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MacBook Neo: Apple schockiert mit Billig-Laptop

13. März 2026 um 11:00

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MacBook Neo Apple

Apple hat mit dem MacBook Neo sein bislang günstigstes Notebook auf den Markt gebracht. Das Unternehmen schlägt mit dem Gerät eine neue Preisstrategie ein, die viele Konkurrenten schockiert hat. Denn mit dem Neo-Laptop scheint Apple ein kleiner Coup gelungen zu sein. In den digitalen Medien hagelt es zwar Kritik, doch die hat oft nicht viel mit den Fakten zu tun. Eine kommentierende Analyse.

Das MacBook Neo im Detail

  • Mit dem MacBook Neo hat Apple erstmals seit dem Mac Studio im Jahr 2022 eine neue Computer-Baureihe auf den Markt gebracht. Bei dem Modell handelt es sich um das mit Abstand günstigste Notebook, das das Unternehmen jemals herausgebracht hat. In Deutschland ist das MacBook Neo für 699 Euro zu haben. Eine erweiterte Version für 799 Euro verfügt über eine doppelt so große Festplatte wie die Einsteiger-Variante (512 statt 256 Gigabyte) und einen Touch-ID-Fingerabdrucksensor. Mit Bildungsrabatt gibt es das MacBook Neo sogar für 599 Euro.
  • Vom Design her erinnert das MacBook Neo an das flache MacBook Air. Das Gehäuse besteht aus Aluminium. Im Gegensatz zum Air mit 13,6 Zoll fällt der Bildschirm mit einer Diagonale von 13 Zoll etwas kleiner aus. Die Auflösung liegt bei 2408 × 1506 Pixeln. Laut Apple leuchtet das Display bis zu 500 cd/m² hell. In puncto Abmessungen und Gewicht ähnelt das Neo ebenfalls dem MacBook Air. Ultraleicht ist es mit 1,23 Kilogramm aber nicht. Neu hingegen sind die Farben, in denen das Gerät erhältlich ist und die es bei Apple seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat.
  • Statt auf einen M-Chip setzt Apple beim MacBook Neo erstmals bei einem Computer auf den A-Prozessor, der eigentlich im iPhone 16 steckt. Der Arbeitsspeicher liegt bei acht Gigabyte RAM. Das wohl größte Manko: Mehr RAM gibt es beim Neo nicht – auch nicht gegen Aufpreis. Die Akkulaufzeit soll Apple zufolge bei 11 Stunden Dauer-Surfen liegen. Im Gegensatz zu anderen MacBooks verfügt das Neo über ein mechanisches Multi-Touch-Trackpad ohne Druckerkennung. Die Tastatur des Geräts ist zudem nicht beleuchtet. Nur einer der beiden USB-C-Anschlüsse unterstützt den modernen USB-3-Standard.

Apple hat es auf Studenten abgesehen

Apple hat das MacBook Neo radikal kalkuliert, wird mit dem Gerät aber vermutlich trotzdem satte Gewinne einfahren – vor allem, wenn es gelingt, neue Kunden ins eigene Universum zu locken. Klar: Die Hardware wurde deutlich abgespeckt und der Preis duftet weniger nach Einzelbüro, sondern mehr nach Studentenbude. Doch irgendwoher muss er auch kommen. Eine beleuchtete Tastatur, Force-Touch-Trackpad und mehr Arbeitsspeicher sind zwar alles Dinge, die man vermissen kann, aber strenggenommen für die klassische Office- und Internet-Nutzung nicht braucht.

Vor allem in den digitalen Medien kritisieren viele eine mangelnde Leistung für Videoschnitt oder aufwendige Kreativarbeit. Was sie vergessen: Der Neo-Apfel richtet sich überhaupt nicht an diese Zielgruppe. Stattdessen hat Apple es auf Windows- und Chromebook-Nutzer, vor allem aber auf Studenten abgesehen, die aufgrund hoher Preise bislang einen Bogen um Macs gemacht haben.

Naturlich gibt es auch berechtigte Kritikpunkte. Die Bindung von Touch-ID an das teurere Modell erscheint etwa wie ein Sicherheitsaufpreis, und ein MacBook ohne Tastaturbeleuchtung wirkt im Jahr 2026 fast schon nostalgisch. Doch im Kontext des Preises ergibt sich ein anderes Bild. Apple will mit dem MacBook Neo kein Schnäppchen im klassischen Sinne, sondern ein bewusst reduziertes Einstiegsgerät verkaufen. Oder kurzum: ein Statussymbol im Sparmodus, das dennoch unverkennbar aus Cupertino stammt.

Stimmen

  • John Ternus, Senior Vice President of Hardware Engineering bei Apple, in einem Statement: „Das MacBook Neo ist von Grund auf so konzipiert worden, dass es für mehr Menschen erschwinglich ist. Es ist ein Laptop, den nur Apple entwickeln konnte. Es kommt in einem robusten Aluminiumdesign in vier wunderschönen Farben, mit einem brillanten Liquid-Retina-Display, der starken Performance der Apple-Chips, Batterielaufzeit für den ganzen Tag, einer hochwertigen Kamera, Mikrofonen und Lautsprechern, einem Magic Keyboard und Multi-Touch-Trackpad. Es gibt einfach keinen vergleichbaren Laptop.“
  • Asus-Finanzchef Nick Wu im Rahmen einer Analysten-Konferenz: „Angesichts der historisch sehr hohen Preise von Apple ist die Einführung eines so erschwinglichen Produkts sicherlich ein Schock für den gesamten Markt. Ich glaube also, dass alle PC-Anbieter, einschließlich der vorgelagerten Anbieter wie Microsoft, Intel und AMD, dies sehr ernst nehmen und ernsthaft darüber diskutieren, wie sie mit diesem Produkt im gesamten PC-Ökosystem konkurrieren können.“
  • Blogger Patrick Bergmann fasst relativ gut zusammen: „Unter dem Strich wirkt das MacBook Neo daher wie ein strategisches Einstiegsgerät, das vor allem neue Nutzer in das Apple-Ökosystem bringen soll. Ob sich das Konzept jedoch langfristig bewährt, hängt stark davon ab, wie gut die Hardware auch in einigen Jahren noch mit zukünftigen macOS-Versionen zurechtkommt. Deshalb bleibe ich dabei und empfehle weiterhin klar, das MacBook Air mit M4 im freien Handel zu erwerben. Sollte Apple beim Nachfolger den A19 Pro mitsamt 12 GB RAM einsetzen, dürfte sich das Blatt wenden.“

MacBook Neo: Der wichtigste Mac seit dem iMac?

Sollte Apples Rechnung aufgehen, könnte das MacBook Neo zu einem der wichtigsten Macs seit dem iMac werden. Nicht weil es technologisch revolutionär ist, sondern weil es eine neue Tür zur Preisklasse unterhalb der klassischen Apple-Laptops öffnet. Millionen potenzieller Käufer, die bisher bei günstigen Windows-Geräten oder Chromebooks landeten, könnten damit in Reichweite rücken.

Der wahre Wert liegt aber weniger in der Hardware als im Ökosystem. Denn wer mit einem günstigen Mac einsteigt, landet schnell bei macOS, iCloud und vielleicht irgendwann auch bei einem iPhone oder iPad. Für Apple dürfte das MacBook Neo damit weniger ein Laptop als ein Eintrittsticket sein. Für Stammkunden erscheint es wenig verlockend. Doch für Neulinge könnte es ein erster Schritt in eine langfristige Beziehung mit dem Apfel-Konzern sein.

Entscheidend wird sein, ob und wie Apple die Neo-Reihe weiterentwickelt. Bleibt der Arbeitsspeicher dauerhaft knapp und die Hardware zu stark limitiert, droht das Modell schnell zu altern. Gelingt es hingegen, in künftigen Generationen etwas mehr Leistung zu liefern, ohne den Preis deutlich zu erhöhen, könnte das Neo zum Bestseller werden und den Laptop-Markt gehörig durcheinanderwirbeln. Bis dahin gilt: Apple hat den Markt nicht neu erfunden, aber ihm einen durchaus cleveren Preiszettel verpasst.

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X Money: Elon Musk will Kontonummern abschaffen – und strebt nach noch mehr Macht

12. März 2026 um 11:00

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X Money Elon Musk Bank Zahlungsdienst

Elon Musk will mit X Money einen eigenen Zahlungsdienst an den Start bringen und direkt in seine Plattform X (ehemals Twitter) integrieren. Der Funktionsumfang soll weit über Konkurrenzangebote wie Paypal hinausgehen. Politiker und Experten schlagen jedoch bereits Alarm. Sie sehen in dem Dienst ein gefährliches Machtinstrument und werfen Musk Unverantwortlichkeit vor. Eine kommentierende Analyse.

Was ist X Money?

  • Bereits unmittelbar nach der Übernahme von Twitter sprach Elon Musk davon, die Plattform in eine sogenannte App für alles umbauen zu wollen. Als Vorbild gilt die chinesische App WeChat, die es Nutzern neben klassischen Chats erlaubt, Geld zu transferieren, Informationen zu teilen, Restaurants zu buchen oder Dateien zu verschicken. Ziel solcher Everything-Anwendungen ist es nicht nur, dass Nutzer künftig nicht mehr zwischen verschiedenen Apps wechseln müssen, sondern sie möglichst lange an das App-Ökosystem zu binden – vor allem, um Werbung zu schalten, Daten zu sammeln und die Konkurrenz zu schwächen.
  • Lange bevor Elon Musk mit Tesla Elektroautos massentauglich machte oder mit SpaceX Raketen zur Erde zurückkehren ließ, gründete er unter der Domain „X“ eine der ersten Onlinebanken. Daraus entstand der Zahlungsdienst PayPal, an dessen Gründung Musk beteiligt war. Mit X Money kehrt er gewissermaßen zu diesen Wurzeln zurück. Doch dieses Mal will Elon Musk offenbar nicht nur ein reines Finanzprodukt entwickeln, sondern es tief in seine Unternehmensstrukturen integrieren und hunderten Millionen Nutzern zugänglich machen.
  • X Money könnte über mehrere Funktionen verfügen. Darunter: Peer-to-Peer-Zahlungen zwischen Nutzern wie bei PayPal, eine Monetarisierung für Content Creator, integrierte Trinkgelder und Abonnements sowie vermutlich auch eine Wallet-Funktion. Das Ziel dabei ist relativ offensichtlich: Elon Musk will das Netzwerk auf dem Weg zu einer App für alles von einer reinen Kommunikationsplattform um einen digitalen Finanzhub erweitern. Laut Musk soll X Money bereits im April 2026 an den Start gehen.

Will Elon Musk Kontonummern abschaffen?

Everything-Apps versprechen Bequemlichkeit: eine Anwendung für alles, vom Chat bis hin zur Zahlung. Doch hinter diesem vermeintlichen Komfort steckt eine alte Logik der Plattformökonomie. Denn wer möglichst viele Lebensbereiche bündelt, hält Nutzer länger im eigenen System. Aufmerksamkeit, Daten und Transaktionen verschmelzen dabei – und damit auch die Macht über digitale Alltagsroutinen.

Der Bezahldienst X Money ist ein Paradebeispiel für eine solche Plattformökonomie. Elon Musk plant nichts Geringeres als ein neues Machtinstrument, das Kommunikation, Transaktion und Identität auf einer Plattform zusammenlaufen lässt. Doch wer eine solche Infrastruktur kontrolliert, der kontrolliert auch Zugänge, Sichtbarkeit und Zahlungsströme. X Money erinnert eher an ein Betriebssystem für das öffentliche Leben als an eine gewöhnliche App.

Hinzu kommt, dass Musk offenbar vieles verschwinden lassen will, was aktuell selbstverständlich ist. Darunter: Kontonummern, IBANs und klassische Bankverbindungen. Damit gingen allerdings erhebliche Risiken einher. Denn eine Everything-App sammelt nicht nur Likes und Kontakte, sondern Kaufverhalten, Aufenthaltsorte und Finanzdaten. Datenschutz wird so zur Systemfrage. Wer alles weiß, kann nämlich nicht nur Werbung optimieren – sondern auch Profile erstellen, Verhalten vorhersagen und Märkte lenken.

Das neue Machtinstrument von Musk könnte wie folgt aussehen: X liefert mit hunderttausenden Nutzern die Infrastruktur und Datenströme, während X Money Zahlungen abwickelt und das KI-Unternehmen xAI Auswertungen und Analysen liefert. Ein solches Modell wäre in westlichen Ländern absolut einzigartig und konkurrenzlos. Größtes Risiko bliebe Elon Musk selbst, da er aufgrund seiner totalitären, rechtspopulistischen und manipulativen Tendenzen eine solche Infrastruktur missbrauchen könnte – etwa so wie damals, als er die Algorithmen von X änderte, um die US-Wahl zu beeinflussen.

Stimmen

  • Elon Musk erklärte bereits bei einem All-Hands-Meeting von xAI im Februar 2026: „X Money befand sich bereits in einer geschlossenen Beta-Phase innerhalb des Unternehmens. Wir gehen davon aus, in den nächsten ein bis zwei Monaten eine begrenzte externe Beta-Phase zu starten und das Programm anschließend weltweit für alle X-Nutzer freizugeben. Man könnte sein ganzes Leben in der X-App verbringen.“
  • Der demokratische Abgeordnete Micah Lasher warnt in einem Brief an das New Yorker Finanzministerium: „Was wir hier sehen, ist nichts weniger als Elon Musk, der ein dauerhaftes Teil der finanziellen Infrastruktur des Landes wird – mit Zugang zu riesigen Mengen an Verbraucherdaten, einschließlich der Daten von New Yorkern. Ich halte das für grob unverantwortlich und gesetzeswidrig.“
  • Corey Rayburn Yung, Rechtsprofessor an der Universität von Kansas, weist in einem Bluesky-Beitrag darauf hin, dass Musk ungetestet Code in das Finanzministerium implementieren könnte, um Zahlungen zu blockieren: „Dies ist eine Hintertür. Elons Programmierer schaffen eine Hintertür zum US-Finanzministerium. Dies ist sowohl aufgrund der beabsichtigten Verwendung (durch Elon und Trump) als auch aufgrund des Risikos, dass andere Akteure eine große Sicherheitslücke ausnutzen könnten, um eine massive Störung der US-Regierung zu verursachen, unglaublich gefährlich.“

X Money könnte Kräfteverhältnis im Internet verschieben

Sollten sich X Money und Elon Musks Vision einer Everything-App im Westen durchsetzen, könnte sich das Kräfteverhältnis im Internet verschieben. Die Plattform X würde vom Vermittler zum Infrastrukturbtreiber aufsteigen – inklusive Zahlungsverkehr, Identität und Kommunikation. Eine solche digitale Stadt hätte zwar ein zentrales Tor, doch der Schlüssel würde in privaten Händen liegen.

X Money wäre jedoch nicht nur ein Geschäftsmodell, sondern ein strategischer Hebel, mit dem sich Nutzer dauerhaft an eine Plattform binden lassen. Für Politik und Gesellschaft würde das eine neue Grundsatzfrage eröffnen: Wollen wir digitale Superzentren oder ein offenes Netz aus vielen Diensten?

Denn je mehr Funktionen sich in einer Everything-App bündeln, desto größer wird auch der Datenhunger. Doch wenn alles in einer Anwendung steckt, steckt letztlich auch das gesamte Leben darin. Die offensichtlichen Risiken: Machtmissbrauch durch Privatunternehmen, Datenschutzrisiken und gänzlich neue Abhängigkeiten.

Noch ist zwar unklar, welche konkreten Technologien hinter X Money stehen werden. Doch Elon Musk könnte mit einer Everything-App Kommunikation, Datenströme und sogar Zahlungsströme kontrollieren. Eine solche Plattform würde sich jenseits der klassischen Marktlogik bewegen. Denn mit einer solchen Plattformökonomie wäre Elon Musk nicht nur Meinungslenker, sondern auch Sheriff und Bank zugleich.

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ChatGPT-5.4 kann jetzt Computer kontrollieren – was kann da schon passieren

11. März 2026 um 11:00

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ChatGPT-5.4 OpenAI Computer Maus Tastatur KI Künstliche Intelligenz GPT-5.4

OpenAI hat mit ChatGPT-5.4 ein neues KI-Modell vorgestellt. Es soll den Chatbot nicht nur in vielen Bereichen deutlich verbessern, sondern es ihm ermöglichen, gezielt Maus und Tastatur zu steuern. Die Funktion scheint eine große Wette auf die Zukunft zu sein, ist aber noch nicht ganz ausgereift. Eine kommentierende Analyse.

Was kann ChatGPT-5.4?

  • Strenggenommen hat OpenAI mit GPT‑5.4 Pro und GPT‑5.4 Thinking sogar zwei neue KI-Modelle veröffentlicht. Während die Thinking-Version direkt in ChatGPT integriert wird, richtet sich die Pro-Variante über die Programmierschnittstelle (API) vor allem an Entwickler und Unternehmen. Das Versprechen: GPT-5.4 Thinking soll vor allem bessere Antworten im Chat liefern, indem das Modell gezielter im Netz recherchiert. GPT-5.4 Pro wurde wiederum für komplexe Aufgaben und mehr Leistung konzipiert. Das Modell soll unter anderem besser darin sein, Tabellen, Präsentationen und Dokumente zu erstellen.
  • Die wohl wichtigste Neuerung ist, dass ChatGPT mit GPT-5.4 erstmals Computeroberflächen steuern kann. OpenAI zufolge ist das Modell in der Lage, Maus- und Tastaturbefehle auszuführen sowie Programme zu bedienen. Dazu analysiert die KI Screenshots des Bildschirms und entscheidet dann selbstständig, welche Aktionen notwendig sind. ChatGPT soll dadurch beispielsweise Programme öffnen und bedienen, Formulare ausfüllen sowie Daten aus mehreren Anwendungen zusammenführen können.
  • Eine weitere Neuerung ist die deutliche Erweiterung des Kontextfensters. GPT-5.4 kann laut OpenAI bis zu eine Million Token zeitgleich verarbeiten. Dadurch soll die KI große Dokumente, ganze Code-Projekte oder umfangreiche Datensätze mit einer einzigen Anfrage analysieren können. Mit einer Erfolgsquote von 83 Prozent stelle die KI die Konkurrenz (70 Prozent) in diesem Bereich in den Schatten. Das Update soll zudem die Genauigkeit der Antworten steigern. Einzelne falsche Aussagen würden etwa 33 Prozent seltener auftreten, während komplette Antworten 18 Prozent weniger Fehler enthalten sollen.

