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Received today — 09. Januar 2026BASIC thinking

Wie ein Schwamm: Neues Baumaterial bindet CO2 statt es auszustoßen

09. Januar 2026 um 14:00

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Baumaterial CO2 Beton-Alternative

Forscher haben ein neues Baumaterial entwickelt, das im Gegensatz zu Beton bei der Herstellung CO2 bindet, anstatt es auszustoßen. 

Forscher des Worcester Polytechnic Institute haben ein neuartiges Baumaterial entwickelt, das einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten könnte. Das sogenannte Enzymatic Structural Material (ESM) zeichnet sich dadurch aus, dass es kein Kohlendioxid ausstößt, sondern das Treibhausgas dauerhaft bindet.

Es ist vergleichbar mit einem biologischen Schwamm, der CO2 direkt aus der Umgebung aufnimmt. Eine Umwandlung in feste Mineralpartikel sorgt dafür, dass das Gas sicher im Baustoff eingeschlossen bleibt.

Neues CO2-speicherndes Baumaterial als Beton-Alternative

Professor Nima Rahbar und sein Team nutzen für diesen Prozess die sogenannte Kapillarsuspensionstechnik. Ein spezielles Enzym steuert dabei die chemische Reaktion und sorgt für die nötige Stabilität. Die Fachzeitschrift „Matter“ veröffentlichte kürzlich Forschungsergebnisse, die neue Wege für ein nachhaltiges Bauen aufzeigen.

Zum Vergleich: Die Produktion von einem Kubikmeter herkömmlichem Beton setzt etwa 330 Kilogramm CO2 frei. Im Gegensatz dazu speichert die gleiche Menge ESM aktiv mehr als sechs Kilogramm des Treibhausgases.

Die Zementindustrie ist derzeit für fast acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Mit dem Einsatz von ESM ließe sich der Ausstoß von Kohlendioxid theoretisch deutlich reduzieren. Das Material benötigt bei der Herstellung zudem deutlich weniger Energie als klassischer Beton.

Entlastung für die Umwelt

Das neue Baumaterial soll innerhalb weniger Stunden aushärten. Die Forscher ließen sich bei der Entwicklung direkt von biologischen Systemen inspirieren. Das Ergebnis ist ein belastbares Material, das sich für verschiedene Bauteile einsetzen lässt.

Ein großer Vorteil ist die vollständige Recycelbarkeit des Materials am Ende seiner Nutzung. Sollten Risse entstehen, kannst soll sich ESM einfach reparieren lassen. Das könnte die Menge an Bauabfällen, die jährlich auf Deponien landen, reduzieren.

Professor Rahbar betont, dass bereits die Umstellung eines Teils der weltweiten Bauprojekte Auswirkungen hätte. Das Potenzial reicht dabei von Wohnhäusern bis hin zu Lösungen für den Katastrophenschutz.

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ChatGPT Health: Fehldiagnosen im Premium-Gewand

09. Januar 2026 um 11:00

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ChatGPT Health OpenAI

OpenAI fügt ChatGPT einen neuen Gesundheits-Tab hinzu, über den Nutzer elektronische Krankenakten hochladen und Verbindungen zu Gesundheits- und Fitness-Apps herstellen können. Die Reaktionen auf ChatGPT Health fallen jedoch gemischt aus. Eine kommentierende Analyse.

Was ist ChatGPT Health?

  • ChatGPT Health ist ein speziell isolierter Bereich innerhalb des Chatbots. Nutzern sollen dort Konversationen zu Gesundheitsthemen führen können, ohne dass sich sensible Daten mit regulären Chatverläufen vermischen. Laut OpenAI kann Health Gesundheitsdaten auswerten und über allgemeine Ratschläge hinaus erkennen können, wann ärztliche Hilfe erforderlich ist.
  • Das System wurde den Angaben zufolge mit über 260 Ärzten entwickelt, um Antworten zu Gesundheitsfragen zu analysieren und sicherzustellen, dass ChatGPT medizinisch plausible und korrekte Antworten liefert. Die Funktion lässt sich mit Fitness- und Gesundheitsdaten aus Apps wie Apple Health, Weight Watchers oder Peloton verbinden. Die Integration von elektronischen Patientenakten ist zunächst nur in den USA möglich.
  • OpenAI zufolge konsultieren jede Woche Millionen Nutzer ChatGPT zu Gesundheitsfragen. Das Problem: Aufgrund von sogenannten Halluzinationen spucken KI-Chatbots immer wieder unsinnige bis komplett falsche Antworten aus. Bei Gesundheitsthemen kann das verheerende Folgen haben, wie erst kürzlich Google wieder unter Beweis stellte.

OpenAI wälzt Verantwortung auf Nutzer ab

OpenAI betont, dass ChatGPT Health trotz der engen Zusammenarbeit mit Ärzten keine Diagnosen stellen oder Behandlungen empfehlen darf. Das Tool soll offiziell lediglich zur Information und Vorbereitung von Arztbesuchen dienen.

Das ist vor allem rechtlich relevant, da OpenAI ChatGPT Health in den USA als Verbraucherprodukt einstufen lassen hat. Damit fällt die Funktion nicht unter die strengen Datenschutzgesetze für das Gesundheitswesen. Das entbindet OpenAI von gewissen Haftungsrisiken und verlagert die Verantwortung vor allem auf die Nutzer.

Innerhalb der EU wäre das sicher nicht möglich – und das ist auch gut so. Denn trotz Verbesserungen und ärztlichen Analysen sind Falschinformationen in Form von KI-Halluzinationen keinesfalls komplett ausgeschlossen. In puncto Datenschutz gibt es ebenfalls Bedenken.

OpenAI bietet zwar eine Zweck-Verschlüsselung an, aber eben keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie sie bei Messenger-Diensten üblich ist. Heißt konkret: Es besteht zwar ein Schutz vor Fremdzugriffen. OpenAI kann die Daten jedoch einsehen.

Stimmen

  • Fidji Simo, CEO of Applications bei OpenAI, in einem Blogbeitrag: „ChatGPT Health ist ein weiterer Schritt, um ChatGPT zu einem persönlichen Super-Assistenten zu machen, der Sie mit Informationen und Tools dabei unterstützt, Ihre Ziele in allen Bereichen Ihres Lebens zu erreichen. Wir stehen noch ganz am Anfang dieser Reise, aber ich freue mich darauf, diese Tools mehr Menschen zugänglich zu machen.“
  • OpenAI-Chef Sam Altman erklärte bereits im Sommer gegenüber CNBC: „Das Gesundheitswesen ist der Bereich, in dem die größten Verbesserungen zu verzeichnen sind. Es macht einen großen Teil der Nutzung von ChatGPT aus. Ich denke, es ist wirklich wichtig, den Menschen bessere Informationen über ihre Gesundheitsversorgung zu geben und ihnen die Möglichkeit zu geben, bessere Entscheidungen zu treffen.“
  • Autor und Journalist Aidan Moher spottet in einem Post auf Bluesky: „Was soll schon schiefgehen, wenn ein LLM, das darauf trainiert ist, die Vorurteile der Nutzer zu bestätigen, zu unterstützen und zu fördern, auf einen Hypochonder mit Kopfschmerzen trifft?“

Ein Gesundheitsberater, der ChatGPT niemals sein kann

Da Millionen Nutzer ChatGPT trotz einhelliger Warnungen nach wie vor zu Gesundheitsfragen konsultieren, ist es zunächst einmal begrüßenswert, dass sich OpenAI dem Thema angenommen hat, um den Chatbot zu verbessern.

Doch das Unternehmen suggeriert auch einen Gesundheitsberater, der ChatGPT niemals sein kann. Die externe Aufklärung von Nutzern wird deshalb genauso entscheidend sein, wie die Frage, ob der Chatbot tatsächlich genügend Warnhinweise an den richtigen Stellen ausspuckt und wie er mit hochsensiblen Gesundheitsthemen umgeht.

Dass eine Verarbeitung von ärztlichen Patientendaten in der EU nicht möglich ist, deutet auf regulatorische Hürden hin. Denn: In Deutschland unterliegen Gesundheitsdaten glücklicherweise strengen Verarbeitungsvoraussetzungen. Vermutlich wird OpenAI solche Daten in den USA nutzen, um personalisierte Werbung zu schalten. Vollständiger Datenschutz ist nicht garantiert.

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KI verwässert Wissenschaft – durch immer mehr Artikel

09. Januar 2026 um 05:45

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KI Wissenschaft Artikel

Große Sprachmodelle wie ChatGPT, Gemini und Co. verändern die Wissenschaft. Forschende der Cornell University zeigen, dass der Einsatz von KI die Zahl wissenschaftlicher Publikationen deutlich erhöht. Doch die Masse an Artikeln wirft Fragen zur Qualität der Forschung auf.

Seit der Veröffentlichung von ChatGPT im Jahr 2022 hat das Thema Künstliche Intelligenz in nahezu allen Bereichen beträchtlich an Fahrt aufgenommen. Auch in der Wissenschaft spielen große Sprachmodelle inzwischen eine entscheidende Rolle.

Denn immer mehr wissenschaftliche Publikationen entstehen mit der Hilfe von ChatGPT und Co. KI-Sprachmodelle können Wissenschaftlern beim Formulieren, Strukturieren und Überarbeiten von Texten helfen. Forscher, deren Muttersprache nicht Englisch ist, wird so außerdem der Einstieg erleichtert.

Gleichzeitig besteht allerdings die Gefahr, dass schneller mehr wissenschaftliche Publikationen entstehen und dabei die Qualität leidet. Forscher der Cornell University in den USA haben genau diese Frage untersucht und ihre Ergebnisse in der wissenschaftlichen Zeitschrift Science veröffentlicht.

Welche Rolle spielt KI in der Wissenschaft?

Die Forscher der Cornell University haben für ihre Untersuchung mehr als zwei Millionen Artikel gesammelt, die zwischen Januar 2018 und Juni 2024 auf drei Online-Preprint-Websites veröffentlicht wurden. Die Seiten arXiv, bioRxiv und Social Science Research Network (SSRN) sind auf die Fachbereiche Physik, Biowissenschaften und Sozialwissenschaften spezialisiert.

Auf diesen Seiten werden wissenschaftliche Artikel veröffentlicht, für die es noch keine Peer-Review gab. Dabei handelt es sich um ein gängiges Verfahren in der Wissenschaft, bei dem Fachkollegen wissenschaftliche Arbeiten vor ihrer Veröffentlichung prüfen. So werden Qualität, Verständlichkeit und fachliche Richtigkeit sichergestellt.

Die Forscher um Assistent Professor Yian Yin haben für ihre Untersuchung einen KI-Detektor entwickelt. Dafür verglichen sie vermutlich von Menschen verfasste Artikel von vor 2023 mit KI-generierten Texten. Ziel dieses Vergleichs war es, ein KI-Modell zu entwickeln, das KI-generierte Texte unterscheiden kann.

Die Einführung von KI-Sprachmodellen zeigte in der Auswertung der Publikationen einen enormen Produktivitätsschub. Auf der Website arXiv beispielsweise wurden demnach etwa ein Drittel mehr Artikel von Wissenschaftler, die KI genutzt haben, veröffentlicht als von Wissenschaftlern ohne KI-Untersützung. Bei den Websites bioRxiv und SSRN lag der Anstieg sogar bei mehr als 50 Prozent.

„Es handelt sich um ein sehr weit verbreitetes Muster in verschiedenen Wissenschaftsbereichen – von den Physik- und Informatikwissenschaften bis hin zu den Biowissenschaften und Sozialwissenschaften“, erklärt Yian Yin. „Es gibt eine große Veränderung in unserem aktuellen Ökosystem, die eine sehr ernsthafte Betrachtung erfordert, insbesondere für diejenigen, die Entscheidungen darüber treffen, welche Wissenschaft wir unterstützen und finanzieren sollten.“

Nicht-Muttersprachler profitieren am meisten

Die Studienergebnisse zeigen auch, dass Wissenschaftler, deren Muttersprache nicht Englisch ist, am meisten von großen Sprachmodellen profitieren. Demnach haben im untersuchten Zeitraum Forscher aus asiatischen Institutionen zwischen 43 und rund 90 Prozent mehr Artikel veröffentlicht als ähnliche Wissenschaftler, die die Technologie nicht genutzt haben.

