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Vodafone Freunde werben Freunde: Bis zu 210 Euro Prämie für jede Empfehlung sichern

10. April 2026 um 16:00

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Vodafone Freunde werben

Wer einen Vodafone GigaZuhause Kabel-Tarif empfiehlt, kann jetzt richtig profitieren: Das Freunde-werben-Freunde-Programm belohnt jede erfolgreiche Empfehlung mit attraktiven Prämien – und das sogar, wenn man selbst kein Vodafone-Kunde ist! Wir zeigen dir alles was du machen musst, um bis zu 210 Euro Prämie für jede Empfehlung zu bekommen.

Empfehlungen lohnen sich – vor allem, wenn Vodafone sie mit bis zu 210 Euro pro erfolgreicher Empfehlung vergütet. Das Vodafone Freunde-werben-Freunde-Programm setzt neue Maßstäbe für alle, die ihr Netzwerk nutzen und dabei ganz einfach ihre Haushaltskasse aufbessern möchten.

Empfehlen und Prämie kassieren: So funktioniert das Vodafone Empfehlungsprogramm

Das Vodafone Empfehlungsprogramm ist denkbar einfach: Wer einen GigaZuhause Kabel-Tarif weiterempfiehlt und Freunde, Familie oder Bekannte zum Abschluss bringt, erhält eine attraktive Geldprämie. Besonders interessant: Die Teilnahme ist nicht an einen bestehenden Vodafone-Vertrag gebunden. Jeder kann teilnehmen und verdienen.

Die Abwicklung ist unkompliziert: Über die offizielle Landingpage lässt sich in wenigen Schritten eine Empfehlung aussprechen. Nach erfolgreichem Vertragsabschluss und Ablauf der Widerrufsfrist wird die Prämie direkt an den Empfehler ausgezahlt.

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Bis zu 210 Euro für jede erfolgreiche Empfehlung – Staffelung der Prämien

Die Prämienhöhe richtet sich nach der Anzahl der erfolgreichen Empfehlungen und dem gewählten Kabel-Tarif. Besonders lukrativ sind die GigaZuhause Cable Tarife. Hier die Staffelung für den Empfehlenden:

  • 1. Erfolgreiche Empfehlung: 180 Euro
  • 2. Erfolgreiche Empfehlung: 195 Euro
  • ab der 3. Erfolgreichen Empfehlung: jeweils 210 Euro

Die Aktion gilt für folgende GigaZuhause Kabel-Tarife:

  • GigaZuhause 50 Cable
  • GigaZuhause 150 Cable
  • GigaZuhause 300 Cable
  • GigaZuhause 600 Cable
  • GigaZuhause 800 Cable
  • GigaZuhause 1000 Cable

Für die ersten beiden Empfehlungen steigt die Prämie jeweils an, ab der dritten Empfehlung winken dauerhaft 210 € pro erfolgreichem Abschluss. Wer also sein Netzwerk clever nutzt, kann die Prämien schnell aufsummieren.

Flexibel und einfach: Jeder kann Vodafone weiterempfehlen

Ein besonderer Vorteil: Nicht nur Bestandskunden profitieren vom Empfehlungsprogramm. Auch wer selbst kein Vodafone-Kunde ist, kann Freunde, Familie oder Bekannte werben und die Prämie kassieren. Das ist auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt eine Besonderheit und senkt die Einstiegsschwelle für alle, die ihr Netzwerk aktivieren möchten.

Die Prämien gelten ausschließlich für den Empfehlenden. Das macht das Angebot besonders attraktiv für alle, die gezielt Freunde oder Bekannte mit stabilem und schnellem Internet versorgen und dabei selbst profitieren möchten.

Warum sich die Vodafone Weiterempfehlung besonders jetzt lohnt

Die aktuelle Aktion läuft noch bis zum 20. April. In diesem Zeitraum sind die Prämien für die GigaZuhause Kabel-Tarife besonders hoch. Wer jetzt startet, kann also besonders schnell von den Vorteilen profitieren. Gerade in Zeiten steigender Kosten ist das eine willkommene Möglichkeit, das eigene Einkommen nebenbei zu erhöhen.

Ob als Nebenverdienst, Unterstützung für Freunde beim Tarifwechsel oder als cleverer Tippgeber – das Vodafone Empfehlungsprogramm ist flexibel, transparent und schnell erklärt.

Jetzt Freunde empfehlen und Prämie sichern

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Zu gefährlich? Anthropic hält die KI Claude Mythos unter Verschluss

10. April 2026 um 11:00

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Anthropic Claude Mythos KI Künstliche Intelligenz gefährlich nicht öffentlich

OpenAI-Konkurrent Anthropic hat ein neues KI-Modell entwickelt, das eine 27 Jahre alte Sicherheitslücke in einem Betriebssystem entdeckt hat, das eigentlich als besonders sicher gilt. Claude Mythos soll nun Schwachstellen in der Software von Unternehmen wie Microsoft, Amazon oder Apple aufspüren. Anthropic macht das Modell aber nicht öffentlich zugänglich, da es zu gefährlich sei. Eine kommentierende Analyse.

Was ist Claude Mythos?

  • Das KI-Modell Claude Mythos soll laut Anthropic so gut darin sein, bisher unentdeckte Software‑Schwachstellen zu finden, dass es in den falschen Händen zu einer verheerenden Cyberwaffe werden könnte. Das Unternehmen will es deshalb nicht öffentlich zugänglich machen. Unter dem Namen Project Glasswing
    sollen lediglich Unternehmen Zugang zu der KI erhalten, um Sicherheitslücken in ihrer Software aufspüren zu können.
  • Anthropic zufolge gelang es Claude Mythos bereits, tausende schwerwiegende Software‑Schwachstellen zu entdecken. Darunter: eine 27 Jahre alte Sicherheitslücke in dem Betriebssystem OpenBSD, das als besonders sicher gilt, sowie eine seit 13 Jahren schlummernde Schwachstelle in der Videosoftware FFmpeg.
  • Die KI soll in der Lage gewesen sein, binnen weniger Stunden Programme zu entwickeln, um identifizierte Schwachstellen auszunutzen. Experten würden dafür mehrere Wochen brauchen. Laut einem
    Anthropic‑Mitarbeiter wurde eine frühere Version von Claude Mythos mit der Aufgabe betraut, aus einer abgeschirmten Computer‑Umgebung auszubrechen und darüber zu berichten. Der KI sei es gelungen, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen und sich einen Zugang zum Internet zu verschaffen, um dem Mitarbeiter eine E-Mail zu schicken, während dieser ein Sandwich im Park gegessen haben soll.

Sicherheits-KI oder Marketing-Coup?

Nahezu jede Schlagzeile, in der auch nur ein Hauch von KI vorkommt, prophezeit entweder die nächste Wunderwaffe oder den Weltuntergang. Auch um Claude Mythos wabert dieser altbekannte Cocktail aus Faszination und Furcht. Stets kräftig geschüttelt, aber nicht gerührt; von einer KI‑Branche, die vor allem von Aufmerksamkeit lebt.

Was bleibt ist wie so oft ein Nebel aus Behauptungen, der sich von außen kaum bis gar nicht überprüfen lässt. Anthropic hat sich im Gegensatz zu OpenAI jedoch geschickt ein verantwortungsvolles Image aufpoliert. Dass sich das Unternehmen dem US‑Militär verweigert und nicht alle seine Modelle der Öffentlichkeit preisgibt, mag vielleicht ehrenwert wirken, ist jedoch schlichtweg Unternehmensstrategie.

Denn: KI lässt sich im unternehmerischen Bereich besser monetarisieren, während der Kosten‑Nutzen‑Faktor für die Öffentlichkeit immer schleierhafter wird. Stichwort: Deepfakes, Desinformation, Energieverbrauch oder Suchtverhalten. Zugegeben: Die KI‑Modelle von Anthropic haben sich bislang vor allem im IT‑ und Datenschutzbereich bewährt.

Deshalb ist das Unternehmen aber nicht vor pompösen Marketingkampagnen gefeit. Unbestritten ist, dass Modelle wie Mythos reale Probleme lösen, Sicherheitslücken schneller finden, Schaden begrenzen, digitale Infrastrukturen stabilisieren könnten. Doch die eigentliche Ironie liegt woanders: Während KI als Werkzeug zur Gefahrenabwehr gefeiert wird, ist sie längst selbst Teil des Problems geworden. Der Unterschied zwischen Schutzschild und Einfallstor schrumpft – und die öffentliche Debatte kommt kaum hinterher.

Was Experten und Anthropic-Chef Amodei sagen

  • Anthropic‑Chef Dario Amodei in einem Beitrag auf X: „Ich bin stolz darauf, dass sich so viele weltweit führende Unternehmen dem Projekt Glasswing angeschlossen haben, um den Cyberbedrohungen durch immer leistungsfähigere KI‑Systeme entschlossen entgegenzutreten.“ In einem zweiten Post ergänzte er: „Die Gefahren, die mit einem Fehlschlag verbunden sind, liegen auf der Hand. Doch wenn wir es richtig angehen, bietet sich uns eine echte Chance, ein Internet und eine Welt zu schaffen, die grundlegend sicherer sind als vor dem Aufkommen KI‑gestützter Cyberfähigkeiten.“
  • Elia Zaitsev, Chief Technology Officer bei Anthropic‑Partner Crowdstrike, in einem Statement: „Das Zeitfenster zwischen der Entdeckung einer Sicherheitslücke und ihrer Ausnutzung durch einen Angreifer ist geschrumpft – was früher Monate dauerte, geschieht heute dank KI innerhalb von Minuten. Claude Mythos Preview zeigt, welche Möglichkeiten sich Verteidigern heute in großem Maßstab bieten, und Angreifer werden unweigerlich versuchen, dieselben Fähigkeiten auszunutzen.“
  • KI‑Experte und Neurowissenschaftler Gary Marcus zitiert in einem Blogbeitrag eine SMS eines befreundeten Cyberexperten: „Ich hatte noch keine Zeit, alle Berichte durchzugehen, aber für mich klingt das nach einem übertriebenen Hype. Ich zweifle nicht an einigen der Ergebnisse, aber was daraus gemacht wurde, unter welchen Bedingungen die Schwachstellen gefunden wurden und welche Rolle Menschen dabei spielten, ist unklar. (…) Mir scheint, sie säen Samen im Garten des Hypes.“

Wer kontrolliert KI wie Claude Mythos – CEOs oder der Staat?

Ob die neue Anthropic‑KI nun ein digitaler Superspürhund oder doch eher ein gut vermarkteter Mythos ist, wird fast zur Nebensache. Entscheidend ist vielmehr, wer künftig darüber entscheidet, was solche Systeme dürfen und was nicht. Derzeit sind es vor allem die Tech‑CEOs, die diese Grenze ziehen. Demokratisch legitim ist daran ungefähr so viel wie an den AGB von X oder Meta.

Das größere Problem: Die Grenzen zwischen berechtigter Sorge und kalkulierter Panik verschwimmen immer mehr. Doch wenn Risiko zugleich Marketinginstrument ist, wird jede Warnung doppeldeutig. Genau hier rächt sich auch die jahrelange Erzählung, Regulierung sei innovationsfeindlich.

Denn: Aktuell offenbart sich immer mehr, dass dies eine bequeme These ist, die nun von der Realität überholt wird. Selbst dort, wo Regulierung existiert, wirkt sie wie ein Faxgerät im Zeitalter autonomer Systeme: funktional, aber hoffnungslos langsam. Indes: Während die Politik noch KI‑Leitplanken entwirft, bauen Unternehmen längst neue Datenautobahnen.

Ob Claude Mythos nun so gefährlich ist wie behauptet oder nicht: Tatsache ist, dass wir ohne staatliche Kontrollen vollständig der Willkür einzelner CEOs ausgeliefert sind, von denen einige unser Vertrauen ganz sicher nicht verdient haben. Während Anthropic noch einer der verantwortungsvollsten Player im KI‑Wettstreit zu sein scheint, agieren andere Unternehmen wie OpenAI oder xAI mit vergleichbaren KI‑Modellen künftig vielleicht anders.

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Mieten statt kaufen! Wie der Sharing-Economy-Lebensstil die Welt verändert

10. April 2026 um 09:30

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Sharing-Economy

Früher war klar: Wer sich ein Auto, eine Bohrmaschine oder eine Kamera wünschte, fuhr zum nächsten Fachgeschäft, um es sich zu kaufen. Zumindest, wenn das notwendige Kleingeld vorhanden war – ansonsten hieß es „sparen“. Heute kippt das Denken. Und bei den steigenden Neupreisen fragen sich viele Menschen in Deutschland ohnehin: Benötige ich das wirklich? Oder reicht es theoretisch auch aus, wenn ich es mir ausleihe? Tatsächlich reicht es häufig aus, sich etwa die Bohrmaschine nur für ein paar Stunden auszuleihen. Diese Fragen ebneten den Weg für den Sharing-Economy-Stil, der in Deutschland immer beliebter wird. Weg vom Besitz, hin zu einem flexibleren, digitalen und bewussteren Lebensstil.

Warum ist Mieten plötzlich attraktiver als Kaufen?

Der größte Vorteil? Du sparst Geld. Aber ist es wirklich der einzige Vorteil, warum Menschen lieber mieten, anstatt zu kaufen? Nein. Insbesondere in Städten bevorzugen immer mehr Menschen Sharing- und Mietangebote aus den folgenden Gründen:

  • Wunsch nach Flexibilität
  • steigende Lebenshaltungskosten
  • neue Einkommensquellen
  • wachsendes Umweltbewusstsein

Wunsch nach Flexibilität

Wenn du über Vermietungs-Apps benötigte Gegenstände mietest, minimierst du Verpflichtungen und steigerst deine Flexibilität. Schauen wir uns das an zwei Beispielen an.

  • Beispiel 1: Du kaufst dir für deinen jährlichen Strandurlaub eine neue Digitalkamera für 999 Euro. Die Kamera nutzt du jedoch nur für diese sieben Tage, und in der restlichen Zeit liegt sie im Schrank. Mit der Zeit sinkt der Wert deiner Kamera, und auch der Akku verliert langsam an Kapazität. Viel besser wäre es, wenn du dir eine Kamera für deinen Urlaub mietest.
  • Beispiel 2: Für kleine Erledigungen in der Stadt benötigst du gelegentlich ein Auto. Mit dem Autokauf kommen einige Verpflichtungen auf dich zu, wie Inspektion, TÜV, Versicherungsbeiträge und Steuern – obwohl du das Auto maximal 3–4× im Monat nutzt. Über eine Vermietungsplattform kannst du für diesen Zeitraum spontan ein Auto mieten.