ChatGPT-5.4 soll Computer steuern

Mit GPT‑5.4 hat OpenAI ein Update geliefert, das in vielen Bereichen offenbar tatsächlich besser funktioniert, anstatt neue Fehler zu verursachen. Die Möglichkeit, Maus und Tastatur zu steuern, eröffnet der KI theoretisch Möglichkeiten, die die Konkurrenz in den Schatten stellen könnte. Diese Computer-Use-Funktion stellt einen deutlichen Schritt in Richtung autonomer Agenten dar, bei dem der Mensch aber noch aktiv mitspielen muss.

Interessant ist, dass die Handschrift des autonomen KI-Agenten OpenClaw bereits sichtbar wird. Mit der Verpflichtung des Entwicklers Peter Steinberger scheint OpenAI die nötige Expertise für komplexe und praktische Anwendungen eingekauft zu haben. Fokus auf Coding, Präsentationen und Office-Aufgaben ist wiederum klar an den aktuell wohl größten Konkurrenten Anthropic adressiert.

Trotz der vermeintlichen Fortschritte gibt es aber Einschränkungen. Denn in Bereichen wie Gesundheit, Gedächtnis oder unmöglichen Aufgaben zeigt GPT‑5.4 Schwächen. Das gibt sogar OpenAI unverblümt zu. Die KI liefert zwar häufig sehr gute Einzelantworten, driftet aber gelegentlich vom Thema ab.

Das deutet auf ein bekanntes Muster hin, das zeigt, dass Fortschritt in einem Bereich oft Rückschritte in anderen Bereichen mit sich bringt. Auch wenn OpenAI hier offenbar Fortschritte erzielt hat, scheint das Unternehmen dieses Problem immer noch nicht gänzlich im Griff zu haben.

Stimmen

  • OpenAI-Chef Sam Altman in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter): „GPT-5.4 ist großartig in den Bereichen Programmierung, Wissensarbeit, Computernutzung usw., und es ist schön zu sehen, wie sehr die Leute daran Freude haben. Aber es ist auch mein Lieblingsmodell, mit dem ich mich unterhalte! Wir haben eine Zeit lang das Ziel der Modellpersönlichkeit verfehlt, daher fühlt es sich besonders gut an, nun in die richtige Richtung zu gehen.“
  • Ein Reddit-Nutzer ist voll des Lobes: „Ich bin sehr zufrieden mit ChatGPT 5.4. Ehrlich gesagt hatte ich seit Version 4.0 keine Version mehr erlebt, die mir in Bezug auf Qualität, Konsistenz und natürliche Interaktion so gut gefallen hat. ChatGPT 5.4 fühlt sich flüssiger, stabiler und für den täglichen Gebrauch viel besser an. Meine wichtigste Bitte ist einfach: Bitte ruiniert nicht das, was bereits so gut funktioniert. Nicht jedes Update muss die Identität dessen ersetzen, was die Menschen bereits lieben. Manchmal ist es am klügsten, das zu bewahren, was funktioniert, und darauf aufzubauen. Vielen Dank für ChatGPT 5.4 und bitte bewahren Sie diese starke Grundlage.“
  • Journalist David Gewirtz hat ChatGPT 5.4 für ZDNET getestet. Sein Fazit: „Jede Antwort, die ich erhielt, war für sich genommen recht gut. Aber in der Hälfte meiner Tests hat die KI die gestellte Frage nicht beantwortet. Man kann gute Antworten erhalten, aber man muss die KI unerbittlich korrigieren, damit sie beim Thema bleibt. Das wird mit der Zeit ermüdend. Es könnte zu Fehlinterpretationen führen. Da die Antworten so gut und so selbstbewusst geschrieben sind, kann man sich leicht von der KI mitreißen lassen, auch wenn die Antwort nicht passt. Immer wenn ich solche Ergebnisse sehe, mache ich mir zunehmend Sorgen um eine Welt, die von KI-Agenten überrannt wird.“

Für OpenAI steht viel auf dem Spiel

Ob GPT‑5.4 mehr als ein hübsches Upgrade bleibt, werden erst die kommenden Wochen über eine breitere Nutzerbasis zeigen – und zwar jenseits kontrollierter Demo-Daten und Presseversprechen. Denn erst wenn Tausende echte Nutzer das Modell über Stunden testen, wird sich zeigen, ob es Sicherheit, Kreativität und Nützlichkeit harmonisch unter einen Hut bringen kann.

Für OpenAI steht dabei viel auf dem Spiel. Schließlich gilt es Vertrauen zurückzugewinnen, nachdem bekannt wurde, dass man seine KI-Modelle dem US-Militär zur Verfügung stellt und viele Nutzer dem Unternehmen daraufhin den Rücken kehrten. Gelingt es, wieder mehr Leistung als Politik sprechen zu lassen, könnte GPT‑5.4 ein Volltreffer werden. Die Computer-Use-Funktion stellt dabei eine große Wette auf die Zukunft dar und soll ChatGPT autonomer agieren lassen.

Das eröffnet aber auch Fragen. Wie weit kann und darf autonome Interaktion am Rechner etwa gehen, ohne dass der Mensch die Kontrolle verliert? Wie wirken sich die neuen Fähigkeiten auf den Arbeitsalltag, Datenschutz und ethische Standards aus? Und nicht zuletzt: Wird die KI den Spagat zwischen Leistung und Kontrollverlust meistern oder verschlimmbessert OpenAI durch eine solche Funktion ChatGPT einmal mehr?

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Spritpreisbremse: Aktionismus an der Zapfsäule – vollgetankt mit Illusionen

10. März 2026 um 11:00

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Spritpreisbremse Tankrabatt

Der Iran-Krieg hat die Spritpreise in Deutschland auf über zwei Euro klettern lassen. Vielerorts werden deshalb die Rufe nach einer Spritpreisbremse lauter. Doch: Mit einer solchen Maßnahme würden nicht nur die Falschen begünstigt, sondern Milliarden unnütz verbrannt. Stattdessen täte die Politik gut daran, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Denn es gibt deutlich sinnvollere Maßnahmen als eine aus Aktionismus getriebene Spritpreisbremse. Eine kommentierende Analyse.

Spritpreise klettern auf über zwei Euro

  • Hintergrund für die hohen aktuellen Spritpreise ist, dass mehrere Öl- und Gastanker aufgrund einer Blockade sowie von Drohungen des Iran in der Straße von Hormus feststecken oder diese meiden. Durch die Meerenge zwischen den Küsten des Irans und des Omans verläuft der gesamte Schiffsverkehr von und zu den Öl- und Gashäfen Kuwaits, Katars, Bahrains, des Iraks, der Vereinigten Arabischen Emirate und des Irans. Hinzu kommt der größte Teil des saudi-arabischen Verkehrs. Über die Straße von Hormus werden 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung (LNG) abgewickelt.
  • Die Diesel- und Benzinpreise in Deutschland haben laut ADAC teilweise die Zwei-Euro-Marke überschritten und sind um bis zu 35 Cent pro Liter gestiegen. Die Kosten für 100 Liter Heizöl legten um über 30 Euro auf rund 150 Euro zu. Der Gaspreis hat sich hingegen binnen weniger Tage fast verdoppelt (Stand: 9. März 2026). Der Automobilclub befürchtet weitere Anstiege – vor allem beim Spritpreis. Mittelfristig bestünde aber Hoffnung auf gemäßigtere Preise, da die Organisation Erdölexportierender Länder (Opec) angekündigt hat, die Fördermengen zu erhöhen.
  • Vor allem aufgrund der hohen Spritpreise in Deutschland werden die Rufe nach einer Preisbremse lauter. Die Forderung vieler Organisationen und Bürger: eine Senkung der Energiesteuer seitens der Politik, um Verbraucher und Wirtschaft finanziell zu entlasten. Im Rahmen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie folglich steigender Energiepreise führte die damalige Ampel-Regierung einen befristeten Tankrabatt ein. Dieser sorgte zwar kurzfristig für geringere Preise. Doch Maßnahmen wie diese sind nicht unumstritten.

Illusion Spritpreisbremse

Der Iran-Krieg war noch keine zwei Tage alt, da erschallten die ersten Rufe nach einer Spritpreisbremse. Doch die bereits deutlich gestiegenen Ölpreise dürften bei solchen Konflikten aufgrund von Lieferketten eigentlich erst nach sieben bis zehn Tagen eintreten. Heißt konkret: Bislang sind sie allein der Raffgier der Mineralölkonzerne geschuldet.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass weder der Tankrabatt nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine noch die Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie die Verbraucher nachhaltig entlastet haben. Zugegeben: Bei der Ukraine-Spritpreisbremse kam ein Teil bei den Bürgern an. Den anderen Teil machten sich jedoch abermals die Mineralölkonzerne zu eigen.

Nun wollen einige diese Fehler erneut begehen. Zumal eine Spritpreisbremse auch die begünstigen würde, die sie eigentlich nicht nötig haben. Heißt: Da Spitzenverdiener in der Regel die größeren Spritfresser fahren, würden sie mehr profitieren als Geringverdiener mit effizienteren Fahrzeugen. Das kann die Allgemeinheit eigentlich nicht wollen.

Das größte Problem an einem Tankrabatt ist jedoch, dass er nicht nur prozentual gestiegene Steuermehreinnahmen eliminieren würde, sondern Einnahmen, die an anderen Stellen gebraucht werden. Kurzum: Viele Steuerabgaben in Deutschland sind zu hoch. Doch anstatt das vielerorts dringend gebrauchte Geld im Rahmen aktionistischer Wahlkampf-Manöver zu verbrennen, täte man gut daran, langfristig Lösungen umzusetzen, die es in der Theorie bereits gibt.

Stimmen

  • SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf forderte gegenüber der Funke Mediengruppe: „Es darf nicht sein, dass sich Mineralölkonzerne angesichts der dramatischen Lage im Iran auf Kosten der Verbraucher bereichern. Das Bundeskartellamt muss genau hinschauen und einschreiten, wenn sich kartellrechtliche Verstöße zeigen.“ Von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erwartet er, dass sie „die Entwicklungen der Energieversorgung sowie der preislichen Entwicklung genau im Blick hat und bereit ist zu handeln, wenn es notwendig wird.“
  • Michael Haberland, Präsident von Mobil in Deutschland e.V., wirbt im Rahmen einer Petition für eine Spritpreisbremse: „Der Staat kassiert bei jedem Liter Benzin und Diesel erheblich mit. Hier gibt es aus unserer Sicht deutlichen Spielraum, um Bürger und Autofahrer spürbar zu entlasten. Wir fordern deshalb eine wirksame Spritpreisbremse für Benzin und Diesel – ähnlich wie 2022, als bereits gezeigt wurde, dass ein solcher Schritt Wirkung entfalten kann.“
  • Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), warnt auf Anfrage von Ippen Media vor Risiken: „Ein Tankrabatt zur Abfederung höherer Spritpreise wäre ein teurer Fehler der Bundesregierung und würde die falschen Prioritäten setzen. Die Bundesregierung kann höhere Preise zwar nicht verhindern, sie kann Bürger jedoch gezielt entlasten. Oberste Priorität sollte dabei die Unterstützung von Menschen mit niedrigen Einkommen haben. Dies ließe sich beispielsweise durch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel erreichen.“

Sprotpreisbremse: Eine Geschenk für die Mineralölkonzerne

Eine neue Spritpreisbremse wäre vor allem ein Geschenk für Wohlhabende und die Mineralölkonzerne. Ein Teil der Entlastung versickert erfahrungsgemäß irgendwo zwischen Raffinerie und Zapfsäule. Am Ende zahlt der Steuerzahler und wundert sich, warum das Tanken trotzdem nicht spürbar günstiger wird.

Zugleich wäre sie das falsche Signal in einer Welt, in der Energiepreise immer stärker von Konflikten und Klimarisiken abhängen. Wer auf Öl und Gas setzt, bleibt geopolitischen Stürmen ausgeliefert. Mehr Unabhängigkeit durch erneuerbare Energien und alternative Mobilität wäre langfristig stabiler – auch wenn diese neue Energieordnung politisch unbequem ist.

Statt Milliarden zu verbrennen, sollte die Politik gezielter handeln und Mineralölkonzerne stärker kontrollieren, etwa durch mehr Preistransparenz nach dem Vorbild Österreichs, wo Preiserhöhungen an Tankstellen nur einmal täglich erlaubt sind. Gleichzeitig ließen sich Haushalte direkt entlasten – etwa mit einem steuerfreien Energiekostenzuschuss oder einer temporären Deckelung der Energiesteuer ab einem bestimmten Spritpreis.

Und wer wirklich spürbar helfen will, könnte an anderer Stelle ansetzen. Eine niedrigere Mehrwertsteuer auf Lebensmittel würde wegen des harten Wettbewerbs zwischen Ketten wie Aldi, Lidl und Rewe eher bei den Verbrauchern ankommen. Das wäre weniger spektakulär als eine Spritpreisbremse – aber vermutlich deutlich wirksamer.

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Rückentrainer aus „Höhle der Löwen“: 9 Fragen an BackDani (+Gewinnspiel)

09. März 2026 um 22:50

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Rückentrainer Höhle der Löwen BackDani

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: Beim Erfinder des Rückentrainers von BackDani. 

Rückenschmerzen zählen heutzutage zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden. Denn: Sowohl langes Sitzen, Bildschirmarbeit, als auch Handy oder Tablet lassen unsere Wirbelsäule leiden. Genau hier setzt BackDani an. Der speziell entwickelte Rückentrainer soll dabei helfen, die Wirbelsäule in nur wenigen Minuten am Tag zu mobilisieren, die Rückenmuskulatur zu lockern und die Beweglichkeit zu fördern – sanft, einfach und ohne Vorkenntnisse.

BackDani ist ein ergonomisch geformtes Trainingsgerät, mit dem im Sitzen präzise Rotationsbewegungen der Wirbelsäule ausgeführt werden. In aufrechter, korrekter Haltung werden alle drei Wirbelsäulenabschnitte angesprochen, ohne dass das Training anstrengend oder unangenehm ist.

Schon zwei Einheiten von jeweils nur zwei Minuten täglich sollen ausreichen, um die Feinmotorik der Wirbelsäule zu aktivieren und chronischen Fehlbelastungen entgegenzuwirken. Mit seinem Produkt und Konzept konnte Physiotherapeut Daniel Kappacher Ralf Dümmel in „Die Höhle der Löwen“ überzeugen. Wir haben den BackDani-Gründer zu seinen Erfahrungen in den Show befragt.

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BackDani: Rückentrainer aus „Die Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo Daniel, du bist in Staffel 19 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Die Teilnahme war ein unglaubliches Erlebnis. Adrenalin pur! Sie bietet die große Chance, dass man sich über seine Idee ganz wichtige Gedanken macht. Allein unter so vielen Anmeldungen ausgewählt zu werden, empfinde ich als große Wertschätzung für das, was ich da entwickelt habe. Die „Höhle der Löwen“ ist der perfekte Gradmesser, ob die Idee und das Produkt ein Hirngespinst sind, oder ob das Projekt wirklich das Zeug dazu hat am Markt zu bestehen. Denn die Löwen verfügen über immense Erfahrung und sind nicht immer handzahm.

Was macht den BackDani-Rückentrainer so besonders?

Gängige Trainingsgeräte sind nur sehr schwer oder gar nicht in den Alltag integrierbar. Ziel ist es, eine Lösung zu bieten, die die Lebensqualität deutlich verbessert – schon mit wenig Mitwirkung des Anwenders. BackDani vereint Einfachheit mit einer unglaublichen Power für die Verbesserung von chronischen und akuten Wirbelsäulenbeschwerden und das mit einem Zeitaufwand von nur 2×2 Minuten sitzend, ohne viel Anstrengung. BackDani kann das.

Die Idee und das Konzept

Wie bist du auf die Idee und dein Konzept gekommen?

Ich bin Physiotherapeut und die Idee kam mir, weil es mir immer schon sehr wichtig war, meinen Patienten nachhaltigen Therapieerfolg zu bieten. Ihren Alltag zu verbessern und ihnen etwas zu bieten, das sie nach erfolgter Therapie, oder auch prophylaktisch ohne Therapie, effizient verwenden können.

Nach einigen Prototypen konnte ich BackDani so weiterentwickeln, dass ein ganz einfaches Gerät dabei herausgekommen ist. So etwas gab es noch nicht. Ich habe es als Patent und Marke angemeldet.

Die Übungsausführung und die technische Umsetzung führen dazu, dass Muskelgruppen angesteuert werden, die im modernen Alltag komplett vernachlässigt werden. Es gleicht die Fehlbelastung im Alltag durch Computer, Tablet, zu viel Sitzen, Stehen oder sehr effizient aus.

BackDani kombiniert einen klassischen Kunststoffgymnastikstab mit einer neuartigen Moosgummidoppelrolle, die eine technische Neuheit ist. Mit BackDani kann deshalb risikolos und effizient im Sitzen trainiert werden. Der Stab ist zerlegbar und kann mühelos überall hin mitgenommen werden.

„Die Höhle der Löwen“

Und wie bist du bei DHDL gelandet?

Die Teilnahme bei „Die Höhle der Löwen“ ist eine unglaubliche Geschichte. Ich habe einen ganz einfachen Umriss meiner Idee mit einem originellen Foto eingereicht und habe mir ehrlich gesagt keine großen Hoffnungen gemacht. Tausende Einsendungen und sehr viele gute Ideen galt es zu schlagen. Auf einmal kam der Anruf von EndemolShine, der Produktionsfirma von „Die Höhle der Löwen“.

Es ist wirklich passiert, ich hatte das große Glück ausgewählt zu werden. Dann ging alles sehr schnell. Die Castingphase ist aufwendig, aber man macht sich sehr intensiv wichtige Gedanken über sein Konzept, immer in der Hoffnung tatsächlich in „Die Höhle der Löwen“ zu landen. Es wird sehr genau alles hinterfragt. Darüber hinaus bin ich schon lange treuer Fan von und es war schon immer mein Traum selbst mal vor den Löwen meinen Mann zu stehen.

Der Pitch und die Verhandlungen

Was ging kurz vor deinem Pitch in dir vor?

Vor dem Pitch war es Nervosität pur. Der ganze Körper kribbelt und man wartet nur darauf, dass sich endlich das „Höhle der Löwen“-Tor öffnet. Man hat immer etwas Angst, das Ganze in den Sand zu setzen. Meine drei wundervollen Töchter waren dabei, die wollte ich natürlich auf keinen Fall bloßstellen. Und dann Bämm, es ist so weit, auf einmal steht man vor den möglichen Investoren.

Dann war alles, wie in einer Blase, ein Wort ergibt das andere und die Zeit verging wie im Flug! Wie reagieren die Löwen? Begeistert, interessiert, enttäuscht, verärgert, man weiß es nicht. Dann plötzlich ein Angebot! Wars das jetzt? Ja das wars! Euphorie, Freude und Stolz durchfluten den Körper. Die ganze Anspannung verwandelt sich in pure Freude!