Laut Yin könnte diese Entwicklung sogar dazu führen, dass sich eine globale Verlagerung der Regionen mit der größten wissenschaftlichen Produktivität ergibt. Denn durch den Einsatz von KI-Sprachmodellen können nun auch Gebiete partizipieren, die zuvor durch die Sprachbarriere benachteiligt waren.

„Menschen, die LLMs verwenden, haben Zugang zu vielfältigerem Wissen, was zu kreativeren Ideen führen könnte“, erklärt Erstautor Keigo Kusumegi, Doktorand im Bereich Informationswissenschaft. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich auch die Qualität der Publikationen verbessert.

Das zeigt die Annahmequote der untersuchten Artikel. Denn die Artikel, die wahrscheinlich von LLMs verfasst wurden, wurden seltener von wissenschaftlichen Zeitschriften angenommen. Das deute laut den Forschern darauf hin, dass die Gutachter trotz der überzeugenden Sprache viele dieser Arbeiten als wissenschaftlich wenig wertvoll einstuften.

Diese Diskrepanz zwischen Schreibqualität und wissenschaftlicher Qualität könne laut Yin zu erheblichen Problemen für Redakteure und Gutachter führen. Denn durch die zunehmende Masse werde es immer schwieriger, wertvolle eingereichte Arbeiten zu identifizieren. Auch sei es nicht mehr möglich, Wissenschaftler anhand ihrer reinen Produktivität zu bewerten.

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Die langsamsten Finanzämter in Deutschland

08. Januar 2026 um 20:30

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langsamsten Finanzämter Deutschland

Wer auf seine Steuererstattung wartet, braucht bei manchen Behörden einen besonders langen Atem. Ein aktueller Bericht zeigt auf, welche Finanzämter sich am meisten Zeit lassen.

Auch wenn man nicht direkt zu Jahresbeginn aktiv werden muss, bringt ein neues Jahr immer auch eine neue Steuererklärung mit sich. Für manche Menschen heißt es dann, nachzahlen – vielen winkt aber eine Rückerstattung. Entsprechend nervenzehrend kann das jährliche Warten auf den Steuerbescheid sein. Einige Finanzämter liefern bereits nach wenigen Wochen Ergebnisse, andere ziehen den Prozesse über Monate in die Länge.

Finanzämter und ihre regionalen Unterschiede

Bei der Höhe der Rückzahlungen gibt es ein deutliches Gefälle zwischen den Bundesländern. In Hamburger werden durchschnittlich 1.615 Euro erstattet. Ganz hinten liegt Sachsen-Anhalt mit einem Schnitt von 1.124 Euro. Der nationalen Rekord für eine Einzelerstattung im vergangenen Jahr liegt bei mehr als 213.000 Euro.

Einige Steuerzahler sind besonders emsig. Die erste Steuererklärung für das Jahr 2026 wurde bereits sieben Sekunden nach dem Jahreswechsel digital übermittelt. Wirklich schneller geht es deshalb aber nicht.

Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass der Zeitpunkt der Abgabe eine entscheidende Rolle für das Tempo der Bearbeitung spielt. Wer seine Unterlagen bereits im März einreicht, wartet im Durchschnitt nur 43 Tage auf eine Rückmeldung. Im Gegensatz dazu benötigen Abgaben im August im Schnitt 80 Tage, bis sie bearbeitet werden.

Dass es auch schnell gehen kann, beweist das Finanzamt Schwalm-Eder in Schwalmstadt, das für die Bearbeitung im Schnitt nur 22 Tagen braucht. In diesem Ranking wollen wir aber auf die zehn Steuerbehörden blicken, die bundesweit am langsamsten arbeiten. Die Daten stammen vom Steuerreport 2026 von smartsteuer.

Platz 10: Burghausen

Den Einstieg in die Top Ten der langsamsten Finanzämter macht das Finanzamt Burghausen in Bayern. Hier müssen Steuerzahler im Durchschnitt 82 Tage auf ihren Bescheid warten. Der Median liegt bei 65 Tagen – das deutet bei den Steuerbescheiden auf einige Ausreißer hin, die besonders lange brauchen.

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Grok: Elon Musk industrialisiert sexuelle Belästigung

08. Januar 2026 um 11:00

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Elon Musk Grok X Bikini

Elon Musks KI-Chatbot Grok generiert auf Anfrage anzügliche Bilder von Frauen und Kindern. Das Unternehmen hat zwar eine Überprüfung der Funktion eingeräumt. Auf Führungsebene weist man die Verantwortung von sich. Mehrere Länder haben Ermittlungen eingeleitet. Eine kommentierende Analyse.

Neue Grok-Funktion entwürdigt Nutzer

  • Seit Anfang Januar kursieren unzählige sexualisierter Bilder auf X (ehemals Twitter). Hintergrund ist eine Funktion des KI-Chatbots Grok, der mittlerweile Teil der Plattform ist. Mit ihr können Nutzer Fotos bearbeiten, unter anderem aber auch normale Fotos von Frauen oder Kindern in KI-Bilder mit anzüglichen Posen oder in Bikini verwandeln.
  • Viele Medien griffen das Thema auf und lösten eine Welle der Empörung aus – auch, weil sich die Führungsebene von Mutterkonzern xAI um Kopf und Kragen redete. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sprach das Unternehmen etwa von „Lügen der etablierten Medien“. Nachdem der Realität jedoch nicht mehr zu leugnen war, räumte man zwar eine Überprüfung der Funktion ein, tat die Kritik jedoch ab.
  • Elon Musk nutzt seine Plattform X und den KI-Chatbot Grok, um seine eigenen politischen Ziele durchzusetzen. Er änderte etwa die Algorithmen zu Gunsten zahlreicher Trump-Anhänger, unterstützt gezielt rechtspopulistische Parteien in Europa und wettert gegen EU-Gesetze, die seine Dienste betreffen. Dabei wird er von der US-Regierung unterstützt. Sowohl die Trump-Administration als auch Musk werfen den Europäern Zensur und Unterdrückung der Meinungsfreiheit vor.

Elon Musk industrialisiert sexuelle Belästigung

Der Grok-Skandal ist kein technischer Ausrutscher, sondern ein Symptom, das zeigt, was passiert, wenn generative KI in ein soziales Netzwerk eingebettet wird. Die Möglichkeit, Bilder direkt auf der Plattform zu manipulieren, verschiebt die Grenze zwischen Ausdruck und Übergriff – und normalisiert digitale Entwürdigung als Funktion.

Auffällig ist nicht nur das Versagen von Schutzmechanismen, sondern die Verschiebung von Verantwortung. Während die KI selbst juristische Kategorien wie „Versagen“ oder gar strafbare Inhalte benennt, setzt die Unternehmensführung auf Kulturkampf-Rhetorik zurück. Kritik wird nicht inhaltlich adressiert, sondern politisiert: Medien lügen, Gesetze unterdrücken, Regulierung gilt als Zensur.

Grok steht damit exemplarisch für Musks Verständnis von Plattformmacht. X ist kein neutraler Raum, sondern ein Instrument, mit dem politische Deutungshoheit getestet und verschoben wird. Die sexualisierten KI-Bilder sind in diesem Sinne kein Betriebsunfall, sondern Kollateralschaden eines Systems, das Provokation belohnt und Grenzen erst anerkennt, wenn Gerichte sie ziehen.

Stimmen

  • Wolfram Weimer, Staatsminister beim Bundeskanzler und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, gegenüber Reuters: „Was wir bei X gerade beobachten, wirkt wie die Industrialisierung der sexuellen Belästigung. Elon Musk erlaubt mit seinem KI-Dienst Grok, täuschend echte, sexualisierte Bilder von Frauen zu erstellen. Insbesondere KI-generierte sexualisierte Bilder von Minderjährigen sind nicht akzeptabel. Die Antwort darauf sollte die konsequente Anwendung von Gesetzen sein.“
  • xAI-Chef Elon Musk befeuerte die Welle der Bikini-Manipulationen sogar aktiv. Auf seinem X-Account ließ er Grok ein Meme des Schauspielers Ben Affleck durch ein Bild von sich selbst im Bikini ersetzen. Dafür, dass andere Nutzer die Funktion missbrauchen, will er keine Verantwortung übernehmen: „Wer Grok nutzt, um illegale Inhalte zu erstellen, muss mit denselben Konsequenzen rechnen, als würde er illegale Inhalte hochladen.“
  • Betroffene Nutzer haben im Gegensatz zu Musk keinerlei Freude an der Funktion. Samantha Smith, freie Journalistin und Kommentatorin, ist eines von zahlreichen Opfern. Gegenüber der BBC sagte sie: „Das war zwar nicht ich, die da nackt gezeigt wurde, aber sie sah aus wie ich, und es fühlte sich an, als wäre ich es selbst. Es war genauso verletzend für mich, als hätte jemand tatsächlich ein Nackt- oder Bikini-Foto von mir gepostet.“

Wer kontrolliert KI?

Was Elon Musk als Humor und „radikale Freiheit“ inszeniert, trifft in Europa auf eine Wand aus Paragrafen. Ermittlungen in Frankreich, klare Strafandrohungen in Österreich und die scharfen Vorgaben von AI Act und Digital Services Act setzen dem Spieltrieb enge Grenzen. Denn: Deepfakes sind kein Meme, sondern ein Rechtsrisiko.

Der Druck auf X und xAI dürfte weiter steigen, nicht nur juristisch, sondern auch wirtschaftlich. Plattformen, die systemische Risiken ignorieren, riskieren hohe Strafen, Auflagen oder im Extremfall Funktionsbeschränkungen. Ironischerweise verkündete Grok inmitten des Skandals eine neue, milliardenschwere Finanzierung. Diese dürfte aber weniger Rückenwind geben als ein Wettlauf gegen Regulierung sein.

Letztlich geht es um die Frage, wer die Macht generativer KI kontrolliert: Entwickler oder Gesellschaft? Europas Antwort lautet zunehmend Gesetz statt Gag und Verantwortung statt Ausrede. Ob Musk diesen Kurs akzeptiert oder weiter auf Konfrontation setzt, könnte zum Präzedenzfall werden.

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Neues Material isoliert Fenster wie eine Wand – und ist lichtdurchlässiger

08. Januar 2026 um 05:45

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Fensterisolierung weniger Heizverluste Dämmung Isolierung

Ein Forscherteam hat ein nahezu transparentes Isolationsmaterial entwickelt, das Wärmeverluste von Fenstern reduzieren soll. Es funktioniert ähnlich wie die Hightech-Version einer Luftpolsterfolie ohne die Sicht zu beeinflussen. 

Verglaste Fenster gelten seit jeher als energetische Schwachstellen von Gebäuden. Denn über die verglasten Flächen entweicht vor allem im Winter wertvolle Heizwärme nach außen. Im Sommer wiederum kann die Hitze von außen ungehindert eindringen.

Selbst moderne Doppel- oder Dreifachverglasungen können diesen Effekt nur begrenzen. Andere Isolationsmaterialen verschlechtern außerdem meist auch Sicht und Lichtdurchlässigkeit.

Forscher der University of Colorado Boulder hat mit dem „Mesoporous Optically Clear Heat Insulator“ (MOCHI) nun ein nahezu transparentes Isolationsmaterial entwickelt, das diese Probleme herkömmlich verglaster Fenster eliminieren könnte. Denn es hindert Wärme effektiv daran, durch Fenster zu entweichen – und beeinträchtigt dabei die Sicht nicht.