Steigende Lebenshaltungskosten

Laut der Verbraucherzentrale sind die Lebenshaltungskosten seit 2020 drastisch gestiegen. Das zeigt sich eigentlich in allen Bereichen. So stiegen in den vergangenen Jahren etwa die Preise für Kameras um 27 Prozent, während Neuwagen im Schnitt um bis zu 50 Prozent teurer sind.

Kurz und knapp: Die Menschen überlegen sich zweimal, ob sie etwas Neues brauchen oder nicht. Peer-to-Peer-Vermietungsplattformen ermöglichen es den Menschen trotzdem, sich gewisse Dinge für einen bestimmten Zeitraum zu leisten.

Neue Einkommensquellen schaffen

Auf den Plattformen, auf denen man Gegenstände mieten kann, kannst du auch Gegenstände vermieten. Das schafft eine neue Einkommensquelle, sozusagen ein zweites Standbein – ein Punkt, der für viele Menschen attraktiv ist.

Wachsendes Umweltbewusstsein

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das viele Menschen dazu bewegt, benötigte Gegenstände lieber zu mieten, anstatt sie zu kaufen.

Ist die Sharing Economy nur ein kurzfristiger Trend?

Die sogenannte Sharing Economy wächst seit Jahren. Es ist also nicht nur ein kurzfristiger Trend, sondern ein sich wandelnder Lebensstil – und Deutschland mittendrin. Schon jetzt mieten Menschen unterschiedliche Gegenstände über spezielle Vermietungsplattformen für wenige Stunden, Tage oder Wochen.

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KI erkennt Kehlkopfkrebs an der Stimme – Pilotphase ab 2028

10. April 2026 um 05:45

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KI Krebserkennung Stimme Kehlkopfkrebs Künstliche Intelligenz

Jedes Jahr erkranken weltweit rund 1,1 Millionen Menschen an Kehlkopfkrebs. Die Diagnose erfolgt oft spät und ist für Patienten sehr belastend. Ein US-Forschungsteam hat nun einen KI-Algorithmus entwickelt, der die Krankheit allein anhand der Stimme erkennen soll.

Die menschliche Stimme könnte künftig als digitaler Fingerabdruck für schwerwiegende Erkrankungen dienen. Eine Künstliche Intelligenz soll in der Lage sein, Kehlkopfkrebs allein durch das Zuhören der Sprache zu erkennen. Laut aktuellen Forschungsergebnissen verbirgt die Stimme subtile akustische Signaturen, die auf frühe Unregelmäßigkeiten hindeuten. Ziel sei es, sogenannte Stimmlippenveränderungen wie Knötchen oder Polypen bereits im Keim zu identifizieren.

Kehlkopfkrebs stellt ein massives globales Gesundheitsproblem dar, an dem jährlich etwa 1,1 Millionen Menschen erkranken. Rund 100.000 Betroffene sterben jedes Jahr an den Folgen. Als wesentliche Risikofaktoren gelten laut den Experten das Rauchen, ein hoher Alkoholkonsum sowie Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV). Die herkömmliche Diagnose über die Endoskopie oder Biopsien gilt als invasiv, schmerzhaft und oft schwer zugänglich, was die lebenswichtige Behandlung verzögern könne.

Wie funktioniert die KI-Stimmanalyse zur Krebserkennung?

Das Projekt „Bridge2AI-Voice“ untersucht, wie Computer diese komplexen biomedizinischen Probleme lösen können. Es wird vom Konsortium „Bridge to Artificial Intelligence“ des US National Institute of Health (NIH) gefördert. Für die aktuelle Studie hat ein Team um Phillip Jenkins einen Datensatz mit 12.523 Aufnahmen von 306 Teilnehmern präzise analysiert.

Dabei seien physikalische Merkmale wie die Tonhöhe, die Lautstärke und die generelle Klarheit der Sprache vermessen worden. Die Forscher stellten fest, dass vor allem das Verhältnis von harmonischen Klängen zum Rauschen deutliche Unterschiede aufzeigt. Solche Muster seien insbesondere bei männlichen Patienten mit Kehlkopfkrebs oder gutartigen Stimmlippenveränderungen messbar gewesen.

Die Künstliche Intelligenz sol kleinste Schwankungen in der Frequenz (Jitter) und Amplitude (Shimmer) erfassen können, die für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar sind. Das könnte eine objektivere Einschätzung des individuellen Krebsrisikos in der klinischen Routineversorgung ermöglichen.

Wann die KI-Diagnose in die Arztpraxis kommt

Bei weiblichen Studienteilnehmern ließen sich bisher noch keine vergleichbar eindeutigen Trends identifizieren. Die Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass größere Datensätze in Zukunft verlässlichere Ergebnisse liefern. Ein Schwerpunkt der kommenden Arbeit liegt daher auf der ethischen Beschaffung multi-institutioneller Daten für ein breiteres Training der Modelle.

Erst nach einer umfassenden Validierung im klinischen Umfeld könnte die Technologie als verlässliches medizinisches Werkzeug eingesetzt werden. Jenkins schätzt, dass entsprechende KI-Tools zur Erkennung von Stimmlippenveränderungen bereits in den nächsten zwei Jahren in die Pilotphase gehen könnten.

Die Methode verspricht den Vorteil, dass sie völlig kontaktlos, kostengünstig und schnell in der täglichen Praxis anwendbar ist. Solche digitalen Biomarker könnten die kritische Wartezeit auf Facharzttermine überbrücken und die Heilungschancen durch eine zeitnahe Früherkennung deutlich verbessern. Je nach Stadium und Ort des Tumors liegen die Überlebenschancen bei einer rechtzeitigen Diagnose derzeit zwischen 35 und 78 Prozent.

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Erstmals mehr E-Autos als Benziner: März-Neuzulassungen überraschen

09. April 2026 um 20:07

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mehr Elektroautos als Benziner März 2026 Neuzulassungen

Erstmals haben reine Elektroautos in Deutschland mehr Neuzulassungen als klassische Benziner erzielt. Im März 2026 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 294.161 Pkw neu zugelassen, ein Plus von 16 Prozent zum Vorjahr. Wir zeigen, welche Hersteller profitieren, wie sich die Antriebsarten verschieben und was Experten für den Rest des Jahres erwarten.

Das Jahr lief für Automobilhersteller eher schleppend an. Im Winter sind die Zahlen generell relativ niedrig, doch die vorherrschende wirtschaftliche Unsicherheit und anhaltende Konflikte auf der Welt schienen diese weiter zu drücken.

Das ist nun scheinbar vorbei. Die Sonne ist da, die Temperaturen steigen und mit ihnen auch die Verkaufszahlen der Autohändler. Wir haben die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes vom März 2026 in diesem Artikel unter die Lupe genommen.

Das sind die Pkw-Neuzulassungen im März

Insgesamt wurden im vergangenen Monat 294.161 Pkw in Deutschland neu zugelassen. Das ist ein solider Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders deutlich wird der positive Trend beim Blick auf den direkten Vormonat, denn im Februar wurden noch lediglich 211.262 Fahrzeuge gemeldet. Damit erreicht die Kurve nach ihrem Tief im Januar den Höchststand der letzten zwölf Monate.

Drei bekannte Hersteller profitieren besonders von dem Aufschwung. Volkswagen verteidigt wenig überraschend souverän die Position als unangefochtener Marktführer. Mit einigem Abstand folgt die tschechische VW-Tochter Skoda, die ihre Position auf dem deutschen Markt immer weiter verbessert. Komplettiert wird das Trappchen von BMW.

Knapp dahinter fahren Mercedes-Benz und Audi ein. Den größten Aufschwung unter den deutschen Herstellern kann Smart mit einem Plus von rund 189,6 Prozent verzeichnen. Bei den Importmarken geben Lynk & Co. (136 Fahrzeuge, ein Plus von 4.433,3 Prozent) sowie Aston Martin (68 Fahrzeuge, ein Plus von 3.300,0 Prozent) am meisten Gas.

Elektroautos überholen Benziner

Die Käufer in Deutschland sind bisher noch relativ zurückhaltend beim Thema E-Autos. Trotzdem verbreitet sich die Antriebsart auch in der Bundesrepublik immer schneller. Im März konnten die reinen Elektroautos mit 70.663 Neuzulassungen erstmals die klassischen Benziner (66.959 Einheiten) überholen. Quasi ein historischer Moment. An der Spitze thronen aber weiterhin Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb, die auf insgesamt 87.850 Zulassungen kommen.

Der Anteil von Dieselautos schrumpft mit 37.664 Neuanmeldungen weiter zusammen, während Plug-in-Hybride mit knapp 29.996 Fahrzeugen das Schlusslicht bilden. Mit diesen Verkaufszahlen kommen Hybride auf 29,9 Prozent, Stromer auf 24,0 Prozent, Benziner auf 22,8 Prozent, Diesel auf 12,8 Prozent und Plug-in-Hybride auf 10,2 Prozent.

Diese Verschiebung hin zu emissionsärmeren Fahrzeugen zeigt direkt Wirkung: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw sinkt im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent auf 100,1 g/km.

Der Blick auf den Gesamtbestand in Deutschland zeigt jedoch, dass noch ein weiter Weg zu gehen ist. Zum 1. Januar 2026 waren insgesamt rund 61,3 Millionen Kraftfahrzeuge registriert. Immerhin mehr als zwei Millionen dieser Wagen sind reine Elektroautos. Hinzu kommen über eine Million Plug-in-Hybride. Dennoch ist der Anteil der E-Autos am Gesamtbestand mit etwa 4,1 Prozent auf einem (im Vergleich mit anderen Ländern) niedrigen Niveau. Anfang 2024 lag dieser Wert allerdings noch bei 3,3 Prozent.

Knackt der E-Automarkt 2026 die 3-Millionen-Marke?

Förderungen für Elektroautos wurden Ende 2023 gestoppt. Doch die Fahrzeuge werden immer günstiger in der Herstellung, haben viele Kinderkrankheiten hinter sich gelassen und verwenden mit Strom die günstigere Energie. Der Durchbruch der Elektromobilität scheint deshalb in greifbarer Nähe.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg der Neuzulassungen auf rund 2,95 Millionen Fahrzeuge. Etwa 1,1 Millionen dieser Fahrzeuge sollen einen elektrischen Antrieb haben (via KFZ-Gewerbe).

„Die politischen Impulse, das breitere Modellangebot und die wachsende Alltagstauglichkeit elektrischer Antriebe greifen endlich ineinander“, so ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. „2026 wird zum Jahr, in dem die Elektromobilität im Markt wirklich ankommen kann, wenn die Weichen richtiggestellt werden.“

Laut Peckruhn braucht es die von der aktuellen Bundesregierung angekündigte Förderung, um die Elektromobilität weiter voranzutreiben, bevor steigende CO2-Preise den Kraftstoff für Verbrenner weiter verteuern. Generell zeigt er sich zuversichtlich, dass der Pkw-Markt in diesem Jahr „endlich wieder Fahrt aufnimmt“.

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Received yesterday — 09. April 2026BASIC thinking

Echt oder KI? Wenn die Realität unter Gemeralverdacht gerät

09. April 2026 um 13:30

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KI Realität NO AI Künstliche Intelligenz Wahrnehmung

Ist das echt oder KI? Inhalte von Künstlicher Intelligenz zerstören nach und nach unser Vertrauen in Bilder, Videos, Stimmen und Artikel. Müssen Inhalte also wieder menschlicher werden? So einfach ist es nicht.

Vielleicht kennst du das: Du scrollst durch Social Media-Kanäle und dir gehen nicht nur die schlechten Inhalte auf die Nerven, sondern es wächst auch der Verdacht, dass überhaupt nichts mehr echt sein könnte.

Man könnte voreilig die immer stärker werdende Skepsis gegenüber KI-erzeugten Inhalten als pessimistische Überreaktion abzutun: „Von Menschen erzeugte Inhalte sind halt doch besser, das haben wir ja schon immer gewusst!“

Wer jedoch heute irritiert oder sogar ablehnend auf künstlich erzeugte Bilder, Videos oder Stimmen reagiert, ist nicht automatisch technikfeindlich. Er oder sie reagiert meiner Ansicht nach vielmehr auf eine Veränderung der digitalen Umwelt, die viele Menschen längst spüren, auch wenn sie sie noch nicht genau benennen können.

Echt vs. KI: Was ist das Problem?

Das Problem liegt nicht nur darin, dass KI inzwischen täuschend echte Inhalte erzeugen kann. Das größere Problem besteht darin, dass sich durch diese KI-erzeugten Inhalte unser Blick auf digitale Inhalte insgesamt verschiebt.

Wo früher ein gewisses Grundvertrauen vorhanden war, besteht heute immer häufiger ein stilles Misstrauen: Ist der Inhalt echt? Ist er bearbeitet? Ist er inszeniert? Ist er vielleicht gar nicht mehr von einem Menschen erstellt worden?

Das ist deshalb so bemerkenswert, weil die Stärke von KI lange Zeit ganz woanders verortet wurde. Es ging um Effizienz, um Produktivität, um neue kreative Möglichkeiten, um Entlastung des Menschen.

All das ist nicht falsch. Aber diese Perspektive greift zu kurz. Denn KI verändert eben nicht nur, wie Inhalte entstehen. Sie verändert auch, wie wir Inhalte wahrnehmen und einordnen.

Nicht jede KI ist das Problem

Bevor ich jedoch weiter ausführe, ist ein Wort der Warnung erforderlich. Mir geht es nicht darum zu sagen, dass jeder Einsatz von KI problematisch ist. Das wäre seltsam, bin ich doch in meinen Vorträgen und Workshops fast schon ein an dem deutschen Veränderungsunwillen verzweifelnder KI-Optimist.

Wenn KI also hilft, Informationen zu strukturieren, Texte sprachlich zu glätten, Prozesse zu beschleunigen oder Wissen schneller zugänglich zu machen, ist das ausgesprochen nützlich.

Viele der aktuellen Anwendungen liegen ja auch heute genau in diesem Bereich und unterstützen so menschliches Arbeiten. Der Eindruck von Wirklichkeit wird dabei gerade nicht untergraben.

Kritisch wird es vielmehr dort, wo KI nicht mehr nur Werkzeug im Hintergrund ist, sondern sichtbar an die Stelle menschlicher Wirklichkeit tritt. Wenn Gesichter, Stimmen, Szenen oder ganze Stimmungen künstlich erzeugt werden, dann geht es nicht mehr nur um Unterstützung. Dann geht es um Simulation. Und genau an diesem Punkt – so kommt es mir derzeit vor – kippt für viele Menschen das Gefühl.