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Bereits zwei Wochen nach dem Deal saß ich mit Ralf Dümmel und seinem Team in Hamburg am Tisch, geballte Kompetenz! Das Unternehmen wurde mir gezeigt, alle Bereiche wurden mir sehr freundlich vorgestellt und ich bekam ein leckeres Mittagessen. Dann geht’s natürlich um Zahlen und Fakten. Ich habe die Verhandlungen sehr positiv wahrgenommen und fühlte mich immer gut unterstützt.

Rückentrainer aus „Die Höhle der Löwen“: So geht es mit BackDani weiter

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit dir und BackDani passiert?

Nach dem Dreh geht die eigentliche Arbeit richtig los. Es wird keine Zeit vergeudet. Das Produkt und die Kommunikation wurden bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Ich war überrascht, wieviel bei meinem Konzept und Produkt noch angepasst werden musste, bis es wirklich die Marktreife erreicht hat.

Da geht es um Zertifikate, Lieferketten, Rechtliches und Vieles mehr! In alle Entscheidungen wird man eingebunden und versteht die Komplexität des Prozesses von der Idee bis zur Marktreife.

Wie geht es jetzt weiter?

Es gibt sehr große Pläne für die Zukunft von BackDani. Jetzt ist es natürlich sehr spannend, wie der Markt BackDani annimmt und wie gut wir erfolgreich kommunizieren können, wie wirkungsvoll dieses einfache Gerät eigentlich ist. Ser Kunde entscheidet, ob wir gute Arbeit geleistet haben oder nicht. Alle weiteren Schritte bauen auf dem Markterfolg von BackDani auf. In meinem Kopf sind noch sehr spannende Ideen, das Produkt noch zu erweitern.

Wenn du zurückblickst: Wie bewertest du deine Erfahrungen bei DHDL?

Ich blicke auf die bisherige „Die Höhle der Löwen“-Zeit und die Zusammenarbeit mit Ralf Dümmel und seinem Team durchaus positiv zurück. Ich erwarte mir, dass es Früchte trägt und noch lange währt. Diese aufregende Zeit gibt BackDani und mir die Möglichkeit aus meiner Idee etwas „Großes“ zu machen

Gewinnspiel: Sicher dir einen Rückentrainer von BackDani aus „Höhle der Löwen“

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Einsendeschluss ist Montag, der 29. März 2026, 18 Uhr. Die Teilnahme erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Jeder Teilnehmer kann nur einmal mitmachen. Es werden ausschließlich korrekt ausgefüllte Kommentare in das Auswahlverfahren aufgenommen. Der Gewinner wird per E-Mail informiert. Der Gewinnanspruch verfällt, wenn der Gewinner nicht ermittelbar ist oder sich nicht nach Bekanntgabe des Gewinns beim Veranstalter des Gewinnspiels (BASIC thinking GmbH) meldet. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.

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Denkzettel für Deutschland: Energiepolitik zerschellt im Iran

05. März 2026 um 11:00

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Spritpreise Iran deutsche Energiepolitik Öl Gas

Der Iran-Krieg ist geografisch zwar weit von Deutschland entfernt, ökonomisch ist er aber längst hier angekommen. Grund ist die Sperrung der Straße von Hormus seitens des Iran, durch die jeweils rund 20 Prozent der globalen Öl- und Gasversorgung abgewickelt werden. Die Folge: Die Öl-, Sprit- und Gaspreise steigen weltweit. Doch als hätte es keine Warnungen gegeben, setzt die Union seit geraumer Zeit wieder vermehrt auf fossile Energien und verschleppt den Ausbau der Erneuerbaren. Eine kommentierende Analyse.

Energie als Druckmittel und Politikum

  • Die Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen den Küsten des Irans und des Omans. Durch sie verläuft der gesamte Schiffsverkehr von und zu den Öl- und Gashäfen Kuwaits, Katars, Bahrains, des Iraks, der Vereinigten Arabischen Emirate und des Irans. Hinzu kommt der größte Teil des saudi-arabischen Verkehrs. Über die Straße von Hormus werden 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung (LNG) abgewickelt.
  • Aktuell stecken mehrere Öl- und Gastanker aufgrund einer Blockade des Iran in der Straße von Hormus fest. Das Mullah-Regime setzt Energie damit als Druckmittel und Politikum ein. Die Diesel- und Benzinpreise in Deutschland haben laut ADAC daraufhin teilweise die Zwei-Euro-Marke überschritten und sind um bis zu 20 Cent pro Liter gestiegen. Die Kosten für 100 Liter Heizöl legten um rund 30 Euro zu. Der Gaspreis hat sich hingegen binnen weniger Tage fast verdoppelt. (Stand: 4. März 2026)
  • Statt den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben, um Strom lokal und unabhängig von geopolitischen Konflikten sowie Abhängigkeiten zu produzieren, setzen CDU/CSU seit geraumer Zeit wieder mehr auf fossile Energie. Das sogenannte Heizungsgesetz soll etwa abgeschafft werden, um wieder Öl- und Gasheizungen zu erlauben. Für Solaranlagen auf Hausdächern soll es keine Förderung mehr geben. Statt den Netzausbau zu forcieren, will das Wirtschaftsministerium den Ausbau von Wind- und Solarkraft in einigen deutschen Regionen sogar gänzlich stoppen.

Iran-Krieg: Deutsche Energiepolitik am Scheideweg

Kriege mögen geografisch fern erscheinen, schlagen ökonomisch aber auch hierzulande ein. Der Iran-Krieg ist da keine Ausnahme. Doch wer wie die Union weiterhin auf fossile Abhängigkeiten setzt, anstatt den Ausbau der Erneuerbaren zu forcieren, spielt ein riskantes Spiel.

Denn die Straße von Hormus zeigt erneut, dass fossile Energien ein perfides Wettrennen zwischen Politik und Marktmechanismen offenbaren und die Gas-, Öl- und damit letztlich auch die Spritpreise erheblich erschüttern. Zugegeben: Auch die Erträge aus Solar- und Windkraft können schwanken, doch sie tanzen nach einem ganz anderen Takt – und zwar klimafreundlich, lokal und unabhängig von Mullahs, Monarchen oder Marktspekulanten.

Wer dieser Tage ein Elektroauto, eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage sein Eigen nennt, ist gegen solche Preisschocks hingegen überwiegend immunisiert. Öl und Gas sind nicht nur ohnehin schon teurer. Die Abhängigkeit von fossilen Energien ist ein hausgemachtes Problem.

Theoretisch dürfte es zumindest kurzfristig nicht zu Versorgungsengpässen kommen, da es noch Öl und Gas gibt und Blockaden umgangen werden können. Doch das Problem ist nicht die physische Knappheit, sondern Preishascherei und geopolitische Erpressbarkeit. Wer hier nicht umdenkt, sitzt bald auf einem finanziellen Pulverfass.

Stimmen

  • Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in einem Interview bei Bericht aus Berlin: „Deutschland erhält über die Straße von Hormus keine signifikanten Mengen an LNG. Auch beim Öl ist es so, dass unsere Hauptbezugsquellen nicht von dort stammen. Was wir beobachten werden, sind die Preisentwicklungen, aber mit Sicherheit keine Knappheit. Wir haben unsere Öl- und Gaslieferungen diversifiziert. Es kann zu Preissteigerungen kommen. Das hängt von vielen Faktoren ab. Unter anderem davon, wie lange der Konflikt anhält.“
  • Herbert Rabl, Sprecher des Tankstellen-Interessenverband e.V., gegenüber der BILD: „Es gibt überhaupt keinen Grund, momentan – gestern nicht, heute nicht – die Preise zu erhöhen. Es ist reine Abzocke. Bis der teure Ölpreis bei uns in Deutschland ankommt, vergeht mindestens eine Woche.“ Er fordert: „Einmal am Tag dürfen die Preise erhöht werden und danach geht es nur noch nach unten – wie das in Österreich seit Jahren funktioniert. Es wäre schön, wenn die Politik gegenüber den großen Konzernen ein bisschen mehr Eier in der Hose hätte.“
  • Grünen-Chef Felix Banaszak kritisierte die Bundesregierung in einer Pressekonferenz scharf: „Auf diese Erschütterungen an den Märkten muss eine deutsche Bundesregierung reagieren. Die Reaktion auf die geopolitische Lage ist, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu intensivieren. Das Richtige in dieser Situation wäre doch jetzt, dass wir uns so schnell wie möglich von Gas und Öl unabhängig machen, statt weiter die politische Ambition in Abhängigkeit von Gas und Öl zu richten.“

Denkzettel für die deutsche Energiepolitik?

Die aktuellen Preisschocks sind ein Denkzettel für die Energiepolitik der Bundesregierung – vor allem aber für die Union. Denn statt den Ausbau der Erneuerbaren zu hemmen, sich von Lobbyisten einlullen zu lassen und auf fossile Energien zu setzen, wären Investitionen in Solar- und Windkraft sowie Energiespeicher in Kombination mit einer Forcierung des Netzausbaus perspektivisch deutlich sinnvoller – vor allem mit Blick auf das Portemonnaie der Verbraucher.

Klar: Die Preise wären auch ohne die politischen Entscheidungen der Union gestiegen, da Deutschland nach wie vor von Öl und Gas abhängig ist und es auch künftig in einem gewissen Maß sein wird. Aber die Lektion aus der Straße von Hormus sollte sein, dass diese Entscheidungen vor allem perspektivisch falsch sind. Wer jetzt noch Öl und Gas hofiert, spielt ein riskantes Doppelspiel mit bezahlbaren Energiepreisen in Deutschland.

Kurzum: Der Iran-Krieg zeigt, dass geopolitische Risiken nicht wegdiskutiert werden können und dass fossile Rückschritte teuer erkauft werden. Denn wer glaubt, dass Großmachtpolitik, die Kriege im Iran und der Ukraine sowie weltweite Unsicherheiten, die die Öl- und Gaspreise beeinflussen, nur eine Momentaufnahme sind, irrt gewaltig und hat die Weltwirtschaft nicht verstanden.

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Telekom will jedes Telefon zum KI-Assistenten machen – sogar Uralt-Handys

04. März 2026 um 11:00

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Telekom KI Assistent Netz Magenta AI Call Assistant

Die Deutsche Telekom will ein KI-Modell in sein Mobilfunknetz integrieren. Jedes Telefon soll dadurch zu einem smarten Assistenten werden – theoretisch sogar Dumbphones. Während Apple, Samsung und Google ihre KI-Assistenten an teure Hardware koppeln, verfolgt die Telekom mit dem Magenta AI Call Assistant einen komplett anderen Ansatz. Ob und wie gut die KI funktioniert, ist aber noch unklar. Beim Datenschutz gibt es ebenso offene Fragen. Eine kommentierende Analyse.

Telekom präsentiert Magenta AI Call Assistant

  • Laut Telekom soll künftig prinzipiell jeder während eines Telefonats eine KI-Stimme aktivieren können. Das Unternehmen will dazu eine Künstliche Intelligenz in sein Mobilfunknetz integrieren. Da die KI voraussichtlich über eine Cloud läuft, ist sie theoretisch auf jedem Telefon nutzbar. Das gilt sowohl für das neueste iPhone als auch für Nokia-Klassiker. Der Magenta AI Call Assistant soll noch in diesem Jahr starten. Im Gegensatz zu KI-Diensten wie Apple Intelligence, dem Google Assistant oder Samsungs Bixby ist die Telekom-KI nicht an bestimmte Geräte gebunden.
  • Mit dem Sprachbefehl „Hey Magenta“ sollen Nutzer die KI während eines Gesprächs aktivieren können. Alternativ sei dies über eine Zahlenkombination auf der Tastatur möglich. Da das System ohne App oder ein spezielles Betriebssystem auskommen soll und stattdessen über das Mobilfunknetz der Telekom läuft, können theoretisch auch Kunden anderer Anbieter auf die KI zugreifen – vorausgesetzt einer der Gesprächspartner ist Telekom-Nutzer.
  • Der Magenta AI Call Assistant soll der Telekom zufolge zum Start drei Kernfunktionen umfassen: Live-Übersetzungen in bis zu 50 Sprachen, eine automatische Zusammenfassung von Gesprächen per Text sowie Antworten zu Alltagsfragen. Die KI könne zudem Restaurantreservierungen, Arzttermine und Reisen buchen. Die Telekom hat ihren Anrufassistenten gemeinsam mit dem britischen Softwareunternehmen ElevenLabs entwickelt.

Telekom-KI funktioniert auf jedem Telefon

Die Telekom beschreitet mit dem Magenta AI Call Assistant einen Pfad, der einer Art Anti-iPhone-Strategie gleichkommt. Das Unternehmen will KI mehr als Dienst denn als ein reines Produkt anbieten. Statt Nutzern teure Hardware aufzudrängen, spinnt die Telekom einen KI-Assistenten direkt ins Netz.

Das erscheint durchaus clever und offenbart einen kleinen Schlag gegen die oligopole Hardwarespirale der Tech-Giganten. Denn die geplante Telekom-KI soll prinzipiell ohne teures Smartphone nutzbar sein.

Doch das Konzept hat auch Tücken. Ein Netz voller lauschender Assistenten klingt zwar praktisch, kann aber zu seltsamen Erfahrungen während des Telefonierens führen – etwa wenn Gespräche permanent unterbrochen werden. Die Telekom muss deshalb erst einmal beweisen, dass der Magenta AI Call Assistant einen wirklichen Nutzen hat.

Die Diffusionskurve zwischen einem praktischen Mehrwert und einem übergriffigen KI-Assistenten könnte nämlich steil sein. Der Ansatz, auf eine universelle Zugänglichkeit zu setzen, ist zwar radikal, könnte aber ein komplett neues KI-Ökosystem eröffnen. Allerdings muss der Magenta AI Call Assistant dafür zunächst einmal nachweisen, ob Reichweite und ein hürdenloser Zugang über den Wert reiner Funktionalität hinausgehen.

Stimmen

  • Abdu Mudesir, Vorstand Product & Technology der Deutschen Telekom, in einem Statement: „Wir sind KI-Optimisten und setzen KI verantwortungsvoll ein. Wir bringen sie direkt in unsere Netze, Produkte und Services – skalierbar, sicher und mit klarem Mehrwert für Menschen und Wirtschaft. Denn KI wird zur Schlüsseltechnologie. Unsere Kunden können KI-Dienste direkt im Telefonat dazuschalten. So kommt beispielsweise der Dolmetscher in den Anruf. Mit unserem Magenta AI Call Assistant sind wir weltweit die ersten, die solche KI-Funktionen direkt aus dem Netz anbieten. Wir beseitigen Barrieren. Keine Apps, keine speziellen Geräte, keine technische Komplexität.“
  • Analyst Ben Wood vom Marktforschungsinstitut CCS Insight sieht in KI-Assistenten einen aktuellen Trend: „Das ist ein lobenswertes Ziel, auch wenn es in der Realität schwer zu erreichen ist. KI ist ein Gamechanger und wird wahrscheinlich die Art und Weise, wie wir in Zukunft mit Smartphones interagieren, grundlegend verändern.“ Wood sieht das Telekom-Projekt als weiteren Beweis dafür, dass die Preise für umfangreiche KI-Funktionen in Smartphones sinken.
  • Avijit Ghosh, Forscher bei der KI-Community-Plattform Hugging Face, hat Bedenken: „Das klingt einfach nach einer schlechten Benutzererfahrung. Angenommen, ich telefoniere mit meiner Mutter und mitten im Gespräch fange ich einfach an, mit einem Assistenten zu sprechen, der immer zuhört. Das wäre für mich eine sehr seltsame Erfahrung. Ich bin ein großer Befürworter von speziell entwickelten KI-Systemen. Dieses System scheint mir zu allgemein, um es ohne Sicherheitsvorkehrungen auf die Bevölkerung loszulassen.“

Nützlich oder nervig? KI-Assistenten in Telefonaten

Die Telekom will den Magenta AI Call Assistant noch in diesem Jahr an den Start bringen – zunächst für Mobilfunkkunden. Festnetzanschlüsse sollen offenbar später folgen. Doch die entscheidende Frage ist weniger die nach dem genauen Termin, sondern ob die Telekom-KI einen wirklichen Mehrwert mit sich bringen wird. Hinzu kommt die Frage, wie gut und schnell ein solches System agieren kann, wenn es nicht lokal auf einem Gerät, sondern über das Mobilfunknetz läuft.

Vor allem Live-Übersetzungen könnten praktisch sein, jedoch eher in einer Nische. Ob Nutzer der KI wirklich mitten in Gesprächen Fragen stellen oder sie Reisen buchen lassen, entscheiden aber nicht Marketing-Slogans, sondern Qualität und Praktikabilität. Auf technischer Ebene ist der Ansatz nicht bahnbrechend, doch die Telekom könnte vor allem über den Zugang zu einem breiten Nutzerkreis punkten. Vorausgesetzt, dass der Magenta AI Call Assistant angenommen wird.

Fragen nach etwaigen Risiken bleiben jedoch offen. Denn die angepriesenen Funktionen der Telekom-KI setzen voraus, dass Gespräche aufgezeichnet werden. Das Unternehmen betont zwar, dass Daten ausschließlich auf europäischen Servern landen und nach der Verarbeitung gelöscht würden. Fraglich ist jedoch, ob sie der Telekom-Beteuerung nach wirklich lückenlos vor einem Zugriff Dritter geschützt sind. Und: ob der Magenta AI Call Assistant nicht auch von Betrügern missbraucht werden könnte.

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KI-Streit im Weißen Haus: OpenAI vertickt ChatGPT ans US-Militär

03. März 2026 um 11:00

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OpenAI ChatGPT Militär USA Trump

Die Trump-Administration hat Anthropic aus US-Behörden verbannt, weil das KI-Unternehmen sich weigert, seine Modelle für das US-Militär und für Überwachungsmethoden freizugeben. Aus Geldsorgen und ohne Rücksicht auf Verluste hat sich nun OpenAI den Deal gekrallt. Doch er könnte dem Unternehmen teuer zu stehen kommen. Eine kommentierende Analyse.