Diese Fensterisolierung sorgt für weniger Heizverluste

Die Innovation der Forscher könnte die Energieeffizienz von Gebäuden deutlich verbessern. Dabei basiert sie auf einem ähnlichen System wie Luftpolsterfolie. Das Material ist hauchdünn und fast vollständig transparent. Es kann auf der Innenseite jedes Fensters angebracht werden und so die Wärmedämmung verbessern, ohne dabei die Sicht zu beeinträchtigen.

„Um den Wärmeaustausch zu blockieren, kann man die Wände dick isolieren, aber Fenster müssen transparent sein“, erklärt Ivan Smalyukh, leitender Autor der Studie und Professor für Physik an der CU Boulder. „Es ist wirklich schwierig, transparente Isoliermaterialien zu finden.“

Bei dem MOCHI-Material handelt es sich um ein Silikongel, das Luft durch ein Netzwerk winziger Poren einfängt. Diese Poren sind um ein Vielfaches dünner als ein menschliches Haar, die eingefangenen Luftblasen können Wärme blockieren.

Das Material ist laut den Forschern so effektiv, dass eine nur fünf Millimeter dicke MOCHI-Folie es ermöglicht, eine Flamme in der Handfläche zu halten.

Präzise Steuerung von Luftblasen ermöglicht Isloierung

Smalyukh vergleicht das MOCHI-Material mit bereits etablierten Aerogelen. Diese Art von Isoliermaterial ist weit verbreitet und arbeitet ebenfalls mit Lufteinschlüssen.

Bei Aerogelen sind diese Luftblasen jedoch meist zufällig verteilt und wenig lichtdurchlässig. Das Material ist meist trüb und reflektiert Licht. Diese Probleme kann das Forscherteam der University of Colorado Boulder mit seinem MOCHI-Material beheben.

„Die Moleküle haben keine Möglichkeit, frei miteinander zu kollidieren und Energie auszutauschen“, erklärt Smalyukh. „Stattdessen stoßen sie gegen die Wände der Poren.“ Gleichzeitig reflektiert das MOCHI-Material nur etwa 0,2 Prozent des einfallenden Lichts.

Aktuell befindet sich das Material noch in der Laborphase und ist nicht für Verbraucher erhältlich. Die Forscher sehen allerdings viele Verwendungsmöglichkeiten, auch für die Energiegewinnung Sonneneinstrahlung.

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Die beliebtesten Automarken im Jahr 2025 – nach Neuzulassungen

07. Januar 2026 um 20:22

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Audi Automarken SUV

Die Automobilbranche ist Stolz und Sorgenkind der deutschen Wirtschaft. Umso schöner ist die Nachricht, dass es im letzten Jahr einen kleinen Aufschwung gab. Welche Automarken sich am besten verkauft haben, verraten wir in diesem Ranking.

Ein neues Jahr ist angebrochen, und entsprechend ist es Zeit, nochmal einen Blick auf 2025 zu werfen. Die Automobilbranche in Deutschland konnte im vergangenen Jahr ein moderates Wachstum verzeichnen. Zeitgleich wurde der technologische Umbruch weiter vorangetrieben.

Laut den offiziellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 2,86 Millionen Personenkraftwagen neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei der Farbwahl blieben die Käufer eher konservativ: Die Farben Grau, Schwarz und Weiß dominierten mit einem Anteil von zusammen über 77 Prozent.

Diese Automarken waren 2025 im Trend

Weiter auf dem Vormarsch sind Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig verlieren klassische Verbrennermotoren deutlich an Boden. E-Autos verzeichneten 2025 ein Plus von 43,2 Prozent und erreichten damit einen Marktanteil von 19,1 Prozent. Im Gegensatz dazu gingen die Neuzulassungen von Benzinern um 21,6 Prozent und die von Diesel-Fahrzeugen um 18,3 Prozent zurück.

In Deutschland sind natürlich Automarken aus der Bundesrepublik beliebt, aber vor allem Hersteller aus China haben massiv zulegten. BYD zum Beispiel konnte seine Zulassungszahlen um 706,2 Prozent steigern und kommt auf 23.306 verkaufte Fahrzeuge. Dagegen erlebte Elektroauto-Pionier Tesla ein schwieriges Jahr und büßte fast die Hälfte seines Vorjahresvolumens ein.

Bei den Fahrzeugsegmenten setzten SUVs ihren Erfolgskurs fort und bildeten mit einem Anteil von 33,3 Prozent den stärksten Sektor. Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnete jedoch die Obere Mittelklasse, die um 37,3 Prozent zulegen konnte. In der folgenden Galerie erfahrt ihr, welche zehn Automarken sich 2025 insgesamt am besten verkaufen konnten.

Platz 10: Toyota

Toyota belegt in der Top Ten für das Jahr 2025 den zehnten Rang. Insgesamt 87.578 Neuzulassungen wurden registriert. Trotz einer breiten Modellpalette muss der japanische Hersteller einen Rückgang von 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen.

sparsamsten Benziner, Auto, Mobilität, Verbrauch, Kosten, Sparen, Geld, Sprit, Fahrzeug
Bild: Toyota

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Wie beeinflusst Weihnachtsmarketing die Online-Kaufentscheidung?

07. Januar 2026 um 16:00

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Weihnachtsmarketing die Online-Kaufentscheidung Gutscheine7

Das Jahresende zählt zu den entscheidenden Phasen für den Onlinehandel, und gleichzeitig verändert sich das Weihnachtsmarketing jedes Jahr ein Stück weiter. Konsumenten informieren sich früher, vergleichen intensiver und nutzen digitale Tools gezielt, um die besten Angebote für Geschenke, Technik oder besondere Erlebnisse zu finden.

Ein klarer Trend lässt sich beobachten: Preisrecherche ist ein fester Bestandteil der digitalen Customer Journey geworden – besonders im Dezember.

Warum sich das Weihnachtsmarketing rasant verändert

Die Erwartungen der Nutzer steigen – und damit auch die Anforderungen an Marken:

  1. Emotionalisierung für höhere Conversion-Rates
  2. Multi-Channel-Präsenz – Social, Mobile, Web
  3. Transparente Preisstrategie statt komplizierter Rabatte
  4. Starkes Vergleichsverhalten der Konsumenten

Marken setzen daher vermehrt auf Storytelling, KI-optimierte Kampagnen und gezielte Landingpages, um in der Adventszeit sichtbar zu bleiben.

Gutscheinportale: unverzichtbar für Preisstrategie & Conversion

Wenn der Geschenkestress beginnt, greifen viele Nutzer bewusst zu Gutscheinportalen, weil sie dort eine vertrauenswürdige Übersicht über aktuelle Rabatte finden.

Portale wie Gutscheine7 werden damit zu einem wichtigen Bestandteil der Customer Journey. Sie bündeln saisonale Angebote und erleichtern den Kaufentscheidungsprozess. 👉 https://www.gutscheine7.de/

Das Ergebnis für Marken:

  • Mehr qualifizierter Traffic
  • Deutlich höhere Conversion-Rates
  • Weniger Kaufabbrüche durch klare Preisvorteile

So gestalten Marken erfolgreiche Weihnachtkampagnen

  1. Emotionales Storytelling + klarer Mehrwert
  2. Geschenkideen deutlich hervorheben
  3. Gutscheine als offizielles Marketingelement integrieren
  4. Datengetriebene Kampagnenoptimierung
  5. Mobile-first Customer Journey

So wird Weihnachtsmarketing nicht zur Werbeschlacht, sondern zu einem präzise geplanten digitalen Erlebnis, das Nutzer überzeugt und Marken stärkt.

Ein festliches Erfolgsrezept für Marken

Die Weihnachtszeit ist digitaler denn je – und Marken, die Transparenz, Emotion und Preisvorteile kombinieren, sichern sich die stärksten Kaufimpulse. Gutscheinportale spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie Konsumenten Orientierung und Sicherheit bieten.

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Lebensgefährlich: Google-KI verbreitet medizinische Falschinformationen

07. Januar 2026 um 11:00

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Google KI Übersicht Flaschinformationen

Google hat eine KI-Übersicht in seine Suche integriert. In den Suchergebnissen erscheinen KI-generierte Kurzzusammenfassungen zu bestimmten Inhalten. Diese enthalten aber immer wieder fehlerhafte Informationen – bei Gesundheitsfragen kann das schwerwiegende Folgen haben. Eine kommentierende Analyse. 

Übersicht mit KI: Google verbreitet Falschinformationen

  • Übersicht mit KI ist eine Suchfunktion von Google, die KI-generierte Zusammenfassungen in den Suchergebnissen anzeigt. Die Künstliche Intelligenz erstellt bei bestimmten Suchanfragen automatisch kurze Zusammenfassungen mit entsprechenden Informationen. Diese werden oberhalb der herkömmlichen Suchergebnissen angezeigt. Ziel ist es, Nutzern schneller Informationen bereitzustellen und Rechercheaufwand zu ersparen.
  • Ob Höllenhunde, Spaghetti mit Benzin oder Pizza mit Klebstoff: Die Google-KI besticht regelmäßig mit unsinnigen bis komplett falschen Antworten. In vielen Fällen mag das harmlos sein. Doch wenn es um Gesundheit oder Recht geht, können KI-Zusammenfassungen verheerende Folgen haben.
  • In einem besonders brisanten Fall riet Google Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs fälschlicherweise, fettreiche Lebensmittel zu vermeiden. Experten empfehlen aber das Gegenteil. Die Google-Empfehlung könne sogar das Risiko erhöhen, dass Patienten sterben. Auch bei Suchanfragen zu psychischen Erkrankungen liefert AI Overviews problematische Antworten.

Unsere Einordnung

Ähnlich wie bei ChatGPT oder KI, sollte man sich nicht blind auf eine Künstliche Intelligenz verlassen. Denn immer wieder werden Inhalte verkürzt oder inhaltliche Fehler so formuliert, dass sie beim oberflächlichen Lesen überzeugend erscheinen.

Heißt konkret: Was Google mit seiner KI liefert, ist keine neutrale Abkürzung zur Wahrheit, sondern eine neue Form algorithmischer Autorität. Die Zusammenfassungen wirken zwar präzise, basieren aber auf Mustern und Wahrscheinlichkeiten. Doch wer Antworten liefert, ohne Verantwortung zu tragen, verkauft Ungewissheit als Gewissheit.

In der Logik der Suchmaschine entscheidet nämlich oftmals nicht die beste Quelle, sondern die prominenteste Darstellung. Dass KI dabei dominiert, ist keine technische Spielerei, sondern eine Verschiebung im Internet – und zwar nicht nur zum Positiven.

Stimmen

  • Athena Lamnisos, Chefin der Wohltätigkeitsorganisation Eve Appeal für gynäkologische Krebserkrankungen: „Selbst bei identisch formulierten Fragen ist es praktisch unmöglich, von der KI dieselbe Antwort zu erhalten, was zu dringenden Bedenken hinsichtlich der Konsistenz und Genauigkeit der bereitgestellten Informationen oder der Möglichkeit für jemanden, einen Ratschlag erneut abzurufen, führt.“
  • Google teilte gegenüber CNBC mit, dass es sich bei vielen der Beispiele um ungewöhnliche Anfragen handle: „Die überwiegende Mehrheit der KI-Übersichten bietet qualitativ hochwertige Informationen mit Links zu weiterführenden Informationen im Internet.“
  • Stephanie Parker, Leiterin der Digitalabteilung der Sterbebegleitungsorganisation Marie Curie, weist auf den emotionalen Hintergrund vieler Suchanfragen zum Thema Gesundheit hin: „Menschen wenden sich in Momenten der Sorge an das Internet – ungenaue oder entkontextualisierte Informationen können ihre Gesundheit ernsthaft gefährden.“

Warnhinweise und menschliche Überprüfung

Es ist absehbar, dass die Politik stärkere Qualitäts- und Transparenzstandards für KI-gestützte Informationsdienste einfordern wird – vor allem in Bereichen wie Gesundheit oder Recht. Staaten wie die EU haben bereits KI-Gesetzesrahmen in Arbeit, die genau solche Risiken adressieren könnten.

