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Spotmarkt-Falle? Warum du das Strompreis-Risiko für dein Unternehmen nicht unterschätzen solltest

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Spotmarkt

Die Energiewende hat den deutschen Strommarkt grundlegend verändert. Während früher langfristige Festpreisverträge der Standard waren, drängen heute immer mehr dynamische Modelle auf den Plan. Besonders der Spotmarkt wird oft als die moderne und vermeintlich günstigste Lösung für KMU angepriesen.

Doch was auf den ersten Blick nach maximaler Transparenz und Marktnähe aussieht, entpuppt sich in der Praxis oft als gefährliches Risikomodell. Für viele kleine und mittlere Unternehmen wird die tägliche Preisjagd zur Belastungsprobe, die weit über die reine Kalkulation hinausgeht. Wer die Volatilität unterschätzt, gefährdet im schlimmsten Fall die eigene Liquidität.

Risiko statt Ersparnis: die Schattenseiten der Marktnähe

Hier stellt sich die entscheidende Frage: Musst du als Unternehmer wirklich das volle Risiko tragen, um marktgerechte Preise zu bekommen? Die Antwort lautet nein. Es gibt hybride Beschaffungsmodelle, die wie ein Sicherheitsnetz fungieren. Diese ermöglichen es, dass Betriebe ohne Spotmarkt-Risiko von Marktchancen profitieren, indem sie an fallenden Preisen teilhaben, aber gleichzeitig gegen extreme Preisspitzen abgesichert sind.

Strategische Abgrenzung zum klassischen Spotmarkt 

Ein intelligentes Energiemanagement erkennt, dass reine Spotmarkt-Modelle oft die nötige Planungssicherheit vermissen lassen, die für nachhaltiges Wirtschaften in Deutschland unerlässlich ist. Genau hier setzt das Modell dynamIQ von wattline an: Es ist eben kein klassisches Spotmarkt-Produkt, sondern eine strukturierte Lösung, die die Zügel bei der Kalkulation fest in der Hand behält. Während man am Spotmarkt flexibel, aber schutzlos agiert, bietet dieses Modell die nötige Balance und damit einen echten Wettbewerbsvorteil.

Schutz vor Mehr- und Mindermengenrisiken

Besonders tückisch sind bei klassischen Festpreisverträgen die sogenannten Mehr- und Mindermengenrisiken. Diese Verträge legen eine fest abzunehmende Energiemenge zu einem fixen Preis fest, meist mit einem Toleranzband von etwa ±10 %. 

Verbrauchst du mehr als vereinbart, wird die Differenz zu aktuellen Marktpreisen nachgekauft, mit all der Spotmarkt-Volatilität, die das mit sich bringt. Benötigst du hingegen deutlich weniger, muss der Versorger die überschüssige Menge oft zu ungünstigen Konditionen abverkaufen und gibt diese Kosten an dich weiter.

Gerade bei schwankender Auftragslage kann das Budget so schnell aus dem Ruder laufen. Hybride Beschaffungsmodelle mit kollektivem Mengenausgleich schaffen hier Abhilfe, sodass weder teure Nachkäufe noch Abverkaufskosten anfallen.

Volatilität als Stressfaktor für das Budget

Die Preisschwankungen an der Strombörse EPEX SPOT sind enorm. Innerhalb weniger Stunden können sich die Arbeitspreise vervielfachen. Während Großkonzerne ganze Abteilungen für das Risikomanagement beschäftigen, fehlt in KMU oft die Zeit, sich täglich mit den Lastgangkurven auseinanderzusetzen.

Wenn du jede Woche die Strombörse beobachten musst, fehlt dir diese Zeit in deinem Kerngeschäft. Der Spotmarkt verlangt eine Aufmerksamkeit, die ein normaler Betrieb kaum leisten kann, ohne die Effizienz in anderen Bereichen zu opfern. Wer hier blind auf den „günstigen Moment“ hofft, spielt im Grunde Roulette mit seinen Betriebskosten.

Das Problem verschärft sich durch die Kopplung der Märkte. Da der Strompreis oft durch das teuerste Kraftwerk bestimmt wird (Merit-Order-Prinzip), zahlst du bei Gasknappheit Spitzenpreise, selbst wenn die Sonne scheint. 

Warum Dunkelflauten kein Randphänomen sind

Der Begriff der Dunkelflaute beschreibt Zeiten, in denen weder Wind- noch Solarenergie in ausreichendem Maße ins Netz eingespeist werden. Da Deutschland den Atomausstieg vollzogen hat und aus der Kohle aussteigt, müssen in diesen Zeiten teure Gaskraftwerke die Lücke füllen. Die Preise schießen dann am Spotmarkt unkontrolliert nach oben.

Für dich als Unternehmer bedeutet das: In genau den Zeiten, in denen die allgemeine Wirtschaftslage vielleicht ohnehin angespannt ist, steigen deine Fixkosten massiv an. Ein Risiko, das durch die zunehmende Elektrifizierung in Zukunft eher noch zunehmen wird. Es ist daher essenziell zu verstehen, was die Energiewende für Unternehmen bedeutet, um rechtzeitig auf volatile Versorgungslagen reagieren zu können

Du musst verstehen, dass der Spotmarkt kein statisches Gebilde ist. Er reagiert sensibel auf geopolitische Spannungen, Wetterkapriolen und technische Ausfälle. Wer hier keine Absicherung nach oben hat, sieht seine Marge innerhalb weniger Tage dahinschmelzen, ohne selbst Einfluss auf den Prozess nehmen zu können.

Transparenz vs. Komplexität: den Durchblick behalten

Ein großer Kritikpunkt am reinen Spotmarkt ist die Komplexität der Abrechnungen, durch die Kosten oft erst rückwirkend verstanden werden. Echte Transparenz bedeutet jedoch, Preise nicht nur zu sehen, sondern sie durch klare Kostenstrukturen steuerbar zu machen. 

Bevor du dich entscheidest, solltest du prüfen, wie hoch dein tolerierbares Preisrisiko ist, ob dein Lastgang flexibel genug reagiert und ob deine Verträge gegen extreme Spitzen (Caps) abgesichert sind. 

Fazit: Strategie schlägt Spekulation

Wer heute noch glaubt, Strompreise seien reine Glückssache, handelt fahrlässig. Der Spotmarkt bietet zwar Chancen, doch ohne einen professionellen Filter wird er für KMU schnell zur finanziellen Gefahr. Echte Marktgerechtigkeit entsteht nicht durch das Eingehen maximaler Risiken, sondern durch eine kluge Kombination aus Flexibilität und Sicherheit.

Du solltest dein Energiemanagement als festen Teil deiner übergeordneten Risikostrategie begreifen. Modelle wie dynamIQ zeigen eindrucksvoll, dass es möglich ist, modern und marktnah einzukaufen, ohne nachts wach liegen zu müssen, weil der Wind gerade nicht weht. Am Ende des Tages zählt für dein Unternehmen vor allem eines: Verlässlichkeit und eine solide Kalkulationsbasis.

Wenn du die Weichen jetzt richtig stellst, machst du deine Energiekosten vom unkalkulierbaren Risiko zum planbaren Faktor. Nutze die technologischen Möglichkeiten und die Kraft einer Gemeinschaft, um dein Business wetterfest für die Zukunft zu machen. Denn wahre Souveränität am Energiemarkt bedeutet, Chancen zu nutzen, ohne die Kontrolle abzugeben.


Über den Autor: Philip Gutschke

Philip Gutschke ist seit über 15 Jahren im Energiesektor zu Hause. Als stellvertretender Geschäftsführer und Bereichsleiter Energiebeschaffung bei wattline verantwortet er die strategischen Einkaufsprozesse der Energie-Einkaufsgemeinschaft. Seine Expertise, die er zuvor in der Unternehmensberatung und bei Energieversorgern vertiefte, setzt er heute auch als Interessenvertreter beim BDEW ein. Er brennt für die aktuellen Entwicklungen am Energiemarkt und hilft KMU dabei, komplexe Marktherausforderungen zu meistern.

Bild: Philip Gutschke

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KI-Serie „Fruit Love Island“: Wenn Obst toxische Klischees befruchtet

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Fruit Love Island KI-Serie Künstliche Intelligenz TikTok KI Früchte

Immer mehr Menschen konsumieren KI-Inhalte im Internet. Auf TikTok ging kürzlich die Mini-Serie Fruit Love Island viral. Formate wie diese stellen nicht nur klassische Reality-TV-Shows auf den Kopf. Sie triefen nur so vor Klischees und diskriminierenden Inhalten. Eine kommentierende Analyse.

Was ist Fruit Love Island?

  • Fruit Love Island ist eine KI‑generierte Mini‑Serie, die an die Reality‑TV‑Show Love Island angelehnt ist. Der Unterschied: Statt echter Menschen stehen animierte und vermenschlichte Früchte im Mittelpunkt. Die Charaktere verhalten sich ähnlich wie echte Reality‑TV‑Teilnehmer. Sie flirten, streiten, dramatisieren und bedienen Klischees. Die einzelnen Episoden sind zwei bis vier Minuten lang. Vom 13. bis zum 28. März erschienen auf TikTok insgesamt 22 Folgen.
  • Mittlerweile wurde die Serie aufgrund massiver Kritik eingestellt. Der ursprüngliche TikTok‑Account „ai.cinema021“ ist wegen zahlreicher Meldungen nicht mehr verfügbar. Zwar erreicht Fruit Love Island binnen weniger Tage hunderte Millionen Views und mehrere Millionen Follower. Doch die Handlung war für viele nicht nur fesselnd. Die Serie bediente frauenfeindliche und sexistische Inhalte. Mittlerweile kursieren die meisten Folgen von Fruit Love Island auch auf YouTube. Zudem gibt es zahlreiche Nachahmer.
  • Laut einer internationalen Studie unter der Leitung der Universität Bern entwickeln Menschen, die regelmäßig frauenfeindliche Medieninhalte konsumieren, selbst negative Einstellungen gegenüber dem weiblichen Geschlecht. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von mehr als 250 Studien mit über 130.000 Teilnehmenden. Vor allem junge Menschen würden demnach sensibel auf Inhalte wie Fruit Love Island reagieren. Die Folge: Frauen werden öfter abgewertet, entmenschlicht und auf ihren Körper reduziert.

Harmlose Früchte mit toxischer Botschaft

Fruit Love Island kommt als harmlose Frucht‑Fantasie daher. Doch die Mini‑Serie folgt einem altbekannten Drehbuch in einem neuen Gewand. Sie trieft nur so vor Diskriminierung, Vorurteilen und plumpen Rollenbildern – nur eben mit vermenschlichten Erdbeeren und Bananen statt mit echten Menschen. Doch die KI‑Serie kopiert nicht einfach nur Reality‑TV‑Shows. Sie destilliert toxische Inhalte und Elemente auf zwei bis vier Minuten herunter. Übrig bleibt ein Konzentrat aus Klischees und Krawall.

Satire ist das Ganze übrigens keineswegs. Denn wo Parodie überzeichnet, reproduziert Fruit Love Island schlicht das, was ohnehin schon schiefläuft. Nur deutlich schneller, billiger und massenhaft reproduzierbar. Frauenfiguren werden etwa betrogen, beschämt oder sexualisiert, während männliche Figuren dominieren, sie verlassen oder degradieren. Der Unterschied zu klassischen Trash‑TV‑Formaten: Es gibt keine Menschen mehr, die bloßgestellt werden oder sich des Geldes wegen blamieren, sondern nur noch ein System, das systematisch entmenschlicht.

Dass solche Inhalte ausgerechnet aus einem ökonomischen Kalkül heraus entstanden sind, macht die Sache nicht besser. Was als KI‑Ratgeber mit sprechenden Lebensmitteln begann, ist zu einer billig produzierten Dauerdama‑Fabrik mutiert. Die Logik dahinter ist simpel: Aufmerksamkeit schlägt Anstand. Bereits echte Reality‑TV‑Shows leben von Grenzüberschreitungen. KI treibt dieses Prinzip aber hemmungslos, gesichtslos und grenzenlos auf die Spitze.

Was Forscher zu Fruit Love Island sagen

  • Ein Reddit‑Nutzer in einer AntiAI‑Community: „Wie können die Leute diesen KI‑Fruit Love Island‑Mist wirklich genießen? Jedes Video hat Millionen von Aufrufen. Alle scheinen es so unterhaltsam zu finden, aber ich kann mir einfach nicht erklären, warum. Es ist schlampig, uninteressant und insgesamt schwer anzusehen. Nennen wir das jetzt ernsthaft Unterhaltung? Es kommt mir so vor, als würden wir uns als Gesellschaft zurückentwickeln.“
  • Christa Nater, Erstautorin der Studie und Forscherin an der Universität Bern, in einem Statement: „Die Ergebnisse unserer Studie sind besonders aussagekräftig, da wir eine breite Palette an Reaktionen studieren konnten, von harmloseren stereotypen Einstellungen bis hin zu aggressivem Verhalten gegenüber Frauen. (…) Besonders problematisch ist, dass infolge des Konsums frauenfeindlicher Medieninhalte Probanden häufig Frauen ihre Menschlichkeit absprechen, ihren Körper hauptsächlich als Objekt betrachten und sich aggressiv gegenüber Frauen verhalten.“
  • Michael Grabowski, Professor für Kommunikations‑, Ton‑ und Medienkunst an der Manhattan University, gegenüber NBC News: „Im Grunde handelt es sich hierbei um die Videoversion von Fanfiction. Sendungen wie ‚Love Island‘ basieren auf einfachen Archetypen und vorhersehbaren Dynamiken, was es für KI besonders einfach macht, sie in großem Maßstab nachzubilden und neu zu mischen.“ Grabowski ist der Ansicht, dass „es nach wie vor einen Platz für menschliche Geschichtenerzähler gibt, auch wenn KI einen Teil des einfachen oder passiven Fernseherlebnisses übernimmt.“

Warum KI-Serien nicht verschwinden werden

Problematische KI‑generierte Inhalte wie Fruit Love Island werden sich leider nicht von selbst erledigen. Im Gegenteil: Vor allem junge Nutzer, die auf Plattformen sozialisiert werden, konsumieren solche Inhalte oft ohne kritische Distanz. Doch wenn toxische Dynamiken als unterhaltsames Grundrauschen daherkommen, schleichen sie sich unbemerkt in Weltbilder ein. Fiktion bleibt dann nicht mehr folgenlos, sondern wirkt leise, aber nachhaltig nach.

Hinzu kommt eine perfide Dramaturgie aus maximaler Emotion in minimaler Zeit. Eine solch extreme Verdichtung sorgt für Dauerreiz und algorithmisch gesteuerte Dauerbindung. Getreu dem Narrativ, dass der nächste Clip schon wartet. Und mit ihm die nächste Dosis überzeichneter und diskriminierender Beziehungskatastrophen.

Naturlich ließe sich das alles irgendwie mit der Kunst‑ und Meinungsfreiheit verteidigen. Doch die Masche KI‑generierter Inhalte ist mindestens genauso plump wie gefährlich. Es geht schlichtweg darum, Aufmerksamkeit und Klicks zu generieren sowie Meinungen zu lenken – oder um „Sex sells“ im Obstregal.