Denn ein sprachlich verbesserter Text und ein künstlich erzeugter Mensch, sind in meinen Augen nicht dasselbe. Eine KI, die im Hintergrund sortiert, ist etwas anderes als eine KI, die im Vordergrund Realität imitiert. Wer diese Unterscheidung macht, versteht besser, warum manche Anwendungen kaum Widerstand auslösen, während andere sofort Unbehagen erzeugen.

Bitte keine KI: Warum das Echte plötzlich wieder wichtig wird

Ich glaube, wir erleben derzeit eine Gegenbewegung zur Austauschbarkeit, wenn über KI lamentiert wird. Viele KI-Inhalte sehen wir nicht deshalb als problematisch an, weil sie technisch schlecht wären.

Im Gegenteil: Sie sind oft erstaunlich gut gemacht. Aber genau darin liegt oftmals das Problem. Sie wirken glatt, generisch und zu mühelos. Ihnen fehlt also nicht Qualität im technischen Sinn, wohl aber Reibung, Eigenheit, und „Kante“.

Das Echte wird in der Umgebung von einer Vielzahl von KI-Inhalten nicht deshalb attraktiver, weil es immer schöner oder besser wäre. Das Gegenteil ist inzwischen häufig der Fall. Es wird attraktiver, weil es knapper wird.

Wenn künstliche Produktion in nahezu unbegrenzter Menge möglich ist, dann gewinnt dasjenige an Wert, was nicht beliebig skalierbar ist: menschliche Erfahrung, echte Perspektive, konkrete Handschrift, Unschärfe, Widerspruch, Haltung.

Genau deshalb halte ich den Ausspruch „Bitte keine KI“ nicht für rückwärtsgewandt. Er zeigt vielmehr, dass Menschen sehr wohl spüren, wann Technik ihnen hilft und wann sie beginnt, den Charakter eines Inhalts zu verändern. Vielleicht ist das ein Zeichen von Übersättigung, vielleicht sogar von wachsender digitaler Reife.

Das eigentliche Problem ist der Vertrauensverlust

Noch wichtiger erscheint mir aber ein anderer Punkt. Die eigentliche Gefahr liegt nicht darin, dass Menschen von einzelne KI-Inhalte getäuscht werden. Sie liegt meiner Ansicht nach darin, dass das Misstrauen über den einzelnen Inhalt hinauswächst.

Wenn Menschen anfangen, nicht nur Künstliches kritisch zu betrachten, sondern auch Reales reflexhaft unter Verdacht zu stellen, von KI erstellt worden zu sein, dann verändert sich im Kern die ganze Wahrnehmung von digitaler Öffentlichkeit.

Das erinnert mich an ein anderes Problem, über das ich schon geschrieben habe, nämlich der digitalen Bildung und dem Umgang mit Informationen: Wissen ist heute in großer Menge verfügbar, aber vielen fällt es schwer, Informationen einzuordnen, in ihrer Gesamtheit zu erfassen und sich dabei nicht von Lautstärke oder Emotionen treiben zu lassen.

KI verschärft dieses Problem nun noch einmal. Jetzt geht es nicht mehr nur um die Einordnung von Informationen, sondern zunehmend auch um die Einordnung von „Wirklichkeit“, also ob etwas unverfälscht oder künstlich geschaffen wurde.

Geht diese Entwicklung weiter, dann könnten wir ein Umfeld bekommen, in dem Echtheit nicht mehr – wie bisher – vorausgesetzt wird, sondern begründet werden muss. Das ist eine erhebliche Veränderung.

Denn Vertrauen ist digital ohnehin schon fragil. Wenn nun auch noch die visuellen, akustischen und sprachlichen Ebenen flächendeckend synthetisierbar werden, dann wächst der Druck auf den einzelnen Nutzer, immer prüfen zu müssen, was er da eigentlich an Inhalten vor sich hat.

Auch die Rückkehr zur Echtheit ist nicht unschuldig

Ich will jetzt aber auch nicht in eine Romantisierung des Echten verfallen. Denn auch die neue Lust auf Echtheit ist nicht frei von Inszenierung. Schon jetzt lässt sich beobachten, dass „ohne KI“ selbst zu einem Label wird, das Aufmerksamkeit schafft und sich vermarkten lässt.

Das zeigt, dass das Thema komplizierter ist, als es auf den ersten Blick wirkt. Nicht jede Distanzierung von KI ist Ausdruck einer tiefen Haltung. Manches davon ist Strategie. So wie „mit KI“ vor kurzem noch als Innovationsbeweis galt, wird „ohne KI“ nun als Qualitätssiegel verwendet.

Meiner Ansicht nach müssen wir also vorsichtig sein bei der Einordnung. Weder ist KI pauschal der Feind des Menschlichen, noch ist alles Menschliche automatisch wertvoller. Entscheidend ist vielmehr, ob Inhalte und Technologien in einer Weise eingesetzt werden, die Vertrauen stärken oder untergraben.

Echt oder KI? Worauf es jetzt ankommt

Nach meinem Dafürhalten brauchen wir zukünftig weniger pauschale KI-Begeisterung und weniger pauschale KI-Abwehr. Stattdessen brauchen wir die Fähigkeit, Unterschiede zu erkennen.

Wo unterstützt KI sinnvoll? Wo ersetzt sie etwas, das besser nicht ersetzt werden sollte? Wo erweitert sie menschliche Möglichkeiten? Und wo produziert sie vor allem Masse und Oberflächenreize?

Das alles sind Fragen, die auf Medienkompetenz und Urteilsvermögen abzielen. Wenn wir uns nicht bewusst machen, wie KI-generierte Inhalte auf unser Vertrauen in Inhalte im Allgemeinen wirken, dann reden wir zu oberflächlich über den Nutzen von KI.

Vielleicht ist genau das die unbequeme Pointe dieser Entwicklung: KI zwingt uns nicht nur dazu, über Maschinen nachzudenken. Sie zwingt uns dazu, neu über das Menschliche nachzudenken und darüber, was wir eigentlich meinen, wenn wir etwas für echt halten.

Und vielleicht liegt gerade darin die eigentliche Herausforderung der kommenden Jahre, nämlich ob wir es schaffen, in einer Welt voller synthetischer Möglichkeiten die Maßstäbe nicht zu verlieren, nach denen wir Wirklichkeit erkennen, bewerten und ihr vertrauen. Genau daran wird sich entscheiden, ob KI unseren digitalen Alltag wirklich verbessert oder ihn nur noch künstlicher macht.

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E-Autojahr 2026: Lohnt sich ein gebrauchtes Elektroauto jetzt wirklich?

09. April 2026 um 11:00

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gebrauchte Elektroautos E-Autos 2026

Der E-Automarkt erlebt 2026 einen spürbaren Aufschwung. Das gilt sowohl für neue als auch gebrauchte Elektroautos. Doch wer glaubt, dass allein die hohen Spritpreise dafür verantwortlich sind, der irrt. Eine kommentierende Analyse. 

Warum das Interesse an gebrauchten Elektroautos explodiert

  • Die aktuell relativ hohen Spritpreise bringen den Markt für Elektroautos in Schwung. Viele große Autoportale in Europa berichten etwa seit Beginn des Iran-Kriegs von einem deutlich höheren Interesse an neuen und gebrauchten E-Autos. Laut mobile.de würden etwa 43 Prozent der Deutschen bei anhaltend hohen Benzinpreisen zur Elektromobilität wechseln. Händler erhielten 66 Prozent mehr Anfragen nach gebrauchten Elektroautos. 36 Prozent sehen in der langfristigen Ersparnis das stärkste Argument für ein E-Auto.
  • Elektroautos waren auf dem Gebrauchtwagenmarkt bislang eher Ladenhüter. Viele Händler weigerten sich sogar, die Fahrzeuge in ihr Portfolio aufzunehmen. Der Grund: Sorgen vor geringen Reichweiten und Batterien, die frühzeitig an Leistung verlieren und dann teuer ausgetauscht werden müssen. Solche Sorgen sind mittlerweile jedoch eher Vorurteile und überwiegend unbegründet. Denn: Nicht nur die Reichweite von E-Autos steigt immer weiter. Die Batterien der meisten Stromer haben auch nach vielen Jahren noch eine hohe Kapazität von 80 bis 90 Prozent.
  • Wer eine eigene Wallbox hat und regelmäßig pendelt, fährt im Vergleich zum Verbrenner mit dem E-Auto aktuell so günstig wie nie. 4,20 Euro gegenüber 15 Euro pro 100 Kilometer sprechen etwa eine klare Sprache. Aber: Der Kostenvorteil schmilzt, sobald man vermehrt auf öffentliche Schnelllader angewiesen ist. Elektroautos lohnen sich finanziell deshalb vor allem für Eigenheimbesitzer. Ein neues Förderprogramm der Bundesregierung verspricht jedoch den Aufbau von erschwinglichen E-Ladesäulen in und an Mehrparteienhäusern.

Spritpreise oder Strukturwandel: Was den Boom wirklich antreibt

Der aktuelle Elektroauto-Boom wirkt auf den ersten Blick vielleicht wie eine direkte Reaktion auf schmerzhafte Tankquittungen. Doch der Aufschwung bei den Neuzulassungen von E-Autos ist vielmehr Ergebnis eines längeren Strukturwandels, der sich bereits zuvor angebahnt hatte.

Während weltweit lautstark über die aktuellen Spritpreise diskutiert wird, hat sich im Hintergrund still und leise eine Dynamik entwickelt, die mehr Modelle, mehr Wettbewerb und mehr technische Reife hervorgebracht hat. Dass plötzlich auch chinesische Anbieter mit Kampfpreisen auf dem europäischen Markt auftauchen, dürfte bei so manchen Herstellern in Europa den Puls stärker hochtreiben als jeder geopolitische Konflikt.

Gerade auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeigt sich, wie sehr sich Wahrnehmung und Realität verschoben haben. Denn was lange als Risiko galt – Stichwort Reichweitenangst –, wird zunehmend zu einer kalkulierbaren Alternative. Hinzu kommen immer mehr Lademöglichkeiten und Förderprämien, die auf den ersten Blick zwar nur neue Stromer begünstigen. Auf den zweiten aber auch die Preise gebrauchter Elektroautos drücken.

Stimmen und Expertenmeinungen

  • Experten zufolge hängt der aktuelle E-Autoboom allenfalls bedingt mit den Folgen des Iran-Kriegs zusammen. Eine Sprecherin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sagte gegenüber ZDF heute: „Es besteht ein zeitlicher Verzug von teils mehreren Monaten zwischen Bestellung und Zulassung eines Autos, Effekte durch den Krieg im Nahen Osten können sich deshalb heute noch nicht im Markt zeigen.“
  • Thomas Peckruhn, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), prognostiziert ein E-Autojahr 2026: „Die politischen Impulse, das breitere Modellangebot und die wachsende Alltagstauglichkeit elektrischer Antriebe greifen endlich ineinander. 2026 wird zum Jahr, in dem die Elektromobilität im Markt wirklich ankommen kann, wenn die Weichen richtig gestellt werden. (…) Der Gebrauchtwagenmarkt zeigt einmal mehr seine Stärke: Er federt Preissprünge ab und hält Deutschland mobil.“
  • Wolf-Peter Schill, Forschungsbereichsleiter der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), gegenüber rbb24: „Im letzten Jahr ist die Elektromobilität jetzt im PKW-Bereich so ein bisschen wieder angezogen, nachdem das Jahr davor ein ziemliches Katastrophenjahr war. Das heißt aber auch, vier von fünf neuen Autos hatten wirklich noch einen Verbrennungsmotor. Da ist also noch eine Menge Luft nach oben.“

Bleibt der E-Auto-Boom?

Trotz des aktuellen Aufschwungs steht dem E-Automarkt die eigentliche Bewährungsprobe erst noch bevor. Denn die Elektromobilität muss nicht nur technisch überzeugen, sondern vor allem ökonomisch im Alltag bestehen. Doch solange öffentliches Laden preislich an den Spritpreisen kratzt, bleibt das E-Auto ein Privileg für Eigenheimbesitzer.

Trotz Förderprogrammen sind deshalb sowohl die Politik als auch die Wirtschaft gefragt, um das öffentliche Laden attraktiver zu gestalten. Außerdem spielen Transparenz und Vertrauen eine Rolle. Neue Standards zur Bewertung der Batteriegesundheit, wie aktuell von Dekra und TÜV geplant, könnten zu einem echten Gamechanger werden.

Denn: Überprüfbare und standardisierte Daten können Kunden Gewissheit liefern und dem E-Auto seinen Ruf als technisches Risiko nehmen. Die von den Spritpreisen getriebene, aktuell hohe E-Auto-Nachfrage könnte mit sinkenden Preisen an der Zapfsäule aber wieder verdunsten. Nachhaltig wird der Boom erst, wenn er unabhängig vom Ölpreis funktioniert – wenn also nicht mehr die Krise den Markt bewegt, sondern die Überzeugung.

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PayPal-Alternativen aus Europa: 4 Zahlungsanbieter im Vergleich

09. April 2026 um 05:45

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PayPal Alternativen EU Zahlungsanbieter Europa

Immer mehr EU-Bürger wollen auf US-Dienste verzichten – auch beim Bezahlen. Doch wer PayPal ersetzen will, braucht Alternativen, die in puncto Funktionsumfang und Sicherheit mithalten. Europa hat in den letzten Jahren aufgeholt: Vier Zahlungsanbieter aus Dänemark, Schweden, Deutschland und den Niederlanden zeigen, dass es auch ohne US-Tech geht. 

Über Jahrzehnte hinweg war die Abhängigkeit Europas von amerikanischer Technologie akzeptiert und bildete das Fundament unserer modernen IT-Infrastruktur. Doch neben der in den letzten Jahren gewachsenen Abneigung gegen digitale Services aus China werden inzwischen auch Produkte aus den Vereinigten Staaten in Frage gestellt.

Unternehmen wie Apple, Microsoft, Amazon, Google und Meta haben nicht nur eine enorme Marktmacht, sondern nutzen diese auch aus – teilweise mit wettbewerbswidrigen Praktiken. Viele Nutzer hegen zudem Bedenken, dass sensible Daten in den Händen von US-Unternehmen nicht gut aufgehoben sind.

Seit dem erneuten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump hat das Thema wieder an Bedeutung gewonnen, da sich zunehmend die Frage stellt, ob die USA noch ein verlässlicher Partner für Europa sind. Trumps außen- und handelspolitische Entscheidungen wie seine Zollpolitik nähren zumindest die Zweifel.