Google und andere Plattformen sollten KI-Zusammenfassungen künftig explizit kennzeichnen, für kritische Themen Warnhinweise einführen oder menschliche Überprüfung verpflichtend machen, bevor sie auf die Allgemeinheit losgelassen werden.

Langfristig könnte diese Debatte dazu beitragen, dass Nutzer wieder bewusster zwischen schneller Antwort und qualifizierter Information unterscheiden – inklusive der Bereitschaft, medizinische oder fachliche Quellen direkt zu konsultieren statt sich auf KI-Kurzantworten zu verlassen.

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Chemie-Trick macht Brom-Flussbatterie deutlich effizienter

07. Januar 2026 um 05:45

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Zink-Brom-Flow-Batterien

Ein neuer chemischer Trick könnte Brom-Flussbatterien deutlich langlebiger und günstiger machen. Forscher haben das aggressive Brom dazu gebunden, um höhere Zyklen und eine höhere Energiedichte zu ermöglichen. 

Brom-basierte Flussbatterien könnten eine entscheidende Rolle bei der Speicherung erneuerbarer Energien spielen, da sie auf breit verfügbaren Rohstoffen basieren und eine hohe Energiedichte versprechen. Bei herkömmlichen Systemen entsteht während des Ladevorgangs jedoch elementares Brom, das die internen Komponenten der Batterie durch Korrosion stark beschädigen kann.

Zudem führen bisherige Additive oft zu einer unerwünschten Trennung der Elektrolyte in verschiedenen Phasen, was die Effizienz mindert. Ein Forscherteam unter der Leitung von Xianfeng Li hat nun einen neuen chemischen Ansatz entwickelt, um dieses Problem zu lösen.

Durch die Zugabe von organischen Aminverbindungen zum Elektrolyten fungieren diese als Bromfänger und wandeln das entstehende Brom in stabile bromierte Amine um. Dieser Prozess senkt die Konzentration an freiem Brom im Elektrolyten auf ein relativ niedriges Niveau.

Brom-Flussbatterien: Multi-Elektronen-Transfer steigert Effizienz

Die technologische Neuerung ermöglicht einen Zwei-Elektronen-Transfer, während Standardreaktionen bisher lediglich ein einzelnes Elektron übertragen konnten. Dieser Wechsel steigert nicht nur die Energiedichte der Batterie, sondern reduziert auch das korrosive Verhalten im Inneren des Systems.

Dadurch wird die Lebensdauer der Speicherlösungen deutlich verlängert, was Brom-Flussbatterien für den großflächigen Einsatz attraktiver macht. In praktischen Tests mit einer skalierten fünf Kilowatt Anlage konnte die Batterie über 700 Lade- und Entladezyklen hinweg stabil betrieben werden.

Aufgrund der geringen Bromkonzentration ist es den Forschern zufolge möglich, kostengünstige, nicht fluorierte Membranen einzusetzen, anstatt teure Spezialkomponenten. Nach Abschluss der Tests zeigten sich offenbar keine Korrosionsschäden an wichtigen Bauteilen wie Elektroden oder Stromkollektoren.

Zukunft der Netzspeicherung

Die Forscher sehen in ihrem Ansatz das Fundament für langlebige und sichere Zink-Brom-Flussbatterien im industriellen Maßstab. Die Technologie biete einen Pfad zu einer nachhaltigen Energieinfrastruktur, die sowohl effizient als auch wirtschaftlich rentabel sei.

Gerade in Zeiten, in denen das Speichern von Energie in Batterien wichtiger denn je ist, könnte die Technologie bei einer Wende zu nachhaltigen Energieträgern unterstützen.

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Reparatur von E-Autobatterien: Weniger Spannung im Portemonnaie

06. Januar 2026 um 11:00

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Wenn die Batterie allmählich den Geist aufgibt und die Reichweite sinkt, stehen viele Elektroautos vor dem Aus. Spezialisierte Unternehmen zeigen aber, dass es auch anders geht. Sie hauchen den Akkus für einen relativ schmalen Taler neues Leben ein.

Reparaturen von E-Autobatterien

  • In Deutschland gibt es bislang nur wenige Unternehmen, die Reparaturen von Antriebsbatterien für E-Autos anbieten. Denn dafür braucht es spezialisierte Werkstätten und Techniker. Firmen wie die EV Clinic in Berlin oder Volt Fix in Norderstedt haben jedoch den Schritt in diesen bislang unerschlossenen Markt gewagt – bislang mit Erfolg.
  • Dass Elektroautos schnell verschleißen, ist ein Vorurteil. Die Berater der P3 Group kommen anhand von 7.000 Datensätzen von Elektroautos etwa zu dem Ergebnis, dass die Reichweite nach 200.000 Kilometern Laufleistung im Schnitt nur um durchschnittlich circa 13 Prozent gesunken ist. Hat die Batterie doch mal einen Defekt, setzen viele Hersteller auf einen Komplettaustausch, da sie keine spezialisierte Werkstätten betreiben.
  • Laut einer Studie von Axa Novi und Wolk & Nikolic After Sales Intelligence ist das Marktpotenzial der Reparatur von E-Autobatterien enorm. Die Verlängerung der Lebensdauer von Batterien durch Wiederaufarbeitung und Reparatur unterstützt die Kreislaufwirtschaft im Automobilsektor und reduziert Abfall sowie Kosten. Herstellervorgaben stellen aber oft eine Hürde dar.

E-Autos altern langsam

Elektroautos altern langsamer, als viele glauben. Defekte sind eher selten. In der üblichen Garantiefrist von acht Jahren kümmern sich Hersteller um Ausfälle. Inzwischen gibt es aber immer mehr Fahrzeuge, die älter und nicht mehr viel wert sind. Der Einbau einer neuen Batterie würde sich bei vielen nicht lohnen – eine Reparatur schon.

Bei den Antriebsbatterien von E-Autos zeichnet sich eine Art Hop- oder Top-Regel ab: Entweder die Batteriesysteme sind gesund und verschleißen langsam sowie gleichmäßig. Oder eine oder mehrere Zellen büßen Spannung ein, was die Leistung der ganzen Batterie beeinträchtigt.

Da E-Autos aber immer besser altern gibt es außerhalb der Garantie kaum transparente Informationen seitens der Hersteller, was Verbraucher verunsichert. Externe Batterie-Checks und spezialisierte Reparatur-Unternehmen gewinnen deshalb an Bedeutung und könnten den Markt für gebrauchte E-Autos stabilisieren.

Stimmen

  • Im Februar 2025 berichtete E-Autofan Moritz Leicht auf seinem Blog über seine Erfahrungen bei der Batterie-Reparatur, die ihn gerade einmal 900 Euro gekostet hat: „Ich freue mich über den aufgefrischten Akku meines Smart Electric Drive und kann eine Reparatur definitiv empfehlen, wenn die 8 Jahre Akkugarantie vom Hersteller ausgelaufen sind und es dann tatsächlich irgendwann mal weniger Reichweite wird. Der Zelltausch geht etwa 8 Stunden und das Auto hat danach wieder spürbar mehr Reichweite.“
  • Bart Timmermans, Gründer und Geschäftsführer von Axa Novi, in einem Statement: „Unsere Studie ist eine wertvolle Informationsquelle für Unternehmen, die neue Möglichkeiten im Kfz-Ersatzteilmarkt erschließen möchten. Die Bewältigung von Herausforderungen wie Standardisierung und Wissenslücken ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Reparatur von EV-Batterien.“
  • Volt Fix-Chef Chris Le Roux gegenüber dem NDR: „Die Batterien, die wir hier sehen, kommen entweder sehr früh zu uns, also innerhalb der Hersteller-Garantie. Oder sie kommen sehr spät, wenn sie hohe Laufleistungen haben.“ Die Kosten in Garantiefällen seien aufgrund der Herstellervorgaben oft sehr hoch, so Le Roux. Diese bekommen Kunden zwar nicht zu sehen, doch nach der Garantie könne das Unternehmen deutlich günstigere Preise anbieten.

Die Politik ist gefordert

Der Reparaturmarkt von E-Autos steckt noch in den Kinderschuhen, weil Hersteller Know-how und Ersatzteile kontrollieren. Unabhängige Werkstätten brauchen Spezialwissen, Werkzeuge und Zugang zu Modulen, um alte Batterien effizient wiederzubeleben.

Standardisierung könnte aber Abhilfe schaffen, indem einheitliche Formate Reparaturen erleichtern, Kosten senken und den Markt für neue Anbieter öffnen. Politische Maßnahmen wie steuerliche Anreize oder Vorgaben zur Ersatzteilverfügbarkeit wären entscheidend, um ein solches Ökosystem zu stärken.

Langfristig könnte die Batterie-Reparatur den Wert älterer Elektroautos sichern, Abfall reduzieren und Kreislaufwirtschaft fördern. Das würde sowohl Chancen für Wirtschaft, Umwelt als auch Verbraucher eröffnen, die auf nachhaltige Mobilität setzen – jenseits der Garantiepolitik der Hersteller.

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KI-Kompetenzen: 7 Skills für mehr Kontrolle und bessere Ergebnisse

06. Januar 2026 um 05:45

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KI-Überforderung, Strategien, Tipps, Kolumne, Hilfe, Künstliche Intelligenz, Technologie

Viele fühlen sich von der Flut neuer KI-Tools und Updates überfordert. Der Motor dreht hoch, aber man kommt nicht voran. Diese sieben Ideen zeigen dir, wie du KI sinnvoll nutzt, deinen eigenen Arbeitsfluss strukturierst und endlich der KI-Überforderung entkommst.

Die Jagd nach dem neuesten KI-Tool und der neusten KI-Entwicklung sorgt gefühlt für hohe Beschleunigung, aber es geht irgendwie nicht wirklich voran.

Wenn man das ernst nimmt, ist die logische Anschlussfrage für das neue Jahr nicht: „Welche KI-Tools muss ich kennen?“, sondern: „Wie baue ich einen Umgang mit KI auf, der mich wirklich voranbringt, ohne mich zu überdrehen?“.

Sieben Ideen gegen KI-Überforderung im neuen Jahr

Damit du und ich auf der gleichen Ebene sind, muss ich am Anfang eines klarstellen: Wenn es um sinnfreie Beschleunigung geht, dann ist KI dabei nicht die Ursache, sondern vielmehr der Verstärker.

Durch sie wird sichtbar, wie oft wir Geschwindigkeit mit Richtung verwechseln. Und wie leicht „dranbleiben“ zu einer Daueranspannung wird, die sich am Ende sogar wie Stillstand anfühlt.

Bevor wir nun in konkrete Ideen einsteigen, eine wichtige Einordnung: Die folgenden Vorschläge sind bewusst keine klassischen „KI-Tipps“. Du wirst hier keine Tool-Empfehlungen finden, keine Bestenlisten und keine Anleitung nach dem Muster „So nutzt du KI richtig“. Nicht, weil das alles unwichtig wäre – sondern weil genau diese Perspektive oft Teil des Problems ist.

Wenn wir KI ausschließlich als Sammlung von Funktionen betrachten, verlieren wir schnell den Blick dafür, wie wir sie eigentlich in unseren Alltag integrieren wollen. Dann optimieren wir Details, ohne vorher geklärt zu haben, wohin wir überhaupt wollen.

Genau deshalb setzen die folgenden Ideen nicht bei der Technik an, sondern bei deiner Haltung. Sie sollen dir helfen, wieder selbst am Steuer zu sitzen und nicht nur zu reagieren, wenn der nächste Trend um die Ecke kommt.

Denk nach: So wird KI zum Werkzeug, nicht zum Stressfaktor

Dabei wirken einige der Ideen und Vorschläge vielleicht auf den ersten Blick ungewohnt, vielleicht sogar kontraintuitiv. Manche bremsen bewusst, wo sonst beschleunigt wird.