All das ändert aber leider nichts daran, dass aktuell ein System entsteht, das problematische Inhalte effizient produziert und belohnt. Dabei verbreiten KI‑Inhalte wie Fruit Love Island nicht nur problematische Botschaften. Sie verbrauchen Ressourcen wie Wasser und Strom. Die Argumente, solche Inhalte nicht zu konsumieren, sind deshalb durchaus stichhaltig. Doch so unterhaltsam digitaler Obstsalat für manche auch sein mag: Er bleibt letztlich geschmackloser Schrott mit erstaunlich großer Reichweite.

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SEA-Agentur beauftragen: 6 Fragen, die jeder E-Commerce-Betreiber vorher stellen sollte

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SEA Agentur beauftragen_6 Fragen, die jeder E-Commerce-Betreiber vorher stellen sollte

Wer schon einmal erlebt hat, wie ein fünfstelliges Monatsbudget in Kampagnen versickert, die zwar Klicks liefern, aber keine Käufer, der weiß: Die Wahl der SEA-Agentur entscheidet über mehr als nur die Anzeigenplatzierung. Sie entscheidet darüber, ob bezahlter Traffic zum echten Wachstumshebel wird.

Die gute Nachricht: Es gibt viele kompetente SEA Agenturen, die echte Ergebnisse liefern. Die Herausforderung liegt darin, sie zu erkennen. Denn im Erstgespräch präsentieren sich die meisten sehr ähnlich. Wenn du die richtigen Fragen stellst, findest du jedoch schnell heraus, welche Agentur wirklich zu deiner Situation passt und welche nur gut aufgetreten ist.

Diese sechs Fragen helfen dir dabei.

Frage 1: Welche Erfahrung hat die SEA Agentur mit meiner Branche und meinem Produkttyp?

Eine Agentur, die jahrelang Dienstleistungsunternehmen betreut hat, bringt nicht automatisch das Handwerkszeug mit, das ein Online-Shop mit tausenden SKUs, saisonalen Nachfragesprüngen und komplexen Produktfeeds braucht. Deshalb solltest du vorher gezielt erfragen, welche Erfahrungen die SEA Agentur mit deiner Branche und deinem Produkttyp hat und am besten eine SEA Agentur mit einer Spezialisierung auf E-Commerce wählen oder dezidierten Erfahrungen mit deiner Branche.

Frage 2: Wie strukturiert die SEA Agentur Kampagnen?

Die Art, wie eine Agentur Kampagnen gliedert, zeigt, wie sie denkt. Du solltest also versuchen herauszufinden, ob sie Suchabsichten differenziert, Budgetpriorisierung strategisch betreibt und versteht, dass ein Brand-Keyword andere Margen erzeugt als ein generischer Suchbegriff. Da Google Ads mit einem weltweiten Marktanteil von über 90 Prozent der mit Abstand relevanteste Kanal für E-Commerce-Betreiber (Resourcera, 2026) ist, kannst du auch gezielt nach Kampagnentypen fragen.

Besonders aufschlussreich ist dabei der Umgang mit Performance-Max, das Google seit 2021 offensiv als Standardlösung bewirbt. Eine Agentur, die Performance-Max unreflektiert empfiehlt, weil die Automatisierung den eigenen Aufwand reduziert, optimiert möglicherweise das falsche Ziel.

Grundsätzlich kannst du dir merken: Eine ausweichende Antwort, die mit Fachbegriffen überhäuft, aber wenig erklärt, ist ein schlechtes Zeichen. Eine klare, nachvollziehbare Antwort auf die Frage nach der Kampagnenstruktur ist ein sehr gutes.

Frage 3: Wie werden Erfolg und Misserfolg gemessen, und was sind die Metriken?

Eine SEA Agentur, die primär auf Reichweite und Sichtbarkeit verweist, denkt in Kategorien, die für Branding-Kampagnen sinnvoll sein mögen, für performancegetriebenen E-Commerce jedoch viel zu kurz greifen. Eine SEA Agentur, die im Erstgespräch sofort von ROAS, Conversion Rate und Customer Acquisition Cost spricht und diese auf die spezifischen Margenstrukturen des Shops bezieht, denkt ökonomisch.

Mit so einer SEA Agentur kann sich eine Zusammenarbeit lohnen. Aber bei einer Agentur, die sogar von POAS spricht, also Profit on Ad Spend statt Return on Ad Spend, ist dein Werbebudget am allerbesten aufgehoben.

Frage 4: Wer hat Zugriff auf die Accounts und was passiert mit den Daten bei einer Kündigung?

SEA Agentur Vertragsfrage_Wer hat Zugriff auf das Konto

Diese Frage wird im Erstgespräch selten gestellt, weil sie sich wie ein schlechtes Omen anfühlt. Sie ist trotzdem unverzichtbar. Denn wenn du dein Google Ads Konto bei einem Agenturwechsel nicht mitnehmen kannst, beginnst du bei der nächsten Agentur wieder bei null, was Monate an Kosten für die Lernphase bedeutet.

Manche große Netzwerkagenturen verlangen bei einer Kündigung dann eine erhebliche Summe als Auslöse für das Konto. Wer diese Kosten auf das bisherige Werbebudget umrechnet, stellt schnell fest, dass hart erarbeitete Erfolge dadurch rechnerisch wieder aufgefressen werden. Dieser Mechanismus dient dazu, trotz schlechter Leistung nicht oder nur schmerzhaft kündbar zu sein.

Seriöse SEA-Agenturen hingegen bestehen von sich aus darauf, dass der Google Ads Account und alle verknüpften Konten immer beim Kunden liegen. Bei einem Wechsel übergibt sie nicht nur die Konten, sondern sämtliche erarbeiteten Erkenntnisse: Keyword-Recherchen, Performance-Daten, Testergebnisse und Optimierungsnotizen. Immerhin wurde all das mit dem Budget des Kunden erarbeitet.

Frage 5: Auf welcher Grundlage entsteht die Budgetempfehlung?

Eine Budgetempfehlung, die im ersten Gespräch fällt, bevor die SEA Agentur Umsatzziele, Produktmargen, Wettbewerbsumfeld und organischen Traffic kennt, ist eine Zahl ohne Fundament. Ob sie zu hoch oder zu niedrig ist, lässt sich zu diesem Zeitpunkt schlicht nicht sagen. Wer dennoch selbstsicher eine Summe nennt, verkauft Erfahrungswerte aus anderen Projekten als maßgeschneiderte Analyse.

Seriöse SEA Agenturen sprechen zunächst über Wirtschaftlichkeit und Ziele, bevor sie konkrete Beträge nennen. Sie erklären, welchen ROI ein bestimmtes Budget unter welchen Bedingungen realistisch erzeugen kann, und sie kommunizieren auch, ab welchem Mindestbudget ihre Arbeit überhaupt greift, weil unterbudgetierte Kampagnen zu wenig Daten erzeugen, um Optimierungsprozesse in Gang zu setzen.

Frage 6: Wie lange geht die Vertragslaufzeit?

SEA Agenturen, die Kunden in Vertragslaufzeiten von zwölf Monaten oder länger binden, argumentieren häufig mit notwendigen Einarbeitungszeiten und Kampagnenanlauf, was grundsätzlich nachvollziehbar und richtig ist. Aber: Wer gute Arbeit leistet, braucht keine vertragliche Absicherung gegen eine Kündigung. Lange Laufzeiten schützen nicht den Kunden, sondern die SEA Agentur, weil sie sicherstellen, dass das Honorar auch dann weiterfließt, wenn die Ergebnisse ausbleiben.

Eine SEA Agentur, die in klar definierten Sprints arbeitet und ihre Leistung regelmäßig messbar macht, braucht keine dieser Absicherungen. Sie bindet Kunden nicht durch Vertragsklauseln, sondern durch Ergebnisse. Wenn du im Erstgespräch auf diese Frage eine klare, unkomplizierte Antwort bekommt, hast du bereits einen wichtigen Hinweis darauf, wie die Zusammenarbeit insgesamt aussehen wird.

Red Flags und Green Flags von SEA Agenturen zusammengefasst

SEA Agentur finden_Dos and Dont's

Wenn du diese sieben Fragen stellt, wirst du feststellen, dass gute Agenturen sie nicht als lästige Skepsis auffassen, sondern als Zeichen für das Engagement eines Gesprächspartners, der verstehen will, bevor er vertraut.

RED FLAG: Finger weg, wenn die SEA Agentur…

  • die Hoheit über Konten und Kampagnendaten behält
  • hohe Auslösesummen bei Kündigung verlangt
  • Laufzeiten von zwölf Monaten oder länger als Standard ansetzt
  • Budgetempfehlungen nennt, bevor sie die Kostenstruktur des Shops kennt
  • auf Fragen zur Kampagnenstruktur mit Buzzwords antwortet statt mit Erklärungen
  • Performance-Max unreflektiert als Allheilmittel empfiehlt

GREEN FLAG: Grünes Licht, wenn die SEA Agentur…

  • alle Accounts und Daten von Beginn an beim Kunden führt
  • bei Wechsel sämtliche Erkenntnisse, Keyword-Recherchen und Performance-Daten übergibt
  • In klar definierten, messbaren Sprints arbeitet
  • KPIs auf die Margenstruktur des Shops abstimmt
  • Budgetempfehlungen erst nach einem echten Briefing nennt
  • Fragen zum Vertrag klar und ohne Zögern beantwortet

Die Beauftragung einer SEA Agentur gehört zu den wirkungsvollsten Wachstumsentscheidungen, die du als E-Commerce-Betreiber treffen kannst. Jetzt wo du weißt, welche Fragen du stellen musst, findest du garantiert eine passende SEA Agentur, die einen echten Performance-Sprung liefern kann.

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China baut Solarkraftwerk auf 4.550 Metern Höhe in Tibet

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Solarkraftwerk Tibet China Höhe Flüssigsalzspeicher Solarthermie

Auf dem tibetischen Hochplateau entsteht eines der höchstgelegenen Solarkraftwerke der Welt. In 4.550 Metern Höhe kombiniert eine Anlage Photovoltaik mit Solarthermie und einem Flüssigsalzspeicher, der Strom auch nach Sonnenuntergang liefert. 

In der autonomen Region Xizang im Südwesten Chinas hat die China General Nuclear Power Group mit dem Bau eines solarthermischen Kraftwerks in 4.550 Metern Höhe begonnen. Die Anlage ergänzt eine Photovoltaik-Sektion, die mit einer Leistung von 400 Megawatt groß dimensioniert ist. Für den solarthermischen Teil mit einer Kapazität von 50 Megawatt kommen Parabolrinnen auf einer Fläche von 242.000 Quadratmetern zum Einsatz.

Ein zentrales Element der Anlage ist das integrierte Speichersystem auf Basis von Flüssigsalz. Es soll Energie für bis zu sechs Stunden speichern, wodurch das Kraftwerk auch nach Sonnenuntergang Strom liefern kann. Innerhalb des Systems fungiert Thermoöl als Wärmeträgermedium, das die eingefangene Sonnenenergie von den Kollektoren zum Speicher transportiert.

Flüssigsalzspeicher soll die tibetische Hauptstadt nachts mit Strom versorgen

Das Projekt kombiniert Solarthermie und Photovoltaik, um eine stabilere Einspeisung in das Stromnetz zu erreichen. Laut den Entwicklern soll die solarthermische Anlage gezielt überschüssigen Strom aus der Photovoltaik aufnehmen, der sonst zu Spitzenzeiten ungenutzt bliebe. Auf diese Weise soll die Anlage die natürlichen Schwankungen bei der Erzeugung von herkömmlichem Solarstrom kompensieren.

Ein Beispiel verdeutlicht die Notwendigkeit dieser Hybridlösung für die lokale Versorgung. Nachts sinken die Temperaturen auf dem Hochplateau stark, wodurch der Bedarf an Wärmeenergie massiv ansteigt. Da die Photovoltaik in der Dunkelheit keinen Strom produziert, übernimmt der Flüssigsalzspeicher die Versorgung. Die Techniker stellen so eine kontinuierliche Energieabgabe für die regionale Hauptstadt Lhasa sicher.

Baustelle mit Sauerstoffversorgung und Überdruckkammer

Der Baustandort im Kreis Damxung liegt in einer Zone mit einem extrem geringen Sauerstoffgehalt. Die Arbeiten können dort wetterbedingt nur in einem begrenzten Zeitraum des Jahres stattfinden. Zur Unterstützung der Arbeitskräfte installierte das Unternehmen Heizsysteme, eine Sauerstoffversorgung und eine Überdruckkammer.

Diese spezielle medizinische Ausrüstung ist für die Sicherheit der Arbeiter unter den Bedingungen der dünnen Luft zwingend erforderlich. Sie dient dazu, mögliche gesundheitliche Folgen der extremen Höhenlage für das Personal direkt vor Ort zu behandeln. Trotz dieser erschwerten Bedingungen schafft das Vorhaben über 2.000 Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung.

Laut Angaben des Unternehmens sollen durch Löhne und den Einsatz von regionalem Gerät bereits mehr als 5,2 Millionen Yuan in die lokale Wirtschaft geflossen sein. Dies entspricht einer Summe von etwa 753.600 US-Dollar. Das Projekt dient somit auch als wirtschaftlicher Faktor in einem klimatisch schwierigen Umfeld.

Was die Anlage ab 2027 leisten soll

Das Kraftwerk soll nach der für 2027 geplanten Inbetriebnahme jährlich rund 719 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Die Betreiber rechnen damit, dass dies etwa 220.000 Tonnen Standardkohle pro Jahr einspart. Zudem soll die Anlage den Ausstoß von Kohlendioxid um jährlich 652.300 Tonnen reduzieren.

Das Projekt ist Bestandteil des offiziellen Regierungsarbeitsberichts der Region Xizang. Dieser sieht vor, die installierte Leistung von 13 Millionen Kilowatt im Jahr 2025 auf 20 Millionen Kilowatt im Jahr 2026 zu erhöhen. Die Regionalregierung plant dafür den Aufbau großer integrierter Energiebasen, die Wind-, Solar- und Wasserkraft an verschiedenen Standorten bündeln.

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Fensterbrett aus „Höhle der Löwen“: 9 Fragen an Frischluft (+ Gewinnspiel)

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Fensterbrett Frischluft Höhle der Löwen

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: Bei den Erfindern des Fensterbretts von Frischluft

Frische Luft ist wichtig. Vor allem Menschen in Deutschland haben das verinnerlicht und Lüften als Kulturgut etabliert. Bevor das Fenster tatsächlich gekippt oder geöffnet werden kann, gibt es allerdings häufig ein Problem: Das Fensterbrett ist voll gestellt.

Damit Pflanzen, Bücher oder Dekorationsgegenstände dem Lüften nicht mehr im Weg stehen, haben die Gründer von Frischluft ein neues System entwickelt. Eine Ablagefläche wird in den Fensterrahmen eingehängt, beim Öffnen oder Kippen bewegt sie sich samt Deko oder Pflanzen mit. Die Erfinder konnten Investor Ralf Dümmel in „Die Höhle der Löwen“ mit ihrem Fensterbrett überzeugen. Wir haben sie zu ihren Erfahrungen in der Show befragt.