Alternativen zu PayPal: Zahlungsanbieter aus Europa immer gefragter

Kritiker sehen in den USA eine immer engere Verflechtung von Politik und Wirtschaft, denn Trump scheint eng mit vielen Tech-CEOs zu kooperieren. Geld und Fortschritt stehen an erstere Stelle, Nutzerinteressen und Datenschutz müssen hinten anstehen. Zum Glück hat Europa in den letzten Jahren technologisch deutlich aufgeholt.

Viele Alternativen „Made in Europe“ sehen sich als Gegenmodell zu amerikanischen Technologien. Die Anbieter setzen häufig auf Nachhaltigkeit, Datenschutz und klare Nutzungsbedingungen. Deshalb präsentieren wir an dieser Stelle vier europäische Zahlungsanbieter. Zuvor haben wir uns bereits europäische Suchmaschinen und E-Mail-Anbieter angeschaut.

1. Quickpay

Aus Dänemark kommt eine Lösung, die sich besonders durch ihre Flexibilität und Integrationsfähigkeit auszeichnet. Quickpay unterstützt alle gängigen Kreditkarten sowie Apple Pay und Google Pay und kann problemlos in nahezu jedes relevante CMS-System eingebunden werden. Ein Highlight ist die Funktion „Omnichannel“, durch die Online-Zahlungen und Transaktionen in Läden über ein einziges, einheitliches System abgewickelt werden. Quickpay bietet mit SoftPOS zudem eine moderne Alternative zu klassischen Terminals an, dank der ein einfaches Android-Gerät zur mobilen Kasse wird. Für eine Grundgebühr von sieben Euro im Monat und eine Transaktionsgebühr von 0,10 Euro erhalten kleine und mittlere Unternehmen eine professionelle Lösung. Für Großkunden gibt es individuelle Tarife.

2. Klarna

Klarna ist vermutlich der bekannteste Name im europäischen E-Commerce. Der schwedische Anbieter hat sich als Alternative zu PayPal etabliert, indem er den Fokus auf die Nutzererfahrung legt. Klarna ist vor allem für seine flexiblen Zahlungsmethoden bekannt, die es Kunden erlauben, zwischen Rechnungskauf und Ratenzahlung zu wählen. Klarna beschäftigt über 150 Experten, die sich ausschließlich mit dem Thema Betrugsprävention beschäftigen. Zudem setzt Klarna auf eine ausgefeilte Verschlüsselung und eine strikte Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA). Nutzer können dank der App auf Funktionen wie Käuferschutz und Cashback-Deals zugreifen.

3. Unzer

Auch in Deutschland wird ein Zahlungsanbieter entwickelt. Wer Wert auf eine nahtlose Integration und volle Kontrolle über das eigene Branding legt, sollte sich Unzer näher ansehen. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, die „Conversion“, also die Kaufabschlussrate, in Onlineshops zu steigern. Statistiken zeigen, dass Shops, die flexible Zahlungsarten wie Rechnung oder Ratenkauf anbieten, bis zu 40 Prozent vollere Warenkörbe und bis zu 18 Prozent mehr Umsatz generieren können. Unzer lässt sich so integrieren, dass für den Endkunden kein Drittanbieter sichtbar ist, und es findet keine unnötige Datenweitergabe an externe Firmen statt. Unzer hebt sich zudem durch sein starkes Engagement im Bereich ESG (Umwelt, Soziales und Governance) ab.

4. Adyen

Wenn man sich die Kundenliste von Adyen ansieht, wird schnell klar, dass es sich hier um einen Global Player handelt. Zalando, Spotify, eBay und Uber vertrauen alle auf die Technik aus Amsterdam. Adyen wurde 2006 mit dem Ziel gegründet, die veraltete Infrastruktur der Finanzwelt durch eine moderne Plattform zu ersetzen. Adyen ist eine reine Plattform für Finanztechnologie, die Zahlungsabwicklung, Datenoptimierung und Finanzprodukte in einer einzigen Lösung vereint. Mit über 28 Büros weltweit und einem verarbeiteten Volumen von fast einer Billion Euro zeigt Adyen, dass europäische Technik marktführend sein kann.

Fazit: Zahlungsanbieter aus Europa als Alternative zu PayPal

Wer als Privatnutzer eine echte Alternative zu PayPal sucht, kommt an Klarna kaum vorbei. Die App ist intuitiv, der Käuferschutz solide und Funktionen wie Ratenzahlung oder Cashback machen den Alltag beim Online-Shopping spürbar einfacher. Klarna ist der einzige Anbieter in dieser Liste, der sich direkt an Endverbraucher richtet – und das auf einem Niveau, das PayPal in vielen Punkten ebenbürtig ist.

Für Händler und Unternehmen hängt die Wahl vom Geschäftsmodell ab. Kleine und mittlere Shops, die eine unkomplizierte Lösung mit fairen Gebühren suchen, sind mit Quickpay gut beraten. Wer maximale Kontrolle über das Branding und höhere Conversion-Raten will, sollte sich Unzer ansehen.

Und für Unternehmen, die international skalieren wollen, führt an Adyen kein Weg vorbei – nicht ohne Grund setzen Konzerne wie Zalando und Spotify auf die Plattform aus Amsterdam. Eines zeigen alle vier Anbieter: Europa muss sich beim digitalen Bezahlen längst nicht mehr hinter den USA verstecken.

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Wasserstoff-Faktencheck: Wo sich der Einsatz lohnt – und wo nicht

08. April 2026 um 20:12

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Wasserstoff Faktencheck Mythen

Wasserstoff gilt als Hoffnungsträger der Energiewende. Doch wie realistisch sind die Erwartungen? Das Fraunhofer ISI hat über 100 Quellen ausgewertet und einen Faktencheck veröffentlicht, der die wichtigsten Mythen aufdröselt und Tatsachen zusammenfasst.

Die öffentliche Wasserstoff-Debatte weckt oft enorme Erwartungen. Doch die technologische und wirtschaftliche Realität hinkt den politischen Ambitionen hinterher. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat in einem Meta-Faktencheck über 100 Quellen ausgewertet, um Klarheit zu schaffen. Das Papier liefert damit eine sachliche Basis für die hitzige Debatte.

Experten bezeichnen Wasserstoff aufgrund seiner Kostbarkeit und des hohen Produktionsaufwands häufig als „Champagner unter den Energieträgern“. Die Fraunhofer-Studie empfiehlt deshalb einen gezielten Einsatz dort, wo keine effizienteren Alternativen existieren. Stadtplaner und Behörden planen für den Pkw-Bereich oder den Gebäudesektor überwiegend keinen flächendeckenden Infrastrukturausbau. Dort erweist sich die direkte Elektrifizierung meist als effizienter und kostengünstiger.

Wasserstoff im Faktencheck

Die Stahlindustrie dient laut Fraunhofer ISI als zentrale Leitanwendung für den Markthochlauf. Hersteller testen bereits in Pilotanlagen die wasserstoffbasierte Direktreduktion von Eisen. Für die Produktion von einer Tonne Stahl benötigt man dabei etwa 47 bis 68 Kilogramm Wasserstoff. Die International Energy Agency (IEA) rechnet ab Mitte der 2030er Jahre mit einem großtechnischen Einsatz dieses Verfahrens.

Ohne gewaltige Mengen an zusätzlichem Ökostrom lässt sich der industrielle Wandel jedoch kaum realisieren. Allein Deutschland müsste bis zum Jahr 2030 etwa 160 Terawattstunden mehr Grünstrom bereitstellen. Ohne diese Kapazitäten lässt sich Wasserstoff nicht vollständig regenerativ produzieren. Es besteht damit eine deutliche Diskrepanz zwischen den ambitionierten Ausbauzielen und der aktuellen Verfügbarkeit.

Was kostet grüner Wasserstoff – und woher kommt er?

Derzeit bleibt grüner Wasserstoff teuer und kostet voraussichtlich bis 2030 mindestens doppelt so viel wie Erdgas. Doch technologische Lernkurven könnten die Preise künftig drücken. Die IEA erwartet beispielsweise, dass die Kosten für die Herstellung aus erneuerbarem Strom bis zum Jahr 2030 um rund 30 Prozent sinken könnten.

Heimische Quellen werden den deutschen Bedarf laut Experten aber kaum allein decken können. Schätzungen gehen davon aus, dass internationale Partnerschaften langfristig bis zu 80 Prozent des Bedarfs liefern müssten. Experten beziffern den Importanteil für das Jahr 2030 auf bis zu 74 Prozent. Das erfordert den Aufbau robuster und geopolitisch resilienter Lieferketten.

9.040 Kilometer Pipeline: So entsteht das Wasserstoff-Netz

Ein spezialisiertes Pipelinenetz soll das Rückgrat der künftigen Wasserstoffwirtschaft bilden. Das geplante Kernnetz in Deutschland könnte bis 2032 eine Länge von etwa 9.040 Kilometern erreichen. Rund 60 Prozent davon entstehen durch die Umstellung bestehender Erdgasleitungen. Für die saisonale Speicherung gelten unterirdische Salzkavernen als einzig praktikable Lösung im industriellen Maßstab.

Der globale Wasserbedarf für die Elektrolyse erscheint im makroskopischen Maßstab handhabbar. Er macht weltweit weniger als drei Prozent des Bedarfs der Nahrungsmittelproduktion aus. Die Herstellung von Wasserstoff verbraucht damit deutlich weniger Wasser als die heutige Förderung fossiler Energieträger. An trockenen Standorten könnte die Wasserknappheit jedoch Genehmigungen verzögern.

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Klimageld: 320 Euro pro Person gestrichen – was stattdessen kommt

08. April 2026 um 11:00

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Klimageld Bundesregierung Deutschland Auszahlung CO2 Preis

Der Bundestag hat einen Antrag auf 320 Euro Klimageld pro Person abgelehnt. Dabei steht die Zahlung sogar im Koalitionsvertrag von Union und SPD. Statt auf eine direkte Entlastung setzt die Regierung stattdessen auf Stromsteuersenkungen und Netzentgelte, die bei vielen Haushalten erst verzögert ankommen.

Was ist das Klimageld – und wem steht es zu?

  • Die ursprüngliche Idee des Klimageldes war es, Kohlenstoffdioxid-Einsparungen zu belohnen. Wer weniger des Treibhausgases verursacht, muss etwa weniger Abgaben in Form des sogenannten CO2-Preises zahlen, der unter anderem auf Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel erhoben wird. Das Konzept des Klimageldes sieht vor, dass alle den gleichen Geldbetrag als Ausgleich erhalten. Heißt konkret: Es sollte eine Umverteilung stattfinden. Menschen mit geringerem Einkommen, deren Verhalten im Alltag oftmals weniger klimaschädlich ist, würden davon profitieren.
  • In Deutschland fragen sich viele Menschen seit Jahren, wann das versprochene Klimageld ausgezahlt wird. Obwohl der CO2-Preis weiter steigt und viele Haushalte durch steigende Lebenshaltungskosten belastet sind, wird es auch 2026 keine Auszahlung geben. Die Bundesregierung verzichtet damit erneut auf eine indirekte Rückerstattung des CO2-Preises und verweist auf andere Maßnahmen, die die aktuellen Mehrbelastungen im Alltag vieler Menschen ausgleichen sollen. Ursprünglich wurde das Klimageld von der Ampelregierung eingeführt, konnte aufgrund von Haushaltsdefiziten und des Koalitionsbruchs aber nicht umgesetzt werden.
  • Im Gegensatz zum eigenen Parteiprogramm sprach sich Bundeskanzler Friedrich Merz im Wahlkampf für ein Klimageld aus. Auch der gemeinsame Koalitionsvertrag mit der SPD sieht eine Auszahlung vor. Am 20. März 2026 stimmten jedoch CDU/CSU, AfD und SPD gegen einen Klimageld-Antrag der Linken. Darin ist von einem jährlichen Klimageld in Höhe von 320 Euro pro Person die Rede – rückwirkend zum 1. Januar 2025. Der Direktauszahlungsmechanismus sollte langfristig so weiterentwickelt werden, dass die Auszahlung sozial gestaffelt nach Einkommen erfolgen kann.

Unehrliche Kommunikation

Mit dem Klimageld ist es der deutschen Politik einmal mehr mit Bravour gelungen, die Menschen in Deutschland zu verunsichern. Pompös von der Ampel angekündigt hat Ex-Finanzminister Christian Lindner es zunächst verzögert und dann verschoben. Im Wahlkampf wurde es von der Union dann umetikettiert und neu verpackt, bis irgendwann kaum noch jemand nachvollziehen konnte, wer nun wann und mit welchem Geld in welcher Form entlastet werden soll. Transparenz? Fehlanzeige!

Dabei ist der Konflikt weniger technisch als politisch. Im Kern geht es der Bundesregierung darum, die Einnahmen aus dem CO2-Preis nicht als gleich hohe Einmalzahlung an alle auszuschütten, sondern über Umwege zu entlasten, beispielsweise durch geringere Netzentgelte oder eine reduzierte Stromsteuer.

Das Problem: Im Wahlkampf wurden von keinem Geringeren als Bundeskanzler Friedrich Merz sowohl ein Klimabonus als auch Senkungen der Netzentgelte sowie Stromsteuer kommuniziert. Was die Union aber nicht kommuniziert hat, ist die Frage nach der Finanzierbarkeit.

Gleiches gilt für die neue Strategie, die zwar nicht per se falsch, aber auch nicht ehrlicher geworden ist. Hinzu kommt, dass viele Menschen in Deutschland ein einkommensabhängiges Klimageld aktuell wirklich gut gebrauchen könnten. Denn unabhängig davon, ob sich jemand eine Wärmepumpe oder ein E-Auto anschaffen möchte oder kann, hätten alle direkt profitiert.

Stimmen und Parteipositionen

  • Jakob Blankenburg, Sprecher für Umwelt, Klimaschutz und Naturschutz der SPD-Bundestagsfraktion, in der Bundestagsdebatte zum Klimageld: „Das Klimageld entschädigt, aber es verändert nicht. Es lindert den Schmerz, aber es behandelt nicht die Ursachen. Denn was Menschen brauchen, ist kein jährlicher Check. Es braucht Bedingungen, unter denen der Umstieg zu klimafreundlichen Alternativen tatsächlich schaffbar ist. Ermöglichung statt Entschädigung: Das ist der Unterschied.“
  • Lorenz Gösta Beutin, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Naturschutz von der Linken-Fraktion, konterte in einer Zwischenfrage: „Wir sagen nicht, das Klimageld soll das Einzige sein. Es ist versprochen worden mit dem CO2-Preis. Man muss doch Versprechen auch mal einhalten. Deswegen sagen wir: Wir brauchen Klimageld, aber wir brauchen auch die Förderung bei der Wärmepumpe, die Förderung beim E-Auto und wir brauchen den Ausbau von Bus und Bahn.“
  • Thomas Gebhart, CDU-Obmann im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, sprach sich für andere Maßnahmen aus: „CO2-Einnahmen dürfen kein Einnahmeinstrument des Staates sein. Sondern das Geld, das der Staat aus der CO2-Abgabe einnimmt, muss zurück an Bürger und Unternehmen. Wir geben aktuell Jahr für Jahr viele Milliarden Euro zurück – beispielsweise über Strompreiskompensationen, Zuschussnetzentgelte und eine reduzierte Stromsteuer für das Gewerbe. Ein entscheidender Schritt der steht noch aus: die reduzierte Stromsteuer für alle.“

Benzingeld statt Klimageld: Droht eine fossile Fehlsteuerung?