Andere setzen klare Grenzen, wo üblicherweise Offenheit propagiert wird. Das ist kein Zufall. Denn wer aus dem Leerlauf herauskommen will, braucht nicht mehr Drehzahl, sondern einen Gangwechsel.

Verstehe die folgenden Punkte deshalb weniger als Checkliste, sondern eher als Einladung zum Experimentieren. Du musst nicht alles umsetzen. Es reicht, wenn dich ein oder zwei Ideen zum Nachdenken bringen, oder dir helfen, deinen eigenen Umgang mit KI klarer, ruhiger und wirksamer zu gestalten.

1. KI nur nutzen, wenn das gewünschte Ergebnis klar definiert ist

Viele KI-Nutzungen beginnen mit „Mal sehen, was dabei herauskommt“. Das ist meiner Ansicht nach einer der Hauptgründe für „Tool-Hopping“ und „Overload“. Probiere es vielmehr einmal mit dem Folgenden: Du startest erst, wenn Du das Output-Format in einem Satz klar benennen kannst.

Beispiele:

  • „Ich will eine E-Mail mit drei Varianten und einem klaren Call-to-Action.“
  • „Ich will eine Entscheidungsvorlage mit Pro/Contra, Risiken, nächstem Schritt.“
  • „Ich will einen Entwurf, den ich in 20 Minuten finalisieren kann.“

Diese Idee wirkt banal, ist aber ein starker Filter. Sie trennt „KI als Spielwiese“ von „KI als Werkzeug“. Und sie verhindert, dass du in den Modus gerätst, in dem du zwar permanent optimierst, aber nichts abschließt.

2. Ein Monat ohne neue Prompts: Bestehende KI-Tools veredeln

Dir ist bestimmt schon aufgefallen, dass die KI-Welt neue Prompts liebt. Das Problem dabei ist: Neue Prompts erzeugen das Gefühl von Fortschritt, obwohl sie häufig nur Variation von schon Bekanntem sind.

Setze dir daher für Januar (oder für einen anderen Monat) eine klare Regel: Du erstellst keine neuen Prompts. Du nutzt nur vorhandene und verbesserst sie systematisch.

Echte Effizienz entsteht nicht durch Kreativität im Prompting, sondern durch Standardisierung: Du baust dir zwei bis fünf „Arbeits-Prompts“, die du wirklich beherrschst.

Du ergänzt Beispiele, definierst Qualitätskriterien, legst Tonalität fest und baust Kontrollfragen ein. Am Ende dieses Monats hast du nicht mehr „KI ausprobiert“, sondern ein kleines, stabiles Promptsystem für dich geschaffen.

3. KI-Ergebnisse kritisch prüfen und Qualität sichern

KI, insbesondere die gängigen Large Language Models wie ChatGPT und Gemini, haben die Eigenart, dir als Nutzer viel Bestätigung zu geben. Du kennst das sicher: „Das ist eine wichtige Frage.“, oder „Das kann ich dir präzise und strukturiert beantworten.“.

Du willst aber nicht Zustimmung, sondern Qualität. Etabliere deshalb eine Art zweite Instanz, bevor du KI-Ergebnisse übernimmst. Nutze zukünftig KI in zwei Rollen: Zum einen als Produzenten, der einen Text, Plan oder Entwurf erstellt. Zum anderen als Schiedsrichter, der das Ergebnis nach einem festen Kriterienkatalog bewertet.

Genau auf den Kriterienkatalog kommt es dabei an. Gib ihm Gewichtungen und Strafpunkte, zum Beispiel:

  • Unklare Aussagen (-2),
  • fehlende konkrete nächste Schritte (-3),
  • zu viel Buzz-Wording (-2),
  • Widersprüche (-4) oder
  • fehlender Bezug zur Zielgruppe (-3).

Der Schiedsrichter soll nicht „nett“ sein, sondern präzise. So wird KI nicht zum Ja-Sager, sondern zum Qualitätssicherungssystem. Und du kommst raus aus dem Gefühl, ständig nachbessern zu müssen, ohne zu wissen warum.

4. Zeitfenster für KI-Überforderung einplanen und Stress reduzieren

Das klingt absurd, ist aber psychologisch klug. Ein großer Teil von Unruhe entsteht, weil Überforderung als „Ausnahme“ erlebt wird, die man schnell beseitigen muss.

Drehe es deshalb um: Plane in deinem Kalender kleine Zeitfenster ein, in denen du explizit nicht produktiv sein musst, sondern nur mit KI „herumspielst“.

Jeden zweiten Mittwoch zum Beispiel nimmst du dir 30 Minuten Zeit für eine Art „KI-Radar“. Du liest zwei Updates, testest eine Funktion, probierst ein neues Tool.

Dann notierst du dir jeweils zwei Erkenntnisse: relevant oder irrelevant. Mehr nicht. Dadurch verliert das Thema seinen ständigen Druck, weil es einen festen Ort bekommt. Der Rest der Woche ist dann frei für Umsetzung.

5. Alte Gewohnheiten beenden, bevor ein neues KI-Tool eingeführt wird

KI-Tool-Sammlungen sind oft die moderne Form des schlechten Gewissens. Du hast zehn Tools, aber keine Routine. Probiere deshalb einmal die folgende Idee aus: Jedes neue Tool darf nur dann kommen, wenn du dafür etwas anderes konsequent beendest.

Beispiele:

  • „Wenn ich Tool X nutze, höre ich auf, Y manuell zu machen.“
  • „Wenn ich Tool X einführe, streiche ich Z aus meinem Wochenablauf.“

Das „Nein“ ist teuer und genau deshalb wirkt es. Es zwingt dich zur Priorisierung und verhindert, dass KI zu einer Ansammlung von (ungenutzten) Möglichkeiten wird, die dich aufgrund des Umfangs eher belastet als entlastet.

6. Jahresziele rückwärts planen: Weniger ist mehr

Viele Ziele scheitern, weil sie additiv gedacht werden, nach dem Motto: „Ich will mehr machen.“ In einem ohnehin schnellen System ist aber oft das Subtraktive der Hebel: „Was will ich endlich NICHT mehr machen?“

Schreibe dir deshalb mit Blick auf das Ende des Jahres drei Sätze auf: „Im Dezember tue ich nicht mehr …“ (z.B. „… alles sofort beantworten“, „… Texte ohne Struktur anfangen“, „… Entscheidungen ohne Kriterien treffen“).

Dann nutzt du KI als Kündigungsassistent: Sie soll dir Prozesse bauen, Textbausteine formulieren, Entscheidungsrahmen erstellen und Vorlagen generieren, damit du die von dir genannten Dinge wirklich beenden kannst.

7. Digitale Achtsamkeit: Die Offline-Session gegen KI-Überforderung

Wenn du nur eine Gewohnheit in 2026 etablieren willst, dann versuche es mit dieser: Schreibe dir einen festen Zeitraum in deinen Kalender mit etwa 60 bis 90 Minuten. Das wird deine „Offline-Produktivitätssession“.

In dieser Session halte ein Notizbuch, einen Stift und einen Tee oder Kaffee bereit. Was du nicht brauchst, ist ein Bildschirm, egal welcher Art.

Direkt vor der Session holst du dir von KI genau einen Input, zum Beispiel eine Liste von zehn blinden Flecken zu deinem aktuellen Vorhaben oder drei alternative Perspektiven auf ein Problem. Dann gehst du in deine Session und denkst über den KI-Input nach.

Diese Methode ist ein sehr wirksames Gegenmittel gegen den KI-Leerlauf. Du nutzt nämlich KI als Funken, während du die Flamme selbst entfachst. Dadurch kommst du von Leerlauf zur richtigen Richtung.

Richtungs-Kompass: Die Leitfrage, die du in jedes KI-Fenster schreibst

Am Ende läuft alles auf eine simple Fähigkeit hinaus: Die Richtung halten zu können. Und damit sind wir bei der Bonusidee. Denn um Richtung zu halten, brauchst du lediglich eine Leitfrage, die du konsequent nutzt, beispielsweise: „Bringt mich das in 30 Tagen spürbar voran oder beschäftigt es mich nur?“

Schreibe sie dir als erste Zeile in jeden Prompt. Lass KI sie mit beantworten. Du wirst überrascht sein, wie oft die ehrliche Antwort lautet: „Das ist interessant, aber nicht jetzt.“ Damit wird KI zu dem, was sie sein sollte: ein Verstärker deiner Prioritäten und nicht ein Verstärker deiner Zerstreuung.

Fazit: KI-Überforderung in den Griff bekommen

Die Entwicklungsgeschwindigkeit im KI-Bereich wird nicht abnehmen, soviel ist sicher. Entscheidend wird deshalb, wie du damit umgehst. Meine Empfehlungen sollen dir helfen, die Kontrolle zu behalten (oder wieder zurückzubekommen) und damit über die Richtung zu entscheiden beziehungsweise entscheiden zu können.

Genau das ist die Weiterentwicklung zu meiner Weihnachtskolumne: Aus dem „Weg vom Gas“ wird ein bewusstes Schalten in den richtigen Gang und Lenken in die bewusst gewählte Richtung. Aus dem Motor im Leerlauf wird ein Motor, der Kraft hat aber nicht mehr sinnlos hochdreht.

Du musst nicht alles mitmachen. Du musst nicht alles sofort verstehen. Du musst vor allem eines: entscheiden, was für dich zählt. Dann wird KI nicht zum Lärm. Dann wird sie Rückenwind. Ich wünsche alles Gute für 2026!

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Die Krankenkassen mit den niedrigsten Beitragssätzen 2026

05. Januar 2026 um 20:12

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Arzt Sparschwein Krankenkassen Versicherung

Ein neues Jahr bedeutet immer auch neue Kosten. 2026 müssen die Menschen in Deutschland in vielen Bereichen tiefer in die Tasche greifen, darunter auch für die Krankenversicherung. Deshalb ist es umso nützlicher, die Krankenkassen mit den niedrigsten Beiträgen zu kennen.

Wer am Ende des Monats mehr Netto vom Brutto übrig haben will, sollte heute nicht mehr nur über eine Gehaltserhöhungen verhandeln, sondern auch einen Blick auf seine Krankenkasse werfen. Natürlich steigen die Beiträge auch in diesem Jahr wieder an, und die Wahl einer günstigen Krankenkasse wird immer wichtiger. Die gute Nachricht ist: Bei rund der Hälfte der Versicherer ist der Zusatzbeitrag 2026 stabil geblieben.

Niedrigsten Beitragssätze 2026: Mit diesen Krankenkassen kannst du sparen

Im Mittelfeld der insgesamt siebenundsechzig von Stiftung Warentest verglichenen Krankenkassen, sind einige bekannten Namen mit vielen Kunden zu finden. Die Debeka BKK liegt zum Beispiel bei einem stabilen Beitragssatz von 17,85 Prozent, und die Salus BKK kommt nach einer moderaten Erhöhung auf 17,89 Prozent. Auch die Barmer rangieren mit einem stabilen Satz von 17,89 Prozent nur knapp hinter der Top Ten.

Bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro monatlich lässt sich durch einen Wechsel zu einer günstigen Kasse eine Ersparnis von rund 400 Euro pro Jahr erzielen. Allerdings ist bei Vergleichen Vorsicht geboten, denn der reine Blick auf die Prozentzahlen kann trügerisch sein. Auch die individuellen Bedürfnisse spielen eine Rolle.

Rund 95 Prozent der medizinischen Leistungen sind zwar gesetzlich festgeschrieben, doch die restlichen fünf Prozent machen oft den entscheidenden Unterschied im Alltag. Hier geht es um Zusatzleistungen wie professionelle Zahnreinigung, Osteopathie oder Zuschüsse zur künstlichen Befruchtung, die schnell ins Geld gehen können.

Wer wechseln möchte, hat es relativ leicht. Nach einer Mitgliedschaft von zwölf Monaten, können Versicherte mit einer Frist von zwei Monaten kündigen. Welche bundesweiten Krankenkassen sich durch günstige Konditionen dafür anbieten, verraten wir im folgenden Ranking.