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Frischluft: Das Fensterbrett aus „Die Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo, ihr seid in Staffel 19 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Es fühlt sich ehrlich gesagt immer noch ein bisschen surreal an. „Die Höhle der Löwen“ kennt man sonst nur aus dem Fernsehen. Plötzlich steht man selbst dort und darf die eigene Idee präsentieren. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes und auch mit viel Vorfreude verbunden.

Für uns ist es vor allem ein sehr schöner Moment, weil in so einem Auftritt unglaublich viel von dem steckt, woran wir in den letzten Jahren gearbeitet haben. Gleichzeitig ist es auch ein bisschen überwältigend, weil man weiß, wie viele Menschen die Sendung sehen und wie einmalig diese Gelegenheit ist. Unterm Strich fühlen wir vor allem große Dankbarkeit und Freude, dass wir mit Frischluft ein Teil von Staffel 19 sein dürfen.

Was macht Frischluft so besonders?

Das Besondere an unserem Produkt ist, dass es ein alltägliches Problem löst, das fast jeder kennt und über das man aber selten nachdenkt. Sobald man lüften möchte, muss man erstmal alles vom Fensterbrett räumen. Genau da setzt unser Frischluft Fensterbrett an. Es wird einfach am Fensterrahmen eingehängt und bewegt sich beim Öffnen des Fensters mit. Dadurch können Pflanzen, Bücher oder Deko einfach stehen bleiben, ganz ohne Umräumen.

Was es zusätzlich besonders macht: Die Montage ist extrem einfach. Man braucht weder Werkzeug noch Kleber oder Schrauben. Das Fenster bleibt unbeschädigt, was gerade für Mietwohnungen ein großer Vorteil ist. Und durch die Weiterentwicklung gemeinsam mit Ralf Dümmel und seinem Team ist das Produkt heute so konzipiert, dass es universell auf nahezu jedes Fenster passt, also eine Lösung, die wirklich im Alltag funktioniert.

Wie seid ihr auf diese Idee und das Konzept gekommen?

Die Idee ist tatsächlich aus einer typischen Alltagssituation entstanden. Bene wollte bei Lukas in der Wohnung schnell das Fenster öffnen, um dem Postboten unten etwas zuzurufen. Und wie so oft stand das Fensterbrett voller Pflanzen. Also musste erst einmal alles hektisch zur Seite räumen.

Das ist so ein kleiner Moment, der eigentlich banal ist, aber ständig vorkommt. Und genau das hat Bene nicht mehr losgelassen. Als Bene dann Lukas davon erzählte, war sofort klar: Das Problem kennt man einfach. Und dann haben wir angefangen zu überlegen, wie man das besser lösen kann, ohne das Fenster zu beschädigen oder den Alltag komplizierter zu machen.

Aus dieser Situation heraus ist Schritt für Schritt das Frischluft Fensterbrett entstanden – über viele Prototypen hinweg, bis es am Ende wirklich einfach und zuverlässig funktioniert hat.

Offene Fenster bei „Höhle der Löwen“

Und wie seid ihr bei DHDL gelandet?

Das war tatsächlich eine ziemlich spontane Entscheidung. Wir saßen an einem Sonntagnachmittag zusammen und haben darüber gesprochen, wie die nächsten Schritte für Frischluft aussehen könnten. Irgendwann fiel der Satz: „Warum bewerben wir uns nicht einfach bei „Die Höhle der Löwen“?“ Ohne große Erwartungen haben wir die Bewerbung abgeschickt – einfach, um es mal zu probieren.

Umso überraschender war es, dass sich schon wenige Tage später die Redaktion bei uns gemeldet hat. Danach ging alles relativ schnell: weitere Gespräche, nächste Runden und irgendwann die finale Zusage. Dass wir am Ende wirklich in der Sendung stehen, hätten wir am Anfang so nicht erwartet. Umso mehr freuen wir uns jetzt, dabei zu sein.

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Kurz vor dem Pitch war es auf jeden Fall ein sehr besonderer Moment. Man steht direkt vor dem Löwentor, weiß, dass es gleich losgeht – und dass jetzt alles zählt. In dem Moment kommt schon eine gewisse Anspannung auf, einfach weil man weiß, wie einmalig diese Gelegenheit ist.

Gleichzeitig hatten wir uns aber sehr intensiv vorbereitet. Wir haben den Pitch so oft geübt, dass wir wussten: Wir sind ready. Und genau das hat uns geholfen. Sobald die Tür aufgegangen ist und wir losgelaufen sind, hat sich die Nervosität ziemlich schnell gelegt. Man kommt in seinen Rhythmus und merkt, dass man genau weiß, wovon man spricht. Am Ende war es eine Mischung aus Anspannung, Fokus und Vorfreude – und dann einfach machen.

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Direkt nach dem Pitch gab es zunächst ein kurzes persönliches Gespräch mit Ralf Dümmel und im Anschluss ein Treffen mit Vertretern seines Teams. Dabei ging es vor allem darum, sich kennenzulernen, erste Eindrücke auszutauschen und ganz grob zu besprechen, wie die nächsten Schritte aussehen könnten.

Einige Wochen später folgte dann ein persönlicher Termin bei Ralfs Firma DS Produkte in Stapelfeld bei Hamburg. Dort lernten wir das gesamte Team kennen, bekamen einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise und haben gemeinsam besprochen, wie eine mögliche Zusammenarbeit konkret aussehen kann. Nach diesem Termin folgten mehrere Online-Meetings, in denen alles weiter vertieft wurde. Und als für beide Seiten klar war, dass es passt, ging es ohne Verzögerung direkt richtig los.

Fensterbrett aus „Höhle der Löwen“: So geht es mit Frischluft weiter

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt passiert?

Seit dem Dreh ist bei uns unglaublich viel passiert. Vor allem die Zusammenarbeit mit Ralf Dümmel und seinem Team hat einen großen Unterschied gemacht. Gemeinsam haben wir das Frischluft Fensterbrett nochmal deutlich weiterentwickelt mit dem Ziel, es einfacher, universeller und alltagstauglicher zu machen.

Ein wichtiger Schritt war dabei, das Produkt so zu gestalten, dass es an möglichst viele Fenster passt und gleichzeitig noch leichter in der Anwendung ist. Parallel dazu haben wir uns intensiv auf die Ausstrahlung vorbereitet: Prozesse optimiert, den Onlineshop überarbeitet und dafür gesorgt, dass wir ausreichend Ware verfügbar haben.

Insgesamt hat sich seit dem Dreh vieles professionalisiert – und wir haben das Gefühl, dass Frischluft jetzt bereit ist, den nächsten großen Schritt zu gehen.

Wie geht es jetzt weiter?

Für uns geht es jetzt vor allem darum, Frischluft weiter wachsen zu lassen und noch mehr Menschen zu erreichen. Mit der Unterstützung von Ralf Dümmel und seinem Team haben wir eine sehr gute Basis geschaffen, um das Produkt weiter in den Markt zu bringen und weiterzuentwickeln.

Gleichzeitig arbeiten wir daran, unsere Prozesse weiter zu optimieren und das gesamte Erlebnis rund um das Produkt noch besser zu machen – von der Bestellung bis zur Nutzung im Alltag. Langfristig denken wir aber noch größer: Unsere Vision ist es, das Thema Fenster grundsätzlich neu zu denken und Lösungen zu entwickeln, die sich noch stärker am Alltag orientieren.

Der Fokus liegt jetzt klar darauf, Frischluft Schritt für Schritt weiter aufzubauen – mit dem Ziel, daraus eine langfristig starke Marke zu entwickeln.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei DHDL?

Rückblickend war die Teilnahme an der VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ für uns eine durchweg sehr wertvolle Erfahrung. Es ist etwas ganz Besonderes, die eigene Idee vor den Löwen zu präsentieren und einmal hinter die Kulissen der Sendung zu blicken.

Der Pitch selbst war intensiv – mit viel positivem Feedback, aber auch sehr direkten und kritischen Nachfragen. Genau das hat die Erfahrung für uns so wertvoll gemacht, weil wir dadurch gezwungen waren, unsere Idee klar zu erklären und zu verteidigen.

Auch der gesamte Prozess rund um die Sendung war für uns sehr professionell und wertschätzend. Vom ersten Kontakt bis zum Dreh haben wir uns gut begleitet gefühlt. Unterm Strich war es für uns eine einmalige Erfahrung, aus der wir unglaublich viel mitgenommen haben – fachlich, aber auch persönlich.

Gewinnspiel: Sicher dir das Fensterbrett von Frischluft aus „Höhle der Löwen“

Als Medienpartner verlosen wir das Fensterbrett von Frischluft aus „Die Höhle der Löwen“ unter allen Newsletter-Abonnenten von BASIC thinking. Du musst nur bis zum Stichtag am 3. Mai 2026 (18:00 Uhr) unseren Newsletter abonniert haben und uns bis dahin einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen, warum du das Fensterbrett von Frischluft haben möchtest.

Den Gewinner ziehen wir am  3. Mai 2026 und benachrichtigen ihn anschließend umgehend per E-Mail. Wir wünschen viel Glück!


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Elon Musk: Der größte Seifenblasenhändler der Welt

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Elon Musk Seifenblasenhändler Tesla

Einst ein nachhaltiger Weltverbesserer und Elektropionier, mittlerweile nur noch ein Dampfplauderer, der davon lebt, dass ihm Millionen Menschen Geld für etwas geben, das es nicht gibt: Elon Musk und sein Herzstück Tesla stehen am Scheideweg. Eine kommentierende Analyse.

Was steckt hinter Teslas 1,2-Billionen-Bewertung?

  • Mit einem Marktwert von 1,2 Billionen US-Dollar – das sind 1.200 Milliarden US-Dollar – ist Tesla der wertvollste Autobauer der Welt. Deutlich wertvoller als VW, BMW, Mercedes und BYD zusammengerechnet. Das Problem dabei: Der Gewinn im Jahr 2025 lag gerade einmal bei rund 3,8 Milliarden US-Dollar.
  • An dieser Stelle wird das sogenannte Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (KGV) relevant. Dieses setzt den aktuellen Börsenkurs und den Gewinn je Aktie ins Verhältnis zueinander. Ein KGV von 20 bedeutet, dass es theoretisch 20 Jahre dauern würde, bis eine Firma ihren aktuellen Börsenwert durch Gewinne erwirtschaftet hat – vorausgesetzt, die Gewinne bleiben konstant.
  • Das KGV von Tesla liegt im Frühjahr 2026 konstant bei Werten von über 350. Oder anders ausgedrückt: Tesla ist nicht der wertvollste Autobauer der Welt, sondern Elon Musk der größte Luftschlossverkäufer der Welt. Die gesamte Börsenbewertung von Tesla ist eine einzige Wette auf massive Gewinnsteigerungen in den kommenden Jahren. Zum Vergleich: Die KGV von Mercedes (7,5), Volkswagen (6,9), BYD (17,2) und dem S&P 500 (27,6) sind deutlich niedriger.

Warum Tesla gleichzeitig Marktführer und Verlierer ist

Wenn man von Tesla als größtem Autobauer der Welt spricht, ist das gleichzeitig wahr – und trotzdem gelogen. Auf der einen Seite verrät ein Blick in die Geschäftsberichte von Tesla, dass der überwiegende Großteil des Umsatzes aus der E‑Auto‑Sparte stammt. Rund 73,3 Prozent des Jahresumsatzes entfallen auf diesen Bereich. E‑Autos sind also die Haupteinnahmequelle von Tesla.

Auf der anderen Seite hat Tesla im Bereich der E‑Autos die Marktführerschaft im Jahr 2025 an BYD verloren. Während Tesla 2023 und 2024 noch vorne lag, hat BYD 2025 mit 2,26 Millionen verkauften reinen Elektroautos übernommen. Tesla kommt dagegen nur noch auf 1,64 Millionen – ein rückläufiger Wert. Die meisten Autos hatte Tesla 2023 verkauft: damals 1,81 Millionen Stück.

Und auch der Blick in die Gegenwart lässt die Augen von Elon Musk wohl eher nicht funkeln. Laut Kraftfahrtbundesamt und ADAC liegt das Tesla Model Y mit 1.340 Neuzulassungen im Februar 2026 nur noch auf Platz sieben der E‑Autos in Deutschland. Hierzulande haben Skoda, Volkswagen und Mercedes Tesla schon überholt – und auch Audi hat kaum noch Rückstand.

Stimmen und Reaktionen

  • Wie absurd die Versprechungen von Elon Musk sind, zeigt ein Tweet aus dem Jahr 2020. Damals versprach er: „Wir gehen davon aus, dass Tesla wahrscheinlich vor 2030 die Marke von 20 Millionen Fahrzeugen pro Jahr erreichen wird. Aber das erfordert eine durchweg exzellente Ausführung.“ Dafür müsste Tesla seinen Absatz in fünf Jahren also verzwölffachen.
  • Fabian Peters, Chefredakteur bei BASIC thinking, blickte schon im März 2025 kritisch in die Zukunft. Ein Teil seiner Prognosen ist bereits eingetreten. Er sagt: „Sollte Tesla künftig anhand von reinen Zahlen statt Spekulationen bewertet werden, droht dem Unternehmen ein Wertverlust von bis zu 90 Prozent. Das wäre wohl das Ende des Unternehmens in seiner jetzigen Form.“
  • Neben seinen wirtschaftlichen Phrasen gefährdet Elon Musk seine einst revolutionären Ideen durch seine politische Radikalisierung. Als Sprecher auf einer AfD‑Veranstaltung sprach er davon, dass die Deutschen stolz auf ihre tausendjährige Geschichte sein sollten. Steffen Seibert, deutscher Botschafter in Israel, antwortete auf X: „Elon Musk scheint unser Land überhaupt nicht gut zu kennen. Niemand bringt Kinder dazu, sich für Nazi‑Verbrechen schuldig zu fühlen. Wir wollen, dass sie informiert und verantwortungsbewusst aufwachsen und die Lehren aus Deutschlands Vergangenheit anwenden.“

Wie lange trägt Elon Musks Strategie noch Früchte?

Quo vadis, Tesla? Wo willst du hin, Elon Musk? Noch besser: Wie lange wächst die Seifenblase von Elon Musk noch, bevor sie platzt? Aktuell hat Elon Musk laut Forbes ein geschätztes Vermögen von rund 839 Milliarden Euro – ein Großteil davon Unternehmensbeteiligungen.

Diese Werte lösen sich schnell in Luft auf, wenn aus den Hype‑Projekten Tesla, SpaceX und xAI die Luft entweicht. Es liegt in der Hand der Aktionäre. Wie lange diese noch geduldig sind, wird sich zeigen.

Fest steht: Keines von Musks Vorzeigeprojekten ist wirklich wettbewerbsfähig. Die Optimus‑Roboter stehen auf wackligen Füßen, die E‑Autos von BYD haben sich an die Spitze gesetzt, die KI Grok ist nur gut darin, falsche Quellen zu zitieren, und die Cybercabs sehen zwar gut aus, haben das Wettrennen gegen Waymo aber schon vor dem Start verloren.

Die einzige Hoffnung von Elon Musk: Solange er es schafft, mit seinen Visionen gewagte Thesen aufzustellen und kaum eines seiner Versprechen zu erfüllen, folgen ihm seine Jünger wie Lemminge. Solange das so bleibt, wird er ein reicher Schäfer bleiben.