US-Regierung verbannt Anthropic aus Behörden

  • Im Juli 2025 hatte das Pentagon Anthropic einen Vertrag mit einem Volumen von 200 Millionen US-Dollar zugesagt, um die KI-Modelle des Unternehmens in seine Arbeitsabläufe zu integrieren. Nachdem die Algorithmen jedoch zur history Gefangennahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro eingesetzt wurden, eskalierte ein öffentlicher Streit.
  • Wie Anthropic in einem Blogbeitrag erklärte, lehnt das Unternehmen den Einsatz seiner KI für autonome Waffen oder die Massenüberwachung ab. Leistungsstarke Algorithmen könnten aus scheinbar harmlosen Daten einen gigantischen Überwachungspool erstellen. Das Rechtssystem käme der technologischen Entwicklung nicht hinterher. Nachdem sich Anthropic weigerte, seine KI für alle „rechtmäßigen Verwendungszwecke“ freizugeben, stufte die US-Administration das Unternehmen als Sicherheitsrisiko ein und untersagte Behörden die Nutzung.
  • Nur wenige Stunden nachdem das Pentagon angekündigt hatte, Anthropic zu verbannen, gab OpenAI eine Vereinbarung zur militärischen Nutzung von ChatGPT bekannt. Während Anthropic ankündigte, Klage einzureichen, soll der KI-Chatbot Claude des Unternehmens unterstützend bei den US-Militärschlägen im Iran zum Einsatz gekommen sein. Dem Pentagon zufolge basiere die Entscheidung auf einer Übergangsvereinbarung mit Anthropic.

OpenAI vertickt ChatGPT ans US-Militär

Laut OpenAI beinhaltet die Vereinbarung zur Freigabe der hauseigenen KI-Modelle für das Verteidigungsministerium und US-Militär mehr Schutzmaßnahmen als der Deal mit Anthropic. Allerdings untersagt der Vertrag weder eine militärische Nutzung noch eine Nutzung zur Massenüberwachung.

Er sieht lediglich vor, dass die KI-Modelle des Unternehmens im Einklang mit dem Rechtssystem und der Verfassung genutzt werden. Und genau hier liegt das Problem. Denn dass es die Trump-Administration mit dem Rechtssystem nicht so genau nimmt, dürfte hinlänglich bekannt sein.

Unliebsame Richter werden etwa abgesägt, Gerichtsurteile ignoriert und das Gesetz wird stets zum eigenen Vorteil ausgelegt, nicht aber zugunsten der Vereinigten Staaten und der gesamten Bevölkerung.

Vor allem die fadenscheinige Rechtsauslegung des Trump-Lagers sowie die Tatsache, dass die Gesetzgebung und Justiz der technologischen Entwicklung rund um KI nicht hinterherkommt, sind die wahren Beweggründe für den Anthropic-Protest.

OpenAI scheint sich derweil blauäugig auf die Versprechen einer Regierung zu verlassen, die schon allzu häufig ihre Versprechen gebrochen hat – und zwar allem Anschein nach aus finanziellen statt moralischen Gründen.

Stimmen

  • US-Präsident Donald Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social zur Verbannung der Anthropic-KI: „Die Vereinigten Staaten von Amerika werden niemals zulassen, dass eine radikal linke, woke Firma uns vorschreibt, wie unsere großartige Armee Kriege führt und gewinnt. Diese Entscheidung liegt bei ihrem Oberbefehlshaber. Die linken Spinner bei Anthropic haben einen katastrophalen Fehler begangen, indem sie versucht haben, das Kriegsministerium unter Druck zu setzen und es zu zwingen, sich an ihre Nutzungsbedingungen statt an unsere Verfassung zu halten.“
  • OpenAI-Chef Sam Altman in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter): „Heute haben wir mit dem Kriegsministerium eine Vereinbarung getroffen, unsere Modelle in ihrem geheimen Netzwerk einzusetzen. Die Sicherheit von KI und die Verteilung sind Kern unserer Mission. Zwei unserer wichtigsten Sicherheitsprinzipien sind das Verbot der Massenüberwachung im Inland und menschliche Verantwortung für die Anwendung von Gewalt, auch bei autonomen Waffensystemen. Das Kriegsministerium stimmt diesen Grundsätzen zu und spiegelt sie in Gesetzen und Richtlinien wider.“
  • Anthropic-Gründer Dario Amodei hat auf die Einstufung seines Unternehmens als Sicherheitsrisiko reagiert. In einem Interview mit CBS spricht er von einem beispiellosen Vorgang: „Diese Einstufung hat es noch nie zuvor bei einem amerikanischen Unternehmen gegeben. Und ich denke, es wurde in einigen ihrer Erklärungen, in ihrer Wortwahl, sehr deutlich, dass dies vergeltend und strafend war. Meinungsverschiedenheiten mit der Regierung sind das Amerikanischste auf der Welt.“

OpenAI droht Imageschaden

Die Entscheidung, mit der US-Regierung zusammenzuarbeiten, könnte OpenAI teuer zu stehen kommen. Denn bereits nachdem bekannt wurde, dass die KI-Modelle von Anthropic bei der Entführung des venezolanischen Diktators Maduro zum Einsatz kamen, erlitt der Konkurrent einen Imageschaden.

Ob die Intervention des US-Militärs in Venezuela im Einklang mit der Verfassung war, steht aber noch in Frage. Eigentlich hätte dieser Fall OpenAI ein lehrendes Beispiel sein können. Doch stattdessen vertraut man blind den Versprechen der US-Administration. Offenbar vor allem deshalb, weil OpenAI nach wie vor defizitär ist und händeringend nach Geldgebern sucht.

Falls dem Unternehmen jedoch ein Anthropic-Moment wie in Venezuela ereilen sollte, könnte die Nutzerbasis erheblich bröckeln – sofern sie das nicht ohnehin schon tut. Denn bereits nachdem bekannt wurde, dass die KI-Modelle von OpenAI von der höchst umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE genutzt wurden, flammte eine Protestwelle auf.

Unter dem Hashtag QuitGPT wurden Nutzer dazu aufgefordert, ihr ChatGPT-Abo zu kündigen und die Plattform nicht mehr zu nutzen. Aufgrund des neuen Deals mit dem Pentagon keimt dieser Protest nun weiter aus.

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Wachs-Sticks aus „Höhle der Löwen“: 9 Fragen an Smartwaxx (+Gewinnspiel)

02. März 2026 um 22:22

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Wachs-Sticks Höhle der Löwen Smartwaxx Haarentferner Wachs Nase Ohren

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: Dem Erfinder der Wachs-Sticks von Smartwaxx.

Für viele sind Nasen- und Ohrhaare ein kleines, aber unangenehmes Detail im Alltag. Denn: Die Entfernung ist oft umständlich, unhygienisch oder schlicht schmerzhaft. Genau hier setzt Smartwaxx an. Gründer Samuel Kirchberger-Puechlong, der von allen nur Sam genannt wird, hat aus einer simplen Idee eine marktreife Innovation entwickelt.

Ein Haarentfernungssystem, das speziell für Nasen- und Ohrenhaare konzipiert ist – einfach, hygienisch und für ein deutlich angenehmeres Waxing-Erlebnis. Mit seinem Produkt und Konzept konnte Sam Investor Ralf Dümmel in „Die Höhle der Löwen“ überzeugen. Wir haben den Smartwaxx-Gründern zu seinen Erfahrungen in den Show befragt.

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, für die wir eine kleine Provision erhalten. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung unserer Beiträge.

Smartwaxx: Die Wachs-Sticks aus „Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo Sam, du bist in Staffel 19 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Erst einmal möchte ich mich an dieser Stelle beim ganzen Team hinter der VOX Gründer Show „Die Höhle der Löwen“ bedanken. Ich wurde sehr herzlich empfangen und habe mich vom ersten Moment an gut aufgehoben gefühlt. Und es fühlt sich verdammt gut an. Für Smartwaxx ist die Teilnahme ein großer Meilenstein und eine enorme Anerkennung für die bisherige Arbeit.

Eine solche Plattform zu bekommen, bedeutet Sichtbarkeit, Vertrauen und die Chance, das Produkt auf ein neues Level zu heben. Gleichzeitig war es für mich als Unternehmer eine neue Herausforderung, an der ich persönlich wachsen durfte.

Unter Druck, vor erfahrenen Investoren und laufenden Kameras die eigene Vision klar zu vertreten, ist eine besondere Situation. Genau solche Momente stärken die unternehmerische Reife und zeigen, wofür man die letzten Jahre gearbeitet hat.

Was macht dein Produkt so besonders?

Smartwaxx ist ein speziell entwickeltes System zur Entfernung von Nasen und Ohrenhaaren. Viele kennen das Problem: Trimmer schneiden die Haare nur oberflächlich, Scheren sind unpräzise und professionelle Geräte oft teuer oder umständlich in der Anwendung.

Smartwaxx funktioniert anders. Auf dem Stick befindet sich bereits eine vorgeformte Wachsglocke. Diese wird mit einem handelsüblichen Haartrockner erwärmt, kurz eingeführt und härtet dort kontrolliert aus. Beim Herausziehen werden die unerwünschten Haare sauber entfernt. Es ist kein zusätzliches Gerät notwendig und der Ablauf lässt sich unkompliziert in den Alltag integrieren.

Besonders ist die Kombination aus Anwendungssystem, Rezeptur und hygienischer Verpackung. Die Sticks sind in Sachets verpackt, jeweils zwei Stück pro Einheit. Das speziell entwickelte Wachs haftet gezielt an den Haaren und nicht an der empfindlichen Haut.

Dadurch ist die Anwendung im Vergleich zu klassischem Waxing deutlich angenehmer und nahezu schmerzfrei. Das Ergebnis hält spürbar länger an als bei klassischen Methoden wie Trimmern oder Scheren, da die Haare nicht nur gekürzt, sondern vollständig entfernt werden, ohne die natürliche Schutzfunktion der Nasenhaare zu beeinträchtigen.

Smartwaxx ist sowohl für Profis im Friseur und Barber Bereich als auch für Privatanwender konzipiert und verbindet einfache Anwendung mit professionellem Anspruch.

Wie bist du auf deine Idee und dein Konzept gekommen?

Die Idee entstand aus einer realen unternehmerischen Situation. Ein enger Freund von mir hatte sich selbstständig gemacht und schnell gemerkt, wie herausfordernd es ist, als Unternehmer dauerhaft profitabel zu arbeiten. Im Rahmen meiner Unterstützung bei Strategie und Positionierung wurde deutlich, dass vielen Friseuren, Barbern und Kosmetikern einfache, rentable Zusatzleistungen fehlen, die sich ohne große Investitionen integrieren lassen.

Parallel fiel mir auf, dass die bestehenden Methoden zur Entfernung von Nasen und Ohrenhaaren entweder umständlich oder wenig praktikabel waren. Genau aus dieser Kombination entstand das Konzept: eine Lösung zu entwickeln, die professionell funktioniert, ohne kompliziert zu sein, und Unternehmern aus den relevanten Sektoren eine unkomplizierte Möglichkeit bietet, zusätzlichen Umsatz zu generieren.

Als sich in der Testphase zeigte, dass auch viele Männer das Produkt gerne zu Hause anwenden würden, wurde das System konsequent weitergedacht. So entstand Smartwaxx als durchdachte Lösung für Profis im Friseur und Barber Bereich ebenso wie für Privatanwender.

„Die Höhle der Löwen“

Und wie bist du bei DHDL gelandet?

Der Impuls kam tatsächlich stark aus meinem Umfeld. Immer wieder wurde ich darauf angesprochen, dass Smartwaxx perfekt in die VOX Gründer Show „Die Höhle der Löwen“ passen würde.
Anfangs war es eher ein Gedanke, irgendwann wurde daraus eine ernsthafte Überlegung.

Letztlich war die Entscheidung logisch: Die VOX Gründer Show „Die Höhle der Löwen“ steht für Neuheiten, Innovationen und unternehmerischen Mut. Genau dafür steht auch Smartwaxx Es war daher nur konsequent, diesen Schritt zu gehen und das Produkt auf einer Bühne zu präsentieren, die genau für solche Innovationen gemacht ist.

Was ging kurz vor deinem Pitch in dir vor?

Bis kurz vor dem Pitch war ich erstaunlich ruhig. Erst in dem Moment, als ich im Set vor den Löwen stand, habe ich eine kurze Nervosität gespürt. Das ist ein besonderer Augenblick, in dem einem bewusst wird, dass jetzt alles zusammenkommt.

Diese Nervosität konnte ich jedoch schnell ablegen. Was mir dabei geholfen hat, war meine emotionale Intelligenz und die Fähigkeiten, die dahinterstehen. Diese haben mich über meinen gesamten unternehmerischen Weg begleitet und mir immer wieder geholfen, in Drucksituationen klar zu bleiben.

Lustigerweise wurde ich sogar von den Löwen auf meine Gelassenheit angesprochen. Das hat mir gezeigt, wie wichtig innere Stabilität ist und wie sehr sie sich auch nach außen widerspiegelt.

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Die Verhandlungen nach der Show liefen genau so, wie man es sich wünscht: transparent, strukturiert und auf Augenhöhe. Es ging nicht nur um Zahlen, sondern um ein gemeinsames Verständnis für Vision, Tempo und langfristige Ausrichtung.

Im Austausch mit meinen Investor Ralf Dümmel und seinem Team habe ich mich jederzeit wohl und ernst genommen gefühlt. Die Gespräche waren professionell, klar und lösungsorientiert. Genau so stellt man sich eine Zusammenarbeit vor, wenn man gemeinsam etwas Großes aufbauen möchte.

Wachs-Sticks aus „Höhle der Löwen“: So geht es mit Smartwaxx weiter

Was ist seit dem Dreh und deiner Teilnahme mit dir und deinem Produkt passiert?

Seit dem Dreh ist viel passiert. Wir sind direkt in die Weiterentwicklung von Smartwaxx eingestiegen und haben gemeinsam intensiv gebrainstormt, um das Produkt, die Positionierung und die nächsten strategischen Schritte weiter zu schärfen. Parallel dazu wurden alle rechtlichen und strukturellen Themen sorgfältig geprüft und sauber aufgesetzt.

Genau die Punkte, die bei Startups im schnellen Wachstum oft liegen bleiben, haben wir bewusst aufgegriffen. Ziel war es, nicht nur ein erfolgreiches Produkt zu verkaufen, sondern eine Marke aufzubauen, die langfristig Bestand hat und professionell strukturiert ist.

Wie geht es jetzt weiter?

Jetzt geht es darum, Smartwaxx konsequent weiter zu skalieren und strategisch auszubauen. Der Fokus liegt auf dem weiteren Vertriebsausbau, dem Aufbau starker Handelspartnerschaften und der Internationalisierung, insbesondere innerhalb Europas.

Gleichzeitig arbeiten wir an der Erweiterung des Produktsortiments, um weitere einfache und effektive Lösungen im Bereich spezialisierter Pflege zu entwickeln. Ziel ist es, SMARTWAXX langfristig als festen Bestandteil in Badezimmern sowie im Friseur und Barber Bereich zu etablieren und die Marke Schritt für Schritt nachhaltig wachsen zu lassen.

Wenn du zurückblickst: Wie bewertest du deine Erfahrungen bei DHDL?

Rückblickend war die Teilnahme an „Die Höhle der Löwen“ eine wichtige Erfahrung für Smartwaxx, aber noch wertvoller für mich persönlich als Unternehmer. Natürlich ist es ein großer Schritt für ein Produkt, so eine Bühne zu bekommen.

Gleichzeitig ist mir bewusst, dass ein Unternehmen immer relativ ist. Märkte verändern sich, Produkte können scheitern oder sich weiterentwickeln. Was jedoch bleibt, sind die Erfahrungen, die man sammelt, und die Fähigkeiten, die man in solchen Situationen entwickelt. Diese sind langfristig unbezahlbar und prägen einen als Unternehmer weit über ein einzelnes Projekt hinaus.

Gewinnspiel: Sicher dir ein exklusives Wachs-Stick-Set von Smartwaxx aus „Höhle der Löwen“

Als Medienpartner verlosen wir die Wachs-Sticks von Smartwaxx aus „Die Höhle der Löwen“ unter allen Newsletter-Abonnenten von BASIC thinking. Du musst nur bis zum Stichtag am 22. März 2026 (18:00 Uhr) unseren Newsletter abonniert haben und uns bis dahin einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen, was dir an Smartwaxx besonders gefällt.

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Solar-Förderstopp: Lobby-Ministerin plant Geschenk für Ex-Arbeitgeber E.ON

02. März 2026 um 11:00

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Solar Förderung Stopp Reiche Solaranlagen Einspeisevergütung

Das Bundeswirtschaftsministerium will unter der Leitung von Ministerin Katharina Reiche (CDU) die Förderung für kleine Solaranlagen auf Hausdächern abschaffen. Das Vorhaben würde nicht nur vielen Verbrauchern Steine in den Weg legen, sondern auch der deutschen Wirtschaft und dem Klimaschutz schaden. Eine kommentierende Analyse.

Wirtschaftsministerium will Förderung von Solaranlagen stoppen

  • Das Bundeswirtschaftsministerium will die Förderung für neue, kleine Solaranlagen einstellen. Das geht aus einem aktuellen Arbeitsentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) umkrempeln soll. Vor allem kleine Solaranlagen seien demnach bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich, da die Anschaffungskosten gesunken sind. Geht es nach dem Wirtschaftsministerium, soll es künftig keine Förderung für Anlagen unter 25 Kilowatt installierter Leistung mehr geben.
  • Bisher erhielten private Betreiber von Solaranlagen als Förderung zwischen 6,73 und 12,34 Cent pro Kilowattstunde erzeugtem Strom. Diese Vergütung soll gestrichen werden. Netzbetreiber müssten sich zudem nicht mehr verpflichten, Strom abzunehmen. Anlagenbetreiber sollen stattdessen selbst einen Abnehmer suchen und mindestens 50 Prozent des erzeugten Stroms verbrauchen. Für Solaranlagen mit weniger als sieben Kilowatt installierter Leistung würde ein intelligenter Stromzähler bis Ende 2028 Pflichtauflage werden.
  • Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGov im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft würden sich nur noch 40 Prozent der 1.048 befragten Immobilienbesitzer eine Solaranlage kaufen, falls die Förderung gestrichen wird. Dem Verband zufolge ist die Nachfrage für Solaranlagen im Heimsegment seit zwei Jahren stark rückläufig.

Keine Politik im Sinne der deutschen Wirtschaft

Wer ab März 2026 noch behauptet, dass die Bundesregierung mit Blick auf die europäischen Klimaschutzziele, an denen sie nach wie vor festhält, noch auf Kurs ist, der verdrängt die Realität. Denn: Studien zufolge stand die anvisierte Klimaneutralität bereits zuvor auf der Kippe.

Doch nun will Lobbyismus-Ministerin Katherina Reiche die Förderung von Solaranlagen auf Hausdächern streichen, Öl- und Gasheizungen wieder erlauben und den Solar- und Windkraftausbau sogar teilweise stoppen. Damit – man muss es leider so hart sagen – macht Reiche keine Politik im Sinne der deutschen Wirtschaft, sondern im Sinne der Fossil-Lobby und Großkonzerne, die ihre Geschäftsmodelle lieber konservieren als transferieren wollen.