Platz 9 (geteilt): Bertelsmann BKK

Die Bertelsmann BKK eröffnet unsere Liste. Mit einem Beitragssatz von 17,80 Prozent und einem Zusatzbeitrag von 3,20 Prozent ist die Kasse im Vergleich zum Vorjahr stabil. Zu den Zusatzleistungen gehört die teilweise Übernahme einer professionellen Zahnreinigung.

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Halb Smartphone, halb Kamera: Das Nubia Z80 Ultra im Test

05. Januar 2026 um 14:37

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Nubia Z80 Ultra Test Kamera Erfahrungen

Das Nubia Z80 Ultra ist ein Smartphone, das sich viele Hersteller nicht trauen würden: Ein Spagat aus klassischer 35-mm-Fotografie, riesigem Akku und modernster Technologie – und das zu einem Preis, der die etablierte Konkurrenz nervös machen könnte. 

Nubia Z80 Ultra: Design und Verarbeitung

Das Design ist typisch für die Z-Reihe von Nubia: eckig, kantig und kompromisslos flach. Es gibt keinen „Punch-Hole“-Ausschnitt für die Frontkamera, da diese – wie bei Nubia mittlerweile Tradition – unter dem Display sitzt. Das sorgt für eine ungestörte Optik und ist etwas, das andere Hersteller wie Samsung bisher aufgegeben haben.

Die Rückseite dominiert ein massives Kameraelement. Das Glas fühlt sich zwar hochwertig an und weist Fingerabdrücke gut ab, bietet aber leider kaum Halt; ohne Hülle rutscht das Gerät schnell aus der Hand. Dafür ist das Gehäuse robust gebaut und verfügt laut Datenblatt über eine IP68- und sogar IP69-Zertifizierung, was es gegen Staub und Wasser (auch unter Hochdruck) bestens schützt.

Das Nubia Z90 Ultra in Schwarz in einer Hand
Das Design des Nubia Z80 Ultra ist auffällig und außergewöhnlich. (Bild: BASIC thinking)

Besonders spannend sind die physischen Tasten an der Seite: Es gibt einen klassischen „Alert-Slider“ (Schiebeschalter) und – das ist das Highlight – eine dedizierte, zweistufige Kamerataste. Der Fingerabdrucksensor sitzt unsichtbar unter dem Bildschirm und verrichtete im Test zuverlässig seinen Dienst.

Der Bildschirm: Riesig, aber mit einem Haken

Mit 6,85 Zoll ist das OLED-Display wahrlich riesig. Die Auflösung von 2688 x 1216 Pixeln (1.5K) sorgt für eine knackige Schärfe, und dank der maximalen Bildwiederholrate von 144 Hz laufen Inhalte butterweich. Auch die Farbwiedergabe und Helligkeit haben mir im Alltag sehr gut gefallen – gerade beim Spielen oder Videoschauen spielt das ununterbrochene Display seine Stärken aus.

Der Bildschirm des Nubia Z80 Ultra mit BASIC thinking geöffnet.
Der Bildschirm des Nubia Z80 Ultra ist riesig. (Bild: BASIC thinking)

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: Nubia verzichtet auf die LTPO-Technologie. Das Panel kann die Bildwiederholrate also nicht variabel bis auf 1 Hz herunterregeln, was bei der Konkurrenz mittlerweile Standard ist, um Energie zu sparen.

Halb Smartphone, halb Kamera: Herzstück des Nubia Z80 Ultra

Kommen wir zum eigentlichen Fokus dieses Geräts. Nubia will nicht einfach nur gute Fotos machen, sie wollen das Gefühl einer Kamera vermitteln. Das gelingt vor allem durch das optionale „Retro Kit“.

Dieses Erweiterungskit ist weit mehr als eine Spielerei. Verbindet man es mit dem Smartphone, verwandelt sich das Z80 Ultra optisch und haptisch in eine klassische Messsucherkamera. Es verfügt über zwei zusätzliche Einstellräder, einen großen Auslöser, einen Kippschalter und sogar einen Blitzschuh.

Ein Filteradapterring liegt ebenfalls bei. Wer wirklich ernsthaft mit dem Smartphone fotografieren will, für den ist dieses Zubehör eine Anschaffung wert – es macht im Alltag einfach Spaß und verändert die Art, wie man fotografiert.

Das Nubia Z80 Ultra im "Retro Kit".
Das Nubia Z80 Ultra „Retro Kit“ verwandelt das Smartphone in eine Kamera. (Bild: BASIC thinking)

Aber auch ohne Kit merkt man den Fokus: Der zweistufige Auslöser am Gerät selbst (halb drücken zum Fokussieren, durchdrücken zum Auslösen) erinnert stark an Sony-Xperia-Modelle und ist den reinen Touch-Lösungen anderer Hersteller überlegen. Der seitliche Slider lässt sich so konfigurieren, dass er direkt den „Street-Mode“ startet, was Schnappschüsse enorm erleichtert.

Die Kameras: 35mm sind die Seele

Ganz ehrlich, die Umstellung beim Nubia Z80 Ultra ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Während fast jedes andere Smartphone da draußen standardmäßig mit einer Weitwinkel-Optik startet, setzt Nubia hier stur auf 35 mm als Hauptbrennweite.

Das heißt im Klartext: Man muss für das gleiche Motiv oft einen Schritt zurückgehen. Nubia will damit mehr auf „bewusste Fotografie“ setzen. Dazu soll auch eine physische Taste zum Auslösen helfen. Die dedizierte Kamerataste an der Seite hat zwei Druckpunkte – halb drücken zum Fokussieren, durchdrücken zum Schießen. Das kennt man sonst nur von Sony oder richtigen Kameras – und es macht im Alltag richtig Laune.

Das Kamera-Setup des Nubia Z80 Ultra
Das Nubia Z80 Ultra hat drei Kameras auf der Rückseite. (Bild: BASIC thinking)

Ein echtes Highlight für den Spieltrieb ist das optionale Retro-Kit. Klar, wenn man das dranschraubt, wird das Smartphone zum Ziegelstein und passt in keine normale Hosentasche mehr.

Aber mit den zusätzlichen Rädchen an der Belichtung zu drehen und diesen riesigen Auslöser zu drücken, gibt einem ein haptisches Feedback, das einem Touchscreen einfach fehlt. Es ist sicher nichts für jeden Tag, aber wenn ich bewusst auf Foto-Tour gegangen bin, wollte ich es nicht missen.

Kameraqualität des Nubia Z80 Ultra

Qualitativ ist die 50-MP-Hauptkamera dabei mein klarer Favorit. Die Bilder sind scharf, haben einen tollen Detailgrad und vor allem ein sehr schönes, natürliches Bokeh, das nicht so künstlich berechnet wirkt. Einen kleinen Dämpfer gibt es aber bei der Farbwiedergabe: Gerade Rottöne trifft die Software manchmal nicht ganz, das wirkt dann schnell mal etwas zu knallig oder leicht verfälscht.

Bei der Telekamera muss man ein bisschen aufpassen. Die Software neigt dazu, standardmäßig auf 85 mm zu springen, obwohl der verbaute 64-MP-Sensor eigentlich nativ bei etwa 70 mm liegt. Ich habe mir angewöhnt, das manuell auf 70 mm zu korrigieren. Der Unterschied ist sichtbar: Bei 70 mm sind die Fotos knackig und farblich oft sogar stimmiger als bei der Hauptkamera, während sie bei 85 mm schon leicht digital nachgeschärft und weicher wirken.

Die Ultraweitwinkel-Kamera mit ihren 50 MP habe ich weniger für Panoramen genutzt, sondern überraschend oft für Nahaufnahmen. Der Makro-Modus funktioniert erstaunlich gut und liefert deutlich brauchbarere Ergebnisse als diese unsäglichen 2-MP-Makrolinsen, die andere Hersteller oft verbauen.

Wir haben einige Testfotos mit dem Nubia Z80 Ultra gemacht, die du hier anschauen kannst.

Wo Licht ist, ist beim Z80 Ultra aber auch viel Schatten – und der liegt sprichwörtlich auf der Frontkamera. Da die Linse unter dem Display verbaut ist, um den Bildschirm makellos zu halten, leidet die Qualität massiv. Selfies sehen oft aus, als hätte man einen Fettfinger auf der Linse.

Es wirkt weichgezeichnet, und sobald man Gegenlicht hat, ist die Kamera komplett überfordert. Für einen schnellen Videocall reicht es, aber wer sein Instagram-Profil mit Selfies füllen will, wird hiermit nicht glücklich. Auch im Videobereich schlägt sich das Z80 Ultra wacker mit bis zu 8K30 oder 4K120 Aufnahmeoptionen.

Hardware und Performance: Power ohne Ende

Unter der Haube arbeitet absolute Spitzenklasse. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 (3-nm-Verfahren) sorgt in Kombination mit – in meinem Testgerät – 16 GB LPDDR5X RAM und 512 GB UFS4.1 Speicher für brachiale Leistung. Im Alltag und bei Benchmarks bewegt sich das Gerät auf dem Niveau dedizierter Gaming-Smartphones.

Das Spiel "Red Dead Redemption" auf dem Nubia Z80 Ultra
Auf dem Nubia Z80 Ultra laufen alle aktuellen Mobile-Spiele wir „Red Dead Redemption“ auf höchsten Einstellungen (Bild: BASIC thinking)

Allerdings hat diese Leistung ihren Preis: Bei längerer Volllast wird das Gerät spürbar warm. Wer stundenlanges Gaming plant, sollte vielleicht eher zu einem Modell mit aktiver Kühlung (wie von RedMagic) greifen. Die Stereo-Lautsprecher und der kräftige Vibrationsmotor runden das Multimedia-Paket jedoch positiv ab.

Der Akku des Nubia Z80 Ultra ist ein echter Dauerläufer

Hier setzt Nubia neue Maßstäbe. Ein 7200 mAh Akku ist in einem Flaggschiff dieser Dicke (8,6 mm) eine Ansage. Im Test hielt das Gerät locker einen, oft sogar zwei Tage durch. Und wenn der Strom doch mal ausgeht, ist er dank 80 Watt Laden (sowohl kabelgebunden als auch kabellos!) in knapp 50 Minuten wieder voll. Das ist im Alltag ein echter Luxus und erreiche ich bei meinem iPhone 17 Pro oder Pixel 10 Pro Xl nicht.

Nubia Z80 Ultra Akku
Der 7200 mAh große Akku hält über einen Tag im Alltag. (Bild: BASIC thinking)

Software als Achillesferse

Wo viel Licht ist, ist beim Z80 Ultra leider auch viel Schatten – und der liegt auf der Software. Das Gerät kommt zwar mit dem „Nebula AIOS 2.0“ (basierend auf Android 16), doch die Erfahrung ist durchwachsen. Es gibt Übersetzungsfehler im Menü und die Update-Garantie ist im Vergleich zur Konkurrenz enttäuschend.

Nubia verspricht nur ein großes OS-Upgrade und drei Jahre Sicherheitsupdates. Im Vergleich zu Samsung oder Google, die bis zu sieben Jahre bieten, ist das schwach. Positiv hervorzuheben ist lediglich die Gaming-Oberfläche, die funktional und gut durchdacht ist.

Fazit: Nubia Z80 Ultra

Das Nubia Z80 Ultra ist ein Charakter-Smartphone. Es hat klare Ecken und Kanten – sowohl physisch als auch metaphorisch.

Wer ein Smartphone sucht, das sich durch sein Design, die physischen Kamera-Bedienelemente (besonders mit Retro Kit) und eine unglaubliche Akkulaufzeit von der Masse abhebt, der wird hier glücklich.

Die 35-mm-Optik verleiht Fotos einen einzigartigen Look. Wer jedoch Wert auf perfekte Software, lange Update-Garantien oder High-End-Selfies legt, sollte sich eher bei der Konkurrenz von Samsung oder Google umsehen.