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Schnelles Vodafone Kabel‑Internet fürs Business ab 14,90 Euro + gratis Galaxy Tab A11+

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Vodafone Business

Unternehmen brauchen schnelles, stabiles Internet – ohne hohe Einstiegskosten. Genau das liefert Vodafone jetzt mit einem exklusiven Online-Angebot: dem Business Internet & Phone 1000 Cable für 12 Monate zum Vorteilspreis sowie einem kostenlosen Galaxy Tab A11+.

Digitale Prozesse, Videokonferenzen, große Datenmengen – moderne Unternehmen stehen ständig vor der Herausforderung, ihre Infrastruktur leistungsfähig zu halten. Ein zuverlässiger Internetanschluss ist dafür die Basis. Vodafone setzt genau hier an und bietet im Rahmen einer zeitlich begrenzten Aktion ein attraktives Gesamtpaket, das hohe Geschwindigkeit, volle Flexibilität und einen starken Preis vereint. Zusätzlich gibt es ein Galaxy Tab A11+ gratis dazu – ideal für mobiles Arbeiten oder den Einsatz im Kundenkontakt.

Highspeed für jedes Business

Der Tarif Business Internet & Phone 1000 Cable liefert bis zu 1.000 Mbit/s im Download und überzeugt damit durch echte Gigabit-Leistung. Ob großes Datenaufkommen, Cloud-Workflows oder mehrere parallel arbeitende Teams – die Leitung bietet genügend Kapazität für anspruchsvolle Unternehmensanforderungen.

Besonders interessant: Die Tarif-Aktion läuft vom 01.04. bis 31.05.2026 und ist ausschließlich online verfügbar. Unternehmen profitieren im ersten Jahr von einem stark reduzierten Preis und können gleichzeitig von den Vorteilen eines vollwertigen Business-Anschlusses profitieren, inklusive Business-Hotline und professionellen Service-Optionen.

Zum exklusiven Online-Angebot

Attraktiver Preis: erstes Jahr nur 14,90 Euro pro Monat

Damit der Einstieg besonders leicht fällt, senkt Vodafone die monatlichen Kosten in den ersten zwölf Monaten auf lediglich 14,90 Euro. Für Unternehmen bedeutet das: maximale Geschwindigkeit bei minimaler Belastung des Budgets. Erst ab dem 13. Monat beträgt der reguläre Preis 59,90 Euro – ein im Business-Umfeld weiterhin solider Wert im Verhältnis zur gebotenen Leistung und Stabilität.

Diese Preisstruktur ermöglicht Unternehmen, sich zunächst kostengünstig digital aufzustellen, Projekte anzuschieben und die Vorteile eines zuverlässigen Gigabit-Anschlusses praktisch zu erleben, bevor die reguläre Rate greift.

Gratis Galaxy Tab A11+: optimal für mobiles Arbeiten

Ein besonderer Vorteil des Online-Angebots ist das kostenlose Galaxy Tab A11+. Mit dem Gerät lassen sich interne Abläufe verbessern, Präsentationen unterwegs zeigen oder Informationen mobil abrufen. Das Tablet kann zudem perfekt in hybride Arbeitsmodelle integriert werden – etwa als Zusatzgerät für Meetings oder als mobiles Frontend im Außendienst.

Durch die Gratis-Beigabe entsteht ein zusätzlicher Mehrwert, der den Tarif besonders attraktiv macht. Gerade kleine und mittlere Unternehmen profitieren hiervon, da zusätzliche Hardware in der Regel mit Investitionskosten verbunden ist – in diesem Fall entfällt das komplett.

  • Schnelles, vielseitig einsetzbares Tablet
  • Ideal für mobiles Arbeiten und Meetings
  • Kostenlos im Online-Angebot enthalten
  • Sofort einsatzbereit im Unternehmensalltag

Warum das Angebot exklusiv online noch stärker ist

Der Hinweis „Exklusiv online“ bedeutet: Der Vorteilspreis von 14,90 Euro und das kostenlose Tablet gelten nur bei Online-Buchung. Unternehmen, die ohnehin digital arbeiten, profitieren so unmittelbar von der einfachen, schnellen Buchung per Klick. Kein Papierkram, keine Wartezeiten – die Bestellung erfolgt vollständig online über die Angebotsseite.

Gleichzeitig bietet Vodafone mit dem Gigabit-Kabelnetz eine zukunftssichere Infrastruktur, die sich für Unternehmen unterschiedlicher Größen eignet. Wer digital wachsen möchte oder bereits hohe Anforderungen an seine Netzleistung stellt, trifft hier eine langfristig sinnvolle Entscheidung.

Für wen eignet sich das Angebot?

Der Business Internet & Phone 1000 Cable Tarif ist besonders geeignet für:

  • Unternehmen mit vielen parallelen Arbeitsprozessen
  • Teams, die regelmäßig große Datenmengen bewegen
  • Büros, die viel mit Cloud-Diensten arbeiten
  • Betriebe, die hybride Modelle oder Homeoffice nutzen
  • Unternehmen, die ein zusätzliches Tablet ohne Aufpreis sinnvoll einsetzen können

Die Kombination aus Preisvorteil, Performance und Zusatzgerät sorgt dafür, dass der Tarif in zahlreichen Unternehmensbereichen einen echten Impact hat. Wer seine IT-Infrastruktur modernisieren oder beschleunigen möchte, findet hier ein starkes Paket – zeitlich limitiert und exklusiv im Netz.

Jetzt Business-Tarif sichern

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Vier Office-Anbieter aus Europa, die ohne US-Cloud auskommen

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Microsoft-Alternativen Europa Office-Anwendungen Software USA

Immer mehr EU-Bürger suchen nach digitalen Alternativen zu US-Produkten – gerade bei Office-Software. Der europäische Markt hat in diesem Bereich deutlich aufgeholt. Immer mehr Open-Source-Lösungen mit EU-Hosting und starker Verschlüsselung machen Microsoft 365 echte Konkurrenz. 

Über Jahrzehnte hinweg war die Abhängigkeit Europas von amerikanischer Technologie akzeptiert und bildete das Fundament unserer modernen IT-Infrastruktur. Doch neben der in den letzten Jahren gewachsenen Abneigung gegen digitale Services aus China werden inzwischen auch Produkte aus den Vereinigten Staaten in Frage gestellt.

Unternehmen wie Apple, Microsoft, Amazon, Google und Meta haben nicht nur eine enorme Marktmacht, sondern nutzen diese auch aus – teilweise mit wettbewerbswidrigen Praktiken. Viele Nutzer hegen zudem Bedenken, dass sensible Daten in den Händen von US-Unternehmen nicht gut aufgehoben sind.

Seit dem erneuten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump hat das Thema wieder an Bedeutung gewonnen, da sich zunehmend die Frage stellt, ob die USA noch ein verlässlicher Partner für Europa sind. Trumps außen- und handelspolitische Entscheidungen wie seine Zollpolitik nähren zumindest die Zweifel.

Alternativen zu Microsoft 365: Office-Anbieter aus Europa

Kritiker sehen in den USA eine immer engere Verflechtung von Politik und Wirtschaft, denn Trump scheint mit vielen Tech-CEOs zu kooperieren. Geld und Fortschritt stehen an erstere Stelle, Nutzerinteressen und Datenschutz müssen hinten anstehen. Zum Glück hat Europa in den letzten Jahren technologisch deutlich aufgeholt.

Viele Alternativen „Made in Europe“ sehen sich als Gegenmodell zu amerikanischen Technologien. Die Anbieter setzen häufig auf Nachhaltigkeit, Datenschutz und klare Nutzungsbedingungen. Deshalb präsentieren wir an dieser Stelle vier Office-Anbieter aus der EU. Zuvor haben wir uns bereits europäische Cloud-Dienste und E-Mail-Anbieter angeschaut.

1. Nextcloud

Nextcloud ist mehr als nur ein einfacher Cloud-Speicher. Die in Deutschland entwickelte Plattform lässt mehrere Personen gemeinsam an Dokumenten aus der Nextcloud-Suite arbeiten. Und für die Bearbeitung von Tabellen nutzt der Service das integrierte Nextcloud Office. Dabei setzt Nextcloud auf das Prinzip „Selbstgehostet & Open Source“. Die Daten befinden sich „physisch“ immer dort, wo der Nutzer es möchte, zum Beispiel auf einem eigenen Server in Europa. Da die Dokumente direkt auf dem Server gerendert werden, gibt es beim Ausdrucken oder Teilen keine Probleme mit der Formatierung. Zudem bleiben fast alle Daten immer auf dem Server, wodurch das Risiko von Datenlecks minimiert wird. Dokumente können sogar während eines laufenden Videoanrufs gemeinsam bearbeitet werden. Die Software selbst ist kostenlos, professionelle Abos für Unternehmen starten bei etwa 36 Euro pro Nutzer und Jahr.

2. XWiki

Wenn es um die Strukturierung von Wissen und die Zusammenarbeit zwischen mehreren Abteilungen geht, ist XWiki eine der leistungsfähigsten Plattformen in Europa. Das Open-Source-Wiki wird seit über 20 Jahren in Frankreich entwickelt und soll die digitale Souveränität seiner Nutzer fördern. XWiki richtet sich an Teams, die Informationen nicht nur speichern, sondern intelligent vernetzen wollen. Die Plattform bietet einen Browser-basierten Editor, eine detaillierte Versionshistorie und ein umfangreiches Berechtigungssystem. Durch sogenanntes In-Page-Skripting lassen sich innerhalb von Wiki-Seiten kleine Formulare oder Mini-Apps erstellen. Und dank der Funktion „AppWithinMinutes“ können sogar unerfahrene Nutzer strukturierte Anwendungen per Drag-and-Drop bauen. Gehostet wird die Cloud-Variante in Frankreich über OVHcloud. Die Software ist grundsätzlich kostenlos verfügbar, professionelle Pakete beginnen bei etwa zwölf Euro pro Monat.

3. CryptPad

CryptPad ist die geeignete Software für alle Nutzer, bei denen Datenschutz ganz oben auf der Liste steht. Der französische Open-Source-Dienst verfolgt das sogenannte „Zero-Knowledge“-Prinzip. Das bedeutet, dass selbst die Betreiber der Plattform die Inhalte der Dokumente nicht lesen können, da alle Informationen Ende-zu-Ende verschlüsselt werden. CryptPad bietet eine komplette Suite mit Anwendungen, von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation über Whiteboards bis hin zu Umfragen. Die Nutzung ist völlig anonym und ohne Registrierung möglich. Registrierte Nutzer erhalten in der kostenlosen Basisversion einen GB Speicherplatz auf dem offiziellen Server, der ebenfalls bei OVHcloud in der EU gehostet wird. Für fünf Euro pro Monat lässt sich der Speicherplatz erweitern. Unternehmen können die Software sogar auf der eigenen Hardware installieren

4. Collabora Online

Collabora Online ist streng genommen kein eigenständiger Cloud-Service, sondern wird von vielen europäischen Anbietern wie Nextcloud Office als Grundlage genutzt. Die Software basiert auf LibreOffice und bringt alle Funktionen einer Desktop-Office-Suite direkt in den Browser. Collabora bietet eine hohe Kompatibilität und unterstützt alle gängigen Microsoft-Formate. Dokumente können zeitgleich durch mehrere Personen bearbeitet werden. Der große Vorteil von Collabora Online ist die Vielseitigkeit. Der Service lässt sich nahtlos in bestehende Infrastrukturen integrieren. Da Collabora auf Open Source und Datenschutz setzt, ist es eine passende Alternative für Unternehmen, die sich von Office-Anwendungen wie Microsoft 365 unabhängig machen wollen.

Fazit: Microsoft-Alternativen aus Europa

Alle vier europäischen Alternativen haben ihre Berechtigung. Doch sie richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. Wer maximale Kontrolle über seine Daten will und technisches Know-how mitbringt, ist mit Nextcloud und der selbstgehosteten Variante am besten bedient. CryptPad eignet sich dagegen besonders für Einzelpersonen und kleine Teams, die sofort und ohne Registrierung loslegen wollen und dabei höchsten Wert auf Verschlüsselung legen.

XWiki spielt seine Stärken vor allem in größeren Organisationen aus, die Wissen strukturiert aufbauen und vernetzen müssen. Eines zeigen aber alle vier Tools deutlich: Europa muss sich im Office-Bereich nicht mehr hinter den USA verstecken.

Die Kombination aus Open Source, EU-Hosting und transparenten Nutzungsbedingungen ist ein echtes Argument, gerade in einer Zeit, in der die politische Verlässlichkeit der USA als Technologiepartner zunehmend in Frage steht. Wer den Wechsel wagt, verliert in den meisten Fällen kaum Komfort, gewinnt aber deutlich an digitaler Souveränität.

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400 Jahre alte Musketen-Munition liefert Rohstoff für Solarzellen

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Bleimunition Solarzellen Musketenkugeln

Bleimunition aus dem 17. Jahrhundert als Rohstoff für moderne Solarzellen? Was absurd klingt, haben Forscher im Labor umgesetzt. Ein elektrochemisches Verfahren verwandelt stark verunreinigtes Blei in hochreines Material für Perowskit-Solarzellen, die denselben Wirkungsgrad erreichen wie neue Zellen.

Was im 17. Jahrhundert als tödliches Projektil diente, könnte künftig Energieprobleme lösen. Denn: Historische Bleimunition ist stark mit Kohlenstoffrückständen, Metalleinschlüssen und einer ausgeprägten Patina belastet. Forscher nutzen diese verunreinigten Rückstände als extremen Belastungstest, um ihre Methode zur Gewinnung von hochreinem PbI2 für die Fotovoltaik zu validieren. Der Ansatz zielt darauf ab, gefährliche Bleiabfälle in einen geschlossenen Kreislauf zu überführen und gleichzeitig den Bedarf an umweltbelastendem Primärbergbau zu senken.

Bleimunition für Solarzellen: So funktioniert die Elektrolyse

Die Transformation beginnt mit der direkten anodischen Oxidation des metallischen Bleis in einem Elektrolyten. Während der Elektrolyse entstehen gelbe PbI2-Ablagerungen vorwiegend an der Kathode, was das spätere Einsammeln des Materials erheblich erleichtert.

Im Vergleich zu klassischen wasserbasierten Verfahren spart der Prozess pro Kilogramm PbI2 etwa 50 bis 70 Liter Wasser ein. Die Nachhaltigkeit des Laborschritts demonstrierte die Forscher durch einen geringen Energiebedarf für das Rühren von lediglich 0,01 bis 0,1 kWh pro Durchlauf.

Wie wird aus Bleimunition ein Kristall für Solarzellen?

Um das Blei von den Elektroden zu lösen, überführten die Wissenschaftler es chemisch in eine Lösung. Im Resultat entstand unreines Perowskit-Pulver. Dieses Pulver bildete die Basis für die anschließende Reinigung mittels inverser Temperaturkristallisation (ITC).

Dabei löste sich das PbI2 in einem Lösungsmittel und wird anschließend mit einem weiteren Gemisch vermengt. Erst durch diese chemische Kombination können unter kontrollierter Erwärmung die für Solarzellen benötigten FAPbI3-Einkristalle entstehen.