Der Kurs der Bundesregierung ist klar, auch wenn ihn niemand wirklich ausspricht: weg von direkten Zahlungen, hin zu einem Flickenteppich aus Prämien, Steuertricks und Preisbremsen. Das meiste davon entlastet jedoch allenfalls mittel- bis langfristig, löst aber weder das soziale noch das klimapolitische Problem.

Vor allem viele Menschen mit geringen oder mittleren Einkommen müssten steigende Sprit- oder Lebensmittelkosten deshalb zunächst weiter schlucken – trotz oder vor allem aufgrund diffuser Entlastungen. Denn wer wenig hat, spürt finanzielle Belastungen sofort, während andere sie besser abfedern und obendrein sogar von Förderprogrammen profitieren können.

Der versprochene Ausgleich über das Klimageld droht damit zu einer sozialen Schieflage zu verkommen. Die größte Ironie aber ist, dass der geschaffene Direktauszahlungsmechanismus für das Klimageld ein Werkzeug der klimapolitischen Transformation sein sollte. Nun könnte er missbraucht werden, um fossile Abhängigkeiten zu subventionieren.

Denn: Innerhalb der Bundesregierung denkt man nicht nur über eine Spritpreisbremse, sondern offenbar auch über ein Benzingeld nach. Dabei fließen jedes Jahr über 80 Milliarden Euro aus Deutschland in ausländisches Öl und Gas. Doch fossile Importe erzielen keine Wertschöpfung. Denn: Einmal verbrannt, sind sie weg. Die ursprüngliche Idee des Klimageldes über den CO2-Preis wäre hingegen klimapolitisch sinnvoll gegenfinanziert gewesen ohne direkt in Preismechanismen einzugreifen.

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Mietpreisexplosion: Was kostet das Leben in Berlin wirklich?

08. April 2026 um 05:45

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Lebenshaltungskosten Mieten Berlin

Berlin ist eine der beliebtesten Städte Deutschlands. Doch wie viel Geld braucht man dort tatsächlich zum Leben? Aktuelle Daten zeigen, wo die Hauptstadt im nationalen und internationalen Vergleich steht. Wir schlüsseln die Kosten für Singles und Familien auf – von der Miete bis zu den Lebenshaltungskosten. 

In deutschen Großstädten müssen Mieter oder Wohnungssuchende trotz Mietpreisbremse heute im Schnitt 44 Prozent mehr zahlen als noch vor zehn Jahren. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay hervor.

Demnach sind die Mietpreise in Berlin in den vergangenen zehn Jahren sogar um 69 Prozent gestiegen. Das entspricht dem bundesweit höchsten Zuwachs. Das Bauministerium beruft sich in seiner Antwort auf Angebotsmieten von im Internet inserierten Wohnungen in 14 Großstädten ohne Nebenkosten.

Doch: Nicht nur die Mieten sind in den deutschen Großstädte geradezu explodiert. Auch die Preise für viele Lebensmittel, Sprit und Dienstleistungen befinden sich auf einem Rekordniveau. Aber wie teuer ist eigentlich das Leben in den deutschen Großstädten wirklich? Heute: die Mieten und Lebenshaltungskosten in Berlin.

Lebenshaltungskosten: Wie teuer ist Berlin im Vergleich zu anderen Großstädten?

Der sogenannte „Cost of Living Index – zu deutsch „Lebenshaltungskostenindex“ – ist ein theoretischer Preisindex, der die Kosten für verschiedene Produkte und Dienstleistungen in unterschiedlichen Ländern oder Städten miteinander vergleicht. Mittlerweile gibt es zahlreiche Websites, die einen solchen Preisvergleich versprechen.

Die Plattform Numbeo gilt jedoch als eine der größten datenbasierten Plattformen in Sachen Lebenshaltungskosten. Der „Cost of Living Index by City 2026“ vergleicht dabei die Lebenshaltungskosten in Hunderten Großstädten weltweit. Den Maßstab und allgemeinen Vergleichswert bildet dabei die Stadt New York City, die gemeinhin als eine der teuersten Städte der Welt gilt.

Die Lebenshaltungskosten in Berlin liegen laut Numbeo demnach bei einem Wert von 70,0 (New York City: 100,00). Damit belegt die deutsche Hauptstadt Platz 113 im weltweiten Ranking (Stand: 6. April 2026). Im Vergleich dazu: Hamburg mit einem Wert von 71,9 auf Platz 84, München auf Platz 52 mit einem Preisindex von 76,1 und Köln mit einem Cost of Living Index von 71,4 auf Platz 94.

Wie hoch sind die Mieten in Berlin wirklich?

In puncto Lebenshaltungskosten liegt Berlin laut Numbeo auf Platz 13 der teuersten Großstädte Deutschlands. Im internationalen Vergleich ist die deutsche Hauptstadt 30 Prozent günstiger als New York City (ohne Mieten).

Unter Berücksichtigung der Mietpreise (Cost of Living Index Plus Rent Index) ist Berlin sogar 45,1 Prozent preiswerter als die US-amerikanische Millionenmetropole. Im nationalen Vergleich belegt die Bundeshauptstadt in Sachen Lebenshaltungskosten plus Mieten den fünften Platz.

Die Mietpreise für einen Single-Haushalt sehen laut Numbeo – Stand: 6. April 2026 – dabei wie folgt aus: 1.291,25 Euro für eine Wohnung im Stadtkern und 924,60 Euro Miete für eine Wohnung außerhalb des Zentrums. Für eine vierköpfige Familie: 2.366,67 Euro im Stadtkern und 1.764,24 Euro außerhalb des Zentrums.

Der Index-Plattform Numbeo zufolge liegen die Lebenshaltungskosten in Berlin für einen Singlehaushalt inklusive Miete bei 2.298,28 Euro (im Stadtkern) und bei 1.931,90 Euro außerhalb des Zentrums. Insgesamt umfasst die Auswertung dabei sämtliche Lebenshaltungskosten: Miete, Nebenkosten, Restaurantbesuche, Kleidung, Lebensmittel, Auto, Reisen, Sparen und weitere. Je nach Konsumverhalten und Lebensverhältnissen, kann der Schnitt jedoch variieren.

Fazit: Mieten und Lebenshaltungskosten in Berlin

Die Zahlen zeigen, dass Berlin im internationalen Vergleich zwar günstiger als New York ist. Doch für viele Menschen wird das Leben in der Hauptstadt zunehmend zu einer finanziellen Belastung. Ein Berufseinsteiger mit einem Bruttoeinstiegsgehalt von rund 2.800 Euro netto muss allein für eine Wohnung im Stadtkern bereits knapp die Hälfte seines Einkommens aufwenden.

Experten empfehlen jedoch maximal Mietkosten in Höhe von einem Drittel des Nettoeinkommens. Wer in Berlin lebt, sollte die eigenen Ausgaben deshalb regelmäßig prüfen und Preise vergleichen, um die persönliche Kostensituation realistisch einzuschätzen.

Hinweis: Die Zahlen von „Numbeo“ sind hier und da mit Vorsicht zu genießen. Denn: Die unglaubliche Masse an Daten, die die Plattform erfasst, sind im Detail nicht überprüfbar. Weltweit kann etwa jeder die Datenbank mit Preisinformationen füllen. Parallel dazu greift die Website zwar auch auf andere Daten zurück, bereinigt Zahlen mithilfe von Filtern und errechnet Durchschnittswerte.

Doch die Datenlage ist für einige Städte, Regionen und Länder besser als bei anderen. Mit Blick auf Metropolen und Großstädte erscheint sie jedoch stabil. Aus Aktualitätsgründen greift Numbeo nur auf Zahlen zu, die nicht älter als 18 Monate sind.

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Deutschlands beste Raststätten: Der Osten dominiert die Top 10

07. April 2026 um 20:14

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besten Raststätten Deutschland Autobahn Tankstelle Rasthof

Autobahnraststätten haben keinen guten Ruf. Doch manche verdienen ihn offenbar nicht. Eine Auswertung von 1,8 Millionen Google-Bewertungen zeigt, wo Autofahrer in Deutschland am liebsten Pause machen. Überraschend: Vor allem der Osten schneidet stark ab. Wir zeigen die zehn bestbewerteten Raststätten im Überblick.

Egal ob man Verwandte besuchen möchte, auf dem Weg in den Urlaub ist oder sich auf Geschäftsreise befindet – die meisten von uns sind auf die ein oder andere Weise auf die Autobahn angewiesen. Sie ist so etwas wie das zentrale Nervensystem der Bundesrepublik. Doch bei längeren Fahrten erfolgt früher oder später die obligatorische Pause.

Das sind Deutschlands beste Raststätten

Wer rausfahren muss, um eine Pause einzulegen, landet nicht selten an einem Ort, den man schnell wieder verlassen möchte. Überteuertes Essen, dreckige Sanitäranlagen und eine lieblose Atmosphäre sind an Autobahnraststätten eher die Regel als die Ausnahme.

Besonders schlimm ist es häufig an Standorten in der Nähe großer Ballungsräume wie Hamburg, Köln oder München. Das Schlusslicht bildet allerdings der Autohof Schnaittach in Bayern mit lediglich 1,6 Sternen.

Grundlage der Untersuchung von Tripz sind rund 1,8 Millionen Google-Bewertungen von insgesamt 633 Standorten in ganz Deutschland. Dabei wurden nicht nur klassische Autobahnraststätten unter die Lupe genommen, sondern auch Autohöfe und Rasthöfe an Bundesstraßen. Mit einem bundesweiten Durchschnitt von 3,9 von 5 Sternen schneiden die meisten Kandidaten positiver ab als gedacht.

Vor allem im Osten des Landes sieht es rosig aus. Sachsen führt das Bundesländer-Ranking mit einem Schnitt von 4,13 Sternen an, gefolgt von Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. An dieser Stelle interessiert uns aber, welche einzelnen Raststätten am besten abschneiden. Die Top Ten präsentieren wir im folgenden Ranking.

Platz 10: 24-TOTAL Autohof Wörrstadt (Rheinland-Pfalz)

Mit 4,6 Sternen bei 1.733 Bewertungen eröffnet dieser Autohof in Rheinhessen unsere Liste der Gewinner. Hier können Fahrer auf der A63 zwischen Mainz und Kaiserslautern eine Pause einlegen. Neben Pizza, Döner und Burgern gibt es frisch zubereitete Produkte zum Mitnehmen. Ein mobiles Hotel und wechselnde Kunstausstellungen im Innenbereich sorgen zudem für ein einzigartiges Ambiente.

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Niantic baut mit Pokémon-Go-Daten KI-Karten für Roboter

07. April 2026 um 11:00

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Niantic Spatial Gamification Roboter Datenmissbrauch Pokémon Go

Millionen Menschen jagten jahrelang virtuelle Pokémon durch echte Straßen. Was kaum jemand wusste: Dabei sammelten sie 30 Milliarden Bilder mit exakten Geodaten für ihren App-Entwickler Niantic. Das Unternehmen hat seine Spielesparte inzwischen verkauft und baut unter dem Namen Niantic Spatial KI-Karten für autonome Roboter.

Von Pokémon Go zu KI-Karten: Der Weg von Niantic Spatial

  • Am 6. Juli 2016 konnten Spieler in Deutschland erstmals selbst Pokémon sammeln. Alles, was dafür notwendig war: ein einigermaßen leistungsfähiges Smartphone mit Kamera und die App „Pokémon Go“ des Spieleentwicklers Niantic. Die Erinnerungen aus der eigenen Kindheit lockten Millionen Menschen über Jahre hinweg auf die Straßen dieser Welt – Downloads und Umsatzerlöse in Milliardenhöhe waren die Belohnung.
  • Begonnen hatte alles in den Geburtsstätten von Google in Kalifornien. Dort wurde Niantic Labs 2010 von John Hanke gegründet, ehe es 2015 im Zuge der Alphabet-Umstrukturierung eine eigenständige Firma wurde. Nach zehn überaus erfolgreichen Jahren folgt dann die überraschende Abspaltung: Niantic verkauft seine Spielesparte an Scopely für 3,5 Milliarden US-Dollar und verwandelt sich in ein Unternehmen zur digitalen Vermessung der Welt.
  • Unter neuem Namen konzentriert sich Niantic Spatial auf die Zusammenführung von Augmented Reality (AR) und Künstlicher Intelligenz (KI) in Form von Geodaten-Modellen – den sogenannten Large Geospatial Models (LGM). Dahinter verstecken sich Modelle, die mit Hilfe von KI Daten und Bilder mit exakten Koordinaten in der Welt verbinden. Sie übersetzen die physische Welt in eine maschinenlesbare Sprache.

Wurden Pokémon-Go-Spieler zu willfährigen Datensammlern?

Die Trainingsgrundlage für das LGM-System von Niantic Spatial sind nicht etwa frei verfügbare Aufzeichnungen. Nein, sie stammen von den unzähligen Pokémon-Go-Spielern. Laut eigenen Angaben verfügt Niantic Spatial über 30 Milliarden Bilder mit exakten Geodaten von Millionen von Standorten rund um den Globus. Diese Daten stammen direkt aus den AR-Scans von PokéStops und Arenen.

Durch diese Informationen erstellt Niantic Spatial eine intelligente 3D-Karte der Welt, die auch dort funktioniert, wo GPS-Tracking aufgrund von Reflexionen und Gebäuden an Präzision verliert. Die Echtwelt-Daten ermöglichen es Systemen, zentimetergenau vorherzusagen, wo sich ein Gegenstand befindet. Aufgrund der KI-Kombination ist das System darüber hinaus in der Lage, den Kontext auf den Bildern (Baum, Parkbank, Bordstein) zu erkennen und Gefahren so zu umgehen.