Zugegeben: Es ist nicht alles nachhaltig, was grün glänzt. Das Stromsystem ächzt im Sommer etwa in der Mittagssonne. Es braucht einen gewissen Anteil an Gaskraftwerken als Reserve. Und ja: Die Förderlandschaft ist komplex und sollte auch entsprechend der Realität angepasst werden. Aber zwischen Reform und Kahlschlag liegt ein Unterschied.

Denn wer die Vergütung streicht, die Abnahmeverpflichtung kippt, 50 Prozent Eigenverbrauch vorschreibt und zusätzlich Smart-Meter-Pflichten auflädt, baut keine Brücke ins neue Energiesystem, sondern eine Mauer. Hinzu kommt, dass der Nutzen dezentraler Solarenergie nicht im Vorgarten endet.

Jedes eingespeiste Sonnenkilowatt kommt nämlich in Form von nachhaltigem und günstigem Strom der Allgemeinheit zugute, reduziert Importe, stärkt die Versorgungssouveränität und dämpft langfristig die Preise. Doch statt Netzbetreiber stärker in die Verantwortung zu nehmen und Flexibilität intelligent zu organisieren, werden Bürgern und kleinen sowie mittelständischen Betrieben Steine in den Weg gelegt.

Stimmen

  • Im geleakten Entwurf zur geplanten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes heißt es: „Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das zentrale Instrument, um eine treibhausgasneutrale Stromversorgung auf Basis eines wachsenden Anteils erneuerbarer Energien zu erreichen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll stetig, kosteneffizient, umweltverträglich und netzverträglich erfolgen. Das EEG bedarf aus einer Reihe von Gründen einer grundlegenden Neuordnung.“
  • Verena Fluri, Expertin für Energiewirtschaft am Fraunhofer Institut und Autorin einer Studie zur Direktvermarktung von kleinen PV-Anlagen erläutert: „Unsere Studie zeigt, dass die Prozesse in der Direktvermarktung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht reif für eine großskalige Nutzung im PV-Eigenheimsegment sind. Ein Wechsel in die Direktvermarktung würde die Wirtschaftlichkeit von PV-Kleinanlagen deutlich verschlechtern und viele neue Anlagen unwirtschaftlich machen.“
  • Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH), in einem Statement: „Dieser EEG-Entwurf ist ein beispielloser Angriff auf die Bürgerenergie und ein Geschenk an die fossile Lobby. Die Bundesregierung verabschiedet sich damit faktisch von ihren eigenen Klimazielen. Statt den Solarausbau auf Millionen Dächern massiv zu beschleunigen, werden private Anlagen finanziell ausgetrocknet, in eine realitätsferne Direktvermarktung gezwungen und durch zusätzliche Auflagen unrentabel gemacht.“

Solar-Förderstopp würde Arbeitsplätze gefährden

Sollte die geplante Reform Realität werden, droht der Solarausbau im Eigenheimsegment weiter einzubrechen. Ohne Vergütung und mit unsicherer Direktvermarktung könnte aus Zurückhaltung ein Stillstand werden. Damit gerät nicht nur das Ausbauziel ins Wanken, sondern auch das Versprechen, Klimaschutz als Gemeinschaftsprojekt zu denken – mit potenziell teuren Folgen bis hin zu EU-Strafzahlungen.

Auch ökonomisch ist der Kurs riskant. Denn: Wenn weniger günstiger Solarstrom ins Netz eingespeist wird, steigt zwangsläufig der Anteil teurerer Kohle- und Gaskraft – und damit der Druck auf die Strompreise. Zwar sollen größere Anlagen weiter gefördert werden. Davon würden aber vor allem Großkonzerne wie E.ON (Ex-Arbeitgeber von Katherina Reiche) und RWE profitieren. Doch eine Energiewende, die sich auf Freiflächenparks verengt, verteuert Netzausbau und Verteilung, während Bürgerstrom vor Ort ungenutzt bleibt.

Hinzu kommt der arbeitsmarktpolitische Faktor: Rund 100.000 Menschen arbeiten in der Solarbranche. Wenn das Dachgeschäft einbricht, geraten Handwerksbetriebe, Planer und Zulieferer unter Druck. Tausende Arbeitsplätze stünden in Gefahr. Ja, Module sind günstiger geworden und rechnen sich mancherorts auch ohne Förderung. Aber ohne klare Anreize und faire Marktbedingungen wird der technologische Fortschritt ausgebremst.

Kurzum: Es ist zwar richtig, dass Solaranlagen besser in das Stromsystem integriert werden müssen. Der Entwurf sieht dafür aber schlichtweg keine Anreize vor. Statt die Netzbetreiber in die Pflicht zu nehmen und es privaten Erzeugern zu ermöglichen, ihren Strom selbst und direkt zu vermarkten, stellt man sich hin und predigt Klimaschutz, nimmt aber in Kauf, dass die Abhängigkeiten von Kohle und Öl bestehen bleiben. Was für ein verlogener Irrsinn!

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Die besten Bahnhöfe in Deutschland 2026

01. März 2026 um 20:15

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besten Bahnhöfe Deutschland 2026

Wer viel mit der Bahn unterwegs ist, verbringt oft mehr Zeit auf dem Bahnsteig als im Zug selbst. Doch: Wie sauber, einladend und sicher ist es rund um die mehreren Hundert Bahnhofgebäude hierzulande? In unserem wöchentlichen Ranking zeigen wir dir die zehn besten Bahnhöfe in Deutschland 2026.

Ob aus Umwelt- oder Komfortgründen: Viele Menschen fahren mit der Deutschen Bahn. Doch Verspätungen und verpasste Anschlüsse sind für zahlreiche Reisende Alltag. Wer mit der Bahn unterwegs ist, verbringt deshalb mitunter viel Zeit an Bahngleisen.

Viele Bahnhöfe sind jedoch längst keine reinen Verkehrsknotenpunkte mehr, sondern auch Aufenthaltsort, Einkaufsmeile oder Kulturstandort. Zudem vermitteln sie einen ersten Eindruck einer Stadt. Zwischen den besten und schlechtesten Bahnhöfen in Deutschland liegen jedoch Welten, wie eine aktuelle Analyse zeigt.

Die besten Bahnhöfe in Deutschland

Das Reiseportal Tripz hat 388 Hauptbahnhöfe in Deutschland anhand ihrer Google-Bewertungen unter die Lupe genommen. Über 190.000 Rezensionen flossen in die Analyse ein. Grundlage waren die 500 größten Städte Deutschlands.

Tripz hat laut eigenen Angaben nur Einträge berücksichtigte, die eindeutig als Bahnhof identifizierbar waren – über die entweder über die Google-Maps-Kategorie oder den Namen. Bei mehreren Einträgen hat das Reiseportal jeweils den Datensatz mit der höchsten Anzahl an Bewertungen analysiert.

Zudem wurden nur Bahnhöfe mit mindestens 50 Google-Rezensionen berücksichtigt, um eine gewisse Vergleichbarkeit und statistische Relevanz zu gewährleisten. Unter Berücksichtigung aller Kriterien flossen 388 Hauptbahnhöfe in die Analyse mit ein. Stand der Erhebung ist der 17. Februar 2026. Im folgenden Ranking zeigen wir dir die zehn besten Bahnhöfe in Deutschland 2026.

Platz 10: Görlitz

Mit 4,3 Sternen bei 456 Google-Bewertungen belegt der Bahnhof Görlitz (Sachsen) Platz zehn im Ranking der besten Bahnhöfe in Deutschland. Seine Ursprünge sowie Jugendstil-Architektur gehen bis in das Jahr 1847 zurück. Der Bahnhof Görlitz ist Deutschlands östlichster Bahnhof.

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Kamera-Brillen mit Gesichtserkennung: Wie Meta Menschen gläsern machen will

27. Februar 2026 um 11:00

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Meta Mark Zuckerberg Kamera-Brillen Gesichtserkennung Smart Glases

Berichten zufolge will Facebook-Konzern Meta eine Gesichtserkennungsfunktion in seine Kamera-Brillen einbauen. Die Idee: Die Smart Glasses des Unternehmens sollen etwa Menschen auf der Straße erfassen und mit einer Datenbank abgleichen, um sie zu identifizieren. Oder kurzum: Meta bastelt an einem gigantischen biometrischen Überwachungstool, um Menschen gläsern zu machen. Eine kommentierende Analyse.

Meta will Gesichtserkennungsfunktion in Kamera-Brillen einbauen

  • Wie die New York Times unter Berufung auf ein internes Meta-Dokument berichtet, könnte das Unternehmen seine Kamera-Brillen noch in diesem Jahr mit einer Gesichtserkennungsfunktion ausstatten. Dem Papier zufolge hätte es bereits vor Jahren entsprechende Pläne gegeben. Nun sieht das Unternehmen aber offenbar einen guten Zeitpunkt, um diese umzusetzen. Die Smart Glasses von Meta laufen unter den Marken Ray Ban und Oakley. Sie haben Kamera, Mikrofon und Lautsprecher und sind auch in Europa erhältlich. Zuletzt präsentierte das Unternehmen eine Brille, die Informationen auf einem kleinen Display im Glas einblenden kann.
  • Der anfängliche Plan sah vor, zunächst Kamera-Brillen mit Gesichtserkennung für Sehbehinderte zugänglich zu machen. Das aktuelle Vorhaben geht offenbar weit darüber hinaus. Die Smart Glasses von Meta sollen Gesichter per Kamera erfassen und mit einer Datenbank abgleichen – entweder mit den eigenen Social-Media-Kontakten oder öffentlichen Profilen. Harvard-Studenten demonstrierten bereits im vergangenen Jahr, dass dies möglich ist. Meta arbeitet jedoch an einer Lösung, die ohne externe Tools direkt auf die eigenen Plattformen wie Instagram und Facebook zugreifen soll.
  • Der Facebook-Konzern musste eine ähnliche Gesichtserkennungsfunktion, die Plattformnutzer automatisch in Fotos kennzeichnete, aufgrund von Datenschutz-Kritik vor einigen Jahren einstellen. Die US-Justiz verdonnerte das Unternehmen damals zu einer Milliardenstrafe. Hintergrund war, dass Meta im großen Stil biometrische Daten ohne Zustimmung erfasst hat. Die neue Funktion soll es jedoch nicht erlauben, jede beliebige Person zu identifizieren, sondern Nutzer der Meta-Plattformen.

Ein gigantisches Überwachungsinstrument

Dass Meta-Chef Mark Zuckerberg erneut an der Gesichtserkennungsschraube dreht, ist kein technischer Zufall, sondern strategisches Kalkül. Denn was wie Science-Fiction klingt, ist längst marktreif – und politisch offenbar gut getimt. Während Wahlkämpfe und Weltkrisen die Schlagzeilen dominieren, testet das Unternehmen klammheimlich ein gigantisches Überwachungsinstrument und die Grenzen des Datenschutzes.

Doch während Meta die Gesichtserkennung über seine Kamera-Brillen als Funktion verkauft, läuft im Hintergrund ein Testlauf für eine permanente biometrische Überwachung. Die Strategie ist jedoch durchschaubar. Denn der Facebook-Konzern will diese brandgefährliche Technologie offenbar zunächst unter einem gesellschaftsdienlichen Vorwand auf dem Markt etablieren.

Doch eine Hilfe für Sehbehinderte könnte schnell zu einem Abgleich mit Social-Media-Kontakten und am Ende womöglich einer Erfassung jedes öffentlichen Profils eskalieren. Die unbequeme Wahrheit lautet deshalb: Sobald eine Funktion zur Gesichtserkennung in Alltagsbrillen steckt, gibt es kaum mehr ein Zurück.

Die Vision von Mark Zuckerberg ist zwar, dass eine KI durch Millionen Augen auf Millionen Gesichter blickt. Doch es obliegt auch potenziellen Nutzern, eine solche Überwachungsinfrastruktur zu verhindern. Denn im schlimmsten Fall könnte auch das letzte Privatsphäre-Zugeständnis verschwinden, sobald die Akzeptanz steigt – nämlich die LED-Anzeige, die zeigt, wann die Brillen aufnehmen.

Stimmen

  • Im internen Meta-Dokument, das der New York Times (€) vorliegt, heißt es zur geplanten Gesichtserkennungsfunktion unter anderem: „Wir werden in einem dynamischen politischen Umfeld starten, in dem viele zivilgesellschaftliche Gruppen, von denen wir erwarten würden, dass sie uns angreifen, ihre Ressourcen auf andere Belange konzentrieren werden.“ Eine Unternehmenssprecherin gegenüber Business Insider (€): „Obwohl wir häufig von Interesse an dieser Art von Funktion hören – und es bereits einige Produkte auf dem Markt gibt –, prüfen wir noch verschiedene Optionen und werden einen wohlüberlegten Ansatz wählen.“
  • Alexandra Reeve Givens, CEO des Center for Democracy & Technology, gegenüber Straight Arrow News: „Der Einsatz dieser Art von Gesichtserkennungstechnologie wird zu einem Albtraum für den Datenschutz und die Überwachung werden. Die Menschen sollten sich nicht verstecken und ausweichen müssen, um nicht überwacht zu werden. Diese Systeme stellen eine echte Bedrohung dar. Personen an sensiblen Orten – sei es in einer Arztpraxis, einem Nachtclub oder einer Kultstätte – sollten keine Angst haben müssen, heimlich gescannt und identifiziert zu werden.“
  • Das Electronic Privacy Information Center (EPIC) in einer Mitteilung an die Federal Trade Commission, eine unabhängige Verbraucherschutz- und Wettbewerbsbehörde in den USA: „Diese Funktion würde ein ernsthaftes Risiko für die Privatsphäre, die Sicherheit und die bürgerlichen Freiheiten darstellen und der Öffentlichkeit weitreichenden Schaden zufügen. Sie darf nicht auf den Markt kommen. Diese Funktion würde sich leicht missbrauchen lassen und Amerikaner dem Risiko von Stalking, Belästigung, Doxxing und Schlimmerem aussetzen.“

Auf dem Weg zum Überwachungsstaat?

In Europa setzt die Datenschutz-Grundverordnung regulatorische Bollwerke auf biometrische Datensammler wie Meta. Denn Unternehmen müssen hierzulande etwa Nutzereinwilligungen einholen und eine Zweckbindung nachweisen – und das ist auch gut so.

In den USA sieht die Lage anders aus. Spätestens seit der zweiten Trump-Administration spielen Regulationen für Big Tech in den Vereinigten Staaten eine immer geringere Rolle. Heißt konkret: Die Plattformen können nicht nur nahezu alles machen, was sie wollen. Ihre Technologien werden teilweise sogar von der Regierung selbst genutzt beziehungsweise missbraucht.

Die US-Administration droht dem KI-Unternehmen Anthropic aktuell etwa mit Repressionen, sollte es seine KI-Software nicht für das US-Militär und die zivile Überwachung freigeben. Das Erschreckende an den Meta-Plänen ist derweil, dass die Technologie bereits funktioniert.

Sie könnte die USA in einen nie dagewesenen Überwachungsstaat verwandeln, sollte die Regierung die Daten kapern. Ganz zu schweigen davon, was passiert, wenn Hacker sie erbeuten. Oder von dem, was Meta selbst damit anstellt.

Denn über seine Kamera-Brillen kann das Unternehmen theoretisch jede Begegnung, jedes Gespräch oder sogar gesamte Tagesabläufe aufzeichnen. Glücklicherweise entscheiden letztlich aber die Gesellschaft und Nutzer, ob sie sich einer solchen Technologie hingeben wollen.

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Bund grillt Heizungsgesetz – und regiert an der Realität vorbei

26. Februar 2026 um 11:00

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Heizungsgesetz Gebäudeenergiegesetz

Union und SPD haben sich in einem Eckpunktepapier auf eine Lockerung des sogenannten Heizungsgesetzes geeinigt. Demnach sollen alle Heizungsarten erlaubt bleiben – auch Öl und Gas. Die Förderung für Wärmepumpen würde aber bis 2029 bestehen bleiben. Mit Blick auf das Bundes-Klimaschutzgesetz sowie EU-Vorgaben steht das Vorhaben dennoch auf wackeligen Füßen. Eine kommentierende Analyse.

Heizungsgesetz: Alle Heizungen bald wieder erlaubt

  • Strenggenommen gibt es gar kein Heizungsgesetz in Deutschland. Der Begriff wird oft aber synonym zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) verwendet. Es wurde 2020 vom vierten Merkel-Kabinett verabschiedet. Wenn von einer Abschaffung des Heizungsgesetzes die Rede ist, ist meist Paragraf 71 gemeint – also nur ein kleiner Teil des GEG. Er schreibt vor, dass eine neue Heizung mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien einbinden muss.
  • Die GEG-Novelle, die als Heizungsgesetz bekannt ist, war von Anfang an umstritten. Der Grund: mangelnde Kommunikation. Einerseits zwischen den damaligen Koalitionspartnern der Ampelregierung. Andererseits aufgrund inhaltlicher Mängel und Widersprüche. Auch zahlreiche Medien haben zur Verunsicherung beigetragen. Viele glaubten etwa, dass sie ihre Heizung sofort gegen eine Wärmepumpe austauschen müssten, obwohl das nie vorgesehen war.
  • Die Union hat das sogenannte Heizungsgesetz zu einem Wahlkampfthema gemacht. Obwohl viele Handwerker sowie Heizungsbauer dagegen sind, wollen vor allem CDU/CSU es abschaffen. Laut der neuen Kompromiss-Regelung, auf die sich die Fraktionschefs von Union und SPD geeinigt haben, soll die Vorgabe, neue Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien zu betreiben, gestrichen werden. Heißt konkret: Auch Öl- und Gasheizungen wären wieder erlaubt, müssten aber mit einem soplenden Anteil klimafreundlicher Kraftstoffe betrieben werden (mindestens zehn Prozent ab 2029). Die Förderung für einen Austausch alter Heizungen durch eine Wärmepumpe soll bestehen bleiben.

Ein Geschenk an die Fossil-Lobby

Die geplanten Änderungen des Gebäudeenergiegesetzes könnten im Idealfall ein Tropfen auf dem heißen Stein der Fossil-Lobby sein. Denn Wärmepumpen sind in vielen Fällen deutlich effizienter und kostengünstiger als Öl- und Gasheizungen – vor allem langfristig. Das liegt einerseits an sinkenden Strompreisen und weniger Abhängigkeiten. Andererseits, weil Wärmepumpen schlichtweg immer effizienter werden.

Die Aufregung rund um die Debatte scheint hier und da deshalb durchaus übertrieben. Doch sie ist nachvollziehbar. Denn die Regierung sendet irreführende Signale, anstatt Aufklärungsarbeit zu leisten. Sollten Verbraucher, für die eine Wärmepumpe eigentlich die sinnvollere Lösung wäre, darauf hereinfallen, könnte das doppelten Schaden anrichten. Nämlich: für das Klima und für ihr Portemonnaie.