Die Zugabe von Ameisensäure stabilisiert die gewünschte Kristallphase und schützt das Material vor Oxidation. Ein wesentlicher Kritikpunkt an der industriellen Skalierbarkeit ist jedoch die Prozessdauer von etwa 70 Stunden pro Charge.

Mit einer laborseitigen Produktivität von lediglich 0,05 g h-1 stellt dieser zeitliche Aufwand aktuell noch einen massiven Flaschenhals dar. Dennoch beweist das Verfahren, dass selbst hochgradig verschmutzte Ausgangsstoffe für Hightech-Anwendungen nutzbar sind.

Solarzellen aus Bleimunition erreichen 21 Prozent Wirkungsgrad

Die aus dem recycelten Blei gefertigten Solarzellen erreichen im Labor einen Wirkungsgrad (PCE) von 21 Prozent. Statistische Auswertungen zeigen, dass diese Leistung absolut identisch mit Geräten ist, die aus kommerziellem Hochreinheitsmaterial (5N-Standard) gefertigt wurden.

Auch Messungen der externen Quanteneffizienz (EQE) bestätigen, dass das recycelte Material keine spektralen Stromverluste verursacht. Dies belegt die hohe Selektivität des Kristallisationsprozesses, der störende Fremdionen wie Kupfer oder Silber effektiv aus dem Gitter verdrängt.

In Zukunft könnte sich diese Strategie laut den Forschern auch auf massenrelevante Abfallströme wie alte Autobatterien oder Dachblei übertragen lassen. Selbst heterogene Quellen aus dem Elektronikschrott sollen nach einer entsprechenden physikalischen Vorbehandlung für die Perowskit-Fotovoltaik nutzbar sein.

Die ökologischen Vorteile eines solchen geschlossenen Kreislaufs hingen jedoch stark von einer effizienten Lösungsmittelrückgewinnung ab. Letztlich würde eine Verkürzung der Kristallisationszeiten die wirtschaftliche Attraktivität dieses Upcycling-Modells maßgeblich bestimmen.

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Karlsruher Forscher verwandeln CO2 in einen Rohstoff – per Zinnschmelze

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NECOC-Verfahren

Was, wenn CO2 kein Abfallprodukt mehr wäre, sondern ein Industrierohstoff? Genau daran arbeitet das Karlsruher Institut für Technologie mit dem sogenannten NECOC-Verfahren. Eine Schmelze aus flüssigem Zinn zerlegt klimaschädliches Gas in festen Kohlenstoff, der fossilen Koks ersetzen kann.

Seit dem Jahr 2020 forschen Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Projekt NECOC an der Umwandlung von CO2. Ende März 2026 erhielt das Team einen offiziellen Förderbescheid für den Transfer der Technologie in die industrielle Praxis. Das Verfahren wandelt das klimaschädliche Gas wahlweise direkt aus der Atmosphäre oder aus Industrieabgasen in ein hochreines, schwarzes Kohlenstoffpulver um.

In der Versuchsanlage wird das CO2 zunächst mit Wasserstoff zu Methan umgesetzt. Dieses Gas perlt anschließend durch eine Schmelze aus flüssigem Zinn, wobei es durch die intensive Hitze des Metalls zur Pyrolysereaktion kommt. Das Methan zerfällt dabei in Wasserstoff und festen Kohlenstoff, der als stofflicher Rohstoff geerntet wird.

So macht flüssiges Zinn aus CO2 festen Kohlenstoff

Für den Erfolg des Projekts kombinierten die Forscher Expertisen in Wasserstofftechnik, Gasaufbereitung und Hochtemperaturreaktionen im Flüssigmetall. Das Karlsruher Flüssigmetalllabor (KALLA) leitet die technischen Prozesse innerhalb der Metallschmelze. Das neue Verfahren nutzt verschiedene Energiequellen wie Wärme, Elektrizität oder Biogas.

Ein Gusseisenwerk in Singen erprobt das Anlagenkonzept nun erstmals im großtechnischen Maßstab. Dort entstehen wichtige Achs- und Bremskomponenten für die Automobilbranche, wobei der Einsatz von fossilem Koks im Schmelzofen bisher unverzichtbar war. Der durch NECOC gewonnene Kohlenstoff soll künftig den fossil hergestellten Koks ersetzen und so den Kreislauf direkt vor Ort schließen.

1,4 Millionen Euro: Was sich Baden-Württemberg verspricht

Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben mit einer Fördersumme von 1,4 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut betonte bei der Übergabe im März 2026 die strategische Bedeutung für den Industriestandort. Die Technik soll dabei helfen, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland langfristig durch klimafreundliche Prozesse zu sichern. Hoffmeister-Kraut:

Das Projekt am KIT schafft die Grundlage für eine klimaneutrale Produktion in Bereichen, in denen aktuell prozessbedingt große Mengen an Kohlenstoffdioxid emittiert werden. (…) Darüber hinaus legt es ein starkes Fundament, damit Verfahren und Anlagen zur Abscheidung und Nutzung von Kohlenstoffdioxid ein Aushängeschild unseres Industrielands werden.

Professor Thomas Hirth, Vizepräsident des KIT, sieht in NECOC eine Chance, Klimaschutz und ökonomische Stabilität ohne Widerspruch zu verbinden. Als CCU-Verfahren (Carbon Capture and Utilization) ermögliche die Technologie die Abscheidung und stoffliche Nutzung von Kohlenstoff. Damit wird ein bisher schädliches Abgas zum festen Bestandteil einer zirkulären Industrie.

Batterien, Baustoffe, Müllverbrennung: Wo NECOC zum Einsatz kommen könnte

Laut Benjamin Dietrich deuten erste Forschungsarbeiten darauf hin, dass sich das schwarze Pulver als Elektrodenmaterial in Batterien eignen könnte. Ein Einsatz in langlebigen Baustoffen zur gezielten Verbesserung technischer Eigenschaften wäre laut den Forschern ebenfalls eine Option.

Die schrittweise Umwandlung von Emissionen könnte damit neue Wege für die nachhaltige Rohstoffgewinnung und dauerhafte Kohlenstoffbindung eröffnen. Ein weiteres Transferprojekt für den Bereich der Müllverbrennung befindet sich bereits in Planung.

Das NECOC-Verfahren ist somit keine reine Nischenlösung für die Metallindustrie, sondern zielt auf die großflächige Dekarbonisierung verschiedener Wertschöpfungsketten. Das Ziel bleibt die schrittweise Überführung technischer Prozesse in eine funktionierende, emissionsarme Kreislaufwirtschaft.

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Neuer Quanteneffekt könnte Elektronik ohne Batterien betreiben

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Geräte ohne Batterien Quanteneffekt

Ein internationales Forscherteam hat die physikalische Grundlage für Sensoren und Microchips ohne Batterie geschaffen. Die Wissenschaftler nutzen einen speziellen Quanteneffekt, der Wechselstromsignale aus der Umgebung direkt in nutzbaren Gleichstrom umwandelt.

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Professor Dongchen Qi von der Queensland University of Technology und Professor Xiao Renshaw Wang von der Nanyang Technological University in Singapur untersuchte neue Wege zur Energiegewinnung. Die Wissenschaftler wollen einen speziellen Quanteneffekt gezielt manipulieren, indem sie subtile Merkmale wie Defekte und interne Schwingungen in fortschrittlichen Materialien nutzen. Diese Erkenntnisse könnten laut der Studie künftig die Entwicklung kleinerer und effizienterer Technologien ermöglichen.

Im Zentrum der Untersuchung steht der sogenannte nicht lineare Halleffekt (NLHE). Im Gegensatz zum klassischen Halleffekt erlaubt dieses Phänomen die direkte Umwandlung von Wechselstromsignalen aus der Umgebung in nutzbaren Gleichstrom. Dieser Prozess funktioniert ohne den Einsatz herkömmlicher Dioden oder anderen sperrigen Bauteilen.

Wie gewinnen Geräte Energie ohne Batterie?

Laut Dongchen Qi könnte dieser Effekt theoretisch dazu führen, dass Sensoren oder Mikrochips künftig ohne Batterien betrieben werden. Die Geräte würden ihre benötigte Energie stattdessen direkt aus ihrer unmittelbaren Umgebung beziehen. Die Forscher betonen jedoch, dass ein tiefgreifendes Verständnis der internen Materialvorgänge die notwendige Voraussetzung für den Entwurf solcher zukünftigen Geräte ist.

Für ihre Experimente nutzte das Team den topologischen Isolator Bi2Te3, der für sein ungewöhnliches elektronisches Verhalten bekannt ist. Eine wichtige Beobachtung der Studie ist, dass der nicht lineare Halleffekt in diesem Material auch bei Raumtemperatur stabil bleibt. Dies wird als vielversprechendes Merkmal für die praktische Anwendung in künftiger Alltagselektronik gewertet.

Die Forscher entdeckten zudem, dass sowohl die Stärke als auch die Richtung der erzeugten Spannung von der Temperatur abhängen. Bei niedrigen Temperaturen bestimmen vor allem winzige Unvollkommenheiten im Material den Stromfluss. Sobald sich das Material erwärmt, übernehmen Schwingungen innerhalb des Kristallgitters die Kontrolle und bewirken eine Umkehr des elektrischen Signals.

Selbstversorgende Sensoren und schnellere Mobilfunknetze

Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden in der Fachpublikation Cell veröffentlicht. Gewonnene Erkenntnisse könnten laut den Forschern künftig den Einsatz von selbstversorgenden Sensoren und tragbarer Technologie unterstützen. Ebenso wäre eine Anwendung in ultraschnellen Komponenten für Mobilfunknetze der nächsten Generation denkbar.

Ziel der Forscher ist es, Quanteneffekte von einer abstrakten Theorie in eine praktische Unterstützung für technologische Entwicklungen zu überführen. Das Team sieht in seiner Arbeit einen wichtigen Schritt, um die Effizienz elektronischer Systeme langfristig zu steigern.

Dennoch bleibe die tatsächliche Umsetzung in marktreife Produkte eine Aufgabe für kommende Forschungs- und Ingenieursprojekte. Die Studie liefert die physikalische Grundlage für künftige Innovationen im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung.

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Die mächtigsten Öl- und Gaskonzerne der Welt – nach Börsenwert

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Shell Gaskonzerne Öl

Die Preise für Öl und Gas steigen immer weiter an. Privatpersonen und Industrie ächzen unter der Belastung. Aber wer steckt eigentlich hinter der Energie, die unsere Autos und Heizungen antreibt? Wir haben ein Ranking mit den größten Vertretern der Branche erstellt.

Im Idealfall denken wir nicht über Öl und Gas nach. Das ist aber nur der Fall, wenn Heizen und Tanken unseren Geldbeutel nicht zu sehr belasten. Momentan sind die fossilen Energieträger jedoch ein heißes Thema, denn die Eskalation im Nahen Osten hat die Preise ordentlich nach oben getrieben. Vor allem die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran hat den globalen Energiehandel deutlich erschwert.

Die größten Öl- und Gaskonzerne der Welt

Die Energiekonzerne versuchen natürlich, die Verluste an die Geschäfts- und letztendlich auch die Privatkunden weiterzugeben. Tatsächlich erleben einige dieser Firmen momentan einen echten Höhenflug. Denn eine Verknappung der Ressourcen führt zu Preissteigerungen, und Preissteigerungen führen bei den Produzenten zu Rekordgewinnen.

Im Schnitt konnten die zehn wertvollsten Öl- und Gaskonzerne alleine im März auf dem Aktienmarkt ein Plus von über neun Prozent verzeichnen. Die Marktwerte einiger dieser Unternehmen haben Dimensionen erreicht, die weit über das Bruttoinlandsprodukt vieler Nationalstaaten hinausgehen.

Unser Ranking beruht auf den Zahlen von Tradingview. Wir betrachten die größten Öl- und Gaskonzerne im Jahr 2026, gemessen an ihrem Börsenwert Ende März. Die USA sind gleich mit drei Unternehmen in der Top Ten vertreten, aber auch europäische Traditionskonzerne und asiatische Staatskonzerne konnten sich platzieren.

Platz 10: Petrobras, Brasilien

Eröffnet wird die Liste von Petrobras aus Brasilien, das auf einen Marktwert von rund 126,6 Milliarden US-Dollar kommt. Das Unternehmen aus Rio de Janeiro, das sich teilweise in Staatsbesitz befindet, hat eine schwierige Zeit hinter sich und konnte nur durch Investitionen in die Tiefseeförderung stabilisiert werden. Heute ist es das wertvollste Unternehmen Brasiliens und beschäftigt über 40.000 Mitarbeiter.

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Vodafone Freunde werben Freunde: Bis zu 210 Euro Prämie für jede Empfehlung sichern

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Vodafone Freunde werben

Wer einen Vodafone GigaZuhause Kabel-Tarif empfiehlt, kann jetzt richtig profitieren: Das Freunde-werben-Freunde-Programm belohnt jede erfolgreiche Empfehlung mit attraktiven Prämien – und das sogar, wenn man selbst kein Vodafone-Kunde ist! Wir zeigen dir alles was du machen musst, um bis zu 210 Euro Prämie für jede Empfehlung zu bekommen.

Empfehlungen lohnen sich – vor allem, wenn Vodafone sie mit bis zu 210 Euro pro erfolgreicher Empfehlung vergütet. Das Vodafone Freunde-werben-Freunde-Programm setzt neue Maßstäbe für alle, die ihr Netzwerk nutzen und dabei ganz einfach ihre Haushaltskasse aufbessern möchten.

Empfehlen und Prämie kassieren: So funktioniert das Vodafone Empfehlungsprogramm

Das Vodafone Empfehlungsprogramm ist denkbar einfach: Wer einen GigaZuhause Kabel-Tarif weiterempfiehlt und Freunde, Familie oder Bekannte zum Abschluss bringt, erhält eine attraktive Geldprämie. Besonders interessant: Die Teilnahme ist nicht an einen bestehenden Vodafone-Vertrag gebunden. Jeder kann teilnehmen und verdienen.

Die Abwicklung ist unkompliziert: Über die offizielle Landingpage lässt sich in wenigen Schritten eine Empfehlung aussprechen. Nach erfolgreichem Vertragsabschluss und Ablauf der Widerrufsfrist wird die Prämie direkt an den Empfehler ausgezahlt.

Jetzt Vodafone Freunde werben & Prämie sichern

Bis zu 210 Euro für jede erfolgreiche Empfehlung – Staffelung der Prämien

Die Prämienhöhe richtet sich nach der Anzahl der erfolgreichen Empfehlungen und dem gewählten Kabel-Tarif. Besonders lukrativ sind die GigaZuhause Cable Tarife. Hier die Staffelung für den Empfehlenden:

  • 1. Erfolgreiche Empfehlung: 180 Euro
  • 2. Erfolgreiche Empfehlung: 195 Euro
  • ab der 3. Erfolgreichen Empfehlung: jeweils 210 Euro

Die Aktion gilt für folgende GigaZuhause Kabel-Tarife:

  • GigaZuhause 50 Cable
  • GigaZuhause 150 Cable
  • GigaZuhause 300 Cable
  • GigaZuhause 600 Cable
  • GigaZuhause 800 Cable
  • GigaZuhause 1000 Cable

Für die ersten beiden Empfehlungen steigt die Prämie jeweils an, ab der dritten Empfehlung winken dauerhaft 210 € pro erfolgreichem Abschluss. Wer also sein Netzwerk clever nutzt, kann die Prämien schnell aufsummieren.