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Straßenkraftwerk erzeugt Strom, wenn Autos darüberfahren

05. Januar 2026 um 05:45

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Strom aus Straßen

Ein österreichisches Start-up hat ein Straßenkraftwerk entwickelt, das Strom erzeugt, wenn Fahrzeuge darüberfahren. Allein schwere Lkw könnten im Hamburger Hafen jedes Jahr 40.000 Kilowattstunden generieren.

Im Rahmen der Energiewende entwickeln Forscher und Unternehmen immer wieder neue Konzepte. Ein neuer Ansatz demonstriert, wie Straßen, auf denen schwere Lastwagen unterwegs sind, zu sogenannten Straßenkraftwerken werden können.

Für diese Art der Stromerzeugung nahm die österreichische Firma Road Energy Production Systems (REPS) eine Anlage am Hamburger Hafen in Betrieb. Das Straßenkraftwerk funktioniert wie eine Bremsschwelle. Sobald schwere Fahrzeuge darüberfahren, drücken sie Segmente in der Straßendecke ein.

Die dabei entstehenden Impulse leitet das System mechanisch von der Straße zu einem Energiekonverter weiter. Dieser Konverter basiert auf dem weltweit ersten Permanent-Magnetlager, das durch eine patentierte magnetische Federung fast keine Reibung bei der Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie erzeugt.

Straßenkraftwerk erzeugt Strom auf Straßen

Einfach gesagt wandelt das System damit auf Umwegen Bremsenergie in Strom um. Die erzeugte Elektrizität wird zwischengespeichert und kann je nach Bedarf entweder in ein Speichersystem geleitet oder direkt in das Stromnetz eingespeist werden.

Das System benötigt nur eine Eindringtiefe von acht bis zehn Zentimetern in den Boden, was eine schnelle und einfache Installation ermöglicht. Alle beweglichen Komponenten, wie die Auslöser, sollen austauschbar sein. Zudem kann die Straßenmeisterei alle kritischen Bauteile außerhalb der Fahrbahn warten. Das führt zu mehr Sicherheit sowie einer hohen Effizienz und Lebensdauer.

Der Hamburger Hafen könnte Kleinstadt mit Energie versorgen

Die Technologie ist besonders für Orte geeignet, an denen schwere Fahrzeuge mit geringer Geschwindigkeit fahren. Ein Beispiel ist das Erprobungsgebiet auf dem Hafengelände in Hamburg. Andere mögliche Orte sind Kreuzungsbereiche, Autobahnauffahrten oder Mautstellen mit einem hohen Güterverkehr.

Das erste System im Hamburger Hafen ist zwölf Meter lang und soll bereits Strom im Kilowattbereich liefern. Laut Schätzungen des Start-ups reichen 16 Lastwagen aus, um eine Kilowattstunde (kWh) Energie zu erzeugen. Durch das hohe Verkehrsaufkommen im Hamburger Hafen erwartet das Unternehmen, dass das erste System allein jährlich knapp 40.000 kWh Strom liefern kann.

Sollten alle der über 200 geeigneten Standorte im Hafen genutzt werden, könnte die jährliche Stromproduktion bei zehn Gigawattstunden liegen. Das entspricht in etwa dem Strombedarf einer Kleinstadt. Road Energy Production Systems geht davon aus, dass sich eine solche Anlage spätestens nach zehn Jahren amortisieren wird. Weltweit sollen bereits 40 Häfen Interesse an den Anlagen bekundet haben.

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Verbrenner in E-Autos umbauen: Lohnt sich der Aufwand?

04. Januar 2026 um 05:45

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Verbrenner in E-Autos umbauen Elektromobilität E-Autos Elektroautos

Der Umbau klassischer Verbrenner in E-Autos wäre eine nachhaltige Alternative zum Neuwagenkauf. Doch wie praktikabel sind solche Umbauten und welche Kosten würden diese verursachen?

Die Bundesregierung hat die Elektromobilität klar als zentralen Baustein ihrer Klimaziele verankert. So sollen bis zum Jahr 2030 rund 15 Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein.

Ziel ist es, die Emissionen im Verkehrssektor drastisch zu reduzieren. Denn nur so kann das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 erreicht werden.

Doch von den 15 Millionen vollelektrische Fahrzeugen ist Deutschland noch weit entfernt. Denn am 1. Oktober 2025 waren bislang nur 1,9 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs. Anfang des Jahres waren es im Vergleich dazu 29,9 Millionen Benziner sowie 13,8 Millionen Dieselfahrzeuge.

Eine Möglichkeit, die angestrebten Zahlen im Verkehrssektor dennoch bis 2030 zu erreichen, wäre der Umbau von Verbrennern in E-Autos. Doch wie praktikabel wäre das in der Realität und ab wann würde sich eine solche Investition rechnen?

Ist es sinnvoll, Verbrenner in E-Autos umzubauen?

Der Umbau von Verbrennern zu E-Autos würde eine Reihe von Vorteilen mit sich bringen. Denn durch die weitere Nutzung bestehender Fahrzeuge könnten eine große Anzahl an Ressourcen gespart werden.

Der Umbau würde es ermöglichen, Karosserie, Fahrwerk und viele weitere Bauteile weiterzuverwenden, diese müssten dann – im Vergleich zum Neukauf – nicht neu produziert werden. Gleichzeitig könnten Besitzer älterer Fahrzeuge einfacher in die Elektromobilität einsteigen und müssten hierfür kein komplett neues Auto kaufen. Dadurch könnten Kosten deutlich gesenkt werden.

Zusätzlich könnte die Klimaneutralität im Verkehrssektor schneller gesenkt werden, da der Bestand an E-Autos schneller vergrößert werden könnte. Das Vorgehen würde außerdem die Lebensdauer bestehender Autos nachhaltig verlängern.

Tatsächlich gibt es in Deutschland inzwischen Firmen, die sich auf genau solche Umbauten – sogenannte Retrofits – spezialisiert haben. So beispielsweise auch die Firma E-Revolt aus dem bayerischen Dachau. Diese hat für die Umrüstung des VW Golf 7 einen Bausatz entwickelt, der den Umstieg erleichtern soll.

Ab wann lohnt sich ein solcher Umbau?

E-Revolt selbst bezeichnet das entwickelte Verfahren als „kostengünstige Alternative zum Kauf eines neuen Elektrofahrzeugs“. Das System maximiere die Nutzung von Ressourcen und minimiere den Abfall.

Michael Krail, Verkehrsexperte am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, hat für den SWR eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt. Laut dem Experten sei die „Wirtschaftlichkeitsrechnung tatsächlich überraschend“.

Die Kosten für den Umbau durch E-Revolt liegen zwischen 12.000 und 15.000 Euro. Diese würden sich laut Krail beim Umbau eines zehn Jahre alten VW Golf mit Dieselmotor bei einer Fahrleistung von 14.000 km pro Jahr bereits nach sieben Jahren amortisieren. Bei einem Modell mit Benzinmotor wären dies nach neun Jahren der Fall.

Attraktiver könnten diese Umbauten natürlich auch durch staatliche Förderung werden. In Frankreich beispielsweise werden diese mit bis zum 5.000 Euro gefördert. Das deutsche Bundesverkehrsministerium hält jedoch eine „serielle Umrüstung von Pkw wirtschaftlich nicht für sinnvoll“, wie es auf Anfrage des SWR heißt.

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Diese Autos haben den höchsten Verbrauch

03. Januar 2026 um 20:29

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BMW M5 Auto Straße

Trotz hoher Spritpreise und einem steigenden Umweltbewusstsein in der Bevölkerung, gibt es noch immer Autohersteller, die auf pure Leistung setzen. Welche Modelle momentan den höchsten Verbrauch haben, zeigen wir in unserem Ranking.

Die Automobilbranche bewegt sich ganz klar in Richtung Elektromobilität und Effizienz. Aber trotz dieser Trends gibt es weiterhin einen Markt für Autos, die ohne Rücksicht auf den Verbrauch Leistung bringen sollen. Sogenannte „Spritfresser“ sind der Alptraum aller Umweltschützer und Sparfüchse. Welche Modelle 2025 am häufigsten an der Zapfsäule hängen, verraten wir in der Galerie.

Für diese Autos ist Effizienz ein Fremdwort

Eine aktuelle Liste auf Basis offizieller Daten von Natural Resources Canada (via The Car Guide) offenbart, welche Modelle momentan den höchsten Verbrauch haben. Allerdings wurden dabei extreme Sportwagen von Herstellern wie Ferrari oder Lamborghini sowie ultraluxuriöse Modelle von Firmen wie Rolls-Royce bewusst ausgeklammert. Stattdessen liegt der Fokus auf leistungsstarken, aber handelsüblichen Fahrzeugen.

Die Liste wird erwartungsgemäß von großvolumigen V8-Motoren dominiert, die oft durch Kompressoren oder Turbolader zusätzlich befeuert werden. Vor allem schwere, leistungsstarke SUVs und Pick-up-Trucks finden sich an der Spitze des Rankings wieder. Auffällig ist die starke Präsenz deutscher Premiumhersteller: Allein Mercedes-Benz und BMW sind mit insgesamt fünf Modellen in den Top Ten vertreten.

Zur Veranschaulichung: Bei einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometern können die hier vertretenen Fahrzeuge gut und gerne Spritkosten in Höhe von 6.000 bis fast 7.500 Euro verursachen. Im Folgenden präsentieren wir die zehn Autos mit dem derzeit höchsten Kraftstoffverbrauch.

Platz 10: GMC Sierra 1500 AT4X

Die Top Ten der durstigsten Autos wird vom GMC Sierra 1500 AT4X eröffnet, der auf einen kombinierten Verbrauch von 16,0 l/100 km kommt. Der riesige Pick-up mit dem 6,2-Liter-V8-Saugmotor ist vor allem für seine Offroad-Fähigkeiten bekannt.

GMC Sierra Auto
Foto: GMC

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Heizung, Strom und Solar: Was sich 2026 für Hausbesitzer ändert

03. Januar 2026 um 05:45

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Heizung Strom Solar 2026 Energiewende Erneuerbare Energien

Der Jahreswechsel bringt immer auch Neuerungen hinsichtlich wichtiger Vorgaben und Fördermodelle. Für die Erreichung der Klimaziele stehen 2026 hier auch Heizung, Strom und Solar im Fokus. Neue Regelungen bringen für Hausbesitzer neue Pflichten, aber auch attraktive Chancen.

Das Jahr 2026 könnte für viele Hausbesitzer zahlreiche Neuerungen bedeuten. Denn in den Bereichen Heizung, Strom und Solar treten neue Vorgaben und Förderregeln in Kraft, die den Weg zu mehr Energieeffizienz ebnen sollen.

Während einige Maßnahmen verpflichtend werden, eröffnen andere attraktive finanzielle Anreize für Modernisierungen und den Einsatz erneuerbarer Energien. Wer seine Immobilie zukunftssicher aufstellen möchte, sollte die wichtigsten Änderungen kennen – und frühzeitig planen.

Was ändert sich 2026 bei Strom und Gas?

Die Strompreise könnten für Endverbraucher im Jahr 2026 günstiger werden. Denn die Bundesregierung will private Haushalte und Unternehmen bei den Stromkosten entlasten.

Dafür hat sie einen Zuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro beschlossen, der günstigere Netzentgelte nach sich ziehen soll. Allerdings sind die Stromversorger nicht verpflichtet, die Senkung der Netzentgelte direkt an ihre Kunden weiterzugeben.

Die Bundesregierung rechnet für einen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden mit einer Entlastung in Höhe von etwa 100 Euro. Hierbei kann es jedoch regional zu Unterschieden kommen.

Zusätzlich entfällt ab dem Jahr 2026 die Gasspeicherumlage. Die Bundesregierung will so Verbraucher weiter entlasten und die Energiepreise in Deutschland stabilisieren. Bisher entfallen rund 2,4 Prozent des Gaspreises auf die Gasspeicherumlage, die zuletzt 0,34 Cent brutto pro Kilowattstunde betrug.