Denn: Der Zickzackkurs der deutschen Politik verunsichert nicht nur, sondern ermutigt Verbraucher mitunter zum Einbau neuer Öl- und Gasheizungen. Zugegeben: Auch diese sind effizienter geworden und können in Einzelfällen sogar die sinnvollere Wahl sein. Doch: Wer aufgrund eines populistischen Wahlversprechens die 65-Prozent-Regel streicht, verabschiedet sich von den europaweiten Klimazielen – zumal der Gebäudesektor nach wie vor einer der größten CO2-Emittenten ist.

Sollte das geplante Geschenk an die Öl- und Gaslobby die berechtigten Befürchtungen bestätigen, drohen nicht nur Verbrauchern hohe Kosten, sondern auch dem Bundeshaushalt. Nämlich dann, wenn die EU aufgrund einer Nichteinhaltung der europäischen Klimaschutzziele mit Bußgeldern sanktioniert.

Besonders verheerend wäre dann auch die soziale Dimension: Millionen Mieter würden an teure Öl- und Gasheizungen gefesselt, ohne selbst entscheiden zu können. Denn letztlich müssten sie die Kosten dafür tragen, dass sich die Fossil-Lobby wieder einmal durch soplende Interessen durchgesetzt hat und die Regierung an der Realität vorbeiregiert.

Stimmen

  • Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) bei der Präsentation des neuen Eckpunktepapiers: „Alle Heizungsarten sind wieder möglich. Das neue Gebäudeenergiegesetz wird technologieoffener, flexibler, praxistauglicher, einfacher. Die überbürokratisierenden Paragrafen 71 bis 71p und Paragraf 72 werden gestrichen. Die 65-Prozent-Vorgabe fällt weg und die Beratungspflicht beim Heizungstausch wird abgeschafft. Eigentümer entscheiden wieder. Wir fördern weiter den Heizungsaustausch. Die Finanzierung ist bis mindestens 2029 sichergestellt.“
  • Martin Sabel, Chef vom Bundesverband Wärmepumpe (BWP), warnt: „Laut verschiedener Rechtsgutachten muss das Gebäudemodernisierungsgesetz eine hinsichtlich Klimaschutz und Erneuerbarer-Wärme-Ausbau genauso hohe Wirksamkeit entfalten wie sein Vorgänger. Die Ankündigung einer Grüngasquote und einer begleitenden Grüngastreppe für soplende Geräte erscheint nicht geeignet, den Klimaschutz zu erreichen. Dies führt im Umkehrschluss zu einer immanenten Rechtsunsicherheit, ob die angekündigten gesetzlichen Regelungen nachhaltig Bestand haben werden.“
  • Kassem Taher Saleh, baupolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, gegenüber dem RND: „Ohne die 65-Prozent-Regel werden wir unsere Klimaziele deutlich verfehlen. Wir machen uns weiter abhängig von fossilem Öl und Gas – auch von autokratischen Staaten. Am Ende zahlen die Bürgerinnen und Bürger für die steigenden Kosten. Grüne Gase werden auf absehbare Zeit knapp und teuer bleiben. Das ist kein Schutz für Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern ein Geschenk an die Gaslobby.“

Änderungen am Heizungsgesetz: Politik sendet falsche Signale

Union und SPD wollen bis Ostern einen detaillierten Gesetzesentwurf vorlegen und diesen vor dem 1. Juli 2026 verabschieden. Hintergrund ist, dass Union und SPD im Koalitionsvertrag eine weitreichende Überarbeitung des Heizungsgesetzes vereinbart hatten.

Das Problem: Im aktuellen Eckpunktepapier steht viel Quatsch. Die Pläne der Bundesregierung schrammen an der Realität vorbei. Denn: Nachdem der Wärmepumpenmarkt in Schwung gekommen ist – auch weil die Anlagen immer effizienter, klimafreundlicher und sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb günstiger werden –, sendet das Vorhaben völlig falsche Signale.

Einerseits, weil es absolut durchsichtig ausschließlich fossilen Lobbyinteressen dient. Andererseits, weil es sowohl Verbraucher als auch Heizungsbauer verunsichert und Zweifel sät. Fans von Öl- und Gasheizungen wird zudem der Eindruck vermittelt, sie könnten künftig auf klimafreundliche Brennstoffe umstellen. Dahinter steht jedoch nicht nur ein großes, sondern vor allem ein teures Fragezeichen.

Zugegeben: Die geplanten Änderungen des Gebäudeenergiegesetzes werden nicht den Untergang des Abendlandes herbeiführen. Letztlich entscheiden nämlich Haus- und Immobilienbesitzer. Auch die meisten Heizungsbauer, die umgesattelt haben, dürften nicht wieder in alte Muster verfallen – zumal Wärmepumpen weiterhin gefördert werden.

Dennoch hat die Fossil-Lobby wieder einmal ihre Interessen durchgesetzt, worunter im schlimmsten Fall nicht nur viele Verbraucher leiden könnten, sondern auch das Klima. Denn für Menschen, die sich aufgrund der sowohl irreführenden als auch falschen Signale für eine Öl- oder Gasheizung entscheiden sollten, könnte dies teuer zu stehen kommen.

Einerseits, weil internationale Konflikte und geopolitische Abhängigkeiten die Öl- und Gaspreise in die Höhe treiben können. Andererseits, weil die vermeintlich nachhaltigen Kraftstoffe, die beigemischt werden sollen, teuer sind. Fossile Heizungen wären damit etwas für Reiche.

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Wenn Lügen laufen lernen: So kannst du KI-Videos erkennen

25. Februar 2026 um 11:00

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KI-Videos erkennen Deepfakes Künstliche Intelligenz

Ob auf YouTube, Instagram, Facebook oder TikTok: Im Netz kursieren immer mehr KI-Inhalte und Deepfakes – auch, weil viele Nutzer diese unbedarft teilen. Doch trotz des rasanten Fortschritts im KI-Bereich und zunehmender manipulativer Inhalte gibt es einige Stellschrauben, um KI-Inhalte zu erkennen. Es muss nur ein Umdenken stattfinden. Eine kommentierende Analyse. 

KI-Videos erkennen

  • Immer mehr KI-generierte Videos fluten das Internet. Das gilt nicht nur für digitale Medien, sondern vor allem für Portale wie YouTube, von wo aus solche Clips weiterverbreitet werden. Das Problem: Statt handgemachter Unterhaltung, nerdigen Inhalten oder hochwertigen Dokumentationen landen immer mehr KI-Schrott und Fake-Videos im Netz. Oder kurzum: Inhalte, die nur darauf abzielen, Klicks zu erzielen oder manipulative Inhalte zu verbreiten.
  • Die viel größere Gefahr geht dabei von sogenannten Deepfakes aus. Das sind Audio- und Videoaufnahmen, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Gesichter und Personen können so beispielsweise ausgetauscht oder in andere Aufnahmen eingefügt werden. Vor allem Logik- oder Bildfehler können jedoch (noch) auf Deepfakes hinweisen. Darunter: unscharfe Stellen, merkwürdige Proportionen oder ein unpassender Kontext.
  • Aufgrund der rasanten Fortschritte in der KI-Branche wird es immer schwieriger, Bilder und Videos zu erkennen, die mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert wurden. KI-Tools wie Sora oder Seedance sind mittlerweile etwa in der Lage, Fake-Videos zu generieren, die sich von echten Inhalten kaum mehr unterscheiden lassen. Doch es gibt mittlerweile Websites, die dabei helfen können, manipulierte Aufnahmen zu erkennen. Plattformen wie DeepFake-o-meter oder UNITE analysieren beispielsweise hochgeladene Videos und können gefälschte oder irreführende Aufnahmen entlarven.

Ein Umdenken muss stattfinden

Zwischen Katzenclips und Kanzlerreden verschwimmen im Netz aktuell die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion – und zwar mehr denn je. Einst war die Demokratisierung der Bildproduktion noch ein Versprechen. Nun ist sie ein Risiko. Denn wenn fast jeder mit wenigen Klicks täuschend echte Bilder und Videos erzeugen kann, verschiebt sich die Beweislast.

Nicht mehr der Fälscher muss überzeugen, sondern der Zweifelnde widerlegen. KI ist dann jedoch kein Werkzeug mehr, sondern ein Machtfaktor. In den Händen von Populisten ist sie ein zusätzliches Megafon zu ohnehin schon irreführenden Inhalten. In den Händen von Betrügern ist sie ein Chamäleon.

Beunruhigend ist dabei weniger die Existenz manipulierter KI-Inhalte, sondern vielmehr ihre Normalisierung. Wenn etwa selbst professionelle Redaktionen ins Straucheln geraten, offenbart das ein strukturelles Problem. Denn Geschwindigkeit schlägt leider allzu häufig Sorgfalt und Emotionalität schlägt Einordnung.

Heißt konkret: Wer heutzutage Inhalte veröffentlicht, konkurriert mit Algorithmen und übernimmt deren Tempo und das anderer Nutzer oder Medien. Aus Klickgeilheit verlieren dabei sowohl der Journalismus als auch die digitale Gesellschaft ihren Kompass. Dabei sind die Gegenmittel, um KI-Videos zu erkennen, weder neu noch geheim.

Es muss schlichtweg ein Umdenken stattfinden. Oder kurzum: Quellen prüfen, Kontext suchen, Bilder auf Logikbrüche abklopfen und Überprüfungstools nutzen. Skepsis ist aber nicht und darf nicht als Miesmacherei gelten, sondern als digitale Hygiene. Denn: Vertrauen ist gut. Gegencheck ist spätestens 2026 aber viel besser.

Stimmen

  • Andreas Dengel, Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), in einem Interview mit SWR Aktuell: „In den letzten Jahren haben sich die Tools stark verbessert, dass man kaum mehr einen Unterschied erkennen kann. Bei Videos kann man eher Auffälligkeiten entdecken: etwa unsaubere Übergänge oder fehlerhafte Schriftzüge. Wenn im Hintergrund ein Ladenname falsch geschrieben ist oder der Text keinen Sinn ergibt, ist das oft ein Hinweis. Im digitalen Raum ist KI sehr gefährlich, indem sie gezielt zur Manipulation eingesetzt wird. Bilder und Videos werden millionenfach verbreitet, um Menschen zu manipulieren.“
  • Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) gegenüber Deutschlandfunk: „Neben dem unsäglichen Thema dieser Deepfakes werden wir uns massiv mit Themen beschäftigen müssen, wenn eine KI scheinbare Informationen entwickelt. Wo sind die Fakten? Basiert das auf Quellen? Oder ist das einfach künstlich generiert? Wenn wir Bilder haben, die es so in der Realität nie gab, aber etwas so etwas suggerieren, was ist dann eigentlich wahr oder nicht wahr? Natürlich haben wir immer Dinge modifiziert, Bilder, Filme, künstlich animiert. Aber der Unterschied ist, die hatten immer einen wahren Kern.“
  • KI-Experte Rafael Bujotzek hat in einem Interview mit SWR3 einige Tipps parat, die zunächst banal erscheinen mögen, aber leider nur selten beherzigt werden: „Überprüft immer, ob Inhalte echt sind, bevor ihr sie mit anderen teilt! Sonst werdet ihr selbst zum Brandbeschleuniger für derartige Waffen. Ich muss mich aus dieser zurückgelehnten Berieselungshaltung rausnehmen und mich nach vorne lehnen, richtig auf das Bild oder Video gucken. Man kann es nicht schnell erkennen. Und schon gar nicht auf einem kleinen Handybildschirm. Das wichtigste Tool bei KI-Videos: dein Kopf.“

KI-Videos erkennen: Kennzeichnungspflichten und Transparenzregeln

Die aktuelle technologische Entwicklung verspricht zwar Lösungen, um KI-Bilder und -Videos zu erkennen, wird das Problem aber nicht entschärfen, sondern vielmehr zuspitzen. Denn je perfekter KI-Inhalte generiert werden, desto mehr verschiebt sich der Kampf von der Oberfläche in die Tiefe.

Und zwar weg von Pixel-Fehlern und hin zur inhaltlichen Manipulation. Künftig wird es deshalb weniger entscheidend sein, ob ein Video künstlich ist, sondern ob es gezielt täuschen soll. Sowohl die digitalen Medien als auch KI-Anbieter und die Politik stehen deshalb in der Pflicht.

Heißt: Es braucht Kennzeichnungspflichten und Transparenzregeln. Der europäische AI Act sieht diese zwar bereits vor, doch er darf nicht zu einem bürokratischen Feigenblatt verkommen. Denn wenn Regulierung Wirkung entfalten soll, muss sie durchgesetzt, kontrolliert und notfalls sanktioniert werden.

Letztlich ist aber vor allem das Nutzerverhalten entscheidend. Will heißen: „Erst denken, dann klicken“ sollte und muss das gleichzeitig simple wie effektive, aber dennoch selten umgesetzte Motto lauten. Denn die größte Gefahr sind nicht KI-generierte Inhalte, sondern echte Empörung auf Grundlage von Fakes.

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Digitaler Hausarrest: Ein Social-Media-Verbot löst die Probleme nicht

24. Februar 2026 um 11:00

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Social Media Verbot Kinder Jugendliche CDU

Nach der SPD hat sich nun auch ihr Koalitionspartner CDU für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren ausgesprochen. Doch: Wie realistisch ist ein solches Vorhaben überhaupt? Wie schnell ließe es sich umsetzen? Und: Wäre ein solches Verbot wirklich effektiv? Eine kommentierende Analyse.

CDU will Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren

  • Die CDU hat auf ihrem 38. Parteitag in Stuttgart einen Antrag beschlossen, der ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren vorsieht. Hintergrund ist ein Vorstoß des Landesverbandes Schleswig-Holstein, der zunächst sogar eine pauschale Einschränkung für Minderjährige unter 16 Jahren forderte. Laut einer überarbeiteten und nun beschlossenen Fassung sollen Plattformbetreiber Altersverifikationssysteme einführen. Bei Verstößen würden „empfindliche Bußgelder“ drohen. Die CDU strebt zudem einheitliche Maßnahmen auf EU-Ebene an.
  • Der aktuelle Plan sieht eine Altersabstufung vor. Bis zu einem Alter von 14 Jahren soll für Kinder ein generelles Social-Media-Verbot gelten. 14- bis 16-Jährige dürften nur spezielle Jugendversionen nutzen, die etwa auf jugendfreundlichen und transparenten Algorithmen basieren. Jugendliche ab 16 Jahren sollen dann uneingeschränkten Zugriff erhalten. Eine von der Bundesregierung beauftragte Expertenkommission soll im Sommer 2026 konkrete Empfehlungen vorlegen. SPD und Grüne begrüßen die Pläne der CDU in großen Teilen. Innerhalb der CSU herrscht Uneinigkeit.
  • In vielen Ländern weltweit wird derzeit über ein Social-Media-Verbot für Kinder diskutiert. Australien hatte Ende 2025 als erste Nation der Welt ein Verbot eingeführt. Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren haben dort keinen Zugang zu digitalen Medien wie Instagram, Facebook oder TikTok – zumindest in der Theorie. Reine Kommunikationsplattformen wie WhatsApp sind vom australischen Verbot ausgenommen. Länder wie Frankreich, Spanien und Großbritannien diskutieren über vergleichbare Maßnahmen.

Ein pauschales Verbot verschiebt das Problem, löst es aber nicht

Australien zeigt, wie schwierig die Umsetzung eines pauschalen Social-Media-Verbots sein kann. Denn was für unter 16-Jährige auf dem Papier konsequent wirkt, entpuppte sich dort bereits als so löchrig wie ein Schweizer Käse. Denn anstatt eine sichere Medienkompetenz zu entwickeln, lernen viele australische Teenager bereits Umgehungstricks, etwa über VPN-Dienste oder die Altersverifikation über ältere Freunde.

Hinzu kommt ein gewisser Reiz des Verbotenen und dass es bislang kaum wissenschaftliche Daten für die geplante Altersgrenze gibt. Der Versuch, Kinder und Jugendliche allein durch ein Verbot zu schützen, übersieht außerdem die Komplexität ihres Medienalltags und ignoriert die Notwendigkeit, sie kompetent in digitalen Räumen agieren zu lassen.

Dabei gibt es zweifellos ein großes Problem. Und zwar das Geschäftsmodell der Plattformbetreiber, das bereits im Kern dem Kindes- und Jugendschutz widerspricht. Denn Facebook, TikTok, Instagram und Co. wollen Nutzer so lange wie möglich in ihren Netzwerken halten.

Minderjährige haben jedoch entwicklungspsychologische Aufgaben. Social Media schüttet aber in Dauerschleife Dopamin-Kicks aus, was diese Entwicklung beeinträchtigen kann. Kurzum: Ein Social-Media-Verbot wirkt wie ein Pflaster auf eine klaffende Wunde.

Es verschiebt das Problem, statt es zu lösen. Wer Kinder effektiv schützen will, muss mehr tun, als einfach den Stecker zu ziehen. Etwa durch kinderfreundliche Algorithmen und die Inpflichtnahme der Plattformen. Auch Erziehungsberechtigte und Bildungseinrichtungen sollten stärker zu Wort kommen.

Stimmen

  • Bundeskanzler Friedrich Merz warnte bereits im Vorfeld des CDU-Parteitags vor schädlichen und manipulativen Inhalten auf Social Media. Beim politischen Aschermittwoch der rheinland-pfälzischen CDU in Trier sagte er: „Fünfeinhalb Stunden beschäftigen sich heute 14-Jährige im Durchschnitt am Tag mit diesen Bildschirmen. Wollen wir es zulassen, dass unsere Gesellschaft nach innen und im Inneren zersetzt wird? Und in dieser Art und Weise unsere Jugend und Kinder gefährdet werden? Und bitte kommt mir keiner, man müsse junge Menschen an die Nutzung heranführen. Dann würde ich empfehlen, spätestens mit sechs Jahren Wein zu trinken.“
  • Medienpädagogin Kristina Richter hält ein pauschales Verbot für falsch. Gegenüber ntv sagte sie: „Es suggeriert, die Lösung des Problems zu sein, aber das ist eine Illusion. Soziale Medien bedeuten schon lange nicht mehr nur Unterhaltung, sondern sind auch ein Ort, wo Demokratie stattfindet. Dabei sind doch eben nicht die Kinder das Problem, sondern die Plattformen. Bei Alkohol und Tabak handelt es sich um stoffbezogene Süchte, bei denen die gesundheitlichen Folgen klar belegt sind.“
  • Australiens Online-Sicherheitsbeauftragte Julie Inman Grant in einem Interview über die Erfahrungen in ihrem Land: „Wir verbieten nicht Kindern den Zugang – wir versuchen, sozialen Medien den Zugang zu unseren Kindern zu verbieten. Kinder brauchen Zeit, um aufzuwachsen, ohne dass all diese mächtigen Einflüsse ihre Entwicklung und ihre Beziehungen beeinträchtigen. Wo Plattformen schädliche oder manipulative Designmerkmale einsetzen, die darauf abzielen, Kinder möglichst lange zu binden, geben wir ihnen Zeit, sich zu gesünderen Jugendlichen und Erwachsenen zu entwickeln.“

Social-Media-Verbto: Unwirksame Symbolpolitik

Der Weg zu einem wirksamen Kinder- und Jugendschutz im Netz führt nicht über ein pauschales Verbot, sondern über die konsequente Anwendung bereits vorhandener Gesetze sowie Bildungsmaßnahmen. Die EU-Digitalgesetze (DSA) könnten die Plattformbetreiber etwa zwingen, ihre Netzwerke für Minderjährige sicherer zu gestalten. Bislang mangelt es jedoch schlichtweg an einem konsequenten politischen Willen.