Wer sich jetzt denkt „Wollt ihr mich verarschen“, der ist wohl nicht allein. Unter dem Deckmantel von Pikachu, Taubsi und Glumanda wurden Milliarden Menschen zu willfährigen Datensammlern für eine KI-Firma umfunktioniert. Gewusst hat das offiziell natürlich niemand, weshalb man durchaus von einem gigantischen Datenmissbrauch sprechen könnte. Andererseits: Jeder Nutzer hat die AGB gelesen und damit der Datenerhebung und Verarbeitung zugestimmt. Selbst schuld – könnte man also auch sagen.

Stimmen

  • Am ersten Tag seines frisch aus der Taufe gehobenen Unternehmens sagte Niantic-Spatial-Chef John Hanke: „Obwohl Large Language Models (LLMs) für sich genommen revolutionär sind, findet der Großteil des menschlichen Lebens und wirtschaftlichen Handelns nach wie vor in der physischen Welt statt. Wir hatten bei der Entwicklung von Niantic das Glück, ein erstklassiges Forschungs- und Entwicklungsteam aufzubauen, einzigartige räumliche Modelle zu entwerfen und frühe Versionen unserer Technologie für Millionen von Menschen zugänglich zu machen. Jetzt sind wir bereit für die nächste Phase der KI-Revolution: den Sprung vom Bildschirm hinein in die reale Welt.“
  • Die rund 1.000 Last-Mile-Lieferroboter von Coco Robotics liefern Waren in fünf Städten aus. Die Firma von Mitbegründer und CEO Zack Rash hat im März 2026 eine Kooperation mit Niantic Spatial bekanntgegeben: „Die Entwicklungspartnerschaft verschafft uns verlässlichen Zugang zu Lokalisierungsdiensten, die die Navigation unserer Roboter weiter verbessern. Wir werden gemeinsam neue Wege erforschen, um Coco-Robotern ein noch höheres Maß an Sicherheit und Autonomie in jeder beliebigen Stadt zu ermöglichen.“
  • Drew Smith vergleicht in seinem unabhängigen Portal The Liberty Line die Arbeit von Niantic mit dem Lösen von ReCaptchas, deren Daten auch zum KI-Training verwendet wurden, und lässt seinem Unmut freien Lauf: „Wir sind die unbezahlten Forschungsassistenten. Die KI wird mit jeder Nutzung schlauer; das Unternehmen erfasst diese Interaktion, verbessert das Produkt und verkauft uns den Zugang dazu anschließend teuer über ein Abonnement-Modell zurück. Wir erstellen die Inhalte. Ihnen gehören die Inhalte. Sie trainieren die Modelle mit diesen Inhalten. Sie verkaufen uns die Modelle zurück. Wir zahlen.“

Physical AI: Warum Daten künftig noch wertvoller werden

Was können wir aus dieser einerseits so kuriosen und andererseits so überhaupt nicht kuriosen Geschichte lernen? Für uns Nutzer gilt: Wir müssen endlich aufhören, naiv-leichtgläubig wie ein neugeborenes Schaf durch die Welt zu stolpern. Es gibt keine lustige Spielerei im digitalen Kontext, bei der es wirklich um Spaß geht. Es geht immer um Daten und deine persönlichen Informationen – manchmal als Pokémon verkleidet und manchmal in Form von sprechenden Früchten.

Wenn wir die professionelle Brille aufsetzen, müssen wir festhalten, dass sich Niantic Spatial mit seinen detaillierten Karten aus Fußgängerzonen und Innenstädten rund um den Globus in eine herausragende Position gebracht hat. Das Zauberwort lautet: Physical AI.

Wenn immer mehr autonome Systeme – von humanoiden Robotern bis hin zu selbstfahrenden Autos – durch unsere Straßen laufen oder fahren, wird ein Google Maps für KI immer wichtiger. Und das ist genau das, was Niantic Spatial schon ist.

Ein schwacher Trost für uns: Vielleicht erkennen uns künftig KI-Roboter bei der Auslieferung unserer Amazon-Pakete und danken uns dafür, dass wir so fleißig Kilometer in Pokémon Go zurückgelegt haben.

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Warum die meisten Amazon-Agenturen scheitern und was gute Agenturen anders machen

07. April 2026 um 09:30

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Amazon-Agenturen

Der Markt für Amazon-Agenturen hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Wo vor fünf Jahren eine Handvoll spezialisierter Dienstleister stand, tummeln sich heute hunderte Anbieter, die Amazon-Sellern Wachstum, Umsatzsteigerung und optimierte Werbekampagnen versprechen. Die Einstiegshürde ist niedrig: ein paar Fallstudien auf der Website, ein Dashboard-Tool und ein Pitch-Deck mit beeindruckenden Prozentzahlen reichen oft aus, um Kunden zu gewinnen.

Das Problem: Viele dieser Agenturen liefern nicht. Seller zahlen monatlich vierstellige Retainer und bekommen dafür automatisierte Reports, generische Optimierungsvorschläge und Ansprechpartner, die sich mit dem eigenen Account kaum auskennen. Für Seller ist das ein Problem: Wie unterscheidet man eine Full-Service Amazon Agentur, die tatsächlich Performance liefert, von einer, die vor allem gut pitchen kann? Denn die Unterschiede zwischen guten und schlechten Agenturen sind erheblich, aber von außen nicht immer sofort erkennbar.

Was trennt also Agenturen, die echte Ergebnisse liefern, von solchen, die vor allem gut verkaufen können?

Das Kernproblem: Skalierung auf Kosten der Qualität

Die meisten Amazon-Agenturen starten mit einem kleinen Team und einer Handvoll Kunden. In dieser Phase ist die Betreuung oft tatsächlich gut. Der Gründer selbst sitzt an den Accounts, kennt jedes Produkt und optimiert Kampagnen händisch. Das funktioniert bei fünf Kunden. Bei fünfzig nicht mehr.

Der typische Wachstumspfad einer Agentur sieht so aus: Mehr Kunden bringen mehr Umsatz, also wird skaliert. Neue Account Manager werden eingestellt, oft mit wenig Amazon-Erfahrung. Die Betreuungsquote steigt von fünf auf fünfzehn, manchmal zwanzig Accounts pro Person. Um das zu bewältigen, werden Prozesse standardisiert und automatisiert. Klingt effizient, führt aber dazu, dass jeder Account die gleiche Behandlung bekommt, unabhängig von Produktkategorie, Wettbewerbsumfeld oder Wachstumsphase.

Das Ergebnis: Der Seller zahlt für individuelle Betreuung und bekommt standardisierte Massenabfertigung. Die Kampagnenstruktur ist bei jedem Kunden identisch, die Optimierung beschränkt sich auf wöchentliche Bid-Anpassungen nach Schema und der strategische Input fehlt komplett.

Warnsignal Nummer eins: Intransparenz bei Daten und Ergebnissen

Gute Agenturen arbeiten transparent. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Ein häufiges Muster bei schwachen Agenturen: Der Seller hat keinen direkten Zugang zu seinen Werbekonten. Stattdessen bekommt er monatlich ein PDF mit ausgewählten Kennzahlen, die isoliert betrachtet positiv aussehen. ACoS gesunken? Steht im Report. Dass gleichzeitig der Umsatz eingebrochen ist, weil die Agentur profitable Keywords pausiert hat, um den ACoS zu drücken? Steht nicht drin.

Agenturen, die ernsthaft arbeiten, geben ihren Kunden vollen Zugang zu allen Daten. Werbekonten, Search Term Reports, Kampagnenstruktur. Nicht weil der Seller das alles selbst auswerten soll, sondern weil Transparenz Vertrauen schafft und eine ehrliche Diskussion über Strategie und Ergebnisse ermöglicht.

Wer als Seller keinen Zugang zu seinen eigenen Daten hat oder nur gefilterte Ausschnitte sieht, sollte das als ernstes Warnsignal betrachten.

Warnsignal Nummer zwei: Keine echte Strategie

„Wir optimieren Ihre Kampagnen“ ist kein Strategieangebot. Es ist eine Tätigkeit. Trotzdem beschreiben viele Agenturen ihre Arbeit genau so. Sie verwalten Budgets, passen Gebote an und erstellen gelegentlich neue Kampagnen. Was fehlt, ist die übergeordnete Frage: Wohin soll der Account sich entwickeln?

Gute Agenturen beginnen nicht mit Kampagnen, sondern mit einer Analyse. Wie sieht das Wettbewerbsumfeld aus? Welche Produkte haben Skalierungspotenzial, welche sind Margenkiller? Wie verteilt sich der Umsatz zwischen organisch und bezahlt? Wo liegt der TACoS, und wie sollte er sich entwickeln? Erst auf Basis dieser Bestandsaufnahme entsteht eine Strategie, die über „Keywords optimieren“ hinausgeht.

Der Unterschied zeigt sich in der Praxis daran, ob eine Agentur proaktiv Empfehlungen gibt oder nur reagiert. Schlägt sie neue Produktlaunches vor? Empfiehlt sie die Expansion in neue Märkte? Identifiziert sie Probleme bevor der Seller nachfragt? Oder wartet sie auf Anweisungen und arbeitet dann ab?

Warnsignal Nummer drei: Kein echtes PPC-Handwerk

Amazon PPC ist handwerklich anspruchsvoll. Kampagnenstruktur, Match Types, Placement-Bidding, Dayparting, Budget-Allokation zwischen Formaten. Die Details entscheiden darüber, ob ein Werbebudget profitabel arbeitet oder verbrennt.

Schwache Agenturen setzen auf Automatisierungstools, die Kampagnen nach simplen Regeln steuern: „Wenn ACoS über 20%, dann Bid senken. Wenn ACoS unter 15%, dann Bid erhöhen.“ Das ist besser als gar keine Optimierung, aber es ist kein PPC-Management. Es ist regelbasierte Gebotsverwaltung, die die Komplexität eines wachsenden Accounts nicht abbilden kann.

Gute Agenturen kombinieren Automatisierung mit manueller Expertise. Sie nutzen Tools für das Monitoring und die Bid-Optimierung auf Keyword-Ebene, treffen aber strategische Entscheidungen weiterhin manuell. Welcher Kampagnentyp für einen Produktlaunch? Wie verteilt sich das Budget zwischen Sponsored Products und Sponsored Brands? Wann lohnt sich der Einstieg in DSP? Das sind Fragen, die kein Algorithmus beantworten kann.

Was gute Agenturen anders machen

Die Unterschiede lassen sich auf drei Punkte verdichten. Erstens: Gute Agenturen haben eine klare Spezialisierung. Sie machen nicht alles für jeden, sondern kennen den Amazon-Kanal in der Tiefe. Zweitens: Sie arbeiten mit echten Spezialisten statt mit angelernten Generalisten. PPC, SEO, Design und Strategie werden von unterschiedlichen Personen verantwortet, die in ihrem jeweiligen Bereich tiefes Know-how mitbringen. Drittens: Sie messen sich an den Ergebnissen ihrer Kunden, nicht an der Länge ihrer Reportings.

Fazit: Die Agenturwahl ist eine strategische Entscheidung

Der Markt für Amazon-Agenturen wird nicht kleiner werden. Für Seller bedeutet das: Die Fähigkeit, gute von schlechten Agenturen zu unterscheiden, ist selbst eine wettbewerbsrelevante Kompetenz. Wer die richtigen Fragen stellt, auf Transparenz besteht und Strategie statt nur Verwaltung erwartet, findet Partner, die echten Mehrwert liefern. Wer sich von schönen Pitch-Decks und pauschalen Erfolgsversprechen überzeugen lässt, zahlt im Zweifel teures Lehrgeld.

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Windkraft um 22 Uhr: Warum drei Gigawatt Strom in Sekunden verschwinden

07. April 2026 um 05:45

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Frequenzschwankungen Abends Stromnetz Windrakft

Jeden Abend um Punkt 22 Uhr passiert im europäischen Stromnetz etwas Ungewöhnliches: Die Frequenz gerät bis an kritische Grenzen ins Schwanken. Hintergrund sind tausende Windräder, die wegen Lärmschutzregeln gedrosselt werden. Das ging bisher gut, könnte aber zum Problem werden. Doch es gibt eine einfache Lösung. 

In den vergangenen Tagen häuften sich laut einem Bericht der taz starke Frequenzschwankungen im europäischen Stromnetz. Diese Abweichungen erreichten beinahe die kritische Grenze von 0,2 Hertz. Ab diesem Wert erfolgen teilweise automatische Sicherheitsabschaltungen, die die allgemeine Netzstabilität gefährden. Das Phänomen tritt insbesondere an windreichen Tagen auf.

Besonders auffallend ist der exakte Zeitpunkt des Auftretens jeweils um 22 Uhr. Grund dafür sind die in vielen Regionen geltenden Lärmschutzbestimmungen für technische Anlagen. Denn zu dieser Stunde führen die Betreiber die Nachtabsenkung von Windkraftanlagen durch.

Frequenzschwankungen im Stromnetz: 3 Gigawatt weniger in Sekunden – was um 22 Uhr passiert

Heißt korrekt: Die Leistung der Anlagen wird um ein Fünftel reduziert, damit die Geräuschemissionen für Anwohner sinken. Die beinahe zeitgleiche Drosselung tausender Windräder senkt aber die eingespeiste Leistung im Stromnetz nahezu augenblicklich.

In Deutschland deckt die Windkraft bei viel Wind fast den gesamten Bedarf. Dieser Moment führt zu einem unmittelbaren Defizit von knapp drei Gigawatt. Diese Menge entspricht der Leistung zweier großer Kohlekraftwerke oder moderner Atomreaktoren.

Auch die verfügbare Reserve im Stromnetz liegt auf diesem Niveau. Diese Reserve gleicht normalerweise Schwankungen im System aus. Die Frequenzschwankung könnte gefährlich werden, wenn parallel an anderer Stelle ein weiteres Problem auftritt.

Reichen 15 Minuten, um das Problem zu lösen?

Der Einbruch könntekünftig noch größer ausfallen, da Europa die Windkraft weiter ausbauen will. Das Problem bleibt jedoch beherrschbar, sofern eine zeitnahe Regelanpassung erfolgt. Grundlegend sinkt der Strombedarf bereits vor 22 Uhr.

Daher hat die Nachtabsenkung keinen negativen Einfluss auf die generelle Versorgungssicherheit. Nur das gleichzeitige Abschalten verursacht die unnötige Schwankung. Schon eine Streckung der Drosselung auf 15 Minuten würde genügen, um die Netzstabilität zu wahren und gleichzeitig den Lärmschutz einzuhalten.