Flexibel und einfach: Jeder kann Vodafone weiterempfehlen

Ein besonderer Vorteil: Nicht nur Bestandskunden profitieren vom Empfehlungsprogramm. Auch wer selbst kein Vodafone-Kunde ist, kann Freunde, Familie oder Bekannte werben und die Prämie kassieren. Das ist auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt eine Besonderheit und senkt die Einstiegsschwelle für alle, die ihr Netzwerk aktivieren möchten.

Die Prämien gelten ausschließlich für den Empfehlenden. Das macht das Angebot besonders attraktiv für alle, die gezielt Freunde oder Bekannte mit stabilem und schnellem Internet versorgen und dabei selbst profitieren möchten.

Warum sich die Vodafone Weiterempfehlung besonders jetzt lohnt

Die aktuelle Aktion läuft noch bis zum 20. April. In diesem Zeitraum sind die Prämien für die GigaZuhause Kabel-Tarife besonders hoch. Wer jetzt startet, kann also besonders schnell von den Vorteilen profitieren. Gerade in Zeiten steigender Kosten ist das eine willkommene Möglichkeit, das eigene Einkommen nebenbei zu erhöhen.

Ob als Nebenverdienst, Unterstützung für Freunde beim Tarifwechsel oder als cleverer Tippgeber – das Vodafone Empfehlungsprogramm ist flexibel, transparent und schnell erklärt.

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Zu gefährlich? Anthropic hält die KI Claude Mythos unter Verschluss

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Anthropic Claude Mythos KI Künstliche Intelligenz gefährlich nicht öffentlich

OpenAI-Konkurrent Anthropic hat ein neues KI-Modell entwickelt, das eine 27 Jahre alte Sicherheitslücke in einem Betriebssystem entdeckt hat, das eigentlich als besonders sicher gilt. Claude Mythos soll nun Schwachstellen in der Software von Unternehmen wie Microsoft, Amazon oder Apple aufspüren. Anthropic macht das Modell aber nicht öffentlich zugänglich, da es zu gefährlich sei. Eine kommentierende Analyse.

Was ist Claude Mythos?

  • Das KI-Modell Claude Mythos soll laut Anthropic so gut darin sein, bisher unentdeckte Software‑Schwachstellen zu finden, dass es in den falschen Händen zu einer verheerenden Cyberwaffe werden könnte. Das Unternehmen will es deshalb nicht öffentlich zugänglich machen. Unter dem Namen Project Glasswing
    sollen lediglich Unternehmen Zugang zu der KI erhalten, um Sicherheitslücken in ihrer Software aufspüren zu können.
  • Anthropic zufolge gelang es Claude Mythos bereits, tausende schwerwiegende Software‑Schwachstellen zu entdecken. Darunter: eine 27 Jahre alte Sicherheitslücke in dem Betriebssystem OpenBSD, das als besonders sicher gilt, sowie eine seit 13 Jahren schlummernde Schwachstelle in der Videosoftware FFmpeg.
  • Die KI soll in der Lage gewesen sein, binnen weniger Stunden Programme zu entwickeln, um identifizierte Schwachstellen auszunutzen. Experten würden dafür mehrere Wochen brauchen. Laut einem
    Anthropic‑Mitarbeiter wurde eine frühere Version von Claude Mythos mit der Aufgabe betraut, aus einer abgeschirmten Computer‑Umgebung auszubrechen und darüber zu berichten. Der KI sei es gelungen, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen und sich einen Zugang zum Internet zu verschaffen, um dem Mitarbeiter eine E-Mail zu schicken, während dieser ein Sandwich im Park gegessen haben soll.

Sicherheits-KI oder Marketing-Coup?

Nahezu jede Schlagzeile, in der auch nur ein Hauch von KI vorkommt, prophezeit entweder die nächste Wunderwaffe oder den Weltuntergang. Auch um Claude Mythos wabert dieser altbekannte Cocktail aus Faszination und Furcht. Stets kräftig geschüttelt, aber nicht gerührt; von einer KI‑Branche, die vor allem von Aufmerksamkeit lebt.

Was bleibt ist wie so oft ein Nebel aus Behauptungen, der sich von außen kaum bis gar nicht überprüfen lässt. Anthropic hat sich im Gegensatz zu OpenAI jedoch geschickt ein verantwortungsvolles Image aufpoliert. Dass sich das Unternehmen dem US‑Militär verweigert und nicht alle seine Modelle der Öffentlichkeit preisgibt, mag vielleicht ehrenwert wirken, ist jedoch schlichtweg Unternehmensstrategie.

Denn: KI lässt sich im unternehmerischen Bereich besser monetarisieren, während der Kosten‑Nutzen‑Faktor für die Öffentlichkeit immer schleierhafter wird. Stichwort: Deepfakes, Desinformation, Energieverbrauch oder Suchtverhalten. Zugegeben: Die KI‑Modelle von Anthropic haben sich bislang vor allem im IT‑ und Datenschutzbereich bewährt.

Deshalb ist das Unternehmen aber nicht vor pompösen Marketingkampagnen gefeit. Unbestritten ist, dass Modelle wie Mythos reale Probleme lösen, Sicherheitslücken schneller finden, Schaden begrenzen, digitale Infrastrukturen stabilisieren könnten. Doch die eigentliche Ironie liegt woanders: Während KI als Werkzeug zur Gefahrenabwehr gefeiert wird, ist sie längst selbst Teil des Problems geworden. Der Unterschied zwischen Schutzschild und Einfallstor schrumpft – und die öffentliche Debatte kommt kaum hinterher.

Was Experten und Anthropic-Chef Amodei sagen

  • Anthropic‑Chef Dario Amodei in einem Beitrag auf X: „Ich bin stolz darauf, dass sich so viele weltweit führende Unternehmen dem Projekt Glasswing angeschlossen haben, um den Cyberbedrohungen durch immer leistungsfähigere KI‑Systeme entschlossen entgegenzutreten.“ In einem zweiten Post ergänzte er: „Die Gefahren, die mit einem Fehlschlag verbunden sind, liegen auf der Hand. Doch wenn wir es richtig angehen, bietet sich uns eine echte Chance, ein Internet und eine Welt zu schaffen, die grundlegend sicherer sind als vor dem Aufkommen KI‑gestützter Cyberfähigkeiten.“
  • Elia Zaitsev, Chief Technology Officer bei Anthropic‑Partner Crowdstrike, in einem Statement: „Das Zeitfenster zwischen der Entdeckung einer Sicherheitslücke und ihrer Ausnutzung durch einen Angreifer ist geschrumpft – was früher Monate dauerte, geschieht heute dank KI innerhalb von Minuten. Claude Mythos Preview zeigt, welche Möglichkeiten sich Verteidigern heute in großem Maßstab bieten, und Angreifer werden unweigerlich versuchen, dieselben Fähigkeiten auszunutzen.“
  • KI‑Experte und Neurowissenschaftler Gary Marcus zitiert in einem Blogbeitrag eine SMS eines befreundeten Cyberexperten: „Ich hatte noch keine Zeit, alle Berichte durchzugehen, aber für mich klingt das nach einem übertriebenen Hype. Ich zweifle nicht an einigen der Ergebnisse, aber was daraus gemacht wurde, unter welchen Bedingungen die Schwachstellen gefunden wurden und welche Rolle Menschen dabei spielten, ist unklar. (…) Mir scheint, sie säen Samen im Garten des Hypes.“

Wer kontrolliert KI wie Claude Mythos – CEOs oder der Staat?

Ob die neue Anthropic‑KI nun ein digitaler Superspürhund oder doch eher ein gut vermarkteter Mythos ist, wird fast zur Nebensache. Entscheidend ist vielmehr, wer künftig darüber entscheidet, was solche Systeme dürfen und was nicht. Derzeit sind es vor allem die Tech‑CEOs, die diese Grenze ziehen. Demokratisch legitim ist daran ungefähr so viel wie an den AGB von X oder Meta.

Das größere Problem: Die Grenzen zwischen berechtigter Sorge und kalkulierter Panik verschwimmen immer mehr. Doch wenn Risiko zugleich Marketinginstrument ist, wird jede Warnung doppeldeutig. Genau hier rächt sich auch die jahrelange Erzählung, Regulierung sei innovationsfeindlich.

Denn: Aktuell offenbart sich immer mehr, dass dies eine bequeme These ist, die nun von der Realität überholt wird. Selbst dort, wo Regulierung existiert, wirkt sie wie ein Faxgerät im Zeitalter autonomer Systeme: funktional, aber hoffnungslos langsam. Indes: Während die Politik noch KI‑Leitplanken entwirft, bauen Unternehmen längst neue Datenautobahnen.

Ob Claude Mythos nun so gefährlich ist wie behauptet oder nicht: Tatsache ist, dass wir ohne staatliche Kontrollen vollständig der Willkür einzelner CEOs ausgeliefert sind, von denen einige unser Vertrauen ganz sicher nicht verdient haben. Während Anthropic noch einer der verantwortungsvollsten Player im KI‑Wettstreit zu sein scheint, agieren andere Unternehmen wie OpenAI oder xAI mit vergleichbaren KI‑Modellen künftig vielleicht anders.

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Mieten statt kaufen! Wie der Sharing-Economy-Lebensstil die Welt verändert

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Sharing-Economy

Früher war klar: Wer sich ein Auto, eine Bohrmaschine oder eine Kamera wünschte, fuhr zum nächsten Fachgeschäft, um es sich zu kaufen. Zumindest, wenn das notwendige Kleingeld vorhanden war – ansonsten hieß es „sparen“. Heute kippt das Denken. Und bei den steigenden Neupreisen fragen sich viele Menschen in Deutschland ohnehin: Benötige ich das wirklich? Oder reicht es theoretisch auch aus, wenn ich es mir ausleihe? Tatsächlich reicht es häufig aus, sich etwa die Bohrmaschine nur für ein paar Stunden auszuleihen. Diese Fragen ebneten den Weg für den Sharing-Economy-Stil, der in Deutschland immer beliebter wird. Weg vom Besitz, hin zu einem flexibleren, digitalen und bewussteren Lebensstil.

Warum ist Mieten plötzlich attraktiver als Kaufen?

Der größte Vorteil? Du sparst Geld. Aber ist es wirklich der einzige Vorteil, warum Menschen lieber mieten, anstatt zu kaufen? Nein. Insbesondere in Städten bevorzugen immer mehr Menschen Sharing- und Mietangebote aus den folgenden Gründen:

  • Wunsch nach Flexibilität
  • steigende Lebenshaltungskosten
  • neue Einkommensquellen
  • wachsendes Umweltbewusstsein

Wunsch nach Flexibilität

Wenn du über Vermietungs-Apps benötigte Gegenstände mietest, minimierst du Verpflichtungen und steigerst deine Flexibilität. Schauen wir uns das an zwei Beispielen an.

  • Beispiel 1: Du kaufst dir für deinen jährlichen Strandurlaub eine neue Digitalkamera für 999 Euro. Die Kamera nutzt du jedoch nur für diese sieben Tage, und in der restlichen Zeit liegt sie im Schrank. Mit der Zeit sinkt der Wert deiner Kamera, und auch der Akku verliert langsam an Kapazität. Viel besser wäre es, wenn du dir eine Kamera für deinen Urlaub mietest.
  • Beispiel 2: Für kleine Erledigungen in der Stadt benötigst du gelegentlich ein Auto. Mit dem Autokauf kommen einige Verpflichtungen auf dich zu, wie Inspektion, TÜV, Versicherungsbeiträge und Steuern – obwohl du das Auto maximal 3–4× im Monat nutzt. Über eine Vermietungsplattform kannst du für diesen Zeitraum spontan ein Auto mieten.

Steigende Lebenshaltungskosten

Laut der Verbraucherzentrale sind die Lebenshaltungskosten seit 2020 drastisch gestiegen. Das zeigt sich eigentlich in allen Bereichen. So stiegen in den vergangenen Jahren etwa die Preise für Kameras um 27 Prozent, während Neuwagen im Schnitt um bis zu 50 Prozent teurer sind.

Kurz und knapp: Die Menschen überlegen sich zweimal, ob sie etwas Neues brauchen oder nicht. Peer-to-Peer-Vermietungsplattformen ermöglichen es den Menschen trotzdem, sich gewisse Dinge für einen bestimmten Zeitraum zu leisten.

Neue Einkommensquellen schaffen

Auf den Plattformen, auf denen man Gegenstände mieten kann, kannst du auch Gegenstände vermieten. Das schafft eine neue Einkommensquelle, sozusagen ein zweites Standbein – ein Punkt, der für viele Menschen attraktiv ist.

Wachsendes Umweltbewusstsein

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das viele Menschen dazu bewegt, benötigte Gegenstände lieber zu mieten, anstatt sie zu kaufen.

Ist die Sharing Economy nur ein kurzfristiger Trend?

Die sogenannte Sharing Economy wächst seit Jahren. Es ist also nicht nur ein kurzfristiger Trend, sondern ein sich wandelnder Lebensstil – und Deutschland mittendrin. Schon jetzt mieten Menschen unterschiedliche Gegenstände über spezielle Vermietungsplattformen für wenige Stunden, Tage oder Wochen.

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KI erkennt Kehlkopfkrebs an der Stimme – Pilotphase ab 2028

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KI Krebserkennung Stimme Kehlkopfkrebs Künstliche Intelligenz

Jedes Jahr erkranken weltweit rund 1,1 Millionen Menschen an Kehlkopfkrebs. Die Diagnose erfolgt oft spät und ist für Patienten sehr belastend. Ein US-Forschungsteam hat nun einen KI-Algorithmus entwickelt, der die Krankheit allein anhand der Stimme erkennen soll.

Die menschliche Stimme könnte künftig als digitaler Fingerabdruck für schwerwiegende Erkrankungen dienen. Eine Künstliche Intelligenz soll in der Lage sein, Kehlkopfkrebs allein durch das Zuhören der Sprache zu erkennen. Laut aktuellen Forschungsergebnissen verbirgt die Stimme subtile akustische Signaturen, die auf frühe Unregelmäßigkeiten hindeuten. Ziel sei es, sogenannte Stimmlippenveränderungen wie Knötchen oder Polypen bereits im Keim zu identifizieren.

Kehlkopfkrebs stellt ein massives globales Gesundheitsproblem dar, an dem jährlich etwa 1,1 Millionen Menschen erkranken. Rund 100.000 Betroffene sterben jedes Jahr an den Folgen. Als wesentliche Risikofaktoren gelten laut den Experten das Rauchen, ein hoher Alkoholkonsum sowie Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV). Die herkömmliche Diagnose über die Endoskopie oder Biopsien gilt als invasiv, schmerzhaft und oft schwer zugänglich, was die lebenswichtige Behandlung verzögern könne.

Wie funktioniert die KI-Stimmanalyse zur Krebserkennung?

Das Projekt „Bridge2AI-Voice“ untersucht, wie Computer diese komplexen biomedizinischen Probleme lösen können. Es wird vom Konsortium „Bridge to Artificial Intelligence“ des US National Institute of Health (NIH) gefördert. Für die aktuelle Studie hat ein Team um Phillip Jenkins einen Datensatz mit 12.523 Aufnahmen von 306 Teilnehmern präzise analysiert.