Ein pauschales Verbot mag auf den ersten Blick vielleicht effektiv erscheinen, könnte sich aber als allenfalls bedingt wirksame Symbolpolitik offenbaren. Denn: Es braucht vor allem eine flächendeckende Bildungsoffensive und mehr Medienkompetenz – vor allem im digitalen Raum und eigentlich nicht nur für Minderjährige.

Gleichzeitig müssen sowohl Kinder, Eltern und Lehrkräfte befähigt und darin gefordert und gefördert werden, digitale Räume kompetent und verantwortungsvoll zu nutzen und Risiken zu erkennen. Nur eine kontinuierliche Förderung sorgt dafür, dass Jugendliche die Mechanismen der Plattformen durchschauen.

Zudem sollten Kinder und Jugendliche selbst nicht vergessen werden – zumal viele bereits eine höhere digitale Kompetenz an den Tag legen als so mancher Erwachsene. Heißt konkret: Minderjährige sollten aktiv in den Prozess mit eingebunden werden, da sie am meisten über ihre Social-Media-Erfahrungen wissen. Erst danach kann man über Zugangsregelungen nachdenken.

Ein Smartphone-Verbot an Schulen wäre etwa eine sinnvolle Maßnahme. Doch ein bloßes Verbot im Alltag würde den Austausch mit Gleichaltrigen hemmen, was vor allem geflüchteten Teenagern die Integration erschweren könnte. Es raubt Kindern und Jugendlichen zudem nicht nur einen gewissen Unterhaltungsfaktor, sondern auch die Teilhabe an Bildung, Gemeinschaft und demokratischen Diskursen.

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Silikonfugenband aus „Höhle der Löwen“: 9 Fragen an eezee (+Gewinnspiel)

23. Februar 2026 um 22:39

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Silikon Fugenband Höhle der Löwen eezee

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: Bei den Silikonfugenband-Erfindern von eezee. 

Wer schon einmal eine Silikonfuge selbst gezogen hat, kennt womöglich das Problem: Es kostet viel Zeit, Nerven – und sieht am Ende selten so aus wie beim Profi. Genau dieses Alltagsärgernis wollte die Familie Geffers nicht länger hinnehmen.

Über 20 Jahre stand sie mit ihrem Sanitärbetrieb in Bädern und Küchen, hat unzählige Fugen gesehen, saniert und gerettet. Aus ihren Erfahrung ist die Idee zu eezee entstanden: einem justierbaren Silikonfugenband zum selbstkleben. Mit ihrem Produkt und Konzept konnte Familie Geffers Investor Ralf Dümmel in „Die Höhle der Löwen“ überzeugen. Wir haben die eezee-Gründern zu ihren Erfahrungen in den Show befragt.

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eezee: Das Silikonfugenband aus „Die Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo, ihr seid in Staffel 19 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Es fühlt sich immer noch etwas surreal an. Normalerweise sind es ja immer die anderen Start-ups im Fernsehen und man fragt sich, wie sie dahin kamen.

Was macht eezee so besonders?

Mit unseren Produkten kann nun jeder Silikonieren, der Profi und Nichtprofi! Die Produkte sind einzigartig, Form und Anwendungszweck sind geschützt. eezee Fertigfugen passen sich durch Elastizität und die spezielle Formgebung ideal dem Fugenspalt an. Sie hinterlassen keine Rückstände beim Entfernen oder wechseln.

Das Grundmaterial der eezee Fertigfugen wird für andere Zwecke schon lange in der Lebensmittelindustrie verwendet, ist schimmelresistent und vergilbungsfrei. Durch Wegfall von Trocknungszeiten und Ausdünstungen haben eezee Produkte in Bereichen mit vorgeschriebenem Wechselturnus und bisher ärgerlichen Raumsperrzeiten einen doppelten Mehrwert.

Wie seid ihr diese Idee und euer Konzept gekommen?

Zunächst gab es nur den Anspruch, das Silikonieren im eigenen Sanitärbetrieb einfacher und weniger reklamationsanfällig zu machen. Die Fugen an WCs, Waschbecken, Bidets und Urinalen waren oft ungleichmäßig, schnell rissig oder vergilbt.

Optik und Qualität hingen von der Fingerfertigkeit des Einzelnen ab. Für Mitarbeiter und Kunden war dies ein ständiges Ärgernis. Sandra suchte schon seit 15 Jahren nach einer Lösung, fand aber erst spät Gehör bei ihrem Mann. Mit dem Bau einer Bäderausstellung nahm der Gedanke und die ersten Tests für Silikonfugen aus einem Feststoff dann Formen an.

„Die Höhle der Löwen“

Und wie seid ihr bei DHDL gelandet?

Wir haben in den ersten drei Monaten nach Markteintritt so viel Zuspruch für unsere Produkte erhalten, dass uns klar wurde, dass wir die Bekanntheit schnell steigern sollten und einen Partner oder Investor brauchen, der sich im Vertrieb und Markenaufbau gut auskennt. Bei „Die Höhle der Löwen“ haben wir uns dann einfach beworben.

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Direkt vor dem Pitch waren wir kaum noch aufgeregt. Wir hatten den ganzen Tag gewartet und waren erst abends dran. Das Team am Set hat sich super gekümmert und uns die Aufregung nach und nach genommen.

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Wir mussten noch einige Unterlagen austauschen und vieles abstimmen, haben aber alles schnell unter Dach und Fach gebracht. Wir freuen uns sehr auf gute Zusammenarbeit mit Ralf und seinem Team. Der Auftakt in Stapelfeld war klasse.

Silikonfugenband aus „Höhle der Löwen“: So geht es mit eezee weiter

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt passiert?

Wir haben uns voll und ganz auf den Vertriebsaufbau konzentriert und haben zunächst ohne die
Aufmerksamkeit von „Die Höhle der Löwen“ die Produkte sehr erfolgreich weiter vorangebracht.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir freuen uns auf die Zukunft, sind voller Energie und werden eezee gemeinsam weiter voranbringen.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei DHDL?

Das Bewerbungsverfahren und Vorbereitungen für den Pitch waren richtig intensive Arbeit. Dann kam die Spannung und Vorfreude auf das Ungewisse. Wir wurden immer wieder überrascht und haben so viele Menschen kennengelernt, die für Ihre Arbeit brennen. Bisher können wir von durchweg positiven Erfahrungen mit reichlich Adrenalin berichten.

Gewinnspiel: Sicher dir ein Silikonfugenband von eezee aus „Höhle der Löwen“

Als Medienpartner verlosen wir sowohl das Silikonfugenband als auch den Silikonfugenring von eezee aus „Die Höhle der Löwen“ unter allen Newsletter-Abonnenten von BASIC thinking. Du musst nur bis zum Stichtag am 15. März 2026 (12:00 Uhr) unseren Newsletter abonniert haben und uns bis dahin einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen, ob du lieber ein Silikonfungenband oder einen Silikonfugenring haben möchtest.

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Klarnamenpflicht: Der gefährliche Irrtum des Friedrich Merz

23. Februar 2026 um 11:00

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Klarnamenpflicht Friedrich Merz CDU Social Media

Friedrich Merz hat der Uralt-Debatte um die Einführung einer Klarnamenpflicht im Internet neues Leben eingehaucht. Der Bundeskanzler fordert ein Ende der Anonymität in den digitalen Medien, um gegen KI-Fakes, Straftaten und Kindeswohlgefährdung vorgehen zu können. Der Schuss könnte aber gewaltig nach hinten losgehen und Meinungsfreiheit sowie Demokratie aushöhlen. Eine kommentierende Analyse.

Friedrich Merz fordert Klarnamenpflicht im Internet

  • Die Debatte um eine Klarnamenpflicht in den digitalen Medien ist gefühlt so alt wie das Internet selbst. Alle Jahre wieder hauchen Politiker ihr neues Leben ein. Dieses Mal in Form von Bundeskanzler Friedrich Merz anlässlich des politischen Aschermittwochs. Seine Forderung: Nutzer sollen ihre echten Namen statt etwaige Pseudonyme oder Abkürzungen angeben. Ein möglicher Kontrollmechanismus wäre eine Online-Ausweiskontrolle samt Fotoidentifikation. Diese würden aller Voraussicht nach aber nicht staatliche Stellen vornehmen, sondern private Unternehmen.
  • Friedrich Merz empfindet nicht nur Hass und Hetze im Internet als Bedrohung, sondern sieht die freiheitliche Demokratie und Gesellschaft in Deutschland durch Algorithmen, KI-generierte Inhalte und Desinformation gefährdet. Sowohl eine Einflussnahme „von innen und außen“ habe er lange unterschätzt. Merz strebt deshalb eine stärkere Regulierung digitaler Räume an. Ob eine Klarnamenpflicht dabei helfen kann und umsetzbar ist, steht aber in Frage.
  • Sowohl in der Koalition als auch in der Opposition gibt es unterschiedliche Ansätze und Meinungen dazu, wie sich Desinformation, KI-Fakes oder Kinder- und jugendgefährdende Inhalte eindämmen lassen. Darunter: Altersprüfungen und ein Nutzungsverbot für Heranwachsende unter 14 Jahren, Zugangsbeschränkungen sowie technische Kontrollen. Kurzum: Vor allem die Plattformbetreiber sollen stärker in die Pflicht genommen werden. Juristisch und verfassungsrechtlich wären solche Maßnahmen vermutlich realistischer als eine Klarnamenpflicht.

Klarnamenpflicht gefährdet Demokratie und Meinungsfreiheit

Mit seiner Risikoeinschätzung hat Friedrich Merz zunächst einmal Recht: Die deutsche Demokratie und Gesellschaft steht zunehmend durch Bedrohungen wie KI-generierte Fake News, jugendgefährdende Inhalte, Online-Betrüger sowie Hass und Hetze im Netz unter Beschuss. Diese Probleme sind zweifellos real – auch, weil die Debattenkultur rauer geworden ist und eine gesellschaftliche Verrohung offenbart.

Doch eine Klarnamenpflicht in den digitalen Medien ist der falsche Weg, um diesen Gefahren habhaft zu werden. Einerseits, weil Otto Normalverbraucher und Bürger keine Politiker mit Bühne, Sicherheitsapparat und Pressestellen sind. Andererseits, weil Pseudonyme nicht zwangsläufig ein Trick sind, sondern ein Schutzschild – etwa für Minderheiten oder Oppositionelle.

Statt die Meinungsfreiheit und Demokratie durch ein Anonymitätsverbot ein Stück weit abzuschaffen, scheinen alternative Maßnahmen wie Altersverifikationen und vor allem die Inpflichtnahme der Plattformbetreiber nicht nur weitaus realistischer, sondern auch wirkungsvoller.

Die entscheidende Frage lautet vielmehr, wie viel Anonymität eine Demokratie braucht und wie viel Kontrolle sie verträgt, um nicht zu zerbrechen. Denn ein Blick in die USA, in der Menschen über Social Media verfolgt und die Meinungsbildung durch KI verzerrt werden, zeigt, wie schnell sich freiheitliche Standards verschieben und in einer zunehmenden Autokratie münden können.

Stimmen

  • Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die weitverbreitete Anonymität im Internet beenden. Am Abend beim politischen Aschermittwoch der rheinland-pfälzischen CDU in Trier sagte er: „Ich möchte Klarnamen im Internet sehen. Ich möchte wissen, wer sich da zu Wort meldet. Wir stellen uns in der Politik auch mit Klarnamen und offenem Visier einer Auseinandersetzung in unserer Gesellschaft. Dann erwarte ich das auch von allen anderen, die sich kritisch mit unserem Land und unserer Gesellschaft auseinandersetzen.“
  • Auch Benjamin Limbach, NRW-Justizminister von den Grünen, fordert mehr Schutz vor Hass und Gewalt im Internet. Die Klarnamenpflicht hält er aber weder für umsetzbar noch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Limbach gegenüber dem WDR: „Für mich beinhaltet die Meinungsfreiheit nicht nur, meine Meinung äußern zu können, sondern mich auch entscheiden zu können, ob ich sie anonym äußere oder nicht. Es gibt noch weitere Vorschläge auf dem Tisch und die müssen wir endlich diskutieren.“
  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) schlug zum Jahreswechsel gegenüber dem Tagesspiegel bereits in eine ähnliche Kerbe: „Eine staatlich verordnete Klarnamenpflicht im Internet lehne ich ab. Wer eigene Meinungen oder Erfahrungen anonym oder unter Pseudonym äußern möchte, ist dafür keine Rechenschaft schuldig.“ Es sei zwar wichtig, kriminelle Äußerungen im Internet zu verfolgen und Täter zur Rechenschaft zu ziehen. „Dafür braucht es aber keine Klarnamenpflicht“, so Hubig. „Das Grundgesetz schützt gerade auch die kontroverse Meinung und die polemische Zuspitzung.“

Ein gefährliches Machtinstrument

Die Annahme hinter der Klarnamenforderung von Merz lautet: Wer „mit offenem Visier“ spricht, wird maßvoller kommunizieren. Doch die Evidenz dafür ist dünn. Es gibt etwa Studien, die offenbaren, dass Anonymität nicht automatisch Aggressionen fördert – und ebenso Belege, dass Rassisten ganz offen unter echtem Namen hetzen. Das Problem sitzt also tiefer als im Profilnamen.

Auch technisch wirft eine Klarnamenpflicht gewaltige Fragen auf. Wo würden Identitätsdaten gespeichert werden? Wer hätte Zugriff? Wie verhindert man Missbrauch oder Datenlecks? Eine zentrale staatliche Identitätsinfrastruktur wäre zweifellos ein sensibles Machtinstrument, das in den falschen Händen verheerende Folgen haben kann.

Hinzu kommt die politische Realität: Eine gesichert rechtsextreme AfD steht kurz davor, stärkste Kraft in Deutschland zu werden. Wer heute ein Kontrollinstrument schaffen will, muss deshalb bedenken, wer es morgen nutzen könnte. Mit einer Klarnamenpflicht würde die Bundesregierung Demokratie- und Freiheitsfeinden andernfalls ein schlüsselfertiges Autokratie-Haus liefern, anstelle ihnen Steine in den Weg zu legen.

Statt die Bevölkerung unter Generalverdacht zu stellen, sollte die Politik vor allem die Plattformbetreiber stärker in die Pflicht nehmen, da diese letztlich für ihre Produkte und Dienstleistungen verantwortlich sind. Und die sind aktuell schlichtweg demokratie-, freiheits- und kindeswohlgefährdend.

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Macht Zuckerberg süchtig? Klage könnte Meta zum Einsturz bringen

20. Februar 2026 um 11:00

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Meta Klage Instagram Sucht Mark Zuckerberg

Meta-Chef Mark Zuckerberg musste sich vor Gericht verantworten. Eine 20-Jährige wirft dem Unternehmen vor, Instagram bewusst so gestaltet zu haben, dass es süchtig macht. Der Prozess könnte die Tech-Branche erheblich erschüttern und weitere Klagen folgen lassen. Eine kommentierende Analyse.

Social-Media-Sucht: Mark Zuckerberg als Kronzeuge verhört

  • Im Rahmen eines beispiellosen Prozesses stand Meta-CEO Mark Zuckerberg am 18. Februar als Kronzeuge vor Gericht unter Beschuss. Die zentrale Frage: Machen Plattformen wie Instagram Kinder und Jugendliche gezielt abhängig? Das behauptet zumindest eine 20-jährige Klägerin, die in den Gerichtsdokumenten „Kaley“ oder „K.G.N“ genannt wird. Sie macht Meta für ihren jahrelangen exzessiven Instagram-Konsum verantwortlich, der bei ihr Depressionen und Angstzustände ausgelöst habe.
  • Berichten zufolge nutzte Kaley bereits mit sechs Jahren YouTube. Als Teenagerin verbrachte sie laut ihrem Anwalt Mark Lanier bis zu 16 Stunden täglich auf Instagram. Er argumentiert, dass Meta und Google ihre Plattformen systematisch so aufgebaut hätten, dass Nutzer nicht mehr aufhören können zu scrollen. Dieses Phänomen ist auch unter dem Begriff Doomscrolling bekannt. Endlose Feeds, Push-Benachrichtigungen und Inhalte, die ein Algorithmus bestimmt, befeuern diesen Vorgang, um Nutzer möglichst lange auf den Plattformen zu halten.
  • Mark Zuckerberg räumte Schwächen bei der Alterskontrolle auf Instagram und Facebook ein. Minderjährige unter 13 Jahren hätten oftmals zu einfach Zugang zu den Plattformen erhalten, obwohl dies den Nutzungsrichtlinien widerspricht. Zuckerberg betonte jedoch, dass Meta Accounts löschen würde, sobald die Altersbeschränkung umgangen wird. Kritiker bemängeln dieses Vorgehen als ungenügend. Als der Facebook-Gründer auf die AGB verwies, keilte Kläger-Anwalt Mark Lanier zurück: „Glauben Sie, ein 9-Jähriger liest Geschäftsbedingungen?“

Das krumme Geschäftsmodell von Meta

Das Verhalten von Mark Zuckerberg gleicht dem eines Teenagers – mit dem Unterschied, dass er zahlreiche Gleichaltrige durch die Algorithmen und Endlosschleifen auf seinen Plattformen gepeinigt hat. Der Prozess gegen Meta ist jedoch mehr als nur ein Gerichtsverfahren. Er ist ein Spiegel. Denn: Er zeigt ein Geschäftsmodell auf, das Aufmerksamkeit als Ware sieht und vermarktet.

Dabei geht es aber nicht nur um Klickzahlen und Werbeeinnahmen, sondern es steht vor allem die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auf dem Spiel. Das scheinbare Motto: Profit statt Prävention. Mark Zuckerberg steht dabei als eine Art lebende Allegorie für ein System, das Menschen ausschließlich als Statistiken behandelt.

