Antworten, die den Vorgaben der dortigen Internetbehörde entsprechen. Die Modelle sind in der Regel Open-Weight und lassen sich auf eigener Hardware betreiben – so behält man immerhin die Kontrolle über seine Daten. Generell spricht wenig gegen die Nutzung günstiger Modelle. Nur bei sensiblen Daten oder politischen Themen sollte man genauer hinsehen. Wer sich mit dem Thema auskennt, kann auch einfach den pragmatischen Weg wählen und jede Anfrage an das günstigste Modell richten, das diese gut genug bearbeiten kann.
Wie es weitergehen wird? Das zeigen uns chinesische Bestrebungen in anderen Bereichen. Sei es der Einzelhandel oder die Automobilindustrie. Der Markt wird mit billigen Angeboten überschwemmt und so nach und nach übernommen. Vor allem günstige Modelle für Alltagsaufgaben werden in Zukunft vermehrt aus China kommen.
Gleichzeitig dürfte sich ein Markt für Premium-Modelle bilden, die auch die komplexesten Aufgaben erfüllen können. Die Frage ist nur, wie groß dieser Markt sein wird. Davon wird das Wohl der großen amerikanischen Anbieter abhängen. So oder so wird es weniger darum gehen, das leistungsstärkste Modell zu stellen, als darum, den Nutzern ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis bieten zu können.
Künstliche Intelligenz aus China ist aber keine völlig sichere Bank. Zum einen gibt es einen politischen Machtkampf. Die US-Regierung sucht momentan nach Möglichkeiten, die Verbreitung von Alternativen aus dem Ausland zu bremsen. Zum anderen wird auch China mit der Technologie irgendwann Geld verdienen wollen. Die Modelle können günstiger angeboten werden – aber nicht dauerhaft so günstig wie momentan. Von DeepSeek und Moonshot ist bekannt, dass sie jeweils einen Börsengang vorbereiten. Und Unternehmen, die an der Börse notiert sind, stehen unter Druck, Gewinne zu erwirtschaften. Eine Preisgarantie gibt es also nicht.
Grundsätzlich ist der Konkurrenzkampf für uns Nutzer eine gute Nachricht, denn er zwingt auch die Unternehmen aus den USA zu Rabatten. Allerdings ist es ratsam, flexibel zu bleiben und sich nicht an einen Anbieter zu ketten. Wer seine Anwendungen so gestaltet, dass sich die KI im Hintergrund austauschen lässt, kann von dem Wettbewerb nur profitieren. Und Einzelpersonen, deren Berufsleben nicht von Künstlicher Intelligenz abhängig ist, können frei wählen und wechseln, wenn die Preise wieder einmal steigen sollten.
Gerade KI-Unternehmen berufen sich immer wieder auf die freie Marktwirtschaft. Und wer eine Ellbogengesellschaft beschwört, darf sich nicht beschweren, wenn er selbst irgendwann auf der Strecke bleibt und die Kunden zur Konkurrenz wechseln.
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