Dabei seien physikalische Merkmale wie die Tonhöhe, die Lautstärke und die generelle Klarheit der Sprache vermessen worden. Die Forscher stellten fest, dass vor allem das Verhältnis von harmonischen Klängen zum Rauschen deutliche Unterschiede aufzeigt. Solche Muster seien insbesondere bei männlichen Patienten mit Kehlkopfkrebs oder gutartigen Stimmlippenveränderungen messbar gewesen.

Die Künstliche Intelligenz sol kleinste Schwankungen in der Frequenz (Jitter) und Amplitude (Shimmer) erfassen können, die für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar sind. Das könnte eine objektivere Einschätzung des individuellen Krebsrisikos in der klinischen Routineversorgung ermöglichen.

Wann die KI-Diagnose in die Arztpraxis kommt

Bei weiblichen Studienteilnehmern ließen sich bisher noch keine vergleichbar eindeutigen Trends identifizieren. Die Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass größere Datensätze in Zukunft verlässlichere Ergebnisse liefern. Ein Schwerpunkt der kommenden Arbeit liegt daher auf der ethischen Beschaffung multi-institutioneller Daten für ein breiteres Training der Modelle.

Erst nach einer umfassenden Validierung im klinischen Umfeld könnte die Technologie als verlässliches medizinisches Werkzeug eingesetzt werden. Jenkins schätzt, dass entsprechende KI-Tools zur Erkennung von Stimmlippenveränderungen bereits in den nächsten zwei Jahren in die Pilotphase gehen könnten.

Die Methode verspricht den Vorteil, dass sie völlig kontaktlos, kostengünstig und schnell in der täglichen Praxis anwendbar ist. Solche digitalen Biomarker könnten die kritische Wartezeit auf Facharzttermine überbrücken und die Heilungschancen durch eine zeitnahe Früherkennung deutlich verbessern. Je nach Stadium und Ort des Tumors liegen die Überlebenschancen bei einer rechtzeitigen Diagnose derzeit zwischen 35 und 78 Prozent.

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Erstmals mehr E-Autos als Benziner: März-Neuzulassungen überraschen

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mehr Elektroautos als Benziner März 2026 Neuzulassungen

Erstmals haben reine Elektroautos in Deutschland mehr Neuzulassungen als klassische Benziner erzielt. Im März 2026 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 294.161 Pkw neu zugelassen, ein Plus von 16 Prozent zum Vorjahr. Wir zeigen, welche Hersteller profitieren, wie sich die Antriebsarten verschieben und was Experten für den Rest des Jahres erwarten.

Das Jahr lief für Automobilhersteller eher schleppend an. Im Winter sind die Zahlen generell relativ niedrig, doch die vorherrschende wirtschaftliche Unsicherheit und anhaltende Konflikte auf der Welt schienen diese weiter zu drücken.

Das ist nun scheinbar vorbei. Die Sonne ist da, die Temperaturen steigen und mit ihnen auch die Verkaufszahlen der Autohändler. Wir haben die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes vom März 2026 in diesem Artikel unter die Lupe genommen.

Das sind die Pkw-Neuzulassungen im März

Insgesamt wurden im vergangenen Monat 294.161 Pkw in Deutschland neu zugelassen. Das ist ein solider Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders deutlich wird der positive Trend beim Blick auf den direkten Vormonat, denn im Februar wurden noch lediglich 211.262 Fahrzeuge gemeldet. Damit erreicht die Kurve nach ihrem Tief im Januar den Höchststand der letzten zwölf Monate.

Drei bekannte Hersteller profitieren besonders von dem Aufschwung. Volkswagen verteidigt wenig überraschend souverän die Position als unangefochtener Marktführer. Mit einigem Abstand folgt die tschechische VW-Tochter Skoda, die ihre Position auf dem deutschen Markt immer weiter verbessert. Komplettiert wird das Trappchen von BMW.

Knapp dahinter fahren Mercedes-Benz und Audi ein. Den größten Aufschwung unter den deutschen Herstellern kann Smart mit einem Plus von rund 189,6 Prozent verzeichnen. Bei den Importmarken geben Lynk & Co. (136 Fahrzeuge, ein Plus von 4.433,3 Prozent) sowie Aston Martin (68 Fahrzeuge, ein Plus von 3.300,0 Prozent) am meisten Gas.

Elektroautos überholen Benziner

Die Käufer in Deutschland sind bisher noch relativ zurückhaltend beim Thema E-Autos. Trotzdem verbreitet sich die Antriebsart auch in der Bundesrepublik immer schneller. Im März konnten die reinen Elektroautos mit 70.663 Neuzulassungen erstmals die klassischen Benziner (66.959 Einheiten) überholen. Quasi ein historischer Moment. An der Spitze thronen aber weiterhin Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb, die auf insgesamt 87.850 Zulassungen kommen.

Der Anteil von Dieselautos schrumpft mit 37.664 Neuanmeldungen weiter zusammen, während Plug-in-Hybride mit knapp 29.996 Fahrzeugen das Schlusslicht bilden. Mit diesen Verkaufszahlen kommen Hybride auf 29,9 Prozent, Stromer auf 24,0 Prozent, Benziner auf 22,8 Prozent, Diesel auf 12,8 Prozent und Plug-in-Hybride auf 10,2 Prozent.

Diese Verschiebung hin zu emissionsärmeren Fahrzeugen zeigt direkt Wirkung: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw sinkt im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent auf 100,1 g/km.

Der Blick auf den Gesamtbestand in Deutschland zeigt jedoch, dass noch ein weiter Weg zu gehen ist. Zum 1. Januar 2026 waren insgesamt rund 61,3 Millionen Kraftfahrzeuge registriert. Immerhin mehr als zwei Millionen dieser Wagen sind reine Elektroautos. Hinzu kommen über eine Million Plug-in-Hybride. Dennoch ist der Anteil der E-Autos am Gesamtbestand mit etwa 4,1 Prozent auf einem (im Vergleich mit anderen Ländern) niedrigen Niveau. Anfang 2024 lag dieser Wert allerdings noch bei 3,3 Prozent.

Knackt der E-Automarkt 2026 die 3-Millionen-Marke?

Förderungen für Elektroautos wurden Ende 2023 gestoppt. Doch die Fahrzeuge werden immer günstiger in der Herstellung, haben viele Kinderkrankheiten hinter sich gelassen und verwenden mit Strom die günstigere Energie. Der Durchbruch der Elektromobilität scheint deshalb in greifbarer Nähe.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg der Neuzulassungen auf rund 2,95 Millionen Fahrzeuge. Etwa 1,1 Millionen dieser Fahrzeuge sollen einen elektrischen Antrieb haben (via KFZ-Gewerbe).

„Die politischen Impulse, das breitere Modellangebot und die wachsende Alltagstauglichkeit elektrischer Antriebe greifen endlich ineinander“, so ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. „2026 wird zum Jahr, in dem die Elektromobilität im Markt wirklich ankommen kann, wenn die Weichen richtiggestellt werden.“

Laut Peckruhn braucht es die von der aktuellen Bundesregierung angekündigte Förderung, um die Elektromobilität weiter voranzutreiben, bevor steigende CO2-Preise den Kraftstoff für Verbrenner weiter verteuern. Generell zeigt er sich zuversichtlich, dass der Pkw-Markt in diesem Jahr „endlich wieder Fahrt aufnimmt“.

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Echt oder KI? Wenn die Realität unter Gemeralverdacht gerät

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KI Realität NO AI Künstliche Intelligenz Wahrnehmung

Ist das echt oder KI? Inhalte von Künstlicher Intelligenz zerstören nach und nach unser Vertrauen in Bilder, Videos, Stimmen und Artikel. Müssen Inhalte also wieder menschlicher werden? So einfach ist es nicht.

Vielleicht kennst du das: Du scrollst durch Social Media-Kanäle und dir gehen nicht nur die schlechten Inhalte auf die Nerven, sondern es wächst auch der Verdacht, dass überhaupt nichts mehr echt sein könnte.

Man könnte voreilig die immer stärker werdende Skepsis gegenüber KI-erzeugten Inhalten als pessimistische Überreaktion abzutun: „Von Menschen erzeugte Inhalte sind halt doch besser, das haben wir ja schon immer gewusst!“

Wer jedoch heute irritiert oder sogar ablehnend auf künstlich erzeugte Bilder, Videos oder Stimmen reagiert, ist nicht automatisch technikfeindlich. Er oder sie reagiert meiner Ansicht nach vielmehr auf eine Veränderung der digitalen Umwelt, die viele Menschen längst spüren, auch wenn sie sie noch nicht genau benennen können.

Echt vs. KI: Was ist das Problem?

Das Problem liegt nicht nur darin, dass KI inzwischen täuschend echte Inhalte erzeugen kann. Das größere Problem besteht darin, dass sich durch diese KI-erzeugten Inhalte unser Blick auf digitale Inhalte insgesamt verschiebt.

Wo früher ein gewisses Grundvertrauen vorhanden war, besteht heute immer häufiger ein stilles Misstrauen: Ist der Inhalt echt? Ist er bearbeitet? Ist er inszeniert? Ist er vielleicht gar nicht mehr von einem Menschen erstellt worden?

Das ist deshalb so bemerkenswert, weil die Stärke von KI lange Zeit ganz woanders verortet wurde. Es ging um Effizienz, um Produktivität, um neue kreative Möglichkeiten, um Entlastung des Menschen.

All das ist nicht falsch. Aber diese Perspektive greift zu kurz. Denn KI verändert eben nicht nur, wie Inhalte entstehen. Sie verändert auch, wie wir Inhalte wahrnehmen und einordnen.

Nicht jede KI ist das Problem

Bevor ich jedoch weiter ausführe, ist ein Wort der Warnung erforderlich. Mir geht es nicht darum zu sagen, dass jeder Einsatz von KI problematisch ist. Das wäre seltsam, bin ich doch in meinen Vorträgen und Workshops fast schon ein an dem deutschen Veränderungsunwillen verzweifelnder KI-Optimist.

Wenn KI also hilft, Informationen zu strukturieren, Texte sprachlich zu glätten, Prozesse zu beschleunigen oder Wissen schneller zugänglich zu machen, ist das ausgesprochen nützlich.

Viele der aktuellen Anwendungen liegen ja auch heute genau in diesem Bereich und unterstützen so menschliches Arbeiten. Der Eindruck von Wirklichkeit wird dabei gerade nicht untergraben.

Kritisch wird es vielmehr dort, wo KI nicht mehr nur Werkzeug im Hintergrund ist, sondern sichtbar an die Stelle menschlicher Wirklichkeit tritt. Wenn Gesichter, Stimmen, Szenen oder ganze Stimmungen künstlich erzeugt werden, dann geht es nicht mehr nur um Unterstützung. Dann geht es um Simulation. Und genau an diesem Punkt – so kommt es mir derzeit vor – kippt für viele Menschen das Gefühl.

Denn ein sprachlich verbesserter Text und ein künstlich erzeugter Mensch, sind in meinen Augen nicht dasselbe. Eine KI, die im Hintergrund sortiert, ist etwas anderes als eine KI, die im Vordergrund Realität imitiert. Wer diese Unterscheidung macht, versteht besser, warum manche Anwendungen kaum Widerstand auslösen, während andere sofort Unbehagen erzeugen.

Bitte keine KI: Warum das Echte plötzlich wieder wichtig wird

Ich glaube, wir erleben derzeit eine Gegenbewegung zur Austauschbarkeit, wenn über KI lamentiert wird. Viele KI-Inhalte sehen wir nicht deshalb als problematisch an, weil sie technisch schlecht wären.

Im Gegenteil: Sie sind oft erstaunlich gut gemacht. Aber genau darin liegt oftmals das Problem. Sie wirken glatt, generisch und zu mühelos. Ihnen fehlt also nicht Qualität im technischen Sinn, wohl aber Reibung, Eigenheit, und „Kante“.

Das Echte wird in der Umgebung von einer Vielzahl von KI-Inhalten nicht deshalb attraktiver, weil es immer schöner oder besser wäre. Das Gegenteil ist inzwischen häufig der Fall. Es wird attraktiver, weil es knapper wird.

Wenn künstliche Produktion in nahezu unbegrenzter Menge möglich ist, dann gewinnt dasjenige an Wert, was nicht beliebig skalierbar ist: menschliche Erfahrung, echte Perspektive, konkrete Handschrift, Unschärfe, Widerspruch, Haltung.

Genau deshalb halte ich den Ausspruch „Bitte keine KI“ nicht für rückwärtsgewandt. Er zeigt vielmehr, dass Menschen sehr wohl spüren, wann Technik ihnen hilft und wann sie beginnt, den Charakter eines Inhalts zu verändern. Vielleicht ist das ein Zeichen von Übersättigung, vielleicht sogar von wachsender digitaler Reife.

Das eigentliche Problem ist der Vertrauensverlust

Noch wichtiger erscheint mir aber ein anderer Punkt. Die eigentliche Gefahr liegt nicht darin, dass Menschen von einzelne KI-Inhalte getäuscht werden. Sie liegt meiner Ansicht nach darin, dass das Misstrauen über den einzelnen Inhalt hinauswächst.

Wenn Menschen anfangen, nicht nur Künstliches kritisch zu betrachten, sondern auch Reales reflexhaft unter Verdacht zu stellen, von KI erstellt worden zu sein, dann verändert sich im Kern die ganze Wahrnehmung von digitaler Öffentlichkeit.

Das erinnert mich an ein anderes Problem, über das ich schon geschrieben habe, nämlich der digitalen Bildung und dem Umgang mit Informationen: Wissen ist heute in großer Menge verfügbar, aber vielen fällt es schwer, Informationen einzuordnen, in ihrer Gesamtheit zu erfassen und sich dabei nicht von Lautstärke oder Emotionen treiben zu lassen.

KI verschärft dieses Problem nun noch einmal. Jetzt geht es nicht mehr nur um die Einordnung von Informationen, sondern zunehmend auch um die Einordnung von „Wirklichkeit“, also ob etwas unverfälscht oder künstlich geschaffen wurde.

Geht diese Entwicklung weiter, dann könnten wir ein Umfeld bekommen, in dem Echtheit nicht mehr – wie bisher – vorausgesetzt wird, sondern begründet werden muss. Das ist eine erhebliche Veränderung.

Denn Vertrauen ist digital ohnehin schon fragil. Wenn nun auch noch die visuellen, akustischen und sprachlichen Ebenen flächendeckend synthetisierbar werden, dann wächst der Druck auf den einzelnen Nutzer, immer prüfen zu müssen, was er da eigentlich an Inhalten vor sich hat.

Auch die Rückkehr zur Echtheit ist nicht unschuldig

Ich will jetzt aber auch nicht in eine Romantisierung des Echten verfallen. Denn auch die neue Lust auf Echtheit ist nicht frei von Inszenierung. Schon jetzt lässt sich beobachten, dass „ohne KI“ selbst zu einem Label wird, das Aufmerksamkeit schafft und sich vermarkten lässt.

Das zeigt, dass das Thema komplizierter ist, als es auf den ersten Blick wirkt. Nicht jede Distanzierung von KI ist Ausdruck einer tiefen Haltung. Manches davon ist Strategie. So wie „mit KI“ vor kurzem noch als Innovationsbeweis galt, wird „ohne KI“ nun als Qualitätssiegel verwendet.