Christoph Maurer, Geschäftsführer des Aachener Beratungsunternehmens Consentec, dazu gegenüber der taz: „Würde man die Abschaltungen über eine Viertelstunde strecken, könnte das europäische Stromsystem damit gut umgehen.“

Die technische Lösung liegt zwar auf dem Tisch und ist denkbar simpel. Doch dass dafür Lärmschutzverordnungen in mehreren Bundesländern gleichzeitig angepasst werden müssten, macht es politisch zäher als technisch nötig. Angesichts des geplanten Windkraft-Ausbaus wird Europa diese Anpassung aber früher oder später vornehmen müssen – wobei früher deutlich besser wäre.

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Nasenspreizer aus „Höhle der Löwen“: 9 Fragen an Venticross (+Gewinnspiel)

06. April 2026 um 22:26

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Venticross Höhle der Löwen Venticross Atmungshilfe Nase

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: Bei den Erfindern der Nasenspreizer von Venticross

Besser schlafen, freier atmen: Für Menschen mit eingeschränkter Nasenatmung ist das keine Selbstverständlichkeit. Das führt häufig dazu, dass Betroffene durch den Mund atmen, schnarchen oder schlechter schlafen. Die Gründer Ignasi Selga, Carolin Abraham und Heidi Depner haben ein Produkt entwickelt, um dieses Problem zu lösen.

Der Nasenspreizer von Venticross bekämpft eingeschränkte Nasenatmung und Schnarchen mit einem diskreten Nasendilatator aus medizinischem Silikon. Das kleine Hilfsmittel weitet die Nasenflügel von innen, um den Luftstrom ohne Medikamente zu maximieren. Mit ihrer Idee konnten die Erfinder Investor Ralf Dümmel in „Die Höhle der Löwen“ überzeugen. Wir haben sie zu ihren Erfahrungen in der Show befragt.

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Venticross: Die Nasenspreizer aus „Die Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo, ihr seid in Staffel 19 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Für uns geht damit ein echtes Herzensprojekt auf die große Bühne. Wir schauen die VOX-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen” seit der ersten Staffel und haben keine Folge verpasst. Dass wir jetzt selbst dabei sind, fühlt sich fast ein bisschen surreal an.

Gleichzeitig sind wir unglaublich stolz, weil es zeigt, dass sich die jahrelange Arbeit an Venticross gelohnt hat. Wir haben als Gründertrio viel reingesteckt: Zeit, Energie, eigene Ersparnisse. Jetzt dürfen wir unser Produkt Millionen von Zuschauern vorstellen. Das ist ein riesiges Privileg.

Was macht Venticross so besonders?

Venticross ist ein Nasendilatator – also ein Nasenspreizer –, der die Nasenöffnungen sanft erweitert und so die Nasenatmung spürbar verbessert. Das Besondere: Er ist nahezu unsichtbar.

Während andere Nasenspreizer einen auffälligen Verbindungssteg zwischen den Nasenlöchern haben, der sofort ins Auge fällt, besteht Venticross aus zwei separaten, ergonomisch geformten Silikoneinsätzen ohne Steg.

Man kann ihn tagsüber im Büro, beim Sport oder unterwegs tragen – und nachts genauso. Er kommt in drei Größen (S, M und L), auch als Multi-Size-Set, damit man die passende Größe auf jeden Fall dabei ist.

Venticross kann zu besserem Schlaf führen, Schnarchgeräusche reduzieren und die Konzentration im Alltag steigern, ohne dass es jemand sieht.

Wie seid ihr auf diese Idee und das Konzept gekommen?

Die Idee kam aus persönlicher Betroffenheit: Ignasi nutzt seit über 15 Jahren Nasenspreizer, vor allem in der Pollensaison. Während der Corona-Pandemie hat er im Homeoffice erstmals auch tagsüber Nasenspreizer getragen – schließlich konnte ihn ja niemand sehen.

Dabei fiel ihm auf, wie stark eine bessere Sauerstoffzufuhr Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinflusst. Gleichzeitig war kein Produkt am Markt, das unauffällig genug für den Alltag war.

Also hat er sich die Anatomiebücher seiner Frau Carolin geschnappt – sie ist promovierte Fachärztin – und angefangen zu tüfteln. Nach etwa drei Monaten Entwicklungszeit war der erste nahezu unsichtbare Nasenspreizer fertig.

Atmungshilfe aus die „Höhle der Löwen“

Und wie seid ihr bei DHDL gelandet?

Uns war klar, dass wir für den nächsten Wachstumsschritt Unterstützung im Vertrieb brauchen. Als Gründerteam haben wir viel technische und medizinische Expertise, aber im klassischen Vertrieb und in der Skalierung fehlte uns die Erfahrung.

Da wir ohnehin treue Fans der Sendung sind, lag die Bewerbung nahe. Wir wollten einen Partner finden, der unser Produkt in den stationären Handel bringt und uns beim Markenaufbau hilft.

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Eine Mischung aus Aufregung, Vorfreude und Konzentration. Wir hatten wirklich intensiv geübt – als Team, jeder einzeln, unzählige Male. Carolin konnte am Ende jeden Teil des Pitches auswendig. Dazu hatten wir einen Fragenkatalog mit rund 100 möglichen Fragen vorbereitet.

Trotzdem: Wenn man dann tatsächlich vor den Löwen steht, ist das eine ganz andere Intensität. Wir sind mit dem Grundgefühl reingegangen: Wir glauben an unser Produkt, wir sind vorbereitet, jetzt geben wir alles.

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Direkt nach dem Pitch hatten wir noch vor Ort ein erstes Treffen mit Ralf Dümmel. Anschließend ging es in die Due Diligence, bei der wir die üblichen Unterlagen mit seinem Team geteilt haben.

Dann folgte ein persönliches Meeting in Hamburg bei DS Produkte, wo wir alle wichtigen Schnittstellen wie Legal, Marketing und Produktion kennengelernt haben.

Ralf hat sich an dem Tag sehr viel Zeit für uns genommen. Danach waren wir in regelmäßigem Austausch über Teams-Calls und wir fühlen uns in der gesamten Partnerschaft sehr gut aufgehoben. Der Deal ist so zustande gekommen wie in der Sendung: 50.000 Euro für 15 Prozent unserer Unternehmensanteile.

Nasenspreizer aus „Höhle der Löwen“: So geht es mit Venticross weiter

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt passiert?

In den Monaten nach dem Dreh haben wir sehr viel gearbeitet. Wir haben eine aufwändige Medizinzulassung durchlaufen, die Kritikpunkte der Löwen aufgenommen und die Produktqualität weiter optimiert.

Außerdem haben wir das Packaging komplett überarbeitet – es war ursprünglich rein auf den Onlinehandel ausgelegt und musste für den stationären Handel angepasst werden. Und natürlich haben wir dafür gesorgt, hoffentlich genug Ware auf Lager zu haben.

Wie geht es jetzt weiter?

Unser Ziel ist klar: Venticross soll der Nasendilatator Nummer eins auf dem Markt werden – als klare Empfehlung für Menschen mit Problemen bei der Nasenatmung oder Schnarchen.

In den nächsten fünf Jahren wollen wir in Europa expandieren. Darüber hinaus denken wir über weitere Produkte rund um die Themen Schlaf und Longevity nach.

Mit Ralf Dümmel als starken Löwen und seinem Team an unserer Seite sind wir sehr zuversichtlich, dass wir einen tollen gemeinsamen Start hinlegen.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei DHDL?

Es war eine der intensivsten und schönsten Erfahrungen, die wir als Team gemacht haben. Die Zeit verging wie im Flug, weil alles so aufregend und voller Energie war.

Klar, im Nachhinein denkt man bei einzelnen Antworten: Das hätte man noch besser formulieren können. Aber unterm Strich sind wir sehr zufrieden. Wir waren präsent, konnten unseren Pitch gut rüber bringen und hatten auf jede Frage eine Antwort.

Sogar als währenddessen das Bühnenbild umgefallen ist, sind wir ruhig geblieben. Am Ende wollten gleich zwei Löwen einen Deal mit uns – und dass unser Wunschlöwe Ralf Dümmel dabei war, hat das Ganze perfekt gemacht.

Mindestens genauso wertvoll war aber zu erleben, wie wir auch nach dem Deal als Team mit all den neuen Aufgaben und Herausforderungen funktioniert haben.

Das hat gezeigt, wie gut wir uns gegenseitig ergänzen und uns stärken. Unsere klare Empfehlung an zukünftige Teilnehmer: Seid vorbereitet, glaubt an euch und habt Spaß dabei. 

Gewinnspiel: Sicher dir die Nasenspreizer von Venticross aus „Höhle der Löwen“

Als Medienpartner verlosen wir die Nasenspreizer von Venticross aus „Die Höhle der Löwen“ unter allen Newsletter-Abonnenten von BASIC thinking. Du musst nur bis zum Stichtag am 26. April 2026 (18:00 Uhr) unseren Newsletter abonniert haben und uns bis dahin einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen, warum du die Atmungshilfe Venticross haben möchtest.

Den Gewinner ziehen wir am 26. April 2026 und benachrichtigen ihn anschließend umgehend per E-Mail. Wir wünschen viel Glück!


Einsendeschluss ist Montag, der 26. April 2026, 18 Uhr. Die Teilnahme erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Jeder Teilnehmer kann nur einmal mitmachen. Es werden ausschließlich korrekt ausgefüllte Kommentare in das Auswahlverfahren aufgenommen. Der Gewinner wird per E-Mail informiert. Der Gewinnanspruch verfällt, wenn der Gewinner nicht ermittelbar ist oder sich nicht nach Bekanntgabe des Gewinns beim Veranstalter des Gewinnspiels (BASIC thinking GmbH) meldet. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.

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Neuro-symbolische KI senkt Energiebedarf beim Training um bis zu 99 Prozent

06. April 2026 um 05:45

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Neuro-symbolische-KI

Ein Forscherteam der Tufts University hat eine neuro-symbolische KI entwickelt, die den Energiebedarf beim Training um bis zu 99 Prozent reduzieren kann. Statt 36 Stunden benötigte sie im Rahmen eines Tests nur 34 Minuten. 

Der Hunger nach Energie wächst durch künstliche Intelligenz rasant an. Allein in den USA verbrauchten KI-Systeme und Rechenzentren im Jahr 2024 etwa 415 Terawattstunden Strom. Das ist mehr als der gesamte Stromverbrauch Großbritanniens. Datenzentren und KI-Systeme beanspruchen damit einen Anteil von mehr als zehn Prozent der gesamten nationalen Energieerzeugung.

Laut Prognosen der Internationalen Energieagentur wird sich dieser Wert bis zum Jahr 2030 voraussichtlich verdoppeln. Deshalb suchen Forscher nach Wegen, wie Systeme leistungsfähiger werden, ohne die Stromkosten explodieren zu lassen. Ein neuer technischer Ansatz der Tufts University verspricht hier eine deutliche Abhilfe.

Was macht neuro-symbolische KI anders als ChatGPT?

Hinter der Entwicklung steht die Arbeit von Matthias Scheutz und seinem Team an der Tufts University School of Engineering. Die Wissenschaftler nutzen die sogenannte neuro-symbolische KI. Hierbei verbinden sie klassische neuronale Netze mit festen logischen Regeln, ähnlich wie Menschen Probleme in Schritten und Kategorien lösen.

Die Forschung konzentriert sich vor allem auf Roboter, die direkt mit Menschen interagieren. Die Forscher nutzen sogenannte Visual-Language-Action-Modelle (VLA), welche herkömmliche Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini um Sicht und Bewegung erweitern. Durch die Anwendung allgemeiner Regeln verstehen diese Systeme Konzepte wie die Form oder den Schwerpunkt eines Objekts wesentlich besser.

So schlägt der neue Ansatz klassische KI

Matthias Scheutz, Professor für angewandte Technologie, dazu: „Ähnlich wie ein LLM stützen sich VLA-Modelle auf statistische Ergebnisse aus großen Trainingsdatensätzen mit ähnlichen Szenarien, was jedoch zu Fehlern führen kann. Ein neurosymbolisches VLA kann Regeln anwenden, die den Umfang des Ausprobierens während des Lernprozesses begrenzen und so viel schneller zu einer Lösung gelangen. Es erledigt die Aufgabe nicht nur wesentlich schneller, sondern auch der Zeitaufwand für das Training des Systems wird erheblich reduziert.“

In Experimenten mit dem Turm-von-Hanoi-Puzzle erreichte das System von Scheutz eine Erfolgsquote von 95 Prozent. Herkömmliche Modelle kamen bei derselben Aufgabe lediglich auf 34 Prozent. Sogar bei völlig unbekannten Aufgaben glänzte die neue Technik mit 78 Prozent Erfolg, während herkömmliche KI-Systeme jeden Versuch abbrachen.

Der hybride Ansatz verbessert die Planung spürbar und macht sie insgesamt zuverlässiger. Zudem reduziert die neuro-symbolische Methode das notwendige Ausprobieren während der Lernphase erheblich. Die Experimente lieferten messbare Erfolge beim zeitlichen Aufwand für das notwendige Lernen.

Während Standardmodelle über anderthalb Tage für das Training brauchten, war das neue System nach nur 34 Minuten bereit. Die benötigte Zeit für den Lernprozess sinkt somit ganz erheblich. Eine deutliche Effizienzsteigerung betrifft dabei sowohl die Rechenzeit als auch den direkten Stromverbrauch.

Ein Prozent Energie: Die Einsparungen im Detail

Ebenso deutlich fiel die Ersparnis beim tatsächlichen Stromverbrauch der Technologie aus. Das Training beanspruchte nur ein Prozent der Energie konventioneller Modelle. Im laufenden Betrieb verbrauchte die Technik von Matthias Scheutz lediglich fünf Prozent der Energie.

Aktuelle KI-Zusammenfassungen in Suchmaschinen verbrauchen oft 100-mal mehr Energie als einfache Trefferlisten. Genau hier setzt die Lösung aus Tufts an, um solche rechenintensiven Aufgaben durch Regelbasierung nachhaltig zu gestalten. Für viele alltägliche Aufgaben steht der bisherige massive Energieeinsatz in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Heutige Modelle bieten laut den Forschern kein langfristig tragfähiges Fundament für die Zukunft. Timothy Duggan, Pierrick Lorang, Hong Lu und Matthias Scheutz veröffentlichten ihre Ergebnisse im Februar 2026 auf arXiv. Ihr Konzept dient als notwendige Alternative zu bisherigen ressourcenintensiven Modellen.

Warum Rechenzentren jetzt neu kalkulieren müssen

Ein nachhaltiger Betrieb großer Rechenzentren rückt mit solchen Innovationen wieder in greifbare Nähe. Die neuro-symbolische Methode bietet eine effiziente Grundlage für künftige Entwicklungen. Die Ergebnisse zwingen Unternehmen dazu, den Energiebedarf künftiger Datenzentren völlig neu zu kalkulieren.