Doch wie auch beim Strom bedeutet das nicht unbedingt, dass der Gaspreis für alle Haushalte sinkt. Denn gleichzeitig sollen die Netzentgelte für Gas in fast ganz Deutschland steigen, was die geplante Entlastung vermutlich wieder ausgleicht.

Diese Änderungen stehen 2026 bezüglich der Heizung an

Das Heizen mit Gas und Öl soll ab 2026 teurer werden. Denn ab dem Jahreswechsel steigt der CO2-Preis für diese fossilen Brennstoffe erneut deutlich. Diese Preiserhöhung soll Anreize für Hausbesitzer schaffen, auf erneuerbare Energien umzusteigen.

Für das Heizen mit Heizöl und Erdgas wird dann ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 eingeführt. Im Jahr 2025 gab es hier noch einen festen Wert. Daher können die tatsächlichen Kosten schwanken, werden aber insgesamt höher sein als zuvor.

Beim Heizen mit Gas könnte das für Endverbraucher im kommenden Jahre eine Erhöhung der Kosten von bis zu 1,55 Cent pro Kilowattstunde bedeuten. Pro Liter Heizöl könnten es bis zu 20,70 Cent sein.

Das ändert sich 2026 in Sachen Solar

Die Mehrwertsteuerbefreiung für neu installierte Solaranlagen bis 30 Kilowattpeak gilt auch 2026 weiterhin. Dadurch werden Hausbesitzer bei Kauf und Installation entlastet. Außerdem muss weiterhin keine Umsatzsteuer auf die Einnahmen durch eingespeisten Strom entrichtet werden.

Für neu installierte PV-Anlagen könnte es ab 2026 keine feste Einspeisevergütung mehr geben. Das bezieht sich vor allem auf die Einspeisevergütung in Zeiten negativer Strommarktpreise. Die Einspeisevergütung für bereits bestehende Solaranlagen in Höhe von 7,86 Cent pro Kilowattstunde soll jedoch weiterhin bestehen bleiben.

Neu wird ab Juli 2026 das sogenannte Energy-Sharing für Hausbesitzer und Nachbarn hinzukommen. Besitzer einer Solaranlage können eine lokale Energy Sharing Community gründen und so ihren überschüssigen Solarstrom in der Nachbarschaft verkaufen. Voraussetzung hierfür ist, dass in allen beteiligten Haushalten intelligente Stromzähler beziehungsweise Smart Meter eingebaut sind.

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KI, E-Autoprämie, Deutschlandticket: Was sich 2026 ändert

02. Januar 2026 um 10:00

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KI E-Autoprämie ÖPNV Deutschlandticket 2026

Im Jahr 2026 stehen einige Veränderungen an. Wir blicken auf das, was rechtlich und politisch rund um Elektromobilität, den ÖPNV und Künstliche Intelligenz wichtig ist. Besonders relevant sind in Deutschland die neue E-Auto-Prämie, der AI Act samt KI-Kennzeichnungspflicht und das Deutschlandticket. Eine kommentierende Analyse.

E-Auto-Prämie, AI Act und Deutschlandticket

  • Nach dem Ende des Umweltbonus zum Jahreswechsel 2023/2024 gibt es 2026 eine Neuauflage der E-Auto-Prämie in Deutschland. Vom Staat gibt es bis zu 5.000 Euro für E-Autos und Plugin-Hybride – allerdings nur für Neuwagen. Außerdem erhalten die Förderung nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen unter 80.000 Euro – es geht also um Gering- und Mittelverdiener.
  • Mit dem AI Act hat die Europäische Union im August 2024 eine gesetzliche Regelung auf den Weg gebracht, die den Einsatz von KI regulieren soll. Alles, was damit erzeugt worden ist, war viel Unklarheit. Richtig wirksam werden die Änderungen erst ab dem 2. August 2026. Dann greift zum Beispiel auch die KI-Kennzeichnungspflicht, die Anbieter und Anwender von Künstlicher Intelligenz zu einer entsprechenden Kennzeichnung zwingen soll. Wer sich weigert, wird zur Kasse gebeten.
  • Lange war die Zukunft des Deutschlandtickets offen. Die ursprüngliche staatliche Zusage wäre Ende 2025 ausgelaufen. Jetzt steht fest: Die Zukunft des Deutschlandtickets ist für die Jahre 2026 bis 2030 sichergestellt. Das hat der Bundestag beschlossen – lediglich die AfD, die Linke und die Grünen haben dem Vorschlag der Bundesregierung nicht zugestimmt. Einziger Wermutstropfen: die Preise steigen weiter.

Neue E-Auto-Prämie ab 2026

Die Bundesregierung hat erkannt, dass es wichtig ist, der Nachhaltigkeit und der Zukunft unseres Planeten und unserer Gesellschaft in Deutschland einen gewissen Stellenwert einzuräumen. Das große Infrastrukturbudget, das mit einer Neuverschuldung in Milliardenhöhe einhergeht, hätte allerdings viel mehr Spielraum für viel konkretere Maßnahmen gegeben.

Die E-Auto-Prämie ist dafür das Paradebeispiel. Wieso gibt es eine Beschränkung anhand des Haushaltseinkommens? E-Autos sind deutlich teurer als Verbrenner – das beginnt bei der Anschaffung, geht über die notwendige Ladestruktur und endet bei den Ersatzteilen.

Wieso werden Besserverdiener gezielt ausgeschlossen? Wäre es nicht sinnvoll, wenn sich Abteilungsleiter einen E-Wagen zulegen anstatt das Geld in den nächsten Verbrenner-SUV zu investieren? Die E-Auto-Prämie ist ein gutes Beispiel für „gut gedacht, schlecht gemacht“.

Der ADAC schätzt, dass mit den drei Milliarden Euro aus dem Fördertopf rund 600.000 Fahrzeuge gefördert werden können. Wenn man die drei Milliarden Euro stattdessen in den ÖPNV-Ausbau und das Deutschlandticket gesteckt hätte, hätte man nicht nur ein kurzes Strohfeuer entfacht, sondern langfristig dafür gesorgt, dass weniger Menschen Auto fahren und die Landbevölkerung besser angebunden ist zu einem geringeren Preis.

Stimmen

  • Für Bundeskanzler Friedrich Merz ist die E-Auto-Prämie nur ein Puzzlestück in einem umfangreichen Maßnahmenpaket zum Schutz der deutschen Automobilindustrie: „Wir wollen die Automobilindustrie stärken und dabei Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung in Einklang bringen. […] So sollten nach 2035 nicht nur reine Elektroantriebe, sondern auch weiterhin Plugin-Hybride sowie Range-Extender zulässig sein. Auch hochentwickelte Verbrenner – wie von den Ministerpräsidenten der Länder gefordert – sind eine Option.“
  • Carsten Lexa, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Wirtschafts-, Gesellschafts- und Vertragsrecht, versteht den Wunsch nach einer KI-Kennzeichnungspflicht: „Viele Inhalte, die heute erstellt werden – sei es in der Musikproduktion oder im Rahmen der Bildbearbeitung – unterliegen keiner Kennzeichnungspflicht, obwohl sie digital bearbeitet werden und sich so – teilweise erheblich – von dem ursprünglichen Werk unterscheiden. Zudem wäre die praktische Umsetzung einer solchen Kennzeichnungspflicht schwierig und könnte unnötige Bürokratie schaffen, die am Ende vielleicht mehr Verwirrung stiftet als Klarheit.“
  • Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, ist von der beschlossenen Preiserhöhung und der flexiblen Anpassung beim Deutschlandticket nicht begeistert: „Die Menschen haben die berechtigte Erwartung, dass sie das Deutschlandticket im ganzen Land nutzen können. Doch da klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander, insbesondere in ländlichen Gegenden. Die Ergebnisse des Mobilitätsbarometers sind ein Auftrag an die Politik, ein deutlich besseres Angebot an Bussen und Bahnen bereitzustellen, vor allem durch häufigere Verbindungen. Das ÖPNV-Angebot in Stadt und Land muss mit den Erwartungen der Menschen Schritt halten.“

ÖPNV und E-Autos: Was uns 2026 erwartet

Jede getroffene Maßnahme, die den ÖPNV und die nachhaltige Mobilität in Deutschland stärkt, ist gut. Trotzdem zeigen sowohl die E-Auto-Prämie als auch die KI-Kennzeichnungspflicht, dass unsere Regierung mehr von Angst, denn von Wissen getrieben ist.

Natürlich ist es wichtig, dass Menschen in Deutschland und Europa vor den Gefahren von Künstlicher Intelligenz geschützt werden. Ebenso wichtig ist es, neue Kaufanreize für E-Autos zu schaffen. Allerdings ist es mindestens genauso wichtig, nicht ein Bürokratiemonster nach dem nächsten zu erschaffen. Kaum eine regulatorische Maßnahme im Jahr 2026 ist unkompliziert. Immer gibt es unzählige Voraussetzungen oder Klauseln, die beachtet werden müssen.

Wirklich hilfreich wäre es, wenn wir unseren Regierungs- und Entscheidungsapparat gezielt verschlanken würden, sodass wirklich den Menschen geholfen wird und nicht nur neue Jobs beim Staat geschaffen werden. Wir müssen den Sozialstaat und unsere Bevölkerung stärken und ihnen nicht die Lebensexistenz entziehen. Markus Söder und sein Kampf gegen Familien in Bayern zeigen, wie es nicht geht.

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Krankenkassen: Die größten Ausgabenposten nach Leistungsbereichen

01. Januar 2026 um 20:04

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Krankenkassen Zusatzbeiträgen, Arzt, Gesundheit, Gesundheitssyste, Krankheit, Beiträge, Geld

Die Beiträge für Krankenversicherungen steigen immer weiter an. Aber wofür verwenden die Krankenkassen das ganze Geld? Darüber gibt ein aktueller Bericht der GKV Aufschluss, auf dessen Basis wir ein Ranking der größten Ausgabenposten erstellt haben.

Die deutsche Bevölkerung wird immer älter, und so steigen natürlich auch die Krankenkassenbeiträge. Während einige andere Versicherungen und Lohnnebenkosten in den letzten Jahrzehnten sogar sanken, treiben die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die Kosten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf immer neue Rekordhöhen. Und für das kommende Jahr wird der nächste Anstieg erwartet.

Dafür geben Krankenkassen die Beiträge aus

Laut der Prognose der GKV werden die Ausgaben der Krankenkassen 2026 von 330 auf 353 Milliarden Euro steigen. Das ist ein Plus von 23 Milliarden Euro respektive 6,7 Prozent in nur einem Jahr. Von der Politik sind Sparmaßnahmen geplant, die zuletzt aber vorerst gestoppt wurden. Selbst wenn dieser Stopp aufgehoben wird, wären die Änderungen aber wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die aktuellen Zahlen der GKV zeigen auf, welche Bereiche die größten Kosten verursachen. Viele davon sind zuletzt nach oben geschossen. Auf den Krankenkassen lastet ein Kostendruck, der sich direkt auf die Beiträge auswirkt. Deshalb ist eine umfassende Gesundheitsreform dringend nötig, doch vorerst werden die Kosten weiter steigen.

Zahnersatz (4,17 Milliarden Euro), Schutzimpfungen (3,22), Früherkennungsmaßnahmen (2,93), Dialyse (2,31) und Schwangerschaft/Mutterschaft (1,53) haben es nicht in die Top Ten geschafft. Auf sonstige Leistungen verfallen 6,08 Milliarden Euro. In der folgenden Galerie zeigen wir die zehn Bereiche, für die Krankenkassen das meiste Geld ausgeben.

Platz 10: Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen

Den zehnten Platz der größten Ausgabenposten belegen die Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen, die im Jahr 2024 eine Summe von 4,63 Milliarden Euro verschlangen. Dieser Betrag fließt in Maßnahmen, die Krankheiten verhindern oder nach einer schweren Erkrankung die Gesundheit wiederherstellen sollen.

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