Meiner Ansicht nach müssen wir also vorsichtig sein bei der Einordnung. Weder ist KI pauschal der Feind des Menschlichen, noch ist alles Menschliche automatisch wertvoller. Entscheidend ist vielmehr, ob Inhalte und Technologien in einer Weise eingesetzt werden, die Vertrauen stärken oder untergraben.

Echt oder KI? Worauf es jetzt ankommt

Nach meinem Dafürhalten brauchen wir zukünftig weniger pauschale KI-Begeisterung und weniger pauschale KI-Abwehr. Stattdessen brauchen wir die Fähigkeit, Unterschiede zu erkennen.

Wo unterstützt KI sinnvoll? Wo ersetzt sie etwas, das besser nicht ersetzt werden sollte? Wo erweitert sie menschliche Möglichkeiten? Und wo produziert sie vor allem Masse und Oberflächenreize?

Das alles sind Fragen, die auf Medienkompetenz und Urteilsvermögen abzielen. Wenn wir uns nicht bewusst machen, wie KI-generierte Inhalte auf unser Vertrauen in Inhalte im Allgemeinen wirken, dann reden wir zu oberflächlich über den Nutzen von KI.

Vielleicht ist genau das die unbequeme Pointe dieser Entwicklung: KI zwingt uns nicht nur dazu, über Maschinen nachzudenken. Sie zwingt uns dazu, neu über das Menschliche nachzudenken und darüber, was wir eigentlich meinen, wenn wir etwas für echt halten.

Und vielleicht liegt gerade darin die eigentliche Herausforderung der kommenden Jahre, nämlich ob wir es schaffen, in einer Welt voller synthetischer Möglichkeiten die Maßstäbe nicht zu verlieren, nach denen wir Wirklichkeit erkennen, bewerten und ihr vertrauen. Genau daran wird sich entscheiden, ob KI unseren digitalen Alltag wirklich verbessert oder ihn nur noch künstlicher macht.

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E-Autojahr 2026: Lohnt sich ein gebrauchtes Elektroauto jetzt wirklich?

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gebrauchte Elektroautos E-Autos 2026

Der E-Automarkt erlebt 2026 einen spürbaren Aufschwung. Das gilt sowohl für neue als auch gebrauchte Elektroautos. Doch wer glaubt, dass allein die hohen Spritpreise dafür verantwortlich sind, der irrt. Eine kommentierende Analyse. 

Warum das Interesse an gebrauchten Elektroautos explodiert

  • Die aktuell relativ hohen Spritpreise bringen den Markt für Elektroautos in Schwung. Viele große Autoportale in Europa berichten etwa seit Beginn des Iran-Kriegs von einem deutlich höheren Interesse an neuen und gebrauchten E-Autos. Laut mobile.de würden etwa 43 Prozent der Deutschen bei anhaltend hohen Benzinpreisen zur Elektromobilität wechseln. Händler erhielten 66 Prozent mehr Anfragen nach gebrauchten Elektroautos. 36 Prozent sehen in der langfristigen Ersparnis das stärkste Argument für ein E-Auto.
  • Elektroautos waren auf dem Gebrauchtwagenmarkt bislang eher Ladenhüter. Viele Händler weigerten sich sogar, die Fahrzeuge in ihr Portfolio aufzunehmen. Der Grund: Sorgen vor geringen Reichweiten und Batterien, die frühzeitig an Leistung verlieren und dann teuer ausgetauscht werden müssen. Solche Sorgen sind mittlerweile jedoch eher Vorurteile und überwiegend unbegründet. Denn: Nicht nur die Reichweite von E-Autos steigt immer weiter. Die Batterien der meisten Stromer haben auch nach vielen Jahren noch eine hohe Kapazität von 80 bis 90 Prozent.
  • Wer eine eigene Wallbox hat und regelmäßig pendelt, fährt im Vergleich zum Verbrenner mit dem E-Auto aktuell so günstig wie nie. 4,20 Euro gegenüber 15 Euro pro 100 Kilometer sprechen etwa eine klare Sprache. Aber: Der Kostenvorteil schmilzt, sobald man vermehrt auf öffentliche Schnelllader angewiesen ist. Elektroautos lohnen sich finanziell deshalb vor allem für Eigenheimbesitzer. Ein neues Förderprogramm der Bundesregierung verspricht jedoch den Aufbau von erschwinglichen E-Ladesäulen in und an Mehrparteienhäusern.

Spritpreise oder Strukturwandel: Was den Boom wirklich antreibt

Der aktuelle Elektroauto-Boom wirkt auf den ersten Blick vielleicht wie eine direkte Reaktion auf schmerzhafte Tankquittungen. Doch der Aufschwung bei den Neuzulassungen von E-Autos ist vielmehr Ergebnis eines längeren Strukturwandels, der sich bereits zuvor angebahnt hatte.

Während weltweit lautstark über die aktuellen Spritpreise diskutiert wird, hat sich im Hintergrund still und leise eine Dynamik entwickelt, die mehr Modelle, mehr Wettbewerb und mehr technische Reife hervorgebracht hat. Dass plötzlich auch chinesische Anbieter mit Kampfpreisen auf dem europäischen Markt auftauchen, dürfte bei so manchen Herstellern in Europa den Puls stärker hochtreiben als jeder geopolitische Konflikt.

Gerade auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeigt sich, wie sehr sich Wahrnehmung und Realität verschoben haben. Denn was lange als Risiko galt – Stichwort Reichweitenangst –, wird zunehmend zu einer kalkulierbaren Alternative. Hinzu kommen immer mehr Lademöglichkeiten und Förderprämien, die auf den ersten Blick zwar nur neue Stromer begünstigen. Auf den zweiten aber auch die Preise gebrauchter Elektroautos drücken.

Stimmen und Expertenmeinungen

  • Experten zufolge hängt der aktuelle E-Autoboom allenfalls bedingt mit den Folgen des Iran-Kriegs zusammen. Eine Sprecherin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sagte gegenüber ZDF heute: „Es besteht ein zeitlicher Verzug von teils mehreren Monaten zwischen Bestellung und Zulassung eines Autos, Effekte durch den Krieg im Nahen Osten können sich deshalb heute noch nicht im Markt zeigen.“
  • Thomas Peckruhn, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), prognostiziert ein E-Autojahr 2026: „Die politischen Impulse, das breitere Modellangebot und die wachsende Alltagstauglichkeit elektrischer Antriebe greifen endlich ineinander. 2026 wird zum Jahr, in dem die Elektromobilität im Markt wirklich ankommen kann, wenn die Weichen richtig gestellt werden. (…) Der Gebrauchtwagenmarkt zeigt einmal mehr seine Stärke: Er federt Preissprünge ab und hält Deutschland mobil.“
  • Wolf-Peter Schill, Forschungsbereichsleiter der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), gegenüber rbb24: „Im letzten Jahr ist die Elektromobilität jetzt im PKW-Bereich so ein bisschen wieder angezogen, nachdem das Jahr davor ein ziemliches Katastrophenjahr war. Das heißt aber auch, vier von fünf neuen Autos hatten wirklich noch einen Verbrennungsmotor. Da ist also noch eine Menge Luft nach oben.“

Bleibt der E-Auto-Boom?

Trotz des aktuellen Aufschwungs steht dem E-Automarkt die eigentliche Bewährungsprobe erst noch bevor. Denn die Elektromobilität muss nicht nur technisch überzeugen, sondern vor allem ökonomisch im Alltag bestehen. Doch solange öffentliches Laden preislich an den Spritpreisen kratzt, bleibt das E-Auto ein Privileg für Eigenheimbesitzer.

Trotz Förderprogrammen sind deshalb sowohl die Politik als auch die Wirtschaft gefragt, um das öffentliche Laden attraktiver zu gestalten. Außerdem spielen Transparenz und Vertrauen eine Rolle. Neue Standards zur Bewertung der Batteriegesundheit, wie aktuell von Dekra und TÜV geplant, könnten zu einem echten Gamechanger werden.

Denn: Überprüfbare und standardisierte Daten können Kunden Gewissheit liefern und dem E-Auto seinen Ruf als technisches Risiko nehmen. Die von den Spritpreisen getriebene, aktuell hohe E-Auto-Nachfrage könnte mit sinkenden Preisen an der Zapfsäule aber wieder verdunsten. Nachhaltig wird der Boom erst, wenn er unabhängig vom Ölpreis funktioniert – wenn also nicht mehr die Krise den Markt bewegt, sondern die Überzeugung.

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PayPal-Alternativen aus Europa: 4 Zahlungsanbieter im Vergleich

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Immer mehr EU-Bürger wollen auf US-Dienste verzichten – auch beim Bezahlen. Doch wer PayPal ersetzen will, braucht Alternativen, die in puncto Funktionsumfang und Sicherheit mithalten. Europa hat in den letzten Jahren aufgeholt: Vier Zahlungsanbieter aus Dänemark, Schweden, Deutschland und den Niederlanden zeigen, dass es auch ohne US-Tech geht. 

Über Jahrzehnte hinweg war die Abhängigkeit Europas von amerikanischer Technologie akzeptiert und bildete das Fundament unserer modernen IT-Infrastruktur. Doch neben der in den letzten Jahren gewachsenen Abneigung gegen digitale Services aus China werden inzwischen auch Produkte aus den Vereinigten Staaten in Frage gestellt.

Unternehmen wie Apple, Microsoft, Amazon, Google und Meta haben nicht nur eine enorme Marktmacht, sondern nutzen diese auch aus – teilweise mit wettbewerbswidrigen Praktiken. Viele Nutzer hegen zudem Bedenken, dass sensible Daten in den Händen von US-Unternehmen nicht gut aufgehoben sind.

Seit dem erneuten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump hat das Thema wieder an Bedeutung gewonnen, da sich zunehmend die Frage stellt, ob die USA noch ein verlässlicher Partner für Europa sind. Trumps außen- und handelspolitische Entscheidungen wie seine Zollpolitik nähren zumindest die Zweifel.

Alternativen zu PayPal: Zahlungsanbieter aus Europa immer gefragter

Kritiker sehen in den USA eine immer engere Verflechtung von Politik und Wirtschaft, denn Trump scheint eng mit vielen Tech-CEOs zu kooperieren. Geld und Fortschritt stehen an erstere Stelle, Nutzerinteressen und Datenschutz müssen hinten anstehen. Zum Glück hat Europa in den letzten Jahren technologisch deutlich aufgeholt.

Viele Alternativen „Made in Europe“ sehen sich als Gegenmodell zu amerikanischen Technologien. Die Anbieter setzen häufig auf Nachhaltigkeit, Datenschutz und klare Nutzungsbedingungen. Deshalb präsentieren wir an dieser Stelle vier europäische Zahlungsanbieter. Zuvor haben wir uns bereits europäische Suchmaschinen und E-Mail-Anbieter angeschaut.

1. Quickpay

Aus Dänemark kommt eine Lösung, die sich besonders durch ihre Flexibilität und Integrationsfähigkeit auszeichnet. Quickpay unterstützt alle gängigen Kreditkarten sowie Apple Pay und Google Pay und kann problemlos in nahezu jedes relevante CMS-System eingebunden werden. Ein Highlight ist die Funktion „Omnichannel“, durch die Online-Zahlungen und Transaktionen in Läden über ein einziges, einheitliches System abgewickelt werden. Quickpay bietet mit SoftPOS zudem eine moderne Alternative zu klassischen Terminals an, dank der ein einfaches Android-Gerät zur mobilen Kasse wird. Für eine Grundgebühr von sieben Euro im Monat und eine Transaktionsgebühr von 0,10 Euro erhalten kleine und mittlere Unternehmen eine professionelle Lösung. Für Großkunden gibt es individuelle Tarife.

2. Klarna

Klarna ist vermutlich der bekannteste Name im europäischen E-Commerce. Der schwedische Anbieter hat sich als Alternative zu PayPal etabliert, indem er den Fokus auf die Nutzererfahrung legt. Klarna ist vor allem für seine flexiblen Zahlungsmethoden bekannt, die es Kunden erlauben, zwischen Rechnungskauf und Ratenzahlung zu wählen. Klarna beschäftigt über 150 Experten, die sich ausschließlich mit dem Thema Betrugsprävention beschäftigen. Zudem setzt Klarna auf eine ausgefeilte Verschlüsselung und eine strikte Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA). Nutzer können dank der App auf Funktionen wie Käuferschutz und Cashback-Deals zugreifen.

3. Unzer

Auch in Deutschland wird ein Zahlungsanbieter entwickelt. Wer Wert auf eine nahtlose Integration und volle Kontrolle über das eigene Branding legt, sollte sich Unzer näher ansehen. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, die „Conversion“, also die Kaufabschlussrate, in Onlineshops zu steigern. Statistiken zeigen, dass Shops, die flexible Zahlungsarten wie Rechnung oder Ratenkauf anbieten, bis zu 40 Prozent vollere Warenkörbe und bis zu 18 Prozent mehr Umsatz generieren können. Unzer lässt sich so integrieren, dass für den Endkunden kein Drittanbieter sichtbar ist, und es findet keine unnötige Datenweitergabe an externe Firmen statt. Unzer hebt sich zudem durch sein starkes Engagement im Bereich ESG (Umwelt, Soziales und Governance) ab.

4. Adyen

Wenn man sich die Kundenliste von Adyen ansieht, wird schnell klar, dass es sich hier um einen Global Player handelt. Zalando, Spotify, eBay und Uber vertrauen alle auf die Technik aus Amsterdam. Adyen wurde 2006 mit dem Ziel gegründet, die veraltete Infrastruktur der Finanzwelt durch eine moderne Plattform zu ersetzen. Adyen ist eine reine Plattform für Finanztechnologie, die Zahlungsabwicklung, Datenoptimierung und Finanzprodukte in einer einzigen Lösung vereint. Mit über 28 Büros weltweit und einem verarbeiteten Volumen von fast einer Billion Euro zeigt Adyen, dass europäische Technik marktführend sein kann.

Fazit: Zahlungsanbieter aus Europa als Alternative zu PayPal

Wer als Privatnutzer eine echte Alternative zu PayPal sucht, kommt an Klarna kaum vorbei. Die App ist intuitiv, der Käuferschutz solide und Funktionen wie Ratenzahlung oder Cashback machen den Alltag beim Online-Shopping spürbar einfacher. Klarna ist der einzige Anbieter in dieser Liste, der sich direkt an Endverbraucher richtet – und das auf einem Niveau, das PayPal in vielen Punkten ebenbürtig ist.

Für Händler und Unternehmen hängt die Wahl vom Geschäftsmodell ab. Kleine und mittlere Shops, die eine unkomplizierte Lösung mit fairen Gebühren suchen, sind mit Quickpay gut beraten. Wer maximale Kontrolle über das Branding und höhere Conversion-Raten will, sollte sich Unzer ansehen.

Und für Unternehmen, die international skalieren wollen, führt an Adyen kein Weg vorbei – nicht ohne Grund setzen Konzerne wie Zalando und Spotify auf die Plattform aus Amsterdam. Eines zeigen alle vier Anbieter: Europa muss sich beim digitalen Bezahlen längst nicht mehr hinter den USA verstecken.

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