Das Forschungspapier ist bislang zwar noch nicht durch das sogenannte Peer-Review-Verfahren gelaufen – sprich: Es wurde noch nicht von unabhängigen Wissenschaftlern überprüft. Die Ergebnisse erscheinen zwar beeindruckend, aber es ist wichtig, sie einzuordnen.

Die Tests liefen bisher etwa mit einem vergleichsweise einfachen Puzzle, nicht mit großen Sprachmodellen wie ChatGPT oder Google Gemini. Ob sich die Einsparungen von 99 Prozent auch auf Modelle mit Milliarden Parametern übertragen lassen, muss sich erst zeigen. Trotzdem liefert der Ansatz einen vielversprechenden Denkanstoß – gerade weil er zeigt, dass nicht jedes KI-Problem mit roher Rechenpower gelöst werden muss.

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Macht uns ChatGPT zu Egoisten? Stanford-Studie liefert Belege

05. April 2026 um 06:06

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KI Egoismus Studie Künstliche Intelligenz

ChatGPT, Gemini und Claude sagen dir fast immer, was du hören willst. Eine neue Stanford-Studie belegt, dass Sprachmodelle Nutzer im Schnitt 49 Prozent häufiger bestätigen als Menschen. Die Forscher warnen, dass diese systematische Zustimmung uns egoistischer macht und unsere Fähigkeit für schwierige Gespräche untergräbt.

Eine neue Stanford-Studie hat das Phänomen der sogenannten KI-Sykophantie untersucht. Die Arbeit erschien in der Fachzeitschrift Science und analysierte elf verschiedene Sprachmodelle. Darunter: ChatGPT, Gemini, Claude und DeepSeek. Die Ergebnisse zeigen, dass die Systeme dazu neigen, die Meinungen von Nutzern zu bestätigen.

Professor Dan Jurafsky sieht in dieser programmierten Bestätigung ernsthafte Risiken für die menschliche Psyche. Die Interaktion mit solchen Modellen macht Menschen laut seiner Einschätzung moralisch dogmatischer und selbstzentrierter. Diese Entwicklung verstärkt die Überzeugung, im Recht zu sein, und mindert gleichzeitig die Empathie für andere Standpunkte.

Wie oft gibt dir die KI recht?

In den Tests validierten die Modelle das Verhalten der Anwender im Durchschnitt 49 Prozent häufiger als menschliche Vergleichsgruppen. Selbst bei der Abfrage von schädlichen oder illegalen Handlungen bestätigten die KIs die Eingaben in 47 Prozent der Fälle. Ein Beispiel zeigt eine KI, die das Verschweigen von Arbeitslosigkeit über zwei Jahre als Versuch deutet, die Beziehungsdynamik jenseits von materiellen Beiträgen zu verstehen.

Die Informatiker nutzten für die Untersuchung zudem 2.000 Datensätze aus der Reddit-Community „Am I the Asshole“. Obwohl die Community die Verfasser als Verursacher identifizierte, stimmten die Chatbots ihnen in 51 Prozent der Fälle zu. Die Systeme verwenden dabei oft eine akademisch wirkende Sprache, um ihre Zustimmung zu verpacken.

Warum Unternehmen kein Interesse an ehrlicher KI haben

Die über 2.400 Teilnehmenden der Studie bevorzugten die sykophantischen Antworten und hielten diese für vertrauenswürdig. Anwender erkannten die Manipulation nicht und hielten beide KI-Typen für gleich objektiv. Die Modelle verstecken ihre Zustimmung dabei hinter einer neutralen und fachsprachlichen Formulierung.

Die Studie warnt vor „perversen Anreizen“, da die schädliche Bestätigung gleichzeitig das Nutzer-Engagement steigert. Da die Bestätigung die Bindung an das System erhöht, haben Unternehmen wenig Interesse daran, die Sykophantie zu drosseln. Firmen verspüren daher eher die Motivation, dieses Verhalten zu verstärken, anstatt es zum Schutz der Nutzer zu reduzieren.

Anwender senken diese Tendenz zur Bestätigung durch eine gezielte Anweisung im Chat. Die sprachliche Einleitung „Warte mal kurz“ am Anfang eines Prompts verbessert die Objektivität der Antworten nachweislich. Diese simple Anweisung versetzt das Modell in einen kritischeren Zustand und liefert somit neutralere Ergebnisse.

So schützt du dich vor einer Ja-Sager-KI

Die Studienleiterin Myra Cheng äußert die Sorge, dass eine ständige Nutzung dieser Systeme die sozialen Fähigkeiten schwächen könnte. Sie schätzt ein, dass Menschen durch die Vermeidung von Reibung wichtige Kompetenzen im Umgang mit realen Konflikten verlieren. Laut Myra Cheng ist Reibung für gesunde Beziehungen essenziell.

Cheng empfiehlt daher für den Moment, künstliche Intelligenz nicht als Ersatz für Menschen in persönlichen Angelegenheiten zu nutzen. Diese Empfehlung basiert auf der Annahme, dass das Ausweichen vor schwierigen Gesprächen die persönliche Entwicklung hemmt. Echte Gespräche bleiben laut Cheng unverzichtbar für die persönliche Entwicklung.

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Die hartnäckigsten KI-Mythen – und was an ihnen dran ist

04. April 2026 um 20:47

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KI Mythen Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist das Thema der Stunde und scheint sich in fast alle unsere Lebensbereiche einzuschleichen. Trotzdem ist KI für viele Menschen noch immer „Neuland“, über das sie bis auf ein paar Basics relativ wenig wissen. Aus diesem Grund haben wir in zehn der hartnäckigsten KI-Mythen unter die Lupe genommen.

Bei künstlicher Intelligenz handelt es sich um keine neue Erfindung. Die Wurzeln der Technologie reichen zurück bis ins Jahr 1956, als Forscher erstmals die Vision von Maschinen skizzierten, die menschliches Lernen nachahmen können.

70 Jahre später nutzen unzählige Unternehmen KI für die Automatisierung einfacher und komplexer Prozesse. Trotzdem ranken sich in der Bevölkerung viele Halbwahrheiten und Mythen um das Thema, mit denen wir an dieser Stelle (teilweise) aufräumen wollen.

KI-Mythen offenbaren Komplexität der Technologie

Die westliche Gesellschaft tendiert momentan dazu, schwarz-weiß zu denken. Das zeigt sich auch beim Thema KI. Die einen halten die Technologie für den Teufel und verurteilen jegliche Nutzung, während die anderen denken, jedes Problem mit künstlicher Intelligenz lösen zu können. Die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo in der Mitte.

Nicht jeder junge Mensch braucht eine Ausbildung im Bereich KI, und nicht jedes Unternehmen benötigt eine designierte Strategie, um alle Arbeitsbereiche umzustellen. Stattdessen sollte die neue Technik – wenn überhaupt – besonnen und gezielt eingesetzt werden. Das Gleiche gilt für Privatpersonen, die KI nicht als Ersatz für den Hausarzt oder selbstständiges Denken nutzen sollten.

Die schiere Masse an verfügbaren Daten und potente Rechenleistungen haben künstlicher Intelligenz den Durchbruch ermöglicht. Und die Technologie ist hier, um zu bleiben. Jeder Mensch sollte sich früher oder später mit den Fähigkeiten und Limitierungen auseinandersetzen. Deshalb werfen wir im Folgenden einen Blick auf zehn der hartnäckigsten KI-Mythen.

Mythos 1: Gibt es überhaupt „die“ KI?

Es gibt nicht „die“ KI, auch wenn der Begriff von Laien oft pauschal für alle möglichen Dinge verwendet wird. In Wahrheit verbergen sich hinter der Terminologie völlig unterschiedliche Methoden des maschinellen Lernens, die sich in Aspekten wie Datenquellen, Einsatzgebieten und Risiken grundlegend unterscheiden. Sprachmodelle basieren zum Beispiel auf Textvorhersagen, während Systeme für die Analyse von Bildern völlig andere Algorithmen nutzen.

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Ladesäulen als Mehrfachsteckdose: General Motors Patent für neue Ladeparks

04. April 2026 um 06:00

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General Motors GM Patent Mehrfachsteckdose Ladesäule Elektroauto laden E-Auto

Eine neue Idee von General Motors könnte das Laden von Elektroautos grundlegend verändern: Statt einzelner Säulen verteilt ein System die Leistung auf mehrere Fahrzeuge gleichzeitig. Das verspricht weniger Wartezeit und effizientere Nutzung bestehender Infrastruktur.

Automobilhersteller General Motors hat ein Patent für eine neuartige Ladeinfrastruktur erarbeitet. Es wurde bereits 2024 eingereicht und im Februar 2026 veröffentlicht. Der Ansatz verteilt Strom wie eine Mehrfachsteckdose und soll die Kapazität bestehender Ladeparks erhöhen.

Das Hauptziel ist es, überlastete Standorte durch eine effiziente Energieverteilung zu entzerren. Da Ladeparks trotz wachsender Infrastruktur oft an ihre Grenzen stoßen, könnte der Entwurf einen technischen Lösungsansatz bieten. Bei dem Konzept verteilt ein zentraler Gleichstrom-Schnelllader (DC) die verfügbare Leistung auf mehrere Module.

Diese Low-Power Access Points (LPAP) dienen als zusätzliche Anschlüsse für die Elektroautos. Durch den modularen Aufbau laden mehrere Fahrzeuge zeitgleich an einer einzigen Basisstation. Das System setzt gezielt auf die Technologie der DC-Schnelllader und könnte Engpässe an Autobahnen beseitigen.

Mehrfachsteckdose für Ladesäulen: So funktioniert das neue Ladesystem von General Motors

Die Vernetzung zwischen dem Hauptlader und den Modulen basiert auf einer speziellen Reihenschaltung. Techniker bezeichnen die Methode als Daisy Chain. An jedem dieser zusätzlichen Module dockt ein Elektroauto an, wodurch die Hardware eine optimale Auslastung erreicht. Anstatt eines isolierten Ladepunkts entsteht ein Netzwerk aus mehreren Zugriffspunkten.

Die Besonderheit bildet die Kommunikation zwischen den Modulen und den angeschlossenen Fahrzeugen. Das System analysiert kontinuierlich:

  • Ladezustand der Fahrzeuge
  • Batteriespannung und Anforderungen
  • aktuelle Auslastung aller angeschlossenen Autos

Auf Basis dieser Daten entscheidet das System in Echtzeit über die Zuteilung der Ladeleistung. Die Energie soll genau dorthin fließen, wo der Bedarf am höchsten ist.

Intelligente Energieverteilung statt fixer Ladeleistung

Die Module analysieren die Bedürfnisse aller verbundenen Fahrzeuge und passen die Stromabgabe dynamisch an. Das System berücksichtigt dabei unterschiedliche Batterietechnologien und Spannungsniveaus der Fahrzeuge.

Es steuert die Energieflüsse, um Überlastungen zu verhindern und die Ladezeit zu optimieren. Dieser intelligente Prozess verwandelt eine einfache Säule in einen vernetzten Knotenpunkt.

In der Praxis bedeutet das, dass die verfügbare Gesamtleistung nicht mehr starr an einen einzelnen Nutzer gebunden bleibt. Ein einzelnes Fahrzeug blockiert den Schnelllader somit nicht mehr exklusiv, da die Steuerung eine ganze Gruppe parallel bedient.

Damit will GM potenziell mehr Ladevorgänge in der gleichen Zeit als mit herkömmlichen Systemen abwickeln. Das System arbeitet Fahrzeuge im Team ab, statt sie nacheinander in eine Warteschlange zu schicken.

Mehr Effizienz in überlasteten Ladeparks

Für Nutzer verspricht diese Technologie eine spürbare Verbesserung des Komforts auf Reisen. Mehrere Fahrzeuge könnten sich sofort anschließen, sobald sie am Standort eintreffen, ohne auf einen freien Punkt zu warten. Das Ausharren in einer Warteschlange würde durch die höhere Anzahl an physischen Anschlüssen entfallen. Die Zeit am Ladepark ließe sich so wesentlich effizienter nutzen.

Die Priorisierungsfunktion würde besonders Fahrern mit einem sehr niedrigen Akkustand helfen. Außerdem könnte das System ein fast leeres Fahrzeug bevorzugen, damit dieses schnell eine Basisreichweite für die Weiterfahrt erhält. Währenddessen würden andere Autos mit höherem Füllstand parallel mit einer reduzierten Leistung weiter aufladen. Am Ende zählt für Autofahrer die tatsächliche Zeitersparnis und nicht nur die maximale Ladeleistung auf dem Papier.

Das sagen Elektroauto-Fahrer

Eine aktuelle Umfrage unter 2.341 Teilnehmern zeigt, wie vielfältig die Ladegewohnheiten der E-Auto-Besitzer sind. Während ein Teil der Befragten noch auf die Haushaltssteckdose setzt, nutzen viele bereits eine eigene Wallbox. Öffentliche Ladesäulen spielen ebenfalls eine zentrale Rolle im Alltag der Fahrer. Interessanterweise gaben einige Teilnehmer an, noch kein Elektroauto zu besitzen.

Das Prinzip der Leistungsverteilung existiert in der Branche bereits für das Laden mit Wechselstrom (AC). Ein Beispiel liefert das Münchner Unternehmen ChargeX, das die Energie eines Anschlusses modular verteilt. Diese Lösungen zielen primär auf Standorte wie Firmenparkplätze oder Wohnanlagen mit geringeren Leistungen ab. Dort steht das Laden über längere Zeiträume mit elf oder 22 Kilowatt im Fokus.

Wird das neue Ladekonzept von GM Realität?

Das Patent von General Motors konzentriert sich hingegen auf das Schnellladen mit deutlich höheren Leistungen. Laut der Patentschrift setzt das System dort an, wo heute die meisten Engpässe entstehen: an Schnellladeparks entlang der Autobahnen.

Hier ist eine hohe Energieabgabe in kurzer Zeit entscheidend, um den Verkehrsfluss stabil zu halten. Eine Verteilung der DC-Leistung stellt somit eine konsequente Weiterentwicklung für den Fernverkehr dar. Bisher liegt diese Entwicklung ausschließlich als theoretische Darstellung in einer Patentschrift vor. Ob und wann ein solches System die Marktreife für eine Serienproduktion erreicht, bleibt derzeit völlig offen.

Die tatsächlichen Vorteile für die künftige Mobilität hängen zwingend davon ab, ob General Motors das System jemals in die Realität umsetzt. Der Trend entwickelt sich jedoch weg von der Suche nach der stärksten Einzelsäule hin zur intelligenten Verteilung der vorhandenen Leistung.

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