Der Prozess ist sogar durchaus mit Big Tobacco vergleichbar. Denn auch die großen Zigarettenhersteller beteuerten jahrzehntelang, dass ihre Produkte bei verantwortungsvoller Nutzung sicher seien – bis Studien das Gegenteil bewiesen. Meta agiert wie ein digitaler Zwilling.

Die Frage, die über allem steht, ist deshalb größer als der Gerichtssaal in Los Angeles. Denn: Kann ein Geschäftsmodell, das Sucht erzeugt, um Profit daraus zu ziehen, jemals ethisch vertretbar sein?

Stimmen

  • Instagram-Chef Adam Mosseri bei seiner Vernehmung vor Gericht: „Ich bin mir sicher, dass ich gesagt habe, ich sei süchtig nach einer Netflix-Serie, als ich sie eines Nachts bis spät in die Nacht gebingewatcht habe, aber ich glaube nicht, dass das dasselbe ist wie eine klinische Sucht. Es ist also eine persönliche Sache, aber ja, ich glaube, es ist möglich, Instagram mehr zu nutzen, als es einem guttut. Generell sollten wir uns auf den Schutz von Minderjährigen konzentrieren.“
  • Meta-Chef Mark Zuckerberg wies die Vorwürfe vor Gericht zurück: „Ich sorge mich um das Wohlergehen von Teenagern und Kindern, die unsere Dienste nutzen.“ Mark Lanier, Anwalt der Anklage, zeichnete ein anderes Bild. In einer Instagram-Präsentation aus dem Jahr 2018 hieß es: „Wenn wir bei Teenagern Erfolg haben wollen, müssen wir sie als Tweens reinholen.“ Auf eine E-Mail aus dem Jahr 2015 entgegnete Lanier: „Sir, Sie sind der Entscheidungsträger für Ihr gesamtes Unternehmen. Wenn es eine E-Mail mit dem Titel ‚Unternehmensziele‘ gibt und Sie sagen, dass die Verweildauer in drei Jahren um 12 Prozent und in fünf Jahren um 10 Prozent steigen soll, glauben Sie nicht, dass die Leute das als Unternehmensziele interpretieren?“
  • John DeMay, der bereits 2024 bei einer Anhörung des Senats anwesend war, weil sein Sohn 2022 mit 17 Jahren Selbstmord beging, nachdem er wenige Stunden zuvor auf Instagram sexuell erpresst worden war, in einem Statement: „Seine Entschuldigung – wenn man es so nennen will – war größtenteils leer. Er sagte im Grunde genommen, dass sie alles tun, um solche Vorfälle zu verhindern, aber leider ist das einfach nicht der Fall. Ich bin zuversichtlich, dass dieser Fall gewonnen wird, aber selbst wenn nicht, haben wir trotzdem gewonnen, weil wir der Welt – mit offiziellen Beweisen – gezeigt haben, dass sie das eine tun und das andere sagen.“

Muss Meta seine Algorithmen umschreiben?

Falls die Klägerseite erfolgreich sein sollte, könnte sie einen Dominoeffekt auslösen, der weit über den verhandelten Einzelfall hinausgeht. Denn dann stünden die Endlosschleife und Algorithmen sämtlicher digitaler Medien auf der Anklagebank. Die Tech-Branche müsste sich zwangsläufig fragen, ob Gewinn noch über Ethik geht.

Denn: Es stehen bereits rund 1.600 ähnliche Klagen in der Pipeline. Weitere dürften folgen, sollte Meta den Prozess verlieren. Der Tabak-Vergleich ist zudem nicht überspitzt. Es geht in bestimmten Fällen um dokumentierte Suchtmechanismen, die offenbaren, dass Profit nicht passiv, sondern aktiv erzeugt wird – und zwar unter Inkaufnahme von Gesundheitsrisiken.

Plattformen wie die von Meta könnten deshalb gezwungen werden, ihre Algorithmen umzuschreiben. Ausgeklügelte Geschäftsmodelle würden damit bröckeln – vor allem auf dem Aktienmarkt. Doch selbst wenn Meta die Schlacht gewinnt, wird der Krieg anhalten.

Denn immer mehr Eltern, Erziehungsberechtigte, Gesetzgeber und die öffentliche Meinung stellen die Praktiken der Social-Media-Konzerne kritisch in Frage. Die Zukunft entscheidet sich deshalb nicht unbedingt in einem einzelnen Gerichtssaal, sondern in einem Spannungsfeld zwischen Profitgier, Ethik und der nächsten Social-Media-Generation, die bereits aufwächst.

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KI-Desaster im heute journal: ZDF begeht Rufselbstmord

19. Februar 2026 um 11:00

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ZDF KI heute journal Künstliche Intelligenz ICE

Das ZDF hat im heute journal über Abschiebungen durch die US-Einwanderungsbehörde ICE berichtet. Der Sender warnte eingangs vor Fake-Inhalten, nutzte dann aber selbst welche. Mittlerweile wurde der Beitrag gelöscht und es gab eine Entschuldigung. Zwischenzeitlich hat sich das ZDF aber um Kopf und Kragen geredet und damit Glaubwürdigkeit verspielt. Eine kommentierende Analyse.

KI-Panne im ZDF „heute journal“

  • Das heute journal hat am 15. Februar 2026 Bilder aus einem KI-generierten Video aus dem Netz gezeigt, in dem sich zwei Kinder an ihre weinende Mutter klammern, die offenbar von Polizisten abgeführt werden soll. Die Sequenz wurde weder als KI-Inhalt gekennzeichnet noch im Plot der Sendung eingeordnet. Eine weitere Sequenz, in der ein Kind abgeführt wird, ist zwar echt, stammt aber aus dem Jahr 2022 und wurde aus dem Kontext gerissen.
  • Dass der KI-Clip nicht echt ist, war relativ offensichtlich. Denn: Im Bild war das Logo des OpenAI-Modells Sora eingeblendet. Dabei handelt es sich um eine KI, mit der Nutzer realistische Videos per Texteingabe erstellen können. Aus Transparenz-Gründen baut das Modell das Logo selbst ein. Nachdem Zuschauern die Panne auffiel, kam in der Folge auch ans Licht, dass eine weitere Sequenz im Kontext irreführend war.
  • Auf die Kritik hin hat das ZDF zunächst eingeräumt, dass KI-generierte Bilder bewusst verwendet worden seien, eine entsprechende Kennzeichnung aber aus technischen Gründen nicht übertragen werden konnte. Erst hat der Sender den Beitrag aus dem heute journal gelöscht. Dann wurde zwischenzeitlich eine überarbeitete Version hochgeladen, die einen Hinweis zur Änderung enthielt. Die Redaktion hat die KI-Inhalte und das aus dem Kontext gerissene Video durch andere Sequenzen und Bilder ersetzt. Mittlerweile ist keine der beiden Versionen mehr in der Mediathek abrufbar.

KI-Inhalte haben in Nachrichtensendungen nichts zu suchen

Das KI-Desaster beim ZDF offenbart einmal mehr, dass Schnelligkeit und Skandalisierung im Journalismus oftmals eine größere Rolle spielen als Sorgfalt und Fakten. Doch: Wie kann es sein, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender, der im Gegensatz zu den Boulevard- und rechtspopulistischen Medien mit jeweils vier großen Buchstaben eigentlich ganz andere Ansprüche haben sollte, nicht bemerkt, dass ein KI-Video mit Wasserzeichen eingebaut wird?

Klar: Fehler können passieren, dürfen passieren und werden auch immer wieder passieren. Doch der gesamte Vorfall darf so niemals vonstattengehen. Denn das ZDF hat sich ausgehend von einer Panne – vermutlich aus Schlampigkeit – anschließend um Kopf und Kragen geredet.

Erst wollte man den Eindruck erwecken, dass lediglich die Kennzeichnung der KI-generierten Inhalte untergegangen sei. Dann waren zunächst die entsprechenden Szenen und letztlich das komplette Video verschwunden. Und erst dann folgten Einordnung und Entschuldigung.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist zwar ein hohes Gut, darf, nein muss aber auch kritisiert werden dürfen. Denn davon leben Demokratie und Diskurs. Kurzum: KI-generierte Inhalte haben nichts in Nachrichtensendungen zu suchen, sofern es nicht um sie selbst geht.

Ob bewusst oder unbewusst: Der Beitrag im heute journal hat das Vorgehen der ICE-Schläger und -Mörder noch abscheulicher dargestellt, als es ohnehin ist – jedoch zu Lasten der Glaubwürdigkeit des ZDF. Vor allem aufgrund der absurden Kommunikation im Nachgang hat der Sender jedoch Wasser auf die Mühlen rechter Medien und der AfD gekippt, ihnen ein gefundenes Fressen geliefert und den eigenen, in der Regel guten Journalismus untergraben.

Stimmen

  • ZDF-Moderatorin Dunya Hayali zu Beginn ihrer Moderation: „Wer in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, wird festgestellt haben, dass es sehr viele Videos zu den Einsätzen der ICE-Truppen von Donald Trump gibt. Nicht alle sind echt, aber doch sehr viele. Und die Gewalt, mit der die Abschiebekräfte oftmals vorgehen, und auch die Willkür, die dort zu sehen ist, hat auf jeden Fall eines erreicht: Es herrscht ein Klima der Angst, das selbst vor Kindern nicht Halt macht.“
  • NRW-Medienminister und ZDF-Fernsehrat Nathanael Liminski (CDU) gegenüber dem Stern: „Diese krasse Fälschung in einer Nachrichtensendung ist ein gravierender Fehler. Die geltenden Maßstäbe und eigenen Ansprüche an öffentlich-rechtlichen Qualitätsjournalismus hätten eine solche Täuschung des Publikums bereits in der Entstehung des Beitrags verhindern müssen. Die Machart torpediert dieses Ziel: Anstatt Desinformation und Deepfakes zu entlarven, wird auf Bildmaterial aus sachfremden Zusammenhängen sowie auf KI-generierte Fakebilder zurückgegriffen. Dies ist ein Tabubruch und ein absolutes No-Go.“
  • Anne Gellinek, stellvertretende ZDF-Chefredakteurin und Leiterin der Aktualität, in einem Statement: „Wir entschuldigen uns in aller Form für diese Fehler. Der Beitrag entspricht nicht unseren Standards und hätte in dieser Form nicht gesendet werden dürfen. Wir haben ihn deshalb von allen Plattformen entfernt und werden auf ZDFheute sowie an gleicher Stelle im ‚heute journal‘ heute Abend korrigierend berichten.“

Das ZDF muss seine KI-Richtlinien nachschleifen

In einer Zeit, in der die journalistische Sorgfaltspflicht aufgrund von Desinformation und KI-generierten Inhalten wichtiger ist denn je, hat das ZDF viel Glaubwürdigkeit verspielt. Nicht nur, weil der Nachrichtenredaktion des Senders ein Fehler unterlaufen ist, sondern auch, weil man sich zwischenzeitlich mit fadenscheinigen Begründungen um Kopf und Kragen geredet hat.

Die finale Klarstellung und Entschuldigung ist zwar ebenso löblich wie richtig und wichtig, reicht aber nicht aus. Vielmehr muss sich der ZDF-Fernsehrat kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, um weitere Pannen solcher Art künftig zu vermeiden. Heißt konkret: Es braucht eindeutige Redaktionsrichtlinien und Handlungsanweisungen – auf allen Entscheidungsebenen.

Denn wenn diese Sorgfaltspflicht nicht mehr gegeben ist, wird das Grundvertrauen in eigentlich seriöse Nachrichten zutiefst erschüttert und teilweise zerstört. Anstatt einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen, muss das ZDF deshalb vor allem seine KI-Richtlinien nachschleifen, um sicherzustellen, dass Realität nicht durch Fiktion künstlich verzerrt wird.

Es obliegt nun dem Sender und der Redaktion, den entstandenen Imageschaden wieder auszubügeln. Und das geht nur mit seriösem und qualitativem Journalismus, der Realität zeigt und nicht erzeugt. Andernfalls wird das ZDF in einer Zeit, in der Zweifel an vielen Medien ohnehin wachsen, an Publikum verlieren.

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Kaufanreiz mit Ladehemmung: Wer profitiert wirklich von der E-Autoprämie?

18. Februar 2026 um 11:00

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E-Autoprämie Förderung Elektroauto

Die neue E-Autoprämie soll der Autobranche und der E-Mobilität Aufschwung verleihen. Doch viele Deutsche wissen laut einer aktuellen Umfrage nichts von dem Förderprogramm. Viele Details sind zudem nach wie vor unklar. Der Fördertopf könnte dennoch schneller leer sein als erwartet. Eine kommentierende Analyse.

Neue E-Autoprämie noch ohne Wirkung

  • Die E-Autoprämie gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 bis 2029 für Elektroautos und bestimmte Plug-in-Hybride. Heißt konkret: Wer jetzt ein E-Auto kauft, kann Fördermittel beantragen, sobald das Antragsportal im Mai freigeschaltet wird. Auf einer FAQ-Seite schildert das Umweltministerium konkrete Details. Die Anschaffung von Neuwagen wird mit bis zu 6.000 Euro gefördert – bei einer Einkommensgrenze von 80.000 Euro. Ein Schaubild schlüsselt die Förderhöhe auf. Der Fördertopf umfasst drei Milliarden Euro.
  • Laut einer Blitzumfrage des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) zeigt die neue E-Autoprämie noch keine Wirkung. Komplizierte Förderbedingungen und Unklarheit zum Abwicklungsverfahren würden das Programm hemmen. Das Kraftfahrtbundesamt konnte im Januar 2026 keinen Anstieg bei den Neuzulassungen von E-Autos verzeichnen.
  • Bei der Bekanntheit in der Bevölkerung hat die E-Autoprämie noch Luft nach oben. Denn 34 Prozent der Menschen in Deutschland haben demnach noch nichts von der Förderung gehört. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von YouGov hervor. Doch der Fördertopf könnte dennoch schnell ausgeschöpft sein. Das wiederum zeigt eine Studie des Nürnberger Marktforschungsinstituts puls.

Politische Kommunikation misslingt

Die neue E-Autoprämie ist weniger Aufbruch als Reparaturversuch. Doch nach dem abrupten Förderstopp des vorherigen Umweltbonus Ende 2023 scheint das Vertrauen vieler Käufer brüchig. Denn wer einmal erlebt hat, wie eine Subvention über Nacht verschwindet, kalkuliert künftig vielleicht mit einem politischen Risiko.

Und genau hier liegt der Konstruktionsfehler: Statt Verlässlichkeit zu signalisieren, produziert das Programm neue Unsicherheiten. Etwa durch ein Antragsportal, das erst Monate nach dem Kauf öffnet und Verbraucher in Vorleistung zwingt. Das alles hätte einfacher gehen können, etwa durch eine direkte Abrechnung beim Händler.

Die Fokussierung auf Neuwagen ist ebenfalls fraglich, da der Gebrauchtwagenmarkt für viele Bevölkerungsschichten die Hauptorientierung ist. Das könnte ein Stück weit die Nachfrage verzerren und Kaufentscheidungen an den oberen Rand des maximalen Haushaltseinkommens schieben.

So löblich das Grundprinzip einer E-Autoprämie auch ist, die Politik scheitert bislang an der Kommunikation. Denn wenn ein Drittel der Bevölkerung nichts von der Prämie weiß und viele sich schlecht informiert fühlen, verpufft die Prämie zu einem teuren Versprechen mit Ladehemmung.

Stimmen

  • VDIK-Präsidentin Imelda Labbé in einem Statement: „Zwar bewerten die befragten Marken die Förderhöhe und die Einbindung von Plug-in-Hybriden als positiv, doch komplizierte Förderbedingungen und Nachweisverfahren sowie Unklarheit zum Abwicklungsverfahren hemmen die Wirkung. Unsicherheit über die Strompreisentwicklung, Ladeinfrastruktur und Restwertentwicklung stellen den Hochlauf der Elektromobilität weiterhin vor zusätzliche Herausforderungen.“
  • Stefan Reiser, Managing Director bei puls Marktforschung, dazu: „Allein die Gruppe der Interessenten übersteigt rechnerisch die geplante Förderkulisse. Zieht man zusätzlich die gut 20 Prozent der Überlegenden in Betracht, deutet vieles darauf hin, dass der Fördertopf schnell ausgeschöpft sein könnte. Zudem zeigt die Studie, dass Halter junger Elektro- und Hybridfahrzeuge offen für eine Inanspruchnahme sind.“
  • Autopapst Ferdinand Dudenhöfer gegenüber der Bild: „Das Umweltministerium macht Elektroautos mit Steuergeld zum Ramschartikel. Was niemand wollte, nämlich den ruinösen Preiskrieg aus China nach Deutschland zu importieren, wird Realität. Alle decken sich jetzt ein, und anschließend fällt man in ein tiefes Loch. Oder anders ausgedrückt: Kurzarbeit bei den deutschen Autobauern, die erneut mit Steuerzahlergeld finanziert wird.“

E-Autoprämie wird Elektromobilität ankurbeln

Die neue E-Autoprämie trifft auf einen Markt im Umbruch. Chinesische Hersteller wie BYD drücken mit aggressiven Preisen nach Europa, während deutsche Autobauer im wichtigsten Wachstumsmarkt schwächeln. Denn sie haben lange auf margenstarke und teure SUV gesetzt anstatt auf erschwingliche Stromer.

Einzige Hoffnung für die deutsche Wirtschaft: erschwingliche Modelle wie der VW ID.Polo für 25.000 Euro (ab Mitte 2026) oder der VW ID.Every1 für 20.000 Euro (ab 2027) – wenn sie denn rechtzeitig kommen. Doch beim E-Polo von Volkswagen verzögert sich das günstige Einstiegsmodell bereits um mehrere Monate, offenbar auch aus wirtschaftlichen Gründen.

Doch das könnte sich für VW rächen. Etwa, indem die neue E-Autoprämie Importfahrzeuge befeuert – und obendrein den Preiskampf verschärft. Für Verbraucher kann das von Vorteil sein, für die deutsche Wirtschaft vermutlich aber nicht. Dennoch könnte der Fördertopf schneller leer sein als erwartet.

Wenn die Prämie 2029 aber einfach so auslaufen sollte, dürften die Neuzulassungen erneut einbrechen, während der Gebrauchtwagenmarkt von jungen Stromern geflutet wird. Langfristig werden deshalb sinkende Strompreise, transparente Ladetarife und eine dichtere Infrastruktur essenziell sein.

Die neue E-Autoprämie könnte dennoch vor allem die E-Mobilität attraktiver machen, wenn die Politik entsprechende Folgemaßnahmen einleitet. Und das würde, während viele ausschließlich von der Wirtschaft schwadronieren, im Rahmen des Klimawandels eine durchaus positive Entwicklung sein.

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